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ATTAC/852: Attac kritisiert Milliardendividende der Dax-Konzerne


Attac Deutschland - Pressemitteilung vom 6. Februar 2009

* Krise als Umverteilungsmaschine von unten nach oben?
* Profiteure der letzten Jahre besteuern, statt beschenken!


Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die anstehenden Dividendenzahlungen der Dax-Konzerne als skandalös bezeichnet. Laut einem Bericht des Handelsblatts vom gestrigen Donnerstag planen die 30 größten Konzerne im Dax eine Dividendenausschüttung in Höhe von 23,5 Milliarden Euro. Gemessen am stark gefallenen Börsenwert der Top-Konzerne von nur noch 500 Milliarden Euro, sei das so viel wie noch nie. "Während die Beschäftigten auf Kurzarbeit gesetzt und öffentliche Milliarden in die Sanierung von Banken und Konzernen gesteckt werden, fließen die Gewinne weiterhin in die Hände einer kleinen Minderheit von Großbesitzern und Profiteuren", sagte Pedram Shahyar vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. "Die Krise wird so zu einer Umverteilungsmachine von unten nach oben."

Attac warnte, die Politik werde jede Legitimität im Krisenmanagement verlieren, wenn sie diese Summen in die Hände der Millionäre und Milliardäre entkommen lasse. "Es ist dringend nötig, große Einkommen und größere Gewinne zu besteuern", bekräftigte Pedram Shahyar die Attac-Forderung nach einer Abgabe auf große Vermögen. Die Argumentation, die Gewinne der Konzerne stammten aus den "guten Zeiten" Anfang 2008 sei kaum stichhaltig. Schließlich seien in den so genannten guten Zeiten auch die ganzen Risiken angehäuft worden, für die nun die öffentliche Hand als Konkursverwalter aufkommen muss. Pedram Shahyar: "Es ist höchste Zeit, die Profiteure der liberalisierten Finanzmärkte in den letzten Jahren zur Kasse zu bitten, statt ihnen weiter Milliarden hinterher zu werfen."

Unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise" mobilisiert Attac Deutschland gemeinsam mit Bündnispartnern für Demonstrationen am 28. März in Berlin und Frankfurt.

Im Internet:
* Bericht im Handelsblatt, 5.2.2009:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/dax-konzerne-schuetten- milliarden-aus;2141127

* Attac-Seite zu den Demonstrationen am 28.3.2009:
http://www.casino-schliessen.de/aktionen/2803/startseite/


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Quelle:
Pressemitteilung vom 06.02.2009
Pressesprecherin Attac Deutschland
Frauke Distelrath
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M
Tel.: 069/900 281-42; Fax: 069/900 281-99
E-Mail: presse@attac.de
Internet: www.attac.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 7. Februar 2009