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TERMINE/1070: Hamburg · Graphic Novel Tage - Macher und Macht, Max trifft Sascha Hommer, 12.6.


Literaturhaus Hamburg Newsletter - Programm im Juni 2013

Graphic Novel Tage: Max & Sascha Hommer

Macher und Macht: Max (ESP) trifft Sascha Hommer (D)
Andreas Platthaus und Christian Gasser moderieren



"Loser sind immer interessant; man liest eben gern, dass es anderen schlecht geht. Das war schon bei Charlie Brown so."

Wenn sich am dritten Abend unseres Graphic-Novel-Festivals "Sprechende Bilder" der Katalane Max, Jahrgang 1956, der seine ersten anarchischen Comics mit 17 unter der Franco-Diktatur zeichnete, und der junge Deutsche Sascha Hommer, Jahrgang 1979, aufgewachsen im idyllischen Schwarzwald, begegnen, prallen scheinbar Welten aufeinander. Was sie teilen, ist aber ihr sehr besonderer Blick auf die Randfiguren und Außenseiter der Gesellschaft. Und beide Künstler sind Allrounder in ihrem Metier: Max war Herausgeber des internationalen Comic-Magazins "Nosotros Somos Los Muertos"; 1997 erhielt er den spanischen Nationalpreis für seine Kinderbuchillustrationen. Viele Comicfans bewundern den "bedeutendsten zeitgenössischen spanischen Comiczeichner" (Die Süddeutsche) und seine berühmt-rebellische Figur des "Peter Pank". In seinem jüngsten ins Deutsche übersetzten Album "Bardín der Superrealist" (Reprodukt) entwirft Max surrealistische Bilderwelten, in denen die Logik außer Kraft gesetzt scheint. Im Mittelpunkt steht Bardín, ein erwachsen gewordener Charlie Brown, mit einem großen, kahlen Kopf, der dank der hohen Zeichenkunst seines Schöpfers sämtliche Gefühle von Entsetzen über aufrichtige Empörung bis zu großer Heiterkeit ausdrücken kann.

Sascha Hommer debütierte 2006 mit der vielbeachteten Comicerzählung "Insekt", es folgten u.a. "Vier Augen" und "Dri Chinisin", letztere nach Erzählungen von Brigitte Kronauer. Hommer ist auch Mitherausgeber der Comic-Anthologie "Orang" (Reprodukt) und gründete den Verlag Kikipost. Sein Fortsetzungsstrip "Im Museum, die Treppe zum Himmel" erschien täglich in der "Frankfurter Rundschau". Seine genialen Panels kommen oft völlig ohne Text aus, und die meisten sind in schwarzweiß gehalten.

Mit freundlicher Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Literaturhaus, Mittwoch, 12. Juni, 19.30 Uhr, 12,-/9,-/7,- Euro

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Quelle:
Literaturhaus-Newsletter Hamburg vom 02.05.2013
Literaturhaus Hamburg e.V.
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veröffentlicht im Schattenblick zum 31. Mai 2013