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MODELLE/007: Kriegskunst der Indianer? - Teil 1 (MA)


Kriegskunst der Indianer? - Teil 1

von Helmut Barthel


Während wir in monatelangen Museumsstudien und Gesprächen mit Experten versucht haben, uns ein Bild über die Kriegskünste einiger nordamerikanischer Indianerstämme zu machen, stellte sich bald heraus, daß der Gegenstand unserer Fragestellung Kriegs- oder Kampfkünste bei den Indianern unaufspürbar bleiben würde. Die Gründe dafür, daß es Kriegs- oder Kampfkünste in unserem Sinne bei den Indianern nicht gibt oder gegeben hat, bieten jedoch einen reichhaltigen Stoff und ungeheuer interessante Anhaltspunkte, unser östliches oder westliches Verständnis von Kriegs- oder Kampfkünsten in einem neuen Licht zu kontrastieren. Die Frage nach den Kriegskünsten oder Kampfkünsten wurde so zum Instrument eines größeren Verständnisses der abgrundtiefen Unterschiede zu jener Indianerkultur, deren Schatten wir nur im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt erkennen können, an dem es die ersten Berührungspunkte zwischen den indianischen Lebensformen und der westlichen Zivilisation gegeben hat. So können wir bereits an dieser Stelle die Schlußfolgerung ziehen, daß Künste und Fähigkeiten, deren tieferer Sinn die Ausgestaltung sozialer Konkurrenz ist und die das Wetteifern zur Erreichung von Vorteilen und Privilegien fördern, die mit den entsprechenden gesellschaftlichen Bewertungen verbunden sind, eine degenerierte Form jener Fertigkeiten darstellen, deren Zielrichtung die unmittelbare Bewältigung von Schwierigkeiten, Gefahren und Nöten zum Nutzen einer menschlichen Gemeinschaft ist und deren Zweck und Sinn sich in der Bewältigung der jeweiligen Überlebensprobleme auflösen lassen.

Ihrer Lebensumgebung und Lebensform aus eigener Anschauung oder aus eigenem Anspruch Grenzen zu setzen oder einfacher gesagt, der Natur und dem Leben Grenzen setzen zu wollen, wäre den Indianerkulturen ein absolut fremder Gedanke. So ist es schon von daher unmöglich, bei allen Ausdrucksformen gemeinschaftlichen oder individuellen Lebens indianischer Kultur, die nicht die mindeste Distanz zu dem, was wir als Natur oder Umwelt bezeichnen würden, kennt, von Künsten im herkömmlichen Sinne überhaupt zu sprechen. Selbstredend kann es nicht erstaunlich sein, vergeblich nach Kampf- und Kriegskünsten in diesen Kulturen zu forschen. Dies steht in keinem Widerspruch zu dem Umstand, daß es auch zwischen den Indianerstämmen Kriege und wahrscheinlich zum überwiegenden Teil Scharmützel gegeben hat. Es ist sogar zu vermuten, daß zu jener Zeit, als die Lebensräume und -verhältnisse der Indianer ihnen noch nicht die Reflexe in die Enge getriebener Kreaturen abzwangen, Streitigkeiten zwischen Stämmen und Gruppen nicht selten auf fast sportliche Weise ausgetragen wurden. Unter anderem soll damit zum Ausdruck gebracht werden, daß es eine im sprichwörtlichen Sinne galoppierende Entwicklung der Geschichte indianischer Kriege untereinander und gegen die weißen Eindringlinge gegeben hat, seit die westliche Zivilisation in der Gestalt der ersten Erkunder, Missionare, Soldaten und Händler dieses Rad verhängnisvoller Entwicklung in Bewegung brachte. Diese Geschichte weist eine traurige Innovation dessen auf, was in unserem Allgemeinverständnis als Kriegstechnologie im handwerklichen wie im strategischen und taktischen Sinn definiert wird.

Naturgemäß ist es auch für die Experten und Kenner der Geschichte nordamerikanischer Indianer schwer, mehr als den Schattenwurf oder die Erinnerung ursprünglicher Kultur in ihrer wahrscheinlich sehr verzerrten und durch die Interessen und die Gewalt unserer Zivilisation geprägten Sicht herauszufinden, da, wie bereits erwähnt, das Leben der Indianer bereits durch die ersten Berührungen mit den abendländischen Eindringlingen unter einen Einfluß kam, dessen Dominanz bis zur gänzlichen Zerstörung dieser Kultur führte.

