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TV - 3SAT/1080: Woche vom 26.05. bis 01.06.2018


3sat – 22. Programmwoche vom 26.05. bis 01.06.2018


Samstag, 26. Mai 2018


06:05 Und ewig lockt der Mythos – Saint Tropez (15 Min.)
Film von: Natalie Steger
(Erstsendung 4.10.2014)

Es ist das berühmteste Fischerdorf der Welt und gilt als Wiege des internationalen Jet-Sets: Saint Tropez. Die Dokumentation spürt dem Mythos an der Côte d'Azur nach. In den 1950er-Jahren entwickelte sich Saint Tropez zum Treffpunkt für Künstler und Reiche. Berühmte Maler wie Paul Signac, Pierre Bonnard und Henri Matisse lebten und arbeiteten dort. Auch heute noch überrennt die Prominenz den Ort mit dem sagenhaften Licht. Filmemacherin Natalie Steger und ihr Team treffen in Saint Tropez unter anderem auf einen veritablen Schatzsucher, finden zuvor unveröffentlichte Bilder der legendären französischen Schauspielerin Brigitte Bardot und begegnen dem Schuhmacher, der die Sandalen der Stars herstellt. Außerdem werfen sie einen Blick hinter die bisher verschlossenen Tore der Sommerresidenz der französischen Präsidenten.


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 25.5.2018)

Moderation: Cécile Schortmann

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 25.5.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturplatz (30 Min.) (HDTV)
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen
(Erstsendung 23.5.2018)

Moderation: Eva Wannenmacher

Hinein ins pralle Leben: "Kulturplatz" greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt. "Kulturplatz" findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur. Diesem Credo ist "Kulturplatz" verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. "Kulturplatz" spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.


09:35 Bilder aus Südtirol (25 Min.) (HDTV)
Erstausstrahlung

"Bilder aus Südtirol" ist das Bundesländermagazin des ORF-Landesstudios Tirol. Die Dokumentationen stellen die Kultur und das gesellschaftspolitische Geschehen in Südtirol vor.


Universum
10:00 Schladminger Bergwelten (45 Min.) (HDTV, AD, UT)
Von Gipfeln und Gämsen
Folge 1 von 2
Film von: Franz Hafner
(Erstsendung 22.1.2013)

Zwischen dem Dachstein und den Niederen Tauern, am Rande der Skipisten, finden nicht nur Gämsen, sondern auch Auerhähne, Steinadler, prächtige Rothirsche und Luchse ideale Lebensbedingungen. Ab und zu verirrt sich sogar ein Wolf in die unüberschaubaren Bergwälder und finsteren Schluchten dieser Region. In den klaren Gewässern rund um Schladming leben Äschen und Steinkrebse, und die Moore der Niederen Tauern bilden ein Universum für Tiere und Pflanzen.


Universum
10:45 Schladminger Bergwelten (45 Min.) (HDTV, UT)
Zwischen Jahrhunderten und Hundertstelsekunden
Folge 2 von 2
Film von: Gernot Lercher
(Erstsendung 29.1.2013)

Die österreichische Region Schladming-Dachstein hat sich im Lauf ihrer Geschichte zur vielseitigen Kultur – und Tourismuslandschaft entwickelt. Einst war Schladming eine blühende Silberbergbaustadt. In den Pioniertagen des Fremdenverkehrs mussten Flüsse reguliert werden, um Schienen legen zu können – für Eisenbahnen, die es auch Familien aus der Stadt erlaubten, zur Sommerfrische in die Berge zu fahren. Später wurden Lifte gebaut, um den Grundstein für ein Freizeit – und Kletterparadies im Winter und im Sommer zu legen. Vier Protagonisten, die die Schladminger Bergwelt gut kennen, berichtne von ihren Erlebnissen: der österreichische Schriftsteller Bodo Hell, der seine Sommer seit Jahren als Senner auf der Grafenberg-Alm im Dachsteingebiet verbringt, Albert Baier, der mehr als 40 Jahre für die Geschicke der Planai-Bahnen verantwortlich war, Bergführer und Bergretter Albert "Api" Prugger sowie Günther Jontes, einer der angesehensten Volkskundehistoriker Österreichs.


Universum
11:30 Im Bann der Berge (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Otmar Penker
(Erstsendung 15.9.2009)

Die Geburt Tirols war eine Kollision von Kontinenten. Das Ergebnis ist eine Landschaft von größter Vielfalt auf kleinstem Raum. Je nach der Tiefe eines Tals oder der Höhe eines Berggrats, je nach der Himmelsrichtung seines Verlaufs oder seiner Lage, je nachdem, wohin ein Hang sich neigt, ist ein Fleckchen Tirol eisig oder mild, üppig oder karg, trocken oder wasserreich. Die Dokumentation "Im Bann der Berge" zeigt die Schönheit des Tiroler Hochgebirges ebenso wie dessen Gefahren, die unvermutet losbrechen können: Schneelawinen und Gewitter.


12:15 Eisige Welten – Gletscher in Österreich (45 Min.) (HDTV)
Film von: Christiane Sprachmann
Erstausstrahlung

Gletscher faszinieren Touristen, sind identitätsstiftend für Regionen und reagieren direkt auf Klimaveränderungen. Dass sie rasant schmelzen, macht sie zu einer Goldgrube für Archäologen. Genau vermessen werden die eisigen Welten seit 1891. Diese Daten belegen den Rückgang der Gletscher. Mit ihrem Film taucht Christiane Sprachmann in die Welt der Gletscher ein, spricht mit Forschern und trifft Menschen, die mit und von den Gletschern leben. In früheren Zeiten noch furchteinflößend, gewannen die Gletscher in den letzten beiden Jahrhunderten an Anziehungskraft: Sie wurden gemalt, erobert, bestiegen und zur Touristenattraktion. Die Pasterze, Österreichs größter Gletscher am Fuße des Großglockners, wurde 1856 vom jagdbegeisterten Kaiser Franz Joseph I. besucht. Viele Mythen und Sagen, in denen beispielsweise Riesen die Naturgewalt verkörpern, umranken die Gletscherwelten. In Hintertux in Tirol, heißt es etwa, man könne heute noch die Fußabdrücke des "Tuxer Riesen" in der Felslandschaft erkennen. Gletscher sind wie Lebewesen: Sie wachsen, ziehen sich zurück, sie können zur Gänze verschwinden und wiederkommen. Derzeit schmelzen oder stagnieren die meisten Gletscher, nur einige wenige weiten sich aus. Belegt wird dies mit den Gletschermessungen der Innsbrucker Glaziologen und des Alpenvereines, die seit schon beinahe 130 Jahren, seit 1891, von 20 sogenannten Gletscherknechten gesammelt werden. "Je älter ich werde, desto weiter muss ich mit dem Gletscher nach oben wandern, um ihn vermessen zu können", berichtet der pensionierte Geograf und Gletscherknecht Günther Groß. Der Rückgang der Gletscher bereitet insbesondere Wintersportzentren Sorge. In Sölden in Tirol, am Rettenbachgletscher, startet die Skisaison im September, im Oktober der alpine Skiweltcup. Um der Natur, der Schmelze der Gletscher, zu trotzen, wird zusätzlich zu den Schneedepots mancherorts sogar ein Fließ als Sonnenschutz über das Gletschereis gelegt. Des einen Leid ist des anderen Freud – so geht es den Archäologen. Die Gletscherarchäologie erlebt seit dem Fund des "Ötzi" 1991 einen enormen Boom. Zahlreiche Universitätsprojekte beschäftigen sich mit den Geheimnissen, die die Gletscher bei ihrem Rückgang freigeben.


13:00 ZIB (10 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:10 Notizen aus dem Ausland (5 Min.)

"Notizen aus dem Ausland" ist das Auslandsmagazin von 3sat. Monothematische, kurze Beiträge geben Einblicke in die gesellschaftliche oder politische Situation in einem Land der Welt.


13:15 quer … durch die Woche mit Christoph Süß (45 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 24.5.2018)

Was läuft quer? Christoph Süß kommentiert in seiner Magazinsendung von Querköpfen für Querdenker die Nachrichten der Woche. In spannenden Reportagen, Gesprächen und Live-Schaltungen geht er den Ereignissen der Woche satirisch auf den Grund.


14:00 Kunst & Krempel (30 Min.) (HDTV, UT)
Familienschätze unter der Lupe
(Erstsendung 19.5.2018)

Eine Kultsendung des Bayerischen Fernsehens, seit mehr als 30 Jahren: Bei "Kunst & Krempel" bewerten renommierte Experten aus Museum und Kunsthandel die mitgebrachten Antiquitäten der Gäste. Wichtig sind dabei aber nicht nur deren Herkunft und Wert, sondern vor allem die Geschichten, die sie erzählen. "Kunst & Krempel" wird so zu einer spannenden und sehr lebendigen Zeitreise.


14:30 Ländermagazin (30 Min.) (HDTV, UT)
Heute aus Nordrhein-Westfalen
Erstausstrahlung

Das "Ländermagazin" berichtet aktuell aus den 16 deutschen Bundesländern. Jede Woche steht ein anderes Bundesland im Fokus. Die Themen reichen von politischen über kulturelle bis hin zu kuriosen Ereignissen.


15:00 Natur im Garten (35 Min.) (HDTV)
Folge 3 von 10
(Erstsendung 6.5.2018)

"Natur im Garten" ist ein österreichisches Magazin für Gartenliebhaber und Hobbygärtner. Wissen, was wirkt, und sehen, wie's geht: Unter diesem Motto führt Moderator und Gartenbuchautor Karl Ploberger durch eine bunte Mischung aus Unterhaltung, Service und Information rund ums Thema "Garten". Außerdem stellt er besondere Gärten und ihre Besitzer vor.


15:35 Roter Wein und schwarzes Gold (30 Min.) (UT)
Unterwegs in Frankreichs Südwesten
Film von: Ellis Fröder
(Erstsendung 8.12.2012)

Die Dordogne schlängelt sich im Südwesten Frankreichs durch Schluchten und liebliche Weinberge. Die Ufer des Flusses sind für viele Gourmets ein Schlaraffenland. Die umstrittene Gänsestopfleber Foie gras wird hier produziert. Für die einen ein Genuss, für andere Tierquälerei. Weniger bekannt ist, dass hier auch "schwarzes Gold" gewonnen wird: In Störzuchtfarmen wird seit den 1990er-Jahren tonnenweise Kaviar produziert. Der rote Bordeaux ist weltberühmt. Im Médoc, einer Weinlandschaft nördlich der Stadt Bordeaux, stehen die bekanntesten Wein-Châteaus der Welt: Lafite Rothschild, Pommerol, Cheval Blanc. Sie sind auch die Kulisse für den närrischen "Wein-Marathon": 8000 Kostümierte rennen bei diesem Läufer-Karneval durch die Weinberge und trinken Rotwein statt Wasser. Weinernte im Médoc – das heißt auch Saisonarbeitsplätze für die vielen Wanderarbeiter, die hier ihr Geld verdienen. Auch Angehörige der sogenannten "Manusch" - in Frankreich lebende Sinti – kommen zur Weinlese ins renommierte Margaux.


16:05 Das einsame Herz Frankreichs (45 Min.)
Von der Auvergne ins Limousin
Film von: Julia Leiendecker
(Erstsendung 17.9.2008)

Die Auvergne, die größte Vulkanregion Europas, lässt das Herz von Geologen höher schlagen. Außerdem ist die Region für ihren guten Käse bekannt. Auf der "Route des Fromages" kann man Reifekeller und Käsereien besuchen und die Landwirte bei ihrer Arbeit beobachten. Musikalisch beschwingt wird es in Tulle, der Hauptstadt des Akkordeons. Mit einem mehrtägigen Festival und dem einzigen Akkordeon-Hersteller Frankreichs, der seine Instrumente in Handarbeit produziert, hat sich die Stadt einen Namen gemacht. Kein Wunder, dass spontane Konzerte an der Tagesordnung sind. Nur einmal im Jahr feiert Limoges die "Frairie des petits ventres". Dann biegen sich die Tische unter Kutteln und Innereien, Schweinsköpfen und Blutwurst. Das Gelage hat Tradition – die Metzger-Innung feiert ihr Fest bereits seit dem Mittelalter.


16:50 Eine Reise mit dem Lech (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Udo A. Zimmermann
(Erstsendung 25.4.2016)

Ein Gewitter im Gebirge: Die ersten Tropfen fallen vom Gipfelkreuz an der Ravensburger Hütte und gehen auf eine lange Reise vom Hochgebirge bis ins Meer. Jeder Wassertropfen hat andere Schwierigkeiten zu überwinden. Manche Tropfen werden ihr Ziel schneller erreichen, andere nie. Einige versickern im karstigen Untergrund, andere finden an der Oberfläche ihren Weg und erreichen den Lech und schließlich das Schwarze Meer. Nur wenige Gebirgsflüsse haben heute noch ihren natürlichen Raum, dürfen sich, wie der Lech bei Forchach, jedes Jahr einen neuen Weg suchen. Das eindrucksvolle Ergebnis: kilometerbreite Sand – und Kiesfelder. Mit dem Wasser werden Sand und Steine, die von Gletschern seit den Eiszeiten abgeschliffen wurden, mittransportiert. Die Reibung im Wasser poliert die Steine, bis sie zu runden Kieseln werden.


17:35 Schön ist die Welt (85 Min.) (4:3, mono, UT)
Spielfilm Deutschland, 1957

Rollen und Darsteller:
Rudolf Halden – Rudolf Schock
Hella Block – Renate Holm
Lola Kobler – Mady Rahl
Fritz Müllrath – Rudolf Vogel
Gusti Seidl – Herta Staal
Karl Block – Willy Millowitsch

Regie: Géza von Bolváry

Unternehmer Karl Block schlägt dem Künstler-Manager Müllrath ein Geschäft vor: Er soll den Sänger Rudolf Halden davon überzeugen, mit Blocks Tochter Hella aufzutreten. Die junge Dame, davon ist ihr Vater überzeugt, hat das Zeug zum Weltstar. Deshalb will er ihrer Gesangskarriere ein bisschen auf die Sprünge helfen. Doch Rudolf Halden weist den Vorschlag, mit einer unbekannten Debütantin zu singen, empört von sich. Mit Engelszungen versucht Müllrath, Halden von dem Duett zu überzeugen. Immerhin könnte der sich von den 40 000 Mark Gage endlich seinen Traum vom eigenen Bauernhof erfüllen. Es nützt alles nichts, Halden weigert sich standhaft, mit einer Anfängerin aufzutreten. Um ihn von ihrem Talent zu überzeugen, sucht Hella ihn in seiner abgelegenen Almhütte auf. Nicht ahnend, wen er vor sich hat, lässt Halden sich auf einen Flirt mit der schönen Zufallsbekanntschaft ein – und reagiert umso erboster, als er erfährt, wer Hella wirklich ist. Nun wiederum fühlt Hella sich in ihrer Ehre gekränkt und zieht mit Unterstützung ihres Herrn Papa gegen Halden vor Gericht. Justitia soll entscheiden, ob es für einen Sänger von Haldens Format tatsächlich unzumutbar ist, mit einer Debütantin wie Hella aufzutreten. Und siehe da: Nachdem Hella dem Richter eine eindrucksvolle Kostprobe ihrer Sangeskünste gegeben hat, willigt Halden ein, mit ihr aufzutreten. Die Sache hat nur einen Haken: Halden behält sich das Recht vor, den Spielort auszuwählen – und entscheidet sich für jenes unbekannte Bauerntheater in der Provinz, an dem er einst selbst sein Debüt gab. Hier will er Franz Lehárs "Schön ist die Welt" auf die Bühne bringen. Mit diesem Trick hofft er, Hella endgültig in die Flucht zu schlagen. Aber weit gefehlt: Die streitbare Unternehmertochter lässt sich auf das Spiel ein.

Obwohl die Bühnen der Welt sein Zuhause waren, spielte der renommierte Tenor Rudolf Schock vor allem in den 1950er-Jahren in einer Reihe erfolgreicher Musikfilme. Der humorvolle Heimatfilm nach der Operette von Franz Lehár zählt zu seinen schönsten Kinoarbeiten. Nicht minder prominent ist die weibliche Hauptrolle besetzt: Die Sopranistin Renate Holm, die häufig mit Schock zusammenarbeitete, wurde 1971 zur österreichischen Kammersängerin der Wiener Staatsoper ernannt. In der Rolle des großspurigen Knödelfabrikanten Block ist der unsterbliche Volksschauspieler Willy Millowitsch zu sehen.


19:00 heute (30 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:30 Kulturpalast (30 Min.)
Fachmagazin für E – und U-Kultur
Frankenstein
Erstausstrahlung

In dem Fachmagazin für E – und U-Kultur werden strittige Fragen der Kunstwelt originell und charmant beleuchtet. "Kulturpalast" verspricht überraschend neue Perspektiven. Die Moderatorin und Musikerin Nina Fiva Sonnenberg lädt sich Gäste ein, um gemeinsam mit ihnen Kultur vom Kern aus zu betrachten: Was treibt Künstler an? Und wie beantworten Kulturschaffende Lebensfragen, die uns alle umtreiben?


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Anna Netrebko und Yusif Eyvazov (105 Min.) (HDTV)
Suntory Hall Tokyo, 2016

Bildregie: Yoshinori Shida
Musikalische Leitung: Jader Bignamini

Mit Werken von Verdi, Cilea, Puccini und Giordano

Das Traumpaar der Opernwelt, Anna Netrebko und Yusif Eyvazov, steht auf der Bühne der Suntory Hall in Tokyo und begeistert mit berühmten Arien und Duetten der italienischen Opernliteratur. Der junge italienische Maestro Jader Bignamini dirigiert das Tokyo Philharmonic Orchestra und stimmt gleich zu Beginn des Konzerts Giuseppe Verdi an. Das weitere Programm ist mit Arien und Duetten von Verdi, Cilea, Puccini und Giordano gestaltet. Anna Netrebko begeistert mit Arien wie "Un bel dì vedremo" aus der Oper "Madame Butterfly". Die russische Sopranistin mit österreichischem Pass gab ihr Rollendebüt als Aida bei den Salzburger Festspielen 2017 unter der Leitung von Ricardo Muti.

Das Programm:
"La forza del destino": Sinfonia
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini
"Adriana Lecouvreur"
"Ecco respiro appena … la son l'umile ancella"
Francesco Cilea
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko
"L'Arlesiana"
"È la solita storia del pastore"
Francesco Cilea
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov
"Il Trovatore"
"Tacea la notte … Di tale amor"
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko
"Il Trovatore"
"Ah! Si, ben mio … di quella pira"
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov
"Attila": Preludio
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini
"Otello"
"Già nella notte densa"
Giuseppe Verdi
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko, Yusif Eyvazov
"Madama Butterfly"
"Un bel dì vedremo"
Giacomo Puccini
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko
"Tosca"
"E lucevan le stelle"
Giacomo Puccini
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov
"Andrea Chénier"
"La mamma morta"
Umberto Giordano
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko
"Andrea Chénier"
"Come un bel dì di maggio"
Umberto Giordano
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov
"Manon Lescaut": Intermezzo
Giacomo Puccini
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini
"Andrea Chénier"
4th Act Finale
Umberto Giordano
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko, Yusif Eyvazov
Zugabe:
"Die Csárdásfürstin"
"Heia, heia, in den Bergen ist mein Heimatland"
Emmerich Kálmán
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko
"Turandot"
"Nessun Dorma"
Giacomo Puccini
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Yusif Eyvazov
"Non ti scodar di me"
Ernesto De Curtis
Tokyo Philharmonic Orchestra, Jader Bignamini, Anna Netrebko, Yusif Eyvazov


22:00 Soul Chain (45 Min.) (HDTV)
Sharon Eyal und das Ballett der Beats
Film von: Andreas Morell
Erstausstrahlung

In der Ballett-Produktion "Soul Chain" der Choreografin Sharon Eyal verbinden sich mal geschmeidige, mal abrupte Bewegungen mit treibenden Bässen zu einem Tanz von großer physischer Wucht. 3sat zeigt eine Dokumentation über die elektrisierende Inszenierung am Staatstheater Mainz. Die Dokumentation nähert sich sowohl dem Stück "Soul Chain", den Tänzern des Ensembles "tanzmainz" als auch der international erfolgreichen Choreografin Sharon Eyal aus Tel Aviv. Eine gleichförmig scheinende Masse mit exzentrischen Bewegungen, unentwegt auf halber Spitze tanzend zu harten Techno-Beats: Das beschreibt nur im Ansatz den Hochleistungstanz von "Soul Chain", einem Stück, das die renommierte Choreografin Sharon Eyal eigens für das Tanzensemble "tanzmainz" des Mainzer Staatstheaters entwickelt hat. Präzise und gleichförmig pulsieren die Körper zum Beat – und trotzdem schlägt das Individuum plötzlich und manchmal fast unmerklich seinen eigenen Weg ein. "Soul Chain" macht den Kontrast zwischen dem Einzelnen und der Gruppe sichtbar. Atemlos legt sich die Seelenkette um die Tänzer und deren Bewegungen. Ein mitreißendes und elektrisierendes Gesamtkunstwerk rund um das Thema "Liebe und Sehnsucht". Sharon Eyal ist eine Ikone des zeitgenössischen Tanzes. Zusammen mit ihrem Partner Gai Behar kreiert sie seit Jahren nicht nur Stücke für ihre eigene Kompanie "L-E-V", sondern auch für andere Tanzensembles weltweit. Zu ihrem festen Team gehört auch der Musiker und DJ Ori Lichtik, der mit seinen Klangkompositionen maßgeblich die Tanzstücke Eyals mitgestaltet. Die Choreografin wurde in Jerusalem geboren, heute lebt und arbeitet sie in Tel Aviv. Über 20 Jahre lang tanzte und choreografierte sie für die berühmte israelische "Batsheva Dance Company" unter Ohad Naharin. In der Dokumentation werden mit dynamischen Kameraeinstellungen einzelne Tanzsequenzen der Choreografie aufgelöst, Details und Perspektiven gefunden, die neu und anders sind. Die Bewegungen der Tänzer werden emotional erlebbar und "Soul Chain" als Tanzstück damit spürbar. Mitglieder des Ensembles erzählen von der Arbeit mit der Choreografin, den körperlichen und seelischen Herausforderungen dieses intensiven Stücks. In den persönlichen Begegnungen mit Sharon Eyal in Tel Aviv taucht der Film in ihre Welt ein und versucht, einen Zugang zu ihrer Arbeitsweise zu finden, um damit "Soul Chain" aus einer anderen Perspektive wahrnehmbar zu machen.


22:45 Precht (45 Min.) (UT)
Wie aktuell ist Karl Marx?
(Erstsendung 6.5.2018)

Richard David Precht im Gespräch mit Gregor Gysi, Die Linke

Richard David Precht sucht zusammen mit einem prominenten Gast aus Politik, Gesellschaft oder Kultur Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit.


23:30 Die Unsichtbare (105 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Spielfilm Deutschland, 2011

Rollen und Darsteller:
Josephine Lorenz – Stine Fischer Christensen
Kaspar Friedmann – Ulrich Noethen
Suanne Lorenz – Dagmar Manzel
Jule Lorenz – Christina Drechsler
Joachim – Ronald Zehrfeld

Regie: Christian Schwochow

"Du bist unsichtbar!" Kann es ein schlimmeres Urteil geben für eine Schauspielstudentin? Fine fehlt es an Selbstvertrauen, um ungeniert auf der Bühne zu stehen. Da erscheint Kultregisseur Kaspar Friedmann an der Schule. Er will mit Studenten am großen Theater der Stadt eine Inszenierung des Stückes "Camille" machen und gibt Fine die erste Hauptrolle in ihrem Leben, was keiner versteht – sie selbst am allerwenigsten. Die Schauspielstudentin Fine leidet darunter, nicht gesehen zu werden. Trotzdem tut sie alles dafür, um nicht aufzufallen. Nachts, wenn ihre geistig behinderte Schwester Jule nicht schlafen kann und ihren Kopf stereotyp gegen die Wand knallt, macht Fine den Rekorder an und bereitet Jule ein Feuerwerk an Gesang, Spiel und Tanz. In der Schauspielschule aber fehlt ihr das Selbstvertrauen. Nachdem der bekannte Regisseur Kaspar Friedmann Fine zum Vorsprechen eingeladen hat, überzeugt sie ihn in ihrem Spiel. Aber er sieht in Fine auch ein verletztes Wesen, das seiner Vision von Camille entspricht, der Hauptrolle in seinem nächsten Stück. Fine bekommt ihre erste große Rolle, die sie auf keinen Fall verspielen will. Sie schlüpft in eine andere Identität. Als Camille erwacht sie zur Frau. Aber mit Camille verliert Fine auch ihre eigene Stärke, die sie im Umgang mit ihrer Schwester Jule immer wieder an den Tag legt. Denn Camille ist nicht nur selbstbewusst und sexuell aktiv, sondern auch psychisch labil und selbstzerstörerisch. Fine begibt sich in die Hände ihres Regisseurs, der sie durch die Hölle gehen lässt, ohne sie psychisch aufzufangen. Ein gefährliches Spiel, bei dem sie sich selbst zur Feindin wird.


01:15 Das Steinzeiträtsel (50 Min.) (HDTV)
Die Megalithkultur als Ursprung der Baukunst
Film von: Roswitha Vaughan, Ronald P. Vaughan
(Erstsendung 27.11.2013)

Megalithen aus der Jungsteinzeit wurden aus riesigen Steinblöcken errichtet und gehören zu den größten Rätseln der Menschheit. Experten suchen nach möglichen Modellen für die Bautechnik. Wie diese Monumente gebaut wurden und welchem Zweck sie dienten, kann bis heute nicht eindeutig beantwortet werden. Gewiss ist nur, dass die Anzahl dieser steinernen Rätsel allein in Europa auf über 40 000 beziffert wird. Dazu gehören die älteste je ausgegrabene Tempelanlage der Welt im südtürkischen "Göbekli Tepe", die irische Steinzeitanlage "Newgrange" und die norddeutsche "Straße der Megalithkultur". Es befinden sich vergleichbare Bauwerke auch in Asien, Afrika und Amerika. Auffallend ist, dass die heutige Wissenschaft über die Motivation und die Methoden der Megalith-Erbauer kaum Arbeiten anzubieten hat. Experten unterschiedlicher Fachrichtungen versuchen die Frage zu beantworten, welche Rückschlüsse Megalith-Funde auf die Motive ihrer Erbauer zulassen. Haben überlieferte Volksbräuche einen Bezug zum ursprünglichen Sinn der Steinzeitbauten?


02:05 das aktuelle sportstudio (60 Min.) (HDTV)

Der Sport am Samstagabend: hintergründig, informativ und unterhaltsam. Im "aktuellen sportstudio" talken Moderatoren mit Top-Sportlern, Newcomern und Weltstars. Sie alle müssen sich an der Torwand beweisen. Sechs Treffer hat noch keiner geschafft. In mehr als 50 Jahren nicht.


03:05 Europa ungezähmt (45 Min.) (HDTV)
Eisige Welten
Folge 1 von 5
Film von: Colin Collis
(Erstsendung 16.6.2017)

Von den Eiswüsten Nordeuropas über die waldreichen Mittelgebirge, den Feuchtgebieten des Donaudeltas bis zu den Halbwüsten der Iberischen Halbinsel – Europas Landschaften sind einzigartig. Der erste Teil der Reihe "Europa ungezähmt" widmet sich "eisigen Welten": Während auf dem Großteil des Kontinentes mildes Klima herrscht, müssen sich die nördlichen Regionen auf Temperaturen bis zu minus 40 Grad einstellen. Ein Härtetest für jede Form von Leben. Trotzdem findet sich eine enorme Vielfalt: vom weltgrößten Landraubtier, dem Eisbären, der die eisigen Polarregionen durchstreift, bis hin zum kleinsten Wiesel, das in den tief verschneiten Wäldern auf die Jagd geht. In dieser lebensfeindlichen, weiß umhüllten Welt überleben nur die Stärksten. Wer hier nicht perfekt angepasst ist, hat keine Chance.


03:50 Europa ungezähmt (45 Min.) (HDTV)
Die großen Wälder
Folge 2 von 5
Film von: Poppy Riddle
(Erstsendung 16.6.2017)

In Teil zwei geht es um die "großen Wälder" Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des eurasischen Luchses. Die Neuansiedlung europäischer Wisente in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel. Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überleben.


04:35 Europa ungezähmt (40 Min.) (HDTV)
Meere, Seen und Flüsse
Folge 3 von 5
Film von: Poppy Riddle
(Erstsendung 16.6.2017)

Europa ist ein grüner und fruchtbarer Kontinent – dank seines gemäßigten Klimas und seines Wasserreichtums. Mit 2857 Kilometern Gesamtlänge ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas. An der Donau in Ungarn ereignet sich regelmäßig ein ungewöhnliches Schauspiel: Die großen Theiß-Eintagsfliegen starten zum Hochzeitsflug, Millionen tanzen in der Abenddämmerung über dem Wasser, paaren sich, legen ihre Eier und sterben. Im Donau-Delta leben verwilderte Pferde und eine seltene Spezies: der Goldschakal, dessen Lieblingsspeise Karpfen ist.


