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TV - ARTE/1089: Woche vom 20.10. bis 26.10.2018


arte – 43. Programmwoche vom 20.10. bis 26.10.2018


Samstag, 20. Oktober 2018


05:10 Best of ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10


05:35 The Beatles: eight days a week – The touring years (105 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm USA, 2016
Wiederholung vom 05.10.

Regie: Ron Howard


07:20 Von der Dunkelheit ins Licht (55 Min.) (HDTV)
Eine kleine Geschichte der urbanen Beleuchtung
Dokumentation Frankreich, 2016
Wiederholung vom 25.09.

Regie: Agnès Bovet-Pavy


08:15 Stadt Land Kunst Spezial (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 13.10.

Regie: Fabrice Michelin


08:55 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Gitarren und Flamenco in Granada
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 13.10.

Regie: Stefan Richts


09:40 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Kanada, Indianer schreiben Geschichte
Reportage Deutschland / Frankreich, 2014
Wiederholung vom 01.10.

Regie: Felix Thiemer


10:25 Begegnung mit den Meeresvölkern (25 Min.) (HDTV)
Australien: Die Bardi – Hüter des Ozeans
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017

Regie: Ludovic Fossard


10:50 Zu Tisch (30 Min.) (HDTV)
Kärnten
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013
Wiederholung vom 07.10.

Regie: Wilma Pradetto


11:20 Australiens Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Der Regenwald
Dokumentationsreihe Australien, 2012
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10

Regie: Peter Moers

Direkt am Rand des Daintree-Nationalparks steht ein Baukran made in Germany. Er ist Teil eines Regenwaldlabors und dient der Erforschung des Kronendachs. Peter Byrnes von der Universität Cairns leitet die Regenwaldforschungsstation, Andrew Thompson ist sein technischer Assistent. 2010 haben die Regenwaldforscher eine Studie über Käfer erstellt. Im Regenwald leben auch die Kasuare, flugunfähige Riesenvögel. Wegen ihrer auffällig bunten Hals- und Kopffarben werden sie auch als die Juwelen des Dschungels bezeichnet. Die Schmuckdesignerin Liz Gallie hat sich zur Fürsprecherin der Kasuare gemacht. Sie bewundert die Riesenvögel und nimmt ihre Farben als Vorlagen für ihre Kreationen. Auch das Lumholtz-Baumkänguru lebt im Regenwald. Trotz seiner mächtigen Krallen ist es aber kein wirklicher Kletterkünstler. Die aus Stuttgart stammende Tierpflegerin Margit Cianelli kümmert sich um verletzte Tiere und zieht verwaiste Baumkängurukinder groß.

Hintergrundinfo:
Australien ist der älteste Kontinent der Erde. Seit Millionen von Jahren vom Rest der Welt isoliert, gedeihen dort einzigartige Pflanzen und Tiere. Die fünfteilige Reise durch spektakuläre Nationalparks führt in die Wildnis Australiens. Das Kamerateam durchquert üppigen Regenwald und besteigt schneebedeckte Berge, taucht mit Walhaien durch Korallenriffe, sucht in den tasmanischen Wäldern nach den letzten Beutelteufeln und beobachtet Rote Riesenkängurus in der Wüste.
Die in HD gedrehte hochwertige Reihe bietet spektakuläre Luftaufnahmen. Eingefangen von speziellen Helikopterkameras, liefern sie nicht nur einmalige Weitwinkelbilder von Landschaften, sondern auch beeindruckende Nahaufnahmen von Tieren und vermitteln einen bisher völlig unbekannten Blick auf diesen abgelegenen Erdteil.


12:05 Australiens Nationalparks (40 Min.) (HDTV)
Die Australischen Alpen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10

Regie: Peter Moers

Die Nationalparks und Naturschutzgebiete Australische Alpen, die sich über drei Bundesstaaten erstrecken, schützt ein durch Erosion rundgeschliffenes Gebirge im Südosten des Kontinents. Durch dessen tiefe Täler fließt der wilde Snowy River, der den Hängen des Mount Kosciuszko entspringt.
Rund um den Mount Kosciuszko schneit es im Winter regelmäßig. Dort lebt der Bergbilchbeutler, Australiens einziges Beuteltier, das Winterschlaf hält und Vorräte anlegt. Nach der Schneeschmelze benötigt das hamstergroße Tier reichhaltige Nahrung, die in erster Linie aus Bogong-Faltern besteht. Doch die Klimaveränderung gefährdet die Existenz der Bergbilchbeutler. Steht das nahrhafte Futter nicht zum rechten Zeitpunkt zur Verfügung und schmilzt der Schnee bereits vor der Ankunft der Bogong-Falter, müssen die Bergbilchbeutler verhungern.
Am Snowy River leben auch viele Wildpferde, sogenannte Brumbys. Einst waren sie die Reitpferde der australischen Cowboys. Inzwischen sind sie zu einer Plage für die Nationalparks geworden, weil sie mit ihren harten Hufen den Boden zerstören. Als sie von der Parkleitung vorübergehend zum Abschuss freigegeben wurden, war die öffentliche Empörung groß. Nun werden sie mit viel Aufwand eingefangen und verkauft, doch das reduziert den Bestand kaum. Die Brumby-Freunde beharren auf der kulturellen Bedeutung der Pferde und verweisen auf das australische Nationalepos des Dichters Banjo Paterson, der Pferd und Reiter verherrlicht. Glen Symonds und seine Frau Julie nehmen eingefangene Brumbys auf und bilden sie zu Reitpferden für Kinder aus. Das erfordert viel Geduld und Mühe.
Im Frühjahr dann, wenn auf den Bergkuppen noch Schnee liegt, kann man dem lautstarken Ritual des Leierschwanzvogels lauschen, der sämtliche aufgeschnappte Vogelstimmen nachzuahmen weiß, oder Graue Riesenkängurus sichten, die auf den hochalpinen Almen Gras fressen.

Hintergrundinfo:
Australien ist der älteste Kontinent der Erde. Seit Millionen von Jahren vom Rest der Welt isoliert, gedeihen dort einzigartige Pflanzen und Tiere. Die fünfteilige Reise durch spektakuläre Nationalparks führt in die Wildnis Australiens. Das Kamerateam durchquert üppigen Regenwald und besteigt schneebedeckte Berge, taucht mit Walhaien durch Korallenriffe, sucht in den tasmanischen Wäldern nach den letzten Beutelteufeln und beobachtet Rote Riesenkängurus in der Wüste.


12:45 Australiens Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Cradle Mountain Nationalpark
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10

Regie: Peter Moers

Die weite Seenlandschaft und die hohen Felswände des Cradle-Mountain-Massivs, die zu wilden Tälern des seltenen gemäßigten Regenwaldes hinabführen, bilden eine spektakuläre Szenerie. Der Nationalpark Cradle Mountain-Lake St Clair ist ein Juwel unter Australiens Nationalparks. Er ist Teil der Wildnis, die fast den gesamten Westen Tasmaniens, der größten australischen Insel, bedeckt. Sturmumtost liegt sie 240 Kilometer südlich des Festlandes im Wirkungskreis südpolarer Stürme. Aufgrund der isolierten Lage konnten auf Tasmanien zahlreiche Arten überleben. So leben hier die letzten eierlegenden Säugetiere der Welt, der Ameisenigel und das Schnabeltier.
Der Nationalpark Cradle Mountain-Lake St Clair hat zwei Gesichter. Im Winter sind Gipfel und Seen mit Schnee und Eis bedeckt, im Sommer, also im Dezember und Januar, blühen die Blumen auf den Wiesen. Aber das ganze Jahr über hausen in den Wäldern die Tasmanischen Teufel, die größten fleischfressenden Beuteltiere. Doch seit 1996 grassiert auf Tasmanien eine mysteriöse Krankheit unter den Tieren, die den Bestand gefährdet.
Naturschützer und Biologen sorgen sich um das Gleichgewicht des gesamten Ökosystems der Insel, sollten die Tasmanischen Teufel aussterben. Vor allem eingeschleppte europäische Rotfüchse würden sich ausbreiten und eine einheimische Art nach der anderen ausrotten. Samantha Fox gehört zur sogenannten Devil Task Force, die die Tiere retten will. Und Wade Anthony hat mit einem Schutzgebiet am Fuße des Cradle-Mountain-Massivs für Interessierte eine Möglichkeit geschaffen, die nachtaktiven Räuber zu sehen und ihre lautstarken, spektakulären Auseinandersetzungen hautnah mitzuerleben.
Während nachts die Beutelteufel auf die Jagd gehen, halten tagsüber die mächtigen Keilschwanzadler über den Wäldern nach Beute Ausschau. Aus der Perspektive dieser Adler lässt sich die Schönheit der eindrucksvollen Landschaft genießen. In einzigartigen Luftaufnahmen zeigen die Filmemacher die unwegsamen Weiten der Insel, deren dichte Wälder, zerklüftete Basaltgipfel und endlose Heidelandschaften.

