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TV - ARTE/1072: Woche vom 23.06. bis 29.06.2018


arte – 26. Programmwoche vom 23.06. bis 29.06.2018


Samstag, 23. Juni 2018


05:00 Best of ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/06 bis 30/06


05:20 Grand'Art (30 Min.) (HDTV)
Leda, Io, Danae …
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 23/06 bis 01/07

Regie: Hector Obalk

Hector Obalk befasst sich heute mit mythologischen Gestalten, die der italienische Künstler Antonio da Correggio (1489-1534) zum Anlass nimmt, auf seinen Gemälden die Reize der weiblichen Nacktheit zu feiern. Leda wird von einem Schwan verführt, Io von einer Wolke, Venus von einem Satyr und Danae von einem Goldregen. Correggio malte in seinen letzten Gemälden Figuren der griechischen Mythologie, um vom Liebesleben der Götter zu erzählen. Obalk entdeckt jene Kunstschätze in der Galleria Borghese in Rom, in der Berliner Gemäldegalerie sowie im Kunsthistorischen Museum Wien.
Danaes Geschichte ist bekannt, da sie bereits mehrfach von Tizian dargestellt wurde. Die Prinzessin wird von ihrem Vater eingesperrt, um sie vor Jupiters Avancen zu schützen. Dieser dringt nun in Form eines Regens aus Goldstücken in sie ein und schafft es, sie zu schwängern.
Anschließend nimmt Obalk den lasziven Körper der Venus, der sich ein animalischer Satyr nähert, genauer unter die Lupe. Correggio bringt in der anmutigen Frauenfigur geballte Erotik zum Ausdruck. Auf diesem Gemälde der Venus, die ein Satyr entdeckt, kreuzt der manieristische Maler aufs Subtilste die Blickachsen von oben und von unten. Dann filmt Obalk mit seiner Kamera die Figur der Leda bis ins kleinste Detail. Ein großer Schwan – Jupiter höchstpersönlich – versucht diese zu verführen. Da Leda hier keine von halbnackten Nymphen umgebene Göttin ist, sondern eine Königin im Kreis angezogener Dienerinnen, ist anzunehmen, dass die beiden anderen weiblichen Akte des Gemäldes ebenfalls Leda darstellen – wie sie aus dem Bad steigt, sich in ein Handtuch hüllt und sich schließlich in der Bildmitte niederlässt.
Auf dem letzten Gemälde, das Obalk bei seinem Ausflug ins Reich der Lust genauer untersucht, wird die Nymphe Io von einem als Wolke getarnten Jupiter verführt. Und sie gibt sich ganz der gewaltigen Weite des Himmels hin, der sie bei der Taille fasst.


05:50 Grand'Art (25 Min.) (HDTV)
Rosso Fiorentino
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 23/06 bis 01/07

Regie: Hector Obalk

Über Rosso Fiorentino (1494-1540) ist wenig bekannt, außer dass er rothaarig – "rosso" auf Italienisch – und gebürtiger Florentiner – "fiorentino" – war und viele seiner Figuren rothaarig malte. Der italienische Maler des Manierismus mischte souverän und unkonventionell Stilrichtungen und Stimmungen. Der Kunsthistoriker Hector Obalk untersucht die Madonnen-Darstellungen ebenso wie die Gemälde zum Tod Christi, die berühmten "Kreuzabnahmen Christi". In der Sendung stellt Obalk das Gesamtwerk Fiorentinos vor, wobei ihn die Reise auf dessen Spuren nach Florenz, Volterra, Berlin, Dresden, Paris und Boston führt. In der Basilika Santissima Annunziata in Florenz filmt Obalk eine der ersten Werke, das von Rosso Fiorentino (1494-1540) bekannt ist: ein Fresko, auf dem die Himmelfahrt Marias (1517) zu sehen ist, der auch die zwölf Apostel beiwohnen. Über Rosso Fiorentino ist wenig bekannt, außer dass er rothaarig – "rosso" auf Italienisch – und gebürtiger Florentiner - "fiorentino" – war und viele seiner Bildfiguren rothaarig malte. Am Anfang seiner Karriere arbeitete er im Atelier von Andrea del Sarto, wo er seinen unverwechselbaren manieristischen Stil entwickelte. Es sind von Fiorentino nur rund 25 Gemälde erhalten und etwa 15 Fresken.

Hintergrundinfo:
Obalk untersucht die Madonnen-Darstellungen – gemalt auf einem Thron sitzend – ebenso wie die Gemälde zum Tod Christi, die "Kreuzabnahmen Christi", die für das dramatische Thema sehr intim wirken. Im Schloss Fontainebleau entdeckt er die mythologischen Bilder Fiorentinos. In der Sendung stellt Obalk das Gesamtwerk Fiorentinos vor, wobei ihn die Reise auf den Spuren der eindrucksvollen Meisterwerke nach Florenz, Volterra, Berlin, Dresden, Paris und Boston führt.


06:15 Bernadette Lafont (70 Min.) (HDTV)
Frei, leidenschaftlich und inspirierend
Dokumentarfilm Frankreich, 2015
Wiederholung vom 18.06.

Regie: Esther Hoffenberg


07:25 Die Wiedergeburt des Mammuts (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien, 2014
Wiederholung vom 26.05.

Regie: Nick Clarke Powell


08:20 Inseln der Zukunft (50 Min.) (HDTV)
Madeira: Kampf um Wasser und Strom
Dokumentation Deutschland, 2015
Wiederholung vom 30.05.

Regie: Frank Nischk


09:10 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Indiens Dschungelbuchklinik
Reportage Deutschland / Frankreich, 2009
Wiederholung vom 18.06.

Regie: Heiko De Groot


09:55 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Paris, Blitz Motorcycles
Reportage Deutschland / Frankreich, 2014
Wiederholung vom 17.06.

Regie: Jean-Baptiste Mathieu


10:40 Mit offenen Karten (15 Min.) (HDTV)
Weinbau auf dem Vormarsch
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/06 bis 22/08

Moderation: Emilie Aubry

Wer hätte gedacht, dass die Franzosen in den Ausläufern des Himalayas einen chinesischen Cabernet Sauvignon anbauen? Dass südaustralischer Shiraz in der ganzen Welt getrunken wird? Oder dass der ungarische Tokajer italienischen, spanischen und amerikanische Investoren gehört? In Europa wird Wein immer noch stark mit seinem jeweiligen Ursprungsgebiet verbunden. Dabei ist daraus längst ein Weltmarkt entstanden.

Hintergrundinfo:
Jede Woche untersucht "Mit offenen Karten" die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt anhand detaillierter geografischer Karten.


10:55 Vox Pop (30 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Thepot
Moderation: Jean-Paul Lepers

Geschäftsgeheimnis: Garantiert straffrei?
2013 klagte jedes vierte europäische Unternehmen über Diebstahl von Betriebsgeheimnissen. Um europäische Unternehmen vor Wirtschaftsspionage zu schützen, hat das Europäische Parlament im April 2016 eine Richtlinie zu Geschäftsgeheimnissen angenommen. Unternehmen können seitdem leichter entschädigt werden, wenn vertrauliche Informationen illegal verwendet wurden. Notwendige Sicherheit oder garantierte Straffreiheit?
"Vox Pop" sprach mit Thomas Tindemans, der von großen Unternehmen wie Michelin und Alstom beauftragt wurde, sich um die Annahme der EU-Geschäftsgeheimnis-Richtlinie zu bemühen.
Und wie immer berichten "Vox-Pop"-Korrespondenten aus ihren Ländern über das Thema der Woche. In welchen Ländern wurde die EU-Richtlinie bereits umgesetzt? Dazu noch die Reportage von John Paul Lepers über Journalisten, die sich um die Zukunft ihres Berufes sorgen.

Hintergrundinfo:
"Vox Pop" berichtet jede Woche über das europäische Zeitgeschehen. Diese Woche stößt "Vox Pop" wieder zwei Diskussionen an: Recherche über Lichtverschmutzung in Spanien zusammen mit La Croix und Interview zum Thema "Geschäftsgeheimnis" mit Thomas Tindemans, einem von großen Unternehmen beauftragten Lobbyisten, der sich in Brüssel um die Annahme der entsprechenden EU-Richtlinie bemüht hat.


11:25 An den Ufern des Mississippi (40 Min.) (HDTV)
Amerikas Strom im Norden
Dokumentationsreihe USA, 2016
Wiederholung vom 11.06.

Regie: Brian Armstrong


12:05 An den Ufern des Mississippi (45 Min.) (HDTV)
Im Herzen des Landes
Dokumentationsreihe USA, 2016
Wiederholung vom 12.06.

Regie: Brian Armstrong


12:50 An den Ufern des Mississippi (45 Min.) (HDTV)
Amerikas Strom im Süden
Dokumentationsreihe USA, 2016
Wiederholung vom 13.06.

Regie: Brian Armstrong


13:35 Westneuguinea – Eines der letzten Paradiese (45 Min.) (HDTV)
Im Landesinneren
Dokumentation Frankreich, 2017
Wiederholung vom 05.06.

Regie: Christine Tournadre


14:20 Westneuguinea – Eines der letzten Paradiese (45 Min.) (HDTV)
Lebensraum Wasser
Dokumentation Frankreich, 2017
Wiederholung vom 04.06.

Regie: Christine Tournadre


15:05 700 Haie in der Nacht (95 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2018
Wiederholung vom 09.06.

Regie: Luc Marescot


16:40 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2018
Erstausstrahlung


17:35 Atolle – Kleinodien der Ozeane (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2018
Wiederholung vom 09.06.

Regie: Manuel Lefevre, Gil Kebaïli


18:25 Garten Eden (30 Min.) (HDTV, UT)
Zartes Herz Venetiens: Die violette Artischocke
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 23/06 bis 23/07

Regie: Emanuela Casentini

Die violette Artischocke ist eine Spezialität der Lagune von Venedig, einer einzigartigen Landschaft zwischen Festland und Meer. Vor allem die allerersten Knospen der Artischocke, die zarten Castraure, reißen die Venezianer den Händlern aus der Hand. Auf die überregionalen Märkte schafft es diese Delikatesse fast nie. Angebaut wird die Pflanze auf der Laguneninsel Sant'Erasmo. Autorin Emanuela Casentini hat hier die Brüder Finotello besucht. Als sie vor 20 Jahren den Hof ihrer Eltern übernahmen, schien Landwirtschaft kaum noch profitabel zu sein. Aber seit die Brüder gemeinsam mit den anderen Bauern der Insel eine Genossenschaft gründeten, Sortenschutz beantragten und die professionelle Vermarktung vorantrieben, geht es mit der lokalen Spezialität bergauf. Die Brüder Finotello betreiben erfolgreiche Direktvermarktung – mit dem Boot. Und falls jemand nicht weiß, was man mit Artischocken alles machen kann – Carlo Finotellos Ehefrau Cosetta hat die besten Rezepte der Insel in einem Buch gesammelt.
Granatäpfel aus Elche, Zwetschgen aus Bühl, Maronen aus dem Gebiet der Ardèche, Artischocken aus Sant'Erasmo – sie alle eint eins: Ihre Herkunftsbezeichnungen prägen ganze Landschaften. Die vierteilige Reihe "Garten Eden" reist einmal quer durch Europas Gärten und porträtiert Obst – und Gemüsesorten, die eine besondere Bedeutung für ihre Region haben.

Hintergrundinfo:
Die Reihe erzählt Geschichten von alten Traditionen und neuen Herausforderungen und porträtiert nicht zuletzt Menschen, die sich mit Leidenschaft für den Erhalt alter Obst – und Gemüsesorten einsetzen. Die vier Beträge führen durch vier Jahreszeiten und in vier sehr unterschiedliche europäische Anbaugebiete.


18:55 Karambolage (15 Min.) (UT)
Magazin Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/06 bis 07/06
Erstausstrahlung

Regie: Claire Doutriaux

Was mir fehlt
Luna Ragheb ist Deutsche und lebt seit ein paar Jahren in Paris. Sie scheint in Frankreich nicht unglücklich zu sein, auch wenn ihr gewisse Dinge fehlen, vor allem im Sommer!

Hintergrundinfo:
Samstags gegen 19.00 Uhr führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: Ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück … vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/06 bis 24/06


19:30 Eine Sommerreise durch den Altai (45 Min.) (HDTV)
Folge 4 von 9
Dokumentationsreihe Finnland, 2016
Online verfügbar von 23/06 bis 23/07
Erstausstrahlung

Regie: Vera Olsson

(1): Die Mumienprinzessin
Der finnische Schauspieler Ville Haapasalo begibt sich in die russische Stadt Gorno-Altaisk in der Republik Altai. Dort entdeckt er eine Mumienprinzessin, trifft einen Einheimischen und tätowiert das Abbild eines Gemäldes der Skythen auf den Arm seines Kameramannes Sami.
(2): Der Zauber des Goldenen Sees
Ville Haapasalo überquert im Boot den magischen Telezker See im Altai. Er badet in einem Wasserfall und probiert einheimischen Apfelschnaps.
(3): Den Elementen ausgeliefert
Ville Haapasalo lernt die Kräfte der Natur kennen. Er nimmt es mit einer Wisent-Herde auf und beteiligt sich am Wildwasser-Rafting. Er lernt Kehlkopfgesang und wird Zeuge eines Wunders orthodoxer Christen.
(4): Gletscher und Marslandschaften
Ville Haapasalo reist in die zerklüfteten, marsähnlichen Altaitäler. Er sucht nach Angehörigen des Telengit-Stammes und begutachtet am Aktru-Gletscher den Zustand des Eises.
(5): Der Doppelgänger des finnischen Homo sapiens
Ville Haapasalo besucht den modernen Vorort von Barnaul, trifft auf dem Lande seinen Doppelgänger und probiert Kräuter und Quellwasser mit Heilwirkung.
(6): Die islamische Ramadan-Segnung
Ville besucht die Wohnhöhle eines 48.000 Jahre alten Mädchens, hört eine Geschichte über das Lichtwesen des Kolywanskoje-Sees und überquert die Grenze nach Kasachstan, wo er in einer Moschee zur Feier des Ramadan gesegnet wird.
(7): Rallye unter schneebedeckten Gipfeln
Ville Haapasalo nimmt an einer Straßenrallye in Kasachstan teil, besucht ein Hirschhornbad und fliegt mit dem Hubschrauber zur Belucha, dem höchsten Gipfel des Altai.
(8): Der mongolische Altai
Ville überquert die Grenze zur Mongolei und geht angeln. Später kehrt er nach Russland zurück, um die erste Solarstation des Landes zu besuchen.
(9): Die Mystik des Altai
Villes Reise durch den Altai endet in der spirituellen Region Ust-Koksa. Hier erfährt er von Roerichs tolerantem Weltbild und der Liebe der Altgläubigen. Für den Heimweg erhält er einen alten vedischen Segen.

Hintergrundinfo:
Nach seinen Sommerreisen am Polarkreis, durch den Kaukasus und an der Wolga lädt der finnische Schauspieler Ville Haapasalo in einer neuen, neunteiligen Dokureihe zu einem Streifzug durch den Altai ein. Der Altai ist eine der abgelegensten und unberührtesten Gegenden der Welt. Das Bergmassiv im Süden Sibiriens erstreckt sich über eine Länge von mehr als 2.000 Kilometern und grenzt an Kasachstan, China und die Mongolei. Schon in der Jungsteinzeit lebten die Skythen im Altai, später bevölkerten verschiedene Turkvölker die Region. Noch heute finden sich zahlreiche Spuren früher Bewohner: sakrale Stätten, Grabhügel und Stelen. Die 30-tägige Entdeckungsreise durch die unberührte Natur des Altai, über verschneite Berggipfel, vorbei an Gletschern und kristallklaren Seen und durch die dichten Wälder der sibirischen Taiga, verspricht ein wahres Abenteuer.


20:15 Marie Antoinette und die Geheimnisse von Versailles (90 Min.)
Dokumentarfilm Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/06 bis 23/07
Erstausstrahlung

Regie: Sylvie Faiveley, Gil Kebaili

"Hier bin ich nicht Königin, sondern ich selbst". Mit dem Hameau, dem letzten Bauprojekt Marie Antoinettes, setzte die französische Königin ihrem kleinen Paradies am Rande des Schlosses Versailles die Krone auf. Seit sie im Alter von 14 Jahren aus Österreich nach Frankreich gekommen war, suchte sie nach Möglichkeiten, dem strengen Hofprotokoll zu entfliehen. Ihre verschiedenen Zufluchten erzählen mehr über die Königin und ihr tragisches Schicksal als jede Biografie. All diese Gebäude und Grünanlagen waren für sie eine Möglichkeit, ihren Gemütszuständen, ihrer Verletzlichkeit und ihren Hoffnungen Ausdruck zu verleihen.
Das Petit Trianon und die Gärten verwandelte sie nach ihren Vorstellungen in wahre Meisterwerke. Den Höhepunkt ihres Gestaltungswillens und ihrer Sehnsucht nach Privatsphäre bildet das tief im englischen Landschaftsgarten verborgene Hameau – von außen ein beschauliches Bauerndörfchen, doch im Inneren ein echtes Schmuckstück. In gerade einmal 20 Jahren hat Marie Antoinette Versailles ihre ganz persönliche Prägung verliehen: Zwar wurde das Schloss von Ludwig XIV. erbaut, doch die Innenarchitektur trägt die Handschrift der Königin.
Nach der Revolution begann der Zahn der Zeit am Hameau de la Reine zu nagen. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist er nun in alter Pracht wiedererstanden und erstmals seit dem 18. Jahrhundert der Öffentlichkeit zugänglich.

Hintergrundinfo:
Kunsthandwerker legen im restaurierten Hameau letzte Hand an, Möbel und Nippes finden ihren ursprünglichen Platz. Aus dem Halbdunkel beobachtet eine einsame Marie Antoinette das Geschehen. Der letzten Königin von Frankreich wurde zum Verhängnis, dass sie ihrer Zeit voraus war und für sich das Recht auf Glück in Anspruch nahm.


21:45 Das Mobiliar von Versailles (55 Min.) (HDTV)
Vom Sonnenkönig bis zur Revolution
Dokumentation Frankreich, 2014

Regie: Fabrice Hourlier

Versailles – bei diesem Namen denkt man an die französischen Könige Ludwig XIV., XV. und XVI. sowie an Marie Antoinette. Doch wer kennt schon Claude Ballin, André-Charles Boulle, Claude-Siméon Passemant, Jean-François Oeben, Johann Heinrich Riesener, Georges Jacob oder Johann Ferdinand Josef Schwerdfeger? Dabei sind auch ihre Namen untrennbar mit der Geschichte des Schlosses verbunden, denn diese Goldschmiede, Uhrmacher und Kunsttischler schufen das prachtvolle Mobiliar von Versailles. Die Dokumentation stellt sechs Meisterwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert vor, darunter eine Kommode mit Einlegearbeiten aus Schildpatt und Messing aus der Zeit Ludwigs XIV. sowie eine astronomische Uhr, die als wahres Wunderwerk der Wissenschaft gelten kann. Zu sehen ist auch einer der berühmtesten Kunstgegenstände der französischen Geschichte, der "Bureau du Roi", der Schreibtisch Ludwigs XV., außerdem der prachtvolle Schmuckschrank und die reich verzierten Möbel, die für Königin Marie Antoinette angefertigt wurden. Mit Hilfe von Computergrafiken wird sogar das schon lange eingeschmolzene, legendäre silberne Mobiliar des Sonnenkönigs zu neuem Leben erweckt. Eine Reise in die Glanzzeit des französischen Absolutismus, die einen Eindruck vom Talent der Künstler vermittelt, aber auch vom Geschmack und den persönlichen Vorlieben der illustren Auftraggeber erzählt.


22:40 Quallen auf dem Vormarsch? (55 Min.) (HDTV, UT)
Die unheimliche Großmacht
Dokumentation Deutschland, 2016
Online verfügbar von 23/06 bis 07/08

Regie: Britta Kunft

Die Forschung steht erst am Anfang. Aber Experten sind sich schon jetzt einig: Das massenhafte Auftreten der globalen Quallenpopulation ist ein Indiz dafür, dass etwas in den Weltmeeren nicht stimmt. Der Mensch ist für einen möglichen Anstieg verantwortlich. Durch die Überfischung mancher Fischarten fehlt den Quallen ein regulierender Nahrungskonkurrent. Je weniger Fische, desto mehr Futter bleibt für die Quallen übrig.
Dieses Überangebot an Nahrung sorgt für eine explosionsartige Vermehrung der Quallen. Diese entsteht, wenn der Mensch weiterhin seine Abwässer und damit zu viele Nährstoffe ins Meer leitet. Dann kommt es zu immensen Planktonblüten. Das kurbelt die Vermehrung von tierischem Plankton an. Es sind mikroskopisch kleine Krebse, die auf dem Speiseplan der Quallen stehen. Auch die globale Erwärmung regt Quallenpolypen an, mehr Nachwuchs zu produzieren. Durch den CO2-Anstieg verändert sich außerdem der pH-Wert in den Weltmeeren. Unsere Ozeane werden saurer. Für alle Organismen mit Kalkskelett eine Gefahr, denn Säure löst Kalk auf. Quallen kommen ohne Skelett aus und sind damit im Vorteil. Das Einschleppen fremder Arten führt ebenfalls zu einem Vormarsch der Quallen: Im Ballastwasser großer Containerschiffe reisten einst Rippenquallen ins Schwarze Meer. Die eingeschleppte Art breitet sich rasant aus und bedroht einige Fischbestände. ARTE geht auf eine bildstarke Reise zu den Hotspots der Quallenforschung in Mittelmeer, Atlantik, Nord - und Ostsee. Die wissenschaftliche Spurensuche taucht tief in die faszinierende Welt der Quallen ein.


23:35 Hellfest 2018 (100 Min.)
Musik Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Adrien Soland, Thierry Villeneuve, Adeline Chahin, Samuel Petit

Moderation: Francis Zégut

Mitwirkende:
Avenged Sevenfold
Stone Sour
Oarkway Drive
Napalm Death
Body Count
Children of Bodom

Metal-Mekka Europas: In 13 Jahren entwickelte sich das Hellfest zu einem der bedeutendsten Metal-Festivals der Welt. Schlamm, Staub, Chaos – für drei Tage pilgern 180.000 Fans nach Clisson, um auf sechs Bühnen schwarze Messen und harte Musik zu feiern. Auch 2018 scheint das Hellfest seinem Ruf wieder gerecht zu werden: Die Besten aus Metal, Punk, Heavy, Black, Death, Fusion, Grind, Hard-Rock und andere Gottlose treffen sich zu einer grandiosen Höllenparty.
Metal-Urväter wie Judas Priest spielen neben jüngeren Kollegen, darunter die Heavy-Metal-Formation Avenged Sevenfolds oder die Alternative-Metal-Band Stone Sour. Vor den Mainstages kann das Publikum zu australischem Metalcore von Parkway Drive, walisischem Heavy Metal von Bullet For My Valentine und Fusion von Body Count abzappeln und sich in Mosh Pits, Circle Pits, Walls of Death und anderen wilden, genretypischen Tänzen üben. Auf den Bühnen Altar und Warzone erklingen der melodische Death Metal der Finnen von Children Of Bodom, der zerstörerische Grindcore der unverwüstlichen Napalm Death, der legendäre Punk von Bad Religion sowie die Hardcore-Riffs der US-Amerikaner von Hatebreed. Präsentiert wird das Spektakel von dem französischen Radiomoderator Francis Zégut.


01:15 Kurzschluss. – Das Magazin (55 Min.)
Spezial Film Noir
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/06 bis 18/06
Erstausstrahlung

Entre Sombras/Between the Shadows In einer surrealen Welt, in der Menschen ihre Herzen bei der Bank hinterlegen können, um sich nicht zu verlieben, geht Natália mit einem Mann auf die abenteuerliche Suche nach dessen gestohlenem Herzen.

Produktionsland: Frankreich / Portugal / Produktionsjahr: 2018
Autor: Alice Guimarães, Mónica Santos

Hintergrundinfo:
"Kurzschluss – Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival – und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.


02:10 Strand ohne Wiederkehr (40 Min.) (HDTV, UT)
Kindil El Bahr
Kurzfilm Algerien, 2016
Produktion: Mediacorp

Rollen und Darsteller:
Nfissa – Adila Bendimerad
Ehemann – Nabil Asli
Kommissar – Aziz Boukerouni

Regie: Damien Ounouri
Drehbuch: Adila Bendimerad, Damien Ounouri
Musik: Fethi Nadjem
Kamera: Mohamed Tayeb Laggoune
Schnitt: Matthieu Laclau, Damien Ounouri, Adila Bendimerad

Nfissa, eine junge Frau, macht mit ihrer Mutter und ihren beiden kleinen Kindern einen Ausflug zum Strand, während ihr Mann arbeiten muss. Als sie sich beim Schwimmen aus der Sichtweite des Strandes entfernt, wird sie plötzlich von einer Gruppe Männer umringt, die sie zuerst mit Sprüchen und dann auch körperlich bedrängen. Als Nfissa nach ihnen schlägt, um sich aus ihrem Kreis zu befreien, werden sie gewalttätig und tauchen sie schließlich so lange unter, bis sie ertrinkt.
Doch Nfissa ist nicht tot. Als Untote lebt sie fortan im Wasser und hat Rache an ihren Peinigern geschworen. Kurze Zeit später kommt es an dem Strand, an dem sie zum letzten Mal gesehen wurde, zu einem mysteriösen tödlichen Vorfall …

Hintergrundinfo:
Damien Ounouri wurde 1982 in Clermont-Ferrand geboren. Er studierte Filmtheorie an der Universität Paris Sorbonne, ehe er mit "Changping, Sonata in a Small Chinese Town" (2007) seinen ersten langen Dokumentarfilm realisierte. Mit "Xiao Jia Going Home" (2008) drehte er ein filmisches Porträt über den chinesischen Filmemacher Jia Zhangke. Seinen jüngsten Film "Strand ohne Wiederkehr" stellte er 2016 im Rahmen der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes vor.


02:50 Land in Sicht (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2013
Online verfügbar von 23/06 bis 30/06

Regie: Judith Keil, Antje Kruska

Die Flüchtlinge Brian und Farid sind in einem Asylbewerberheim in der ostdeutschen Kleinstadt Belzig gestrandet. Von hier aus suchen sie nach Wegen in die deutsche Gesellschaft. Auf Dorffesten, Ämtern und in Berliner Diskotheken prallen ihre Vorstellungen von Deutschland mit den Ansichten und Einstellungen der Deutschen aufeinander. Anstelle von Betroffenheit rückt "Land in Sicht" die unfreiwillige Komik dieses Aufeinandertreffens in den Blick.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation erzählt von Farid aus dem Iran und von Brian aus Kamerun, die als Flüchtlinge in der brandenburgischen Provinz gestrandet sind. Aufgebrochen in der Hoffnung auf ein besseres Leben sind sie in einem Asylbewerberheim in Belzig gelandet. Eine denkbar schlechte Ausgangslage für die Verwirklichung ihrer Träume. Solange ihr Asylantrag geprüft wird, bleibt ihnen die Teilnahme am Leben außerhalb des Heimes größtenteils verwehrt. Die beiden geben die Hoffnung aber nicht auf und suchen nach Wegen hinein in die deutsche Gesellschaft. Auf der Suche nach Kontakten, Bildung, Beschäftigung, Freundschaft und Liebe und nicht zuletzt dem heiß ersehnten Bleiberecht prallen ihre Vorstellungen von Deutschland täglich mit den Ansichten und Einstellungen der Deutschen aufeinander. Und so erzählen ihre Erfahrungen und Erlebnisse auch davon, wie Integration in Deutschland funktioniert und was dabei alles schiefgehen kann.


