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TV - 3SAT/1084: Woche vom 23.06. bis 29.06.2018


3sat – 26. Programmwoche vom 23.06. bis 29.06.2018


Samstag, 23. Juni 2018


06:00 Geheimnisvolles Okzitanien (20 Min.) (mono)
Eine Zeitreise durch das Land der Katharer
(Erstsendung 5.10.2012)

Mitwirkende: Alexander von Sobeck

Okzitanien, das Land der Katharer, einer christlichen Glaubensbewegung, hat viele Geschichten und Legenden hervorgebracht. Der Film geht in Südfrankreich auf Spurensuche. Die Glaubensgemeinschaft der Katharer wurde ausgelöscht. Fast nichts ist von ihnen geblieben. Alles, was man heute über sie weiß, stammt aus den Aufzeichnungen ihrer Feinde, der Inquisitoren. Und doch ist die Erinnerung an die Katharer im Südfrankreich allgegenwärtig. Die sagenhaften Schätze der Templer und der Westgoten, das Versteck des heiligen Grals und der geheimnisumwitterte Fund von Rennes le Châteaux locken immer wieder Abenteurer, Glücksritter und Spinner an.


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 22.6.2018)

Moderation: Cécile Schortmann

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 22.6.2018)

Moderation: Yve Fehring

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturplatz (30 Min.) (HDTV)
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen
(Erstsendung 20.6.2018)

Moderation: Eva Wannenmacher

Hinein ins pralle Leben: "Kulturplatz" greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt. "Kulturplatz" findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur. Diesem Credo ist "Kulturplatz" verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. "Kulturplatz" spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.


09:35 Bilder aus Südtirol (20 Min.) (HDTV)
Erstausstrahlung

"Bilder aus Südtirol" ist das Bundesländermagazin des ORF-Landesstudios Tirol. Die Dokumentationen stellen die Kultur und das gesellschaftspolitische Geschehen in Südtirol vor.


09:55 Die Wiege des Alpinismus (50 Min.) (HDTV)
Vom Ankogel auf die Berge der Welt
Film von: Gernot Stadler
(Erstsendung 25.11.2012)

Die Erstbesteigung des Ankogel im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Salzburg im Jahr 1762 stellt für viele den eigentlichen Ursprung des Alpinismus dar. Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung des Phänomens Alpinismus nach und hinterfragt die Motive der frühen Pioniere, die sich mit ihren bergsteigerischen Leistungen selbst ein Denkmal gesetzt haben. Zum ersten Mal wurde mit dem Ankogel ein vergletscherter Alpengipfel mit über 3000 Metern Höhe bezwungen, vier Jahre vor dem Mont Blanc und anderen berühmten Bergen der Alpen. Die Pioniertat eines wagemutigen Bauern mit dem Namen Patschg hat bald zahlreiche Nachahmer gefunden, in den kommenden 100 Jahren folgten unzählige Gipfel, so zum Beispiel der Großglockner durch Franz II. Xaver von Salm-Reifferscheidt-Krautheim und das Matterhorn durch den englischen Bergsteiger Edward Whymper, dem später auch die Erstbesteigung des Chimborazo gelingen sollte. "Alpinismus" wurde bald zum Begriff für Extrembergsteigen, nicht nur in den Alpen, sondern auf der ganzen Welt.


Universum
10:45 Nockberge – Land zwischen Himmel und Erde (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Waltraud Paschinger
(Erstsendung 26.11.2013)

Wilde Natur und uralte Bergbauernkultur prägen den Charakter des Nationalparks Nockberge, der mitten in Österreich eine geradezu exotische Landschaft bildet. Die Nockberge gehören zu den interessantesten Mittelgebirgsformationen Europas und stellen aufgrund ihrer sanften Formen und ihrer geologischen Vielfalt eine Seltenheit dar. Die geschwungenen grünen Nocken erinnern an Irland, die Hochplateaus an Kastilien. Durchbrochen wird diese "weiche Landschaft" von einem schroffen Felsband mit steilen Karen und scharfen Graten, eisigen Karseen, klaren Bächen und kalten Tümpeln. Bis in die Gipfelregionen weiden Rinderherden und riesige Hirschrudel miteinander, die zahlreichen verfallenen Bergwerke sind längst von alpinen Urwäldern überwuchert.


Universum
11:30 Land der Berge – 9 Länder, 9 Gipfel (90 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Manfred Corrine
(Erstsendung 26.10.2014)

Dunkelgrüne Wälder, bizarre Felsen, weiße Gletscher: neun Bundesländer, neun Gipfel. Extrembergsteiger Peter Habeler hat prominente Österreicher auf die höchsten Berge des Landes geführt. Mit dabei der Bundespräsident Heinz Fischer, die Schauspielerin Elisabeth Orth, der Musiker Willi Resetarits, Boulder-Star Kilian Fischuber, die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner und die Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager. Außerdem sind der Wetterguru und Extrembergsteiger Charly Gabl, die Direktorin des Kunsthistorischen Museums Sabine Haag und die renommierte Archäologin Sabine Ladstätter mit von der Partie – sie alle kennen die große Sehnsucht nach rauer Gebirgsluft und nutzen jede Gelegenheit, um Höhenluft zu schnuppern. Aber sind die neun höchsten Gipfel der Bundesländer auch an neun aufeinanderfolgenden Tagen zu besteigen? Jeden Tag einer, ist das zu schaffen? Zwei Bergprofis, Bergführerin Angelika Haspl und Profibergsteiger Gerfried Göschl, haben diesen einmaligen Versuch unternommen.


13:00 ZIB (10 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:10 Notizen aus dem Ausland (5 Min.)

"Notizen aus dem Ausland" ist das Auslandsmagazin von 3sat. Monothematische, kurze Beiträge geben Einblicke in die gesellschaftliche oder politische Situation in einem Land der Welt.


13:15 quer … durch die Woche mit Christoph Süß (45 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 21.6.2018)

Was läuft quer? Christoph Süß kommentiert in seiner Magazinsendung von Querköpfen für Querdenker die Nachrichten der Woche. In spannenden Reportagen, Gesprächen und Live-Schaltungen geht er den Ereignissen der Woche satirisch auf den Grund.


14:00 Kunst & Krempel (30 Min.) (HDTV, UT)
Familienschätze unter der Lupe
(Erstsendung 16.6.2018)

Eine Kultsendung des Bayerischen Fernsehens, seit mehr als 30 Jahren: Bei "Kunst & Krempel" bewerten renommierte Experten aus Museum und Kunsthandel die mitgebrachten Antiquitäten der Gäste. Wichtig sind dabei aber nicht nur deren Herkunft und Wert, sondern vor allem die Geschichten, die sie erzählen. "Kunst & Krempel" wird so zu einer spannenden und sehr lebendigen Zeitreise.


14:30 Ländermagazin (30 Min.) (HDTV)
Heute aus Nordrhein-Westfalen
Erstausstrahlung

Das "Ländermagazin" berichtet aktuell aus den 16 deutschen Bundesländern. Jede Woche steht ein anderes Bundesland im Fokus. Die Themen reichen von politischen über kulturelle bis hin zu kuriosen Ereignissen.


15:00 Natur im Garten (30 Min.) (HDTV)
Folge 7 von 10
(Erstsendung 10.6.2018)

"Natur im Garten" ist ein österreichisches Magazin für Gartenliebhaber und Hobbygärtner. Wissen, was wirkt, und sehen, wie's geht: Unter diesem Motto führt Moderator und Gartenbuchautor Karl Ploberger durch eine bunte Mischung aus Unterhaltung, Service und Information rund ums Thema "Garten". Außerdem stellt er besondere Gärten und ihre Besitzer vor.


15:30 Der Flug der Falken (30 Min.) (HDTV)
Wenn Vögel für Menschen jagen
Film von: Michael Hertle
(Erstsendung 25.11.2013)

Falkner Niels Meyer-Först aus Buchenbach bei Freiburg möchte die jahrtausendealte Jagdkunst ins 21. Jahrhundert übertragen. Der Film begleitet ihn bei seinen Einsätzen. Mit seinem Wanderfalken "Strawberry" geht Niels Meyer-Först auf die Jagd, um Krähen aus einem Wohngebiet zu vertreiben. Der nächste Einsatz führt in die Hangars des Stuttgarter Flughafens, um Tauben zu vertreiben. "Vergrämen" nennt sich dies in der Falkner-Sprache. Die Nachfrage nach seinen Falkner-Kursen bestätigt Niels Meyer-Först, dass immer mehr Menschen sich für die Jagd mit Vögeln interessieren. Ursprünglich kam die Falknerei aus der Mongolei über Arabien nach Europa. Kaiser Friedrich II. hat mit "De arte venandi cum avibus" einen Klassiker zur Falknerei geschrieben, der teilweise heute noch aktuell ist.


16:00 Zu Gast in Frankreich (45 Min.) (UT)
Lyon und der wilde Süden
Film von: Angela Joschko, Frank Weinert
(Erstsendung 1.3.2013)

Seidenmetropole und Hochburg der Gastronomie: Lyon ist nicht nur die zweitgrößte Stadt Frankreichs, sondern schon immer auch Handelsknotenpunkt und Durchgangsstation für Südeuropa-Reisen. Damit schreibt die Stadt 2000-jährige Geschichte. Es lohnt sich, die Altstadt, die Seidenmaler – und Kulturszene anzuschauen – und natürlich, köstlich zu speisen. Wer danach sportliche Aktivitäten sucht, ist an der Ardèche richtig. Kanu – und Kajakfahrern ist die Schlucht dieses Flusses gut bekannt. Aber auch Ruhesuchende kommen in dieser Region südlich von Lyon auf ihre Kosten: In der "Montagne Ardèchoise" entspringt Frankreichs längster Fluss, die Loire; und in dieser Landschaft ist auch der "Mastrou" zu Hause. Die urige Dampfeisenbahn fährt in den Sommermonaten durch die einmaligen Landschaften, Täler und Schluchten der südlichen Ardèche. Im Süden Frankreichs, westlich der Rhône bis zur spanischen Grenze und den Pyrenäen, erstreckt sich die Region "Languedoc-Roussillon". Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr, 200 Kilometern Sandstrand sowie einem abwechslungsreichen Hinterland bietet das Roussillon ideale Voraussetzungen für interessante Ferien. Dazu gehören der Besuch des bekanntesten Weinfestes sowie ein Stadtbummel durch Perpignan.


Universum
16:45 Drau – Ein Fluss zwischen Krieg und Frieden (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Karl Königsberger
(Erstsendung 1.6.1999)

Im Norden Italiens, in den Sextener Dolomiten, entspringt einer der mächtigsten Flüsse Europas: die Drau. Sie durchzieht bis zu ihrer Mündung in die Donau fünf geschichtsträchtige Länder. Über Jahrtausende hat sie die Landschaft und das Leben der Menschen an ihren Ufern geprägt. Die Drau ist einer der größten Tieflandflüsse Mitteleuropas, doch von dem einst frei mäandrierenden Wildfluss ist kaum mehr etwas übrig geblieben. Weite Strecken des Flusslaufes sind begradigt, 22 Wasserkraftwerke ringen dem Strom Energie ab, und an seinen Ufern wurde allein im 20. Jahrhundert drei Mal Krieg geführt. Nur der Drau-Unterlauf an der Grenze zwischen Slowenien und Kroatien, der jahrzehntelang durch den Eisernen Vorhang abgeschirmt war, ist völlig unberührt. Hier brüten Schwarzstörche in der Abgeschiedenheit des Waldes, Seeadler fischen in den Seitenarmen, und unzählige Uferschwalben nisten in den Steilufern der Drau.


17:30 Lilly Schönauer: Liebe gut eingefädelt (90 Min.) (HDTV, UT)
Romanze
Fernsehfilm
Deutschland / Österreich, 2007

Rollen und Darsteller:
Beatrice Brunnhausen – Elisabeth Lanz
Thomas Berger – Hendrik Duryn
Karla Brunnhausen – Daniela Ziegler
Bruno Egger – Thomas Fritsch
Michael Fischer – Harald Posch

Regie: Heidi Kranz
Drehbuch: Verena Kurth

Während Juniorchefin Beatrice ums Überleben der Textilmanufaktur Brunhausen kämpft, will ihre Mutter Karla die Firma verkaufen. Der Investor kommt in Gestalt des attraktiven Thomas Berger. Beatrice, die keine Zeit für ein Privatleben hat, hält den vermeintlichen Urlaubsgast auf Distanz. Als sie sich ihre Gefühle für ihn endlich eingesteht, muss sie feststellen, dass er ein anderer ist als gedacht.


19:00 heute (30 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:30 Theater: Ein Fest! (30 Min.)
CPH Stage Kopenhagen
Erstausstrahlung

Moderation: Eric Mayer

Unter dem Motto "Never Not Spectacular" findet das Festival "CPH Stage" in Kopenhagen im Juni 2018 zum sechsten Mal statt. Die Besucher erwarten 50 Shows mit über 90 Künstlern aus aller Welt. Moderator Eric Mayer möchte vor allem mehr über die skandinavische Tanzszene erfahren. Das Festival setzt ganz auf Vielfalt: Vom Ballettabend im Royal Danish Theatre bis hin zu einer Luftakrobatiknummer an einem Kran im Hafen – alles auf ganz eigene Art spektakulär! Eric Mayer trifft auf den finnischen Künstler Taneli Törmä, der mit seiner Gruppe Location X die dreiteilige Klang-Installation "Cover" präsentiert, in der Tanz und Klang miteinander verschmelzen. Die Choreografin Gunilla Lind hält in ihrem Stück "V.O.M.P." unserer zum Teil wahnhaft nach Schönheit strebenden Gesellschaft den Spiegel vor und fragt: Was ist schön? Auch die dänische Choreografin Stephanie Thomasen wirft mit ihrer nachdenklichen Tanzperformance "TRO" eine nicht weniger spannende Frage auf: die Glaubensfrage. Außerdem besucht Eric Mayer die Akrobatik-Performance "opHAV" im Hafen Kopenhagens und den dreiteiligen Ballettabend "The Generator".


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


Festspielsommer
20:15 Franz Léhar: Das Land des Lächelns (105 Min.) (HDTV)
Operette Deutschland 2017
Opernhaus Zürich

Rollen und Darsteller:
Prinz Sou-Chong – Piotr Beczala
Lisa – Julia Kleiter
Mi – Rebeca Olvera
Graf Gustav von Pottenstein – Spencer Lang
Tschang – Cheyne Davidson
Obereunuch – Martin Zysset

Regie: Michael Beyer Bildregie: Franck Evin

Inszenierung: Andreas Homoki
Musikalische Leitung: Favio Luisi, Ernst Raffelsberger
Choreographie: Arturo Gama
Chor: Chor der Oper Zürich

Die Neuproduktion von Franz Lehárs Operette "Das Land des Lächelns" am Opernhaus Zürich bietet eine exzellente Besetzung, angeführt von Piotr Beczala als Sou-Chong. Regisseur Andreas Homoki hat die Dialoge massiv gekürzt und alles für die Haupthandlung Überflüssige gestrichen. Er inszeniert das Werk als Revue, arbeitet aber auch sehr genau die Traurigkeit der Liebenden heraus, die nicht zusammenkommen können. Der chinesische Prinz Sou-Chong und die aus einer adeligen Familie stammende Lisa lernen sich in Wien kennen und verlieben sich. Als Sou-Chong zum chinesischen Ministerpräsidenten ernannt wird, folgt Lisa ihm nach Peking. Dort wird sie mit uralten Traditionen konfrontiert, die ihre Liebe auf eine harte Probe stellen. "Immer nur lächeln und immer vergnügt, immer zufrieden, wie's immer sich fügt, lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen" – gleich zu Beginn setzt Prinz Sou-Chong den melancholischen Grundton, der für die späten Operetten Lehárs so typisch ist. "Das Land des Lächelns", uraufgeführt 1929 in Berlin, ist denn auch denkbar weit entfernt von der frivolen Wiener Operette der Jahrhundertwende. Das Werk ist eine der populärsten Operetten und zugleich eine der anspruchsvollsten. Ihre besondere Popularität aber verdankt "Das Land des Lächelns" dem Mega-Hit "Dein ist mein ganzes Herz", mit dem sich schon Richard Tauber in die Herzen eines Millionenpublikums sang. Bei der Neuproduktion erweist sich Weltstar Piotr Beczala als würdiger Nachfolger des legendären Tenors. Mit Julia Kleiter als Lisa hat er eine ebenbürtige Partnerin.


22:00 Liebling lass uns scheiden (85 Min.) (HDTV)
Fernsehfilm Schweiz, 2006

Rollen und Darsteller:
Anna Klaus – Nadja Brenneisen
Oliver Klaus – Marco Rima
Franziska Klaus – Esther Schweins
Tim Klaus – Basil Eidenbenz
Hendrik – Hubertus Geller
Willy Gremlich – Andrea Zogg

Regie: Jürg Ebe
Drehbuch: Jürg Ebe

Oliver fällt aus allen Wolken, als seine Frau Franziska die Scheidung will, obwohl er sich all die Jahre aufopfernd um Haushalt und Kinder gekümmert hat, damit sie Karriere machen konnte. Doch sie liebt ihn nicht mehr. Denn aus dem kreativen Draufgänger von früher ist ein depressiver Hausmann geworden. Als Oliver realisiert, dass Franziska von ihrem Chef Maik umworben wird, rappelt er sich zum Kampf um seine große Liebe auf. Oliver, der seinen Traum, als Kunstmaler erfolgreich zu sein, für Franziskas Karriere geopfert hat, ist völlig am Ende und sucht Rat bei seinem homosexuellen Freund Willy. Doch dieser hat selbst Probleme. Zum einen will er die Urne mit der Asche seiner toten Mutter loswerden, ohne dafür zu bezahlen, zum anderen sehnt er sich nach einer festen Beziehung. Während Franziska mit Maik für ein paar Wochen geschäftlich in London weilt, trifft Oliver seine alte Jugendliebe, die hübsche Sophie, eine erfolgreiche Galeristin. Sie ermutigt Oliver, wieder mit dem Malen anzufangen, und stellt ihm eine Ausstellung in ihrer Galerie in Aussicht. Die beiden kommen sich aber auch privat näher. Oliver legt "den Hausmann" ab und entwickelt sich wieder zum alten Draufgänger, der er einmal war. In London kommen bei Franziska derweil Zweifel auf, ob Maik wirklich eine Alternative zu Oliver ist. Doch als sie zurückkehrt, um es mit Oliver noch einmal zu versuchen, willigt dieser überraschend in die Scheidung ein. Franziska kann es nicht fassen. Sie ist überzeugt, dass er eine andere hat. Sophie öffnet Oliver schließlich die Augen. In einer waghalsigen Aktion versucht Oliver, Franziska davon abzuhalten, über Weihnachten mit Maik nach Dubai zu fliegen. Doch er kommt zu spät, das Flugzeug ist bereits weg. Geknickt kehrt er nach Hause zurück. Doch Franziska hat ihre Meinung geändert – sie ist schon zu Hause und wartet auf ihre große Liebe.


23:25 Maischberger (75 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 20.6.2018)

Sandra Maischberger diskutiert mit Gästen aktuelle Themen, die gesellschaftlich relevant sind, von Schönheitswahn bis Rassismus – journalistisch, kontrovers, informativ und unterhaltend. Die Bandbreite bei Maischberger reicht von Politik, Gesellschaft und Boulevard bis Sport. Ihre Gäste sind Prominente, Fachleute und Betroffene.


00:40 lebensArt (60 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 18.6.2018)

Martin Traxl und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden. Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und bildender Kunst.


01:40 Die Flügel der Taube (100 Min.) (HDTV)
(The Wings of the Dove)
Spielfilm Großbritannien / USA, 1997

Rollen und Darsteller:
Kate Croy – Helena Bonham Carter
Merton – Linus Roache
Lord Mark – Alex Jennings
Tante Maude – Charlotte Rampling
Kates Vater – Michael Gambon
Milly – Alison Elliott
Susan – Elizabeth McGovern

Regie: Iain Softley
Roman: Henry James

Als die mittellose Kate nach dem Tod ihrer Mutter von deren vermögender Schwester in ihr Haus aufgenommen wird, gibt es nur wenige Bedingungen: standesgemäßes Benehmen und keinen weiteren Kontakt zu ihrem verarmten Vater und ihrem Geliebten Merton, einem linksliberalen Journalisten, der Kate unbedingt heiraten will. Zwar möchte Kate ihren Geliebten auch gern heiraten, doch mindestens genauso sehr will sie auch die Sorglosigkeit besitzen, die ein größeres Vermögen bietet. Als Kate die millionenschwere, völlig alleinstehende Amerikanerin Millie kennenlernt und zufällig von deren unheilbarer Krankheit erfährt, entwickelt sie einen herzlosen Plan: Sie wird Millie mit dem gut aussehenden Merton verkuppeln, um nach dem Tod der Freundin mit ihm gemeinsam von seinem Erbe zu profitieren. Iain Softleys opulenter Kostümfilm nach dem Roman von Henry James ist großes Gefühlskino vor den Kulissen Londons und Venedigs.

Die Figur der Kate gehört zu den in ihrer Entstehungszeit sehr provozierend und auch heute noch erstaunlich modern wirkenden Frauenfiguren von Henry James. Sie ließen die erzogene Passivität der Heldinnen des 19. Jahrhunderts hinter sich, um ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. In der Rolle der Antiheldin Kate konnte Helena Bonham Carter sämtliche Register ziehen, um die moralische Ambivalenz ihrer komplexen Täter-/Opferfigur überzeugend darzustellen. Unter der Regie von Iain Softley ("Backbeat", "Hackers", "Der verbotene Schlüssel") fotografierte Eduardo Serra dieses Psychodrama an perfekt ausgestatteten Schauplätzen in London und Venedig. Dass die Produktion in Venedig dazu genau den Palazzo anmieten konnte, in dem Henry James zur Jahrhundertwende als Gast einer amerikanischen Familie mehrere Monate verbracht hatte, war so etwas wie das i-Tüpfelchen an heute noch zu erreichender Schauplatz-Authentizität. Für seine gestalterische Sorgfalt wurde "Die Flügel der Taube" 1997 mit vier Oscar-Nominierungen belohnt: für Kostümdesign, Kamera, Drehbuch und seine herausragende Hauptdarstellerin Helena Bonham Carter.


03:20 Küss mich, Dummkopf (120 Min.) (HDTV, s/w, mono)
(Kiss Me, Stupid)
Spielfilm USA, 1964

Rollen und Darsteller:
Dino – Dean Martin
Polly – Kim Novak
Orville Spooner – Ray Walston

Regie: Billy Wilder

Dino ist ein berühmter Popsänger und Schürzenjäger, der nach einem Auftritt in Las Vegas, auf dem Weg nach Hollywood, einen vermeintlich kurzen Zwischenstopp in einer kleinen Stadt in Nevada einlegt. Hier wird er jedoch von zwei Amateur-Songwritern, Musiklehrer Orville J. Spooner und Tankstellenwart Barney Milsap, erkannt und mit offenen Armen begrüßt. Sie manipulieren Dinos Auto und sichern so seinen Aufenthalt in ihrer Stadt, um ihn gleichzeitig dazu zu bringen, ihre Eigenkompositionen für sein Programm zu erwerben. Dabei setzen sie ganz auf einen gemeinsamen Herrenabend, bei dem sie die Prostituierte Polly als Orvilles Ehefrau ausgeben, die den Schürzenjäger Dino verführen und gefügig machen soll. Doch sie haben die Rechnung ohne Orvilles richtige Ehefrau gemacht.

Dean Martin und Kim Novak brillieren in Billy Wilders Slapstick-Spaß, der zugleich eine Parodie auf den Star-Kult ist.


05:20 Australiens Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Die rote Wüste
Film von: Peter Moers
(Erstsendung 22.10.2012)

Der Gebirgszug der MacDonnells, seit 1992 ein Nationalpark, erstreckt sich einige Hundert Kilometer in west-östlicher Richtung durch das ansonsten flache, wüstenartige Zentrum Australiens. Aus dieser Ebene ragen die berühmten abgeschliffenen Sandsteinkuppen von Kata Tjuta und Uluru, früher "The Olgas" und "Ayers Rock" genannt, heraus. Immer wieder wird das vor 350 Millionen Jahren entstandene Gebirge von Flussläufen durchschnitten. Der bekannteste von ihnen ist der Finke River, eines der ältesten Flusssysteme der Welt. Den Aranda-Aborigenes galten die Honigameisen als Leckerbissen, eine vitaminhaltige, süße Nahrung. Diese Art der Ernährung nennt der Australier "Bush Tucker" – Nahrung und Medizin aus der Natur. Ein Experte für Bush Tucker ist der Botaniker Peter Latz, der die Sprache der Aranda beherrscht.


06:05 – 06:15 3satTextVision (10 Min.)

 

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Sonntag, 24. Juni 2018


06:15 makro (30 Min.) (HDTV)
Afrika digital – Internetboom im Silicon Savannah
Film von: Jörg Brase
(Erstsendung 9.12.2016)

Afrika digitalisiert sich mit rasender Geschwindigkeit. Das erregt das Interesse der Investoren. Bis 2020 sollen 60 Prozent des Kontinents ans digitale Breitbandnetz angeschlossen sein. Dann soll sich der Datentransfer verfünfzehnfachen. In Nigeria gehen pro Minute 16 Smartphones über den Ladentisch. In vier Jahren sollen afrikaweit über 700 Millionen Smartphones online sein. Dieser Boom, so urteilt die Weltbank, biete erstmals die Chance, dass sich der Kontinent aus eigener Kraft substanziell weiterentwickelt. In Kenias "Silicon Savannah" arbeiten junge Nerds im sogenannten "iHub" an Mobilfunk-Applikationen, die auch auf einfachen, billigen Handys funktionieren und so auch von der armen Landbevölkerung genutzt werden können. Mit Hilfe solcher Apps sollen Kinder besser lernen, Bauern Aussaat-Tipps bekommen und Marktpreise für ihre Ernte bestimmen können, sollen Krankenpfleger auf dem Land ausgebildet und per Ferndiagnose Augenoperationen organisiert werden. Auch schnelles und sicheres Bezahlen mit dem Mobiltelefon, das Abwickeln von Bankgeschäften per SMS, all das ist in Ländern wie Kenia bereits Realität. Afrika-Korrespondent Jörg Brase stellt sie vor, die M-Apps wie M-Pesa (Mobiles Geld), M-Health, M-Farm, M-Kopa und wie sie alle heißen. Und er zeigt, welches Potenzial in dieser digitalen Revolution in Afrika steckt.


06:45 Tele-Akademie (45 Min.) (HDTV)
Paris – Metropole der Moderne
(Erstsendung 17.6.2018)

Mitwirkende: Prof. Dr. Gerhard Poppenberg

Die Formulierung von Paris als "Metropole der Moderne" lehnt sich an die berühmte Formel von Walter Benjamin an, der Paris als "Hauptstadt des 19. Jahrhunderts" bezeichnet hat. Der Vortrag von Gerhard Poppenberg beschreibt nicht eine Geschichte der Stadt in der Moderne, sondern er stellt anhand von ausgewählten literarischen Texten Paris als einen symbolischen Ort vor, an dem zentrale Fragen der Moderne artikuliert worden sind. Poppenberg beginnt mit Rousseaus Darstellung der Stadt Paris in seinem Roman "Julie oder Die neue Héloïse". Der Hauptteil befasst sich mit Paris-Bildern des 19. Jahrhunderts. Dabei geht es vor allem um konzeptuelle Deutungen des Phänomens der modernen Großstadt. Balzac spricht in der "Menschlichen Komödie" von der Großstadt als Hölle. Baudelaire entwickelt das Konzept der Stadtlandschaft und führt den Flaneur als eine konzeptuelle Figuration des städtischen Lebens ein. Und Walter Benjamin hat die Pariser Passagen – frühe Formen von Kaufhaus, Shopping Mall und Fußgängerzone – als Inbegriff der modernen Großstadt gedeutet. Ein Ausblick ins 20. Jahrhundert stellt das Paris-Bild der Surrealisten vor. Professor Dr. Gerhard Poppenberg habilitierte sich 1998 im Fachbereich "Neuere fremdsprachliche Philologien" und lehrt seit 2002, nach Stationen an den Universitäten Köln und Erfurt, Romanistik an der Universität Heidelberg.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


Sternstunde Philosophie
09:05 Mann oder Frau – eine Frage des Gefühls? (60 Min.)
Gesprächsreihe
(Erstsendung 28.1.2018)

In der Schweizer Gesprächssendung "Sternstunde Philosophie" diskutieren Philosophen, Wissenschaftler und Künstler Themen einer immer komplexer werdenden Welt. "Sternstunde Philosophie" schlägt den großen Bogen von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den Grundfragen der Philosophie: Wer ist wofür verantwortlich, worin besteht die menschliche Freiheit, was bestimmt unseren Lebenssinn?