Hintergrundinfo:
Grasland, Heidelandschaft, Regenwald, Wüste und schroffe Berge – die Wildnis Australiens hat viele Gesichter. Die fünfteilige Dokumentationsreihe führt durch ganz verschiedene Regionen des fünften Kontinents. Filmemacher Peter Moers hat auf seiner Reise Menschen besucht, die sich der Einsamkeit und Wildheit des Landes stellen und der sengenden Dürre, den Buschfeuern und anderen Widrigkeiten gewachsen sind. Sie sehen das Outback nicht als lebensfeindlich. Es dient vielmehr als Nahrungsquelle und Apotheke. Sogar heftige Überflutungen können für bedrohte Tierarten ein rettender Segen sein.Die in HD gedrehte hochwertige Reihe bietet spektakuläre Luftaufnahmen. Eingefangen von speziellen Helikopterkameras, liefern sie nicht nur einmalige Weitwinkelbilder von Landschaften, sondern auch beeindruckende Nahaufnahmen von Tieren und vermitteln einen bisher völlig unbekannten Blick auf diesen abgelegenen Erdteil.


13:30 Australiens Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Die Küste der Walhaie
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10

Regie: Peter Moers

Das UNESCO-Weltnaturerbe Shark Bay liegt in der Nähe des Ningaloo-Riffs an der Westküste Australiens. Jedes Jahr zwischen März und Juni wird die Bucht zum Futterplatz für Walhaie, die größten Fische der Erde, die sich von Plankton und vom eiweißreichen Laich der Korallen ernähren. Der Meeresbiologe Mark Meekan kommt seit zehn Jahren an die Küste, um das Geheimnis der Walhaie zu erforschen. In einem ehemaligen Schafstall unweit der Ortschaft Coral Bay richten er und sein Team ihre Forschungsstation ein. Die Filmemacher tauchen mit den Wissenschaftlern zu den Walhaien und beobachten die friedlichen Riesen.
Auf einer Landzunge aus tiefrotem Sand schiebt sich der François-Péron-Nationalpark weit in die flachen Gewässer der Shark Bay. Hier ist das Schutzprogramm Project Eden, ein Paradies für Beuteltiere. Nicole Godfrey arbeitet seit zwölf Jahren an der Aufzucht der letzten Zottel-Hasenkängurus und Kaninchennasenbeutler Australiens, die im Parkgelände ausgesetzt werden sollen.
Doch die bekannteste Attraktion von Shark Bay ist der Strand von Monkey Mia. Vor 23 Jahren kam die Meeresforscherin Janet Mann aus den USA erstmals in die Region. Sie hörte von Delfinen, die hier nahe am Strand schwimmen und eine eigene Jagdtechnik entwickelt haben. Sie sah die großartige Chance, die außergewöhnliche Gruppe von Meeressäugern in ihrer natürlichen Umgebung zu erforschen. Die Kamera begleitet sie bei der Beobachtung von jagenden Delfinen, die als einzige Delfinpopulation der Welt Werkzeuge zur Jagd benutzt.

Hintergrundinfo:
Australien ist der älteste Kontinent der Erde. Seit Millionen von Jahren vom Rest der Welt isoliert, gedeihen dort einzigartige Pflanzen und Tiere. Die fünfteilige Reise durch spektakuläre Nationalparks führt in die Wildnis Australiens. Das Kamerateam durchquert üppigen Regenwald und besteigt schneebedeckte Berge, taucht mit Walhaien durch Korallenriffe, sucht in den tasmanischen Wäldern nach den letzten Beutelteufeln und beobachtet Rote Riesenkängurus in der Wüste.


14:15 Australiens Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Kakadu Nationalpark
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10

Regie: Peter Moers

Die aktuelle Folge der Reihe besucht den West-MacDonnell-Nationalpark, der unter anderem vom Finke River, einem der ältesten Flusssysteme der Welt, durchschnitten wird. Der Gebirgszug der MacDonnells erstreckt sich einige Hundert Kilometer in west-östlicher Richtung durch das ansonsten vollkommen flache, wüstenartige Zentrum Australiens. Nur die berühmten abgeschliffenen Sandsteinkuppen von Kata Tjuta und Uluru, auch "The Olgas" und "Ayers Rock" genannt, ragen noch aus dieser riesigen Ebene heraus. 1992 wurde die Bergkette auf ihrer gesamten Länge zum West-MacDonnell-Nationalpark erklärt.
Immer wieder wird das vor 350 Millionen Jahren entstandene Gebirge von Flussläufen durchschnitten, der bekannteste von ihnen ist der Finke River, eines der ältesten Flusssysteme der Welt.
Den markanten Einschnitten des Gebirgszuges sieht man ihre mythische Bedeutung auf den ersten Blick an. Für die Ureinwohner Australiens spielt die Mythologie immer noch eine wichtige Rolle. Rungutjirpa war der Name der Aranda-Aborigenes für das Simpson's Gap. Sie hielten das spektakuläre Felsentor für das sagenhafte Heim einer Gruppe von Riesen, die aus der Zeit Gondwanas, des geologischen Urkontinents, stammen. Das Land war immer der Freund der Aranda-Aborigenes. Von ihm gingen Kraft und Nahrung aus. Als Leckerbissen galten die Honigameisen, die manchmal die einzige Möglichkeit einer vitaminhaltigen, süßen Nahrung boten. Diese Art der Ernährung nennt man in Australien "Bush Tucker"; damit sind Nahrung und Medizin aus der Natur gemeint.
Ein Experte für Bush Tucker ist der Botaniker Peter Latz. Er wuchs in Hermannsburg auf, einer Missionsstadt am Südrand der West Macs. Seine Jugendfreunde waren Aborigenes der Aranda, deren Sprache er beherrscht. Er nutzte seine Heimatregion als Experimentierfeld, um die Feuerempfindlichkeit der einheimischen Gräser, Büsche und Bäume zu erforschen. Nun führt er das Filmteam durch die Region. In spektakulären Aufnahmen der Abbruchkanten, Krater und eigenwillig geformten Landschaften lässt sich der Charakter dieser einzigartigen Landschaften erkennen. Für die Aborigenes sind sie allesamt Spuren der mythischen Regenbogenschlange aus der spirituellen Traumzeit, die durch die Erklärungen und Anekdoten des Botanikers Peter Latz auch dem Europäer verständlich werden.


15:00 Gombessa, Urtier in Untiefen (95 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2011
Wiederholung vom 06.10.

Regie: Gil Kebaili


16:35 Stadt Land Kunst Spezial (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 19/12
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das absolute Muss: Das Nationalmuseum San Carlos in Mexiko-Stadt
Palast, Tabakmanufaktur, Bürogebäude der Nationallotterie und seit 1968 Kunstmuseum: In einem eleganten neoklassizistischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert beherbergt das San-Carlos-Museum im Zentrum von Mexiko-Stadt eine beeindruckende Sammlung europäischer Meister. Wenn die Gemälde von Goya, Ingres oder Bellini reden könnten, würden sie von akrobatischen Kämpfen erzählen …

(1): Frida Kahlos Mexiko
(2): Mexiko – Camino Real, mit Gold gepflasterter Königsweg
(3): Das absolute Muss: Das Nationalmuseum San Carlos in Mexiko-Stadt


17:15 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2018
Erstausstrahlung


18:10 Mit offenen Karten (15 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 19/12
Erstausstrahlung

Ist der Irak nach 15 Kriegsjahren so weit, sich vom Mosaikstaat zur Nation zu entwickeln? Könnte der aufkeimende irakische Nationalismus das Land dazu bringen, ausländische Einmischungen künftig abzulehnen? Vom Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 bis zum Aufstieg der Terrororganisation IS: "Mit offenen Karten" zeichnet die Entwicklung im Irak nach, der seit den Parlamentswahlen vom Mai 2018 nach Frieden und Stabilität strebt.

Hintergrundinfo:
Jede Woche untersucht "Mit offenen Karten" die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt anhand detaillierter geografischer Karten.


18:25 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Bangkoks Riesenmarkt
Reportage Deutschland, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 19/11

Regie: Martin Schacht

In Bangkok, der Hauptstadt Thailands, befindet sich der größte asiatische Markt: der Chatuchak-Markt. Das Angebot auf dem Chatuchak-Markt reicht von Nahrungsmitteln, Pflanzen über Kleider und Möbel bis zu Antiquitäten und Devotionalien. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Eine Stadt in der Stadt, eine Welt voller Farben und Genüsse, voller Träume und Hoffnungen! Von Dienstag bis Donnerstag dominieren auf dem Chatuchak-Markt die Pflanzenhändler – die Straßen verwandeln sich dann in kleine Gärten. Auch Orchideenzüchter Khun Thee aus dem Umland präsentiert hier seine prächtigsten Blüten und Neuzüchtungen. Seltene Orchideen sind Sammlerobjekte und noch während des Aufbaus des Verkaufsstandes sammeln sich die ersten Kunden.Auf den ersten Blick wirkt der Chatuchak-Markt wie ein Labyrinth, tatsächlich herrscht jedoch eine Ordnung. Zwar findet man zwischen T-Shirt-Shops auch Obststände oder Möbelgeschäfte, doch zumindest theoretisch ist Chatuchak nach Warengruppen und Sektionen sortiert. Im überdachten Bereich des Chatuchak-Marktes betreiben diverse Warenhändler ihre Verkaufsstände. Der 27-jährige Vitsanu und seine Familie handeln hier mit Vintage-Mode. Bei ihm findet man original Lederjacken aus den 50er bis 80er Jahren. Nun hat er eine neue Geschäftsidee: Vitsanu will Jacken und Taschen künftig von einem Street-Art-Künstler bemalen lassen. Er glaubt, dass dessen unverwechselbarer Stil großen Erfolg haben wird. Wie wird die Kundschaft reagieren?