05:15 – 06:15 Europa ungezähmt (60 Min.) (HDTV)
Die Alpen
Folge 4 von 5
Film von: Sarah Titcombe
(Erstsendung 16.6.2017)

Mit Gipfeln und über 82 Viertausendern liegt der mächtige Gebirgszug der Alpen mitten in Europa. Ihre schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen bilden einen weitgehend naturbelassenen Lebensraum. Oberhalb der Baumgrenze sind die Reviere der Murmeltiere. Sie legen große unterirdische Höhlensysteme an, die zum Schutz und Überwintern dienen. Dort können sie sich auch vor dem Steinadler in Sicherheit bringen, dessen Lieblingsspeise Murmeltiere sind. 1200 Adler-Paare haben sich in den Alpen wieder angesiedelt.
 

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Sonntag, 27. Mai 2018


06:15 makro (30 Min.) (HDTV)
Kreuzfahrt-Fieber
(Erstsendung 25.5.2018)

Moderation: Eva Schmidt

Die Kreuzfahrtbranche wächst weiter: Jedes Jahr kommen neue Schiffe auf den Markt, steigt die Zahl der Passagiere. Diese Art des Urlaubmachens ist längst auch für Normalverdiener erschwinglich. Nutznießer sind vor allem die Veranstalter und die Werften, die immer mehr Luxusliner bauen. Auf der anderen Seite produzieren die Schiffe jede Menge Schadstoffe und Müll. Ökonomisch gesehen haben die bereisten Länder fast nichts davon, dass die Pötte anlegen. Das Essen für die All-Inklusvie-Buffets an Bord wird in der Regel von Deutschland aus in die Karibik geflogen. Die meisten Schiffe fahren zudem nicht mehr unter deutscher Flagge, um Sozialabgaben und Steuern zu sparen. Die Arbeitszeiten für Bedienstete sind lang, die Löhne niedrig. Hinzu kommen Subventionen für den Bau riesiger Hafen-Terminals, die es für die schwimmenden Mega-Hotels braucht.


06:45 Tele-Akademie (45 Min.) (HDTV)
Prof. Dr. Randolf Rausch: Wie knapp wird unser Wasser? – Eine Analyse der
Weltwassersituation
(Erstsendung 13.5.2018)

Die Wüsten rücken vor, die Grundwasserspiegel sinken, Flüsse und Seen trocknen aus, und unser Trinkwasser wird knapp: Schreckensmeldungen zum Thema Wasser sind fast alltäglich. Sie münden in Warnungen vor einer weltweiten Wasserkrise und vor Kriegen um das wichtigste Lebensmittel der Menschheit. Wie seriös sind solche Szenarien? Der Hydrogeologe Randolf Rausch erläutert in seinem "Tele-Akademie"-Vortrag die globale Wassersituation. Er beschreibt die gegenwärtige und zukünftige Wasserknappheit als Folge des Bevölkerungswachstums, des Klimawandels und der nicht nachhaltigen Nutzung unserer Wasserressourcen und zeigt auch Ansätze und Lösungen auf, um die zukünftigen Herausforderungen meistern zu können. Professor Dr. Randolf Rausch lehrt Hydrogeologie an der Technischen Universität Darmstadt. Er ist Sprecher der Sektion "Hydrogeologie arider Gebiete" der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


Sternstunde Philosophie
09:05 Adorno, Marcuse und Co. – Die Vordenker der 68er-Bewegung (60 Min.)
SRF-Gesprächsreihe
(Erstsendung: 29.4.2018)

In der Schweizer Gesprächssendung "Sternstunde Philosophie" diskutieren Philosophen, Wissenschaftler und Künstler Themen einer immer komplexer werdenden Welt. "Sternstunde Philosophie" schlägt den großen Bogen von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den Grundfragen der Philosophie: Wer ist wofür verantwortlich, worin besteht die menschliche Freiheit, was bestimmt unseren Lebenssinn?


10:05 lesArt (35 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 14.5.2018)

Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel. Das Lesemagazin will beweisen, dass Niveau und Unterhaltung einander nicht ausschließen müssen.


10:40 Ein Leben für Bücher. Gerhard Steidl (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Karoline Grothe
(Erstsendung 8.10.2017)

Mit gerade einmal 18 Jahren hat Gerhard Steidl seinen Verlag in Göttingen gegründet, heute gehört er zu den erfolgreichsten Verlegern weltweit. Das Porträt begleitet ihn bei seiner Arbeit. Künstler aus ganz Europa, Amerika und Asien reisen nach Göttingen, um bei Steidl ihre Bücher verlegen zu lassen. Das Besondere: Bei Steidl findet tatsächlich noch alles unter einem Dach statt – vom Layout bis zum Druck des fertigen Buches. Und Steidl ist Perfektionist. Für das Fotobuch des kanadischen Rocksängers und Fotografen Bryan Adams hat er extra ein besonderes Papier in Schottland anfertigen lassen. Um sein Arbeitspensum zu schaffen, ist der 66-Jährige morgens meist der Erste in seinem Verlag und abends der Letzte. Um so effektiv wie möglich arbeiten zu können, hat er einen Chauffeur und einen Koch, der für ihn und die Künstler Mittagessen kocht. Eigentlich wollte Steidl Fotograf werden. Doch als er sah, dass andere besser sind, gründete er seinen Verlag und legte damit den Grundstein für seinen heutigen Erfolg. Der Film zeigt eindrücklich, wie der Göttinger Gerhard Steidl zu einem der besten Verleger der Welt geworden ist. Er holt Stars aus der ganzen Welt nach Göttingen, hat die Weltrechte am Gesamtwerk des verstorbenen Nobelpreisträgers Günter Grass und druckt alles für den Modeschöpfer Karl Lagerfeld, vom Briefpapier über Einladungskarten zu den exklusiven Modenschauen bis zum Kunstbuch.


11:25 Sonate für zwei "Beethoven" (40 Min.)
(Erstsendung 20.10.2012)

Mitwirkende: Lev Vinocour
Nina Mavis Brunner

In "Sonate für zwei" will es Moderatorin Nina Mavis Brunner von Pianist Lev Vinocour genau wissen: Warum wurde ausgerechnet Beethovens "Mondscheinsonate" zum bekanntesten Evergreen der Klassik? Kaum ein Klavierwerk ist so bekannt wie dieses. Doch welche musikalischen Neuerungen hat es gebracht und welche Geschichten stecken hinter dem Meisterwerk? Die Sonate führt die beiden an den Vierwaldstättersee, ohne den sie ihren markanten Namen nicht hätte. Mit dabei: der Konzertflügel, an dem Vinocour im Gespräch mit Nina Marvis Brunner das "Opus 27, Nr. 2" ergründet. Außerdem lässt Vinocour unterschiedliche Interpretationsweisen des Werks erklingen, das sowohl als "Faust"-Komposition aber auch als musikalische Adaption von "Romeo und Julia" verstanden wurde. Es geht um musikalische Innovationen, Leitmotive, kompositorische Details, und die Frage, was das Werk die Menschen heute noch angeht.


12:05 Feuer bewahren – nicht Asche anbeten (55 Min.) (HDTV)
Der Choreograf Martin Schläpfer
Film von: Annette von Wangenheim
(Erstsendung 26.9.2016)

Martin Schläpfer zählt zu den bedeutendsten Tanzschöpfern Europas. Die Dokumentarfilmerin Annette von Wangenheim kommt dem Menschen Schläpfer ungewöhnlich nah. Sie folgt Martin Schläpfer bei seiner täglichen Arbeit und auf ganz privaten Wegen. Dabei gibt einer der wichtigsten Choreografen unserer Zeit einen über Jahre gereiften Schatz an Wissen und Gefühlen preis. Schläpfers Ballett am Rhein erreicht die unterschiedlichsten Zielgruppen im In – und Ausland, von Düsseldorf bis Moskau, von Barcelona, Paris oder Tel Aviv bis Muscat im Oman. Preise häufen sich. Schläpfers sensible und hochmusikalische Tanzkunst kommt an, wirkt verstörend und beglückend zugleich. Zum ersten Mal schaut ein Film-Team auch hinter die "persönlichen Kulissen" dieses Ausnahmekünstlers, in seinen Kopf und sein Herz. Martin Schläpfer philosophiert nicht nur über Tanzkunst allgemein, sondern spricht vor allem als Mensch – leidenschaftlich, zweifelnd und fragend. Und das mit geradezu ansteckender Natürlichkeit und Wärme. Zwei Uraufführungen bilden den tänzerischen Mittelpunkt des Films, von den ersten Kreationsproben bis zur fertigen Bühnenfassung: "Deep Field" ist eine Auftragskomposition an Adriana Hölszky und opulenter Abendfüller, "Alltag" eine Petitesse von dem Altmeister und Grandseigneur des modernen Balletts, Hans van Manen. Er schuf die "kleine Geschichte über einen Choreografen" für Schläpfer höchstpersönlich, der die Hauptrolle in diesem intimen Porträt im Film selbst tanzt. Zahlreiche Doppel-Interviews mit Weggefährten, Künstlern und Kollegen geben spannende Einblicke in Schläpfers Universum und zeigen, mit welcher Energie und Kreativität er das Ballett revolutioniert – und warum es so viel mehr bedeutet als nur Kunst für Eingeweihte. Hier wird das klassische Erbe mit neuem Leben und Geist erfüllt, hier kommen verschüttete Gefühle und Werte zum Ausdruck, die Menschen weltweit verbinden. Im "Unzeitgemäßen", im "Gegen-den-Strom-Schwimmen" und in einem unbeirrbaren Maß größtmöglicher Freiheit, Schönheit und Zwischentöne berührt Schläpfer die Seele direkt. Neben "Alltag" und "Deep Field" enthält der Film auch Ausschnitte aus den Balletten "Ein Wald, ein See" und "Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2".


13:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


Österreich-Bild
13:05 Flüssiges Gold – Wasserreiches Salzburg (25 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Reinhard Grabher
(Erstsendung 11.2.2018)

Wo regnet es am meisten in Österreich? Wie kommt ausgerechnet Salzburg zu seinem Wasserreichtum? Gibt es den Salzburger Schnürlregen wirklich? Und wie wird das kostbare Nass gespeichert? Wasser ist Lebensmittel Nummer eins, unverzichtbar und lebensnotwendig. Aber nur drei Prozent des gesamten Wasservorkommens in Salzburg werden als Trinkwasser genutzt. Was passiert mit dem restlichen Wasser? Wie wichtig ist dieses besondere Geschenk für Salzburg? Salzburg ist reich – reich an flüssigem Gold. Ohne es wahrzunehmen, leben die Salzburger im Überfluss, nämlich im Wasser-Überfluss. Salzburg kann es sich "erlauben", das komplette Wasservorkommen über seine Flüsse zu "exportieren". Die Mur, die Enns, die Salzach: Alle entspringen in Salzburg und werden später zu imposanten Flüssen in benachbarten Bundesländern. Dieser Wasserreichtum fällt Salzburg glücklicherweise zu.


ZDF.reportage
13:30 Schönheitskur für Queen Mary II (30 Min.) (HDTV, UT)
Ein Kreuzfahrtschiff wird überholt
Film von: Thorsten Schaubrenner
(Erstsendung 17.7.2016)

Für 100 Millionen Euro wird das berühmte Passagierschiff "Queen Mary 2" bei Blohm+Voss in Hamburg überholt. Die größte Renovierung in der Geschichte des zwölf Jahre alten Oceanliners. Die "ZDF.reportage" hat die Umbauarbeiten exklusiv begleitet. Die Arbeiten unter erheblichem Zeitdruck stellen die Beteiligten vor riesige Herausforderungen. Gezeigt werden die zentralen Phasen und Baufortschritte sowie die Macher dahinter. Addy, der erst 29 Jahre alte Schiffbauingenieur, hat eine Riesenverantwortung. Er muss dafür sorgen, dass oben auf Deck 13 der Einbau von 35 neuen Kabinen klappt. Im Zeitplan. Denn die Reisen auf dem Schiff nach dem Umbau hat die Reederei bereits verkauft. Deshalb beginnen die Arbeiten auch schon auf der letzten Fahrt vor dem Umbau. Nicht alle Passagiere sind davon begeistert. Aber die echten Kreuzfahrt-Fans wie Susanne Wollesen lieben ihre "Queen" und haben schon gleich für die erste Reise nach der Renovierung wieder gebucht. Im Restaurant geht es derweil drunter und drüber. Der "Kings Court", das Buffet-Restaurant des Schiffs, wird komplett überholt und neu gestaltet. Mehr Glanz, mehr Showküche und keine Tabletts mehr. Die kochenden Zwillinge, die Küchendirektoren Mark und Nicholas Oldroyd, können es kaum erwarten und bitten zwischenzeitlich um göttlichen Beistand, damit alles rechtzeitig fertig wird. Eine Attraktion gibt es nach dem Umbau für die vierbeinigen Passagiere an Bord. Die mitreisenden Hunde sollen bei ihrem Geschäft nicht allzu sehr durch die fremde Umgebung irritiert werden. Deshalb hat die britische Reederei in Hamburg einen Londoner Laternenpfahl und einen US-Feuerhydranten für die "Gassi-Tour" installieren lassen. Wird alles rechtzeitig fertig? Wie findet Kreuzfahrerin Susanne Wollesen den neuen Art-Decó-Stil der Queen? Können die Schiffsköche den ersten Gästen tatsächlich ihre Köstlichkeiten servieren? Und was hält Yorkshire-Männchen Coco von Hydrant und Laternenpfahl?


14:00 Wilde Inseln (50 Min.) (HDTV)
Die Hebriden
Film von: Richard Kirby
(Erstsendung 12.4.2013)

Aufgrund ihrer isolierten Lage bieten Inseln Lebensraum für spezielle Pflanzen – und Tierarten, die sich anderenorts nicht hätten entwickeln können. So ist es auch bei den Hebriden. Die Inselgruppe vor der Nordwestküste Schottlands besteht aus rund 500 Inseln und bildet eine Art Wall vor dem Atlantik. Die Inseln haben keine Berührung mit dem Festland und bieten darum den perfekten Lebensraum für viele erstaunliche Kreaturen. Die Dokumentationsreihe "Wilde Inseln" ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Archipele der Erde, an ihre Menschen, Tiere und Pflanzen, die in diesen Paradiesen ihre Heimat gefunden haben.


14:50 Landträume (45 Min.) (VPS: 14:45)
In Cornwall
Film von: Kristian Kähler
(Erstsendung 12.5.2011)

Die Reihe porträtiert Gartenliebhaber in einigen der schönsten Regionen Europas. Teil vier führt nach Cornwall. Die südenglische Region liegt im Einflussbereich des warmen Golfstroms. Deshalb gedeihen dort Pflanzen, die man sonst nur aus tropischen Breitengraden kennt. In Cornwall entstand über die Jahrhunderte hinweg eine vielfältige und faszinierende Gartenkultur. Sie wird bis heute gepflegt, sowohl in den Herrenhäusern des alteingesessenen Adels als auch von gärtnernden Ruheständlern und Großstädtern, die ihren Traum vom Leben auf dem Land verwirklichen wollen.


15:35 Europas schönste Parks (45 Min.) (HDTV) (VPS: 15:30)
London – Hyde Park und Kensington Gardens
(Erstsendung 24.2.2017)

Wohl kaum ein anderer Park weckt bei Menschen rund um den Globus so viele Vorstellungen und Sehnsüchte wie der Londoner Hyde Park im noblen Londoner Westen. Zusammen mit den angrenzenden Kensington Gardens bildet er die grüne Lunge der Millionen-Metropole. Bei der filmischen Reise durch die Jahreszeiten zeigt sich der Park als Spiegelbild des bunten und multikulturellen Lebens in der britischen Hauptstadt. Der Spaziergang durch die Gartenlandschaft beginnt mit der Kirschblüte im April. An der Speaker's Corner im Nordosten steigt Schreiner Patrick McEvoy auf eine Seifenkiste, um seine Sicht auf die britische Wirtschaft kundzutun. Seit fast 150 Jahren wird hier sonntags leidenschaftlich über Politik, Philosophie und Religion debattiert. Im Sommer führt die Route durch märchenhafte Auenlandschaften. Im Herzen der Gärten befinden sich die Serpentine Galleries. Die Kuratorin Amira Gad führt durch eine Ausstellung des Bildhauers Duane Hanson, die mitten im Park zu einer unverhofften Begegnung mit moderner Kunst einlädt. Weiter geht es im Herbst Richtung Westen in die Kensington Gardens. Im angrenzenden Stadtviertel öffnet der Immobilienmakler Josh Grinling die Türen nobler Häuser, die zu den teuersten in ganz London zählen. Die filmische Reise endet im Winter, wenn sich die Mitglieder des Serpentine Swimming Club in die eisigen Fluten des künstlich angelegten Sees im Hyde Park stürzen. Mit außergewöhnlichen Luftaufnahmen und Alltagsbegegnungen eröffnet die Dokumentation einen einzigartigen Blick auf den Hyde Park im Wandel der Jahreszeiten. Sie sind die Oasen unserer Metropolen: die großen Stadtparks. In ihnen vereinen sich Natur, Kultur und Lebensart eines Landes. Die Reihe porträtiert einige ihrer bekanntesten in Paris, München, London, Stockholm und Rom. Im Wandel der Jahreszeiten, zu Wasser, zu Lande und aus der Luft, unternimmt die Reihe "Europas schönste Parks" einen Spaziergang ins urbane Grün und entdeckt europäische Millionen-Metropolen neu.


16:20 Schlösserwelten Europas (40 Min.) (HDTV) (VPS: 16:15)
Im Süden Englands
Film von: Gero von Boehm
(Erstsendung 27.3.2013)

Die Isle of Wight ist der Südküste vorgelagert. Dort liegt der ehemalige Landsitz von Queen Victoria: Osborne House. Nahe Wroxall stehen die Gemäuer von Appuldurcombe House. Die Reihe erkundet auf den Spuren des europäischen Adels das Loire-Tal in Frankreich, Baden – Württemberg, Südengland, das italienische Piemont und die Schlösser um Lissabon in Portugal. Teil drei führt nach England. In der Grafschaft Oxfordshire thront Blenheim Palace. Königin Anne schenkte den Palast dem Ersten Herzog von Marlborough, ihrem wichtigsten Kriegsherren. Blenheim ist der größte Palast, der nicht in königlicher Hand ist. Wenige Kilometer entfernt liegt die Stadt Oxford, die gemeinsam mit Cambridge die wichtigsten Universitätsstädte Englands sind. Waddesdon Manor ist Zeuge einer tragischen Geschichte: Baron Ferdinand von Rothschild verlor dort seine Frau und sein Kind bei dessen Geburt. Unter Elisabeth I. erlebte England eine einzigartige Blütezeit. Der mächtigste Staatsmann an ihrer Seite war William Cecil, der Erbauer von Burghley House.


17:00 Miss Pettigrews großer Tag (90 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
(Miss Pettigrew Lives for a Day)
Spielfilm Großbritannien / USA, 2008

Rollen und Darsteller:
Miss Guinevere Pettigrew – Frances McDormand
Delysia Lafoffe – Amy Adams
Michael – Lee Pace
Joe – Ciarán Hinds
Edythe – Shirley Henderson

Regie: Bharat Nalluri
Roman: Winifred Watson

Niemand will der Gouvernante Guinevere Pettigrew im London der späten 1930er-Jahre einen Job geben. Mit einem Trick erschwindelt sie sich eine Stelle bei der Nachtklubsängerin Delysia Lafosse. Miss Pettigrew ist zunächst empört über den Lebenswandel ihrer neuen Arbeitgeberin. Doch sie findet einen Kompromiss zwischen ihren streng religiösen Maßstäben und dem moralisch verwerflichen Pragmatismus ihrer Patronin. Das Ergebnis erstaunt alle. London, 1938: Der drohende Weltkrieg ist in aller Munde, doch Miss Guinevere Pettigrew plagen andere Sorgen. Die unangepasste Gouvernante, wieder einmal ohne Job, irrt hungrig und frierend durch die winterlichen Straßen. Mit dem Mut der Verzweiflung erschwindelt sie sich eine Anstellung als Privatsekretärin bei der jungen Lebedame Delysia Lafosse. Diese, ebenso reizvoll wie chaotisch, lässt sich von dem reichen Nachtklub-Besitzer Nick aushalten, in dessen üppig eingerichtetem Apartment sie wohnt. Das Bett teilt sie auch mit dem Theaterproduzenten Phil, der ihr die Hauptrolle in seinem neuen Musical versprochen hat. Ihr Herz schlägt allerdings für den bettelarmen Barpianisten Michael. Miss Pettigrew, die von ihrem Vater streng religiös erzogen wurde und ein altjüngferliches Dasein führt, ist zunächst schockiert vom Lotterleben ihrer neuen Arbeitgeberin. Doch deren liebenswürdige Art lässt ihre Tugendhaftigkeit schnell aufweichen. Pragmatismus und Solidarität unter Frauen sind wichtiger als moralische Integrität, befindet sie. Mit diplomatischem Gespür, gesundem Menschenverstand und taktischem Talent rettet Miss Pettigrew das Starlet aus einigen brenzligen Situationen. Im Gegenzug verwandelt Miss Lafosse die mausgraue Gouvernante mit Schminke und schönen Kleidern in eine schillernde Dame der Gesellschaft, die daraufhin einige Neigungen an sich entdeckt, von denen sie bislang nichts geahnt hatte. Die Britin Winifred Watson schrieb in ihrem Leben nur sechs Romane. Einer davon, der in Deutschland unter dem Titel "Miss Pettigrews großer Tag" erschien, avancierte in den 1930er-Jahren zum Bestseller. Der indischstämmige Regisseur Bharat Nalluri inszenierte dieses Aschenputtel-Märchen als Mischung aus "Mary Poppins" und "Cotton Club". Die opulente Ausstattung versetzt den Zuschauer zurück ins Swinging London am Vorabend des Zweiten Weltkriegs: Das ausgelassene Leben mit Cocktailpartys, Modeschauen und Nachtklubs bildet den Kontrast zur Armut auf der Straße. Gespür beweist der Regisseur für das Timing der herrlichen Dialoge – und seine beiden Frauenfiguren, die mit List und Tücke den Männern einen (Lid-)Strich durch die Rechnung machen. Amy Adams, in "Catch Me If You Can" noch die naive Geliebte, spielt die aufgedrehte Sängerin sprudelnd wie Champagner; Oscar-Preisträgerin Frances McDormand als anfangs zugeknöpfte Miss Pettigrew ist einfach großartig.


18:30 SCHWEIZWEIT (30 Min.)
Seidenträume aus der Schweiz – Kleine Raupe – großer Luxus
Film von: Béatrice Mohr
Erstausstrahlung

Seit über 100 Jahren gibt es keine Seidenproduktion mehr in der Schweiz. Jetzt lässt der Wagemut eines Berner Landwirtes die Seidenraupenzucht wiederaufleben. Weitere Bauern ziehen mit. Heute haben etwa 20 Schweizer Bauern Maulbeerbäume angepflanzt und züchten Seidenraupen, um Rohseide zu gewinnen. Das edle Endprodukt ermöglicht ihnen einen willkommenen Zusatzverdienst, ohne den viele ihren angestammten Beruf und ihren Hof aufgeben müssten. Die Schweiz hat eine jahrhundertealte Tradition in der Seidenherstellung. Selbst Seidenraupen wurden gezüchtet, dies vor allem im Tessin. Die Seidenproduktion und Verarbeitung erreichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Danach verlagerte sich der Schwerpunkt von der Verarbeitung hin zum Handel. Gut 100 Jahre später wurde nun diese beinahe vergessene Tradition vom Schweizer Ethnologen, Textilingenieur und Landwirt Ueli Ramseier neu erweckt und ist auf ein positives Echo gestoßen.


19:00 heute (10 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


NZZ Format
19:10 Ruanda – Land in Frauenhand (30 Min.)
Film von: Katharina Deuber
(Erstsendung 6.4.2017)

In Ruanda sitzen mehr Frauen im Parlament als in jedem anderen Land der Welt. So positiv die Tatsache ist, so traurig ist die Ursache, die mehr als 20 Jahre zurückliegt. Der Völkermord an der Volksgruppe der Tutsi und der moderaten Hutu hat 1994 fast eine Million Menschen das Leben gekostet, die meisten davon waren Männer. Zurück blieb ein zerstörtes Land, das von Witwen und Töchtern wiederaufgebaut werden musste. Es war der Beginn eines tiefgreifenden Wandels, denn heute ist Ruanda eines der sichersten und saubersten Länder Afrikas. Die jungen, meist gut ausgebildeten Frauen in der Hauptstadt Kigali machen vor, wie man mit innovativen Ideen und langfristigem Denken weiterkommt. Ob Modedesignerin, Videoproduzentin oder Möbelschreinerin: Mehr als die Hälfte der kleinen und mittelgroßen Betriebe sind heute in Frauenhand. Ein kleiner Staat im Herzen Afrikas wird somit zum Sinnbild für Frauenpower.


19:40 Schätze der Welt – Erbe der Menschheit (20 Min.)
Safranbolu, Türkei – Eine Zeitreise zur anatolischen Seidenstraße
Film von: Martin Thoma
(Erstsendung 24.10.2010)

Safran, die kostbare Blume und das Gewürz der Liebe, gab ihr einst den Namen: Fast 700 Jahre lang war die Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Knapp 200 Kilometer nördlich der heutigen türkischen Hauptstadt Ankara gelegen, galt Safranbolu den Osmanen schon früh als "Hintergarten des Topkapi-Serail", des Herrscherpalastes am Bosporus. Seine Bewohner – Türken, Griechen und Juden – waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Viele arbeiteten am Sultanshof in Istanbul, manche stiegen gar in hohe Regierungsämter auf und schafften es wie der legendäre Izzet Mehmet Pascha zum Großwesir des Osmanischen Reiches. Das brachte Wohlstand und die nötigen Mittel für prächtige Stadtvillen. Zwei Großwesire stifteten Moscheen, sorgten für Infrastruktur, Stadtplanung und mit dem Bau des ersten Uhrenturmes im Osmanischen Reich auch für die Einkehr einer neuen Zeitrechnung. Die Segnungen der Moderne, breite Ausfallstraßen, große Geschäftsgebäude und Industriekomplexe, erreichten die kleine Stadt nie. Sie wurde schlicht vergessen. Doch dann realisierte man, dass dadurch ein einzigartiges Juwel ursprünglicher anatolischer Stadtkultur konserviert wurde. Seit 1994 wird das urbane Schmuckstück als Weltkulturerbe der UNESCO geschützt. Ein spätes Glück, das Safranbolu ein zweites Leben als "Echo des orientalischen Mittelalters" inmitten der Türkischen Moderne bescherte.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Pufpaffs Happy Hour (45 Min.)
Die Kabarett-Show mit Sebastian Pufpaff und Gästen
Berliner Kulturbrauerei, Mai 2018
Erstausstrahlung

Bissige Satire und gehobener Unfug mit Sebastian Pufpaff und Gästen: Pufpaffs "Happy Hour" in der Berliner Kulturbrauerei ist eine geballte Ladung Kabarett und Comedy, Musik und Poetry Slam.


21:00 Die Anstalt (50 Min.)
Politik allgemein
(Erstsendung 22.5.2018)

Regie: Frank Hof

Wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Schärfe: Max Uthoff und Claus von Wagner klären über die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der "Anstalt". Gemeinsam mit ihren Gästen Hazel Brugger, Horst Evers und Chin Meyer wollen sie "Stimme sein für Ungehörtes und Unerhörtes".