10:05 lesenswert sachbuch (30 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 14.6.2018)

Walter Janson im Gespräch mit Margot Käßmann

"Ganz anders könnten wir leben" heißt das Buch von Margot Käßmann über Martin Luther King, dessen Ermordung sich am 4. April 2018 zum 50. Mal jährt. – Die Autorin ist zu Gast bei Walter Janson. Als Austauschschülerin in Amerika ist Margot Käßmann schockiert vom Rassismus, der dort in den 1970er-Jahren herrscht. Als sie von Martin Luther King hört, ist sie fasziniert von seinem Kampf für Gerechtigkeit. Seither verehrt sie ihn als Vorbild. Martin Luther King ist in die Geschichte eingegangen als ein Mann, der aus christlicher Überzeugung gegen Rassismus, für Gerechtigkeit und Frieden eingetreten ist. Als ein begabter Prediger und Redner, der Menschen begeistern konnte, sich zu engagieren. Ein Mann, der konsequent in seiner pazifistischen Haltung blieb und dies mit dem eigenen Leben bezahlte. Am 4. April 1968 wurde er von einem Fanatiker ermordet. Margot Käßmann ist evangelisch-lutherische Theologin, Pfarrerin und Buchautorin. Sie wirkt ab Frühjahr 2012 als Botschafterin des Reformationsjubiläums 2017. Margot Käßmann ist Mutter von vier erwachsenen Töchtern.


10:35 CIVIS Medienpreis 2018 (80 Min.) (HDTV, AD, UT)
TV-Gala für Integration
Berichterstattung
(Erstsendung 7.6.2018)

Moderation: Sandra Maischberger

Der CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa wird am 7. Juni 2018 in einer TV-Gala mit Prominenten aus Medien und Politik im Auswärtigen Amt in Berlin verliehen. Europas bedeutendster Medienpreis für Integration zeichnet erneut Programmleistungen im Radio, Film, Fernsehen und Internet aus, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster geografischer oder kultureller Herkunft fördern. Der Sonderpreis "Fußball + Integration" ist Teil des CIVIS Medienpreises 2018. Schirmherren sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani.


11:55 Lev Vinocour spielt russische Meisterwerke (50 Min.)
Konzert im Petersburger Scheremetew Palast, 2018
Erstausstrahlung


12:45 Auf der Suche nach dem Alten Russland (15 Min.) (HDTV)
Sankt Petersburg und das Erbe der Zaren
Film von: Heike Nikolaus
(Erstsendung 1.2.2015)

Nirgendwo sonst lässt sich der Glanz des vergangenen Zarenreiches besser bestaunen als in Russlands alter Hauptstadt Sankt Petersburg. Zar Peter der Große ließ sie erbauen als Fenster zu Europa, das den eigenen Glanz dort übertroffen finden sollte. In den dunklen Wintermonaten entfaltet die Metropole ihren ganz eigenen Charme. Das Filmteam begleitet Kapitän Alexey Krilov, der sich täglich mit seinem Eisbrecher durch die Sankt Petersburgs Lebensader, die Newa, kämpft, um den Fluss befahrbar zu halten. Von Uhrmacher Mihail Gurjev lässt sich das Team die Eremitage zeigen, ehemaliger Zarensitz und heute riesiges Museum – in dem über 3000 Uhren am Laufen gehalten werden müssen. Und es lernt das junge Sportlerpaar Kamilla und Iwan kennen, das auf dem Eis für die Olympische Goldmedaille trainiert. Kamilla ist, erst 15-jährig, allein nach Petersburg gezogen, um von hier aus nach den Sternen zu greifen.


13:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


Unterwegs in Österreich
13:05 200 Jahre Rad – Vom Laufrad zur Hightechmaschine (25 Min.) (HDTV)
Film von: Bernhard Stadler
(Erstsendung 13.1.2018)

Vom Laufrad über das Hochrad bis zur modernen Rennsportmaschine: Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung des Fahrrads von seinen Anfängen im Jahr 1817 bis heute nach. Auf dem Weg in die Mobilität der Zukunft nimmt das Bundesland Vorarlberg eine Vorreiterrolle ein. Hier wird doppelt so viel geradelt wie in anderen Regionen Österreichs. Jetzt sollen Lasten-Transporträder oder Speedbikes den Verkehr weiter revolutionieren.


13:30 Mast – und Schotbruch (30 Min.) (HDTV)
Kieler Woche 2018
Film von: Marc-Ulrich Fritz
Erstausstrahlung

Vom 16. bis zum 24. Juni 2018 findet in Kiel wieder das größte Segelvolksfest der Welt statt. Ein Bericht aus dem Segelhafen Kiel-Schilksee. Die Kieler Woche ist die größte Segelsport-Veranstaltung der Welt und an Land das größte Volksfest Nordeuropas mit rund drei Millionen Besuchern. Für sie gibt es spannende Regatten, Spiel-Aktionen an der Krusenkoppel und zum Abschluss die große Windjammerparade.


14:00 Land zwischen Belt und Bodden (60 Min.) (HDTV, UT)
Von Flensburg bis Lübeck
Folge 1 von 2
Film von: Manfred Schulz, Andrea Dorschner
(Erstsendung 2.1.2015)

Die Ostseeküste zwischen Flensburg und Travemünde mit den Förden, Sandhaken, Inseln, Hafenstädten und Fischerorten ist von Sonne und Wind verwöhnt. – Eine Entdeckungsreise mit dem Segelboot. Wenn der Raps in Blüte steht, findet man dort ein leuchtend gelbes "Meer". Unzählige Findlinge in der Landschaft und Strände mit feinem Sand ziehen alljährlich Urlauberscharen an. Doch was steckt hinter dem Touristentrubel? Was ist die Ostsee für ein seltsames Meer? Der Film geht diesen Fragen nach und stellt Menschen vor, deren Leben von der Ostsee geprägt ist. Darunter ein Taucher, der seit über 40 Jahren am Ostseegrund in Geschichte von frühen Siedlern und Kanonenkugeln alter Schlachten eintaucht. Eine junge Frau, die auf ihrem Katamaran mit den Ostseewinden kämpft – ihr Ziel ist olympisches Gold. Und ein moderner Wikinger, der in Haithabu Segel setzt, wie es vor 1000 Jahren die Nordmänner taten, während der Glasperlenmacher am Ufer um ledernes Schuhwerk nach mittelalterlichem Vorbild feilscht. Nicht ganz so alt sind die historischen Frachtsegler, die in Flensburg zur Rumregatta starten. Edler Rum, den noch heute ein Flensburger mühevoll im Eichenfass rollt. In dunkler Nacht muss ein Fährschiff durch die enge Trave gesteuert werden, bei jedem Wind, bei jedem Wetter mit Kurs auf Schwedens ferne Küste. Würdevolle Seebären der Lübecker Schiffergesellschaft erhalten ein 500 Jahre altes Erbe in der Hansestadt Lübeck, der "Königin der Hanse". Auf Gut Panker läuft ein Landgraf seinen edlen Pferden hinterher. Kieler Wissenschaftler quetschen das Beste aus Algen heraus. Worin besteht das Geheimnis des Lübecker Marzipans oder das der Hühnergötter am Strand? Warum ist die Schlei für viele die schönste Ostseeförde? Wie werden silberne Sprotten golden, und warum werfen Schweinswale noch heute so viele Rätsel auf?


15:00 Land zwischen Belt und Bodden (90 Min.) (HDTV, UT)
Von der Trave bis Hiddensee
Folge 2 von 2
Film von: Manfred Schulz
(Erstsendung 1.5.2016)

Diesmal geht es über Wasser und Land von der Bierstadt Wismar aus über Heiligendamm, Warnemünde und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bis hin zur autofreien Insel Hiddensee. Abstecher gibt es in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit Dünen, vom Sturm gebückten Kiefern und Kranichen. Weiter geht es zur Hanse und ihren Koggen und auf See hinaus. In Rerik wird das Geheimnis gelüftet, wie das Salzhaff zu seinem Namen kommt. Ganz in der Nähe, in Kühlungsborn, steht ein grauer Zeitzeuge: einer der letzten Ostseegrenztürme der untergegangenen DDR. Welche Rolle spielte er früher? Und warum ist es gut, dass er noch heute dort steht? In Heiligendamm geht es noch weiter zurück in die jahrhundertealte Geschichte der Region, als der mecklenburgische Großherzog von seinem Leibarzt zum Bade in die kalte Ostsee geschickt wurde. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst laden in Ahrenshoop Künstler in ihre Ateliers, während die Masken-Bastler aus Born schon auf den nächsten Winter warten. Im Sommer schlagen sie mit großem Spektakel und hoch zu Ross die Heringstonnen ab. Und woher stammen eigentlich die "Darßer Türen"? Natürlich gibt es im Film auch Zeesboote zu sehen. Das Fischen damit hat Tradition in Mecklenburg-Vorpommern – so wie das Regatta-Segeln. Auf Hiddensee fallen die Hausmarken der alten Inselfischer ins Auge, auch der Dornbusch mit seinem Leuchtturm und das Haus von Gerhard Hauptmann. Der Schriftsteller hatte sich vor 130 Jahren in die kleine, damals einsame Insel verliebt. Vor allem wohl der Küstenlandschaft wegen, die die Ostsee mit ihrer gewaltigen Natur unentwegt neu formt. Durch die grandiosen Luftbilder des Films könnte man meinen, dem Meer bei dieser Arbeit zusehen zu können.


16:30 Das Appartement (120 Min.) (HDTV, s/w, mono)
(The Apartment)
Spielfilm USA, 1959

Rollen und Darsteller:
Baxter (Bud) – Jack Lemmon
Fran Kubelik – Shirley MacLaine
J.D. Sheldrake – Fred MacMurray
Mr. Dobisch – Ray Walston
Dr. Dreyfuss – Jack Kruschen
Miss Olsen – Eddie Adams

Regie: Billy Wilder

C. C. Baxter, genannt Bud, arbeitet bei einer New Yorker Versicherung. Der kleine Angestellte möchte gern Karriere machen und hofft darauf, bald aufzusteigen, schließlich macht er fast täglich Überstunden – allerdings weniger aus übertriebenem Pflichtgefühl: Vielmehr überlässt Bud reihum vier Abteilungsleitern sein Appartement für heimliche Treffen mit deren Freundinnen. Als die Herren Bud zur Beförderung vorschlagen, durchschaut Personalchef J. D. Sheldrake das Spiel und verlangt ebenfalls Zugang zu dem Appartement. Bud ahnt nicht, mit wem Sheldrake sich in seiner Wohnung trifft: Es ist Fran Kubelik, die reizende Fahrstuhlführerin, in die er selbst unsterblich verliebt ist. Buds Karrieredenken gerät in heftigen Konflikt mit seinen Gefühlen, als er Fran eines Abends bewusstlos in seinem Bett vorfindet: Von Sheldrake alleingelassen und enttäuscht, hat sie Schlaftabletten genommen. Bud bekommt vom Arzt die Anweisung, Fran, die sich zum Glück wieder erholt hat, 24 Stunden nicht fortzulassen. Bud ist fest entschlossen, Fran zu heiraten, doch dann tauchen neue Komplikationen auf, und Bud trifft eine folgenschwere Entscheidung.

Billy Wilder inszenierte die Komödie spritzig und pointenreich und erhielt dafür drei der fünf Oscars für "Das Appartement": Ausgezeichnet wurde er mit den Preisen für Regie, Drehbuch und Produktion.


18:30 SCHWEIZWEIT (30 Min.) (HDTV)
Wildes Tessin – Die grüne Oase des Onsernonetals
Film von: Jean-Marc Chevillard
(Erstsendung 6.8.2017)

Das Onsernonetal ist eines der faszinierendsten und wildesten Täler der Südschweiz. Urwaldähnliche Wälder überdecken die steilen Hügel, auf deren Anhöhen sonnenverwöhnte Dörfer thronen. Bis auf 900 Höhenmeter gedeihen Palmen, Reben, Mimosen, Feigenkakteen und Edelkastanien. Das milde Klima, die Ruhe und urtümliche Natur haben schon Künstler und Intellektuelle wie Max Ernst, Kurt Tucholsky und Max Frisch angezogen. Dort wo die afrikanische Kontinentalplatte auf die europäische stößt, liegt der wilde Süden der Schweiz. Westlich von Locarno gelegen, gilt das Onsernonetal als Favorit für einen Tessiner Nationalpark. Die Natur ist eindrücklich, aber das Leben für die Bewohner ist hart, und Arbeit findet sich nur schwer. Deshalb hat sich das Tal in den letzten Jahrzehnten ziemlich entvölkert. Zwei Bewohner des Tales möchten dem Entgegenwirken: Der Lehrer und neue "Mühlenbetreiber" Ilario Garbani und der Steindach-Decker Franco Varini. Beide lieben die intakte Natur des Tales und die überlieferten Traditionen der Region. Sie hoffen darauf, dass das Onsernonetal den Status eines Nationalparks erhalten wird und dadurch ein sanfter und nachhaltiger Tourismus entstehen könnte, der den Talbewohnern ökonomisch eine Zukunft zu bieten hätte.


19:00 heute (10 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


NZZ Format
19:10 Swiss backstage – Boeing 777 ready for take off (30 Min.) (HDTV)
Film von: Andrea Hauner
(Erstsendung 15.9.2016)

Die leistungsstärksten Triebwerke der Welt, eine Spannweite von knapp 65 Metern, ein Listenpreis von 300 Millionen Dollar: die Boeing 777-300ER. Die Dokumentation von Andrea Hauner begleitet den neuen Riesenvogel der Swiss bei der Abnahme in der Boeing-Werft in Seattle und auf einem der ersten Langstreckenflüge nach Bangkok. Ein Blick hinter die Kulissen der Luftfahrtindustrie. Für die meisten Menschen ist Fliegen längst zum Alltag geworden – dabei steckt hinter einem erfolgreich absolvierten Flug ein gigantischer technischer, sicherheitstechnischer und ökonomischer Aufwand. Andrea Hauner geht unter anderem den Fragen nach, wie Ticket-Preise entstehen, wie sich Piloten auf Krisensituationen vorbereiten und wie die Abteilung für Flugaufsicht der Swiss arbeitet.


19:40 Schätze der Welt – Erbe der Menschheit (20 Min.)
Anuradhapura, Sri Lanka – Stadt des Glaubens
Film von: Elke Werry
(Erstsendung 31.5.2011)

Anuradhapura war von 250 vor Christus bis 1017 Hauptstadt des singalesischen Königreichs. Die archäologische Stätte einer frühen buddhistischen Zivilisation gibt viele Rätsel auf. Die antike Stadt, heute UNESCO-Welterbe, wurde "im Dschungel" vergessen, bis sie um 1820 durch eine britische Expedition wiederentdeckt wurde. Im 4. Jahrhundert vor Christus gegründet, entwickelte sie sich zum religiösen und politischen Zentrum von Sri Lanka. Mittelpunkt der Stadt war der heilige Bodhi-Baum, ein Ableger jenes Pappel-Feigen-Baumes in Indien, unter dem Siddhartha Gautama seine Erleuchtung erfahren hat und zu Buddha wurde. Um diesen Baum herum wurden buddhistische Klöster und Wohnanlagen für die Mönche gebaut, Stupas und Tempel errichtet. Man geht davon aus, dass damals in Anuradhapura bereits über 100 000 Menschen lebten, hochzivilisiert und modern, auf einer Fläche von über 40 Quadratkilometern. Für die Wasserversorgung dieser Trockenregion im Norden Sri Lankas wurden künstliche Seen angelegt, die den Monsunregen speicherten und die Bewässerung der Reisfelder regulierbar machten. Anuradhapura war eine blühende antike Metropole – bis sie im 11. Jahrhundert nach verlorenem Krieg aufgegeben und verlassen wurde. Nur der Bodhi-Baum, die Wurzel des buddhistischen Glaubens in Sri Lanka, wurde gepflegt und geschützt. Er gilt als der älteste historisch dokumentierte Baum der Welt und ist bis heute das Ziel vieler Pilger. Die antiken Stadtruinen, Monumente und Klöster werden seit mehr als 100 Jahren erforscht, freigelegt und restauriert.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


Festspielsommer
20:15 Die Berliner Philharmoniker live in der Waldbühne 2018 (125 Min.) (HDTV)
Erstausstrahlung

Musikalische Leitung: Sir Simon Rattle
Mitwirkende: Magdalena Kozená (Mezzosopran)

Programm:
- George Gershwin: Cuban Overture
- Gabriel Fauré: Pavane
- Joseph Canteloube (de Malaret): Chants d'Auvergne (Auswahl)
- Aram Chatschaturjan: Suite aus dem Ballett Gayaneh
- Ottorino Respighi: Pini di Roma

"Goodbye Sir Simon!": Mit diesem Waldbühnenkonzert verabschieden die Berliner Philharmoniker Simon Rattle in seiner Funktion als Chefdirigent des Orchesters. Inklusive dieses Abends leitete der Brite sieben Mal die traditionelle Saisonabschlussveranstaltung, die ihr besonderes Flair durch die sommerliche Open-Air-Stimmung, einen großartigen Stargast und eine ungewöhnliche Programmzusammenstellung erhält. Auch bei Rattles letztem Konzert darf man sich auf ein ungewöhnliches Programm freuen: Es erklingen unter anderem die "Chants d'Auvergne" von Joseph Canteloube, jene Liedsammlung, in der der französische Komponist und Volksmusikforscher die Gesänge der Auvergne für Gesangsstimme und Orchester bearbeitet hat. Ihr pastoraler, von den Schönheiten der Natur inspirierte Ton macht diese Lieder, die Magdalena Kozená vorträgt, zu einem idealen Programmpunkt für die sommerliche Naturkulisse der Waldbühne. Und zum Schluss – um es mit Sir Simons Worten auszudrücken – "same procedure as every year": Paul Linckes mitreißender Marsch "Berliner Luft", der bei keinem Waldbühnenkonzert als Zugabe fehlen darf und der Publikum, Musiker und Dirigent regelmäßig in Hochstimmung versetzt.

3sat setzt den diesjährigen "Festspielsommer" am Samstag, 30. Juni, um 20.15 Uhr mit dem Eröffnungskonzert vom "Rheingau Musik Festival 2018" fort. Am Sonntag, 1. Juli, um 20.15 Uhr folgt live das Eröffnungskonzert vom "Schleswig-Holstein Musik Festival 2018".


22:20 Sommer in Rom (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Spielfilm Deutschland, 2013

Rollen und Darsteller:
Michael – Thomas Heinze
Susanne – Esther Schweins
Caroline – Mala Emde
Tobias – Nick Julius Schuck
Filippo – Leonardo Nigro

Regie: Stephan Meyer
Produzent: ARD, WDR, Degeto

Journalist Michael kann sein Glück kaum fassen, er wird Auslandskorrespondent in Rom. Weniger begeistert ist seine Frau Susanne, die ihrem Mann zuliebe ein Jahr lang in ihrem Job als Anwältin pausiert, um erst einmal Pasta zu kochen. Auch die frisch verliebte Teenager-Tochter Caroline und Sohn Tobias verlassen die Kölner Heimat nur ungern, zumal das versprochene Dolce Vita gewöhnungsbedürftig ist. In der gemieteten Wohnung gibt es weder Strom, Wasser noch Telefon, dafür aber einen nächtlichen "incubo", einen Poltergeist. Als unverbesserlicher Italienliebhaber sieht Michael in den Widrigkeiten des Alltags zunächst nur das Positive. Funktioniert das Internet nicht, geht er eben zum Friseur – dort gibt es WLAN und den neuesten Klatsch obendrein. Doch während seine Familie bald die angenehmen Seiten Römischer Folklore entdeckt, versinkt Michael zunehmend im Chaos: Nach einem vermeintlichen Seitensprung mit der verführerischen Nachbarin Maria muss er sich um seine Ehe sorgen, und als sich herausstellt, dass er seine Reportage über die Papstreise frei erfunden hat, wackelt auch sein Job. Zu allem Überfluss wird er noch als Grabräuber verhaftet. Ist Rom vielleicht doch nicht so toll?

Italienische Verhältnisse – mit deutscher Gründlichkeit beobachtet: Das ist das Erfolgsrezept dieser beschwingten Sommerkomödie über liebenswürdige Verrücktheiten im Alltag Roms.


23:50 Polizeiruf 110 (80 Min.) (4:3, mono, UT)
Der zersprungene Spiegel
Fernsehfilm Deutsche Demokratische Republik, 1985

Rollen und Darsteller:
Hauptmann Fuchs – Peter Borgelt
Oberleutnant Zimmermann – Lutz Riemann
Leutnant Claus – Walter Nickel
Paul, Otto Karuschke – Fred Delmare
Anne Karuschke – Inge Rentsch

Regie: Hans-Werner Honert
Drehbuch: Gabriele Gabriel

Der Pförtner eines Hygieneinstituts stirbt an den Folgen eines Überfalls. Otto, der Bruder des Toten, macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Otto hat für seinen Bruder Paul und dessen Frau Anne eine Feier zum 35. Hochzeitstag ausgerichtet. Nach der fröhlichen Feier tritt der pflichtbewusste Paul wie immer seinen Nachtdienst als Pförtner an. Doch an diesem Abend geschieht ein Verbrechen. Paul wird am nächsten Tag schwer verletzt in seiner Pförtnerloge gefunden. Wenig später stirbt Paul an den Folgen des Überfalls. Otto, der schon seine Frau auf tragische Weise verloren hat, wird mit dem Tod seines Bruders nicht fertig. Da ihm die Ermittlungen der Polizei zu lange dauern, beginnt er auf eigene Faust, nach dem Mörder seines Bruders zu suchen.


01:10 Unthinkable – Der Preis der Wahrheit (90 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Spielfilm USA, 2010

Mitwirkende:
Henry Harold Humphries "H" Samuel L. Jackson
Agent Helen Brody – Carrie-Anne Moss
Steven Arthur Younger – Michael Sheen
Charles Thompson – Stephen Root
Rina Humphries – Lora Kojovic

Regie: Gregor Jordan

Ein Albtraum: Der zum Islam konvertierte Nuklearexperte Steven Arthur Younger hat drei atomare Zeitbomben in amerikanischen Städten versteckt. Eine schwere Mission für FBI-Agentin Helen Brody. Steven Arthur Younger nennt sich nun "Yusuf Atta Mohammed". In einem Bekennervideo fordert der Fanatiker den Abzug aller amerikanischen Truppen aus arabischen Ländern. Andernfalls würden Zeitzünder-Bomben ein Inferno auslösen. Man nimmt seine Drohung ernst. Eine Anti-Terror-Taskforce verhaftet Arthur Younger schon nach kurzer Zeit in einer Shopping Mall, doch damit ist das Problem noch lange nicht gelöst. Younger gibt die Verstecke der Sprengsätze nicht preis – um ein Märtyrer zu werden, ist er bereit, Höllenqualen zu erleiden. Die fügt ihm der zwielichtige Verhörspezialist Henry Harold "H" Humphries zu. Der Fachmann für verdeckte Operationen jenseits aller gesetzlicher Beschränkungen ist in seinen Methoden nicht zimperlich. Doch selbst er kann Younger nicht zum Reden bringen. Als er sich anschickt, Youngers Kindern Gewalt anzutun, protestiert die FBI-Agentin Helen Brody: Sollen die Grundsätze, für die ein freies Land wie Amerika steht, plötzlich über den Haufen geworfen werden?

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 ist in den USA die Angst vor religiös motiviertem Terror allgegenwärtig. In seinem intelligenten Polit-Thriller treibt Gregor Jordan das moralische Dilemma eines Rechtsstaates geschickt auf die Spitze: Wie weit darf ein demokratisches Land gehen, um nicht selbst als terroristisches Regime zu gelten? Samuel L. Jackson als moderner Folterknecht und Carrie-Anne Moss in der Rolle einer prinzipientreuen Staatsbürgerin tragen diesen Konflikt in einer scharfzüngigen Debatte aus.


02:40 Mast – und Schotbruch (25 Min.) (HDTV)
Kieler Woche 2018
Film von: Marc-Ulrich Fritz
(Erstsendung 24.6.2018)

Vom 16. bis zum 24. Juni 2018 findet in Kiel wieder das größte Segelvolksfest der Welt statt. Ein Bericht aus dem Segelhafen Kiel-Schilksee. Die Kieler Woche ist die größte Segelsport-Veranstaltung der Welt und an Land das größte Volksfest Nordeuropas mit rund drei Millionen Besuchern. Für sie gibt es spannende Regatten, Spiel-Aktionen an der Krusenkoppel und zum Abschluss die große Windjammerparade.


03:05 Land zwischen Belt und Bodden (60 Min.) (HDTV, UT)
Von Flensburg bis Lübeck
Folge 1 von 2
Film von: Manfred Schulz, Andrea Dorschner
(Erstsendung 2.1.2015)

Die Ostseeküste zwischen Flensburg und Travemünde mit den Förden, Sandhaken, Inseln, Hafenstädten und Fischerorten ist von Sonne und Wind verwöhnt. – Eine Entdeckungsreise mit dem Segelboot. Wenn der Raps in Blüte steht, findet man dort ein leuchtend gelbes "Meer". Unzählige Findlinge in der Landschaft und Strände mit feinem Sand ziehen alljährlich Urlauberscharen an. Doch was steckt hinter dem Touristentrubel? Was ist die Ostsee für ein seltsames Meer? Der Film geht diesen Fragen nach und stellt Menschen vor, deren Leben von der Ostsee geprägt ist. Darunter ein Taucher, der seit über 40 Jahren am Ostseegrund in Geschichte von frühen Siedlern und Kanonenkugeln alter Schlachten eintaucht. Eine junge Frau, die auf ihrem Katamaran mit den Ostseewinden kämpft – ihr Ziel ist olympisches Gold. Und ein moderner Wikinger, der in Haithabu Segel setzt, wie es vor 1000 Jahren die Nordmänner taten, während der Glasperlenmacher am Ufer um ledernes Schuhwerk nach mittelalterlichem Vorbild feilscht. Nicht ganz so alt sind die historischen Frachtsegler, die in Flensburg zur Rumregatta starten. Edler Rum, den noch heute ein Flensburger mühevoll im Eichenfass rollt. In dunkler Nacht muss ein Fährschiff durch die enge Trave gesteuert werden, bei jedem Wind, bei jedem Wetter mit Kurs auf Schwedens ferne Küste. Würdevolle Seebären der Lübecker Schiffergesellschaft erhalten ein 500 Jahre altes Erbe in der Hansestadt Lübeck, der "Königin der Hanse". Auf Gut Panker läuft ein Landgraf seinen edlen Pferden hinterher. Kieler Wissenschaftler quetschen das Beste aus Algen heraus. Worin besteht das Geheimnis des Lübecker Marzipans oder das der Hühnergötter am Strand? Warum ist die Schlei für viele die schönste Ostseeförde? Wie werden silberne Sprotten golden, und warum werfen Schweinswale noch heute so viele Rätsel auf?


04:05 Land zwischen Belt und Bodden (90 Min.) (HDTV, UT)
Von der Trave bis Hiddensee
Folge 2 von 2
Film von: Manfred Schulz
(Erstsendung 1.5.2016)

Diesmal geht es über Wasser und Land von der Bierstadt Wismar aus über Heiligendamm, Warnemünde und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bis hin zur autofreien Insel Hiddensee. Abstecher gibt es in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit Dünen, vom Sturm gebückten Kiefern und Kranichen. Weiter geht es zur Hanse und ihren Koggen und auf See hinaus. In Rerik wird das Geheimnis gelüftet, wie das Salzhaff zu seinem Namen kommt. Ganz in der Nähe, in Kühlungsborn, steht ein grauer Zeitzeuge: einer der letzten Ostseegrenztürme der untergegangenen DDR. Welche Rolle spielte er früher? Und warum ist es gut, dass er noch heute dort steht? In Heiligendamm geht es noch weiter zurück in die jahrhundertealte Geschichte der Region, als der mecklenburgische Großherzog von seinem Leibarzt zum Bade in die kalte Ostsee geschickt wurde. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst laden in Ahrenshoop Künstler in ihre Ateliers, während die Masken-Bastler aus Born schon auf den nächsten Winter warten. Im Sommer schlagen sie mit großem Spektakel und hoch zu Ross die Heringstonnen ab. Und woher stammen eigentlich die "Darßer Türen"? Natürlich gibt es im Film auch Zeesboote zu sehen. Das Fischen damit hat Tradition in Mecklenburg-Vorpommern – so wie das Regatta-Segeln. Auf Hiddensee fallen die Hausmarken der alten Inselfischer ins Auge, auch der Dornbusch mit seinem Leuchtturm und das Haus von Gerhard Hauptmann. Der Schriftsteller hatte sich vor 130 Jahren in die kleine, damals einsame Insel verliebt. Vor allem wohl der Küstenlandschaft wegen, die die Ostsee mit ihrer gewaltigen Natur unentwegt neu formt. Durch die grandiosen Luftbilder des Films könnte man meinen, dem Meer bei dieser Arbeit zusehen zu können.


