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LICHTBLICK/161: Eine Geschichte des Strafens - Teil 3


der lichtblick - Gefangenenmagazin der JVA Berlin-Tegel
Heft Nr. 340 - 3/2009

VollzugsVisionen
Eine Geschichte des Strafens
Teil 3: Griechenland und das Römische Reich

Von Hartmut Bochow


Erzähle mir die Vergangenheit,
und ich werde die Zukunft erkennen!
Konfuzius


Ein Tippelschritt in der Geschichte der Menschheit - aber ein Riesensprung für die Entwicklung der Kultur und des Rechts. Das alte Griechenland - unter Athens Führung - betritt den Schauplatz der Geschichte.

Während in Mesopotamien und Ägypten die Entwicklung von Staat und Recht nahezu abgeschlossen ist, um 2000 v. Chr., wandern die ersten Griechen in jenes Land ein, das dann ihren Namen erhält - Griechenland. Stämme die schon kephal organisiert sind. Ihre Spuren in den mykenischen Palästen zeigen eine kriegerische Gesellschaft. Um die Mitte des zweiten Jahrtausends erobern sie das minoische Kreta, das damals noch zum mesopotamisch-ägyptischen Kulturkreis gehört und einen völlig anderen Eindruck macht, friedlich und heiter. Im 8. Jahrhundert verändert sich dann plötzlich das Bild. Städte entstehen und die griechische Schrift.

Die Fürsten sind beseitigt und in den Städten übernimmt der Adel die Macht. Geld wird geprägt. Wie in Mesopotamien entsteht eine Vielzahl selbständiger Stadtstaaten, aber anders als dort kein übergreifendes Machtzentrum. In den nächsten Jahrhunderten wird auch der Einfluss des Adels allmählich zurückgedrängt, in sozialen Auseinandersetzungen und Krisen, die er nicht mehr richtig in den Griff bekommt. Der Stadtstaat wird zur Polis (stadtstaatliche Einheit, z.B. Athen mit seinem Umland - groß wie das Saarland)mit jeweilsmehr oderweniger demokratischerVerfassung, amradikalsten in Athen im 5. und 4. Jahrhundert, der sogenannten klassischen Zeit. Wo die Ursachen für diese erstaunliche Entwicklung liegen - wir wissen es nicht.

Im übrigen gibt es viel Krieg. Nachdem sie einmal gemeinsam den Angriff der Perser abgewehrt haben, im 5. Jahrhundert v. Chr., fallen die Griechen wieder übereinander her. Doch dann entsteht zum ersten Mal in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts eine gewisse politische Einheit und zwar durch die Eroberungen der nordgriechischen Mazedonierkönige, Philipps und Alexanders des Großen. Aber auch diese Einheit zerfällt nach dem frühen Tod Alexanders bald wieder, bis das Land dann im 2. Jahrhundert v. Chr. von den Römern erobert wird.

Wie überall in Griechenland gibt es zunächst eine Herrschaft des Adels, der alten Geschlechter. Und wie überall gibt es soziale Spannungen, die wohl mit der Entstehung der Geldwirtschaft zu tun haben. Die erste Krise soll von Drakon gelöst worden sein, mit seinen Gesetzen um 620 v. Chr.

Ob es so gwesen ist - wir wissen es nicht.

Wir wissen nicht einmal, ob es Drakon wirklich gegeben hat. Auch über Drakons Gesetze weiß man wenig sicheres. Von Strafen wird berichtet, die hart gewesen sein sollen, drakonisch eben. Meistens die Todesstrafe, auch für einfache Vergehen wie Faulheit oder Felddiebstahl. Drakon soll gesagt haben, seiner Meinung nach sei das die richtige Strafe dafür. Bei den schweren Verbrechen sei ihm dann keine härtere mehr eingefallen. Deshalb müsse alles gleich bestraft werden. Bis heute ist historisch umstritten, ob diese harte Gesetzgebung wirklich von ihm stammt oder ob er sie nur erlassen hat.

Wie es genau gewesen ist - wir wissen es nicht.

Wir wissen aber, dass die Athener das Erstaunlicheste geschaffen haben, was die Menschheit kulturell jemals hervorgebracht hat: Die Demokratie!

Dazu schreibt der Grieche Aristoteles: Grundlage der demokratischen Staatsform ist die Freiheit. An der haben alle Teil. Alle herrschen abwechselnd über alle, niemand soll ein Amt zweimal besetzen. Richter sind alle, jeder kann es werden und sie richten über alles. Gesetzgebende und rechtsprechende Gewalt bilden dabei quasi noch eine Einheit. Jeder Bürger Athens konnte das Gericht anrufen und um eine Entscheidung bitten. Auch in Strafsachen. Der "Strafgerichtshof" ist der Areopag auf dem 500 Richter als Geschworene entscheiden. Kein Volk hat wohl jemals soviel Zeit für die Rechtsprechung aufgebracht, wie die Athener.

