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TREFF/1185: Hannover - Gespräch mit Bénédicte Savoy über kulturelles Erbe, 25.09.2018


Schauspiel Hannover

ABC DER DEMOKRATIE
E WIE ERBE
EINE BEGRIFFSKLÄRUNG MIT CAROLIN EMCKE UND GÄSTEN

DI, 25.09.18, 19:00 UHR, CUMBERLAND


Was bedeutet eigentlich Demokratie? Was ist das für eine Ordnung, derer wir uns so gewiss glaubten und die auf einmal in Europa, aber auch in Russland oder den Vereinigten Staaten von vielen in Frage gestellt wird. Die Publizistin und Autorin Carolin Emcke (Gegen den Hass) befragt sie entlang von Begriffen und Werten in einer Gesprächsreihe auf ihre Voraussetzungen hin.

In der letzten Spielzeit waren bereits Teju Cole für A wie Amerika, Peter Geimer für B wie Bild, Aleida Assmann für C wie Chronik zu Gast, im Juni folgte Eva Illouz zu Demokratie 2.0.

Als erste Gesprächspartnerin der neuen Spielzeit begrüßt Carolin Emcke die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy, um über kulturelles Erbe zu sprechen und u. a. diesen Fragen nachzugehen: Was bedeutet Kultur als Erbschaft für eine Demokratie? Welchen Reichtum, aber auch welche Bürgschaft bergen die Kulturgüter aus Gemälden, Artefakten, die in den Museen unsere Geschichte reflektieren? Welche Geschichte(n) erzählen sie uns, wie geübt sind wir noch darin, sie zu deuten und für unsere eigene Zeit nutzbar zu machen? Wie gehen wir mit den Objekten um, die eine Geschichte der Gewalt, des Raubs und der Enteignung in sich bergen? Lässt sich die Kunst entkoppelt von der Geschichte ihrer Entstehung, dem Kontext ihres Erwerbs, der Wahrnehmung verschiedener Generationen betrachten? Welche Aufgabe kommt also auf eine plurale, offene, liberale Demokratie zu, wenn sie das kulturelle Erbe bewahren und trotzdem angemessen reflektieren will?

Prof. Dr. Bénédicte Savoy ist seit 2009 als Professorin für Kunstgeschichte der Moderne am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik an der Technischen Universität Berlin tätig, seit 2016 außerdem am Collège de France in Paris.

In Kooperation mit der Stiftung Niedersachsen

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Quelle:
Schauspiel Hannover - Monatspresse September 2018
Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH
Opernplatz 1, D-30159 Hannover
Tel. 0511/9999-1080, Fax: 511/9999-1980
Internet: www.staatstheater-hannover.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 7. Juli 2018

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