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AUSSTELLUNG/4367: Oldenburg - "Die kleinsten Schönheiten des Meeres in 3D", 10.10.2017 - 31.01.2018


Schlaues Haus Oldenburg

Eröffnung der Ausstellung "Die kleinsten Schönheiten des Meeres in 3D" am 10.10.17 um 19 Uhr

Ausstellung mit stereoskopischen Mikrofotos von marinen Einzellern im Rahmen des "Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane" im Schlauen Haus Oldenburg


In einer Ausstellung, die vom 10.10.2017 bis zum 31.01.2018 im Schlauen Haus Oldenburg gezeigt wird, werden drei Gruppen der einzelligen Meeresbewohner vorgestellt, Diatomeen (oder Kieselalgen), Radiolarien (oder Strahlentierchen) vorgestellt, Diatomeen (oder Kieselalgen), Radiolarien (oder Strahlentierchen) und Foraminiferen (oder Kammerlinge). Das Besondere: Man sieht die Winzlinge aufgrund einer speziellen Darstellungsmethode räumlich. Die Autoren, Prof. Dr. Heribert Cypionka vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg und Dipl.-Ing. Eberhard Raap aus Sangerhausen, haben aus mikroskopischen Schichtbildserien mit Hilfe eines Computerprogramms synthetische 3D-Bilder erstellt, die man durch spezielle (Anaglyphen-)Brillen betrachten kann. Die Erstellung der 3D-Bilder mit Hilfe des Programms PICOLAY wird in der Ausstellung veranschaulicht. Vor allem aber erwartet die Besucher eine Vielfalt von Organismen mit filigranen und bizarren Formen, die durch die stereoskopische Darstellung plastisch erfasst werden. Besonders überrascht die Schönheit und Komplexität sowohl der lebenden Einzeller als auch ihrer fossilen Reste.

Die meisten Menschen denken bei der Vielfalt des Lebens in den Ozeanen an Fische, Wale, Seehunde, Tintenfische, Muscheln, Krabben, Seesterne und vielleicht noch an Korallen und große Algen. Tatsächlich aber sind die meisten Meeresbewohner Einzeller - egal, ob man Anzahl, Biomasse, biologische Aktivität oder Artenvielfalt betrachtet. Winzige Bakterien, sowie einzellige Algen und Urtierchen (Protisten) leisten einen großen Teil der Photosynthese und Abbauprozesse im Meer. Viele dieser Mikroorganismen tragen Skelette oder Gehäuse aus Silikat oder Calciumcarbonat und lassen nach ihrem Absterben gewaltige Mengen an Mikrofossilien zurück. So bedecken sie große Teile des Ozeanbodens, bleiben für die Menschen wegen ihrer Kleinheit aber unsichtbar. Wer hat noch nicht auf einer Mittelmeerinsel am Strand gesessen, ohne zu wissen, dass dieser großenteils aus Mikrofossilien von Einzellern besteht? Wer weiß, wie die Kreidefelsen auf Rügen entstanden sind?

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Unterstützung des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg und der Firma CEWE, Oldenburg.

Weblinks:
www.schlaues-haus-ol.de
www.picolay.de
www.mikrobiologischer-garten.de
www.icbm.de
www.wissenschaftsjahr.de/2016-17

Schlaues Haus Oldenburg
Schlossplatz 16, 26122 Oldenburg
Tel. 0441/ 9987 3398
E-Mail: info@schlaues-haus-ol.de
http://www.schlaues-haus-ol.de

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Quelle:
Dipl.-Biol. Renate Gerdes
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Referat Forschung und Transfer
Schlaues Haus Oldenburg
D-26111 Oldenburg
Tel.: ++49 441 798-2463, Fax: ++49 441 798-2399
E-mail: renate.gerdes@uni-oldenburg.de
http://www.schlaues-haus-ol.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 7. Oktober 2017

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