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TV - ARTE/1045: Woche vom 16.12. bis 22.12.2017


arte – 51. Programmwoche vom 16.12. bis 22.12.2017


Samstag, 16. Dezember 2017


05:00 Streetphilosophy (30 Min.) (HDTV)
Zurück zur Natur!
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 25.11.

Moderation: Ronja von Rönne


05:30 Abenteuer Seidenstraße (25 Min.) (HDTV)
Venedig – Das Tor zum Orient
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 27.11.

Regie: Xavier Lefebvre


05:55 Abenteuer Seidenstraße (30 Min.) (HDTV)
Der Bosporus – Zwischen zwei Welten
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 28.11.

Regie: Xavier Lefebvre


06:25 Abenteuer Seidenstraße (25 Min.) (HDTV)
Anatolien – Unterwegs in Kleinasien
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 29.11.

Regie: Xavier Lefebvre


06:50 Abenteuer Seidenstraße (30 Min.) (HDTV)
Iran – Der historische Basar von Täbris
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 30.11.

Regie: Xavier Lefebvre


07:20 Abenteuer Seidenstraße (25 Min.) (HDTV)
Iran – Mörder, Kaiser und die Heiligen Drei Könige
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 01.12.

Regie: Xavier Lefebvre


07:45 Wildes Leben am Vulkan (45 Min.) (HDTV)
Der Tavurvur in Papua-Neuguinea
Dokumentationsreihe Frankreich, 2010
Originalvertonung
Online verfügbar von 16/12 bis 24/12

Regie: Bertrand Loyer

Auf der Vulkaninsel Neubritannien im Ozean vor Papua-Neuguinea hat eine Handvoll Tiere gelernt, im Rhythmus der Ausbrüche der Erde zu leben. Tatsächlich gibt es nur zwei Möglichkeiten, wenn der eigene Lebensraum unter der Asche eines Vulkanausbruchs begraben ist: Man kann weggehen oder bleiben und sich anpassen. Die Dokumentation zeigt, dass jeder, der bleibt, seinen Weg zum Überleben findet. Zu den Porträtierten des Films gehören das seltsame Großfußhuhn, der spaßige Einsiedlerkrebs, gesellige Fledermäuse und prächtige Ritterfalter. Deutlich wird, dass die Lebewesen in nächster Umgebung eines Vulkans eine Schicksalsgemeinschaft bilden. Aber jedes von ihnen hat seine eigene Methode, wenn es darum geht, den Launen der Vulkane, des Wetters und anderen Gefahren zu trotzen.

Hintergrundinfo:
Der Ursprung des Lebens ist eng mit dem Feuer verbunden. Und so zeigt die dreiteilige Dokumentationsreihe vor dem Hintergrund atemberaubender Landschaften die Überlebenslektionen jener Tiere und Pflanzen, die in diesem apokalyptischen Lebensraum bestehen konnten.


08:30 Wildes Leben am Vulkan (45 Min.) (HDTV)
Der Masaya in Nicaragua
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Originalvertonung
Online verfügbar von 16/12 bis 24/12

Regie: François de Riberolles

Wie Phönix aus der Asche könnte das Leitmotiv für die Tiere lauten, denen der Vulkan Masaya in Nicaragua einen Lebensraum bietet. Fledermäuse haben hier kilometerlange, vom Magma ausgehöhlte unterirdische Galerien bevölkert. Im Krater des einstigen riesigen Lavasees haben grüne Wellensittiche und schwarze Geier ihre Nester an Steilhängen gebaut – mitten in den weißlichen Schwaden giftiger Gase. An den Hängen des immer noch lebendigen Berges haben Lavaströme den Wald in langen Schneisen verbrannt. Ganz allmählich erobert die Natur das zerstörte Land wieder zurück und demonstriert das Wunder der Anpassung, das sich nach jedem Ausbruch wiederholt. So liegen unter den Feldern, Weiden und Siedlungen am Fuße des Vulkans Ascheschichten aus mehreren Jahrhunderten. Und der Masaya schläft auch heute noch nicht.

Hintergrundinfo:
Der Ursprung des Lebens ist eng mit dem Feuer verbunden. Und so zeigt die dreiteilige Dokumentationsreihe vor dem Hintergrund atemberaubender Landschaften die Überlebenslektionen jener Tiere und Pflanzen, die in diesem apokalyptischen Lebensraum bestehen konnten.


09:15 Wildes Leben am Vulkan (45 Min.) (HDTV)
Der Mount Aniakchak in Alaska
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Originalvertonung
Online verfügbar von 16/12 bis 24/12

Regie: Bertrand Loyer

Vor sechs Jahrhunderten schnitt ein kolossaler Vulkanausbruch Rotlachsen aus Alaska den Rückweg zu ihren Laichgründen ab. Ein Schwarm dieser zielstrebigen Tiere fand einen unvorstellbaren Durchbruch ins Innere der Erde. Die Lachse schwimmen auf Umwegen durch schwefelhaltige Gewässer, entkommen auf diese Weise Bären, Haien, Adlern und den Ausbrüchen der Erde, um den Kreislauf des Lebens fortzusetzen. Diese beinahe unglaubliche Geschichte spiegelt die Erkenntnisse von Genforschern und Geologen wider und veranschaulicht den jüngsten Fall der Anpassung eines Tieres an eine Veränderung seines Lebensraums. Die Rotlachse aus Alaska profitierten vom Einbruch der Caldera des Aniakchak-Vulkans auf der Halbinsel Alaska. Der Bruch befreite das im Krater gefangene Wasser, es entstand ein Fluss und damit ein neuer Laichplatz für die Lachse. Über drei Jahre dauerten die Dreharbeiten, um die bewegende Odyssee dieser ausdauernden Fische zu verfolgen.

Hintergrundinfo:
Der Ursprung des Lebens ist eng mit dem Feuer verbunden. Und so zeigt die dreiteilige Dokumentationsreihe vor dem Hintergrund atemberaubender Landschaften die Überlebenslektionen jener Tiere und Pflanzen, die in diesem apokalyptischen Lebensraum bestehen konnten.


10:00 Bedrohte Wildnis (45 Min.) (HDTV)
Tibets Antilopen, eine Tierart im roten Bereich
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Originalvertonung
Online verfügbar von 16/12 bis 24/12

Regie: Guillaume Levis

2006 wurde in China die höchste Eisenbahnlinie der Welt eingeweiht: Die Qingzang-Bahn, die über Hunderte Kilometer von China nach Tibet führt. Majestätisch schlängeln sich die Schienen durch die tibetischen Hochebenen, wo die letzten Tibetantilopen leben. Dabei wurden viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen, damit die einheimische Fauna so wenig wie möglich unter der neuen Bahnlinie leidet. Durch Unterführungen sollen die Tiere von einer Seite der Gleise auf die andere gelangen. Doch für die Tibetantilopen, auch Tschirus genannt, die zum Kalben in fruchtbare Weideflächen ziehen, stellen die oft über zehn Meter langen Bahntrassen ein unüberwindbares Hindernis dar. Sie legen seit Jahrtausenden den Weg in die sumpfigen und fruchtbaren Täler der südlichen Hochebenen zurück und brauchen oft mehrere Wochen, um die rettenden Durchgänge zu finden. Nur wenige Antilopen können ihre Wanderung fortsetzen. Die Herden, die sich an den Bahngleisen drängen, werden zur Zielscheibe für hungrige Wölfe. Die cleveren Raubtiere haben begriffen, dass die Antilopen in der Falle sitzen, und werden immer mutiger. Auch sind sie leichte Beute für Wilderer. Der Bau der Eisenbahnlinie hat massiv in das natürliche Gleichgewicht der tibetischen Hochebene eingegriffen. Die Tibetantilopen sind seit 2006 besonders bedroht: Vorher gab es Millionen von ihnen, die hier auf über 4.000 Metern täglich ums Überleben kämpften. Doch erst der menschliche Eingriff in ihre Umwelt dezimierte ihre Population auf knapp 150.000.


10:45 Bedrohte Wildnis (40 Min.) (HDTV)
Brasilien, im Reich der Goldenen Löwenäffchen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Originalvertonung
Online verfügbar von 16/12 bis 24/12

Regie: Guillaume Levis

Der Atlantische Regenwald ist weniger bekannt als der tropische Regenwald des Amazonasbeckens, liegt aber ebenfalls auf brasilianischem Staatsgebiet. Einst erstreckte sich die Mata Atlântica an der Ostküste des Landes über Tausende Kilometer von Norden nach Süden; heute ist von ihr nur noch ein Bruchteil übrig, den Experten auf fünf Prozent der Ursprungsfläche schätzen. Die meisten Bäume wurden schon vor langer Zeit gefällt. Riesige Waldgebiete wurden völlig gerodet, um Raum für Landwirtschaft oder rentablere Baumplantagen zu schaffen. Heute verteilt sich die Mata Atlântica auf viele kleine "Inseln", dazwischen liegen Ackerflächen. Ein kleiner Teil des Regenwaldes konnte dennoch bewahrt werden: Auf diesem kostbaren kleinen Gebiet von nur wenigen Hektar leben seit über 30 Jahren die letzten Goldenen Löwenäffchen. Der Verein Associação Mico-Leão-Dourado (AMLD) setzt sich für den Schutz der bedrohten Tierart ein. Die Biologin Andrea Martins studiert die Löwenäffchen und hat die Populationen seit über 20 Generationen verfolgt. Die Gruppe ist größer geworden – doch auch das ist problematisch, denn die verfügbare Fläche ist zu klein, um den neuen Familien eine Heimat zu bieten. Weiterziehen können die Äffchen nicht, denn ein riesiges Hindernis hält sie auf: die Bundesstraße BR-101, eine der wichtigsten brasilianischen Autobahnen, die mitten durch ihr Schutzgebiet führt. Mit dem ständig wachsenden Verkehrsaufkommen ist die Straße für die kleinen Äffchen unüberwindbar geworden. Der Biologe und Spezialist dieser Affenart, Carlos Ruiz Miranda, konstatiert, dass die Autobahn das größte Hindernis beim Wachstum der Affenpopulation darstellt – und dass die geplante Erweiterung die Zukunft der Spezies gefährdet.


11:25 Bedrohte Wildnis (55 Min.) (HDTV)
Botswana, auf den Fährten der Zebras
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Originalvertonung
Online verfügbar von 16/12 bis 24/12

Regie: Bernard Guerrini

Im südlichen Afrika liegt Botswana, ein Land voller Gegensätze. Die semi-aride Kalahari-Wüste bedeckt fast 70 Prozent der Landesfläche. Bei Regen verwandeln sich die sonnenverbrannten Ebenen in grüne Wiesen, die allen großen afrikanischen Pflanzenfressern ausreichend Nahrung bieten. Zebras, Büffel, Gnus und Antilopen ernähren sich von den Gräsern, die während der kurzen Regenzeit sprießen. Wasser gibt es in der Kalahari-Wüste kaum; die Dürreperioden sind lang. Doch die hunger – und durstgeplagten Tiere wissen, wo sie Rettung finden: Ihr Instinkt führt sie in den Norden, zur riesigen Oase des Okavango-Deltas. Hier können sich die Tiere frei bewegen. Der Mensch hat sich diesen kargen Teil des Landes noch nicht zu eigen gemacht. Wenn die Regenzeit vorbei ist und die Wiesen der Kalahari-Wüste nicht mehr ausreichend Nahrung bieten, ziehen die großen Pflanzenfresser weiter zu den Wasserreserven im Okavango-Delta. Am Ende der Trockenzeit geht es in die umgekehrte Richtung. Zweimal im Jahr ziehen unzählige Gnus, Elefanten und Zebras durch die Savanne. Ein eiliges Streben, das keine Grenzen kannte - bis der Mensch die Landschaft mit Zäunen und Gittern versah, um sein Vieh vor einheimischen Raubtieren zu schützen. Für die wandernden Wildtiere sind diese Barrieren, die ihnen den Weg zur lebenswichtigen Wasserquelle abschneiden, oft ein Todesurteil. In Botswana haben sie die Zebrapopulationen bereits erheblich dezimiert. Manchen Tieren gelingt es dennoch, sich einen Weg zu bahnen. Dabe Sébitola, einer der erfahrensten Naturführer von Botswana, und James Bradley, ein englischer Biologe und begeisterter Zebra-Forscher, begleiten die Zebras auf ihrer Reise.


12:20 Italien, meine Liebe (45 Min.) (HDTV)
Kalabrien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 16/12 bis 16/03

Regie: Emanuela Casentini

Kalabrien bildet die äußerste Spitze tief unten im Süden Italiens. In dem kleinen Ort Scilla betreiben die drei Geschwister Gaietti ein Restaurant direkt am Strand. Hier gilt der Schwertfisch als Delikatesse und wird ganz typisch zu Rouladen verarbeitet und serviert. Südlich von Scilla, in Reggio Calabria, der heimlichen Hauptstadt Kalabriens, lebt der Pfeifenmeister Fabrizio Romeo. In seiner kleinen Manufaktur fertigt er Einzelstücke aus Bruyèreholz, die bei Pfeifenrauchern in ganz Europa geschätzt werden. Auf einem mächtigen Felsen liegt die kleine Stadt Pizzo. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Äolischen Inseln. Hier wird das berühmte Trüffeleis "Tartufo Moro" zubereitet. Es hat einen flüssigen Schokoladenkern und ist eine unwiderstehliche Köstlichkeit. Nur 20 Kilometer weiter südlich liegt der malerische Ort Tropea. Hier werden aus den hier typischen roten und besonders süßen Zwiebeln Marmelade und andere Köstlichkeiten hergestellt. In der Region Rossano an der Ostküste Kalabriens wächst die Lakritzpflanze besonders gut. Die Familie Amarelli stellt seit 1731 Lakritzbonbons her und führt das Unternehmen bereits in der 14. Generation. Im Bergmassiv Aspromonte leben die letzten Griechen Kalabriens, die heute noch die Traditionen und Bräuche aus der Antike pflegen. Zumindest die Alten sprechen sogar noch die Sprache ihrer Ahnen. Annunziato Riggio ist einer von ihnen. Er setzt sich aktiv dafür ein, dass die griechische Kultur mit ihren Mythen und Legenden lebendig bleibt.

Hintergrundinfo:
Italien hat nicht nur schöne Badestrände und ideale Wassersportmöglichkeiten. Das Landesinnere überrascht oft mit einer unberührten Natur, malerischen Dörfern und Städten. Die Dokumentationsreihe stellt die verschiedenen Regionen und ihre ganz besonderen Menschen vor.


13:05 Italien, meine Liebe (40 Min.) (HDTV)
Umbrien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 16/12 bis 16/03

Regie: Emanuela Casentini

Umbrien gilt als die kleine Schwester der Toskana. In Cittàdi Castello hat sich eine "Obstarchäologin" ihren Traum erfüllt. Ein kurzer Rafting-Ausflug führt in die Valnerina-Schlucht. Die mittelalterliche Stadt Assisi steht ganz im Zeichen des heiligen Franziskus. In Cittàdi Castello hat sich Isabella Dalla Ragione einen Traum erfüllt. Sie nennt sich "Obstarchäologin" – und ist eine Art Indiana Jones der Botanik. In ihrem "Garten der verlorenen Bäume" wachsen 400 verschiedene Obstsorten. Sie hat Wunderfeigen entdeckt, die ein halbes Kilo wiegen, "betrunkene Birnen", "blutige Pfirsiche" und Jesus-Christus-Äpfel gerettet. Die mittelalterliche Stadt Assisi steht ganz im Zeichen des heiligen Franziskus. Bis heute werden die durch das schwere Erdbeben im Jahr 1997 zerstörten Fresken der Basilika restauriert. Sergio Fusetti, Chef der Restaurierungsarbeiten, öffnet die sonst unzugänglichen Archive. Ein kurzer Raftingausflug führt in die wilde Natur der Valnerina. In Perugia lebt Maddalena Forenza. Sie fertigt Mosaikfenster in einer sehr speziellen Technik an, die von einem ihrer Vorfahren schon 1859 begründet wurde. Ihr Atelier gleicht einem Museum. Mindestens so spektakulär sieht der Arbeitsplatz ihrer Freundin Marta Cucchia aus. Sie webt Stoffe auf historischen Webstühlen nach alten Vorlagen in einer ehemaligen Kirche. Um eine fast aussterbende Zunft handelt es sich bei den Fischern am Lago Trasimeno. Aurelio Cocchini sorgt für ökologische Fangmethoden, damit auch künftig noch gefischt werden kann. Und im Städtchen Gubbio ist das Mittelalter noch lebendig. Dort werden auf abenteuerliche Art die Glocken geläutet – ein schwindelerregendes und gefährliches Spektakel.

Hintergrundinfo:
Italien hat nicht nur schöne Badestrände und ideale Wassersportmöglichkeiten. Das Landesinnere überrascht oft mit einer unberührten Natur, malerischen Dörfern und Städten. Die Dokumentationsreihe stellt die verschiedenen Regionen und ihre ganz besonderen Menschen vor.


13:45 Italien, meine Liebe (45 Min.) (HDTV)
Sardiniens Westen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 16/12 bis 16/03

Regie: Emanuela Casentini

Sardinien ist die zweitgrößte Insel Italiens und vor allem berühmt für ihre Traumstrände. Die Langustenfischer sind leidenschaftliche Gegner von Schleppnetzen und zeigen, wie nachhaltiges Langustenfischen funktioniert. In Tinnura, nahe dem Ort Bosa, lebt Pina Monne. Sie ist Muralistin, eine Künstlerin, die die Geschichte der Sarden auf Häuserwände malt. Im Nordwesten Sardiniens leben die einzigartigen weißen Esel, die nur auf der kleinen vorgelagerten Insel Asinara vorkommen. Ein Tierarzt betreut die Esel im Nationalpark regelmäßig. Auf den Weiden von Narbolia und Montiferru werden rote Rinder gezüchtet, aus deren Milch der traditionelle Käse, der Casizolu, hergestellt wird. Die Kräuter, die hier wachsen, geben dem Käse seine unverwechselbare Note. Tiere und Käse haben ein Slow-Food-Siegel. Raimondo Usai stellt die ungewöhnlichen Launeddas her. Dieses traditionelle sardische Blasinstrument wurde schon vor 3.000 Jahren gefertigt. Die heute gebauten Launeddas werden meist an Profi-Musiker verkauft. Am Ende der Reise durch Sardiniens Westen steht ein Besuch beim Modedesigner Luciano Bonino in der Altstadt von Cagliari an. Er ist ein Meister der Falten, und seine Modelle sind auch in internationalen Museen zu finden. Das Atelier des Designers liegt mitten in der alten Gasse, in der am ersten Mai die Prozession zu Ehren des Sant' Efisio vorbeizieht. Der Heilige soll die Stadt einst von der Pest befreit haben.

Hintergrundinfo:
Italien hat nicht nur schöne Badestrände und ideale Wassersportmöglichkeiten. Das Landesinnere überrascht oft mit einer unberührten Natur, malerischen Dörfern und Städten. Die Dokumentationsreihe stellt die verschiedenen Regionen und ihre ganz besonderen Menschen vor.


14:30 Italien, meine Liebe (45 Min.) (HDTV)
Cilento und Basilikata
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 16/12 bis 16/03

Regie: Emanuela Casentini

Maratea liegt am Tyrrhenischen Meer, am Golf von Policastro. Über den kleinen Ort wacht eine riesige Christus-Statue auf dem Monte San Biagio. Die Geschwister Maria-Francesca und Andrea Bartolomeo sind hier aufgewachsen und nach einem Studium fernab der Heimat zurückgekehrt. In Maratea haben sie kürzlich einen Laden für frische Pasta eröffnet. Die Rezepte stammen von ihrer Großmutter. Im Nationalpark von Pollino kümmert sich Domenico Cerbino um alte Obst – und Gemüsesorten, zum Beispiel um rote Auberginen, die hier wieder angebaut werden. Im Westen der Basilikata liegt das Cilento. Auf der Ebene Piana del Sele verwöhnt der "Büffelflüsterer" Antonio Palmieri seine Tiere. Die Büffel werden gemolken, wann sie es möchten, erhalten Massagen und hören klassische Musik. Der Mozzarella der glücklichen Büffel gilt als Delikatesse. Auf der karstigen Ebene der Murgia liegt die Stadt Matera. Dort befinden sich die einzigartigen Höhlenhäuser, die man 1950 noch als nationale Schande bezeichnete. Die süditalienischen Sassi di Matera bestehen aus Höhlen, Brunnen und einem ausgefeilten Bewässerungssystem aus der Bronzezeit. 1993 wurden die Sassi von der UNESCO zum Weltkulturgut erklärt und 2019 wird Matera Europäische Kulturhauptstadt sein. Der Architekt Biagio Lafratta lädt zu einer Entdeckungstour ein, während der Musiker Rino Locantore die Geheimnisse der Cupa Cupa preisgibt. Das ungewöhnliche Instrument wurde früher vor allen Dingen von Bettlern gespielt.

Hintergrundinfo:
Italien hat nicht nur schöne Badestrände und ideale Wassersportmöglichkeiten. Das Landesinnere überrascht oft mit einer unberührten Natur, malerischen Dörfern und Städten. Die Dokumentationsreihe stellt die verschiedenen Regionen und ihre ganz besonderen Menschen vor.


15:15 Italien, meine Liebe (45 Min.) (HDTV)
Die Abruzzen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 16/12 bis 16/03

Regie: Emanuela Casentini

In den wilden und rauen Abruzzen leben Bären und Wölfe noch in freier Wildbahn. Die Bilder der atemberaubenden Landschaft zeigen ein eher unbekanntes Italien, in dem Menschen mit ungewöhnlichen Berufen leben. Die Zoologin Roberta Latini ist eine davon. Sie beobachtet im Nationalpark die Bären und erklärt deren Verhalten. Außerdem kümmert sie sich um eine Problembärin, die zu zutraulich geworden war und jetzt in einem Gehege leben muss. In dem kleinen Dorf Scanno lebt Eugenio De Rienzo. Er ist Goldschmied mit Familientradition und fertigt besondere Eheringe an, auch für ein junges Paar aus dem Nachbardorf. Für sie wird zu Hause ein Hochzeitsritual zelebriert, bei dem Kichererbsen auf eine ganz eigene und sehr staubige Art zubereitet werden. Das soll Glück und Zufriedenheit bringen. Hoch oben in den Bergen des Nationalparks Gran Sasso, wo die Wölfe immer wieder Schafe reißen, leben Valeria und ihre Freundin. Sie färben die Wolle ihrer Schafe nur mit Naturprodukten, die sie selbst sammeln. Ihre Schwägerin Gabriella kocht ihnen am Abend Spaghetti alla Chitarra, ein typisches Gericht der Region. In Santo Stefano di Sessanio baut Alessio besondere Linsen an. Und an der Küste baut die Familie Organetti, die italienische Variante des Akkordeons. Von dem Traditionsunternehmen lebt die ganze Familie, bis auf den ältesten Sohn, der betreibt eine Musikschule. Seine jüngste Organetto-Schülerin ist gerade mal acht Jahre alt. Italien hat nicht nur schöne Badestrände und ideale Wassersportmöglichkeiten. Das Landesinnere überrascht oft mit einer unberührten Natur, malerischen Dörfern und Städten.


16:00 Eine Nacht in Venedig (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich / Italien, 2017
RAI
Wiederholung vom 06.12.

Regie: Gabriele Cipollitti
Moderation: Alberto Angela


16:55 ARTE Reportage (50 Min.)
Reportage Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


17:45 Verschollene Filmschätze (30 Min.)
1990. N.Y., Nelson Mandela erobert die USA
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 16/12 bis 24/12
Erstausstrahlung

Regie: Serge Viallet


18:15 Verschollene Filmschätze (25 Min.)
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 16/12 bis 24/12
Erstausstrahlung

Regie: Serge Viallet


18:40 Zu Tisch im … (30 Min.) (HDTV)
Trentino
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 16/12 bis 23/12

Regie: Ellen Trapp

Das Trentino liegt im Norden Italiens, der Fluss Etsch teilt die Region. Die Täler, die vom Etschtal abzweigen, öffnen sich nach Norden hin zu einer Reihe atemberaubender Bergpanoramen. Die Dolomitenkette Pale di San Martino prägt die Landschaft. Die Küche ist kalorienhaltig und herzhaft. Gekocht wird, was der Boden und das raue Klima der Dolomiten hergeben. Um auch für die langen Winter Gemüse und Fleisch zu haben, waren die Bewohner einst gezwungen, ihre Lebensmittel haltbar zu machen. Deshalb gibt es in der Region viele Gerichte mit geräuchertem oder gepökeltem Fleisch, Speck und Wurstwaren. Bei den jungen Trentinern gerät diese Tradition zunehmend in Vergessenheit, weshalb Luca Primon, Instrumentenbauer aus Trento, dieses Wissen gerne weitergibt. Gemeinsam mit seinem Schüler Gianmaria Stelzer und der 15-jährigen Cellistin Maddalena und ihrer Freundin Sara trifft er sich, um Gerichte wie Carne Salada e Fasoi oder Tonco del Pontesel zu kochen – eine Reise in die Vergangenheit. Der Geigenwald machte das Trentino berühmt, hier hat sich einst Stradivari auf die Suche begeben, die beste Fichte für seine Instrumente zu finden. Auch Luca Primon schwört auf die persönliche Auswahl geeigneter Bäume. "Zu Tisch in …" reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 16/12 bis 17/12


19:30 Die Menschen vom Inle-See (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2013
Online verfügbar von 16/12 bis 23/12

Regie: Christopher Gerisch

Der Inle-See in Myanmar liegt mitten in einer einzigartigen Natur. Die Lebensweise der Seebewohner weckt Sehnsüchte und vermittelt die Illusion von einer heilen, archaisch geprägten Welt. Hier spiegelt sich die jahrhundertealte Tradition der Myanmarer unverfälscht und in ihrer ganzen Bandbreite wider. Lange Zeit war die Region für Außenstehende unzugänglich. Erst im Zuge der kürzlich begonnenen politischen Neuausrichtung des Landes verändern sich auch die Lebensumstände der Menschen am See. Der See ist die entscheidende Lebensader für Fischer und Bauern. Ihre einzigartigen schwimmenden Felder, die sie mitten auf dem Gewässer bewirtschaften, überziehen die Oberfläche des Sees wie ein gigantisches Geflecht aus Seerosen. Hier bauen sie Gemüse, Früchte und Blumen an. Den Nährboden für diese ungewöhnlichen Äcker bietet eine fruchtbare Masse aus Sumpf, Erde und Wasserhyazinthen, die mit Bambuspfählen am Seeboden befestigt ist. Diese einmalige Kulturlandschaft bietet ausreichend Nahrung und Arbeit zugleich in einem Land, in dem dies nicht selbstverständlich ist. Frühmorgens rudern die Fischer kunstfertig mit ihrer unnachahmlichen Ein-Bein-Technik hinaus, um ihre Netze auszulegen. Es herrscht eine ganz und gar magische Stimmung an einem magischen Ort. Einmal in der Woche ist Markttag am See. Aus den Bergen kommen bunt gekleidete Händler. Ochsenkarren rumpeln über die holprigen Straßen. Alte Frauen mit runzligen Gesichtern verkaufen handgedrehte Cheroots, dicke myanmarische Zigarren. Auf dem Boden verteilt liegen die Früchte des Sees. Erst wenn die letzten Händler wieder abgezogen sind und die verwunschene Szenerie in milchige Abenddämmerung getaucht ist, legt sich die spannungsgeladene Aufgeregtheit. Doch das Ökosystem des Sees ist bedroht. In den letzten Jahren wurde immer mehr Wasser illegal abgezapft, so dass der Inle-See in den Sommermonaten fast vollständig austrocknet. Doch dieses Problem wollen die Bewohner des Sees nun im Rahmen der politischen Veränderungen endlich angehen.


Festtagsprogramm
20:15 Amsterdam, London, New York – Welt-Städte (55 Min.) (HDTV)
1585-1650: Das goldene Zeitalter
Folge 1 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 16/12 bis 14/02
Erstausstrahlung

Regie: Frédéric Wilner

Im Jahr 1585 tritt Amsterdam in den bis dahin von Portugal kontrollierten Gewürzhandel mit Asien ein. Die Erfindung leistungsstarker Mühlen, die Weiterentwicklung der Windkraft und die Erfindung der Kurbelwelle, mit der Cornelis Corneliszoon den Schiffsbau revolutioniert, ermöglichen die Produktion einer großen Flotte. Amsterdam verfügt über die größte Schiffswerft Europas, auf der die besten Handelsschiffe der Zeit in Serie hergestellt werden. Die Zahl der Expeditionen steigt ebenso wie die Zahl der Schifffahrtsgesellschaften. Insgesamt werden 75 Schiffe nach Asien geschickt. Die Schiffe kehren beladen mit den wertvollsten Gewürzen zurück. Dies ist der Beginn des Goldenen Zeitalters der Niederlande.
Auch die erste Aktiengesellschaft der Welt – die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) - entsteht in Amsterdam. Der Sitz der VOC gehört heute zur Universität Amsterdam. Dies ist der erste Firmensitz der Welt – mit Büros, Angestellten und einer Generaldirektion. Das Gebäude stammt von Hendrick de Keyser, einem der führenden Baumeister der Zeit. Die Holländer sind der Ansicht, dass jeder Bürger das Recht haben sollte, sich an den umfangreichen wirtschaftlichen Aktivitäten der Gesellschaft zu beteiligen. 1.143 Personen nehmen diese Chance wahr, in die neue Seehandelsgesellschaft zu investieren – ein großer Erfolg für das erste Unternehmen dieser Art in der Geschichte der Wirtschaft. Angesichts des immer umfangreicheren Aktienhandels wird der Bau der ersten Aktienbörse der Welt beschlossen, die ebenfalls von Hendrick de Keyser nach dem Vorbild der Londoner Börse erbaut wird. Im Gegensatz zu London werden in Amsterdam nicht nur Waren, sondern auch Aktien der Ostindien-Kompanie gehandelt. Somit ist die Amsterdamer Börse die erste Wertpapierbörse in der Geschichte der Weltwirtschaft. Die Börse wird 1611 eingeweiht, kurz nachdem Holland und das Königreich Spanien eine Waffenruhe vereinbart haben. Die Stadt floriert und entwickelt sich Mitte des 17. Jahrhunderts von einem wichtigen Marktflecken zur drittgrößten Stadt Europas. Aufgrund der Expedition des englischen Seefahrers Henry Hudson, der im Dienst der Stadt stand, kann sich Amsterdam auch den Handel mit Amerika erschließen. Ein gewaltiges Stadterweiterungsprogramm wird in Angriff genommen. 1623 wird die Westindien-Kompanie (WIC) gegründet, der das Monopol für den Handel mit Amerika zugesprochen wird. Ein Jahr später sucht sie freiwillige Siedler für ihre neue Kolonie Neu-Amsterdam; die Siedlung wurde auf dem weitläufigen Gebiet rund um das heutige Manhattan errichtet. Auch London ist gestern wie heute ein Handelsplatz. Anfang des 17. Jahrhunderts hat sich Londons Stadtbild noch nicht verändert. Die Bebauung ist sehr eng und besteht aus mittelalterlichen Holzhäusern. Innerhalb von rund 50 Jahren entwickelt sich London aber zu einem aufstrebenden Handelszentrum, in dem die Leute kaufen und verkaufen – vor allem wertvolle Luxusgüter. Mit der Produktion von Wolle, bei der England europaweit führend ist, hat die Stadt einen wichtigen Trumpf in der Hand. Sie entwickelt eine leistungsstarke Textilindustrie sowie kaufmännische und finanzielle Kompetenz, auf die sie ihren Erfolg im darauffolgenden Jahrhundert baut. Nach dem Großen Brand von 1666 wird London die modernste Stadt jener Zeit werden. Und Neu-Amsterdam wird schon bald New York heißen, aber tief im Herzen eine niederländische Stadt bleiben.

Hintergrundinfo:
Handels – und Finanzprojekte von immer größerem Ausmaß bringen in Amsterdam, London und New York im Laufe von 400 Jahren neue Stadtmodelle hervor. Verbunden damit sind bedeutende Innovationen, darunter die erste Wertpapierbörse, die Entstehung des Büros, die Erfindung des Fahrstuhls oder die Errichtung von Wolkenkratzern. Die Reihe "Amsterdam, London, New York – Welt-Städte" zeichnet diese Entwicklung nach und beschreibt, wie Amsterdam, London und New York in einem unerbittlichen Wettkampf um die Vormachtstellung in der Weltwirtschaft radikal neue städtebauliche und architektonische Formen erfunden haben.


Festtagsprogramm
21:10 Amsterdam, London, New York – Welt-Städte (50 Min.) (HDTV)
1650-1800: Vom Handeln und Kriegeführen
Folge 2 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 16/12 bis 14/02
Erstausstrahlung

Regie: Frédéric Wilner

Die englische Hauptstadt erlebt zwei furchtbare Jahre: 1665 tötet die Pest 100.000 Menschen, und im darauffolgenden Jahr bricht der Große Brand aus. Die meisten mittelalterlichen Bauten der City of London fallen den Flammen zum Opfer. Der talentierte Architekt Christopher Wren wird mit dem Wiederaufbau der St Paul's Cathedral beauftragt. Die Stadt wird mit der gleichen Straßenführung, nur mit Häusern aus Ziegeln wieder aufgebaut. Es ist die Geburt einer modernen Stadt: Der Londoner Westen wird zu einem schönen Wohnviertel mit prächtigen Stadthäusern an kleinen Plätzen, sogenannten Squares. Ab dem 18. Jahrhundert entstanden an den Squares die typischen Londoner Reihenhäuser. Amsterdam hat 1648 den Höhepunkt seiner Entwicklung erreicht. Die Hauptstadt der Vereinigten Niederlande baut ein Rathaus, in dem Zentralbank und Regierungssitz vereint sind, und leitet die zweite Phase ihrer ambitionierten Stadtentwicklung ein. Das neue, neoklassizistische Rathaus ist ganz aus Stein gebaut. Das Gebäude steht auf 13.659 Holzpfählen und ist eine architektonische Glanzleistung. Im Untergeschoss des Rathauses befindet sich auch das Herz der Amsterdamer Finanzgeschäfte. Der kleine Raum ist die Zentralbank, die Zugang zu den Goldreserven Amsterdams bietet – der Tresor der Stadt und ihrer Bürger. Die Stadt ist jetzt die unumstrittene Herrscherin über den Welthandel. In dieser Zeit beendet Amsterdam sein 40 Jahre zuvor begonnenes Stadterweiterungsprojekt. Zwischen 1650 und 1670 werden die Kanäle um mehrere Kilometer verlängert und Hunderte von Häusern gebaut. Im direkten Wettbewerb der beiden Städte häufen sich die Konflikte – beispielsweise um Neu-Amsterdam, die Kolonie der Vereinigten Niederlande in Amerika. 15 Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Bevölkerung verfünffacht, die Zahl der Siedler beträgt nun über 4.000. Aus dem kleinen Dorf ist eine Kleinstadt geworden – eine Miniaturausgabe der niederländischen Metropole auf der anderen Seite des Ozeans. Gelbe Backsteinhäuser und Kanäle verleihen ihr das Aussehen einer holländischen Stadt. 1664 wird Neu-Amsterdam von der englischen Marine erobert. Am 8. September wird Neu-Amsterdam in New York umbenannt, bewahrt sich durch ihre niederländische Prägung jedoch eine eigene Identität.
Von diesem Tag an entsteht eine moderne Stadt, deren gemischte Bevölkerung sich bis heute dem Handel verschrieben hat. Der schlimmste der insgesamt vier Kriege zwischen England und den Niederlanden findet im Katastrophenjahr 1672 statt: England kämpft gemeinsam mit Frankreich und den Fürstentümern Münster und Köln gegen die Vereinigten Niederlande, die nur knapp einer Niederlage entgehen. Als 1688 eine neue englisch-französische Allianz droht, greift Wilhelm III. von Oranien-Nassau als Oberbefehlshaber der niederländischen Armee England an. Der siegreiche Oranier wird König von England und führt in seinem neuen Reich die Werte seines eigenen kleinen Landes ein: Wilhelm und seine Frau Maria unterzeichnen die Bill of Rights, in der erstmals die Grenzen der königlichen Macht und die Freiheit der Person festgelegt sind. Diese Episode wird als Glorious Revolution – die "ruhmreiche Revolution" – in die Geschichte eingehen.