05:35 Erlebnisreisen-Tipp (15 Min.) (HDTV)
Niederlande – Strandurlaub in Walcheren
Film von: Karl Waldhecker, Andreas Michels
(Erstsendung 30.7.2016)

Wasser und Wind, Inseln und Halbinseln, Strand und Dünen – all das ist typisch für Zeeland. Der Film stellt das Reiseziel Walcheren vor, die Halbinsel der niederländischen Provinz Zeeland.


05:50 Jewgeni Kissin – Das Comeback einer Pianisten-Legende (15 Min.) (HDTV)
Film von: Hannah Kristina Friedrich
(Erstsendung 21.4.2018)

Jewgeni Kissin – ein Solitär unter den Pianisten. Filmemacherin Hannah Kristina Friedrich hat ihn in seiner neuen Heimat Prag zu einem seiner seltenen Interviews getroffen. Er ist das Gegenteil eines Show-Talents wie es etwa Lang Lang ist. Gerade deshalb zieht er das Publikum weltweit in den Bann wie kaum ein anderer Pianist. Einst als Wunderkind aus der damaligen Sowjetunion von Karajan gefördert, versetzte er die Musikwelt in Verzückung. Einer, der sich für nichts anderes interessierte als für seine 88 Tasten. Inzwischen ist Jewgeni Kissin ein anderer geworden. Er ist nicht mehr nur mit Mutter und Lehrerin unterwegs, sondern hat geheiratet und interessiert sich plötzlich auch für Politik. Vor allem für Israel, das Land seiner Vorväter. Jetzt hat er sich Beethovens Klavier-Sonaten gewidmet. Und die klingen heute genauso eigenwillig wie makellos.


06:05 – 06:20 3satTextVision (15 Min.)

 

*


Montag, 25. Juni 2018


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 22.6.2018)

Moderation: Cécile Schortmann

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 22.6.2018)

Moderation: Yve Fehring

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 22.6.2018)

Moderation: Cécile Schortmann

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 22.6.2018)

Moderation: Yve Fehring

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


10:15 Riverboat (120 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 15.6.2018)

Moderation: Stephanie Stumph, Jörg Pilawa

"Riverboat" ist eine schnelle, lockere Unterhaltungs-Talkshow mit prominenten Gästen. Die Sendung bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Biografien, Geschichten und Neuigkeiten, aktuellen Anlässen, brisanten Begebenheiten, spektakulären Ereignissen und viel Humor.


12:15 sonntags (30 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 24.6.2018)

Moderation: Andrea Ballschuh

Die Lage vieler kleiner Gemeinden ähnelt sich: Der Bäcker verschwindet, die Gaststätten auch. Vereine suchen Nachwuchs, aber die Zugezogenen im Neubaugebiet sind alle berufstätig. Gleichzeitig werden die Menschen im Ortskern älter und hilfsbedürftiger. "Unser Dorf soll schöner werden" hieß früher eine Initiative. Heute geht es weniger um Fassaden als ums soziale Miteinander. "sonntags" stellt Orte vor, die es mit "Dorferneuerung" versuchen.


12:45 Schätze der Welt – Erbe der Menschheit (15 Min.)
Anuradhapura, Sri Lanka – Stadt des Glaubens
Film von: Elke Werry
(Erstsendung 31.5.2011)

Anuradhapura war von 250 vor Christus bis 1017 Hauptstadt des singalesischen Königreichs. Die archäologische Stätte einer frühen buddhistischen Zivilisation gibt viele Rätsel auf. Die antike Stadt, heute UNESCO-Welterbe, wurde "im Dschungel" vergessen, bis sie um 1820 durch eine britische Expedition wiederentdeckt wurde. Im 4. Jahrhundert vor Christus gegründet, entwickelte sie sich zum religiösen und politischen Zentrum von Sri Lanka. Mittelpunkt der Stadt war der heilige Bodhi-Baum, ein Ableger jenes Pappel-Feigen-Baumes in Indien, unter dem Siddhartha Gautama seine Erleuchtung erfahren hat und zu Buddha wurde. Um diesen Baum herum wurden buddhistische Klöster und Wohnanlagen für die Mönche gebaut, Stupas und Tempel errichtet. Man geht davon aus, dass damals in Anuradhapura bereits über 100 000 Menschen lebten, hochzivilisiert und modern, auf einer Fläche von über 40 Quadratkilometern. Für die Wasserversorgung dieser Trockenregion im Norden Sri Lankas wurden künstliche Seen angelegt, die den Monsunregen speicherten und die Bewässerung der Reisfelder regulierbar machten. Anuradhapura war eine blühende antike Metropole – bis sie im 11. Jahrhundert nach verlorenem Krieg aufgegeben und verlassen wurde. Nur der Bodhi-Baum, die Wurzel des buddhistischen Glaubens in Sri Lanka, wurde gepflegt und geschützt. Er gilt als der älteste historisch dokumentierte Baum der Welt und ist bis heute das Ziel vieler Pilger. Die antiken Stadtruinen, Monumente und Klöster werden seit mehr als 100 Jahren erforscht, freigelegt und restauriert.


13:00 ZIB (20 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:20 Namibia – Im Etosha Nationalpark (45 Min.)
Film von: Lisa Eder
(Erstsendung 27.4.2008)

Der berühmte Etosha-Nationalpark im Norden Namibias zieht Touristen aus aller Welt an. Der Film begleitet den Tierarzt von Etosha und eine Gruppe von Rangern bei ihren Einsätzen im Gelände. Bereits 1907 gegründet, gehört er zu den ältesten Nationalparks der Erde. Doch Etosha ist beileibe keine heile Welt: Auch hier konkurrieren Löwen, Nashörner, Zebras, Elefanten und Giraffen mit den Menschen und ihrem Vieh um Land, Wasser und Nahrung. Umso wichtiger ist es, die Anwohner ins Park-Management einzubeziehen. "Nur, wenn die Bevölkerung freiwillig mitmacht", so Tierarzt Mark Jago, "kann der Schutz der Wildtiere von Dauer sein. Ein lebendes Nashorn bringt mehr als ein totes, das muss allen klar werden." Der Erfolg gibt den Verantwortlichen recht: Namibia ist Vorreiter beim Tier – und Naturschutz in Afrika. Der Bestand vom Aussterben bedrohter Arten wie etwa dem Breitmaulnashorn ist seit Jahren stabil. Die Wilderei wurde erfolgreich eingedämmt. Der Film führt auch zu den San. Das kleine, zähe Volk der Buschleute hat Jahrtausende in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika überlebt. Das Kerngebiet des Etosha-Parks war einst ihr Territorium, bevor ein Großteil von ihnen in Reservate verbannt wurde. Traditionell leben sie als Jäger und Sammler.


14:05 Mike und die Wege der Elefanten (40 Min.)
Film von: Cornelia Volk, Jürgen Jozefowicz
(Erstsendung 21.1.2009)

Elefanten ganz nah zu sein, ist für Dr. Michael Chase ein überwältigendes Erlebnis. Die Dokumentation begleitet den Ökologen bei seiner Arbeit. Er stattet die Tiere mit Sendehalsbändern aus, um herausfinden, wo genau sogenannte "grüne Korridore" eingerichtet werden sollten. Sie sollen den Elefanten künftig vor allem in Zeiten großer Dürre sichere Wanderungen zu Wasser und Nahrung ermöglichen. Während der Trockenzeit ziehen sie in großen Herden aus allen Teilen Botsuanas zu den Flüssen, die ganzjährig Wasser führen. Doch die Dickhäuter-Population, mit über 130 000 Tieren die größte weltweit, wächst stetig und setzt der Vegetation zunehmend zu. Chase markiert die von Elefanten entrindeten Bäume und notiert die Verwüstungen in den Mopane-Wäldern. Beobachtungen aus der Luft und die Daten der Satellitenhalsbänder liefern ihm Informationen über bevorzugte Routen.


14:45 Ein Leopard mit kleinen Schwächen (45 Min.) (HDTV, AD, UT)
Film von: Dereck Joubert, Beverly Joubert
(Erstsendung 14.4.2014)

Vor der atemberaubenden Kulisse des Okavango-Deltas in Botsuana dokumentiert der Film mit liebevollem Humor das Heranwachsen eines etwas tollpatschigen Leopardens. Die ersten Lebenswochen verbringt der kleine, tapsige Leopard Dikeledi im Schatten eines mächtigen Leberwurstbaumes. Seine Mutter, Lehrmeisterin und einzige Gefährtin, weiß, was ein Spitzenräuber im Okavango-Delta können muss, um zu überleben. Sie betreut ihn mit Geduld und großer Fürsorge. Schnell zeigt sich, dass Dikeledi als Leopard nicht gerade ein Naturtalent ist. Er stellt sich oft besonders ungeschickt an, wenn er - neugierig wie alle Katzen – die wundersame Welt ringsum erkundet. Auch nach Monaten beherrscht er die Kunst des Kletterns nicht, wie es sich für einen Leoparden geziemt. Er besitzt wenig Gespür für Balance und den Umgang mit seinen übergroßen Pranken. In einem Alter, in dem er längst selbst jagen sollte, lässt sich der Schlaks noch immer genüsslich von der Mutter mit Nahrung versorgen. Doch plötzlich ändert sich alles: Sein Vater erscheint im Revier und macht der paarungsbereiten Leopardin den Hof. Für Dikeledi gibt es jetzt keinen Aufschub mehr: Er muss gehen. Ohne Jagderfahrung und umgeben von Hyänen, Schakalen, Geiern und Pavianen stolpert der junge Leopard zunächst von Misserfolg zu Misserfolg. Beinahe verpasst er die Chance seines Lebens, weil er zu tief schläft. Der erste eigene Riss – ein Wendepunkt. Langsam, aber sicher findet der Leopard mit den kleinen Schwächen seinen Platz in der großen, weiten Welt.


15:30 Die Löwen der Kalahari (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Cornelia Volk, Jürgen Jozefowicz
(Erstsendung 8.12.2012)

Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Sie war einst Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Tausende Huftiere – und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde – zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Davon profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20 000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari jedoch stark verändert. Die riesige zusammenhängende Wildnis ist zu einem Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Kilometerlange Zäune zerschneiden das Ökosystem. Sie sollen den 2,5 Millionen Rindern Botsuanas Wildtierkrankheiten vom Leib halten.


16:15 Nashörner für die Serengeti (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Erika Kimmel, Bernd Isecke
(Erstsendung 12.6.2011)

In der weitläufigen Serengeti leben tausende Tierarten – eines davon ist das Spitzmaulnashorn, doch es ist vom Aussterben bedroht. Ein Großprojekt soll den Artbestand retten. Drei Nashorn-Weibchen und zwei Männchen gehen auf die Reise ins Land ihrer Vorfahren. Der Film begleitet den Auftakt zur größten Umsiedlung, die jemals durchgeführt wurde, vom Einfangen der Tiere in Südafrika bis zur Entlassung in die Wildnis. Die Serengeti im ostafrikanischen Tansania ist eines der letzten Naturparadiese der Erde. Auf einer Fläche von 30 000 Quadratkilometern Steppe, Savanne und Busch finden hunderte von Tierarten ihre Heimat – davon mehr als eineinhalb Millionen Pflanzenfresser und mehrere tausend Raubtiere. Allein eineinhalb Millionen Gnus ziehen jedes Jahr, wenn die Trockenzeit beginnt, durch das weite Land und lassen auf der Suche nach Futter und Wasser den Boden unter sich beben. Ohne den Dung der Gnus gäbe es in der Serengeti kein Gras. Nur das älteste Landsäugetier, das seit rund 14 Millionen Jahren den afrikanischen Kontinent bevölkert, sucht man in der Serengeti inzwischen fast vergeblich: Nashörner. Anhaltende skrupellose Wilderei hat den Bestand innerhalb von 20 Jahren an den Rand der Ausrottung gebracht. Während 1970 noch rund 60 000 Spitzmaulnashörner durch die afrikanischen Savannen streiften, sind heute nur noch circa 4000 dieser eindrucksvollen Tiere übrig. Von der am stärksten bedrohten Unterart "Diceros Bicornis Michaeli" leben insgesamt nur noch 700 Tiere, davon knapp 70 verteilt auf drei verschiedene Gebiete in Tansania. Zu wenige, um die Art zu erhalten. Mit dem "Serengeti Rhino Repatriation Project" der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt sollen 32 Artgenossen aus Südafrika die Gruppe der letzten Spitzmaulnashörner in der Serengeti überlebensfähig machen. Fünf bis sechs Tiere pro Flugzeug, in Transportkisten verpackt, sollen auf der Steppenpiste in der Serengeti landen. Zurück ins Land ihrer Ahnen, die im Jahr 1961 zum Schutz vor Wilderern nach Südafrika in Sicherheit gebracht wurden. Nun sollen deren Nachkommen die letzten ihrer Art vor dem Aussterben bewahren – Rettung in letzter Sekunde. Doch das millionenschwere Projekt, ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zugunsten von Mensch und Tier, ist noch lange nicht beendet. Der schwierigste Teil steht noch bevor: den Schutz der Tiere gegen Wilderer zu gewährleisten. Militärisch geschulte Ranger haben ihre Arbeit bereits aufgenommen – 24 Stunden täglich auf den Spuren der ersten Hoffnungsträger.


17:00 Entdeckungstouren im Süden Afrikas (90 Min.) (HDTV, UT)
Botswana, Namibia, Südafrika
Film von: Monika Birk, Josef Kirchmayer, Manfred Schuchmann
(Erstsendung 25.3.2016)

Wer die Tierwelt Afrikas hautnah erleben will, hat im südlichen Teil des Kontinents die Qual der Wahl. Der Film lädt auf eine Entdeckungstour durch Botsuana, Namibia und Südafrika ein. Zahlreiche Nationalparks und Schutzgebiete sind zwischen West – und Ostküste ausgewiesen. Botsuana ist ein Safari-Paradies, die Landschaft Namibias gehört zu den reizvollsten des Kontinents, und Kapstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Nirgendwo in Afrika sind mehr Elefanten anzutreffen als im Chobe-Nationalpark in Botsuana. Staatliche und private Naturreservate machen fast ein Viertel des Staatsgebietes aus. Drehscheibe für Urlauber im nördlichen Botsuana ist Maún. Von hier aus starten die Reisen in das Okavango-Delta mit seiner einzigartigen Wasser – und Tierwelt. In Namibia führt die Tour in die Küstenstadt Swakopmund, zu den farbenprächtigen Dünen von Sossusvlei und in den Namib-Naukluft-Nationalpark. Wer weiter reist nach Südafrika, kann zwischendurch Stadtluft schnuppern: Kapstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Rundherum kommt der Genuss nicht zu kurz, etwa bei einem Besuch auf einem der legendären Weingüter. Über die "Garden Route" mit ihrer wilden Küste geht es gen Nordosten. Im Hluhluwe – oder im Krüger-Nationalpark trifft man auf die berühmt-berüchtigten "Big 5": Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel. Der Norden des Landes bietet zudem Einblicke in südafrikanische Alltagswelten: Unter fachkundiger einheimischer Führung lohnt ein Besuch in Soweto, wo die Apartheid beendet wurde.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


Universum
20:15 Afrika – Der ungezähmte Kontinent (45 Min.) (HDTV, UT)
Das Kap – Zwischen Tropen und Eismeer
Folge 4 von 5
Film von: Hugh Pearson
(Erstsendung 21.5.2013)

Deutsche Bearbeitung: Jutta Karger

In atemberaubenden Bildern zeigt die Dokumentation "Das Kap – Zwischen Tropen und Eismeer" das kontrastreiche Leben in einer Region, die von zwei mächtigen Meeresströmungen bestimmt wird. Im Osten ist es der Agulhas im Indischen Ozean, der warmes Wasser Richtung Süden bewegt, im Atlantischen Ozean im Westen der Benguela, der eiskaltes Wasser in Richtung Äquator befördert. Das Leben könnte nicht kontrastreicher sein als an der Südspitze Afrikas. Frisch geschlüpfte Meeresschildkröten beginnen ihr Leben mit einem gefährlichen Wettlauf über den Strand. Wenn sie zu Hunderten ihr warmes Sandnest verlassen, warten schon jede Menge Fressfeinde auf sie. So schnell sie können, krabbeln sie zum Meer, doch die jungen Schildkröten sind kaum sieben Zentimeter lang und auf ihrem Weg zum rettenden Ozean noch leichte Beute für hungrige Vögel und sogar für Krabben. Den Gewinnern in diesem Rennen winkt nach der harten Prüfung ein 80-jähriges Leben im nahrungsreichen Indischen Ozean. Dieses Meer ist auch die Heimat eines seltsamen Fisches: Dickkopf-Stachelmakrelen sind etwa so groß wie ein Mensch und einzelgängerische Jäger. Doch einmal im Jahr versammeln sich Schwärme von ihnen zu einer Gruppenreise flussaufwärts. Es sind jedoch nicht Laichgebiete im Süßwasser, die diese Fische ansteuern, und ihr Unternehmen ist umso rätselhafter, als sich auch das Verhalten der Fische auf dieser Reise zu verwandeln scheint. Ein wahres Schmetterlingsparadies ist der bisher weitgehend unerforschte Regenwald in Mosambik. Er verdankt seine üppige Vegetation den reichen Niederschlägen, die das warme Wasser des Indischen Ozeans mit sich bringt. Um ihren luftigen Paarungstanz vollführen zu können, müssen die großen Falter aber den dichten Wald verlassen und den baumlosen Gipfel des Monte Mabu anfliegen. Die 3000 Meter hohen Gipfel der Drakensberge sind sogar für Regenwolken eine unüberwindliche Barriere, und so bleiben Niederschläge im Landesinneren Südafrikas eine Seltenheit. Wenige Regenwolken erzeugen auch die kalten Wasser des Benguelastroms, der an der Westküste Südafrikas regiert, doch in Namaqualand genügt schon die Feuchtigkeit aus dem Nebel, um den Küstenstreifen alljährlich in ein farbenprächtiges Blütenmeer zu verwandeln. Das fischreiche kalte Wasser aus der Antarktis, das die Südspitze Afrikas erreicht, bringt nicht nur reichlich Nahrung für die größte Hai-Population der Erde und riesige Meeresbewohner wie den Brydewal, es hat auch den Brillenpinguinen neue Brutgebiete am Kap der Guten Hoffnung erschlossen. Unter der afrikanischen Sonne haben sie allerdings mit ganz anderen Problemen zu kämpfen als ihre Verwandten im ewigen Eis der Antarktis.


Universum
21:00 Afrika – Der ungezähmte Kontinent (45 Min.) (HDTV, UT)
Sahara – Mächtiges Meer ohne Wasser
Folge 5 von 5
Film von: Matthew Wright
(Erstsendung 28.5.2013)

Deutsche Bearbeitung: Jutta Karger

Sie ist nicht nur die bekannteste, sondern auch die größte Wüste der Erde: die Sahara. Mit mehr als neun Millionen Quadratkilometern bedeckt sie fast ein Drittel des afrikanischen Kontinents. Wo die Temperatur regelmäßig 40 Grad übersteigt und mehrere Jahre kein einziger Tropfen Regen fällt, ist Leben nahezu unvorstellbar. Und doch gibt es Tiere, denen es gelingt, in diesem faszinierenden Trockengebiet zu überleben. In den Randgebieten der großen Wüste leben Spezialisten wie das Grevy-Zebra. Es ist das größte unter den Zebras und kann bis zu drei Tage ohne Wasser auskommen. In unterirdischen Bauen, wo gemäßigte Temperaturen herrschen, ist der Nacktmull zu Hause. Diese fast haarlosen Nagetier-Verwandten leben ähnlich wie staatenbildende Insekten in großen Gemeinschaften mit einer "Königin". Nur in den Nachtstunden können sie sich an die Oberfläche wagen – und auch das tun meist nur die jungen "Prinzessinnen", wenn es Zeit wird, einen neuen, eigenen Staat zu gründen. Dass die Sahara jedoch vor wenigen tausend Jahren fruchtbares und bewohntes Land gewesen sein muss, beweisen nicht nur Funde von fossilen Baumstämmen und die steinzeitlichen Tierdarstellungen in den Felsen von Messak Settafet, sondern auch die heutigen Bewohner der Kraterseen im Waw an-Namus. Krokodile sitzen hier mitten in der endlosen Wüste quasi "in der Falle". Wenn sie in den kühlen Abendstunden auf die Jagd gehen, versammelt die Buntbarsch-Mutter ihre frisch geschlüpften Jungen im eigenen Maul, um sie zu schützen. Satellitenbilder lassen die ungeheuren Ausmaße eines urzeitlichen Sees in der Bodélé-Senke im Tschad erahnen. Heute wirbelt hier der Wüstenwind das vertrocknete Sediment auf und trägt den mineralreichen Staub bis nach Südamerika ins Amazonasgebiet. Obwohl nur knapp ein Fünftel der Sahara tatsächlich aus Sand besteht, kann der Wind hier verheerende Sandstürme von eineinhalb Kilometer Breite auslösen, die imstande sind, ganze Karawanen zu verschlucken. Unablässig verformt er die Dünenlandschaft und erschwert selbst Wüstenspezialisten wie den Dromedaren die Orientierung. Um zu überleben, sind sie auf das Wissen ihrer menschlichen Begleiter angewiesen. Millionen Schwalben überqueren Jahr für Jahr dieses lebensfeindliche Gebiet auf ihrem Weg zwischen den Brutgebieten in Europa und den Winterquartieren südlich der Sahara. Um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken, sind sie auf Insekten angewiesen, die imstande sind, auch aus ungenießbaren Wasseransammlungen die Giftstoffe herauszufiltern. Wenn es sogar für die Fransenfinger-Eidechse zu heiß wird und sie sich zurückzieht, kommen die Silberameisen aus ihrem unterirdischen Bau hervor. Die silbrige Farbe ihres Körpers reflektiert das Sonnenlicht optimal, aber sogar sie können nicht länger als zehn Minuten in der Sonnenhitze der Wüste überleben. Buchstäblich gegen die Uhr müssen sie auf Nahrungssuche gehen. Für die Silberameisen ist Orientierung ganz besonders wichtig - immer den kürzesten Rückweg zu ihrem Bau zu wissen, ist entscheidend; ein unvorhergesehener Umweg kann sie das Leben kosten.


21:45 Wildes Nairobi (15 Min.) (HDTV)
Film von: Harald Pokieser, Udo Maurer
(Erstsendung 20.11.2015)

Bearbeitung: Margarita Pribyl

Mit etwa drei Millionen Einwohnern ist Nairobi eine der größten Städte Afrikas, doch die Metropole breitet sich mitten in der Savanne aus, und die Wildnis erreicht die Hauptstadt Kenias. Nur wenige Meter neben dem Flughafen betritt man den Nairobi-Nationalpark. Entlang der Autobahn, nur getrennt durch einen Maschendrahtzaun, spazieren Löwen, Hyänen, Giraffen und Nashörner durchs Gras, während auf den Alleebäumen im Stadtzentrum Marabus nisten. Auch Leoparden dringen bis ins Zentrum vor. Ein Zaun soll die Wildtiere vor den Stadtbewohnern und die Stadtbewohner vor den Wildtieren schützen. Doch dieser Zaun ist löchrig. Daher haben die Ranger des Kenya Wildlife Service auch alle Hände voll zu tun, eine gefährliche Situation nach der anderen zu verhindern. Die Millionenstadt Nairobi und ihr Umland laufen zugleich auch Gefahr, dass die afrikanische Wildnis zu einem Zoo verkommt. Der Grund dafür ist der direkt ans Stadtgebiet angrenzende Nairobi-Nationalpark. Er bezieht seine Vitalität von einem offenen Korridor, der zu den anderen großen Schutzgebieten Kenias führt. Über diesen Korridor spielt sich ein reger Austausch ab, ein Kommen und Gehen der großen Herden. Vor allem während der Trockenzeit, wenn es für die Tiere darum geht, die letzten offenen Wasserstellen zu finden, herrscht dort emsiges Treiben. Der Korridor ist die Garantie dafür, dass die Tiere "wild" und "natürlich" in "Freiheit" existieren können. Doch wie lange wird es diesen Durchlass noch geben? Nairobi wächst unaufhörlich, die Stadt dehnt sich bis in die Wildnis aus. Die Gefahr besteht, dass der Nationalpark vom Rest Kenias abgeschnürt wird. Die Wanderungen der Tiere würden dann unterbunden werden. Was übrig bliebe, wäre gewissermaßen ein Zoo: Die Tiere wären Statisten, die den Besuchern das heile Afrika zu verkaufen hätten. Diese Gefahr vor Augen, versucht ein privater Landbesitzer, den Korridor zu erhalten. Der in Kenia geborene Sandy Simpson ist zwar kein Tierforscher, aber er weiß, was zu tun ist. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um passende Grundstücke zu erwerben und Landbesitzer von seiner Initiative zu überzeugen. Er tut alles, um die Massai auf seine Seite zu ziehen, deren Rinderherden den Konflikt zwischen Wildnis und Stadt noch anheizen. Regisseur Udo Maurer ist mit dem Kenya Wildlife Service auf Patrouille gefahren und hat die bizarre Schönheit des Nairobi-Nationalparks vor dem Hintergrund der Wolkenkratzer-Skyline erlebt.


22:00 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


Dokumentarfilmzeit
22:25 Alles wegen Omi (90 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm von: Michael Teutsch
Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Zwei Familien, eine deutsche und eine schottische, erleben eine bis heute andauernde Freundschaft, die aus einer Einladung zu einem Weihnachtsessen im Berlin der Nachkriegszeit entstand. Am Heiligen Abend 1955 lud Clara Haupt, die Großmutter des Regisseurs, den 24-jährigen schottischen Besatzungssoldaten Alex Hodge zum Weihnachtsessen in die Wohnung der Familie in Berlin Schöneberg ein: der Beginn einer wunderbaren und ungewöhnlichen Freundschaft. Fortan kam der junge Soldat fast jedes Wochenende zum Besuch. Und auch als er 1957 nach Schottland zurückkehrte, brach die Verbindung nicht ab. Bald reisten Oma Clara und ihr Enkel Michael zu den Hodges nach Glasgow, weitere gegenseitige Besuche folgten - jahrzehntelang. Michael Teutsch erzählt in seinem Dokumentarfilm eine persönliche Geschichte über Ländergrenzen und Jahrzehnte hinweg, die auch eine politische Bedeutung hat, denn die beiden Familien nahmen, jenseits aller Ressentiments ehemaliger Kriegsgegner, den europäischen Verständigungsgedanken vorweg und leben ihn bis heute. Regisseur Michael Teutsch, dessen Film 2017 auf dem Dokumentarfilmfest München uraufgeführt wurde, sagt über "Alles wegen Omi": "Mit jener Einladung meiner Großmutter, die noch in den letzten Kriegstagen ihren Ehemann verloren hatte, setzte sie ein Zeichen für Verzeihen und Neubeginn. Ressentiments gegen Deutsche gab es auch in Schottland, allerdings bei weitem nicht so ausgeprägt wie in England. Meine Berliner Familie wurde als Botschafter guten Willens behandelt und angenommen. Die Begegnungen, das Aufeinanderzugehen und Freundschaftschließen unserer Familien nahm sicher einen Gedanken vorweg, der später Europa vereinen sollte. Allerdings hatten unsere Familien damals nicht die große Politik vor Augen. Es gab eine große Sympathie füreinander, wir mochten und respektierten uns. Unsere Freundschaft wird den Brexit genauso überstehen wie andere politische und familiäre Turbulenzen unserer Vergangenheit auch." Michael Teutsch arbeitet seit 1970 als Kamermann, unter anderem mit Regisseuren wie Peter Timm, Peter Scholl-Latour, Michael Verhoeven und Romuald Karmakar, und hat zudem mehrere eigene abendfüllende Dokumentarfilme realisiert: "Von der Hölle ins Paradies" (2006) wurde im 3sat-Programm gezeigt; "Café Ta'amon, King-George-Street, Jerusalem" (2013) wurde bei der Duisburger Filmwoche mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.