03:45 Das Glück liegt auf dem Teller (25 Min.) (HDTV)
In Italien mit Pier Giorgio Parini
Dokumentationsreihe Frankreich

Der Mittdreißiger Pier Giorgio Parini kommt aus einer angestammten Bauernfamilie und fühlt sich seiner Heimat, der Emilia-Romagna, eng verbunden. Die Vielfalt und die Schönheit dieser Region verarbeitet der Koch auch in seinen Rezepten. Der auch "Kräuterkönig" genannte Parini hat bei seinem typisch italienischen Gasthaus "Povero Diavolo" eine erstaunlich große Vielfalt an Gewürzkräutern gepflanzt. Diese verwendet er sogar in seinem Sempre Verde – das ist eine äußerst originelle und erfrischende Nachspeise, die als Parinis kulinarisches Markenzeichen gilt.

Hintergrundinfo:
In der Kochkunst steht zurzeit Europa hoch im Kurs. Warum das so ist, werden zehn europäische Spitzenköche vorführen, unter ihnen James Lowe, Mehmet Gürs, Ana Ros und Alexandre Gauthier. Sie alle fühlen sich eng mit ihren Regionen verbunden, lassen sich einen Tag lang in die Töpfe gucken und bitten anschließend zu Tisch. Kreativ und originell zeigen sie ihren Einfallsreichtum und die kulinarische Vielfalt ihrer Heimat. Die Serie lädt dazu ein, verschiedene Regionen aus einem neuen Blickwinkel – jenem des Gourmets - kennenzulernen: So schmeckt die europäische Küche von heute und morgen.


04:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 23.06.


04:30 (Fast) die ganze Wahrheit (35 Min.) (HDTV)
Zinedine Zidane
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 12.06.

Regie: Nicolas Rendu


04:33 Sendeschluss

 

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Sonntag, 24. Juni 2018


05:05 Es war einmal … (55 Min.) (HDTV)
Lost in Translation
Dokumentation Frankreich, 2014
Online verfügbar von 24/06 bis 02/07

Regie: Guillaume Tunzini

"Es war einmal … Lost in Translation" von Guillaume Tunzini ist der 39. Dokumentarfilm in der Reihe "Ein Film und seine Zeit". Er schildert die Entstehungsgeschichte und den überraschenden Erfolg des zweiten Films von Sofia Coppola, der 2003 in die Kinos kam. Der Low-Budget-Autorenfilm "Lost in Translation – Zwischen den Welten" wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: Er erhielt den Oscar für das beste Originaldrehbuch, den César für den besten ausländischen Film und den Golden Globe für Bill Murray als besten Hauptdarsteller.
Bob, ein alternder Filmstar aus den USA, dreht einen Werbespot in Japan. Die junge Charlotte, ebenfalls US-Amerikanerin, begleitet ihren Ehemann auf einer Dienstreise. Beide Protagonisten fühlen sich einsam und fremd in dieser Umgebung und langweilen sich. Doch sie sind in ihrem Leben nicht weniger verloren als in Tokio: Bob steckt in der Midlife-Crisis, Charlotte weiß nicht, was sie mit ihrem Erwachsenenleben anfangen soll. Ihre kurze Begegnung, romantisch und flüchtig, wird beider Leben verändern.

Hintergrundinfo:
Seit ihrer Kindheit war Sofia Coppola regelmäßig in Japan. Westlichen Besuchern ist dieses Land zwischen Tradition und Hypermodernität fremd, es kommt immer wieder zu Kulturschocks. Die Dokumentation beleuchtet dieses kulturelle Spannungsfeld, auf das sich auch der Filmtitel bezieht. Außerdem berichtet Coppola von den Schwierigkeiten, den schwer fassbaren Bill Murray dazu zu bewegen, die Hauptrolle anzunehmen. Ein Making-of zeigt zudem die abenteuerlichen und skurrilen Ereignisse während des Drehs in Tokio, der ebenso "lost in translation" war wie die Figuren im Film.


06:00 Abgedreht! (35 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 22.06.


06:35 Kunst im Paradies (25 Min.) (HDTV)
Die Benesse Art Site Naoshima / Japan
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 17.06.

Regie: Sabine Pollmeier


07:00 Karambolage (15 Min.) (UT)
Magazin Deutschland / Frankreich, 2017
Wiederholung vom 23.06.

Regie: Claire Doutriaux


07:15 Eine Sommerreise durch den Altai (45 Min.) (HDTV)
Folge 3 von 9
Dokumentationsreihe Finnland, 2016
Wiederholung vom 16.06.

Regie: Vera Olsson


08:00 Denk mal quer! (25 Min.) (HDTV)
3D-Stereoskopie
Kindersendung Australien, 2016
Online verfügbar von 24/06 bis 23/08
Erstausstrahlung

Regie: Cathy Baker

3D-Stereoskopie
Bilder, die einem aus dem Bildschirm heraus entgegenragen? Willkommen in der Welt der Stereoskopie oder 3D-Technik!

Hintergrundinfo:
Wir leben in einer Welt, in der vieles nicht ist, wie es scheint. Manchmal müssen wir genauer hinschauen, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Das Jugend-Magazin "Denk mal quer!" entdeckt die seltsamsten, wunderlichsten und verrücktesten Phänomene unserer Zeit - in den Bereichen Kunst, Psychologie und Wissenschaft.


08:25 Die Zeitfälscherin (25 Min.) (HDTV, UT)
Die Wahrheit über Dixie
Kindersendung Dänemark, 2014
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07

Regie: Kaspar Munk

Sofie und Dixie reisen mit der Zeitmaschine ins Jahr 1984 und sitzen dort fest, nachdem der Zeitmaschine der Treibstoff ausgeht. Als Dixie sich verletzt, will Sofie seine Wunde nur unter der Bedingung versorgen, dass er ihr endlich erzählt, welches Geheimnis er hütet. So erfährt sie, dass Dixie aus dem Jahr 2044 kommt. Außerdem berichtet ihr Dixie, dass Silverfox ihm das Quad überlassen hat, mit dem man durch die Zeit reisen kann. Dixie war ursprünglich gekommen, um die Originalzeitmaschine in Besitz zu nehmen. Denn mit dem Quad kann man nur wenige Male durch die Zeit reisen, und nun ist dieses auch noch kaputt. Sofie willigt schließlich ein, es zu reparieren.

Hintergrundinfo:
Die 13-jährige Sofie leidet unter der Scheidung ihrer Eltern. Kurz vor Weihnachten ist es ihr sehnlichster Wunsch, dass die Familie gemeinsam das Fest verbringt. Doch wie kann sie dafür sorgen, dass die Eltern wieder zueinanderfinden? Zum Glück ist Sofies Großvater Alfred Wissenschaftler. Seine neueste Erfindung ist die perfekte Lösung für Sofies Problem: Eine Zeitmaschine! Sofie – selber ein Wissenschaftsfreak – beginnt mit Hilfe der Zeitmaschine in die Vergangenheit zu reisen, um die Ehe ihrer Eltern zu retten. Doch bald schon muss sie feststellen, dass man vorsichtig sein muss beim Spiel mit der Zeit. Denn Veränderungen in der Vergangenheit können fatale Auswirkungen auf die Zukunft haben …
Die dänische Fantasy-Serie "Die Zeitfälscherin" erzählt die in 24 Episoden die Geschichte der 13-jährigen Sofie, die in der Weihnachtszeit mit Hilfe einer Zeitmaschine versucht, die Ehe ihrer Eltern zu retten. Die Kinderserie fungierte 2014 als Fernsehadventskalender im dänischen Kinderprogramm von DR1.


08:50 Die Zeitfälscherin (20 Min.) (HDTV, UT)
Opa muss helfen
Kindersendung Dänemark, 2014
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07

Regie: Kaspar Munk

Sofie und Dixie sind noch immer im Jahr 1984 und versuchen ins Jahr 2014 zurückzukehren, doch ihre Zeitmaschine ist kaputt. Da es Sofie nicht gelingt, die Zeitmaschine zu reparieren, macht sie sich gemeinsam mit Dixie auf die Suche nach ihrem Großvater, um ihn um Hilfe zu bitten. Da sie sich im Jahr 1984 befinden, ist Sofies Großvater zu diesem Zeitpunkt noch ein junger Mann und ahnt nichts von Sofies Existenz. Unter einem Vorwand gelingt es Dixie und Sofie, in die Werkstatt von Sofies Großvater zu gelangen. Dieser erklärt sich bereit, einen Blick auf die Zeitmaschine zu werfen. Dann gibt Sofie sich zu erkennen …

Hintergrundinfo:
Die dänische Fantasieserie "Die Zeitfälscherin" erzählt die in 24 Episoden die Geschichte der 13-jährigen Sofie, die in der Weihnachtszeit mit Hilfe einer Zeitmaschine versucht, die Ehe ihrer Eltern zu retten. Die Kinderserie fungierte 2014 als Fernsehadventskalender im dänischen Kinderprogramm von DR1.


09:10 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07
Erstausstrahlung


09:25 Ein schönes Mädchen wie ich (95 Min.) (HDTV)
(Une belle fille comme moi)
Spielfilm Frankreich, 1972
Wiederholung vom 18.06.
Produktion: Les Films du Carrosse, Columbia Films

Rollen und Darsteller:
Camille Bliss – Bernadette Lafont
Maître Murene – Claude Brasseur
Arthur – Charles Denner
Roger, Sam Golden – Guy Marchand
Stanislas Prévine – André Dussollier
Hélène – Anne Kreis
Clovis Bliss – Philippe Léotard

Regie: François Truffaut
Drehbuch: François Truffaut, Jean-Loup Dabadie
Musik: Georges Delerue
Kamera: Pierre-William Glenn
Schnitt: Martine Barraqué, Yann Dedet


11:00 Grand' Art (30 Min.) (HDTV)
Tintoretto
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Online verfügbar von 24/06 bis 02/07
Erstausstrahlung

Regie: Hector Obalk

Nach einer langen Periode der florentinischen Malerei, die die Schönheit und Sinnlichkeit des menschlichen Körpers feierte, mit prächtigen Farben spielte und die Zentralperspektive einführte, wurde im späten 16. Jahrhundert die Venezianische Schule zur Vorreiterin eines monumentalen Manierismus. Ihr unumstrittener Meister ist Tintoretto, dessen Fresken im Dogenpalast, in der Scuola Grande und in zahlreichen Kirchen Venedigs zu bewundern sind. Seine Vorliebe für gigantische Formate und seine Virtuosität machten ihn zu einem der produktivsten Künstler seiner Zeit und kündeten bereits vom Können eines Rubens oder Fragonard. Bei der Darstellung von Gesichtern und Körpern arbeitete Tintoretto bewusst mit Hell-Dunkel-Effekten, einer revolutionären Technik, die später die lichtdurchfluteten Gemälde Veroneses und Rembrandts inspirierte und selbst in Renoirs Porträts – etwa den von einer Hutkrempe überschatteten Gesichtern – fortwirkte. Effektvolle Schatten werfen in Tintorettos Gemälden Blattwerk, Laubengänge, Masten, Wolken oder auch schwebende Engel. Neu war ebenfalls die vertikale, den üblichen Bildraum sprengende Komposition. Ihren Höhepunkt erreichte Tintorettos Experimentierfreude mit dem Kolossalgemälde "Das Paradies" für den Saal des Großen Rates im Dogenpalast: Die um Christus und Maria versammelten Auserwählten schweben auf einer Wolkenspirale, die sich zum ewigen Licht hin verjüngt.


11:30 Zu Tisch (50 Min.) (HDTV, UT)
Sachsen-Anhalt
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 09.06.

Regie: Caroline Haertel


12:20 Abenteuer Archäologie (30 Min.) (HDTV)
Amazonien – Die Spuren des vergessenen Volkes
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 13.06.

Regie: Agnès Molia, Anne Richard


12:50 Das Erlöschen von Imperien (55 Min.) (HDTV)
Das blühende Angkor geht unter
Dokumentation Frankreich, 2012
Wiederholung vom 16.06.

Regie: Frédéric Wilner, Saléha Gherdane


13:45 Angkor entdecken (85 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilmreihe Frankreich, 2013
Originalvertonung
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07

Regie: Frédéric Wilner

Der französische Archäologe Eric Bourdonneau lüftete das Geheimnis der Heiligtümer im kambodschanischen Angkor. Anhand der gründlichen Untersuchung des Königstempels von Koh Ker lieferte der Wissenschaftler Nachweise dafür, dass diese großen Tempel Bestattungsfunktion hatten: Sie dienten König und Untertanen als Pforte ins Jenseits. Eric Bourdonneau rekonstruierte außerdem das Innere der verschiedenen Kapellen des Tempels, deren sämtliche Statuen schon vor langer Zeit Kunsträubern zum Opfer gefallen sind. Der Archäologe rekonstruierte sie virtuell an ihren ursprünglichen Standorten – ein wahres Wunder der Technologie und der Kunstgeschichte.
Pierre Baptiste, Chefkurator des Guimet-Museums in Paris, entdeckte wertvolles Beweismaterial, das ihm erlaubte, seine Ermittlungen über die Khmer-Tempel voranzutreiben. In einer Höhle des Klosters Saint Riquier in Nordfrankreich fand er Hunderte von Gipsabgüssen, die Ende des 19. Jahrhunderts von Monumenten aus Angkor Wat gemacht worden waren. Diese Gipsabgüsse zeigen Reliefs, deren Originale inzwischen weitgehend zerstört sind und bilden eine unersetzliche Informationsquelle für Wissenschaftler, die Forschungen über die "verschwundene" Stadt anstellen, die Anfang des 15. Jahrhunderts von ihren Bewohnern verlassen wurde.
Der Archäologe Jacques Gaucher wiederum fand heraus, wo sich das Epizentrum des Ballungsgebiets Angkor befand. Diese Entdeckung ist insofern bahnbrechend, als man jetzt besser nachvollziehen kann, wie sich dieser Großraum organisierte; und sie liefert Schlüssel für die Deutung der beeindruckenden Ruinen.

Hintergrundinfo:
Dass die Forschungsarbeiten an der Stadt Angkor überhaupt so weit gedeihen konnten, ist jedoch einem der ersten Forschungsreisenden zu verdanken, dem Franzosen Louis Delaporte. Im 19. Jahrhundert brachte Delaporte mehrere Khmer-Statuen nach Paris und erstellte eine umfassende Dokumentation über die Tempel von Angkor. Außerdem fertigte er Hunderte Gipsabgüsse von Reliefs der Khmer-Bauten an. 150 Jahre sind seither vergangen, und erst jetzt gelingt es der Wissenschaft, das wahre Gesicht der "verschwundenen" Stadt nachzubilden.


15:10 Marie Antoinette und die Geheimnisse von Versailles (95 Min.)
Dokumentarfilm Frankreich, 2018
Wiederholung vom 23.06.

Regie: Sylvie Faiveley, Gil Kebaili


16:45 Metropolis (45 Min.)
St. Petersburg
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 24/06 bis 22/09
Erstausstrahlung

Metropole: St. Petersburg Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind an einem vorläufigen Tiefpunkt angelangt. Schon sprechen die Ersten von einem neuen Kalten Krieg. Und das pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft, die Putin eigentlich nutzen wollte, um Russland als weltoffenes Land zu präsentieren. "Metropolis" reist nach St. Petersburg, ein Austragungsort der WM und die liberalste, kultursinnigste und europäischste Stadt des Riesenreichs. Gibt es hier noch Widerstand gegen Putins nationalistischen Kurs?


17:30 Die großen Traumkaufhäuser (55 Min.) (HDTV)
Galeries Lafayette, Paris
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 24/06 bis 24/07

Regie: Elke Werry

Seit fünf Generationen sind die Galeries Lafayette ein Familienunternehmen, das Trends setzte und Kriege oder Umbrüche unbeschadet überstand. Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen und begleitet die Macher und Mode-Trendsetter bei ihrer Arbeit. Sie sind Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten, Konsumparadiese – aber auch Orte der gesellschaftlichen und architektonischen Innovation: die Kaufhäuser Galeries Lafayette in Paris, KaDeWe in Berlin, GUM in Moskau und Macy's in New York. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut, bezeichnen Historiker sie heute als "Orte der Moderne". In den Konsumpalästen fanden Frauen Ausbildung und Arbeit, andere wurden zu Konsumentinnen und besuchten die Häuser zunehmend selbstbewusst und ohne männliche Begleitung.
Fotografen, Maler, Dekorateure, Innenarchitekten konnten hier Ideen verwirklichen, die ihrer Zeit weit voraus waren. Aber auch gesellschaftliche Umbrüche wie die Oktoberrevolution, der Zweite Weltkrieg oder das Jahr 1968 in Frankreich und Deutschland hinterließen ihre Spuren. Und zwischen Europa und den Staaten geht es bis heute um die besten Verkaufskonzepte. Es ist ein Ort mit einer großen Vergangenheit, einer attraktiven Gegenwart und eine häufig fotografierte Sehenswürdigkeit von Paris: das Warenhaus Galeries Lafayette. 1894 als Damenwäschegeschäft eröffnet, 1912 zum prunkvollen Kuppelbau umgebaut, gilt es bis heute als ein Epizentrum der Mode. Die Dokumentation zeigt, was den Erfolg dieses renommierten Hauses ausmacht: Einkaufen soll zu einem Vergnügen werden in einer Erlebniswelt, die alle Sinne anspricht. Deshalb organisiert Galeries Lafayette immer wieder außergewöhnliche Modenschauen oder Events mit Künstlern. Seit fünf Generationen ist dieses Kaufhaus ein Familienunternehmen, das Trends gesetzt hat und Kriege oder Umbrüche unbeschadet überstand. ARTE blickt hinter die Kulissen, die den Kunden verborgen bleiben, begleitet die Macher und Mode-Trendsetter bei ihrer Arbeit.

Hintergrundinfo:
Keine europäische Metropole, die nicht ein Luxuskaufhaus als Aushängeschild hat. Ob das KaDeWe in Berlin, das GUM in Moskau, die Galeries Lafayette in Paris oder Macy's in New York – die Tempel des Konsums sind nicht nur besondere Meisterwerke der Architektur und Tourismusmagneten der Superlative. Die Traumkaufhäuser Europas sind vor allem Chronisten der Geschichte der Menschen ihres Landes – ihrer Moden, Lebensweisen und Sehnsüchte.


18:25 Die Musik der Alhambra (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2016
Online verfügbar von 24/06 bis 23/08
Erstausstrahlung

Regie: Corentin Leconte

Mitwirkende: Javier Perianes (Klavier)

Alhambra – eine Einladung zur Reise, so beschrieb sie Charles Baudelaire, ein tiefer Bewunderer der arabischen Kunst. Die Alhambra ist ein Zeugnis der arabisch-andalusischen Kultur und heute UNESCO-Weltkulturerbe. Das Wahrzeichen der spanischen Geschichte hat im Laufe der Jahrhunderte Schriftstellern, Malern, Bildhauern und Musikern als Inspirationsquelle gedient. Die Komponisten Manuel da Falla, Isaac Albéniz und Claude Debussy nahmen die Anmut und Sinnlichkeit der maurischen Stadtburg als Anregung für einige ihrer schönsten Werke.
Anhand ausgewählter Kompositionen begibt sich die Dokumentation auf eine musikalische Entdeckungsreise. Die Sultane von Granada machten die Alhambra zu einem Ort des Austauschs. In einer Atmosphäre relativer Toleranz trafen hier die drei Religionsgemeinschaften aufeinander. Das Zusammenleben ist zum Symbol eines friedlichen Miteinanders der Kulturen geworden, die das Dekor der Alhambra widerzuspiegeln scheint. Die Alhambra spiegelt die Blütezeit des Islam wider, verbunden mit dem goldenen Zeitalter Spaniens und wurde für die Romantiker zum Inbegriff aller Mythen, Fantasien und verlorenen Paradiese.
Die barocken Chorgesänge von Juan Vásquez, die im Palast von Karl V. erklingen, lassen das goldene Zeitalter Spaniens wieder aufleben. In den Gärten des Palacio de Generalife wird "Nächte in spanischen Gärten" von Manuel da Falla gespielt. Der spanische Komponist Isaac Albéniz benannte eines seiner Werke nach dem ältesten Stadtviertel Granadas "El Albaicín"; Claude Debussy wiederum schrieb seine Klavierstücke "Estampes", ohne jemals in Granada gewesen zu sein.

Hintergrundinfo:
Javier Perianes, der im legendären Myrtenhof die Werke all dieser Künstler interpretiert, lässt mit seinem Klavierspiel die Alhambra in ihrer großen musikalischen Vielfalt erklingen, die zu vielerlei Träumen einlädt.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/06 bis 25/06


19:30 360° Geo Reportage (45 Min.) (UT)
Geliebtes Korsika – Kampf gegen das Feuer
Reportage Deutschland, 2018
Online verfügbar von 24/06 bis 24/07

Regie: Jean Froment

Tausende Hektar Vegetation werden auf der Insel Korsika jeden Sommer durch Waldbrände zerstört. Seit 1960 haben die Brände ein immer größer werdendes Ausmaß angenommen. Mutige, neue Strategien hat die "Forstfeuerwehr" gegen die Brandkatastrophen entwickelt. Mit präventiven Bränden nehmen sie dem Feuer die "Nahrung". Sie entbuschen gezielt Wälder, Sträucherzonen und Heiden der Insel. Ein gefährlicher Kampf um die geliebte Insel …Alain Valentini und Stéphane Sayag gehören zur Truppe der "Forestier-sapeurs", der "Forstfeuerwehr". Ihr Einsatzgebiet sind die Departements Haute-Corse und Corse-du-Sud, die waldreichen Bergregionen ihrer Heimatinsel, die sie liebevoll auch "Insel der Schönheit" nennen. Brandprävention ist ihr Alltag, sie durchkämmen riesige Waldgebiete und den dichten Buschwald um den Nährstoff für mögliche Brände zu vernichten. Durch kontrolliert gelegte Brände werden Brandschneisen gelegt – kommt es dann im Sommer zu einem Brand, wird er an den Brandschneisen enden und sie nicht überwinden. So soll verhindert werden, dass die Feuerwellen, die von oben aus den Bergen kommen, durch den warmen Sommerwind aus Südwest auf das Tal überspringen. Zunehmend landwirtschaftlich brachliegende Landschaft und trockene Monokultur im Forst sind gefährliche Angriffsflächen für Feuer. Oft bleibt im Ernstfall nur die Brandbekämpfung mit Wasser aus der Luft, doch der Einsatz der berühmten Canadair-Löschflieger in den letzten Jahren hat gezeigt, dass sich damit die Waldbrände nur schwer in den Griff bekommen lassen – zu schnell breiten sich die Feuerwände aus. Die neue Brandschneisen-Methode wird von manchem Bauern kritisiert, das Risiko muss gut kalkuliert werden. Ein Kampf für die Natur, der die Männer der Forstfeuerwehr immer wieder an die Grenze ihre Kräfte bringt.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


20:15 Feuer und Flamme (105 Min.) (UT)
(Tout feu, tout flamme)
Spielfilm Frankreich, 1981
Produktion: Gaumont, FR 3, Filmédis
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07

Rollen und Darsteller:
Victor Valance – Yves Montand
Pauline Valance – Isabelle Adjani
Jane – Lauren Hutton
Raoul Sarazin – Jean-Luc Bideau
Antoine Quentin – Alain Souchon
Mme Valance, die Großmutter – Madeleine Cheminat
Juliette Valance – Amélie Gonin
Monsieur Nash – Pinkas Braun

Regie: Jean-Paul Rappeneau
Produzent: Philippe Dussart
Drehbuch: Jean-Paul Rappeneau, Joyce Buñuel, Elisabeth Rappeneau
Musik: Michel Berger
Kamera: Pierre Lhomme
Schnitt: Marie-Josèphe Yoyotte

Seit ihre Mutter gestorben ist und ihr Vater wegen eines misslungenen Geschäfts Frankreich plötzlich verlassen musste, wohnt die schöne, junge Pauline Valance mit ihrer Großmutter und ihren zwei pubertären Schwestern in einem Mietshaus in Paris. Sie kümmert sich um alles, rund um die Uhr; außerdem ist sie die persönliche Assistentin des Finanzministers. Zwischen ihren ständigen Dienstreisen führt sie eine hektische Beziehung mit dem Journalisten Antoine Quentin.
Als ihr Vater Victor plötzlich aus Kanada zurückkehrt, versetzt er die ganze Familie in Aufruhr. Alle freuen sich, ihn wiederzusehen, doch umso trauriger werden sie jedes Mal, wenn er wieder auf mysteriöse Weise verschwindet.
Pauline ist die Einzige, die ihm gegenüber misstrauisch ist und sich nicht von Victors Charme und den vielen Geschenken aus dem Ausland beeindrucken lässt. Als sie wegen einer Dienstreise kurz Paris verlassen muss, ergreift Victor die Gelegenheit, um die Großmutter zu überreden, das Mietshaus zu verkaufen. Mit dem Geld will er in Wirklichkeit kein neues Haus kaufen, sondern sein neues Kasino an der Schweizer Grenze finanzieren. Als Pauline davon erfährt, scheint es zu spät zu sein; doch sie ist entschlossen, mit allen Kräften die Geldtransaktion und die Übernahme des Kasinos zu verhindern. Musste es so weit kommen, damit der Vater und seine Töchter endlich die Zeit zusammen verbringen, die sie nie hatten?

Hintergrundinfo:
Als Jean-Paul Rappeneau "Feuer und Flamme" schrieb und drehte, war er bereits als Drehbuchautor bekannt. Sein erstes Werk "Leben im Schloss" (1966) erhielt den Prix Louis Delluc. Sein Talent stellte er auch in Komödien wie "Feuer und Flamme" unter Beweis. Der Film wird vom Spiel der beiden Protagonisten Isabelle Adjani ("Nosferatu – Phantom der Nacht"; "Heute trage ich Rock!") in der Rolle der Pauline Valance und Yves Montand ("Vier im roten Kreis"; "Wahl der Waffen") in der Rolle des Victor Valance getragen.


