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LESUNG/5706: Hamburg - Kulturcafé Komm du | "... der Vogel, scheint mir, hat Humor!" - Gudo Mattiat liest Wilhelm Busch, 15.6.2017


Kulturcafé Komm du - Juni 2017

"... der Vogel, scheint mir, hat Humor!" - Der   a n d e r e   Wilhelm Busch
vorgetragen von Gudo Mattiat, am Kontrabass begleitet von Thomas Rutt

Musikalische Lesung am Donnerstag, den 15. Juni 2017, 20.00 bis 22.00 Uhr im Kulturcafé Komm du



'Komm du'-Veranstaltungsflyer mit einem Foto von Gudo Mattiat und Thomas Rutt - Foto im Flyer: © by Daniel Cramer

Das Komm du lädt ein zu einer Lesung mit Musik
am Donnerstag, den 15.06.2017, 20.00 bis 22.00 Uhr:

"... der Vogel, scheint mir, hat Humor!"
Der   a n d e r e   Wilhelm Busch

Vorgetragen von Gudo Mattiat, am Kontrabass begleitet von Thomas Rutt

In ihrem Programm haben der Lehrer "a.D." und Schauspieler Gudo Mattiat und Thomas Rutt, Kinderarzt und Musiker in verschiedenen Bands, eine Auswahl von weniger bekannten Versen des humoristischen Dichters und Zeichners Wilhelm Busch (1832-1908) zusammengestellt. Busch, der als "Klassiker des deutschen Humors" gilt, war Zeit seines Lebens ein ernster und verschlossener Mensch, der insbesondere seinen volkstümlichen Bildergeschichten, durch die er seit den 1870er Jahren in ganz Deutschland berühmt war, nur wenig Wert beimaß. In ihrer Kritik an Selbstzufriedenheit und Doppelmoral des Spießbürgers oder der Frömmelei von Geistlichen und Laien sind sie bis heute spritzig, pointiert und zeitlos aktuell.


Die musikalische Lesung im Kulturcafé Komm du beginnt um 20:00 Uhr.
Platzreservierungen per Telefon: 040 / 57 22 89 52 oder E-Mail: kommdu@gmx.de

Eintritt frei / Hutspende


Gudo Mattiat bei einer Lesung, am Kontrabass begleitet von Thomas Rutt - Foto: © by Daniel Cramer

"... der Vogel, scheint mir, hat Humor!"
Verse von Wilhelm Busch - vorgetragen von Gudo Mattiat, am Kontrabass begleitet von Thomas Rutt
Foto: © by Daniel Cramer


Über die Vortragenden:

Gudo Mattiat
1941 in Göttingen geboren. Studium der Germanistik und Anglistik. Bis 2004 Realschullehrer. Nach der Pensionierung kleine Sprechrollen am Thalia Theater, dem Schauspielhaus, den Kammerspielen und dem St. Pauli Theater Hamburg. Kleine Rollen in der Hörspielproduktion des NDR. Ringelnatz-Lesungen auf Hamburger Museumsschiffen, hauptsächlich auf dem alten Staatsdampfer "Schaarhörn".

Thomas Rutt
1954 in Hannover geboren, Medizinstudium in Hannover, Facharztausbildung zum Kinderarzt in Hamburg. Seit 1999 niedergelassener Kinderarzt in Hamburg. Bereits während des Studiums in Hannover musikalisches Engagement in verschiedensten Stilrichtungen: von der Klarinette, am E-Bass wie am Kontrabass. Seit 2011 musikalische Begleitung von Gudo Mattiat bei Ringelnatz-Lesungen.


Aus dem Programm:

Gudo Mattiat trägt eine Auswahl von weniger bekannten Versen aus verschiedenen Werken Wilhelm Buschs vor: u.a. aus "Max und Moritz", "Die fromme Helene", "Balduin Bählamm", "Tobias Knopp", "Zu guter Letzt" und "Kritik des Herzens". Begleitet wird er vom Kontrabaß-Spieler Thomas Rutt, der den Vortrag musikalisch akzentuiert.