21:50 Miss Sixty (90 Min.) (HDTV, AD, Dolby Surround)
Spielfilm Deutschland, 2014

Rollen und Darsteller:
Luise Jansen – Iris Berben
Frans Winther – Edgar Selge
Doris Jansen – Carmen-Maja Antoni
Max Winther – Björn von der Wellen
Romy von Cramm – Jördis Richter

Regie: Sigrid Hoerner

Luise Jansen wird 60, doch ein Grund zum Feiern ist das für sie nicht. Eben noch genoss die renommierte Molekularbiologin ein hohes fachliches – wenn auch nicht charakterliches - Ansehen. Jetzt steht sie plötzlich ohne Job da. Kollegialität war zwar nie ihre Stärke, doch die Art, wie sie ihr Chef und Ex-Geliebter Bernhard abserviert und in Frühpension schickt, das ist für die gekränkte Best-Agerin schon ein starkes Stück. Nun steht sie ohne Lebensinhalt da und weiß nicht, wohin. Zuerst einmal ins Krankenhaus, wie sich herausstellt: Denn der Galerist Frans Winther, auch nicht mehr der Allerfrischeste, aber zwanghaft auf jugendlich getrimmt, erleidet nach wildem Sex mit seiner Assistentin Romy beim Joggen im Park einen Hexenschuss. Was für ein Glück, dass Luise zufällig vorbeikommt und den Leidenden in die nächste Notaufnahme befördert. Allerdings nicht, ohne bemerkt zu haben, mit welch einem uncharmanten Zeitgenossen sie es hier offensichtlich zu tun hat. Während sie in der Folgezeit zu Hause mit Mutter Doris die Abende vor dem Fernseher totschlägt und einen künftigen Lebensplan schmiedet, gibt Frans sein Imponiergehabe bei Romy nicht auf, und sei es mit einem neuen Toupet. Sein Sohn, der Journalist Max, nutzt des Vaters peinliches Gebalze derweil für eine Artikelserie über ältere Menschen. Und auch Luise hat sich in der Zwischenzeit zu einer sehr ungewöhnlichen, aber elementaren Aktion durchgerungen: Sie möchte das in ihrem bisherigen Leben Versäumte nachholen, sie will ein eigenes Kind – Hollywoodstars in ihrem Alter können das schließlich auch. Zwar stößt sie in ihrem direkten Umfeld zunächst auf herzlich wenig Verständnis, doch der Entschluss steht fest. Beim Googeln in der Internet-Samenspender-Datei findet sich auch bald ein geeigneter Kandidat: Es ist Max. Luise weiß nicht, dass es sich dabei ausgerechnet um den Sohn von Frans handelt. Eigentlich wollte sie diesen charakterlosen, alternden Dandy ja nie mehr wiedersehen. Doch wie das Schicksal manchmal so spielt: In der Zwischenzeit ist man sich nicht nur nähergekommen. Luise und Frans haben sich tatsächlich ineinander verliebt.

Witz und Weisheit, Verstand und Gefühl, Leicht – und Tiefsinn: "Miss Sixty" vereint diese Elemente zu einer ebenso munteren wie erhebenden Wohlfühl-Komödie, hinter deren frecher Pointen-Parade eine durchaus ernste Thematik steckt: Eine Frau in bestem Alter, frühzeitig aufs Abstellgleis geschoben, will es noch einmal wissen: Sie bricht mit einem Tabu, nutzt die Möglichkeiten der modernen Medizin, um ihr privates Glück zu finden. Wer wäre für diese Rolle besser geeignet als Iris Berben, die es wie kaum eine andere geschafft hat, im deutschen Film auf überzeugende, authentische Weise gegen das Diktat des Jugendwahns anzuspielen? Mit ihrem ebenbürtigen Film-Partner Edgar Selge spielt sie sich hier so gekonnt die Bälle zu, dass es eine Freude ist.


23:20 Polizeiruf 110 (90 Min.) (4:3, mono, UT)
Im Kreis
Fernsehfilm Deutsche Demokratische Republik, 1987

Rollen und Darsteller:
Hauptmann Fuchs – Peter Borgelt
Oberleutnant Reger – Klaus Gendries
Ingmar Lesser – Hans Teuscher
Hanna Baugross – Marianne Wünscher
Petra Lesser – Diana Gaede

Regie: Peter Vogel
Drehbuch: Peter Vogel, Fred Unger

Eine Einbruchsserie beschäftigt die Kriminalpolizei. Jedesmal haben die Diebe eine hochwertige Alarmanlage überlistet. Die Anlagen waren immer vom Monteur Ingmar Lesser eingebaut worden. Im Haus von Ingmar Lesser findet die die Polizei einen Großteil des Diebesgutes. Lesser hat für keinen der Einbrüche ein Alibi. Alle Indizien sprechen gegen ihn, er wird festgenommen. Aber seine Frau hat einen anderen Verdacht. Sie vermutet, dass ein ganz anderer hinter den Verbrechen steckt. Jemand, der Lesser und seine Arbeit sehr gut kennt.


00:50 Accident – Mörderische Unfälle (80 Min.) (HDTV, Dolby Surround)
(Yi ngoi)
Spielfilm Hongkong, 2009

Rollen und Darsteller:
Ho Kwok-Fai/The Brain – Louis Koo
Chan Fong-Chow – Richie Ren
Onkel – Shui-Fan Fung
Frau – Michelle Ye
Fatty – Suet Lam

Regie: Pou-Soi Cheang

"Das Gehirn" Ho Kwok-Fai ist ein Meister des kreativen Mordens: Die Opfer sterben scheinbar ohne äußere Einwirkung. Niemand schöpft Verdacht. Doch dann wendet sich plötzlich das Blatt. Als ein Mitglied seiner Bande ausgerechnet durch einen solchen "Zufall" umkommt, schrillen bei Ho die Alarmglocken. Die vermischten Meldungen berichten immer wieder von absurd-tragischen Unfällen. So mancher Spaziergänger wird von einem Ast erschlagen, schon ein herabfallender Blumentopf kann tödlich sein. Niemand denkt sich dabei etwas Böses, und genau das ist der Trick von Ho Kwok-Fai, genannt "Das Gehirn". Der raffinierte Auftragskiller hilft dem "Zufall" auf die Sprünge und verrichtet seine Arbeit völlig unbemerkt. Komplexe Kettenreaktionen, mit Akribie und Hingabe konstruiert, führen scheinbar ohne äußere Einwirkung zu tragischen Unfällen: Die Zielpersonen sterben jeweils durch eine groteske Aneinanderreihung unglücklicher Begebenheiten. Ho und seine Komplizen sind Meister dieses kreativen Mordens, doch in letzter Zeit haben sich Nachlässigkeiten eingeschlichen. Besonders Hos Onkel, ältestes Mitglied der Gang, leidet an Gedächtnisstörungen, wird zerstreuter und begeht leichtsinnige Fehler. Es kommt, wie es kommen muss: Während das Team einen schwierigen Auftrag ausführt, bei dem ein Rollstuhlfahrer unter Strom gesetzt wird, tötet ein Linienbus das Gang-Mitglied Fatty. Anscheinend verlor der Fahrer die Kontrolle – doch an solche Zufälle mag Ho nicht glauben, zumal an diesem Tag auch noch in seine Wohnung eingebrochen wird. Misstrauisch observiert er seinen letzten Auftraggeber und kommt dem Versicherungsvertreter Chan auf die Spur. Ist der etwa der Drahtzieher eines gegen ihn gerichteten Komplotts? Ho wird immer nervöser, und auch die Team-Mitglieder verhalten sich zunehmend verdächtig. Hongkong-Kino vom Feinsten.


02:10 Gangs of Taipeh – Monga (130 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
(Báng-Kah)
Spielfilm Republik China, 2010

Rollen und Darsteller:
Monk – Ching-Tien Juan
Mosquito/Yi-Mong Chou – Mark Chao
Boss Geta – Ju-Lung Ma
Ning – Chia-Yen Ko
Wim-Kian – Jason Wang
Dragon Lee – Rhydian Vaughan

Regie: Chen-Zer Niu

Nach einem Schulwechsel schließt sich der Einzelgänger Mosquito, der oft gehänselt wird, der Streetgang von Dragon Lee an, dem Sohn des Rotlicht-Paten von Taipeh. Bald gibt es kein Zurück mehr. Im Schutz der Bande blüht Mosquito zunächst auf. Er träumt von einem gemeinsamen Leben mit der Hure Ning. Doch die chinesische Mafia beansprucht die Kontrolle über das Viertel für sich. Mosquito und seine Gang geraten in eine Spirale der Gewalt. Gleich am ersten Schultag in Monga, einem alten Vergnügungsviertel von Taipeh, wird dem 17-jährigen Mosquito schmerzlich bewusst, dass hier das Recht des Stärkeren gilt. Mit dem Mut der Verzweiflung setzt er sich gegen eine Übermacht brutaler Rüpel zur Wehr, die von ihm Schutzgeld erpressen wollen. Der Neue stellt sich dabei geschickt an und gewinnt die Anerkennung von Dragon Lee, dem Sohn des hiesigen Unterweltbosses. Zum ersten Mal hat der vaterlos aufgewachsene Teenager Freunde, die sich für ihn einsetzen. Gemeinsam mit Dragon Lee und dessen Gang macht er nun die Straßen unsicher. Beim obligatorischen Bordellbesuch verliebt er sich in die schöne Prostituierte Ning, die von den anderen wegen einem blauen Auge gemieden wird. Schneller als ihm lieb ist, lernt Mosquito auch den blutigen Alltag des Bandenwesens kennen. Von nun an gibt es kein Zurück mehr, zu tief steckt er in der rigiden Organisation alteingesessener Clans, die seit Generationen die Stadt unter sich aufgeteilt haben. Deren fest gefügte Ordnung steht Anfang der 1980er-Jahre vor dem Umbruch. Chinesen vom Festland unterwandern das Geschäft, und dabei setzen sie Feuerwaffen ein, die in der archaischen Unterwelt von Taipeh verpönt sind. Ausgerechnet Mosquitos bester Freund Monk lässt sich von der Gegenseite anwerben. Als sich herausstellt, dass deren Anführer Grey Wolf Mosquitos Vater ist, nimmt das Drama seinen Lauf.


04:20 Brand (100 Min.) (HDTV, AD, Dolby Surround, UT)
Spielfilm Deutschland / Österreich, 2011

Rollen und Darsteller:
Brand – Josef Bierbichler
Angela Caymaz – Angela Gregovic
Martha – Erika Deutinger
Celik Caymaz – Denis Moschitto
Viktor Altenberg – Karlheinz Hackl

Regie: Thomas Roth

Der Schriftsteller Brand hat seit der Krebsdiagnose seiner Frau eine Schreibblockade. Mit seinem Fotoapparat dokumentiert er im Krankenhaus ihr Sterben. Dann verliebt er sich unerwartet. Denn ihm läuft die junge Krankenschwester Angela vor die Linse, mit der er schon bald im Bett landet. Als Angelas eifersüchtiger Mann, ein türkischstämmiger Kriminalkommissar, den beiden auf die Spur kommt, wird Brand in die Enge getrieben. Seit der Krebserkrankung seiner Frau Martha hat der gefeierte Schriftsteller Brand keine Zeile mehr zu Papier gebracht. Der Ruhm des berühmten Autors verblasst allmählich. Während er den Sterbeprozess seiner Gattin in einem Fototagebuch dokumentiert, wird ihm der Blick durch den Sucher seiner Kamera zur Obsession. Beim Sortieren seiner Fotos wird er auf Angela aufmerksam, die junge Pflegerin seiner Frau. Der Schriftsteller lässt sich auf eine Affäre mit der attraktiven Krankenschwester ein, doch ihr eifersüchtiger Ehemann Caymaz bekommt Wind von der Sache und droht dem Nebenbuhler. Der aufgeblasene deutsch-türkische Kriminalkommissar ist in Brands Augen zunächst nur eine Witzfigur, doch schon bald bekommt er am eigenen Leib zu spüren, dass mit dem hitzköpfigen Beamten nicht zu spaßen ist. Geldprobleme, die der bankrotte Autor mit einem fingierten Immobiliengeschäft auszubügeln versucht, bringen ihn in immer größere Schwierigkeiten. Unbekannte rauben ihn aus und schneiden ihm ein Ohr ab. Angelas Mann zieht offenbar die Fäden, doch niemand kann ihm etwas nachweisen. Auf Schritt und Tritt wähnt Brand sich verfolgt. Mit dem Tod seiner Frau ist er in seiner privaten Hölle angekommen – aus der es nur noch einen Ausweg zu geben scheint.


06:00 – 06:05 3satTextVision (5 Min.)

 

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Montag, 28. Mai 2018


06:05 Portugals Pracht (15 Min.)
Azulejos, Quintas und Paläste
Film von: Kerstin Woldt
(Erstsendung 5.3.2009)

Wer durch Portugal reist, entdeckt sie überall: Azulejos, dekorative Fliesen in allen Variationen und Farben. Sie schmücken nicht nur Kirchen, Klöster und Paläste. Sie finden sich auch auf ganz normalen Hausfassaden, Bahnhöfen, Parkbänken, Straßenschildern, Markt – und Sporthallen, Kneipen und Geschäften. Das ist auf der Welt einzigartig. Die spektakulärsten Azulejo-Kunstwerke in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind der Palácio dos Marqueses de Fronteira, der einzigartige Barockgarten Quinta dos Azulejos, heute ein Schulhof, und der Palácio Belmonte in der Altstadt Alfama, in dem Wim Wenders einen Teil von "Lisbon Story" gedreht hat und der heute als exklusives Hotel genutzt wird.


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 25.5.2018)

Moderation: Cécile Schortmann

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 25.5.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 25.5.2018)

Moderation: Cécile Schortmann

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 25.5.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


10:15 Riverboat (120 Min.) (UT)
(Erstsendung 18.5.2018)

Moderation: Stephanie Stumph, Jörg Pilawa

"Riverboat" ist eine schnelle, lockere Unterhaltungs-Talkshow mit prominenten Gästen. Die Sendung bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Biografien, Geschichten und Neuigkeiten, aktuellen Anlässen, brisanten Begebenheiten, spektakulären Ereignissen und viel Humor.


12:15 sonntags (30 Min.) (UT)
Verliebt, verlobt, verpartnert
(Erstsendung 27.5.2018)

Moderation: Andrea Ballschuh

Seit 2013 steigt die Zahl der Eheschließungen. Doch eine Ehe dauert bis zur Scheidung durchschnittlich nur 15 Jahre. Warum ist das so? Worin besteht das Geheimnis einer langen Ehe? "sonntags" will wissen, warum Ehen, die länger als 50 Jahre andauern, immer seltener werden. Warum ist immer häufiger von einer Generation "beziehungsunfähig" die Rede? Kann die Eheschließung tatsächlich noch als Garantie für eine glückliche Beziehung dienen?


12:45 Schätze der Welt – Erbe der Menschheit (15 Min.)
Safranbolu, Türkei – Eine Zeitreise zur anatolischen Seidenstraße
Film von: Martin Thoma
(Erstsendung 24.10.2010)

Safran, die kostbare Blume und das Gewürz der Liebe, gab ihr einst den Namen: Fast 700 Jahre lang war die Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Knapp 200 Kilometer nördlich der heutigen türkischen Hauptstadt Ankara gelegen, galt Safranbolu den Osmanen schon früh als "Hintergarten des Topkapi-Serail", des Herrscherpalastes am Bosporus. Seine Bewohner – Türken, Griechen und Juden – waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Viele arbeiteten am Sultanshof in Istanbul, manche stiegen gar in hohe Regierungsämter auf und schafften es wie der legendäre Izzet Mehmet Pascha zum Großwesir des Osmanischen Reiches. Das brachte Wohlstand und die nötigen Mittel für prächtige Stadtvillen. Zwei Großwesire stifteten Moscheen, sorgten für Infrastruktur, Stadtplanung und mit dem Bau des ersten Uhrenturmes im Osmanischen Reich auch für die Einkehr einer neuen Zeitrechnung. Die Segnungen der Moderne, breite Ausfallstraßen, große Geschäftsgebäude und Industriekomplexe, erreichten die kleine Stadt nie. Sie wurde schlicht vergessen. Doch dann realisierte man, dass dadurch ein einzigartiges Juwel ursprünglicher anatolischer Stadtkultur konserviert wurde. Seit 1994 wird das urbane Schmuckstück als Weltkulturerbe der UNESCO geschützt. Ein spätes Glück, das Safranbolu ein zweites Leben als "Echo des orientalischen Mittelalters" inmitten der Türkischen Moderne bescherte.


13:00 ZIB (20 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


Terra X
13:20 Abenteuer Sibirien (45 Min.) (HDTV, UT)
Vorstoß ins Unbekannte
Folge 1 von 2
Film von: Christel van den Bogaard
(Erstsendung 30.12.2012)

Riesige Rohstoffvorkommen, unberührte Natur, eine einzigartige Tierwelt und uralte Kulturen: Sibirien. Es waren Deutsche, die sich dort im 18. Jahrhundert als erste Siedler niederließen. Die zweiteilige Dokumentation "Abenteuer Sibirien" verknüpft die deutsche Historie Sibiriens mit der faszinierenden Gegenwart des Landes. Teil eins begleitet deutsche Wissenschaftler auf ihren Entdeckungsreisen. Auf Kamtschatka, einer der aktivsten Erdbebenzonen der Erde, erforscht Christel van den Bogaard mit ihrem Team die Mechanismen der Erdplatten-Tektonik. Sie versucht herauszufinden, welchem Rhythmus die Erdbeben und Vulkanausbrüche folgen und wie stark sie unser Klima beeinflussen. Der Film folgt auch dem Ethnologen Florian Stammler auf die arktische Halbinsel Jamal, unter der das größte Erdgasfeld der Erde liegt. Der Wissenschaftler lebt mehrere Wochen im Jahr bei dem Volk der Nenzen. Die Rentierzüchter, ein indigenes Volk mit etwa 41 000 Angehörigen, ziehen das ganze Jahr mit ihren Tieren durch die Eiswüste und müssen sich trotz ihres traditionellen Alltags mit den Öl – und Gasmultis arrangieren. Umweltexperten und Russlandkenner wie Markus Radday versuchen in einem schier aussichtslosen Kampf, die einzigartige Tier – und Pflanzenwelt Sibiriens vor dem Raubbau der Rohstoffindustrie zu retten. Raddays besonderes Augenmerk gilt so seltenen Tieren wie Baikalrobben und Sibirischen Tigern. Alle deutschen Forscher von heute wandeln auf den Spuren von Georg Wilhelm Steller. Mitte des 18. Jahrhunderts durchquerte der deutsche Wissenschaftspionier das riesige Land im Auftrag des Zaren. Anderthalb Jahre lang reiste Autor Kay Siering mit Kameramann Jürgen Heck und Assistent Yannick Schmeil immer wieder nach Sibirien. Insgesamt verbrachte das Team mehr als elf Wochen in der russischen Einsamkeit. Temperaturen zwischen minus 40 Grad und plus 35 Grad Celsius stellten Filmemacher und Equipment immer wieder vor enorme Herausforderungen.


Terra X
14:05 Abenteuer Sibirien (45 Min.) (HDTV, UT)
Aufbruch der Glücksritter
Folge 2 von 2
Film von: Christel van den Bogaard
(Erstsendung 6.1.2013)

Der zweite Teil der Dokumentation begleitet deutsche Glücksritter, die es geschafft haben, ihren persönlichen Traum in Sibirien zu verwirklichen. In der westsibirischen Tiefebene hat es Landwirt Stefan Dürr zu einem der wichtigsten Milchbauern Russlands gebracht. Als Praktikant kam er vor 23 Jahren nach Russland, heute beschäftigt er 2500 Angestellte, bewirtschaftet 150 000 Hektar Land. Ein Glücksritter ganz anderer Art ist Thomas Sand. Mitten in der schier unendlichen Taiga bohrt der deutsche Experte nach Erdöl – auch im Winter bei minus 40 Grad Celsius. Das Leben zwischen Bohrturm und Containern erfordert viel Disziplin. Aber Thomas Sand gefällt der Gedanke, dass "sein" Öl und Gas auch deutsche Autos fahren lässt und Wohnungen heizt. Weit im Osten zwischen Beringsee und chinesischer Grenze betreut ein Pastor aus Deutschland die flächenmäßig größte Kirchengemeinde der Welt. 1992 kam der Hamburger zu einem Studienaufenthalt nach Wladiwostok. Seine erste Aufgabe war es, die Lutheraner in der Stadt zu finden, die wegen ihres Glaubens im Untergrund lebten. Die modernen Glücksritter setzen das fort, was Siedler aus Deutschland einst begonnen haben. Einer von ihnen war Adolph Dattan. Der deutsche Kaufmann kam in jungen Jahren mittellos nach Sibirien und wurde schließlich erfolgreicher Geschäftsführer der ersten Kaufhauskette "Kunst & Albers" in Wladiwostok. Die Waren kamen größtenteils aus Hamburg, bis zu 130 Tage dauerte die Schifffahrt von Europa bis nach Sibirien. Dattans Erfolgsgeschichte endete mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges.


14:50 Auf der Suche nach dem alten Russland (40 Min.) (HDTV)
St. Petersburg, das Vermächtnis der Zaren
Film von: Heike Nikolaus
(Erstsendung 17.2.2014)

In atemberaubenden Luftbildern zeigt die Reihe die Städte des vergangenen Zarenreiches. Ein visuelles Fest zu Ehren einer Lebensweise, die noch stark von den Jahreszeiten geprägt ist. Der Film führt ins winterliche St. Petersburg. Nirgendwo sonst lässt sich der Glanz des russischen Zarenreiches besser bestaunen als dort – gerade in den dunklen Monaten, wenn die selbstbewussten St. Petersburger fröhlich der Kälte trotzen. Wer könnte besser darüber berichten als Kapitän Alexey Krilov, der täglich mit seinem Eisbrecher gegen die zugefrorene Newa kämpft. Oder das junge Sportlerpaar Kamilla und Iwan, das auf dem Eis für die Olympische Goldmedaille trainiert. Den Uhrmacher Mihail Gurjev begleitet die Kamera hingegen in die wohlig warmen und pompösen Innenräume der Eremitage, in denen er über 3000 Uhren am Laufen halten muss.


ZDF-History
15:30 Russlands Krone (45 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 25.3.2018)

Sie herrschen über 300 Jahre lang über das größte Land der Erde: Russlands Zaren. Ihr Reichtum ist legendär, ihr Machthunger grenzenlos, ihr Ende grausam. "ZDF-History" folgt den großen Gestalten der russischen Krone – von Iwan dem Schrecklichen, Katharina der Großen bis Nikolaus II. – und erzählt Schlüsselmomente ihres Lebens. Aktuelle Bezüge verdeutlichen das Vermächtnis der Zaren und Zarinnen im heutigen Russland. Der Film blickt auf die faszinierende Geschichte der russischen Monarchen: auf ihre glanzvollen Momente, ihre hinterlistigen Machtspiele und ihre großen Tragödien. Wie haben sie Russland seit dem Mittelalter geformt? Und warum ging das Reich der Zaren unter? Iwan der Schreckliche ist der erste Zar Russlands: Getrieben von krankhaftem Verfolgungswahn, verbreitet er Angst und Schrecken in seinem Reich. Mit der Eroberung Sibiriens legt Iwan das Fundament des russischen Imperiums. Peter der Große öffnet das Fenster zum Westen und etabliert Russland im Kreis der europäischen Mächte. Katharina die Große – die Deutsche auf dem Zarenthron – putscht sich an die Macht. Ihr gelingt es, dem Imperium eine Verwaltung zu geben. Tausende Deutsche folgen ihrem Aufruf, als Siedler an die Wolga zu kommen. Die Aufhebung der Leibeigenschaft gelingt erst Zar Alexander II. Doch an der Aufgabe, sein Imperium zu modernisieren, ist er tragisch gescheitert. Sein Enkel Nikolaus II. herrscht als letzter Zar über Russland. Der Erste Weltkrieg, soziale Spannungen und Hungersnöte entfachen eine Revolution, die im Februar 1917 die Zarenherrschaft brutal hinwegfegt. Nach jahrzehntelanger Verdrängung entdeckt Russland heute sein imperiales Erbe wieder neu. Wladimir Putin knüpft an Macht und Größe des Zarenreichs wieder an. Dafür nutzt der Staatschef die Symbolkraft der imperialen Vergangenheit.


ZDF-History
16:15 Stalin – Der rote Zar (45 Min.) (VPS: 17:00)
(Erstsendung 3.9.2017)

Josef Stalin gehört zu den schlimmsten Verbrechern der Geschichte, seine Gewaltherrschaft fordert Millionen Opfer. Doch wie wurde aus dem jungen Revolutionär ein gefürchteter Diktator? "ZDF-History" zeigt den Aufstieg von Josef Stalin zur absoluten Macht: vom Revolutionär zum Tyrannen, vom Gejagten zum Jäger. Kaum eine Familie in der Sowjetunion bleibt von Stalins Terror verschont. Trotzdem verehren ihn viele Russen bis heute. In der Dokumentation berichten Weggefährten und Zeitzeugen von Stalins wachsendem Verfolgungswahn und vom alltäglichen Wahnsinn seiner Terrorherrschaft. Zu Stalins Werkzeugen der Macht gehören Säuberungen, Deportationen und das Straflagersystem Gulag, in dem Millionen umkommen. Heute jedoch sieht jeder zweite Russe Stalins Herrschaft positiv: Er habe Russland zur Weltmacht geführt.


ZDF-History
17:00 Stalins Tochter (45 Min.) (HDTV) (VPS: 16:59)
(Erstsendung 4.10.2015)


ZDF-History
17:45 Von Peter bis Putin – Russlands starke Männer und eine Frau (45 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 22.1.2017)

Sie werden verehrt und gefürchtet, sie haben das Land vom Mittelalter in die Moderne geführt und aus einem rückständigen Agrarstaat eine Weltmacht geformt: Russlands Herrscher. Von Peter dem Großen über Zarin Katharina bis hin zu Josef Stalin und Wladimir Putin zeigt "ZDF-History" die Biografien der Herrscher im Kreml. Was fasziniert die Russen an ihren oft brutalen und despotischen Gebietern? Auffallend ist, dass die herausragenden Machthaber oft brutale Despoten waren, die von der eigenen Bevölkerung einen enormen Blutzoll forderten. Trotzdem wurden und werden sie verehrt. Fast scheint es, als müsse man Russland mit harter Hand regieren, um geliebt zu werden. Wer hingegen Schwäche zeigt, wird weggefegt. Bis heute hat sich daran scheinbar nichts geändert. Viele sagen, wer Russland regiert, muss stark sein und in anderen Dimensionen denken und handeln, als sie dem Westen vertraut sind. Anhand der Biografien seiner großen Herrscher erzählt dieser Film die spannende Geschichte, wie die Zaren und ihre Nachfolger ihr Reich zur Supermacht formten, wie es wieder zerbrach und wo es heute steht. Dabei zieht der Film eine persönliche Bilanz der jeweiligen Regenten und geht mithilfe von Experten der Frage nach, was Peter der Große, Stalin oder Putin gemeinsam haben und was sie von anderen Vertretern ihrer Berufsgruppe unterscheidet, dass sie bis heute so sehr verehrt werden.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Wo die Zitronen blüh'n – Eine süßsaure Reise von den Alpen bis Sizilien (45 Min.) (HDTV) (VPS: 20:14)
Dokumentation von: Björn Kölz, Gernot Stadler
(Erstsendung 14.8.2017)


Universum
21:00 Wildes Venedig (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT) (VPS: 20:59)
Dokumentation von: Klaus T. Steindl
(Erstsendung 16.12.2014)


Universum
21:45 Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT) (VPS: 21:44)
(Erstsendung 29.12.2015)

von: Kurt Mayer, Judith Doppler


Dokumentarfilmzeit
22:30 Z'Bärg (80 Min.)
Dokumentarfilm von: Julia Tal
Schweiz, 2015
Erstausstrahlung

Sarah, 27, und Sämi, 32, erfüllen sich einen lang gehegten Traum: Sie verbringen einen Sommer als Alppersonal im Berner Oberland, begleitet nur von Kühen, Ziegen, Schweinen und Hühnern. Aber das Abenteuer beginnt schon bald, an ihren Nerven zu zerren: Sture Rindviecher, Schimmel am Käse und andauernder Schlafmangel – das sind nur einige der Probleme, mit denen sich das Paar herumschlagen muss. Erschöpfung und Streit gehören genauso zum Alltag wie das Baden im kalten Bergbach und die wunderschöne Aussicht aufs Simmental.


