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AUSSTELLUNG/9313: Bochum - "doing identity. Die Sammlung Reydan Weiss", Kunstmuseum bis 04.02.2018


Pressemitteilung von: Kunstmuseum Bochum

doing identity. Die Sammlung Reydan Weiss

Ausstellungszeitraum: 25.11.2017 - 04.02.2018


Reydan Weiss, eine "Sammlerin zwischen den Welten", wurde in Istanbul geboren, wuchs in Jordanien sowie Jerusalem auf, kam zum Studium nach Deutschland und lebt heute in Neuseeland, Deutschland und in der Türkei. Aus ihrer Biographie resultiert ein grenzüberschreitender Blick für die Kunst, der sich in ihren hochkarätigen bis provokanten Erwerbungen spiegelt:

Cindy Sherman, Gerhard Richter oder Alicja Kwade treffen auf neue Werke aus Kuba, Chile, Australien oder Asien, Skulptur und Malerei begegnen Fotografien, Keramiken oder jüngsten Videoarbeiten. "Das Sammeln von Kunst bedeutet für mich: Offen sein für Neues, neugierig bleiben und Veränderung wertschätzen." So beschreibt Reydan Weiss ihr persönliches, seit 30 Jahren andauerndes "doing identity" mit der zeitgenössischen Kunst.

Performativ, dialogisch und offen möchte die Ausstellung "doing identity. Die Sammlung Reydan Weiss" Möglichkeiten individueller und gesellschaftlicher Identitätsformungen ins Blickfeld rücken. Die Besucher sind eingeladen, auf einem thematisch gegliederten Parcours verschiedene Stationen alltäglicher Ich-Formulierungen nachzuvollziehen.

Der Streifzug beginnt bei der Befragung der menschlichen Sammelleidenschaft, führt von der Gattung Porträt zu aktuellen Männlich- und Weiblichkeitsinszenierungen. Er stellt Familie, persönlichen Geschmack, Kunst und Kultur als identitätsstiftende wie - differenzierende Felder dar. Bilden Porträt und Selfie unser Ich ab oder formen sie das, was wir in der Rückschau als die eigene Individualität auffassen?

Wohnt ein Ich in uns oder wohnt es vielmehr in den Schnittstellen zum Wir, in den Dingen, mit denen wir uns umgeben? Formt es sich in der Kleidung, die wir tragen, in den gekauften Möbeln und Kunstwerken? Migrations- und Flüchtlingsdynamiken zeigen, dass "doing identity" in vielen Gesellschaften kaum möglich ist. Inwiefern stellen Geschichte, Kultur, Religion oder Konsum identitätsstiftende Rahmenbedingungen für eine Gruppe oder gar Nation? Welche Freuden, Ängste, welcher Mut und Übermut könnten Teil einer Identität unserer Gegenwart sein?

Das Kunstmuseum Bochum eröffnet mit diesem Projekt einem jungen Kuratorenkollektiv des Kunsthistorischen Instituts der Universität Bonn (Inke Maria Hahnen, Isabel Neuendorf, Layla Pankratz, Jonas Wagner) unter der Leitung von Professorin Dr. Anne-Marie Bonnet und ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Michael Stockhausen die Chance, erstmals eine Ausstellung dieses Umfangs nahezu selbständig zu konzipieren und zu realisieren. Dieses Experiment wurde dank der Offenheit von Reydan Weiss beim Umgang mit ihrer Sammlung möglich. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in Form eines Magazins

Ausstellungszeitraum
25.11.2017 - 04.02.2018
Kunstmuseum Bochum
Kortumstr. 147
44787 Bochum
+ 49 234 910 4230
www.kunstmuseumbochum.de

Öffnungszeiten Kunstmuseum Bochum:
Dienstag, Donnertag, Freitag, Samstag und Sonntag
10:00 bis 17:00 Uhr
Mittwoch 10:00 bis 20:00 Uhr

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Quelle:
bpar - Beisel Public Art Relations
Eine Initiative der Healthcom GmbH
Agrippinawerft 22, 50678 Köln
Telefon: 0221 / 222 83 - 181, Fax: 0221 / 222 83 - 322
E-Mail: info@bpar.de
Internet: www.bpar.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 29. November 2017

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