Hintergrundinfo:
Handels – und Finanzprojekte von immer größerem Ausmaß bringen in Amsterdam, London und New York im Laufe von 400 Jahren neue Stadtmodelle hervor. Verbunden damit sind bedeutende Innovationen, darunter die erste Wertpapierbörse, die Entstehung des Büros, die Erfindung des Fahrstuhls oder die Errichtung von Wolkenkratzern. Die Reihe "Amsterdam, London, New York – Welt-Städte" zeichnet diese Entwicklung nach und beschreibt, wie diese drei Städte in einem unerbittlichen Wettkampf um die Vormachtstellung in der Weltwirtschaft radikal neue städtebauliche und architektonische Formen erfunden haben.


Festtagsprogramm
22:00 Amsterdam, London, New York: Welt-Städte (55 Min.) (HDTV)
1800-1880: Schock der Moderne
Folge 3 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 16/12 bis 14/02
Erstausstrahlung

Regie: Frédéric Wilner

Ende des 18. Jahrhunderts hat Amsterdam, die damalige Hauptstadt des Welthandels, den Konkurrenzkampf verloren. Durch die Industrielle Revolution und seinen immensen Bevölkerungszuwachs wird London für ein Jahrhundert zur Weltmacht aufsteigen. Doch New York wird London innerhalb weniger Jahrzehnte einholen. Das gesamte 19. Jahrhundert über erleben London und New York ein phänomenales Wachstum. Mit dem Fortschritt gehen allerdings auch zunehmend heftige städtische Umwälzungen einher. Während London die berühmten Docks an der Themse ausbaut und bald den größten Hafen der Welt besitzt, hat der Eisenbahnbau dagegen vor allem für die ärmere Bevölkerung drastische Folgen. Wer im 19. Jahrhundert eine Eisenbahn bauen wollte, brauchte einen Parlamentsbeschluss, der es ihm erlaubte, die Strecke über die Grundstücke von Privatleuten zu führen und ihre Häuser zu kaufen, um Personen – und Güterbahnhöfe zu bauen. Führte eine Bahnstrecke durch ein Londoner Armenviertel, wurden die Menschen einfach vertrieben. Sie wurden in die Elendsviertel der Stadt abgedrängt, wo sowieso bereits Platzmangel und äußerst unhygienische Verhältnisse herrschten. Als erste Stadt der Welt ist London mit dem Problem der Luftverschmutzung konfrontiert: 1873 erlebt die Stadt eine tödliche Smog-Katastrophe.
q Innerhalb weniger Tage sterben 800 Menschen. Im Dezember 1952 ereignet sich die schlimmste Smog-Katastrophe in der Geschichte Londons. Sie dauert vier Tage und forderte mehr als 10.000 Todesopfer. Ein Jahrhundert nach der ersten tödlichen Smog-Krise erlässt das Parlament Gesetze, die das Heizen mit Kohle verbieten. Anfang des 19. Jahrhunderts unternimmt New York die ersten Schritte als unabhängige Stadt. Der Straßenplan mit dem berühmten Rastermuster wird entworfen; der Landvermesser Simeon De Witt, John Rutherford, ehemaliger Senator und reichster Großgrundbesitzer im Staat New Jersey, sowie Gouverneur Morris – einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten – waren damit beauftragt. Mit dem Rasterplan entsteht ein florierender Immobilienmarkt und ein rasantes Wachstum beginnt, das New York zur Wirtschaftshauptstadt der USA machen wird. Der Bau des Eriekanals im Jahr 1817 bedeutet für New York eine kleine Revolution, denn bis dahin war es nahezu unmöglich gewesen, eine solche Strecke zu überwinden. Nun können Holz, Pelze und bald auch Kohle und Eisenerz problemlos bis nach New York transportiert werden - alle notwendigen Rohstoffe für den Handel und die Industrie der Stadt. Im Jahr 1851 richtet London mit einem revolutionären Bau aus Stahl und Glas, dem von Joseph Paxton im Hyde Park erbauten Crystal Palace, die erste Weltausstellung aus. Dank der Fertigbauweise konnten rund 2.000 Arbeiter den Crystal Palace in nur acht Monaten errichten. New York zieht zwei Jahre später mit einer eigenen Ausstellung nach, auf der Elisha Graves Otis den ersten Fahrstuhl präsentiert, der absturzsicher ist. Dies ist der erste Schritt im Wettstreit um den höchsten Wolkenkratzer, zu dessen Pionieren New York schon bald gehören wird. Mit den ersten mehrstöckigen Bauten aus Gusseisenkonstruktionen, die der Architekt James Bogardus südlich von Manhattan realisiert, beginnt die vertikale Revolution. Der erste Wolkenkratzer New Yorks ist dann kurioserweise eine Brücke: Die ab 1870 erbaute Brooklyn Bridge ist nicht nur ein meisterlicher Ingenieurbau, sondern auch das erste Bauwerk, dessen Höhe sich der 100-Meter-Marke annähert. New York hat seine Grenzen erweitert. 1870 hatte die Stadt 940.000 Einwohner. Im Jahr 1900 werden es 3,4 Millionen sein. So entsteht die erste amerikanische Metropole. Und London, die größte Stadt der Welt, droht überholt zu werden.

Hintergrundinfo:
Handels – und Finanzprojekte von immer größerem Ausmaß bringen in Amsterdam, London und New York im Laufe von 400 Jahren neue Stadtmodelle hervor. Verbunden damit sind bedeutende Innovationen, darunter die erste Wertpapierbörse, die Entstehung des Büros, die Erfindung des Fahrstuhls oder die Errichtung von Wolkenkratzern. Die Reihe "Amsterdam, London, New York – Welt-Städte" zeichnet diese Entwicklung nach und beschreibt, wie Amsterdam, London und New York in einem unerbittlichen Wettkampf um die Vormachtstellung in der Weltwirtschaft radikal neue städtebauliche und architektonische Formen erfunden haben.


Festtagsprogramm
22:55 Amsterdam, London, New York: Welt-Städte (55 Min.) (HDTV)
1880-2017: Spekulation und Größenwahn
Folge 4 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 16/12 bis 14/02
Erstausstrahlung

Regie: Frédéric Wilner

Im 20. Jahrhundert, das durch das neue Modell der Metropole geprägt ist, erreichen nacheinander London und New York den Höhepunkt ihres städtischen Wachstums. Das Jahrhundert steht im Zeichen der Maßlosigkeit: Der architektonische Gigantismus in New York führte außerdem zum Wohlstand für viele Bürger. Parallel dazu kam es zu einer gigantischen Verstädterung in London: Bis in die 50er Jahre hält die Hauptstadt des Commonwealth den Weltrekord der größten Bevölkerungsdichte und Flächenausdehnung. Wie Charles Booth in seiner ersten sozialgeografischen Untersuchung einer ganzen Stadt zeigt, ist London ein Ort der Extreme: Ein Drittel der Einwohner lebt in Armut – gleichzeitig wachsen reiche Stadtteile wie das West End. In New York schießen derweil die Wolkenkratzer so zahlreich und stark in die Höhe, dass 1916 eine städtebauliche Regelung erlassen wird, die unter anderem die charakteristische abgestufte Form vorschreibt. Die wohlhabende Bevölkerung residiert in Manhattan zunächst in kleinen Schlössern und zieht später in riesige Appartements. Das Wachstum in den beiden Metropolen verläuft in unterschiedlichen Dimensionen: New York schießt in die Höhe und übertrifft sich dabei immer wieder selbst – London dehnt sich in die Breite aus. In der englischen Hauptstadt erfindet Ebenezer Howard ein neues Stadtentwicklungsmodell: Die Gartenstadt sieht kleinere städtische Einheiten inmitten der Natur am Rand der Metropole vor, als Gegenentwurf zum immer rasanteren Wachstum der modernen Stadt.

Hintergrundinfo:
Handels – und Finanzprojekte von immer größerem Ausmaß bringen in Amsterdam, London und New York im Laufe von 400 Jahren neue Stadtmodelle hervor. Verbunden damit sind bedeutende Innovationen, darunter die erste Wertpapierbörse, die Entstehung des Büros, die Erfindung des Fahrstuhls oder die Errichtung von Wolkenkratzern. Die Reihe "Amsterdam, London, New York – Welt-Städte" zeichnet diese Entwicklung nach und beschreibt, wie Amsterdam, London und New York in einem unerbittlichen Wettkampf um die Vormachtstellung in der Weltwirtschaft radikal neue städtebauliche und architektonische Formen erfunden haben.


23:50 Streetphilosophy (25 Min.) (HDTV)
Peace, der Friede in dir!
Magazin Deutschland, 2017
Online verfügbar von 16/12 bis 16/03
Erstausstrahlung

Regie: Michael Schmitt
Moderation: Jonas Bosslet

Ist es erstrebenswert, im Einklang zu sein mit sich und der Welt? Inneren Frieden zu schließen, auch wenn wir mit vielem nicht einverstanden sind? Diesen Fragen spürt Jonas Bosslet diesmal in "Streetphilosophy" nach. In Berlin-Marzahn besucht er eine Jamsession der Heavy-Metal-Band Navocane und erfährt, dass hinter der Aggro-Mucke sensible Seelen stecken, denen es weniger darum geht, Dampf abzulassen als Energien freizusetzen. Doch auch die Jungs von Navocane sagen: Kunst entspringt selten aus Harmonie, sondern meist aus einem inneren Drang, etwas Negatives verarbeiten zu müssen. Auch Meditationscoach Laura Seiler blendet Negativität nicht aus, sie findet nur schneller wieder heraus. Das verrät sie Jonas Bosslet nach einer Meditation über den Dächern von Berlin. Liegt Gewalt vielleicht sogar in der Natur des Menschen? Denn woher kommt sonst die Befriedigung, wenn man Dinge zerstört?

Hintergrundinfo:
Über diese Fragen spricht Jonas Bosslet mit der Philosophin Alexandra Lauck. Die beiden treffen sich auf einem Schrottplatz, um mit Baseballschläger und Vorschlaghammer ein altes Auto kurz und klein zu schlagen. Nach Freud ist uns ein Aggressionstrieb angeboren, erklärt Alexandra Lauck. Der Mensch ist von einer Grundspannung geprägt, von Angst und Verzweiflung, wie Kierkegaard sagen würde. Sollten die Menschen diese Unruhe nicht besser akzeptieren, statt krampfhaft nach innerem Frieden zu suchen?


00:15 Square Artiste (30 Min.) (HDTV)
Carte Blanche für Wladimir Kaminer
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 16/12 bis 23/12
Erstausstrahlung

Wenn Wladimir Kaminer einen Film macht, dann nur mit dem ihm eigenen Humor. Für "Square" traf der in Berlin lebende Schriftsteller, bekannt geworden durch seine "Russendisko" einen für ihn vorbildlichen "Gastgeber": Peter Schwarz, Direktor des Cliff Hotels auf der Insel Rügen.
Weder das Hotel noch sein Direktor sind "gewöhnlich". Das Hotel war zu DDR-Zeiten ein Erholungsheim für die Parteigenossen, eingezäunt und 1a Strandlage. Heute ist es ein Wellness Hotel, in dem Peter Schwarz mit seinem Team versucht, den Gästen einen angenehmen Urlaub zu ermöglichen. Gastfreundschaft, Empfangskultur, das Kommen und Gehen der Gäste – das sind die Themen, die Wladimir Kaminer interessieren, mit Augenzwinkern: Da wundert es auch nicht, wenn in seinem Film ausgerechnet ein Eisbär an der Ostsee im Strandkorb sitzt.

Hintergrundinfo:
"Square" ist das bimediale Magazin auf ARTE. Die Sendung stellt die philosophischen, literarischen, künstlerischen und technischen Innovationen unserer heutigen Gesellschaften in den Mittelpunkt. Es geht um neue Ideen in allen Bereichen – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern weltweit. "Square" befasst sich vor allem mit dem Blick der Kreativen und Künstler auf eine Welt, die sich rasant bewegt.


Festtagsprogramm
00:45 Kurzschluss – Das Magazin (160 Min.)
Magazin Deutschland, 2017
Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss
Erstausstrahlung

Anlässlich des "kürzesten Tages" der am 21. Dezember als "Tag des Kurzfilms" gefeiert wird, zeigt "Kurzschluss – Das Magazin" ein zweieinhalbstündiges Programm mit elf Filmen. Vor jedem Film melden sich die Regisseure/innen und erzählen Hintergründe zu ihren Geschichten. Darunter Claude Lelouch, dessen Film "Rendezvous" zu sehen ist – ein Kultfilm, den er in halsbrecherischer Manier ohne Stuntman 1969 gedreht hat. Das Auto, das über rote Ampeln rast, fuhr er selbst. "Kurzschluss – Das Magazin" spricht mit dem Filmteam von "Schwimmstunde", Katja Benrath, Julia Drache und Tobias Rosen. Gerade haben sie für ihr aktuelles Projekt "Watu Wote" den Studenten-Oscar in Gold in Los Angeles abgeholt. Von Matthias Koßmehl, dem Regisseur von "Wert der Arbeit", erfährt das Kurzfilmmagazin, dass er seinen Film mit nur zehn Rollen Schwarz-Weiß-Filmmaterial auf 35mm gedreht hat. Neil Triffet aus Australien verrät, warum er seine Liebesgeschichte über einen Emo und eine Christin als Musical umgesetzt hat, und der Isländer Guðmundur Arnar Guðmundsson berichtet, wie ein Traum ihn zu "Im Tal der Wale" inspiriert hat: Eine Kurzfilmnacht mit unterschiedlichsten Geschichten von internationalen Filmemachern.

Hintergrundinfo:
"Kurzschluss – Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival – und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

Die Badewanne
Kurzfilm
Deutschland, 2015

Kurzfilm von: Tim Ellrich

Womit macht man seiner Mutter zum 60. Geburtstag wohl eine große Freude? Klar, man schenkt ihr ein schönes Foto von ihren drei Söhnen. Auf diese Idee kommen auch die inzwischen erwachsenen Brüder Georg, Niklas und Alexander. Doch als sie ein etwas albernes Bild aus Kindertagen nachstellen wollen, tauchen plötzlich unerwartete Probleme auf. Der aufkommende Konflikt lässt den Zuschauer sich unweigerlich fragen: Inwiefern unterscheidet sich der angeblich ausgewachsene Mann vom einstigen Kind?

Claudiu and the Fish
Kurzfilm
Deutschland, 2013

Kurzfilm von: Andrei Tanase

Claudiu, Ende 20, arbeitet an der Fischtheke eines Supermarktes. Er gibt sich Mühe, auch wenn er seine Arbeit im Grunde nicht wirklich mag. Eines Tages beginnt ein zusammengepferchter Karpfen, der sich in einem viel zu kleinen Bassin befindet, mit menschlicher Stimme zu husten, als Claudiu ihn aus dem Wasser holt. Claudiu ist erschüttert und will für seine Fische größere Becken. Der Chef lehnt vehement und arrogant ab. Claudiu rächt sich, indem er telefonisch eine Bombendrohung absetzt. Dabei bedenkt er jedoch nicht, dass bei einem Bombenalarm auch der Strom im Geschäft und somit die Sauerstoffpumpe abgestellt wird.

Schwimmstunde
Kurzfilm
Deutschland, 2015
Erstausstrahlung

Kurzfilm von: Katja Benrath

Als Elifs Ehemann, Ozan, einen nassen Burkini auf ihren Balkon entdeckt, wird er misstrauisch. Seine Frau nimmt heimlich Schwimmunterricht! Am nächsten Abend erwartet Ozan Elif zu Hause im festen Entschluss den Heimlichkeiten ein Ende zu setzen.

Im Tal der Wale
Kurzfilm
Dänemark / Island, 2013

Kurzfilm von: Guðmundur Arnar Guðmundsson

Zwei Brüder leben zusammen mit ihren Eltern auf einer einsam gelegenen Farm in Island. Eines Tages überrascht der jüngere der beiden Brüder den älteren bei einem Selbstmordversuch. Völlig verstört läuft er weg, doch der große Bruder holt ihn ein und ringt ihm das Versprechen ab, dass er den Eltern nichts erzählt. Durch das gemeinsame Geheimnis werden die Geschwister zu Komplizen, was den kleinen Bruder sehr belastet …

Wert der Arbeit
Kurzfilm
Deutschland, 2015
Erstausstrahlung

Kurzfilm von: Matthias Koßmehl

Nacht für Nacht kehrt Bodo die Straßen der Großstadt – gewissenhaft und ohne dass es jemand bemerken würde. Angezogen von elektronischen Bässen und dem Leuchten einer Vernissage, macht er inmitten der fremden Welt eine vertraute Entdeckung und entschließt sich dazu, nicht mehr unsichtbar zu sein.

Emo – Das Musical
Kurzfilm
Australien, 2013

Kurzfilm von: Neil Triffet

Ethan ist Emo, Schwarz ist seine Lieblingsfarbe und Lachen ist bei ihm verpönt. "Sonnenschein – schlechter kann ein Tag nicht anfangen. Und warum lächeln alle so aufreizend?", singt er früh am Morgen. Trinity ist glühende Christin und entgegnet mit zarter Stimme: "Würdest du mit mir in die Kirche gehen und dich im Gang neben mich setzen?" Dass die beiden zusammenkommen, ist kaum denkbar. Doch auf Dauer kann sich Ethan dem fröhlichen Charme Trinitys nicht entziehen. Was aber werden Ethans Freunde davon halten, die mit ihrer Band düstere Songs zum Besten geben? Oder Trinitys Freunde, die süße Gotteslieder zur Gitarre trällern? Ein Musical über zwei Teenager, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Diane Wellington
Animationsfilm
Frankreich, 2010

Animationsfilm von: Arnaud des Pallières

Diane Wellington ist ein junges Mädchen, das in den 1920er Jahren in South Dakota als Tochter wohlhabender Eltern geboren wurde. Ihre Mitschüler bewundern sie zwar, aber niemand freundet sich näher mit ihr an, weshalb sie eine Außenseiterin bleibt. Als sie eines Tages nicht mehr in der Schule erscheint, machen wilde Gerüchte die Runde. Nach und nach gerät das Mädchen allerdings in Vergessenheit, bis Jahrzehnte später zufällig ihre Knochen entdeckt werden. Erst durch diesen Fund wird klar, was wirklich mit Diane Wellington passiert ist …

Oscar
Animationsfilm
Kanada, 2016

Animationsfilm von: Marie-Josée Saint-Pierre

Die Quintessenz des Wirkens eines legendären Jazzpianisten – Oscar Peterson - lässt sich wohl in einem Satz zusammenfassen: "I play what I feel." In dieser meisterhaft animierten Dokumentation spricht er über seine Wünsche, künstlerische ebenso wie private.

She/Her
Kurzfilm
Niederlande, 2016

Kurzfilm von: Sonja Wyss

Eine Mutter sitzt mit ihrer erwachsenen Tochter im Restaurant. Die Tochter hat Geburtstag, es gibt Kaffee, Kuchen und Sekt. Schließlich überreicht die Mutter ein Geschenk. Es ist ein Buch, aber die Tochter freut sich nicht. Schnell versteht man warum: Subtil lässt die Mutter die Tochter spüren, dass sie ihren Ansprüchen nicht genügt – anscheinend nicht zum ersten Mal …

Däwit
Animationsfilm
Deutschland, 2014

Animationsfilm von: David Jansen

Ein Wolfskind, eine Katze, ein Engel. "Däwit" ist im Stil des Holzschnitts animiert. Däwit ist ein Junge, der von seiner Mutter wegen der Gewalt des Vaters ausgesetzt wird und weit ab von ihr unter Wölfen aufwächst. Nach einer rätselhaften Reise voller Entbehrungen, auf der Suche nach seiner eigenen Identität, findet er Frieden in der Vergebung.

Rendezvous
Kurzfilm
Frankreich, 1976

Kurzfilm von: Claude Lelouch

"Rendezvous" zeigt die halsbrecherische Fahrt eines Autos durch das frühmorgendliche Paris an einem Sonntag im August. Regisseur Claude Lelouch legte die Strecke von der Porte Dauphine im Westen bis zur Kirche Sacré-Coeur im Norden in weniger als acht Minuten zurück. Er saß dabei am Steuer von einem Mercedes Benz, und nicht – wie mehrfach gemutmaßt wurde – von einem Ferrari. Als das Auto zum Stillstand kommt, steigt der Fahrer aus dem Auto aus und läuft auf eine ihm entgegenkommende Frau zu. Die beiden umarmen sich.


03:25 Wildes Venedig (40 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Österreich, 2014
Wiederholung vom 11.12.

Regie: Klaus Steindl


04:05 Paläste für das Volk (30 Min.) (HDTV)
Nationaler Kulturpalast Sofia
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 26.11.

Regie: Georgi Bogdanov, Boris Missirkov


04:35 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (35 Min.) (HDTV)
Warum sabbern Babys?
Fernsehserie Frankreich, 2015
Wiederholung vom 21.11.

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne


04:38 Sendeschluss

 

*


Sonntag, 17. Dezember 2017


05:10 Streetphilosophy (30 Min.) (HDTV)
Erfinde deine Geschichte!
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 09.12.

Moderation: Ronja von Rönne


05:40 Abba, Bee Gees, Carpenters (55 Min.) (HDTV)
Das ABC der Rock-Tabus
Dokumentation Frankreich, 2016
Wiederholung vom 01.12.

Regie: Nicolas Maupied


06:35 Abba, Bee Gees, Carpenters (50 Min.) (HDTV)
Das ABC der Rockjuwelen
Dokumentation Frankreich, 2016
Wiederholung vom 08.12.

Regie: Nicolas Maupied


07:25 Dem Kummer zum Trotz! (20 Min.) (HDTV)
Joëlla – BFF (Best Friends Forever)
Kindersendung Niederlande, 2013
Online verfügbar von 17/12 bis 16/01

Regie: Eefje Blankevoort

Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention: "Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit an sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit. Die Vertragsstaaten bemühen sich sicherzustellen, dass keinem Kind das Recht auf Zugang zu derartigen Gesundheitsdiensten vorenthalten wird ( …) (und) eine angemessene Gesundheitsvorsorge für Mütter vor und nach der Entbindung sicherzustellen."
Joëlla lebt in einer Pflegefamilie und fühlt sich dort gut aufgehoben. Hier wird sie umsorgt und genießt eine auf ihre Bedürfnisse angepasste Erziehung. Joëlla ist ein FAS-Kind: Sie leidet unter Fetalem Alkoholsyndrom, weil ihre Mutter während der Schwangerschaft alkoholsüchtig war. Joëlla erklärt, warum sie deshalb anders als andere Kinder ist. Ihre Krankheit hat äußere und innere Folgen wie beispielsweise charakteristische Gesichtsmerkmale und eine schwer kontrollierbarer Hyperaktivität. Freundschaften aufrechtzuerhalten kostet sie große Mühe. Zum Glück hat sie verständnisvolle Lehrer, mit deren Hilfe es Joëlla gelungen ist, Freunde fürs Leben zu finden.

Hintergrundinfo:
Am 2. September 1990 trat das Übereinkommen über die Rechte des Kindes – kurz: die UN-Kinderrechtskonvention – in Kraft, die einige Monate zuvor durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Genf unterzeichnet worden war. Die Serie "Dem Kummer zum Trotz!" greift einige Artikel des Übereinkommens auf und erklärt ihre Bedeutung anhand der Geschichte von Kindern, deren Grundrechte mit Füßen getreten wurden: in Indien und China - aber auch in Europa. Aus der Ich-Perspektive erzählen Kinder von ihren Schicksalen, die letztlich eine positive Wendung genommen haben. Die Reihe stellt so auch die Arbeit von verschiedenen Vereinen vor, die sich für die Rechte von Kindern starkmachen.


07:45 Dem Kummer zum Trotz! (15 Min.) (HDTV)
Queen – Ein Brief an die Königin
Kindersendung Niederlande, 2013
Online verfügbar von 17/12 bis 16/01

Regie: Anneloor van Heemstra

Queen und ihre nigerianische Mutter leben gemeinsam in Holland. Ob sie auch dauerhaft dort bleiben können, ist ungewiss, denn die beiden sind illegale Einwanderer. Ihr Vater wurde schon vor langer Zeit nach Afrika abgeschoben. Queen kann auch ohne gültige Papiere die Schule besuchen, ihre Mutter hat es allerdings schwerer – ohne Arbeitserlaubnis darf sie sich keinen Job suchen. Daher haben die zwei nur wenig Geld und keinen festen Wohnsitz. Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, schreibt Queen einen Brief an Máxima, die Königin der Niederlande. Auch diese "Queen" stammt aus einem fremden, weit entfernten Land: Argentinien. Máxima setzt sich stark für die Einhaltung der Menschenrechte ein und ist deshalb eine große Hoffnung für das junge Mädchen. Wird die niederländische Königin der afrikanischen Queen helfen können? Jedes Kind hat das Recht auf ein glückliches Leben. Die Dokumentationsreihe "Dem Kummer zum Trotz!" erklärt, was hinter dieser Aussage steckt. Im Jahr 1990 trat die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Die Kurzdokus der Reihe vermitteln Inhalt und Zweck dieses internationalen Übereinkommens anhand der bewegenden Geschichten von Kindern, deren Rechte verletzt wurden, die aber ihrem Schicksal eine positive Wendung geben konnten.

Hintergrundinfo:
Am 2. September 1990 trat das Übereinkommen über die Rechte des Kindes – kurz: die UN-Kinderrechtskonvention – in Kraft, die einige Monate zuvor durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Genf unterzeichnet worden war. DieSerie "Dem Kummer zum Trotz!" greift einige Artikel des Übereinkommens auf und erklärt ihre Bedeutung anhand der Geschichte von Kindern, deren Grundrechte mit Füßen getreten wurden: in Indien und China - aber auch in Europa. Aus der Ich-Perspektive erzählen Kinder von ihren Schicksalen, die letztlich eine positive Wendung genommen haben. Die Reihe stellt so auch die Arbeit von verschiedenen Vereinen vor, die sich für die Rechte von Kindern starkmachen.


08:00 Große Oper für kleine Leute (10 Min.) (HDTV)
Aida
Kindersendung Südkorea, 2011
Online verfügbar von 17/12 bis 16/01

Regie: Lee Yong-Jun

Papageno, Aida, Don José – das sind Namen, die viele Kinder kennen. Doch wer verbirgt sich hinter den Figuren? Die Serie "Große Oper für kleine Leute" führt Kinder auf märchenhafte Weise an bekannte Opern und deren berühmten Geschichten heran. Die in poetischen Bildern gezeichnete Animationsserie lädt junge Zuschauer auf eine wunderbare Reise ein: Zu erleben sind dabei Tamino und seine Zauberflöte, Carmens und Aidas tragisches Schicksal sowie die Liebesgeschichte zwischen dem Fürsten Almaviva und der schönen Rosina.

Hintergrundinfo:
Für Kinder sind Opern oft ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei sind doch, so schon Rousseau "die konstitutiven Elemente einer Oper das Gedicht, die Musik und das Bühnenbild", Dinge, die Kinder kennen, verstehen und mögen. Warum sind Kindern Opern trotzdem so schwer zugänglich? Die Animationsserie erzählt die Handlung berühmter Opern mit viel Musik und in poetisch gezeichneten Bildern. Die unterhaltsamen Filme machen die Kinder mit den Charakteren vertraut und wecken so vielleicht die Lust, diese Werke später auch einmal auf einer richtigen Opernbühne anzusehen.


08:10 Große Oper für kleine Leute (15 Min.) (HDTV)
Aida
Kindersendung Südkorea, 2011
Online verfügbar von 17/12 bis 16/01

Regie: Lee Yong-Jun

Papageno, Aida, Don José – das sind Namen, die viele Kinder kennen. Doch wer verbirgt sich hinter den Figuren? Die Serie "Große Oper für kleine Leute" führt Kinder auf märchenhafte Weise an bekannte Opern und deren berühmten Geschichten heran. Die in poetischen Bildern gezeichnete Animationsserie lädt junge Zuschauer auf eine wunderbare Reise ein: Zu erleben sind dabei Tamino und seine Zauberflöte, Carmens und Aidas tragisches Schicksal sowie die Liebesgeschichte zwischen dem Fürsten Almaviva und der schönen Rosina.

Hintergrundinfo:
Für Kinder sind Opern oft ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei sind doch, so schon Rousseau "die konstitutiven Elemente einer Oper das Gedicht, die Musik und das Bühnenbild", Dinge, die Kinder kennen, verstehen und mögen. Warum sind Kindern Opern trotzdem so schwer zugänglich? Die Animationsserie erzählt die Handlung berühmter Opern mit viel Musik und in poetisch gezeichneten Bildern. Die unterhaltsamen Filme machen die Kinder mit den Charakteren vertraut und wecken so vielleicht die Lust, diese Werke später auch einmal auf einer richtigen Opernbühne anzusehen.


08:25 Im Lauf der Zeit (25 Min.)
Die "Fronde" – In Frankreich gärt es
Kindersendung Frankreich, 2017
Online verfügbar von 17/12 bis 16/01
Erstausstrahlung

Regie: Pierre Lergenmüller

Als Ludwig XIII. im Jahr 1643 starb, war sein Sohn erst vier Jahre alt und noch nicht regierungsfähig. Frankreich stand deshalb unter der Regentschaft von dessen Mutter Anna von Österreich und ihres Ministers Kardinal Mazarin. Doch nach dem Krieg gegen Spanien, mehreren Missernten und Steuererhöhungen stand das Land am Rande des Abgrunds. Im Jahr 1648 versuchte das Parlament, die Vorrechte des Staates einzuschränken und seine Einspruchsrechte wieder einzuführen. So begann die Fronde, ein blutiger Bürgerkrieg, der vier Jahre dauern sollte. Die Ereignisse prägten den jungen Thronfolger und stärkten ihn später in seiner Überzeugung von der absoluten Monarchie.

Hintergrundinfo:
Wie stünde es um die Gesellschaft, hätte es Kopernikus und Darwin nicht gegeben? Wie sähe Europa aus, wäre Churchill nicht so entschlossen gegen die Nazis vorgegangen? Und was wäre Deutschland ohne den Fall der Mauer? Die Menschheitsgeschichte ist eine Verkettung unglaublicher Ereignisse. Von der Geburt eines Genies bis zum Untergang eines Imperiums, von technologischen Fortschritten zu sozialen Revolutionen – die meisten großen Umwälzungen gehen auf scheinbar bedeutungslose Entscheidungen zurück. Die Reihe "Im Lauf der Zeit" bietet einen originellen Blick auf die Geschichte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kleinen Ereignissen, die bedeutsame Folgen für die ganze Weltgeschichte hatten.


08:50 Schau in meine Welt! (25 Min.) (HDTV)
Tim spielt Eishockey
Kindersendung Deutschland, 2013
Online verfügbar von 17/12 bis 24/12

Regie: Frank Koschewski

An Tim kommt keiner so leicht vorbei! Der Elfjährige ist Eishockeytorwart beim ETC Crimmitschau. Eishockey ist Tims große Leidenschaft. Er steht seit sieben Jahren auf den Kufen und im knapp zwei Meter breiten Tor. Hier will Tim keinen Puck reinlassen. Das ist nicht einfach, denn die 160 Gramm schweren Hartgummischeiben kommen manchmal mit 100 Kilometern pro Stunde herangeflogen. Damit Tim sich beim Fangen des Pucks nicht verletzt, trägt er eine schwere Schutzkleidung. Das Wichtigste dabei sind seine Gesichtsmaske und ein Halsschutz. Trotzdem gibt es immer mal wieder Verletzungen beim Training oder beim Spiel. Die knallharten Schüsse aus kürzester Entfernung, die Rempeleien mit gegnerischen Stürmern vor seinem Tor machen Tim keine Angst. Er liebt die Geschwindigkeit und das schnelle Reagieren. Zum Stoppen und Schlagen des Pucks braucht er außerdem viel Kraft. Deshalb trainiert Tim vier- bis fünfmal in der Woche. Eishockey bestimmt sein ganzes Leben. In ein paar Jahren will Tim Profi bei einer Mannschaft in Deutschland oder in Amerika werden.


09:15 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 17/12 bis 24/12

Festtagsprogramm


09:30 Zeit der Zimmerbrände (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Fernsehfilm Deutschland, 2014
Produktion: Polyphon Südwest Film & Fernseh GmbH, SWR
Online verfügbar von 17/12 bis 24/12

Rollen und Darsteller:
Harry Zoppke – Uwe Ochsenknecht
Benjamin 'Benny' Hinz – Christoph Letkowski
Britta – Jytte-Merle Böhrnsen
Anna – Marie-Lou Sellem

Regie: Vivian Naefe
Produzent: Beatrice Kramm, Hubertus Meyer-Burckhardt
Drehbuch: Beate Langmaack
Musik: Sebastian Pille
Kamera: Peter Döttling
Kostüm: LinLin May
Szenenbild: Björn Nowak: Björn Nowak
Redaktion: Michael Schmidl, Manfred Hattendorf
Schnitt: Florian Drechsler

Nach 15 Jahren als Trainer einer Mittelklasse-Eishockeymannschaft in Kanada hat Harry Zoppke ausgedient. Ohne Job und Familie kehrt er in seine Heimatstadt Freiburg zurück. Auf der Suche nach Arbeit bei seinem alten Verein, dem EHC Freiburg, trifft er auf Benjamin "Benny" Hinz, den er vor seinem Kanada-Aufenthalt trainiert hat. Benny hat es mittlerweile als Scherzartikelhersteller durchaus zu etwas gebracht. Doch trotz seines Wohlstands wird Benny, der ohne Vater aufgewachsen ist, stets von der Ungewissheit um die Identität seines Erzeugers umgetrieben. Als Benny feststellt, dass Harry wie er Linkshänder ist und die gleichen Allergien hat, ist er davon überzeugt, dass Harry der langersehnte biologische Vater sein muss. Der wiederum ist komplett überrumpelt und verpasst letztlich den richtigen Moment, um Benny über das Missverständnis aufzuklären. Vielmehr genießt Harry es alsbald, einen Sohn zu haben und nicht mehr allein zu sein. Und auch Benny hat nun endlich den Vater, den er sich immer gewünscht hat. Er beginnt, Harry in sein Unternehmen und sein Umfeld einzuführen. Zunächst wird der vermeintliche Vater herzlich empfangen, doch als Benny sich immer mehr zu verändern beginnt, werden seine Freunde misstrauisch. Gerade als Harry mit seiner neuen Bekanntschaft Anna eine Beziehung beginnen will, droht das Lügengerüst allmählich ins Wanken zu geraten, und Harry muss sich der bitteren Wahrheit stellen.

Hintergrundinfo:
Mit "Zeit der Zimmerbrände" schlägt Regisseurin Vivian Naefe nach den Dramen "Mein eigen Fleisch und Blut" (2010) und "Der Geschmack von Apfelkernen" (2013) wieder heitere Töne an.
Der Darsteller des Benny, Christoph Letkowksi, feierte sein Filmdebüt in Dominik Grafs "Eine Stadt wird erpresst" (2006). Nach seinem Auftritt in Marc Rensings "Parkour" (2009) wurde er 2011 für seine Darbietung in Nicolas Wackerbarths "Unten Mitte Kinn" für den Förderpreis Deutscher Film als bester Nachwuchsschauspieler nominiert. 2013 war er in David F. Wnendts Adaption des Romans "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche zu sehen, der in Deutschland und der Schweiz für Aufsehen sorgte. Harry wird unnachahmlich von Uwe Ochsenknecht verkörpert, der seit "Das Boot" (Wolfgang Petersen, 1981) eine feste Größe im deutschen Film ist.