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 21/10


19:30 Ein Jahr auf Kihnu in Estland (45 Min.) (HDTV, AD)
Leben zwischen Leichtigkeit und Schwermut
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10
Erstausstrahlung

Regie: Julia Finkernagel

Vor der estnischen Küste kämpft eine winzige Insel gegen die Zeit: Eine Frau im rot gestreiften Rock knattert auf einem alten Moped mit Seitenwagen vorüber. "Wenn du einen Rock wie diesen siehst, dann bist du auf Kihnu", sagt sie. Auf der kleinen Insel in der Rigaer Bucht leben 400 Esten nach alten Regeln und Traditionen. Die Frauen tragen Röcke in verschiedenen Farben für verschieden Umstände in ihrem Leben, man kann also immer erkennen, ob eine Frau gerade keine Sorgen hat oder in Trauer ist.
Das Leben auf Kihnu wurde geprägt durch Abgeschiedenheit und die Abwesenheit der Ehemänner. Diese sind Seeleute oder Fischer und mehr auf dem Wasser als an Land tätig. Die Frauen sind zuständig für Haushalt, Ernte, familiäre Angelegenheiten. So konnte ein kulturelles System entstehen, das von Frauen bestimmt wird. Die hiesigen Traditionen haben jahrhundertelang überlebt und stehen unter dem UNESCO-Schutz für immaterielles Kulturerbe.
Mare ist 41 Jahre alt, Mutter von vier Kindern und auf Kihnu aufgewachsen. Sie hat ein paar Gästezimmer und versucht damit den Balanceakt zwischen Tradition und Moderne bei gleichzeitiger Öffnung für den Tourismus. Ihr Ehemann Olavi arbeitet auf einem Frachtschiff. Tochter Anni spielt die traditionellen Inselinstrumente Akkordeon und Geige. Sie wird mit rotem Rock und Kopftuch groß und lernt die hiesigen Volkstänze in der Schule. Anni will auch in Zukunft auf Kihnu leben und möchte deswegen einen Jungen von der Insel heiraten. Mare betreut die UNESCO-Stiftung auf Kihnu und möchte die alten Höfe erhalten.

Hintergrundinfo:
Regisseurin Julia Finkernagel hat auf Kihnu das Ringen von Jung und Alt um den Erhalt ihrer kulturellen Identität und deren Vereinbarkeit mit modernen Entwicklungen im Laufe eines Jahres beobachtet.


20:15 Der Dreißigjährige Krieg (50 Min.)
Schwerpunkt

30 Jahre lang ist der Alltag in Europa bestimmt von Krieg und Leid. Der Konflikt zwischen 1618 und 1648 war schnell unübersichtlich und verfahren. In Holland dauerte der Krieg sogar 80 Jahre, 1568 hatte er begonnen. Die Reformation des 16. Jahrhunderts ist der äußere Anlass zu einem Glaubenskrieg, der schnell auf den gesamten Kontinent übergreift und am Ende verschiedenste Interessengruppen einschließt. Auslöser ist der zweite Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618, als aufständische Protestanten drei Beamte aus der Burg werfen. Dies galt als Kriegserklärung der böhmischen Protestanten an den katholischen Kaiser. Auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation beginnt ein jahrzehntelanges Ringen um weltliche und religiöse Vormachtstellung. Im Verlauf der Kriegsjahre werden weitere Akteure auf den Plan gerufen, die sich ihrerseits Vorteile von einem Sieg versprechen. So möchten die Habsburger einen Versorgungsweg zwischen Spanien und den Niederlanden etablieren, wodurch sich Frankreich bedroht fühlt. Im Ostseeraum dagegen betrachtet Dänemark mit Sorge die Ambitionen des aufstrebenden Schwedens. Der Krieg weitet sich auf den halben Kontinent aus. Am meisten leidet die Zivilbevölkerung. Nicht auf den Schlachtfeldern finden die Meisten den Tod, sondern durch den Krieg begleitende Hungersnöte, Seuchen und Raubzüge. Unfähig, die Soldaten selbst zu versorgen, erlauben ihnen die Feldherren, sich bei der Bevölkerung zu bedienen. Heere und Flüchtlingsströme durchqueren unaufhörlich die Lande, verbreiten Krankheit und Tod und stehlen die Ernten. In Folge dieser Verhältnisse kommt ein Drittel der Bevölkerung Mitteleuropas ums Leben. Es ist bis heute die höchste Opferbilanz eines Konflikts in Europa.
Nach knapp drei Jahrzehnten kommt es zu einer beispiellosen Friedensanstrengung, die sich über Jahre hinzieht. Am 24. Oktober 1648 tritt schließlich der Westfälische Friede in Kraft und sichert eine neue europäische Ordnung. Da die Verträge in Osnabrück und Münster verhandelt wurden, wird dieses Friedenskommen auch nach diesen beiden Städten benannt. "Kampf um Europa – Der Westfälische Friede. Wie der Dreißigjährige Krieg beendet wurde" von den erfahrenen ARTE-Autoren Hannes Schuler und Holger Preuße erzählt, wie sich die katholischen Mächtigen in Münster und die protestantischen Kriegsherren im nahe gelegenen Osnabrück versammelten, aufhörten zu schießen und der Dreißigjährige Krieg eine Ende fand.
Die sechsteilige Serie "Die eiserne Zeit – Lieben und Töten im Dreißigjährigen Krieg" von Yury Winterberg und David Defendi schildert anhand der Schicksale von bekannten und unbekannten Protagonisten, wie das Leben in diesen eisernen drei Jahrzehnten war. Da wäre zum Beispiel der berühmteste Maler dieser Zeit, Peter Paul Rubens, der als Spion und Diplomat sehr nahe am Geschehen war. Oder der Müllerssohn Peter Hagendorf, der als Söldner an den verschiedensten Fronten kämpfte, raubte, tötete. Und überlebte. Als Frieden war, saß er als Bettler vor dem Dom in Mailand. Und sehnte sich nach einem neuen Krieg.


Der Dreißigjährige Krieg
20:15 Die eiserne Zeit – Lieben und Töten im Dreißigjährigen Krieg (50 Min.)
Verwüstung 1632 – 1633
Folge 4 von 6
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10
Erstausstrahlung

Regie: Rick Ostermann

In der vierten Episode verbreitet sich die Nachricht von der Verwüstung Magdeburgs im Mai 1631 wie ein Lauffeuer in ganz Europa. Tausende von Flugblättern prangern die bei der sogenannten Magdeburger Hochzeit an Protestanten verübten Gräueltaten an. Zu Hunger und Plünderungen kommt ein weiteres Übel: die Pest.
Die Nachricht von der Verwüstung Magdeburgs im Mai 1631 verbreitet sich wie ein Lauffeuer in ganz Europa. Tausende von Flugblättern prangern die bei der sogenannten Magdeburger Hochzeit an Protestanten verübten Gräueltaten an. Selbst in den katholischen Ländern rufen sie Angst und Schrecken hervor. Der Kaiser geht geschwächt aus dieser Belagerung hervor, während die schwedischen Truppen immer weiter nach Süden vordringen. Ihr Einmarsch in Wien hätte das Ende der Habsburger bedeutet. Zu Hunger und Plünderungen kommt ein weiteres Übel: die Pest. Sie rafft die Bevölkerung ganzer Städte dahin, darunter auch Biberach, wo die Wirtin Barbara Gseller lebt. In einem bis heute erhaltenen Bericht schildert sie, wie die Katholiken und Protestanten von Biberach, die bis dahin friedlich zusammengelebt und in derselben Kirche gebetet hatten, nach dem Einmarsch der Schweden gezwungen waren, sich für eines der beiden Lager zu entscheiden. Der Krieg wütet im ganzen Reich, seinen Heerführern eilt ein schrecklicher Ruf voraus. Wallenstein, Pappenheim, Holck und Wrangel häufen bei den Plünderungen gewaltige Schätze an, während die Bevölkerung unter ihren Truppen leidet, die erbarmungslos vergewaltigen, foltern und brandschatzen. Von brutaler Gewalt ist auch die Schlacht bei Lützen geprägt, bei der der schwedische König Gustav II. Adolf das Leben verliert. Eine ausführliche Beschreibung der Schrecken dieses Krieges findet sich im Tagebuch des gefürchteten, doch am Ende kriegsmüden Söldners Peter Hagendorf.

