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LESUNG/5901: Frankfurt - Qualitätskontrolle 0118 mit J. Kálnay, L. Maier & J. Reisinger, 31.01.18


Literaturhaus Frankfurt - Programm im Januar 2018

Mi 31.01., 19.30 h
Qualitätskontrolle 0118 mit Juliana Kálnay, Luise Maier & Jovana Reisinger
Moderation: Nils Husmann (chrismon)
Mit den Gebärdensprachdolmetschern Anette Kumant und Yvonne Barilaro


Drei neue Autorinnen, drei Debüts

"Ich darf niemals Kinder haben", so beginnt Luise Maiers "Dass wir uns haben" (Wallstein Verlag), ein Satz, immer und immer wiederholt, ein ganzes Notizheft lang. Nicht vollständig beschrieben hingegen sind die Buchseiten in diesem Kammerspiel. So entsteht Raum zum Durchatmen, wenn man die häusliche Gewalt und das karge Leben auf der einen und das Ringen nach Zärtlichkeit und Nähe auf der anderen Seite kaum noch erträgt.

Einen wundersamen Kosmos eröffnet Juliana Kálnays preisgekrönte "Kurze Chronik des allmählichen Verschwindens" (Wagenbach). Im Haus mit der Nummer 29 geht es rätselhaft zu: Ein Mann erstarrt zum Baum, ein Obdachloser zieht in den Aufzug. Episoden einer Hausgemeinschaft mit Wesen, bei denen die Übergänge zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen fließend sind.

Den Zerfall einer jungen Frau beschreibt Jovana Reisinger in "Still halten" (Verbrecher Verlag). Diese titelgebende Untätigkeit durchzieht den ganzen Roman: Eine Frau wartet und fragt sich dabei wieder und wieder "Was für eine Frau bin ich?" Das Porträt einer Verlorenen auf der Suche nach sich selbst.

Das Gespräch führt der chrismon-Redakteur Nils Husmann.

In Kooperation mit dem Journal Frankfurt. Der Abend wird, gefördert durch die Aktion Mensch, von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt.

Eintritt: 7 / 4 Euro

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Quelle:
Literaturhaus Frankfurt Newsletter
Programm im Januar 2018
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Kristina Koehler
Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main
Telefon: 069/75 61 84-0, Fax: 069/75 61 84-20
E-Mail: info@literaturhaus-frankfurt.de
Internet: www.literaturhaus-frankfurt.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 23. Dezember 2017

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