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ATTAC/741: Attac protestiert bei Eon-Hauptversammlung


Attac Deutschland - Pressemitteilung vom 30. April 2008

* Eon ist Umverteilungsmaschine von Arm zu Reich

* Attac protestiert gegen unsoziale und unökologische Geschäftpolitik


"Eon: Abzocker, Klimakiller" lautete die Aufschrift auf einen Großbanner, mit dem Aktivistinnen und Aktivisten des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac am Mittwoch vor der Essener Gruga-Halle gegen den Stromriesen protestiert und seine Überführung in öffentliche Hände gefordert. Anlass der Aktion war die Eon-Hauptversammlung in der Gruga-Halle. Auf überdimensionalen Medaillen wiesen die Globalisierungskritiker auf die Kehrseiten der von Eon erzielten Spitzenrenditen hin: unsoziale Tarife, umwelt- und klimaschädigende Technologien und die fehlende demokratische Kontrolle der Stromwirtschaft.

"Eine klimafreundliche und soziale Stromversorgung ist mit Eon nicht zu machen", stellte Alexis Passadakis von der bundesweiten Attac-Stromkonzernkampagne "Power to the People" fest. Trotz jüngst angekündigter Investitionen in Windkraft setze das Unternehmen weiterhin ganz überwiegend auf Kohleverstromung und Atomenergie. "Eon und die anderen Stromriesen orientieren sich ausschließlich an den Profitinteressen der Aktionäre, der so genannten Shareholder. Den Preis zahlen die Mehrheit der Menschen und die Umwelt", kritisierte Passadakis.

Attac setzt sich ein für eine dezentrale, demokratisch kontrollierbare Stromwirtschaft - basierend auf erneuerbaren Energien. Das Netzwerk fordert zudem eine soziale Grundversorgung mit Strom.

Während die Stromriesen ihre Gewinne stetig steigern, müssen die Kunden immer tiefer in die Tasche greifen. Um etwa 50 Prozent haben Eon, RWE, Vattenfall und EnBW ihre Strompreise seit dem Jahr 2000 erhöht. Etwa 840.000 Haushalten in Deutschland wird jährlich der Strom abgeklemmt, weil sie die Rechnung nicht mehr bezahlen können. Während das ärmste Zehntel der Bevölkerung durchschnittlich 8,4 Prozent seines verfügbaren Nettoeinkommens für Haushaltsenergie (Wärme und Strom) ausgeben muss, sind es für das reichste Zehntel nur 2,8 Prozent. "Die derzeitige Stromwirtschaft ist eine Umverteilungsmaschine von Arm zu Reich. Einer ihrer Motoren ist Eon", stellte Claudia Jetter von Attac Essen fest.

Attac hat Anfang des Jahres eine bundesweite Kampagne gegen die vier Stromriesen gestartet. Die Globalisierungskritiker fordern ihre Enteignung und Zerlegung sowie Überführung in kleinere, direkt-demokratisch kontrollierbare Einheiten.

Attac-Stromkonzernkampagne im Internet:
www.attac.de/energiekonzerne/cms/


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Quelle:
Pressemitteilung vom 30.04.2008
Pressesprecherin Attac Deutschland
Frauke Distelrath
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M
Tel.: 069/900 281-42; Fax: 069/900 281-99
E-Mail: presse@attac.de
Internet: www.attac.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 1. Mai 2008