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LESUNG/6098: Hamburg - Kulturcafé Komm du | KP Flügel: "Street Art Update ... Vom Leben und Sterben eines kulturellen Phänomens", 19.7.2018


Kulturcafé Komm du - Juli 2018

KP Flügel: "Street Art Update ... Vom Leben und Sterben eines kulturellen Phänomens"

Multimediale Lesung am Donnerstag, den 19. Juli 2018, 20.00 bis 22.00 Uhr im Kulturcafé Komm du



'Komm du'-Veranstaltungsflyer für die multimediale Lesung 'Street Art Update ... Vom Leben und Sterben eines kulturellen Phänomens' von KP Flügel am Donnerstag, den 19.7.2018 mit einem Foto des Autors und einem Graffiti von OZ - Fotos im Flyer: © by KP Flügel Plakat zur multimedialen Autorenlesung 'Street Art Update ... Vom Leben und Sterben eines kulturellen Phänomens' mit KP Flügel am Donnerstag, den 19.7.2018 um 20 Uhr im Kulturcafé Komm du mit einem Graffiti von OZ und dem Portrait des Autors - Fotos: © by KP Flügel

Das Komm du lädt ein zu einer multimedialen Lesung
am Donnerstag, den 19.07.2018, 20.00 bis 22.00 Uhr:

KP Flügel - "Street Art Update. Vom Leben und Sterben eines kulturellen Phänomens"
Eine multimediale Performance

Graffitis, Schablonenmotive oder Papiercollagen auf Wandflächen im öffentlichen Raum galten jahrelang als Ausdruck von Rebellion. Der französische Philosoph Jean Baudrillard schrieb 1978 vom "Aufstand der Zeichen" gegen die Vorherrschaft kommerzieller Werbebotschaften. 40 Jahre später stellt das Kunstmagazin "art" fest: "Ob gesprayt oder als Paste-Up: Street Art ist längst ein fester Bestandteil urbaner Kultur." Zugleich gibt es Debatten darum, ob die Graffitiszene künstlerisch eher auf der Stelle tritt und sich dem Kunstmarkt anbiedert. Der Buchautor und Hörfunkjournalist KP Flügel skizziert am Beispiel der französischen Graffiti-Künstlerin Miss.Tic und des Hamburger Sprayers OZ deren unterschiedliche Intentionen in Bezug auf Street Art und die vielfältigen medialen, juristischen und gesellschaftlichen Reaktionen.


Die Lesung im Kulturcafé Komm du beginnt um 20:00 Uhr.
Platzreservierungen per Telefon: 040 / 57 22 89 52 oder E-Mail: kommdu@gmx.de

Eintritt frei / Hutspende


Buchautor und Hörfunkjournalist KP Flügel vor einer Wand mit Graffiti - Foto: © by KP Flügel

KP Flügel
Foto: © by KP Flügel



Hintergrund zur Lesung von KP Flügel

Graffitis an Wänden, Schablonenmotive auf Mauern, Papiercollagen auf Wandflächen galten jahrelang als rebellischer Ausdruck. Der französische Philosoph Jean Baudrillard schrieb sogar 1978 vom "Aufstand der Zeichen" gegen die Vorherrschaft kommerzieller Werbebotschaften.

Das Kunstmagazin "art" stellte 40 Jahre später fest: "Street Art: Ob gesprayt oder als Paste-Up: Street Art ist längst ein fester Bestandteil urbaner Kultur. Nicht nur Künstler wie Banksy, auch Shepard Fairey oder die Hamburger Graffiti-Legende OZ haben sich mit gesellschaftskritischen und humoristischen Arbeiten im öffentlichen Raum einen Namen gemacht."

In Berlin macht das gerade eröffnete Museum für Urban Art mit der Aussage auf sich aufmerksam, dass es diese Location eigentlich gar nicht geben dürfte... Zeitgleich erscheint das Buch "The Death of Graffiti", in dem auch debattiert wird, ob die Graffitiszene künstlerisch auf der Stelle tritt und sich dem Kunstmarkt anbiedert.

KP Flügel, Mitherausgeber der Bücher "Bomb it, Miss.Tic!", Edition Nautilus, und "Free OZ!", Verlag Assoziation A, skizziert besonders am Beispiel der französischen Graffiti-Künstlerin Miss.Tic und des Hamburger Sprayers OZ deren unterschiedliche Intentionen von Street Art und die vielfältigen Reaktionen der medialen, juristischen und gesellschaftlichen Szenerien.

Infos zur Person: KP Flügel arbeitet journalistisch als Buch-Autor und Hörfunk-Journalist zu kulturellen Themen. Zur Zeit recherchiert er zu den Verbindungen des Dadaisten Kurt Schwitters in die niedersächsische Provinz sowie über die Geschichte der Graffiti in Hamburg.