22:00 Die vielen Leben des Sammy Davis Jr. (50 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation USA, 2017
Online verfügbar von 24/06 bis 24/07
Erstausstrahlung

Regie: Sam Pollard

"I've gotta be me" – "Ich muss ich selbst sein" war einer der Erfolgstitel von Sammy Davis Jr. Doch wer war dieser "Schwarze, Jude und Puerto Ricaner", wie er sich selbst bezeichnete? Der ein Millionenpublikum vor den Fernsehgeräten versammelte, sich in keine Schublade einsperren lassen wollte, rassistische und religiöse Vorurteile gerne mit Humor konterte - und dabei doch einen Kampf kämpfte, den die farbige Bevölkerung der USA bis heute nicht gewonnen hat. Der amerikanische Regisseur Sam Pollard erzählt in "Die vielen Leben des Sammy Davis Jr." von den vielen Talenten des einstigen Kinderstars, der von seinen Eltern als Stepptänzer früh gefördert wurde, so sehr, dass er selbst nie Kind sein durfte. Davis kämpfte derartig um Anerkennung als schwarzer Künstler im weißen amerikanischen Showbiz, dass er manchmal vergaß, dass die Zeit dafür noch nicht reif war. Nicht reif für einen Schwarzen, der als Erster eine Weiße auf der Bühne küsste und auch eine Weiße heiratete, und der sich andererseits im Prozess der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA des 20. Jahrhunderts nicht immer politisch korrekt verhielt. Die Karriere von Sammy Davis Jr. war legendär, doch sein Leben kompliziert und widersprüchlich. Bei einem Autounfall verlor er ein Auge. Mit Hilfe von Frank Sinatra fand er wieder zurück auf die Bühne, er konvertierte zum Judentum und spaltete durch politische Aktionen seine Anhänger. Er war ein Veteran des Show Business. Aber er wollte nicht wahrhaben, dass es sich radikal veränderte, und er versuchte mit Macht und einigen Peinlichkeiten an seiner lange erfolgreichen Rolle festzuhalten. Jerry Lewis, Kim Novak, Whoopi Goldberg und viele andere, die mit Sammy Davis Jr. gearbeitet haben oder mit ihm befreundet waren, erzählen neben faszinierendem Archivmaterial und persönlichen Fotografien von den vielen Rollen, die er in seinem Leben gespielt hat und bei denen er doch sich selbst immer treu geblieben ist.


22:50 50 Jahre Montreux Jazz Festival (60 Min.) (HDTV, UT)
More than Jazz
Dokumentation Frankreich / Schweiz, 2016
SSR
Originalvertonung
Online verfügbar von 24/06 bis 24/07

Regie: Guillaume Delaperrière

Mitwirkende:
Nina Simone
Miles Davis
Ella Fitzgerald
Marvin Gaye
Gilberto Gil
Bobby McFerrin

Seit über 50 Jahren treffen sich in der idyllischen Stadt Montreux am Genfer See jeden Sommer internationale Musikstars auf der Bühne eines weltweit einzigartigen Festivals. Ella Fitzgerald, Nina Simone, Miles Davis, Herbie Hancock, Gilberto Gil, Aretha Franklin, B. B. King, Elis Regina, Dizzy Gillespie, Leonard Cohen, Michael Beck, Carlos Santana, Rickie Lee Jones, D'Angelo und Pharrell Williams – sie alle kamen zum Montreux Jazz Festival, die meisten sogar mehrmals.
Festivalgründer Claude Nobs verschrieb sein Leben dem Ziel, Musik weiterzugeben und zum Kulturerbe zu erheben. Aus seinen rund 5.000 Stunden umfassenden Audio – und Videomitschnitten des Festivals entstand die erste audiovisuelle Bibliothek, die von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde und die zurzeit digitalisiert wird. Mit diesem einzigartigen Ton – und Bildmaterial hebt der Dokumentarfilm die Zeit auf und verschmilzt Begegnungen zwischen Epochen und Künstlern zum "Konzert der Konzerte". In einem lebendigen Zusammenschnitt wird das Live-Material ergänzt durch Interviews mit früheren Festivalorganisatoren, die die historischen Aufnahmen kommentieren.

Hintergrundinfo:
Mit den Aufnahmen aus dem unvergleichlichen Fundus des Montreux-Jazz-Archivs verdeutlicht der Dokumentarfilm den Beitrag dieses Festivals zu einem halben Jahrhundert moderner Musik.


23:50 Toots & The Maytals (80 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2017
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07
Erstausstrahlung

Regie: Axel Ludewig

Mitwirkende: Toots & The Maytals

Konzert vom Rudolstadt Festival 2017
Mitbegründer des Reggae: Die legendäre Band Toots & The Maytals hält in ihrer jamaikanischen Heimat den Rekord – mit 31 Nummer-eins-Singles. Sie ist von Beginn an dabei, seit über 40 Jahren im Musikgeschäft. Noch immer touren Leadsänger Frederick "Toots" Hibbert und seine beiden Bandmitglieder um die Welt.
Mit ihrer Single "Do The Reggay" im Jahr 1968 verwendeten sie als erste bekannte Band das Wort "Reggae" und verliehen damit dem sich entwickelnden Genre seinen Namen. Mit ihren Texten und Inhalten, die auch religiöse oder sozialkritische Themen behandeln, hoben sie sich seit jeher von den durchschnittlichen Reggae-Inhalten ab. Als rau und dynamisch lässt sich ihre Musik beschreiben. Hibberts Gesang erinnert an Soul und Rhythm & Blues, die Vokalsätze wecken Assoziationen an die Anfänge des Ska und Rocksteady.
Frontmann Toots ist gefragt unter seinen Musikkollegen: Gemeinsame Bühnenauftritte mit Keith Richards, Eric Clapton und Willie Nelson bieten nur eine kleinen Einblick. Dennoch hatte er seine Live-Karriere vor zwei Jahren als beendet erklärt, aber für ihn ist das Spiel auf der Bühne nun mal wie die Luft zum Atmen: Auf einigen ausgewählten Konzerten spielt er deshalb wieder.

Hintergrundinfo:
Beim größten deutschen Folk-Roots-Weltmusik-Festival 2017 im thüringischen Rudolstadt boten Toots & The Maytals ein spektakuläres Finale: ein buntes Meisterwerk, das von der Spielfreude des über 70 Jahre alten Leadsängers nur so strotzte. Die Mischung aus Reggae, Ska, Soul und Rhythm & Blues begeisterte die rund 7.000 Zuschauer. Auch 2017 konnte das Festival in Rudolstadt einen Besucherrekord verzeichnen.


01:10 Paul Simon (85 Min.) (HDTV)
Under African Skies
Dokumentarfilm USA, 2011
Wiederholung vom 01.06.

Regie: Joe Berlinger


02:35 Bismarck – Härte und Empfindsamkeit (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2014
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07

Regie: Wilfried Hauke

Deutschland, 1890: Seit Jahrzehnten schon bestimmt er Deutschlands Kurs. In wenigen Tagen wird Reichskanzler Otto von Bismarck seinen 75. Geburtstag feiern. Nach den stürmischen Siegen, mit denen er Deutschland einst zur Einheit führte, gilt seine Politik in Volk und Parlament inzwischen als rückständig und zaghaft. Es wäre endlich an der Zeit für ihn, sich auszuruhen. Doch Bismarck fürchtet um den Frieden in Europa und klammert sich weiter an die Macht. Nach heftigem Streit um die Kabinettsorder wird er im März 1890 vom neuen Kaiser Wilhelm II. zum Rücktritt genötigt und als Reichkanzler gestürzt. "Der Lotse geht von Bord." Schon einen Tag nach seiner Abdankung beschließt er, seine Memoiren zu schreiben. Er will nicht nur der Nachwelt ein glorreiches Bild seiner Leistung als Reichsgründer überliefern.Er will auch mit seinen politischen Widersachern abrechnen, vor allem mit dem in seinen Augen unreifen und aufgeblasenen Kaiser Wilhelm II. Bismarck schlägt nun die letzte große Schlacht und will – wie er es gewohnt war – auch aus diesem Kampf als Sieger hervorgehen. Die Dokumentation erzählt mit dem Schauspieler Peter Striebeck in der Hauptrolle von den letzten Lebensjahren des wohl größten europäischen Staatsmannes des 19. Jahrhunderts und erinnert an Bismarcks politische Triumphe und den hohen Preis, den er wie seine Feinde dafür zahlen mussten. Vor allem wird der Mensch Otto von Bismarck sichtbar, schon als Kind widerspenstig, später ein zwischen Machthunger, Genialität und Empfindsamkeit zutiefst zerrissener Mann.


03:30 Abenteuer Archäologie (30 Min.) (HDTV)
Der Mythos des Labyrinths von Kreta
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 11.06.

Regie: Agnès Molia, Mickaël Lefrançois


04:00 Das Glück liegt auf dem Teller (25 Min.) (HDTV)
In Spanien mit Oriol Rovira
Dokumentationsreihe Frankreich

Der katalanische Chefkoch Oriol Rovira ist um die 40 und stammt aus einer ungewöhnlichen Familie. Die Schweine und das Gemüse, die in seinem Restaurant "Els Casals" auf den Teller kommen, züchtet er gemeinsam mit seinen Brüdern auf dem familieneigenen Bauernhof. Für die Zusammenstellung seiner Gerichte lässt sich Rovira, der sich bewusst für ein Leben in seiner katalanischen Heimat entschieden hat, gerne von der Natur inspirieren. Jenseits der Molekularküche, die in Spanien nach wie vor sehr populär ist, nutzt er für seine traditionellen Kreationen fast ausschließlich saisonale Produkte.

Hintergrundinfo:
In der Kochkunst steht zurzeit Europa hoch im Kurs. Warum das so ist, werden zehn europäische Spitzenköche vorführen, unter ihnen James Lowe, Mehmet Gürs, Ana Ros und Alexandre Gauthier. Sie alle fühlen sich eng mit ihren Regionen verbunden, lassen sich einen Tag lang in die Töpfe gucken und bitten anschließend zu Tisch. Kreativ und originell zeigen sie ihren Einfallsreichtum und die kulinarische Vielfalt ihrer Heimat. Die Serie lädt dazu ein, verschiedene Regionen aus einem neuen Blickwinkel – jenem des Gourmets - kennenzulernen: So schmeckt die europäische Küche von heute und morgen.


04:25 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 24.06.


04:45 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Jean-Paul Gaultier
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 14.06.

Regie: Nicolas Rendu


04:48 Sendeschluss

 

*


Montag, 25. Juni 2018


05:00 W.A. Mozart – Für die Schwestern Weber (45 Min.) (HDTV)
Musik Frankreich, 2016
Wiederholung vom 17.06.
Originalvertonung

Regie: Colin Laurent

Mitwirkende: Sabine Devieilhe (Sopran)
Dirigent: Raphaël Pichon


05:45 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Nieren – Die Nieren – Unser Klärwerk
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 22.06.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:15 Plastik: Fluch der Meere (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2012
Wiederholung vom 09.06.

Regie: Max Mönch, Friedemann Hottenbacher


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/06 bis 02/07


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Thailands Elefanten, raus aus der Stadt!
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Wiederholung vom 10.06.

Regie: J. Michael Schumacher


08:00 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 22.06.

Regie: Fabrice Michelin


08:40 Westneuguinea – Eines der letzten Paradiese (45 Min.) (HDTV)
Lebensraum Wasser
Dokumentation Frankreich, 2017
Wiederholung vom 04.06.

Regie: Christine Tournadre


09:25 360° Geo Reportage (55 Min.)
Oman – Die Rosen der Wüste
Reportage Deutschland / Frankreich, 2007
Online verfügbar von 25/06 bis 02/07

Regie: Tilo Hoffmann

Auch das kleine Bergdorf Al-Scherika verfügt über einen solchen Kanal. Seit mehr als 40 Jahren ist Sulejman al-Rijami der oberste Wasserverantwortliche des Ortes, ein Wakil – zu Deutsch: ein Beauftragter. Der 62-Jährige überwacht den Zustand des Dorfkanals. Das uralte System muss zuverlässig funktionieren; nur dann können die Felder an den Bergflanken bewirtschaftet werden. Doch in diesem Jahr führt der Kanal weniger Wasser als sonst. Ein Problem, denn demnächst steht die Rosenernte des Ortes an, und für viele Dorfbewohner sind die Rosen die einzige Einnahmequelle. Aus den Blüten wird das begehrte Rosenwasser gewonnen, das zur Parfümherstellung und als Gewürzzusatz benötigt wird. Um den undichten Kanal zu reparieren, holt Sulejman al-Rijami einen Wasserbeamten der Regierung ins Dorf. Doch der hat andere Probleme. Neben dem Dorf Al-Scherika droht auch in anderen Städten der Gegend eine Wasserknappheit. Wird er sich trotzdem des Kanals in Al-Scherika annehmen können? Werden die Bergbauern auch in diesem Jahr ihre kostbare Rosenblütenernte einfahren?


10:20 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Iquitos, Regenwaldmetropole am Amazonas
Reportage Deutschland, 2012
Online verfügbar von 25/06 bis 02/07

Regie: Stefan Richts

Die peruanische Stadt Iquitos wurde um 1750 als Jesuitenmission gegründet. Der Kautschukboom Ende des 19. Jahrhunderts machte einige Bewohner reich, wovon imposante Gebäude in der prächtigen Altstadt zeugen. Bis heute ist Iquitos trotz der isolierten Lage die größte Stadt am peruanischen Amazonas. Mehr als 400.000 Menschen leben hier, die meisten von ihnen allerdings in relativer Armut. In Stadtteilen wie Belén, einer Holzhaussiedlung aus Pfahlbauten, auch als das Venedig am Amazonas bezeichnet, herrschen schwierige Lebensbedingungen. Vor allem der Wechsel zwischen Hochwasser und Trockenperioden im Amazonasbecken stellt die Bewohner vor große Herausforderungen. "360° Geo Reportage" begleitet eine Bewohnerin Beléns bei ihren Vorbereitungen auf die kommende Regenzeit.Belén ist eine riesige Holzhütten – und Pfahlbausiedlung und das Armenviertel von Iquitos. Für die meisten Menschen, die aus den entlegenen Dörfern im Amazonasgebiet nach Iquitos ziehen, ist dieses Viertel die erste Anlaufstation auf ihrer Suche nach Arbeit und besseren Chancen. Wie Zehntausende Menschen lebt auch die 40-jährige Neri Luz Ahuanari seit einigen Jahren hier. Mit der Hilfe des Tischlers Enrique Pinche will sie ihr marodes Holzhaus vor dem nächsten Hochwasser generalüberholen. Die Holzstämme, auf denen das Haus in der Regenzeit schwimmt, sind porös und verrottet, eine Totalsanierung ist längst überfällig. Alles muss fertig sein, bevor der Rio Itaya, ein Nebenfluss des Amazonas, wie jedes Jahr über die Ufer tritt und ganz Belén unter Wasser setzt.Amazonaskapitän Ceim Perez dagegen freut sich schon auf die Regenzeit, denn ein höherer Wasserstand macht dann seine Arbeit einfacher. Er transportiert mit dem Schiff "Henry 7 Passagiere, überlebenswichtige Güter und Lebensmittel in die isolierte Metropole. Während der Trockenzeit ist die Navigation auf den Flüssen voller Untiefen gefährlicher. Pilot Jorge Pinedo ist zwar unabhängig vom Amazonaspegel, doch auf seinen Flügen in Dörfer nahe der peruanisch-kolumbianischen Grenze muss er immer mit plötzlichen Unwettern rechnen.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


11:05 Abenteuer Archäologie (25 Min.) (HDTV)
Der Totenkult der Chachapoya
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 12.06.

Regie: Agnès Molia, Hélène Maucourant


11:30 Der Truthahnflüsterer (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien / USA, 2011
Online verfügbar von 25/06 bis 03/07

Regie: David Allen

Der 2012 mit einem Emmy ausgezeichnete Dokumentarfilm "Der Truthahnflüsterer" erzählt die Geschichte von Joe Hutto, der sich in Florida eineinhalb Jahre lang einer ungewöhnlichen Beschäftigung widmete: der Aufzucht von 16 wilden Truthähnen. Der leidenschaftliche Naturliebhaber kümmerte sich in den sumpfigen Eichenwäldern des Flatwoods Park geduldig um seine neue "Familie". Als "Mutter" verfolgte er jeden ihrer Schritte: von der Bebrütung der Eier bis zum Aufbruch in die Wildnis. Joe Hutto erzählt von seinen außergewöhnlichen Erlebnissen, die 1995 damit begannen, dass ein benachbarter Farmer ihm einen Korb mit Eiern vor die Tür stellte. Er kümmerte sich Tag und Nacht um die Truthähne, tauchte komplett in ihre Welt ein und isolierte sich somit radikal von der Außenwelt. Für den Dokumentarfilm erinnert er sich noch einmal an sein einzigartiges Abenteuer.
Er schildert darin, wie er in eine völlig andere Welt eintauchte: Wie er langsam die verschiedenen Verhaltensweisen der Tiere begriff, wie er sich immer stärker mit seinen kleinen Gefährten verbunden fühlte und wie es war, in ein gewöhnliches Leben in der Zivilisation zurückzukehren.
Die Geschichte gibt Einblick in Zweifel und Glücksmomente ebenso wie in seine Trauer beim Tod einiger seiner gefiederten Zöglinge. Er beschreibt, wie er mit viel Geduld lernte, mit den Truthähnen zu kommunizieren und wie seine Beziehung zu ihnen immer enger wurde. Vor der Kulisse einer atemberaubenden Naturlandschaft schildert der Film ein emotionsreiches und rührendes Abenteuer – und lässt den Zuschauer hautnah miterleben, was sich zwischen Joe Hutto und seinen Schützlingen abspielte.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm ("My Life as a Turkey") wurde auf zahlreichen Festivals gezeigt und basiert auf Joe Huttos Buch "Illumination in the Flatwoods". Neben dem Emmy gewann er den Golden Panda Award beim Wildscreen Festival in Bristol 2012 in der Kategorie "Best People and Animal Documentary". 2011 wurde der Film beim Jackson Hole Wildlife Film Festival mit einem Preis für das Drehbuch bedacht und bei den Factual Entertainement Awards 2012 als beste Non-Fiction ausgezeichnet.


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 22.06.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/06 bis 26/06


13:00 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das absolute Muss: Der Chelsea Market in New York
Heute ist das einstige Schlachterviertel Meatpacking District einer der angesagtesten Stadtteile Manhattans. Im Zentrum ragt der Chelsea Market empor: ein riesiges Backsteingebäude, in dem sich der bestbesuchte überdachte Markt der Stadt befindet. Heute drängen Besucher auf diesen Markt, um kulinarische Spezialitäten zu kosten, doch einst war der Markt der Schauplatz eines ungewöhnlichen Wettbewerbs …

(1): Das Languedoc von Bazille, einem Pionier des Impressionismus
(2): Die Klänge der Beguine und die Geschichte von La Martinique
(3): Das absolute Muss: Der Chelsea Market in New York


13:50 Alle Mörder sind schon da (95 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Clue)
Spielfilm USA, 1985
Wiederholung vom 11.06.
Produktion: Guber-Peters Production, PolyGram Pictures, Debra Hill Productions

Mitwirkende:
Tim Curry
Eileen Brennan
Lee Ving
Madeline Kahn
Christopher Lloyd
Michael McKean
Lesley Ann Warren

Regie: Jonathan Lynn
Produzent: Debra Hill
Drehbuch: John Landis, Jonathan Lynn
Musik: John Morris
Kamera: Victor J. Kemper
Schnitt: David Bretherton, Richard Haines


15:25 Abenteuer Archäologie (25 Min.) (HDTV)
Die vergessene Geschichte der Suaheli
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 14.06.

Regie: Agnès Molia, Raphaël Licandro


15:50 Chile – Durchs wilde Patagonien (55 Min.) (HDTV)
Deutschland 2010
Wiederholung vom 22.05.

Regie: Emilio Pacull


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Atmung und Verdauung
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Moderation: Caroline du Bled, Gunnar Mergner

Einatmen, ausatmen: Etwa 20.000 Mal machen wir das täglich. Und wenn wir hungrig sind, essen wir, worauf wir Appetit haben. Atmung und Verdauung versorgen den Körper mit allem, was er zum Leben braucht: Sauerstoff und Nahrung. Nur wenn diese Prozesse reibungslos funktionieren, haben wir ausreichend Energie und fühlen uns gesund. Wie wichtig Atmung ist, erfahren die "Xenius"-Moderatoren am eigenen Leib: Caroline du Bled versucht sich im Apnoetauchen – der Weltrekord in dieser Disziplin liegt bei 24 Minuten und 3 Sekunden. Ganz so lang wird es Caroline nicht schaffen – auch wenn sie sich gute Tipps bei einem Tauchlehrer holt. Gunnar Mergner lässt sich von einer Atemtherapeutin zeigen, wie er durch Übungen seine Atmung verbessern kann. Er erfährt auch, dass es einen Zusammenhang zwischen Atmung und Verdauung gibt: Bei der Tiefenatmung wird die Bauchdecke angehoben und gesenkt – und das massiert den Darm und verbessert die Verdauung. Meistens atmen und essen wir, ohne darüber nachzudenken. Nur wenn etwas schiefgeht, werden wir uns darüber bewusst: Beispielsweise wenn wir Schluckauf haben oder unter Mundtrockenheit leiden. "Xenius" erkundet die Ursachen und gibt Tipps, was man dagegen tun kann. Eine weitere wichtige Frage stellen die "Xenius"-Moderatoren dem Immunforscher Prof. Thomas Brocker: Wie erkennt das Immunsystem im Darm, ob es Bakterien oder Nahrungsmittel angreifen oder tolerieren soll? Entscheidet das Immunsystem falsch, so kann es zu entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn kommen.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Neuland (30 Min.) (HDTV)
Der Wald der neuen Bäume
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 25/06 bis 02/07
Erstausstrahlung

Regie: Thomas Unger, Kerstin Holl

Ein paar der letzten Urwälder Europas liegen in den Karpaten. Vor allem in Rumänien ist noch viel unangetasteter Wald zu finden. Bergmischwälder und weitläufige Wiesen, die an die Alpen erinnern, prägen die Landschaft. Tiere wie Braunbären, Wölfe und Luchse sind dort zu Hause. Doch ihr Lebensraum ist in Gefahr. Die Eigentümer der Wälder verpachten ihre Flächen an große internationale Holzkonzerne. Die Folge: radikale Rodungen – die Zerstörung einer wilden Natur, die im Rest Europas ihresgleichen sucht. Doch es gibt Hoffnung: Menschen, die gegen diese Ausbeutung kämpfen. Die Foundation Conservation Carpathia (FCC) kauft in den transsilvanischen Karpaten Waldflächen, um sie vor der Abholzung zu schützen. Ihr Traum ist es, dabei zu helfen, dort einmal den größten zusammenhängenden Nationalpark Europas entstehen zu lassen. 20.000 Hektar Wald hat die Stiftung bereits erstanden. Mit internationaler Unterstützung arbeiten zahlreiche Ranger, um unter anderem erosionsgefährdete Standorte wieder aufzuforsten und Wildtierschutz zu betreiben. Man kann dort sowohl alten Urwald finden als auch Wälder in allen Stadien, die auf dem Weg zurück zum Urwald sind. Der private Rückkauf rettet den Karpaten buchstäblich das Leben. Andreas Korn besucht Menschen, für die der alte Wald eine neue Arbeits – und Lebensgrundlage geworden ist. Und er erfährt auf seiner Reise durch das wilde Transsilvanien, warum ausgerechnet der Tourismus helfen kann, zu verstehen, was es zu schützen gilt.

Hintergrundinfo:
Andreas Korn macht sich auf die Suche nach Orten in Europa, an denen Menschen neue und interessante Wege gehen, um Regionen, die die Moderne zu vergessen droht, wieder in Besitz zu nehmen und mit neuem Leben zu füllen. Seine Reise führt zu interessanten Landschaften und engagierten Menschen, die sich mit kreativen Ideen ein Stück Europa erobert und sich auf sehr verschiedene Weise ein Stück "Neuland" erschlossen haben - einen Wald, einen Berg, eine Insel, einen See oder ein ganzes Dorf. Es gibt sie noch, die Orte und Lebensräume, an denen junge Menschen Ideen und Träume realisieren können.


17:40 Himalaya – Dem Himmel nah (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2008
Online verfügbar von 25/06 bis 02/07

Regie: Marianne Chaud

Felsige Landschaftsformationen von atemberaubender Schönheit, ein einsames Tal in 4.000 Meter Höhe, die höchstgelegenen bewohnten Gebiete im Himalaya: Willkommen im Kloster Phuktal im indischen Zanskar. In diesem fast unerreichbaren, wie ein Schwalbennest an die Berghänge geklebten Kloster leben etwa 70 Mönche wie im Mittelalter.
Hier lebt auch der achtjährige Kenrap. Er will Mönch werden, seit ihm im Alter von fünf Jahren bewusst wurde, dass er die Reinkarnation eines 68-jährigen Mönches ist. Die buddhistischen Mönche von Phuktal verlassen ihr Kloster im eiskalten Winter und durchqueren schnee – und eisbedeckte Landschaften auf gefährlichen Bergpfaden oder entlang der zugefrorenen Flüsse, um in mehrere Tagesmärsche entfernten Dörfern Fruchtbarkeitsrituale abzuhalten. Das ebenso waghalsige wie fröhliche Unterfangen bringt Abwechslung in ihren sonst eintönigen Alltag – und beschert ihnen ein Wiedersehen mit Familie und Freunden.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation entführt den Zuschauer in eine völlig andere Welt. Sie vermittelt sensible Einblicke in die harten Lebensbedingungen dieser Menschen und macht zudem mit einer einzigartigen Architektur und großartigen Landschaften bekannt.
Aus nächster Nähe taucht die subjektive Kamera in den Alltag der Mönche von Phuktal ein. Die Ethnologin Marianne Chaud, die die Sprache der Region fließend spricht, konnte eine einzigartige Beziehung zu ihnen aufbauen; das Filmteam wurde Teil des Klosteralltags, nahm an Philosophiestunden, Holz – und Wasserbeschaffung, Spielen und Gebeten teil. So erlebte es das Leben dieser Männer aller Altersstufen hautnah mit und begleitete den ungewöhnlichen Lebensweg des jungen Kenrap.


