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ATTAC/595: Keine Macht für G8 - Die Mobilisierung geht in den Endspurt


Pressemitteilung vom 5. April 2007
Interventionistische Linke
Erlassjahr
Attac Deutschland

* Keine Macht für G8: Die Mobilisierung geht in den Endspurt

* Dritte internationale Aktionskonferenz, 13. bis 15. April, Rostock


Knapp zwei Monate vor dem G8-Gipfel kommen seine Kritiker zur dritten internationalen Aktionskonferenz in Rostock zusammen. Vom 13. bis 15. April treffen sich mehrere hundert Menschen aus allen Spektren, Netzwerken und Organisationen der globalisierungskritischen Bewegung, um die Weichen für die letzte Phase der Mobilisierung zu stellen.

Mit dieser dritten Aktionskonferenz setzt die globalisierungskritische Bewegung ein Zeichen der Öffnung für die lokale Bevölkerung. "Wir freuen uns auf viele Rostocker, die sich einmischen und mitwirken wollen. Natürlich können sie aber auch einfach vorbeischauen, um zu sehen, was diese Gipfelkritiker eigentlich für Menschen sind" meint Sabine Zimpel vom Entschuldungsbündnis "erlassjahr.de". Vor allem zwei große Abendveranstaltungen in der Nikolaikirche in der Innenstadt bieten den Menschen vor Ort die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die Motive und Vorhaben der G8-Kritiker zu informieren. Das Thema der Podiumsdiskussion am Freitag lautet "Gemeinsam für eine andere Welt - Was wollen die GipfelkritikerInnen?. Am Samstag geht es um "Energie, Ökologie und Weltwirtschaft".

Die Konferenz selbst findet in der Ehm-Welk-Schule in Rostock-Evershagen statt, die Aktivisten zurzeit zum G8-Protest-Zentrum herrichten. In 20 Arbeitsgruppen besprechen die Teilnehmer dort die Protestaktionen gegen den G8-Gipfel. Von Großdemonstration bis Massenblockaden, von Alternativgipfel bis Migrationsaktionstag, von Kulturveranstaltungen bis Camp kommen alle Teilprojekte zur Sprache. Dazu Pedram Shahyar von Attac: "Unsere Bewegung macht ihre Unterschiedlichkeit zu einer Stärke, lässt sich nicht spalten, sondern steht solidarisch zusammen. Gemeinsam machen wir die Gipfelproteste im Juni 2007 zu einem ähnlich starken Zeichen wie Seattle 1999 oder Evian 2003: eine massenhafte Bewegung, die sich dem globalen Neoliberalismus entgegenstellt und für eine Globalisierung von unten eintritt. Die Aktionen und Demonstrationen werden in ihrem Ausmaß alle bisherigen Gipfelproteste in Deutschland in den Schatten stellen."

Am Sonntag endet die Konferenz mit einem "Zaunspaziergang", einer Demonstration entlang des Bauwerkes. "Der so genannte Sicherheitszaun um Heiligendamm ist ein Symbol dafür, wie der globalisierte Kapitalismus Zäune, Grenzen und Mauern zwischen den Menschen aufrichtet. Wir protestieren damit gleichzeitig gegen den Sicherheitsfetisch der Polizei und gegen die beabsichtigten Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit. Der Protest ist da - und er wird sich nicht aufhalten lassen", stellte Christoph Kleine von der Interventionistischen Linken klar.

Die Ergebnisse der Konferenz stellen wir bei einer Pressekonferenz am Sonntag, 15. April, um 11.30 Uhr, im G8-Protest-Zentrum in der Knud-Rasmussenstraße 8 vor.

Weitere Informationen und das Programm der Konferenz finden Sie im Internet unter:
http://www.heiligendamm2007.de/index_konferenz.html


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Quelle:
Pressemitteilung vom 5. April 2007
Frauke Distelrath
Pressesprecherin Attac Deutschland
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Tel.: 069/900 281-42; Fax: 069/900 281-99
E-Mail: presse@attac.de,
Internet: http://www.attac.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 11. April 2007