Nach Drakon hat Solon das Strafrecht reformiert und es ist milde. Nur die Regelung für Totschlag und Mord ließ er bestehen, wobei auf Totschlag normalerweise die Verbannung steht und auf Mord der Tod.

Dann dehnt sich das Strafrecht wieder aus und wird härter. Die alten Straftatbestände werden ausgeweitet, zum Beispiel auf Gotteslästerung (asebeia). Früher ging es um Störung religiöser Feste, aber dies sind nur Tätigkeiten. Doch mit einem Gesetz von 430 v. Chr. wird allgemein die Gottlosigkeit oder deren Lästerung verfolgt. Erstaunlich, zum ersten Mal in der Geschichte geht es um Worte und Gedanken in einer abstrakten Form. Denn anders als bei der Beleidigung des Königs, wird hier die Beleidigung einer menschlichen Idee - der Idee der Götter des Olymp, ein Glaube - bestraft. Genau deshalb verurteilt man 399 v. Chr. Sokrates zum Tod. Diese Strafe ist untypisch, denn eigentlich gilt für dieses Vergehen die Verbannung. Doch Sokrates hat das Todesurteil provoziert und wird durch Gift - den berühmten Schierlingsbecher - getötet.

Neben der Gotteslästerung entwickelt sich aus den Bedingungen der Demokratie heraus auch das politische Strafrecht. Das Verbot des Verfassungsumsturzes (Rückkehr zum Königstum) wird entwickelt, aber auch der Landesverrat.

Aus heutiger Sicht als "schön" kann man bezeichnen, dass es im antiken Athen das Verbot des Volksbetruges gibt. Unter Volksbetrug versteht man Versprechungen vor der Volksversammlung, die dann nicht eingehalten werden. Die übliche Strafe für den Volksbetrug ist eine Geldstrafe, allerdings eine riesige Summe. Da aber die Tatbestände nicht immer genau bestimmt sind, gibt es manchmal auch Verbannung. Ob deswegen heutzutage abgehalfterte Politiker nach Brüssel abgeschoben werden?


Willkommen in der erstaunlichsten Stadt des Universums: Rom!

Die Stadt Rom entsteht etwas später als Athen, ca. ein bis zweihundert Jahre danach, unter dem Einfluss der Etrusker, die aus mehreren Dörfern eine Stadt gründen, indem sie eine Mauer herumzogen und durch den Bau eines Zentrums, des Forums für die Versammlungen der Bürgerschaft.

Ob es so gewesen ist - wir wissen es nicht.

Wir wissen aber, das Rom rasant wächst und schon 500 v. Chr. eine große Stadt ist, nicht so groß wie Athen, aber mit 50.000 Einwohnern größer als die meisten anderen Städte der antiken Zeit. Der mächtige Adel errichtet nun auch hier eine eigene Republik.

In deren Folge dehnt sich die Herrschaft der Römer schnell aus und mit ihnen das Römische Recht. Die Literatur zum griechischen Recht füllt ein mittleres Regal - dieselbe zum römischen ganze Bibliotheken.

Das berühmteste und älteste verbürgte ist das Zwölftafelgesetz. Dazu schreibt Pomponius 200 n. Chr. rückblickend: "Nach der Vertreibung der Könige wurden deren Gesetze ... alle wieder beseitigt, und das römische Volk begann von neuem, nach unsicherem Recht und Brauch zu leben und nicht nach klaren Gesetzen. ... Um das W zu ändern, wurden dann zehn Männer mit umfassender Regierungsgewalt eingesetzt, ... die Rom wieder auf gesetzliche Grundlage stellen sollten. Die Gesetze wurden auf Tafeln aus Elfenbein geschrieben und ... auf dem Marktplatz aufgestellt, damit sie öffentlich eingesehen werden konnten. ... Als sie sahen, dass den ersten Gesetzen noch einiges fehlte, haben sie im folgenden Jahr noch zwei Tafeln ergänzt. Nach der Gesamtzahl wurden sie dann Zwölftafelgesetze genannt." Nach der Datierung der Historiker sind sie 450 v. Chr. entstanden.

Prozess und Vollstreckung bilden den Anfang. Für Schuldner gibt es Gefängnisstrafen! Die ersten nachgewiesenen und belegten Formen von Gefängnis als Strafe! Zwar gibt es Jahrhunderte vorher schon im alten Ägypten Gefängnisse, aber nur als Untersuchungsgefängnisse zur Verwahrung des Angeklagten bis zum Prozess. In Rom gibt es Privatgefängnisse, das man als reicher Römer hat, auch zur Bestrafung von Sklaven.