18:35 Deutschlands Traumstraßen (45 Min.) (HDTV)
Die Burgenstraße
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 25/06 bis 23/09

Regie: Franziska Boeing

Neben historischen Städten wie Heidelberg und Bad Wimpfen stellt die Dokumentationsreihe Menschen vor, die ungewöhnlichen und sogar nahezu ausgestorbenen Berufen nachgehen - wie etwa Turmuhrbauer Gernot Dürr. Für spektakuläre Feuerwerke verantwortlich ist Frank Hotz aus Heidelberg. Während sich Tausende Menschen in der Stadt am Neckar versammeln, um der Zerstörung des Heidelberger Schlosses zu gedenken, erleuchtet Hotz mit Hunderten Raketen und Böllern den Himmel über Heidelberg. Wenige Kilometer weiter thront die Burg Guttenberg hoch über der Burgenstraße. Die Familie von Bernolph Freiherr zu Gemmingen-Guttenberg lebt hier in der 17. Generation. Das Burggemäuer beherbergt seit 1970 die Deutsche Greifenwarte mit Bussarden, Adlern und Geiern. Das Leben in mittelalterlichen Bauten ist auch für Bianca Knodel zur Lebensaufgabe geworden. Als Türmerin führt sie in Bad Wimpfen eine 650 Jahre alte Tradition fort. In Deutschland ist sie die einzige ihrer Zunft, die noch auf einem Turm residiert – immerhin in 58 Meter Höhe. In traumhafter und urromantischer Umgebung trifft man auch auf Menschen mit ganz anderen Leidenschaften: passionierte Vespa-Fahrer, einen Flugzeugbauer ohne Pilotenschein und Stehpaddler, die in Franken die idealen Gewässer für ihren Trendsport gefunden haben. Deutschlands schönste Regionen, Landschaften und Orte sind über besondere Straßen und Routen miteinander verbunden. Die "Traumstraßen" führen an Flüssen entlang, über einsame Gebirgspässe, zu geschichtsträchtigen oder abgelegenen Plätzen – und immer wieder zu außergewöhnlichen Menschen. Die fünfteilige Reihe geht auf Entdeckungstour entlang dieser faszinierenden Routen.

Hintergrundinfo:
Die schönsten Regionen, Landschaften und Orte Deutschlands sind über besondere Straßen und Routen miteinander verbunden. Diese "Traumstraßen" führen entweder an Flüssen entlang oder über einsame Gebirgspässe, zu geschichtsträchtigen oder abgelegenen Plätzen – und immer wieder zu außergewöhnlichen Menschen. Die fünfteilige Dokumentationsreihe geht auf Entdeckungstouren entlang dieser faszinierenden Routen. Dabei verbindet sie immer wieder spektakuläre Aufnahmen von Landschaften, Städten und historischen Bauten mit Geschichten von Menschen, die mit traditionellen und modernen Lebensweisen überraschen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/06 bis 26/06


19:40 Re: (35 Min.)
Uran-Mine vor der Haustür – Streit um Spaniens Salamanca-Projekt
Reportage Deutschland, 2018

Jorge Rodriguez Martin ist Bürgermeister von Villavieja de Yeltes. Die kleine Gemeinde grenzt unmittelbar an die geplante Uran-Mine des britisch-australischen Konzerns Berkeley Energy. Regelmäßig fährt Jorge zur offenen Grube, denn Bau- und Fördergenehmigungen stehen noch aus. Seit vier Jahren engagiert er sich gegen die Mine, reicht Beschwerden ein und ficht Gutachten an. Wie viele in der Region fürchtet er, dass Boden und Wasser durch die radioaktive Strahlung kontaminiert werden könnten. Dadurch würde auch die nachhaltige Viehzucht leiden, eine der wenigen Einnahmequellen in der Region.
Doch nicht alle sehen das Projekt skeptisch: In der Nachbargemeinde Retortillo erhofft sich mancher vom offenen Tagebau neue Arbeitsplätze. In der Region liegt die Arbeitslosenquote bei rund 16 Prozent. Eustaquio Herrero Martin ist selbstständiger Förster. Er hat schon viele uralte Steineichen auf dem Gelände der geplanten Mine gefällt. Ein willkommenes Zusatzeinkommen, denn trotz langer Arbeitstage und Wochenendeinsätzen bleiben der vierköpfigen Familie nur 1.000 Euro netto im Monat. Für Eustaquio ist klar: Die Uran-Mine würde viele Jobs und neue Chancen bringen.
Bis 2019 will Berkeley in Salamanca die größte Uran-Mine Europas eröffnen. 2.000 Tonnen Brennstoff sollen im offenen Tagebau geschürft und verarbeitet werden – für Atomkraftwerke in ganz Europa. Trotz der Proteste aus der Bevölkerung unterstützt Spaniens Energieministerium das Projekt. Doch jetzt hat Nachbar Portugal, der ganz auf regenerative Energien setzt, Beschwerde gegen Spanien wegen möglicher Folgen für die Umwelt eingereicht.

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Pandora und der Fliegende Holländer (120 Min.) (HDTV, UT)
(Pandora and the Flying Dutchman)
Spielfilm Großbritannien / USA, 1951
Produktion: Dorkay Productions, Romulus Films
Online verfügbar von 25/06 bis 02/07

Rollen und Darsteller:
Pandora Reynolds – Ava Gardner
Stephen Cameron – Nigel Patrick
Hendrik van der Zee – James Mason
Janet Fielding – Sheila Sim
Geoffrey Fielding – Harold Warrender
Reggie Demarest – Marius Goring
Juan Montalvo – Mario Cabré

Regie: Albert Lewin
Produzent: Albert Lewin, Joseph Kaufman
Drehbuch: Albert Lewin
Musik: Alan Rawsthorne
Kamera: Jack Cardiff
Schnitt: Ralph Kemplen

In Esperanza, einer Perle im Spanien der 30er Jahre, lebt eine Gruppe amerikanischer Freunde. Darunter ist Pandora Reynolds, eine schöne Sängerin, die vielen Männern den Kopf verdreht. Doch Pandora ist mit ihrer Existenz unzufrieden, und als ihr Freund und Geliebter Reggie Demarest sich ihretwegen das Leben nimmt, zeigt sie kein Bedauern, sondern nur Apathie.
Eines Tages erzählt ihr der vertraute Freund und Archäologe Geoffrey Fielding die Geschichte des Fliegenden Holländers. Sie ist davon wie verzaubert: Die Legende besagt, dass der Fliegende Holländer alle sieben Jahre einmal an Land gehen darf, um nach der Frau zu suchen, die ihn von seinem Fluch erlösen kann. Er ist nämlich bis zum jüngsten Tag verurteilt, als Kapitän eines Geisterschiffs über die Meere zu segeln. Es sei denn, er findet eine Frau, die ihn genug liebt, um für ihn zu sterben.
Pandora ist mit dem Autorennfahrer und Weltrekordmeister Stephen Cameron verlobt, dessen Heiratsantrag sie nur akzeptiert hat, weil er als Liebesbeweis seinen wertvollen Wagen ins Meer geworfen hat. Als sie jedoch im Meer eine Jacht beobachtet, entscheidet sie mutig, zu ihr zu schwimmen in der Hoffnung, etwas Aufregendes würde geschehen. Vielleicht wartet dort der Fliegende Holländer auf sie? Legenden sollte man niemals ganz abtun. Auf dem Schiff trifft Pandora auf Hendrik van der Zee, einen mysteriösen Holländer, der mehr über Pandora zu wissen scheint als sie über ihn. Pandora ist bewusst, dass es sich bei der Geschichte des Fliegenden Holländers nur um eine Erfindung, eine Legende, einen literarischen Hokuspokus handelt, doch ihre unmittelbaren Gefühle für Hendrik sind real. Ihre Hochzeit und ihr Leben stehen jetzt am Rande des Abgrunds …

Hintergrundinfo:
Albert Lewin, der Regisseur und Drehbuchautor von "Pandora und der Fliegende Holländer", gehört zu den interessantesten Außenseitern Hollywoods. Es kamen bis zu seinem Lebensende nur eine Handvoll Filme heraus: "Das Bildnis des Dorian Gray" (1945) und eben "Pandora und der Fliegende Holländer" sind dabei die bekanntesten Filme. Für letzteren konnte er die Stars Ava Gardner und James Mason gewinnen, aber auch einen der bekanntesten Stierkämpfer seiner Zeit: Mario Cabré. Der Film enthält den ikonischen Ava-Gardner-Moment schlechthin: Am Klavier sich selbst begleitend singt sie das von Dorothy Parker getextete bittersüße Liebeslied "How Am I to Know".


22:15 Ava Gardner, die Flamenco-Diva Hollywoods (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2016
Online verfügbar von 25/06 bis 12/07
Erstausstrahlung

Regie: Sergio G. Mondelo

Im Jahr 1953 befindet sich Ava Gardner auf dem Höhepunkt ihrer Karriere: Rollen in Filmen wie "Rächer der Unterwelt", "Pandora und der Fliegende Holländer" oder "Mogambo", zwei Blitzehen und zahlreiche schlagzeilenträchtige Liebschaften machen den MGM-Star zur lebenden Leinwandlegende. Genau zu diesem Zeitpunkt beschließt sie, Hollywood – und ihrem Geliebten Frank Sinatra – den Rücken zu kehren, um sich in der spanischen Hauptstadt Madrid niederzulassen. Spanien ist zu diesem Zeitpunkt eine Diktatur, die Menschen leiden unter Not und Unterdrückung. Die freiheitliche Welt der Hollywood-Diva kollidiert mit der Realität des faschistischen Franco-Regimes, Glamour und Technicolor treffen auf den schwarz-weißen Alltag eines nach dem Spanischen Bürgerkrieg ausgebluteten Landes. Ava Gardner lebt 15 Jahre lang in Spanien, feiert, tanzt, lebt wie im Rausch. "Ich weiß nicht, ob es das Klima war, die Männer oder die Musik, aber als ich Spanien entdeckte, habe ich mich sofort in dieses Land verliebt", sagt sie. Doch sie findet zunehmend Zuflucht im Alkohol. Ihre Ehe mit Frank Sinatra zerbricht. Dann lässt sie sich auf eine leidenschaftliche Beziehung mit dem spanischen Playboy, Nationalhelden und Torero Luis Miguel Dominguín ein. Sie nimmt nur noch Verträge in Europa an. Im Januar 1954 fliegt sie nach Rom, um mit Humphrey Bogart "Die barfüßige Gräfin" zu drehen, unter der Regie von Joseph L. Mankiewicz. Darin spielt sie die Rolle der María Vargas, einer spanischen Bartänzerin, die zum Hollywood-Star wird. "Die barfüßige Gräfin" erscheint wie eine Allegorie einer neu entdeckten südländischen Ava Gardner. Die Dokumentation spannt den Bogen von ihrer Kindheit im ländlichen North Carolina, dem frühen Tod ihres Vaters, über den ersten Vertrag der 19-Jährigen mit der MGM, ihr Leinwanddebüt und ihren kometenhaften Aufstieg zum Weltstar bis hin zu den schicksalhaften Jahren in Spanien. Nach einem Reitunfall, der eine bleibende Schwellung auf ihrer Wange hinterlässt, kommt es langsam zum Wendepunkt in ihrer Karriere; sie verlässt Spanien und geht nach London. "Ich verlasse Spanien, aber es ist der einzige Ort, an dem ich mich in Frieden gefühlt habe, der einzige Ort auf der Welt, an dem ich so etwas wie Glück empfinden konnte", schreibt sie in ihren Memoiren. Ava Gardner stirbt 1990 einsam in London, ohne jemals nach Spanien zurückgekehrt zu sein.


23:10 Eva (105 Min.) (HDTV)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1960
Produktion: Paris Film Production, Interopa Film

Rollen und Darsteller:
Eva Olivier – Jeanne Moreau
Tyvian Jones – Stanley Baker
Sergio Branco Malloni – Giorgio Albertazzi
Francesca Ferrara – Virna Lisi
Pieri – Checco Rissone

Regie: Joseph Losey
Produzent: Raymond Hakim, Robert Hakim, Giorgio Baldi
Drehbuch: Hugo Butler, Evan Jones
Musik: Michel Legrand
Kamera: Gianni Di Venanzo
Schnitt: Reginald Beck, Franca Silvi

"Nicht alle Waliser trinken viel, und nicht alle Italiener sind ausgezeichnete Liebhaber", heißt es zu Anfang des Films. Tyvian Jones, ein zu unverdientem Ruhm gelangter Schriftsteller aus Wales, trinkt überhaupt nichts. Wie sagt man gleich: "In vino veritas" – Tyvian muss etwas zu verbergen haben. Und so ist es tatsächlich: Tyvians Bestseller, dessen Verfilmung ihm in Italien eine gewisse Bekanntheit verschafft hat, wurde in Wirklichkeit von seinem verstorbenen Bruder geschrieben.
Dieses Geheimnis quält Tyvian, bis er auf die schelmische Eva trifft. Er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen und ist bereit, seine vielversprechende Beziehung mit der schönen Italienerin Francesca zu opfern. Eva aber macht sofort klar: Sie will keine Beziehung. Sie lässt sich von ihren vielen Anwärtern schöne Dinge kaufen und teure Reisen bezahlen, ohne jemals deren Gefühle zu erwidern.
Dieser kalten und oberflächlichen Frau kann Tyvian endlich sein Geheimnis anvertrauen. Eva weiß sehr gut, wie man eine Situation zu seinen Gunsten nutzt – das macht sie täglich mit den Männern, die ihr hinterherlaufen -, das heißt aber noch lange nicht, dass sie für Tyvian Empathie zeigt. Ganz im Gegenteil, nun verachtet sie ihn noch mehr. Entschlossen, nichts mehr von Eva wissen zu wollen, kehrt Tyvian zu Francesca zurück, Traumhochzeit in Venedig inklusive. Tyvian ist auf dem besten Weg, sein Geheimnis ein für alle Mal zu begraben. Da taucht Eva wieder auf …

Hintergrundinfo:
Die Welt in den Filmen von Joseph Losey ist von der Suche nach moralischen, psychologischen und politischen Gründen für das menschliche Verhalten geprägt. In den 50ern verhandeln seine Filme getreu der sozialkritischen Tradition des US-Kinos Themen wie Todesstrafe oder die atomare Bedrohung. Mit dem Melodram "Eva" (1962) – inspiriert von einem Noir-Roman von James Hadley Chase – nimmt er sich ohne Umwege die Mann-Frau-Beziehung vor und die Hölle, die sie darstellen kann, das Ganze gedreht in einem eisigen Venedig. Wegen des sadomasochistischen Charakters der Beziehung erfuhr "Eva" zahlreiche Kürzungen, weshalb Losey sich nicht mehr zu dem Film bekannte.


00:55 World Brain (75 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2014
Online verfügbar von 25/06 bis 25/07

Regie: Gwenola Wagon, Stéphane Degoutin

Ist der Mensch eine Maus in einem weltweiten Labor geworden? Können wir nur mit Hilfe von Wikipedia-Tipps in der Wildnis überleben? Was haben Haie mit dem Internet zu tun? Das fragen die beiden französischen Filmemacher in ihrem Film über das Internet von heute und das mögliche Internet von morgen. "World Brain" beschäftigt sich mit der Architektur von Rechenzentren, der kollektiven Intelligenz von Kätzchen, dem Hochfrequenzhandel, dem Überleben im Wald und transhumanen Ratten. Der Dokumentarfilm nähert sich dabei in essayistischen Fragmenten den Utopien, Mythen und Ideologien, die mit der Entstehung einer kollektiven Intelligenz und der Hypothese eines weltweiten Netzwerks verbunden sind.Die Utopie von der globalen Verbindung mit dem Netz lässt die Menschheit über ein gigantisches Projekt fantasieren: den Aufbau eines eigens für den Datenkomfort konzipierten globalen Raumes mit Hunderttausenden von Datenzentren, die mittels unterseeischer oder unterirdischer Kabel miteinander verbunden sind. "World Brain" zieht den Zuschauer in diese prometheische Maschine hinein, in der, wie viele glauben, sich ein Weltgehirn herausbildet, von dem wir lediglich die Neuronen wären."Die Frage nach der Beschaffenheit des Internets wird häufig aus technischer oder politischer Sicht, vor allem hinsichtlich der Privatsphäre, beleuchtet. Und diese Aspekte sind natürlich auch sehr wichtig. Wir wollten die Frage jedoch unter einem anderen Blickwinkel stellen: nämlich mit Blick auf das Verhältnis des Menschen zu der Welt, in der er sich befindet. Die Frage ist nicht nur technischer oder politischer, sondern auch anthropologischer Natur", erläutert Stéphane Degoutin.Der Dokumentarfilm begleitet auch eine Gruppe von Forschern, die ihre Labors verlassen, um im Wald Experimente zur Vernetzung durchzuführen. Diese Wissenschaftler versuchen mit Hilfe von Wikipedia im Wald zu überleben. Im Gegensatz zu denen, die davon träumen, sich von der digitalen Welt abzukoppeln, lassen sie alles zurück, außer ihren Internet-Anschluss. "Der Film ist eine Mischung aus einer rein fiktiven Geschichte mit Schauspielern und Forschern, deren Arbeit im Film dokumentiert wird, und einem Teil mit 'echten' Forschern, die ihre Arbeit in Workshops erklären, die sie im Wald oder in den Bergen abhalten", ergänzt Gwenola Wagon. "Sie alle sind miteinander vernetzt und versuchen, ein alternatives Projekt zur Rettung der Menschen zu gründen. Wir haben uns gezielt Personen aus der Forschung ausgesucht und diese mit den – nicht zwangsläufig professionellen – Schauspielern konfrontiert. Es sollte zugleich eine fiktive Geschichte und eine Art Dokument – weniger eine Dokumentation – werden. Man könnte bei 'World Brain' auch von einer 'zeitgenössischen Fabel' sprechen", so die Filmemacher.

Hintergrundinfo:
"World Brain" ist ein Found-Footage-Film, der zum großen Teil aus aufgefundenen Materialien besteht, wie Youtube-Videos, Bildern, wissenschaftlichen oder pseudo-wissenschaftlichen Berichten und Nachrichten-Threads, um dem Zuschauer die globale Vernetztheit der Daten deutlich zu machen. "World Brain" wird auch von einer interaktiven Website begleitet (arte.tv/worldbrain). Sämtliche Themen, die im Film auftauchen, können hier nachgeschlagen werden. Sie sind bunt verstreut und präsentieren sich in nichtlinearer Form wie auf einer Karte. Die beiden Künstler und Wissenschaftler Stéphane Degoutin und Gwenola Wagon sind die Gründer des Labors LOPH – Lutte contre l'Obsolence Programmée de l'Homme ("Kampf gegen die programmierte Obsoleszenz des Menschen").


02:10 Food for Love (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Griechenland, 2013
Wiederholung vom 25.05.

Regie: Marianna Economou


03:05 Das Glück liegt auf dem Teller (30 Min.) (HDTV)
Im Baskenland mit Arnaud Daguin
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Wiederholung vom 03.06.

Regie: Philippe Allante


03:35 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 25.06.


03:55 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/06 bis 25/08
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:45 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
George Lucas
Fernsehserie Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/06 bis 02/07
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Rendu

Ein Laserschwert ist nicht bloß ein Laserschwert … Dahinter versteckt sich ein Mann, der beinahe am eigenen Mythos gescheitert wäre. Und darum geht es. Nein, nicht um das Laserschwert.

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:48 Sendeschluss

 

*


Dienstag, 26. Juni 2018


05:05 Berlin Live (70 Min.) (HDTV, UT)
Black Rebel Motorcycle Club
Musik Deutschland, 2017
Wiederholung vom 15.06.

Regie: Stefan Mathieu, Hannes Rossacher


06:15 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Atmung und Verdauung
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 25.06.

Moderation: Caroline du Bled, Gunnar Mergner


06:40 Zwischen Himmel und Erde (30 Min.) (HDTV)
Kourou, das Tor ins All
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 26/06 bis 04/07

Regie: Nicolas Cennac

Vor 50 Jahren wurde bei Kourou in Französisch-Guayana, unweit des Äquators, ein europäisches Raumfahrtzentrum mit einem der größten Weltraumbahnhöfe errichtet. Seit dem Jahr 1979 starten von hier aus vor allem Ariane-Raketen des europäischen Raumtransportunternehmens Arianespace. Mittlerweile werden mehr als zwanzig Satelliten jährlich ins All geschossen. Dafür stehen dem Raumfahrtzentrum Guayana drei Startrampen zur Verfügung. Daneben umfasst das weitläufige Gelände Gebäude für die Startvorbereitung von Raketen und Satelliten, ein Startkontrollzentrum und eine Fabrik für Raketentreibstoff. Für Serge Brunier wird es aufregend: Er darf beim Start der beeindruckenden "Ariane 5" dabei sein. Am Fuße dieser leistungsstärksten europäischen Trägerrakete, die es ermöglicht, auch große Nutzlasten in die Erdumlaufbahn zu befördern, beobachtet er die letzten Startvorbereitungen. Über tausend Techniker führen die Endkontrollen an der Startrampe durch, bevor der Rakete einmal mehr die technische Spitzenleistung der Überwindung der Schwerkraft gelingt.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/06 bis 03/07


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Araipama, der Riesenfisch vom Amazonas
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 13.05.

Regie: Dietrich von Richthofen


08:00 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 25.06.

Regie: Fabrice Michelin


08:40 Westneuguinea – Eines der letzten Paradiese (45 Min.) (HDTV)
Im Landesinneren
Dokumentation Frankreich, 2017
Wiederholung vom 05.06.

Regie: Christine Tournadre


09:25 Marie Antoinette und die Geheimnisse von Versailles (90 Min.)
Dokumentarfilm Frankreich, 2018
Wiederholung vom 23.06.

Regie: Sylvie Faiveley, Gil Kebaili


10:55 Das Mobiliar von Versailles (55 Min.) (HDTV)
Vom Sonnenkönig bis zur Revolution
Dokumentation Frankreich, 2014
Wiederholung vom 23.06.

Regie: Fabrice Hourlier


11:50 Abenteuer Archäologie (25 Min.) (HDTV)
Die heilige Geografie der Inka
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 04.06.

Regie: Agnès Molia, Nathalie Laville


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 25.06.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/06 bis 27/06


13:00 Stadt Land Kunst (60 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das absolute Muss: Die wilde Küste Tahitis
Im Süden des Pazifiks hat die Ostküste von Tahiti einiges zu bieten: wilde Landschaften, Strände aus schwarzem Sand und Kieseln, eine diesige Atmosphäre, fernab vom Postkartenmotiv der Doppelinsel. Doch es war nicht immer einfach, diese Buchten zu erreichen …

(1): Willy Ronis' Blick auf die Provence
(2): Die Buren in Südafrika
(3): Das absolute Muss: Die wilde Küste Tahitis


14:00 Feuer und Flamme (110 Min.) (UT)
(Tout feu, tout flamme)
Spielfilm Frankreich, 1981
Wiederholung vom 24.06.
Produktion: Gaumont, FR 3, Filmédis

Rollen und Darsteller:
Victor Valance – Yves Montand
Pauline Valance – Isabelle Adjani
Jane – Lauren Hutton
Raoul Sarazin – Jean-Luc Bideau
Antoine Quentin – Alain Souchon
Mme Valance, die Großmutter – Madeleine Cheminat
Juliette Valance – Amélie Gonin
Monsieur Nash – Pinkas Braun

Regie: Jean-Paul Rappeneau
Produzent: Philippe Dussart
Drehbuch: Jean-Paul Rappeneau, Joyce Buñuel, Elisabeth Rappeneau
Musik: Michel Berger
Kamera: Pierre Lhomme
Schnitt: Marie-Josèphe Yoyotte


15:50 Dynamit-Fischen im Korallenriff (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2009
Wiederholung vom 08.06.

Regie: Franck Cuvelier


16:45 Xenius (25 Min.)
Cannabis – Mehr als nur eine Droge
Magazin Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Moderation: Emilie Langlade, Gunnar Mergner

Cannabis – lange Zeit war die Pflanze ausschließlich als Droge bekannt. Aber Cannabis ist auch eine Heilpflanze und gilt heute in immer mehr Ländern als ein anerkanntes Medikament, das vor allem Schmerzpatienten helfen kann. Aber Cannabis kann noch mehr: Als Nutzhanf, der nicht high macht, kommt Cannabis langsam wieder in Mode. Seine Fasern gelten als ökologischer Rohstoff und die Hanfsamen sind Grundlage für alternative Nahrungsmittel. Die "Xenius"-Moderatoren Gunnar Mergner und Emilie Langlade besuchen eine der ersten Hanfproduktionen in Deutschland. Dort können sie ausprobieren, wie man aus Cannabis Lebensmittel macht. Außerdem finden sie heraus, dass Supermarktkresse heute häufig auf Hanf wächst, und sie erfahren, dass Hanf heutzutage sogar in vielen Autos steckt.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Neuland (30 Min.) (HDTV)
Das Dorf der letzten Hirten
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/06 bis 03/07
Erstausstrahlung

Regie: Thomas Unger, Kerstin Holl

Die Gipfel des Nationalparks Picos de Europa in Nordspanien reichen bis über 2.600 Meter hinauf in das "Reich des Nebels". Dort gibt es seit 2005 eine Schäferschule, die jungen interessierten Menschen das jahrtausendealte Handwerk der Berghirten zu vermitteln versucht. Die ausnahmslos erwachsenen Schüler kommen aus allen Teilen Spaniens. Vier Wochen lang werden sie von erfahrenen Dozenten in der notwendigen Theorie unterrichtet. Anschließend verteilen sie sich auf die Bergweiden, wo sie bei erfahrenen Hirten in der Praxis ausgebildet werden. Initiator des Schulprojekts ist der Künstler und Agrarökologe Fernando García-Dory. Seine Beweggründe für das außergewöhnliche Projekt sind vielfältig. Wie viele europäische Gegenden abseits großer Ballungszentren leidet auch der Norden Spaniens unter Landflucht. Die Arbeitslosigkeit und die Perspektivlosigkeit in wirtschaftlich schwachen ländlichen Regionen lässt junge Menschen in die Großstädte ziehen. Die Alten sterben und mit ihnen der Wissensschatz um Leben, Ackerwirtschaft und Dorfkultur. Von ehemals 1.000 Menschen, die jährlich mit ihren Tieren den Sommer in den Picos verbracht haben, sind noch acht übrig geblieben. Aber kann die Schule der Berghirten daran wirklich etwas ändern? Um diese Frage zu beantworten, trifft Andreas Korn bei seiner Reise durch die Majadas nicht nur Fernando García-Dory, sondern auch die letzten "alten" Hirten der Picos, die Schülerin Olaya sowie Nel, einen der jungen Hoffnungsträger für die Hirtenkultur in den asturischen Bergen.

Hintergrundinfo:
Andreas Korn macht sich auf die Suche nach Orten in Europa, an denen Menschen neue und interessante Wege gehen, um Regionen, die die Moderne zu vergessen droht, wieder in Besitz zu nehmen und mit neuem Leben zu füllen. Seine Reise führt zu interessanten Landschaften und engagierten Menschen, die sich mit kreativen Ideen ein Stück Europa erobert und sich auf sehr verschiedene Weise ein Stück "Neuland" erschlossen haben - einen Wald, einen Berg, eine Insel, einen See oder ein ganzes Dorf. Es gibt sie noch, die Orte und Lebensräume, an denen junge Menschen Ideen und Träume realisieren können.