37 Grad
23:50 k.o. getropft (30 Min.) (AD, UT) (VPS: 23:55)
Leben nach dem Filmriss
Film von: Annette Heinrich
(Erstsendung 15.5.2018)

"Ein Junge hat einen Drink ausgegeben Wir haben getanzt, und dann wird es dunkel mit meinen Erinnerungen. Wie eine Art Filmriss." Am Morgen wacht Nina nackt im Park auf. Was ist passiert? Sie liegt in einem Gebüsch mit dem schrecklichen Gefühl, vergewaltigt worden zu sein. Am nächsten Tag geht sie zur Polizei und wird rechtsmedizinisch untersucht. Um K.-o.-Tropfen nachweisen zu können, ist schon zu viel Zeit vergangen. Als schließlich die Laborergebnisse vorliegen, fällt Nina in ein noch tieferes Loch. DNA-Spuren beweisen, dass sich mindestens zwei Männer in der Tatnacht sexuell an der jungen Frau vergangen haben. Auch die 24-jährige Lulu aus Kiel wurde vor einem Jahr von zwei Männern vergewaltigt. Es waren Bekannte, die das Mädchen besuchte, um einfach nur einen netten Abend zu verbringen. Die jungen Männer servieren ihr einen Cocktail, und bald darauf erlebt Lulu den Albtraum ihres Lebens. "Ich war plötzlich wie gelähmt." Die Männer haben ihr Opfer betäubt, um sich auf schrecklichste Weise an ihm zu vergehen und dies auch noch zu filmen. Am nächsten Morgen kann sich Lulu wieder bewegen. Es gelingt ihr, aus der Wohnung ihrer Peiniger zu flüchten und mit Hilfe ihres Freundes die Polizei zu alarmieren. Lulu wird im Krankenhaus versorgt, die Täter kommen in Untersuchungshaft. Der junge Mann, der Felinas Hilflosigkeit ausnutzt und Sex mit ihr hat, wird dagegen nie für seine Tat belangt. Die heute 21-Jährige feiert vor dreieinhalb Jahren mit Freunden in Schwerte auf einem Abiball, als ihr plötzlich schlecht wird. Sie geht nach draußen, weiß noch, dass ihr Körper ihr nicht mehr gehorcht und sie sich auf der Wiese heftig übergeben muss. Ein junger Mann ist bei ihr. Er war früher mal auf ihrer Schule, sie kennt ihn vom Sehen. Doch statt Hilfe zu rufen, nimmt er das völlig weggetretene Mädchen mit nach Hause. Laut seiner späteren Aussage will sie trotz großer Übelkeit Lust gehabt haben, mit ihm zu schlafen. Von all dem weiß die damals 17-Jährige nichts mehr. Felinas Erinnerungen setzen erst wieder ein, als sie am nächsten Morgen nackt in einem fremden Bett aufwacht. "Ich wusste, dass etwas Schreckliches passiert ist, aber wollte das erstmal nicht an mich ranlassen." Zu der Zeit läuft bereits seit Stunden die fieberhafte Suche nach dem jungen Mädchen, das in der Nacht nicht nach Hause gekommen ist. Felinas Eltern und Freunde befürchten das Schlimmste, vor allem, als das Handy des Mädchens auf der Wiese gefunden wird. Der junge Mann, der sich um die Schülerin "gekümmert" haben will, erfährt über einen Facebook-Aufruf von dem Aufruhr und gibt Felina ein Telefon, um ihre Familie anzurufen. Felina lässt sich von ihrer Mutter ins Krankenhaus fahren und umfassend untersuchen. "Eigentlich hat jeder gedacht, sie hätte zu viel getrunken, würde das mit den K.-o.-Tropfen nur als Ausrede benutzen", resümiert eine Freundin. Erst als die Untersuchungsergebnisse beweisen, dass sie mit einem Medikamentencocktail betäubt wurde, geht es ihr etwas besser. Dennoch reichen diese Tatsachen nicht aus, um dem jungen Mann einen Prozess zu machen. Für alle drei Frauen geht der Kampf nach der Tat weiter. Sie leiden unter Ängsten, Panikattacken, Albträumen, Schuldgefühlen, Ekel und Selbsthass. Doch die Frauen geben nicht auf. Und sie haben Unterstützung aus ihrem nächsten Umfeld – Familie, Freunde, Partner, aber auch Therapeuten und Anwälte.


00:20 10 vor 10 (25 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


00:45 Willkommen Österreich (55 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 00:55)
(Erstsendung 22.5.2018)

Late Night Satire Talkshow mit Stermann & Grissemann Österreichische Late-Night-Show, moderiert von Dirk Stermann und Christoph Grissemann. "Willkommen Österreich" präsentiert mit dem sprühenden Charme der Abgeklärtheit provokante Themen und schwarzen Humor – fernab von Political Correctness.


01:40 Tina Turner: Nice 'n' Rough (30 Min.) (4:3) (VPS: 01:45)
Hammersmith Apollo, London, Großbritannien, 1982

Regie: David Mallet

"Are You Ready for Me?", ruft Tina Turner im April 1982 ins Londoner Publikum und präsentiert ein mitreißendes Konzert mit Hits aus der Ike-Turner-Zeit und Songs der Stones und Rod Stewart. 3sat zeigt die Höhepunkte des legendären Konzerts auf der Schwelle zum großen Comeback der Sängerin. Die Aufzeichnung wurde von Starregisseur David Mallet in Szene gesetzt. Nach dem Ruhm der "Ike und Tina Turner Revue" der 1960er – und 1970er-Jahre, geht Tina Turner ab 1976 solo auf Tournee. Musikalische Ausflüge in die Disco-Musik verkaufen sich schlecht, bis sie mit den "Nice 'n' Rough"-Konzerten das Karrieretief überwindet. Tina Turner hat Gastauftritte bei Tom Jones, Rod Stewart, David Bowie und spielt im Vorprogramm der Rolling Stones, doch für die Plattenfirmen ist Tina Turner ein wenig vermarktbarer Altstar. In der legendären Londoner Konzerthalle Hammersmith Apollo merkt man davon jedenfalls nichts, denn Tina Turner begeistert vom ersten Ton an. Das Publikum ist beeindruckt, doch niemand ahnt, dass Tina Turner bereits ein Jahr später mit dem Al Green Coversong "Let's Stay Together" einen internationalen Hit landet und 1984 mit dem Album "Private Dancer" den Ruhm von einst vervielfacht: 1985 erhält sie drei Grammy Awards.


02:10 The Rolling Stones: From the Vault – Marquee 1971 (35 Min.) (4:3) (VPS: 02:15)
Marquee Club, London, Großbritannien, 1971

Regie: Bruce Gowers

Am 26. März 1971 präsentieren die Rolling Stones im Londoner Marquee Club einige Songs aus ihrem wenig später erscheinenden Album "Sticky Fingers". Für viele ist es die beste Zeit der Stones. Die Aufnahmen des Auftritts waren verschollen und erscheinen erstmals 2015 in restaurierter Fassung. Aufgenommen für das amerikanische Fernsehen, präsentieren die Stones Songs wie "Brown Sugar" und "Dead Flowers", die wenig später weltweit für Furore sorgen. Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Mick Taylor und Bill Wyman beenden mit diesem Auftritt ihre dreiwöchige Kurz-Tournee durch England und Schottland im März 1971. Es ist die erste Tour seit 1966 in ihrem Heimatland, die als "Good-Bye Britain Tour" in die Geschichte eingehen wird. In diesen Tagen steht die Band am Wendepunkt ihrer Karriere. Nach dem Tod des Gitarristen Brian Jones im Juli 1969, dem Tod von vier Menschen während des Auftritts beim Altamont-Festival im Dezember 1969, dem Ende ihres Plattenvertrags mit Decca Records 1970 und der Trennung von ihrem Manager Allen Klein, verlegen die Stones kurze Zeit nach dem Auftritt im Marquee Club ihren Wohnsitz nach Südfrankreich. Finanzielle Probleme und die hohe Steuerlast in England zwingen die Band zu diesem Schritt, dem die Gründung eines eigenen Plattenlabels folgt: Rolling Stones Records mit der weltbekannten roten Zunge, die zum ersten Mal am 23. April 1971 auf der Innenhülle des Albums "Sticky Fingers" zu sehen ist. Auf dem Album, das zwischen 1969 und 1971 in verschiedenen Studios entsteht, wirkt Mick Taylor als neuer Gitarrist für den verstorbenen Brian Jones mit und bestimmt mit seinem bluesigen Gitarrenspiel den Sound der Band, die mit "Sticky Fingers" Platz 1 der britischen und amerikanischen Pop-Alben erreicht.


02:45 Dire Straits: Alchemy Live (75 Min.) (4:3) (VPS: 02:50)
Hammersmith Odeon London, Großbritannien, 1983

Regie: Peter Sinclair

"Alchemy Live", das erste live aufgenommene Album der Dire Straits, ist ein Meilenstein der Popmusik. Aufgezeichnet wird es am 22. und 23. Juli 1983 im Anschluss an die "Love Over Gold Tour". Im November 1982 reisen die Dire Straits durch Europa, Australien, Neuseeland und Japan. Aber alle Konzertmitschnitte misslingen, die Band entschließt sich, zwei zusätzliche Konzerte im Londoner Hammersmith Odeon zu geben und schreibt Musikgeschichte. Gitarrist, Sänger und Komponist Mark Knopfler ist inzwischen alleiniger Produzent und macht mit diesem Konzert aus den Dire Straits ein Megaevent, das weltweit große Stadien füllen wird. Finanzielle Schieflagen, wie es die Übersetzung von "in dire straits" erklärt, wird es nicht mehr geben. Für "Alchemy Live" und die "Love Over Gold Tour", hat Mark Knopfler die Band erneuert. Sein Bruder David wird durch den Gitarristen Hal Lindes ersetzt, Terry Williams trommelt jetzt an Stelle von Pick Withers und Keyboarder Alan Clark wird als festes Mitglied aufgenommen. Nie haben die Dire Straits den Mega-Hit "Sultans of Swing" besser gespielt als an diesen zwei Juliabenden in London, nie waren die Songs wie "Once Upon a Time" oder das epische "Telegraph Road" geheimnisvoller und betörender zu erleben als damals.


04:00 Deep Purple & Friends: Celebrating Jon Lord (60 Min.) (HDTV) (VPS: 04:05)
Royal Albert Hall, London, Großbritannien, 2014

Regie: Tim Sidwell

Am 4. April 2014 steht "The Sunflower Jam", eine Wohltätigkeitsveranstaltung für krebskranke Menschen, ganz im Zeichen des 2012 verstorbenen Deep Purple-Mitbegründers und Keyboarders Jon Lord. Eine All Star-Band um die aktuelle Deep Purple-Besetzung mit Sänger Ian Gillan, Gitarrist Steve Morse, Bassist Roger Glover, Schlagzeuger Ian Paice und Keyboarder Don Airey, begeistert gemeinsam mit einem Sinfonieorchester auf der Bühne der Londoner Royal Albert Hall. Im Mittelpunkt des Konzerts stehen die Songs von Deep Purple, interpretiert von vielen hochkarätigen musikalischen Gästen wie Iron Maiden-Sänger Bruce Dickinson, Ex-Deep Purple-Bassist und Ex-Black Sabbath-Sänger Glen Hughes, Musicalstar und Jon Lord-Vertrauter der letzten Jahre Steve Balsamo, Ex-Yes Keyboarder Rick Wakeman und viele andere mehr. Sie ehren den Tasten-Virtuosen Jon Lord, der mit seiner Hammond-Orgel den Sound und seinen Kompositionen den Stil von Deep Purple prägte. Die Musikwelt ist sich einig: Ohne Jon Lord wären viele Deep Purple-Klassiker nie geschrieben worden, ohne seinen charakteristischen Orgel-Sound wäre die Rockmusik um einige ergreifende Momente ärmer. "Unsere Musik hat den gleichen Stellenwert wie irgendetwas von Beethoven", sagt Jon Lord 1973 dem "New Musical Express" und macht mit diesem viel diskutierten Statement klar, dass es ihm nicht um gesellschaftliche Rebellion, sondern um musikalische Perfektion geht.


05:00 Ringo Starr & Friends: At the Ryman (45 Min.) (HDTV) (VPS: 05:05)
Ryman Auditorium, Nashville, USA, 2012

Regie: Brent Carpenter

Am 7. Juli 2012 feiert der Ex-Beatle Ringo Starr seinen Geburtstag mit einem Konzert und vielen musikalischen Freunden aus seiner langen Karriere im legendären Ryman Auditorium in Nashville. Dabei sind der Toto-Gitarrist und Sänger Steve Lukather, der Saxophonist Mark Rivera aus der Billy Joel-Band, der Gitarrist Todd Rundgren, der Santana-Keyboarder Gregg Rolie, der Schlagzeuger Gregg Bissonette, Mr. Mister-Sänger Richard Page Es ist sein 72. Geburtstag, und Ringo feiert in Nashvilles "Church of Country" dem Ryman-Auditorium. Ende des 19. Jahrhunderts als Kirche mit 6000 Plätzen gebaut, ist das Rymans ein Ort für Konzerte und politische Veranstaltungen mitten in Nashville. Ab 1943 wird dort die legendäre Grand Ole Opry Radioshow bis 1974 produziert und in alle amerikanischen Haushalte gesendet. Mit dem angeschlossenen Museum zählt das Rymans zu den wichtigsten Touristen-Attraktionen Nashvilles, indem sich Ringo Starr sichtlich wohlfühlt. Wie immer gut gelaunt, feiert der legendäre Schlagzeuger keine Oldie-Party, sondern präsentiert ein Set mit seinen großen Hits und Nummer-1-Songs seiner Gäste: die beste "All-Starr-Band" aller Zeiten mit Songs wie "It Don't Come Easy", dem Santana-Klassiker "Evil Ways", dem Toto-Hit "Rosanna", dem Mr.-Mister-Hit "Kyrie Eleison" und den Beatles-Klassikern "Yellow Submarine" und "With a Little Help From My Friends".


05:45 B. B. King: Live at Montreux 1993 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 05:50)
Auditorium Stravinski, Montreux, Schweiz, 1993

Regie: Gavin Taylor

Am 14. Mai 2015 stirbt der Gitarrist und Sänger B.B. King mit 89 Jahren in Las Vegas. Für den "Rolling Stone" war er der fünftbeste Gitarrist aller Zeiten, für viele Bluesfans die Nummer 1. 1925 als Riley B. King in Berclair, Mississippi geboren, singt er als Jugendlicher im Gospelchor und macht beim Hören der Schellackplatten seiner Tante Bekanntschaft mit Blues und Jazz. T-Bone Walker, Charlie Christian und Django Reinhardt werden seine Vorbilder. 1949 tritt B.B. King zum ersten Mal im Radio auf, erhält 1950 seinen ersten Plattenvertrag und landet 1951 mit "three O'Clock Blues" seinen ersten Hit in den Rhythm & Blues Charts. Als der Rock 'n' Roll der 1950er-Jahre und der Folk-Boom der 1960er-Jahre den Blues in den Hintergrund drängen, bleibt sich B.B. King treu und tritt unbeirrt mit seiner 13-köpfigen Band auf. Doch sein neuer Manager Sidney Seidenberg will B.B. King einem breiterem Publikum bekannt machen. B.B. King tritt nun auf Rockfestivals auf, landet 1969 mit "The Thrill Is Gone" auf Platz 15 in den US-Popcharts und spielt neben Ike & Tina Turner bei der US-Tournee der Rolling Stones im Vorprogramm. B.B. King wird zum Popstar des Blues, tritt als erster Bluesmusiker in der Ed Sullivan TV-Show auf, unternimmt regelmäßig ausgedehnte Tourneen und arbeitet später mit Eric Clapton und U2 zusammen. Sein Markenzeichen ist seine Gibson-Gitarre, der er den Namen "Lucille" gibt, nachdem er 1949 seine Gitarre gerade noch vor einem Brand in einem Musikclub retten kann. Der Grund für den Brand war der Streit zweier Männer um eine Frau mit Namen Lucille. "Abgesehen von richtigem Sex mit einer richtigen Frau gibt es nichts, was mir solch eine innere Ruhe gibt wie Lucille," sagt er später einmal während eines Interviews. Wenige Tage nach B.B. Kings Tod kommt der Verdacht auf, er sei vergiftet worden. Doch im Juli 2015 stellt die Gerichtsmedizin im US-Staat Nevada fest, dass B.B. King an den Folgen seiner Alzheimer-Erkrankung im Zusammenhang mit Diabetes, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck verstorben ist.


06:15 – 06:20 3satTextVision (5 Min.)

 

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Dienstag, 29. Mai 2018


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 28.5.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 28.5.2018)

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 28.5.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 28.5.2018)

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


10:15 Hart aber fair (85 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 28.5.2018)

Moderation: Frank Plasberg

Moderator Frank Plasberg lädt Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem aktuellen Thema ein – Zuschauer können per Mail, Telefon und über die sozialen Medien mitdiskutieren. Fragen ohne vorzuführen, nachhaken ohne zu verletzen – Talk auf Augenhöhe – so sieht Frank Plasberg seine Aufgabe bei "Hart aber fair". Jeder seiner Gäste muss so lange Auskunft geben, bis die Frage wirklich beantwortet ist.


11:40 Natur im Garten (30 Min.) (HDTV)
Folge 3 von 10
(Erstsendung 6.5.2018)

"Natur im Garten" ist ein österreichisches Magazin für Gartenliebhaber und Hobbygärtner. Wissen, was wirkt, und sehen, wie's geht: Unter diesem Motto führt Moderator und Gartenbuchautor Karl Ploberger durch eine bunte Mischung aus Unterhaltung, Service und Information rund ums Thema "Garten". Außerdem stellt er besondere Gärten und ihre Besitzer vor.


12:10 Am Schauplatz (50 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 24.5.2018)

Moderation: Peter Resetarits

"Am Schauplatz" ist eine Reportagereihe aus Österreich. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und sein Alltag. Die Themenpalette reicht von Sozialreportagen bis zu ungewöhnlichen Lebensgeschichten.


13:00 ZIB (20 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


Universum
13:20 Triumph der Tomate (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Film von: Maria Magdalena Koller
(Erstsendung 29.4.2014)

Es ist eine Erfolgsstory, die vor rund 500 Jahren ihren Anfang nahm, als die Tomate von Südamerika nach Europa gelangte. Der Film dokumentiert die Reise dieser schmackhaften Kulturpflanze. Die Tomate weiß, wie man sich in Szene setzt: Sei es durch die Leuchtkraft der gelben Blüten, die die spanischen Eroberer vor rund 500 Jahren veranlasste, das exotische Gewächs aus Südamerika mit an Bord zu nehmen, oder durch die verlockend rote Farbe ihrer Frucht. Ein Signal mit unwiderstehlicher Wirkung, das der Frucht einen weltweiten Triumphzug bescherte – von der königlichen Sommerresidenz in Neapel über die Wüste von Katar bis ins ferne China. Dort sorgt die "rote Frucht aus dem Westen" für einträgliche Geschäfte. Mit rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der größte Tomatenproduzent der Welt. Die begehrten Früchte gedeihen in der Provinz Xinjiang und finden als Tomatenpaste ihren Weg nach Europa. Der filmische Streifzug führt von ihren Ursprüngen in den Anden durch ganz Europa und halb Asien bis weit in den Osten Chinas und lässt Menschen zu Wort kommen, die sich den Paradeisern verschrieben haben.


Universum
14:05 Edler Tropfen – Vom Werden des Weines (45 Min.) (UT)
Film von: Karl Hohenlohe
(Erstsendung 19.11.1998)

Wachau, Burgenland, Weinviertel, Südsteiermark, Wien und die Thermenregion: Die großen Weinbaugebiete Österreichs pflegen ihre kulturelle Weintradition. Vom Wachsen der Rebstöcke und Trauben über die Arbeit der Winzer mit dem reifenden Wein bis zur vielfältigen Kleintier – und Pflanzenwelt in den Weingärten und – kellern: Der Film zeigt Österreichs Weinkultur im Lauf der Jahreszeiten.


Universum
14:50 Rose – Königin der Blumen (40 Min.) (HDTV) (VPS: 14:45)
Film von: Barbara Fally-Puskás
(Erstsendung 10.6.2010)

Seit Jahrtausenden haben Rosen eine besondere Bedeutung für den Menschen. Sie sind Symbol für Unschuld, Schönheit, Lebenskraft – und für die Liebe. Mehr als 30 000 Sorten sind registriert. Eines ist allen Zuchtformen der Rosen gemeinsam: Ihre Vorfahren sind Wildrosen – stachelige Büsche, die einmal im Jahr mit einer üppigen Blüte bezaubern. Eine der beliebtesten Rosen ist die Gloria Dei. Die robuste Edelrose, mit zartgelb – bis dotterfarbenen und an den Blattspitzen rosa-violetten Blüten, wurde Anfang der 1930er-Jahre von Francis Meilland in Frankreich gezüchtet. Die Dokumentation verfolgt die Entwicklungsgeschichte der Rose, stellt ihre biologischen Besonderheiten vor und erklärt, warum gerade die Rose zu einer solchen Sortenvielfalt fähig ist.


15:30 Englische Gartenkunst (45 Min.) (HDTV) (VPS: 15:25)
Auf Entdeckungsreise mit dem Biogärtner Karl Ploberger
(Erstsendung 21.5.2018)

Für Biogärtner Karl Ploberger ist die englische Gartenkunst eine ideale Verbindung von Tradition und Innovation. Er begibt sich auf eine Entdeckungsreise durch Südengland. Dieses Mal besucht Karl Ploberger ausschließlich Gärten aus Frauenhand und geht der Frage nach, ob Männer und Frauen Unterschiede in der Gartengestaltung machen. Seine Reise beginnt an der südenglischen Küste bei Rosie und Robin Lloyd. Zwei besondere Herausforderungen für die beiden Rentnerinnen sind die Schräglage des Gartens und der kiesige Untergrund. Das Wohnhaus ist mit heimischem Flintstone gebaut und wird von Wildblumenwiesen und langen, bunten Rabatten umgeben. Karl Ploberger reist weiter nach London zu Mona Abboud und ihrem Hausgarten, in dem australische, neuseeländische und südafrikanische Pflanzen durch die richtige Boden – und Standortwahl ungeschützt im Freien wachsen können. Keramikerin Susann Bennet hat im Norden der Stadt eine kunterbunte Gartenwelt mit vielen kräftigen Farben und außergewöhnlichen Dekorationselementen gestaltet. Die "Chelsea Flower Show" wird von Gartenfreundinnen aus der ganzen Welt besucht. Pflanzen, Dekorationen und ganze Gartengestaltungsmöglichkeiten werden dort präsentiert. Gartendesignerin Kate Gould erklärt ihr zweistöckiges Stadtgartenmodell aus Beton, Holz, Metall und Glas, das mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Am Ende der Reise und nach dem Besuch der Gärten aus Frauenhand zieht Karl Ploberger sein Resümee: "Sehr große Unterschiede gibt es beim Garteln von Männern und Frauen nicht. Die Liebe zur Natur und zu den Pflanzen ist bei allen spürbar!"


16:15 Wo die Zitronen blüh'n – Eine süßsaure Reise von den Alpen bis Sizilien (45 Min.) (HDTV)
Film von: Björn Kölz, Gernot Stadler
(Erstsendung 14.8.2017)


Universum
17:00 Wildes Venedig (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Film von: Klaus T. Steindl
(Erstsendung 16.12.2014)


Universum
17:45 Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Film von: Kurt Mayer, Judith Doppler
(Erstsendung 29.12.2015)


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Ein Sommer im Burgenland (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Spielfilm Deutschland / Österreich, 2015

Rollen und Darsteller:
Maria Graf – Hannelore Elsner
Harald Brandl – Oliver Karbus
Ildi – Erni Mangold
Nina – Fanny Krausz
Simone – Fanny Stavjanik

Regie: Karola Meeder

Maria findet im Briefkasten ihres Sohnes, der beruflich in China ist, eine Postkarte aus Rust, die ankündigt, dass er bald Vater wird. Kurz entschlossen reist sie an den Neusiedlersee. Sie will nicht nur die Angelegenheiten ihres abwesenden Sohnes klären, sondern auch die ihres ersten Enkelkinds. Nina, die werdende Mutter, ist schnell genervt von der übergriffigen "Schwiegermutter". Wenn sie jemanden erwartet hätte, dann doch Paul selbst. Und nun schickt er seine Mama, die nicht aufhört, Nina zu nahe zu treten. Maria will die Aussicht auf Familienzuwachs, unabhängig davon, ob Nina und Paul ein Paar sind oder werden, nicht aufgeben. Gleichzeitig erlebt sie eine seltsame Verzauberung durch die wunderschöne Umgebung, die in ihr unbekannte Heimatgefühle auslösen: Der See, der Sternenhimmel und Harald, Ninas Onkel, scheinen ihr vertraut. Und tatsächlich kehren Erinnerungen zurück an die Flucht mit ihren Eltern aus Ungarn. Sie findet heraus, dass sie als Kind im Sommer 1956 hier in einem Übergangsheim gelebt hat. Die Eltern haben ihr die Erinnerung an einen großen See und viele Störche immer als "geträumt" verkauft. Tatsächlich haben sie Marias wirkliche Herkunft damit verschleiert. Was die Eltern aus Liebe zu ihrer Tochter verschwiegen haben, hilft Maria nun endlich, zu sich selbst zu finden, offen zu sein für ihre Jugendliebe und eine ungewöhnliche Familie.


21:45 kinokino (15 Min.) (HDTV)
Filmmagazin
Erstausstrahlung

Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? "kinokino" stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? "kinokino" kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.


22:00 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


22:25 Berge im Kopf (95 Min.) (HDTV)
Film von: Matthias Affolter
(Erstsendung 8.8.2014)

Das Hochgebirge ist Fluchtort und Heimat für Bergsteiger aus vier Generationen. Auf der Suche nach dem richtigen Weg sind sie mit Lebensfragen konfrontiert, die sich alle stellen. Fragen wie: Was gebe ich für die Verwirklichung meiner Träume und Ziele auf, welche Risiken gehe ich dafür ein? In der Nordwand des Gross Ruchen hört man Dani Arnold, 29, im Föhnsturm fluchen. Seit seinem Geschwindigkeitsrekord an der Eigernordwand gilt er als einer der weltbesten Alpinisten. Doch der Urner will höher hinaus, eigene Grenzen übertreffen und im Alpinismus neue Maßstäbe setzen. Er ist sich aber auch bewusst, dass er die kommenden Herausforderungen nicht nur mit reiner Muskelkraft bewältigen kann. Er muss die Limits im Kopf meistern. Stephan Siegrist, 41, ist seit mehr als zehn Jahren von Beruf Extrembergsteiger. Er lebt von immer neuen, spektakulären Abenteuern, über die er in Vorträgen berichtet. Dabei versucht der Familienvater zunehmend, Risiken zu meiden. So brach er während der Aufnahmen zum Film die Westgrat-Besteigung des 7400 Meter hohen Makalu im Himalaja wegen Höhenkopfschmerzen ab. "Vieles ist auch einfach Glück. Jeder hat wohl sein Milchbüchlein, und wenn das Kontingent voll ist, ist Lichterlöschen." Seit er mit 40 Jahren seinen letzten alpinistischen Traum verwirklichte, durchsteigt der 60-jährige Jacques Grandjean gemeinsam mit Freunden brüchige Felswände auf der Suche nach Kristallen. Er spürt zunehmend, wie die anstrengenden Touren seinen Körper fordern und das Ende des Bergsteigerlebens naht. Heute hat er "plus de souvenirs que de projets". Werner Munter sucht auch noch mit über 70 Jahren in den wildesten Winkeln des Val d'Hérens nach neuen Routen. Nachdem er als junger Bergsteiger einen Sturz aus einer Eiswand überlebte, begann er, sich intensiv mit der Abschätzung von Risiken im Hochgebirge zu beschäftigen. Seine Thesen revolutionierten die Lawinenkunde, er wurde ein weltweit gefragter Experte. Von absoluter Sicherheit hält er nichts. Vielmehr fragt er: Wie viel Risiko ist nötig, um sich frei entfalten zu können? Und fordert: "Es sollte ein Schulfach Risikokultur geben."


Reporter
00:00 Die Eigenwillige (20 Min.)
Karin Bertschi im Spagat zwischen Müllhalde und Parlamentsgebäude
(Erstsendung 1.4.2018)

Als Recycling-Unternehmerin beschäftigt Karin Bertschi Flüchtlinge und schützt die Umwelt. Gleichzeitig politisiert sie im Großen Rat des Schweizer Kantons Aargau für die SVP. Dass sie beim Flüchtlingsthema komplett von der Parteilinie abweicht, ist ihr egal. "Dann sind wir halt anderer Meinung", stellt sie in einem Gespräch mit dem ehemaligen SVP-Präsidenten Toni Brunner fest. – "Reporter" über eine Frau mit Widersprüchen. Kein Wunder, können im Großen Rat des Kantons Aargau nicht alle nachvollziehen, dass Karin Bertschi für die SVP politisiert. Ins Aargauer Kantonsparlament wurde die Unternehmerin Ende 2016 gewählt, dank eines fulminanten Wahlergebnisses in ihrem Bezirk. "Das Beschäftigungsprogramm für Flüchtlinge ist eine Herzensangelegenheit für mich", betont die 27-jährige Unternehmerin. Erst kürzlich hat ein junger Eritreer dank Karin Bertschi den Einstieg ins Schweizer Berufsleben geschafft. Als Geschäftsführerin eines Recycling-Unternehmens benötigt Karin Bertschi gelegentlich mehr Geduld, als ihr lieb ist. Für ein neues Bauprojekt in Spreitenbach liegt ihr nur eine befristete Baugenehmigung vor. Tatsächlich gelingt es Karin Bertschi, die Behörden von ihrem Projekt zu überzeugen. Im Moment des Erfolgs dankt die SVP-Frau zuerst Gott. Sie lebt nach den christlichen Werten einer Freikirche. Ihr Glaube habe sie entscheidend beeinflusst bei der Wahl der politischen Partei, verrät sie Reporter Christian Vogt.