Hintergrundinfo:
2018 jährt sich ein besonderes Ereignis: der Beginn des Dreißigjährigen Krieges 1618. Die sechsteilige Doku-Drama-Serie "Die eiserne Zeit – Lieben und Töten im Dreißigjährigen Krieg" erzählt den Dreißigjährigen Krieg aus Sicht derjenigen, die ihn hautnah erlebten: Offiziere, Soldaten, Könige, Bauern, Priester und Kaufleute. Ihre Berichte, Briefe und Tagebuchaufzeichnungen verdichten die Serie zu einem emotionalen, ungemein packenden Zeitgemälde.


Der Dreißigjährige Krieg
21:05 Die eiserne Zeit – Lieben und Töten im Dreißigjährigen Krieg (55 Min.)
Rache 1634 – 1640
Folge 5 von 6
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10
Erstausstrahlung

Regie: Rick Ostermann

In der fünften Episode tritt Frankreich in den Krieg ein, nachdem die katholischen Streitkräfte Spaniens im Bündnis mit den Kaiserlichen die Schweden zurückgedrängt haben. Bei ihrem Rückzug standen die Schweden den Kaisertruppen in Wittstock gegenüber und trugen einen deutlichen Sieg davon – ein herber Rückschlag für den Kaiser. Den Franzosen gelingt es im November 1636, die durch die Spanier belagerte Stadt Corbie wieder einzunehmen – eine entscheidende Wendung im Verlauf des Krieges.
Der Religionskrieg beschwor einen gnadenlosen Kampf um die Vorherrschaft in Europa herauf. Zum Ausgleich der katastrophalen militärischen Einbußen strömten Tausende Söldner vom ganzen Kontinent herbei. Hagendorf kämpfte von nun an im schwedischen Heer und wurde Zeuge des grausamen Hasses, der sich zwischen den Soldaten und der geplünderten und ausgehungerten Zivilbevölkerung verbreitete. Die junge Anna Margareta von Haugwitz lernte Carl Wrangel, den Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen, kennen und heiratete ihn, als die katholischen Streitkräfte Spaniens im Bündnis mit den Kaiserlichen die Schweden zurückdrängen. Jetzt trat auch Frankreich in den Krieg ein, während der Kaiser durch den Prager Friedensvertrag mit den protestantischen deutschen Fürsten seine politische Autorität im Heiligen Römischen Reich wiederherstellen konnte. Der Konflikt nahm eine neue Wendung. Die kaiserlichen Streitkräfte rückten bis nach Paris vor, während der Kapuziner Père Joseph an der Seite des bereits geschwächten Richelieu den Widerstand steuerte. Bei ihrem Rückzug standen die Schweden den Kaisertruppen in Wittstock gegenüber und trugen einen deutlichen Sieg davon – ein herber Rückschlag für den Kaiser, der seine Truppen aus Frankreich abzog. Zur gleichen Zeit lieferten sich Franzosen und Spanier bei Corbie in der Picardie eine erbitterte Schlacht, aus der das französische Heer siegreich hervorging. Dieser unerwartete Triumph im November 1636 stellte eine entscheidende Wendung im Verlauf des Krieges dar.

Hintergrundinfo:
2018 jährt sich ein besonderes Ereignis: der Beginn des Dreißigjährigen Krieges 1618. Die sechsteilige Doku-Drama-Serie "Die eiserne Zeit – Lieben und Töten im Dreißigjährigen Krieg" erzählt den Dreißigjährigen Krieg aus Sicht derjenigen, die ihn hautnah erlebten: Offiziere, Soldaten, Könige, Bauern, Priester und Kaufleute. Ihre Berichte, Briefe und Tagebuchaufzeichnungen verdichten die Serie zu einem emotionalen, ungemein packenden Zeitgemälde.


Der Dreißigjährige Krieg
22:00 Die eiserne Zeit – Lieben und Töten im Dreißigjährigen Krieg (55 Min.)
Frieden 1646 – 1649
Folge 6 von 6
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 27/10
Erstausstrahlung

Regie: Rick Ostermann

In Episode sechs keimt nach über 25 Kriegsjahren Hoffnung auf Frieden auf. Doch bis dahin beherrschen erneute Kämpfe und Plünderungen das Land. In Biberach werden bei einer Hexenjagd zahlreiche protestantische Frauen beschuldigt, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben …
Der Krieg währt schon seit rund 25 Jahren, als endlich Hoffnung aufkeimt: Die kriegführenden Parteien beschließen, in Westfalen miteinander zu verhandeln. Doch bis dahin wird weiter gekämpft, denn jedes Lager versucht, günstige Ausgangsvoraussetzungen für die Verhandlungen zu schaffen. Die vielen Schlachten sorgen erneut für viele Kämpfe und Plünderungen in der Bevölkerung. In Biberach beunruhigt die von den Unterhändlern in Aussicht gestellte Rechtegleichheit für Katholiken und Protestanten die Mächtigen, die daraufhin bei einer Hexenjagd zahlreiche protestantische Frauen beschuldigen, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Auch Barbara Gseller gehört dazu. Nach fünfjährigen Verhandlungen wird endlich Frieden geschlossen – ein Frieden ohne Sieger. Anna und Carl Wrangel gehen zurück nach Schweden und errichten dort ein Schloss, das noch heute von diesen bewegten Zeiten zeugt. Peter Hagendorf hat als einer der wenigen überlebenden Veteranen den gesamten Dreißigjährigen Krieg miterlebt. Mit dem Westfälischen Frieden zeichnet sich ein Europa ab, in dem die verschiedenen Nationen und Religionen gleichberechtigt nebeneinander existieren und in Dialog treten. Dieses völlig neue Konzept enthält bereits den Keim des modernen Europa, wie es sich in den folgenden Jahrhunderten herausbilden soll. 1648 markiert den Beginn einer neuen Ära: Auf diese finstere Epoche folgt endlich das Zeitalter der Aufklärung.

Hintergrundinfo:
2018 jährt sich ein besonderes Ereignis: der Beginn des Dreißigjährigen Krieges 1618. Die sechsteilige Doku-Drama-Serie "Die eiserne Zeit – Lieben und Töten im Dreißigjährigen Krieg" erzählt den Dreißigjährigen Krieg aus Sicht derjenigen, die ihn hautnah erlebten: Offiziere, Soldaten, Könige, Bauern, Priester und Kaufleute. Ihre Berichte, Briefe und Tagebuchaufzeichnungen verdichten die Serie zu einem emotionalen, ungemein packenden Zeitgemälde.


22:55 Die heilsame Kraft der Meditation (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 20/10 bis 19/12

Regie: Benoît Laborde

Die Meditation ist längst nicht mehr nur eine religiöse Praxis. Heute wird ihre Wirkung medizinisch erforscht, was vielleicht bald neuen Behandlungsverfahren den Weg bahnen wird. Psychiater, Neurologen und Molekularbiologen wie Jon Kabat-Zinn haben eine Reihe positiver Auswirkungen des Meditierens auf die Funktion des menschlichen Gehirns und Organismus beobachtet. Dank der neuen Erkenntnisse hielten Meditationstechniken in Europa und den USA auch Einzug in den Krankenhausalltag. Sie werden begleitend bei der Behandlung verschiedener Krankheiten wie Depressionen, Angststörungen oder auch bei chronischen Schmerzen eingesetzt. Wie aber kann der Geist den Körper beeinflussen, und bis zu welchem Grad? Die Forscher beginnen, die biologischen Mechanismen zu verstehen, die dabei eine Rolle spielen. Durch regelmäßiges Meditieren lassen sich Gefühle besser regulieren, was wiederum dazu führt, dass die schädliche Wirkung von Stresshormonen auf unser Immunsystem vermindert wird. Auf diese Weise, so der derzeitige Forschungsstand, ist die Meditation in der Lage, entzündliche Erkrankungen, Abwehrkräfte und sogar die Zellalterung positiv zu beeinflussen. Außerdem verändert Meditieren nachweisbar die Hirnareale und verlangsamt möglicherweise die Hirnalterung. Die Dokumentation begleitet verschiedene wissenschaftliche Experimente, erläutert die komplexen physiologischen Zusammenhänge zwischen dem meditierenden Gehirn und dem Organismus und zeigt, welche medizinischen Anwendungen derzeit bereits möglich sind.