17:40 Himalaya – Im Dorf der Frauen (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2007
Online verfügbar von 26/06 bis 03/07

Regie: Marianne Chaud

In beinahe 4.000 Meter Höhe, inmitten einer kargen Felslandschaft, liegt das Dorf Sking, eines der abgelegensten in der Himalaya-Region Zanskar in Nordindien. Die Einwohner leben ausschließlich von der Landwirtschaft. Vor Beginn des langen Winters lagern sie die Ernte ein, die sie in den kurzen Sommern erwirtschaftet haben und für das ganze Jahr reichen muss. Dafür sind in erster Linie die Frauen zuständig, die von frühester Jugend bis ins hohe Alter und Tag für Tag unermüdlich arbeiten, um dem Winter zuvorzukommen. Die junge Ethnologin Marianne Chaud, die die Sprache der Region fließend beherrscht, filmt mit subjektiver Kamera während der Erntezeit im Dorf der Frauen. Das Filmteam nimmt am Alltag von vier Frauengenerationen teil, die froh sind, im Sommer unter sich zu sein. Es entsteht ein gefühlvoll-poetisches Bild ihres Lebens. Die Frauen teilen Sorgen und Einsamkeit, erfreuen sich am Spiel der Jüngsten und stehen den Dorfältesten in ihren letzten Stunden zur Seite. Ihre Natürlichkeit, ihre Weisheit, ihr Lächeln, ihr ganzes Wesen ziehen den Zuschauer in ihren Bann und verdeutlichen das Wesentliche der menschlichen Existenz.


18:35 Deutschlands Traumstraßen (45 Min.) (HDTV)
Die Weinstraße
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 26/06 bis 24/09

Regie: Franziska Boeing

Der sinnliche Zugang scheint typisch für die Menschen der Region, denen man nachsagt, ein besonderes Faible für Genuss zu haben. Die Deutsche Weinstraße führt über 85 Kilometer von Bockenheim bis an die französische Grenze nach Schweigen-Rechtenbach in der Pfalz. Exotische Tiere, Ballonfahrer, Jugendliche auf Longboards und traditionsverbundene Tabakbauern zeigen, dass es entlang dieser Traumstraße zwischen Rheinebene und Pfälzer Bergland weit mehr zu entdecken gibt als Weinseligkeit. Seit der Römerzeit ist die Region vom Weinbau geprägt. Die Überreste eines fast 2.000 Jahre alten Weingutes bei Bad Dürkheim sind Zeugnisse dieser Geschichte. Der Winzer Markus Schneider ist einer, der trotz aller Heimatliebe auch mit Traditionen bricht. Mit 15 Jahren hat er seine Winzerausbildung begonnen.
Ganz nah bei der Weinstraße genießen die leidenschaftlichen Ballonfahrer Uwe Hilzendegen und seine Frau Katrin ihre Heimat von oben. Ein einzigartiger Ausblick über Weinreben, sanfte Täler und den Pfälzer Wald. Der hat seit 2011 neue, ganz besondere Bewohner: Heckrinder. Peter Hiery kümmert sich um die scheuen Tiere, die den im 17. Jahrhundert ausgerotteten Auerochsen ähneln. Die urigen Viecher sind Teil eines neuen Beweidungsprojektes.
Entlang der Route dient das traditionsreiche Hambacher Schloss heute unter anderem als Kulisse für Traumhochzeiten. Die Eventmanagerin Silvana Gattschau hat hier alle Hände voll zu tun. Ein Hochzeitsfest mit über hundert Gästen steht an. Alles läuft zunächst wie geplant, bis das Wetter umschlägt.
Auf ganz eigene Art nutzen Kilian Schröer und seine Freunde die Weinstraße. An einem Tag im Jahr ist die Weinstraße für ein Fest komplett für den motorisierten Verkehr gesperrt. Dann rauschen die Jugendlichen mit ihren Longboards die Piste entlang.
In Herxheim bei Landau kümmern sich Bauern um eine weniger bekannte Spezialität der Region: Tabak. Sowohl Klima als auch Boden bieten seit mehr als 400 Jahren ideale Bedingungen für den Tabakanbau in der Pfalz.

Hintergrundinfo:
Deutschlands schönste Regionen, Landschaften und Orte sind über besondere Straßen und Routen miteinander verbunden. Die "Traumstraßen" führen an Flüssen entlang, über einsame Gebirgspässe, zu geschichtsträchtigen oder abgelegenen Plätzen – und immer wieder zu außergewöhnlichen Menschen. Die fünfteilige Reihe geht auf Entdeckungstour entlang dieser faszinierenden Routen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/06 bis 27/06


19:40 Re: (35 Min.)
Der Wanderimker – Bienen für die Bauern
Reportage Deutschland, 2018

Wer soll die Obstblüten bestäuben, wenn die Insekten sterben? "Re:" begleitet einen Imker, der im Odenwald von Bauer zu Bauer wandert und seine Bienen auf die Raps- oder Obstblüte schickt. Im Gegenzug sollen die Bauern aber auf die Giftspritze verzichten und den Feldrand wieder zum Blühstreifen machen. Sieht so die Zukunft aus? Oder findet "Re:" die Zukunft in Belgien, wo unter Glas und Folie Hummeln aus Zuchtfabriken die riesigen Intensivkulturen bevölkern? Der Wanderimker Jürgen Parg glaubt an seine Mission. Immer mehr Bauern folgen ihm. Denn das Insektensterben lässt sich so vielleicht aufhalten …

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Rummelplatz Alpen (90 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentarfilm Deutschland, 2014

Regie: Louis Saul

Die Alm ist vielleicht ohne Sünde – ohne Gondelbahn, Eventarena und computergesteuerte Schnapsglasbefüllungsanlagen aber ist sie nicht mehr. Nur mit Komfort und Bespaßung lassen sich Touristen anscheinend noch locken, wenn die natürliche Schönheit dramatischer Berglandschaften allein nicht mehr ausreicht. Für den Tourismusstrategen und Alpenbaron Günther Aloys aus Ischgl sind die Alpen ein Unterhaltungspark für 500 Millionen Europäer: "Ich kann mit sanftem Tourismus nichts anfangen. Das ist nicht unsere Zielgruppe", so Aloys. In eindrucksvollen Bildern erzählt der Film, wie die Industrialisierung der Alpen die Natur verändert. Besonders massiv sind die Eingriffe in den Retortenskigebieten Frankreichs. Dort untersucht die Hydrologin Carmen de Jong die Folgen und hat in Alpenbächen eine massive Belastung mit Kolibakterien gefunden. Es kommen Protagonisten zu Wort, die sich für diese Berge engagieren. Aber sie tun es mit unterschiedlichen Zielen: Tourismusmanager und Industrielle suchen das Wachstum, die Attraktionen, die die Massen in die Täler und auf die Gipfel locken. Ihnen ist es zu verdanken, dass es manche Alpenregion zu Wohlstand und Prominenz gebracht hat. Doch die Gefahr besteht, dass die einmalige Landschaft ihren Charakter einbüßt. Manch einer der Marketingstrategen befürchtet schon heute die "Aldisierung" des Gebirges, während Kritiker den Zusammenbruch der einmaligen Alpennatur und – kultur prophezeien. Sie fordern Achtsamkeit und vorausschauendes Handeln, denn ein in Jahrtausenden entstandenes Gleichgewicht droht in wenigen Jahren zu kippen: Wie ist eine funktionierende Balance zu finden zwischen Natur und Wirtschaft in den Alpen?


21:45 Die Penizillin-Story (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/06 bis 24/09
Erstausstrahlung

Regie: Wilfried Hauke

Vor 90 Jahren, im Sommer 1928, kehrt der schottische Arzt Alexander Fleming aus dem Urlaub in sein Labor am St. Mary's Hospital in London zurück und entdeckt in einer Petrischale zufällig einen Schimmelpilz. Der ist offenbar in der Lage, selbst hartnäckigste Keime abzutöten. Fleming nennt den Pilz "Penizillin" und hofft, dass nun sein Traum in Erfüllung geht: ein Medikament herzustellen, das allein die Krankheitserreger toxisch angreift, nicht aber die gesunden Zellen des Körpers.
Es wird noch zwei Jahrzehnte und einen Weltkrieg dauern, bis es Fleming und anderen gelingt, das Antibiotikum in so großen Mengen zu produzieren, dass die Volksseuchen der Zeit – Typhus, Syphilis, Wundbrand, Tuberkulose – ausgerottet werden können. Doch Fleming ahnt: eines Tages wird dem medizinischen Triumph eine furchtbare Katastrophe folgen. Geschätzt sind heute bereits mehr als 70 Prozent der aggressiven Krankheitskeime gegen die vermeintliche Wunderwaffe Penizillin resistent.
Der Penizillin-Entdecker warnte bereits in seiner Nobelpreisrede 1945 vor einer Katastrophe. Der medizinische Super-GAU begann mit dem erstmaligen Einsatz als Massenmedikament bei der Offensive der Alliierten gegen Hitlerdeutschland 1944. Nach Kriegsende konnte man Penizillin in den USA sogar als Kaugummi gegen Halsschmerzen frei in der Apotheke kaufen. Im besiegten Deutschland und Österreich entstanden wegen des Penizillinverbots der Siegermächte skrupellose Schmugglerbanden, die mit gestohlenem und gefälschtem Penizillin die Not der Menschen ausnutzten. Der oscarprämierte Spielfilm "Der dritte Mann" über den Schurken Harry Lime ist ein historisches Dokument der beginnenden weltweiten Penizillinhysterie.


22:40 Primo Carnera – Liebenswürdiges Schwergewicht (85 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2015
Online verfügbar von 26/06 bis 03/07
Erstausstrahlung

Regie: Jean-Christophe Rosé

Der Boxer Primo Carnera galt als unbesiegbarer Riese. Er faszinierte das Publikum durch seinen massigen Körper und seine Größe von rund zwei Metern. Er wurde 1906 in Italien geboren und wanderte im Alter von 17 Jahren nach Frankreich aus. Primo setzte seine Muskelkraft dort ein, wo er gebraucht wurde; als Tagelöhner und Hilfsarbeiter. Er teilte das Schicksal vieler Italiener, die in Frankreich auf ein besseres Leben hofften. In Arcachon wurde schließlich ein Zirkusdirektor auf den Muskelprotz aufmerksam und verpflichtete ihn als Ring – und Schaukämpfer. Schließlich entdeckte ihn der französische Box-Manager Léon Sée, der ihn in den Goldenen Zwanzigern mit in seinen Boxstall für junge Talente nach Saint-Germain-en-Laye in der Nähe von Paris mitnahm, um aus dem Schaukämpfer einen Profi-Boxer zu machen. Nach erfolgreichen Kämpfen in London hatte sein Manager noch Größeres mit ihm vor: Er brachte ihn mitten in der Wirtschaftskrise nach Amerika, das Zentrum des Boxsports, wo er an der Boxweltmeisterschaft teilnehmen soll. Dort wurde der gutgläubige Italiener von der Boxszene ausgenutzt. Bekanntheit erlangte er durch manipulierte Kämpfe, zweifelhafte Siege und reißerische Pressekampagnen seiner Promoter. Fehlende Technik machte Carnera durch seine Kraft wett, und so schaffte er es bis zur Weltmeisterschaft im Schwergewicht, bei der er 1933 den Titelverteidiger Jack Sharkey besiegte. In seiner Heimat wurde er zu einem Idol. Auch die Faschisten, die in Italien an der Macht waren, wollten von Primos Bekanntheit profitieren und ihn zum Aushängeschild der Diktatur machen. Es gelang Primo jedoch nicht, den Titel zu verteidigen. Seine zwielichtigen Manager, die den Großteil des Preisgelds für sich behalten hatten, hielten ihn bald für erledigt und ließen ihn fallen. Als Primo Carnera 1946 die Boxhandschuhe an den Nagel hängte, war er finanziell ruiniert. Nur seine Frau Pina, mit der er zwei Kinder hatte, stand ihm bei allen Schwierigkeiten zur Seite – auch, als er einen Neuanfang als Catcher versuchte und in zweitklassigen Filmen in der Cinecittà und in Hollywood mitspielte. Obwohl der brutale Boxsport und der Alkohol ihn krank gemacht hatten, blickte Primo Carnera letztlich ohne Bitterkeit auf sein Leben zurück. Durch innere Stärke schaffte es das liebenswürdige Schwergewicht, alle Widrigkeiten zu überstehen und seiner Familie das zu geben, was er selbst nie bekommen hatte.


00:05 Die Schlachtfabrik (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2015
Originalvertonung
Online verfügbar von 26/06 bis 04/07

Regie: Raphaël Girardot, Vincent Gaullier

Kaum eine andere Tätigkeit ist so anstrengend, gefährlich und unterbezahlt wie die von Mitarbeitern in industriellen Schlachthöfen. Und kaum eine andere wird von der Konsumgesellschaft so wenig anerkannt. Die Dokumentation zeigt den Alltag einer französischen Schlachtfabrik und konzentriert sich dabei auf ihr Herzstück, die Schlachthalle. Auf 500 Quadratmetern stehen vier Schlachtanlagen. Den 100 Angestellten, die hier arbeiten, ist der Stolz auf ihre Fertigkeiten ebenso anzusehen wie die Erschöpfung. Absicht der Dokumentation ist es nicht, in skandalträchtigen Bildern das Leid der Tiere einzufangen. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Arbeiter. Diese wundern sich über so viel Aufmerksamkeit durch die Kameras – sie, die meistens sagen, dass sie in der Lebensmittelindustrie tätig sind und das Wort "Schlachthof" lieber verschweigen.
Aus nächster Nähe werden die Belastungen durch Akkordarbeit und Maschinenlärm, die Gefahren beim Bedienen der Schneide – und Sägewerkzeuge und den Druck durch Vorgesetzte gezeigt. Ohne Umschweife und auf eindrucksvolle Weise berichten die Arbeiter über ihre schwierige und prekäre Tätigkeit.

Hintergrundinfo:
Ein Jahr lang haben sich die Schlächter filmen und befragen lassen und sich dabei allmählich an die Kamera am Fließband, im Pausenraum, in den Sitzungen und im Umkleideraum gewöhnt. Die Dokumentation versteht sich als Hommage an diese Arbeiter, die trotz aller gesellschaftlichen Geringschätzung ihre Würde bewahren. Die Dokumentation wurde im Februar 2016 auf dem Festival des Créations Télévisuelles in Luchon mit dem Preis "Pyrénées d'Or" für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.


01:00 Frankreich gegen den Rest der Welt (95 Min.) (HDTV)
Au service de la France
Der Tset / Der Nazi / Die Unabhängigkeit / Algerische Freunde
Fernsehserie Frankreich, 2014
Produktion: Mandarin Télévision, ARTE F, A Plus Image 5, TV5 Monde

Rollen und Darsteller:
André Merlaux – Hugo Becker
Colonel Mercaillon – Wilfred Benaïche
Moïse – Christophe Kourotchkine
Jacquard – Karim Barras
Moulinier – Bruno Paviot
Calot – Jean-Edouard Bodziak
Sophie – Mathilde Warnier

Regie: Alexandre Courtès
Produzent: Gilles de Verdière
Drehbuch: Jean-François Halin, Claire Lemaréchal, Jean-André Yerlès
Musik: Nicolas Godin
Kamera: Pascal Rabaud
Kostüm: Elise Bouquet, Reem Kuzayli
Bühnenbild: Eddy Penot: Eddy Penot
Redaktion: Adrienne Fréjacques
Schnitt: Bruno Tracq, Nicolas Larrouquere, Delphine Genest

Paris, 1960. Als neuer Anwärter im elitären System des französischen Geheimdienstes wird der junge und ambitionierte André Merlaux als Agent ausgebildet. Bereits am ersten Tag lernt André eine wichtige Lektion, die es im Geheimdienst unbedingt zu beachten gilt: Jegliche unwichtige, aber falsch interpretierte Information kann zum Ausbruch eines Weltkrieges führen. Mit dieser Erkenntnis und vielen neuen Ideen im Kopf wird André unter der strengen Aufsicht von Moïse und Colonel Mercaillon durch hoch qualifizierte Agenten eingearbeitet. So gelingt es dem jungen Lehrling mit seinen beiden Kollegen Jacquard und Moulinier, die eigentlich für das französische Algerien und die afrikanischen Kolonien zuständig sind, einen ehemaligen Nazi gefangen zu nehmen. Gleichzeitig beansprucht ein BND-Mann die Herausgabe des Gefangenen im Namen der Bundesrepublik Deutschland. Merlaux erhält von dem Nazi eine lange Liste mit Namen anderer SS-Mitglieder und französischer Kollaborateure, doch diese Informationen sind gar nicht so erwünscht, wie Merlaux dachte …
Gleichzeitig kämpft Frankreich um seinen Status als große Kolonialmacht: Als immer mehr afrikanische Staaten ihre Unabhängigkeit fordern und es Moulinier nicht gelingt, eine nach Paris gereiste Delegation zur Räson zu bringen, entscheidet sich Moïse für eine andere Strategie. Er vertraut diese heikle Angelegenheit dem naiven und ehrgeizigen André an … Dieser hat sich nach den hämischen Bemerkungen seiner Kollegen einen neuen Anzug schneidern lassen. Auch als er in Algier sein "Modul zur Identifizierung und Eliminierung von mutmaßlichen Terroristen" durchlaufen soll, muss André ständig an die charmante Verkäuferin Sophie denken …

Hintergrundinfo:
"Frankreich gegen den Rest der Welt" ist eine Komödie unter Mitwirkung des Drehbuchautors Jean-François Halin, der mit der Kult-Satire-Sendung "Les guignols de l'info" (übersetzt etwa "Die Kasperle der Nachrichten") und den beiden Komödien "OSS 117 - Der Spion, der sich liebte" (2006) und "OSS 117 – Er selbst ist sich genug" (2009), jeweils mit Jean Dujardin in der Hauptrolle verfilmt, sein großes Talent bewiesen hat. Den jungen André Merlaux gibt Hugo Becker, der 2010 in Cannes zu den präsentierten Nachwuchsschauspielern "Talents Cannes Adami" zählte. Im gleichen Jahr wurde Becker durch seine Rolle in der amerikanischen Serie "Gossip Girl" einem breiteren Publikum bekannt.


02:35 Lebensraum Kopfbaum (45 Min.) (HDTV, UT)
Vom nachhaltigen Nutzen des Baumschnitts
Dokumentation Frankreich, 2017
Wiederholung vom 08.06.

Regie: Timothée Janssen


03:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 26.06.


03:40 28 Minuten (80 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/06 bis 26/08
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:20 Sendeschluss

 

*


Mittwoch, 27. Juni 2018


05:00 Die Musik der Alhambra (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2016
Wiederholung vom 24.06.

Regie: Corentin Leconte

Mitwirkende: Javier Perianes (Klavier)


05:50 Xenius (25 Min.)
Cannabis – Mehr als nur eine Droge
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 26.06.

Moderation: Emilie Langlade, Gunnar Mergner


06:15 Denk mal quer! (25 Min.) (HDTV)
Farbtäuschungen
Kindersendung Australien, 2016
Wiederholung vom 20.05.

Regie: Cathy Baker


06:40 Zwischen Himmel und Erde (30 Min.) (HDTV)
Mars – Auf der Suche nach Leben
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 27/06 bis 05/07

Regie: Etienne de Clerck

In dieser Folge begibt sich Serge Brunier auf die Spuren des Mars. Dabei verschlägt es ihn nach Los Angeles, wo er einen Marsbewohner der besonderen Art kennenlernt: den Rover "Curiosity". Der Roboter wird von der Erde aus gesteuert und sammelt seit drei Jahren wertvolle Informationen über die Marsoberfläche. Die Forscher hoffen, dadurch Hinweise auf Leben zu finden. Der Gedanke an Lebewesen auf dem Mars beflügelt die Fantasie des Menschen seit jeher: Lange herrschte der Glaube, der "rote Planet" sei bewohnt, von einem Kanalsystem überzogen oder mit Wald bedeckt. Obwohl dem Mars ein anderes Schicksal als der Erde zuteilwurde, haben die beiden viele Gemeinsamkeiten. So entspricht ein Tag auf dem Mars mit 24 Stunden und 37 Minuten in etwa der Länge eines Erdtages. Auch die Jahreszeiten gleichen denen der Erde – allerdings sind sie fast doppelt so lang, denn ein Marsjahr dauert ungefähr 1,88 Erdjahre. Eine Reise auf den Mars bleibt für die meisten wohl ein Traum. Wer dennoch einen Eindruck von den steinernen Landschaften des "roten Planeten" bekommen möchte, für den sind die Canyons in Utah wohl die erste Anlaufstelle. Ihre beeindruckenden Schluchten lassen zumindest für einen Moment glauben, man befinde sich auf einem anderen Stern.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/06 bis 04/07


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Exzentriker der Düfte
Reportage Deutschland, 2012
Wiederholung vom 21.05.

Regie: Maja Dielhenn


08:00 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 26.06.

Regie: Fabrice Michelin


08:40 An den Ufern des Mississippi (45 Min.) (HDTV)
Amerikas Strom im Norden
Dokumentationsreihe USA, 2016
Wiederholung vom 11.06.

Regie: Brian Armstrong


09:25 Angkor entdecken (90 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilmreihe Frankreich, 2013
Wiederholung vom 24.06.
Originalvertonung

Regie: Frédéric Wilner


10:55 Das Erlöschen von Imperien (55 Min.) (HDTV)
Das blühende Angkor geht unter
Dokumentation Frankreich, 2012
Wiederholung vom 16.06.

Regie: Frédéric Wilner, Saléha Gherdane


11:50 Abenteuer Archäologie (25 Min.) (HDTV)
Die Erbauer von Stonehenge
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 05.06.

Regie: Agnès Molia, Raphaël Licandro


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 26.06.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/06 bis 28/06


13:00 Stadt Land Kunst (70 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Savannah in Georgia: Der Garten von Gut und Böse
Noble Parks, von uralten Eichen gesäumte Alleen und wunderschöne Fassaden: Baumwollhandel und Sklaverei verhalfen Savannah im südlichen US-Bundesstaat Georgia zu Wohlstand und Reichtum. Später wurde die Stadt durch einen Vorfall erschüttert, in dessen Verlauf einige Geheimnisse aufgedeckt wurden. Der New Yorker Journalist John Berendt schrieb darüber den Bestseller "Mitternacht im Garten von Gut und Böse", der in neun Sprachen übersetzt und 1997 von Clint Eastwood verfilmt wurde.

(1): Savannah in Georgia: Der Garten von Gut und Böse
(2): Ravenna, westliches Byzanz aus Gold und Ruhm
(3): Das absolute Muss: Der Lac du Bourget im Département Savoie


14:10 Amadeus (155 Min.) (HDTV, AD, UT)
Spielfilm USA, 1984
Wiederholung vom 17.06.
Produktion: Saul Zaentz Company

Rollen und Darsteller:
Antonio Salieri – Fahey Murray Abraham
Wolfgang Amadeus Mozart – Tom Hulce
Constanze Mozart – Elizabeth Berridge
Leopold Mozart – Roy Dotrice
Emanuel Schikaneder – Simon Callow
Frau Weber – Barbara Bryne
Graf Orsini-Rosenberg – Charles Kay
Graf Arco – Douglas Seale
Joseph II. – Jeffrey Jones
Graf von Strack – Roderick Cook

Regie: Milos Forman Produzent: Saul Zaentz Drehbuch: Peter Shaffer, Zdenek Mahler Musik: Giovanni Battista Pergolesi, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Salieri Kamera: Miroslav Ondricek Schnitt: Michael Chandler, Nena Danevic


16:45 Xenius (25 Min.)
Waschbären – Niedliche Banditen
Magazin Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Moderation: Caroline du Bled, Gunnar Mergner

Mit der schwarzen "Brille" um die Augen und der putzigen Art, wie sie ihre Nahrung in den Pfoten halten, wirken Waschbären niedlich und harmlos. Doch die nordamerikanischen Einwanderer weiten ihren Lebensraum unaufhörlich aus. Dabei richten sie zum Teil enorme Schäden an und können für Menschen und andere Tiere zum ernsthaften Problem werden. Mitte des 20. Jahrhunderts an einem idyllischen See in Deutschland gezielt angesiedelt, breiten sich Waschbären beharrlich aus. Und längst sehen die Allesfresser auch unsere Städte als ihr Jagdrevier an. Welche Gefahr geht von ihnen als Hauszerstörer, Krankheitsüberträger und Wilderer aus? Und was lässt sich dagegen unternehmen? Die EU fordert zum Schutz gefährdeter Arten eine gezielte Jagd auf die niedlichen Banditen. Doch Wissenschaftler sind skeptisch, ob sich so ihre Ausbreitung eindämmen lässt. Die "Xenius"-Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner haben sich mit einem Wildhüter auf die Suche gemacht. Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön wollen sie den nachtaktiven, schlauen Kleinbären ganz nah kommen.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Neuland (30 Min.) (HDTV)
Der See der versunkenen Geschichte
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 27/06 bis 04/07
Erstausstrahlung

Regie: Thomas Unger, Kerstin Holl

Die Region Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt war eine der Wiegen der deutschen Chemieindustrie. Vor fast 200 Jahren brachte der Reichtum an Zuckerrüben und Braunkohle den Menschen der Region wirtschaftlichen Aufschwung und der Welt technischen Fortschritt. Doch was einst Segen war, wurde immer mehr zum Fluch. Die giftigen Hinterlassenschaften aus Jahrzehnten ließen den dort lebenden Menschen immer weniger Luft zum Atmen. Im Jahr 1990 schließlich begann der Umbau des riesigen und geschichtsträchtigen Braunkohletagebaus in ein Naherholungsgebiet. Im Zentrum dieses Wandels: der 1.300 Hektar große, künstlich geflutete Goitzschesee, mit jeder Menge Freizeitangeboten. Auch die Waldflächen am südlichen Ufer des Sees gehören zum Rekultivierungskonzept des Tagebaus. Der Betreiber ist gesetzlich verpflichtet, die zerstörte Landschaft wieder in Nutzung zurückzuführen. Die größten komplexen Waldgebiete der Goitzsche sind bereits zu DDR-Zeiten angelegt worden. Ein anderer Bereich des ehemaligen Bergbaugebiets ist heute das Zuhause von Bibern, Ottern, Seeadlern und zahlreichen Wasservögeln. Dieser Teil trägt den Namen Goitzsche-Wildnis und ist ein Naturexperiment der Umweltstiftung BUND. Wie ein so gigantisches Vorhaben gelingen konnte, und in welcher Weise die Region und ihre Einwohner heute davon profitieren, dieser Frage geht Andreas Korn zu Land, zu Wasser und in den sogenannten Folgewäldern nach. Dabei trifft er Menschen, die den Umbau der ehemals giftigsten Industrieregion Europas aktiv begleitet und dort im wahrsten Wortsinn Neuland aufgebaut haben.