37 Grad
23:55 Zu teuer, zu klein, schon weg (30 Min.) (HDTV, AD, UT)
Wenn Wohnungssuche zum Albtraum wird
Film von: Almut Faass
(Erstsendung 28.11.2017)

In Deutschland fehlen rund eine Million Wohnungen. Bezahlbarer Wohnraum ist ein knappes und teures Gut geworden. "37°" begleitet Familien in der Großstadt, die verzweifelt ein Zuhause suchen. Zu viert auf 54 Quadratmetern: Angelina und Sven aus München suchen für ihre vierköpfige Familie eine größere Wohnung. Ivana, alleinerziehende Mutter aus Stuttgart, hat Angst, nach einer Eigenbedarfsklage mit ihren Kindern auf der Straße zu landen. Angelina (34) lebt mit ihrem Mann Sven (29) und den beiden Söhnen Alessandro (9) und Lautaro (2) in einer kleinen Zweizimmerwohnung in einer Hochhaussiedlung in München. Beide Eltern sind berufstätig, Angelina als Angestellte bei einem Fachanwalt, ihr Mann als Spediteur. Wenn der Vater morgens um 4:30 Uhr raus muss, ist gleich die gesamte Familie wach. Die beiden Jungs teilen sich ein Zimmer. Der Große muss viel zurückstecken, sich still verhalten, wenn der Kleine schläft. "Lange geht das nicht mehr gut", sagt Angelina, die eigentlich gern noch ein drittes Kind hätte. Doch auch sie leidet unter dem "Wohnstress". Angelina ist an Multipler Sklerose erkrankt und bräuchte dringend einen Rückzugsraum und ein richtiges Bett. Die Eltern schlafen im Wohnzimmer auf der Couch. Wenn die ausgeklappt ist, ist das Zimmer voll. Sie könnten 1000 Euro für eine größere Wohnung zahlen. Doch dafür finden sie nichts. In München kostet eine Mietwohnung im Durchschnitt 16,40 Euro pro Quadratmeter, kalt, und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Selbst auf dem Land haben sie es schon versucht. Doch da gibt es keine Krippenplätze. Dann müsste Angelina aufhören zu arbeiten. Zerbricht die Familie an den engen Wohnverhältnissen? Ivana (43) aus Stuttgart, selbstständige Kosmetikerin mit eigenem Salon, lebt seit 13 Jahren mit ihren beiden Kindern in einem Mehrfamilienhaus in der Stuttgarter Innenstadt. Jetzt soll die Witwe mit ihren Kindern ausziehen. Ihr Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet. Die Fristverlängerung, die sie vor einem Jahr erkämpft hatte, ist abgelaufen. Doch sie findet nichts Neues. Es fällt ihr schwer, die vielen Absagen nicht persönlich zu nehmen. Ihr einziger Wunsch: nicht auf der Straße zu landen. Ivana verbringt viele schlaflose Nächte. Kommt es zur Räumung? Und bleibt der Familie dann nur das Obdach in einer Sammelunterkunft, wie das Jugendamt bereits angekündigt hat? Diesen Gedanken versucht sie zu verdrängen, versucht, den Alltag für die Kinder, so gut es geht, aufrechtzuerhalten. So banal es klingt: Wohnen ist nicht irgendeine Ware. Es ist ein elementares Gut. "Unsere Wohnung ist mehr als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Sie ist doch unser Zuhause. Es geht um unsere Existenz", so Ivana. Auch im Norden Deutschlands sieht es nicht besser aus. Michaela (41) arbeitet freiberuflich als Coach und im Marketing für Hamburger Firmen. Sie wohnt zusammen mit ihrer Mutter in einer großen Altbauwohnung in Barmbek-Süd. Hier ist sie groß geworden. Hier haben sie die Großmutter gepflegt, die im selben Haus wohnte. Doch vor einigen Jahren wurde das Haus verkauft, und mit dem neuen Besitzer hat der Druck begonnen. Seitdem kämpfen Michaela und ihre Mutter gegen Modernisierungsmaßnahmen und massive Mieterhöhungen. Zweimal ziehen sie vor Gericht und versuchen, die Räumungsklagen ihres Vermieters abzuschmettern. Als Mieter fühlen sie sich nicht mehr willkommen. Vergleichbarer Wohnraum ist in ihrem Quartier nicht leicht zu finden. Sie müssten doppelt so viel Miete aufbringen. Und sie haben große Konkurrenz auf dem ausgereizten Hamburger Wohnungsmarkt. Es ist überall dasselbe: In den Metropolen spielen die Mietpreise verrückt. In den vergangenen Jahren sind sie geradezu explodiert. Das Durchschnittseinkommen liegt in Deutschland bei 3000 Euro brutto. Die Löhne steigen längst nicht so rasant wie die Mieten. Und die in vielen Städten geltende Mietpreisbremse ist wirkungslos. Vermieter sind nicht verpflichtet, die bisherige Miethöhe zu nennen. Strafen für überteuerte Mieten haben sie nicht zu befürchten. Die Mieter haben das Gefühl, der Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt hilflos ausgesetzt zu sein. Sie fragen sich: Wann und warum ist es so weit gekommen? "37°" hat die drei Familien aus München, Stuttgart und Hamburg ein halbes Jahr lang auf ihrer verzweifelten Suche nach einer neuen, bezahlbaren Wohnung begleitet. Wird es für sie ein Happy End geben?


00:25 10 vor 10 (25 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


00:50 Sendung ohne Namen (25 Min.) (HDTV)
Müdigkeit
(Erstsendung 28.5.2013)

Ist man ständig müde, schiebt man es gern auf die Frühjahrsmüdigkeit – selbst wenn gar kein Frühling ist. Das liegt vermutlich daran, dass die Übergangsjahreszeiten immer kürzer werden. Aber gibt es die Frühjahrsmüdigkeit überhaupt? Mögliche Antworten auf diese und andere Fragen geben der Künstler und "Bibliothekar der ungelesenen Bücher" Julius Deutschbauer und die Autorin und Journalistin Carmen Stephan.


01:15 Sendung ohne Namen (25 Min.) (HDTV)
Insel
(Erstsendung 2.10.2012)

Ist es wirklich wichtig, welche drei Gegenstände man auf eine Insel mitnimmt – oder geht es nicht vielmehr darum, welche Insel das Ziel ist? In der "Sendung ohne Namen" dreht sich diesmal alles um Inseln. Wie definiert sich der Begriff "Insel" überhaupt? Warum ist Großbritannien eine Insel und Australien ein Kontinent? Warum ist der Nordpol kein Kontinent? Und ist Österreich wirklich eine Insel der Seligen?


01:40 PULS Open Air 2017 (60 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 7.7.2017)

Mitwirkende: Mighty Oaks
Voodoo Jürgens

Drei Tage, fünf Bühnen und rund 60 Musik-Acts: Das "PULS Open Air" auf Schloss Kaltenberg war auch im zweiten Jahr das Highlight des bayerischen Festivalsommers. Vom 8. bis 10. Juni 2017 feierten rund 7500 Besucher auf dem Schlossgelände von Kaltenberg zu großartiger Livemusik. "PULS OPEN Air 2017" präsentiert die Auftritte von Mighty Oaks und Voodoo Jürgens. Das Wahlberliner Trio Mighty Oaks besingt, was der Modetrend nur vortäuscht: Bodenständigkeit, Liebe, Zusammenhalt – alles verpackt in hemdsärmeligem Folk. Die Austro-Pop-Welle ist um eine echte Sensation reicher: Der österreichische Liedermacher Voodoo Jürgens hat mit "Heite grob ma Tote aus" einen der skurrilsten, aber auch eingängigsten Songs des Jahres 2017 geliefert – ein Friedhofsgärtner als Wiener Tourguide.


02:40 PULS Open Air 2017 (60 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 14.7.2017)

Mitwirkende: Sigrid
Shout Out Louds

3sat präsentiert die Auftritte von Sigrid aus Norwegen und Shout Out Louds aus Schweden vom "PULS Open Air 2017". "I'm young, I don't care, I won't quit" – "ich bin jung, es ist mir egal, ich höre nicht auf": Diese Textzeile steht auf einer Jacke, die Sigrid auf einem Pressefoto trägt – und das könnte auch ihr Mantra sein. Selbstbewusstsein hat die norwegische Sängerin genug. Sigrid hat bislang zwar nur eine Single veröffentlicht, aber die ist ein Pop-Banger. Sie kommt aus Bergen und wuchs in einer Musiker-Familie auf. Früher hörte sie die Jon-Mitchell-Platten ihres Vaters, mittlerweile pumpt sie Grime und norwegischen Trap. Seit Shout Out Louds 2003 mit dem Album "Howl Howl Gaff Gaff" ihr Debut feierten, sind die fünf Musiker aus Stockholm so etwas wie die Seele der Indie-Szene. Unaufgeregt und stilsicher lieferten sie über Jahre neues Hymnen-Material für durchtanzte Nächte. Nach einer längeren Pause sind sie jetzt wieder unterwegs. Drei Tage, fünf Bühnen und rund 60 Musik-Acts: Das "PULS Open Air" Schloss Kaltenberg war auch im zweiten Jahr das Highlight des bayerischen Festivalsommers. Vom 8. bis 10. Juni 2017 feierten rund 7500 Besucher auf dem Schlossgelände von Kaltenberg zu großartiger Livemusik.


03:40 Crossroads (45 Min.) (HDTV)
Triggerfinger
(Erstsendung 13.11.2017)

Mitwirkende: Ruben Block (Gesang/Gitarre)
Mario Goossens (Schlagzeug)
Paul Van Bruystegem (Bass)

Das junge belgische Trio Triggerfinger, zu Gast beim Bonner "Crossroads"-Festival im Oktober 2017, hat zwar erst ein Album veröffentlicht, gilt in seiner Heimat aber als große Hoffnung. Triggerfinger geht mit gehörigem Tempo durch die Rockhistorie. Urwüchsiger Rock'n Roll, an Creedence Clearwater Revival erinnernder Proto-Rock aber auch an Led Zeppelins gemahnende wuchtige Heavy-Dramen sind ihr Metier. Sie geben brachiale Konzerte: laut, mit entwaffnendem Humor, in gepflegten Anzügen und von unbändiger Spielfreude. Zwei Mal pro Jahr produziert der WDR-"Rockpalast" in der "Harmonie" in Bonn-Endenich das "Crossroads"-Festival. Vom 18. bis 21. Oktober 2017 wurden internationale Acts präsentiert.


04:25 Crossroads (45 Min.) (HDTV)
Spidergawd
(Erstsendung 13.11.2017)

Mitwirkende: Per Borten (Gitarre/Gesang)
Kenneth Kapstad (Schlagzeug)
Rolf Martin Snustad (Saxofon)
Hallvard Gaardløs (Bass)

Das norwegische Quartett Spidergawd, zu Gast beim Bonner "Crossroads"-Festival im Oktober 2017, spielt wilden Rock'n'Roll: kraftvoll und hart – ein Exzess, der die Sinne betäubt. Irgendwo zwischen Black Sabbath, Motörhead, klassischem Thin-Lizzy-Sound und beherzt beschleunigtem Groove zelebrieren die Norweger einen magischen Maelstrom, errichten Soundgebirge von ehrfurchtgebietenden Ausmaßen. Sie schleudern zuhauf brachiale Riffs und Hooks von der Bühne. Man höre und schaue sich allein an, wie ex-Motorpsycho-Rocker Kenneth Kapstad seine Trommeln in spektakulären Fill-In-Exzessen wund knüppelt, wie Per Borten sich mit Gitarre und Stimme verausgabt, wie stoisch Hallvard Gaardløs ein Bass-Dickschiff nach dem anderen vom Stapel lässt. Und zwischendurch brummt und trötet Bariton-Saxophonist Rolf Martin Snustad überraschende Salven in den stetig tobenden Sturm. Fordernder, scheppernder Schweinerock, breitbeinig servierte Breitseiten mit gehöriger Wucht – Ohrstöpsel gibt es an der Kasse. Zwei Mal pro Jahr produziert der WDR-"Rockpalast" in der "Harmonie" in Bonn-Endenich das "Crossroads"-Festival. Vom 18. bis 21. Oktober 2017 wurden internationale Acts präsentiert.


05:10 Crossroads (45 Min.) (HDTV)
The Dream Syndicate
(Erstsendung 20.11.2017)

Mitwirkende: Steve Wynn (Gitarre/Gesang)
Jason Victor (Gitarre)
Mark Walton (Bass)
Dennis Duck (Schlagzeug)
Chris Cacavas (Keyboard)

The Dream Syndicate, zu Gast beim Bonner "Crossroads"-Festival im Oktober 2017, gilt als eine der stilistisch prägenden US-amerikanischen Rockbands der 1980er-Jahre. Die legendäre Band spielte in den letzten Jahren zwar vereinzelte Reunion-Shows und Kurztourneen – nun aber sind sie mit neuem Album wieder da, gehen wieder auf Tournee und beschreiben ihre Musik so lebendig, wie sie klingt. "Es ist psychedelisch, es ist Garage, es ist Klassik, es ist Rock, es ist Indie. Und es hat sogar ein wenig Soul und Jazz im wahrsten Sinne. Es ist eine laute und emotionale Reise zu den tiefsten Winkeln deiner Seele." Die Band aus Los Angeles definierte die dunklere Seite des sogenannten "Paisley Underground", einer musikalischen Sub-Strömung in Kalifornien. Sie verwob die Sounds des "60s West Coast Rock" von Quicksilver Messenger Service mit der künstlerischen Chuzpe von Ostküsten-Größen wie The Velvet Underground oder Televison und der nervösen Wut der 1980er-Jahre. Die legendären Alben "The Days Of Wine And Roses" und "The Medicine Show" beeinflussten viele der späteren, auch europäischen, Bands, welche sich auf Songwriting verstanden, ihren Sounds aber dionysische Dynamik verliehen. Ob Grunge oder Americana, ob Indie-Rock oder Indie-Folk: In vielen Sub-Genres haben "The Dream Syndicate" Spuren hinterlassen. Nach der scheinbar endgültigen Auflösung der Band 1989 machte Sänger und Gitarrist Steve Wynn solo von sich reden. Zwei Mal pro Jahr produziert der WDR-"Rockpalast" in der "Harmonie" in Bonn-Endenich das "Crossroads"-Festival. Vom 18. bis 21. Oktober 2017 wurden internationale Acts präsentiert.


05:55 – 06:00 3satTextVision (5 Min.)

 

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Dienstag, 26. Juni 2018


06:00 Tasmanien (20 Min.)
Australiens gezähmte Wildnis
Film von: Peter M. Kruchten
(Erstsendung 30.9.2007)

Tasmanien wird gern als "Synonym für Entlegenheit", als "Sträflingsinsel" oder als "Paradies am Ende der Welt" bezeichnet. Doch was ist dran an diesen Klischees? Die ersten weißen Siedler, die vor rund 200 Jahren nach Australien aufbrachen, waren Monate unterwegs. Ihr Vorhaben war gefährlich. Trotzdem haben Tausende ihr persönliches Paradies gesucht – und es sich geschaffen. Oftmals ohne Rücksicht auf die Natur. "Der Mensch mache sich die Natur Untertan" – diese Losung hat in Tasmanien einen fortgesetzten Feldzug gegen die Umwelt initiiert, gegen Ureinwohner, Tiere, Wälder. Erst in den 1970er-Jahren, nachdem es längst keine reinblütigen Aboriginies mehr gab, die Hälfte aller Säugetierarten in Australien ausgerottet und die meisten alten Eukalyptuswälder abgeholzt waren, hat ein Umdenken eingesetzt. 1972 wurde in Hobart sogar die erste Grüne Partei der Welt gegründet. Jetzt versuchen die Tasmanier, das vom Paradies zu retten, was noch übrig ist: die letzten Quadratkilometer saubere, unberührte Natur.


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 25.6.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 25.6.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 25.6.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 25.6.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


10:15 Die dunkle Seite des deutschen Rap (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Viola Funk
(Erstsendung 28.3.2018)

Deutsche Rapper wie Kollegah und Farid Bang kokettieren mit antisemitischen Klischees. Darüber wird heftig debattiert. Wer sind die Akteure? Und um was geht es in den Texten genau? "Es ist ein einfaches Spiel, Antisemitisches zu rappen und sich nachher darauf zu berufen, dass das nur eine Kunstform sei", so Daniel Neumann, Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinde Hessen. Sehen das die jugendlichen Fans genauso? In Offenbach sagt ein Schüler: "'Jude' ist hier ein gängiges Schimpfwort. Das habe ich in der Grundschule schon so gehört. Das heißt so, wenn man geizig ist." Auch andere Schüler finden Sätze wie "Alta, du Jude" nicht schlimm. Das sei nicht böse gemeint und gehöre einfach zu der Musik, die sie hören. Jugendliche laden Songs umstrittener deutscher Rapper zigtausendfach aufs Handy. Ist das der neue Soundtrack auf deutschen Schulhöfen?


11:00 Wir sind eure Lehrer (40 Min.) (HDTV, UT)
Donya – Unterwegs im Westen
Film von: Donya Farahani
(Erstsendung 22.3.2018)

Lehrer müsste man sein: Zwölf Wochen Ferien, um spätestens zwei Uhr Feierabend, man ist verbeamtet und hat Privatversicherung. Ist das wirklich so? – Ein Selbstversuch. Wie viel müssen Lehrer leisten, wie hoch ist ihr eigenes Engagement? Und wie tough muss man heutzutage als Lehrer sein? Um das herauszufinden, arbeitet die Filmautorin Donya Farahani eine Woche lang an einer Gesamtschule in Duisburg-Marxloh mit. Sie bereitet den Unterricht vor, macht Pausenaufsicht, hilft bei den Aufgaben und hält unter Anleitung eine Stunde im Fach Deutsch. Sie stellt fest: Das kostet viel Kraft. Wenn man vor den Schülern steht, muss man jede Sekunde konzentriert sein, sonst tanzen sie einem auf der Nase herum.


11:40 Natur im Garten (30 Min.) (HDTV)
Folge 7 von 10
(Erstsendung 10.6.2018)

"Natur im Garten" ist ein österreichisches Magazin für Gartenliebhaber und Hobbygärtner. Wissen, was wirkt, und sehen, wie's geht: Unter diesem Motto führt Moderator und Gartenbuchautor Karl Ploberger durch eine bunte Mischung aus Unterhaltung, Service und Information rund ums Thema "Garten". Außerdem stellt er besondere Gärten und ihre Besitzer vor.


12:10 Am Schauplatz (50 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 21.6.2018)

Moderation: Peter Resetarits

"Am Schauplatz" ist eine Reportagereihe aus Österreich. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und sein Alltag. Die Themenpalette reicht von Sozialreportagen bis zu ungewöhnlichen Lebensgeschichten.


13:00 ZIB (20 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:20 Die Magie des Leoparden (55 Min.) (HDTV)
Ökotourismus in Südafrikas Wildreservaten
Film von: Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch
(Erstsendung 11.11.2012)

Die "Magie des Leoparden" lockt jährlich hunderttausende Besucher aus aller Welt nach Südafrika. Der Safari-Tourismus floriert wie nie zuvor und sorgt für das Entstehen von "Boomtowns". Viele Menschen leben zumindest indirekt von der Anziehungskraft der Wildnis. Der Film zeigt die Verbindungen zwischen Luxustourismus, Umwelt – und Wildtierschutz, sozialer Gerechtigkeit und "Empowerment" als "Modell der afrikanischen Renaissance". Hinter der Fassade scheinbarer unberührter Wildnis aus den Reiseprospekten, Hotel-Broschüren und letztlich auch der Naturdokumentationen im Fernsehen stehen komplexe Management-Pläne, schwierige Verhandlungen zwischen alten Eignern und ansässigen lokalen Gemeinschaften und betriebswirtschaftliche Strategien der "Verwertung" von Natur und Kultur. Im Unterschied zu den meisten Tierdokumentationen stehen in diesem Film die Menschen und ihre Perspektiven auf den Nutzen von Naturschutz im Mittelpunkt. Dabei kommen von der deutschen Erbin eines berühmten Wildreservates bis zu Rangern und Hotelmanagern Beteiligte mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen zu Wort.


14:15 Im Reich der Königselefanten – Das Tembe Wildreservat in Südafrika (50 Min.) (HDTV)
Film von: Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch
(Erstsendung 7.11.2016)

Der "Tembe Elephant Park" gilt als die afrikanische Heimat der letzten Giganten. Nach Ansicht vieler Zoologen ist das 300 Quadratkilometer große Schutzgebiet an der Grenze Südafrikas zu Mosambik einer der wenigen sicheren Rückzugsorte für die "Great Tuskers" - Elefantenbullen mit gewaltigen Stoßzähnen. Ein Blick auf die Giganten genügt um zu wissen, warum sie auch als "Königselefanten" bezeichnet werden. Aber die Metapher passt noch aus einem zweiten Grund: das Wildreservat wurde von einem König gegründet, dem Vater von Inkosi Israel Tembe, dem heutigen Chief der Tembe Gemeinschaft. Der Stamm vom Volk der Tonga, der hier seit Generationen beheimatet ist, verwaltet den Park gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde. Das ist von großer ökonomischer Bedeutung, weil das Grenzgebiet zu Mosambik von besonderer Armut geprägt ist. In dieser entlegenen Region von KwaZulu-Natal stehen die landwirtschaftlich interessantesten Flächen an der Küste unter strengem Naturschutz. Dort wo Ackerbau betrieben werden durfte, entwickelten sich die Elefanten zum größten Problem. Sie bedrohten vor allem nachts die Felder und damit letztlich auch die ansässige Bevölkerung, die die Früchte ihrer Arbeit mit allen Mitteln verteidigen wollte. Blutige Konflikte zwischen Mensch und Wildtier mit großen Verlusten für beide Seiten waren die logische Konsequenz. Mit der Gründung des "Tembe Elephant Park" 1983 wandelte sich die Bedeutung der Elefanten vom Problemfall zum Zukunftspotential. Mittlerweile lebt die Tembe Gemeinschaft zu einem guten Teil von "ihren" Elefanten und hat die geeigneten Schutzmaßnahmen sowohl für die umliegenden Dörfer als auch für die Wildtiere getroffen. Der regierende König hat die Attraktivität des Wildparks durch die Wiederansiedlung der vor langer Zeit durch Jagd ausgerotteten Löwen wesentlich erhöht. Jetzt ist der "Tembe Elephant Park" ein "vollwertiges Big Five-Reservat", das neben seinen berühmten "Königselefanten" auch Nashörnern, Büffeln, Leoparden und eben den "Königslöwen" als Neuankömmlingen Schutz gewährt. Mit der starken Einbeziehung der Lokalbevölkerung gilt das einzigartige Projekt als Modell für Naturschutz, Erhaltung der Biodiversität und wirtschaftliche Entwicklung.


15:05 Zentralkalahari – Nur für Löwen? (15 Min.) (HDTV)
Film von: Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch
Erstausstrahlung

Die Zentralkalahari im Herzen Botsuanas ist mit fast 53 000 Quadratkilometern das zweitgrößte Wildreservat der Erde. Weltberühmt ist das Schutzgebiet für seine schwarzmähnigen Löwen. Gegründet wurde das Reservat ursprünglich auch, um die dort lebenden San zu schützen. Konflikte zwischen den Jägern und Sammlern mit Viehhirten waren vor der Gründung des Reservats alltäglich. Immer ging es um die Frage, wer das Land nutzen darf. Die Lebensweise der San gilt der heutigen botsuanischen Regierung als rückständig. Zu Beginn des dritten Jahrtausends wurden sie aus ihrem angestammten Territorium ausgesiedelt. Das geschah unter dem Vorwand des Naturschutzes und der wirtschaftlichen Erschließung durch Ökotourismus. Erst in einem langjährigen Rechtsstreit erkämpften sich die Betroffenen ein Rückkehrrecht in das Land ihrer Vorfahren. Sie wollen als legitime Besitzer ihrer Jagdgründe anerkannt werden. Doch die Jagd ist ihnen bis heute untersagt. Dieses Recht bleibt somit allein den Löwen und anderen Raubtieren vorbehalten.


15:20 Gober – Vom Schicksal einer Orang-Utan-Mutter (50 Min.) (HDTV)
Film von: Eberhard Meyer
(Erstsendung 16.12.2016)

Was macht eine Orang-Utan-Mutter auf Sumatra, wenn ihr Augenlicht durch Grauen Star zunehmend schwindet, sie aber noch ein Jungtier zu versorgen hat? Es ist die Tochter, die der kranken Mutter namens "Gober" zunächst das Überleben sichert und sie mit Nahrung versorgt. Schließlich aber findet Gober Aufnahme in einer Rettungsstation. In einer bahnbrechenden Operation wird ihr dort das Augenlicht zurückgegeben. Gober hat aber auch noch andere Schwierigkeiten: Vor allem durch die Ausdehnung der Ölpalmplantagen wird das ohnehin schon kümmerliche Waldgebiet auf der indonesischen Insel Sumatra für Orang-Utans so gut wie unbewohnbar.


16:10 Zurück zur Wildnis – Das Madikwe Wildreservat in Südafrika (50 Min.) (HDTV)
Film von: Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch
(Erstsendung 7.1.2015)

Das südafrikanische Madikwe-Wildreservat gilt als beispielhaftes Modell des Naturschutzes und der gemeinschaftsbasierten Entwicklung. Aber ist dieser Anspruch berechtigt? Wie in der Arche-Noah-Geschichte wurden fast alle im südlichen Afrika vorkommenden Wildtierarten, die nicht ohnehin schon auf dem Land lebten, neu angesiedelt. Darunter befanden sich auch seltene und bedrohte Tierarten, die anderswo kaum Überlebenschancen haben. Wildhunde beispielsweise sind als eine der gefährdetsten Tierarten Südafrikas selbst in Wildreservaten alles andere als beliebt. Sie halten sich kaum an Parkgrenzen und jagen daher auch auf umliegenden Farmen – was zu Entschädigungsansprüchen gegenüber den Reservatbetreibern führt. Durch das umsichtige ökologische Wildlife-Management haben sie auf der 75 000 Hektar großen Fläche Madikwes ein nachhaltiges Zuhause gefunden. Der Film stellt das Madikwe-Wildreservat vor und beleuchtet die Leistungen derjenigen, die für den Neuzeit-"Arche Noah"-Plan und dessen zunächst utopisch anmutende Umsetzung verantwortlich waren. Wie oft bei derartigen Projekten steht die Frage im Raum, ob der Ökotourismus tatsächlich zur Armutsverringerung und zum Empowerment bei den eigentlich betroffenen Gemeinschaften beiträgt, oder ob es vor allem die privaten Investoren sind, die von einem solchen Öko-Projekt profitieren. Konnte die "Operation Phönix" – wie die Wiederansiedlung von rund 10 000 Wildtieren werbewirksam genannt wurde – wirklich zum Aufschwung der lokalen Ökonomie beitragen, und waren die großen Hoffnungen berechtigt?


Universum
17:00 Afrika – Der ungezähmte Kontinent (45 Min.) (HDTV, UT)
Das Kap – Zwischen Tropen und Eismeer
Folge 4 von 5
Film von: Hugh Pearson
(Erstsendung 21.5.2013)

Deutsche Bearbeitung: Jutta Karger

In atemberaubenden Bildern zeigt die Dokumentation "Das Kap – Zwischen Tropen und Eismeer" das kontrastreiche Leben in einer Region, die von zwei mächtigen Meeresströmungen bestimmt wird. Im Osten ist es der Agulhas im Indischen Ozean, der warmes Wasser Richtung Süden bewegt, im Atlantischen Ozean im Westen der Benguela, der eiskaltes Wasser in Richtung Äquator befördert. Das Leben könnte nicht kontrastreicher sein als an der Südspitze Afrikas. Frisch geschlüpfte Meeresschildkröten beginnen ihr Leben mit einem gefährlichen Wettlauf über den Strand. Wenn sie zu Hunderten ihr warmes Sandnest verlassen, warten schon jede Menge Fressfeinde auf sie. So schnell sie können, krabbeln sie zum Meer, doch die jungen Schildkröten sind kaum sieben Zentimeter lang und auf ihrem Weg zum rettenden Ozean noch leichte Beute für hungrige Vögel und sogar für Krabben. Den Gewinnern in diesem Rennen winkt nach der harten Prüfung ein 80-jähriges Leben im nahrungsreichen Indischen Ozean. Dieses Meer ist auch die Heimat eines seltsamen Fisches: Dickkopf-Stachelmakrelen sind etwa so groß wie ein Mensch und einzelgängerische Jäger. Doch einmal im Jahr versammeln sich Schwärme von ihnen zu einer Gruppenreise flussaufwärts. Es sind jedoch nicht Laichgebiete im Süßwasser, die diese Fische ansteuern, und ihr Unternehmen ist umso rätselhafter, als sich auch das Verhalten der Fische auf dieser Reise zu verwandeln scheint. Ein wahres Schmetterlingsparadies ist der bisher weitgehend unerforschte Regenwald in Mosambik. Er verdankt seine üppige Vegetation den reichen Niederschlägen, die das warme Wasser des Indischen Ozeans mit sich bringt. Um ihren luftigen Paarungstanz vollführen zu können, müssen die großen Falter aber den dichten Wald verlassen und den baumlosen Gipfel des Monte Mabu anfliegen. Die 3000 Meter hohen Gipfel der Drakensberge sind sogar für Regenwolken eine unüberwindliche Barriere, und so bleiben Niederschläge im Landesinneren Südafrikas eine Seltenheit. Wenige Regenwolken erzeugen auch die kalten Wasser des Benguelastroms, der an der Westküste Südafrikas regiert, doch in Namaqualand genügt schon die Feuchtigkeit aus dem Nebel, um den Küstenstreifen alljährlich in ein farbenprächtiges Blütenmeer zu verwandeln. Das fischreiche kalte Wasser aus der Antarktis, das die Südspitze Afrikas erreicht, bringt nicht nur reichlich Nahrung für die größte Hai-Population der Erde und riesige Meeresbewohner wie den Brydewal, es hat auch den Brillenpinguinen neue Brutgebiete am Kap der Guten Hoffnung erschlossen. Unter der afrikanischen Sonne haben sie allerdings mit ganz anderen Problemen zu kämpfen als ihre Verwandten im ewigen Eis der Antarktis.