Ansonsten ist das römische Recht sehr viel härter als das griechische. So heißt es wenig aufmunternd: "Am dritten Markttag (etwa nach einem Monat) sollen sie ihn in Stücke schneiden. Wenn sie zuviel oder zu wenig schneiden, soll das der Schaden der Gläubiger sein." Es handelt sich um ein Vollstreckungsverfahren gegen einen Schuldner, der mehrere Gläubiger hat, die ihn nicht als Sklaven verkaufen, sondern töten wollen.

Ob es so gewesen ist - wir wissen es nicht. Wir wissen nur, das viel darüber geschrieben ist. Lange wollte man nicht glauben, dass das Römische Recht so grausam ist, insbesondere in der aufklärerischen Zeit der Republik. Doch heute ist man überwiegend der Meinung, dass auch dieser Bericht - bei Gellius - glaubwürdig ist.

Äußerlich findet man Ähnlichkeiten mit Athen. Aber der Schein trügt. Rom ist keine Demokratie. Dies erklärt auch ein anderes Strafrecht. So nimmt man heute allgemein an, dass noch zu Beginn der republikanischen Zeit die Verfolgung von Tötungen nur teilweise Angelegenheit der öffentlichen Gerichte ist. Im wesentlichen gibt es wohl private Verfolgung durch die Verwandtschaft eines Getöteten, der der Mörder zur privaten Rache überlassen wird, wenn ein Gericht feststellt, dass er der Täter ist. Die Verwandtschaft kann den Mörder dann töten oder als Sklaven verkaufen. Aber nur, wenn die Tat vorsätzlich begangen wurde. Bei Fahrlässigkeit muss der Täter der Verwandtschaft des Opfers einen Schafbock überlassen, an dem dann die Rache verübt werden kann - daher stammt der Begriff des "Sündenbocks". Nur in ganz wenigen Fällen gibt es öffentliche Strafverfahren mit öffentlicher Vollstreckung - wahrscheinlich nur bei Hochverrat.

Im dritten Jahrhundert v. Chr., 200 Jahre nach den Zwölftafelgesetzen, beginnt die eigentliche Kriminaljustiz. Rom ist jetzt Großstadt, mit einigen hunderttausend Einwohnern, einem großstädtischen Proletariat und einer riesigen Zahl von Sklaven. Nun gibt es Kriminalität in unserem Sinne. Und erst jetzt vollzieht man den entscheidenden Schritt zur Ausgliederung des Strafrechts aus dem Zivilrecht, mit der Einrichtung eigener Ämter, die mit harter Polizeijustiz Diebe, Giftmischer und Brandstifter verfolgen und meistens mit der Todesstrafe belegen. Sie greifen schon ein, wenn nur die Absicht für ein Verbrechen besteht, z. B. ein Proletarier mit Gift erwischt wird. Dieser Gedanke ist neu. Nun wird nicht nur die Tat selbst bestraft, sondern schon ihre Vorbereitung und Planung.

Die römische Polizeibehörde hat die Aufsicht über den Carcer Mamertinus, dem Staatsgefängnis in Rom am Fuße des Capitols. Allerdings ist dieser nur Untersuchungsgefängnis, denn eine öffentliche Strafhaft gibt es in Rom weiterhin nicht. Die Strafen reichen von Geldstrafen über Verbannung bis zur Todesstrafe. Mit dem Ende der Republik nach der Ermordung Gaius Julius Caesars und der Neuerrichtung der Kaiserzeit werden die Strafen härter. Nicht mehr nur die o. g. Strafen werden verhängt, sondern Prügelstrafe und Zwangsarbeit sind nun möglich. Gefängnis als Strafe ist an sich unzulässig, kommt aber tatsächlich öfter vor, was aber auf Kritik der spätklassischen Juristen stößt. Das Strafrecht wird jetzt nämlich auch als wissenschaftliche Disziplin verstanden. So entsteht auch eine gewisseRegelmäßigkeit in der Auslegung von Gesetzen, mit einigen Anklängen an rechtsstaatlichen Prinzipien. So stellt Kaiser Trajan fest: "Auf bloßen Verdacht hin dürfe niemand verurteiltwerden. ...Denn es sei besser, dass die Tat eines Schuldigen unbestraft bliebe, als wenn ein Unschuldiger verurteilt würde." Somit ist der Rechtsgrundsatz "in dubio pro reo - im Zweifel für den Angeklagten" erstmals kodifiziert (schriftlich festgelegt). Ein Grundsatz, der zwar bei uns als allgemeines Prinzip anerkannt ist, aber eben gerade nicht in den Strafgesetzen kodifiziert ist, sondern nur in Art. 6 Abs. 2 der europäischen Menschenrechtskonventionen.

