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ATTAC/1230: Attac ruft zu weiteren Protesten auf


Pressemitteilung
Attac Deutschland
Frankfurt am Main, 16. Oktober 2011

* Attac ruft zu weiteren Protesten auf
* Kritik an Bankenrettungsplänen der EU wächst / Aktionen am Samstag


Nach den Protesten gegen die Macht der Banken und das Demokratiedefizit bei der Krisenpolitik der Bundesregierung am gestrigen Samstag ruft das globalisierungskritische Netzwerk Attac zu weiteren Aktivitäten für kommenden Samstag auf. Anlass ist der EU-Gipfel in Brüssel am Tag darauf, bei dem ein neues Bankenrettungspaket geschnürt werden soll.

"Die neuen Bankenrettungspläne sind in den Augen großer Teile der Bevölkerung nicht legitim. Erneut sollen die Verursacher der Krise enorme Summen erhalten, während die Kosten auf die Bevölkerung abgewälzt werden", sagte Alexis Passadakis, vom Koordinierungskreis von Attac. "Der gestrige Tag hat gezeigt: Die Bereitschaft vieler Menschen, dies still hinzunehmen, nimmt ab. Der Protest wird weitergehen."

Statt bedingungsloser Bankenrettungen fordert Attac, Banken, die zu groß zum Scheitern sind ("too big to fail"), zu zerlegen und demokratisch zu kontrollieren. Max Bank, ebenfalls vom Attac-Koordinierungskreis: "Ohne eine Zerschlagung der Großbanken kann es keinen Ausweg aus der Krisenspirale der Eurozone geben. Die Politik der europäischen Regierungen wird daher die Krise verschärfen und die Kosten ungerecht verteilen"

Anmeldungen für Aktionen und Demonstrationen am kommenden Samstag, 22. Oktober, gibt es bereits für einige deutsche Städte, darunter Berlin, Düsseldorf und Kiel.



Im Internet:

* Faktenblatt von Attac zur Eurokrise:
http://kurzlink.de/FaktenblattEurokrise

* Attac-Seite zum Aktionstag 15.10.:
www.attac.de/aktuell/eurokrise/aktionstag-1510


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Quelle:
Pressemitteilung vom 16.10.2011
Pressesprecherin Attac Deutschland
Frauke Distelrath
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M
Tel.: 069/900 281-42; Fax: 069/900 281-99
E-Mail: presse@attac.de
Internet: www.attac.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 18. Oktober 2011