Die diplomatischen Versuche in der Literatur, die ersten Begegnungen mit den Spaniern (man könnte sie etwa um die Mitte des 16. Jahrhunderts ansiedeln), später mit den Holländern, Franzosen, Engländern und Schweden als freundliche Kontaktaufnahme zu interpretieren, läßt sich nur als jener Eigendünkel erklären, der die imperialen und ausbeuterischen Absichten unserer Zivilisation und aller ihrer Angehörigen, die davon geprägt sind, zu verbergen sucht. Immer wollten Glücksritter, Händler, Forscher, Missionare und Soldaten im wesentlichen und mit Sicherheit Ergebnisse erzielen bzw. Erfolge haben (Reichtümer, wissenschaftliche oder gesellschaftliche Anerkennung etc.), die sich nur in der unverbrüchlichen Bindung an die abendländische Kultur realisieren ließen. Das hatte zwangsläufig zur Folge, daß nicht, wie immer wieder gern und oft unterstrichen wird, unbedingt die Neugier und der Wissensdrang die Menschen unserer Zivilisation über ihre geografischen Grenzen trieb, sondern die Aussicht auf Beute und Ruhm.

Wieviele Möglichkeiten, sich in Verbindung mit dem Erforschen und Erobern bis dahin unberührter Gebiete gesellschaftliche Anerkennung und Vorteile zu verschaffen, und wie sehr das Spektrum wissenschaftlichen und geistigen Interesses in diesem Zusammenhang im Endeffekt den Verwaltungserfordernissen und -absichten der entsprechenden gesellschaftlichen Machtinteressen entsprachen, weist - für jedermann nachprüfbar - die gesamte abendländische Kolonialgeschichte aus. Aus unserer Sicht ist es auf jeden Fall von allergrößter Wichtigkeit, diese Grundlagen konventioneller Betrachtung von der Seite abendländischer Kolonialgeschichte und -interessen zu begreifen, bevor wir uns daranmachen, das vorliegende Material westlicher Forschung und Wissenschaft auf diesem Gebiet in angemessener Art und Weise zu benutzen und allergrößte Vorsicht und Skepsis walten zu lassen, unter diesen Verständnisvoraussetzungen mehr als Ahnungen und Vermutungen über die Kultur und die Fertigkeiten der Indianer zutage fördern zu können.


Einige Beispiele, die wir auszugsweise aus populärwissenschaftlichen Büchern zitieren möchten, geben in die Art der Geschichtsschreibung der ersten Begegnungen einen ausreichenden Einblick. Wir halten dies zum Vorverständnis für wichtig, damit wir uns bei der späteren Untersuchung nicht in konventionellen Klischees des "Sowohl-als-auch" verlieren, zu der die normale wissenschaftliche Herangehensweise mit dem Anspruch auf scheinbare Sachlichkeit tendiert. Man kann die vielen Gründe, die hier aufzuführen wären, diesen Anspruch auf Sachlichkeit als Selbsttäuschung zu qualifizieren, zunächst einmal im wesentlichen auf einen reduzieren: Völlig unbeachtet bei der positivistischen Geschichtsbetrachtung der Begegnung dieser beiden Kulturen bleibt immer die Tatsache, daß der weiße Mensch unaufgefordert, ungewünscht, ungefragt und ohne Rücksicht auf die vorhandenen Gegebenheiten seinen Fuß auf ein fremdes Land und einen fremden Lebensraum setzte. In keiner Weise wirft sich die Frage auf, ob nicht der Eindringling nur dann ein freundlicher Besucher gewesen wäre, wenn er sich vollständig der Kultur der Indianer unterworfen hätte. Immer wird diese Frage aus der gegenläufigen Richtung problematisiert.


Während der Regierungszeit Elizabeth I. segelte Sir Walter Raleigh im Jahre 1584 nach Nordamerika, nahm Besitz von der Roanoke-Insel und nannte das Land zu Ehren der Königin "Virginia". Im folgenden Jahr unternahm er eine zweite Reise, die wiederum zur Roanoke-Insel führte, wo er über 100 Männer und Frauen absetzte. Diese frühe Kolonie wurde aber bald wieder aufgegeben. Im Jahre 1587 landeten nochmals mehr als 100 Menschen unter Sir Walter Raleigh auf dieser Insel. Schon nach drei Jahren fand man von ihnen keine Spur mehr. Es ist wohl anzunehmen, daß sie unter den Indianern aufgegangen sind.