11:00 Hundert Meisterwerke und ihre Geheimnisse (30 Min.) (HDTV)
Kampf mit den Mamelucken am 2. Mai 1808 in Madrid, Francisco Goya, 1814
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Online verfügbar von 17/12 bis 15/02
Erstausstrahlung

Regie: Carlos Franklin

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts weitete Napoleon Bonaparte sein Kaiserreich in Europa aus - trotz des Widerstands der gegen ihn verbündeten Königreiche. Um England, seinen erbittertsten Gegner, zu isolieren, marschierte er gegen Portugal. Beim Aufenthalt in Spanien war er überrascht von dessen Verfall und Dekadenz. Er ergriff die Gelegenheit, um die letzten Bourbonen-Könige loszuwerden, zwang den spanischen Herrscher zur Abdankung und setzte seinen eigenen Bruder Joseph Bonaparte auf den Thron. Die spanischen Intellektuellen begrüßten die Ankunft der Franzosen, denn sie hofften, der Geist der Aufklärung würde das Land modernisieren und ihm zu seinem alten Glanz zurückverhelfen. Doch die Arroganz und Verachtung der Invasoren sorgte rasch für Ernüchterung, und schon bald lehnte sich das spanische Volk gegen die neuen Herrscher auf. Am 2. Mai 1808 kam es in Madrid zu einem gewaltsamen Zusammenstoß zwischen der Menge und der französischen Armee, der einen sechsjährigen Unabhängigkeitskrieg auslöste. Im Widerstand gegen die Staatsgewalt erfanden die Spanier eine moderne Form der Konfliktführung: den Guerillakampf. Der Krieg wurde durch Gräueltaten beider Lager geprägt. Francisco de Goya wurde Zeuge dieser Grausamkeiten und hielt sie – parallel zu seiner offiziellen Tätigkeit als Hofmaler – heimlich in einer Reihe von Stichen fest. 1814 endete der Krieg, und König Ferdinand VII. kehrte aus dem Exil zurück. Goya fertigte zu Ehren des Volkes ein Gemälde an, das an die Anfänge des Aufstandes erinnert. Dieses Werk war unerhört, sowohl aufgrund seiner gewagten Komposition als auch durch die schonungslose Darstellung menschlicher Gewalt. Für die nachfolgenden Generationen moderner Maler war es wegweisend.


11:30 Zu Tisch am … (35 Min.) (HDTV, UT)
Plattensee
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 09.12.

Regie: Ulrike Neubecker, Kristian Kähler


12:05 Robin Williams, viel mehr als witzig (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation USA, 2014
Wiederholung vom 03.12.

Regie: Steven J. Boettcher, Michael J. Trinklein


13:00 Die Menschen vom Inle-See (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2013
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Christopher Gerisch


13:45 Big Five Südamerika (45 Min.) (HDTV)
Die Anakonda
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Marion Pöllmann

In diesem Teil der Dokumentationsreihe ist eine Expedition um den Biologen Dr. Lutz Dirksen in Venezuela der südamerikanischen Riesenschlange Anakonda auf der Spur. Menschen verschlingendes Monster, Mutter der Flüsse, urzeitliches Ungetüm – die Riesenschlange Anakonda wurde schon immer mit Angst und Vorurteilen belegt. Eine hemmungslose Trophäenjagd hat ihrem Bestand mittlerweile so zugesetzt, dass die richtig großen Exemplare weitgehend verschwunden sind. Nur an wenigen Orten Südamerikas erreichen Anakondas noch eine Länge von mehr als vier Metern. Exemplare mit einer Länge von fünf und mehr Metern sind inzwischen seltene Attraktionen. Der Biologe Lutz Dirksen macht sich mit einheimischen Jägern und einem erfahrenen Tierfilmerteam auf die Suche nach der Riesenschlange. Entlang wilder Flüsse führt seine Expedition durch unerforschte Wälder. Dabei begegnet er exotischen und seltenen Tieren und auch verschiedenen Boas, den kleinen Verwandten der Anakonda. Doch es ist eine Reise mit Hindernissen. Wegen des Wetterphänomens La Niña, dem nassen Gegenstück zu El Niño, ist der Weg äußerst beschwerlich. Die großen Anakondas scheinen wie vom Wasser verschluckt. Eines Nachts kommt sogar der Fluss bis ins Camp und zwingt das Expeditionsteam aufzubrechen. Lutz Dirksen und seine Begleiter nehmen das Scheitern als Chance und machen sich wieder auf den Weg. Und hinter endlos scheinenden Wasserfällen finden sie ein wahres Naturparadies. Werden sie in diesem Paradies auch die gesuchte Schlange finden?
Fünf Expeditionen machen sich auf, um die "Big Five" Südamerikas aufzuspüren, fünf seltene und für den Kontinent charakteristische Tierarten. Dabei dringen sie in eine faszinierende, geheimnisvolle Welt weitab des Vertrauten vor. Die Expeditionsteilnehmer - Biologen und Artenschützer, einheimische Führer und ein Filmteam – beschreiten einen mühevollen Weg und lassen die letzten Siedlungen weit hinter sich.

Hintergrundinfo:
In einer Zeit, als es noch Kolonien gab, bereisten Großwildjäger die Länder Afrikas und machten Jagd auf die legendären "Big Five": Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Diese Auswahl bezog sich nur auf die Schwierigkeiten und Gefahren bei der Jagd auf diese Tiere. Und wer die Trophäen der "Big Five" mit nach Hause brachte, galt etwas im Land. Heute stehen diese Arten unter strengem Schutz. Aber es gibt auch die südamerikanischen "Big Five". Die Dokumentationsreihe begleitet fünf Expeditionen, die den charakteristischen Tierarten des viertgrößten Kontinents – Anakonda, Jaguar, Andenbär, Riesenotter und Ameisenbär – auf der Spur sind. Mit ausgefeiltem technischen Equipment – unter anderem kommen Mini-HD-Kameras, Highspeed-Kameras, weitreichende HD-Teleobjektive, Zeitrafferkameras sowie ferngesteuerte Kameras über und unter Wasser zum Einsatz – sind den Filmemachern faszinierende Bilder gelungen.


14:30 Big Five Südamerika (45 Min.) (HDTV)
Der Riesenotter
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Felix Heidinger

Die Expedition führt ins Dreiländereck Brasilien, Bolivien und Peru. Mit Proviant für mehrere Wochen, 300 Kilogramm Filmausrüstung und einigen Fässern Benzin macht sich das Kamerateam auf den Weg zum Manu-Nationalpark. Mit dem Boot geht es flussaufwärts ins Quellgebiet des Amazonas. Das Ziel sind die Riesenotter in den Altarmen des Rio Manu. Und tatsächlich gelingt es, eine Familie dieser kräftigen und eleganten Fischjäger aus nächster Nähe zu beobachten, und zwar sowohl bei der Aufzucht ihrer Neugeborenen als auch bei ihren Konfrontationen mit den allgegenwärtigen Kaimanen. Diese Kämpfe haben übrigens häufig ganz unerwartete Sieger. Die weltweite Zerstörung der natürlichen Lebensräume von Wildtieren macht auch vor Peru nicht Halt. Geführt von Wissenschaftlern der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt gelingt es dem Filmteam, die zerstörerischen Auswirkungen der Goldgräberei im Land zu dokumentieren. Der durch den aktuellen Ansturm auf Gold – infolge der Finanzkrise – angefachte rücksichtslose Abbau des Edelmetalls wirkt sich auch auf die Lebensbedingungen der Riesenotter aus. So beobachtet die Expedition einen Solitario, einen einzelnen Riesenotter, der seine Familie verlassen hat und auf der Suche nach einer neuen Heimat nicht mehr weiterzukommen scheint. Aufgehalten wird er von abgelagerten Giften, von zerstörter Natur und Menschen mit ihren Hunden, die Jagd auf den Otter machen. Es stellt sich die Frage, die für das Überleben der Tiere im Tiefland von Peru entscheidend sein wird: Gelingt es ihnen, wenn sie im Alter von zwei bis drei Jahren ihre Familie verlassen müssen, um als Einzelgänger eine neue Heimat zu suchen, diese neuen Barrieren zu überwinden?


15:15 Big Five Südamerika (40 Min.) (HDTV)
Der Ameisenbär
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Andrea Rüthlein

Seit einigen Jahren ist die deutsche Biologin Lydia Möcklinghoff in Brasilien dem Großen Ameisenbären auf der Spur. Dieses ungewöhnliche Tier ist einer der letzten Ureinwohner Südamerikas. Denn nur ein paar Arten überlebten den Austausch der Tierwelt von Nord - und Südamerika, als vor Millionen Jahren die Landbrücke von Panama entstand. Als Nahrungskonkurrenten und Fressfeinde verdrängten die Raub – und Huftiere Nordamerikas einen Großteil der ursprünglichen Fauna Südamerikas. Doch der Große Ameisenbär hat neben Gürteltier und Faultier überlebt. Ihre ersten Daten sammelt Lydia Möcklinghoff in der Nähe von Boa Vista, einer kleinen Stadt im Norden Brasiliens. Ausgerechnet in den wachsenden Holzplantagen, die dort seit ein paar Jahren vielen Tierarten den natürlichen Lebensraum nehmen, findet der Große Ameisenbär offenbar eine optimale Umgebung vor - kaum natürliche Feinde, dafür aber ausreichend Nahrung unter den Blättern der Akazienbäume. Lydia Möcklinghoffs Forschung führt sie weiter ins Pantanal, das größte saisonale Binnenland-Feuchtgebiet der Erde. In dieser weitgehend ursprünglich erhaltenen Natur hat der Große Ameisenbär überlebt, während er in den Nachbarstaaten Brasiliens, Argentinien und Peru, schon als ausgestorben gilt. Überlebt haben hier aber auch seine neben Greifvögeln einzigen natürlichen Feinde, Puma und Jaguar.


15:55 Big Five Südamerika (45 Min.) (HDTV)
Der Andenbär
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Bernd Strobel, Bernhard Rübe

Anden – oder Brillenbären sind die einzige Bärenart Südamerikas und die letzten Überlebenden aus der Unterfamilie der Kurzschnauzenbären, die bis zur letzten Eiszeit den gesamten nordamerikanischen Kontinent bewohnten. In den Nebelwäldern der Hochanden waren sie vor den Gletschermassen sicher und konnten sich über die Jahrtausende an diesen neuen Lebensraum anpassen. Nach bisheriger Lehrmeinung wurden sie dort zu Pflanzenfressern, die geschickt auf Urwaldbäume klettern, um nach Bromelien und anderen zuckerhaltigen Gewächsen zu suchen. Doch es mehren sich Berichte, einzelne männliche Bären zögen in die Täler, um Maisfelder zu plündern und Weidevieh anzufallen. Als Konsequenz blasen die Bauern zur illegalen Jagd auf Andenbären und dezimieren den Bestand. Doch was ist dran an den Geschichten über die zu Fleischfressern mutierten Vegetarier? Ein Filmteam begibt sich mit den Bärenschützern Armando Castellanos und Andres Laguna in den ecuadorianischen Hochanden auf Spurensuche. Die Expeditionsteilnehmer stellen fest, dass nicht die Bären in die Täler herabsteigen, sondern die Bauern ihre Weideflächen immer weiter in den Lebensraum der geschützten Art ausdehnen. Nun müssen die Bärenschützer nach nachhaltigen Lösungen zum Schutz der letzten verbliebenen, auf wenige Tausend Exemplare geschätzten ecuadorianischen Andenbären suchen. Sie entwickeln dafür ihre ganz eigene, offensive Strategie.


16:40 Big Five Südamerika (45 Min.) (HDTV)
Der Jaguar
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Andrea Rüthlein

Die drittgrößte Katze der Welt – größer sind nur noch Löwe und Tiger – hat auf dem amerikanischen Kontinent lange um ihr Überleben kämpfen müssen. Das wunderschöne Fell des Jaguars und die Furcht der Menschen haben ihn in weiten Teilen Amerikas zum Verschwinden gebracht. Auch in Brasilien konnte sich der Bestand erst nach dem Artenschutzabkommen von 1976 erholen. Rund um die berühmten Wasserfälle von Iguazú haben sich die wenigen scheuen Exemplare in den angrenzenden Nationalpark zurückgezogen. Doch nun machen vor allem zwei junge Jaguarbrüder den Forschern des Nationalparks zu schaffen, da sich die Raubkatzen bis in die Touristenzone vorwagen. Auch im Pantanal, dem rund 200.000 Quadratkilometer großen Schwemmland Zentralbrasiliens, schwelt immer noch der Konflikt zwischen Artenschutz und Viehzucht. Viele Farmer lassen die Jaguare heimlich vergiften. Lucas Leuzinger ist Biologe und Farmer. Fast die Hälfte seines Farmlandes überlässt er der Wildnis. Jaguar und Puma finden dort genug wilde Beute, so hat Lucas Leuzinger kaum Viehverlust zu beklagen. Weil aber über die Wanderwege der Jaguare immer noch zu wenig bekannt ist, will der Biologe einen Jaguar mit einem Sender versehen lassen. Doch eine ungewöhnlich späte und lange Regenzeit macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Im Norden des riesigen Mosaiks aus Flüssen, Wäldern und je nach Jahreszeit überfluteten Savannen verfolgt Douglas Trent seit einigen Jahren die Jaguare mit der Kamera. Circa 40 Exemplare konnte er schon ausmachen. Diese ungewöhnlich hohe Dichte spricht dafür, dass das Schutzgebiet den Katzen als Durchgang auf der Suche nach einem eigenen Revier dient. Doch solange noch wenig über die Bedürfnisse der Jaguare bekannt ist, wird es ein langer Weg sein, der größten Katze des südamerikanischen Kontinents eine sichere Zukunft zu geben.


17:25 César (55 Min.) (HDTV)
Objektkünstler & Bildhauer
Dokumentation Frankreich, 2016
Online verfügbar von 17/12 bis 16/01
Erstausstrahlung

Regie: Stéphane Ghez

Er schrieb mit seinen innovativen Grenzerweiterungen der bildhauerischen Techniken Kunstgeschichte: César (1921-1998), einer der bedeutendsten Künstler des Nouveau Réalisme. Er schaffte Werke aus Gips und Eisen, aus getriebenen Bleifolien und Draht, er nutzte Industrieabfälle und Schrotteile für seine Skulpturen. In seinen wegweisenden Werken, den "Compressions dirigées", die César zu internationaler Bekanntheit verhalfen, bearbeitete er verschiedenste Metallteile und ganze Autokarosserien mit hydraulischen Schrottpressen. Für die Kunstszene waren seine provokanten Schrottplastiken anfangs ein gewalttätiger Anschlag auf die Bildhauerkunst. Die traditionelle Kunst wurde gesprengt, indem er Gegenstände der Konsumgesellschaft recycelte. Rund 20 Jahre nach dem Tod des Bildhauers hält die Dokumentation Rückschau auf eine einzigartige Karriere und beleuchtet dabei die vier Kunstformen, die César zu einem Alchimisten der modernen Bildhauerei machten: Der Film stellt seine Eisenskulpturen vor, seine Kompressionen, Abdrücke und Expansionen. Bei letzteren handelt es sich um Serien aus Polyurethan, bei denen der Künstler – auch in Form spektakulärer Happenings vor den Ausstellungsbesuchern – mit dem sich ausdehnenden, schäumenden Kunststoff spielte. César Baldaccini wurde als Sohn armer toskanischer Einwanderer im multikulturellen Viertel Belle-de-Mai in Marseille geboren. 1943 schrieb er sich in Paris an der berühmten Kunstakademie ein – in erster Linie, um dem Zwangsarbeitsdienst in Deutschland zu entgehen. Am Ende dauerte das Studium fast 15 Jahre. Die Jahre in Paris wurden prägend für César. Hier begegnete er Pablo Picasso, Germaine Richier und Alberto Giacometti. 1954 richtete César sein Atelier in Villetaneuse im Norden von Paris ein, in einer Fabrik, die dem Vater eines Freundes gehörte.
Mit Metallabfällen entwickelte der junge Bildhauer eine neue plastische Sprache. Mit einer Fischskulptur feierte César 1954 seinen ersten großen Erfolg. In Paris, London und Brüssel sorgten seine Ausstellungen für Furore und brachten den Durchbruch mit 33 Jahren als Eisenbildhauer. Besonders seine Tierfiguren und sinnlichen Frauenbüsten werden von der Kritik bejubelt. Berühmt werden später neben seinen Kompressionen vor allem auch die vergrößerten Abdrücke von Körperteilen, wie etwa die riesigen goldenen Skulpturen seines eigenen Daumens oder die auf fünf Meter vergrößerte Brust einer Tänzerin des Variétés "Crazy Horse". Mit diesen betont ironischen Werken steht er auch der Pop-Art nahe. Verwandte, Freunde und Experten für zeitgenössische Kunst zeichnen das Porträt des nonkonformistischen Künstlers und blicken zurück auf ein spielerisch-provokantes Lebenswerk: Bernard Blistène, Direktor des Centre Pompidou; Catherine Millet, Gründerin von "Art Press" und große Bewunderin von César; Jean Nouvel, Architekt und Freund von César; Césars Frau Rosine; Stéphanie Busuttil, die letzte Weggefährtin des Künstlers und heute Vorsitzende der Fondation César. Nicht zu vergessen Régis Bocquel, Césars Eisengießer, in dessen Kunstgießerei in der Normandie César ein Atelier hatte und dessen Präsenz zwischen all den Werken, die er hinterlassen hat, noch immer zu spüren ist.


Festtagsprogramm
18:20 Wiener Abend mit dem Orchestre de Paris (50 Min.)
Musik Frankreich, 2017
Online verfügbar von 17/12 bis 24/12
Erstausstrahlung

Regie: Julien Condemine

Mitwirkende: Orchestre de Paris
Cyrille Dubois (Tenor)
Annette Dasch (Sopran)
Dirigent: Thomas Hengelbrock

Musikalischer Streifzug durch das deutsch-französische Operetten-Repertoire: Am 8. Juni 2017 wurde in der Philharmonie de Paris ein besonderes Konzertprogramm geboten: Nach dem Vorbild der berühmten Londoner Proms stellte der Dirigent Thomas Hengelbrock ein unterhaltsames Programm zusammen, das einen leichten Zugang zur klassischen Werken bietet. Gemeinsam mit zwei wunderbaren Solisten – der Sopranistin Annette Dasch und dem Tenor Cyrille Dubois – spielt das Orchestre de Paris die beliebtesten Walzer aus berühmten Operetten. Der Zuschauerraum der Philharmonie verwandelte sich in einen Ballsaal, als Thomas Hengelbrock das Publikum mit Klängen von Strauss-Walzern vor die Bühne lockte und zum Tanzen animierte. Anschließend traten die beiden Sänger abwechselnd auf die Bühne und gaben mal solo, mal im Duett Operettenlieder von Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Jacques Offenbach zum Besten. Das Programm im Überblick: – Johann Strauss (Sohn): "Die Fledermaus" – Ouvertüre – Emmerich Kálmán: Auszug aus "Das Veilchen von Montmartre" – Heut' Nacht hab' ich geträumt von Dir – Emmerich Kálmán: Auszug aus "Gräfin Mariza" – Sag ja, mein Lieb, sag ja – Johann Strauss (Sohn): Auszug aus "Ritter Pásmán" - Csárdás – Charles Lecocq: Auszug aus "Les Cent Vierges" – O Paris, gai séjour de plaisir - Jacques Offenbach: Auszug aus "Orphée aux enfers" – Ballet des mouches: Galop – Jacques Offenbach: Auszug aus "La Belle Hélène" – C'est le ciel qui m'envoie … Ce n'est qu'un rêve - Franz Lehár: Auszug aus "Die lustige Witwe" – L'heure exquise – Jacques Offenbach: Auszug aus "Orphée aux enfers" – Galop Infernal


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 17/12 bis 18/12


19:30 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Die Austern von Arcachon
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Online verfügbar von 17/12 bis 24/12

Regie: François Reinhardt

Den Austernzüchtern im Becken von Arcachon steht das Wasser bis zum Hals – und das, obwohl ihre Produkte zur Leibspeise der Franzosen gehören. Der Grund ist ein Virus, das einen Großteil ihrer jährlichen Ernte zunichtemacht, bevor sie für das französische Weihnachts – und Silvesterfest geerntet werden kann. Die Einnahmen der Austernfischer schwinden, die Konkurrenzkämpfe nehmen zu. Während Wissenschaftler und Züchter verzweifelt versuchen, ein Mittel gegen den Erreger zu finden, gehen Spezialeinheiten der Küstenpolizei auf Streife, um Austerndiebe zu stellen. Die Weihnachtszeit ist in Frankreich untrennbar mit dem Austernschlürfen verbunden. Etwa 80.000 Tonnen der Schalentiere werden hier jedes Jahr verspeist. Die Züchter verdienen in dieser Zeit 70 Prozent ihres Jahreseinkommens. Einer von ihnen ist Olivier Laban, Chef einer mittelgroßen Austernfarm. Seine Auftragsbücher sind voll, doch wie lange er liefern kann, weiß er nicht. Seit einigen Jahren sind sämtliche Bestände des Beckens von einem Virus bedroht, das zwar für den Menschen ungefährlich ist, aber etwa 80 Prozent der jungen Austern dahinraffen lässt, bevor sie verkauft werden können. Eine verheerende Entwicklung für die Züchter. Umweltschützer meinen, dass das Problem hausgemacht sei – durch die fortwährende Überzüchtung, die etwa dafür sorgen soll, dass die saisonal laichenden Tiere ganzjährig erhältlich sind, was aber womöglich ihre natürlichen Abwehrkräfte schwächt. Für Männer wie Olivier Laban geht es um die nackte Existenz. Die einen reagieren mit Diebstahl bei Kollegen, andere ziehen einen Sortentausch in Erwägung, wie bereits in den 70er Jahren geschehen. Auch damals raffte ein Virus die Austern im Becken von Arcachon dahin. Als Folge wurden kanadische Austern importiert, die einen genetischen Austausch ermöglichten und die Bestände erstarken ließen. Trotz aller Schwierigkeiten wächst indes die Anzahl der Austernzüchter weiter.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


20:15 Joseph L. Mankiewicz (120 Min.)
Filmreihe

Joseph Leo Mankiewicz, geboren 1909, zählt zu den wichtigsten Hollywood-Regisseuren der Filmgeschichte. Er war der Sohn eines deutsch-jüdischen Auswanderers. Seine Filmkarriere begann am Ende der Stummfilmzeit, wo er als Redakteur zuständig für die englischen Untertitel der UFA-Filme war. 1949 feierte er seinen ersten großen Erfolg mit "Ein Brief an drei Frauen", für den er 1950 den Oscar in den Kategorien Beste Regie und Bestes Drehbuch gewann. Im selben Jahr landete er erneut einen Erfolg mit der Tragikomödie "Alles über Eva". Die elegante psychologische Studie um den Konkurrenzkampf zweier Theaterschauspielerinnen bringt raffiniert die versteckten Intrigen und überdimensionalen Eitelkeiten in der Welt der Theaterbühnen des Broadways zum Vorschein. Ein ganz anderes Thema behandelt Mankiewicz in "Der Hass ist blind": Mit der unglücklichen Geschichte des afroamerikanischen Arztes Luther Brooks schuf Mankiewicz einen Film, der auf intelligente, zeitlose und vielshass ist hichtige Weise die Brutalität und Ungerechtigkeit rassistischer Anfeindungen in den USA verdeutlicht. "Zwei dreckige Halunken" ist einer der späteren Filme des Regisseurs und sein einziger Western. In diesem Musterbeispiel des ironischen Westerns scheinen die beiden Helden zwei Seiten derselben Medaille zu verkörpern. Doch so einseitig, dass man sie in Gut und Böse aufteilen könnte, sind Mankiewicz' Figuren nie. Wie bei "Alles über Eva" bringt dieser Film eine Reflexion über Sein und Schein mit sich.


Joseph L. Mankiewicz
20:15 Zwei dreckige Halunken (120 Min.) (HDTV, AD, UT)
(There Was a Crooked Man …)
Spielfilm USA, 1970
Produktion: Warner Bros
Joseph L. Mankiewicz

Rollen und Darsteller:
Cyrus McNutt – John Randolph
Dudley Whinner – Hume Cronyn
Floyd Moon – Warren Oates
Paris Pitman, Jr. – Kirk Douglas
Woodward W. Lopeman – Henry Fonda
The Missouri Kid – Burgess Meredith
Mrs. Bullard – Lee Grant
Warden LeGoff – Martin Gabel
Gouverneur – J. Edward McKinley

Regie: Joseph L. Mankiewicz
Produzent: Joseph L. Mankiewicz
Drehbuch: Robert Benton, David Newman
Musik: Charles Strouse
Kamera: Harry Stradling Jr.
Schnitt: Gene Milford

Arizona, 1883: Dem Banditen Paris Pitman gelingt ein bedeutender Raubüberfall. Seine Beute, runde 500.000 Dollar, versteckt er in der Wüste in einer Schlangengrube. Doch als er in einem Bordell seinen Erfolg feiert, wird er erkannt und gefangen genommen. Für seinen Raub bekommt er eine Strafe von zehn Jahren. Im Gefängnis hat er das Glück, auf den korrupten Direktor Warden LeGoff zu treffen, der das Leben in der Wüste nicht mehr aushält und ihm für die Hälfte des Geldes die Freiheit anbietet. Aber soweit kommt es nicht, denn der Direktor wird bei einem Gefecht getötet. Der ehemalige Sheriff Lopeman wird neuer Direktor des Gefängnisses und ist unwillig, einen Deal mit einem Verbrecher einzugehen.
Doch Pitman bemüht sich trotzdem, das Vertrauen von Lopeman zu gewinnen, indem er ihm hilft, die Bedingungen des Lebens im Gefängnis zu verbessern. Gleichzeitig bereitet er einen Fluchtplan vor, in den alle seine Zellengenossen involviert sind. Sie haben vor, gemeinsam am Besuchstag des Gouverneurs zu fliehen. Pitman ist zwar sehr charmant und intelligent, aber nicht vertrauenswürdig: Als der hoffnungsvoll erwartete Tag der Freiheit kommt, verrät er alle seine Komplizen. Er entflieht als Einziger, und Lopeman heftet sich an seine Fersen.

Hintergrundinfo:
"Zwei dreckige Halunken", einer der späten Filme von Mankiewicz, ist sein einziger Western und somit eine Rarität. Für dieses Musterbeispiel des ironischen Westerns wählte er die Superstars Henry Fonda und Kirk Douglas für die Darstellung seiner beiden Helden. Diese scheinen zwei Seiten derselben Medaille zu verkörpern. Doch so eindimensional, dass man sie in Gut und Böse aufteilen könnte, sind Mankiewicz' Figuren wiederum doch nicht. Somit bringt dieser Film eine wahre Reflexion über Schein und Sein mit sich. ARTE präsentiert "Zwei dreckige Halunken" im Rahmen einer Mankiewicz-Filmreihe, zusammen mit "Der Hass ist blind" und "Alles über Eva".


Joseph L. Mankiewicz
22:15 Der Hass ist blind (105 Min.) (HDTV, UT)
(No Way Out)
Spielfilm USA, 1950
Produktion: Twentieth Century Fox Film Corporation
Joseph L. Mankiewicz

Rollen und Darsteller:
Cora Brooks – Mildred Joanne Smith
George Biddle – Harry Bellaver
Dr. Dan Wharton – Stephen McNally
Ray Biddle – Richard Widmark
Edie Johnson – Linda Darnell
Dr. Luther Brooks – Sidney Poitier
Dr. Sam Moreland – Stanley Ridges
Lefty Jones – Dots Johnson
John Biddle – Dick Paxton

Regie: Joseph L. Mankiewicz
Produzent: Darryl F. Zanuck
Drehbuch: Lesser Samuels, Joseph L. Mankiewicz
Musik: Alfred Newman
Kamera: Milton R. Krasner
Schnitt: Barbara McLean

Eines Nachts werden die zwei kleinkriminellen Brüder John und Ray Biddle ins Krankenhaus gebracht: Bei einer Schießerei mit der Polizei wurden sie jeweils am Bein getroffen. Der frisch promovierte Arzt Luther Brooks hat zum ersten Mal Nachtschicht in der Notaufnahme und kümmert sich um die beiden. Schon bei der Einweisung fällt Ray mit rassistischen Sprüchen gegen den schwarzen Dr. Brooks unangenehm auf. Während der ersten Untersuchung wird Dr. Brooks auf den schlechten Zustand von John aufmerksam. Dieser scheint kaum noch bei Bewusstsein und ist völlig orientierungslos. Dr. Brooks entwickelt den Verdacht eines Gehirntumors und will dem Patienten etwas Rückenmarksflüssigkeit entnehmen, als John dabei ganz unerwartet plötzlich stirbt. Ray hat das Ganze mit eigenen Augen beobachtet und beschuldigt Dr. Brooks, seinen Bruder absichtlich umgebracht zu haben. Chefarzt Wharton ist überzeugt, dass Dr. Brooks das Richtige getan hat, und unterstützt zwar dessen Diagnose, aber nur eine Autopsie kann Gewissheit schaffen. Doch Ray, der sich als wahrer Psychopath herausstellt, weigert sich empört, die benötigte Einwilligung dafür zu geben, und bereitet stattdessen eine blutige Rache vor …

Hintergrundinfo:
"Der Hass ist blind", einer der frühen, engagierten Filme von Mankiewicz, zeichnet sich durch die intelligente und vielschichtige Weise aus, in der die brisante Thematik des Rassismus gehandhabt wird. Anhand der unglücklichen Geschichte von Dr. Brooks schafft Mankiewicz einen Film, der zeitlos die Brutalität und Ungerechtigkeit rassistischen Verhaltens verdeutlicht. ARTE präsentiert "Der Hass ist blind" im Rahmen einer Mankiewicz-Filmreihe, zusammen mit "Zwei dreckige Halunken" und "Alles über Eva".


00:00 Schneeflöckchen (190 Min.)
Oper Frankreich, 2017
Online verfügbar von 17/12 bis 16/01
Erstausstrahlung

Regie: Andy Sommer Inszenierung: Dimitri Tcherniakow

Dirigent: Michail Tatarnikow
Autor: Alexander Ostrowski

Schneeflöckchen, Tochter von König Frost und der Frühlingsfee, träumt von einem Leben unter den Menschen. Sie muss sich allerdings vor dem rachsüchtigen Sonnengott in Acht nehmen, der sie schmelzen lässt, falls sie sich verlieben sollte.
Der Komponist Nikolai Rimski-Korsakow hat die Handlung seiner Oper aus einem Werk des Dramatikers Alexander Ostrowski übernommen, der seine Inspiration wiederum in der russischen Folklore fand. Das Werk von Ostrowski kam damals sehr überraschend, da der Autor eher für seine Sozialsatiren als für Märchenerzählungen bekannt war. Der Komponist hat dieses Paradox jedoch geschickt verarbeitet, indem er seinerseits Volkslieder mit innovativer Orchestrierung kombinierte und so Tradition und Moderne verband. "Schneeflöckchen" wurde zu seinem ersten großen Erfolg, und Rimski-Korsakow selbst sah in dem Werk nichts Geringeres als die schönste Oper, die seit Glinkas Tod in Russland komponiert worden war.
Dimitri Tcherniakow bringt dieses wunderschöne und grausame Märchen, das sich irgendwo zwischen unschuldiger Erotik, brennender Leidenschaft und rasender Eifersucht bewegt, mit seiner sowohl analytischen wie kreativen Inszenierung auf eine menschliche Ebene. Er bedient sich jedoch auch mancher Symbole, indem er beispielsweise eine reaktionäre Gemeinschaft zeichnet, die im Gegensatz zu Schneeflöckchen noch nicht bereit zu sein scheint, sich dem Unbekannten hinzugeben.

Hintergrundinfo:
Die Pariser Oper hat für ihre erste Aufführung von "Schneeflöckchen" aus dem Vollen geschöpft und einige der besten russischen Künstler ins Haus geholt:Aida Garifullina, Gewinnerin des Operalia-Wettbewerbs 2013, und Michail Tatarnikow, Musikdirektor und Chefdirigent des Michailowski-Theaters Sankt Petersburg.


03:10 Die Algenbäuerinnen von Sansibar (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2012
Wiederholung vom 02.12.

Regie: Sylvia Strasser


03:55 Verschollene Filmschätze (30 Min.)
1967. Die Ölpest durch den Tanker "Torrey Canyon"
Wiederholung vom 09.12.2017


04:25 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (3 Min.) (HDTV)
Turbulenzen
Fernsehserie Frankreich, 2015
Wiederholung vom 23.11.

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne


04:28 Sendeschluss

 

*


Montag, 18. Dezember 2017


05:00 E. Krivine dirigiert Rachmaninow (70 Min.) (HDTV)
Musik Frankreich, 2017
Wiederholung vom 05.11.
Originalvertonung

Regie: Olivier Simonnet
Mitwirkende: Denis Mazujew

Orchestre National de France
Dirigent: Emmanuel Krivine


06:10 Xenius (30 Min.)
Schlafende Vulkane – Wie man die Warnzeichen richtig deutet
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 15.12.

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug


06:40 Medizin in fernen Ländern (25 Min.) (HDTV)
Chamonix – Retter der Lüfte
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Online verfügbar von 18/12 bis 16/02
Erstausstrahlung

Regie: Timothee Janssen, Timothee Ebermann, Laurent SARDI

Mit seinen 4.809 Metern ist der Mont Blanc der höchste Berg Europas. Jedes Jahr zieht er Zehntausende mehr oder weniger erfahrene Bergsteiger an. Doch der Alpengigant ist keine harmlose Touristenattraktion. Die Windstärke auf dem Mont Blanc kann mehr als 150 Stundenkilometer erreichen, und die Temperaturen sinken schnell auf – 40 Grad Celsius. Diese Extrembedingungen machen ihn zum tödlichsten Bergmassiv Frankreichs. An seinen Hängen und Schluchten finden jährlich mehr als tausend Rettungseinsätze statt. Plötzlicher Temperaturverlust, Windböen, Bergstürze und Höhenkrankheit überraschen selbst erfahrene Bergsteiger. Für den Notarzt Bernard Fontanille bedeutet der Mont Blanc eine Rückkehr zu den Wurzeln. In Chamonix trifft er seinen alten Freund und Kollegen Pierre Pili von der dortigen Bergwacht. Mehr als 15 Jahre lang war auch Bernard für die Bergrettung im Einsatz und begleitete schwierige Hubschraubereinsätze inmitten von Geröll und Firn. Heute erklärt er, wie diese unkonventionelle Art von Notdienst funktioniert. Wie rettet man Verunglückte in einer so unübersichtlichen, zerklüfteten Landschaft? Wie stellt man schnell eine zuverlässige Diagnose, wenn die Zeit drängt und der Patient extrem verängstigt ist? Mit all diesen Herausforderungen sowie mit den extremen klimatischen Bedingungen müssen die Notärzte, Rettungssanitäter und Bergwachtpiloten in Chamonix fertig werden.