Zwei antike Todesurteile - um nicht zu sagen: Justizmorde - sind es, die großen Einfluss haben auf das europäische Denken und auf die europäischeGeschichte. Der Prozess gegen Sokrates und der gegen Jesus. Der eine ist nach griechischem Recht entschieden worden, der andere - letztlich - nach römischem. Während wir über den einen sehr gut informiert sind, weil der Grieche Platon als Augenzeuge über den Prozess gegen Sokrates berichtet, ist bei demProzess gegen Jesus dasmeiste unklar und ungewiss - was einer erheblichen Legendenbildung Vorschub geleistet hat und letztlich zum Jesus-Mythos führt. Diesem Mythos nach wird Jesus gekreuzigt. Das ist eine Vollstreckungsart, die aus dem römischen Recht kommt. Römische Bürger werden gewöhnlich mit dem Beil enthauptet, Sklaven und Nichtrömer an das Kreuz geschlagen. Da die Hinrichtung Jesus' römisch ist, wird auch das zugrunde liegenden Strafverfahren römisch gewesen sein. Ausgesprochen in einem selbständigen Gerichtsverfahren vor demStatthalter Roms.

Ob es so gewesen ist - wir wissen es nicht. Und das ist auch gut so!

Denn so bleibt es letztlich eine Glaubensfrage und der Glaube bedarf keines Beweises! Das ist ja gerade das Schöne daran ...

Die Geschichte des Strafens geht weiter


Mit raschem Schritt
ereilt der Götter Strafgericht
den Unverstand.

Sophokles


*


Jahreszahlen und Höhepunkte

um 1.600 vor Christus (v.Chr.)

Minos ist in der griechischen Mythologie Sohn des Zeus und der Europa. Die griechische Sage berichtet von einem mächtigen König Minos von Knossos, der die See weithin beherrschte. Man erzählte von seinen Kriegszügen nach Griechenland, gegen Athen, das ihm einen Tribut von vierzehn Knaben und Mädchen zum Opfer für einen menschenfressenden Stier, den Minotauros, leisten muss, gegen Megara, wo er sich auf dem nach ihm benannten Hügel Minoa neben dem Hafenort Nisaea festsetzt. Er steht in regem Verkehr mit Zeus, von dem er die Rechtsordnung erhält, die auf der Insel herrscht. Neben ihm steht Daidalos, der Vertreter und Ahnherr der Künstler, dem auch die Erbauung des Labyrinths des Minotaurus' zugeschrieben wird. Dann aber entflieht er mit Flügeln, die er sich anfertigt, zu den Sikanern auf Sizilien und findet hier beim König Kokalos von Kamikos gastliche Aufnahme. Minos, der ihm mit seinem Heere nachzieht, wird hier im Kampfe erschlagen.

Nach Minos wurde die Kultur von Altkreta als minoisch benannt. Bedeutende Zeugnisse dieser Kultur sind die Palastanlagen von Knossós und Phaistós. Jedoch gilt die Verbindung von Minos mit der minoischen Kultur als nicht gesichert, da ihn Homer nicht nur als Sohn des Zeus, sondern auch als Achäer, die zumeist mit den mykenischen Griechen gleichgesetzt werden, bezeichnet. Diese retrospektive Vereinnahmung wurde jedoch betrieben, wie die von Zeus und Europa, um die Bedeutung des Zeus zu erhöhen. Zu Blütezeit der kretischen Hochkultur etwa 1.600 v.Chr. war der Zeusglaube noch nicht installiert.

1.400 v.Chr. verschwindet die minoische Kultur auf Kreta - wahrscheinlich im Zuge einer Naturkatastrophe - vollständig.


1.600 v.Chr.

Mykene (altgr. Μυκηνη) war in vorklassischer Zeit eine der bedeutendsten Städte Griechenlands. Die Stadt lag in der Ebene von Argos, am Landweg zwischen südlichem Peloponnes und dem Isthmus, der Landenge (Isthmos von Korinth), die die griech. Halbinsel mit Athen und dem Norden Griechenlands verbindet. Möglicherweise im Gegensatz zur minoischen Kultur, in der der Frieden unter einer zentralen Autorität bewahrt wurde, ist die mykenische Zivilisation von unabhängigen Städten wie z.B. Korinth, Pylos, Tiryns, das böotische Theben oder Mykene charakterisiert. Die Städte wurden von Königen beherrscht, die Paläste innerhalb massiver Mauern auf leicht zu verteidigenden Berggipfeln bewohnten (Burgen, Palastwirtschaft). Die eindruckvollsten Zeugnisse der Mykener sind prachtvolle, von Heinrich Schliemann gefundene Gold-Schmuckteile und Ornamente (darunter die so genannte Goldmaske des Agamemnon), die sich heute überwiegend im Nationalen Archäologischen Museum in Athen befinden und die typisch für die spätbronzezeitliche Kulte sind. Aber auch das Löwentor von Mykene ist berühmt.