Wilhelm Busch, Selbstporträt, 1894 - Foto: gemeinfrei, Wikimedia Commons

Wilhelm Busch, Selbstporträt, 1894
Foto: gemeinfrei


Über Wilhelm Busch

Heinrich Christian Wilhelm Busch (15.4.1832 - 9.1.1908) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Seine ersten Bildergeschichten erschienen ab 1859 als Einblattdrucke. In Buchform wurden sie erstmals 1864 unter dem Titel "Bilderpossen" veröffentlicht. Schon seit den 1870er Jahren in ganz Deutschland berühmt, galt er bei seinem Tod dank seiner äußerst volkstümlichen Bildergeschichten als "Klassiker des deutschen Humors". Als Pionier des Comics schuf er u.a. "Max und Moritz", "Die fromme Helene", "Plisch und Plum", "Hans Huckebein, der Unglücksrabe", die "Knopp-Trilogie" und weitere, bis heute populäre Werke. Oft griff er darin satirisch die Eigenschaften bestimmter Typen oder Gesellschaftsgruppen auf, etwa die Selbstzufriedenheit und Doppelmoral des Spießbürgers oder die Frömmelei von Geistlichen und Laien. Viele seiner Zweizeiler sind im Deutschen zu festen Redewendungen geworden, z.B. "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr" oder "Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich".

Busch war ein ernster und verschlossener Mensch, der viele Jahre seines Lebens zurückgezogen in der Provinz lebte. Seinen Bildergeschichten maß er selbst wenig Wert bei und bezeichnete sie als "Schosen". Er betrachtete sie zu Beginn nur als Broterwerb, mit dem er nach einem abgebrochenen Kunststudium und jahrelanger finanzieller Abhängigkeit von den Eltern seine drückende wirtschaftliche Situation aufbessern konnte. Sein Versuch, sich als ernsthafter Maler zu etablieren, scheiterte an seinen eigenen Maßstäben. Die meisten seiner Gemälde hat Wilhelm Busch vernichtet, die erhaltenen wirken häufig wie Improvisationen oder flüchtige Farbnotizen und lassen sich nur schwer einer malerischen Richtung zuordnen. Seine vom Stil Heinrich Heines und der Philosophie Arthur Schopenhauers beeinflusste Lyrik und Prosadichtung stießen beim Publikum, das mit seinem Namen komische Bildergeschichten verband, auf Unverständnis. Dass seine künstlerischen Hoffnungen enttäuscht wurden und er übersteigerte Erwartungen an sich selbst zurücknehmen musste, sublimierte er mit Humor. Dies spiegelt sich sowohl in seinen Bildergeschichten als auch in seinem literarischen Werk wieder.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch


Eingang des Kulturcafés Komm du mit Gästen - Foto: © 2013 by Schattenblick

Kulturcafé Komm du in der Buxtehuder Str. 13 in Hamburg-Harburg
Foto: © 2013 by Schattenblick

Das Kulturcafé Komm du in Hamburg-Harburg: Kunst trifft Genuss

Hier vereinen sich die Frische der Küche mit dem Feuer der Künstler und einem Hauch von Nostalgie

Das Komm du in Harburg ist vor allem eines: Ein Ort für Kunst und Künstler. Ob Live Musik, Literatur, Theater oder Tanz, aber auch Pantomime oder Puppentheater - hier haben sie ihren Platz. Nicht zu vergessen die Maler, Fotografen und Objektkünstler - ihnen gehören die Wände des Cafés für regelmäßig wechselnde Ausstellungen.

Britta Barthel und Mensen Chu geben mit ihrem Kulturcafé der Kunst eine Bühne und Raum. Mit der eigenen Erfahrung als Künstler und Eindrücken aus einigen Jahren Leben in der Kulturmetropole London im Gepäck, haben sie sich bewusst für den rauen und ungemein liebenswerten Stadtteil Harburg entschieden. Für Künstler und Kulturfreunde, für hungrige und durstige Gäste gibt es im Komm du exzellente Kaffeespezialitäten, täglich wechselnden frischen Mittagstisch, hausgemachten Kuchen, warme Speisen, Salate und viele Leckereien während der Veranstaltungen und vor allem jede Menge Raum und Zeit ...

Das Komm du ist geöffnet von Montag bis Freitag 7:30 bis 17:00 Uhr,
Samstag von 9:00 bis 17:00 Uhr und an Eventabenden open end.

Näheres unter:
http://www.komm-du.de
http://www.facebook.com/KommDu

Kontakt:
Kulturcafé Komm du
Buxtehuder Straße 13
21073 Hamburg
E-Mail: kommdu@gmx.de
Telefon: 040 / 57 22 89 52

Komm du-Eventmanagement
Telefon: 04837/90 26 98
E-Mail: redaktion@schattenblick.de


Das Kulturcafé Komm du lädt ein ...

Die aktuellen Monatsprogramme des Kulturcafé Komm du mit Lesungen, Konzerten, Vorträgen, Kleinkunst, Theater und wechselnden Ausstellungen finden Sie im Schattenblick unter:
Schattenblick → Infopool → Bildung und Kultur → Veranstaltungen → Treff
http://www.schattenblick.de/infopool/bildkult/ip_bildkult_veranst_treff.shtml

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Quelle:
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veröffentlicht im Schattenblick zum 9. Mai 2017

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