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KALTE PLATTE/0077: Klatsch auf krossen Kräckern (SB)


Satirische Canapés und Cocktailbissen



Rassistische Kosmetik

Um aus dem weltweit verbreiteten Phänomen des Rassismus kräftig Kapital zu schlagen, ist sich auch der deutsche TRIVEA-Hersteller Eierschorf nicht zu schade. Seine Bleichcreme soll inzwischen auf dem asiatischen Kosmetikmarkt ein Verkaufsschlager sein. Auch bei Männern, beispielsweise in Indien, ist hellere Haut oft das entscheidende Merkmal, um als künftiger Ehemann zu punkten. Bedeutet helle Haut hier doch (wie in den meisten Regionen der Erde, die von hellhäutigen Rassen unterjocht wurden) Macht und Einfluß.

Auch eine grünlich-weiß getönte Anti-Redness-Creme bringt Eierschorf heraus, gedacht fürs Übertünchen von geröteten Stellen in weißen Gesichtern. Angeblich. Doch schielt der Konzern nicht tatsächlich auf die indianische Minderheit Nordamerikas als eigentliche Zielgruppe dieses Produkts? Es läge auf derselben Linie wie die Bleichcreme: Rassismus rechnet sich.

Gerechterweise muß in diesem Kontext erwähnt werden, daß aus den Forschungslabors chinesischer Kosmetikkonzerne in letzter Zeit häufiger Gerüchte über die Entwicklung karotinhaltiger Gesichtscremes speziell für den europäischen und US-amerikanischen Markt der Zukunft durchsickern. Die Produkte sollen weißen Gesichtern einen zarten Gelbstich verleihen. Verkaufsprognose: Hervorragend!

13. Mai 2013