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ATTAC/963: Attac unterstützt neuen Film von Michael Moore


Attac Deutschland - Pressemitteilung vom 10. November 2009

* "Auch eine deutsche Liebesgeschichte"
* Attac unterstützt neuen Film von Michael Moore und organisiert Bankentribunal


Das globalisierungskritische Netzwerk Attac begrüßt den neuen Film "Kapitalismus - eine Liebesgeschichte" von Michael Moore, der am heutigen Donnerstag in Deutschland anläuft. "Bissig und humorvoll serviert Michael Moore zum Teil erschütternde Betrachtungen über die Finanzkrise und das US-amerikanische Konjunkturprogramm", sagte Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Die Parallelen zur Situation in Deutschland seien dabei mitunter erschreckend. "Wäre Michael Moore mit seiner Kamera in Deutschland unterwegs gewesen, hätte er sicher dokumentiert, wie der Bundestag den Bankenrettern einen Blankoscheck ausstellte und seine verfassungsgemäße Aufgabe, den Haushalt zu überwachen, über Bord warf. Er wäre Bankenrettungs-Profiteuren wie dem Versicherungskonzern Allianz und der Deutschen Bank auf die Pelle gerückt. Und er hätte nachgefragt, wieso eine Commerzbank gerettet wird, um dann mit der Dresdner Bank zu einem noch größeren Ungetüm zu fusionieren, statt endlich zu verhindern, dass Banken 'too big to fail' werden."

Attac kooperiert mit dem Filmverleih Concorde und stellt den Kinos zum Filmstart in Deutschland 20.000 Mitmachpostkarten für die Zuschauer zur Verfügung. In einigen Kinos werden Attac-Aktive die Postkarten selbst vor den Aufführungen verteilen. Die Karten weisen darauf hin, dass am Beispiel der Bankenrettung auch eine "deutsche Liebesgeschichte" zu erzählen wäre, und laden die Zuschauer ein, sich intensiver mit der Bankenkrise in Deutschland zu beschäftigen. Die Kinobesucher können Forderungen für eine soziale und ökologische Bewältigung der Finanzkrise unterschreiben und im Frühjahr an einem großen, von Attac organisierten Bankentribunal teilnehmen.

Mit dem Bankentribunal im April 2010 in der Berliner Volksbühne will Attac eine breite kapitalismuskritische Auseinandersetzung über die Rolle der Banken in Deutschland organisieren. Ein ganzes Wochenende lang wird es um die Vorgeschichte der Finanzkrise, die Bankenrettung und die aus Sicht der Globalisierungskritiker fehlende Bearbeitung der Krisenursachen gehen. Angeklagt werden Vertreter der aktuellen Bundesregierung und ihrer beiden Vorgängerinnen, von Banken, Aktionären sowie ihren "Komplizen" in Wirtschaftsprüfungsinstituten und Ratingagenturen.

Im Internet:
www.attac.de/bankentribunal


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Quelle:
Pressemitteilung vom 10.11.2009
Pressesprecherin Attac Deutschland
Frauke Distelrath
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M
Tel.: 069/900 281-42; Fax: 069/900 281-99
E-Mail: presse@attac.de
Internet: www.attac.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 14. November 2009