Universum
17:45 Afrika – Der ungezähmte Kontinent (45 Min.) (HDTV, UT)
Sahara – Mächtiges Meer ohne Wasser
Folge 5 von 5
Film von: Matthew Wright
(Erstsendung 28.5.2013)

Deutsche Bearbeitung: Jutta Karger

Sie ist nicht nur die bekannteste, sondern auch die größte Wüste der Erde: die Sahara. Mit mehr als neun Millionen Quadratkilometern bedeckt sie fast ein Drittel des afrikanischen Kontinents. Wo die Temperatur regelmäßig 40 Grad übersteigt und mehrere Jahre kein einziger Tropfen Regen fällt, ist Leben nahezu unvorstellbar. Und doch gibt es Tiere, denen es gelingt, in diesem faszinierenden Trockengebiet zu überleben. In den Randgebieten der großen Wüste leben Spezialisten wie das Grevy-Zebra. Es ist das größte unter den Zebras und kann bis zu drei Tage ohne Wasser auskommen. In unterirdischen Bauen, wo gemäßigte Temperaturen herrschen, ist der Nacktmull zu Hause. Diese fast haarlosen Nagetier-Verwandten leben ähnlich wie staatenbildende Insekten in großen Gemeinschaften mit einer "Königin". Nur in den Nachtstunden können sie sich an die Oberfläche wagen – und auch das tun meist nur die jungen "Prinzessinnen", wenn es Zeit wird, einen neuen, eigenen Staat zu gründen. Dass die Sahara jedoch vor wenigen tausend Jahren fruchtbares und bewohntes Land gewesen sein muss, beweisen nicht nur Funde von fossilen Baumstämmen und die steinzeitlichen Tierdarstellungen in den Felsen von Messak Settafet, sondern auch die heutigen Bewohner der Kraterseen im Waw an-Namus. Krokodile sitzen hier mitten in der endlosen Wüste quasi "in der Falle". Wenn sie in den kühlen Abendstunden auf die Jagd gehen, versammelt die Buntbarsch-Mutter ihre frisch geschlüpften Jungen im eigenen Maul, um sie zu schützen. Satellitenbilder lassen die ungeheuren Ausmaße eines urzeitlichen Sees in der Bodélé-Senke im Tschad erahnen. Heute wirbelt hier der Wüstenwind das vertrocknete Sediment auf und trägt den mineralreichen Staub bis nach Südamerika ins Amazonasgebiet. Obwohl nur knapp ein Fünftel der Sahara tatsächlich aus Sand besteht, kann der Wind hier verheerende Sandstürme von eineinhalb Kilometer Breite auslösen, die imstande sind, ganze Karawanen zu verschlucken. Unablässig verformt er die Dünenlandschaft und erschwert selbst Wüstenspezialisten wie den Dromedaren die Orientierung. Um zu überleben, sind sie auf das Wissen ihrer menschlichen Begleiter angewiesen. Millionen Schwalben überqueren Jahr für Jahr dieses lebensfeindliche Gebiet auf ihrem Weg zwischen den Brutgebieten in Europa und den Winterquartieren südlich der Sahara. Um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken, sind sie auf Insekten angewiesen, die imstande sind, auch aus ungenießbaren Wasseransammlungen die Giftstoffe herauszufiltern. Wenn es sogar für die Fransenfinger-Eidechse zu heiß wird und sie sich zurückzieht, kommen die Silberameisen aus ihrem unterirdischen Bau hervor. Die silbrige Farbe ihres Körpers reflektiert das Sonnenlicht optimal, aber sogar sie können nicht länger als zehn Minuten in der Sonnenhitze der Wüste überleben. Buchstäblich gegen die Uhr müssen sie auf Nahrungssuche gehen. Für die Silberameisen ist Orientierung ganz besonders wichtig - immer den kürzesten Rückweg zu ihrem Bau zu wissen, ist entscheidend; ein unvorhergesehener Umweg kann sie das Leben kosten.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Der Doc und die Hexe (90 Min.) (HDTV, UT)
Folge 1 von 2
Komödie Deutschland, 2010

Rollen und Darsteller:
Dr. Sophie Schöner – Christiane Paul
Dr. Hans Wunderlich "Dr. Wu" – Dominic Raacke
Dr. Georg Burger – Wotan Wilke Möhring
Margot Schöner – Katrin Sass
Paula Wunderlich – Esther Schweins

Regie: Vivian Naefe
Drehbuch: Gerlinde Wolf

Die Internistin Dr. Sophie Schöner, die sich der alternativen Medizin zugewendet hat, kehrt nach einjähriger Fortbildung in China nach Berlin zurück, um an einer Klinik eine Stelle für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) anzutreten. Sophie soll mit ihren Heilmethoden andere Abteilungen unterstützen, darunter auch die Chirurgie, die der Starmediziner Dr. Hans Wunderlich, genannt Dr. Wu, leitet. Dieser ist ein überzeugter Anhänger der klassischen Schulmedizin und lehnt alternative Behandlungsmethoden ab. Unweigerlich tritt Sophie somit in Konkurrenz zum Chefchirurgen. Professor Dr. Fritz, Chefarzt und Leiter der Klinik, ist nach geschickter Intervention von Sophies Mutter Margot sehr von der jungen Ärztin angetan und nimmt sogar in Kauf, den erfolgreichsten Mediziner seiner Klinik zu verlieren. Denn Dr. Wu ist hin – und hergerissen zwischen seiner Karriere im Klinikum und der lukrativen Idee einer eigenen chirurgischen Praxis. Sophie behandelt unterdessen ihre Patienten so, wie sie es für richtig hält. Sie kümmert sich auch um Moritz, den pubertierenden Sohn Dr. Wus, der unter Asthma leidet. Weder die Schulmedizin noch sein Vater konnten ihn bisher heilen – nun setzt seine Mutter Paula alle Hoffnung auf Sophie. Als Moritz aus Wut über das interesselose Verhalten seines Vaters plötzlich verschwindet und seine lebenswichtigen Medikamente nicht zur Hand hat, schlägt seine Mutter Alarm. Moritz erleidet einen Anfall – im letzten Moment ist Sophie zur Stelle und rettet ihm das Leben. Zu einer Aussprache zwischen Vater und Sohn kommt es allerdings nicht. Denn kurze Zeit später stürzt Dr. Wu bei einem Verkehrsunfall vom Fahrrad und wird mit einer Gehirnerschütterung und einer Gedächtnisstörung in die Klinik eingeliefert. Zweiteilige Komödie mit Christiane Paul und Dominic Raacke in den Hauptrollen.

Den zweiten Teil der Komödie "Der Doc und die Hexe" zeigt 3sat am Mittwoch, 27. Juni, ebenfalls um 20.15 Uhr


21:45 kinokino (15 Min.) (HDTV)
Filmmagazin
Erstausstrahlung

Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? "kinokino" stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? "kinokino" kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.


22:00 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


22:25 Todesfalle Highlands (95 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
(A Lonely Place to Die)
Spielfilm Großbritannien, 2011

Rollen und Darsteller:
Alison – Melissa George
Ed – Ed Speleers
Andy – Eamonn Walker
Rob – Alec Newman
Jenny – Kate Magowan

Regie: Julian Gilbey

Alison bricht mit vier Freunden zu einer Klettertour durch die schottischen Highlands auf. Bereits kurz nach dem Beginn ihrer Reise entdecken sie mitten in den Wäldern ein Lüftungsrohr, das zu einer vergrabenen Holzkiste führt. Aus dieser befreien sie ein kleines Mädchen, Anna, das sich nur auf Kroatisch verständigen kann und völlig verängstigt ist. Sie beschließen, das Kind ins nächste Dorf zu bringen. Allerdings werden sie schnell von den Entführern entdeckt und brutal gejagt. Denn es geht um viel Geld: Der Vater des Mädchens, der reiche Kriegsverbrecher Rakovic, soll eine erhebliche Lösegeldsumme zahlen, um sein Kind zurückzuerhalten. Unversehens geraten die fünf Bergsteiger-Freunde zwischen die Fronten und müssen schon bald um ihr Überleben kämpfen. Der Entführungs – und Survival-Thriller vor der beeindruckenden Kulisse Schottlands ist spannend bis zum Finale.

Für seine vierte Regiearbeit zeigte der Brite Julian Gilbey vollen Körpereinsatz und trainierte zwei Jahre lang höchstpersönlich das professionelle Bergsteigen. Auch seine Schauspieler erhielten mehrere Lehrstunden und durften daraufhin viele ihrer Stunts selbst übernehmen. Inszeniert vor der atemberaubenden Kulisse des schottischen Hochgebirges, entstand so ein Thriller voll trickreicher Wendungen und intensiver Hochspannung, der seine Zuschauer mit Kameraeinstellungen aus der Vogelperspektive in schwindelerregende Höhen entführt.


Reporter
00:00 Rosmarie zeigt's den Chirurgen (20 Min.)
Ein Bauernmädchen erobert die Welt
(Erstsendung 29.4.2018)

Rosmarie Frick wurde einst gesagt, ihre Schulnoten seien zu schlecht, um Krankenschwester zu werden. Heute gilt die 68-Jährige als Legende der Mikrochirurgie. Tausende von Ärzten hat sie mittlerweile auf diesem Gebiet ausgebildet, jeder namhafte Chirurg der vaskulären Chirurgie ist durch ihre Schule gegangen. Und noch immer ist nicht Schluss damit. Reporterin Kathrin Winzenried hat der Rentnerin über die Schulter geschaut. Etwas Märchenhaftes hat der Werdegang von Rosmarie Frick an sich: Als Bauernmädchen im sankt-gallischen Oberbüren aufgewachsen, träumte sie davon, Bäuerin zu werden. Doch diese Pläne scheiterten, weil die Eltern den Hof aufgeben mussten. So kam sie als Pflegehilfe ans Unispital in Zürich. Für mehr reichten ihre schulischen Leistungen nicht, beschied man ihr. Der Zufall wollte es, dass zu dieser Zeit die Neurochirurgie in Zürich weltweit für Schlagzeilen sorgte. Dem Chirurgen Gazi Yasargil gelang 1967 als erstem eine Bypass-Operation an Haargefäßen zur Behandlung des Schlaganfalls. Winzigste Gefäße im Millimeterbereich konnten zusammengenäht werden, die moderne Mikrochirurgie fand ihren Anfang. Die junge Rosmarie Frick interessierte sich für diese neuartige Technik und die Forschung dazu. Ohne entsprechende Ausbildung rutschte sie ins Team von Yasargil. "Ich war fasziniert von den Gefäßen und der Arbeit mit dem Mikroskop", sagt Rosmarie Frick. Unermüdlich übte sie die äußerst feine Nähtechnik, perfektionierte sie und wurde schließlich damit beauftragt, Ärzten das Handwerk der modernen Mikrochirurgie beizubringen. Kathrin Winzenried hat die Rentnerin auf ihrer Ausbildungstour rund um die Welt begleitet und stellte fest: Auf Rosmarie Frick scheint man nicht verzichten zu können. Vor einem Jahr hat sie gar einen Ehrendoktor erhalten. Sie selber meint trocken: "Es ist tipptopp so, wie alles in meinem Leben gekommen ist."


00:20 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


00:50 Im Reich der Königselefanten – Das Tembe Wildreservat in Südafrika (50 Min.) (HDTV)
Film von: Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch
(Erstsendung 7.11.2016)

Der "Tembe Elephant Park" gilt als die afrikanische Heimat der letzten Giganten. Nach Ansicht vieler Zoologen ist das 300 Quadratkilometer große Schutzgebiet an der Grenze Südafrikas zu Mosambik einer der wenigen sicheren Rückzugsorte für die "Great Tuskers" - Elefantenbullen mit gewaltigen Stoßzähnen. Ein Blick auf die Giganten genügt um zu wissen, warum sie auch als "Königselefanten" bezeichnet werden. Aber die Metapher passt noch aus einem zweiten Grund: das Wildreservat wurde von einem König gegründet, dem Vater von Inkosi Israel Tembe, dem heutigen Chief der Tembe Gemeinschaft. Der Stamm vom Volk der Tonga, der hier seit Generationen beheimatet ist, verwaltet den Park gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde. Das ist von großer ökonomischer Bedeutung, weil das Grenzgebiet zu Mosambik von besonderer Armut geprägt ist. In dieser entlegenen Region von KwaZulu-Natal stehen die landwirtschaftlich interessantesten Flächen an der Küste unter strengem Naturschutz. Dort wo Ackerbau betrieben werden durfte, entwickelten sich die Elefanten zum größten Problem. Sie bedrohten vor allem nachts die Felder und damit letztlich auch die ansässige Bevölkerung, die die Früchte ihrer Arbeit mit allen Mitteln verteidigen wollte. Blutige Konflikte zwischen Mensch und Wildtier mit großen Verlusten für beide Seiten waren die logische Konsequenz. Mit der Gründung des "Tembe Elephant Park" 1983 wandelte sich die Bedeutung der Elefanten vom Problemfall zum Zukunftspotential. Mittlerweile lebt die Tembe Gemeinschaft zu einem guten Teil von "ihren" Elefanten und hat die geeigneten Schutzmaßnahmen sowohl für die umliegenden Dörfer als auch für die Wildtiere getroffen. Der regierende König hat die Attraktivität des Wildparks durch die Wiederansiedlung der vor langer Zeit durch Jagd ausgerotteten Löwen wesentlich erhöht. Jetzt ist der "Tembe Elephant Park" ein "vollwertiges Big Five-Reservat", das neben seinen berühmten "Königselefanten" auch Nashörnern, Büffeln, Leoparden und eben den "Königslöwen" als Neuankömmlingen Schutz gewährt. Mit der starken Einbeziehung der Lokalbevölkerung gilt das einzigartige Projekt als Modell für Naturschutz, Erhaltung der Biodiversität und wirtschaftliche Entwicklung.


01:40 Juwel der Elefantenküste – Afrikas Wunderland Isimangaliso (55 Min.) (HDTV)
Film von: Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch
(Erstsendung 17.10.2016)

3280 Quadratkilometer am Meer mit Elefanten, Nashörnern, Büffeln, Löwen und Leoparden: der südafrikanische Nationalpark "Isimangaliso", in der Sprache der Zulus schlicht "Wunder". Der Küstenstreifen wurde 1999 zum ersten UNESCO-Weltnaturerbe Südafrikas erklärt. "Isimangaliso" bietet mit seinen ausgedehnten Feuchtgebieten, Sumpflandschaften, Savannen und Küstenwäldern eine unvergleichliche Biodiversität mit entsprechender Artenvielfalt. Elefanten kommen hier bis an die Meeresufer. Und Kleinstädte wie St. Lucia werden nachts immer wieder von Nilpferden besucht, die schon mal eine Tankstelle als Hippo-Toilette benutzen. Seit Kurzem leben auch wieder Löwen im Mkhuze-Wildreservat und vervollständigen damit die "Big Five" neben Elefant, Nashorn, Büffel und Leopard. Das Vorkommen der "Big Five" ist aus Marketing-Gründen immens wichtig, schließlich will "Isimangaliso" mittelfristig dem berühmten "Krüger Nationalpark" ernsthaft Konkurrenz machen. Von der touristischen Erschließung des Gebiets sollen nicht nur die großen Handelsketten profitieren: Ökotourismus gilt hier als zentrale Strategie für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz. Mit diesem Konzept werden die lokalen Gemeinschaften in die Planung und Organisation des Parks einbezogen. "Isimangaliso" beansprucht Modellcharakter für eine zukünftige Entwicklungspolitik, die Naturschutz und wirtschaftliche Interessen miteinander in Einklang bringen will. Die ansässige Bevölkerung soll das "Juwel der Elefantenküste" als Lebensgrundlage auch für zukünftige Generationen verstehen und für seinen nachhaltigen Schutz Sorge tragen.


02:35 Himba, Buschmänner und Löwen (50 Min.) (HDTV)
Wildnis – und Kulturmarketing in Namibia
Film von: Manuela Zips-Mairitsch, Werner Zips
(Erstsendung 22.9.2015)

Ein Reisebus nähert sich dem San-Dorf Grashoek in Namibia. Ein Schild begrüßt die Besucher im "Bushman Living Museum". Noch im Bus beginnen die Insassen zu fotografieren. Eine typische Szene – und doch hat sie wenig gemeinsam mit üblichen Szenarien im Kultur-Tourismus. Keine anstürmenden Kinderscharen, keine laufenden Frauen, die aufgeregt Handwerkskunst anbieten und auch keine jungen Männer, die gegen Entgelt ihre Dienste anbieten. Ein einzelner San in westlicher Kleidung zückt seine Papiere, die ihn als Tourismus-Bevollmächtigten der Gemeinschaft ausweisen. Höflich fragt er nach dem Gruppenleiter und übergibt eine Mappe – in der Art einer Speisekarte – mit den kulturellen Angeboten und den dafür verlangten Preisen. Abgestuft nach der Anzahl der Touristen und der Anzahl der gewünschten Teilnehmerinnen auf San-Seite: Von einer einfachen Dorfbesichtigung bis zum Trance-Tanz, der Teilnahme an einem Kurz-Workshop zur Schmuckproduktion aus Straußenei-Schalen, dem Training im Bogenschießen, der Teilnahme an einer traditionellen Jagd, und letztlich der Verheiratung auf "Bushmen-Art" ist alles möglich. Jede Aktivität hat ihren fixen Preis und genaue Angaben über die Dauer und Art der Leistung. Im südlichen Afrika sind sogenannte "Bushmen-Walks" und Besuche beim "ockerroten Volk" der Himba ebenso allgegenwärtig wie Großwild-Safaris. Sie haben einen Beigeschmack von zivilisatorischer Ungleichheit und Ungleichzeitigkeit – als eine Art Zeitreise zu uralten, "primitiven" Kulturen. Dementsprechend finden sich in vielen Prospekten und Tourismus-Broschüren die verräterischen Worte vom Besuch in der Vorzeit oder "Steinzeit" menschlicher Kulturen. Folgt man der Auslegung der derzeit international bekanntesten Anthropologen Jean und John Comaroff, handelt es sich dabei um einen weltweiten Trend, der im südlichen Afrika vielleicht besonders auffällig ist: der Errichtung von Ethno-Themenparks oder sogenannten "Lebenden Museen". Nach ihrer Analyse im Buch "Ethnicity, Inc." kann die Musealisierung von traditionellen Kulturen aus kommerziellen Gründen zu sehr unterschiedlichen Prozessen und Situationen führen. Die möglichen Resultate solcher interkultureller Kontaktnahmen erweisen sich als keineswegs so eindeutig, wie die Vorannahmen der meisten Ethnologen erwarten ließen: Vor die Wahl gestellt, unter dem Druck staatlicher Gesetze und Verwaltungsregime ihre Lebensweise völlig aufzugeben oder einen Teil ihrer Lebenszeit in die Selbstdarstellung der kulturellen Traditionen zu investieren, bedeutet die zweite Option zumindest im besten Fall einen Gestaltungsspielraum für Menschen und Kollektive, die sich der Landflucht und dem oktroyierten Kulturverlust widersetzen. Die Dokumentation "Himba, Buschmänner und Löwen" nimmt das Ethno-Marketing in Namibia als Beispiel eines weltweiten Trends im Umgang mit "exotischen" indigenen Kulturen ins Visier. Sie geht der Frage nach, wie sich das Leben in einem "Lebenden Museum" oder in einem "Kulturdorf" anfühlt: Was bedeutet diese Form der kommerziellen Verwertung kultureller Kompetenzen und ethnischer Geschichte für die betroffenen Menschen? Handelt es sich tatsächlich um eine – wenn auch ambivalente – Chance, nach mehr oder weniger eigenen Kriterien unter Bewahrung der eigenen Traditionen zu überleben? Oder tendiert die eingeübte Praxis der Selbstdarstellung zu einem fortschreitenden Identitätsverlust bis hin zu einem Gefühl der kulturellen Prostitution?


03:25 Zentralkalahari – Nur für Löwen? (15 Min.) (HDTV)
Film von: Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch
(Erstsendung 26.6.2018)

Die Zentralkalahari im Herzen Botsuanas ist mit fast 53 000 Quadratkilometern das zweitgrößte Wildreservat der Erde. Weltberühmt ist das Schutzgebiet für seine schwarzmähnigen Löwen. Gegründet wurde das Reservat ursprünglich auch, um die dort lebenden San zu schützen. Konflikte zwischen den Jägern und Sammlern mit Viehhirten waren vor der Gründung des Reservats alltäglich. Immer ging es um die Frage, wer das Land nutzen darf. Die Lebensweise der San gilt der heutigen botsuanischen Regierung als rückständig. Zu Beginn des dritten Jahrtausends wurden sie aus ihrem angestammten Territorium ausgesiedelt. Das geschah unter dem Vorwand des Naturschutzes und der wirtschaftlichen Erschließung durch Ökotourismus. Erst in einem langjährigen Rechtsstreit erkämpften sich die Betroffenen ein Rückkehrrecht in das Land ihrer Vorfahren. Sie wollen als legitime Besitzer ihrer Jagdgründe anerkannt werden. Doch die Jagd ist ihnen bis heute untersagt. Dieses Recht bleibt somit allein den Löwen und anderen Raubtieren vorbehalten.


03:40 Die Magie des Leoparden (50 Min.) (HDTV)
Ökotourismus in Südafrikas Wildreservaten
Film von: Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch
(Erstsendung 11.11.2012)

Die "Magie des Leoparden" lockt jährlich hunderttausende Besucher aus aller Welt nach Südafrika. Der Safari-Tourismus floriert wie nie zuvor und sorgt für das Entstehen von "Boomtowns". Viele Menschen leben zumindest indirekt von der Anziehungskraft der Wildnis. Der Film zeigt die Verbindungen zwischen Luxustourismus, Umwelt – und Wildtierschutz, sozialer Gerechtigkeit und "Empowerment" als "Modell der afrikanischen Renaissance". Hinter der Fassade scheinbarer unberührter Wildnis aus den Reiseprospekten, Hotel-Broschüren und letztlich auch der Naturdokumentationen im Fernsehen stehen komplexe Management-Pläne, schwierige Verhandlungen zwischen alten Eignern und ansässigen lokalen Gemeinschaften und betriebswirtschaftliche Strategien der "Verwertung" von Natur und Kultur. Im Unterschied zu den meisten Tierdokumentationen stehen in diesem Film die Menschen und ihre Perspektiven auf den Nutzen von Naturschutz im Mittelpunkt. Dabei kommen von der deutschen Erbin eines berühmten Wildreservates bis zu Rangern und Hotelmanagern Beteiligte mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen zu Wort.


04:30 Gober – Vom Schicksal einer Orang-Utan-Mutter (55 Min.) (HDTV)
Film von: Eberhard Meyer
(Erstsendung 16.12.2016)

Was macht eine Orang-Utan-Mutter auf Sumatra, wenn ihr Augenlicht durch Grauen Star zunehmend schwindet, sie aber noch ein Jungtier zu versorgen hat? Es ist die Tochter, die der kranken Mutter namens "Gober" zunächst das Überleben sichert und sie mit Nahrung versorgt. Schließlich aber findet Gober Aufnahme in einer Rettungsstation. In einer bahnbrechenden Operation wird ihr dort das Augenlicht zurückgegeben. Gober hat aber auch noch andere Schwierigkeiten: Vor allem durch die Ausdehnung der Ölpalmplantagen wird das ohnehin schon kümmerliche Waldgebiet auf der indonesischen Insel Sumatra für Orang-Utans so gut wie unbewohnbar.


05:25 Zurück zur Wildnis – Das Madikwe Wildreservat in Südafrika (45 Min.) (HDTV)
Film von: Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch
(Erstsendung 7.1.2015)

Das südafrikanische Madikwe-Wildreservat gilt als beispielhaftes Modell des Naturschutzes und der gemeinschaftsbasierten Entwicklung. Aber ist dieser Anspruch berechtigt? Wie in der Arche-Noah-Geschichte wurden fast alle im südlichen Afrika vorkommenden Wildtierarten, die nicht ohnehin schon auf dem Land lebten, neu angesiedelt. Darunter befanden sich auch seltene und bedrohte Tierarten, die anderswo kaum Überlebenschancen haben. Wildhunde beispielsweise sind als eine der gefährdetsten Tierarten Südafrikas selbst in Wildreservaten alles andere als beliebt. Sie halten sich kaum an Parkgrenzen und jagen daher auch auf umliegenden Farmen – was zu Entschädigungsansprüchen gegenüber den Reservatbetreibern führt. Durch das umsichtige ökologische Wildlife-Management haben sie auf der 75 000 Hektar großen Fläche Madikwes ein nachhaltiges Zuhause gefunden. Der Film stellt das Madikwe-Wildreservat vor und beleuchtet die Leistungen derjenigen, die für den Neuzeit-"Arche Noah"-Plan und dessen zunächst utopisch anmutende Umsetzung verantwortlich waren. Wie oft bei derartigen Projekten steht die Frage im Raum, ob der Ökotourismus tatsächlich zur Armutsverringerung und zum Empowerment bei den eigentlich betroffenen Gemeinschaften beiträgt, oder ob es vor allem die privaten Investoren sind, die von einem solchen Öko-Projekt profitieren. Konnte die "Operation Phönix" – wie die Wiederansiedlung von rund 10 000 Wildtieren werbewirksam genannt wurde – wirklich zum Aufschwung der lokalen Ökonomie beitragen, und waren die großen Hoffnungen berechtigt?


06:10 – 06:20 3satTextVision (10 Min.)

 

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Mittwoch, 27. Juni 2018


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 26.6.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 26.6.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 26.6.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 26.6.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


10:15 NDR Talk Show classics (60 Min.)
(Erstsendung 24.9.2016)

Moderation: Barbara Schöneberger, Jörg Pilawa, Alida Gundlach, Hermann Schreiber

Gäste: Dirk Stermann
Mario Barth
Balian Buschbaum
Maria Furtwängler
Jutta Limbach
Hilmar Thate
Uschi Obermaier
Rainer Langhans

Am 24. Januar 2014 plauderte Moderator Dirk Stermann sehr lustig mit Barbara Schöneberger über die Unterschiede zwischen Deutschen und Österreichern und seinen nicht ganz leichten beruflichen Anfang als Journalist in Wien. Die zwischenmenschlichen Beziehungen von Mann und Frau sind oft das Thema von Mario Barth. So auch am 6. Dezember 2013, als er Barbara Schöneberger erklärte, warum Männer eigentlich immer an allem schuld sind und Tauben an Bahnhöfen oft nur ein Bein haben. Maria Furtwängler war am 14. Januar 2005 in der "NDR Talk Show" zu Gast und sprach mit Jörg Pilawa über den "Tatort", die Erziehung ihrer Kinder, ihre eigene Pubertät und ihr Leben an der Seite eines "etwas" älteren Mannes. Die "NDR Talk Show classics" erinnern an den im Jahr 2016 verstorbenen Schauspieler Hilmar Thate. Im Gespräch vom 9. Januar 1998 mit Alida Gundlach ging es um seine Karriere in der DDR, um Bertolt Brecht und die Schauspielerei im Allgemeinen. Außerdem wird auch Professor Dr. Jutta Limbach gewürdigt, die im September 2016 starb. Die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichtes erklärte Jörg Pilawa am 29. Oktober 2004 mit viel Humor einiges über schöne deutsche Worte und welches ihr Lieblingswort ist. Uschi Obermaier, die Ikone der 1960er-Jahre, feierte 2016 ihren 70. Geburtstag. In der "NDR Talk Show" am 8. Mai 1992 stritt sie mit Rainer Langhans über längst vergangene Zeiten und sprach mit Hermann Schreiber über Schmuck und die schönen Dinge des Lebens. Balian Buschbaum, ehemals die Leichtathletin Yvonne Buschbaum, plauderte am 10. Mai 2013 sehr offen und unterhaltsam mit Barbara Schöneberger über seine geschlechtsangleichende Operation, welchen Penis er sich warum aussuchte und wie das Ganze funktioniert. Musikalisch beendet Rea Garvey diese Sendung mit seinem Titel "Wild Love" aus der "NDR Talk Show" vom 9. November 2012. Ein Wiedersehen mit interessanten und spannenden Gästen aus früheren Sendungen der "NDR Talk Show". Erinnerungen an besonders aufschlussreiche, witzige, liebenswürdige und offene Gespräche.