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


07:05 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 18/12 bis 25/12


07:10 +/ – 5 Meter (45 Min.) (HDTV)
Mangroven schützen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 18/12 bis 17/01

Regie: Dominique Hennequin

In Florida beobachtet Joe Bunni Alligatoren. Weiter nördlich baden Rundschwanzseekühe im warmen Wasser des Crystal River. Im Senegal sorgt ein Umweltschützer dafür, dass die dezimierten Mangrovenwälder wieder wachsen. In Indonesien besucht Bunni einen See, der von Millionen Quallen bevölkert wird, und macht Fotos vom gefährlich aussehenden Komodowaran.
Die Reise beginnt an den Meeresküsten mit ihrer beeindruckenden, aber durch menschliches Eingreifen bedrohten Fauna. Im Nationalpark in den Sumpfgebieten der Everglades im US-Bundesstaat Florida folgt Joe Bunni mit seiner Kamera den Alligatoren unter Wasser. Weiter nördlich baden friedliche Rundschwanzseekühe im warmen Quellwasser des Crystal River. Eine Kältewelle hat sie an diesen Ort getrieben und 600 Exemplare zu dieser außergewöhnlichen Versammlung vereint. Im Senegal forstet der Umweltschützer Haïdar El Ali die dezimierten Mangrovenwälder wieder auf. Dabei wird er von der einheimischen Bevölkerung unterstützt. Gemeinsam konnten sie bereits 1.700 Hektar Mangroven retten. Weltweit wurde in den vergangenen 30 Jahren die Hälfte aller Mangrovenwälder zerstört, um Brennholz oder Bauland zu gewinnen. Im Senegal versucht man nun, dieses Ökosystem zu bewahren. In Indonesien erkundet Joe Bunni einen See, der von Millionen Quallen bevölkert wird. Sie sind im Vulkankrater des Kakaban gefangen, haben über die Zeit ihre Nesseln verloren und sich millionenfach vermehrt. Der Fotograf unternimmt eine wahre Reise in die Urzeit und trifft auf den bedrohlich anmutenden Komodowaran. Das imposante Tier erlegt seine Beute mit Schwanzschlägen oder infiziert sie durch einen Biss mit den tödlichen Bakterien seines Mundraums. Joe Bunni gelingen Aufnahmen von Waranen, die einen Hirsch verspeisen, von einem Jungtier in den Bäumen und von einem schwimmenden Waran. Zum Abschluss besucht er einen völlig unberührten Mangrovensumpf, in dem sich ein wunderbares Korallenriff befindet.

Hintergrundinfo:
In der fünfteiligen Dokumentationsreihe erschließt der Fotograf Joe Bunni auf einem Tauchgang der besonderen Art dem Zuschauer mit seinen Aufnahmen atemberaubende, doch bedrohte Welten fünf Meter über und unter der Meeresoberfläche.


07:55 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 15.12.
Originalvertonung

Regie: Fabrice Michelin


08:35 Italien, meine Liebe (45 Min.) (HDTV)
Kalabrien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Emanuela Casentini


09:20 360° Geo Reportage (45 Min.)
Die Teebahn von Darjeeling
Reportage Deutschland / Frankreich, 2006
Online verfügbar von 18/12 bis 25/12

Regie: Tilo Hoffmann

Auf der ältesten Lokomotive Darjeelings, der "Himalayan Bird", arbeitet Chandra Mangar Bamadur wie schon sein Vater und Großvater vor ihm. Seine größte Sorge ist es, den Fahrplan nicht einhalten zu können, denn er und seine Kollegen wollen verhindern, dass man seine Dampflok für unzuverlässig und veraltet hält. In der letzten Zeit scheint der "Himalayan Bird" jedoch erhebliche Probleme beim Aufstieg zu haben. Er verliert Kühlwasser und verspätet sich durch die vielen Nachfüllstationen. Chandra Mangar Bamadur und seine Kollegen müssen nun beweisen, dass sie in der Lage sind, die Lok zu reparieren. Andernfalls müsste sie ausrangiert werden, denn nicht nur die neue Straße zwischen der Bergstadt Darjeeling und dem Tal machen den Dampfloks Konkurrenz, sondern auch Dieselloks, die heute einen Großteil der Züge schneller und billiger ziehen. Doch die Einwohner verbinden mit dem "Toy Train", ihrer Spielzeugbahn, mehr als nur wirtschaftliches Interesse. Die Bahn bringt die Kinder zur Schule und ist für viele Familien seit Generationen Hauptarbeitsplatz. Außerdem finanziert die Bahngesellschaft Schulen und die medizinische Versorgung. Seit mehr als einem Jahrhundert bestimmt die Dampflok das Leben der Menschen. Der Bau der Bahnlinie war im Jahr 1881 eine technische Höchstleistung: ein fast 90 Kilometer langes Schienennetz, das sich in über 900 Kurven nach oben windet. Nur dieser wagemutigen Arbeit ist es zu verdanken, dass Darjeeling heute eines der berühmtesten Teeanbaugebiete der Welt ist. Die alte Bahnstrecke wurde in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


10:05 360° Geo Reportage (45 Min.)
Die Eisenbahn vom Baikal zum Amur
Reportage Deutschland / Frankreich, 2005
Online verfügbar von 18/12 bis 25/12

Regie: Wolfgang Mertin

Die Baikal-Amur-Magistrale, kurz BAM genannt, war das letzte große Prestigeprojekt der Sowjetära. Diese Bahnlinie sollte neben der Transsibirischen Eisenbahn als zweite transkontinentale Trasse das östliche Europa über den Baikalsee mit dem Pazifik verbinden. Parallel sollten Siedlungen entstehen, deren Bewohner die gewaltigen Erz – und Kohlevorkommen Zentralsibiriens erschließen würden. Nach 30 Jahren Bauzeit wurde die BAM im Jahr 2003 mit der Fertigstellung des letzten großen Tunnels vollendet. Doch im neuen Russland fehlt es an Geld und Investoren, die sich an die Rohstofflager heranwagen. Die Züge rollen dennoch. Fünf Tage braucht ein Schnellzug von Moskau nach Tynda, der erst Mitte der 1970er Jahre gegründeten "Hauptstadt der BAM". Hier leben Sergej Kuplenski und Gennadi Laptjew. Sie sind Chefinspektoren der Russischen Eisenbahn und für die Sicherheit der Züge, Gleise, Brücken, Tunnel und Bahnhöfe verantwortlich. Regelmäßig koppeln sie ihren Dienstwaggon an die Züge und unternehmen Inspektionsreisen entlang der BAM. "360° Geo Reportage" begleitet sie auf der 1.500 Kilometer langen Fahrt in Richtung Osten durch den längsten Tunnel Russlands, der von freiwilligen Bauarbeitern unter Einsatz ihres Lebens gebaut wurde. Aus den Lagern, in denen diese Männer lebten, sind Siedlungen entstanden, in denen heute hauptsächlich Mitarbeiter der Russischen Eisenbahn wohnen – aber auch viele ehemalige Arbeiter, die nach der Fertigstellung der BAM keinen neuen Arbeitsplatz gefunden haben und sich mühsam durchs Leben schlagen. Nach einem Zwischenstopp in ihrer Heimatstadt Tynda geht es für die Inspektoren vorbei an der riesigen Kohlengrube von Nerjungri bis nach Jakutien, in das Land der Rentierhirten. Diese bekommen nun per Zug eine Anbindung an die Welt – und wissen nicht recht, ob sie ihnen Segen oder Fluch sein wird.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


10:50 360° Geo Reportage (40 Min.)
Die Waldbahn der Karpaten
Reportage Deutschland / Frankreich, 2003
Online verfügbar von 18/12 bis 25/12

Regie: Titus Faschina

Oberwischau und das angrenzende Wassertal sind Orte lebendiger Geschichte. Umschlossen von den tiefen Wäldern der Karpaten fanden hier Rumänen, Juden, Ungarn und Deutsche eine gemeinsame Heimat. An diesem Ort märchenhafter Sagen und Geschichten überlebte eine vergessen geglaubte Verbindung aus Feuer, Wasser und Stahl - eine der letzten mit Dampf betriebenen Waldbahnen Europas. Der junge Feuermacher Gheorghe Andreica setzt die Kleindiesellok "Cozia-1" sechs Tage in der Woche unter Dampf. Immer schon war das Wassertal ein Zentrum des Holzeinschlags. Und auch heute noch transportiert die Schmalspurbahn Holzfäller in die tiefen Wälder der Region Maramures hinauf und etwa 200 Tonnen Holz zurück ins Tal. Doch die Waldbahn ist bedroht – durch Überschwemmungen und die ökonomische Schwäche der Region. Gheorghe Andreicas größter Wunsch ist es trotzdem, eines Tages Zugführer der Waldbahn zu werden. Doch dafür muss er sich in den Augen seines Chefs erst einmal bewähren. Und so ist jede Fahrt für Gheorghe Andreica eine Reise voller Emotionen, Angst und Hoffnung.

Hintergrundinfo:
"360°Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


11:30 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in den Alpen (50 Min.) (HDTV, UT)
Im Salzkammergut
Dokumentationsreihe Deutschland / Frankreich, 2010
Online verfügbar von 18/12 bis 25/12

Regie: Sven Ihden

Sarah Wiener begibt sich auf einen grenzüberschreitenden Streifzug. Ihre Reise führt sie in die Alpen und ihre erste Etappe gar in ihre alte Heimat nach Österreich. Im Restaurant "Fischkalter", direkt am Grundlsee im Salzkammergut, bindet sich Ernst Fuchs zuerst ein Kopftuch und danach die Schürze um, bevor er die frisch gefangenen Reinanken auf einen Stock spießt und über das offene Feuer hält. Für den kochenden Quereinsteiger Ernst liegt die große Kunst der Zubereitung darin, den delikaten Edelfisch beim Garen nicht zu trocken werden zu lassen. Weniger Fingerspitzengefühl kann die Reinanke freilich vom Fischer erwarten, der sie ohne zu zaudern mit der harten Bootswand bekanntmacht. Wenn sie nicht gerade im Netz von Fischer Peter Wimmer landen, leben Reinanken tief im See, gehören zur Forellenfamilie und lieben klares und frisches Wasser. Klares Wasser lieben auch Pfifferlinge, doch die halten sich versteckt. Und Sarahs Aufgabe, eine Eierschwammerlsuppe für ihre Gäste als Vorspeise zu zaubern, wird damit zur echten Herausforderung. Früher gab es die Pilze in üppigen Mengen, doch heute sind sie rar. Nur Einheimische kennen die geheimen Pfifferlingsgründe – und die würden eher ihre Frau oder ihren Mann verleihen, als die geheimen Plätze preiszugeben. Ob Sarah mit Charme und Esprit dennoch das Geheimnis entlocken kann?

Hintergrundinfo:
Sarah Wiener begibt sich in dieser Reihe auf einen grenzüberschreitenden kulinarischen Streifzug durch eine ganze Region: die Alpen. Mit Landkarte, Adressen, Fotos und vor allem einer großen Portion Neugier ausgestattet, erhält die charmante Köchin nicht nur Einblicke in die Kochtöpfe, sondern lernt auch die Bewohner der Alpenländer und ihre Kultur näher kennen. Dazu gehören nicht zuletzt auch das Alphornspielen, Holzlöffelschnitzen und Schuhplattlern.


12:20 Re: (30 Min.)
Jäger ohne Chance – Die cleveren Wildschweine von Usedom
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 15.12.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 18/12 bis 19/12


13:00 Stadt Land Kunst (60 Min.) (HDTV)
Granville, die Kindheit von Christian Dior / Ronda / Castelo de São Jorge in Lissabon
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 18/12 bis 25/12

Regie: Fabrice Michelin

Ronda, Wiege der spanischen Seele
Die im Süden Andalusiens gelegene historische Kavallerie-Stadt Ronda thront auf einem gewaltigen Felsplateau. Die romantische, sonnenverwöhnte Stadt hat zwei Gesichter. Auf der einen Seite die pittoreske andalusische Tradition, auf der anderen Seite die "Neue Stadt": Hier prägen seit fünf Jahrhunderten Ställe und eine große überdachte Reithalle das Stadtbild – Geschichtszeugnisse der Kavallerie aus der Zeit der Reconquista.

(1): Granville, die Kindheit von Christian Dior
(2): Ronda, Wiege der spanischen Seele
(3): Das Muss: Castelo de São Jorge in Lissabon


14:00 Mein Schwert für den König (110 Min.)
(Le Capitan)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1960
Wiederholung vom 13.12.
Produktion: Da.Ma. Cinematografica, Pathé Consortium Cinéma

Rollen und Darsteller:
Giuseppa – Pierrette Bruno
Marie de Médicis – Lise Delamare
Cogolin – Bourvil
Gisèle d'Angoulême – Elsa Martinelli
François de Capestang – Jean Marais
Ludwig XIII. – Christian Fourcade
Concino Concini – Arnoldo Foà
Duc d'Angoulême – Raphaël Patorni

Regie: André Hunebelle
Produzent: Pierre Cabaud, René Bezard
Drehbuch: André Hunebelle, Jean Halain, Pierre Foucaud
Musik: Jean Marion
Kamera: Marcel Grignon
Schnitt: Jean Feyte
Autor: Michel Zévaco


15:50 Magic Cities (55 Min.) (HDTV)
Dubai
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 18/12 bis 17/01
Erstausstrahlung

Regie: Nicola Graef

Dubai hat sich zu einer Stadt der architektonischen Superlative entwickelt. Dort scheint das Motto höher, größer, gigantischer zu lauten. Das weltweit teuerste Hotel, das Burj Al Arab, und das höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa, befinden sich in den durch das Öl reich gewordenen Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Reichtum ist überall sichtbar. Kein noch so waghalsiges Projekt, das nicht möglich scheint.
In Dubai zahlt man wenig Steuern, die Freihandelszone ist Gold wert und zieht aus der ganzen Welt Investoren an. 2,2 Millionen Einwohner leben derzeit in Dubai, Tendenz steigend. 80 Prozent davon sind Ausländer. Der heute regierende Scheich investiert nach wie vor Milliarden in die Stadtentwicklung. Doch Traditionen sind den Bewohnern ebenso wichtig. Nach wie vor gibt es zahlreiche Souks und die traditionellen Dau-Boote, die noch komplett aus Holz gebaut werden. Sie werden weiterhin als Handelsschiffe genutzt, und man sieht sie überall auf dem berühmten Fluss der Stadt, dem Dubai Creek.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation zeigt die Menschen, die in Dubai leben und arbeiten: vom traditionellen Goldschmied, der seinen Schmuck auf dem weltberühmten Gold-Souk verkauft, bis zum Dau-Bootsbauer, der nach alter Tradition alles ohne Plan per Hand fertigt; von der sudanesischen Kamelzüchterin, die Schokolade aus Milch des Wüstentieres produziert, bis hin zum britischen Koch, der im höchsten Restaurant der Welt seine Gäste bewirtet. Außerdem begleitet der Film einen Galeristen im derzeit hippsten Viertel der Stadt, der zeitgenössische Kunst verkauft.


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Ratten – Müssen wir uns wirklich vor ihnen schützen?
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 18/12 bis 18/03

Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner

Ratten können klettern, schwimmen, sich durch winzige Öffnungen quetschen. Sie kommen überall hin, wo sie mit ihrem ausgezeichneten Geruchssinn Fressen wittern. In Keller und Wohnungen, in Abwasserkanäle und Grünanlagen. Zum Leidwesen der Menschen, die keine Ratten mögen. Sie sollen viele Krankheiten übertragen und sind angeblich eine Plage: Millionen sollen bereits unter uns leben. Also geht man mit Gift gegen sie vor. "Xenius" fragt nach, ob die Behauptungen über Ratten eigentlich der Wahrheit entsprechen. Und ob Ratten nicht auch etwas anderes sind als Tiere, vor denen man sich ekelt. Die "Xenius"-Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner besuchen Verhaltensforscher in Bern, die in Ratten keine Schädlinge sehen, sondern sehr soziale Tiere, die kooperativ miteinander umgehen.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Medizin in fernen Ländern (30 Min.) (HDTV)
Bali: Die Insel der Schamanen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 18/12 bis 26/12

Regie: Stéphane Jacques

Die Insel Bali ist eine hinduistische Enklave im islamisch geprägten Indonesien. In den vulkanischen Landschaften leben die Menschen in kleinen Gemeinden unter den wachsamen Blicken von Göttern und Geistern. Hier wohnt jeder Bewegung etwas Heiliges inne, und das Streben nach Schönheit und Wohlbefinden gehört zum Lobpreis der spirituellen Macht. Das hinduistische Zentrum Gunung Agung, das "Haus der Götter", steht auf dem höchsten Vulkan der Insel. Um herauszufinden, mit welchen Methoden man auf dieser geweihten Erde seine Krankheiten heilt, trifft sich Bernard Fontanille mit dem Hindu-Meister Mangku Tambun. Als einer der letzten "Balianen", wie die traditionellen Heiler auf Bali heißen, ist Mangku Tambun, Arzt und Priester in einem, der die göttliche mit der menschlichen Welt verbindet. Auf Bali kann man über Tanz, Musik, Opfergaben, Masken und Pflanzen mit den Geistern in Kontakt treten und von ihren heilenden Kräften profitieren. Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


17:40 Der alte Mann und der Storch (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 18/12 bis 16/02

Regie: Caroline Haertel, Momirovic, Mirjana

Die Save ist einer der wenigen mitteleuropäischen Flüsse, denen der Mensch noch kein Korsett aus Dämmen, Steinen und Beton verpasst hat. Das Herzstück dieser Schwemm-Landschaft ist Lonsko polje, das Lonja-Feld. Ein Naturparadies, in dem Seeadler, Schwarzstörche und Löffler ebenso in großer Zahl zu Hause sind wie Graurinder, Wollschweine und Posavina-Pferde.
Der wahre Star dieser Gegend ist aber der Weißstorch. Er nistet hier in so großer Anzahl, dass in manchen Dörfern mehr Störche als Menschen leben. Im Dorf ?igo? trägt jedes der schönen alten Holzhäuser mindestens zwei Nester, einige sogar vier. Manche von ihnen sind über 20 Jahre alt und wiegen inzwischen mehr als 500 Kilogramm. Eine große Belastung für die alten Dächer. Doch die Menschen stören sich nicht daran. Sie lieben ihre Störche und tun alles, damit sie sich wohlfühlen und für reichlich Nachkommen sorgen.
Das ungewöhnlichste Beispiel dieses vertrauensvollen Verhältnisses ist die Freundschaft zwischen dem Storchenweibchen Malena und Stjepan Vokic. Vor 24 Jahren hat der Schulhausmeister aus Slavonski Broid das angeschossene Storchenweibchen gefunden, es versorgt und ins Herz geschlossen. Da der Vogel weder fliegen noch sich sein Futter selbst besorgen kann, ist er voll und ganz auf Stjepans Hilfe angewiesen.
Während Malenas Partner, der Storch Klepetan, jedes Jahr Ende August sein Nest verlässt, bleibt sie den Winter über bei Stjepan. Der Film erzählt von einer einmaligen Freundschaft zwischen Mensch und Tier, von selbstloser Fürsorge und grenzlosem Vertrauen.


Festtagsprogramm
18:35 Kulissen des Kultkinos (45 Min.) (HDTV, UT)
Auf den Spuren von "Herr der Ringe"
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 18/12 bis 17/01
Erstausstrahlung

Regie: Jean Froment

Vor vielen, vielen Jahren, in einer lange vergessenen Fantasiewelt, schuf der Herrscher des Bösen den einen Ring. Um diesen zu zerstören, müssen die unter dem Ring geknechteten Gefährten eine lange und gefährliche Reise auf sich nehmen, bei der sie eine Vielfalt an fantastischen Landschaften durchqueren. In Neuseeland, das aus zwei Hauptinseln besteht, der Nord – und der Südinsel, hat Regisseur Peter Jackson die komplette Filmtrilogie "Der Herr der Ringe" gedreht, nach dem gleichnamigen Werk von J. R. R. Tolkien. Der britische Autor schöpfte seine Inspiration zwar aus dem mittelalterlichen England, doch die Waikato-Region auf der Nordinsel entspricht perfekt der grünen Hügellandschaft Mittelerdes. Es ist die reichste Agrarregion Neuseelands. Ein Engländer erwarb dieses Land im 19. Jahrhundert von den Maori, um dort Pferde und Schafe zu züchten. Im Film dient es als Kulisse für das Auenland, ein kleines Paradies inmitten des verwüsteten Kontinents Mittelerde. Hinter grünen Hügeln verbirgt sich Hobbingen, das Hobbit-Dorf, das auf der Farm von Russel Alexander errichtet wurde. Die Geschichte beginnt im kleinen Haus eines Hobbits. Der Ursprung dieses Volks reicht weit in lang vergessene Zeiten zurück. Diese kleinen Kreaturen bauen ihre Häuser traditionell in Höhlen und Erdlöchern, wo sie sich am wohlsten fühlen. Die Filmkulisse von Hobbingen mit 44 Häusern ist erhalten geblieben. Sie wird jeden Morgen von Dutzenden Gärtnern mit viel Liebe gepflegt, um die Besucher zu erfreuen, die jedes Jahr zu Hunderttausenden hierherkommen. Die Dokumentation führt von Hobbingen aus zu den unterirdischen Höhlen des Owen's Cliff, zum Mount Sunday mitsamt den Neuseeländischen Alpen im Hintergrund, ins feuchte und geheimnisvolle Fiordland und schließlich über die Vulkanregion Tongariro bis hin zur faszinierenden Vulkaninsel White Island vor der Küste der Nordinsel.

Hintergrundinfo:
Ob auf den Spuren des Herrn der Ringe in Neuseeland, von Harry Potter in Schottland oder von "Tiger & Dragon" in China – die fünfteilige Dokumentationsreihe "Kulissen des Kultkinos" macht sich anhand legendärer Filme auf zu spektakulären Drehorten, deren Kulissen teils erhalten geblieben sind. Wie haben sich die Filmemacher dieser Schauplätze bedient, inwiefern boten sie sich als Inspirationsquelle an und was machte gerade sie so einzigartig?.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 18/12 bis 19/12


19:40 Re: (35 Min.)
Kickboxen gegen Hass: Der harte Kampf um Integration in Österreich
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 18/12 bis 17/01

Wer Kampfsport trainiert, muss zielstrebig und diszipliniert sein. Und er lernt, Respekt vor dem Gegner zu haben, meint Karim Mabrouk, 24, mehrfacher österreichischer Staatsmeister im Thaiboxen. Kampfsport gegen Gewalt und radikale Gedanken – das ist der Ansatz der Wiener Initiative "Not in God's Name", die Karim zusammen mit anderen gegründet hat. Die überwiegend muslimischen Kampfsport-Idole wollen Vorbilder sein, gehen an Schulen, geben kostenlose Trainings, hören Jugendlichen zu. In den Kampfsport-Clubs, genau da, wo Jihadisten ihren Nachwuchs rekrutieren, setzen sie an. Mit Erfolg. Andere Länder wollen ihr Deradikalisierungs -Projekt übernehmen. Nur im eigenen Land, in Österreich, war es schwierig, Unterstützung von der Politik zu bekommen und Sponsoren zu finden. Die meisten Mitglieder von "Not in God's Name" arbeiten immer noch ehrenamtlich. Und sie sind skeptisch, wie es jetzt nach dem Rechtsruck in Österreich weiter geht. Eines ist für sie allerdings klar: Aufgeben kommt nicht in Frage.

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


Joseph L. Mankiewicz
20:15 Alles über Eva (135 Min.) (HDTV)
(All About Eve)
Spielfilm USA, 1950
Produktion: Twentieth Century Fox Film Corporation
Joseph L. Mankiewicz

Rollen und Darsteller:
Margo Channing – Bette Davis
Eve Harrington – Anne Baxter
Addison DeWitt – George Sanders
Karen – Celeste Holm
Bill Simpson – Gary Merrill
Lloyd Richards – Hugh Marlowe
Max Fabian – Gregory Ratoff
Phoebe – Barbara Bates
Miss Casswell – Marilyn Monroe
Birdie – Thelma Ritter

Regie: Joseph L. Mankiewicz
Produzent: Darryl F. Zanuck
Drehbuch: Joseph L. Mankiewicz
Musik: Alfred Newman
Kamera: Milton R. Krasner
Schnitt: Barbara McLean
Autor: Mary Orr

Als die junge Eve Harrington den Sarah Siddons Award verliehen bekommt, erinnern sich die Schauspielerin Margo Channing, der Journalist Addison DeWitt und Karen, die Ehefrau des Dramatikers Lloyd Richards, rückblickend an den Aufstieg der jungen Frau. Margo Channing ist der größte Star der Theaterszene New Yorks und eine wahre Diva. Eines Abends nach einer Vorstellung trifft Karen im Theater auf Eve, eine schüchterne junge Frau, die keine einzige Aufführung verpasst, und bietet ihr an, ihr Margo Channing vorzustellen. Als später Eve in der Loge der Schauspielerin über ihre traurige Kindheit und den Tod ihres Ehemanns erzählt, sind alle Anwesenden sehr gerührt. Margo Channing beschließt daraufhin, Eve zu sich zu nehmen. Alle in ihrem Umkreis sind ganz bezaubert von der jungen Frau, und alle Gespräche drehen sich um die Neue des Hauses. Margo selbst ist ganz begeistert von ihrer neuen Freundin, bis sie merkt, dass diese sie ganz genau studiert und davon träumt, selbst ein Star zu sein. Sie bekommt den Verdacht, dass Eve nur aus reinem Eigeninteresse so fürsorglich ist. Als sie versucht, die Kleine loszuwerden, ist es schon zu spät; Eve hat noch mehr alle Aufmerksamkeit auf sich gerichtet, als sie bei einer Probe für die verspätete Margo eingesprungen ist. Ihr Aufstieg ist nicht mehr aufzuhalten …

Hintergrundinfo:
"Alles über Eva" ist ein düsterer, aber aufregender Film, der uns einen Blick auf das Leben hinter der Bühne gewährt. Der Film hat viel der meisterhaften Interpretation von Bette Davis zu verdanken, die eine sehr empfindliche, charaktervolle und anhängliche Margo Channing zum Leben bringt. Der Film, von allen Seiten preisgekrönt, gab der Karriere der US-amerikanischen Schauspielerin neuen Schwung. ARTE präsentiert "Alles über Eva" im Rahmen einer Mankiewicz-Filmreihe, zusammen mit "Zwei dreckige Halunken" und "Der Hass ist blind".


Festtagsprogramm
22:30 Bette Davis – Der dunkle Blick (50 Min.) (HDTV)
Größer als das Leben
Dokumentation Deutschland, 2016
Online verfügbar von 18/12 bis 25/12
Erstausstrahlung

Regie: Sabine Carbon

Bette Davis gilt als verstörendste aller Filmdiven Hollywoods. Ihre Rollen und ihr Leben reflektieren die Brüche im amerikanischen Frauenbild. Sie war dominant, intelligent, manchmal herzlos und wollte doch vor allem geliebt werden. Diese Rechnung ging im Privaten nicht auf. Sie war zu stark für die Männer, und ihre Tochter wandte sich mit einem feindseligen Buch von ihr ab. Das Publikum liebte sie ungebrochen, obwohl die von ihr dargestellten Charaktere selten sympathisch waren. Sie war nie die makellose Schönheit, sondern die Frau, die sich den Weg zum Glamour erkämpfte. Sie verklagte ihren Produzenten Jack Warner, weil er ihr angeblich zu schlechte Rollen gab. Gleichzeitig war sie das Box-Office-Wunder des Studios. Zweimal hat sie einen Oscar erhalten, zehnmal war sie nominiert – ein Rekord. Das Porträt untersucht den widersprüchlichen Mythos Bette Davis mit Blick auf ihre Filme und Auftritte, in Gesprächen mit Menschen, denen sie am Ende ihres Lebens begegnete: Kim Carnes ließ sie in den 1980er Jahren mit dem Welthit "Bette Davis Eyes" noch einmal aufleben. Elizabeth Fuller, bei der Bette Davis 1985 während eines Hotelstreiks in New York einzog, zeigt das Haus, in dem sie Bette Davis empfing und das von dem Weltstar vollkommen in Besitz genommen wurde. Regisseur Larry Cohen, der den letzten Film mit ihr drehte, erinnert sich an eine Frau, die zu stolz war zuzugeben, dass ihr Gebiss gebrochen war, so dass jeder Filmsatz zur Tortur wurde. Schauspielkollegin Gena Rowlands erlebte sie als warmherzige Frau. Susan Batson, eine der bekanntesten Schauspiel-Coaches, ergründet mit der deutschen Schauspielerin Bettina Lohmeyer die psychologischen Untiefen des Stars.


23:20 Leslie Caron, eine Pariserin in Hollywood (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich / Kanada, 2014
Online verfügbar von 18/12 bis 26/12

Regie: Larry Weinstein

Leslie Caron verkörpert das goldene Zeitalter des amerikanischen Kinos. Die ausgebildete Tänzerin stand auf zahlreichen Theaterbühnen und spielte in insgesamt 45 Filmen. Als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines französischen Vaters wuchs sie in Paris auf. Mit dem Zweiten Weltkrieg nahm ihre bis dahin sorglose Kindheit ein abruptes Ende: Die Bilder des besetzten und zerstörten Frankreichs begleiten sie bis heute. Seither betrachtet sie nichts mehr als selbstverständlich. Von ihrer ambitionierten Mutter wurde Leslie noch während des Krieges zu einer Ballettkarriere gedrängt. So lernte sie schon früh, was Disziplin bedeutet. Mit 18 Jahren nahm ihr Leben erneut eine radikale Wende: Gene Kelly entdeckte sie auf einer Pariser Bühne und holte sie nach Hollywood. Obwohl sie kein Wort Englisch sprach, folgte sie dem Ruf. Bereits ihr erster Film "Ein Amerikaner in Paris" machte sie berühmt. Der Erfolg setzte sich fort mit Musikfilmen wie "Daddy Langbein" mit Fred Astaire oder "Gigi", der mehrere Oscars gewann, und preisgekrönten Spielfilmen wie "Lili" und "Das indiskrete Zimmer". Leslie Caron lebte den Traum von Hollywood: Sie erlangte internationale Berühmtheit, stand auf der Gästeliste exklusiver Partys und hatte Beziehungen zu einflussreichen Männern. Ihre kürzlich erschienenen Memoiren enthüllen neben dem Hollywoodglamour auch die Schattenseiten der MGM-Studios. Sie berichtet darin von ihrer unglaublichen Karriere und einem bewegten Privatleben, verschweigt aber auch nicht, wie sie in späteren Jahren mit der Depression kämpfte und sie letztlich überwand. Zu vielen Stars hatte sie ein persönliches, enges Verhältnis – Carons Blick hinter die Kulissen Hollywoods zeigt Menschen, die ebenso faszinierend wie unausgeglichen und schwierig sind.

Hintergrundinfo:
Das Filmporträt zeigt neben den legendären Drehorten von damals Ausschnitte aus Kultfilmen, seltene Archivaufnahmen, Stand – und Pressefotos sowie Fundstücke aus persönlichen Archiven. In aller Schlichtheit erzählt Leslie Caron den Zuschauern aus ihrem Leben – von ihrer Pariser Kindheit bis zur Rückkehr nach London.


00:15 Eher sterben als sterben (70 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2017
Online verfügbar von 18/12 bis 08/12
Erstausstrahlung

Regie: Natacha Nisic

Aby Warburg (1866-1929) war ein deutscher Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler, der sich im Laufe seines Lebens mit der Kultur der Hopi-Indianer, mit Astrologie und Sternenkunde sowie mit dem Grauen des Ersten Weltkriegs befasste. Er begründete 1926 die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg, eine Sammlung von 60.000 Büchern, unzähligen Broschüren, Zeitschriften sowie einer großen Menge an Fotos und Zeitungsausschnitten zum Ersten Weltkrieg. Nach Ende des Ersten Weltkriegs 1918 verfällt er in eine schwere Psychose. Da er droht, sich und seine Familie umzubringen, wird er in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Natasha Nisics Dokumentarfilm nimmt den erzählerischen Faden auf, indem er schildert, wie Warburg sich bei einer Halluzination bei den Hopi-Indianern widerfindet, deren Kultur er bei einer Reise nach Arizona im Jahr 1895 erforscht hatte. Der Film begibt sich auf die Spuren des Ersten Weltkriegs, indem er zwei Geschichten, zwei Zivilisationen und zwei ganz eigene Wahrnehmungen einer Epoche und ihrer Leiden in den Blick nimmt. Einerseits sind da die Indianer Nordamerikas, insbesondere die Hopi, die sich überwiegend freiwillig bei den Alliierten einreihen und 1917 und 1918 in der Picardie und an der Somme kämpfen. Und andererseits die Beschreibungen des täglichen Leidens, die sich in den Aufzeichnungen des Psychiaters Ludwig Binswanger zu seinem Patienten Aby Warburg wiederfinden. Aby Warburg ist Erbe einer jüdischen Bankiersfamilie aus Deutschland. Er hat seinen Teil des Erbes jedoch bei seinem Bruder gegen das Versprechen eingetauscht, alle Bücher zu bekommen, die er für die Bibliothek Warburg benötigt. Während der langen Kriegsmonate sammelt Warburg Tausende Bilder und Texte für seine kulturwissenschaftliche Bibliothek, anhand derer er die ideologischen Grundlagen eines todbringenden Krieges zu begreifen versucht – und darüber den Verstand verliert. 1933 wurde die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg nach London verschifft, um sie vor den Nazis zu retten. Alle Karteikästen der Sammlung – bis auf vier, die in Deutschland geblieben sind – werden bis heute neben Warburgs Kriegstagebüchern in London aufbewahrt.


01:25 Liebling der Frauen (100 Min.)
Monsieur Ripois
Kurzfilm Frankreich / Großbritannien, 1953
Wiederholung vom 13.12.
Produktion: Transcontinental Film Production, Transcontinental Films

Rollen und Darsteller:
André Ripois – Gérard Philipe
Catherine Ripois – Valerie Hobson
Norah – Joan Greenwood
Patricia – Natasha Parry
Marcelle – Germaine Montero
Catherines Vater – Percy Marmont

Regie: René Clément
Produzent: Paul Graetz
Drehbuch: René Clément, Raymond Queneau
Musik: Roman Vlad
Kamera: Oswald Morris
Schnitt: Vera Campbell, Francoise Javet
Autor: Louis Hémon


03:05 Medizin in fernen Ländern (25 Min.) (HDTV)
Ladakh: Die letzten Nomaden
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 18/12 bis 26/12

Regie: Stéphane Corréa

Im Osten der indischen Region Ladakh, wo die Tibetische Hochebene von mehreren Tälern durchschnitten wird, liegt die Wüstenlandschaft Rupsuh. In der menschenleeren Region trifft man höchstens auf einige Nomaden, die ihre Yakherden auf die höher gelegenen Weiden treiben, oder ein paar Mönche auf dem Rückweg zu ihrem Kloster. Das Leben hier ist hart - und die Nomaden fürchten die Natur ebenso sehr, wie sie sie verehren. Auf dem Dach der Welt, an der Grenze zu den unbewohnbaren Landschaften, gibt es kaum Wasser und Weideflächen. Die Nomaden sind der ständigen Kälte, dem Staub und der Sonneneinstrahlung schutzlos ausgesetzt und von der Zivilisation so weit entfernt, dass sie im Notfall auf ärztliche Hilfe verzichten müssen. Auch das Krankenhaus des Hauptortes Leh ist mangels Transportmittel oder wegen der verschneiten Straßen oft nur schwer erreichbar. Seit 2002 reist deshalb ein tibetisches Ärzteteam das ganze Jahr lang durch die verlassenen Wüsten von Chang Tang, um die Viehzüchter zu besuchen. Dr. Dekue, die Leiterin des Projekts, hat sich nach ihrem Studium in traditioneller Medizin ihren größten Traum erfüllt und ihr Leben in den Dienst der tibetischen Flüchtlingsnomaden gestellt. Im grauen Morgenlicht, während die Viehzüchter ihre Kühe melken, steigt Bernard Fontanille in den Notarztwagen des Ärzteteams. Er will seine Kollegen bei ihren Besuchen in den 5.000 Metern hoch gelegenen Nomadencamps begleiten und dabei einen Einblick in die Traditionelle Tibetische Medizin erhalten.

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


03:30 28 Minuten (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 19/12 bis 17/02
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:15 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (3 Min.) (HDTV)
Tu Mourras Moins Bête
Das Fossil Donald Trump
Folge 36
Fernsehserie Frankreich, 2015
Wiederholung vom 24.11.