00:20 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


00:50 Ein Sommer im Burgenland (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Spielfilm Deutschland / Österreich, 2015

Rollen und Darsteller:
Maria Graf – Hannelore Elsner
Harald Brandl – Oliver Karbus
Ildi – Erni Mangold
Nina – Fanny Krausz
Simone – Fanny Stavjanik

Regie: Karola Meeder

Maria findet im Briefkasten ihres Sohnes, der beruflich in China ist, eine Postkarte aus Rust, die ankündigt, dass er bald Vater wird. Kurz entschlossen reist sie an den Neusiedlersee. Sie will nicht nur die Angelegenheiten ihres abwesenden Sohnes klären, sondern auch die ihres ersten Enkelkinds. Nina, die werdende Mutter, ist schnell genervt von der übergriffigen "Schwiegermutter". Wenn sie jemanden erwartet hätte, dann doch Paul selbst. Und nun schickt er seine Mama, die nicht aufhört, Nina zu nahe zu treten. Maria will die Aussicht auf Familienzuwachs, unabhängig davon, ob Nina und Paul ein Paar sind oder werden, nicht aufgeben. Gleichzeitig erlebt sie eine seltsame Verzauberung durch die wunderschöne Umgebung, die in ihr unbekannte Heimatgefühle auslösen: Der See, der Sternenhimmel und Harald, Ninas Onkel, scheinen ihr vertraut. Und tatsächlich kehren Erinnerungen zurück an die Flucht mit ihren Eltern aus Ungarn. Sie findet heraus, dass sie als Kind im Sommer 1956 hier in einem Übergangsheim gelebt hat. Die Eltern haben ihr die Erinnerung an einen großen See und viele Störche immer als "geträumt" verkauft. Tatsächlich haben sie Marias wirkliche Herkunft damit verschleiert. Was die Eltern aus Liebe zu ihrer Tochter verschwiegen haben, hilft Maria nun endlich, zu sich selbst zu finden, offen zu sein für ihre Jugendliebe und eine ungewöhnliche Familie.


Universum
02:20 Geschichten aus dem Wienerwald (35 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Manfred Christ, Harald Pokieser
(Erstsendung 11.5.1999)

Wien ist die einzige Weltstadt, die über ein riesiges geschlossenes Waldgebiet in unmittelbarer Stadtnähe verfügt: den Wienerwald. Dabei hat der Wienerwald auf den ersten Blick nichts Außergewöhnliches zu bieten: Es handelt sich weder um einen Nationalpark noch um ein Weltnaturerbe der UNESCO. Er ist nicht einmal ein Schutzgebiet. Doch jedes Wochenende stürmen die Wiener ihren Wald. Das Tierleben ist überaus vielfältig, und auch die Flora hat einen bemerkenswerten Artenreichtum zu bieten. Zudem inspirierte der besondere Zauber des Wienerwalds zahlreiche Komponisten, Maler und Schriftsteller, darunter Ludwig van Beethoven, Egon Schiele und Nikolaus Lenau.


02:55 Im Bann der Düfte (55 Min.) (HDTV)
Parfum – Geschichte und Wirkung
Film von: Gustav W. Trampitsch
(Erstsendung 29.7.2014)

Düfte sind mächtige Signal-, Lock – und Botenstoffe, die unseren Alltag entscheidend beeinflussen. Was wir riechen, bestimmt unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Wie ferngesteuert reagieren wir darauf, richten unsere Meinungen, unsere Wünsche und - nicht selten beinahe wie unter Zwang – unser Handeln danach. So wurden Duftstoffe schon sehr früh eingesetzt, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Die Dokumentation zeigt, wie allgegenwärtig Düfte in unserem Alltag sind. Sie dokumentiert, welche Wirkung sie auf unser soziales Verhalten haben und welche Rolle sie bei Partnerwahl und Karriere spielen. Zu Wort kommen Kulturhistoriker, Psychologen, Biologen, Botaniker, Zoologen, Werbefachleute, Parfümeure, Händler und Konsumenten.


Universum
03:50 Rose – Königin der Blumen (40 Min.)
Film von: Barbara Fally-Puskás
(Erstsendung 10.6.2010)

Seit Jahrtausenden haben Rosen eine besondere Bedeutung für den Menschen. Sie sind Symbol für Unschuld, Schönheit, Lebenskraft – und für die Liebe. Mehr als 30 000 Sorten sind registriert. Eines ist allen Zuchtformen der Rosen gemeinsam: Ihre Vorfahren sind Wildrosen – stachelige Büsche, die einmal im Jahr mit einer üppigen Blüte bezaubern. Eine der beliebtesten Rosen ist die Gloria Dei. Die robuste Edelrose, mit zartgelb – bis dotterfarbenen und an den Blattspitzen rosa-violetten Blüten, wurde Anfang der 1930er-Jahre von Francis Meilland in Frankreich gezüchtet. Die Dokumentation verfolgt die Entwicklungsgeschichte der Rose, stellt ihre biologischen Besonderheiten vor und erklärt, warum gerade die Rose zu einer solchen Sortenvielfalt fähig ist.


Universum
04:30 Edler Tropfen – Vom Werden des Weines (40 Min.) (UT)
Film von: Karl Hohenlohe
(Erstsendung 19.11.1998)

Wachau, Burgenland, Weinviertel, Südsteiermark, Wien und die Thermenregion: Die großen Weinbaugebiete Österreichs pflegen ihre kulturelle Weintradition. Vom Wachsen der Rebstöcke und Trauben über die Arbeit der Winzer mit dem reifenden Wein bis zur vielfältigen Kleintier – und Pflanzenwelt in den Weingärten und – kellern: Der Film zeigt Österreichs Weinkultur im Lauf der Jahreszeiten.


Universum
05:10 Triumph der Tomate (50 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Film von: Maria Magdalena Koller
(Erstsendung 29.4.2014)

Es ist eine Erfolgsstory, die vor rund 500 Jahren ihren Anfang nahm, als die Tomate von Südamerika nach Europa gelangte. Der Film dokumentiert die Reise dieser schmackhaften Kulturpflanze. Die Tomate weiß, wie man sich in Szene setzt: Sei es durch die Leuchtkraft der gelben Blüten, die die spanischen Eroberer vor rund 500 Jahren veranlasste, das exotische Gewächs aus Südamerika mit an Bord zu nehmen, oder durch die verlockend rote Farbe ihrer Frucht. Ein Signal mit unwiderstehlicher Wirkung, das der Frucht einen weltweiten Triumphzug bescherte – von der königlichen Sommerresidenz in Neapel über die Wüste von Katar bis ins ferne China. Dort sorgt die "rote Frucht aus dem Westen" für einträgliche Geschäfte. Mit rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der größte Tomatenproduzent der Welt. Die begehrten Früchte gedeihen in der Provinz Xinjiang und finden als Tomatenpaste ihren Weg nach Europa. Der filmische Streifzug führt von ihren Ursprüngen in den Anden durch ganz Europa und halb Asien bis weit in den Osten Chinas und lässt Menschen zu Wort kommen, die sich den Paradeisern verschrieben haben.


06:00 – 06:05 3satTextVision (5 Min.)

 

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Mittwoch, 30. Mai 2018


06:05 Leben unter Schweizer Palmen (15 Min.) (HDTV)
Eine Reise durch das Tessin
Film von: Michael Petsch
(Erstsendung 2.6.2011)

Das Tessin in der Schweiz ist eine Landschaft, die alles bietet: vom Hochalpenland bis zu einer fast subtropischen Landschaft – und dazu einige der schönsten Seen Europas. Dort liegen der Luganer See und der Lago Maggiore mit seinen Palmenhainen und südeuropäisch anmutenden Ortschaften. Bereits wenn man den Gotthardtunnel verlässt, wird es schlagartig wärmer, heller und strahlender. – Eine Reise zu den Sehenswürdigkeiten des Tessins.


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 29.5.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 29.5.2018)

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 29.5.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 29.5.2018)

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


10:15 Anne Will (60 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 27.5.2018)

"Politisch denken, persönlich fragen" ist das Motto der politischen Talksendung von Anne Will. Jede Woche lädt sie interessante Gäste zu einem aktuellen Thema ein. Ob Innenpolitik wie Pegida, Gesundheitsreformen oder Mindestlohndebatte, ob Außenpolitik wie die Ukrainekrise, Nahostkonflikt oder Finanzkrise – Anne Will fragt nach.


Reporter
11:15 Grüningers Erbe (25 Min.) (HDTV)
Warum sich die Schweiz so schwertat mit dem Judenretter
(Erstsendung 19.10.2014)

Nachdem der St. Galler Polizeikommandant Paul Grüninger aus dem Dienst entlassen wurde, ignorierten ihn die meisten. Auch diejenigen, deren Leben dank Grüninger gerettet wurde. Jonathan Kreutner ist nicht nur der Generalsekretär des Schweizerisch-Israelitischen Gemeindebundes SIG, sondern auch Historiker und vor allem: der Sohn eines dank Paul Grüninger Geretteten. Er ist betroffen von der Frage, warum Grüningers Andenken nicht bewahrt wird. Zusammen mit seinem Vater Robert besucht Jonathan Kreutner den alten Rhein – die Grenze zwischen der Schweiz und Österreich. Hier hat die Familie 1938 die Grenze passiert und damit ihr Leben gerettet. Nur durch die heimliche Intervention Grüningers konnten die Kreutners trotz des strikten Einreiseverbots in der Schweiz bleiben und überleben. Als Historiker bleibt Jonathan Kreutner aber nicht nur bei seiner Familiengeschichte. Er will vor allem wissen, warum es niemanden gab, der in der Schweiz der Nachkriegszeit den Mut aufbrachte, Paul Grüninger für seine Heldentaten zu danken. Er befragt Zeitzeugen und durchforstet Archive. Am Ende ist er der Schweizer Zeitgeschichte ein Stück näher gekommen.


11:40 Das Tier und wir (50 Min.) (HDTV)
Einblicke in ein widersprüchliches Verhältnis
Film von: Simon Christen
(Erstsendung 5.11.2015)

Es gibt Tiere, die der Mensch liebt, und es gibt Tiere, die er isst. Mit anderen Worten: Die Beziehung des Menschen zum Tier ist widersprüchlich. Inwiefern offenbaren sich die Menschen durch ihren Umgang mit Tieren? Der forensische Psychiater Frank Urbaniok sagt, das menschliche Verhalten sei Ausdruck der Persönlichkeit, man müsse nur genau hinschauen. Filmemacher Simon Christen tat dies. Immer mehr Menschen nehmen Tiere als Wesen wahr, die ein Bewusstsein haben, einen Willen und Gefühle. Sie sind davon überzeugt, dass Tiere den Menschen sehr ähnlich sind - und dass man sie entsprechend behandeln sollte. Anderseits hat die moderne Gesellschaft die Tötung von Tieren in einem gewaltigen Ausmaß perfektioniert. Und die meisten Menschen scheinen diesen Widerspruch problemlos auszuhalten. Wie ist dieses widersprüchliche Verhalten zu erklären? Und was verrät es über uns Menschen? Simon Christen erzählt die Geschichten von drei Menschen, die täglich im Kontakt mit Tieren stehen: Landwirt Reto Weber hat eine enge Beziehung zu seinen Kühen. Wie kann er gleichzeitig davon leben, deren Nachwuchs zu mästen und dem Metzger ans Messer zu liefern? Helen Gerber fühlt sich Tieren seit Kindertagen sehr nahe. Daraus hat sie einen Beruf gemacht: Sie ist Tierkommunikatorin, unterhält sich also professionell mit Vierbeinern. Wenn Reden allerdings nicht mehr geholfen hat, hat sie auch schon Tiere getötet. Und Jäger Martin Bühlmann sagt von sich, er habe Tiere gern – viele von ihnen sogar zum Fressen gern, auch Katzen. Das war für ihn nie ein Widerspruch.


12:30 SCHWEIZWEIT (30 Min.)
Seidenträume aus der Schweiz – Kleine Raupe – großer Luxus
Film von: Béatrice Mohr
(Erstsendung 27.5.2018)

Seit über 100 Jahren gibt es keine Seidenproduktion mehr in der Schweiz. Jetzt lässt der Wagemut eines Berner Landwirtes die Seidenraupenzucht wiederaufleben. Weitere Bauern ziehen mit. Heute haben etwa 20 Schweizer Bauern Maulbeerbäume angepflanzt und züchten Seidenraupen, um Rohseide zu gewinnen. Das edle Endprodukt ermöglicht ihnen einen willkommenen Zusatzverdienst, ohne den viele ihren angestammten Beruf und ihren Hof aufgeben müssten. Die Schweiz hat eine jahrhundertealte Tradition in der Seidenherstellung. Selbst Seidenraupen wurden gezüchtet, dies vor allem im Tessin. Die Seidenproduktion und Verarbeitung erreichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Danach verlagerte sich der Schwerpunkt von der Verarbeitung hin zum Handel. Gut 100 Jahre später wurde nun diese beinahe vergessene Tradition vom Schweizer Ethnologen, Textilingenieur und Landwirt Ueli Ramseier neu erweckt und ist auf ein positives Echo gestoßen.


13:00 ZIB (15 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


10 vor 10 extra
13:15 Dem Himmel entgegen – Hochhäuser der Welt (10 Min.) (HDTV)
Taipeh 101
(Erstsendung 5.12.2017)

Die Reihe erzählt Geschichten von Hochhäusern rund um den Globus. Diese Folge stellt Taipei 101 und Bay View Garden in China vor. Das zweithöchste Gebäude der Welt steht in Taipeh: 508 Meter hoch und mit 101 Stockwerken ist der Taipei 101 in seiner Konstruktion einem Bambus nachempfunden. Diese der Natur abgeschaute Bauweise soll den Turm resistent gegen Taifune und sogar Erdbeben machen. Dies ist auch nötig, verläuft doch eine tektonisch aktive Bruchlinie nur 200 Meter entfernt vom Hochhaus. In keiner anderen Metropole der Welt stehen die Wolkenkratzer dichter beieinander als in Hongkong. Aber nicht nur zwischen den Hochhäusern ist es eng, sondern auch innerhalb der Türme. Die vielen Zuwanderer vom chinesischen Festland lassen die Wohnungsbesitzer erfinderisch werden. So werden kleine Wohnungen weiter unterteilt und teuer vermietet. Ein Blick in die städtische Zukunft der Menschheit?


13:25 12.378 km Australien – Sven Furrer auf Abwegen (40 Min.) (HDTV)
Folge 1 von 6
(Erstsendung 21.11.2014)

Die Australier behaupten, auf ihrem Kontinent lebten die glücklichsten Menschen. Stimmt das? Sven Furrer will es wissen und reist 12 378 Kilometer durch das Land auf der Südhalbkugel. Er startet in Alice Springs. In der Stadt im australischen Outback leben 25 000 Menschen und rund 6000 Giftschlangen. Das zumindest behauptet Rex Neindorf, der Schlangenfänger von Alice Springs. Mit dem "Aboriginal" Dale Campbell erkundet Furrer das Outback. Als Ranger betreut Campbell das Land, das traditionell seinem Stamm, den Arrernte, gehört. Der Gast aus der Schweiz lernt, dass man sich in Australien das Glück erkämpfen muss. Es herrscht eine Bruthitze, und aggressive Stechfliegen lassen selbst beim malerischen Sonnenuntergang keine Romantik zu. Anschließend reist Sven Furrer auf dem legendären Oodnadatta-Track, einer alten Handelsroute, durch endloses Buschland. Er macht Halt in William Creek. Das Dorf hat fünf Einwohner, einen Pub, eine Tankstelle und ein Hotel. Beim Frühstück lernt Furrer den Wirt Trevor Wright kennen, dem nicht nur der Pub, sondern das ganze Dorf gehört.


14:05 12.378 km Australien – Sven Furrer auf Abwegen (45 Min.) (HDTV)
Folge 2 von 6
(Erstsendung 28.11.2014)

In der zweiten Folge besucht Sven Furrer die Clayton Station, eine riesige Rinderfarm. Die typische australische Farm hat die Fläche des Kantons Tessin. Früher bewirtschaftete Familie Oldfield ihre Farm fast ausschließlich auf dem Rücken von Pferden. Darum halten Vater Shane und Sohn Clayton noch eine Herde halbwilder Pferde, "aus Sentimentalität", wie Shane Oldfield sagt. Als "Benzin-Cowboy" ist Sven Furrer auf dem Motorrad unterwegs – ein wildes Abenteuer mitten im Outback. Nach zehn Tagen in der Wildnis erreicht er die Südküste. Auf der Suche nach einem Surflehrer findet er zufällig Daniel "DJ" Skinner, einen sympathischen Kauz ohne festen Wohnsitz. Daniel lebt den Traum der großen Freiheit, übernachtet am Strand und zeigt Sven Furrer, wie er das Glück auf der perfekten Welle findet. In der Millionenstadt Melbourne lernt Furrer eine ganz andere Seite des roten Kontinents kennen, modern und urban: Er hat sich mit der Künstlerfamilie Nelson verabredet. Tochter Olympia spielt Geige im Jugendorchester, ihre Mutter Polixeni Papapetrou ist eine berühmte Fotokünstlerin.


14:50 12.378 km Australien – Sven Furrer auf Abwegen (40 Min.) (HDTV)
Folge 3 von 6
(Erstsendung 5.12.2014)

In der dritten Folge trifft Sven Furrer in der Nähe von Canberra auf Karreen Thomas. Sie opfert ihre gesamte Freizeit für die Australian Wildlife Rescue Organisation. Sie kümmert sich um Känguru-Waisen, die meist bei Autounfällen ihre Mutter verloren haben. Urs Wälterlin, Australien-Korrespondent vom Schweizer Radio und Fernsehen, zeigt Sven die Hauptstadt Canberra. Gemeinsam besuchen sie das nationale Kriegsdenkmal. Seit jeher zieht Australien an der Seite des Mutterlands England in Kriege und Schlachten. Auf der Farm von Charlie Prell taucht Furrer in das Leben der Schaf-Farmer ein. Die Region um die Stadt Goulburn war früher das Zentrum der australischen Wollproduktion. Edle Merinowolle eroberte von dort aus die ganze Welt. In den Blue Mountains trifft Sven Furrer Chris Darwin. Er ist der Ururenkel von Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie. Der gebürtige Engländer führt das Erbe seines Ahnen fort und setzt sich für den Artenschutz ein.


15:30 12.378 km Australien – Sven Furrer auf Abwegen (40 Min.) (HDTV)
Folge 4 von 6
(Erstsendung 12.12.2014)

Diesmal besucht Sven Furrer Sydney. In der größten Stadt Australiens steuert er nicht das berühmte Opernhaus an, sondern trifft die Globetrotter Charis und George Schwarz. Er ist Schweizer, sie Australierin. Sie lernten sich vor über 50 Jahren in Spanien kennen und fuhren mit dem Motorrad durch die ganze Welt. Das nächste Reiseziel ist "Daintree National Park". In dem Regenwald des Parks lebt rund ein Drittel aller Säugetiergattungen Australiens. Auch 700 Pflanzen wachsen ausschließlich an diesem kleinen Fleck. Furrer trifft Alex Cheesman von der James Cook University. Der Biologe erforscht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Regenwald. Mit einem Kran schwebt Cheesman in die Baumkronen der Urwaldriesen. Im tropischen Norden Australiens gilt in vielen Gewässern ein striktes Badeverbot. Immer wieder kommt es zu tödlichen Angriffen von Salzwasserkrokodilen. Der Krokodil-Experte Charlie Manolis erklärt, warum die gefürchteten Reptilien trotzdem wertvoll für die Region sind. Furrer hilft mit, als der Chef-Wissenschaftler des "Crocodylus Park" mit seinen Mitarbeitern ein riesiges Salzwasserkrokodil fängt und umsiedelt. Auf der Gibb River Road lockt das Abenteuer: Die legendäre Offroad-Piste führt 660 Kilometer durch die wildromantische Region der Kimberley.


16:10 12.378 km Australien – Sven Furrer auf Abwegen (45 Min.) (HDTV)
Folge 5 von 6
(Erstsendung 19.12.2014)

In der fünften Folge erkundet Furrer die wildromantischen Kimberleys. Dort, im Nordwesten Australiens, reist er ins unberührte Buschland und taucht ein in die Welt der Aborigines. Er lebt drei Tage lang bei Neville Poelina vom Stamm der Nyikina und lernt, wie man mit den Blättern eines bestimmten Baums Schmerzen lindern kann. Weiter geht die Reise in die Minenstadt Newman. Das Durchschnittsalter der rund 5000 Einwohner beträgt nur 32 Jahre. Wer in Newman lebt, arbeitet entweder in der Mine oder für ein Zulieferunternehmen. Im Tagebau werden fast 40 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr abgebaut. Furrer besucht die riesige Eisenerzmine von Mount Whaleback. Nobby Clark arbeitet seit 20 Jahren als Kranführer dort und ist der Coach der Newman Saints, einer von vier Footballmannschaften in Newman. Furrer begleitet ihn zum Match der Saints gegen die ungeschlagenen Erzrivalen der Centrals. Weil viele seiner Spieler Schicht arbeiten, kann Nobby nie verlässlich planen. Auch heute fehlen ihm wichtige Spieler, und er muss selbst auf das Spielfeld.


16:55 12.378 km Australien – Sven Furrer auf Abwegen (40 Min.) (HDTV)
Folge 6 von 6
(Erstsendung 26.12.2014)

In der letzten Folge reist Sven Furrer in die ehemalige Minenstadt Wittenoom. Zur Geisterstadt gibt es im Reiseatlas sogar einen Warnhinweis: Wer die Stadt besucht, riskiert seine Gesundheit. Denn in Wittenoom wurde in den 1950er-Jahren Asbest abgebaut. Rund 2000 Menschen sollen an den Spätfolgen gestorben sein. Furrer wagt sich in die Sperrzone und macht überraschende Bekanntschaften. Dann geht es weiter zum Ningaloo Reef im Nordwesten. Dort geht Furrer mit der Meeresbiologin Dani Rob und riesigen Walhaien schwimmen. Der glückliche Kontinent hat auch eine Schattenseite: In Australien gelten äußerst rigorose Gesetze für Flüchtlinge. Hinter Stacheldraht müssen sie oft bis zu drei Jahre lang ausharren und auf ihren Asylentscheid warten. Sven Furrer lernt einen afghanischen Flüchtling kennen, der endlich sein "lucky country" gefunden hat.


17:35 Route 66 (55 Min.) (HDTV)
Straße des amerikanischen Traums
Film von: Romain Guélat
(Erstsendung 11.5.2015)

Die Route 66 verbindet auf der 4000 Kilometer langen Strecke Chicago und Los Angeles. Atemberaubende Landschaften und ein Amerika voller Kontraste stehen für den American Way of Life. In den 1920er-Jahren erbaut, hat die Route 66 Millionen von Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben bis nach Kalifornien begleitet. Die Straße war wie ein Versprechen, der Weg ins Eldorado. Dann drängten neue Autobahnen die legendäre Route ins Abseits. Sie waren schneller und sicherer. Eine Katastrophe für die kleinen Gemeinden entlang der Route 66. Motels und Tankstellen mussten schließen. Die einst stark frequentierten Dörfer und Städte wurden links liegengelassen. Das pralle Leben fand woanders statt. Die Reisereportage begegnet auf der Strecke Männern und Frauen, die aus Leidenschaft mit der Route 66 verbunden sind. Die Route 66 ist für sie nach wie vor Symbol des amerikanischen Traums. Mehr und mehr finden Reisende der Nostalgie wegen wieder auf diese Strecke.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Schweizer Entdecker (50 Min.)
Sehnsucht Antarktis
Folge 1 von 2
Film von: Lisa Röösli
Erstausstrahlung

Der Wunsch nach Ruhm und Ehre, Wissensdurst und Abenteuerlust führten Entdecker an die entlegensten Orte der Welt. Xavier Mertz (1882-1913) aus Basel war vom Antarktis-Fieber angesteckt. 1911 schloss er sich der legendären Expedition des Australiers Douglas Mawson an, welche die Küste des eisigen Kontinents erforschte. Als erster Schweizer setzte Mertz einen Fuß in diese menschenfeindliche Gegend, doch er bezahlte dafür einen hohen Preis. Der Film nimmt den Zuschauer mit auf die Reise des jungen Abenteurers. Die Filmemacherin Lisa Röösli versucht an den Ort zu gelangen, an dem er die letzten Monate seines Lebens verbrachte. Auch gut 100 Jahre später wird deutlich: Hier herrscht die Natur.


21:05 Schweizer Entdecker (55 Min.)
Der Basler Scheich Ibrahim
Folge 2 von 2
Film von: Roger Brunner, Lisa Röösli
Erstausstrahlung

Johann Ludwig Burckhardt (1784-1817) aus Basel sollte im Auftrag der Engländer das Innere Afrikas erkunden und entlang des Niger zu der sagenumwobenen Stadt Timbuktu gelangen. Zur Vorbereitung reiste Burckhardt sieben Jahre lang als Scheich Ibrahim getarnt durch die arabische Welt, eignete sich Sprache und Sitten an und wurde zum Entdecker der antiken Stadt Petra und der Tempel von Abu Simbel. Der Film führt an die Orte seines Wirkens, stellt Menschen vor, die das Andenken an den Schweizer Scheich hochhalten, und fragt nach seiner Bedeutung in der heutigen Zeit.


22:00 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


22:25 Steinschlag (85 Min.)
Fernsehfilm Schweiz, 2005
schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln

Rollen und Darsteller:
Andrea Stamm – Sandra Utzinger
Robert Stamm – Mathias Gnädinger
Mario Frick – Patrick Serena
Werner Baumberger – Andrea Zogg
Daniel Clarins – Vincent Coppey

Regie: Judith Kennel
Drehbuch: Judith Kennel

Kaum aus Amerika in ihrem Heimatdorf zurück, wird die junge Bergführerin Andrea Stamm zu einem Bergungseinsatz gerufen. Die Frau des Bauunternehmers Baumberger ist verunglückt. Ein Mord? Das ganze Dorf trauert, aber Andreas Vater Robert Stamm kann nicht an einen Unfall glauben. Der ehemalige Polizeifahnder, der gegen seinen Willen in Frühpension geschickt wurde, ist davon überzeugt, dass Baumberger seine Frau umgebracht hat. Nach anfänglichem Zögern schenkt Andrea dem Verdacht ihres Vaters Glauben und fängt an, nachzuforschen. Bei ihrem Versuch, dem wahren Unfallhergang auf die Spur zu kommen, macht sie sich jedoch unbeliebt. Sie erhält anonyme Anrufe, wird bedroht und bekommt als Bergführerin kaum noch Aufträge. Bei einer Bergtour wird sie schließlich in eine Falle gelockt. Während seine Tochter oben am Fels ums Überleben kämpft, bringt Robert Stamm unten im Tal die Wahrheit ans Licht.

Der Fernsehfilm "Steinschlag" ist ein spannendes Schweizer Krimidrama nach dem gleichnamigen Roman von Emil Zopfi.


23:50 Meine 92-jährige Mitbewohnerin (30 Min.) (HDTV, UT)
Studenten im Seniorenheim
Film von: Norbert Lübbers
(Erstsendung 30.5.2017)

Sechs Studenten leben Tür an Tür mit 160 Senioren. Das Ganze ist ein Experiment der Generationen im Altenheim Humanitas in Deventer, 70 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Jung und Alt sollen von diesem Projekt profitieren. Die Studenten erhalten kostenlosen Wohnraum. Als Gegenleistung müssen sie 30 Stunden im Monat mit den Senioren verbringen. Die Reportage begleitet die Musical-Studentin Jolieke van der Wals über mehrere Monate. Der Film zeigt ihre persönliche Entwicklung und wie sie trotz anfänglicher Schwierigkeiten nach und nach Kontakte zu den Senioren knüpft. Die 20-Jährige wollte endlich weg von zuhause und auf eigenen Beinen stehen. Doch wie ein bezahlbares Zimmer finden? Der studentische Wohnungsmarkt in den Niederlanden zählt nach Großbritannien zu den teuersten Europas. 300 bis 600 Euro im Monat zahlen holländische Studierende für ein Zimmer. Dazu kommen die im Vergleich zu Deutschland hohen Lebenshaltungskosten. Die Folge: Rund 36 Prozent der Studierenden in den Niederlanden leben noch bei den Eltern. Gleichzeitig stecken die Niederlande, wie der Großteil Westeuropas, tief im demografischen Wandel. Unter dem Begriff "Grijze druk" (deutsch: "Grauer Druck") steht das Thema "alternde Gesellschaft" ganz oben auf der politischen Agenda. Das traditionell solidarische Sozialsystem stellt eine alternde Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Es geht vor allem um die Frage, wie das Land mit der wachsenden Zahl pflegebedürftiger und demenzkranker Menschen umgeht. Gea Sijpkes ist die Direktorin des Altenheims Humanitas. Um ihr Haus attraktiver zu machen, hat sie das Projekt "Woonstudenten" entwickelt: "Wir müssen aufhören, Ältere aus der Mitte unserer Gesellschaft an den Rand zu drängen und mehr Brücken zwischen Jung und Alt bauen." Umfragen unter den Bewohnern zeigen, dass sich ihr Wohlbefinden durch die jungen Mitbewohner deutlich verbessert hat. Die Studenten erklären den Senioren, wie E-Mails funktionieren. Andere machen mit ihnen kleine Ausflüge, lösen Kreuzworträtsel oder hören einfach nur zu. So gewinnen am Ende beide Seiten: Die Studenten finden Wohnraum, und die Alten bekommen Zuwendung und ein Lebensgefühl jenseits von Krankheit und Pflegebedürftigkeit.