Hintergrundinfo:
Andreas Korn macht sich auf die Suche nach Orten in Europa, an denen Menschen neue und interessante Wege gehen, um Regionen, die die Moderne zu vergessen droht, wieder in Besitz zu nehmen und mit neuem Leben zu füllen. Seine Reise führt zu interessanten Landschaften und engagierten Menschen, die sich mit kreativen Ideen ein Stück Europa erobert und sich auf sehr verschiedene Weise ein Stück "Neuland" erschlossen haben - einen Wald, einen Berg, eine Insel, einen See oder ein ganzes Dorf. Es gibt sie noch, die Orte und Lebensräume, an denen junge Menschen Ideen und Träume realisieren können.


17:40 Ouessant, wo der Wind waltet (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich / Schweiz, 2017
Wiederholung vom 22.06.

Regie: Raphaëlle Aellig Régnier


18:35 Deutschlands Traumstraßen (45 Min.) (HDTV)
Die Silberstraße
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 27/06 bis 25/09

Regie: Michael Fräntzel, Martin Groß

Im Bergwerk Weißer Hirsch hält der Bergmann Gerd Lorenz ein beeindruckendes unterirdisches Labyrinth in Schuss und erkundet immer wieder alte Schächte. Bereits im 17. Jahrhundert besaß Schneeberg eines der reichsten Silbervorkommen und entwickelte sich zum mittelalterlichen Eldorado.
Der zweifache deutsche Enduro-Vizemeister Marco Neubert aus Lößnitz trainiert hart, um an der europäischen Spitze seines Sports mitzufahren. Das heißt, dass er viele Stunden in atemberaubendem Tempo über den Parcours rast und dabei waghalsige Sprünge vollführt. Wie ein Adrenalinkick sich anfühlt, weiß auch der Fallschirmtrainer Steffen Rüdig. Er hängt seit knapp 20 Jahren regelmäßig am seidenen Faden, wenn er aus 4.000 Meter Höhe abspringt. Beim ersten Mal hatte er Todesangst – ein Gefühl, das auch Julia Brade und Nico Reinhold bei ihrem ersten Tandemsprung kennenlernen.
In Großschirma bei Freiberg leben seit über 10 Jahren Afrikanische Strauße. Gezüchtet werden sie von Udo Lippmann und seiner Familie. Mit der Zucht der Riesenvögel leben die Lippmanns ihre Sehnsucht nach Afrika aus, ohne je dort gewesen zu sein. Mittlerweile gibt es nirgendwo außerhalb Afrikas so viele Straußenzuchten wie in Deutschland. Die meisten davon entstanden nach der Wende im Osten.

Hintergrundinfo:
Zwischen Freiberg und Dresden führt die Silberstraße durch den Tharandter Wald. Der französische Geologe Richard Gloaguen sucht hier auf seinem Mountainbike Entspannung. Als Wissenschaftler am Helmholtz-Institut Freiberg erkundet er mit seinen Kollegen alte Bergbaustätten der Region mit einer Drohne. Die Wissenschaftler vermuten hier einen Schatz – Rohstoffe, die früher nicht gefragt waren, heute aber für Handys und Computer dringend gebraucht werden.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/06 bis 28/06


19:40 Re: (35 Min.)
Alternative zum Rausch – Drogenhilfe für junge Menschen
Reportage Deutschland, 2018


20:15 Immer Drama um Tamara (110 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Tamara Drewe)
Spielfilm Großbritannien, 2010
Produktion: Ruby Films, BBC Films, Notting Hill Films, UK Film Council, WestEnd Films
Online verfügbar von 27/06 bis 04/07

Rollen und Darsteller:
Tamara Drewe – Gemma Arterton
Nicholas Hardiment – Roger Allam
Glen McCreavy – Bill Camp
Ben Sergeant – Dominic Cooper
Andy Cobb – Luke Evans
Beth Hardiment – Tamsin Greig
Jody Long – Jessica Barden
Casey Shaw – Charlotte Christie
Diggory – John Bett
Zoe – Josie Taylor
Eustacia – Bronagh Gallagher
Tess – Pippa Haywood

Regie: Stephen Frears
Produzent: Alison Owen, Paul Trijbits, Tracey Seaward
Drehbuch: Moira Buffini
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Ben Davis
Schnitt: Mick Audsley

In Ewedown, einem Dorf in der nordenglischen Grafschaft Dorset, geht es idyllisch zu – oder todlangweilig, wenn man die beiden Teenager-Girls Jody und Casey fragt. Nur das Schriftsteller-Refugium des renommierten Kriminalautors Nicholas Hardiment und seiner Frau Beth bringt ein wenig Leben in die Beschaulichkeit: Auf dem Landgut des selbstsüchtigen Literaturgockels quartieren sich regelmäßig angehende Schriftsteller ein, um in provinzieller Abgeschiedenheit an kommenden Werken zu arbeiten. So auch der Amerikaner Glen McCreavy, dessen Ambition es ist, eine Biografie über Thomas Hardy zu verfassen.
Als Tamara Drewe aus London in ihren Heimatort zurückkehrt, um das Haus ihrer Mutter zu verkaufen, ist es mit der Ruhe schlagartig vorbei: Das einst hässliche Entlein hat sich zu einer äußerst attraktiven Journalistin entwickelt, was auch ihrem ehemaligen Jugendfreund Andy Cobb nicht verborgen bleibt, der bei den Hardiments als Gärtner und Vorarbeiter angestellt ist.
Als sie sich auf eine Affäre mit dem eitlen Boyband-Sänger Ben Sergeant einlässt, haben sogar Casey und – vor allem – Jody Grund zur Aufregung: Beide sind heimlich in den Musiker verliebt. Tamaras amouröse Vergnügungen sorgen schnell für Gesprächsstoff im dörflichen Miteinander: Andy kann seine Eifersucht nicht verbergen, und auch Nicholas, der Beth regelmäßig mit jüngeren Frauen betrügt, hat längst ein Auge auf die hübsche Heimkehrerin geworfen. Als Jody dann unter Tamaras Namen eine anzügliche E-Mail in Umlauf bringt, um sich bei ihrem Schwarm Ben interessant zu machen, geraten die Dinge vollends außer Kontrolle …

Hintergrundinfo:
Die britische Filmkomödie basiert auf dem Comic Strip von Rosemary Elizabeth "Posy" Simmonds, der wiederum eine Adaption von Thomas Hardys Roman "Am grünen Rand der Welt" (1874) war. Regisseur Stephen Frears entzückt mit pointierten Dialogen in seinem Leinwandporträt eines verschlafenen Dorfes. Beim Festival von Cannes wurde dem Film der Palm Dog Award verliehen, der den besten Filmhund auszeichnet!


22:05 Spoleto – Ein Fest für die Künste (50 Min.)
Dokumentation Frankreich / Italien, 2017
RAI
Online verfügbar von 27/06 bis 27/07
Erstausstrahlung

Regie: Benoît Jaquot, Gérald Caillat

2017 feierte das "Festival dei due Mondi" in Spoleto sein 60-jähriges Bestehen. Es wurde 1958 vom italoamerikanischen Komponisten Gian Carlo Menotti in der malerischen umbrischen Stadt gegründet und zeigte von Anfang an das Beste der internationalen Kulturszene: von Europa – mit besonderem Schwerpunkt auf Italien – bis nach Amerika. Seit 60 Jahren treten die größten Künstler aus allen Bereichen der darstellenden Künste dort auf, von Musik über Oper und Tanz bis hin zu Theater: Luchino Visconti, Rudolf Nurejew, Louis Malle, Patrice Chéreau, Allen Ginsberg, Ezra Pound, Thomas Schippers und viele andere.Nach Menottis Tod wurde 2007 der italienische Regisseur Giorgio Ferrara, ehemaliger Direktor des italienischen Kulturinstituts in Paris, zum künstlerischen Leiter ernannt. Mit einer Riege treuer Künstler, darunter Bob Wilson, Mikhail Baryshnikov, Benoît Jacquot, Isabelle Huppert und John Malkovich, hat er das Festival seither auf seine eigene Weise geprägt.Jedes Jahr im Juli verwandelt sich Spoleto für mehr als zwei Wochen in eine gigantische Bühne und versammelt Regisseure, Choreografen, Schauspieler, Musiker und Sänger der ganzen Welt.Im Film von Benoît Jacquot stellen faszinierende Archivbilder und aktuelle Aufnahmen eine Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart her. Jacquot erzählt keine Geschichte im herkömmlichen Sinn, sondern liefert einen "dokumentierten Standpunkt", wie einst Jean Vigo mit seinem Dokumentarfilm "A propos de Nice". Das Ergebnis ist ein musikalisch-poetisches Kaleidoskop, das Lust darauf macht, nächstes Jahr im Juli einmal selbst nach Spoleto zu reisen.


22:55 Men & Chicken (100 Min.) (HDTV, UT)
(Maend & Hons)
Spielfilm Dänemark / Deutschland, 2015
Produktion: M&M Productions, DCM Productions, NADCON FILM GmbH
Online verfügbar von 27/06 bis 04/07
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Elias – Mads Mikkelsen
Gabriel – David Dencik
Josef – Nicolas Bro
Gregor – Nikolaj Lie Kaas
Franz – Søren Malling

Regie: Anders Thomas Jensen
Produzent: Kim Magnusson, Tivi Magnusson
Drehbuch: Anders Thomas Jensen
Musik: Frans Bak, Jeppe Kaas

Gabriel und Elias verstehen sich nicht allzu gut und haben, außer dem Aussehen, nicht vieles gemeinsam. Gabriel ist studiert und Professor für Philosophie; Elias ist arbeitslos und muss sich jede zweite Stunde selbst befriedigen. Eines Tages erfahren sie durch eine Videobotschaft ihres Vaters, dass sie eigentlich Halbbrüder sind. Sie hatten unterschiedliche Mütter. Ihr gemeinsamer leiblicher Vater, Evelio Thanatos, ist Genetiker und lebt auf der Insel Ork vor der dänischen Küste. Beide beschließen, ihn zu besuchen, um ihn kennenzulernen und mehr über ihre jeweiligen Mütter zu erfahren.
In der Thanatos-Villa treffen sie überraschenderweise auf drei weitere Halbbrüder: Gregor, Franz und Josef. Gabriel und Elias werden jedoch nicht freundlich empfangen, sondern erst einmal verprügelt. Die beiden ähneln den anderen: Allen gemeinsam ist die schlecht verheilte Hasenscharte und schiefe Nase. Nach ersten Rivalitäten raufen sich die fünf Halbbrüder in der Villa zusammen. Diese ähnelt einem Bauernhof: zahlreiche Hühner, Schweine und der mächtige Stier Isak. Allerdings scheinen alle ein wenig deformiert. Elias und Gabriel finden heraus, dass ihr Vater schon lange tot ist. Im Keller der Villa stoßen sie auf verschiedene tierische Zeugungsexperimente – zum Beispiel Hybride von Hühnern und Hunden – und fünf Frauenleichen. Der Vater hatte nicht nur mit Tieren schreckliche Experimente durchgeführt …

Hintergrundinfo:
Der dänische Regisseur und Drehbuchautor Anders Thomas Jensen hat mit "Men & Chicken" einen Film mit einer tragischen Ausgangssituation gedreht. In diesem ausgesprochen verrückten, aber dennoch humorvollen Universum werden die Protagonisten gemobbt, verprügelt, bedroht, eingesperrt und letztlich mit Fragen der Identität und Herkunft konfrontiert. Der Autodidakt Anders Thomas Jensen erhielt 1999 einen Oscar für seinen Kurzspielfilm "Wahlnacht" und hat seitdem in Zusammenarbeit mit Susanne Bier, Lone Scherfig und Søren Kragh-Jacobsen über 25 Spielfilme in verschiedenen Genres realisiert. Er schrieb das Manuskript von Susanne Biers "In einer besseren Welt" (2010), das 2011 als bester fremdsprachigen Film einen Oscar gewann.


00:35 Frankreich gegen den Rest der Welt (90 Min.) (HDTV)
Au service de la France
Der Doppelagent / Die moderne Frau / Der Streik / Opfergeist
Fernsehserie Frankreich, 2014
Produktion: Mandarin Télévision, ARTE F, A Plus Image 5, TV5 Monde

Rollen und Darsteller:
André Merlaux – Hugo Becker
Colonel Mercaillon – Wilfred Benaïche
Moïse – Christophe Kourotchkine
Jacquard – Karim Barras
Moulinier – Bruno Paviot
Calot – Jean-Edouard Bodziak
Sophie – Mathilde Warnier
Henry Lechiot – Antoine Gouy
Marie-Jo – Marie-Julie Baup
Clayborn – Joséphine de la Baume

Regie: Alexandre Courtès
Produzent: Gilles de Verdière
Drehbuch: Jean-François Halin, Claire Lemaréchal, Jean-André Yerlès
Musik: Nicolas Godin
Kamera: Pascal Rabaud
Kostüm: Elise Bouquet, Reem Kuzayli
Bühnenbild: Eddy Penot: Eddy Penot
Redaktion: Adrienne Fréjacques
Schnitt: Bruno Tracq, Nicolas Larrouquere, Delphine Genest, Justine Haouy

Im Geheimdienst wird intern ein neuer Posten geschaffen, der einen stellvertretenden Leiter für Moïse vorsieht. Moulinier, Jacquard und Calot wetteifern um diesen Posten. Moïses Begeisterung für die drei Kandidaten hält sich in Grenzen, er sieht eher Agentin Clayborn als geeignete Anwärterin. Der Colonel entscheidet sich dann unerwarteterweise für Henry Lechiot, einen reinen Verwaltungsmenschen. Doch der verstirbt kurz darauf … Derweil schwebt André auf Wolke sieben, denn er hat sich in die hübsche Sophie verliebt. Sophie erklärt ihm, dass sie eine moderne Frau sei. André versteht nicht ganz, was sie damit meint, und auch seine Kollegen können ihm leider nicht weiterhelfen. Gleichwohl akzeptiert er Sophies Entscheidung, woraufhin sie ihn einlädt, ihre Eltern kennenzulernen. Ihr Vater ist André allerdings wohlbekannt …
Erneut entsteht Trubel im Geheimdienst, denn die Prämie "VG 42", die zu Vichy-Zeiten geschaffen wurde, soll entfallen. Empört beginnen Moulinier, Jacquard und Calot einen Streik. André kann sie nicht unterstützen, da der Colonel ihm streng verbietet, weiteren Kontakt zu seiner Tochter zu pflegen, und ihm zur Strafe die Arbeit der Streikenden auferlegt. Es gelingt André, die Entführung des Verantwortlichen der nationalen atomaren Versuchsanordnung "Operation Blaue Wüstenspringmaus" zu verhindern. Trotz des Verbots seitens ihres Vaters trifft André weiterhin Sophie. Der Colonel kommt ihm allerdings auf die Schliche und will dem Ganzen ein Ende bereiten. Deshalb schickt er André auf eine Mission nach Algier …
Der junge und ambitionierte André Merlaux wird mit 23 Jahren in den französischen Geheimdienst aufgenommen und lernt das Metier des Agenten von der Pike auf. Zu seinen Aufgaben gehört der Schutz Algeriens ebenso wie die Bewahrung des Kolonialreiches. Dabei wird ihm schnell klar, dass die Führungsrolle Frankreichs auf seiner perfekten Bürokratie beruht und eine Unterschrift unter dem falschen Formular einen Weltkrieg auslösen könnte. Ihm wird auch bewusst, dass auf seine Kollegen im Geheimdienst nicht immer Verlass ist. Außerdem bringt die Arbeit als Geheimagent sein Privatleben durcheinander, denn er ist ausgerechnet in die hübsche Tochter seines Vorgesetzten verliebt …

Hintergrundinfo:
"Frankreich gegen den Rest der Welt" ist eine Komödie unter Mitwirkung des Drehbuchautors Jean-François Halin, der mit der Kult-Satire-Sendung "Les guignols de l'info" (übersetzt etwa "Die Kasperle der Nachrichten") und den beiden Komödien "OSS 117 - Der Spion, der sich liebte" (2006) und "OSS 117 – Er selbst ist sich genug" (2009), jeweils mit Jean Dujardin in der Hauptrolle verfilmt, sein großes Talent bewiesen hat. Den jungen André Merlaux gibt Hugo Becker, der 2010 in Cannes zu den präsentierten Nachwuchsschauspielern "Talents Cannes Adami" zählte. Im gleichen Jahr wurde Becker durch seine Rolle in der amerikanischen Serie "Gossip Girl" einem breiteren Publikum bekannt.


02:05 Kunst sammeln mit … (30 Min.) (HDTV)
Julia Stoschek
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 27/06 bis 04/07

Regie: Jörg Jung

Eigentlich war für Julia Stoschek eine vollkommen andere Karriere vorgesehen: Sie sollte die Führung des Unternehmens ihrer Familie übernehmen, eines Autozulieferers mit 22.000 Mitarbeitern weltweit und Milliardenumsatz. Doch dem unvermeidlichen betriebswirtschaftlichen Studium ließ sie eine kunsthistorische Ausbildung folgen – und legte den Pfad für ein eigenes Lebenswerk.
Heute besitzt sie mehr als 600 Arbeiten international einflussreicher Künstler und kann mit ihren Einkäufen selbst dazu beitragen, Talente zu Stars zu machen. Sie schickt ihre Sammlung in Ausstellungen weltweit und kann dank finanzieller Unabhängigkeit öffentlichen Museen Arbeiten schenken. Die Dokumentation begleitet die zielstrebige Frau, die mit Leidenschaft und unternehmerischer Effizienz ihrem Weg folgt. In knapp zehn Jahren hat sie schon viel bewegt, doch sie ist noch lange nicht am Ziel.

Hintergrundinfo:
Was andere nur in Galerien betrachten, gehört für sie zum festen Alltag: die Kunstsammler. In kaum einem anderen Land gibt es so viele von ihnen wie in Deutschland. Einige Sammlungen haben sich bereits einen internationalen Namen gemacht und stehen nicht selten in Konkurrenz zu Museen. Die Reihe begleitet die wichtigsten Sammler bei ihrer Suche nach dem besten Bild, dem neuesten Künstler-Hype und der eindrucksvollsten Skulptur auf Kunstpartys und Messen, zeigt aber auch ihre ganz privaten vier Wände.


02:35 Kitz & Co. Die Kunst des Verschwindens (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Österreich, 2017
Wiederholung vom 31.05.

Regie: Kurt Mündl


03:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 27.06.


03:40 28 Minuten (45 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 28/06 bis 27/08
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:25 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Metallica
Fernsehserie Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/06 bis 04/07
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Rendu

Bei dieser Metal-Band schnellte das Tempo in die Höhe … und die Verkaufszahlen auch. (Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:28 Sendeschluss

 

*


Donnerstag, 28. Juni 2018


05:00 Igor Levit spielt Haydn und Schostakowitsch (55 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2014
Originalvertonung
Online verfügbar von 28/06 bis 05/07

Regie: Henning van Lil

Mitwirkende:
Florian Donderer (Konzertmeister)
Igor Levit (Klavier)
Jeroen Berwaerts (Trompete)

Joseph Haydn gehört zu den produktivsten Komponisten der Musikgeschichte. Sein Schaffen wird weltweit geliebt und geschätzt. Das D-Dur Klavierkonzert wurde stolz als "einziges gedrucktes Klavierkonzert Joseph Haydns" angekündigt und stammt aus einer Tradition, die Geschmack über Virtuosität stellt.
Schostakowitsch ist neben Strawinsky, Prokofjew, Rachmaninow und Skrjabin einer der bedeutendsten Komponisten Russlands im 20. Jahrhundert und war außerordentlich produktiv und vielseitig. Sein Leben spiegelt die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts in der Sowjetunion wider. Er schrieb Hymnen auf Josef Stalin und blieb gleichzeitig auf Distanz zum stalinistischen Regime. "Um die Geschichte unseres Landes zwischen 1930 und 1970 nachzuleben, reicht es aus, die Symphonien von Schostakowitsch zu hören", schrieb die Wochenzeitung "Moskowskije Nowosti".
Sein erstes Klavierkonzert, 1933 entstanden, gehört zu Schostakowitschs Frühwerk und ist im Grunde genommen ein Doppelkonzert für Klavier, Trompete und Streichorchester. Das Werk ist geprägt von einem etwas jugendlich schelmenhaften Humor und kann als Herausforderung an die russische Solokonzertform verstanden werden.
Der Solist Igor Levit ist mit Sicherheit eine der faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten der jüngeren Generation. Keine geringere als Eleonore Büning bezeichnete ihn schon vor Jahren als einen der großen Pianisten des Jahrhunderts. Seit seinem Debüt mit der Deutschen Kammerphilharmonie 2013 verbindet ihn und das Orchester eine enge musikalische Freundschaft, die mit diesem Projekt ohne Dirigent eine besondere Fortsetzung findet: Kammermusik in Orchesterbesetzung.

Hintergrundinfo:
Florian Donderer ist für sein energisches Spiel und seine durchdachten Interpretationen bekannt. Als Konzertmeister ist er wegen seiner dynamischen, brillanten und pointierten Spielweise ein gerngesehener Gast bei diversen europäischen Ensembles von Weltrang. Er konzertiert regelmäßig mit Lisa Batiashvili, Christiane Oelze, Hélène Grimaud, Lars Vogt, David Fray, Olli Mustonen, Sergio Azzolini, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Gustav Rivinius, Tanja Tetzlaff, Gunilla Süssmann, Pekka Kuusisto, Alban Gerhardt, Hanna Weinmeister, Ingo Goritzki, Jacques Zoon und anderen.
Das Konzert wurde im Bremer Konzerthaus "Die Glocke" am 23. Juni 2014 für ARTE aufgezeichnet.


05:55 Xenius (30 Min.)
Waschbären – Niedliche Banditen
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 27.06.

Moderation: Caroline du Bled, Gunnar Mergner


06:25 Resistente Keime (45 Min.) (HDTV)
Die Entdeckung neuer Antibiotika
Dokumentation Kanada, 2015
Online verfügbar von 28/06 bis 06/07

Regie: Bruce Mohun

Antibiotika sind Moleküle, die auf natürliche Weise von Mikroorganismen hergestellt werden, um konkurrierende Bakterien in der eigenen Umgebung zu bekämpfen. 99 Prozent der Antibiotika, die in den letzten 60 Jahren auf den Markt gekommen sind, werden mit Hilfe von Mikroorganismen erzeugt, vor allem Bakterien. Aufgrund missbräuchlicher Verwendung hat allerdings ein Großteil davon seine Wirksamkeit eingebüßt. Nachdem sie zunächst nur punktuell auftraten, sind Antibiotikaresistenzen mittlerweile zu einem weltweiten Problem geworden.
Einige Bakterienstämme sind multiresistent, das heißt resistent gegen mehrere unterschiedliche Antibiotika. Andere sind sogar schon vollresistent, können also durch keines der verfügbaren Antibiotika bekämpft werden. Dies ist zwar noch immer die Ausnahme, doch die Fälle häufen sich. Die Dokumentation besucht Wissenschaftler, die in den USA, in Kanada und Panama nach neuen antibiotisch wirksamen Substanzen forschen, darunter auch antimikrobielle Peptide, die aus unterschiedlichen Organismen gewonnen werden können. Mehrere Hundert dieser Peptide, die seit Millionen von Jahren Pflanzen und Tiere schützen, indem sie bakterielle Angreifer schnell und wirkungsvoll abtöten, sind bereits bekannt.

Hintergrundinfo:
Bis 2020 müssen einige Dutzend dieser neuen Molekülgruppen identifiziert werden, um dem Fortschreiten der Antibiotikaresistenz Einhalt zu gebieten. Die Dokumentation zeigt, dass die Lösung unter Umständen in Substanzen liegen könnte, die Biologen im Fell von Faultieren gefunden haben. In einem Labor an der George Mason University in Virginia ist es wiederum gelungen, Peptide aus dem Blut eines Alligators zu isolieren, die Bakterien sehr gut abtöten. Außerdem beleuchtet die Dokumentation die Forschung zu Bakteriophagen – in der Natur vorkommenden Viren, die Bakterien befallen -, mit deren Hilfe bestimmte Resistenzen endgültig besiegt werden könnten.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 28/06 bis 05/07


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.)
Die fliegenden Wildesel von Kasachstan
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 27.05.

Regie: Markus Schmidtbauer


08:00 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 27.06.

Regie: Fabrice Michelin


08:40 An den Ufern des Mississippi (70 Min.) (HDTV)
Im Herzen des Landes
Dokumentationsreihe USA, 2016
Wiederholung vom 12.06.

Regie: Brian Armstrong


09:50 Rummelplatz Alpen (90 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentarfilm Deutschland, 2014
Wiederholung vom 26. 06. 2018

Regie: Louis Saul

Die Alm ist vielleicht ohne Sünde – ohne Gondelbahn, Eventarena und computergesteuerte Schnapsglasbefüllungsanlagen aber ist sie nicht mehr. Nur mit Komfort und Bespaßung lassen sich Touristen anscheinend noch locken, wenn die natürliche Schönheit dramatischer Berglandschaften allein nicht mehr ausreicht. Für den Tourismusstrategen und Alpenbaron Günther Aloys aus Ischgl sind die Alpen ein Unterhaltungspark für 500 Millionen Europäer: "Ich kann mit sanftem Tourismus nichts anfangen. Das ist nicht unsere Zielgruppe", so Aloys. In eindrucksvollen Bildern erzählt der Film, wie die Industrialisierung der Alpen die Natur verändert. Besonders massiv sind die Eingriffe in den Retortenskigebieten Frankreichs. Dort untersucht die Hydrologin Carmen de Jong die Folgen und hat in Alpenbächen eine massive Belastung mit Kolibakterien gefunden. Es kommen Protagonisten zu Wort, die sich für diese Berge engagieren. Aber sie tun es mit unterschiedlichen Zielen: Tourismusmanager und Industrielle suchen das Wachstum, die Attraktionen, die die Massen in die Täler und auf die Gipfel locken. Ihnen ist es zu verdanken, dass es manche Alpenregion zu Wohlstand und Prominenz gebracht hat. Doch die Gefahr besteht, dass die einmalige Landschaft ihren Charakter einbüßt. Manch einer der Marketingstrategen befürchtet schon heute die "Aldisierung" des Gebirges, während Kritiker den Zusammenbruch der einmaligen Alpennatur und – kultur prophezeien. Sie fordern Achtsamkeit und vorausschauendes Handeln, denn ein in Jahrtausenden entstandenes Gleichgewicht droht in wenigen Jahren zu kippen: Wie ist eine funktionierende Balance zu finden zwischen Natur und Wirtschaft in den Alpen?


11:20 Die Penizillin-Story (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 26.06.

