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AUSSTELLUNG/9333: Bonn - Ausblick auf das Ausstellungsjahr 2018 der Bundeskunsthalle


Ausblick auf das Ausstellungsjahr 2018 der Bundeskunsthalle


BONN - Das neue Jahr bringt neue Ausstellungen nach Bonn. Die Bundeskunsthalle hat jetzt einen Ausblick auf 2018 gegeben. Darunter ist die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, eine Ausstellung der Performance-Künstlerin Marina Abramovic und eine interaktive Schau zur Geschichte des Spielplatzes.

In der Schau "Deutschland ist keine Insel" wird die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland vom 8. März bis zum 27. Mai 2018 präsentiert. Gegründet 1970, dokumentiert die Sammlung die künstlerische Entwicklung in Deutschland. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Werken, die innerhalb der letzten fünf Jahre von einer Fachkommission angekauft worden sind, darunter raumgreifende Installationen, Zeichnung, Malerei und Skulptur bis hin zu Fotografie, Video und akustischen Arbeiten.

Die in New York lebende serbische Künstlerin Marina Abramovic gehört international zu den radikalsten und renommiertesten Künstlerinnen - vor allem im Bereich Performance. Dabei sind persönliche Erfahrungen ein zentraler Punkt ihrer Arbeit. Sie setzt sich auseinander mit Erinnerung, Schmerz, Verlust, Ausdauer und Vertrauen. Die Ausstellung ist vom 20. April bis zum 12. August 2018 zu sehen und umfasst Filme, Fotografie, Malerei, Objekte und Installationen.

In der Wüste des südlichen Peru wartet eines der größten archäologischen Rätsel auf seine Entschlüsselung: die riesigen Bodenzeichnungen der Nasca-Kultur (ca. 200 v. Chr. - 650 n. Chr.). Nun aber haben sich Archäologen dem Thema angenommen. Mit modernster Technologie erforschen sie nicht nur die geheimnisvollen Zeichen im Wüstenboden, sondern untersuchen auch die Bestattungen, Siedlungen und Ritualplätze dieser faszinierenden versunkenen Kultur. In der Ausstellung "Nasca - Im Zeichen der Götter" sind die archäologischen Textilfunde, die reichen Grabbeilagen und bunte Keramikgefäße zu bestaunen. Viele der Exponate sind noch nie außerhalb Perus gezeigt worden.

Der in Stockholm lebende belgische Künstler Carsten Höller hat für die Bundeskunsthalle eine spezielle, ortsbezogene "Slide" (Rutsche) für die Eingangsfassade entwickelt, die das Dach und den Vorplatz verbinden wird. Die selbsttragende Konstruktion besteht aus einer geschlossenen, spiralförmigen Röhre aus Edelstahl und transparentem Polykarbonat. Die Höhe des Startpunktes auf dem Dach liegt bei 13,60 Metern, die Länge der Bahn beträgt insgesamt 35 Meter. Die "Slide" ist ab dem 31. Mai 2018 zu sehen und bleibt mehrere Jahre installiert.

"The Playground Project" illustriert anhand von herausragenden Beispielen die wichtigsten Momente in der Geschichte des Spielplatzes. Es werden zahlreiche Bilder, Filme, Pläne und Modelle gezeigt. Vom 13. Juli bis zum 28. Oktober 2018 ist die Ausstellung zu sehen. Im Zusammenhang mit dieser Schau plant die Bundeskunsthalle für das Dach und den Vorplatz bereits ab dem 31. Mai 2018 eine Ausstellung zum Thema Spiel.

Bereits in der Renaissance und im Barock etablierten Maler wie Raffael, Tizian, Rubens und van Dyck ihren gesellschaftlich anerkannten und privilegierten Sonderstatus. Die kunst- und kulturhistorische Ausstellung widmet sich dem Phänomen der "Malerfürsten". Die Schau ist vom 28. September 2018 bis zum 27. Januar 2019 in der Bundeskunsthalle zu sehen. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Selbst- und Fremdinszenierungen der Malerfürsten und der sich um sie rankende Künstlerkult.

Ernst Ludwig Kirchner ist einer der bekanntesten Maler des deutschen Expressionismus und Mitbegründer der Künstlervereinigung "Brücke" am Anfang des 20. Jahrhunderts. Durch sein Interesse an außergewöhnlichen Kulturen entstanden farbenprächtige Bilder. Anhand ausgewählter Stationen wie Dresden, Berlin, Fehrmarn und der Davoser Bergwelt zeichnet die Schau "Erträumte Reisen" Kirchners Lebensweg und Schaffen nach. Vom 16. November 2018 bis zum 17. Februar 2019 ist die Ausstellung zu sehen.

"Neues Sehen. Das Kino der Weimarer Republik" heißt die Schau die vom 14. Dezember 2018 bis zum 17. März 2019 gezeigt wird. Die Deutsche Kinemathek und die Bundeskunsthalle bereiten gemeinsam eine Ausstellung zum Kino der Weimarer Republik vor. Keine andere Stilepoche des deutschen Films wirkte so prägend auf die internationale Filmästhetik wie das Weimarer Kino. Mit großzügigen Inszenierungen und Medieninstallationen sollen diese Innovationen erlebbar werden.

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Quelle:
Pressemitteilung von Donnerstag, 30. November 2017
Stadt Bonn
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veröffentlicht im Schattenblick zum 9. Dezember 2017

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