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AUSSTELLUNG/9398: Kunstmuseum Bonn - HANS HARTUNG. Malerei als Experiment, 24.5.-19.8.2018


Wechselausstellung HANS HARTUNG
Malerei als Experiment - Werke von 1962 - 1989

Kunstmuseum Bonn
24. Mai - 19. August 2018


Hans Hartung (1904-1989) gehört zu den herausragenden Malerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. In Leipzig geboren, verließ er Deutschland früh, um in Spanien und Frankreich zu leben. Als überzeugter Antifaschist nahm er auf französischer Seite am 2. Weltkrieg teil, den er schwer verwundet überlebte. Nach dem Krieg wurde er schnell einer der gefeierten Protagonisten der 'École de Paris', deren informelle Bildsprache die Malerei der späten 1940er- und 1950er-Jahre prägte. Hartungs Beitrag zum Informel war eine Malerei der expressiven Gestik. Sie wurde zu einer Art Markenzeichen des Künstlers und prägte in der Folge sein Bild in der Kunstgeschichte.

Wirklich avantgardistisch wird sein Schaffen aber erst in den 1960er-Jahren, in denen sein Stern auf dem Kunstmarkt zu sinken begann. 1973 zieht sich Hartung nach Antibes zurück, wo sein hoch experimentelles Spätwerk entsteht. Hartung löst sich von den präzisen Entwurfszeichnungen, die bis dato die Vorgabe für seine Gemälde waren. Mit Hilfe von selbstgebauten Geräten wie Spritzpistolen, Reisigbesen oder Gummipeitschen wirft Hartung die Farbe nun auf die zunehmend größer werdenden Leinwände. Auf diese Weise entstand das furiose Finale für ein reiches, in manchem noch unerforschtes Künstlerleben.

Das Kunstmuseum Bonn präsentiert mit über 40 Gemälden die größte Malereiausstellung Hartungs seit mehr als 30 Jahren, die sich exklusiv auf das Spätwerk, die Jahre von 1962 bis 1989, konzentriert.

In Kooperation mit der Fondation Hans Hartung et Anna-Eva Bergmann, Antibes

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Quelle:
Riccarda Hessling
riccarda.hessling@bonn.de
Kunstmuseum Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 2, 53113 Bonn
Internet: www.kunstmuseum-bonn.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 3. März 2018

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