Regie: Wilfried Hauke


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 27.06.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 28/06 bis 29/06


13:00 Stadt Land Kunst (65 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Die allmächtigen Könige von Madagaskar
Im Indischen Ozean, vor der Südwestküste Afrikas, liegt eine der größten Inseln der Welt: Madagaskar, ein Eiland mit außergewöhnlicher Flora und Fauna. Vom 15. bis ins 19. Jahrhundert war Madagaskar das Königreich der Merina. Von ihren Hügeln aus eroberte die Dynastie nach und nach die riesige Insel und hinterließ ihre Spuren.

(1): Picasso im provenzalischen Arles
(2): Die allmächtigen Könige von Madagaskar
(3): Das absolute Muss: Die Lower East Side in New York


14:05 Immer Drama um Tamara (105 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Tamara Drewe)
Spielfilm Großbritannien, 2010
Wiederholung vom 27.06.
Produktion: Ruby Films, BBC Films, Notting Hill Films, UK Film Council, WestEnd Films

Rollen und Darsteller:
Tamara Drewe – Gemma Arterton
Nicholas Hardiment – Roger Allam
Glen McCreavy – Bill Camp
Ben Sergeant – Dominic Cooper
Andy Cobb – Luke Evans
Beth Hardiment – Tamsin Greig
Jody Long – Jessica Barden
Casey Shaw – Charlotte Christie
Diggory – John Bett
Zoe – Josie Taylor
Eustacia – Bronagh Gallagher
Tess – Pippa Haywood

Regie: Stephen Frears
Produzent: Alison Owen, Paul Trijbits, Tracey Seaward
Drehbuch: Moira Buffini
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Ben Davis
Schnitt: Mick Audsley


15:50 Eine turkmenische Hochzeit (55 Min.) (HDTV, UT)
Unterwegs in Irans Nordosten
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 07.06.

Regie: Sebastian Kentner


16:45 Xenius (25 Min.)
Jagd – Noch zeitgemäß?
Magazin Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Moderation: Caroline du Bled, Gunnar Mergner

Jahrtausendelang war die Jagd für den Menschen überlebenswichtig. Doch ist sie heute, in Zeiten von Massentierhaltung und Massenanbau, noch zeitgemäß? Zumindest die Statistik sagt: Ja! In Deutschland steigt die Zahl der Jagdscheininhaber seit Jahren. Und nicht nur das: Die Männerdomäne Jagd wird von immer mehr Frauen für sich entdeckt. Doch gleichzeitig gibt es weiter kritische Stimmen, die sagen: Jagd, so wie sie heute betrieben wird, ist nicht sinnvoll, sondern schadet sowohl dem Wild als auch dem Wald. In einem Jagdrevier südlich von München wollen die "Xenius"-Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner herausfinden, wie Jäger ihre Aufgabe heute verstehen – und wie es sich anfühlt, dabei zu sein, wenn ein Tier geschossen wird. Beim Ausnehmen sollen die beiden schließlich sogar selbst Hand anlegen.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Neuland (30 Min.) (HDTV)
Der Berg auf der Grenze
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 28/06 bis 05/07
Erstausstrahlung

Regie: Thomas Unger, Kerstin Holl

Jahrzehntelang musste die Winzerfamilie Pfneisl über die österreichisch-ungarische Grenze an bewaffneten Posten vorbei, um die ehemaligen Weinberge ihrer Vorfahren zu sehen. Wein anbauen konnten sie lange nur in Österreich. Bis der Eiserne Vorhang fiel. Heute besitzt die Familie Weingüter beidseitig der Grenze, und die Schwestern Katrin und Birgit Pfneisl produzieren nun den edlen Tropfen dort, wo es einst schon ihr Urgroßvater tat. Birgit und Katrin, gerade mal Mitte 30, sind die junge Generation einer Familie, die seit über 100 Jahren im Grenzland Wein anbaut. Damals gehörte das österreichische Burgenland, wo die Pfneisls bis heute ihren Familiensitz haben, noch zu Ungarn. Doch durch die neue Grenzziehung nach dem Zerfall Österreich-Ungarns fiel das Gebiet an Österreich und die Familie durfte auf den ungarischen Flächen nicht mehr wirtschaften. Kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kaufte Franz Pfneisl, der Vater der beiden Schwestern, das ehemalige Land der Familie in Ungarn zurück, um an die alte Tradition anzuknüpfen. Es ging auch darum, dem Großvater eine Freude zu machen. Bis heute geht er noch für ein paar Stunden mit hinauf auf den Berg, wenn es im Herbst an die Ernte geht. Dann packt die ganze Familie mit an. Und dieses Mal ist auch Andreas Korn mit dabei. Er besucht die Winzerdynastie mitten im geschäftigen Erntebetrieb und taucht mit Familie Pfneisl ein in die Welt des Weines, die ihn nicht nur zu neuen Genüssen verführt, sondern auch viel über die Menschen vor Ort und ihre neue Heimat im vereinten Europa verrät.

Hintergrundinfo:
Andreas Korn macht sich auf die Suche nach Orten, an denen Menschen sich mit kreativen Ideen ein Stück Europa erobert und damit ein Stück "Neuland" erschlossen haben. Es gibt sie also noch, die Orte und Lebensräume, an denen junge Menschen Ideen und Träume realisieren können.


17:40 Indien – Angry Bird gibt den Ton an (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Südkorea, 2016
Online verfügbar von 28/06 bis 05/07
Erstausstrahlung

Regie: Hyewon Jee

"Die Kinder des Monsieur Jae-Chang Kim": Der koreanische Opernsänger errichtete in den Slums der indischen Stadt Pune den Banana Children's Choir. Von seinen Schülern wird er auch liebevoll "Angry Bird" genannt. Die Idee dahinter: spielerische Musikerziehung der Kinder und eine Auszeit vom tristen Alltag. Die Kinder nehmen ihre Aufgabe ernst, sie arbeiten hart, um sich zu verbessern. Die Töne schallen klar durch den kargen Raum, aufrichtig und ehrlich klingen ihre Stimmen. Lautes Lachen über falsche Töne erfüllt den Raum.
Doch in den fünf Jahren seit Gründung des Chors war es für Jae-Chang Kim immer wieder eine Herausforderung, die Kinder zum Singen zu animieren – ein Großteil der Eltern sah darin keine sinnvolle, praktische Tätigkeit, die sie auf ein Leben in den Slums vorbereitete. Daher setzte Kim Hoffnung in ein gemeinsames Silvesterkonzert der Eltern und Kinder. Die Menschen wirken verändert. Fischverkäufer, die plötzlich rhythmisch summend ihre Fische entschuppen. Vater und Sohn stimmen zu Hause wie selbstverständlich ein Duett an. Und der geschiedenen Mutter, deren Tag 48 Stunden zu haben scheint, gibt der Gesang Energie.

Hintergrundinfo:
Über ein Jahr begleitet die Dokumentation dieses hoch emotionale Projekt, bis zum Abschlusskonzert. Sie zeigt Augenblicke der Verzweiflung, Entmutigung und Freude bis hin zu Ohnmacht und Erschöpfung. Unsicherheit, Überzeugung und Engagement - widersprüchliche Gefühle, die Eltern und Kinder teilen.


18:35 Deutschlands Traumstraßen (45 Min.) (HDTV)
Die Alpenstraße
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 28/06 bis 26/09

Regie: Dominic Egizzi, Martin Groß

Über 460 Kilometer windet sich die Deutsche Alpenstraße durch die südlichsten Winkel des Landes – von Lindau am Bodensee bis zum bayerischen Königssee. Sanfte Hügellandschaften, eindrucksvolle Hochgebirgspanoramen, Klöster und Märchenschlösser laden ein zu einer Reise einmal quer durch Bayern.
Vom Bodensee aus steigt die Alpenstraße über viele Kurven auf über tausend Meter an. Hier verwirklichen Biker mit Oldtimer-Motorrädern ihre Träume, genauso wie Städter, die sich über die Sommermonate als Alphirten verdingen. Seit einigen Jahren sind Marc Lerchenmüller und seine Familie auf der Riemle Alp für die Versorgung der Kühe verantwortlich. Die Familie lebt hier den Sehnsuchtstraum vieler Großstädter. Abseits der Zivilisation – ohne Strom, Internet und Handyempfang. Höhepunkt für die Familie ist der Viehscheid, bei dem die Kühe ins Tal zurückgeführt und den Bauern übergeben werden. Ein Fest, dem die ganze Region entgegengefiebert.
Das Spektakel kennt die Allgäuer Künstlerin Waltraud Funk schon lange. Im nahe gelegenen Immenstadt kreiert sie seit vielen Jahren bemerkenswerte Skulpturen – mit einer Kettensäge und Holz aus der Region. Weiter östlich, ganz in der Nähe des Märchenschlosses Neuschwanstein, ist das Einsatzgebiet des Bergführers Thomas Hafenmaier. Für die Reparatur von Wanderwegen verantwortet er einen Einsatz mit einem Lastenhubschrauber. Baumaterial zur Ausbesserung von Wanderwegen soll auf einen Berg gebracht werden. Der Einsatz muss wegen schlechten Wetters über Monate immer wieder verschoben werden. Und auch am Tag X wird das Wetter zur Herausforderung für den Bergführer.

Hintergrundinfo:
Die Region entlang der Alpenstraße beheimatet Menschen, die ihre Tradition lieben und ihr trotzdem ab und zu einen kleinen Tritt verpassen. Wie die Band LaBrassBanda, die mit ihrer ganz speziellen Mischung aus Volksmusik, Ska, Reggae, Punk in den letzten Jahren international für Furore gesorgt hat. Auch Nicky Sitaram Sabnis entspricht nicht den gängigen Klischees. Der gebürtige Inder ist vor gut 20 Jahren in Deutschland heimisch geworden. In einer Abtei auf der Fraueninsel gibt er nun ayurvedische Kochkurse. Nicky Sitaram Sabnis tut der Region gut. Genauso wie Frater Vitalis – ein abstinenter Benediktiner-Mönch, der für die Likörherstellung des Klosters in Ettal verantwortlich ist.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 28/06 bis 29/06


19:40 Re: (35 Min.)
Im Urlaub Gutes tun – Junge Freiwillige in Kambodscha
Reportage Deutschland, 2018

Sie wollen im Urlaub nicht nur touristische Highlights abklappern, sondern dem Gastland und den Leuten dort etwas zurückgeben: Jedes Jahr entschließen sich immer mehr Schüler, Abiturienten oder Studenten dazu, für Freiwilligenarbeit in Entwicklungsländer zu gehen. Die 17-jährige Lisa Baumann aus Deutschland unterrichtet im Norden Kambodschas Englisch und bereist nebenbei das Land. Eine Woche Rundreise, drei Wochen Freiwilligendienst an der Schule. Im Gegensatz zur Mitarbeit in Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel Ärzte ohne Grenzen, oder bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr, muss die Teilnahme bezahlt werden. In den Urlaub fahren und dabei Gutes tun – das kann man buchen. Dieser oft eher kurze Einsatz im Entwicklungsland mag mit reichlich Erfahrungen für den Helfer verbunden sein, aber hilft er auch langfristig der lokalen Bevölkerung? "Re:" über den Sinn oder Unsinn von Freiwilligenarbeit in Kambodscha.

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Private Banking (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Ad interim
Folge 1 von 2
Fernsehfilm Schweiz, 2017
SSR
Produktion: Hugofilm Productions, ARTE, SRF / SRG SSR
Online verfügbar von 28/06 bis 28/07
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Alexander Weyer – Fabian Krüger
Caroline Pfister – Stephanie Japp
Edi Luchsinger – Dietrich Siegl
Marco Antonelli – Marc Benjamin
Stefanie Pfenninger – Anna Schinz
Gaby Weber – Bettina Stucky
Arnaud Andrin – Bruno Todeschini
Leopold Weyer – Christian Kohlund
Asmund Birger – Peter Mygind
Herrmann – Ludwig Boettger

Regie: Bettina Oberli
Produzent: Christof Neracher
Drehbuch: Thomas Ritter, David Sandreuter, Bettina Oberli
Musik: Michael Sauter
Kamera: Henner Besuch
Kostüm: Monika Schmid
Szenenbild: Urs Beuter: Urs Beuter
Redaktion: Lilian Räber, Sven Wälti, Eric Morfaux
Schnitt: Cécile Welter, Markus Welter

Die Welt der Schweizer Banken ist in Aufruhr. Das bisherige Geschäftsmodell der Privatbanken, im gesetzlichen Graubereich zu agieren, bröckelt nach der Aufhebung des Bankgeheimnisses. Die Kunden wandern ab. Im Kampf ums Überleben steht auch die traditionsreiche renommierte Privatbank der Familie Weyer an einem Scheideweg. Macht man – wie der smarte Emporkömmling Marco Antonelli und die alten Herren von der Geschäftsleitung – weiter wie bisher, indem man statt Nummernkonten neue Tarnfirmen und luxemburgische Hedgefonds anbietet? Oder nutzt man die Umwälzungen, um die Bankenbranche zu erneuern?
Just in dieser Zeit der Krise erleidet Leopold Weyer, Gründer der Bank, einen Herzinfarkt. Seine uneheliche Tochter Caroline Pfister, die auf dem Land lebt und als Suchttherapeutin arbeitet, wird durch eine schriftliche Verfügung ihres Vaters von einem Tag auf den anderen in die Geschäftsleitung der Bank katapultiert. Doch sie ist das schwarze Schaf der Familie und muss gegen erbitterte Widerstände sowohl in ihrer Familie als auch der Bank kämpfen. Mit allen Mitteln versucht sie, den Verkauf des Lebenswerks ihres Vaters, den ihr Halbbruder Alexander vorbereitet, zu verhindern. Nur Edi Luchsinger, Leopolds rechte Hand und Carolines Patenonkel, scheint auf ihrer Seite zu stehen.
Caroline versucht mit Hilfe der jungen Compliance-Officerin Stefanie Pfenninger, die Missstände in der Bank aufzudecken, radikal mit Altlasten und Schwarzgeld aufzuräumen und konsequent ein neues, ethisches und transparentes Geschäftsmodell zu installieren. Doch je tiefer Caroline in die Bank und die Geheimnisse ihres Vaters eindringt, desto schwieriger wird es für sie, an ihren Grundsätzen festzuhalten.
Als sie einen verärgerten Stammkunden dazu bringt, nicht nur bei der Bank Weyer zu bleiben, sondern seine Einlagen sogar zu erhöhen, kann sie endlich beweisen, dass sie den Geschäftssinn ihres Vaters geerbt hat. Doch Carolines Erfolg zwingt Alexander aus der Deckung, der ihre Vergangenheit dazu verwendet, seine Stiefschwester vor der Schweizer Presse zu diskreditieren …

Hintergrundinfo:
Nach dem preisgekrönten Erstlingsfilm "Im Nordwind" (2004) von Regisseurin Bettina Oberli lief ihr zweiter Spielfilm "Die Herbstzeitlosen" (2006) ein Jahr lang in den Schweizer Kinos und wurde von über 600.000 Zuschauern gesehen. Der Film gewann diverse Preise und war 2008 der offizielle Vorschlag der Schweiz für die Academy Awards. Auch durch ihren Kinofilm "Tannöd" (2009), der Adaption des Kriminaldramas von Andrea Maria Schenkel, ist Bettina Oberli weiter bekannt geworden. Schauspielerin Stephanie Japp, die in "Private Banking" Caroline Pfister spielt, wurde auf den diesjährigen Solothurner Filmtagen als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Die Schweizer Schauspielerin ist aus diversen "Tatorten", aber auch aus Filmen wie "Grounding – Die letzten Tage der Swissair" (2006) oder "Hirngespinster" (2014) bekannt. Die Schauspielerin Anna Schinz ist für ihre Rolle als Compliance-Officerin Stefanie Pfenninger in "Private Banking" mit dem Schweizer Fernsehfilmpreis 2018 für die beste Nebendarstellerin prämiert worden.


21:45 Private Banking (100 Min.) (HDTV, AD, UT)
In aeternum
Folge 2 von 2
Fernsehfilm Schweiz, 2017
SSR
Produktion: Hugofilm Productions, ARTE, SRF / SRG SSR
Online verfügbar von 28/06 bis 28/07
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Alexander Weyer – Fabian Krüger
Caroline Pfister – Stephanie Japp
Edi Luchsinger – Dietrich Siegl
Marco Antonelli – Marc Benjamin
Stefanie Pfenninger – Anna Schinz
Gaby Weber – Bettina Stucky
Arnaud Andrin – Bruno Todeschini
Leopold Weyer – Christian Kohlund
Asmund Birger – Peter Mygind
Herrmann – Ludwig Boettger
Adrian Wyss – Joel Basman

Regie: Bettina Oberli
Produzent: Christof Neracher
Drehbuch: Thomas Ritter, David Sandreuter, Bettina Oberli
Musik: Michael Sauter
Kamera: Henner Besuch
Kostüm: Monika Schmid
Szenenbild: Urs Beuter
Redaktion: Lilian Räber, Sven Wälti, Eric Morfaux
Schnitt: Cécile Welter, Markus Welter

Seit seinem Herzinfarkt liegt Leopold Weyer, der Gründer der Privatbank Weyer, im Koma. Die Direktion der in der Krise steckenden Bank hat er per schriftlicher Vollmacht ausgerechnet in die Hände seiner unehelichen Tochter Caroline gegeben. Das schwarze Schaf der Familie versucht seitdem, gegen alle internen und externen Widerstände das Lebenswerk ihres Vaters zu retten. Als neue Direktorin will Caroline die Privatbank Weyer aufräumen. Sie begeistert die Kunden mit der Idee einer sauberen Bank, die nur noch nachhaltige Strategien anbietet. Immer tiefer stürzt sie sich in die Arbeit. Sie lernt Kunden kennen, die seit der Gründung der Bank dabei sind und die ihr von ihrem Vater und seinem Idealismus und Engagement für Südafrika erzählen. Gleichzeitig leidet die Beziehung zu ihrem Lebenspartner Arnaud unter ihrem Wandel. Er wirft ihr vor, auf einem Trip zu sein und sich für reiche Idioten zum Affen zu machen.
Aber Caroline kann und will nicht mehr zurück in ihr altes Leben. Eine Untersuchung im Auftrag der Finanzmarktaufsicht fordert ihre ganze Aufmerksamkeit. Mit Hilfe von Edi, dem Geschäftspartner und langjährigen Freund ihres Vaters, zwingt sie den ehrgeizigen Emporkömmling Marco, alle seine Kunden zu entlassen, die unter dem Deckmantel der Bank Weyer Steuerhinterziehung begehen. In der Zwischenzeit ist die Compliance-Officerin Stefanie Pfenninger auf immer mehr Ungereimtheiten bei den Kunden von Carolines Vater gestoßen. Aber weder Caroline noch Edi haben ein offenes Ohr für sie. Als Marco ihr dann auch noch die Schuld für seine illegalen Geschäfte unterschiebt, wird der Druck zu hoch für die junge Frau. Stefanie bricht zusammen und wird von Edi freigestellt. Caroline entdeckt, dass sie einen weiteren Halbbruder hat, wodurch ihr Bild von ihrem Vater Risse bekommt. Auch Edi scheint nicht der zu sein, den er vorgibt. Und schließlich erhält Marco eine Vorladung von der Staatsanwaltschaft.
Als Caroline dann zusammen mit Stefanie hinter das schockierende Geheimnis der jahrelangen erfolgreichen Geschäftspraktiken ihres Vaters kommt, steht sie vor einer folgenschweren Entscheidung. Soll sie ihren Idealen treu bleiben und die Öffentlichkeit informieren oder die Bank und ihre Familie retten? Da erwacht ihr Vater aus dem Koma …


23:25 Die Habenichtse (100 Min.) (HDTV)
Spielfilm Deutschland, 2016
Produktion: unafilm, BR, ARTE, RBB
Online verfügbar von 28/06 bis 05/07
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Isabelle – Julia Jentsch
Jakob – Sebastian Zimmler
Ginka – Bibiana Beglau
Andras – Aljoscha Stadelmann
Hans – Ole Lagerpusch
Bentham – Ronald Pickup
Jim – Guy Burnet
Sara – Raffiella Chapman
June – Brigitte Zeh
Leila – Gina Bellman

Regie: Florian Hoffmeister
Produzent: Titus Kreyenberg
Drehbuch: Mona Kino
Musik: Adrian Corker
Kamera: Robert Binnall
Kostüm: Manfred Schneider
Bühnenbild: Cora Pratz
Redaktion: Claudia Simionescu, Monika Lobkowicz, Georg Steinert, Cooky Ziesche
Schnitt: Kathrin Dietzel

Berlin, 2001: Der junge Anwalt Jakob entdeckt in einem Magazinartikel über eine Vernissage ein Bild von Isabelle. Die junge Grafikerin war seine erste große Liebe in der Studienzeit. Ermutigt von seinem besten Freund Hans, der Isabelle ebenfalls aus dem Studium kennt, entscheidet Jakob am Abend des 11. Septembers 2001, zur Eröffnung der Vernissage zu gehen. Während der Anschlag auf das World Trade Center die ganze Welt in Atem hält, begegnen sich Jakob und Isabelle nach all den Jahren wieder und verlieben sich erneut ineinander.
Doch ihr neu gefundenes Glück wird überschattet durch den Tod ihres gemeinsamen Freundes Hans, der beruflich im World Trade Center in New York zu tun hatte und bei dem Anschlag ums Leben kam. Jakob übernimmt Hans' Stelle in London. Er bittet Isabelle, ihn zu heiraten und mit ihm nach London zu gehen.
Doch der Umzug bringt keinen Neuanfang. Während Jakob seinen Schmerz wegen des verlorenen Freundes in Arbeit vergräbt, bleibt Isabelle auf sich allein gestellt in der Londoner Wohnung zurück, ohne feste Ziele und Aufgaben. Ihr gemeinsames Leben bekommt Risse und die einzige Chance der beiden wäre es, sich aufrichtig zu begegnen. Eine Aufgabe, die unmöglich scheint: Ratlos und zunehmend verzweifelnd sehen sie zu, wie ihr Leben aus den Fugen gerät.

Hintergrundinfo:
"Die Habenichtse" schaut zurück auf eine Welt, die nach 9/11 aus dem Gleichgewicht geraten ist und seitdem nicht mehr zur Ruhe kommt. Nichts ist mehr wie vorher. Das Donnergrollen des Krieges ist nicht mehr nur im Radio zu hören, die Einschläge kommen näher und beeinflussen das Leben in allen Beziehungen, nur – wer will das wahrhaben?
"Die Habenichtse" beruht auf dem gleichnamigen Roman von Katharina Hacker. 2006 wurde sie für dieses Werk mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Es ist ein Porträt einer Generation, die täglich mit Verunsicherung und Schuld zu rechnen hat, aber auch Drogensucht und häusliche Gewalt spielen eine Rolle. "Eine Metapher für unseren aktuellen Zeitgeist", beschreibt es Regisseur Florian Hoffmeister. Ein Film in schwarz-weiß mit reduzierten Dialogen, der in 26 Tagen im Herbst 2015 an Schauplätzen in Deutschland und London gedreht wurde.


01:05 Frankreich gegen den Rest der Welt (85 Min.) (HDTV)
Au service de la France
Bitte Anschnallen / Der Maulwurf / Geheime Treffen / Einsatz Algier
Fernsehserie Frankreich, 2014
Produktion: Mandarin Télévision, ARTE F, A Plus Image 5, TV5 Monde

Rollen und Darsteller:
André Merlaux – Hugo Becker
Colonel Mercaillon – Wilfred Benaïche
Moïse – Christophe Kourotchkine
Jacquard – Karim Barras
Moulinier – Bruno Paviot
Calot – Jean-Edouard Bodziak
Sophie – Mathilde Warnier
Pfarrer Jean – Philippe Résimont

Regie: Alexandre Courtès Produzent: Gilles de Verdière Drehbuch: Jean-François Halin, Claire Lemaréchal, Jean-André Yerlès Musik: Nicolas Godin Kamera: Pascal Rabaud Kostüm: Elise Bouquet, Reem Kuzayli Bühnenbild: Eddy Penot Redaktion: Adrienne Fréjacques Schnitt: Bruno Tracq, Nicolas Larrouquere, Delphine Genest

Der junge André Merlaux soll seine Kollegen Calot, Moulinier und Jacquard nach Algier begleiten, um einen Terroristen zu überführen. Der Auftrag passt den drei erfahrenen Geheimagenten terminlich nur leider gar nicht. Geplant war nämlich, an besagtem Wochenende nach England zu fliegen, um dabei zu sein, wenn das französische Rugby-Team der englischen Mannschaft eine gehörige Abreibung verpasst. Der Auftrag in Algier muss also schnell über die Bühne gebracht werden. Nur wer hätte damit gerechnet, dass sie auf dem Rückweg zum Flughafen in die Rushhour geraten?
In der Zentrale sieht sich indes der Colonel großem Druck ausgesetzt: Einerseits muss er sich um das Problem des unliebsamen Freunds seiner Tochter kümmern, André, und andererseits scheint jemand in seiner Vergangenheit herumzuwühlen. Er findet ein Foto an seine Tür gepinnt, das den Beweis dafür liefert, dass er unter dem Nazi-Regime mit den Deutschen kollaboriert hat. Es muss also einen Maulwurf im Geheimdienst geben.
Prompt wird die Alarmstufe "Maulwurf" verhängt. Ein hochmoderner Lügendetektor des israelischen Mossad soll weiterhelfen. André hat Angst, der Colonel könnte herausfinden, dass er weiterhin Sophie trifft. Der Colonel hingegen bangt um seine Reputation, sollte seine Vergangenheit ans Licht kommen. Es gelingt ihm jedoch, den das Gerät begleitenden Mossad-Gesandten davon zu überzeugen, es als defekt zu deklarieren. Bei Calot hat die Suche nach dem Maulwurf eine Paranoia ausgelöst: Er denkt, er könnte der Maulwurf sein. Währenddessen finden die heimlichen Treffen von André und Sophie weiterhin statt. André erzählt Sophie, dass seine Eltern im Krieg umgekommen sind und dass sich Pfarrer Jean seither um ihn kümmert. Doch auch der Colonel kennt den Pfarrer gut und ist nun zu allem bereit, um die Beziehung von André und Sophie zu unterbinden. André wird wieder nach Algier auf geheime Mission geschickt …

Hintergrundinfo:
"Frankreich gegen den Rest der Welt" ist eine Komödie unter Mitwirkung des Drehbuchautors Jean-François Halin, der mit der Kult-Satire-Sendung "Les guignols de l'info" (übersetzt etwa "Die Kasperle der Nachrichten") und den beiden Komödien "OSS 117 - Der Spion, der sich liebte" (2006) und "OSS 117 – Er selbst ist sich genug" (2009), jeweils mit Jean Dujardin in der Hauptrolle verfilmt, sein großes Talent bewiesen hat. Den jungen André Merlaux gibt Hugo Becker, der 2010 in Cannes zu den präsentierten Nachwuchsschauspielern "Talents Cannes Adami" zählte. Im gleichen Jahr wurde Becker durch seine Rolle in der amerikanischen Serie "Gossip Girl" einem breiteren Publikum bekannt.