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne


04:18 Sendeschluss

 

*


Dienstag, 19. Dezember 2017


05:00 Gala-Abend an der Opéra Bastille (75 Min.) (HDTV)
Gala Frankreich, 2016
Wiederholung vom 26.11.
Originalvertonung

Regie: François-René Martin

Mitwirkende:
Choeurs de l'Opéra national de Paris
Orchestre de l'Opéra national de Paris
Sondra Radvanovsky (Sopran)
Anita Rachvelishvili (Mezzosopran)
Aleksandrs Antonenko (Tenor)

Dirigent: Philippe Jordan
Chorleitung: José Luis Basso


06:15 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Ratten – Müssen wir uns wirklich vor ihnen schützen?
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 18.12.

Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner


06:45 Medizin in fernen Ländern (25 Min.) (HDTV)
Kenia – Zu Besuch bei den Flying Doctors
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Online verfügbar von 19/12 bis 17/02
Erstausstrahlung

Regie: Timothee Janssen, Timothee Ebermann, Laurent SARDI


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 19/12 bis 26/12


07:15 +/ – 5 Meter (45 Min.) (HDTV)
Die Allerkleinsten retten
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 19/12 bis 18/01

Regie: Dominique Hennequin

Die bezaubernd schönen Korallenriffe im Südpazifik sind vom Klimawandel besonders bedroht. In Französisch-Polynesien streichelt der Fotograf Joe Bunni Stechrochen und macht in der blauen Lagune Aufnahmen von einem Haikindergarten. In dieser paradiesischen Region sind auch die Rubinloris und andere Vögel beheimatet, die wenige Zentimeter über dem Boden nisten können, da sie keine natürlichen Feinde haben. Das macht auch deutlich, wie sensibel das natürliche Gleichgewicht ist, denn schon die Ansiedlung von Kleinräubern, zum Beispiel von Ratten, würde dort in kürzester Zeit zahlreiche Arten ausrotten. Das Rangiroa-Atoll füllt und leert sich wie eine große Lunge durch die Meerenge von Tiputa. Zwischen Lagune und Hochsee bietet es einen einzigartigen Lebensraum. Bei zunehmendem Mond vollführen die Sträflings-Doktorfische ein seltsames Ballett und legen im Wasser ihre Eier ab. Dies zieht zahlreiche Unterwassertiere an, auch ein großer Hammerhai wird an die Oberfläche gelockt. In Indonesien fotografiert Joe Bunni winzige Lebewesen. In den Unterwassergärten ist er seltsamen Kreaturen auf der Spur, zum Beispiel bunten Nacktkiemern und kaum einen Zentimeter großen Zwergseepferdchen. Die Korallenriffe sind sehr temperaturempfindlich, schon die Erwärmung um ein Grad kann ihrer Gesundheit schaden. Im Exuma Cays Land and Sea Park auf den Bahamas wird deswegen nach Möglichkeiten geforscht, den Farbverlust der Korallen zu bekämpfen und die Riffe zu schützen, denn bis zum Jahr 2050 droht die Hälfte von ihnen zu verschwinden.

Hintergrundinfo:
In der fünfteiligen Dokumentationsreihe erschließt der Fotograf Joe Bunni auf einem Tauchgang der besonderen Art dem Zuschauer mit seinen Aufnahmen atemberaubende, doch bedrohte Welten fünf Meter über und unter der Meeresoberfläche.


08:00 Stadt Land Kunst (40 Min.) (HDTV)
Granville, die Kindheit von Christian Dior / Ronda / Castelo de São Jorge in Lissabon
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 18.12.

Regie: Fabrice Michelin


08:40 Italien, meine Liebe (45 Min.) (HDTV)
Umbrien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Emanuela Casentini


09:25 Belgien zwischen Himmel und Erde (45 Min.) (HDTV)
Im Flachland
Dokumentationsreihe Belgien, 2013
RTBF
Online verfügbar von 19/12 bis 26/12

Regie: Henri de Gerlache

Belgien umfasst drei Landschaftsräume: Niederbelgien, Mittelbelgien und Hochbelgien. Diese Einteilung ergibt sich aus der Lage der Regionen über dem Meeresspiegel. In der dreiteiligen Dokumentation stehen Niederbelgien, Mittelbelgien und Hochbelgien im Zentrum der Betrachtungen. Das im Norden gelegene Niederbelgien, das auf einer Höhe von null bis hundert Meter über Normalnull liegt, besteht aus fruchtbarem Marschland in Flandern und flachen Sand – und Heidelandschaften in Kempen. Das südlich der Maas-Sambre-Furche gelegene Hochbelgien, das auf über 200 Meter über Normalnull liegt, erstreckt sich vom Condroz-Plateau über das trockene Land von Fagne und Famenne und die bewaldeten Ardennen bis nach Belgisch-Lothringen. Aus der Vogelperspektive werden die landschaftliche Vielfalt und die räumlichen und geografischen Merkmale jeder Region besonders deutlich. Von der belgischen Nordseeküste, an der Semois entlang bis zur höchsten Erhebung des Landes im Hohen Venn lassen sich die schönsten belgischen Städte und Landschaften entdecken. Indem sich die Erzählung in erster Linie am geografischen Profil des Landes orientiert, vermittelt sie – jenseits von sprachlichen, gesellschaftlichen und regionalen Grenzen – ein besonders authentisches Bild der jeweiligen Regionen. Ergänzend zu den beeindruckenden Luftaufnahmen erzählen Männer und Frauen aus den verschiedenen Regionen von ihrer Leidenschaft für ihr Land und seine Schätze. Sie geben Einblicke in ihren Alltag und ihre ganz persönlichen Überzeugungen, und mit ihren Eigenheiten repräsentieren sie auch den besonderen Charakter ihrer jeweiligen Heimatregion. So entdeckt der Zuschauer – jenseits von wohlbekannten Klischees zu politischer, administrativer und sprachlicher Spaltung – Belgien in seiner ganzen Vielfalt.


10:10 Belgien zwischen Himmel und Erde (45 Min.) (HDTV)
Im Hochland
Dokumentationsreihe Belgien, 2013
RTBF
Online verfügbar von 19/12 bis 26/12

Regie: Henri de Gerlache

Belgien umfasst drei Landschaftsräume: Niederbelgien, Mittelbelgien und Hochbelgien. Diese Einteilung ergibt sich aus der Lage der Regionen über dem Meeresspiegel. In der dreiteiligen Dokumentation stehen Niederbelgien, Mittelbelgien und Hochbelgien im Zentrum der Betrachtungen. Das im Norden gelegene Niederbelgien, das auf einer Höhe von null bis hundert Meter über Normalnull liegt, besteht aus fruchtbarem Marschland in Flandern und flachen Sand – und Heidelandschaften in Kempen. Das südlich der Maas-Sambre-Furche gelegene Hochbelgien, das auf über 200 Meter über Normalnull liegt, erstreckt sich vom Condroz-Plateau über das trockene Land von Fagne und Famenne und die bewaldeten Ardennen bis nach Belgisch-Lothringen. Aus der Vogelperspektive werden die landschaftliche Vielfalt und die räumlichen und geografischen Merkmale jeder Region besonders deutlich. Von der belgischen Nordseeküste, an der Semois entlang bis zur höchsten Erhebung des Landes im Hohen Venn lassen sich die schönsten belgischen Städte und Landschaften entdecken. Indem sich die Erzählung in erster Linie am geografischen Profil des Landes orientiert, vermittelt sie – jenseits von sprachlichen, gesellschaftlichen und regionalen Grenzen – ein besonders authentisches Bild der jeweiligen Regionen. Ergänzend zu den beeindruckenden Luftaufnahmen erzählen Männer und Frauen aus den verschiedenen Regionen von ihrer Leidenschaft für ihr Land und seine Schätze. Sie geben Einblicke in ihren Alltag und ihre ganz persönlichen Überzeugungen, und mit ihren Eigenheiten repräsentieren sie auch den besonderen Charakter ihrer jeweiligen Heimatregion. So entdeckt der Zuschauer – jenseits von wohlbekannten Klischees zu politischer, administrativer und sprachlicher Spaltung – Belgien in seiner ganzen Vielfalt.


10:55 Medizin in fernen Ländern (25 Min.) (HDTV)
Chamonix – Retter der Lüfte
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 18.12.

Regie: Timothee Janssen, Timothee Ebermann, Laurent SARDI


11:20 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in den Alpen (55 Min.) (HDTV, UT)
In Savoyen
Dokumentationsreihe Deutschland / Frankreich, 2010
Online verfügbar von 19/12 bis 26/12

Regie: Caterina Woj

In den Savoyen, im Nationalpark Vanoise, warten Cathérine und Christian Finas in ihrer charmanten Öko-Berghütte gleich mit zwei Gängen auf Sarah Wiener: Zunächst werden Mangold-Schnecken in Blätterteig serviert, im Anschluss Gams mit Polenta und roten Beeren. Die Zubereitung der Gerichte ist nicht einfach, doch noch schwerer ist es, eine Gams zu jagen. Die Berge sind steil und unwegsam, die Gämse flink und hellhörig. Nicht einmal der erfahrene Jäger Georges Lozat kann garantieren, dass das gebirgige Abenteuer von Erfolg gekrönt sein wird. Während Sarah sich noch fragt, ob sie ihrer Jury am Ende überhaupt etwas auf die Teller bringen kann, muss sie sich auch noch mit einer tief emotionalen Kindheitserinnerung auseinandersetzen: Gehört eine Weinbergschnecke ins Haus oder auf den Teller? Bei Carole Milan soll sie die Antwort finden. Den richtigen Tropfen zum opulenten Mahl soll es hingegen bei Gilles Berlioz auf seinem Bio-Weingut geben. Doch noch hängen die Trauben an der Rebe.

Hintergrundinfo:
Sarah Wiener begibt sich in dieser Reihe auf einen grenzüberschreitenden kulinarischen Streifzug durch eine ganze Region: die Alpen. Mit Landkarte, Adressen, Fotos und vor allem einer großen Portion Neugier ausgestattet, erhält die charmante Köchin nicht nur Einblicke in die Kochtöpfe, sondern lernt auch die Bewohner der Alpenländer und ihre Kultur näher kennen. Dazu gehören nicht zuletzt auch das Alphornspielen, Holzlöffelschnitzen und Schuhplattlern.


12:15 Re: (35 Min.)
Kickboxen gegen Hass: Der harte Kampf um Integration in Österreich
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 18.12.

Wer Kampfsport trainiert, muss zielstrebig und diszipliniert sein. Und er lernt, Respekt vor dem Gegner zu haben, meint Karim Mabrouk, 24, mehrfacher österreichischer Staatsmeister im Thaiboxen. Kampfsport gegen Gewalt und radikale Gedanken – das ist der Ansatz der Wiener Initiative "Not in God's Name", die Karim zusammen mit anderen gegründet hat. Die überwiegend muslimischen Kampfsport-Idole wollen Vorbilder sein, gehen an Schulen, geben kostenlose Trainings, hören Jugendlichen zu. In den Kampfsport-Clubs, genau da, wo Jihadisten ihren Nachwuchs rekrutieren, setzen sie an. Mit Erfolg. Andere Länder wollen ihr Deradikalisierungs -Projekt übernehmen. Nur im eigenen Land, in Österreich, war es schwierig, Unterstützung von der Politik zu bekommen und Sponsoren zu finden. Die meisten Mitglieder von "Not in God's Name" arbeiten immer noch ehrenamtlich. Und sie sind skeptisch, wie es jetzt nach dem Rechtsruck in Österreich weiter geht. Eines ist für sie allerdings klar: Aufgeben kommt nicht in Frage.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 19/12 bis 20/12


13:00 Stadt Land Kunst (50 Min.) (HDTV)
Arles / Cartagena, Kolumbiens Kolonialschatz / Cinecittà in Rom
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 19/12 bis 26/12

Regie: Fabrice Michelin

Das Muss: Cinecittà in Rom
Der römische Stadtteil Cinecittà beherbergt zahlreiche Filmstudios. In diesem Komplex, der in den 30-er Jahren von Mussolini als Gegenentwurf zu Hollywood in Auftrag gegeben wurde, arbeiteten bereits die bedeutendsten Filmgrößen, von Federico Fellini bis Martin Scorsese. Im Sommer 1944 wurden die großen Filmhallen auf unerwartete Weise umfunktioniert.

(1):Arles, die Farben und der Wahnsinn des Vincent van Gogh
(2): Cartagena, Kolumbiens Kolonialschatz
(3): Das Muss: Cinecittà in Rom


13:50 Zwei dreckige Halunken (120 Min.) (HDTV, AD, UT)
(There Was a Crooked Man …)
Spielfilm USA, 1970
Wiederholung vom 17.12.
Produktion: Warner Bros

Rollen und Darsteller:
Cyrus McNutt – John Randolph
Dudley Whinner – Hume Cronyn
Floyd Moon – Warren Oates
Paris Pitman, Jr. – Kirk Douglas
Woodward W. Lopeman – Henry Fonda
The Missouri Kid – Burgess Meredith
Mrs. Bullard – Lee Grant
Warden LeGoff – Martin Gabel
Gouverneur – J. Edward McKinley

Regie: Joseph L. Mankiewicz
Produzent: Joseph L. Mankiewicz
Drehbuch: Robert Benton, David Newman
Musik: Charles Strouse
Kamera: Harry Stradling Jr.
Schnitt: Gene Milford


15:50 Magic Cities (55 Min.) (HDTV)
Jakarta
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 19/12 bis 18/01
Erstausstrahlung

Regie: Heike Nikolaus

Jakarta, die Hauptstadt Indonesiens, ist nach Tokio der zweitgrößte Ballungsraum der Welt. Es ist das pulsierende Herz des Landes und eine Stadt der Superlative. Im Großraum leben etwa 30 Millionen Menschen. Jeden Morgen und jeden Abend verstopft ein gigantischer Stau die Hauptverkehrsstraßen, wenn die Pendler zur Arbeit in die Innenstadt strömen beziehungsweise heimkehren. Doch in Jakarta wird mit Problemen kreativ umgegangen. Start-up-Unternehmen bieten Motorradtaxen an, die sich geschickt durchs Verkehrschaos schlängeln, und schaffen neue Arbeitsplätze. So modern die Stadt auf der einen Seite ist, so traditionell asiatisch ist sie abseits der großen Verkehrsachsen. Verwinkelte Gassen, Märkte, Essensstände. Es gibt die unglaublichsten Dinge zu kaufen: Rinderbeine, aus denen Suppe gekocht wird, und Bohnen, die unglaublich stinken. Jakarta ist eine aufregende Stadt zwischen Tradition und Moderne. Die bescheidenen Hütten der Armen stehen im Schatten von Wolkenkratzern.
Das alte Herz Jakartas kann man rund um den Fatahillah Square besichtigen. Einige der holländischen Kolonialgebäude trotzen dort noch dem feuchtheißen Klima. Indonesische Touristen haben einen Riesenspaß daran, auf alten Hollandfahrrädern über den Platz zu kurven. Unweit davon liegt der alte Hafen mit der größten noch existierenden Flotte von sogenannten Pinisis, hölzernen Frachtschiffen, die die unzähligen Inseln Indonesiens mit Waren des täglichen Bedarfs versorgen. Jakarta ist zweifellos eine Megacity: laut, hektisch, chaotisch – trotzdem vergessen ihre Bewohner niemals zu lächeln.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe zeigt fünf der weltweit größten Megacitys, in denen Orient und Okzident, Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingehen.


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Wenn Essen krank macht
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 19/12 bis 19/03

Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner

Jeder redet davon. Und jeder kennt mindestens eine Person im Freundes – oder Familienkreis, die bestimmte Lebensmittel nicht mehr isst, weil sie sie nicht verträgt. Die Übeltäter in unserer Nahrung heißen Gluten, Laktose oder Histamin. Oft werden die Betroffenen belächelt, doch wer unter einer Unverträglichkeit leidet, hat häufig eine jahrelange Arzt-Odyssee hinter sich, ohne dass die Ursache für die Beschwerden gefunden wurde. In Paris besuchen die "Xenius"-Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner ein Restaurant, in dem alle Gerichte gluten – und laktosefrei sind. Die Besitzerin hat Zöliakie und weiß, dass es nicht einfach ist, sich im Alltag glutenfrei zu ernähren. Dafür aber kann Zöliakie durch standardisierte Tests festgestellt werden. Das ist bei vielen anderen Intoleranzen noch nicht möglich. Trotzdem werden dubiose Tests im Internet – und zum Teil auch von Ärzten – angeboten. Ein Allergologe erklärt, warum man sich das Geld dafür sparen sollte.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Medizin in fernen Ländern (30 Min.) (HDTV)
Indonesien: Lontar-Heiler auf Roti
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 19/12 bis 27/12

Regie: Stéphane Jacques

Die mehr als 17.000 indonesischen Inseln tragen so exotische Namen wie Java, Borneo, Sulawesi und Pulau Roti und liegen wie auf einer Perlenkette aufgereiht im Indischen Ozean. Pulau Roti, die südlichste Insel des indonesischen Archipels, befindet sich rund 500 Kilometer nordöstlich der australischen Küste. Da sie vom Massentourismus bislang verschont geblieben ist, haben sich die Bewohner ihre traditionelle Lebensweise bewahren können. Die riesigen Palmyrapalmen, die den Küstenstreifen säumen, machen den Reichtum der Insel aus: Die Menschen ernten ihre Nüsse, verarbeiten ihr Holz zu Möbeln, ihre Blätter zu Säcken und Kleidern und ihren Saft zu Zucker und Wein. Außerdem besitzt die Palmyrapalme auch heilende Kräfte. Die Medizinmänner Joseph und Jonas zeigen Bernard Fontanille die traditionellen Heilmethoden, die auf der Insel Anwendung finden und die auf einer eigenen Beziehung zwischen Arzt und Pflanze beruhen.

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


17:40 Land der Millionen Elefanten (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Belgien, 2016
RTBF
Online verfügbar von 19/12 bis 18/01

Regie: Peter Anger

Die Elefanten in Laos, ob wild oder als Arbeitstier domestiziert, stehen für die Faszination und den Geist des Waldes. Den seltenen weißen Elefanten werden sogar magische Kräfte zugeschrieben. Aufgrund ihrer hohen Lebenserwartung, ihrer Intelligenz und ihrer beeindruckenden Kommunikationsfähigkeit gelten die Dickhäuter dort als Spiegelbild des Menschen. Die Dokumentation ergründet diese "Menschlichkeit" der grauen Riesen und beleuchtet dabei auch das Verhältnis der Laoten zu ihnen sowie ihren Überlebenskampf in einem Land, in dessen Geschichte und Kultur ihnen eine wichtige Rolle zukommt. Einst hieß Laos "das Land der Millionen Elefanten". Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts teilten sich Mensch und Tier den Wald gleichberechtigt – der große, wilde Dschungel bot seinen Bewohnern alles, was sie brauchten. Dann und wann wurden wilde Elefanten zu Helfern für die Landwirtschaft abgerichtet. Doch wirkten sich diese wenigen Eingriffe in die wilde Fauna nicht negativ auf die Tierbestände aus, die genügend Zeit zur Regeneration hatten. Heute werden Elefanten in den Wäldern hauptsächlich beim Holzfällen eingesetzt. Es gilt als erwiesen, dass die Tiere eine hohe soziale Intelligenz besitzen, ihre wilden Herden sind stabil und konfliktfrei. Der Elefant ist das Totemtier des Waldes, und die Laoten sind sich dessen bewusst: Wenn man ihn retten will, muss man auch seinen Lebensraum, den Wald, retten. Zudem ist es nach dem buddhistischen Glauben, den viele Laoten praktizieren, nicht ausgeschlossen, eines Tages als Elefant wiedergeboren zu werden.
Allerdings ist sein Lebensraum heute bedroht: Die laotische Landbevölkerung ist sesshaft geworden; die Städte wachsen, und um die wachsende Bevölkerung zu ernähren, werden dem Wald immer mehr Parzellen abgerungen. Dadurch schrumpft der Lebensraum der Elefanten. Die majestätischen Tiere gelten vielen Bauern mittlerweile als Plagegeister, die die Ernte auf ihrem Ackerland zerstören. Die Holzindustrie hat zudem mit dem Einschlag wertvollen Tropenholzes den Primärwald verwüstet – die wildlebenden Elefanten wurden in weniger zugängliche Regionen vertrieben. Riesige Gebiete wurden zur Gewinnung von Strom aus Wasserkraft überschwemmt. In viel zu kleine Reviere gezwängt schaffen es die Tiere nicht, ausreichend Nahrung zu finden. Mittlerweile ist der Fang wilder Elefanten verboten, doch das Überleben der laotischen Dickhäuter ist massiv bedroht – in Laos leben keine 450 wilden Elefanten mehr …


Festtagsprogramm
18:35 Kulissen des Kultkinos (45 Min.) (HDTV, UT)
Auf den Spuren von Harry Potter
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 19/12 bis 18/01
Erstausstrahlung

Regie: Jean Froment

Die Geschichte von Harry Potter beginnt in Edinburgh. Anfang 1994 besucht die damals noch unbekannte J. K. Rowling regelmäßig einen Teesalon in der Altstadt. Hier schreibt sie den ersten Band einer Fantasy-Saga, die zu einem Bestseller wird. Sie bringt viele Stunden damit zu, Charaktere zu entwerfen, Zauberer, Landschaften und fantastische Kreaturen zu beschreiben, die die Welt von Harry Potter bevölkern. Für die Fans, die von überall her kommen, ist dieses Café der Ausgangspunkt einer Harry-Potter-Pilgerreise. Die Autorin von "Harry Potter" schlenderte gerne über den Greyfriars Kirkyard, den berühmtesten Friedhof Schottlands. Auf diesem Friedhof soll J. K. Rowling den Namen gefunden haben, dessen Anagramm "Lord Voldemort" ergibt. London und Wales haben zwar in vielen Szenen der Harry-Potter-Filme als Kulisse gedient, doch die Schlüsselmomente der Geschichte spielen sich im nebligen und feuchten Norden Großbritanniens ab. Das dramatische Licht, das schroffe Gebirge, die engen Täler und nebelumhüllten Bergkämme hatte J. K. Rowling im Kopf, als sie das tödliche Duell zwischen dem Zauberlehrling Harry Potter und dem mächtigen schwarzen Magier Lord Voldemort hier ansiedelte. Im Westen Schottlands lieferte die Region Glenfinnan zahlreiche Kulissen für die Harry-Potter-Filme. Hier fährt der berühmte Hogwarts Express – in Wahrheit der Jacobite Steam Train – vorbei, der Dampfzug, der Harry zu seiner Zauberschule bringt. Nach einem Abstecher an den Süßwassersee Loch Shiel geht es zurück nach Edinburgh ins renommierte Fettes College. J. K. Rowling ließ sich für die Beschreibung der Zauberschule von dieser berühmten Einrichtung und ihrem Pensionat inspirieren. Dann lädt der mystische Zauberwald Faskally Forest mit seinen Lichtinstallationen zu einem einmaligen nächtlichen Spaziergang ein. Loch Eilt mitsamt der kleinen bewaldeten Insel an seiner Spitze ist ein weiterer charakteristischer Schauplatz der Harry-Potter-Filme. Und nicht zuletzt auch die unbewohnte kleine Insel Bass Rock, die wie das Zauberergefängnis Askaban ein berüchtigtes Gefängnis war. Edinburgh und Schottland stecken voller Legenden und Mythen. Kein Wunder, dass diese geheimnisvollen Orte die Autorin der berühmten Harry-Potter-Romane inspiriert haben.

Hintergrundinfo:
Ob auf den Spuren des Herrn der Ringe in Neuseeland, von Harry Potter in Schottland oder von "Tiger & Dragon" in China – die fünfteilige Dokumentationsreihe "Kulissen des Kultkinos" macht sich anhand legendärer Filme auf zu spektakulären Drehorten, deren Kulissen teils erhalten geblieben sind. Wie haben sich die Filmemacher dieser Schauplätze bedient, inwiefern boten sie sich als Inspirationsquelle an und was machte gerade sie so einzigartig?.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 19/12 bis 20/12


19:40 Re: (35 Min.)
Grundeinkommen bedingungslos: Das finnische Experiment
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 19/12 bis 18/01

Im Januar 2017 ging es los – zwei Jahre lang zahlt der finnische Staat 2.000 ausgewählten arbeitslosen Bürgern 560 Euro im Monat aus. Zum ersten Mal ein offizielles, bedingungsloses Grundeinkommen. Wie verändert es das Leben seiner Empfänger? Befördert ein bedingungsloses Grundeinkommen vollendetes Nichtstun – wie Kritiker meinen -, oder verursacht es nicht vielmehr die Freisetzung ungeahnter kreativer Kräfte, die letztlich die gesamte Volkswirtschaft stärken?
Das finnische Projekt erregt europaweit große Aufmerksamkeit. Zwar hat sich die Schweiz im Juni 2016 zunächst gegen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens entschieden, aber in den Niederlanden, Schweden und in Deutschland gibt es eine große Zahl an Verfechtern des Modells und bereits ein paar kleinere Projekte. Finnland traut sich nun als erstes Land in Europa, die Auswirkungen des Grundeinkommens auf seine Bürger zu testen. "Re:" verfolgt das Experiment in Finnland über ein ganzes Jahr und begleitet zwei Empfänger des bedingungslosen Grundeinkommens. Juha Järvinen, 38 Jahre alt und sechsfacher Familienvater, erhofft sich mehr Freiheit durch die zusätzliche steuerfreie Einnahme. Er will sich als Filmemacher selbstständig machen. Rosa Kultalahti-Singh, 26 Jahre alt und zweifache Mutter, ist sich unsicher, ob sich in ihrem Leben überhaupt etwas ändern wird. 560 Euro sind nicht viel – schon gar nicht in Finnland. Was will die finnische Regierung mit der Auszahlung eines Grundeinkommens wirklich erreichen?

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


Festtagsprogramm
20:15 Der Reichstag (80 Min.) (HDTV)
Geschichte eines deutschen Hauses
Dokumentarfilm Deutschland, 2017
Online verfügbar von 19/12 bis 19/03
Erstausstrahlung

Regie: Christoph Weinert

Im Kaiserreich geplant und gebaut, blühte das Reichstagsgebäude in Berlin während der demokratischen Ära der Weimarer Republik auf, erlebte aber schon bald darauf seinen Untergang. Nach NS-Diktatur, Brand und Kriegszerstörung wurde es wiederaufgebaut, während des Kalten Krieges nur wenig beachtet und nach der Wende wieder zum Zentrum der politischen Macht in Deutschland. Das Gebäude aber ist mehr als nur ein Ort der Politik: Seit mehr als 120 Jahren ist es auch Bühne und Spiegelbild der deutschen Geschichte. Mit Schauspielern wie Anna Thalbach, David Schütter, Beat Marti und anderen werden die wichtigsten Ereignisse rund um den Reichstag in Szene gesetzt. Eine der Schlüsselszenen, die einen wichtigen Wendepunkt in der deutschen Geschichte markiert, ist die Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann vom Balkon des Reichstags und wie es dazu kam. Aber es sind nicht nur die Parlamentarier, die im Fokus des Doku-Dramas stehen, sondern Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die von der Kaiserzeit bis heute eng mit dem Gebäude verbunden waren. Ob Planer, Bauarbeiter, Bibliothekarin, Stenograf, Sekretärin oder Flakhelfer im Zweiten Weltkrieg, sie alle erlebten auf ihre Weise die wechselvolle Geschichte des bedeutendsten Hauses der deutschen Geschichte. Dazu gehören auch der Künstler Christo und der Architekt Norman Foster, die das Reichstagsgebäude mit ihrem Schaffen weltweit zu einem positiven Symbol für das wiedervereinte Deutschland gemacht haben.


21:35 Der Traum von Olympia (95 Min.) (HDTV)
Die Nazi-Spiele von 1936
Dokudrama Deutschland, 2016
Online verfügbar von 19/12 bis 18/01

Rollen und Darsteller:
Wolfgang Fürstner – Simon Schwarz
Gretel Bergmann – Sandra von Ruffin
Wolf-Heinrich von Helldorf – Gotthard Lange
Leonie Fürstner – Theresa Scholze
Elfriede Kaun – Annina Hellenthal
Carl Diem – Christian Hockenbrinck
Joachim Seyppel – Mateusz Dopieralski
Edwin Bergmann – Paul Faßnacht

Regie: Mira Thiel, Florian Huber

Als Adolf Hitler am 1. August 1936 die Olympischen Sommerspiele von Berlin eröffnet, ist das zugleich der Startschuss für eine perfekte Inszenierung. Zwei Wochen lang präsentiert sich das Deutsche Reich als modernes Land, in dem sich Teilnehmer, Zuschauer und Berichterstatter aus der ganzen Welt wohlfühlen sollen. Die knapp 4.000 Athleten aus 49 Nationen erleben ein Sportfest der Superlative: der Olympische Fackellauf feiert ebenso Premiere wie der Medaillenspiegel. Erstmals überträgt das Fernsehen die Wettkämpfe live. Das Olympische Dorf ist eine eigene, komfortable Stadt. In den Restaurants und Kneipen von Berlin wird ausgelassen Swing und Jazz getanzt. Der "Führer" hat die Fassade des NS-Reichs auf Hochglanz polieren lassen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Sports werden die Spiele von der Politik missbraucht. Die Nazi-Diktatur inszeniert sich unter dem Deckmantel des olympischen Gedankens. Seit den Spielen in Berlin weiß die Politik, welche Propagandamöglichkeiten ein sportliches Großereignis bietet. "Der Traum von Olympia" erzählt diese Geschichte konsequent aus der Sicht von zwei Menschen, die damals dabei waren – und deren Traum sich in einen Alptraum verwandelte. Wolfgang Fürstner – gespielt von Simon Schwarz -, Kommandant des Olympischen Dorfes, ist eigentlich ein überzeugter Anhänger des Systems. Doch im Zuge seines Einsatzes für Hitlers Olympiaprojekt fällt sein Weltbild schleichend in sich zusammen. Das System, das er so verehrt, richtet sich gegen ihn, als herauskommt, dass er jüdische Vorfahren hat. Nach dem Ende der Spiele schießt Fürstner sich am Ufer des Teichs im Olympischen Dorf eine Kugel in Kopf. Gretel Bergmann - gespielt von Sandra von Ruffin – gehört zu den besten Hochspringerinnen im Deutschen Reich. Obwohl die Jüdin ihren Sportverein schon früh verlassen musste, soll sie in Berlin für Deutschland starten dürfen. Erst wenige Tage vor der Eröffnung erfährt Bergmann, dass man sie nicht aufstellen wird. Ihr Traum von einer Teilnahme zerplatzt von einer Minute auf die andere. Wolfgang Fürstner und Gretel Bergmann erzählen ihre persönlichen Geschichten von Olympia 1936. Aus ihrer Perspektive sieht der Zuschauer, was in Berlin damals wirklich geschehen ist und wie perfide die Nazis das Sportfest missbrauchten. Der Film macht die enorme Diskrepanz zwischen der perfekten Inszenierung und der erschreckenden Realität deutlich.


23:10 24 Stunden Berlin – Der Film (110 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Deutschland, 2008
Online verfügbar von 19/12 bis 26/12

Regie: Volker Heise

Leslie Bomba ist Anfang 30 und arbeitet in einem Callcenter. Sie nimmt Aufträge und Beschwerden an und verkauft Zahnzusatzversicherungen. Meistens denkt sie an ihren neuen Freund, der abends vorbeikommen will. Michael Hoffmann ist Chef im Restaurant Margaux und gilt als einer der besten Köche in der Stadt. Wenn ein Restaurantkritiker ein Negativurteil über ihn abgibt, ist ein Jahr Arbeit umsonst. Hardy Wischmeier schleppt Autos ab, seine Frau arbeitet als Nachtschwester, der Sohn muss zur Schule. Manchmal sehen sie sich nur kurz in der Tür oder für eine Stunde beim Abendessen. Klaus Wowereit ist Regierender Bürgermeister Berlins und hastet von Termin zu Termin. Alle ihre Wege führen sie durch Berlin, eine immer noch zerrissene Stadt, in der die Kulturen aufeinanderprallen, sich anfeinden, ignorieren oder miteinander wetteifern. Eine Metropole, die voller Baustellen und Lücken ist und nie fertig zu werden scheint, die im Schatten ihrer Vergangenheit steht und nach einer Zukunft sucht.

Hintergrundinfo:
Am 5. September 2008 hatten 80 Drehteams einen Tag lang das Leben von Berlin gefilmt. Die Zusammenfassung des 24-Stunden-Experiments versammelt zufällige Eindrücke, Schnappschüsse und Momentaufnahmen mit dichten Beobachtungen von Menschen, Straßen und Plätzen. Ein Mosaik aus Steinen, die nicht immer zusammenpassen, kein einheitliches Bild ergeben, sondern so widersprüchlich bleiben wie die Stadt selbst.


01:00 In der Haut des Anderen (45 Min.) (HDTV)
Intrusion
Folge 1 von 3
Fernsehserie Frankreich, 2014
Produktion: La Compagnie des Phares et Balises, ARTE F, TV5 Monde
Online verfügbar von 19/12 bis 27/12

Rollen und Darsteller:
Philippe/Marc – Jonathan Zaccaï
Astrid – Judith El Zein
Jeanne – Marie Kremer
Olivier – Eric Berger
Léo – Léo Kanier

Regie: Xavier Palud
Produzent: Jean Labib, Louise Barnathan
Drehbuch: Frédéric Azemar, Quoc Dang Tran, Florent Meyer, Xavier Palud
Musik: François-Eudes Chanfrault
Kamera: Isabelle Dumas
Kostüm: Joséphine Gracia
Szenenbild: Valérie-Elder Fontaine
Redaktion: Arnaud Jalbert
Schnitt: Sophie Brunet

Philippe ist ein erfolgreicher und gefragter Pianist, gerade 40 geworden. Zu einem rundum glücklichen Leben fehlt ihm und seiner Frau nur noch das Kind, das sie sich seit Jahren wünschen. Philippe steht kurz vor einem wichtigen Konzert, als ihn ein Tinnitus und Halluzinationen zu plagen beginnen. Er hört falsche Töne auf seinem Klavier, die der Klavierstimmer nicht hört. Langsam entgleitet ihm die Realität. Besorgt geht Philippe zu Olivier, einem befreundeten Kinderarzt, der sagt, es sei bloß der Stress, ihm aber einen Psychiater empfiehlt, falls die Halluzinationen anhalten sollten. Am Abend des großen Konzerts in der Opéra National du Rhin rutscht Philippe nach einem Zusammenbruch anscheinend in eine zweite Realität, in der er ein anderes Leben führt: Er heißt Marc, ist als Arbeiter in einer Druckerei beschäftigt und hat eine Frau namens Jeanne und einen kleinen Sohn namens Léo – beide hat er noch nie gesehen. In Panik flüchtet er zu Astrid in seine alte Wohnung, doch dort stellt er schockiert fest, dass sie ihn nicht erkennt und ein anderer "Philippe" seinen Platz eingenommen hat. War sein bisheriges Leben eine Lüge? Leidet er an Schizophrenie? Oder ist er Opfer einer ausgeklügelten Intrige? Philippe muss herausfinden, wer er ist und wer der mysteriöse Andere ist …

Hintergrundinfo:
Eine Mini-Serie, die gekonnt Elemente des Psycho – und Fantasythrillers mischt. Regisseur Xavier Palud drehte 2006 seinen ersten abendfüllenden Film "Ils", bevor er 2008 durch "The Eye", mit Jessica Alba in der Hauptrolle, größere Bekanntheit erlangte. Nachdem er als Regisseur an der französisch-kanadischen Serie "XIII – Die Verschwörung" (2011) beteiligt war, ist "In der Haut des Anderen" sein zweites Fernsehprojekt. Seit 2015 ist Jonathan Zaccaï in der Fernsehserie "Büro der Legenden" zu sehen. Judith El Zein hat seit "In der Haut des Anderen" vorwiegend in Komödien wie "Les Ex" (2017) mitgewirkt, ihr nächster Film "Je vais mieux" wird voraussichtlich 2018 erscheinen.