Die dauerhafte Besitznahme des neuen Kontinents nahm schließlich am 13.5.1607 ihren Anfang, als drei kleine englische Schiffe unter Christopher Newport in die Hampton Roads segelten. Den dortigen Fluß nannte man zu Ehren des Königs "James-River". Außerdem gründete man Jamestown, die erste "Stadt" in Nordamerika. Gleich die erste Begegnung mit den Indianern verlief kriegerisch. Die Rothäute zogen sich bald wieder zurück, und nach kurzer Zeit besserten sich die Beziehungen der Weißen zu den Ureinwohnern. Wollte man überleben, mußte man sich zwangsläufig mit den Indianern gut stellen ...
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In romanhafter Form erzählt Hans Otto Meissner von ersten Begegnungen zwischen Indianern und Weißen:

Der Besuch von Radisson und Grosseillers war die erste Berührung der Sioux mit einer völlig fremden Welt, von der sie noch nicht die geringste Vorstellung hatten. Der Empfang im Lager der Prärie-Indianer ist über alle Maßen großartig. Fast fünftausend Menschen sind zusammengeströmt. Buntbemalte Zelte aus Büffelhaut und rauchende Lagerfeuer bedecken weithin die Steppe. Alle Krieger haben Festschmuck angelegt, auch die Frauen tragen geschmückte Kleider. Vierundzwanzig Häuptlinge treten Radisson und Grosseillers entgegen. Bis zum Boden hinab reichen ihre Schmuckfedern. Hundert Trommler begleiten ihren Aufzug, kunstfertige Geschenke aller Art werden vor den Weißen ausgebreitet, die Pierre und Jean-Baptiste mit Gegengeschenken erwidern. Dann beginnt ein gewaltiges Fest, die Sioux wollen ihren Gästen nach deren langer Hungerzeit so recht beweisen, daß sie aus dem vollen schöpfen. Mit Büffelleber und Büffelzunge beginnt das Festmahl. Es gibt Suppe aus Büffelblut und Büffelschwanz, es folgt Büffellende, und als Nachtisch wird zartes Mark aus Büffelknochen gereicht. Anderes Wildbret bieten die Sioux nicht. Sie leben fast nur von den Bisons, verstehen es aber ausgezeichnet, deren Fleisch in verschiedenen Arten zuzubereiten.
Mit Spielen und sportlichen Wettkämpfen unterhält man die Besucher. Der Sonnentanz wird den Gästen vorgeführt, Lieder erklingen und Reden werden gehalten, von denen die Weißen so gut wie nichts verstehen. Mitunter wirft Grosseillers eine Handvoll Pulver ins Feuer. Die zischende Stichflamme macht einen ungeheuren Eindruck auf die große Versammlung, ist sie doch sichtbarer Beweis der Macht des weißen Mannes.

Am nächsten Tage beginnen die Verhandlungen. Sie dauern sehr lange, weil man einen Dolmetscher braucht, und weil das Ansehen der Häuptlinge verlangt, daß jeder von ihnen zu Wort kommt. Obwohl sie alle ungefähr das gleiche sagen, ist gerade diese Wiederholung von großer Bedeutung, denn sie beweist, daß im Rat der Häuptlinge darüber Einigkeit herrscht, ein Bündnis mit den Franzosen und den Crees zu schließen. Zur feierlichen Bekräftigung des Vertrages wandert das Kalumet, die Friedenspfeife der Indianer, von Mund zu Mund. Zum Abschluß werden noch Wampungürtel ausgetauscht. Sie gelten nach indianischer Sitte als der höchste Beweis friedlicher Gesinnung. Zu Ende ist die Erbfeindschaft zwischen Crees und Sioux. Für alle Zeiten soll damit das Kriegsbeil begraben sein. Und noch mehr geschieht, das Volk der Prärieindianer erkennt den "Großen Vater in Frankreich" als seinen Schutzherrn an und gelobt ihm ein ewiges Bündnis. Selbstverständlich in der Erwartung, daß man in Zukunft von den französischen Händlern mit allen nützlichen Dingen der Weißen beliefert wird. Mit diesem Friedensvertrag haben Radisson und Grosseillers weit mehr erreicht als sie je erhofften. Vom Ober-See bis in das Grasland der Prärie wurde Frieden zwischen den Stämmen geschlossen und damit der Weg für alle Händler geöffnet, die in den kommenden Jahrzehnten in den Fernen Westen ziehen. Die beiden Forscher-Händler haben für Kanada ein Reich gewonnen, das alle bisherigen Größenvorstellungen übertrifft. Um tausend Kilometer wurde die Grenze der Kolonie nach Westen verlegt. So getreu haben sich im folgenden Jahrhundert die Sioux an das Bündnis gehalten, daß sie den Franzosen auch in dem langen Krieg gegen die Engländer beistanden, ja den aussichtslosen Kampf für den "Großen Vater" auf eigene Faust noch viele Jahre fortsetzten, nachdem die französischen Truppen in Kanada längst geschlagen waren und das Land verlassen hatten.
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Und im "großen Indianerlexikon" lesen wir unter dem Stichwort "Cheyenne":

