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ATTAC/606: Jetzt erst recht - G8-Proteste unterstützen!


Pressemitteilung
Attac Deutschland
Bundesausschuss Friedensratschlag
Netzwerk Friedenskooperative
pax christi (deutsche Sektion)

Frankfurt am Main et al., 11. Mai 2007

* Nach den Razzien: "Jetzt erst recht: G8-Proteste unterstützen!"
* Gemeinsamer Appell von Organisationen der Zivilgesellschaft


"Jetzt erst recht: G8-Proteste unterstützen!" Unter diesem Motto haben das globalisierungskritische Netzwerk Attac und drei friedenspolitische Organisationen am Freitag einen gemeinsamen Appell veröffentlicht, in dem sie die Polizeirazzien vom Mittwoch verurteilen und zur Teilnahme an den friedlichen Protesten sowie der Großdemonstration gegen den G8-Gipfel aufrufen. "Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir werden unsere Aufklärungs- und Mobilisierungsarbeit fortsetzen gegen die neoliberale Weltwirtschaftpolitik und die aggressive Kriegspolitik von Mitgliedern der der G8", heißt es in dem Appell, den außer Attac auch der Bundesausschuss Friedensratschlag, das Netzwerk Friedenskooperative sowie Pax Christi unterzeichnet haben.

Die bundesweite Durchsuchung von Büros linker Gruppierungen, Buchläden und Kulturzentren verstoße gegen das rechtstaatliche Prinzip der Verhältnismäßigkeit, kritisieren die Verfasser. Der so genannte Terrorismusparagraf 129a des Strafgesetzbuches diene als Einfallstor für polizeiliche Willkür. "Der politische Effekt dieser Großaktion ist offensichtlich: Die Protestbewegung gegen den G8-Gipfel soll insgesamt diskreditiert, geschwächt und gespalten werden", heißt es weiter .

Im Einsatz waren am Mittwoch rund 900 Beamte, durchsucht wurden mehr als 40 "Objekte", die in Zusammenhang mit den geplanten Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm stehen. Festnahmen im Zusammenhang mit der Aktion gab es laut Polizei nicht.

Der Appell der vier Organisationen endet mit der Aufforderung, die internationale Großdemonstration am 2. Juni in Rostock zu unterstützen und den Aufruf im Internet zu unterzeichnen.

Der Appell im Internet:
http://www.attac.de/aktuell/neuigkeiten/appell.php

Der Demo-Aufruf im Internet:
www.heiligendamm2007.de

Spendenformular::
www.attac.de/demo-spende


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Quelle:
Presssemitteilung vom 11.05.2007
Frauke Distelrath
Pressesprecherin Attac Deutschland
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M
Tel.: 069/900 281-42; Fax: 069/900 281-99
E-Mail: presse@attac.de
Internet: www.attac.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 15. Mai 2007