02:30 Wildschweine – Das Comeback (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland / Frankreich / Österreich, 2017
Wiederholung vom 07.06.

Regie: Astrid Miller


03:15 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 28.06.


03:35 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 29/06 bis 28/08
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:25 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Britney Spears
Fernsehserie Frankreich, 2013
Online verfügbar von 28/06 bis 02/06

Regie: Nicolas Rendu

Britney Spears kam 1981 in Mississippi zur Welt. Mit 11 Jahren wurde sie Mitglied des Mickey Mouse Club. Die Show wurde abgesetzt, aber Britney blieb hartnäckig: 1999 erschien ihr Debütalbum " … Baby One More Time", das auf Anhieb Platz 1 in den amerikanischen Charts erreichte. 2004 heiratete sie, und das gleich zweimal: Die erste Ehe hielt ganze 55 Stunden, die zweite – aus der zwei Kinder stammen – immerhin knapp drei Jahre. 2008 wurde sie entmündigt und bekam ihren Vater als Vormund.

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:28 Sendeschluss

 

*


Freitag, 29. Juni 2018


05:00 Toots & The Maytals (75 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2017
Wiederholung vom 24.06.

Regie: Axel Ludewig
Mitwirkende: Toots & The Maytals

Konzert vom Rudolstadt Festival 2017


06:15 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2018
Wiederholung vom 23.06.


07:10 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 29/06 bis 06/07


07:20 360° Geo Reportage (40 Min.) (HDTV)
Die Marmorberge von Italien
Reportage Deutschland, 2012
Wiederholung vom 28.05.

Regie: Alessandro Cassigoli


08:00 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 28.06.

Regie: Fabrice Michelin


08:40 An den Ufern des Mississippi (70 Min.) (HDTV)
Amerikas Strom im Süden
Dokumentationsreihe USA, 2016
Wiederholung vom 13.06.

Regie: Brian Armstrong


09:50 Pompeji, in Stein verewigt (95 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Großbritannien, 2016
Wiederholung vom 16.06.

Regie: Ian A. Hunt


11:25 Der erotische Blick – Johann Winckelmann (50 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 16.06.

Regie: Christian Feyerabend


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 28.06.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 29/06 bis 30/06


13:00 Stadt Land Kunst (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 29/06 bis 28/08
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Granada, das spanische Schloss von Théophile Gauthier
Die Alhambra, die Sierra Nevada und die engen Gassen von Granada. Wie viele romantische Schriftsteller des 19. Jahrhunderts unternahm auch Théophile Gautier eine lange Spanienreise. In Granada begeisterten ihn sofort die Wahrzeichen und der lässige Lebensstil. Die Stadt inspirierte ihn zu den schönsten Seiten seines 1843 erschienenen Werks "Reise in Andalusien" sowie zu seiner Gedichtsammlung "Emaillen und Kameen".

(1): Granada, das spanische Schloss von Théophile Gauthier
(2): Australien, das gelobte Land deutscher Lutheraner
(3): Das absolute Muss: Die Halong-Bucht in Vietnam


13:55 Pandora und der Fliegende Holländer (120 Min.) (HDTV, UT)
(Pandora and the Flying Dutchman)
Spielfilm Großbritannien / USA, 1951
Wiederholung vom 25.06.
Produktion: Dorkay Productions, Romulus Films

Rollen und Darsteller:
Pandora Reynolds – Ava Gardner
Stephen Cameron – Nigel Patrick
Hendrik van der Zee – James Mason
Janet Fielding – Sheila Sim
Geoffrey Fielding – Harold Warrender
Reggie Demarest – Marius Goring
Juan Montalvo – Mario Cabré

Regie: Albert Lewin
Produzent: Albert Lewin, Joseph Kaufman
Drehbuch: Albert Lewin
Musik: Alan Rawsthorne
Kamera: Jack Cardiff
Schnitt: Ralph Kemplen


15:55 Grönland – Ein Dorf am Ende der Welt (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien, 2012
Wiederholung vom 24.05.

Regie: Sarah Gavron


16:50 Xenius (25 Min.)
Radon – Die unbekannte Gefahr
Magazin Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Moderation: Caroline du Bled, Gunnar Mergner

Radon ist ein natürlich in der Umwelt vorkommendes Edelgas. Es entweicht aus uranhaltigem Gestein im Boden und sammelt sich vor allem in den unteren Geschossen in Wohnhäusern an. Strahlenschützer warnen schon seit vielen Jahren vor einer Verharmlosung. Nach dem Rauchen ist Radon die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebs: Studien zeigen, dass allein in Deutschland jedes Jahr etwa 2.000 Menschen an den Folgen einer Radonbelastung sterben. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz gibt es - abhängig von der geologischen Situation vor Ort – in etwa jedem zehnten Haus in Deutschland ein Problem mit Radon. Nach einer neuen EU-Richtlinie muss der Radonschutz in den Mitgliedsländern verbessert werden. Werden bestimmte Messwerte überschritten, muss das Haus saniert werden. Die "Xenius"-Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner helfen bei einer Radonsanierung im bayerischen Voralpenland tatkräftig dabei mit, das radioaktive Gas durch Bohrlöcher und Rohre ins Freie zu leiten.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:15 Neuland (25 Min.) (HDTV)
Die Insel der Frauen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 29/06 bis 06/07
Erstausstrahlung

Regie: Thomas Unger, Kerstin Holl

In der wechselvollen Geschichte der estnischen Insel Hiiumaa gab es viele Fremdherrscher, häufig war die Insel begehrter Spielball der Mächtigen. Bis zur estnischen Unabhängigkeit 1991 war die gesamte Küste des estnischen Eilands militärisches Sperrgebiet, seine Strände durften ohne Genehmigung nicht betreten werden. Sie waren für die Sowjets ein wichtiger strategischer Außenposten in Richtung Westen. Lange für Ausländer und Touristen gesperrt, gibt es heute fast stündlich eine Fährverbindung über die Ostsee. Sie bringt vor allem die Männer der Insel zur Arbeit aufs Festland. Denn – mag es noch so viel Ruhe und viele Naturschönheiten geben – Arbeit ist auf Hiiumaa Mangelware. Wie man dort trotzdem glücklich wird und was den besonderen Reiz Hiiumaas für seine Einwohner ausmacht, davon berichtet Andreas Korn bei seinem Besuch. Auf Estlands größter Insel trifft er auf lebensfrohe, genügsame Menschen, die sich das Erbe aus Sowjetzeiten zunutze machen und sich auf kreative Art und Weise eine Lebensgrundlage geschaffen haben. Menschen, die beweisen, wie man aus Vorhandenem das Beste machen und gewachsene Grenzen erfolgreich überwinden kann.

Hintergrundinfo:
Andreas Korn macht sich auf die Suche nach Orten in Europa, an denen Menschen neue und interessante Wege gehen, um Regionen, die die Moderne zu vergessen droht, wieder in Besitz zu nehmen und mit neuem Leben zu füllen. Seine Reise führt zu interessanten Landschaften und engagierten Menschen, die sich mit kreativen Ideen ein Stück Europa erobert und sich auf sehr verschiedene Weise ein Stück "Neuland" erschlossen haben - einen Wald, einen Berg, eine Insel, einen See oder ein ganzes Dorf. Es gibt sie noch, die Orte und Lebensräume, an denen junge Menschen Ideen und Träume realisieren können.


17:40 Shoyu – Geheimnisse der japanischen Küche (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2014
Online verfügbar von 29/06 bis 06/07
Erstausstrahlung

Regie: Shohei Shishata

Shoyu, Sake und Mirin sind die drei grundlegenden Würzmittel der japanischen Küche. Alle drei sind Flüssigkeiten, fermentiert mit Aspergillus oryzae, jenem Schimmelpilz mit einzigartigen Eigenschaften, der nur auf der Inselgruppe zu finden ist. Er wird seit über 500 Jahren in Japan gezüchtet und verwandelt die in Reiskörnern und Sojabohnen enthaltene Stärke in Zucker. Der Oryzae agiert dabei so schnell und effizient, dass man ihn auch "König der Schimmelpilze" nennt.
Diesem Schimmelpilz verdanken japanische Gerichte ihren ganz besonderen Geschmack. Ihre Aromen gehen von vollmundig mit Holznoten bis zu frisch mit blumigen Noten. Doch stets herrscht die feine Ausgewogenheit der drei Geschmäcker süß, sauer und deftig-herzhaft. In der ehemaligen Kaiserstadt Kyoto beobachtet die Dokumentation die Herstellung von Shoyu und Sake, die immer im Frühjahr beginnt und ein ganzes Jahr dauert. Brauer, Köche und Händler dieser Schimmelpilze, von denen es nur rund zehn in Japan gibt, erklären die komplizierten Abläufe bei der Fermentation.

Hintergrundinfo:
Mit Aufnahmen aus Sojabohnen – und Reiskornspeichern, traditionellen Brauereien sowie Forschungslaboren gibt der Film Einblicke in alte japanische Herstellungsverfahren und vermittelt dabei Wissenswertes über den faszinierenden kleinen Schimmelpilz, der geradezu Wunderkräfte zu haben scheint.


18:35 Deutschlands Traumstraßen (45 Min.) (HDTV)
Die Alleenstraße
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 29/06 bis 27/09

Regie: Franziska Boeing, Dominic Egizzi

Eichen, Kastanien, Buchen und Linden schaffen ein besonderes Reiseerlebnis entlang der Deutschen Alleenstraße. Die Dokumentation folgt der Route vom Ostseestrand Rügens über die Müritzregion bis in die brandenburgische Lutherstadt Wittenberg. Es ist eine Reise durch die Bundesländer mit dem höchsten Alleenbestand: Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Entlang der Strecke arbeitet ein Baumkundler an einer der ältesten Alleen Deutschlands. Der Forstwirt Oliver Thassler bringt den Menschen hoch oben auf einem Baumwipfelpfad die Natur näher – mit fantastischer Perspektive auf Bäume und Landschaft.
Die Dokumentation begleitet Archäologen, die erstaunliche Funde im vermutlich größten bronzezeitlichen Schlachtfeld Europas zutage fördern. Im Tollensetal haben die Experten über hundert bronzezeitliche Skelettreste gefunden, zudem Überreste von Waffen, Schmuck und Alltagsgegenständen. Die Funde weisen darauf hin, dass es in der Gegend vor rund 3.300 Jahren eine erbitterte Schlacht gegeben haben könnte. Grabungen und Experimente mit altertümlichen Waffen liefern den Archäologen erstaunliche Einblicke in die Vergangenheit.
Die Alleenstraße führt vorbei an Burgen, Landhäusern und Kulturdenkmälern und hin zu einem Landschaftsarchitekten, der seit 30 Jahren historische Gärten restauriert, einem innovativen Bootsbauer, der solarbetriebene Hausboote ertüftelt, einem Kleinunternehmer, der mit seinen Säften die Früchte von Obstalleen wieder nutzbar macht, und zum Berufsfeuerwehrmann Karl-Heinz Voigt, der Haus und Garten zu einer Krokodilstation umgebaut hat – mitten in einem Wohngebiet.

Hintergrundinfo:
Deutschlands schönste Regionen, Landschaften und Orte sind über besondere Straßen und Routen miteinander verbunden. Die "Traumstraßen" führen an Flüssen entlang, über einsame Gebirgspässe, zu geschichtsträchtigen oder abgelegenen Plätzen – und immer wieder zu außergewöhnlichen Menschen. Die fünfteilige Reihe geht auf Entdeckungstour entlang dieser faszinierenden Routen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 29/06 bis 30/06


19:40 Re: (35 Min.)
Abgeschoben … und dann? – Afghanen zwischen Flucht und Neuanfang
Reportage Deutschland, 2018


20:15 Die Toten von Turin (45 Min.) (HDTV, AD, UT)
Non uccidere
Staffel 2, Folge 9
Fernsehserie Italien, 2015
Produktion: RAI Fiction, Fremantlemedia Italia
Online verfügbar von 29/06 bis 06/07
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Valeria Ferro – Miriam Leone
Andrea Russo – Matteo Martari
Lucia Ferro – Monica Guerritore
Giorgio Lombardi – Thomas Trabacchi
Gerardo Mattei – Riccardo Lombardo
Luca Rinaldi – Luca Terracciano
Giulio Ferro – Gigio Albertini
Giacomo Ferro – Davide Iacopini
Michela – Viola Sartoretto
Costanza – Crystal Deglaudi
Emanuele Sarti – Ugo Marino
Boris – Tommaso Ragno
Maria Sole – Cristina Pasino
Alessio – Aleph Viola
Mirko – Davide Lorino
Irina – Irene Kivaste
Tiziana – Paola Lavini

Regie: Giuseppe Gagliardi
Produzent: Claudio Corbucci, Anouk Andaloro, Michele Zatta, Lorenzo Mieli
Drehbuch: Claudio Corbucci, Peppe Fiore, Stefano Grasso
Musik: Corrado Carosio, Pierangelo Fornaro
Kamera: Ferran Paredes Rubio, Riccardo Topazio
Kostüm: Carola Fenocchio
Szenenbild: Maurizio Zecchin: Maurizio Zecchin
Redaktion: Virginia Padilla
Schnitt: Davide Miele, Davide Mazzan

Oberkommissarin Valeria Ferro hat entschieden, das Angebot ihres Vorgesetzten Giorgio anzunehmen, dass er den Fall um die Ermordung ihres Vaters wieder aufrollt und sie dafür in Turin bleibt. Die Öffnung der alten Akte macht Valeria aber deutlich zu schaffen. Waren ihre Mutter und ihr Vater zum Zeitpunkt seines Todes wirklich allein? Was verbirgt ihre Mutter Lucia bloß?
Als dann der Mathematikprofessor Emanuele Sarti tot in einem Tunnel vor dem Turiner Stadtgarten Parco del Valentino aufgefunden wird, steckt Valeria schnell wieder mitten in der Aufdeckung eines komplizierten Falls. Diesmal wird sie mit dem harten Leben von Obdachlosen konfrontiert. Der Park, an dem der Universitätsprofessor gefunden wurde, wird nachts von Streunern und Drogenabhängigen bewohnt. Darunter ist auch der Alkoholiker Mirko, der das Opfer gefunden hat.
Bis vor kurzem hatte sein bester Freund Boris direkt am Tatort in einem Tunnel gehaust. Aber welches Geheimnis verbirgt Boris hinter seinem verwahrlosten Äußeren? Als Inspektorin Valeria mit ihrem Team tiefer in die Gesetze der Straße und ihrer hoffnungslosen Bewohner eintaucht, kommt sie Boris' wahrer Identität immer mehr auf die Spur. Vor zehn Jahren hat der Mathematikprofessor Enrico alias "Boris" plötzlich von einem Tag auf den anderen seine Familie verlassen und verschwand. Valeria glaubt nicht an Zufälle. Kannte "Boris" das Opfer aus seinem vorherigen Leben und hatte noch eine Rechnung mit ihm offen? Aber auch der Stiefsohn des Toten hielt sich zur Tatzeit in der Nähe des Parks auf und hatte kein gutes Verhältnis zu seinem Stiefvater.
Auf dem Kommissariat ist Valerias Verhältnis zu Giorgio nach wie vor angespannt, aber durch ihre gemeinsame Arbeit kommen sie sich doch wieder näher. Dann ist es jedoch ausgerechnet Andrea, der die beiden bei einem Kuss erwischt …

Hintergrundinfo:
Creator, Drehbuchautor und Produzent Claudio Corbucci ("Index Zero", 2014) setzt in der italienischen Krimiserie "Die Toten von Turin" (Originaltitel: "Non uccidere", ital. für "Du sollst nicht töten", 2015) zusammen mit Regisseur Giuseppe Gagliardi Italiens erste Oberinspektorin, Valeria Ferro, in Szene.
Giuseppe Gagliardi, der auch schon bei der ersten Staffel von "Die Toten von Turin" Regie geführt hat, debütierte 2003 mit dem Dokumentarfilm "Doichlanda". Für das Sportlerdrama "Tatanka" (2011) wurde Gagliardi noch im selben Jahr mehrfach nominiert und ausgezeichnet. Seine erste Serie "1992" (2015) wurde, wie nun "Die Toten von Turin", zu einem großen Publikumserfolg in Italien.


21:00 Die Toten von Turin (50 Min.) (HDTV, AD, UT)
Non uccidere
Staffel 2, Folge 10
Fernsehserie Italien, 2015
Produktion: RAI Fiction, Fremantlemedia Italia
Online verfügbar von 29/06 bis 06/07
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Valeria Ferro – Miriam Leone
Andrea Russo – Matteo Martari
Lucia Ferro – Monica Guerritore
Giorgio Lombardi – Thomas Trabacchi
Gerardo Mattei – Riccardo Lombardo
Luca Rinaldi – Luca Terracciano
Giulio Ferro – Gigio Albertini
Giacomo Ferro – Davide Iacopini
Michela – Viola Sartoretto
Costanza – Crystal Deglaudi
Emanuele Sarti – Ugo Marino
Boris – Tommaso Ragno
Maria Sole – Cristina Pasino
Alessio – Aleph Viola
Mirko – Davide Lorino
Irina – Irene Kivaste
Tiziana – Paola Lavini

Regie: Giuseppe Gagliardi
Produzent: Claudio Corbucci, Anouk Andaloro, Michele Zatta, Lorenzo Mieli
Drehbuch: Claudio Corbucci, Peppe Fiore, Stefano Grasso
Musik: Corrado Carosio, Pierangelo Fornaro
Kamera: Ferran Paredes Rubio, Riccardo Topazio
Kostüm: Carola Fenocchio
Szenenbild: Maurizio Zecchin: Maurizio Zecchin
Redaktion: Virginia Padilla
Schnitt: Davide Miele

Davide Mazzan

Oberkommissarin Valeria Ferro hat entschieden, das Angebot ihres Vorgesetzten Giorgio anzunehmen, dass er den Fall um die Ermordung ihres Vaters wieder aufrollt und sie dafür in Turin bleibt. Die Öffnung der alten Akte macht Valeria aber deutlich zu schaffen. Waren ihre Mutter und ihr Vater zum Zeitpunkt seines Todes wirklich allein? Was verbirgt ihre Mutter Lucia bloß?
Als dann der Mathematikprofessor Emanuele Sarti tot in einem Tunnel vor dem Turiner Stadtgarten Parco del Valentino aufgefunden wird, steckt Valeria schnell wieder mitten in der Aufdeckung eines komplizierten Falls. Diesmal wird sie mit dem harten Leben von Obdachlosen konfrontiert. Der Park, an dem der Universitätsprofessor gefunden wurde, wird nachts von Streunern und Drogenabhängigen bewohnt. Darunter ist auch der Alkoholiker Mirko, der das Opfer gefunden hat.
Bis vor kurzem hatte sein bester Freund Boris direkt am Tatort in einem Tunnel gehaust. Aber welches Geheimnis verbirgt Boris hinter seinem verwahrlosten Äußeren? Als Inspektorin Valeria mit ihrem Team tiefer in die Gesetze der Straße und ihrer hoffnungslosen Bewohner eintaucht, kommt sie Boris' wahrer Identität immer mehr auf die Spur. Vor zehn Jahren hat der Mathematikprofessor Enrico alias "Boris" plötzlich von einem Tag auf den anderen seine Familie verlassen und verschwand. Valeria glaubt nicht an Zufälle. Kannte "Boris" das Opfer aus seinem vorherigen Leben und hatte noch eine Rechnung mit ihm offen? Aber auch der Stiefsohn des Toten hielt sich zur Tatzeit in der Nähe des Parks auf und hatte kein gutes Verhältnis zu seinem Stiefvater.
Auf dem Kommissariat ist Valerias Verhältnis zu Giorgio nach wie vor angespannt, aber durch ihre gemeinsame Arbeit kommen sie sich doch wieder näher. Dann ist es jedoch ausgerechnet Andrea, der die beiden bei einem Kuss erwischt …


21:50 Mont Ventoux: Kampf ums Bergtrikot (75 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2013
Online verfügbar von 29/06 bis 06/07

Regie: Fons Feyaerts

Insgesamt 13 Mal mussten sich die Sportler dem "Giganten der Provence" stellen, 8 Mal endete die Tagesetappe direkt auf dem Gipfel. Die Etappensieger des Mont Ventoux stiegen in das Pantheon der Radrennfahrer auf. Doch keinem von ihnen gelang das Kunststück ein zweites Mal. Aber wer von ihnen ist der Beste am Berg? Um diese Frage zu beantworten, lässt der Dokumentarfilm fünf der acht Etappensieger des Mont Ventoux in einem nie dagewesenen Rennen gegeneinander antreten. Fünf Aufstiege über die Südflanke wurden damals live im Fernsehen übertragen, die Aufnahmen sind vollständig erhalten geblieben. Die Stars sind der Belgier Eddy Merckx, genannt "der Kannibale" (1970), der Franzose Jean-François Bernard (1987), Richard "Löwenherz" Virenque (2002), der Italiener Marco Pantani, Spitzname "der Pirat" (2000), und der Spanier Juan Manuel Gárate (2009). Die Archivbilder wurden so geschnitten, dass ein neues, die Grenzen der Zeit sprengendes Rennen entstand: Merckx, Bernard, Virenque, Pantani und Gárate starten gleichzeitig am Fuß des Mont Ventoux und messen sich während des 21 Kilometer langen Anstiegs nicht nur mit ihren damaligen Rivalen, sondern auch untereinander. Die Bilder des "fiktiven" Rennens aus fünf Epochen werden durch grafische Animationen und die Sportkommentatoren erläutert. Alles soll wirken wie eine echte Liveübertragung. Angesichts der technischen Entwicklungen im Radsport scheinen die Fahrer der alten Garde kaum eine Chance auf den Sieg zu haben. Die Fahrräder wurden weiterentwickelt, die medizinische und sportliche Betreuung der Wettkampfteilnehmer hat sich völlig gewandelt. Zudem ist aus dem reinen Sportereignis ein großer Medienrummel geworden. Aber welcher der fünf Rennradchampions war nun der beste? Wer ist der König des Mont Ventoux? Neben dem spannenden Rennen bietet der Dokumentarfilm Einblicke in die Geschichte des Rad – und Spitzensports: Drei der Radsportlegenden gewähren Interviews. Sie blicken auf ihre jeweiligen Karrieren zurück und äußern sich zu den Entwicklungen im Radsport und ihrer Einstellung zum Sport.


23:05 Tracks (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Susan Meiselas
In den 70er Jahren gehörte die amerikanische Fotografin zu den ersten, die ihren Bildern Stimmen verliehen, und zwar in ihrer Serie "Carnival Strippers", in der sie Stripperinnen auf Jahrmärkten fotografierte. Meiselas sieht die Fotografie als multimediale Kunst. So sind ihre Reportagen, in denen sie unter anderem den Aufstand der nikaraguanischen Sandinisten oder auch die Geschichte der Kurden dokumentierte, von Video- und Tonaufnahmen begleitet.

(1): Samuel Maoz
(2): Susan Meiselas


23:50 Ben Harper & Charlie Musselwhite (75 Min.)
Musik Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Laurent Hasse

Kräftige Riffs, raues Timbre und ausgelassene Stimmung garantiert: Der Autodidakt Ben Harper stellt im Pariser Konzertsaal La Cigale sein jüngstes Album vor. Begleitet wird der US-amerikanische Sänger und Komponist von seinem Mentor und Kollegen Charlie Musselwhite an der Mundharmonika. Auf seinem neuen Album widmet sich Ben Harper, der für seine vielen musikalischen Einflüsse bekannt ist, ganz dem Blues.

Hintergrundinfo:
Rock, Folk, Pop, Reggae, Gospel, Blues … Seit den frühen 90ern experimentiert der virtuose Kalifornier Ben Harper mit verschiedenen Musikstilen, was ihm bereits Vergleiche mit Bob Marley, Bob Dylan und sogar Jimi Hendrix einbrachte. Sein Erfolgsrezept? Eine charismatische Stimme und eine musikalische Stilmischung, die ihn seit Beginn der 2000er Jahre zu einer festen Größe des amerikanischen Folk-Rock werden ließ. Auf seinem neuen Album "No Mercy In This Land" kehrt der 48-jährige Star zu den Ursprüngen des Blues zurück. Begleitet wird er dabei von seinem Kollegen und Mentor, dem Mundharmonikaspieler Charlie Musselwhite. Bereits eine frühere Zusammenarbeit der beiden war von Erfolg gekrönt: 2013 wurden sie mit einem Grammy Award für "Get Up" ausgezeichnet. Schon auf diesem Album vereinte sich Harpers gebrochenes Timbre mit Musselwhites unbändigen, aufbäumenden Mundharmonika-Klängen.In Paris präsentiert der Sänger die intensiven Songs seines neuen Albums: kräftige Riffs, raues Timbre und ausgelassene Stimmung garantiert!


01:05 Abgedreht! (40 Min.)
Cher
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 29/06 bis 29/07
Erstausstrahlung

Rare Perle: Cher bei Parkinson
2001 lädt Michael Parkinson Cher zu sich ein und enthüllt eine pikante Anekdote aus den 60er Jahren, in der Sonny, Francis Coppola, Salvador Dalí und ein Plastikfisch eine wichtige Rolle spielen.

(1): Story: Sonny and Cher
(2): Story: Die Solokarriere von Cher
(3): Ikone: Die Hexen von Eastwick
(4): Rare Perle: Cher bei Parkinson


01:45 Streetphilosophy (30 Min.) (HDTV)
Zeig dich!
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 09.06.

Moderation: Jonas Bosslet


02:15 Das Rätsel der gefälschten Mumie (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2014
Wiederholung vom 16.06.

Regie: Heike Nelsen-Minkenberg, Tom Müller


03:05 Zwischen Himmel und Erde (30 Min.) (HDTV)
Kourou, das Tor ins All
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 26.06.

Regie: Nicolas Cennac


03:35 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 29.06.


03:55 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 30/06 bis 29/08
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:45 (Fast) die ganze Wahrheit (3 Min.) (HDTV)
Kim Jong-un
Fernsehserie Frankreich, 2013
Online verfügbar von 29/06 bis 03/06

Regie: Nicolas Rendu

Früh übe sich, wer ein Diktator werden will! Bei den Kims ist das Familientradition, schon Opa Kim Il-sung und Papa Kim Jong-il traten die Menschenrechte mit Füßen und ihr Sohn beziehungsweise Enkel steht ihnen darin in nichts nach. Während ihrer Amtszeit führten alle eine verfehlte, auf das Militär konzentrierte Wirtschaftspolitik, die zur Verarmung der Bevölkerung Nordkoreas geführt hat. Unliebsame Fakten wurden dabei stets geschönt.

Hintergrundinfo:
(Fast) die ganze Wahrheit – in drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte.


04:48 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
arte – Programminformationen
26. Woche – 23.06. bis 29.06.2018
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 15. Juni 2018

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