Die Cheyenne verstanden sich recht gut mit den ersten Trappern, Cowboys und Siedlern, die lediglich ihr großes Gebiet in der Mitte des Präriegürtels zwischen den Rocky Mountains und dem Missouri durchquerten und ihnen für ihr wohlwollendes Verhalten "Wegezoll" entrichteten, indem sie ihnen Geschenke machten und ein paar Rinder überließen. Als aber Soldaten ins Land strömten und mit dem Bau von Forts begannen, Eisenbahnlinien durch ihre Jagdgründe gelegt wurden, Büffeljäger die Bisonherden abschlachteten, Viehzüchter das Weideland in Wyoming, Nebraska, Kansas und Colorado für sich beanspruchten und Goldgräber wie Maulwürfe den Boden nach dem gelben Metall durchpflügten, setzten sich die "Ritter des Grasmeeres" - so nannte man die wilden und stolzen Cheyenne - aufs energischste zur Wehr. Sie verpaßten aber die Gelegenheit, die Eisenbahnlinien systematisch zu zerstören, wodurch sie die Büffelhatz der Weißen abgebremst und eine große Anzahl von US-Truppen gebunden hätten.
Einmal gelang ihnen zwar das Bravourstück, das "eiserne Pferd" der Union Pacific zum Entgleisen zu bringen. Es blieb aber nur bei diesem Einzelfall. Bei den harten und blutigen Auseinandersetzungen mit den Weißen verloren sie auf die Dauer so viele Krieger, daß sie in ihrem Freiheitskampf aufstecken mußten.
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Im nächsten Teil dieser Serie werfen wir einen Blick auf die vermuteten Motive und Gründe für Streitigkeiten, Scharmützel und Kriege in der Vorgeschichte der Begegnung zwischen Indianern und Weißen und ganz besonders auf die Entwicklung oder, genauer gesagt, Weiterentwicklung der Indianerkämpfe untereinander und gegen die Weißen in Verbindung mit der Zwangslage ihrer kolonialen Unterwerfung und der Konfrontation mit neuen Mitteln und Wegen für ihre Lebensgestaltung am Beispiel der Pferde.


Anmerkungen:
(1)  G. Schomaekers: Der Wilde Westen. Echzell 1972, S. 19
(2)  Hans-Otto Meissner: Im Alleingang zum Mississippi. Stuttgart, S. 187
(3)  Rene Oth: Das große Indianerlexikon. Würzburg 1979, S. 27f


Literatur
  1)  Anthropological Paper of the American Museum of Natural History, Vol. VIII - 1911
  2)  Amos Bad Heart Bull and Helean H. Blish: A Pictographic History of the Oglala Sioux
  3)  D. Brown: Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses. München-Zürich 1974
  4)  Christopher Davis: Die Prärieindianer. Rastatt 1978
  5)  John Fine Lame Deer und Richard Eredoer: Tahca Ushte - Medizinmann der Sioux
  6)  Georg A. Dorsey: The Cheyenne. Chicago 1905
  7)  Evelyn Eaton: Ich sende eine Stimme. Frankfurt 1980
  8)  Georg Bird Grinnell: The Fighting Cheyenne. Norman 1956
  9)  Georg Bird Grinnell: The Cheyenne Indians, New York 1962
10)  Horatio Hale (Hrsg.): The Iroquois Book of Rites. Toronto 1965
11)  John D. Hunter: Manners and Customs of Several Indian Tribes
12)  Robert H. Lowie: Indians of the Plains
13)  Hans-Otto Meissner: Ich fand kein Gold in Arizona. Stuttgart
14)  Hans-Otto Meissner: Im Alleingang zum Mississippi. Stuttgart
15)  Hans-Otto Meissner: Louisiana für meinen König. Stuttgart
16)  T.C. McLuhan: Touch the Earth. New York 1971
17)  Minnie Myrtle: The Iroquois. New York 1855
18)  Otis Tufton Mason: North American Bows, Arrows and Quivers. Washington 1894
19)  Rene Oth: Das große Indianerlexikon. Würzburg 1979
20)  James E. Seaver: Niederschrift der Lebensgeschichte der Mary Jemison. Basel-Frankfurt 1979
21)  Ernest Thompson Seton: Das Manifest des Roten Mannes. Waldeck-Santa Fe 1985
22)  John Stands, in: Tember and Liberty, Memories of Cheyenne. 1967
23)  Geoffrey Turner: Indianer. Hanau 1983
24)  Stanley Vestal: Sitting Bull. New York 1935
25)  Frances Watkins: The Navaho. 1943
26)  J. Werner: Im Sommer, als der Büffel starb. New York 1974
27)  Adolf Hungry Wolf: The Good Medicine Book. New York 1973


Erstveröffentlicht in MARTIAL ARTS Nr. 5, Februar/März 1985
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veröffentlicht im Schattenblick zum 4. März 2007