01:45 In der Haut des Anderen (55 Min.) (HDTV)
Intrusion
Folge 2 von 3
Fernsehserie Frankreich, 2014
Produktion: La Compagnie des Phares et Balises, ARTE F, TV5 Monde
Online verfügbar von 19/12 bis 27/12

Rollen und Darsteller:
Philippe/Marc – Jonathan Zaccaï
Astrid – Judith El Zein
Jeanne – Marie Kremer
Olivier – Eric Berger
Harold – Franz-Rudolf Lang
Dr. Garraud – Jean-Henri Compère

Regie: Xavier Palud
Produzent: Jean Labib, Louise Barnathan
Drehbuch: Frédéric Azemar, Quoc Dang Tran, Florent Meyer, Xavier Palud
Musik: François-Eudes Chanfrault
Kamera: Isabelle Dumas
Kostüm: Joséphine Gracia
Szenenbild: Valérie-Elder Fontaine
Redaktion: Arnaud Jalbert
Schnitt: Sophie Brunet

Philippe lässt mit einer Haarprobe seines Doppelgängers einen DNA-Test durchführen. Es stellt sich heraus, dass der Andere sein eineiiger Zwilling Marc ist, den er für tot hielt. Zu Hause erklärt ihm seine neue Frau Jeanne, dass er Marc sei und dass er nun schon zum zweiten Mal eine Krise habe, bei der er denke, er sei Philippe. Sein Vertrauter, der Kinderarzt Olivier, bestätigt dies und sagt, dass alle Bescheid wüssten. Philippe bleibt dennoch skeptisch. Jeanne zuliebe beginnt er langsam, sich in sein neues Leben als Marc zu fügen und Medikamente zu nehmen, bis er in der Druckerei alte Zeitschriften mit Edelweiß-Symbolen entdeckt und die Gewissheit hat, dass sie in seinem Leben eine große Rolle gespielt haben. Im Keller seines Hauses beginnt er, eine Sammlung dieser Zeichen anzulegen. Aufgewühlt fährt er zu Astrid, es kommt zur Konfrontation mit ihr und seinem feindseligen Doppelgänger. Daraufhin konsultiert er mit Jeanne den Psychiater Dr. Garraud, der ihm eine Elektroschocktherapie verschreibt. Philippe willigt ein und begibt sich in Behandlung. Während der Therapie stellen sich jedoch alarmierende Nebenwirkungen ein: Er hört auf zu essen, wird schwach und hat Visionen des Erlebten. Dr. Garraud beschließt, die Behandlung zu unterbrechen. Als Philippe mit Hilfe seines Mit-Patienten Harold allerdings den wahren Grund für die Entscheidung des Doktors aufdeckt, greifen die beiden zu drastischen Maßnahmen …

Hintergrundinfo:
Regisseur Xavier Palud drehte 2006 seinen ersten abendfüllenden Film "Ils", bevor er 2008 durch "The Eye", mit Jessica Alba in der Hauptrolle, größere Bekanntheit erlangte. Nachdem er als Regisseur an der französisch-kanadischen Serie "XIII – Die Verschwörung" (2011) beteiligt war, ist "In der Haut des Anderen" sein zweites Fernsehprojekt. Seit 2015 ist Jonothan Zaccaï in der Fernsehserie "Büro der Legenden" zu sehen. Judith El Zeins hat seit "In der Haut des Anderen" vorwiegend in Komödien wie "Les Ex" (2017) mitgewirkt, ihr nächster Film "Je vais mieux" wird voraussichtlich 2018 erscheinen.


02:40 In der Haut des Anderen (50 Min.) (HDTV)
Intrusion
Folge 3 von 3
Fernsehserie Frankreich, 2014
Produktion: La Compagnie des Phares et Balises, ARTE F, TV5 Monde
Online verfügbar von 19/12 bis 27/12

Rollen und Darsteller:
Philippe/Marc – Jonathan Zaccaï
Astrid – Judith El Zein
Jeanne – Marie Kremer
Olivier – Eric Berger
Harold – Franz-Rudolf Lang
Dr. Garraud – Jean-Henri Compère

Regie: Xavier Palud Produzent: Jean Labib, Louise Barnathan Drehbuch: Frédéric Azemar, Quoc Dang Tran, Florent Meyer, Xavier Palud Musik: François-Eudes Chanfrault Kamera: Isabelle Dumas Kostüm: Joséphine Gracia Szenenbild: Valérie-Elder Fontaine Redaktion: Arnaud Jalbert Schnitt: Sophie Brunet

Mit Harolds Hilfe gelingt es Philippe, aus dem Krankenhaus zu fliehen, nur hat er nun die Polizei auf den Fersen. Er fährt zu Jeanne und erklärt ihr, dass er beginne, die Dinge zu verstehen. Nie sei es ihm so klar gewesen. Mit Jeannes Hilfe kann er die Polizisten vorerst abschütteln. Philippe fährt zum Ort seiner Kindheit, zum einstigen Ferienhaus der Familie in den Vogesen. Er glaubt, dort Antworten zu finden. Wie erhofft erinnert er sich dann an ein entscheidendes Erlebnis, einen Streit und einen tödlichen Unfall vor 30 Jahren. Es beginnt eine aufreibende Irrfahrt. Er führt zunächst ein Gespräch mit seinem Bruder, der ihn für krank erklärt. Anschließend stellt er den Arzt Dr. Garraud zur Rede, ruft Astrid an und fährt zurück zum Ferienhaus, in dem er die Nacht verbringt. Am nächsten Morgen kommt die besorgte Jeanne zusammen mit der Polizei. Bevor sie ihn daran hindern kann, setzt sich Philippe in der Badewanne bewusst einem elektrischen Schlag aus …

Hintergrundinfo:
Regisseur Xavier Palud drehte 2006 seinen ersten abendfüllenden Film "Ils", bevor er 2008 durch "The Eye", mit Jessica Alba in der Hauptrolle, größere Bekanntheit erlangte. Nachdem er als Regisseur an der französisch-kanadischen Serie "XIII – Die Verschwörung" (2011) beteiligt war, ist "In der Haut des Anderen" sein zweites Fernsehprojekt. Seit 2015 ist Jonothan Zaccaï in der Fernsehserie "Büro der Legenden" zu sehen. Judith El Zeins hat seit "In der Haut des Anderen" vorwiegend in Komödien wie "Les Ex" (2017) mitgewirkt, ihr nächster Film "Je vais mieux" wird voraussichtlich 2018 erscheinen.


03:30 Medizin in fernen Ländern (30 Min.) (HDTV)
China: Die Medizin der Shaolin-Mönche
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 19/12 bis 27/12
Das Programm wird im Internet auf ARTE Future begleitet unter:
http://future.arte.tv/de/medizin-fernen-landern

Regie: Olivier Lemaire

Die Shaolin-Mönche sind für ihre spektakulären Kung-Fu-Kampfkünste weltbekannt. In China werden sie jedoch auch für ihre traditionellen Heilmethoden geschätzt, die auf einer genauen Kenntnis der menschlichen Anatomie, der Wirkung zahlreicher Heilpflanzen und der Anwendung unterschiedlicher Massagen beruhen. In einigen entlegenen Gebirgsregionen Chinas trifft man auch heute noch auf einige alte Kung-Fu-Meister, die das Wissen ihrer Ahnen bewahrt haben.

Hintergrundinfo:
Bei einem Treffen mit Meister Xingzhen erhält der Arzt Bernard Fontanille einen Einblick in die fast vergessenen Kulturen des alten chinesischen Weltreiches, entdeckt die Geheimnisse des Kung-Fu und erforscht die Heilmethoden der Shaolin-Mönche. Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


04:00 28 Minuten (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 20/12 bis 18/02
Erstausstrahlung

Moderation: Renaud Dély


04:40 Sendeschluss

 

*


Mittwoch, 20. Dezember 2017


05:00 Mstislaw Rostropowitsch: Ein ideales Konzert (45 Min.)
Musik Frankreich, 2017
Wiederholung vom 26.11.

Regie: Pierre-Martin Juban


05:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Wenn Essen krank macht
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 19.12.

Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner


06:10 Medizin in fernen Ländern (25 Min.) (HDTV)
Vercors – Im Bauch der Erde
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Online verfügbar von 20/12 bis 18/02
Erstausstrahlung

Regie: Timothee Janssen, Timothee Ebermann, Laurent SARDI

Aufbruch zu einem außergewöhnlichen Abenteuer: eine einwöchige Höhlen-Expedition auf dem Hochplateau des Vercors im äußersten Westen der französischen Alpen, einer wilden, unberührten Kalksteinfestung mit mehr als 80 Höhlen. Ein Tauchgang zur Erforschung einer unbekannten Welt in mehreren hundert Metern Tiefe … Bernard Fontanille möchte in dieser Folge herausfinden, wie sich die Medizin auf die besonderen Bedingungen des Höhlenmilieus eingestellt hat. Wie behandelt und transportiert man einen Verletzten in einem stets nassen, dunklen, engen und isolierten Umfeld, in dem es manchmal mehrere Tage dauert, bis man den Ausgang erreicht? Und das unter Bedingungen, bei denen schon kleinste Verletzungen sehr schnell ernst werden können …
Fontanille trifft sich daher mit France Rocourt, Ärztin bei der Sicherheitskommission des französischen Höhlenforschungsverbandes, eines der weltweit bekanntesten unterirdischen Einsatzteams. Seit 40 Jahren entwickelt die Kommission modernste Techniken für den Notfall: einsatzgerechte Ausrüstung, Rettungspläne, Ablaufprotokolle. Denn in 300 Metern Tiefe gelten andere Regeln als bei Rettungseinsätzen an der Erdoberfläche …

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


06:35 Medizin in fernen Ländern (30 Min.) (HDTV)
Russland – Mit dem Medizinzug durch Sibirien
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 20/12 bis 18/02
Erstausstrahlung

Regie: Timothee Janssen, Timothee Ebermann, Laurent SARDI


07:05 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 20/12 bis 27/12


07:10 +/ – 5 Meter (45 Min.) (HDTV)
Mit den Haien tauchen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 20/12 bis 19/01

Regie: Dominique Hennequin

Auch in Begleitung eines Sicherheitsteams ist das Tauchen inmitten von Haien nicht ungefährlich. Joe Bunni begegnet den Hochsee-Weißflossenhaien, die sich vom tiefblauen Ozean abheben. Das aktive Tier ist berüchtigt dafür, Schiffbrüchige anzugreifen. Dr. Samuel Gruber ist ein vehementer Verteidiger der Haie. Er erforscht ihre Lebensweise in einem einzigartigen Labor auf der Bahamas-Insel Bimini. Studenten aus der ganzen Welt kommen dorthin, um an den Forschungsarbeiten mitzuwirken. Die Tiere werden markiert und per Satellit verfolgt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Weibchen zum Gebären in die Mangroven zurückkehren, während die Männchen das Weite suchen. Für Dr. Gruber sind die Haie ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Gleichgewichts der Ozeane und dämmen als "Antibiotika der Meere" die Verbreitung von Krankheiten ein.
Leider sind die Tiere stark gefährdet, und ihr Verschwinden ist ein Vorbote für die Desertifikation der Ozeane. Vor allem die Fischerei in Asien, wo Haiflossensuppe gern gegessen wird, und die Verwendung in der pharmazeutischen Industrie tragen zur Dezimierung bei. Die Weltmeere sind zu einer riesigen Müllkippe geworden. Deshalb arbeitet der junge Niederländer Boyan Slat an einem Projekt zur Beseitigung von Plastikabfällen in den Meeren. Eine 100 Kilometer lange, schwimmende Barriere in der Umgebung von Ozeanwirbeln, an denen sich aufgrund der Strömung besonders viele Plastikabfälle sammeln, soll bei der Reinigung der Meere helfen. Während sich Wissenschaftler eher skeptisch zu diesem Plan äußern, konnte Boyan zahlreiche Unterstützer gewinnen und zwei Millionen Dollar für die Entwicklung seiner Idee sammeln.

Hintergrundinfo:
In der fünfteiligen Dokumentationsreihe erschließt der Fotograf Joe Bunni auf einem Tauchgang der besonderen Art dem Zuschauer mit seinen Aufnahmen atemberaubende, doch bedrohte Welten fünf Meter über und unter der Meeresoberfläche.


07:55 Stadt Land Kunst (40 Min.) (HDTV)
Arles / Cartagena, Kolumbiens Kolonialschatz / Cinecittà in Rom
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 19.12.

Regie: Fabrice Michelin


08:35 Italien, meine Liebe (45 Min.) (HDTV)
Sardiniens Westen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Emanuela Casentini


09:20 Australiens schönste Küstenstraße (45 Min.) (HDTV)
Von Surfern und Koalas
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 20/12 bis 27/12

Regie: Joachim Haupt, Sabine Pollmeier

Atemberaubend ist der Blick auf die Küste, gegen die die wilden Wellen des Südlichen Ozeans schlagen. Es ist ein Paradies für Surfer, die am Strand von Bells Beach auf den Wellen reiten. Bei Michael Van Der Klooster dreht sich das ganze Leben um die perfekte Welle. Fast jeden Tag surft er auf dem Ozean. Den Rest der Zeit produziert er in seiner Garage maßgeschneiderte Surfbretter, die er an Surfer aus der ganzen Welt verkauft. Shayne Neal und Lizzie Corke vom Conservation Ecology Centre kämpfen für den Schutz der Koalas. Kranke und verletzte Tiere werden von ihnen wieder gesund gepflegt. So zahlreich wie entlang der Great Ocean Road sind Koalabären nur an wenigen Orten Australiens zu finden. Doch auch hier ist der Bestand bedroht. Die dichten Eukalpytuswälder, in denen sie leben, schwinden dahin. Immer weniger gesunde Bäume wachsen nach. Dem komplexen Ökosystem fehlt das Feuer. Unter Wasser forscht die Meeresbiologin Alecia Bellgrove nach Algen. An dieser Küste Australiens sind immer neue Arten zu entdecken. Alecia Bellgrove hat eine Vision. Sie möcht Algen als neues Nahrungsmittel in der westlichen Welt etablieren. Hoch über dem Strand des Örtchens Fairhaven steht seit den 60er Jahren eine Architekturikone – das Pole House. Nur ein einziger Träger aus Stahl trägt das Gebäude, das 40 Meter hoch über der Straße und dem Strand zu schweben scheint. Eine der schönsten und spektakulärsten Küstenstraßen der Welt beginnt unweit der Metropole Melbourne: Die Great Ocean Road schlängelt sich im Süden Australiens an der Küste entlang, begleitet von den Wellen des Südlichen Ozeans.

Hintergrundinfo:
Mit der Great Ocean Road schlängelt sich eine der schönsten und spektakulärsten Küstenstraßen der Welt im Süden Australiens an der Küste entlang, begleitet von den Wellen des Südlichen Ozeans.


10:05 Australiens schönste Küstenstraße (45 Min.) (HDTV)
Von Rennpferden und Dinosauriern
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 20/12 bis 27/12

Regie: Joachim Haupt, Sabine Pollmeier

Seit 30 Jahren sucht der Paläontologe Tom Rich an den Stränden der Great Ocean Road nach den Überresten von Dinosauriern. Die Grabungen sind eine Übung in Geduld. Tage - und wochenlang sitzt das Grabungsteam bei jedem Wetter draußen und zerschlägt Gesteinsbrocken in immer kleinere Stücke; immer von der Hoffnung getrieben, ein versteinertes Fossil zu finden. Ob die Grabung erfolgreich war, weiß Tom Rich oft erst Wochen später, wenn die Steine in den Labors des Melbourne Museums untersucht worden sind. Dreimal in der Woche kommt Symon Wilde mit seinen Pferden frühmorgens an den Strand von Warrnambool. Schon um sieben Uhr morgens schwimmen Dutzende von Rennpferden im Wasser. Danach geht es weiter mit dem Training auf seinem Gestüt direkt an den Felsklippen des Südlichen Ozeans. An diesem Wochenende wird er bei einem großen Rennen antreten – sein Pferd gilt als Favorit. Vor der Küste des Leuchtturms von Cape Otway ist der Hummerfischer John Bolitho mit seinem Sohn Anthony schon um sechs Uhr morgens unterwegs. Die sogenannte Bass Strait ist eines der gefährlichsten Gewässer der Welt. Nur wenige Fischer wagen sich hier hinaus, denn die Wellen schlagen oft meterhoch über ihre Boote hinweg. Aber genau hier lassen sich die begehrten Hummer am besten fangen. Es ist kein Wunder, dass hier unter Wasser die Wracks zahlloser Segelschiffe zu finden sind. Es ist die berüchtigte Shipwreck Coast, an keinem Ort des britischen Kolonialreichs sind einst so viele Schiffe untergegangen. Der Taucher Rex Mathieson kennt fast alle Wracks. Jahrelang hat er den Meeresboden nach versunkenen Schiffen abgesucht.

Hintergrundinfo:
Eine der schönsten und spektakulärsten Küstenstraßen der Welt beginnt unweit der Metropole Melbourne: Die Great Ocean Road schlängelt sich im Süden Australiens an der Küste entlang, begleitet von den Wellen des Südlichen Ozeans.


10:50 Australiens schönste Küstenstraße (40 Min.) (HDTV)
Von Pinguinen und Ozeanschwimmern
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Online verfügbar von 20/12 bis 27/12

Regie: Joachim Haupt, Sabine Pollmeier

"The Rip" nennen die Bewohner Melbournes die schmale Öffnung, die die riesige Bucht von Melbourne vom Südlichen Ozean trennt. Durch diese Öffnung zu schwimmen, ist ein kühnes Abenteuer. Tückische Wasserstrudel und unberechenbare Strömungen ziehen die Schwimmer in kürzester Zeit hinaus auf den Ozean. Nur erfahrene Ozeanschwimmer dürfen daher beim Rip Race antreten. Einmal im Jahr kämpfen sie sich durch die kalten Wellen des Südlichen Ozeans. Seit Jahrhunderten brüten Zwergpinguine auf der kleinen Insel Middle Island. Doch wilde Füchse haben in den letzten Jahren den Bestand dezimiert. Erst der Einsatz italienischer Hirtenhunde brachte eine Wende. Jetzt wachen Maremmano-Schäferhunde über die Pinguine. Meeresbiologen und Tierschützer kümmern sich um das Überleben der Kolonie. So wird es hoffentlich auch in Zukunft noch Zwergpinguine auf Middle Island geben. Ein extrem seltenes Tier ist vor kurzem wieder entdeckt worden. Der Riesenbeutelmarder galt an dieser Küste bereits als ausgestorben. In einem Gehege des Conservation Ecology Centre haben zwei der Tiere ein neues Zuhause gefunden. Das "Mahogany Ship" ist ein Mythos der australischen Entdeckergeschichte. An einem abgelegenen Strand der Great Ocean Road entdeckten 1836 frühe Siedler die Überreste eines gestrandeten Schiffes, das schon seit Jahrhunderten dort zu liegen schien. Lange bevor die Briten kamen, hatten bereits andere Nationen die Südküste Australiens erreicht. Doch woher kam das Schiff? Niemand kennt die Antwort. Wanderdünen bedeckten es unter Sandbergen, und bis heute wurde es nicht wiedergefunden.

Hintergrundinfo:
Eine der schönsten und spektakulärsten Küstenstraßen der Welt beginnt unweit der Metropole Melbourne: Die Great Ocean Road schlängelt sich im Süden Australiens an der Küste entlang, begleitet von den Wellen des Südlichen Ozeans.


11:30 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in den Alpen (45 Min.) (HDTV, UT)
Im Berchtesgadener Land
Dokumentationsreihe Deutschland / Frankreich, 2010
Online verfügbar von 20/12 bis 27/12

Regie: Sven Ihden

Mitten im Berchtesgadener Land im südöstlichen Zipfel von Oberbayern liegt das Örtchen Bischofswiesen. Hier bewirtschaftet Alexandra Irlinger zusammen mit ihrem Mann einen kleinen Bauernhof und präsentiert Sarah Wiener ihre Spezialität: Kasspatzen oder Kasnocken, der Name variiert je nach Mundart. Die Zutaten sind einfach, doch das Gericht verlangt Fingerspitzengefühl und Ausdauer. Neben der richtigen Menge an Mehl und Eiern macht der so konzentrierte wie geruchsstarke Beielkas den besonderen Pfiff der Kasnocken aus. Gewonnen wird er durch wochenlanges Abtropfen, Bröseln und Trocknen. Senner Hanns Sommer weist Sarah auf der Alm, gleich unterhalb des Watzmanns, in die Kunst der traditionellen Herstellung ein. Bevor der Käse ins Tuch kommt, muss die frische Alpenmilch gemolken werden. Doch die Kühe grasen noch auf der unteren Alm und müssen auf die obere getrieben werden, eine schweißtreibende Angelegenheit, wie Sarah schnell feststellt. Und noch ein Abenteuer nebst besonderem Tropfen wartet auf Sarah: Bewaffnet mit Hacke, Hut und Hubert Ilsanker macht sie sich auf, die kostbaren Wurzeln für den rustikalsten Schnaps diesseits der Alpen zu suchen. Gebrannt und verkostet werden muss der Hochprozentige natürlich auch …

Hintergrundinfo:
Sarah Wiener begibt sich in dieser Reihe auf einen grenzüberschreitenden kulinarischen Streifzug durch eine ganze Region: die Alpen. Mit Landkarte, Adressen, Fotos und vor allem einer großen Portion Neugier ausgestattet, erhält die charmante Köchin nicht nur Einblicke in die Kochtöpfe, sondern lernt auch die Bewohner der Alpenländer und ihre Kultur näher kennen. Dazu gehören nicht zuletzt auch das Alphornspielen, Holzlöffelschnitzen und Schuhplattlern.


12:15 Re: (35 Min.)
Grundeinkommen bedingungslos: Das finnische Experiment
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 19.12.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 20/12 bis 21/12


13:00 Stadt Land Kunst (55 Min.) (HDTV)
Katalonien / Route 66 / Portugal, Estoril
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 20/12 bis 27/12

Regie: Fabrice Michelin

Das Muss: Portugal, Estoril
Eine unbekannte Geschichte über einen mondänen Badeort, eine halbe Stunde von Lissabon entfernt: Estoril liegt an der Westspitze des europäischen Kontinents. Eine faszinierende Landschaft dient als Kulisse für Luxushotels, paradiesische Villen, Golfplätze und eines der größten Casinos Europas – in dem sich einst ein geheimer Agentenkrieg abspielte.

(1): Katalonien, Muse Salvador Dalís
(2): Route 66, auf den Spuren des kalifornischen Mythos
(3): Das Muss: Portugal, Estoril


13:55 Wenn das Fest beginnt … (115 Min.) (HDTV)
(Que la fête commence …)
Spielfilm Frankreich, 1975
Wiederholung vom 13.12.
Produktion: Fildebroc, Universal Pictures, Les Productions de la Guéville

Rollen und Darsteller:
Philippe d'Orléans – Philippe Noiret
Abbé Dubois – Jean Rochefort
Emilie – Christine Pascal
Villeroi – Alfred Adam
Marquis de Pontcallec – Jean-Pierre Marielle
Madame de Parabère – Marina Vlady
Cardinal – Jean-Roger Caussimon
Duc de Bourbon – Gérard Desarthe

Regie: Bertrand Tavernier
Produzent: Michelle de Broca
Drehbuch: Bertrand Tavernier, Jean Aurenche
Musik: Philippe d'Orléans
Kamera: Pierre-William Glenn
Schnitt: Armand Psenny


15:50 Magic Cities (55 Min.) (HDTV)
Kuala Lumpur
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 20/12 bis 19/01
Erstausstrahlung

Regie: Susanne Brand

Kuala Lumpur heißt "schlammige Flussmündung". Zinnsucher gründeten das Dorf im 19. Jahrhundert. In nur 150 Jahren entstand mitten im Dschungel eine moderne Megacity mit einigen der höchsten Wolkenkratzer der Welt und gigantischen Shopping Malls. Regenwald trifft auf Business District, Garküche auf Luxusrestaurant, Muslim auf Buddhist. Kuala Lumpur ist kosmopolitisch, eine Stadt, in der viele Welten eng miteinander verknüpft sind. Kuala Lumpur heißt so viel wie "schlammige Flussmündung". Was für ein Name für die heutige Hauptstadt Malaysias! Zinnsucher gründeten das Dorf Mitte des 19. Jahrhunderts am Zusammenfluss von Gombak und Klang. In nur 150 Jahren entstand mitten im Dschungel diese moderne Megacity mit riesigen Wolkenkratzern, gigantischen Shopping Malls und atemberaubenden Prestigebauten.
Die Petronas Towers sind die höchsten Zwillingstürme weltweit mit einer Höhe von 452 Metern und überragen die ganze Stadt. Kuala Lumpur ist heute das administrative, kulturelle und ökonomische Herz seines Landes und eines der weltweit wichtigsten islamischen Finanzzentren. Aber es hat ebenso einen großen dörflichen Kern, Kampung Baru, der als "the foody village" bekannt ist. In KL, wie die Stadt von seinen Bewohnern genannt wird, trifft Regenwald auf Business District, Garküche auf Luxusrestaurant, Muslim auf Buddhist. Kuala Lumpur ist kosmopolitisch und multikulturell. Muslimische, chinesische und indische Malaysier leben ganz selbstverständlich zusammen.
Dort trifft man den jungen Foodtruck-Besitzer mit seinen Beefburgern, die er an immer wieder neuen Plätzen in der Stadt verkauft und eine Art American Way of Life ohne Schweinefleisch und Alkohol zelebriert, genauso wie die traditionelle Batikmalerin, den Sandalenhersteller und den Make-up-Artist, der der großen Transgender-Szene der Metropole angehört. Kuala Lumpur ist eine offene, dynamische Stadt, in der die Jugend präsent ist und sich jeder seinen Weg und seinen Platz sucht.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe zeigt fünf der weltweit größten Megacitys, in denen Orient und Okzident, Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingehen.


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Smartphones – Immer dabei: Wie verändern Smartphones unser Leben?
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 20/12 bis 20/03

Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner

Es ist Wecker, Zeitung, Navigationsgerät, Mini-Computer und Kamera in einem: Das Smartphone ist ein digitales Multifunktionswunder. Immer mehr Menschen können und wollen darauf im Alltag nicht mehr verzichten. Auch weil es das Warten verkürzt und Langeweile vertreibt. Gleichzeitig leiden manche unter dieser ständigen Ablenkung und unter der permanenten Erreichbarkeit, machen auf eigene Faust oder mit App-Unterstützung den digitalen Entzug. Viele können das Smartphone selbst am Steuer nicht aus der Hand legen und bringen damit ihre Mitmenschen in Gefahr. Zusammen mit einem Wissenschaftler untersuchen die "Xenius"-Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner unsere Smartphone-Nutzung: Wie normal ist unser Umgang damit noch oder wie "süchtig" sind wir schon? Entwickeln wir uns zum Smartphone-Zombie, zum "Smombie"? Und welche Auswirkungen hat das auf unser Leben, wenn wir ständig am Smartphone hängen?

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Medizin in fernen Ländern (30 Min.) (HDTV)
Kambodscha: Unterwegs mit den letzten Krus
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 20/12 bis 28/12

Regie: Laurent Sardi

Im Nordosten Kambodschas liegt an der Grenze zu Vietnam die wilde Urwaldregion Mondulkiri (wörtlich ins Deutsche übersetzt: "Begegnung der Hügel"). Vor dieser herrlichen Kulisse lebt seit mehr als 3.000 Jahren die Volksgruppe der Bunong. Der Alltag in den kleinen Gemeinden, die verstreut auf den Hochebenen liegen, folgt eigenen Gesetzen. Die traditionelle kambodschanische Medizin hat im Laufe der Zeit viele buddhistische, ayurvedische und chinesische Einflüsse in sich vereint und so ein reiches und komplexes System entwickelt, das sich an die Bedürfnisse und Lebensbedingungen jeder Region anpassen lässt. Die Bunong haben sich die medizinischen Kenntnisse ihrer Vorfahren bewahrt, die von den sogenannten Krus verkörpert werden. Nur diese geheimen, überall respektierten Heiler haben Zugang zu den Weisheiten des Waldes und beherrschen die jahrhundertealte Pflanzenheilkunde der abgelegenen Region. Heute haben sie die zusätzliche Aufgabe, das Erbe ihrer Kultur zu bewahren. Der Nachwuchskru Dim erklärt Bernard Fontanille, was das tausendjährige Wissen der Krus so wertvoll macht.

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – - und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


17:40 Ladakh: Jungwa (55 Min.) (HDTV)
Ein Film rüttelt auf
Dokumentation Frankreich, 2011
Wiederholung vom 07.12.

Regie: Christiane Mordelet, Stanzin Dorjai Gya

Festtagsprogramm
Erstausstrahlung


18:35 Kulissen des Kultkinos (45 Min.) (HDTV, UT)
Auf den Spuren von Amélie Poulain
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 20/12 bis 19/01
Erstausstrahlung

Regie: Jean Froment

Von Abbesses bis Sacré-Coeur, vom Canal Saint-Martin bis zum Gare de l'Est – die Welt von Amélie Poulain steckt voller Fantasie, Nostalgie und einem Hauch Magie. Eines Tages beschließt die schüchterne Kellnerin, anderen Menschen zu helfen, und verändert damit ihr Schicksal. Das gebrochene Herz ihrer Concierge heilen oder die Spur ihres Traumprinzen aufstöbern, Amélie widmet sich heimlich zahlreichen Aufgaben, die ein wenig Glück und Poesie um sie herum verbreiten. Die Figuren aus "Die fabelhafte Welt der Amélie" scheinen einem Technicolor-Märchen entsprungen zu sein, doch man kann sie tatsächlich in den versteckten Winkeln von Paris treffen, sofern man nur weiß, wo man suchen muss. Der Streifzug durch die französische Hauptstadt folgt Menschen durch Paris, die anderen den Alltag verschönern und auf ihre Weise positiv zum großen Ganzen beitragen möchten. Er führt in ein nostalgisches Schneekugel-Paris, das nichts mit dem echten, modernen Paris zu tun zu haben scheint. Die Spurensuche beginnt in Montmartre im Bistro "La Midinette", einer wahren Pariser Institution, wo die Concierge Sonia, eine Zugehfrau für über 90-Jährige, regelmäßig zu Mittag isst. Im Anschluss geht es mit einer Vélosolex, mittlerweile einem Sammlerobjekt, das Nostalgiker schwärmen lässt, auf Erkundungstour – mit Halt am Gare de l'Est, der mit seiner faszinierenden Architektur lange Zeit als einer der schönsten Bahnhöfe der Welt galt. Nachts, wenn der Eiffelturm zu einem Leuchtturm wird und sich im Canal Saint-Martin die Sterne spiegeln, senkt sich Ruhe über die Stadt. Jetzt gibt es frische Ware im größten Lebensmittelgroßmarkt der Welt – Rungis. Hier kaufen Restaurantbesitzer wie Stéphane vom Bistro "La Midinette" am frühen Morgen ganz besondere Produkte ein. Auch im Viertel Sèvres-Babylone legt der Trubel manchmal eine Pause ein – wie im Deyrolle, einem zauberhaften Kuriositätenkabinett in der Rue du Bac 46, das auf ausgestopfte Tiere spezialisiert ist. Weiter geht es mit dem Streetart-Künstler Thoma Vuille, der seit 2000 die Fassaden in Metropolen wie New York, Tokio oder Hongkong mit einer optimistisch lachenden Katze verziert. 2002 verlieh er seiner gelben Katze zwei Flügel, damit sie, ähnlich wie die Taube, die Freiheit verkörpert. Alain Bonhomme wiederum kümmert sich um die alten Schleusen am Canal Saint-Martin; er lebt in seiner eigenen stillen und entschleunigten Welt.
Wie bei Amélie Poulain herrscht bei Alain eine andere Zeitdimension. Und dann wäre da noch Christelle, die den Bürgern von Paris per Boot lokales Obst und Gemüse aus dem Umland bringt. Und nicht zuletzt Oscar Comtet, der in einer versteckten grünen Oase ein romantisches kleines Hotel am Montmartre führt, wo er sogar eigene Hühner hält. Und es gibt noch andere unbeugsame Bewohner, die es vorziehen, versteckt zu leben: Im Herzen von Montmartre trainieren die Mitglieder eines Pétanque-Clubs an einem geheimen Ort. Paris gefällt Amélie Poulain deshalb so gut, weil die Stadt genau wie sie voller Geheimnisse und Wunder steckt. Einige der Menschen, die diese Stadt bewohnen, haben wie die Filmcharaktere eine besondere Wesensart, dieses gewisse Etwas, das dem Leben einen Hauch Poesie, Witz und Magie verleiht.

Hintergrundinfo:
Ob auf den Spuren des Herrn der Ringe in Neuseeland, von Harry Potter in Schottland oder von "Tiger & Dragon" in China – die fünfteilige Dokumentationsreihe "Kulissen des Kultkinos" macht sich anhand legendärer Filme auf zu spektakulären Drehorten, deren Kulissen teils erhalten geblieben sind. Wie haben sich die Filmemacher dieser Schauplätze bedient, inwiefern boten sie sich als Inspirationsquelle an und was machte gerade sie so einzigartig?.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 20/12 bis 21/12


19:40 Re: (35 Min.)
Russlands Atomkatastrophe: Auf den Spuren des vertuschten GAUs von Majak
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 20/12 bis 19/01

Seit zwei Jahren lebt die russische Umweltaktivistin Nadeschda Kutepowa in Paris. Sie musste aus Russland flüchten, weil sie sich dort für die Schließung der atomaren Wiederaufbereitungsanlage "Majak" im Süd-Ural eingesetzt hatte. In der geheimen Anlage der Sowjetarmee war 1957 ein Atommüll-Lager explodiert. Tausende Menschen wurden damals verstrahlt, aber die Sowjetführung verschwieg den Unfall. Die marode Anlage ist auch heute noch in Betrieb. Durch Zufall stößt Kutepowa in Paris auf eine Umweltlizenz für "Majak", ausgestellt von einer französischen Behörde, und begibt sich auf Spurensuche. Nadeschda Kutepowa ist Anwältin und Umweltaktivistin aus der südlichen Uralregion Russlands. In der Nähe ihres Geburtsorts Osjorsk hat sich der erste große Atomunfall der Geschichte ereignet. Am 29 September 1957 explodierte hier in der Atomanlage "Majak" ein Atommülllager. Tausende Menschen wurden verstrahlt, aber die Sowjetführung verschwieg über 30 Jahre lang den Unfall in der geheimen Militäranlage. Betroffene wurden nie entschädigt. Dagegen beschloss Nadeschda Kutepowa vorzugehen und vertrat die Opfer der Katastrophe in Russland vor Gericht. Vor zwei Jahren musste sie jedoch nach Frankreich flüchten. In Russland wurde Kutepowa in den offiziellen Medien der Industriespionage bezichtigt. Ihr drohten 20 Jahre Gefängnis.
Heute setzt Kutepowa ihre Arbeit von Paris aus fort. Per Telefon oder Skype berät sie Strahlenopfer wie Gilani Dambajew, der in Musljumowo lebt, einem Dorf in der Nähe von "Majak". Dambajew leidet unter der sogenannten "Strahlenkrankheit", hat aber nie eine Entschädigung bekommen. Bei ihren Recherchen stößt Kutepowa zufällig auf eine Umweltverträglichkeits-Lizenz, die eine französische Behörde der maroden Atomaufbereitungsanlage in Russland ausgestellt hat. Kutepowa ist schockiert. Kann es sein, dass französische Beamte der russischen Führung dabei helfen, die Folgen des Atom-Skandals zu verschleiern? Die Anwältin beschließt, sich auf Spurensuche zu begeben und die Schließung von "Majak" zu erreichen. Umso mehr, da die Anlage aktuell wieder im Zusammenhang mit einem möglichen Störfall in den Schlagzeilen ist.

