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ATTAC/1006: Attac unterstützt Krisenproteste in Nordrhein-Westfalen


Attac Deutschland - Pressemitteilung vom 17. März 2010

* Attac unterstützt Krisenproteste in Nordrhein-Westfalen
* Demo "Wir zahlen nicht für Eure Krise!" am 20. März in Essen


Das globalisierungskritische Netzwerk Attac mobilisiert gemeinsam mit mehr als 100 anderen Organisationen zu der nordrhein-westfalen-weiten Demonstration "Wir zahlen nicht für eure Krise!" am Samstag in Essen.

"Die Zeit ist reif für einen Systemwechsel, doch die Regierenden weigern sich weiterhin, die notwendigen Konsequenzen aus den Ursachen der Krise zu ziehen", sagte Alexis Passadakis, Mitglied im bundesweiten Attac-Koordinierungskreis und einer der Sprecher bei der Auftaktkundgebung am Samstag. Die bisherige Krisenpolitik der Bundesregierung sei ein Desaster. Die Verursacher würden aus ihrer Verantwortung entlassen und stattdessen die Bevölkerung zur Kasse gebeten. Von den vagen Versprechen, aus der Krise zu lernen, sei so gut wie nichts übrig geblieben. Gewinne würden weiterhin privatisiert und Verluste auf die Allgemeinheit abgewälzt. Die unweigerlichen Folgen seien ein massiver Stellenabbau, Sozialkürzungen und die weitere Privatisierung öffentlichen Eigentums.

Aller Rhetorik zum Trotz gebe es keine ernsthaften Schritte hin zu einer dringend notwendigen Schrumpfung und demokratischen Kontrolle der Finanzmärkte. Im Gegenteil: "In den Casinos der Finanzmärkte, gefüttert mit billigem Zentralbankgeld, sprudeln längst wieder die Profite. Wir dürfen die Politik nicht damit davon kommen lassen, daher sind Proteste und Demonstrationen wie die am 20. März in Essen bitter nötig", sagte Artur Aschmoneit von Attac Düsseldorf und einer der Sprecher der Demo-Vorbereitungsgruppe.

Attac kritisierte zudem, dass die Bundesregierung trotz der Krise international in ihrer Handelspolitik auf weitere Marktöffnungen und Freihandel pocht. "Weltweit nehmen Klimawandel, Energieknappheit und Hunger zu. Dennoch stützt die Bundesregierung in ihrer Handelspolitik unverdrossen jene Strukturen und Institutionen, die für die Krise mit verantwortlich sind und deren Prinzipien einer ökologischen und solidarischen Weltwirtschaft zutiefst widersprechen", sagte Roland Süß vom Attac-Koordinierungskreis.

Die Auftaktkundgebung beginnt am Samstag um 12.30 am Essener Willy-Brandt-Platz beim Hauptbahnhof. Gegen 13.30 wird sich der Demo-Zug in Bewegung setzen. Die Abschlusskundgebung ist gegen 15.30 Uhr ebenfalls auf dem Willy-Brandt-Platz geplant.

Im Internet:
www.krisendemo-nrw.de


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Quelle:
Pressemitteilung vom 17.03.2010
Pressesprecherin Attac Deutschland
Frauke Distelrath
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M
Tel.: 069/900 281-42; Fax: 069/900 281-99
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Internet: www.attac.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 18. März 2010