11:15 Mein Gott, Walter! (30 Min.) (HDTV, UT)
Die eigensinnigen Wege des Rabbi Rothschild
(Erstsendung 15.4.2017)

Rabbi Walter Rothschild ist gescheit, witzig und sehr direkt. Mit seinem Humor eckt er oft an. Er hat sogar zwei Jobs als Gemeinderabbiner verloren. Ein Film über Abschied und Neubeginn. Nun versucht der 62-Jährige, als Freiberufler über die Runden zu kommen. Nur selten ist er in einer Synagoge anzutreffen, dafür manchmal am Filmset oder auf einer Kabarettbühne. - Der Film begleitet den Eisenbahnfan mit dem Nachtzug von Berlin nach Wien. Dort betreut der Rabbi eine liberale Gemeinde. Er feiert mit ihnen das Purimfest, doch anschließend wird er sein Amt an einen jüngeren Nachfolger übergeben. An Rente kann der Berliner Brite allerdings noch lange nicht denken. Der freiberufliche Prediger muss einiges auf die Beine stellen, um finanziell über die Runden zu kommen. Rabbi Rothschild nimmt es mit Humor, Einfallsreichtum und Gottvertrauen.


11:45 Die Püppchen aus der Auguststraße (30 Min.) (HDTV, UT)
Eine Zwillingskindheit in Berlin
Film von: Nadja Tenge, Sally M. Jaber
(Erstsendung 10.10.2015)

"Ruthchen und Ginchen" haben sich noch einmal auf den Weg gemacht. Vermutlich zum letzten Mal in ihrem Leben kommt das Zwillingspaar, heute 85 Jahre alt, von Tel Aviv nach Berlin. Hier haben die Mädchen ihre Kindheit verbracht und Visionen von einem Leben als Bühnenstars gehabt. Ruth und Regina sind in der Auguststraße in Berlin groß geworden. 1935 wurden der Mutter und ihren Kindern die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen, ihr Vater war Jude. Fünf Jahre später starb ihre Mutter an Tuberkulose, und die Mädchen kamen in ein jüdisches Kinderheim. In der Reportage führen die Zwillingsschwestern an all jene Orte, die es ihnen möglich gemacht haben, dem Transport in ein Lager zu entkommen und so die Kriegszeit zu überleben. Der Höhepunkt ihres knapp einwöchigen Aufenthaltes ist ein Besuch im Kino Babylon. Dort haben beide ihren ersten Film mit Shirley Temple gesehen, der sie nacheifern wollten – wenn sie gekonnt hätten. Nun, fast am Ende ihres Lebens, dürfen sie im Babylon gemeinsam auf der Bühne stehen und singen.


12:15 Vaterunser (15 Min.) (HDTV)
Unser tägliches Brot gib uns heute
Film von: Martin Choroba
(Erstsendung 30.6.2011)

Als vor rund 2000 Jahren das "Vaterunser" formuliert wurde, sprachen aus den sieben Fürbitten die Sorgen und Ängste genauso wie auch die Hoffnungen der Menschen ihrer Zeit. Und heute? Fürbitten wie "Dein Reich komme" oder "Dein Wille geschehe" sind schnell heruntergebetet. Aber wer denkt noch darüber nach, was mit dem "Reich Gottes" gemeint ist? Wo befindet sich dieses Reich: Jenseits der Wolken? In den Herzen der Menschen? Der Film "Vaterunser" nimmt sich Fragen wie diesen an und bietet Denkanstöße, die zwei ausgewiesene Experten formulieren: Maria Jepsen, bis Juli 2010 Bischöfin von Hamburg-Lübeck, und Kardinal Walter Kasper, ehemaliger Ökumene-Chef der katholischen Kirche. Als Theologen und Seelsorger bauen die beiden seit Jahrzehnten Brücken zwischen gelehrter und gelebter Religion. Das Vaterunser ist weitaus mehr als nur ein Gebet: Es verbindet rund 2,3 Milliarden Christen auf der ganzen Welt – Protestanten wie Katholiken, Orthodoxe wie Anhänger von Freikirchen. Das gesamte Wertesystem des europäischen Abendlandes fußt auf der Lehre Jesu, die kurz und prägnant im Vaterunser zusammengefasst ist. Jesus Christus selbst soll das Vaterunser seinen Jüngern gelehrt haben. Davon zeugt das Neue Testament, das seit Jahrhunderten dessen Wortlaut bewahrt und überliefert hat. Jesus Christus wiederum soll das Gebet direkt von Gott empfangen haben: Auf einem Hügel oberhalb des Sees Genezareth sprach der Herr zu einer Schar Gläubigen. Er wollte ihnen beibringen, sich im Gebet kurz zu fassen und mit wenigen Worten all das zu erbitten, wonach sich Menschen im Leben sehnen.


12:30 SCHWEIZWEIT (30 Min.) (HDTV)
Wildes Tessin – Die grüne Oase des Onsernonetals
Film von: Jean-Marc Chevillard
(Erstsendung 6.8.2017)

Das Onsernonetal ist eines der faszinierendsten und wildesten Täler der Südschweiz. Urwaldähnliche Wälder überdecken die steilen Hügel, auf deren Anhöhen sonnenverwöhnte Dörfer thronen. Bis auf 900 Höhenmeter gedeihen Palmen, Reben, Mimosen, Feigenkakteen und Edelkastanien. Das milde Klima, die Ruhe und urtümliche Natur haben schon Künstler und Intellektuelle wie Max Ernst, Kurt Tucholsky und Max Frisch angezogen. Dort wo die afrikanische Kontinentalplatte auf die europäische stößt, liegt der wilde Süden der Schweiz. Westlich von Locarno gelegen, gilt das Onsernonetal als Favorit für einen Tessiner Nationalpark. Die Natur ist eindrücklich, aber das Leben für die Bewohner ist hart, und Arbeit findet sich nur schwer. Deshalb hat sich das Tal in den letzten Jahrzehnten ziemlich entvölkert. Zwei Bewohner des Tales möchten dem Entgegenwirken: Der Lehrer und neue "Mühlenbetreiber" Ilario Garbani und der Steindach-Decker Franco Varini. Beide lieben die intakte Natur des Tales und die überlieferten Traditionen der Region. Sie hoffen darauf, dass das Onsernonetal den Status eines Nationalparks erhalten wird und dadurch ein sanfter und nachhaltiger Tourismus entstehen könnte, der den Talbewohnern ökonomisch eine Zukunft zu bieten hätte.


13:00 ZIB (20 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:20 Ibiza – ein Lebensgefühl (85 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Linda Windmann
(Erstsendung 11.3.2018)

Ibiza hat alles, was das Urlaubsherz begehrt: tolle Strände, schöne Hotels, Wanderwege, verträumte Dörfer und Nachtleben. Doch die Baleareninsel besitzt auch einen besonderen "Spirit". Moderatorin Tamina Kallert trifft kreative Deutsche, die auf Ibiza ihr Glück gefunden haben: einen Designer, der Möbel aus Treibholz baut, eine Fotografin, die die Insel und ihre Bewohner mit der Kamera ablichtet, und eine Kinderbuchautorin. Sie lernt Aussteiger, Hippies und Lebenskünstler kennen, ist begeistert von der Herzlichkeit der Einheimischen, entdeckt versteckte Buchten und kleine Restaurants und genießt im "Café del Mar" einen wunderschönen Sonnenuntergang mit passender Musik.


14:45 Costa Brava – ganz anders (90 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Carolin Wagner
(Erstsendung 18.3.2018)

Die Costa Brava, das ist die "wilde Küste" im Nordosten Spaniens, in Katalonien. Moderatorin Andrea Grießmann entdeckt die Costa Brava jenseits von Bettenburgen und überfüllten Stränden. Sie zeigt traumhafte Buchten, bildschöne Dörfer, Feste, Pinienwälder und Reisfelder. In Girona wandelt sie auf den Spuren von "Games of Thrones", am Cap de Creus erlebt sie die "wilde Küste", und in Cadaqués begegnet sie der skurrilen Welt von Salvador Dalí.


16:15 Die südliche Toskana (90 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Christiane Möllers
(Erstsendung 12.3.2017)

Heiße Quellen, sanfte Hügel mit Olivenhainen, Zypressen und kleine Dörfer prägen die südliche Toskana. Moderatorin Tamina Kallert zeigt diese Kulturlandschaft zwischen Siena und Grosseto. Sie taucht ein in die geheimnisvolle Welt der Etrusker, der "Tusci", die vor 3500 Jahren dort siedelten und die der Toskana ihren Namen gaben. Sie erkundet die "Serengeti der Toskana", stellt die schönsten Heilbäder vor und bummelt durch das Renaissance-Städtchen Pienza. Und sie trifft Menschen mit spannenden Geschichten: die "Butteri", die Hüter der langhornigen Maremma-Rinder, den "Öko-Fischer" Paolo Fanciulli und die Wuppertaler Kunsthistorikerin Hella Nussbaum, die sich ihren Traum vom "Haus in der Toskana" erfüllt hat.


17:45 Mit dem Zug durch Sardinien (45 Min.) (HDTV)
Film von: Alexander Schweitzer
(Erstsendung 1.11.2010)

Sardinien erkundet man am besten mit der Bahn: Das wusste auch der englische Schriftsteller D. H. Lawrence, der die Mittelmeerinsel im Jahr 1919 bereiste. Eine Reise mit dem "Trenino verde". Die Fahrt beginnt in Pálau im Nordosten Sardiniens. Es geht mit dem Zug in die Barbagia, jene wilde Gegend, in der einst Banditen die Reisenden überfielen. Die Räuber lebten zurückgezogen in den Bergen. Das wohl berühmteste Banditendorf war Orgosolo. Orgosolo ist heute für seine "Murales", seine politischen Wandmalereien, bekannt. Feinschmecker können beim Fang und der Zubereitung der "Bottarga di Muggine" des "Sardischen Kaviars" zuschauen. Eine Korkdesignerin macht aus Kork Kleider und Schuhe. In den Bergen ist der "canto a tenore" zu hören, ein melancholischer Gesang, der unter dem Schutz der UNESCO steht. Die UNESCO wacht auch über alte große Steinhaufen, die Nuraghen. Sie sind das Wahrzeichen der Insel. Die Reise endet im Süden Sardiniens.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Der Doc und die Hexe (90 Min.) (HDTV, UT)
Folge 2 von 2
Komödie Deutschland, 2010

Rollen und Darsteller:
Dr. Sophie Schöner – Christiane Paul
Dr. Hans Wunderlich "Dr. Wu" – Dominic Raacke
Dr. Georg Burger – Wotan Wilke Möhring
Margot Schöner – Katrin Sass
Paula Wunderlich – Esther Schweins

Regie: Vivian Naefe
Drehbuch: Gerlinde Wolf

Die Amnesie scheint Dr. Wu in einen anderen Menschen verwandelt zu haben. Vergessen sind alle Streitigkeiten, der Starmediziner schätzt Sophie nun sogar als überaus kompetente Ärztin. Das ändert sich jedoch schlagartig, als Dr. Wu sein Gedächtnis zurückerlangt und alternative Heilmethoden erneut ablehnt. Umgehend folgt die Konfrontation mit Sophie. Ein akuter Notfall lässt die Kontrahenten jedoch vorerst ihre persönlichen Differenzen vergessen. Der Zustand einer hoch schwangeren Patientin verschlechtert sich dramatisch. Da der jungen Frau mit klassischer Schulmedizin nicht zu helfen ist, willigt Dr. Wu in Sophies Behandlungsmethoden ein. Obwohl es erneut zwischen Sophie und Dr. Wu knistert, intrigiert Dr. Wu weiterhin gegen das Vorhaben des wichtigsten Geldgebers des Klinikums, der Bergmann-Stiftung, Gelder in alternative Behandlungsmethoden zu investieren. Vor allem durch seine in letzter Zeit eher verschmähte Geliebte, die Geschäftsführerin der Stiftung Beate Schneller, versucht Dr. Wu, die Entscheidungen zu beeinflussen. Die einzige Möglichkeit, diese Absichten durchzusetzen, scheint jedoch die Übernahme der Klinikleitung - hinter dem Rücken von Professor Dr. Fritz. Das Leben Dr. Wus gerät weiter aus den Fugen, als Paula beschließt, ihren Mann zu verlassen. Auch Sophie, endgültig enttäuscht von Dr. Wu und wütend über Intrigen und Machenschaften in der Klinik, geht ihren eigenen Weg und eröffnet eine Praxis. Kaum kann die junge Ärztin ihr neues Glück realisieren, bezieht direkt gegenüber Dr. Wu seine eigene Praxis. Der Kampf ist somit erneut eröffnet.

Zweiter Teil der Komödie "Der Doc und die Hexe" mit Christiane Paul und Dominic Raacke in den Hauptrollen.


21:45 Korsika – wilde Schönheit (15 Min.) (UT)
Film von: Axel Gomille
(Erstsendung 21.5.2018)

Korsika ist ein Ort einzigartiger Schönheit. Hier leben Menschen, die der Insel verfallen sind und alles dafür tun, dass Korsika ursprünglich und lebenswert bleibt. Die Mittelmeerinsel ist die südlichste Region Frankreichs. Korsen und eingewanderte Deutsche nutzen die vielfältigen Möglichkeiten der Insel. Sie brauen Bier aus Kastanien, bauen aromatische Pflanzen an oder betreiben Tauchbasen an der rauen Küste. Bier aus Kastanien? Auf so eine Idee muss man erstmal kommen! Doch ein korsischer Träumer hatte genau diesen Geistesblitz. Lokales Bier gab es auf Korsika nämlich nicht, dafür jede Menge Kastanien. Anbauflächen für Getreide sind rar auf der gebirgigen Insel, und so wurden Kastanien zur Produktion von Mehl genutzt. Brot, Polenta und verschiedene andere Speisen wurden daraus hergestellt. "Kastanien sind für Korsika genauso wichtig wie Reis für China", erzählt ein alter korsischer Bauer. "Brotbaum" wird die Esskastanie hier lokal genannt, und da verwundert es kaum, dass sie einer ganzen Region Korsikas ihren Namen gab: la Castagniccia. Als jedoch Lebensmittel vom Festland importiert wurden, verlor der Anbau von Kastanien seine Bedeutung – eine uralte Tradition stand vor dem Aus. Doch seit Kastanien zum Brauen Verwendung finden, haben sie wieder Konjunktur. Und Korsika ist um eine Attraktion reicher – ein eigenes, wirklich korsisches Bier. Berühmt ist die Insel jedoch vor allem für ihre wilde Küste, die schönen Strände und versteckten Buchten. Die Gewässer Korsikas sind noch weitgehend intakt, und sie eignen sich bestens zum Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen. Neben einer reichen Unterwasserwelt sind hier auch einige Wracks zu bestaunen. Manche Schiffe liefen auf Grund, andere sanken bei Gefechten auf See. Die Geschichte der Korsen war lang vom Streben nach politischer Unabhängigkeit geprägt. Mitte des 18. Jahrhunderts gelang es dem deutschen Abenteurer Freiherr Theodor Stephan von Neuhoff, sich vorübergehend an die Spitze der korsischen Freiheitsbewegung zu stellen. Er war der erste und einzige gewählte "König von Korsika". Seine Regentschaft währte jedoch nicht lang, denn die Korsen merkten bald, dass er seine Versprechen nicht halten konnte, und er verließ die Insel. Andere Deutsche dagegen blieben der Insel treu. So auch eine Familie, die schon vor Generationen nach Korsika auswanderte. Bereits der Großvater entdeckte hier die Welt der Düfte. Er gründete einen Betrieb, um Pflanzen für Parfums und Kosmetika anzubauen. Inzwischen hat die jüngste Tochter das Familienunternehmen übernommen. Deutschland ist ihr längst zu hektisch geworden. Die Dokumentation wirft einen unterhaltsamen und informativen Blick auf eine der schönsten Inseln Europas.


22:00 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


22:25 Flucht durch die Berge (105 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
(Forces spéciales)
Spielfilm Frankreich, 2011

Rollen und Darsteller:
Elsa – Diane Kruger
Kovax – Djimon Hounsou
Tic Tac – Benoît Magimel
Lucas – Denis Ménochet
Elias – Raphaël Personnaz
Victor – Alain Figlarz
Marius – Alain Alivon

Regie: Stéphane Rybojad

Während ihrer Recherchen in Kabul wird die Journalistin Elsa Casanova gemeinsam mit dem afghanischen Dolmetscher Amin verschleppt, ihr Fahrer wird kaltblütig erschossen. Nun halten die Taliban sie kurz hinter der pakistanischen Grenze gefangen, und der Anführer Ahmed Zaief lässt keinen Zweifel am Schicksal der Geiseln aufkommen. Die Regierung in Paris steht damit unter Zugzwang und entsendet schon bald eine Sondereinheit unter der Leitung des erfahrenen Soldaten Kovax nach Pakistan, um die Gefangenen zu retten. Mit von der Partie sind unter anderen sein Freund Lucas, der Draufgänger Tic Tac sowie der Scharfschütze Elias. Spannendes Action-Drama, top besetzt mit Diane Kruger.

Regisseur und Co-Autor Stéphane Rybojad präsentiert mit "Flucht durch die Berge" sein in jeder Hinsicht überzeugendes Spielfilmdebüt, das neben der packenden Handlung vor allem auch grandiose Landschaftsaufnahmen zu bieten hat. Um eine möglichst realistische Darstellung der militärischen Personen und Abläufe zu gewährleisten, wurden die Filmemacher bei den Dreharbeiten von Mitgliedern der französischen Marine unterstützt und beraten. Alain Alivon, der in der Rolle des Marius zu sehen ist, war früher selbst als Ausbilder dort tätig.


00:10 Die Marathon-Frauen (30 Min.) (HDTV, UT)
Der lange Lauf zur Gleichberechtigung
Film von: Ole Zeisler
(Erstsendung 30.4.2017)

Beim berühmten Marathon in Boston nimmt 1967 die Studentin Kathrine Switzer teil – obwohl Frauen nicht zugelassen sind. Der Rennleiter entdeckt sie und versucht, sie zum Abbruch zu zwingen. Nur mit der Hilfe ihres Freundes kann Kathrine Switzer das Rennen beenden – als erste Frau, die diese Strecke offiziell bewältigt. Filmautor Ole Zeisler sprach mit Zeitzeugen und Pionierinnen aus Deutschland und den USA über den "langen Lauf zur Gleichberechtigung". Die Bilder dieses Vorfalls sind bis heute ein weltweites Symbol für die Gleichstellung der Frauen im Sport. Denn bis dahin war Frauen die Teilnahme am Marathon verboten. Die Gründe waren skurril: Frauen könnten nicht mehr schwanger werden, wenn sie Marathon liefen. Ihnen falle die Gebärmutter heraus, oder ihnen wüchsen Schnurrbärte, so die vorherrschende Meinung. Die Amerikanerin Kathrine Switzer schwor sich nach dem Rennen, fortan für die Gleichberechtigung der Frauen im Marathon zu kämpfen. Ihr Einsatz machte sie zur Ikone der Marathon-Frauen. Etwa zeitgleich bewies in Deutschland der Arzt Ernst van Aaken durch Studien, dass Frauen sogar ausdauerfähiger sind als Männer. Van Aaaken veranstaltete in Deutschland die ersten reinen Frauen-Marathons, damals eine kleine Revolution im Sport. Doch erst 1984 führte der Kampf für Gleichberechtigung ans Ziel: Bei den Spielen in Los Angeles war der Frauen-Marathon erstmals olympisch.


00:40 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


01:10 ECO (25 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 25.6.2018)

Moderation: Reto Lipp

Das Wirtschaftsmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen wirft einen eigenständigen Blick auf das Wirtschaftsleben – mit Hintergrund-Berichten, Grafiken und Reportagen. "ECO" berichtet seit 2007 aus der Perspektive der Wirtschaft und bringt die Welt der Wirtschaft den Zuschauern näher. "ECO" fragt nach, "ECO" zeigt die Zusammenhänge, "ECO" erklärt die Gründe und die Hintergründe. Ob Marktschreier oder Manager, ob Bauer oder Banker, ob lokal oder global – "ECO" lebt Wirtschaft.


01:35 Panorama (25 Min.) (HDTV, UT)
Öffis
(Erstsendung 1.10.2017)

Mitwirkende: Johannes Hoppe

Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: "Panorama" zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind. Diesmal geht es um Nahverkehrsmittel. "Panorama" zeigt Beiträge über die ersten Straßenbahnfahrerinnen ("Ö-Bild", 1970), eine kritische Abrechnung von Kurt Tozzer über ein Rekord-Defizit auf Rädern ("Horizonte", 1969) und die Unfall-Gefahren bei der Stadtbahn ("Verkehrsrundschau", 1965). "Heimat fremde Heimat" versuchte 1992 die Frage zu klären, wer wohl häufiger als Schwarzfahrer ertappt wird – Einheimische oder Ausländer. In einem "Österreich-Bild" über die U-Bahn-Eröffnung 1982 hat Publikumsliebling Alfred Böhm launige Kommentare aus der Bevölkerung über jahrelange Baustellen und Bauarbeiten zu einem Sketch verarbeitet. Wolfgang Ambros, Manfred Tauchen und Joesi Prokopetz haben den "Öffis" ein musikalisches Denkmal gesetzt – mit dem Hörbild "Schaffnerlos" (1978). Die Öffis sind für die Wiener schon immer von Bedeutung. Seitdem es Bim, Bus und U-Bahn gibt, werden sie geliebt, eifrig benützt – aber auch heftig kritisiert.


Universum
02:00 Hummeln – Bienen im Pelz (50 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Film von: Kurt Mündl
(Erstsendung 3.12.2013)

Hummeln gehören neben Honigbienen und Fliegen zu den wichtigsten Bestäuber-Insekten. Ihre Temperatur-Unempfindlichkeit ermöglicht es ihnen, länger als Bienen auf Nahrungssuche zu sein. Eine Hummel fliegt täglich in bis zu 18 Stunden nahezu 1000 Blüten an – selten mehr als zwei verschiedene Blüten-Arten pro Flug. Einige Pflanzen-Arten, zum Beispiel Taubnesseln, werden ausschließlich von langrüsseligen Hummeln während der Nektar-Entnahme bestäubt. Außerdem bestäuben Hummeln auch viele Obstsorten. Weltweit gibt es etwa 250 Hummel-Arten, die vor allem in den gemäßigteren und kühleren Regionen der Nordhalbkugel vorkommen. Besonders artenreich sind die Hummeln in Europa und Asien vertreten, sie besiedeln praktisch die gesamte eurasische Landfläche nördlich des Himalajas.


Universum
02:50 Das Alien-Insekt – Die Gottesanbeterin (50 Min.) (Dolby Surround)
Film von: Kurt Mündl
(Erstsendung 23.10.2001)

Weltweit gibt es etwa 2200 Arten von Gottesanbeterinnen. Das Insekt ist vor allem in den Subtropen und Tropen der Alten und Neuen Welt zu finden und gehört zur Gattung der Fangschrecken. Der Film dringt in die Welt der "leibhaftigen Aliens" vor und zeigt, wie Gottesanbeterinnen leben, sich fortpflanzen und sterben. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die größten und seltensten Vertreter, darunter viele, die kaum filmisch dokumentiert wurden. Alle Gottesanbeterinnen leben räuberisch und vertilgen auch Tiere, die größer sind als sie selbst, sogar Skorpione sowie kleine Wirbel – und Säugetiere.


Universum
03:40 Libellen – Die Himmelsjäger (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Film von: Kurt Mündl
(Erstsendung 19.10.2010)

Sie schweben über Teichen und Tümpeln, sie bevölkern die Ufer von Flüssen und Bächen: Libellen. Doch die schillernden Flugakrobaten sind in Gefahr. Allein in Europa sind etwa 80 Arten bedroht. Der Film führt mit Makroaufnahmen in die Welt dieser Insekten. Zeitlupen und Computeranimationen verraten, wie Libellen ihre Beute blitzschnell im Flug fangen – und wie sie sich in der Luft paaren. Unterwasseraufnahmen enthüllen die Entwicklung der räuberischen Libellenlarven, Zeitrafferszenen das Schlüpfen des Insekts.


Universum
04:25 Die geheime Welt der Termiten (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Film von: Wolfgang Thaler
(Erstsendung 8.11.2011)

Sie scheuen das Sonnenlicht, und manche Arten sind sogar blind – doch Termiten sind die genialsten Baumeister der Welt. Sie bevölkern alle Kontinente, ausgenommen die Antarktis. 150 Millionen Jahre ist diese Spezies alt, und über diesen Zeitraum haben Termiten eine faszinierende Sozialstruktur entwickelt, die sie meisterlich Erdburgen, Sand – oder Baumnester bauen lässt. Insgesamt gibt es zirka 2500 verschiedene Termiten-Arten. Lange Zeit galten Termiten bloß als Schädlinge und unsympathische Vettern der Ameisen - doch mit diesen sind sie nicht einmal verwandt. Die Dokumentation "Die geheime Welt der Termiten" zeigt, welche intelligenten Lösungen diese Tiere gefunden haben, um zu einer der erfolgreichsten Spezies in der Evolutionsgeschichte zu werden: Sie sind hervorragende Baumeister, perfekte Straßenbauer, bestens organisierte Erntearbeiter und vor allem effiziente Energieverwerter.


Universum
05:10 Ameisen – Die heimliche Weltmacht (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Film von: Wolfgang Thaler, Bert Hölldobler
(Erstsendung 7.12.2004)

Ameisen sind in Wüsten ebenso heimisch wie in den Polarregionen. Sie leben in sozialen Staaten, verabreichen Medizin, betreiben Ackerbau und Weidewirtschaft, führen Kriege und halten Sklaven. Die Masse aller Ameisenarten zusammen übersteigt die Masse der gesamten Menschheit. Software-Entwickler holen sich Tipps bei Ameisenvölkern. Sie leben in einer Welt aus verschlüsselter Kommunikation, blitzschnellen Befehlsketten und geheimen Giftmischungen. Ameisen haben gigantische Körperkräfte. Sie sind seit Millionen Jahren allgegenwärtig auf der Erde. Und doch erscheint uns keine Lebensform fremdartiger. Der Filmemacher Wolfgang Thaler und der Biologe Bert Hölldobler erforschten gemeinsam die geheimnisvolle Welt der sozialen Insekten. Dabei gelang es ihnen, seltene Momente und Ameisenarten mit der Kamera festzuhalten: Etwa die "Camponotus schmitzi" aus Borneo, die als einzige Ameise der Welt schwimmen und tauchen kann. Bevorzugt tut sie das im Inneren einer fleischfressenden Kannenpflanze, wo sie nie lange auf Beute warten muss. Sensationelle Bilder gelangen Wolfgang Thaler auch in Argentinien, wo Wissenschaftler den Bau einer riesigen Kolonie von Grasschneiderameisen freilegten. Sie fanden ein über 50 Quadratmeter verzweigtes, gigantisches System von unterirdischen Gängen, Pilzgärten, Brutkammern und Komposthöhlen, das acht Meter tief in die Erde reichte. Der weltweit führende Ameisenexperte Bert Hölldobler, Professor an der Universität Würzburg, öffnete für diese Dokumentation auch erstmals sein Labor. Dort werden Ameisen auf Laufbändern, in Klimakammern und Zentrifugen auf ihre unglaubliche Leistungsfähigkeit getestet. Manche dieser sechsbeinigen Spitzenathleten können ein Mehrfaches ihres Körpergewichts halten, während sie kopfüber von der Decke hängen. Zusätzlich zu ihren titanenhaften Körperkräften haben Ameisen noch eine weitere unschlagbare Fähigkeit: Sie können so effizient zusammenarbeiten wie keine anderen Wesen auf der Welt. Spezialisierung und Arbeitsteilung, superflexible Methoden der Selbstorganisation und Kommunikationssignale, die ohne Verzögerung alle Mitglieder einer Kolonie erreichen – solche Fähigkeiten interessieren nicht nur Biologen, sondern auch Kybernetiker und Wirtschaftswissenschafter.


