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TERMINE/1066: Hamburg · Graphic Novel Tage - Die Realität im Comic, A. Goetzinger trifft I. Kreitz, 11.6.


Literaturhaus Hamburg Newsletter - Programm im Juni 2013

Graphic Novel Tage: Annie Goetzinger & Isabel Kreitz

Die Realität im Comic: Annie Goetzinger (F) trifft Isabel Kreitz (D) Andreas Platthaus und Christian Gasser moderieren



Am zweiten Abend unseres Comic-Festivals geht es um "Die Realität im Comic", und dazu treffen zwei Expertinnen aus Deutschland und Frankreich aufeinander: Isabel Kreitz und Annie Goetzinger. Die 45-jährige Hamburger Comic-Zeichnerin Isabel Kreitz, die ihr Handwerk u. a. in den USA gelernt hat, erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, u. a. im letzten Jahr den Max- und Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin. Sie brillierte mit ihren eigenen Geschichten wie "Die Sache mit Sorge" (2008, Carlsen), die in das Japan des Zweiten Weltkriegs führt, wo Richard Sorge, ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft, Hitlers Angriffsplan auf die Sowjetunion verrät. Sie erhielt dafür den Sondermann-Preis der Frankfurter Buchmesse und schaffte ihren Durchbruch in Frankreich. Isabel Kreitz schuf zuletzt sehr erfolgreich Comicadaptionen der Erich-Kästner-Werke "Pünktchen und Anton", "Der 35. Mai" und "Emil und die Detektive" (Dressler) und orientierte sich dabei stilistisch an den Originalzeichnungen des großen Walter Trier. Ein Wagnis, das sie laut Andreas Platthaus mit Bravour meistert und in den "Zenit ihres Könnens" stellt.

Annie Goetzinger, die 61-jährige Grande Dame des Comics, ist eine der wenigen Vertreterinnen ihrer Gattung in Frankreich. Sie studierte an der École Supérieure des Arts Appliqués in Paris Modedesign und geriet eher zufällig an das Comiczeichnen. Ab 1971 veröffentlichte sie ihren ersten Comic "Fleur" in der Zeitschrift "Lisette". Seitdem hat sie unzählige Comics veröffentlicht und u. a. für die Magazine "Pilote", "Charlie Mensuel" und "Fluide Glacial" gearbeitet. 1978 verarbeitete sie das Leben der französischen Autorin George Sand in "Aurore". Bekannt wurde sie durch ihre Zusammenarbeit mit dem französischen Autor Pierre Christin mit dem sie u. a. "La Diva et le Kriegsspiel" (deutsche Fassung 1984 bei Carlsen) herausbrachte. Ihr Stil ist Art-Nouveau-beeinflusst, und die meisten ihrer Geschichten werden aus weiblicher Perspektive erzählt.

Mit freundlicher Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Literaturhaus, Dienstag, 11. Juni, 19.30 Uhr, Euro 12,-/9,-/7,-

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Quelle:
Literaturhaus-Newsletter Hamburg vom 02.05.2013
Literaturhaus Hamburg e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Antje Flemming
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veröffentlicht im Schattenblick zum 14. Mai 2013