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Pelle, der Eroberer (145 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Pelle erobreren)
Spielfilm Dänemark / Schweden, 1987
Produktion: Per Holst Filmproduktion
Online verfügbar von 20/12 bis 27/12

Rollen und Darsteller:
Lassefar – Max von Sydow
Pelle – Pelle Hvenegaard
Ausbilder – Morten Jørgensen
Verwalter – Erik Paaske
Anna – Kristina Törnqvist
Erik – Björn Granath
Niels Køller – Lars Simonsen
Herr Kongstrup – Axel Strøbye
Frau Olsen – Karen Wegener
Fräulein Sine – Sofie Gråbøl
Fräulein Kongstrup – Astrid Villaume

Regie: Bille August
Produzent: Per Holst
Drehbuch: Bille August, Per Olov Enquist, Bjarne Reuter
Musik: Stefan Nilsson
Kamera: Jörgen Persson
Schnitt: Janus Billeskov Jansen
Autor: Martin Andersen Nexø

Ende des 19. Jahrhunderts herrscht bittere Armut in Schweden. Wie viele andere machen sich auch der alte Lassefar und sein Sohn Pelle auf, um anderswo ihr Glück zu finden. Ihre Ankunft in Dänemark ist vielversprechend. Mit dem Einlaufen des Schiffs lichtet sich der Nebel, und der Hafen liegt in strahlendem Licht. Aber es kommt anders: Sie finden Unterkunft auf einem Bauernhof, wo sie sich um das Vieh kümmern – und wie solches behandelt werden. Sie schlafen im Hühnerstall. Ihre Hoffnung und Zuversicht schlagen um in dumpfe Sehnsucht und Resignation, mit denen sie ihr Elend ertragen. Die Welt, in die sie geraten sind, ist grau – wie der Nebel und selbst die Mauern. Hier gibt es kein Glück, für niemanden. Nicht für den Sohn des Gutsbesitzers. Er stürzt sich ins Meer, nachdem die Magd das gemeinsame Kind getötet hat und dafür verhaftet wird. Nicht für den Knecht des Gutsbesitzers. Er wird im Kampf mit dem Aufseher, den er umbringen will, mit einem Stein so stark am Kopf verletzt, dass er geistig behindert bleibt. Und auch nicht für den Gutsbesitzer, der sich an seiner Nichte vergeht und kastriert wird. Am Ende hat nur noch Pelle die Kraft aufzubrechen.

Hintergrundinfo:
Bille August verfilmte den vierbändigen Roman von Martin Andersen Nexø, der von 1906 bis 1910 entstand. Anders als der Romanautor, der Pelles ganze Lebensgeschichte erzählt, widmet sich die Filmhandlung nur Pelles Jugend. Das ergreifende Vater-Sohn-Porträt wurde vielfach ausgezeichnet: 1988 in Cannes mit der Goldenen Palme und ein Jahr später mit einem Oscar für den besten fremdsprachigen Film.


22:40 Die Frau des Bäckers (130 Min.) (HDTV, UT)
(La femme du boulanger)
Spielfilm Frankreich, 1938
Produktion: Les Films Marcel Pagnol
Online verfügbar von 20/12 bis 24/12

Rollen und Darsteller:
Aimable Castanier – Raimu
Aurélie Castanier – Ginette Leclerc
Castan de Venelles – Fernand Charpin
Pfarrer – Robert Vattier
Antonin – Charles Blavette
Lehrer – Robert Bassac
Barnabé – Marcel Maupi
Céleste – Alida Rouffe
Miette – Odette Roger
Hermine – Yvette Fournier
Mademoiselle Angèle – Maximilienne Max
Dominique – Charles Moulin

Regie: Marcel Pagnol
Produzent: Marcel Pagnol
Drehbuch: Marcel Pagnol
Musik: Vincent Scotto
Kamera: Georges Benoît
Schnitt: Suzanne de Troeye
Autor: Jean Giono

Die Bewohner eines kleinen Dorfs in Südfrankreich sind glücklich, als sie einen neuen Bäcker, Aimable Castanier, bekommen. Der vorherige war nämlich Alkoholiker, backte schlechtes Brot und hatte sich zum Schluss auch noch erhängt. Aimable ist nicht nur ein lustiger, leidenschaftlicher Bäcker, er hat auch noch eine sehr hübsche und junge Frau, Aurélie. Das ganze Dorf spricht von ihrer Schönheit. Aurélie selbst ist sich ihrer Attraktivität bewusst und langweilt sich etwas mit ihrem älteren Ehemann. Eines frühen Morgens schleicht sie sich heimlich davon und brennt mit dem Hirten Dominique durch. Als Aimable von einem Dorfbewohner geweckt wird, ist das Brot verbrannt und seine Frau spurlos verschwunden. Aimable möchte zuerst gar nicht glauben, dass seine Frau ihn hätte verlassen können. Doch als er sie im ganzen Dorf nicht findet und dann ein Augenzeuge erzählt, er habe sie fortreiten sehen, bricht Aimable zusammen. Er betrinkt sich und weigert sich, Brot zu backen. Daraufhin mobilisiert sich das ganze Dorf, um Aurélie wieder nach Hause zu bringen …

Hintergrundinfo:
Marcel Pagnol gilt als der Cineast Südfrankreichs. Raimu war einer seiner Lieblingsschauspieler. Gemeinsam hatten sie schon vor "Die Frau des Bäckers" die "Trilogie Marseillaise" gedreht, in welcher Raimu die legendäre Rolle des César spielt. "Die Frau des Bäckers" wurde in dem Dorf Le Castellet gedreht.


00:50 Er nannte sie "Bolex" (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Schweiz / USA, 2017
SSR
Online verfügbar von 20/12 bis 19/01
Erstausstrahlung

Regie: Alyssa Bolsey

In den frühen 1920er Jahren erfand der Wahlschweizer Jacques Bolsey die erste Filmkamera für die Masse – die Bolex. Doch erst Jahrzehnte später kommt das dramatische Leben dieses mysteriösen Renaissance-Menschen ans Licht. Anlässlich der Beerdigung eines Familienmitgliedes entdeckte die Filmemacherin Alyssa Bolsey, dass ihr Urgroßvater der Erfinder einer der einflussreichsten Filmkameras aller Zeiten war: der Bolex. Auch bekannt unter den Namen Bogopolsky, Boolksy und Bolsey, hat dieser komplexe Mann durch seine Erfindung ein bemerkenswertes Erbe hinterlassen. Die Bolex wird auch rund ein Jahrhundert nach ihrer Erfindung rege genutzt.

Hintergrundinfo:
Alyssa Bolsey geht in ihrem Dokumentarfilm auf Spurensuche. Bei einer Reise in die französische Schweiz zeigt sie den Geburtsort der Kamera. Mittels Interviews mit den Filmemachern Wim Wenders, Joel Schlemowitz, Barbara Hammer, Jonas Mekas, Dave Alex Riddett, Bruce Brown und Spike Lee sowie einzigartigem Archivmaterial beleuchtet sie das Erbe der Kamera und den Einfluss, den sie auf Filmschaffende hatte und zum Teil noch immer hat. Der Erfinder selbst kommt durch Auszüge aus seinen Tagebüchern und von ihm mit der Bolex gedrehten Aufnahmen zu Wort.


01:40 Neun Tage im Winter (95 Min.) (HDTV, UT)
Neuf jours en hiver
Fernsehfilm Frankreich, 2015
Wiederholung vom 08.12.
Produktion: Arezzo Films, Roche Productions, ARTE F

Rollen und Darsteller:
Aurélien – Robinson Stévenin
Mado – Catherine Hiegel
Cyril – Patrick Mille
Hervé – Yannick Choirat
Emma – Lucie Debay
Michelle – Elina Solomon

Regie: Alain Tasma
Produzent: Dominique Tibi, Frédéric Bruneel
Drehbuch: Alain Tasma, Arnaud Cathrine, Eric Caravaca
Musik: Florent Marchet
Kamera: Pascal Marti
Kostüm: Marie-Claude Brunet
Bühnenbild: Jean-Jacques Gernolle: Jean-Jacques Gernolle
Redaktion: Arnaud Jalbert
Schnitt: Christine Lucas Navarro
Ausstattung: Jean-Jacques Gernolle
Autor: Arnaud Cathrine


03:15 Medizin in fernen Ländern (30 Min.) (HDTV)
Indien: Die Engel von Maharashtra
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 20/12 bis 28/12

Regie: Stéphane Corréa

Dass es im Dorf Jawalke wie in ganz Indien an medizinischer Versorgung mangelt, liegt an der hohen Bevölkerungsdichte und dem Kastensystem, das den unteren Gesellschaftsschichten den Zugang zu Kranken – und Pflegediensten verwehrt. Um die 240 Familien im Dorf zu betreuen, hat man Frauen, die zuvor weder lesen noch schreiben konnten, in Erster Hilfe ausgebildet. Aber auch nach ihrer Ausbildung sind sie weder Hebammen noch Ärztinnen, sondern Unberührbare im Dienste des Volkes. Auch SambaïSalve, eine 61-jährige Arbeiterin aus der Unterschicht, wurde von der Aroles-Initiative in einem auf Praxis und Beobachtung ausgerichteten Crashkurs zum Health Worker geschult. Gemeinsam mit Bernard Fontanille trägt sie die Instrumente zusammen, die sie für ihre Visiten in den Nachbardörfern benötigt. Mit Blutdruckmessgerät, Stethoskop, Waage und Notizheft bewaffnet macht sie sich auf den Weg, um Frauen und Kinder zu besuchen. 632 Babys hat Salve bereits auf die Welt geholfen, ohne je einen Todesfall zu beklagen - darauf ist sie besonders stolz.

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


03:45 28 Minuten (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 19/02
Erstausstrahlung

Moderation: Renaud Dély


04:30 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (3 Min.) (HDTV)
Kann man unter Wasser atmen?
Fernsehserie Frankreich, 2015
Wiederholung vom 28.11.

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne


04:33 Sendeschluss

 

*


Donnerstag, 21. Dezember 2017


05:00 Wiener Abend mit dem Orchestre de Paris (50 Min.)
Musik Frankreich, 2017
Wiederholung vom 17.12.

Regie: Julien Condemine

Mitwirkende:
Orchestre de Paris
Cyrille Dubois (Tenor)
Annette Dasch (Sopran)

Dirigent: Thomas Hengelbrock


05:50 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Smartphones – Immer dabei: Wie verändern Smartphones unser Leben?
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 20.12.

Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner


06:15 Medizin in fernen Ländern (25 Min.) (HDTV)
Guayana – Tropenmedizin auf dem Maroni
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 19/02
Erstausstrahlung

Regie: Timothee Janssen, Timothee Ebermann, Laurent SARDI

Bernard Fontanille reist nach Maripasoula, einer Stadt mit zehntausend Einwohnern, eingebettet zwischen dem Regenwald und dem Fluss Maroni, der gleichzeitig die Grenze zu Surinam bildet. Hier liegt der "Wilde Westen" von Französisch-Guyana. Der Zugang ist nur per Flugzeug, Hubschrauber oder Einbaum möglich, eine Straße gibt es nicht. Bernard Fontanille trifft hier auf Cécile Rabiller. Die junge Allgemeinmedizinerin arbeitet im Gesundheitszentrum von Maripasoula, nimmt aber auch an Visiten in abgelegenen Indiodörfer teil. Die Schwerpunktgebiete ihrer Arbeit sind Tropenkrankheiten, Infektionen in Verbindung mit der feuchten Umgebung und Notfälle. Für Fontanille ist diese an die extreme Umgebung angepasste Tropenmedizin Neuland: Anforderungen und Behandlungsmethoden unterscheiden sich deutlich von denen im französischen Mutterland …

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


06:40 Medizin in fernen Ländern (30 Min.) (HDTV)
Papua-Neuguinea – Der tödliche Biss der Taipan-Schlange
Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 19/02
Erstausstrahlung

Regie: Nicos Argillet


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 28/12


07:15 +/ – 5 Meter (45 Min.) (HDTV)
Wale berühren
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 21/12 bis 20/01

Regie: Dominique Hennequin

Joe Bunni begibt sich auf die Azoren, um Bilder von Pottwalen zu machen. Doch wegen des schlechten Wetters bleiben die Wale aus. Sobald die Sonne wieder scheint, begegnet Bunni einem Blauwal. Die größten Säugetiere der Welt hätten sich eigentlich schon vor Monaten in Richtung Norden aufmachen müssen. Schließlich kommen auch die Pottwale an, und Joe Bunni kann sich ihnen unter Wasser nähern. Der französische Wissenschaftler Michel André hört die Klicklaute der Wale ab und untersucht die Lärmbelästigung unter Wasser. Die Geräusche von Schiffen und Sonaren stören die Meeressäuger und können für die Tiere sogar tödlich sein. Das kommt insbesondere in der Umgebung von Offshore-Bohrungen vor.
Als Konsequenz aus den Erkenntnissen Michel Andrés hat die Europäische Union vor kurzem Standards für Unterwasserlärm verabschiedet. In Indonesien fotografiert Joe Bunni Walhaie dabei, wie sie den Fischern bei der Arbeit helfen: Der größte Fisch der Welt treibt die Beute direkt in die Netze. Im Gegenzug füttern und schützen ihn die Fischer, die lange Zeit Jagd auf seine Artgenossen gemacht haben. Auf den Stränden von Papua legen die Lederschildkröten ihre Eier. Nach dem Schlüpfen machen sich die Jungtiere Richtung Ozean auf. Auf den Austral-Inseln begibt sich Joe Bunni auf die Suche nach Buckelwalen. Die Weibchen reisen von der Antarktis 6.500 Kilometer weit bis in diese ruhigen Gewässer, so weit wie kein anderes Tier. Die Männchen nehmen die Verfolgung auf und versuchen mit mächtigen Gesängen, die weiblichen Tiere zu verführen.

Hintergrundinfo:
In der fünfteiligen Dokumentationsreihe erschließt der Fotograf Joe Bunni auf einem Tauchgang der besonderen Art dem Zuschauer mit seinen Aufnahmen atemberaubende, doch bedrohte Welten fünf Meter über und unter der Meeresoberfläche.


08:00 Stadt Land Kunst (40 Min.) (HDTV)
Katalonien / Route 66 / Portugal, Estoril
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 20.12.

Regie: Fabrice Michelin


08:40 Italien, meine Liebe (45 Min.) (HDTV)
Cilento und Basilikata
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Emanuela Casentini


09:25 Amsterdam, London, New York – Welt-Städte (55 Min.) (HDTV)
1585-1650: Das goldene Zeitalter
Folge 1 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Frédéric Wilner


10:20 Amsterdam, London, New York – Welt-Städte (50 Min.) (HDTV)
1650-1800: Vom Handeln und Kriegeführen
Folge 2 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Frédéric Wilner


11:10 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in den Alpen (65 Min.) (HDTV, UT)
Im Engadin
Dokumentationsreihe Deutschland / Frankreich, 2010
Online verfügbar von 21/12 bis 28/12

Regie: Sven Ihden

Diesmal führen Sarah Wieners Abenteuer sie mitten ins Herz des Unterengadin – in die Grenzregion von Italien, Österreich und eben der Schweiz. In dem 70-Seelen-Dorf Vnà auf 1.650 Meter Höhe liegt das Restaurant "Piz Tschütta", wo Sarah Wiener von Chefkoch Daniel Fischer mit einem herzlichen "Allegra" und Ziegenkäsericotta mit Birnbrot als Vorspeise erwartet wird. Außerdem serviert Daniel seine Interpretation der traditionellen Engadiner Kartoffelwurst mit Kartoffelteigtaschen, gefüllt mit Steinpilzen. Dass es dieses scheinbar simple Gericht wahrlich in sich hat, erfährt Sarah bei Metzgermeister Ludwig Hatecke: Eine Stunde lang müssen Fleisch und Kartoffeln für die richtige Konsistenz der Engadiner Kartoffelwurst geknetet werden. Und auch das Birnbrot ist mehr als nur Brot und Birnen, darauf besteht Zuckerbäcker Peder Benderer. Sein Rezept und seine Gewürzmischung sind genauso geheim wie die alten Schmugglerpfade nach Italien. Denn das eher karge und abgelegene Unterengadin war von jeher von einem regen, nicht immer legalen Austausch von Waren und Lebensmitteln geprägt. Bleibt die Frage, wie viel der Zuckerbäcker von seinem streng geheimen Wissen an Sarah Wiener verraten wird.

Hintergrundinfo:
Sarah Wiener begibt sich in dieser Reihe auf einen grenzüberschreitenden kulinarischen Streifzug durch eine ganze Region: die Alpen. Mit Landkarte, Adressen, Fotos und vor allem einer großen Portion Neugier ausgestattet erhält die charmante Köchin nicht nur Einblicke in die Kochtöpfe, sondern lernt auch die Bewohner der Alpenländer und ihre Kultur näher kennen. Dazu gehören nicht zuletzt auch das Alphornspielen, Holzlöffelschnitzen und Schuhplattlern.


12:15 Re: (35 Min.)
Russlands Atomkatastrophe: Auf den Spuren des vertuschten GAUs von Majak
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 20.12.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 22/12


13:00 Stadt Land Kunst (45 Min.) (HDTV)
Norwegen / Korsika / Wien
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 28/12

Regie: Fabrice Michelin

Das absolute Muss: Das Café Central in Wien
Eine unbekannte Geschichte über das berühmteste Wiener Kaffeehaus: das Café Central. In dem 1876 eröffneten Café trafen sich einst die größten Intellektuellen der Stadt, wie Freud, Zweig und Lenin, um die Welt zu verändern. Was darüber weitgehend in Vergessenheit geriet: Das typisch wienerische Café war auch ein Treffpunkt für leidenschaftliche Schachspieler.

(1): Norwegen – Edvard Munchs Verständnis von Glück
(2): Amerikanische Villen auf Korsika
(3): Das absolute Muss: Das Café Central in Wien

Hintergrundinfo:
ARTE lädt täglich zu einer Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. Im Mittelpunkt der Sendung stehen nicht Museen oder vom Reiseführer propagierte Orte, sondern Reichtümer dieser Erde. "Stadt Land Kunst" lässt den Zuschauer die Zusammenhänge zwischen Kunst, Landschaften und Menschen anders entdecken und ermöglicht eine Pause vom Alltag. Eine Sendung mit kulturellem Anspruch, fernab der Großstadthektik. Linda Lorin lädt täglich zu einer Reise an die Orte ein, die schon große Künstler inspirierten. Eine ganz neue Art, Städte und Regionen zu erkunden oder wiederzuentdecken. Anschließend zeigt die Sendung, wie die menschliche Schöpferkraft Landschaften und Städte formte und so vielfältige Kulturen hervorbrachte. Zum Abschluss wird eine wenig bekannte Geschichte über ein berühmtes Wahrzeichen erzählt.


13:45 Alles über Eva (135 Min.) (HDTV)
(All about Eve)
Spielfilm USA, 1950
Wiederholung vom 18.12.
Produktion: Twentieth Century Fox Film Corporation

Rollen und Darsteller:
Margo Channing – Bette Davis
Eve Harrington – Anne Baxter
Addison DeWitt – George Sanders
Karen – Celeste Holm
Bill Simpson – Gary Merrill
Lloyd Richards – Hugh Marlowe
Max Fabian – Gregory Ratoff
Phoebe – Barbara Bates
Miss Casswell – Marilyn Monroe
Birdie – Thelma Ritter

Regie: Joseph L. Mankiewicz
Produzent: Darryl F. Zanuck
Drehbuch: Joseph L. Mankiewicz
Musik: Alfred Newman
Kamera: Milton R. Krasner
Schnitt: Barbara McLean
Autor: Mary Orr


16:00 Die Reise der Schneeeulen (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2014
Wiederholung vom 15.12.

Regie: Klaus Weißmann, Dietmar Nill


16:45 Magic Cities (55 Min.) (HDTV)
Casablanca
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 20/01
Erstausstrahlung

Regie: Susanne Brand

Casablanca wurde vor allem durch den Hollywoodklassiker aus den 1940er Jahren berühmt. Doch Humphrey Bogart und Ingrid Bergman waren nie dort. Keine einzige Szene des Films wurde in der größten Stadt Marokkos gedreht. Heute ist Casablanca das wichtigste Handels - und Industriezentrum des Landes, hat den größten Hafen Nordafrikas und eine der größten Moscheen der Welt mit dem höchsten Minarett. Die Dokumentation porträtiert Casablanca durch seine verschiedenen Einwohner: von der einzigen marokkanischen Surferin, die am großen internationalen Wettbewerb teilnimmt, bis zum Anheizer in der alten Medina, der seit 30 Jahren das Hamam nebenan am Laufen hält; vom Börsenmakler, der jede Woche zum Freitagsgebet in die große Hassan-II.-Moschee fährt und sich am Wochenende mit seinen Jungs vom Vespa-Club trifft, bis zum Maschinenerfinder, der stolz den Olivenhändler beliefert. Casablanca ist eine arabische Metropole auf dem afrikanischen Kontinent, die sich ihren traditionellen Kern bewahrt hat und trotzdem zu einem der wichtigsten globalen Umschlagplätze Afrikas entwickelt hat. Die Bewohner Casablancas sind offen und tolerant. Neben westlich gekleideten Businessleuten im Centre Ville leben die traditionsbewussten, streng muslimischen Menschen in der alten Medina und in den Außenbezirken. Zwei Welten in einer Stadt – das macht Casablanca aus. Globalisierung und 1001 Nacht sind kein Widerspruch. Casablanca ist modern und kosmopolitisch, aber bewahrt sich auch seinen arabischen Charakter. Es ist eine Stadt, in der Träume wahr werden können.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe zeigt fünf der weltweit größten Megacitys, in denen Orient und Okzident, Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingehen.


17:40 Xenius (25 Min.) (HDTV)
Unsterblichkeit – Die Suche nach dem Jungbrunnen
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 21/12 bis 21/03

Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner

Alt und klapprig reinspringen und jung und fidel wieder rauskommen – der Jungbrunnen, ein uralter Menschheitstraum. Die "Xenius"-Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner besuchen heute eine Frau, die über 100 Jahr alt und noch immer fit ist. Sie wollen herausfinden: Wie schafft man es, so alt zu werden und dabei so lange gesund zu bleiben? Die Antwort darauf suchen Forscher weltweit. Sie haben beispielsweise bestimmte Gene in Fliegen ausgeschaltet. Ergebnis: Die Fliegen lebten danach bis zu 80 Prozent länger. Beim Menschen wäre das eine Lebenswartung von 140 Jahren – für jeden. Aber Menschen sind keine Fliegen und Gene beim Menschen auszuschalten geht nicht so einfach. Ein Arzt aus Dresden behauptet jetzt aber eine Substanz gefunden zu haben, die diese Gene zumindest hemmt – und hofft den Menschen ein längeres und gesundes Leben geben zu können. Könnte das der ersehnte Jungbrunnen sein?

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


18:05 Medizin in fernen Ländern (30 Min.) (HDTV)
Kambodscha: Die Seeklinik Tonle Sap
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 21/12 bis 29/12

Regie: Laurent Sardi

Der majestätische Mekong fließt durch die tibetischen Hochebenen, verzweigt sich in den Tälern in pulsierende Stromschnellen oder ergießt sich in friedliche Seen. In der Regenzeit füllen seine Wassermassen den kambodschanischen See Tonle Sap in der Nähe der Tempel von Angkor. Das Leben am See ist nicht leicht. Der jahreszeitliche Wechsel zwischen Trockenzeiten und Überflutungen unterwirft die Menschen dem Rhythmus der Natur. Hier folgt das Leben anderen Gesetzen als im übrigen Land. Der See bestimmt, was man isst, wo man schläft, wie man lebt, lernt und stirbt – und wie man Krankheiten heilt. In den schwimmenden Dörfern gibt es nicht nur Kirchen, Polizeiwachen und buddhistische Tempel, sondern neuerdings auch ein Ärzteteam. Gemeinsam mit den einheimischen Medizinern macht Bernard Fontanille einen Krankenbesuch auf dem See.

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


Festtagsprogramm
18:35 Kulissen des Kultkinos (45 Min.) (HDTV, UT)
Auf den Spuren von Bridget Jones
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 20/01
Erstausstrahlung

Regie: Jean Froment

London, die Stadt, in der große Liebesgeschichten geschrieben wurden: Romeo und Julia, Charles und Diana, Bridget Jones. In ihrem Tagebuch erzählt Bridget ungeniert von ihrem Vorsatz, den perfekten Mann zu finden und damit aufzuhören, von ihrem Chef zu fantasieren. Sie hat ein Talent dafür, in peinliche Situationen zu geraten. Im turbulenten Herzen von London bewahrt Bridget die Ruhe und gibt die Suche nach einem "netten und charmanten" Freund nicht auf. London ist eine kosmopolitische, brodelnde, schöpferische Megacity. In "Auf den Spuren von Bridget Jones" stellen einige Londoner, die auf der Suche nach der großen Liebe sind, ihre Stadt vor. Darunter ist auch Philippa Sitters, Assistentin eines Literaturagenten, in Seven Dials, einem Viertel unweit vom Piccadilly Circus. Im 18. Jahrhundert war dies das verrufenste Viertel Londons. Heute wechseln sich hier Läden für Alternativmedizin, Restaurant-Terrassen und Cafés mit hübschen Boutiquen ab. Der Innenhof Neal's Yard ist ein idealer Ort für ein romantisches Rendezvous. Piccadilly ist Londons Theaterviertel. Schon seit Jahrhunderten werden dort die größten Werke aufgeführt, die zum Träumen einladen, Mut machen und den Alltag versüßen. In London scheint es leichter zu sein, von der großen Liebe zu träumen als sie zu erleben, denn auch Bridget Jones sucht die große Liebe. Bis 1945 war Großbritannien die größte Seemacht der Welt. An diese ruhmreiche Zeit erinnert der Kreuzer "HMS Belfast", der im Herzen der Stadt dort vor Anker liegt, wo Bridget von ihrem Prinzen träumte. Ed Livett, ein junger Mann, gehört zur sechsten Generation einer Familie von Seeleuten. Er arbeitet auf der Themse und bringt im Anschluss sein Boot zur Anlegestelle am Fuß der Tower Bridge. Die Tower Bridge wurde 1894 fertiggestellt. Bridget Jones und Tausende Londoner überqueren jeden Morgen diese Brücke. Eine Gelegenheit, um gute Vorsätze zu fassen, wie zum Beispiel den Avancen seines Chefs zu widerstehen oder nachzugeben. Der romantische Spaziergang geht am Südufer der Themse weiter, am Borough Market. In "Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück" wohnt die Protagonistin direkt über dem Pub "The Globe". Dann geht es zu dem Viertel Shoreditch, das sich im Lauf der Zeit stark verändert hat. Heute ist es zu einem angesagten Viertel geworden, in dem die hippe Jugend feiern geht. Hier würde heute auch Bridget Jones ausgehen. London ist eine Stadt, die niemals schläft. Die Nacht endet, wenn man selbst seine eigenen Grenzen erreicht hat oder wenn man sich wie Bridget schwört, nie wieder Alkohol zu trinken. Bei Sonnenaufgang bietet nach einer durchfeierten Nacht der Hyde Park Erholung. Am italienischen Springbrunnen des Parks duellierten sich Bridget Jones' Verehrer. Das Viertel Islington ist das Zuhause des jungen Ehepaars Ish und Julian. Die beiden stehen für die soziale Vielfalt in der Stadt, und bei beiden war es Liebe auf den ersten Blick. Bridget Jones ist ein Spiegelbild der britischen Mentalität: ruhig bleiben und weitermachen, auch in peinlichen Situationen. So ist es kein Wunder, dass die Geschichte über die Abenteuer der jungen Londoner Singlefrau so erfolgreich war.

Hintergrundinfo:
Ob auf den Spuren des Herrn der Ringe in Neuseeland, von Harry Potter in Schottland oder von "Tiger & Dragon" in China – die fünfteilige Dokumentationsreihe "Kulissen des Kultkinos macht sich anhand legendärer Filme auf zu spektakulären Drehorten, deren Kulissen teils erhalten geblieben sind. Wie haben sich die Filmemacher dieser Schauplätze bedient, inwiefern boten sie sich als Inspirationsquelle an und was machte gerade sie so einzigartig?.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 22/12


19:40 Re: (35 Min.)
Polen vor der Zerreißprobe: Eine Frau kämpft um ihr Land
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 21/12 bis 20/01

Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


Jane Campion
20:15 Top of the Lake – China Girl (60 Min.) (HDTV)
Folge 5 von 6
Fernsehserie Australien, 2017
Produktion: See-Saw Films
Online verfügbar von 21/12 bis 28/12
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Robin – Elisabeth Moss
Brett – Lincoln Vickery
Cinnamon – Thien Huong Thi Nguyen
Miranda – Gwendoline Christie
Adrian Butler – Clayton Jacobson
Doctor Campbell – Kevin MacIsaac
Pixie – Susie Lindeman
Mary – Alice Englert
Alexander "Puss" David Dencik
Julia – Nicole Kidman
Pyke – Ewen Leslie

Regie: Jane Campion
Produzent: Philippa Campbell, Libby Sharpe
Drehbuch: Jane Campion, Gerard Lee
Musik: Mark Bradshaw
Kamera: Germain McMicking
Kostüm: Emily Seresin
Szenenbild: Annie Beauchamp: Annie Beauchamp
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Alexandre de Franceschi

Nach Bretts Identifizierung der Leiche gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass es sich um die vermisste Prostituierte Cinnamon aus dem "Silk 41" handelt. Für Robin ist das der Beweis, dass Alexander in den Fall verwickelt ist. Um Mary zu schützen, behält sie ihren Verdacht allerdings zunächst für sich. Es frustriert sie deshalb umso mehr, dass Miranda wieder ohne Absprache Adrian über den möglichen Verdacht aufklärt. Hinzu kommt noch, dass Adrian sich weitaus mehr für die Gefühlsschwankungen seiner schwangeren Freundin als für die tote Prostituierte interessiert. Die Spannung zwischen den beiden Kolleginnen erreicht ihren Höhepunkt, als Miranda bei einem weiteren Besuch in der Fertilitätsklinik einen hysterischen Wutanfall bekommt. Der Ausbruch führt zu einer lange überfälligen Aussprache, bei der beide Frauen ihrer Frustration Luft machen: Miranda geht der Fall sehr viel näher, als Robin es hätte ahnen können. Gestärkt durch ihre neue Freundschaft sind die beiden entschlossener denn je, die anderen Leihmütter zu finden. Da meldet sich Doctor Campbell von der Fertilitätsklinik: Seine Empfangsdame Pixie war diejenige, die hoffnungsvolle Paare an Leihmütter vermittelt hat. Nach Mirandas Wutanfall in der Klinik hat Pixie allerdings ein schlechtes Gewissen und will mit Robin und den verzweifelten Eltern reinen Tisch machen …

Hintergrundinfo:
Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel führt die gefeierte Regisseurin und Drehbuchautorin Jane Campion ihre Emmy-nominierte Serie "Top of the Lake" in Australien fort. Kunstvoll werden wieder Campion'sche Themen durchleuchtet – die Rollen der Frauen und der Männer in der modernen Gesellschaft, Homosexualität, Kinderwunsch und Leihmutterschaft, Ausbeutung und Versklavung. Elisabeth Moss (Detective Robin Griffin), die bei den 69. Emmy-Awards 2017 als beste Hauptdarstellerin in "The Handmaid's Tale" geehrt wurde, spielt in "Top of the Lake – China Girl" an der Seite von Nicole Kidman (Julia), die auch einen Emmy 2017 erhielt, als beste Hauptdarstellerin der Mini-Serie "Big Little Lies". Die 17-jährige Mary wird gegeben von Alice Englert, Jane Campions talentierter Tochter.


Jane Campion
21:15 Top of the Lake – China Girl (60 Min.) (HDTV)
Folge 6 von 6
Fernsehserie Australien, 2017
Produktion: See-Saw Films
Online verfügbar von 21/12 bis 28/12
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Robin – Elisabeth Moss
Pyke – Ewen Leslie
Brett – Lincoln Vickery
Mary – Alice Englert
Alexander "Puss" David Dencik
Miranda – Gwendoline Christie

Regie: Ariel Kleiman
Produzent: Philippa Campbell, Libby Sharpe
Drehbuch: Jane Campion, Gerard Lee
Musik: Mark Bradshaw
Kamera: Germain McMicking
Kostüm: Emily Seresin
Szenenbild: Annie Beauchamp: Annie Beauchamp
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Scott Gray

Eine Schreckensnachricht unterbricht die Zweisamkeit von Robin und Pyke: Es gab einen tödlichen Amoklauf im "Silk 41", dem Bordell, in dem sich Mary regelmäßig aufhält. Angsterfüllt eilen beide zum Tatort. Dort angekommen können sie erst einmal aufatmen, denn Mary ist nicht unter den Toten. Die Erleichterung hält allerdings nicht lange an, als Robin erfährt, dass ihre Tochter von dem Amokläufer als Geisel mitgenommen wurde. Der Täter ist Brett, in seiner Obsession für Cinnamon wurde er unberechenbar und ist jetzt wie vom Erdboden verschluckt. Das einzige Glück in diesem Unglück sind die Live-Bilder der Leihmütter, die die Polizei im Bordell sieht. Doch deren Aufenthaltsort kennt nur Alexander, und der bleibt seit dem Amoklauf unauffindbar. Währenddessen führt die Suche nach Brett zu einem Großeinsatz am Strand, durch die Massen an Strandbesuchern scheint dies fast aussichtslos. Außerdem ist er bewaffnet, was die Situation noch riskanter macht. Eine verdächtige Box führt Robin und Miranda zum Amokläufer, doch die Festnahme endet tragisch. Voller Schmerz und Wut ist Robin zu allem bereit, um Alexander und die Leihmütter zu finden. Doch es gibt immer noch keine Spur von ihm, und die Uhr tickt …


22:15 Liebe ist das perfekte Verbrechen (105 Min.) (HDTV)
(L'Amour est un crime parfait)
Spielfilm Belgien / Frankreich / Schweiz, 2013
Produktion: Arena Productions, Gaumont, ARTE France Cinéma, Rhône-Alpes Cinéma,
Vega Film, Radio Télévision Suisse, Entre Chien et Loup, Mollywood

Rollen und Darsteller:
Marc – Mathieu Amalric
Marianne – Karin Viard
Anna Eggbaum – Maïwenn
Annie – Sara Forestier
Richard – Denis Podalydès
Barbara – Marion Duval

Regie: Jean-Marie Larrieu, Arnaud Larrieu
Produzent: Francis Boespflug, Sidonie Dumas, Bruno Pésery
Drehbuch: Jean-Marie Larrieu, Arnaud Larrieu
Musik: Caravaggio
Kamera: Guillaume Deffontaines
Schnitt: Annette Dutertre
Autor: Philippe Djian

Als attraktiver Literaturprofessor genießt Marc den Ruf eines Frauenhelden. Nur allzu gerne bringt er seine Studentinnen zum "privaten Nachhilfeunterricht" in sein abgelegenes Chalet in den Bergen, wo er seit Kindertagen mit seiner exzentrischen Schwester Marianne zusammenlebt. Doch als seine letzte Eroberung, die begabte Studentin Barbara, spurlos verschwindet, gerät das Leben des Schürzenjägers aus den Fugen. Schon bald setzen ihn ein junger Polizist, der den Fall untersucht, und die Universitätsleitung unter Druck, und Marc sieht sich bohrenden Fragen ausgesetzt. Kurz darauf taucht auch noch Barbaras attraktive Stiefmutter Anna auf, die an Marcs Unschuld zu zweifeln scheint und schnell zu seiner Affäre wird. Und dann ist da noch Annie, die ebenfalls in den Genuss der Nachhilfestunden kommen will. Der Frauenheld verliert allmählich die Kontrolle über die Situation und hat zunehmend Mühe, Realität und Fantasie auseinanderzuhalten.