23:45 Philosophie (30 Min.) (HDTV, UT)
Wer hat den Koran geschrieben?
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 19/12
Erstausstrahlung

Regie: Philippe Truffault
Gäste: Rachid Benzine, Mohamed Bajrafil

"Philosophie" widmet sich in dieser Folge der Frage: Wer hat den Koran geschrieben? Rachid Benzine ist Islamwissenschaftler und Politologe. Mohamed Bajrafil ist Sprach- und Islamwissenschaftler sowie Imam an der Moschee in Ivry-sur-Seine.
Rachid Benzines These ist einleuchtend: Der Text des Korans und dessen Bedeutung kann nur dann verstanden werden, wenn man ihn in die Kultur seiner Entstehungszeit zurückversetzt. Benzine interpretiert den Koran aufgrund der Tatsache, dass der Koran von Menschen verfasst wurde, um von Menschen verstanden zu werden – ohne jeglichen Anspruch auf eine absolute, unumstößliche Wahrheit. Der franko-marokkanische Islamwissenschaftler und Politologe Rachid Benzine lehrte am Institut für Politikwissenschaften in Aix-en-Provence, an der Université catholique de Louvain (UCL) in Louvain-la-Neuve und an der Faculté de théologie protestante de Paris, wo er auch als Forscher am Fonds Paul Ricoeur arbeitet. Außerdem ist er Mitherausgeber der Reihe "Islam des lumières" im Verlag Albin Michel.

Hintergrundinfo:
Jeden Samstag lädt ARTE zum Philosophieren ein. Der Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen. Jede Woche zu einem neuen Thema.


00:15 Square für Künstler (25 Min.)
Ist Sprache sexistisch?
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 19/11
Erstausstrahlung

Es ist ein jahrhundertealter Streit, der mit der aktuellen feministischen Welle weitergeht: die männliche Dominanz in der Sprache.
Beispiel Schule: In Frankreichs Schulen zementieren bereits in den ersten Schuljahren Grammatik und Rechtschreibung die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Dabei existieren manche Regeln erst seit dem 19. Jahrhundert. Im Deutschen herrscht das Männliche nicht über das Weibliche. Es treten aber andere Merkwürdigkeiten auf: Die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen heißt "Deutsche Fußballmannschaft der Frauen", weil das Wort Team mit dem Präfix "man" aufgebaut ist. Die Idee, Sprachen herrschaftsfreier zu gestalten, existiert. In der Debatte zwischen Befürwortern und Gegnern für und gegen neue Regeln geht es den Beteiligten nicht nur um ein Abbild sich ändernder gesellschaftlicher Verhältnisse im Duden.

Hintergrundinfo:
"Square" ist das bimediale Magazin auf ARTE. Die Sendung stellt die philosophischen, literarischen, künstlerischen und technischen Innovationen unserer heutigen Gesellschaften in den Mittelpunkt. Es geht um neue Ideen in allen Bereichen – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern weltweit.


00:40 Kurzschluss – Das Magazin (55 Min.)
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 18/01
Erstausstrahlung


01:35 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 20.10.


01:55 Milliarden für den Terror (60 Min.)
Dokumentarfilm Frankreich, 2016
Wiederholung vom 09.10.


02:55 Royal Dinner (30 Min.) (HDTV)
Habsburger Tafelfreuden
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 20/10 bis 28/10

Regie: Matthieu Valluet

Die aktuelle Folge bietet ein opulentes Mahl aus der Zeit der habsburgischen K.-u.-k.-Monarchie in Österreich-Ungarn. Gänsestopfleber in Madeirasoße, Kalbsrücken mit Artischocken Bäckerinnen-Art und Sachertorte. Heute zelebriert Michel Roth die Küche, wie sie am Wiener Hof in den Zeiten der K.-u.-k.-Monarchie beliebt war. Diese Küche gibt der Kombination aus süß und salzig viel Raum und führt deutsche und ungarische, aber auch italienische und französische Einflüsse zusammen. Der in der europäischen Kulturgeschichte einmalige Schmelztiegel prägte sowohl die kaiserliche Tafel als auch die Küche der Wiener Restaurants Ende des 19. Jahrhunderts. Das ist Grund genug, um sich eine der interessantesten Epochen der europäischen Gastronomiegeschichte ein wenig näher anzuschauen. Die Historikerin Catherine Horel und Olivia Lichtscheidl, Kuratorin des Sisi Museums in der Wiener Hofburg, lassen sich gern zu Tisch bitten.

Hintergrundinfo:
Die Reihe beschäftigt sich mit Esskultur in ihrer geselligsten Ausprägung – dem Festmahl. Dabei gibt jede Folge dem Sternekoch Michel Roth die Gelegenheit, ein neues, von einer bestimmten Epoche oder einem bestimmten Ort inspiriertes Menü zusammenzustellen, zuzubereiten und natürlich auch mit seinen Gästen zu genießen. Dazu gesellen sich Historiker, Küchenchefs und Schriftsteller, die sich mit ihren Gastgebern auf eine Zeitreise durch die unterschiedlichsten Geschmacksepochen begeben.


03:25 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 20/10 bis 19/12
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:15 Begegnung mit den Meeresvölkern (26 Min.) (HDTV)
Mosambik: Die Vahoka – Das Sandlabyrinth
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 16.10.

Regie: Julien Naar


04:41 Sendeschluss

*

Sonntag, 21. Oktober 2018


05:15 Joan Miró (50 Min.) (HDTV)
Farben, Feuer, Freiheit
Dokumentation Frankreich / Spanien, 2016
Wiederholung vom 14.10.

Regie: Albert Solé Bruset


06:05 Die Zeichnungen des Christian Dior (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2018
Wiederholung vom 30.09.

Regie: Loïc Prigent


07:00 Karambolage (15 Min.) (HDTV, UT)
Magazin Deutschland / Frankreich, 2017
Wiederholung vom 14.10.

Regie: Claire Doutriaux


07:15 Kur Royal (45 Min.) (HDTV)
Der Geist von Bad Ragaz-Pfäfers
Dokumentationsreihe Deutschland, 2011
Wiederholung vom 30.09.

Regie: Monika Kirschner


08:00 Göttlich! (30 Min.) (HDTV)
Buddhismus
Kindersendung Frankreich, 2016
Online verfügbar von 21/10 bis 20/11

Regie: Cécile Déroudille

Ist Buddha ein Gott? Muss man wissen, woran jemand glaubt, um eine Person wirklich zu kennen? In der Doku-Reihe "Göttlich!" antworten gläubige und konfessionslose Experten auf die Fragen von Kindern zwischen 10 und 15 Jahren und zeigen Schnittstellen zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen auf: Geschichte, Geografie, Feiertage und Rituale. Die Folge zum Buddhismus erklärt, dass Yoda aus "Krieg der Sterne" nach dem Vorbild eines buddhistischen Mönchs entstand und warum der Lotus eine heilige Blume ist. Mit der buddhistischen Nonne Marie-Stella Boussemart, dem Schriftsteller Jean-Claude Carrière, der Religionshistorikerin Ysé Tardan-Masquelier und der Anthropologin Nadine Weibel


08:30 Schau in meine Welt! (25 Min.) (HDTV)
Loden – Der kleine Mönch
Kindersendung Deutschland, 2012
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10

Regie: André Hörmann

Loden ist zwölf Jahre alt und lebt in einem buddhistischen Kloster in Nepal – weit weg von zu Hause. Seine Familie ist arm, und seit sie Loden nicht mehr ernähren muss, kommt sie besser zurecht. Seine Eltern hätten ihn am liebsten zu Hause behalten, doch er bestand darauf. Zu Beginn fiel es dem damals Zehnjährigen noch schwer, sich an das Klosterleben zu gewöhnen, vor allem das frühe Aufstehen um fünf Uhr. Aber inzwischen hat sich der kleine Mönch an den streng geregelten Tagesablauf aus beten, meditieren und lernen gewöhnt. Die jungen Mönche lernen nicht nur Gebete auswendig, sie spielen auch Instrumente und töpfern ihre eigenen Tonfiguren für die Zeremonien.
Am liebsten mag er jedoch das Fußballspielen in den Pausen. Er ist großer Fan von Didier Drogba und dem englischen Spitzenverein Chelsea. Im Kloster gehört Loden inzwischen zu den eifrigsten Schülern. Er will unbedingt ein großer Lama – ein besonders gelehrter Mönch - werden, noch lieber als Fußballprofi. Um das zu schaffen, muss er die wichtigen Jahresprüfungen unbedingt bestehen.
Englisch bereitet ihm momentan die größten Sorgen. Nur wenn er in allen Fächern erfolgreich ist, darf er an den Gebeten zu Buddhas Geburtstag teilnehmen. Das ist eine große Ehre, denn an dem wichtigsten Festtag des Klosters kommen die Leute von überallher, um von den Mönchen gesegnet zu werden.
Manchmal vergleicht er sein früheres Leben mit dem von heute. Er stellt fest, dass er im Kloster viel glücklicher ist. Er genießt die Nähe zur Natur und den Bergen. Nur manchmal vermisst er seine Eltern. Dann sehnt er sich nach einer Umarmung und dem Duft aus der Küche seiner Mutter.