Die Mykener schrieben in der Schrift Linear B, deren als Mykenisch bezeichnete Sprache als eine frühe Form des Griechischen entziffert worden ist. Die Schrift stammt von der kretisch-minoischen Schrift Linear A ab.


1.235 v.Chr.

Gründung von Athen als kulturell und politisches (Polis) Gebilde. Die Geschichte der Stadt Athen reicht etwa 7500 Jahre, bis in die Jungsteinzeit, zurück. Um 1300 v.Chr. wurde auf der Akropolis ein mykenischer Palast errichtet. Die älteste Stadtanlage beschränkte sich auf die obere Fläche eines steilen, nur von Westen her zugänglichen Felshügels, der später als Burg (Akropolis) den militärischen und religiösen Mittelpunkt Athens bildete.

Der Sage nach buhlten die Göttin Athene und der Meeresgott Poseidon um die Gunst der Bewohner der damals noch namenlosen Stadt. Beide sollten den Einwohnern je ein Geschenk machen - wer der Stadt das schönste Geschenk macht, sollte zum Namenspatron auserkoren werden. Poseidon schenkte der Stadt einen Brunnen. Dieser spuckte jedoch nur Salzwasser. Athenes Geschenk war ein Olivenbaum. Dieser spendete Nahrung, Olivenöl und Holz. Somit gewann Athene das Duell, und die Stadt wurde folgerichtig nach ihr benannt. Mit diesem sagenhaften Gründungsmythos wollten die antiken Stadtväter schon damals ihren späteren Hang zum Pragmatismus historisch begründen.

Der Überlieferung nach wurde Athen von König Kekrops I. gegründet. Die Stadt ist seit etwa 5000 Jahren kontinuierlich besiedelt und damit sicher eine der ältesten Siedlungen und Städte Europas.

Dem sagenhaften König Theseus wird zugeschrieben, die verschiedenen Teile der Landschaft Attika zu einer Polis vereinigt zu haben. Athen war fortan der Fläche nach der größte griechische Stadtstaat (vom Sonderfall Sparta abgesehen). Den Höhepunkt seines politischen und kulturellen Einflusses erreichte Athen als Attische Demokratie und Führungsmacht im attischen Seebund während des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. (klassische Zeit).

Auch als die Stadt 86 v.Chr. dem Römischen Reich einverleibt wurde, behielt sie ihren Status als intellektuelles Zentrum.


1.000 v.Chr.

Die chinesische Zhou-Dynastie beherrscht die Herstellung von Gusseisen


um 1.000 v.Chr.

Die Iberer (Spanien) treten erstmals in Erscheinung
Kolonisation der Ägäis, der Küsten Kleinasiens und des Schwarzen Meeres, Siziliens und Süditaliens von Griechenland aus (bis ca. 500 v. Chr.)

um 800 v.Chr.

- Ausbreitung der etruskischen Hochkultur (Italien)
- Homer, griechischer Dichter und Denker


753 v.Chr.

Rom! Der 21. April 753 v. Chr. ist das sagenhafte Gründungsdatum Roms durch Romulus (ab urbe condita). Erste Siedlungsreste auf dem Palatin fanden sich aber bereits für die Zeit um 1000 v.Chr.


510 v.Chr.

Angebliche Vertreibung des Königs Tarquinius Superbus, Ablösung des Königtums durch die Herrschaft der Patrizier. In der Realität dürfte die Republik erst um 475 v.Chr. begründet worden sein.


450/449 v.Chr.

Kodifizierung des überlieferten Rechts durch die Decemviri: Zwölftafelgesetze!


312 v.Chr.

Baubeginn der Via Appia, Erbauung der Aqua Appia, des ersten Aquädukts Roms


283 v.Chr.

Schlacht am Vadimonischen See: Endgültige Unterwerfung der Etrusker unter römische Herrschaft


264-241 v.Chr.

Erster Punischer Krieg mit Karthago


218-201 v.Chr.

Zweiter Punischer (Hannibalischer) Krieg, der legendäre und geniale karthagische Feldherr Hannibal führt seine Armee mit Kriegselefanten über die Alpen nach Italien und zwingt Rom fast in die Knie.


146 v.Chr.

Karthago und Korinth werden zerstört, Afrika und Griechenland werden römische Provinzen


60 v.Chr.

Erstes Triumvirat: Caesar, Pompeius und Crassus


58-51 v.Chr.