00:20 10 vor 10 (25 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


00:45 ECO (30 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 28.5.2018)

Moderation: Reto Lipp

Das Wirtschaftsmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen wirft einen eigenständigen Blick auf das Wirtschaftsleben – mit Hintergrund-Berichten, Grafiken und Reportagen. "ECO" berichtet seit 2007 aus der Perspektive der Wirtschaft und bringt die Welt der Wirtschaft den Zuschauern näher. "ECO" fragt nach, "ECO" zeigt die Zusammenhänge, "ECO" erklärt die Gründe und die Hintergründe. Ob Marktschreier oder Manager, ob Bauer oder Banker, ob lokal oder global – "ECO" lebt Wirtschaft.


01:15 Panorama (25 Min.) (HDTV, UT)
Let's get physical!
(Erstsendung 25.6.2017)

Moderation: Nina Horowitz

Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: "Panorama" zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind. In dieser Sendung geht es um Bewegung. Mit der Aerobic-Hymne "Physical" von Olivia Newton John aus dem Jahr 1981 lädt "Panorama" zum gemeinsamen Workout ein. Für Arnold Schwarzenegger war der Film "Pumping Iron" einer der ersten großen Meilensteine seiner Karriere. Schwarzenegger gilt als Aushängeschild des Muskelsports und hat das Bodybuilding nachhaltig salonfähig gemacht. "Apropos Film" besuchte den Steirer, der mit seinen Bizeps Millionen gemacht hat, 1977 in seiner Wahlheimat Amerika, um mit ihm über allerlei zu plaudern: über das nicht immer glänzende Image von Bodybuilding, seine zahlreichen Freundinnen, seinen "sex-drive" und seine Zukunftspläne. Nur seine Mutter hatte Sorgen. Sie konnte sich nicht alle Damen merken, die Arnie ihr so vorstellte – und schon gar nicht jeder Freundin ihren berühmten Apfelstrudel servieren. Arnie besänftigte seine Mutter mit einem Champagnerfrühstück. In einer "Jolly Joker"-Reportage geht es um Männer, die sich gern von Frauen quälen lassen - natürlich nur in sportlicher Hinsicht. Und zum Abschluss geht es noch mal zurück zu den Anfängen der 1980er-Jahre. Da fing es an, dass sich Aerobic als angebliche Wunderwaffe gegen ungewollte Kurven und Bäuchlein etablierte. Was Jane Fonda in Amerika war, durfte in Österreich Falco – mit Leib und Seele – verkörpern. Zu wilder Musik lieferte er Bewegungsanleitungen zu Aerobic. Und hier kann man wirklich ohne Übertreibung von einem "Fundstückerl" aus dem Archiv sprechen.


01:40 Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere bauen (45 Min.) (HDTV)
Film von: Alvaro Mendoza
(Erstsendung 23.9.2015)

Viele Tiere sind als Baumeister nicht weniger geschickt als der Mensch. Dass sie imstande sind, Erstaunliches zu leisten, zeigen die Turmbauten der Termiten ebenso wie die Waben von Wespen. Tierbauten sind meistens einfach, aber immer genial durchdacht. Sie geben interessante Einblicke in die Lebensweise und das Verhalten der Baumeister. So spinnen Fallensteller Netze oder bauen Gruben und fangen auf diese Weise ihre Beute. Nicht nur Vogelnester sind Kinderstuben, in denen die Jungen aufgezogen werden, auch Insekten, Frösche und Fische bauen für ihre Brut. Das Faszinierende bei allen Tierbauten ist, dass sie grundsätzlich aus Naturmaterialen gebaut werden. Und während der Menschen sein Revier gern für sich allein hat, ist es im Tierreich völlig normal, dass – oftmals viele verschiedene – andere Tiere einen Bau nutzen oder als Nachnutzer einziehen.


02:25 Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich herausputzen (45 Min.) (HDTV)
Film von: Alvaro Mendoza
(Erstsendung 23.9.2015)

Tiere waschen sich nie die Hände, putzen sich die Zähne oder springen unter die Dusche. Trotzdem sind sie sauber und verwenden im Lauf ihres Lebens ungeheuer viel Zeit auf ihr Äußeres. Sie kratzen, lecken und pudern sich, sie kämmen ihre Federn, nehmen Schlammbäder oder halten sich eine Putzhilfe. Dabei beugt die gründliche Pflege nicht nur Krankheiten und Parasiten vor – sie hilft auch, sich zu verteidigen oder kann für die Beziehung nützlich sein.


03:10 Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich tarnen (40 Min.) (HDTV)
Film von: Alvaro Mendoza
(Erstsendung 24.9.2015)

"Bloß nicht auffallen!", lautet eine der wichtigsten Regeln im Tierreich. Um nicht von Feinden entdeckt zu werden – oder um selbst erfolgreich jagen zu können. Dazu haben sich viele Tierarten im Laufe ihrer Entwicklung schlaue Tricks einfallen lassen. Einige Tiere geben sich fast gar nicht zu erkennen. Täuschend echt ahmen sie ihre Umgebung nach und passen ihr Gefieder, ihre Farben und sogar ihr Verhalten daran an. Andere wiederum schrecken ihre Gegner mit Warnfarben ab. Manche Tiere benutzen dabei das Tarnen und Täuschen als List, um sich vor potenziellen Fressfeinden in Sicherheit zu bringen, andere verwenden diese Mittel, um sich auf der Jagd nach Beute eine günstige Ausgangsposition zu verschaffen. Doch egal, mit welchen Mitteln und zu welchem Zweck: Insekten, Reptilien, Fische und sogar fleischfressende Pflanzen nutzen alle ausgefeilte "Tricks", um andere Lebewesen in die Irre zu führen und sich so einen überlebenswichtigen Vorteil zu verschaffen.


03:50 Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere kommunizieren (45 Min.) (HDTV)
Film von: Alvaro Mendoza
(Erstsendung 24.9.2015)

Tiere mögen zwar keine Sprache haben, die unserer menschlichen ähnlich ist, trotzdem kommunizieren sie. Nicht nur untereinander, sondern auch mit anderen Lebewesen – oft einfach, aber effektiv. Wenn man einen Hirsch röhren hört, weiß man, es ist Brunftzeit. Wenn eine Klapperschlange mit ihrer Rassel warnt, ist Gefahr in Verzug. Wenn ein Hund gegen den Zaunpfahl pinkelt, markiert er sein Revier. Tiere teilen sich auch mit, wo es etwas zu Essen gibt, dass sie paarungsbereit sind oder dass Gefahr droht.


04:35 Grüne Ameisen – Freund oder Feind? (45 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 23.9.2015)

"Erst beißen – dann fragen", lautet die Überlebensstrategie der Grünen Ameise, die trotz oder gerade wegen ihrer Aggressivität derzeit nicht nur in Australien viele neue Freunde gewinnt. So wird sie nicht nur dort, sondern auch in Südostasien und Teilen Afrikas vermehrt zur ökologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Darüber hinaus liefern ihre Larven der traditionellen Küche Thailands Proteine, und sie selbst schmeckt köstlich nach Limette.


05:20 Indien – zeitlos (30 Min.)
Film von: Katja Eichhorn, Karin Köhler
(Erstsendung 6.5.2012)

Wenn im Palast des Maharajas Gaj Singh II. die Zeit still steht, kommen Wolfgang Domann und seine Kollegen. Sie verbindet eine Leidenschaft: historische Uhren. Dafür reisen die Meister ihres Handwerks auch in die fernsten Länder. In Indien wollen sich die Uhrmachermeister aus Deutschland einen Traum erfüllen: Die Reparatur und Restauration unbezahlbarer Kostbarkeiten im Palast des Maharajas von Jodhpur. Dafür haben sie mit ihm eine Abmachung: Flug, Werkzeug und Ersatzteile zahlen die Meister selbst. Für Unterkunft, Verpflegung und Kulturprogramm kommt der Maharaja auf.


05:50 – 06:00 3satTextVision (10 Min.)

 

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Donnerstag, 31. Mai 2018


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
06:00 Wie man in den Wald ruft … (50 Min.) (HDTV)
Beziehungsgeschichten von Mensch und Natur
Film von: Gustav W. Trampitsch
(Erstsendung 15.12.2015)

Jahrtausende lang war der Wald das zentrale Biotop unserer Kultur und Gegenstand vieler Sagen und Legenden. Der Film geht den Emotionen auf den Grund, die der "Mythos Wald" hervorruft. Allgegenwärtig nährte, wärmte und beschützte der Wald die Menschen. Er galt aber auch als unsicher, rätselhaft und gefährlich. Er erschien übermächtig, war Heimat und Fremde zugleich – ein ambivalenter Ort. Ehrfürchtig und schaudernd nahm die Menschheit seine Geschichten in ihr kollektives Gedächtnis auf. Von der Antike bis heute gibt es dazu unzählige künstlerische Zeugnisse aus Literatur, Musik und bildender Kunst. Auch wenn inzwischen bereits mehr Menschen in der Stadt leben als auf dem Land, liefert die "grüne Lunge" unseres Planeten auch in Europa noch überraschende Fakten: So arbeiten etwa in Deutschland mehr Menschen in der Forstwirtschaft als in der Autoindustrie. In Nordost-Europa und auf dem Balkan wird der Wald zum Teil noch so bewirtschaftet, wie es schon in alten Märchen beschrieben wurde. Und weltweit bewohnen noch immer etwa 2100 indigene Völker die Wälder. Viele Menschen, die Abstand zur Alltagshektik der westlichen Industriegesellschaft gewinnen wollen, sehnen sich nach idyllischen Auszeiten in der Natur und damit auch nach der "uralten Heimat Wald".


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
06:50 Wachau – Land am Strome (55 Min.) (HDTV)
Film von: Georg Riha
(Erstsendung 8.6.2005)

Es zählt zu den schönsten Schauspielen der Natur, wenn in der Wachau im Frühling die Marillenbäume zu blühen beginnen und den ganzen Landstrich in ein duftendes Blütenmeer verwandeln. Die Wachau ist mit 36 Kilometern nur ein kurzer Abschnitt der 2800 Kilometer langen Donau - und zählt zum UNESCO-Welterbe. Die Dokumentation zeigt die Reize dieser Kultur – und Naturlandschaft im Wechsel der Jahreszeiten. Das gewundene Donautal, die Auwälder, Felsformationen und die von Menschenhand geschaffenen Weinbauterrassen sind UNESCO-Naturdenkmäler. Bekannt ist die Wachau auch für ihre idyllischen Ortschaften, ihre Klöster und Burgen. Seit der Römerzeit ist die Wachau Weinland – heute kann sich das "Land am Strome" mit seinen Weißweinen mit jeder Weinbauregion der Welt messen.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
07:45 Narzissenfest im Ausseerland (60 Min.) (HDTV)
Die weiße Pracht im steirischen Salzkammergut
Film von: Helmut C. Gürtl
(Erstsendung 4.6.2017)

Moderation: Sigrid Maurer, Reinhard Grundner

Bereits zum 58. Mal feierte das Ausseerland die "weiße Pracht im steirischen Salzkammergut" und veranstaltete von 25. bis 28. Mai 2017 das größte Blumenfest Österreichs: das Narzissenfest! Höhepunkt sind die imposanten Blütenskulpturen beim Stadt – und Bootskorso in Bad Aussee und am Grundlsee. Die Dokumentation "Narzissenfest im Ausserland" präsentiert die schönsten Momente und Eindrücke des Fests in einer filmischen Zusammenfassung.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
08:45 Landgasthäuser – Gärten im Salzburger Land (30 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Werner Teufl
(Erstsendung 9.6.2012)

Die kulinarische Gartenreise führt nach Salzburg und Umgebung und stellt neben regionalen Spezialitäten wie Hirschbraten mit Preiselbeerbuchteln auch die schönsten Gärten der Region vor. Die Parkanlagen in der Mozartstadt wie der Mirabellgarten beeindrucken durch barocke Architektur und Blumenpracht. Im Flachgau und im Salzkammergut hingegen ist die Landschaft geprägt durch malerische Bauerngärten und Obst – und Gemüseanbau.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
09:15 Kleiner Schwindel am Wolfgangsee (95 Min.) (4:3, s/w, mono)
Spielfilm Österreich, 1949

Rollen und Darsteller:
Dr. Peter Kurz – Gunther Philipp
Walter Pichler – Hans Holt
Trixi Gundacker – Waltraut Haas
Anny Bird – Susi Nicoletti
Dr. Egon Ritteshe – Peter Hey

Regie: Franz Antel

Dem jungen Studenten Walter stehen turbulente Sommerferien am Wolfgangsee bevor. Sein Onkel, ein viel beschäftigter Hotelbesitzer, ahnt nicht, womit sein Neffe seine Zeit verbringt. Statt dem vereinbarten Medizinstudium hat sich Walter der Bildhauerei verschrieben. Busenfreund Peter, seines Zeichens frisch gebackener Arzt, soll Walter nun aus der Patsche helfen. Im Nu sind die Rollen getauscht, was unweigerlich zu Komplikationen führt.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
10:50 Alpenseen – Stille Schönheit am Ursprung des Wassers (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Waltraud Paschinger, Erich Pröll
(Erstsendung 27.11.2003)

Neben den Bergen ist das Wasser der größte Reichtum Österreichs. Quellen, Bäche, Teiche, Seen und Flüsse haben Österreichs Landschaft über Tausende von Jahren gezeichnet und geformt. Die Dokumentation zeichnet die Wege des Wassers in den Alpen Österreichs nach – vom Gletscher ins Tal und durch die Berge zur Quelle – und beschreibt die Schönheit der naturbelassenen kleineren Seen mit ihrer vielfältigen Pflanzen – und Tierwelt. Jeder Alpensee hat seine eigene Geschichte. Es geht um verwunschene Felsen, spektakuläre Unterwasserwelten, Drachen, uralte Fischarten, aber auch um Höhlenforscher und die moderne Wissenschaft. Die vielfach ausgezeichneten Naturfilmer Waltraud Paschinger und Erich Pröll sind diesen Geschichten nachgegangen.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
11:35 Die geheimnisvolle Welt der Bäume (50 Min.) (HDTV)
Naturschätze der Steiermark
Film von: Alfred Ninaus
(Erstsendung 26.5.2016)

Bäume sind nicht einfach Bäume, sie waren schon vor Jahrhunderten da und werden oft noch Jahrhunderte überleben; sie haben sozusagen Geschichte erlebt. Den Menschen war das immer bewusst, nicht zuletzt werden viele Bäume als Heiligtümer verehrt. Sie sind aber auch Lebensraum für viele Tiere und sie liefern wertvollste Rohstoffe vom Holz über heilsame Lindenblüten bis zum antibakteriell wirkenden Harz. Linden und Eichen, uralte Edelkastanien, hochwüchsige Tannen, Lärchen, Urzirben. Einfach Bäume – sie umgeben uns und wir nehmen sie als selbstverständlich, aber sie sind mehr: Bäume erzählen Geschichten, sie waren da, als wir noch lange nicht am Leben waren und werden da sein, wenn wir alle nicht mehr existieren. Sie öffnen das Tor in eine längst vergangene Zeit, in der man sie wegen ihrer Heilkraft schätzte und sie sogar als heilig verehrte. Bäume sind voller Kraft und Zauber. So wurde beispielsweise entdeckt, dass das Baumharz eine antibakterielle Wirkung hat. Neben dem Harz ist es vorwiegend das wertvolle Holz, das uns Menschen seit jeher in den Bann zieht und unser Überleben bis heute sichert. Bäume sind geniale Überlebenskünstler und statische Meisterwerke. Sie zählen zu den ältesten und größten Lebewesen der Erde. Einige der imposantesten Exemplare Europas stehen übrigens in der Steiermark: eine 2000 Jahre alte Linde in Übelbach, eine 1000-jährige Eiche in Bierbaum. Die Dokumentation zeigt diese gefährdeten Naturdenkmäler und beleuchtet den Lebensraum Baum: In den Jahrhunderte alten Bäumen des Tierparks Herberstein leben seltene Käferarten, wie Eichenbock, Juchtenkäfer und Bockkäfer. Aber auch Eichkätzchen, Fledermäuse, Siebenschläfer und Baummarder nützen Bäume als Wohnung und Jagdrevier, ebenso wie die verschiedensten, zum Teil sehr seltenen Vogelarten.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
12:25 Wiener Wälder – Grüne Juwele (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Georg Riha
(Erstsendung 13.10.2005)

Die Wälder von Wien prägen das Erscheinungsbild der Stadt, sind Lebensader und Zuflucht zugleich. Kaum eine andere europäische Hauptstadt besitzt pro Einwohner so viel Wald wie Wien. Im Westen und im Norden der Donaumetropole erstreckt sich der Wienerwald, im Osten liegt der Nationalpark Donau-Auen. Unzählige Wäldchen und Grünanlagen finden sich direkt im Stadtgebiet. Die Kernzone des Waldbesitzes liegt jedoch 150 Kilometer von der Stadt entfernt. Die Kalkalpen rund um die Rax, den Schneeberg und das Hochschwab-Massiv stehen in Wiener Gemeindebesitz, zumindest jene 32 000 Hektar, die im Einzugsgebiet der beiden berühmten Hochquellwasserleitungen liegen. All diese grünen Juwele stehen unter der Obhut einer beachtlichen Garde von Förstern, Landwirten, Winzern, Berufsjägern und Holzarbeitern, die vor allem im Dienst der Lebensqualität tätig sind. "Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag aus der Reihe "Universum"


13:10 Der wilde Wald der Kaiserin (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Film von: Thomas Rilk
(Erstsendung 11.12.2012)

Ein malerisches Schloss in einem weitläufigen Waldpark: Die Wiener Hermesvilla im Lainzer Tiergarten ist Schauplatz der Dokumentation. Ende des 19. Jahrhunderts ließ Kaiser Franz Joseph I. das Schloss für Kaiserin Elisabeth errichten. Heute strömen jährlich eine halbe Million Touristen hierher. Was die Besucher nicht zu sehen bekommen, zeigt dieser Film: die atemberaubende Tierwelt. "Der wilde Wald der Kaiserin" zeigt die Geschichte jener Tiere, die den 25 Quadratkilometer großen Lainzer Tiergarten am Stadtrand Wiens zum Lebensraum haben. Der Film porträtiert Wildschweine, Mufflons, Damwild und viele weitere Arten. Daneben erzählt Thomas Rilks Film von einer Vielzahl an Tieren, die wohl weder der Kaiserin gut bekannt waren noch von den heutigen Besuchern des Tiergartens wahrgenommen werden: Er erzählt von Eichenprozessionsspinnern, Schusterkäfern, Feuersalamandern oder vom Aussterben bedrohten Flusskrebsen. Im Lauf der Zeit hat sich der Gütenbach in den Untergrund eingeschnitten. Tiefe Gräben, sogenannte Tobel, sind entstanden. Sie sind der Lebensraum unterschiedlicher Mikroorganismen, beispielsweise von Libellenlarven, die jahrelang im Bachbett eingegraben auf Beute lauern, um dann mit ihrer Fangmaske blitzschnell nach Beute zu schnappen. Erst in Superzeitlupe wird diese perfekte Fangtechnik für das Auge sichtbar. In unmittelbarer Nähe zu den Larven findet die Geburt von Feuersalamandern statt. Ein Weibchen setzt seine Jungen in den Gütenbach. Die Kleinen kommen mit Kiemen zur Welt und verbringen ihre ersten Monate unter Wasser. Der "wilde Wald der Kaiserin" bietet auch perfekten Lebensraum für eine besonders schöne Eulenart. Vor etwa 60 Jahren in Österreich ausgestorben, wird der Habichtskauz in einem ambitionierten Wiederansiedelungsprojekt heute in seine alte Heimat zurückgeführt. Erster Nachwuchs in freier Wildbahn hat sich bereits eingestellt. Weitere vergleichsweise winzige Vertreter der Fauna im Lainzer Tiergarten sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Diese Schmetterlingsraupen formieren sich in der Abenddämmerung zu bizarren Karawanen und kriechen Eichenstämme aufwärts auf der Suche nach Futterplätzen in der Baumkrone. "Der wilde Wald der Kaiserin" enthüllt zudem das Liebesleben der bekannten knallroten Feuerwanzen an der zirka 22 Kilometer langen Tiergartenmauer. Wenn Sisi in ihrem Märchenschloss stimmungsvolle Gedichte verfasste, war sie dort auch von den Bildern der Natur umgeben. Zeitgenössische Malerfürsten wie Makart und die Brüder Klimt hatten auf Initiative des Kaisers das Schlafzimmer von Elisabeth in einen opulenten Naturraum verwandelt. All diese Motive wurden von Regisseur Thomas Rilk ("Wiener G'stettn") in aufwendigen Dreharbeiten mit Krankameras, Heißluftballon und Hubschrauber eingefangen.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
13:55 Sommerfrische – Reisen wie zu Kaisers Zeiten (50 Min.) (HDTV)
Film von: Björn Kölz, Gernot Stadler
(Erstsendung 14.11.2016)

In der Habsburg-Monarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit. Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land und verbanden die Vorzüge idyllischer Natur mit urbaner Geselligkeit. Das Salzkammergut, der Wörthersee, Triest und Abbazia sind nur einige der damaligen Traumziele. Das Vielvölkerreich der Habsburger stellte einen kulturell wie gesellschaftlich einzigartigen Kosmos dar. Die nostalgische Verklärung dieser Ära begann noch vor dem Ende des Habsburgerreichs und hält bis heute an, vor allem in Orten, die mit einer der schönsten Errungenschaften der Donaumonarchie verbunden sind – der Sommerfrische. Das vornehmlich adelige und großbürgerliche Sommervergnügen, dessen Wurzeln in der Biedermeierzeit liegen und dem – wenn auch in bescheidenerem Rahmen – bis in die Zwischenkriegszeit gefrönt wurde, wird in dieser Dokumentation in all seinen Facetten gezeigt: von den populärsten Reisezielen vergangener Tage über die spezielle Reisekultur bis zu Transportmitteln und – wegen. Das "Fin de siècle" wurde zum Höhepunkt der Sommerfrische. Man reiste aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon eine gesellige Zeit miteinander zu verbringen. Man schwärmte von Triest, von der Riva in Pola und vom milden Klima Abbazias. Damals entdeckte man den Lago di Garda, den Wörthersee und eroberte die Gipfel der Alpen. Das Reisen im alten Österreich war untrennbar mit der verkehrstechnischen Erschließung des Großreichs verbunden. Das Salzkammergut gilt als Wiege der Sommerfrische. Der Kurbetrieb am Traunsee war zutiefst verbunden mit dem österreichischen Kaiserhaus und der Nähe zu Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte. Bis heute konnten Orte wie Gmunden viel vom Flair vergangener Tage bewahren. Während am Traunsee überwiegend Mitglieder der nationalen und internationalen Aristokratie dominierten, wurde das restliche Salzkammergut bald durch das gehobene Bürgertum erschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Attersee, und die ersten Sommervillen der Bourgeoisie entstanden. Fasziniert vom Türkisblau des Wassers, mischten sich Fotografen, Maler, Komponisten und Dichter – von Gustav Mahler bis Gustav Klimt – unter das reiche Großbürgertum. In der 1890 erbauten Villa Langer in Steinbach am Attersee wird die Sommerfrische wiederbelebt, wie sie Adelige, Großbürger und berühmte Künstler genossen haben. Der 1886 gegründete "Union Yacht Club Attersee" zählt zu den ältesten und heute zu den größten Segelclubs Österreichs. Wenn Komponisten Urlaub machten, suchten sie meist nach Inspiration und Ruhe. Als kreative Refugien dienten ihnen gerne Seebäder, Komponier-Häuschen oder ein abgelegenes Waldhaus. Gerne bedienten sie dabei das Klischee des genialen Eremiten, auch wenn so mancher von ihnen den Freuden des Lebens nicht abgeneigt war. Johannes Brahms war einer jener Komponisten, die ihre produktivsten Zeiten während ihres Urlaubs hatten. Sommerfrische war für ihn niemals nur Amüsement. Einige seiner berühmtesten Werke komponierte er in Pörtschach am Wörthersee. Mit dem Anschluss der Bahnstrecke Wien-Klagenfurt an die "k.u.k. Südbahn" wurde der Aufenthalt am Wörthersee zu einer gut erreichbaren Attraktion und Pörtschach zu einem der edelsten Sommerfrische-Orte in der Donaumonarchie. Die "Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach" rief 1993 den "Brahms Musiksommer" ins Leben – mit Konzerten bekannter Interpreten, Festwochen und internationalem Wettbewerb. Das Programm dieser Veranstaltung, das Musikliebhaber aus ganz Europa anzieht, weist jährlich wechselnde Schwerpunkte auf. Mit dem Entstehen eines neuen Naturgefühls im 18. Jahrhundert wurden die Alpen zum Ausgangspunkt einer neuen Naturbewegung. Die bisher nur Angst erweckenden Berge wurden zu einer Art irdischem Paradies stilisiert. Auch hier fokussierte sich die Aufmerksamkeit rasch auf das Salzkammergut. Es war in der Nähe von Gößl, wo der bis heute als "Steirischer Prinz" hoch verehrte Erzherzog Johann beim Klettern im Toten Gebirge das Ausseerland entdeckte. Johann, der "Grüne Rebell aus dem Hause Habsburg", lebte seine Philosophie vom Bewahren und Erneuern. Der volksnahe Erzherzog vertrat das Motto "zurück zur Natur" lange bevor es zum Modetrend verkam. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bergsteigen schließlich zur Massenbewegung. Es gibt sie noch, die Orte und Landschaften, wo trotz zeitgemäßer Technik versucht wird, das Flair vergangener Tage zu erhalten. Dieses Flair gilt es zu erspüren und zu ergründen, um den Mythos der Sommerfrische erfahrbar zu machen.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
14:45 Mythos Ausseerland (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Manfred Corrine
(Erstsendung 10.12.2013)

Genau im geografischen Mittelpunkt Österreichs liegt eine der malerischsten und eigenwilligsten Regionen Europas: das Ausseerland im Steirischen Salzkammergut. Der Salzabbau und die Abgeschlossenheit der Region haben auch die Menschen dort geprägt – sie sind so eigenwillig wie ihre Heimat. Wie keine andere Region Österreichs zieht das Ausseerland Künstler und Touristen in seinen Bann. An den westlichen Ausläufern des sogenannten Toten Gebirges entfaltet sich eine fantastische Landschaft, die mit ihren zahlreichen Seen, Mooren und Wäldern, den massiven Bergen der nördlichen Kalkalpen und den darin verborgenen Höhlensystemen Raum für Geheimnisse bietet.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
15:30 Im Weißen Rössl (100 Min.) (4:3, UT)
Spielfilm Österreich, 1960

Rollen und Darsteller:
Leopold – Peter Alexander
Josepha Vogelhuber – Waltraut Haas
Brigitte Giesecke – Karin Dor
Dr. Siedler – Adrian Hoven
Sigismund Sülzheimer – Gunther Philipp

Regie: Werner Jacobs

Es ist Feriensaison am Wolfgangsee im Salzkammergut. Auch im "Weißen Rössl" bereitet man sich auf den Touristen-Ansturm vor. Doch der Oberkellner Leopold ist gar nicht gut aufgelegt. Denn Leopold ist heimlich in seine Chefin, die "Rössl"-Wirtin Josepha, verliebt, die jedoch seine Gefühle nicht im Geringsten zu erwidern scheint. Josepha nämlich wartet bereits voller Vorfreude auf die Ankunft ihres Stammgastes Dr. Siedler. Auf den hat sie schon lange ein Auge geworfen. Und als Leopold ihr endlich seine Gefühle gesteht, droht Josepha ihm prompt mit Kündigung, falls er es noch einmal wagen sollte, außerdienstliche Regungen für sie zu empfinden. Der ausgebuffte Oberkellner rächt sich auf seine Weise, indem er kurzerhand den Berliner Haarwuchsmittel-Fabrikanten Giesecke und dessen Tochter Brigitte in das für Siedler reservierte Apartment einquartiert. Damit legt er nichts ahnend den Grundstein für weitere Amouren, denn Siedler verliebt sich auf den ersten Blick in die hübsche Brigitte, wodurch sein Zorn über das vergebene Zimmer auf der Stelle verfliegt. Was der Rechtsanwalt Siedler nicht weiß: Papa Giesecke ist sein Gegner in einem demnächst anstehenden Gerichtsprozess, den er gegen seinen Konkurrenten Sülzheimer führt. Unterdessen gerät der arme Leopold bei dem Versuch, doch noch das Herz seiner Arbeitgeberin zu gewinnen, zwischen alle Fronten – und verliert, als er einen Brief Siedlers an Josepha unterschlägt, zwischenzeitlich sogar seine Anstellung. Als wären das nicht genug Turbulenzen, trifft auch noch Sülzheimers Sohn Sigismund am Wolfgangsee ein und verliebt sich Hals über Kopf in Klärchen, die Tochter des skurrilen Professor Hinzelmann. Zum Glück aber behält Leopold in all den amourösen Verwicklungen stets den Überblick. So kann er am Ende alle Konflikte lösen und die richtigen Paare zusammenbringen.