Hintergrundinfo:
"Liebe ist das perfekte Verbrechen" ist der siebte Spielfilm der französischen Brüder Jean-Marie und Arnaud Larrieu. Für ihren Film "Malen oder Lieben" wurden sie 2005 für die Goldene Palme nominiert. In "Liebe ist das perfekte Verbrechen" macht Kameramann Guillaume Deffontaines aus der Eis – und Schneelandschaft der Schweizer Alpen eine eigene "Figur". Ein kleiner Geniestreich ist es, die Universität, an der Marc lehrt, im futuristischen Gebäude der Bibliothek der ETH Lausanne zu drehen; das transparente Gebäude macht ein Verstecken unmöglich.


00:00 Haus der Sünde (120 Min.) (HDTV)
(L'Apollonide – Souvenirs de la maison close)
Spielfilm Frankreich, 2010
Wiederholung vom 14.12.
Produktion: Les Films du Lendemain, ARTE France Cinéma, My New Picture

Rollen und Darsteller:
Marie-France – Noémie Lvovsky
Samira – Hafsia Herzi
Clotilde – Céline Sallette
Julie – Jasmine Trinca
Léa – Adèle Haenel
Madeleine – Alice Barnole

Regie: Bertrand Bonello
Produzent: Bertrand Bonello, Kristina Larsen
Drehbuch: Bertrand Bonello
Musik: Bertrand Bonello
Kamera: Josée Deshaies
Schnitt: Fabrice Rouaud


02:00 Cholesterin, der große Bluff (85 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentarfilm Frankreich, 2016
Wiederholung vom 28.11.

Regie: Anne Georget


03:25 Medizin in fernen Ländern (25 Min.) (HDTV)
Japan: Die letzten Hundertjährigen von Okinawa
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 21/12 bis 29/12

Regie: Stéphane Corréa

Fontanille fährt ins Dorf Okinawa, um herauszufinden, warum Frau Toyama mit ihren 91 Jahren so fit und frisch ist wie eh und je. Die Rentnerin verkörpert ein Phänomen, das man in Expertenkreisen das "Wunder von Okinawa" nennt. Frau Toyama sagt, sie besitze vier Schlüssel zum würdigen Altern – der wichtigste sei das "Ikigai", das, "wofür es sich zu leben lohnt".

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


03:50 28 Minuten (50 Min.)
Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/12 bis 20/02
Erstausstrahlung

Moderation: Renaud Dély


04:40 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (3 Min.) (HDTV)
Tu Mourras Moins Bête
Tiermimik
Folge 38
Fernsehserie Frankreich, 2015
Wiederholung vom 30.11.

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne


04:43 Sendeschluss

 

*


Freitag, 22. Dezember 2017


05:00 Les Inrocks Festival 2016 Paris (75 Min.) (HDTV)
The Lemon Twigs – Cassius – Seratones – Lost Under Heaven – Jagwar Mar – Tinariwen
Musik Frankreich, 2016
Wiederholung vom 24.11.

Regie: Sebastien Lefebvre, Alexandre Buisson

Mitwirkende:
Jagwar Ma
Her
Seratones
Adam Naas
LUH
Lescop
The Lemon Twigs
Tinariwen
Cassius


06:15 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2016
Wiederholung vom 16.12.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/12 bis 29/12


07:15 +/ – 5 Meter (45 Min.) (HDTV)
Eisbären suchen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 22/12 bis 21/01

Regie: Dominique Hennequin

Unter der Leitung von Mario Cyr, einem Spezialisten für Nordkanada, besucht Joe Bunni die Walrus Islands, um Walrosse zu fotografieren. Er traut sich ganz nah an die Tiere heran und wird von einem Männchen aufs Korn genommen. Der Zusammenstoß kostet den Fotografen fast das Leben. Dann machen sich die beiden Männer von Repulse Bay aus auf die Suche nach Eisbären. Auch im Hochsommer ist dort alles vereist. Die Winde drücken die Eisschollen gegen das Festland und bauen ein unüberwindliches Hindernis auf. Joe Bunni muss seine Expedition auf den nächsten Sommer verschieben. Im Frühjahr macht sich der Fotograf auf dem zugefrorenen Sankt-Lorenz-Strom auf die Suche nach Robbenbabys. Die Fortbewegung ist nicht einfach, und die Gruppe weißer Robbenbabys, die ihre helle Fellfarbe etwa zwei Wochen behalten, ist nicht leicht aufzuspüren. Im Sommer kehrt Joe Bunni nach Repulse Bay und zu Mario Cyr zurück. Ein Sturm treibt die Eisschollen endlich auf die hohe See hinaus, und die Männer können ins Reich des Eisbären aufbrechen. Ihre Geduld und Beharrlichkeit werden belohnt, als sie auf ein großes Männchen treffen. Später machen sie Unterwasseraufnahmen von einer Bärenmutter und ihren beiden Jungen. Am Ende seiner Reise durch die Eiswüsten fragt sich Joe Bunni, ob seine Kinder und Enkel noch Eisbären beobachten können werden. Bereits heute gibt es nur noch 2.000 Exemplare. Dieses Welterbe muss dringend geschützt werden, doch leider schmelzen die Gletscher, und die Bären ziehen auf der Suche nach einem angemessenen Lebensraum jedes Jahr ein Stückchen weiter nach Norden.

Hintergrundinfo:
In der fünfteiligen Dokumentationsreihe erschließt der Fotograf Joe Bunni auf einem Tauchgang der besonderen Art dem Zuschauer mit seinen Aufnahmen atemberaubende, doch bedrohte Welten fünf Meter über und unter der Meeresoberfläche.


08:00 Stadt Land Kunst (40 Min.) (HDTV)
Norwegen / Korsika / Wien
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 21.12.

Regie: Fabrice Michelin


08:40 Italien, meine Liebe (45 Min.) (HDTV)
Die Abruzzen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Emanuela Casentini


09:25 Amsterdam, London, New York: Welt-Städte (55 Min.) (HDTV)
1800-1880: Schock der Moderne
Folge 3 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Frédéric Wilner


10:20 Amsterdam, London, New York: Welt-Städte (50 Min.) (HDTV)
1880-2017: Spekulation und Größenwahn
Folge 4 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 16.12.

Regie: Frédéric Wilner


11:10 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in den Alpen (65 Min.) (HDTV, UT)
Im Wallis
Dokumentationsreihe Deutschland / Frankreich, 2010
Online verfügbar von 22/12 bis 29/12

Regie: Caterina Woj

Sarah Wieners heutige Etappe ihrer Alpentour führt sie ins Wallis. In Evolène, einem kleinen Bergdorf nicht weit entfernt vom Matterhorn, bewirtschaftet Raymonde Pralong das Restaurant "Au Vieux Mazot". Das traditionsreiche Haus ist eine Institution, nicht allein dank seiner urigen Spezialität – dem Walliser Eintopf. Die Potée évolènarde ist ein deftiges Gericht aus Fleisch, Speck, Würsten, Obst und Gemüse und wird mehrere Stunden in einem schweren gusseisernen Topf über offenem Feuer gekocht. Bei den Zutaten und der Zubereitung hält sich Raymonde strikt an das Rezept ihrer Großmutter. Von ihr hat sie nicht nur die Liebe zur Waliser Küche und dem Eintopf geerbt, sondern auch zur farbenfrohen Tracht der Gegend. Neben der Potée évolènarde präsentiert Raymonde Sarah auch einen typischen Vorspeisenteller mit hauchfeinem Zampetta-Schinken, Speck, Almkäse und den berühmten Walliser Aprikosen. Frisch gestärkt macht sich Sarah auf den Weg, die besten Aprikosen und den feinsten Schinken der Region zu besorgen. Etwas mulmig ist ihr dabei schon zumute, muss sie doch an der heimischen Rinderrasse vorbei, den Eringer Kampfkühen. Zum Glück ist der erfahrene Almbauer Patrick Amacker nicht weit und der Klang des Alphorns weist ihr den richtigen Weg. Dank des opulenten Mahls hat Sarah sogar noch Kraft, sich an einer wahren Männerdomäne zu versuchen: Wird es Sarah mit Hilfe von François Giovanola gelingen, eine echte Glocke zu schmieden?

Hintergrundinfo:
Sarah Wiener begibt sich in dieser Reihe auf einen grenzüberschreitenden kulinarischen Streifzug durch eine ganze Region: die Alpen. Mit Landkarte, Adressen, Fotos und vor allem einer großen Portion Neugier ausgestattet, erhält die charmante Köchin nicht nur Einblicke in die Kochtöpfe, sondern lernt auch die Bewohner der Alpenländer und ihre Kultur näher kennen. Dazu gehören nicht zuletzt auch das Alphornspielen, Holzlöffelschnitzen und Schuhplattlern.


12:15 Re: (35 Min.)
Polen vor der Zerreißprobe: Eine Frau kämpft um ihr Land
Reportage Deutschland, 2017
Wiederholung vom 21.12.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/12 bis 23/12


13:00 Stadt Land Kunst (50 Min.) (HDTV)
Die Haute-Provence von Jean Giono / Irland / Wien
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/12 bis 29/12

Regie: Fabrice Michelin

Irland, die verrückte Geschichte der Follies
Die irische Landschaft ist durchsetzt von absurden Bauwerken, die aus dem 18. Jahrhundert stammen und die unbekannten Seiten der Geschichte Irlands erzählen. Im Mittelalter begann die britische Besatzung Irlands. Die Follies sind Gebäude ohne konkreten Nutzen; sie symbolisieren die Verbundenheit einiger Iren mit den britischen Besatzern und zeugen vom Geschick der einheimischen Handwerker.

(1): Die Haute-Provence von Jean Giono
(2): Irland, die verrückte Geschichte der Follies
(3): Das Muss: Schloss Schönbrunn in Wien


13:50 Wenn es Nacht wird in Paris (125 Min.) (HDTV)
(Touchez pas au grisbi)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1953
Wiederholung vom 12.12.
Produktion: Del Duca Films, Antares

Rollen und Darsteller:
Max – Jean Gabin
Riton – René Dary
Josy – Jeanne Moreau
Lola – Dora Doll
Angelo Fraiser – Lino Ventura
Pierrot – Paul Frankeur
Marinette – Gaby Basset

Regie: Jacques Becker
Produzent: Robert Dorfmann
Drehbuch: Jacques Becker, Maurice Griffe, Albert Simonin
Musik: Jean Wiener
Kamera: Pierre Montazel
Schnitt: Marguerite Renoir
Autor: Albert Simonin


15:55 Magic Cities (50 Min.) (HDTV)
Maskat
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 22/12 bis 21/01
Erstausstrahlung

Regie: Heike Nikolaus

Maskat ist die Hauptstadt von Oman, eines Sultanats im Osten der Arabischen Halbinsel, das in den letzten Jahrzehnten eine erstaunliche Entwicklung zur Moderne durchlaufen hat. Die alte Hafenstadt Maskat liegt spektakulär an einer von Gebirgszügen eingeschlossenen Bucht.
In der Altstadt spürt man noch orientalisches Flair. Im Souk, einem verwinkelten Markt, duftet es nach Weihrauch, ehemals wichtigster Exportartikel Omans. Dort wird auch noch Halwa, die traditionelle Süßspeise, in großen Kupferkesseln gekocht. Männer in weißen Gewändern sitzen auf dem Boden und spielen Domino, Frauen begutachten das Sortiment bunt bestickter Stoffe – eine Atmosphäre wie aus 1001 Nacht. Gleich nebenan liegt das moderne Maskat. Auf Plakatwänden ist der Landesvater Sultan Kabus allgegenwärtig, der seit seinem Regierungsantritt 1970 das bis dahin rückständige Land behutsam in die Neuzeit führt. Er ließ eine imposante Moschee, die seinen Namen trägt, und das Opernhaus bauen. Sie prägen das Bild der neuen Stadtteile von Maskat. An den Hochschulen studieren inzwischen mehr Frauen als Männer.
Die Bewohner Maskats sind weltoffen und zugleich eng verbunden mit ihren Traditionen. Nicht weit von der Stadt gibt es Dörfer mit Lehmhäusern und Dattelpalmenhaine. Dort bestimmt noch der Wassermeister mit Hilfe der Sonnenuhr die Stunden für die Bewässerung der Felder. Erst langsam öffnet sich das Sultanat dem Tourismus, Kreuzfahrtschiffe legen im Hafen an. Maskat ist ein Ort, der orientalischen Zauber mit dem Komfort einer modernen Großstadt verbindet.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe zeigt fünf der weltweit größten Megacitys, in denen Orient und Okzident, Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingehen.


16:45 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Die Stadt der Zukunft – Wie "smart" kann sie sein?
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 22/12 bis 22/03

Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner

Gegenwärtig lebt etwa die Hälfte der Bevölkerung in den Industrieländern in Städten, bis zum Ende dieses Jahrhunderts sollen es 85 Prozent sein. Wie können wir angesichts dieses rasanten Wachstums zukünftig den Verkehrskollaps verhindern oder Kriminalität effektiv bekämpfen? Wie können Ballungszentren ihren Beitrag zum Umwelt – und Klimaschutz leisten? Konzepte zur sogenannten Smart City, der digitalisierten und vernetzten Stadt der Zukunft, sollen darauf Antworten liefern. Sie umfassen intelligente Systeme zur optimalen Verkehrssteuerung oder Computerprogramme, die Wohnungseinbrüche vorhersagen. Doch wie erfolgversprechend sind solche Projekte? Wie intelligent sollte die Stadt der Zukunft überhaupt sein? Laufen wir am Ende nicht in Gefahr, vor lauter Digitalisierung den Blick auf das Wesentliche des urbanen Zusammenlebens zu verlieren? Die "Xenius"-Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner machen sich in der ältesten Sozialsiedlung der Welt auf die Suche nach Antworten auf die Frage, was eine funktionierende Stadt eigentlich ausmacht.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:15 Medizin in fernen Ländern (25 Min.) (HDTV)
China: Pflanzenheilkunde
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 22/12 bis 30/12

Regie: Olivier Lemaire

China gilt als Ursprungsland der modernen Medizin. Viele der traditionellen Therapeutika und schmerzlindernden Substanzen stammen aus der Natur. Und die chinesische Pflanzenwelt gehört zu den reichsten der Erde. In einigen entlegenen Dörfern des Landes gibt es noch Heilkräuterhändler, die mit den heilenden Eigenschaften Tausender Pflanzen vertraut sind. Bernard Fontanille reist nach Baisha in der Provinz Yunnan. Die ehemalige Hauptstadt der Naxi, einer ethnischen Minderheit in China, hat sich seit ihrer Gründung im 13. Jahrhundert kaum verändert. Hier lebt Doktor Ho, einer der letzten Kräuterhändler des Landes. Der alte Mann steckt voller Energie: Neben seinem kleinen Geschäft und dem Garten, in dem er sich jeden Tag hingebungsvoll um seine Pflanzen kümmert, führt er eine eigene Klinik, die von Patienten aus ganz China besucht wird. Doktor Ho und sein Sohn, der ebenfalls Arzt ist, leben im Einklang mit den Bergen der Umgebung und der Natur und glauben an die enge Verbundenheit der Welt der Pflanzen mit der des Menschen.

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


17:40 Unterwegs auf dem Inka-Trail (55 Min.)
Dokumentation USA, 2009
Wiederholung vom 29.11.

Regie: Jason Burlage

Festtagsprogramm
Erstausstrahlung


18:35 Kulissen des Kultkinos (45 Min.) (HDTV, UT)
Auf den Spuren von "Tiger & Dragon"
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/12 bis 21/01
Erstausstrahlung

Regie: Jean Froment

Die Heldensaga "Tiger & Dragon", die von Ehre, Liebe und Verrat handelt, spielt im China des 18. Jahrhunderts, das auch "Himmlisches Königreich" genannt wurde. Li Mu Bai und Yu Xiu Lian, zwei Virtuosen der Kampfkunst, vereinen ihre Kräfte, um das Grüne Schwert der Unterwelt zurückzuerobern, das Jen Yu gestohlen hat. Die junge Diebin will auf diese Weise einer Zwangsheirat entkommen. Sie träumt von einem Leben als freie Kämpferin. Bei diesem mythischen Abenteuer überwinden die zwei Helden, die ihre Gefühle füreinander verbergen, viele Hindernisse und Gegner, während sie ganz China durchqueren, vom Bambusmeer von Anhui über die Gipfel des Huang-Shan-Gebirges bis zu den Toren der Taklamakan-Wüste. Für den Anfang von "Tiger & Dragon" eignet sich kein Ort besser als die Wudang-Shan-Berge, die Wiege des Kung Fu. In dieser Region im Osten Chinas bilden die drei Ebenen Himmel, Erde und Mensch eine Einheit. Diese Philosophie spielt eine zentrale Rolle in der Kampfkunst namens Wushu. Der imposante Blaue Tempel, der über dem Tal thront, verkörpert auf eindrucksvolle Weise die Prinzipien des Wushu: Ehre und Gerechtigkeit. Wie in "Tiger & Dragon" werden die Kampfszenen im Wuxia Pian, dem chinesischen Schwertkampffilm, als eine durchgetaktete Choreographie dargestellt, in der die Kämpfer zu Tänzern werden und eine Reihe von eleganten Figuren in den Schwertkampf einbauen. Um ein hohes Maß an Exzellenz und technischer Finesse zu erreichen, wie in "Tiger & Dragon", müssen die Schüler von Meister Gu vor allem lernen, ihren Körper und ihre Emotionen perfekt zu beherrschen. In Anhui vermischen sich die Elemente Wasser und Erde und bilden kleine Oasen inmitten der Berge. Zwischen den Kiefern, Buchen und Bambushainen sprudeln im Wald von Mukeng Wasserfälle und klare Gebirgsquellen. Diese Provinz wird auch die Region des "grünen Wassers und Gebirges" genannt. In "Tiger & Dragon" wirft an diesem Ort Li Mu Bai das Grüne Schwert der Unterwelt einen tiefen Wasserfall hinunter, um es vor Jen Yu zu schützen. Weiter im Osten weichen die Wasserfälle und die aus einem Wolkenmeer ragenden Berggipfel einem riesigen, sanft wogenden Bambuswald, der in einer legendären Filmszene als Kulisse gedient hat: dem Luftkampf zwischen Li Mu Bai und der jungen Jen Yu. Das Dorf Hongcun, das nach Feng-Shui-Prinzipien erbaut wurde, diente ebenfalls als filmische Inspirationsquelle. In dem Gewirr aus engen Gassen und Wasserflächen wurden einige Szenen von "Tiger & Dragon" gedreht. Etwas weiter südlich, in der ländlichen Region der Provinz Sichuan, zieht eine Operntruppe von Dorf zu Dorf. Sie spielen Abenteuerstücke, seichte Liebesgeschichten und Legenden wie die von "Tiger & Dragon". Im Westen Chinas, in der Wüste Gobi, wo ebenfalls einige Szenen gedreht wurden, gilt die Stadt Jiayuguan als das Ende der Großen Mauer – aber sie könnte genauso gut ihr Anfang sein. Ihr imposantes Tor öffnet sich zur riesigen Wüste. Über die Seidenstraße gelangten Nomaden, Abenteurer und Hausierer in die Stadt. In "Tiger & Dragon" erlebt eine der jungen Heldinnen im Traum noch einmal die Begegnung mit ihrem Geliebten "Schwarze Wolke" in der angrenzenden Taklamakan-Wüste.

Hintergrundinfo:
Ob auf den Spuren des Herrn der Ringe in Neuseeland, von Harry Potter in Schottland oder von "Tiger & Dragon" in China – die fünfteilige Dokumentationsreihe "Kulissen des Kultkinos" macht sich anhand legendärer Filme auf zu spektakulären Drehorten, deren Kulissen teils erhalten geblieben sind. Wie haben sich die Filmemacher dieser Schauplätze bedient, inwiefern boten sie sich als Inspirationsquelle an und was machte gerade sie so einzigartig?.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/12 bis 23/12


19:40 Re: (35 Min.)
Gebet statt Alkohol: Mönche gegen Litauens Suchtproblem
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 22/12 bis 21/01

Bruder Gediminas ist Franziskaner-Mönch. Und er hat sich einer Aufgabe verschrieben: dem Kampf gegen die Alkoholsucht in seinem Land Litauen. Denn: Alkohol ist dort ein riesiges Problem. Laut WHO wird nirgends in der EU so viel getrunken wie hier. Die Folge: Jedes Jahr sterben durchschnittlich 2.900 Männer und 950 Frauen an den Folgen des Alkohols. Das sind 30 Prozent aller Todesfälle. Bruder Gediminas hat mitten im Nirgendwo ein Kloster errichtet. Hier hilft er den Menschen, sich von ihrer Sucht zu befreien und Gott zu finden. Doch das ist nicht immer eine einfache Aufgabe. "Ich möchte eigentlich immer wieder alles hinschmeißen", sagt der Mönch. "Am meisten schmerzt es, wenn solche Fälle mit Selbstmord enden."
Der Mönch ist landesweit für seine Arbeit bekannt. Doch wer seine Hilfe möchte, muss beweisen, dass er es ernst meint. Das weiß auch Valentina. Die Kulturjournalistin ist Alkoholikerin und seit fünf Monaten im Kloster. Ihre Motivation: Sie darf ihr Enkelkind nur kennenlernen, wenn sie trocken ist. Das karge Klosterleben gibt ihr Ruhe – und die harte Arbeit hilft ihr dabei, ihr bisheriges Leben zu überdenken. Kochen, Holzhaken, Feuer machen, Schafe treiben, Putzen: Jede Woche bekommt sie einen anderen Dienst. Doch ihre Tage im Kloster sind gezählt. Schon bald muss sie sich wieder dem Alltag stellen: "Ich habe nicht die Angst, dass ich sofort wieder nach der Flasche greifen werde. Aber ich habe Angst vor ganz alltäglichen Sachen." Die Tatsache jedoch, dass sie jederzeit ins Kloster zurückkehren kann, gibt ihr Kraft.

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


Festtagsprogramm
20:15 Die Glasbläserin (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Fernsehfilm Deutschland, 2016
Produktion: Bavaria Fernsehproduktion, Wilma Film, ZDF, ARTE
Online verfügbar von 22/12 bis 21/01

Rollen und Darsteller:
Marie Steinmann – Maria Ehrich
Johanna Steinmann – Luise Heyer
Thomas Heimer – Franz Dinda
Friedhelm Strobel – Dirk Borchardt
Wilhelm Heimer – Max Hopp
Max – Karel Hermanek Jr.
Peter – Robert Gwisdek

Regie: Christiane Balthasar
Produzent: Oliver Vogel, Filip Hering
Drehbuch: Léonie-Claire Breinersdorfer
Musik: Johannes Kobilke
Kamera: Hannes Hubach
Kostüm: Sergio Ballo
Szenenbild: Jana Karen: Jana Karen
Redaktion: Elke Müller, Olaf Grunert
Schnitt: Andreas Althoff
Autor: Petra Durst-Benning

Thüringer Wald, Weihnachten 1890: Nach dem plötzlichen Tod des Vaters stehen Marie und Johanna Steinmann vor dem Nichts. Marie, die Jüngere, möchte dessen Glasbläserwerkstatt gerne übernehmen und könnte das auch, doch die Zunftordnung lässt dies nicht zu. So sind die Schwestern gezwungen, sich mit schlecht entlohnten Hilfsarbeiten über Wasser zu halten: Johanna als Gehilfin des Glashändlers Friedhelm Strobel, Marie als Glasmalerin bei Wilhelm Heimer. Doch es sind harte Zeiten für Frauen: Ihre finanzielle Not zwingt Marie dazu, in eine Ehe mit Heimers Sohn Thomas einzuwilligen. Dieser entpuppt sich jedoch bald darauf als brutaler Schläger. Heimer nutzt Maries künstlerisches Talent aus, Strobel bedrängt Johanna sexuell. In ihrer Not wachsen die Schwestern enger zusammen, bis sie beschließen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Sie widersetzen sich den Traditionen des Dorfes, indem sie die Glasbläserwerkstatt ihres Vaters auf eigene Faust neu eröffnen. Mit der Zeit werden sie immer mutiger und errichten schließlich einen Betrieb für die Objekte aus Glas, die die Glasbläserin Marie anfertigt. Selbstbewusst stellen sie sich der männlichen Konkurrenz und erwecken mit ihren Glasarbeiten bald das Interesse eines charismatischen Händlers aus Amerika, der zudem noch ein Auge auf die hübsche Marie geworfen hat. Auf ihrem gemeinsamen emanzipatorischen Weg in Richtung Selbstbestimmung überwinden beide große Hürden, erleben schwesterlichen Zusammenhalt - und erfinden ganz nebenbei die Weihnachtskugel …

Hintergrundinfo:
Die Vorlage für den Film lieferte der gleichnamige Roman von Petra Durst-Benning. Regie bei dem fesselnden Frauenschicksal und Zeitgemälde führte Christiane Balthasar, bekannt unter anderem durch ihre Arbeit an sieben der acht Episoden der ZDF-Kriminalfilmserie "Kommissarin Heller". Luise Heyer ist bekannt aus Edward Bergers "Jack" (2014) und wurde für ihre Rolle in Jonas Rothlaenders "Fado" dieses Jahr für den Preis der deutschen Filmkritik nominiert. Maria Ehrich (Jupiter Award und Goldene Kamera 2015) ist in Sven Bohses Miniserie "Ku'damm 56" (2016) zu sehen.


Festtagsprogramm
21:45 Freedom: George Michael (90 Min.)
Dokumentarfilm Großbritannien, 2016
Erstausstrahlung

Regie: David Austin, George Michael

Der Dokumentarfilm deckt die gesamte Karriere und das Leben des verstorbenen Musikers und Grammy-Preisträgers ab, konzentriert sich aber auf die prägenden Jahre vor und nach dem Erscheinen seines Bestseller-Albums "Listen Without Prejudice Vol. 1" und das darauf folgende berühmt-berüchtigte Gerichtsverfahren mit seinem damaligen Plattenlabel Sony. Die Dokumentation thematisiert außerdem in berührender Weise den Tod von Michaels erster großer Liebe, Anselmo Feleppa, der an Aids verstarb. Erzählt wird der Film vom Musiker selbst. Er arbeitete bis zu seinem überraschenden, frühen Tod an dem Projekt, das nun wie eine Art letztes Vermächtnis erscheint. Material aus Michaels umfangreichen und bislang unveröffentlichten Privatarchiven gewährt dem Zuschauer einen sehr persönlichen Einblick in diese dramatische Phase seines Lebens. Zu Wort kommen auch die fünf Supermodels aus dem Videoclip "Freedom! '90" des oscarnominierten Regisseurs David Fincher sowie zahlreiche Freunde, Wegbegleiter und Musiklegenden, darunter Stevie Wonder, Elton John, Ricky Gervais, Nile Rodgers, Mark Ronson, Tracey Emin, Liam Gallagher, Mary J. Blige, Jean Paul Gaultier, James Corden und Tony Bennett.


23:15 David Gilmour Live at Pompeii (60 Min.)
Musik Italien / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Gavin Elder

1971 trat Sänger und Gitarrist David Gilmour mit der Band Pink Floyd zum ersten Mal im legendären, römischen Amphitheater in Pompeji für den Konzertfilm "Pink Floyd: Live at Pompeii" auf, damals ohne Publikum. 45 Jahre später kehrte Gilmour nach Pompeji zurück. Im Rahmen der einjährigen Release-Tournee für sein Hit-Album "Rattle that Lock" gab er dort zwei spektakuläre Konzerte. Die beiden Auftritte waren die erste Livedarbietung vor Publikum in der Arena seit der Römerzeit – ein exklusives Event vor 2.600 Rock-Fans, die genau dort standen, wo im ersten Jahrhundert vor Christus die Gladiatoren gegeneinander kämpften.
In einem audiovisuellen Spektakel mit Lasershow, Feuerwerk und einer kreisförmigen Riesenleinwand hält Regisseur Gavin Elder in "David Gilmour Live At Pompeii" Highlights aus zwei Konzerten fest. Der einstündige Film zeigt großartige Musik und die Performance einer Band mit Starbesetzung. Die Konzerte umfassen Titel aus David Gilmours gesamter Laufbahn sowie viele Pink-Floyd-Klassiker, darunter "One of these Days" – der einzige Titel, den die Band auch schon 1971 in Pompeji spielte. Außerdem bekam das Publikum an beiden Abenden eine außergewöhnliche Darbietung von "The Great Gig in the Sky" ("The Dark Side of the Moon") zu hören, einem Titel, den David Gilmour als Solokünstler nur sehr selten spielt.


00:15 Abgedreht! (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


00:55 Paleo Festival 2015 (75 Min.) (HDTV)
Musik Frankreich / Schweiz, 2015
Online verfügbar von 22/12 bis 30/12
Erstausstrahlung

Regie: Yvan Benedetti

Mitwirkende:
Robbie Williams
Joan Baez
Johnny Hallyday
Sting
Arno Nneka
Triggerfinger
The Dø
Kings of Leon
Christine and the Queens
Ben Harper

Joan Baez, Ben Harper und viele andere mehr stehen auf dem Programm des 40. Paléo Festivals. Die Jubiläumsausgabe des großen europäischen Musikfestivals vereint sowohl Legenden als auch spannende Neuentdeckungen. China Moses wirft einen Blick hinter die Kulissen, spricht mit den Musikern und stellt die Highlights der diesjährigen Ausgabe vor. Das Paléo Festival Nyon feiert seinen 40. Geburtstag. Aus diesem Anlass lädt ARTE mit der Übertragung des Abschlussabends dazu ein, das große europäische Musikfestival zu entdecken. China Moses wirft einen Blick hinter die Kulissen, spricht mit den Musikern und stellt die Highlights der diesjährigen Ausgabe vor. 1976 wurde das erste Paléo Festival Nyon noch unter dem Namen "First Folk Festival" veranstaltet. Mittlerweile hat es sich zu einem sechstägigen Event mit sieben Bühnen, rund 190 Künstlern und 250 Konzerten und Performances gemausert. Seit Jahren ist das Festival bereits ausverkauft, bevor der erste Besucher das 84 Hektar große Gelände betreten hat. Diesmal waren die 220.000 Eintrittskarten innerhalb einer knappen Stunde ausverkauft.

Hintergrundinfo:
Die diesjährige Sendung vereint sowohl Legenden als auch spannende Neuentdeckungen: Auf dem Programm stehen Ben Harper, Sting, Joan Baez und viele andere mehr. Im Village du Monde, das jedes Jahr einem anderen Land oder Kontinent gewidmet ist, können die Festivalbesucher in die Welt ferner Kulturen eintauchen. Dieses Jahr sind chinesische, mongolische und koreanische Künstler bei dem Festival zu Gast.


02:10 Pervert Park (55 Min.) (HDTV)
Ein Resozialisierungsprojekt
Dokumentation USA, 2014
Online verfügbar von 22/12 bis 29/12
Erstausstrahlung

Regie: Frida Barkfors, Lasse Barkfors

1990 gründete die Mutter eines Sexualstraftäters in Florida den Trailerpark "Florida Justice Transitions", weil ihr Sohn nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis keine Wohnung fand. Heute leben 120 Menschen in der Siedlung, die kostengünstige Unterkünfte und Resozialisierungsprogramme für verurteilte Sexualstraftäter bietet. Im Volksmund wird sie nur "Pervert Park" genannt …
Die Bandbreite der Taten ihrer Bewohner ist groß und reicht von einfachen Vergehen bis zu schweren Verbrechen. Die Dokumentation begleitet vier Bewohner aus verschiedenen Altersgruppen und mit ganz unterschiedlichen Schicksalen: Bill, Jamie, Tracy und Patrick versuchen jeder auf seine Art, ihre Vergangenheit und ihr jetziges Leben zu bewältigen. Einige erzählen ihre Geschichte hier zum ersten Mal – ein Wechselbad der Gefühle für die Protagonisten wie für den Zuschauer, der schwankt zwischen Mitgefühl und Zorn angesichts der grausamen Taten gegenüber Kindern.

Hintergrundinfo:
"Pervert Park" ist ein Film über Menschen, die niemand zum Nachbarn haben will. Er begleitet die Straftäter in ihrem Alltag im Trailerpark, gibt Einblicke in ihre familiären Hintergründe und zeigt, wie sie sich um Wiedereingliederung in die Gesellschaft bemühen. Ohne die Täter in Schutz zu nehmen oder zu entschuldigen, stellt sie ein Justizsystem infrage, das Resozialisierung schwierig bis unmöglich macht.


03:05 Medizin in fernen Ländern (30 Min.) (HDTV)
Bolivien – Die Kallawayas – Ärzte der Inkas
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Online verfügbar von 22/12 bis 30/12

Regie: Vincent Kelner

Die Kallawayas, die fahrenden Ärzte der Anden, leben im bolivianischen Apolobamba-Ödland. Der Ruf dieser Medizinmänner, die gleichzeitig Ärzte, Apotheker, Pflücker, Händler und Präparatoren sind und die Pflanzenwelt der Anden wie ihre Westentasche kennen, geht weit über die Landesgrenzen hinaus. Viele schreiben ihnen sogar übernatürliche Kräfte zu. Auch im Zeitalter der modernen Medizin zollt man den Kallawayas noch ungebrochenen Respekt. Zusammen mit Aurelio, der die heilenden Eigenschaften von rund tausend verschiedenen Pflanzenarten kennt, reist Bernard Fontanille in die Kallawaya-Hochburg Chari. Aurelio hat sein medizinisches Können von seinem Vater erlernt und gibt es heute an seinen Sohn Emilio weiter – und zwar auf Juyai, der Geheimsprache der Kallawayas. Bernard und Arturo fahren durch die Anden bis zur legendären Minenstadt Potosí, wo die Minenarbeiter den großen Aurelio schon ungeduldig erwarten.

Hintergrundinfo:
Bernard Fontanille entdeckt auf seiner Weltreise die verschiedenen Kulturen weit entfernter Länder aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der erfahrene Arzt begegnet den einheimischen Ärzten und Patienten mit besonderer Offenheit und viel Feingefühl. In der Dokumentationsreihe erklärt er, welche Methoden die Menschen weltweit entwickelt haben, um Krankheiten zu kurieren und Schmerzen zu lindern – und inwiefern die medizinischen Praktiken eines Landes stets auch die Grundlagen einer Kultur widerspiegeln.


03:35 28 Minuten (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/12 bis 21/02
Erstausstrahlung

Moderation: Renaud Dély


04:20 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (5 Min.) (HDTV)
Alkohol ist gut – Nur nicht für die Gesundheit
Fernsehserie Frankreich, 2014
Online verfügbar von 22/12 bis 01/12

Regie: Amandine Fredon
Autor: Marion Montaigne

Man trifft sich auf ein Schlückchen, und am Ende wird es dann doch etwas mehr. Aber wie wird man zuerst "angeheitert" und dann "sternhagelvoll"? Professor Schnauzbart erklärt die Chemie im Alkohol und die bedauernswerten Folgen beim Kater.

Hintergrundinfo:
Die Serie "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" mit Professor Schnauzbart ist todkomisches Schulfernsehen für Erwachsene oder auch schräge Wissenschaft für Oberschlaue. Die Serie beruht auf dem beliebten französischen Blog "Tu mourras moins bête" von Marion Montaigne. Aus dem Blog entstanden preisgekrönte Comicbände, die nun als Kurzfilme produziert wurden. Die Animationen sind zum Kaputtlachen und legen den Finger in die Wunde, wo immer sie können. Es geht dabei um so lebenswichtige Fragen, wann endlich das echte Laserschwert zu haben ist, ob man im Schlaf Spinnen verschlucken kann, warum man lieber nicht von der Golden Gate Bridge springen sollte und ob bald mit dem Weltraumlift zu rechnen ist.


04:25 Best of ARTE Journal (23 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/12 bis 30/12


04:48 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
arte – Programminformationen
51. Woche – 16.12. bis 22.12.2017
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 8. Dezember 2017

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