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AUSSTELLUNG/9327: NRW-Landesgalerie in Düsseldorf - Fotografie, Malerei, Choreographie, bis 08.04.2018


Kunstsammlung NRW lädt zu drei Herbst-Ausstellungen

Fotografie, Malerei, Choreographie

- bis 25.02.2018: Akram Zaatari
- bis 08.04.2018: Carmen Herrera
- bis 21.01.2018: Maria Hassabi


Gleich zu drei Ausstellungen lädt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in diesem Herbst ein. Dabei reicht die Themen-Palette von der Fotografie über die Malerei bis zur choreographischen Installation. Mit der aktuellen Ausstellungsreihe startet die NRW-Landesgalerie in Düsseldorf ihr Programm unter der neuen Direktorin Susanne Gaensheimer.

Den Auftakt macht die Ausstellung "Akram Zaatari - Against Photography. Eine kommentierte Geschichte der Arab Image Foundation", die ab dem 18. November (bis 25. Februar 2018) im K21 zu sehen ist. Für den in Beirut lebenden Künstler, Filmemacher und Kurator Akram Zaatari steht zwar die Fotografie, nicht aber das Fotografieren im Zentrum der künstlerischen Arbeit. Sein international geschätztes Werk aus Videoinstallationen, Filmen und fotografischen Gegenständen reflektiert und dokumentiert die Herstellung, den Gebrauch und das Sammeln von Bildern. Diese erste deutsche Museumsaustellung Zaataris, Hauptakteur der 1997 gegründeten Arab Image Foundation, wird damit zu einer Entstehungsgeschichte der Fotografie aus künstlerischer Perspektive mit Blick auf die unmittelbare Gegenwart.

Mit ihrer international bisher größten Ausstellung präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die 102 Jahre alte amerikanische Künstlerin Carmen Herrera. In Havanna 1915 geboren, zählt sie zu den Pionierinnen der minimalistischen Malerei. Herrera, die in New York lebt, ist vom Kunstmarkt lange ignoriert worden und hat ihr erstes Bild im Alter von 89 Jahren verkauft. Bis heute produziert die Künstlerin herausragend frische, kraftvolle Arbeiten, darunter die gerade vollendete und noch nie gezeigte großformatige Komposition "Verde De Noche". "Carmen Herrera - Lines of Sight" umfasst 70 Werke der Malerei, Grafik und Skulptur aus 70 Schaffensjahren und ist im K20 vom 2. Dezember bis zum 8. April 2018 geöffnet. Als Dank für ihre umfassende Ausstellungswürdigung in Düsseldorf hat die betagte Künstlerin eine Edition geschaffen, die über das Museum zu erwerben ist.

Gleichzeitig zur Ausstellung von Carmen Herrera gastiert die Künstlerin und Choreographin Maria Hassabi in der Grabbe Halle von K20: In punkto Minimalismus und Farbwirkung weisen ihre streng komponierten Vorführungen Parallelen zu den Bildern der amerikanischen Malerin auf. Auf einem 600 Quadratmeter großen Teppichboden in grellem Pink führen Hassabi und ihr Team die choreographische Installation "STAGING: Solo (2017)" vor, mit der sich die NRW-Landesgalerie erstmals gattungsübergreifend der Kunst öffnet.

Die 1973 in Zypern geborene Choreographin hat dieses Projekt nach dem Erfolg auf der jüngsten Documenta 14 für die Kunstsammlung neu bearbeitet. In ihren weltweit in Museen, auf Festivals, in Galerien oder Theatern gezeigten Vorführungen lotet Hassabi die spannungsvolle Beziehung des Körpers zum Bild aus. Die Künstlerin nennt ihre radikal minimalistischen Kompositionen selbst ein "Paradox der Stille": Die Aufmerksamkeit wird auf kleinste Details, Gesten und Bewegungen der Körper gerichtet. "Maria Hassabi, STAGING: Solo (2017)" ist bei freiem Eintritt vom 9. Dezember bis zum 21. Januar 2018 ganztägig während der Museums-Öffnungszeiten zu sehen.

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Quelle:
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veröffentlicht im Schattenblick zum 2. Dezember 2017

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