Mit "Im Weißen Rössl" gelang Erfolgsregisseur Werner Jacobs eine legendäre Adaption der gleichnamigen Operette. Getragen von einem glänzend aufgelegten Schauspielerensemble, erzählt der Film ebenso romantische wie humorvolle Geschichten von Liebe, Lügen und Eifersüchteleien. In den Hauptrollen sind Peter Alexander und Waltraut Haas zu sehen. An ihrer Seite spielen Gunther Philipp, Adrian Hoven und Karin Dor.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
17:10 Im Schwarzen Rössl (95 Min.) (HDTV, 4:3, mono)
Spielfilm Österreich, 1961

Rollen und Darsteller:
Eva Lantz – Karin Dor
Dr. Martin Behrend – Hans von Borsody
Gustl Zwanzger – Peter Kraus
Maxie Sperling – Trude Herr
Walpurga Fux – Lolita

Regie: Franz Antel

Eva ist Nummern-Girl bei einer Revue-Truppe. Als sie erfährt, dass sie das Palast-Hotel in St. Wolfgang am Wolfgangsee geerbt hat, kündigt sie. Gemeinsam mit ihrer Freundin Maxie bricht sie auf, um den Nachlass anzutreten. Ihre Freude verfliegt aber rasch, als sie feststellen muss, dass das Palast-Hotel verfallen ist. Gustl, der mit seiner Band im "Weißen Rössl" auftritt, weiß glücklicherweise Rat.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
18:45 Daniel Käfer – Die Villen der Frau Hürsch (90 Min.) (UT)
Fernsehfilm Deutschland / Österreich, 2005

Rollen und Darsteller:
Daniel Käfer – Peter Simonischek
Eustach Schiller – Udo Samel
Sabine – Suzanne von Borsody
Frau Hürsch – Louise Martini
Hubert Schlömmer – Karl Markovics
Anna – Bernadette Heerwagen

Regie: Julian Roman Pölsler
Drehbuch: Julian Roman Pölsler
Roman: Alfred Komarek

Daniel Käfers erfolgreiches Leben als Chefredakteur ist Vergangenheit. Im Ausseerland, wo er früher schöne Sommerferien verbracht hat, will er über seine Zukunft nachdenken. Doch bald ist er heillos in die Geheimnisse der Ausseer verstrickt, hat drei Freundinnen und ist so ratlos wie zuvor.

Fernsehfilm mit Peter Simonischek, Udo Samel, Suzanne von Borsody und anderen. In dem österreichisch-deutschen Fernsehfilm ist an der Seite von Peter Simonischek und Udo Samel eine ganze Reihe hochkarätiger deutschsprachiger Schauspieler zu sehen: Bernadette Heerwagen, Suzanne von Borsody, Ingrid Burkhard, Birgit Minichmayr, Karl Markovics, Louise Martini, Branko Samarovski und viele andere spielten unter der Regie von "Gerhard-Polt-Filmer" Julian R. Pölsler, der auch das Drehbuch zum Film verfasste.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
20:15 Daniel Käfer – Die Schattenuhr (90 Min.) (HDTV, UT)
Fernsehfilm Österreich, 2006

Rollen und Darsteller:
Daniel Käfer – Peter Simonischek
Eustach Schiller – Udo Samel
Frau Gamsjäger – Birgit Doll
Max Moser – Nicholas Ofczarek
Sabine – Suzanne von Borsody
Mirz Schlömmer – Birgit Minichmayr

Regie: Julian Roman Pölsler
Drehbuch: Julian Roman Pölsler
Roman: Alfred Komarek

Daniel Käfers Auszeit im Ausseerland neigt sich dem Ende zu. Er muss sich seinem beruflichen Neuanfang widmen. Doch schon in Hallstatt ist die Reise nach München zu Ende. Die Bekanntschaft mit dem jungen Gerd Gamsjäger und seiner Mutter führt zu dramatischen Ereignissen, Käfer verschuldet einen schweren Unfall. Gelingt ihm dennoch ein neuer Anfang?

Fernsehfilm mit Peter Simonischek nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Komarek.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
21:45 Sommernachtskonzert Schönbrunn 2018 (75 Min.) (Dolby Surround)
live zeitversetzt
Festspielsommer
Erstausstrahlung

Musikalische Leitung: Valery Gergiev
Mitwirkende: Anna Netrebko (Sopran)

Programm:
- Gioacchino Rossini: Ouvertüre zur Oper "Guillaume Tell", Finale
- Giuseppe Verdi: Ouvertüre zur Oper "La forza del destino"
- Giacomo Puccini: Vissi d'arte, vissi d'amore, Arie aus der
Oper "Tosca"
- Pietro Mascagni: Intermezzo aus der Oper "Cavalleria rusticana"
- Giuseppe Verdi: Triumphmarsch aus der Oper "Aida"
- Giuseppe Verdi: Ballettmusik aus der Oper "Aida"
- Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Neapolitanischer Tanz aus dem
Ballett "Schwanensee"
- Sergei Prokofjew: Montagues und Capulets aus dem Ballett
"Romeo und Julia" Suite Nr. 2/1, op. 64b
- Francesco Cilea: Io son l'umile ancella, Arie aus der Oper
"Adriana Lecouvreur"
- Giacomo Puccini: Intermezzo aus der Oper "Manon Lescaut"
- Ruggero Leoncavallo: Stridono lassú, Arie aus der
Oper "Pagliacci"

Am 31. Mai bieten die Wiener Philharmoniker unter dem Motto "Eine italienische Nacht" Musikgenuss auf Weltniveau. Es dirigiert Valery Gergiev, Solistin ist Anna Netrebko. Vor der Traumkulisse von Schloss Schönbrunn werden bei freiem Eintritt Arien italienischer Klassiker wie Giacomo Puccini, Francesco Cilea und Ruggero Leoncavallo erklingen. Außerdem stehen Stücke des russischen Ballett-Repertoires auf dem Programmzettel. Seit mehr als zwei Jahrzehnten leitet Valery Gergiev das legendäre Mariinsky Theater in St. Petersburg, das in dieser Zeit zu einem der renommiertesten Vertreter der russischen Kultur aufgestiegen ist. Unter seiner Intendanz entstanden Kontakte zu den führenden Opernhäusern der Welt. Sein weit verzweigtes Netzwerk kommt dem Dirigenten dabei zu Gute. Laut "Time Magazine" zählt Gergiev zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten auf der Welt. Er hat nicht nur das Mariinsky-Theater St. Petersburg und Anna Netrebko weltberühmt gemacht: Er ist im politisch-gesellschaftlichen Leben Russlands eng verankert, gilt als Freund Putins und als internationaler Drahtzieher. Valery Gergiev ist eine der charismatischsten Dirigenten-Persönlichkeiten seiner Zeit. Seit 2015 ist er Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Die Wiener Philharmoniker gelten zu Recht als prominenter Exportartikel Österreichs im Kulturbereich. Das Orchester möchte allen Gästen der Stadt genauso wie den Wienern ein musikalisches Live-Erlebnis bieten und knüpft damit an die letzten Jahre an, denn seit 2004 ist dieses Event sehr erfolgreich. Etwa 100 000 Besucher waren es allein letztes Jahr, die dieses besondere Highlight im Schlosspark genossen. Das Besondere an diesem Konzert ist die weltweite Fernseh-Übertragung in über 70 Länder - wenn auch nicht überall live. Mit dem "Sommernachtskonzert Schönbrunn 2018" beginnt der diesjährige "Festspielsommer" in 3sat. Bis zum September reist 3sat zu den großen Festivals in den 3sat-Ländern und zeigt herausragende Konzerte und Opern-Highlights der großen Klassikfestspiele im deutschsprachigen Raum.

Als nächster Beitrag des Festspielsommers folgt am Samstag, 16. Juni, um 20.15 Uhr "Faust"


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
23:00 Schönbrunn – Quelle der Schönheit (50 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 23:15)
Film von: Georg Riha
(Erstsendung 19.12.2002)

Moderation: Sir Peter Ustinov

Schloss Schönbrunn mit seinen Nebengebäuden und dem weitläufigen Park mit Tiergarten zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Österreichs. Ein Spaziergang mit Sir Peter Ustinov. Kein anderes Bauwerk repräsentiert so trefflich die wechselhafte Geschichte Österreichs: ein Spiegelbild seiner einstigen Bewohner, ein Zaubergarten mit botanischen Schätzen und zugleich gezähmter Wildnis, die dem Herrschaftsanspruch der Habsburger entsprach. Die kühne Vision der Architekten geriet zum glanzvollen Zeugnis eines glanzlosen Niedergangs des habsburgischen Weltreichs.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
23:50 Daniel Käfer – Die Villen der Frau Hürsch (90 Min.) (UT) (VPS: 00:10)
Fernsehfilm Deutschland / Österreich, 2005

Rollen und Darsteller:
Daniel Käfer – Peter Simonischek
Eustach Schiller – Udo Samel
Sabine – Suzanne von Borsody
Frau Hürsch – Louise Martini
Hubert Schlömmer – Karl Markovics
Anna – Bernadette Heerwagen

Regie: Julian Roman Pölsler
Drehbuch: Julian Roman Pölsler
Roman: Alfred Komarek

Daniel Käfers erfolgreiches Leben als Chefredakteur ist Vergangenheit. Im Ausseerland, wo er früher schöne Sommerferien verbracht hat, will er über seine Zukunft nachdenken. Doch bald ist er heillos in die Geheimnisse der Ausseer verstrickt, hat drei Freundinnen und ist so ratlos wie zuvor. Fernsehfilm mit Peter Simonischek, Udo Samel, Suzanne von Borsody und anderen.

In dem österreichisch-deutschen Fernsehfilm ist an der Seite von Peter Simonischek und Udo Samel eine ganze Reihe hochkarätiger deutschsprachiger Schauspieler zu sehen: Bernadette Heerwagen, Suzanne von Borsody, Ingrid Burkhard, Birgit Minichmayr, Karl Markovics, Louise Martini, Branko Samarovski und viele andere spielten unter der Regie von "Gerhard-Polt-Filmer" Julian R. Pölsler, der auch das Drehbuch zum Film verfasste.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
01:20 Daniel Käfer – Die Schattenuhr (95 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 01:40)
Fernsehfilm Österreich, 2006

Rollen und Darsteller:
Daniel Käfer – Peter Simonischek
Eustach Schiller – Udo Samel
Frau Gamsjäger – Birgit Doll
Max Moser – Nicholas Ofczarek
Sabine – Suzanne von Borsody
Mirz Schlömmer – Birgit Minichmayr

Regie: Julian Roman Pölsler
Drehbuch: Julian Roman Pölsler
Roman: Alfred Komarek

Daniel Käfers Auszeit im Ausseerland neigt sich dem Ende zu. Er muss sich seinem beruflichen Neuanfang widmen. Doch schon in Hallstatt ist die Reise nach München zu Ende. Die Bekanntschaft mit dem jungen Gerd Gamsjäger und seiner Mutter führt zu dramatischen Ereignissen, Käfer verschuldet einen schweren Unfall. Gelingt ihm dennoch ein neuer Anfang?

Fernsehfilm mit Peter Simonischek nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Komarek.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
02:55 Mythos Ausseerland (45 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 03:10)
Film von: Manfred Corrine
(Erstsendung 10.12.2013)

Genau im geografischen Mittelpunkt Österreichs liegt eine der malerischsten und eigenwilligsten Regionen Europas: das Ausseerland im Steirischen Salzkammergut. Der Salzabbau und die Abgeschlossenheit der Region haben auch die Menschen dort geprägt – sie sind so eigenwillig wie ihre Heimat. Wie keine andere Region Österreichs zieht das Ausseerland Künstler und Touristen in seinen Bann. An den westlichen Ausläufern des sogenannten Toten Gebirges entfaltet sich eine fantastische Landschaft, die mit ihren zahlreichen Seen, Mooren und Wäldern, den massiven Bergen der nördlichen Kalkalpen und den darin verborgenen Höhlensystemen Raum für Geheimnisse bietet.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
03:40 Landgasthäuser – Gärten im Salzburger Land (30 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 03:55)
Film von: Werner Teufl
(Erstsendung 9.6.2012)

Die kulinarische Gartenreise führt nach Salzburg und Umgebung und stellt neben regionalen Spezialitäten wie Hirschbraten mit Preiselbeerbuchteln auch die schönsten Gärten der Region vor. Die Parkanlagen in der Mozartstadt wie der Mirabellgarten beeindrucken durch barocke Architektur und Blumenpracht. Im Flachgau und im Salzkammergut hingegen ist die Landschaft geprägt durch malerische Bauerngärten und Obst – und Gemüseanbau.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
04:10 Die geheimnisvolle Welt der Bäume (50 Min.) (HDTV) (VPS: 04:25)
Naturschätze der Steiermark
Film von: Alfred Ninaus
(Erstsendung 26.5.2016)

Bäume sind nicht einfach Bäume, sie waren schon vor Jahrhunderten da und werden oft noch Jahrhunderte überleben; sie haben sozusagen Geschichte erlebt. Den Menschen war das immer bewusst, nicht zuletzt werden viele Bäume als Heiligtümer verehrt. Sie sind aber auch Lebensraum für viele Tiere und sie liefern wertvollste Rohstoffe vom Holz über heilsame Lindenblüten bis zum antibakteriell wirkenden Harz. Linden und Eichen, uralte Edelkastanien, hochwüchsige Tannen, Lärchen, Urzirben. Einfach Bäume – sie umgeben uns und wir nehmen sie als selbstverständlich, aber sie sind mehr: Bäume erzählen Geschichten, sie waren da, als wir noch lange nicht am Leben waren und werden da sein, wenn wir alle nicht mehr existieren. Sie öffnen das Tor in eine längst vergangene Zeit, in der man sie wegen ihrer Heilkraft schätzte und sie sogar als heilig verehrte. Bäume sind voller Kraft und Zauber. So wurde beispielsweise entdeckt, dass das Baumharz eine antibakterielle Wirkung hat. Neben dem Harz ist es vorwiegend das wertvolle Holz, das uns Menschen seit jeher in den Bann zieht und unser Überleben bis heute sichert. Bäume sind geniale Überlebenskünstler und statische Meisterwerke. Sie zählen zu den ältesten und größten Lebewesen der Erde. Einige der imposantesten Exemplare Europas stehen übrigens in der Steiermark: eine 2000 Jahre alte Linde in Übelbach, eine 1000-jährige Eiche in Bierbaum. Die Dokumentation zeigt diese gefährdeten Naturdenkmäler und beleuchtet den Lebensraum Baum: In den Jahrhunderte alten Bäumen des Tierparks Herberstein leben seltene Käferarten, wie Eichenbock, Juchtenkäfer und Bockkäfer. Aber auch Eichkätzchen, Fledermäuse, Siebenschläfer und Baummarder nützen Bäume als Wohnung und Jagdrevier, ebenso wie die verschiedensten, zum Teil sehr seltenen Vogelarten.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
05:00 Sommerfrische – Reisen wie zu Kaisers Zeiten (55 Min.) (HDTV) (VPS: 05:15)
Film von: Björn Kölz, Gernot Stadler
(Erstsendung 14.11.2016)

In der Habsburg-Monarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit. Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land und verbanden die Vorzüge idyllischer Natur mit urbaner Geselligkeit. Das Salzkammergut, der Wörthersee, Triest und Abbazia sind nur einige der damaligen Traumziele. Das Vielvölkerreich der Habsburger stellte einen kulturell wie gesellschaftlich einzigartigen Kosmos dar. Die nostalgische Verklärung dieser Ära begann noch vor dem Ende des Habsburgerreichs und hält bis heute an, vor allem in Orten, die mit einer der schönsten Errungenschaften der Donaumonarchie verbunden sind – der Sommerfrische. Das vornehmlich adelige und großbürgerliche Sommervergnügen, dessen Wurzeln in der Biedermeierzeit liegen und dem – wenn auch in bescheidenerem Rahmen – bis in die Zwischenkriegszeit gefrönt wurde, wird in dieser Dokumentation in all seinen Facetten gezeigt: von den populärsten Reisezielen vergangener Tage über die spezielle Reisekultur bis zu Transportmitteln und – wegen. Das "Fin de siècle" wurde zum Höhepunkt der Sommerfrische. Man reiste aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon eine gesellige Zeit miteinander zu verbringen. Man schwärmte von Triest, von der Riva in Pola und vom milden Klima Abbazias. Damals entdeckte man den Lago di Garda, den Wörthersee und eroberte die Gipfel der Alpen. Das Reisen im alten Österreich war untrennbar mit der verkehrstechnischen Erschließung des Großreichs verbunden. Das Salzkammergut gilt als Wiege der Sommerfrische. Der Kurbetrieb am Traunsee war zutiefst verbunden mit dem österreichischen Kaiserhaus und der Nähe zu Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte. Bis heute konnten Orte wie Gmunden viel vom Flair vergangener Tage bewahren. Während am Traunsee überwiegend Mitglieder der nationalen und internationalen Aristokratie dominierten, wurde das restliche Salzkammergut bald durch das gehobene Bürgertum erschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Attersee, und die ersten Sommervillen der Bourgeoisie entstanden. Fasziniert vom Türkisblau des Wassers, mischten sich Fotografen, Maler, Komponisten und Dichter – von Gustav Mahler bis Gustav Klimt – unter das reiche Großbürgertum. In der 1890 erbauten Villa Langer in Steinbach am Attersee wird die Sommerfrische wiederbelebt, wie sie Adelige, Großbürger und berühmte Künstler genossen haben. Der 1886 gegründete "Union Yacht Club Attersee" zählt zu den ältesten und heute zu den größten Segelclubs Österreichs. Wenn Komponisten Urlaub machten, suchten sie meist nach Inspiration und Ruhe. Als kreative Refugien dienten ihnen gerne Seebäder, Komponier-Häuschen oder ein abgelegenes Waldhaus. Gerne bedienten sie dabei das Klischee des genialen Eremiten, auch wenn so mancher von ihnen den Freuden des Lebens nicht abgeneigt war. Johannes Brahms war einer jener Komponisten, die ihre produktivsten Zeiten während ihres Urlaubs hatten. Sommerfrische war für ihn niemals nur Amüsement. Einige seiner berühmtesten Werke komponierte er in Pörtschach am Wörthersee. Mit dem Anschluss der Bahnstrecke Wien-Klagenfurt an die "k.u.k. Südbahn" wurde der Aufenthalt am Wörthersee zu einer gut erreichbaren Attraktion und Pörtschach zu einem der edelsten Sommerfrische-Orte in der Donaumonarchie. Die "Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach" rief 1993 den "Brahms Musiksommer" ins Leben – mit Konzerten bekannter Interpreten, Festwochen und internationalem Wettbewerb. Das Programm dieser Veranstaltung, das Musikliebhaber aus ganz Europa anzieht, weist jährlich wechselnde Schwerpunkte auf. Mit dem Entstehen eines neuen Naturgefühls im 18. Jahrhundert wurden die Alpen zum Ausgangspunkt einer neuen Naturbewegung. Die bisher nur Angst erweckenden Berge wurden zu einer Art irdischem Paradies stilisiert. Auch hier fokussierte sich die Aufmerksamkeit rasch auf das Salzkammergut. Es war in der Nähe von Gößl, wo der bis heute als "Steirischer Prinz" hoch verehrte Erzherzog Johann beim Klettern im Toten Gebirge das Ausseerland entdeckte. Johann, der "Grüne Rebell aus dem Hause Habsburg", lebte seine Philosophie vom Bewahren und Erneuern. Der volksnahe Erzherzog vertrat das Motto "zurück zur Natur" lange bevor es zum Modetrend verkam. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bergsteigen schließlich zur Massenbewegung. Es gibt sie noch, die Orte und Landschaften, wo trotz zeitgemäßer Technik versucht wird, das Flair vergangener Tage zu erhalten. Dieses Flair gilt es zu erspüren und zu ergründen, um den Mythos der Sommerfrische erfahrbar zu machen.


"Ab ins Grüne" – Ein 3sat Thementag
05:55 Blühende Geheimnisse (15 Min.)
Frankreichs unentdeckte Gärten
Film von: Alexander von Sobeck
(Erstsendung 12.10.2012)


06:10 – 06:20 3satTextVision (10 Min.)

 

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Freitag, 1. Juni 2018


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 31.5.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 31.5.2018)

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 31.5.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 31.5.2018)

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


10:15 Markus Lanz (75 Min.) (UT)
(Erstsendung 24.5.2018)

Markus Lanz spricht in seiner Talkshow mit seinen Gästen über aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen – unterhaltend und journalistisch hintergründig.


Universum
11:30 Geheimnisvolle Adria (50 Min.)
Film von: Michael Schlamberger
(Erstsendung 13.11.2003)

Die Adria war lange Zeit die einzige Verbindung Mitteleuropas zum Orient, sodass dieses kleine Meer zum Symbol für die große Welt wurde und Venedig zur "Königin der Weltmeere" avancierte. An den Küsten der Adria liegt kultureller Reichtum eingebettet in eine eindrucksvolle Naturkulisse. 1500 Weißkopfmöwenpaare umschwirren den ältesten bemannten Leuchtturm der Adria auf der Insel Palagruza, Scharen von Flamingos tummeln sich in den Salinen Istriens. Die Wein – und Olivenhaine Dalmatiens sind von Griechischen Landschildkröten bewohnt. Von der Lagunenlandschaft im Nordwesten bis zu der von schroffen Felsen gesäumten Dalmatinischen Steilküste im Osten – wilde Natur ist hier nie weit von Kultur entfernt.


12:20 Traumziel Kampanien (10 Min.) (HDTV)
Von Capri nach Amalfi
(Erstsendung 2.5.2016)

Auf dem Weg von Capri nach Amalfi möchte man an jeder Ecke Halt machen: hier den frischen Büffelmozzarella kosten, dort den Sonnenuntergang in einem Fischerdorf genießen. Anschließend kann man im Kloster ein paar Minuten in Gedanken mit dem Heiligen Thomas von Aquin verweilen. Das Ziel sind Capri und die amalfitanische Küste, und man wünscht sich, dass die Reise dorthin ewig dauert.


12:30 Besonders normal (30 Min.)
Sprung ins kalte Wasser
Film von: S. René Autor, Markus Fuchs
Erstausstrahlung

Raus aus dem Alltag, etwas erleben und mehr Selbstvertrauen gewinnen: Sportlehrer Jürgen Weis reist mit fünf emotional-sozial eingeschränkten Jugendlichen nach Portugal ins Surfcamp. Mit dabei sind Jan, Tim, Dimitri, Justin und Rene, Schüler der Martin-Luther-King-Förderschule Traben-Trarbach. Im portugiesischen Surfer-Mekka "Peniche" erfahren sie Erfolgserlebnis, Anerkennung und vor allem etwas über sich selbst. In einer Regelschule kamen sie nicht zurecht. Ein schwieriges soziales Umfeld oder Autismus haben die Kindheit und Jugend der Jungs geprägt. Sie verloren ihr Selbstvertrauen, wurden von anderen ausgegrenzt und manchmal wurden sie auch gewalttätig. Mit jedem Versuch, bei dem sie es schaffen, auf dem Surfboard zu stehen und die Welle mitzunehmen, werden sie selbstbewusster und trauen sich mehr. Stolz erzählen sie ihren Eltern, was sie geschafft haben. Auch die Jungs untereinander lernen sich besser kennen, und Freundschaften entstehen. Die Reise, das Camp, der Sport sollen zum sogenannten Empowerment beitragen. Die Jugendlichen sollen etwas lernen außerhalb der üblichen Lebenszusammenhänge zuhause. Von ihrem Sportlehrer Jürgen Weis und seinem Kollegen Eduard Dietz werden sie vom ersten Tag an sensibel gefordert, aber auch unterstützt. Die beiden Lehrer haben die Erfahrung gemacht, dass nach dieser Reise bei den Schülern, zuhause und in der Förderschule in Traben-Trarbach, ein verändertes Verhalten sichtbar war.


13:00 ZIB (20 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:20 Deutschlands Traumstraßen (45 Min.) (HDTV)
Die Alleenstraße
Film von: Franziska Boeing, Dominic Egizzi
(Erstsendung 14.4.2015)

Von Rügen über die Müritz-Region bis in die Lutherstadt Wittenberg – diese Reise führt durch die deutschen Bundesländer mit dem höchsten Alleen-Bestand: Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Einst sollten Eichen, Kastanien, Buchen und Linden die fürstlichen Reisewege verschönern. Entlang der Deutschen Alleenstraße vieler Landstriche prägen sie heute ein besonderes Reiseerlebnis. Der Film verbindet spektakuläre Aufnahmen von Landschaften, Städten und historischen Bauten mit Geschichten von Menschen, die mit traditionellen und modernen Lebensweisen überraschen. Porträtiert werden ein Landschaftsarchitekt, der seit 30 Jahren historische Gärten restauriert, ein innovativer Bootsbauer, der solarbetriebene Hausboote ertüftelt, ein Kleinunternehmer, der mit seinen Säften die Früchte von Obstalleen wieder nutzbar macht, und der Berufsfeuerwehrmann Karl Heinz Voigt, der Haus und Garten zu einer Krokodilstation umgebaut hat – mitten in einem Wohngebiet.


14:05 Spreewald – Labyrinth des Wassermanns (45 Min.) (UT)
Film von: Herbert Ostwald
(Erstsendung 9.4.2007)

Der Spreewald, im Osten Deutschlands gelegen, ist ein geschütztes Biosphärenreservat und ein in Europa einzigartiges Binnendelta. Der Film stellt die historische Kulturlandschaft vor. In dem Labyrinth von stillen Wasserläufen und Seen sind manche Ortschaften dort bis heute nur mit dem Kahn erreichbar. Ein Kahnfahrer stellt mit seinem Holzboot das Flussgebiet vor und treibt durch die "Fließe" genannten Kanäle. Dabei trifft er auf die dort ansässigen Sorben, eine slawische Minderheit. Sie haben eine lebendige, eigene Kultur mit farbenfrohen Festen und Bräuchen.


14:50 Deutschland von unten (45 Min.) (HDTV, UT)
Land
Folge 1 von 2
Film von: Petra Höfer, Freddie Röckenhaus
(Erstsendung 18.5.2014)

"Deutschland von unten" zeigt die geheimnisvolle Parallelwelt unter unseren Füßen. Faszinierende, oft unwirkliche Bilder aus Deutschlands Unterwelten. Die Folge "Land" blickt in die Schlafzimmer der Alpenmurmeltiere, in die glitzernde Welt des gigantischen Salzbergwerks von Bernburg und in die Riesending-Höhle im Berchtesgadener Land. Den Endpunkt der Riesending-Höhle hat bisher noch kein Mensch erreicht. Gleich am Einstieg müssen sich die Forscher an die hundert Meter in die finstere Tiefe abseilen. Tagelang klettert die Gruppe dann an unterirdischen Klippen und Wasserfällen entlang, über Seen und durch Canyons. Der tiefste bisher bekannte Punkt der Höhle liegt rund 1100 Meter unter dem Einstieg. Der Sage nach hausen im Untersberg König Barbarossa und ein Zwergenvolk. Die Wirklichkeit aber ist märchenhaft genug. Das Höhlenteam hat sich unterirdische Biwaks eingerichtet, wie bei einer Himalaja-Expedition. Wer sich mehrere Tagesreisen von der Oberfläche entfernt den Fuß oder Arm bricht, den kann keine Bergwacht und kein Hubschrauber retten. Die Höhlenforscher sind auf sich allein gestellt. Der einzige bekannte Zugang zur Höhle wird geheim gehalten. Nicht einmal ein Dutzend Menschen haben die Wunderwelt bisher betreten. Die Murmeltiere verbringen weit mehr Zeit unter der Erde. Dort finden sie Schutz vor dem Hochgebirgs-Winter. Die drolligen Tiere gehören als Überlebende der Eiszeit zu den längsten Winterschläfern der Welt. Ihre Gang – und Nestsysteme unter den Almwiesen sind für sieben und mehr Monate ihr Refugium. Murmeltiere können die Vitalfunktionen ihres Körpers so weit absenken, dass man sie mitten im Winter für tot halten könnte. Ihre Körpertemperatur beträgt dann nur noch drei Grad Celsius. Außerdem führt die Reise in die schier unendlichen Stollen des Salzbergwerks von Bernau, zu Deutschlands einziger Ölbohrinsel Mittelplate, von der aus Erdöllager angezapft werden, die beinahe drei Kilometer tief unter dem Nationalpark Wattenmeer in der Nordsee liegen, und in die märchenhafte Blauhöhle, die man nur nach einer 1500 Meter langen unterirdischen Tauchstrecke erreichen kann.