05:55 – 06:00 3satTextVision (5 Min.)

 

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Donnerstag, 28. Juni 2018


06:00 Neo Rauch – vom alptraumhaften Rausch des Malens (20 Min.) (HDTV)
Film von: Kerstin Edinger
(Erstsendung 28.4.2018)

Wie kein zweiter hat der Maler Neo Rauch den Begriff "Neue Leipziger Schule" geprägt. Seine figurativen Bilder sind ebenso rätselhaft wie zeitlos und entziehen sich jeder Interpretation. Kerstin Edinger hat den zurückgezogen lebenden Malerstar Neo Rauch anlässlich seiner großen Retrospektive "Dromos" im niederländischen Zwolle getroffen und zu seinem Werk befragt. Seine Bilderwelt von leuchtender Farbigkeit soll nach eigener Aussage das Böse bannen und die Welt verzaubern. In Deutschland beachtet und bewundert, ist Neo Rauch in den USA inzwischen ein von Sammlern begehrter Megastar.


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 27.6.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 27.6.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 27.6.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 27.6.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


10:15 Kölner Treff – Best of (90 Min.) (UT)
(Erstsendung 22.6.2018)

Bettina Böttinger präsentiert mit dem "Kölner Treff" einmal die Woche eine Talkrunde mit prominenten Gästen und Menschen, die nicht tagtäglich im Rampenlicht stehen. Sie erzählen außergewöhnliche und bewegende Lebensgeschichten von ihren Berufen oder ihren ganz eigenen Projekten.


11:45 Thema (45 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 25.6.2018)

Moderation: Christoph Feurstein

Das Magazin aus Österreich informiert über aktuelle Ereignisse und außergewöhnliche Schicksale. Nach der Top-Story mit einer aktuellen Reportage und einem weiterführenden Hintergrundbericht folgt das Schwerpunktthema der Woche. Bunte, exotische Geschichten aus aller Welt runden die Sendung ab.


12:30 ECO (30 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 25.6.2018)

Moderation: Reto Lipp

Das Wirtschaftsmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen wirft einen eigenständigen Blick auf das Wirtschaftsleben – mit Hintergrund-Berichten, Grafiken und Reportagen. "ECO" berichtet seit 2007 aus der Perspektive der Wirtschaft und bringt die Welt der Wirtschaft den Zuschauern näher. "ECO" fragt nach, "ECO" zeigt die Zusammenhänge, "ECO" erklärt die Gründe und die Hintergründe. Ob Marktschreier oder Manager, ob Bauer oder Banker, ob lokal oder global – "ECO" lebt Wirtschaft.


13:00 ZIB (25 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:25 Zauberhaftes Albanien (45 Min.) (HDTV)
Der Norden – Von den Bergen in die Hauptstadt
Folge 1 von 2
Film von: Thomas Radler
(Erstsendung 11.4.2016)

Die zweiteilige Dokumentation stellt Albanien vor. Sie zeigt unbekannte Regionen, spürt Traditionen auf und besucht Menschen, die für den Aufbruch und den Wandel des Landes stehen. Diese Etappe der Reise beginnt im Norden, wo altes albanisches Gewohnheitsrecht auf eine weitgehend unberührte Gebirgswelt trifft. Auf einer der letzten Eisenbahnlinien des Landes geht es in südlicher Richtung bis in die Hauptstadt Tirana. Der europäische Kontinent ist kartografiert, vermessen und erforscht. Umrankt von Vorurteilen und Schauergeschichten über archaische Gewohnheitsrechte, gibt es aber noch ein Land, das wie ein weißer Fleck auf der Landkarte des südöstlichen Europas liegt. Von Kriegen geschüttelt und über Jahrzehnte hinweg abgeschottet von der Außenwelt, beheimatet dieses Land warmherzige Menschen und unglaubliche Naturschätze: Albanien. Durch die langen Jahre der Hoxha-Diktatur ist Albanien in den Köpfen vieler bis heute ein verbotener Ort. Dabei finden Besucher hier grandiose Seenlandschaften, unberührte Küsten und atemberaubendes Hochgebirge – und das auf einem Gebiet von der Größe Belgiens. Albanien ist arm, es ist aber auch reich: Reich an Bergen, an landschaftlicher Vielfalt, an Tier - und Pflanzenwelten, an Kultur und Gastfreundschaft seiner Bewohner. Nach den dunklen Jahrzehnten der kommunistischen Diktatur, in der alle Religionen verboten waren, gilt Albanien als beispielhaft auf dem Balkan für das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen.


14:10 Zauberhaftes Albanien (40 Min.) (HDTV)
Der Süden – Vom Landesinneren an die Küste
Folge 2 von 2
Film von: Thomas Radler
(Erstsendung 12.4.2016)

Albanien – bis heute ein weißer Fleck auf europäischen Landkarten und ein Land, das sich zu entdecken lohnt. Im Osten liegt der Ohridsee, der auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht. Es ist die Heimat eines seltenen Fisches – des Korans. An den bis heute allgegenwärtigen Bunkern vorbei geht es nach Gjirokastra, in die Geburtsstadt Enver Hoxhas. Im Bergland wird noch die albanische Tradition des polyphonen Gesangs gepflegt. Die "New York Times" veröffentlicht zu Beginn jeden Jahres eine Liste mit den 52 Orten auf der Welt, die Reisende im Laufe ihres Lebens zumindest einmal gesehen haben sollten. Auf Platz vier vor allen anderen Orten in Europa lag 2016 die oftmals menschenleere albanische Mittelmeerküste. Albaniens Hauptstadt Tirana ist die einzige wirkliche Großstadt des Landes. Eine Metropole, in der die Menschen immer einen Weg gefunden haben, Schwierigkeiten zu überwinden – bis heute. Die zweiteilige Dokumentationen "Zauberhaftes Albanien" zeigt unbekannte und naturbelassene Regionen und Traditionen des Landes mit lebendigen Orten der Kultur und den Menschen, die sie prägen.


14:50 Griechenland: Von den Gipfeln bis ans Meer (45 Min.) (HDTV)
Epirus
Folge 1 von 5
Film von: Johannes Backes
(Erstsendung 4.7.2016)

Griechenland liegt ganz im Süden Europas. Es ist die Wiege der westlichen Kultur und nach wie vor eines der beliebtesten Reiseziele von Touristen aus aller Welt. Die Reihe widmet sich der Schönheit der Landschaft und stellt Menschen vor, die die Eigenheiten ihrer Heimat zu schätzen wissen. Der erste Teil führt in die Region Epirus im Nordwesten Griechenlands, wo sich pittoreske Bergdörfer finden. Das Film-Team besucht einen Dachdecker, der mit dem für die Region typischen Naturstein eine Kirche deckt, und eine alte Frau, die für ihre Blätterteigpastete frische Kräuter in der Wildnis sammelt. Außerdem erkundet das Team das in einer Felswand errichtete Kloster von Kipina, erforscht einen unterirdischen Fluss und trifft auf einen Krabbenfischer im Ambrakischen Golf, einem Paradies für Anhänger des Kite-Surfens und anderer Wassersportarten.


15:35 Griechenland: Von den Gipfeln bis ans Meer (45 Min.) (HDTV)
Thessalien
Folge 2 von 5
Film von: Johannes Backes
(Erstsendung 5.7.2016)

Die Reise durch Thessalien führt von der Meeresenge bei Chalkida bis zum höchsten Berg Griechenlands, dem Olymp, dem Sitz der antiken Götter. In der benachbarten Meteora-Region führt die Reise zu mittelalterlichen Klöstern, die auf spitzen Felsnadeln thronen. Der Bergsteiger Christos erklimmt zum Namenstag des heiligen Georg eine Steilwand bis zur Höhle eines Einsiedlers. Auf dem malerischen Pilion fährt der "Trenaki", die Pilion-Bahn, Richtung Küste durch eine Landschaft, die sich die Götter angeblich als Naherholungsziel von ihrem stressigen Alltag auf dem Olymp geschaffen haben, die Heimat der legendären Kentauren.


16:20 Griechenland: Von den Gipfeln bis ans Meer (40 Min.) (HDTV)
Thessaloniki und Chalkidiki
Folge 3 von 5
Film von: Johannes Backes
(Erstsendung 6.7.2016)

Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands, hat viel sehenswertes zu bieten. Zwei nach Athen ausgewanderte prominente Comedians schwärmen von ihrer geschichtsträchtigen Heimatstadt. Außerdem erzählen ein Kupferschmied, eine Archäologin und ein Basketballcoach von ihrem Alltag in Thessaloniki. Am Ende der riesigen Bucht vor der Hafenstadt liegt die Halbinsel Chalkidiki mit ihren drei fingerartigen Landzungen. Dort befindet sich das Refugium eines Künstlerpaares aus Thessaloniki und auch die Heimat eines Schiffsbauers, der in seiner Werkstatt immer noch auf traditionelle Weise sogenannte Kaikis, die für jeden griechischen Hafen typischen hölzernen Fischerboote, herstellt.


17:00 Griechenland: Von den Gipfeln bis ans Meer (45 Min.) (HDTV)
Ostmazedonien und Thrakien
Folge 4 von 5
Film von: Johannes Backes
(Erstsendung 7.7.2016)

Diese Etappe führt vom Kerkinisee zu Füßen der Bergmassive an der bulgarischen Grenze in eine Region, in der Gläubige während der Anastenaria-Feiern barfuß über glühende Kohlen laufen. Über Amphipolis und Kavala geht es weiter nach Komotini. Dort bemüht sich die in ganz Griechenland bekannte Musikgruppe Balkanatolia um eine Synthese osteuropäischer, griechischer und türkischer Musiktraditionen, um eine musikalische Völkerverständigung. Noch weiter Richtung Osten, dicht vor der Grenze zur Türkei, engagiert sich Yorgos im Evrosdelta, der Heimat des Rabengeiers, für die Modernisierung einer traditionsreichen Branche: der Herstellung von Seide.


17:45 Griechenland: Von den Gipfeln bis ans Meer (45 Min.) (HDTV)
Südküste und Attika
Folge 5 von 5
Film von: Johannes Backes
(Erstsendung 8.7.2016)

Die Reise entlang der Südküste und durch Attika beginnt beim Sicherheitsingenieur der Brücke von Rio. Er führt in den Bauch und auf die Spitze der Pfeiler dieses Jahrhundertbauwerks. Weiter geht es zu einem Kaviar-Produzenten in die Lagunen von Mesolóngion, über die malerische Hafenstadt Nafpaktos und den antiken Ort Delphi zu einem Harzsammler in den Hügeln bei Marathon, der in den Pinien "flüssiges Gold" für die Zubereitung von Retsina sammelt. In Athen begleitet das Filmteam einen umtriebigen Grafitti-Künstler durch die "Plaka" genannte Altstadt direkt unterhalb der Akropolis und trifft in der Hafenstadt Piräus auf die Goldmedaillen-Seglerin Sofia, die dort ihr Training absolviert.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Familie Fröhlich – Schlimmer geht immer (90 Min.) (UT)
Fernsehfilm Familie
Deutschland, 2010

Rollen und Darsteller:
Bernd Fröhlich – Jürgen Tarrach
Petra Fröhlich – Simone Thomalla
Nele Fröhlich – Luisa Spaniel
Mia Fröhlich – Henriette Confurius
Wolf Lämmle – Rudolf Kowalski
Jakob Lämmle – Jörn Schlönvoigt
Gabriele Lämmle – Leslie Malton
Harald "Harry" Schmitz – Martin Brambach
Norbert Gockel – Ralph Herforth

Regie: Thomas Nennstiel
Drehbuch: Anne Müller

Bernd Fröhlich, gelernter Autoschlosser, wurde vor zwei Jahren entlassen, sein Betrieb ging Konkurs. Sein Leben gerät ganz aus den Fugen, als seine Tochter Mia auch noch schwanger wird. Zuhause hat Bernd die Rolle des Hausmanns übernommen, seine Frau Petra veranstaltet nebenbei Hauspartys, bei denen sie Kosmetika und Dessous vertreibt. Damit kann Petra die Familie einigermaßen durchbringen. Glücklich ist Bernd damit allerdings nicht. Auch mit seinen Kindern ist es nicht ganz einfach: Mit der zehnjährigen Nele läuft zwar alles prima, aber die neunzehnjährige Mia hat sich kurz vor dem Abi frisch verliebt und ist auf Krawall gebürstet. Erst mag sie ihren neuen Freund Jakob gar nicht vorstellen, doch als sie ihn schließlich mit nach Hause bringt, ist Bernd alles andere als begeistert von diesem Looser und Schmarotzer. Als Mia dann auch noch schwanger wird und sich bei einer Familienzusammenführung herausstellt, dass Jakob ausgerechnet der Sohn von Bernds gehasstem Fallmanager Lämmle beim Jobcenter ist, der ihm zudem einen demütigenden 1-Euro-Müllsammeljob im Park verdonnert hat, kriegt Bernd die totale Krise. Mia träumt von einer großen Hochzeit, und Bernd weiß nicht, wie er das jemals finanzieren soll. Doch dann macht Jakob einen Rückzieher, und es sieht ganz so aus, als ob Mia das Kind allein erziehen müsste. Bernd ist als Familienvorstand gefordert. Er muss sich und seinen Lieben beweisen, dass noch mit ihm zu rechnen ist.


21:45 ÄTNA – Höllenschlund im Mittelmeer (15 Min.) (UT)
Film von: Michael Petsch
(Erstsendung 30.3.2018)

Der Ätna gehört zu den aktivsten Vulkane der Erde. Mit einer gewaltigen Höhe von über 3300 Metern dominiert er Sizilien. Es ist das Porträt eines der faszinierendsten Naturwunder Europas. Dieser Film dokumentiert mit eindrucksvollen Bildern von Eruptionen, welche Urkraft in den Tiefen des Ätna schlummert. Wissenschaftler erklären, welche Gefahren von ihm ausgehen. Einheimische zeigen, wie sie es gelernt haben, mit den Tücken von "Mama Ätna" zu leben. So liebevoll bezeichnen die Sizilianer den Vulkan, der sie ständig bedroht: "Wie eine brummelige Landmama", die ihre eigene Suppe kocht und "sich ungern in die Karten schauen lässt", fasst Dr. Boris Behncke den Charakter des Ätna zusammen. Er ist Deutscher, arbeitet seit rund 20 Jahren als Vulkanologe im INGV, der staatlichen italienischen Überwachungszentrale in Catania. Er hat unzählige Ausbrüche miterlebt und erzählt in diesem Film vom durchaus tückischen Charakter des Vulkans. Im März 2017 erlebte er die gefährlichste Situation seiner Laufbahn, als glühende Lavabrocken über einer Eisfläche plötzlich explodierten. Die Bilder der fliehenden Menschen, die in der Nähe waren, gingen durch die Nachrichten in aller Welt. Für Dr. Behncke indirekt auch ein Zeichen dafür, dass "Mama Ätna" ihren Charakter allmählich ändert: vom "gutmütigen" Vulkan zu einem eher explosiven Wesen. Fast jedes Jahr bricht er, respektive sie, einmal aus. Die Gefahren für die Anwohner halten sich zwar in Grenzen, seit der obere Teil des Ätna zum Nationalpark erklärt wurde, der nicht bebaut werden darf. Reißen jedoch Flanken in tieferen Regionen auf, gibt es fast nichts, was den Lavafluss stoppen kann. Winzerin Chiara Vigo erinnert sich daran, wie sie als Kind miterleben musste, dass ein Ausbruch im Norden bei Randazzo fast alle Weinberge der Familie vernichtete: eine Katastrophe, denn versichern kann man sich am Ätna bis heute nicht dagegen. Dass der Lavastrom einen Rest der Habe übrig ließ und "wie durch ein Wunder" urplötzlich die Richtung änderte, wie Chiara im Film erzählt, wird sie nie vergessen. Gemeinsam mit ihrem Mann Gianluca baut sie heute hier den "Nerello Mascalese" an, die typische rote Rebsorte der wenigen, etwa 130 Winzer am Ätna. Dass der Vulkan nicht nur nimmt, sondern auch gibt, weiß sie zu schätzen. Der fruchtbare und mineralreiche Vulkanboden ermöglicht den Anbau von Wein, Oliven, Pistazien und vielem, was die sizilianische Küche ausmacht. Wann aber Mama Ätna das nächste Mal ihren Höllenschlund öffnen wird, vermag niemand genau zu sagen. Die Vulkanologen am INGV können zwar jedes Zittern der Gasblasen im Inneren des Berges messen und mit der Häufigkeit der Intervalle auch vage Prognosen treffen, ob ein Ausbruch wahrscheinlich ist. "Aber das Einzige, was wir wirklich mit Sicherheit ausschließen können, ist, dass der Ätna morgen erlischt", konstatiert Dr. Behncke. So beobachtet er weiter jede Regung des Vulkans – nicht nur während seiner Schichtarbeit in der Überwachungsstation in Catania. Für seine Familie und sich hat er eine Wohnung gemietet – mit freiem Blick auf die Hauptkrater des Ätna.


22:00 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


22:25 Reykjavík – Rotterdam (80 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
(Tödliche Lieferung)
Spielfilm Island, 2008

Rollen und Darsteller:
Kristófer – Baltasar Kormákur
Steíngrimur – Ingvar Eggert Sigurdsson
Íris – Lilja Nótt Thórarinsdóttir
Jensen – Thröstur Leó Gunnarsson
Hoogland – Victor Löw

Regie: Óskar Jónasson

Kristófer lebt mit seiner Frau Íris, einer Friseurin, und zwei kleinen Kindern in ärmlichen Verhältnissen. Der Seemann aus Reykjavík wurde wegen Alkoholschmuggels bereits mehrfach verurteilt und ist nur auf Bewährung frei. Die bevorstehende Räumung der Wohnung, in der ohnehin alles geliehen oder marode ist, bringt Kristófer und seine Familie in eine bedrückende Notlage. So lässt er sich von seinem alten Freund, dem Bauunternehmer Steíngrimur, zu einer riskanten, aber lukrativen Schmuggeltour überreden. Hierfür heuert Kristófer wie gewohnt auf einem großen Frachter an, der nach Rotterdam ausläuft. Mithilfe der Besatzung, die an diesem Coup anteilig mitverdient, will Kristófer auf illegalem Weg größere Mengen Alkohol nach Island bringen. Doch aufgrund einer Intrige läuft das Geschäft nicht wie geplant. Als Kristófer in Rotterdam bei dem brutalen Hehler Hoogland die Ware einkaufen will, ist plötzlich das Geld verschwunden. Um den Alkohol zu "bezahlen", muss der Schmuggler gezwungenermaßen an einem improvisierten Überfall teilnehmen, bei dem er nur mit knapper Not der Verhaftung entgeht. Doch auch zu Hause in Reykjavík läuft einiges schief, denn Steíngrimur spielt ein doppeltes Spiel. Der Dealer will seine Exfreundin Íris für sich zurückgewinnen. Um ihren Mann Kristófer aus dem Weg zu räumen, verrät er den ehemals besten Freund an die Polizei, die den eingelaufenen Frachter im Hafen komplett auseinandernimmt. Doch Kristófer hat für derartige Fälle vorgesorgt.

Neben dem quirligen Baltasar Kormákur als Kristófer ist der unterhaltsame Island-Krimi bestens besetzt. Der kurzweilige Trip von Reykjavík nach Rotterdam und zurück überzeugt durch seine stilsicher in Szene gesetzte Action und seinen trockenen Humor.


23:45 Der Tote aus Nordermoor (90 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
(Mýrin)
Spielfilm Island, 2006

Rollen und Darsteller:
Erlendur – Ingvar Eggert Sigurðsson
Eva Lind – Águstá Eva Erlendsdttóir
Sigurdur Óli – Björn Hlynur Haraldsson
Orn – Atli Rafn Sigurdarson
Holberg – Thorsteinn Gunnarsson

Regie: Baltasar Kormákur

Kommissar Erlendur ermittelt im Mordfall an dem Lkw-Fahrer Holberg. In der Wohnung des Toten entdeckt er Pornos und ein Foto vom Grab eines Mädchens, das vor 40 Jahren beerdigt wurde. Holbergs Tochter? Im Melderegister ist nur die Mutter der Toten verzeichnet. Sie beging Anfang der 1970er-Jahre Selbstmord. Von ihrer Schwester Elin erfährt Erlendur, dass sie seinerzeit vergeblich versucht hatte, ihren Vergewaltiger Holberg anzuzeigen. Doch der inzwischen entlassene Polizist Runar schmetterte den Fall damals ab, er glaubte dem Opfer nicht. Um herauszufinden, ob das Kind Holbergs Tochter ist, lässt Erlendur die Leiche exhumieren. Der Gerichtsmediziner stellt fest, dass das kleine Mädchen ohne Gehirn beigesetzt wurde. Das Organ wurde zu Forschungszwecken präpariert und lagert seither in einem zentralen Labor, das die genetischen Daten der gesamten Bevölkerung sammelt. Hier arbeitet der Biologe Orn, von dem Erlendur erfährt, dass das Mädchen an einer seltenen Erbkrankheit starb, die auch bei Orns eigener Tochter zum Tod führte. In Island würde es diese Krankheit längst nicht mehr geben, wenn nicht Holberg, ihr wahrscheinlich letzter Erbträger, sie seinerzeit weiterverbreitete hätte. Wie Erlendur herausfindet, hat Holberg noch eine weitere Frau vergewaltigt, die aber nie Anzeige erstattete. Erlendur hat einen Verdacht. Es gibt möglicherweise noch einen weiteren Erbträger. Mit "Der Tote aus Nordermoor" gelang Baltasar Kormákur eine faszinierende Verfilmung von Arnaldur Indridasons viertem Roman, der 2002 zum besten skandinavischen Krimi gewählt wurde. Realer Hintergrund der bis zur letzten Minute spannenden Geschichte ist ein umstrittenes Projekt, bei dem seit 1996 alle genetischen Daten der isländischen Bevölkerung in einer zentralen Datenbank der Hauptstadt Reykjavik gesammelt werden.

Indridasons Kommissar Erlendur, ein geschiedener, mürrischer Kettenraucher, der große Probleme mit seiner drogenabhängigen Tochter hat, wird von dem charismatischen isländischen Schauspieler Ingvar Eggert Sigurõsson verkörpert. Die wunderbar fotografierte, archaische isländische Naturlandschaft verleiht diesem ungewöhnlichen Krimi eine ganz eigene, mystische Atmosphäre.


01:15 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


01:45 Rundschau (40 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 27.6.2018)

Moderation: Sandro Brotz

Das Politmagazin aus der Schweiz liefert Hintergrundberichte und Recherchen über aktuelle Ereignisse und Brennpunkte im In – und Ausland. Die Reportagen und Magazinberichte sind nah am Geschehen, ohne je die kritisch-journalistische Distanz zu verlieren.


Reporter
02:25 Rosmarie zeigt's den Chirurgen (25 Min.)
Ein Bauernmädchen erobert die Welt
(Erstsendung 29.4.2018)

Rosmarie Frick wurde einst gesagt, ihre Schulnoten seien zu schlecht, um Krankenschwester zu werden. Heute gilt die 68-Jährige als Legende der Mikrochirurgie. Tausende von Ärzten hat sie mittlerweile auf diesem Gebiet ausgebildet, jeder namhafte Chirurg der vaskulären Chirurgie ist durch ihre Schule gegangen. Und noch immer ist nicht Schluss damit. Reporterin Kathrin Winzenried hat der Rentnerin über die Schulter geschaut. Etwas Märchenhaftes hat der Werdegang von Rosmarie Frick an sich: Als Bauernmädchen im sankt-gallischen Oberbüren aufgewachsen, träumte sie davon, Bäuerin zu werden. Doch diese Pläne scheiterten, weil die Eltern den Hof aufgeben mussten. So kam sie als Pflegehilfe ans Unispital in Zürich. Für mehr reichten ihre schulischen Leistungen nicht, beschied man ihr. Der Zufall wollte es, dass zu dieser Zeit die Neurochirurgie in Zürich weltweit für Schlagzeilen sorgte. Dem Chirurgen Gazi Yasargil gelang 1967 als erstem eine Bypass-Operation an Haargefäßen zur Behandlung des Schlaganfalls. Winzigste Gefäße im Millimeterbereich konnten zusammengenäht werden, die moderne Mikrochirurgie fand ihren Anfang. Die junge Rosmarie Frick interessierte sich für diese neuartige Technik und die Forschung dazu. Ohne entsprechende Ausbildung rutschte sie ins Team von Yasargil. "Ich war fasziniert von den Gefäßen und der Arbeit mit dem Mikroskop", sagt Rosmarie Frick. Unermüdlich übte sie die äußerst feine Nähtechnik, perfektionierte sie und wurde schließlich damit beauftragt, Ärzten das Handwerk der modernen Mikrochirurgie beizubringen. Kathrin Winzenried hat die Rentnerin auf ihrer Ausbildungstour rund um die Welt begleitet und stellte fest: Auf Rosmarie Frick scheint man nicht verzichten zu können. Vor einem Jahr hat sie gar einen Ehrendoktor erhalten. Sie selber meint trocken: "Es ist tipptopp so, wie alles in meinem Leben gekommen ist."


02:50 Hessenreporter (30 Min.) (HDTV)
Boxenstopp für einen Riesenflieger
Film von: Andreas Graf
(Erstsendung: 02.07.2017)

Nachtschicht mit der Frankfurter Polizei, Frauen, die einen Schrottplatz besitzen, oder auf Fahrt mit einem Tauchglockenschiff – Reportagen aus dem Bundesland in der Mitte Deutschlands. "Hessenreporter" geht auf Spurensuche und erzählt von Hessen, die ein besonderes Ziel verfolgen oder in ihrem Alltag eine Herausforderung meistern. Die Reporter geben einen Einblick in unbekannte Welten in der hessischen Nachbarschaft.


Universum
03:20 Land der Berge – 9 Länder, 9 Gipfel (85 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Manfred Corrine
(Erstsendung 26.10.2014)

Dunkelgrüne Wälder, bizarre Felsen, weiße Gletscher: neun Bundesländer, neun Gipfel. Extrembergsteiger Peter Habeler hat prominente Österreicher auf die höchsten Berge des Landes geführt. Mit dabei der Bundespräsident Heinz Fischer, die Schauspielerin Elisabeth Orth, der Musiker Willi Resetarits, Boulder-Star Kilian Fischuber, die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner und die Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager. Außerdem sind der Wetterguru und Extrembergsteiger Charly Gabl, die Direktorin des Kunsthistorischen Museums Sabine Haag und die renommierte Archäologin Sabine Ladstätter mit von der Partie – sie alle kennen die große Sehnsucht nach rauer Gebirgsluft und nutzen jede Gelegenheit, um Höhenluft zu schnuppern. Aber sind die neun höchsten Gipfel der Bundesländer auch an neun aufeinanderfolgenden Tagen zu besteigen? Jeden Tag einer, ist das zu schaffen? Zwei Bergprofis, Bergführerin Angelika Haspl und Profibergsteiger Gerfried Göschl, haben diesen einmaligen Versuch unternommen.


04:45 Die Wiege des Alpinismus (55 Min.) (HDTV)
Vom Ankogel auf die Berge der Welt
Film von: Gernot Stadler
(Erstsendung 25.11.2012)

Die Erstbesteigung des Ankogel im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Salzburg im Jahr 1762 stellt für viele den eigentlichen Ursprung des Alpinismus dar. Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung des Phänomens Alpinismus nach und hinterfragt die Motive der frühen Pioniere, die sich mit ihren bergsteigerischen Leistungen selbst ein Denkmal gesetzt haben. Zum ersten Mal wurde mit dem Ankogel ein vergletscherter Alpengipfel mit über 3000 Metern Höhe bezwungen, vier Jahre vor dem Mont Blanc und anderen berühmten Bergen der Alpen. Die Pioniertat eines wagemutigen Bauern mit dem Namen Patschg hat bald zahlreiche Nachahmer gefunden, in den kommenden 100 Jahren folgten unzählige Gipfel, so zum Beispiel der Großglockner durch Franz II. Xaver von Salm-Reifferscheidt-Krautheim und das Matterhorn durch den englischen Bergsteiger Edward Whymper, dem später auch die Erstbesteigung des Chimborazo gelingen sollte. "Alpinismus" wurde bald zum Begriff für Extrembergsteigen, nicht nur in den Alpen, sondern auf der ganzen Welt.