Hintergrundinfo:
Die Doku-Reihe "Schau in meine Welt!" ist eine Einladung und zugleich die Eintrittskarte in Lebenswelten, die Kindern bislang nicht bekannt waren. Mit den Geschichten ermöglicht "Schau in meine Welt!" seinen Zuschauern einen Blick über den Tellerrand, gewährt ganz neue Einblicke, wirbt um Verständnis gegenüber dem Fremden und Unbekannten und macht die Welt erlebbar. Und damit weckt die Reihe nicht nur die Neugier der Zuschauer, sondern vermittelt ihnen auch Wissen. "Schau in meine Welt!" bietet Wertevermittlung im besten Sinne und öffnet Horizonte. Die Doku-Reihe zeigt, dass Kinder zwar sehr unterschiedliche Geschichten zu erzählen haben, dass sie jedoch im Kern ihres Wesens alle gleich sind.


08:55 Mein schönes Dorf im Land der Kanaken (25 Min.) (HDTV)
Kindersendung Frankreich, 2016
Online verfügbar von 21/10 bis 20/11

Regie: Robin Chiuzzi

Neukaledonien, eine Insel mitten im Südpazifik: Hier ist Joseph zu Hause. Der Junge gehört zum Stamm der Touaourou und lebt an der Côte Oubliée, der "vergessenen Küste", wo rote Erde die Landschaft prägt. Joseph gibt Einblicke in sein Leben und in den Alltag seines Stammes und lädt ein in dieses kleine Stückchen Paradies – ein gesegneter und zugleich geheimnisvoller Ort. Eine Reise zu den melanesischen Ureinwohnern!

Hintergrundinfo:
"Mein schönes Dorf in …" lädt den Zuschauer dazu ein, das Leben und den Alltag von Jugendlichen in weit von uns in Europa entfernten Regionen der Welt wie Westafrika, dem Himalaya oder einer Insel im Pazifischen Ozean zu entdecken.


09:20 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10
Erstausstrahlung


09:35 Love & Friendship (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Spielfilm Frankreich / Irland / Niederlande, 2016
Wiederholung vom 30.09.
Produktion: Chic Films, Blinder Films, Revolver Amsterdam, ARTE France Cinéma

Rollen und Darsteller:
Lady Susan Vernon – Kate Beckinsale
Catherine Vernon – Emma Greenwell
Reginald DeCourcy – Xavier Samuel
Frederica Vernon – Morfydd Clark
Sir James Martin – Tom Bennett
Alicia Johnson – Chloë Sevigny
Charles Vernon – Justin Edwards

Regie: Whit Stillman
Produzent: Lauranne Bourrachot, Katie Holly, Whit Stillman
Drehbuch: Whit Stillman
Musik: Benjamin Esdraffo
Kamera: Richard Van Oosterhout
Schnitt: Sophie Corra


11:05 Vox Pop (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Thepot
Moderation: Nora Hamadi

Das große Geschäft mit dem Wohlfahrtstourismus
Über 1,6 Millionen Menschen verbringen ihren Urlaub als "Wohlfahrtstouristen". Ob ihr humanitärer Beitrag effizient ist, sei dahingestellt, sicher ist jedoch, dass das Geschäft für die Veranstalter mit rund zwei Milliarden Euro Umsatz durchaus lukrativ ist. Inzwischen bieten zahlreiche Reiseunternehmen für teures Geld Einsätze à la carte in zahlreichen Ländern an. Jetzt werden Stimmen laut, die den humanitären Tourismus als zynischen Markt anprangern, der meist ineffizient und zuweilen sogar gefährlich ist.
Kontroverse der Woche: Hilft der Einsatz dieser Freiwilligen tatsächlich der lokalen Bevölkerung?
"Natürlich!", schwärmen die Veranstalter. "Diese Reisen bereichern die Einheimischen ebenso wie die Touristen. Und bis ans andere Ende der Welt zu fliegen, um benachteiligten Menschen zu helfen, macht sich zudem gut im Lebenslauf." "Nein, es ist unmöglich, Menschen von heute auf morgen auf humanitäre Missionen zu schicken, das ist kriminell", kritisieren die NGOs, die professionelle humanitäre Hilfe leisten.
Recherche der Woche: "Vox Pop" ermittelt in Frankreich, Italien und Großbritannien über Reiseveranstalter für humanitären Tourismus.

Hintergrundinfo:
"Vox Pop" berichtet jede Woche über das europäische Zeitgeschehen. Diese Woche stößt das Magazin wieder zwei Diskussionen an: Eine Recherche in Frankreich, Italien und Großbritannien nimmt den Wohlfahrtstourismus unter die Lupe, und eine Reportage führt "Vox Pop" nach Belgien, wo Stadtpolizisten durch ihre eigenen, ihnen zuvor gestohlenen Dienstwaffen sterben mussten. Interviewgast der Woche ist Bruno Beschizza, Bürgermeister einer Pariser Vorstadt und ehemaliger Polizist.


11:45 Ein Jahr auf Kihnu in Estland (45 Min.) (HDTV, AD)
Leben zwischen Leichtigkeit und Schwermut
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 20.10.

Regie: Julia Finkernagel


12:30 Die gefährlichsten Schulwege der Welt (45 Min.) (HDTV)
Mexiko
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 06.10.

Regie: Marc Kosak


13:15 Die gefährlichsten Schulwege der Welt (45 Min.) (HDTV)
Mongolei/Arkhangai Aimak: Auf dem Pferderücken durch das Eis
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 13.10.

Regie: Karsten Scheuren


Der Dreißigjährige Krieg
14:00 1648 – Der lange Weg zum Frieden (90 Min.)
Wie der Dreißigjährige Krieg beendet wurde
Dokudrama Deutschland, 2018
Online verfügbar von 21/10 bis 19/01
Erstausstrahlung

Regie: Holger Preuße

Unvorstellbare 30 Jahre lang verwüsten ab 1618 Heerführer und marodierende Söldnertruppen halb Europa. Es ist ein komplexer, vielschichtiger Konflikt: Auf der einen Seite bekämpfen sich, ein Jahrhundert nach der Reformation, Katholiken und Protestanten. Auf der anderen Seite ist es ein Ringen um die Vorherrschaft auf dem Kontinent, an dem fast alle europäischen Großmächte beteiligt sind. Mit fatalen Folgen: Im ersten europäischen Flächenbrand sterben allein in "teutschen Landen" etwa vier Millionen Menschen. Als es endlich zu Friedensverhandlungen kommt, einigen sich die Kriegsparteien hierfür auf zwei Orte im Herzen Europas: Münster und Osnabrück. Hier wird fünf Jahre lang auf dem ersten internationalen Kongress um die Zukunft des Kontinents gerungen, der Kampf auf den Schlachtfeldern auf dem diplomatischen Parkett fortgesetzt. Es sind Gesandte und Vertreter aller kriegführenden Parteien, die im Auftrag ihrer Herrscher agieren.

Hintergrundinfo:
Das Doku-Drama erweckt die spannenden Verhandlungen zum Leben und zeigt eindrücklich, wie viel List und Überzeugungsarbeit notwendig waren, bis der Westfälische Friede im Oktober 1648 unterzeichnet werden konnte. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Akteure, die Gesandten des Habsburger Kaisers, die Unterhändler Frankreichs und Schwedens und schließlich die Vertreter der Reichsstände. Damit konzentriert sich der Film auf die Friedensmacher und eröffnet so einen anderen Blick auf den Dreißigjährigen Krieg.


15:30 Egon Schiele (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 20/11
Erstausstrahlung

Regie: Herbert Eisenschenk

Einsamkeit, Neugierde am Okkulten, Ablehnung, Verehrung. Lust und Laster, Verdammung, Bestrafung. Nicht zu vergessen der kurze und kometenhafte Aufstieg in die strahlenden Höhen des Künstlerolymps, der sinnlos erscheinende frühe Tod, schließlich die Gegenwart mit Verehrungs- und Heiligsprechungstendenzen. Dies sind die Bausteine des kurzen Lebens von Egon Schiele. Sie und seine bis heute schwer zu entschlüsselnde Kunst bilden bis heute, 100 Jahre nach seinem Tod, jenes Material, aus dem die Legenden der Unerreichbaren gefertigt sind.
Aber wer sich die Mühe macht, sich nicht von dieser affektbeladenen Fassade einschüchtern zu lassen, sondern hinter diese zu blicken, dem sollte es auch gelingen, in seiner Kunst die Seele des Menschen Schiele zu erkennen. Diese Begegnung mag verstören: Das, was sie uns mitzuteilen hat, wurde oft mit brutaler Ehrlichkeit auf Leinwände und Papier gebannt. Es ist weit entfernt von Schönheit und Harmlosigkeit angesiedelt.
Egon Schiele entkleidet die Gesellschaft und sich selbst nachhaltig und im doppelten Sinne. Wie Sigmund Freud drang auch er in jene Zonen des Menschseins vor, wo ästhetisches Empfinden eine untergeordnete Rolle spielt. Sein Blick legte die aus dem Verborgenen heraus wirkenden menschlichen Triebe genauso schonungslos frei, wie er menschliches Sein als Leidensweg des physischen und seelischen Schmerzes entzifferte.