Eroberung Galliens durch Caesar


49-45 v.Chr.

Bürgerkrieg: Pompeius und die Senatsmehrheit gegen Caesar - Caesar besiegt Pompeius bei Pharsalos


46 v.Chr.

Schlacht bei Thapsus; Einführung des julianischen Kalenders durch Caesar; Caesar Diktator auf 10 Jahre


44 v.Chr.

Caesar Diktator auf Lebenszeit; seine Ermordung (15. März 44)


42 v.Chr.

Sieg des Antonius über die Caesarmörder


23 v.Chr.

Augustus wird Volkstribun auf Lebenszeit - "Kaiser Augustus"


2 v.Chr.

Römische Legionen überschreiten die Elbe nach Germanien


9 n.Chr.

Das Heer des Varus wird im Teutoburger Wald durch den Cherusker Arminius vernichtet


37-41 n.Chr.

Caligula - verfällt bald dem Cäsarenwahn


54-68 n.Chr.

Nero, unter seiner Herrschaft kommt es 64 zum Brand Roms, der angeblich auf seinen Befehl hin gelegt worden war, um die Reichshauptstadt prachtvoller wieder aufbauen zu können


79 n.Chr.

Ausbruch des Vesuv, Untergang von Pompeji und Herculaneum


80 n.Chr.

Einweihung des Colosseums


98-117 n.Chr.

Unter Trajan erreicht das römische Reich seine größte Ausdehnung - Armenien, Assyrien und Mesopotamien werden römische Provinzen


117-138 n.Chr.

Konsolidierung der Reichsgrenzen unter Hadrian: Rücknahme der Grenze im Osten bis an den Euphrat, Baubeginn des Hadrianswalls (122) quer durch Britannien, Kulturelle Blüte im Reich. Hadrian verlegt die Ostgrenze des Reiches zurück, Mesopotamien und Armenien gehen verloren


118-128 n.Chr.

Das Pantheon (s. Bild oben) wird erbaut


202/203 n.Chr.

Beginn reichsweiter Christenverfolgungen


312 n.Chr.

28. Oktober: Schlacht bei der Milvischen Brücke; Sieg Konstantins "Bekehrungserlebnis", Konstantin lässt seine Soldaten mit dem christlichen Kreuz in die Schlacht ziehen. Er macht in der Folge das Christentum zur Staatsreligion.


330 n.Chr.

Einweihung der neuen Hauptstadt Konstantinopel (Byzanz; heute Istanbul) nach etwa sechsjähriger Bauzeit


337 n.Chr.

Tod Konstantins, das Reich wird geteilt (Ost- & Westrom) - Ende des antiken Roms.


Rom war Weltmacht - aber nicht alles:


500 v.Chr.

- Der Buddhismus entwickelt sich.
- Die Kelten dringen in Nordspanien ein.


400 v.Chr.

Der griechische Philosoph Demokrit mach sich Gedanken über den Aufbau der Materie - er schuf den Begriff Atom.


214 v.Chr.

Der chinesische Kaiser Qin Shihuangdi lässt die ersten zusammenhängenden Teile der Chinesischen Mauer als Bollwerk gegen die Mongolen errichten - einer der wenigen Bauten der Menschheitsgeschichte, die vom Weltall aus mit bloßem Auge zu erkennen sind.


um 200 v.Chr.

Die Kelten erreichen ihre größte Ausbreitung.


um 100 v.Chr.

Das alte Testament wird geschrieben
Zum Landkrieg kam, im Zuge der Entwicklung der Seefahrt, der Seekrieg

Erfindungen und Entdeckungen

In Rom werden erstmals Fenster aus rohem Glas gebräuchlich.
In Rom werden aus einzelnen Kupferdrähten geflochtene stabile Drahtseile hergestellt (um 17).
In Rom werden Operationsbestecke mit mehr als 100 Einzel-Instrumenten eingesetzt.
Varro benennt winzige Lebewesen als Ursache für Krankheiten (ca. 37 v. Chr.).
Die erste Hängebrücke aus eisernen Ketten wird in China errichtet.
Regelmäßige Veröffentlichungen von Mitteilungen (Vorläufer Zeitungen) in Rom.

*


Personen & Hintergründe

Iustitia-Themis-Mythos

lateinisch = "Justitia" (griechisch: Themis) ist die römische Göttin der Gerechtigkeit und des Rechtswesens. Als solche wird sie auch heute noch oft als Wahrzeichen für die Justiz verwendet.

Iustitia wird meist als Jungfrau mit verbundenen Augen oder einem Diadem dargestellt, die in einer Hand eine Waage, in der anderen das Richtschwert hält. Dies soll verdeutlichen, dass das Recht ohne Ansehen der Person (Augenbinde), nach sorgfältiger Abwägung der Sachlage (Waage) und schließlich mit der nötigen Härte (Richtschwert) durchgesetzt wird.