Unterwegs in Österreich
05:40 – 06:05 200 Jahre Rad – Vom Laufrad zur Hightechmaschine (25 Min.) (HDTV)
Film von: Bernhard Stadler
(Erstsendung 13.1.2018)

Vom Laufrad über das Hochrad bis zur modernen Rennsportmaschine: Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung des Fahrrads von seinen Anfängen im Jahr 1817 bis heute nach. Auf dem Weg in die Mobilität der Zukunft nimmt das Bundesland Vorarlberg eine Vorreiterrolle ein. Hier wird doppelt so viel geradelt wie in anderen Regionen Österreichs. Jetzt sollen Lasten-Transporträder oder Speedbikes den Verkehr weiter revolutionieren.
 

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Freitag, 29. Juni 2018


06:05 Venedig, bedrohte Schönheit (15 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Bernhard von Dadelsen
(Erstsendung 17.4.2017)

Venedig im Frühjahr: Riesige Kreuzfahrtschiffe schieben sich am Markusplatz vorbei, 100 000 Tagesgäste fluten die Inselstadt. Die Einwohner macht das wütend. "No grandi navi!", "Keine Kreuzfahrtriesen!", rufen sie und organisieren sich in Bürgerinitiativen. Denn die Bugwellen der Schiffe erschüttern Venedigs Fundamente mehr als jedes Hochwasser. Schon droht der Entzug des Titels "UNESCO-Weltkulturerbe". Tommaso Cacciari, ein junger Unternehmer auf der kleinen Insel Giudecca, ist sich sicher: "Die Schiffe kriegen wir hier weg. Denn wir wollen hier leben!" Dann zeigt er Beispiele für die katastrophalen Folgen: Durch den Ponte della Paglia vor dem Dogenpalast läuft ein tiefer Riss: Die Fundamente rutschen weg. Die Selfie-Sticks recken sich in die Höhe, die Besucher fragen: "Wo sind wir – in Verona, Padua oder Florenz?" Die Fremdenbetreuerin Gaia Vianelli erzählt schmunzelnd, wie kürzlich Amerikaner auf dem Markusplatz spontan ein Football-Turnier abgehalten haben: "Für manche ist Venedig wie ein Spielplatz, der morgens öffnet und abends zumacht." Doch schon ein paar Meter abseits der Rennbahn zwischen Accademia-Brücke und Dogenpalast beginnt das Venedig für die Entdecker. Der Film spürt dem Inselgeheimnis nach, geht mit Venezianern frühmorgens auf Bootstour. Dann strahlt Venedig golden wie seit 1000 Jahren. Und wenn der Abend anbricht und die Gäste wie auf einen Schlag verschwinden, verlockt das Venedig der alten Familien, der Handwerker, Künstler und Liebhaber. Sie alle streiten heftig über die Frage: "Wie retten wir unsere Stadt?"


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 28.6.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 28.6.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web – und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur – und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 28.6.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 28.6.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


10:15 Markus Lanz (75 Min.)
(Erstsendung 21.6.2018)

Markus Lanz spricht in seiner Talkshow mit seinen Gästen über aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen – unterhaltend und journalistisch hintergründig.


11:30 STÖCKL. (60 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 28.6.2018)

Einmal wöchentlich lädt Barbara Stöckl prominente Persönlichkeiten und Menschen mit interessanter Lebensgeschichte in ihre Talkshow "STÖCKL.". Die Themen geben die Gäste selbst vor. Sie sprechen über ihr Leben, ihre Erfahrungen, Haltungen, Zukunftsvisionen und über gesellschaftlich relevante Themen.


12:30 Stolperstein (30 Min.) (HDTV, UT)
Heilende Wände: Wie die Kraft des Kletterns hilft
Film von: Tom Fleckenstein
(Erstsendung 3.6.2010)

Klettern heilt viele Wunden, ob seelische oder auch körperliche. Was früher nur Extrembergsteigern vorbehalten war, wird heute immer mehr als Therapie eingesetzt. In der Rehabilitation nach Sportverletzungen, in der Arbeit mit psychisch Kranken, in der Integration von Menschen mit Handicaps – Klettern scheint ein Wundermittel zu sein. Der Film berichtet über unterschiedliche Menschen mit hohen Zielen: 30 Meter und mehr. Dieser Sport fordert die Muskeln, schult das Koordinationsvermögen und fördert das Selbstbewusstsein, indem Angstsituationen unter Kontrolle überwunden werden. Und nicht zuletzt sorgt Klettern für ein großartiges Gemeinschaftserlebnis von Behinderten und Nichtbehinderten. Prominente Bergsteiger wie zum Beispiel die "Huberbuam" engagieren sich deshalb für soziale Kletterprojekte. Die Personen, um die es sich dabei dreht sind: ein Patient, der nach einer Rücken-Operation wieder auf die Beine kommen will, ein Depressiver, der gegen die Stigmatisierung "psychisch-krank" kämpft, und eine junge Künstlerin, die jetzt neue Hoffnung schöpft. Sie alle erzählen dem Filmemacher Tom Fleckenstein von ihren Anfangsschwierigkeiten, ihren Erfolgserlebnissen und wie das Klettern ganz grundsätzlich ihr Leben bereichert.


13:00 ZIB (25 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:25 Sehnsuchtsorte an der Adria (40 Min.) (HDTV, UT)
Alter Glanz und frischer Wind
Folge 1 von 2
Film von: Barbara Lueg, Stephan Merseburger
(Erstsendung 18.7.2013)

Der Mittelmeerraum ist die Sehnsuchtslandschaft der Deutschen, die Adria ihre liebste Badewanne. Barbara Lueg und Stephan Merseburger besuchen bekannte Badeorte und Touristenmagnete. Im ersten Teil startet Barbara Lueg im traditionsreichen italienischen Badeort Rimini, Stephan Merseburger beginnt seine Reise in der kroatischen Stadt Dubrovnik.


14:05 Sehnsuchtsorte an der Adria (45 Min.) (HDTV, UT)
Alter Glanz und frischer Wind
Folge 2 von 2
Film von: Barbara Lueg, Stephan Merseburger
(Erstsendung 25.7.2013)

Im zweiten Teil der Reise entlang der Adria macht Stephan Merseburger eine Inselkreuzfahrt vor der kleinen kroatischen Stadt Sibenik. Dort liegt ein Archipel von Hunderten Inseln. Barbara Lueg besucht die Camping-Hochburg Bibione in Italien. Die letzte Station der beiden reisenden Reporter ist Istrien. Sie treffen sich in dem Städtchen Rovinj.


14:50 Griechenland von Insel zu Insel (45 Min.) (HDTV)
Die Kykladen
Folge 1 von 5
Film von: Dennis Wells
(Erstsendung 12.8.2013)

Die fünfteilige Reihe lädt zu einer bildgewaltigen Entdeckungsreise zu berühmten und vergessenen Orten am Rande Europas ein, in denen die Wiege der abendländischen Zivilisation stand. Teil eins besucht die Kykladen im Herzen des Ägäischen Meeres mit ihren pittoresken Dörfern und lichtdurchfluteten Landschaften.


15:35 Griechenland von Insel zu Insel (45 Min.) (HDTV)
Der Dodekanes
Folge 2 von 5
Film von: Johannes Backes
(Erstsendung 13.8.2013)

Der Dodekanes ist eine windgepeitschte Inselgruppe mit der Hauptinsel Rhodos unmittelbar vor der türkischen Küste gelegen. Diese Nähe zur Türkei und die Jahrhunderte währende Fehde zwischen der griechischen und der türkischen Kultur haben das Archipel geprägt. Erst seit 1947 gehört der Dodekanes politisch zu Griechenland. Inzwischen ist ein friedliches Zusammenleben die Regel. Türkisblaues Meer, gleißende Sonne, feinsandige Strände und schroffe Felsen prägen die Vorstellungen von den Inseln Griechenlands. Die fünfteilige Reihe lädt zu einer bildgewaltigen Entdeckungsreise zu berühmten und vergessenen Orten am Rande Europas ein, in denen die Wiege der abendländischen Zivilisation stand.


16:20 Griechenland von Insel zu Insel (40 Min.) (HDTV)
Kreta
Folge 3 von 5
Film von: Johannes Backes
(Erstsendung 14.8.2013)

Griechenlands größte Insel Kreta ist zugleich Europas südlichste Region. Wie eine Miniatur von ganz Griechenland bietet die Natur auf Kreta fast alles, was es auch auf dem Festland gibt Den Besucher empfangen Landschaften, die von einsamen Stränden über üppige Gärten, fruchtbare Hochebenen bis hin zu schneebedeckten Bergmassiven reichen. Türkisblaues Meer, gleißende Sonne, feinsandige Strände und schroffe Felsen prägen die Vorstellungen von den Inseln Griechenlands. Die fünfteilige Reihe lädt zu einer bildgewaltigen Entdeckungsreise zu berühmten und vergessenen Orten am Rande Europas ein, in denen die Wiege der abendländischen Zivilisation stand.


17:00 Griechenland von Insel zu Insel (45 Min.) (HDTV)
Die Ionischen Inseln
Folge 4 von 5
Film von: Johannes Backes, Dennis Wells
(Erstsendung 15.8.2013)

Die Ionischen Inseln bilden den westlichsten Teil Griechenlands. Regenreiche Winter sorgen für eine üppige Vegetation auf den geschichtsträchtigen Inseln. Direkt vor der eurasischen Kontinentalplatte liegt – als Ausläufer des Balkans – die Inselgruppe, auf der seit Jahrtausenden nicht nur seismische Spannungen für viel Bewegung sorgen. Türkisblaues Meer, gleißende Sonne, feinsandige Strände und schroffe Felsen prägen die Vorstellungen von den Inseln Griechenlands. Die fünfteilige Reihe lädt zu einer bildgewaltigen Entdeckungsreise zu berühmten und vergessenen Orten am Rande Europas ein, in denen die Wiege der abendländischen Zivilisation stand.


17:45 Griechenland von Insel zu Insel (45 Min.) (HDTV)
Der Peloponnes
Folge 5 von 5
Film von: Johannes Backes, Dennis Wells
(Erstsendung 15.8.2013)

Der Peloponnes ist der südlichste Ausläufer des Balkans. An zahlreichen historischen Stätten lässt sich in dieser Region ein Blick auf die Kultur der Antike werfen. Auch wenn es nach wie vor umstritten ist, ob der Peloponnes – anders als in früheren Epochen der Erdgeschichte – überhaupt noch eine Insel ist, trennen beziehungsweise verbinden beeindruckende Bauwerke diese meist als Halbinsel bezeichnete Region mit dem Festland. Türkisblaues Meer, gleißende Sonne, feinsandige Strände und schroffe Felsen prägen die Vorstellungen von den Inseln Griechenlands. Die fünfteilige Reihe lädt zu einer bildgewaltigen Entdeckungsreise zu berühmten und vergessenen Orten am Rande Europas ein, in denen die Wiege der abendländischen Zivilisation stand.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin mit wiederkehrenden Rubriken wie das "nano-Rätsel". "nano" enthält Studio – und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und unter einem anderen Aspekt beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In – und Ausland auf den Punkt gebracht.


20:15 Love Is All You Need (110 Min.) (HDTV, Dolby Surround)
(Den Skaldede Frisør)
Spielfilm Dänemark, 2011

Rollen und Darsteller:
Philip – Pierce Brosnan
Ida – Trine Dyrholm
Astrid – Molly Blix Egelind
Patrick – Sebastian Jessen
Benedikte – Paprika Steen
Leif – Kim Bodnia
Thilde – Christiane Schaumburg-Müller
Kenneth – Micky Skeel Hansen

Regie: Susanne Bier

Ida hat gerade von ihrem Arzt erfahren, dass die Chemotherapie nach ihrer Brustkrebs-Operation erfolgreich war. Von kompletter Heilung kann noch nicht die Rede sein, doch die Chancen stehen gut. Als Ida eines Tages nach Hause zurückkehrt, überrascht sie ihren Ehemann Leif mit heruntergelassenen Hosen und seiner Assistentin Thilde auf dem Wohnzimmer-Sofa. Nach langen gemeinsamen Jahren und zwei erwachsenen Kindern steht Ida vor den Scherben ihrer Ehe. Grund genug, sich eine Auszeit zu gönnen. Ida beschließt, allein zur Hochzeit ihrer Tochter Astrid an die Amalfi-Küste zu fahren. Dort will Astrid Patrick ehelichen, einen jungen Mann, den sie gerade mal drei Monate kennt. Astrid und Patrick sind einige Zeit vor ihren zahlreichen Gästen angekommen und richten die Villa, die lange unbewohnt war, mit Hilfe zweier italienischer Freunde für die Besucher und das Fest her. Patricks verwitweter Vater Philip, der von Kopenhagen aus einen international erfolgreichen, lukrativen Handel mit Obst und Gemüse betreibt, ist ebenfalls unterwegs nach Italien. Im Flughafen-Parkhaus kommt es zur ersten Begegnung zwischen Philip und Ida - Blechschaden inklusive. Angekommen in Italien, wird Philip mit Erinnerungen an seine verstorbene Frau konfrontiert. Die alte Villa in Italien war einst das Ferienhaus der Familie. Ida wiederum muss die Anwesenheit der neuen Freundin ihres Mannes ertragen. Leif präsentiert seine Couch-Affäre den versammelten Hochzeitsgästen als Lebensgefährtin. Philip muss sich den Annäherungsversuchen seiner Schwägerin Benedikte entziehen. Es bleibt allen Anwesenden kaum verborgen, dass sie ein Auge auf den attraktiven Schwager geworfen hat. Eigentlich möchte Philip seine Ruhe. Doch immer wieder kommt es zu zufälligen Begegnungen mit Ida, die zu intensiven Gesprächen führen. Philip spendiert Ida ein neues Kleid für die Hochzeit, denn ihr Koffer ist in Kopenhagen zurückgeblieben. Ida, die ihn zunächst für "ekelhaft, blöd und unfreundlich" hielt, kann sich Philips Charme nicht lange entziehen. Und dann bekommt das Hochzeitspaar kalte Füße. Die Gäste sind aber noch da. Und ein Fest, das nicht stattfindet, verändert ihr Leben für immer.

Trine Dyrholm und Pierce Brosnan glänzen in Susanne Biers Tragikomödie "Love Is All You Need" als spätes Paar. In ihren Rollen als Ida und Philip reisen sie zur Hochzeit ihrer Kinder nach Italien. Die Feierlichkeiten verlaufen jedoch anders als geplant. Beworben wurde der Film zurecht als "eine bittersüße Liebeskomödie vor atemberaubender Kulisse, den Zitronenhainen der malerischen Amalfi-Küste, von Oscar-Preisträgerin Susanne Bier. Ein erfrischender Cocktail, der zu Kopf steigt und zu Herzen geht". Mit ihrem langjährigen Ko-Autor Anders Thomas Jensen schrieb Susanne Bier (Auslands-Oscar 2010 für "In einer besseren Welt") die pointierte Tragikomödie, die im Original (übersetzt) den mutigen Titel "Die kahle Frisöse" trägt. "Ich wollte einen Film über verletzliche Menschen machen", sagt Susanne Bier, "über die Dinge im Leben, denen wir uns gerne entziehen, die aber – komisch betrachtet – unsere Stimmung heben."


22:05 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


22:30 U-Boot in Not (110 Min.) (HDTV, mono)
(Gray Lady Down)
Spielfilm USA, 1978

Rollen und Darsteller:
Capt. Paul Blanchard – Charlton Heston
Capt. Gates – David Carradine
Capt. Bennett – Stacy Keach
Mickey – Ned Beatty
Phillips – Christopher Reeve

Regie: David Greene

Vor der Küste Connecticuts will Captain Blanchard eigentlich seine letzte Fahrt als Captain auf der "Neptun" feiern, als das atombetriebene U-Boot von einem norwegischen Frachter gerammt wird. Der Aufprall fordert zahlreiche Todesopfer und Verletzte, und das U-Boot sinkt zum Meeresgrund hinab. Schließlich bleibt es an einem Riff in der Tiefe des Meeres hängen. Captain Bennett leitet die Rettungsaktion von Bord der "Nassau" aus. Ein Tauchboot, das sogenannte DSRV, soll an die Luke der "Neptun" andocken und die Crew an Bord holen. Doch Erde und Schutt haben das U-Boot unter sich begraben. So soll das kleine Zwei-Mann-Boot "Snark", besetzt mit Captain Gates und Chief Mickey, den Weg freimachen - bevor ein weiterer Erdrutsch die "Neptun" in unerreichbare Tiefen reißt. Packender Katastrophenfilm mit einem hervorragenden Charlton Heston und Stacy Keach top besetzt.

"U-Boot in Not" lässt die Zuschauer hautnah die Todesangst der eingeschlossenen Männer unter Wasser spüren. Ein spannender Actionfilm, der mit einem Trio aus Filmlegende Charlton Heston ("Ben Hur", "Die zehn Gebote"), David Carradine ("Kill Bill: Vol. 1 und 2", "Kung Fu") und Stacy Keach ("Das Bourne Vermächtnis", "Nebraska") die perfekten Helden bietet. Nicht in der Heldenrolle, dafür in der ersten Filmrolle, ist "Superman"-Darsteller Christopher Reeve zu sehen. Regisseur David Greene verfilmte die auf David Lavallees Roman "Event 1000" beruhende Geschichte der heiklen Tiefsee-Rettung sehr realistisch und detailgetreu. Das im Film eingesetzte DSRV – Deep Submergence Rescue Vehicle – wurde auch in Wirklichkeit zur Tiefseebergung genutzt.


00:20 Orca, der Killerwal (85 Min.) (HDTV, mono, UT)
(Orca – The Killer Whale)
Spielfilm USA, 1977

Rollen und Darsteller:
Kapitän Nolan – Richard Harris
Rachel Bedford – Charlotte Rampling
Annie – Bo Derek
Umilak – Will Sampson
Ken – Robert Carradine

Regie: Michael Anderson

Der irische Schiffskapitän Nolan geht in den Gewässern vor der kanadischen Küste unermüdlich auf die Jagd, um endlich die Schulden für sein Boot abzahlen zu können. Eigentlich will er für einen Meerespark einen weißen Hai fangen, doch gerade als der Meereswissenschaftler Ken von dem gefährlichen Tier attackiert wird, taucht ein großer Orca auf und tötet den Hai. Nolan wittert ein großes Geschäft und versucht, den Wal zu fangen. Dabei wird das schwangere Orca-Weibchen schwer verletzt und erleidet eine Fehlgeburt. Die Seemänner ahnen nicht, dass sie sich damit den Hass des Orca-Bullens zugezogen haben, der hilflos ansehen musste, wie sein "Familie" ausgelöscht wird. Das hochintelligente Tier verfolgt das Boot, kann sein sterbendes Weibchen befreien und eines der Crew-Mitglieder ins Wasser reißen. Damit nicht genug, bekommt Nolan an Land den Zorn der örtlichen Fischer zu spüren. Sie fürchten weitere Angriffe des Wals und Einbußen für ihre Geschäfte, sollte der Orca die Fischbestände vertreiben. Tatsächlich ist dessen Rachefeldzug noch lange nicht beendet. Von der Meeresbiologin Dr. Rachel Bedford erfährt Nolan, wie sehr die Gefühlswelt der Orcas jener des Menschen ähnelt. Ihr gesteht der Seemann auch, dass er die Trauer und den Zorn des Tiers nachfühlen kann: Er selbst verlor einst seine schwangere Frau und sein ungeborenes Kind durch einen betrunkenen Autofahrer. Nicht zuletzt aus diesem Grund will er trotz dem Drängen der Fischer nichts gegen den Orca unternehmen. Erst als seine Freundin Annie bei einer Attacke schwer verletzt wird, erkennt er, dass er sich dem Tier stellen muss. Gemeinsam mit Rachel und einer kleinen, schlagkräftigen Crew sticht er in See – doch die Konfrontation nimmt eine unerwartete Wendung.


01:45 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


02:15 Hazel Brugger: Hazel Brugger passiert (30 Min.) (HDTV)
3sat-Zelt Mainz, September 2017

Regie: Volker Weicker

Die "böseste Frau der Schweiz" sei sie, selbstbewusst und doch bescheiden, poetisch, lakonisch, ironisch und cool, gnadenlos schlagfertig, liebevoll-zynisch und leidenschaftlich abgebrüht. Wer sie unterschätzt, hat schon verloren. Mit maximaler Gelassenheit zerlegt die junge Schweizerin Hazel Brugger die Welt in ihre Einzelteile und baut daraus ihr eigenes faszinierendes Universum. Verstehen kann das nur, wer dabei ist, wenn "Hazel Brugger passiert". Dann erscheint Gott schon mal als Snack-Automat, Ruhm bedeutet das Reinigen öffentlicher Toiletten, und selbst der Tod ist völlig überschätzt. Hazel Brugger kreiert wilde Geschichten scheinbar aus dem Nichts und findet schöne Worte selbst für das Hässliche. Es ist ein schmaler Grat, auf den sie ihr Publikum führt, aber die Reise lohnt sich. Die Bilder im Kopf sind unvergessliche Souvenirs. Der Trip ins Hazel-Universum ist schwer angesagt: Noch vor Kurzem war sie vorwiegend auf Poetry-Slams unterwegs, jetzt ist sie DER Shootingstar des Kabaretts. Ausgezeichnet wurde Hazel Brugger mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Bayerischen Kabarettpreis und dem Salzburger Stier. Sie ist Schweizer "Kolumnistin des Jahres". Außerdem ist sie erfolgreich auf Bühnen, im Internet und Fernsehen, wo sie regelmäßiger Gast in Satiresendungen wie der "heute-show" ist. Ihr erstes Bühnenprogramm präsentiert sie beim 3satfestival 2017.


02:45 Große Kleinkunst (90 Min.) (HDTV)
Das Mainzer "unterhaus" feiert 50. Geburtstag
Folge 1 von 2
(Erstsendung 14.2.2016)

Am 30. Januar 2016 jährte sich die Geburtsstunde einer der wichtigsten Kabarettbühnen im deutschsprachigem Raum zum 50. Mal: Das Mainzer Forum-Theater unterhaus feierte Geburtstag. An zwei Abenden trafen sich die ganz Großen der Szene, um mit ihren Auftritten die große Kleinkunstbühne zu würdigen: Georg Schramm, Urban Priol, Frank-Markus Barwasser, Jochen Malmsheimer, Arnulf Rating, Tobias Mann, Max Uthoff, Christoph Sieber und viele andere. Nicht nur der unvergessene Hanns-Dieter Hüsch hat im Mainzer unterhaus eine künstlerische Heimat gefunden; von Dieter Hildebrandt bis Wolfgang Neuss, von Wader bis Wecker, von Loriot bis Pispers standen sie alle schon auf der Bühne im legendären Gewölbekeller zu Mainz. "Hier stehen wir, Spott helfe uns!" hieß das erste Programm, das im Januar 1966 im "unterhaus" präsentiert wurde. Heute wird fast täglich auf zwei Bühnen das Beste präsentiert, das Kabarett und Kleinkunst zu bieten haben. Seit 1972 verleiht das "unterhaus" außerdem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis die bedeutendste Auszeichnung ihrer Art im deutschsprachigen Raum.


04:15 Große Kleinkunst (40 Min.) (HDTV)
Das Mainzer "unterhaus" feiert 50. Geburtstag
Folge 2 von 2
(Erstsendung 3.4.2016)

Anfang 2016 jährte sich die Geburtsstunde einer der wichtigsten Kabarettbühnen im deutschsprachigem Raum zum 50. Mal: Das Mainzer Forum-Theater unterhaus feierte Geburtstag. Nicht nur der unvergessene Hanns Dieter Hüsch hat hier eine künstlerische Heimat gefunden; von Dieter Hildebrandt bis Wolfgang Neuss, von Wader bis Wecker, von Loriot bis Pispers standen sie alle schon auf der Bühne im legendären Gewölbekeller zu Mainz. "Hier stehen wir, Spott helfe uns!" hieß das erste Programm, dass im Januar 1966 im "unterhaus" präsentiert wurde. Heute wird fast täglich auf zwei Bühnen das Beste präsentiert, das Kabarett und Kleinkunst zu bieten haben. Seit 1972 verleiht das "unterhaus" außerdem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis die bedeutendste Auszeichnung ihrer Art im deutschsprachigen Raum. Ein halbes Jahrhundert Kabarettgeschichte – das musste natürlich gefeiert werden. Statt langer Festreden gab es zum Jubiläum das, was das "unterhaus" ausmacht: An zwei Abenden wurde Kabarett vom Feinsten präsentiert. Der zweite Teil der Jubiläumsgala stand vor allem im Zeichen der "Jungen Wilden": Tobias Mann und Christoph Sieber, Max Uthoff, Barbara Ruscher, Lars Reichow und andere feierten die Bühne, die ihnen Sprungbrett für ihre Karriere war.


04:55 Nils Heinrich: Mach doch'n Foto davon (30 Min.) (HDTV)
3sat-Zelt Mainz, September 2016

Regie: Volker Weicker

Mit "Mach doch'n Foto davon" präsentiert Nils Heinrich sein bisher frechstes Programm: ein Rundumschlag gegen Gesundheitsgläubigkeit, Medienwahn und das übersättigte Bürgertum. Als Bruder zweier Schwestern lernte Nils Heinrich schon früh, das Leben mit Humor zu nehmen. Noch dazu in Halle – zu DDR-Zeiten! Da kam Nils eine Ausbildung zum Konditor gerade recht, um sich sein täglich Brot, äh, Kuchen zu verdienen. Den Zusammenbruch der DDR überwand er ohne größere Schäden und verdingte sich schon bald in Ost und West als Hochzeits-DJ. Von da war es nicht weit zum Durchbruch als preisgekrönter Kabarettist: Nach der intensiven Erforschung der Medienbranche als Praktikant, Autor, Reporter und Redakteur landete Heinrich schließlich als Vorleser und Liedersänger auf der Bühne. Seither geht es nur noch steil bergauf: 2003 gründete er seine eigene Lesebühne in Berlin, 2005 machte er den zweiten Platz beim Hamburger Comedy Pokal – und das, obwohl er gar keine Comedy macht! Mit seinem flapsig intelligenten Humor erobert Heinrich Deutschlands Bühnen und das Publikum. Er ist der nette Junge von nebenan, der immer freundlich grüßt, während er sich heimlich den nächsten Streich ausdenkt. Dazu singt und spielt Heinrich mit schöner Beiläufigkeit seine klugen Lieder zu zarten Gitarrenklängen. Ein charmanter Rebell, dem der Schalk im Nacken sitzt und dessen Worte spielerisch-überspitzt ins Schwarze treffen.


05:25 Kom (m)ödchen-Ensemble: Deutschland gucken (50 Min.) (HDTV)
3sat-Zelt Mainz, September 2015

Regie: Volker Weicker

Drei Freunde "gucken Deutschland". Eigentlich geht es nur um Fußball. Als Bodo aber seine neue Freundin mitbringt, kommen plötzlich ganz neue Fragen auf. Das Kom (m)ödchen-Ensemble mit Daniel Graf, Maike Kühl, Martin Maier-Bode und Heiko Seidel grätscht fröhlich mitten in die Deutsche Seele. Ein Abend voller Spielfreude, mit technischen Kabinettstückchen und einigen versteckten Fouls. Eigentlich geht es doch nur um Fußball: Dieter, Bodo und Lutz schauen sich alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft gemeinsam an. Schon immer. Das gemeinsame Ritual verbindet, was kaum zusammengehört: den Misanthropen Lutz, der sich jedem Leistungsgedanken verweigert, den Familienvater Dieter, der vor lauter Arbeit gar nicht mehr zum Nachdenken kommt, und Bodo, der großzügig geerbt hat und den ganzen Tag nachdenken könnte – wenn er nur wüsste, worüber. Doch im Beisein von Bodos Freundin, der Dokumentarfilmerin Solveig, wird "Deutschland gucken" plötzlich zur Milieustudie, und der Teamgeist bröckelt. Wo früher wortloses Einverständnis war, steht nun alles in Frage: Freundschaft, Lebensentwürfe, Nationalgefühl. Darf man für Deutschland jubeln oder gar stolz sein?


06:15 – 06:20 3satTextVision (5 Min.)
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
3sat – Programminformationen
26. Woche – 23.06. bis 29.06.2018
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veröffentlicht im Schattenblick zum 15. Juni 2018

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