16:25 Erstaunliche Gärten (30 Min.) (HDTV)
Der Garden of Cosmic Speculation in Schottland
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 21/10 bis 28/10

Regie: Pat Marcel, Stéphane Carrel

An der südlichen Grenze Schottlands, zwei Stunden von Glasgow entfernt, liegt in den runden Torfhügeln nahe der Stadt Dumfries der Garden of Cosmic Speculation. Ein der Wissenschaft, der Kosmologie, dem Chaos und dem Universum gewidmeter Garten. Die Geschichte dieses Gartens beginnt 1988, als sich der Architekt Charles Jencks und seine Gattin Maggie Keswick in das Haus von Maggies Eltern verlieben, in das Gut Portrack House, ein in gregorianischem Stil gestaltetes Farmhaus, umgeben von Wäldern und Wiesen. Schnell verwandelt das Ehepaar das Land in einen erstaunlichen, zwölf Hektar großen Privatgarten. Ihre Liebesgeschichte mit der Natur dauert 17 Jahre, bis zu Maggies Tod. Doch sie inspiriert Charles Jencks auch weiterhin, der den Garden of Cosmic Speculation zu seinem Lebenswerk gemacht hat. Charles Jencks ist Architekt und machte sich als Theoretiker der Postmoderne in der Architektur einen Namen, Maggie Keswick war Landschaftsarchitektin, Spezialistin für chinesische Gärten und Verfasserin des Standardwerks "The Chinese Garden". Aus dem Zusammentreffen ihrer unterschiedlichen Interessen entstand eine neue Form der Gartenkunst, in der die beiden ihre jeweiligen Interessensgebiete – Naturwissenschaft und Feng Shui – vereinten. Mit der Unterstützung von Biologen, Mathematikern und Astrophysikern gestaltete Charles Jencks ein herausragendes Werk der Gartenkunst. Der riesige Garten an der Schnittstelle zwischen Mathematik und Kosmologie erzählt nicht weniger als die Geschichte des Universums: vom kleinsten Baustein bis zum großen Ganzen, von der DNA bis zu Schwarzen Löchern. Mit diesem Thema hat der Garten auch die Landschaftsgestaltung revolutioniert.

Hintergrundinfo:
Die fünfteilige Dokumentationsreihe "Erstaunliche Gärten" besucht außergewöhnliche Gärten weltweit und stellt jüngste Entwicklungen in der Landschaftsgestaltung vor. Außerdem lässt sie Menschen zu Wort kommen, die mit viel Kreativität und Erfindungsgeist poetische Freiräume in einer zunehmend verstädterten Welt schaffen.


16:55 Metropolis (45 Min.)
Beirut
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 21/10 bis 19/01
Erstausstrahlung

Der Reiz des Radikalen
Warum rechtes Gedankengut heute so erfolgreich ist.
Fremdenfeindlichkeit, radikaler Nationalismus und eine Gesinnung, welche die liberale Demokratie in Frage stellt: Was früher ein Randphänomen war, ist jetzt in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wie konnte es so weit kommen? Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer hat darauf klare Antworten.

(1): Metropole: Beirut, die unsterbliche Stadt
(2): Ebony Bones, die Alleskönnerin
(3): Lukas Rietzschels literarischer Faustschlag
(4): Brauchen wir mehr Rausch?
(5): Jean-Michel, der Bastler
(6): Der Reiz des Radikalen


17:40 Die letzten Sonaten von Beethoven mit Alexandre Tharaud (45 Min.)
Musik Frankreich, 2018
Online verfügbar von 21/10 bis 20/03
Erstausstrahlung

Regie: Mariano Nante

Mitwirkende: Alexandre Tharaud (Klavier)

Ludwig van Beethoven wirft in seinen letzten beiden Sonaten einen Blick in die Tiefen der menschlichen Seele. Er führt aus der Verzweiflung in eine hoffnungsvolle Glückseligkeit. Unter diesen "psychologischen" Gesichtspunkten inszenierte Regisseur Mariano Nante die beiden Musikstücke filmisch so, dass der Einfluss des sowjetischen Regisseurs Andrej Tarkowski deutlich spürbar wird. Der Pianist Alexander Tharaud spielt in verlassenen Schlössern – magischen Orten, die zu einer besinnlichen Reise in Bildern und Musik einladen.
Ein Mann irrt durch ein verlassenes Haus. Der Ort wirkt wie ein Labyrinth. Auf Dielen und Wänden hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Wasser sickert durch die Wände, die Pflanzen haben das Mauerwerk für sich gewonnen. Zerbrochene Fenster, Staubflocken, zerrissene Vorhänge und bröckelnder Putz zeugen davon, dass hier schon lange niemand mehr wohnt. In einem Raum stößt der Mann plötzlich auf ein altes, mit einem Laken verhangenes Klavier. Das Instrument erscheint wie ein Schlüssel zu einer anderen Zeit …
An diesem Ort stimmt er die letzten Sonaten von Beethoven an. Die Kamera streift weiter langsam weiter durch den Raum, sich in aller Ruhe den Formen und Texturen, dem Spiel von Licht und Schatten widmend. Die letzten beiden Sonaten Beethovens, op. 110 und 111, erforschen die Tiefen der menschlichen Seele und führen aus der Verzweiflung in eine hoffnungsvolle Glückseligkeit. Als er sie niederschrieb, hatte der Komponist bereits das Gehör verloren, was sein Verhältnis zur Außenwelt entscheidend beeinflusste. Unter diesen psychologischen Gesichtspunkten inszenierte Regisseur Mariano Nante auf eine Art und Weise, die an den sowjetischen Filmemacher Andrej Tarkowski erinnert. Die Aufnahmen aus verlassenen Schlössern, festgehalten von Kameramann Giorgos Arvanitis, und das Spiel des Pianisten Alexandre Tharaud evozieren Isolierung und Innenschau. Sie bieten eine besinnliche Reise in Bildern und Musik.


18:25 Zu Tisch (30 Min.) (HDTV, UT)
Nordschweden
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 20/11

Regie: Holger Preuße

Im Norden Schwedens liegt die Region Bottniska viken. Der Bottnische Meerbusen ist der nördlichste Ausläufer der Ostsee zwischen Schweden und Finnland. Seine Lebensader sind gewaltige Flüsse, die unablässig Frischwasser ins Meer transportieren. In den Gewässern nahe der Küste ist der Salzgehalt so gering, dass ganz eigene Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere herrschen. Beste Voraussetzungen für einen besonderen Fisch. Aus dem Rogen der Kleinen Maräne wird edler Kaviar, sogenannter Kalix-Kaviar gewonnen. Zwischen dem 20. September und Ende Oktober sind die Fischer mit ihren Trawlern unterwegs und machen Jagd auf die Kleine Maräne. Für Fischer Kent Karlsson herrscht Hochbetrieb in der kurzen Fangsaison. Dann muss er einen großen Teil seines Jahreseinkommens verdienen. Seine Frau Teija Aho sorgt für das leibliche Wohl. Teija und Kent essen in erster Linie Fisch - selbstverständlich auch Kalix-Kaviar. Er ist eine Vorspeise und wird auf sehr einfache Weise zubereitet, traditionell mit roten Zwiebeln und Crème fraîche, aufgepeppt mit etwas Avocado und Dill. Auf keinen Fall darf zum Kaviar Tunnbröd fehlen. Das Dünnbrot wird nur noch in wenigen Bäckereien von Hand gebacken. Hin und wieder gibt es Fleisch, allerdings nicht vom Elch oder Rentier, wie in Nordschweden üblich, sondern vom Hasen. Kent und Teija sind leidenschaftliche Jäger. Auf der Schäreninsel, die sie inmitten der Ostsee alleine bewohnen, hat sich in den vergangenen Jahren die Hasenpopulation erhöht. "Dieses Fleisch hier ist das Beste, was es gibt. Die Tiere leben auf derselben Insel wie wir. Wir wissen also, dass sie ein glückliches Leben hatten, bevor sie auf dem Teller landen!", meint Teija. Das Hasengulasch bereitet sie mit Schokolade und Ingwer zu.

Hintergrundinfo:
"Zu Tisch" reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart.


18:55 Karambolage (15 Min.) (HDTV, UT)
Magazin Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 05/10
Erstausstrahlung

Regie: Claire Doutriaux

Das Rätsel
Und zum Schluss der Sendung wie immer ein Rätsel – wie auch die Lösung des Rätsels der vorangegangenen Woche.