Nomos

altgriechischer Rechtsbegriff für Gesetz, aber auch für Brauch und Übereinkunft

Nomos verdeutlicht, dass Recht für alle Lebewesen allgemeine Gültigkeit besitzt. Seit dem fünften Jahrhundet v.Chr. wurden im antiken Griechenland auch gesetzesförmige Regelungen so genannt. Nomos findet erstmalige Anwendung im Orestes-Mythos, kurz nach dem Trojanischen Krieg. Im ersten Schwurgerichtsverfahren der Geschichte, war Verteidiger und Zeuge der Gott Apollon, Vorsitzende Richterin des neu gebildeten Gerichtshofes die Göttin Athene und erstmals waren sechs athenische Bürger als beisitzende Richter benannt.


Dike-Mythos

griechisch Göttin der Rechtsprechung Dike ist in der Mythologie ein Kind des Zeus' und der Themis. Sie gilt als Persinifikation der Gerechtigkeit. Mit ihrer Abstammung wird zum Ausdruck gebracht, dass die Gerechtigkeit ihren Ursprung in entsprechender Macht (Zeus), bei gerechten Gesetzen (Themis) findet. Dike ist der zweite von den Griechen entwickelte Rechtsbegriff.


Nemesis-Mythos

griechisch = Göttin des "gerechten Zorns"

Nemesis bestraft vor allem die menschliche Selbstüberschätzung und die Missachtung der Themis, der griechischen Göttin des Rechts und der Sittlichkeit. 'Nemesis' = "Zuteilung" ist vor 'Dike' = "Rechtsprechung", 'Dikaiosyne' = "Staatsrecht" und 'Nomos' = Gesetz der erste von den Griechen entwickelte Rechtsbegriff! Daher ist Nemesis eher im Sinne von "Beurteilung" (als Meinungen, Reden, Plädoyers etc.) zu verstehen. Die eigentliche, hintergründige Bedeutung ist, dass auf dieser Entwicklungsstufe der Menschheit Dinge wie Recht und Gesetz als Begriffe erst entwickelt, dass juristisches Denken erst entstehen muss.


Erinyen-Furien-Mythos

griechisch "die Rasenden" (römisch: Furien)

Sind in der griechischen Mythologie eine Gruppe von Rachegöttinnen aber bei Homer (griechischer Erzähler und Schöpfer der "Odyssee") auch Schutzgöttinnen und Träger der sittlichen Ordnung. Zu furchtbaren Werkzeugen der Rache wurden sie insbesondere, wenn es zu Mord kam (vor allem bei Blutsverwandten), zu Verbrechen an Eltern oder älteren Menschen, aber auch, wenn es zu Verletzungen der geheiligten Bräuche gekommen war.

Die Erinyen konnten auch als einzige - 'Erinys' = "Rache" - angerufen werden. Diese einzelne Rachegöttin war damit zusammen mit 'Dike' = "Gerechtigkeit", und 'Poena' = "Strafe", eine der drei Helferinnen der Göttin Nemesis.


Areopag

griechisch "Areshügel"

Der Areopag ist ein nordwestlich der Akropolis gelegener, 115 Meter hoher Hügel mitten in Athen. Synonym für Vertreter des altathenischen Hochadels, der die Staatsaufsicht führte.

Neben sakralen Aufgaben war der Areopag mit Verwaltungs- und Regierungspflichten betraut; namentlich der Blutgerichtsbarkeit. Seine Urteile waren unwiderruflich, daher kam ihm eine bedeutende Macht in der attischen Verfassung zu.

Heutzutage ist der Areopag das oberste Zivil- und Strafgericht Griechenlands.


Orestes-Mythos

griechisch,ist ein Name und bedeutet wörtlich: "der auf dem Berg steht"

In der griechischen Mythologie war Orestes der Sohn des Agamemnon und der Klytaimnestra. Diese ermordete ihren Gatten, nachdem dieser aus dem Krieg zurückgekehrt war. Daraufhin tötet Orestes seine Mutter im Auftrag des Gottes Apollon. Somit standen sich zwei Rechtsgüter gegenüber: Der Schutz der Mutter vor Versehrtheit und die Forderung nach Ehetreue und Mordbestrafung. Der Legende nach war bis zu diesem Zeitpunkt immer zu Gunsten der Mutter entschieden worden.

Die alten Rachengöttinen, die Erinyen, schlagen Orestes zur Strafe mit Wahnsinn und treiben ihn ruhelos und vogelfrei durch Griechenland, bis auf einen Antrag Apollons die Tat auf dem Athener Areopag - dem Gerichtshügel - verhandelt wird. Im Prozess plädiert die Göttin Athene zu Gunsten von Orestes, sie hat die entscheidende Stimme - dieser kommt frei.