15:35 Deutschland von unten (40 Min.) (HDTV, UT)
Stadt
Folge 2 von 2
Film von: Petra Höfer, Freddie Röckenhaus
(Erstsendung 25.5.2014)

"Deutschland von unten" zeigt die geheimnisvolle Parallelwelt unter unseren Füßen. Diese Folge begibt sich in den Unterwelten von Deutschlands Städten auf Entdeckungstour. Sie taucht ab in die Röhren des Elbtunnels von Hamburg, begleitet die Kumpels der letzten Kohlezechen des Ruhrgebietes und folgt dem Wasser in die gigantischen Zisternen, die im Untergrund von München als Puffer gegen Starkregenfälle eingerichtet sind. Ohne die Bauwerke unter der Erde könnten unsere Städte keinen Tag funktionieren. So sehr sind wir von den Lebens – und Überlebensadern in der Tiefe abhängig, dass wir keine althergebrachten Straßenverläufe mehr ändern könnten, ohne Unsummen für den Umbau auch unter der Erde ausgeben zu müssen. Der Potsdamer Platz war bis zum Zweiten Weltkrieg der größte Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Mit der Teilung Berlins wurden die Gebäude des ganzen Viertels dem Erdboden gleichgemacht. Der Untergrund aber, mit den Bahnhöfen und Tunneln von U – und S-Bahn, mit Abwasser – und Frischwasserkanälen, Gasrohren, Strom – und Telefonleitungen, war durch die Mauer über der Erde kaum zu unterbrechen. Im Ruhrgebiet werden seit mehr als 150 Jahren immer gigantischere Strecken unter der Erde gebaut. Das schwarze Gold – die Kohle – war der Treibstoff der Industrialisierung und des aufkommenden Wohlstands. Wegen der gut bezahlten Arbeit in der Tiefe zogen Hunderttausende an die Ruhr. Auf Prosper-Haniel in Bottrop, einer der beiden letzten Zechen des Ruhrpotts, ist noch längst nicht "Schicht". Bald wird hier die Kohleförderung von einer neuen Sohle begonnen, der bisher tiefsten Etage des Kohleabbaus im Pott: beinahe 1200 Meter unter der Oberfläche gelegen. Um so etwas zu ermöglichen, bedarf es einer ausgefeilten Infrastruktur. Allein unter der Zeche Prosper-Haniel liegen fast 150 Kilometer Gruben-"Strecke", eine Tunnelwelt mit unterirdischen Zügen, Schwebebahnen, Bahnhöfen und endlosen Förderbändern – und jeder Menge Kohle.


Terra X
16:15 Deutschland von oben (45 Min.) (HDTV, UT)
Stadt
Folge 1 von 3
Film von: Petra Höfer, Freddie Röckenhaus
(Erstsendung 17.5.2015)

Lebten unsere Vorfahren bereits an heute dicht besiedelten Orten, und haben Handelswege von früher noch Bedeutung? Aus der Luft lassen sich die Spuren der Vergangenheit mit denen der Gegenwart verknüpfen und erzählen manche Stadtgeschichte neu. Viele unserer Metropolen waren bereits vor Hunderten von Jahren Orte, an denen man sich gerne niederließ. Eine der ältesten Städte und gleichzeitig die größte und wichtigste Stadt, die Römer auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands gegründet haben, ist Trier. Per Animation erweckt der Film die Vergangenheit zum Leben und zeigt, was vom römischen Trier erhalten blieb – und warum. Auch Erfurt kann auf eine stolze Geschichte zurückblicken. Bereits in der Steinzeit brannten hier die ersten Lagerfeuer, auch die Germanen ließen sich an der Gera nieder. Im Mittelalter war Erfurt die viertgrößte Stadt in Deutschland, nur von Köln, Nürnberg und Magdeburg übertroffen. Ihr Monopol war ein Farbstoff zur Blaufärbung, doch mit der Entdeckung Indiens und Amerikas – und des Indigos – verloren die Erfurter ihre Sonderstellung. Der Film zeigt die Wachstumsstufen und Handelsverbindungen als CGI-Animation. Bis heute ist Erfurts Krämerbrücke die einzige "beidseitig geschlossene Brückenbebauung" nördlich der Alpen. Am besten erkennt man die "schwebenden" Brückenhäuser aus der Luft. Nicht nur den Römern und dem regen Handel des Mittelalters haben wir unsere heutigen Städte zu verdanken, vor allem Dampfmaschinen und Bahnhöfe ließen winzige Ortschaften zu einflussreichen Großstädten wachsen. Aber auch der umgekehrte Fall existiert: Das mittelalterliche Dinkelsbühl ist in einer Zeitschleife hängen geblieben, da die Eisenbahn lange Zeit an der einst einflussreichen Stadt vorbeiführte. Der Film animiert das erstaunliche Wachstum des deutschen Bahnnetzes, begleitet Laser-Messflüge der Deutschen Bahn über Köln und Düsseldorf und schaut in Thüringen dabei zu, wie neue ICE-Trassen für Hochgeschwindigkeitszüge gebaut werden – direkt neben den bis zu 90 Metern hohen Masten der neuen Hochspannungs-Stromleitungen. Die Zugseile der umstrittenen neuen Leitungen werden per Helikopter verlegt. Ein Netzwerk unsichtbarer Verbindung zwischen zwei großen Städten sind die Reiserouten der Fußballfans, die am Ostersamstag zum Spiel Borussia Dortmund gegen Bayern München anreisten. Die Reihe "Deutschland von oben" entlockt den deutschen Städten faszinierende Perspektiven und Geheimnisse.


Terra X
17:00 Deutschland von oben (45 Min.) (HDTV, UT)
Land
Folge 2 von 3
Film von: Petra Höfer, Freddie Röckenhaus
(Erstsendung 24.5.2015)

Aus der Vogelperspektive präsentieren sich die Naturschönheiten Deutschlands von ihrer spektakulärsten Seite. Die zweite Folge "Deutschland von oben" führt uns hinaus übers Land. Unberührte Natur ist eine Seltenheit, die meisten Naturräume sind von uns geformt. Der "Monte Kali" etwa, der höchste künstliche Berg Deutschlands, oder die strenge Symmetrie der Hopfenfelder in der Holledau – von oben entfalten diese "Werke" eine eigene Magie. Und längst sind es nicht mehr nur wilde Landschaften wie die Höllentalklamm am Zugspitzmassiv, die unsere Natur interessant machen und unzählige Wanderer anziehen. 2014 lockte ein 75 Meter großer Kornkreis direkt neben der Erdfunkstelle Raisting Neugierige aus aller Welt an den Ammersee. Der Film zeigt die Science-Fiction-artigen Muster – und ihre Besucher – aus der angemessenen Perspektive: von oben. Doch so "intergalaktisch" ein umgestaltetes Feld auch sein mag, es bleibt etwas ganz Besonderes, die fast unsichtbaren Bewohner unserer Wiesen und Wälder zu treffen. In der Nähe des Mains in Franken begegnen die Filmemacher Flugkünstlern auf Augenhöhe, die nur kommen, wenn der Wald gesund und viel unbelastetes Wasser in der Nähe ist: Schwarzstörche. Sie begleiten eine dreiköpfige Schwarzstorch-Familie bei ihren "Flug-Unterrichtsstunden" für den Nachwuchs und visualisieren die realen GPS-Daten solcher Revierflüge in einer Animation. Genau wie die Wanderrouten einer Wölfin, die auf einem Truppenübungsplatz bei Magdeburg geboren wurde und bis kurz vor Hamburg wanderte. Auch die Waldrappen waren in Deutschland bereits im 17. Jahrhundert ausgerottet. Nun werden sie aus Nachzucht-Projekten wieder ausgewildert. Die drollig aussehenden Ibis-Vögel müssen allerdings per Leichtflieger von ihren menschlichen "Eltern" lernen, wie man nach Italien fliegt, denn junge Waldrappen kennen die Flugroute nicht. Die Filmemacher haben die Jugendgruppe bei ihren ersten Trainingsflügen im Berchtesgadener Land begleitet - einem der großen Naturräume in Deutschland. Aber auch die ganz kleinen Flug – und Orientierungskünstler kommen nicht zu kurz: Der Film zeigt, dass Bienen eine Art "Karten-Gedächtnis" der Landschaft haben, in der sie sich bewegen. Außerdem haben die Filmemacher die fliegenden Honigsammler mit Highspeed-Kameras gedreht – und ihren Flug mit einer Drohne simuliert. Die Bilder wurden so bearbeitet, dass man erahnen kann, wie Bienen die Welt sehen – ganz anders als wir.


Terra X
17:45 Deutschland von oben (45 Min.) (HDTV, UT)
Folge 3 von 3
Film von: Petra Höfer, Freddie Röckenhaus
(Erstsendung 31.5.2015)

Die dritte Folge "Deutschland von oben" führt ans und übers Wasser. Die Meere und Flüsse unseres Landes bergen manche Überraschungen, die nur aus der Luft entdeckt werden können. Heute kreuzen Fähren und Frachtschiffe die Ostsee, doch schon seit 2000 Jahren durchzieht sie ein weit verzweigtes Handelsnetz. Nirgendwo liegen mehr Schiffswracks als hier. Eine Animation zeigt, wo sie entdeckt wurden und was noch auf dem Meeresgrund verborgen ist. Auch wenn die Touristen sich stets auf die Ostseeküste konzentrieren – zu den schönsten und wildesten Landschaften in Deutschland gehört das Hinterland. Vor allem entlang des Peenestroms. In unzähligen Feuchtgebieten nisten unzählige Vögel. Und in den Wiesen lassen sich Hirsche und Wildschweine entdecken – besonders gut aus der Luft. Von oben ist auch die Kieler Woche mit ihrer Windjammerparade ein imposantes Erlebnis. Die Filmemacher haben die über 100 Groß – und Traditionssegler, historische Dampfschiffe und kleine Segeljachten aus der Vogelperspektive gedreht. Genau wie das einzige Pferderennen im Nordsee-Watt: das Duhner Wattrennen. Und per Helikopter begleiten sie die Vermessung der Süßwasserlinse unter der Nordseeinsel Langeoog – aus der Luft. Wasser hat schon immer Landschaften erschaffen und prägt sie bis heute. Die Fränkische Schweiz lag vor gut 150 Millionen Jahren am Grunde eines flachen Meeres. Als das Wasser sich zurückzog, verwitterten die Dolomit – und Jurafelsen in der feuchten Luft. Heute sind die markanten Felstürme nicht nur bei Kletterern beliebt. Und in den Flussläufen und Bächen vermehren sich Forellen und Äschen noch ganz natürlich. Dagegen ist der Rhein, der längste in Deutschland fließende Fluss, über die Jahrhunderte in ein neues, gerades Bett gezwungen worden. Nur an wenigen Stellen sind die alten Rheinschleifen noch so gut sichtbar wie in den Rheinauen des Badischen Dschungels. Was von oben wie ein Paradies aussieht, ist allerdings Brutstädte für eine nervtötende Plage: Mücken. Jeden Sommer werden sie mit Insektiziden bekämpft – aus der Luft. Eine fliegende Mückenbekämpfung – per Helikopter. Der Main darf heute noch manche Schleife drehen, denn er war nie so bedeutend für die Schifffahrt wie der Rhein. Und doch reihten sich an seinen Ufern einst wohlhabende historische Handelsstädte. Schon die Römer nutzten ihn als Grenze ihres Reiches nach Germanien. Zu den eindrucksvollsten, von Wasser geschaffenen Schluchten in Deutschland gehören dagegen die Breitach – und die Partnachklamm. Für "Deutschland von oben" ist das Film-Team zwischen den engen Felswänden mit einer Drohne geflogen und mit dem Helikopter über der Schlucht.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Gregor Steinbrenner

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Verschleppt und verkauft – Arbeitssklaven in Russland (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Yousif Al-Chalabi
(Erstsendung 4.10.2017)

In der Russischen Föderation arbeiten über eine Million Menschen unter sklavenähnlichen Bedingungen, so Schätzungen. Ein Missstand, der in Gesellschaft und Politik durchaus bekannt ist. Nach absoluten Zahlen steht Russland damit auf der jüngsten Liste der Menschenrechtsorganisation "Walk Free Foundation" auf Platz 7 ihres "Welt-Sklaven-Index", relativ nach Einwohnerzahl ist es immerhin noch Platz 16. Es geht um Arbeitssklaven wie Sascha. Er kam aus der Nähe von Moskau in die Hauptstadt, auf der Suche nach Arbeit, vertraute sich schließlich einem Schlepper an. Der betäubte ihn mit KO-Tropfen. Sascha wachte in der Kaukasusrepublik Dagestan auf, in einer Ziegelei. Dort arbeitete er wochenlang ohne Lohn, bis er von Freiwilligen der Hilfsorganisation "Alternativa" befreit wurde. "Ich hatte Angst, dass man mich töten würde, wenn ich einfach abhaue", sagt er heute, zurück in Moskau. Alexey Nikitin und Zakir Ismailov sind die Köpfe von Alternativa. Der Film begleitet sie, wie sie Verschwundenen nachspüren – in den Ziegelbrennereien und auf den Bauernhöfen der Republiken, aber auch in Moskau selbst. "In Russland werden Menschen durch ihre eigenen Landsleute versklavt", sagt Alexey. "Das gibt es sonst nirgendwo in Europa." Eine Anwältin für Arbeitsrecht und ein leitender Staatsanwalt erklären die rechtlichen Lücken, die von den Ausbeutern genutzt werden. Auch sie helfen, Antworten zu geben auf die Frage: Warum grassiert die moderne Sklaverei im Osten Europas? Der Film basiert auf einer gemeinsamen Recherche von der "Story" und der britischen Zeitung "The Guardian".


21:00 makro (30 Min.) (HDTV)
Abgebrüht – das bittere Geschäft mit dem Tee
Film von: Erik Hane
Erstausstrahlung

Edel und exquisit: Die Deutschen entdecken die feine Teekultur. Für erstklassige Blätter zahlen sie hohe Preise. Tee mit Spitzenqualität kostet zwischen 200 bis 600 pro Kilo. Ein lukratives Geschäft. Die Tee-Arbeiter in Indiens Top-Anbaugebieten Assam und Darjeeling profitieren von dem Boom in Deutschland allerdings nicht. Hier herrschen Armut und hohe Arbeitslosigkeit. Im Frühling müssen die Arbeiter, vor allem Frauen, ohne technische Hilfsmittel acht Kilo Tee pro Tag pflücken, um ihren Tageslohn zu erhalten – unter härtesten Bedingungen. In der Hochsaison steigt die geforderte Tagespflückmenge auf 20 Kilo. Umgerechnet 1,70 Euro Lohn erhält ein Teearbeiter in Darjeeling dafür pro Tag, erklärt der Chef der Teearbeiter-Gewerkschaft. Doch schon ein Teller mit Reis koste auf dem Markt rund zwei Euro. Er fordert für die Arbeiter deshalb einen Mindestlohn für Existenzminimum, das in Indien bei 3,90 Euro pro Tag liegt. Davon sind die Teearbeiter bislang weit entfernt. Viele Arbeiter leben mit ihren Familien in schäbigen Baracken – ohne sauberes Trinkwasser und ohne Toiletten. Und sie müssen hochgiftige Pestizide auf den Plantagen versprühen. Vor allem Kinder sind von den Folgen betroffen, erklärt Professor Anup Kumar Das von der Universitätsklinik in Dibrugarh: "Die Lebens – und Arbeitsbedingungen schädigen die Babys schon im Mutterleib. Die Kinder in den Teeplantagen sind schlecht ernährt, im Wachstum verzögert, und die Kindersterblichkeit ist hoch." Das Gift aus den Plantagen landet aber auch in den Tassen deutscher Kunden. In indischem Tee aus deutschen Supermärkten finden die "makro"-Autoren bis zu acht verschiedene Pestizide. Viele dieser Stoffe sind so gefährlich, dass sie in Deutschland nicht zugelassen sind. Dennoch tragen Tee-Sorten, die unter solchen Bedingungen produziert werden, Gütesiegel von "Fairtrade", "Rainforest Allaince" oder "UTZ". Sie versprechen eigentlich faire Produktionsbedingungen.


21:30 auslandsjournal extra (30 Min.) (HDTV)
ZDF-Korrespondenten berichten aus aller Welt
Erstausstrahlung

"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.


22:00 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


22:25 Henry & June (130 Min.) (HDTV, UT)
Spielfilm USA, 1990

Rollen und Darsteller:
Henry Miller – Fred Ward
June Miller – Uma Thurman
Anaïs Nin – Maria de Medeiros
Hugo – Richard E. Grant
Osborn – Kevin Spacey

Regie: Philip Kaufman

Paris, 1931: Die junge Schriftstellerin Anaïs Nin lernt ihr literarisches Vorbild Henry Miller und dessen Ehefrau June kennen und wird sowohl seine als auch Junes Geliebte. Die zierliche, kapriziöse Anaïs Nin ist fasziniert von der unbändigen Lebenslust und moralischen Libertinage des zwölf Jahre älteren Henry Miller. Stück für Stück lässt sie ihr Leben im vornehmen Pariser Vorort Louveciennes mitsamt Bankiers-Gatten Hugo hinter sich und beginnt eine von künstlerischer Bewunderung und Leidenschaft geprägte Beziehung zu Henry Miller. Als dessen Frau June in Paris auftaucht, wird aus dem Liebesduo ein erotisches Trio. Angezogen von der lasziven Schönheit der ungewöhnlichen Frau, stürzt sich Anaïs in eine völlig neue sexuelle Erfahrung. Immer komplizierter, immer verwirrender werden die Gefühlsverstrickungen der drei erotischen Abenteurer, zumal Hugo inzwischen als vierter Mitspieler seinen Platz in dem unkonventionellen Liebesbund gefunden hat: eine fragile menage à quatre, die nur ein gewagtes Spiel auf Zeit sein kann. Der hochklassig inszenierte Spielfilm von Regisseur Philip Kaufman beruht auf tatsächlichen Ereignissen. Im Mittelpunkt steht die wechselvolle Liebesbeziehung zwischen zwei Legenden der erotischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Philip Kaufman hat sich mit seinem Film vor allem auf Anaïs Nins Veröffentlichung "Henry, June und ich" bezogen: intime Tagebuchaufzeichnungen, die die Schriftstellerin mit Rücksicht auf ihren Mann erst nach dessen Tod für ihre Leser freigab. Sie sind das Zeugnis eines faszinierenden sexuellen Beziehungsgeflechts und einer gegenseitigen künstlerischen Beeinflussung, die nicht ohne Folgen auf die erotische Literatur der Moderne blieb. Für sein freizügiges erotisches Meisterwerk, das auf den Filmfestspielen in Cannes präsentiert wurde, konnte Regisseur Kaufman den versierten Kameramann Philippe Rousselot gewinnen, der auch den Mittelalter-Thriller "Der Name der Rose" schauprächtig ins Bild gesetzt hatte. Als erotisches Liebestrio überzeugen Altman-Darsteller Fred Ward ("Short Cuts"), Batman-Lady Uma Thurman und die portugiesische Schauspielerin Maria de Medeiros, die an der Seite von Bruce Willis in Quentin Tarantinos "Pulp Fiction" zu sehen war.


00:35 Die Blonde mit entblößten Brüsten (100 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
(La blonde aux seins nus)
Spielfilm Frankreich, 2009

Rollen und Darsteller:
Rosalie Durieux – Vahina Giocante
Louis Rivera – Steve Le Roi
Julien Rivera – Nicolas Duvauchelle
Lazslo – Paul Schmidt
Brendan – Brendan Backmann

Regie: Manuel Pradal

Zwei Pariser Kleinganoven versuchen sich am Diebstahl eines Manet-Gemäldes. Dabei treffen sie auf eine attraktive Museumsangestellte, die plötzlich selbst kriminelle Energien entwickelt. Mehr schlecht als recht leben die Brüder Julien und Louis Rivera auf einem alten Lastkahn, mit dem sie Frachten auf der Seine transportieren. Ihren spärlichen Lebensunterhalt stocken sie durch gelegentliche Gaunereien auf. In der Sorge, ihr sterbenskranker Vater könnte den Kahn an jemand anderen vermachen und sie damit ihrer einzigen Existenzgrundlage berauben, lassen sich die beiden Brüder auf einen riskanten Kunstdiebstahl ein. Doch bei dem Versuch, Manets "Blonde mit den entblößten Brüsten" aus dem bekannten Pariser Musée d'Orsay zu entwenden, wird Louis von der attraktiven Museumswärterin Rosalie erwischt. Und so müssen die Brüder bis zum Verkauf nicht nur das Gemälde, sondern auch die temperamentvolle Rosalie verstecken. Die wiederum sieht in der Spontan-Entführung eine willkommene Chance, ihrem gutbürgerlichen Leben zu entfliehen. Die Brüder können nie sicher sein, ob die undurchsichtige Blondine nicht auch sie hereinlegt.

Charmante erotische Krimikomödie mit wendungsreicher Story, unverbrauchten Schauspielern und dem großartigen Schauplatz Paris.


02:15 Zapp (30 Min.) (HDTV, UT)
Medienmagazin
(Erstsendung 30.5.2018)

Einmal in der Woche schaut das Magazin "Zapp" hinter die Kulissen von Fernsehen, Zeitungen, Radio und Internet. Es beobachtet, hinterfragt und bewertet die aktuelle Medienberichterstattung. Gleichzeitig informiert die Sendung über die komplexen Zusammenhänge in der Medienlandschaft. Moderatorinnen sind Inka Schneider und Anja Reschke.


02:45 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


03:15 extra 3 (30 Min.) (HDTV, UT)
Satiremagazin
(Erstsendung 30.5.2018)

Bissig, frech und witzig zeigt Kabarettist Christian Ehring in der Satiresendung "extra 3" den politischen und gesellschaftlichen Irrsinn der Woche. "extra 3" bietet skurrile Realsatiren und jede Menge Politiker am Rande des Nervenzusammenbruchs.


03:45 Philipp Weber: Weber N°5 – Ich liebe ihn! (45 Min.) (HDTV)
3sat-Zelt Mainz, September 2017

Regie: Volker Weicker

Er ist ein leidenschaftlicher Verbraucherschützer und weiß: Marketing ist alles und kann alles. Philipp Weber stellt sich der Totalvermarktung des Lebens entgegen. Sein neues Programm "Weber N°5" ist eine heitere Gebrauchsanweisung für den freien Willen. Der Titel erinnert an einen Duft, der seit fast 100 Jahren erfolgreich vermarktet wird. Um die Macht des Marketings, um Werbung und Manipulation geht es darin. Und auch um die Frage, ob sich ein Kabarettist nach allen Regeln der Kunst vermarkten lassen sollte. Der Mensch kauft Dinge, die er nicht braucht, um Leute zu beeindrucken, die er nicht mag. Und warum machen wir mit? Marketing! Es vernebelt den Verstand des Menschen und regt seine wichtigsten Sinne an: den Blödsinn, den Wahnsinn und den Irrsinn. Egal, ob Manager oder Politiker, ob Terrorist oder der eigene Lebenspartner – alle wollen uns ständig irgendetwas andrehen: eine Weltanschauung, eine Wahrheit, eine Diät oder noch ein Kind. Philipp Weber ist ein Turbo-Quassler. Er redet schnell, philosophiert, reflektiert, ereifert sich oder geht wie das legendäre HB-Männchen in die Luft. Weber wirft mit originellen Sprüchen, Kalauern und satirischen Spitzen nur so um sich und lässt pausenlos Pointen kübelweise auf das Publikum los. Der Kabarettist echauffiert sich einerseits über Zeitgeist-Idioten, bringt anderseits scharfsinnige Beobachtungen zu gesellschaftlich relevanten Themen zur Sprache.


04:30 Rainald Grebe: Das Elfenbeinkonzert (45 Min.) (HDTV)
3sat-Zelt Mainz, September 2016

Regie: Volker Weicker

Rainald Grebe hat viele Talente: Er ist Musiker, Kabarettist, Schauspieler, Autor, Regisseur, Federschmuckträger, Multitasker – und Berufswahnsinniger. Mal rockt er mit 10 000 Zuschauern und einem Kamel die Berliner Wuhlheide – mal kommt er als Solist mit brandneuen Songs ins 3sat-Zelt. Ein Abend am Rande des Wahnsinns. Rainald Grebe ist Künstler durch und durch. Die Neugier treibt ihn immer weiter, in jedem Ding steckt Poesie, ständig gilt es, Neuland zu entdecken. In Frechen bei Köln aufgewachsen, absolviert er seinen Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik und zieht anschließend ins Ost-Berlin der frühen 1990er-Jahre. Die Freiräume inmitten des zusammengebrochenen Systems – strukturell, gesellschaftlich, künstlerisch – faszinieren und prägen ihn. Kurz besucht er die Freie Universität Berlin, reist dann aber lieber durch Osteuropa und beginnt eine Ausbildung an der renommierten Ernst-Busch-Schule für Schauspiel. 1997 schließt er das Studium als diplomierter Puppenspieler ab. Kurzauftritte auf Comedy-Bühnen hat er immer mal wieder, sei es im Hamburger "Quatsch Comedy Club" oder im Kölner "Nightwash"-Salon. Dabei findet er immer seine ganz eigene Interpretation von Kabarett, irgendwo zwischen Satire und Slapstick, Varieté und absurdem Theater. 2003 erhält er den renommierten "Prix Pantheon" und die Jury erkennt: "Grebes Lieder ( …) entdecken im Alltäglichen das Wunderbare, im Vertrauten das Absurde und die Tragik in der Spaßgesellschaft". Zu dieser Zeit entsteht auch seine Reihe von Liedern über Ostdeutsche Provinzen, die auf hinterlistige Art zugleich die Arroganz der Bohème von Berlin-Mitte entlarven. "Brandenburg" wird so zu seinem vermutlich größten "Hit". Zwischen Soloauftritten und Projekten mit seiner "Kapelle der Versöhnung", zwischen Kabarett und Theater mag sich Rainald Grebe bis heute nicht entscheiden – zum Glück. Längst hat er sein eigenes Genre erfunden. Man kann sich verführen lassen von seiner absurden Komik und lyrischen Sprachgewalt, doch wenn man gerade ins Träumen gerät, holt er einen unsanft zurück in die harte Realität. Er ist ein verspielter Gesellschaftskritiker, dessen politische Spitzen geschickt vom Ohr übers Herz ins Hirn treffen. Die "ZEIT" erkennt 2010 bei ihm die Tradition von Tucholsky, Kästner und Brecht – "mit ein paar Stunden Dadaismus im Nebenfach". Kann man alles bei ihm finden, muss man aber nicht. Rainald Grebe ist einfach Rainald Grebe – zum Glück.


05:15 – 06:00 Simone Solga: Im Auftrag Ihrer Kanzlerin (45 Min.) (HDTV)
Mainzer unterhaus, März 2017

Regie: Peter Schönhofer

Simone Solga ist nicht irgendeine Kabarettistin – sie ist "Die Kanzlersouffleuse". Ihre intimsten Kenntnisse aus dem Zentrum der Macht teilt sie exklusiv mit ihrem Publikum. In Deutschland ist 2017 mal wieder Superwahljahr – ansonsten ist die Weltlage alles andere als super. Da hat man es nicht leicht als "Kanzlersouffleuse", aber jemand muss den Job ja machen! Gut, dass es Simone Solga gibt. Seit Jahren ist die Kabarettistin unterwegs "Im Auftrag Ihrer Kanzlerin" und spricht aus, was Angela Merkel bislang nicht mal zu denken gewagt hat. Sie ist das menschgewordene Über-Ich der mächtigsten Frau des Landes, das satirische Ein-Frau-Schattenkabinett. Mögliche Vorwürfe, sie sei nur ein Instrument der Bundesregierung, lassen sie kalt: Ist Simone Solga doch selbst die heimliche Strippenzieherin! Sie allein kennt die intimsten Geheimnisse aus der Hauptstadt, hat sogar die alternativen Fakten recherchiert und zitiert die Kanzlerin selbst dann wortwörtlich, wenn die gar nichts gesagt hat. Wie es sich für große Politik gehört, macht Simone Solga schon vorab große Versprechen. Sie ist nach eigenen Angaben "ausgestattet mit nordkoreanischer Machtfülle und russischem Humor" – und damit prädestiniert, die heißesten Nachrichten direkt von ganz oben unters Kabarett-Volk zu bringen. Mit doppelbödiger Unterhaltung, unverblümten Umschreibungen, schonungslosem Miteinander und harmonischen Konflikten beglückt sie das Publikum. Das amüsiert sich prächtig und verschluckt dabei ganz nebenbei manch bittere Pille mit Langzeitwirkung. Simone Solga: einzigartiges Politkabarett mit spielerischer Leichtigkeit und doppeltem Boden.  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –

• letzte Aktualisierung: 25. Mai 2018
 

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Quelle:
3sat – Programminformationen
22. Woche – 26.05. bis 01.06.2018
Satellitenfernsehen des deutschen Sprachraums (ZDF/ORF/SRF/ARD)
Postfach, 55100 Mainz
Tel.: 06131/70-64 79
E-Mail: presse@3sat.de
Internet: www.3sat.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 18. Mai 2018

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