Buchcover 'Free OZ! Street Art zwischen Revolte, Repression und Kommerz' - Foto: © by Assoziation A Buchcover 'Bomb it, Miss.Tic! Mit der Graffiti-Künstlerin in Paris' - Foto: © by Edition Nautilus 'L'ARMEMENT' - Graffiti der Pariser Street Art Künstlerin Miss.Tic - Foto: © by Miss.Tic

Street Art - Am Beispiel der französischen Graffiti-Künstlerin Miss.Tic und des Hamburger Sprayers OZ
skizziert der Buchautor und Hörfunkjournalist KP Flügel Ursprünge und Intentionen
Foto: © by KP Flügel



Street Art zwischen Revolte, Repression und Kommerzialität
Über die Street Art Künstler OZ und Miss.Tic

Der Hamburger Sprayer OZ - vom weggesperrten "Schmierfink" zum Künstler

Insgesamt acht Jahre musste der heute 63-jährige Walter F. alias OZ wegen fortgesetzter Sachbeschädigung im Gefängnis verbringen. Bunte Smileys und Kringel, schwarze Tags wie USP oder DSF und immer wie der das Schriftzeichen OZ: Hamburgs berühmtester Sprayer ist im Stadtbild allgegenwärtig. Auf tristen Tunnelwänden, grauen Bunkerfassaden, Rückseiten von Verkehrsschildern hat er unübersehbar seine Spuren, seine Smileys, Kringel und Buchstabenkombinationen hinterlassen. Mit einzigartiger Hartnäckigkeit war OZ mehr als 30 Jahre Nacht für Nacht unterwegs. Dabei stellte er unmissverständlich das Vorrecht der Werbeindustrie in Frage, den öffentlichen Raum konkurrenzlos zu dominieren. Mainstream-Medien galt er lange als "Schmierfink". Zugleich hat Walter F. Generationen von Graffiti- und Street-Art-KünstlerInnen in Hamburg und darüber hinaus inspiriert.

Das Gegenkonzept von Miss.Tic: Von der Street Art leben und sich einen Platz in der Kunstgeschichte erobern

Es gibt wohl keinen größeren Gegensatz als zwischen OZ und der als Grande Dame der französischen Street Art bezeichneten Pariserin Miss.Tic. Auch sie musste sich mit der Frage "Straße oder Galerie?" auseinandersetzen und sich der Justiz in einem Strafprozess wegen Vandalismus stellen. Ganz anders als OZ hat sie ihre - etwa gleich lange - Laufbahn als Graffitikünstlerin von Beginn an selbstbewusst und erfolgsorientiert durchgeplant. Von Anfang an wollte sie von ihrer Kunst leben können und sich einen Platz in der bürgerlichen Kunstgeschichte erkämpfen.

Quelle: http://www.e-werk.de/t/b/2014/08/22/c/e///i/street-art-zwischen-revolte-repression-und-kommerzialitaet.html


Weitere Informationen:

NACHRUF/001: OZ ist tot - Hamburg hat sein Lächeln verloren (Theo Bruns)
http://www.schattenblick.de/infopool/kunst/fakten/kfna0001.html


Eingang des Kulturcafés Komm du mit Gästen - Foto: © 2013 by Schattenblick

Kulturcafé Komm du in der Buxtehuder Str. 13 in Hamburg-Harburg
Foto: © 2013 by Schattenblick

Das Kulturcafé Komm du in Hamburg-Harburg: Kunst trifft Genuss

Hier vereinen sich die Frische der Küche mit dem Feuer der Künstler und einem Hauch von Nostalgie

Das Komm du in Harburg ist vor allem eines: Ein Ort für Kunst und Künstler. Ob Live Musik, Literatur, Theater oder Tanz, aber auch Pantomime oder Puppentheater - hier haben sie ihren Platz. Nicht zu vergessen die Maler, Fotografen und Objektkünstler - ihnen gehören die Wände des Cafés für regelmäßig wechselnde Ausstellungen.

Britta Barthel gibt mit ihrem Kulturcafé der Kunst eine Bühne und Raum. Mit der eigenen Erfahrung als Künstler und Eindrücken aus einigen Jahren Leben in der Kulturmetropole London im Gepäck, hat sie sich bewusst für den rauen und ungemein liebenswerten Stadtteil Harburg entschieden. Für Künstler und Kulturfreunde, für hungrige und durstige Gäste gibt es im Komm du exzellente Kaffeespezialitäten, täglich wechselnden frischen Mittagstisch, hausgemachten Kuchen, warme Speisen, Salate und viele Leckereien während der Veranstaltungen und vor allem jede Menge Raum und Zeit ...

Das Komm du ist geöffnet von Montag bis Freitag 7:30 bis 17:00 Uhr,
Samstag von 9:00 bis 17:00 Uhr und an Eventabenden open end.

Näheres unter:
http://www.komm-du.de
http://www.facebook.com/KommDu

Kontakt:
Kulturcafé Komm du
Buxtehuder Straße 13
21073 Hamburg
E-Mail: kommdu@gmx.de
Telefon: 040 / 57 22 89 52

Komm du-Eventmanagement
Telefon: 04837/90 26 98
E-Mail: redaktion@schattenblick.de


Das Kulturcafé Komm du lädt ein ...

Die aktuellen Monatsprogramme des Kulturcafé Komm du mit Lesungen, Konzerten, Vorträgen, Kleinkunst, Theater und wechselnden Ausstellungen finden Sie im Schattenblick unter:
Schattenblick → Infopool → Bildung und Kultur → Veranstaltungen → Treff
http://www.schattenblick.de/infopool/bildkult/ip_bildkult_veranst_treff.shtml

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Quelle:
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veröffentlicht im Schattenblick zum 10. Juni 2018

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