Dieser Mythos ist der "Nachweis" für das erste Geschworenengericht der Menschheitsgeschichte.


Phryne - Der Prozess

* 4. Jhdt. v.Chr.

Phryne war eine legendäre griechische Hetäre. Hetären gehörten zu den schönsten Frauen Griechenlands, ja der ganzen antiken Zeit. Sie waren gebildet, musikalisch und geistreich. Reich an Rhetorik, Witz und Charme. Berühmte und reiche Männer gingen bei ihnen ein und aus, und die Hetären wiederum begleiteten diese Persönlichkeiten zu Festivitäten und auf Reisen. Sie waren Musen, Gefährtinnen und Geliebte - nur eines waren sie nicht: gewöhnliche Prostituierte.

Heute würde man sie vielleicht als Escort-Damen bezeichnen.

Die vielleicht berühmteste von ihnen war Phryne. Sie unterhielt ein Dauerverhältnis mit Praxiteles, einem berühmten Bildhauer. Als er den Auftrag erhielt, für den Aphroditentempel in Knidos eine Statue der Göttin zu fertigen, stand ihm Phryne Modell. Irgendwie muss ihr dass ein wenig zu Kopf gestiegen sein, denn eines Tages verkündete sie, sie sei genauso schön, vielleicht noch schöner als Aphrodite. Dies brachte ihr eine Anklage wegen Gotteslästerung ein. Es stand sehr schlecht um sie, bis ihr Verteidiger Hypereides auf dem Areopag zu einer genialen List griff - er entblößte den Busen seiner Mandantin vor den versammelten Richtern. Diese waren der Sage nach so beeindruckt, dass sie Phryne freisprachen. Männer...


Gaius Julius Caesar

geb. 13. Juli 100 v.Chr. in Rom
gest. 15. März 44 v.Chr. in Rom

War ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor. Er eroberte Gallien und führte im anschließenden römischen Bürgerkrieg das Ende der Republik herbei, indem er sich zum Alleinherrscher ausrief. Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein Name wurde zum Titel aller nachfolgenden Herrscher des römischen Kaiserreichs. In der römischen Spätantike und im Byzantinischen Reich bezeichnete der Titel "Caesar" einen Mitherrscher. In den entlehnten Formen Kaiser, Zar sowie Schah wurde der Name später auch zum Titel der Herrscher des Heiligen Römischen, des Bulgarischen und des Russischen Reiches sowie des Herrschers von Persien.

Veni, vidi, vici.
Ich kam, sah, siegte.
Gaius Julius Caesar


6./5. Jh. v.Chr.:

Konfuzius, chinesischer Philosoph


6. Jh. v.Chr.:

Kyros II., Gründer des Persischen Reiches


6./5. Jh. v.Chr.:

Buddha, Philosoph - Begründer des Buddhismus, der einzigen Religion, die im eigentlichen Sinne keinen Gott hat und in deren Namen nie Krieg geführt wurde!


5./4. Jh. v.Chr.:

- Sokrates, griechischer Philosoph
- Hippokrates, griechischer Arzt


4. Jh. v.Chr.:

Platon, griechischer Philosoph
Aristoteles, griechischer Philosoph
Alexander der Große, mazedonischer König und Feldherr - Eroberer eines Weltreiches

3. Jh. v.Chr.:

Archimedes, griechischer Mathematiker
Qin Shihuangdi, Gründer des Kaiserreichs China und Errichter der chinesischen Mauer
Euklid von Alexandria, griechischer Mathematiker

1. Jh. v.Chr.:

Cicero, römischer Politiker, Philosoph und Schriftsteller
Kleopatra, legendäre äqyptische Pharaonin und Mutter von Caesars Sohn

Jede Zurechtweisung und Züchtigung muss frei von Demütigung sein und darf sich nicht am Nutzen dessen orientieren, der einen bestraft oder tadelt, sondern an dem des Gemeinwesens.
Cicero


24. Dezember 0:

sagenhafte Geburt Jesus' von Nazarath, genannt Jesus Christus - Gottes Sohn. Er ist der "Begründer" des Christentums, einer ehemals jüdischen Sekte. Das Jesus gelebt hat, ist heute unumstritten, wahrscheinlich aber ca. 4 v.Chr. geboren. Alles andere bleibt eine Glaubensfrage!


*


Quelle:
der lichtblick, 40. Jahrgang, Heft Nr. 341, 4/2009, Seite 6-13
Unzensiertes Gefangenenmagazin der JVA Berlin-Tegel
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veröffentlicht im Schattenblick zum 25. November 2009