Hintergrundinfo:
Sonntags gegen 19.00 Uhr führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: Ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück … vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 21/10 bis 22/10


19:30 Entdecker der Wellness (45 Min.)
Das alte Indien
Dokumentationsreihe Österreich, 2007

Regie: Peter Bardehle, Wolfgang Thaler

In Indien wurde bereits vor 4.000 Jahren eine Art "Röntgen"-Verfahren entwickelt. Dabei konnten mit Hilfe von Termitenerde Knochenbrüche und innere Krankheiten auf der Haut sichtbar gemacht werden. Die Archäologen der indischen Universität Baroda haben bei einer archäologischen Ausgrabung in Gujarat einen befestigten Stützpunkt aus der wenig bekannten Indus-Zeit vor 4.000 Jahren gefunden, der den Handelsweg nach Babylon sicherte. Bei dieser Ausgrabung entdeckten die Archäologen auch Nachweise für die Anfänge des Ayurvedas.
Ebenso aufsehenerregend sind aus medizinischer Sicht Untersuchungen in Tübingen und an der Klinik Essen-Mitte, bei denen die Erfolge der indischen Heilsysteme mit modernen wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen werden, zum Beispiel die Wirkung von Yoga und Weihrauch. Rätselhaft und unheimlich bleibt dagegen die Macht der Marma-Gurus, die mit ihrem Wissen über besonders empfindliche Körperstellen durch bloßes Handaufdrücken angeblich ihre Klienten heilen oder aber auch töten können. Marma-Gurus praktizieren in Indien bis heute. Ihren Vorgängern wurden während der britischen Besatzungszeit aus Furcht vor ihren vermeintlich magischen Kräften die Hände abgehackt.

Hintergrundinfo:
Der Traum von ewiger Schönheit, das Bedürfnis nach einem guten Leben und der Wunsch, den Tod zu besiegen, sind seit jeher Bestandteile des menschlichen Lebens. Bereits die großen Hochkulturen der Antike entwickelten ausgefeilte Gedankengebäude und versuchten diese natürlichen Sehnsüchte der Menschen zu befriedigen. Erfahrungswerte von Jahrtausenden flossen in die traditionellen Heilsysteme Chinas, Indiens und Roms. Diese Kulturen generierten einen enormen Wissensschatz. Dessen Bedeutung wird durch die moderne Wissenschaft nach und nach wiederentdeckt.


20:15 Besser geht's nicht (135 Min.) (HDTV, AD, UT)
(As Good as It Gets)
Spielfilm USA, 1997
Produktion: TriStar Pictures, Gracie Films Production

Rollen und Darsteller:
Melvin Udall – Jack Nicholson
Carol Connelly – Helen Hunt
Simon Bishop – Greg Kinnear
Frank Sachs – Cuba Gooding Jr.
Vincent Lopiano – Skeet Ulrich
Beverly Connelly – Shirley Knight

Regie: James L. Brooks
Produzent: James L. Brooks, Kristi Zea, Bridget Johnson
Drehbuch: Mark Andrus, James L. Brooks
Musik: Hans Zimmer
Kamera: John Bailey
Schnitt: Richard Marks

Der alternde Schriftsteller Melvin Udall ist kein Mensch, dem man gerne auf der Straße begegnet. Was auch nicht sehr oft vorkommt, denn der von Zwangsneurosen geplagte Misanthrop zieht es vor, einen Großteil des Lebens im Schutz seines New Yorker Apartments zu verbringen, das er nur verlässt, um in seinem Stammlokal das tägliche Mittagessen einzunehmen. Dort arbeitet die Kellnerin Carol Connelly, alleinstehende Mutter eines kleinen, an Asthma erkrankten Jungen.
Trotz des anstrengenden, oft frustrierenden Alltags versucht sie, ihren Mitmenschen mit Güte und Nachsicht zu begegnen – was bei einem unausstehlichen Zeitgenossen wie Melvin schwerfällt, der mit beleidigenden, menschenverachtenden Äußerungen auffällt. Besonders deutlich zu spüren bekommt das Melvins Nachbar Simon Bishop, ein sensibler Maler, der seine Homosexualität offen auslebt und von dem störrischen Autor regelmäßig als "Tunte" beschimpft wird.
Doch als Simon eines Tages von einer Jugendbande überfallen und schwer verletzt wird, ist es ausgerechnet Melvin, der widerwillig dessen Schoßhündchen Verdell in Obhut nimmt. Als der Maler aus dem Krankenhaus zurückkehrt, brechen für ihn harte Zeiten an: Nicht nur, dass sich Verdell von ihm entfremdet hat – er steht auch vor dem Ruin. Um finanziell wieder auf die Beine zu kommen, muss Simon zu seinen Eltern nach Baltimore fahren und sie um ein Darlehen bitten. Für diese Reise gibt es nur einen geeigneten Chauffeur: Melvin! In einem gekonnten Balanceakt zwischen Komik und Tragik gelang Meisterregisseur James L. Brooks eine zutiefst menschliche Komödie, bei der Jack Nicholson alle Register zieht. Der Film war ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik. Nicholson und Helen Hunt wurden für ihre darstellerischen Leistungen mit dem Oscar als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet.


22:30 Gershwin, der amerikanische Klassiker (50 Min.)
Musik Frankreich, 2018
Online verfügbar von 21/10 bis 09/11
Erstausstrahlung

Regie: Jean-Frédéric Thibault

George Gershwin ist die Verkörperung des amerikanischen Traums. Im Juli 1925 erschien Gershwin erstmals auf der Titelseite des "Time Magazine" – und erhielt im dazugehörigen Porträt die schmeichelnde Auszeichnung als "bedeutendster lebendender Komponist der USA". Der Einwanderersohn mit russisch-jüdischen Wurzeln, der früh die Schule schmiss und dann mit Talent und Disziplin zu Ruhm und Reichtum kam, hatte es vollbracht. Seine Musik berührte das Publikum mehr als die Kritiker: Die avantgardistische "Rhapsody in Blue" wurde weltberühmt. Musiker aus Europa und Amerika inspirieren sich bis heute an seinen Melodien. Gershwin gehörte auch zu den ersten Broadway-Komponisten, die Ausflüge in die Klassikwelt nicht scheuten und diese mit Klängen aus Jazz und Blues aufmischten.
Stücke wie "Rhapsody in Blue", "Concerto in F" und "Ein Amerikaner in Paris" brachen mit den strengen Genrecodes und brachten die soziale Realität in die amerikanischen Konzertsäle. "Porgy & Bess" war die erste Folk-Oper der Welt und inszenierte erstmals das Leben von Afroamerikanern mit ausschließlich schwarzen Darstellern. Gershwin starb 1937 mit nur 38 Jahren an einem Gehirntumor. Er blieb bis zuletzt ein Mann der Widersprüche: schüchtern und großmäulig zugleich, Einwanderer und amerikanische Symbolfigur, vom Publikum verehrt und von Kollegen verachtet – ein "Jazzman" in der Klassikwelt und ein klassischer Komponist auf der Suche nach den Wurzeln von Jazz und Blues. Und so ist auch seine Musik: nicht klassifizierbar, multikulturell, aber immer wieder faszinierend.


23:20 Pier Paolo Pasolinis Reisen durch Italien (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2018
Online verfügbar von 21/10 bis 19/01
Erstausstrahlung

Regie: Claus Bredenbrock

Zeit seines Lebens unternahm Pier Paolo Pasolini mehrfach umfangreiche Reisen durch ganz Italien, immer in der Absicht, das Land und seine Einwohner genauer kennenzulernen. Für die Illustrierte "Successo" beging er 1959 eine Reise entlang der italienischen Küste, von Ventimiglia bis Triest, begleitet wurde er von dem Fotografen Paolo Di Paolo. Von März bis November 1963 reiste Pasolini erneut quer durch Italien, vom industrialisierten Norden bis in den archaischen Süden, um die Menschen an ihrem Arbeitsplatz oder in der Freizeit über die Liebe und ihre sexuellen Vorlieben zu befragen. Gemeinsam mit der linken Bewegung Lotta Continua realisiert er 1971 den Dokumentarfilm "12 dicembre" über den Bombenanschlag auf der Mailänder Piazza Fontana im Jahr 1969. Der Film enthält dazu auch ausführliche Interviews mit Arbeitslosen in Neapel, Arbeitern in den Marmorbrüchen von Carrara und mit Menschen in Reggio di Calabria, die sich damals über Wochen Schlachten mit der Polizei lieferten. Er zeigt Italien als Land im Ausnahmezustand. Die Leichtigkeit und der Optimismus der 60er Jahre wichen der "bleiernen Zeit" des folgenden Jahrzehnts. Pasolinis Kritik an der Konsumgesellschaft, den Medien, dem öffentlichen Leben fiel gnadenlos aus. "In wenigen Jahren sind die Italiener zu einem heruntergekommenen, lachhaften, monströsen, kriminellen Volk geworden" – eine Überzeugung, die er nach seinen Reisen durch das Land Ende der 60er Jahre formulierte.


00:15 Miranda, frei nach Shakespeare & Purcell (100 Min.) (HDTV, UT)
Oper Frankreich, 2017
Online verfügbar von 21/10 bis 20/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Miranda – Kate Lindsey
Anna – Katherine Watson
Prospero – Henry Waddington
Ferdinand – Allan Clayton
Pfarrer – Marc Maullion
Anthony – Aksel Rykkvin

Regie: Corentin Leconte
Kostüm: Sussie Juhlin-Wallen Inszenierung: Katie Mitchell
Choreographie: Joseph Alford
Bühnenbild: Chloé Lamford: Raphaël Pichon
Bauten: Chloé Lamford
Chor: Pygmalion

In einer Dorfkirche in England hat sich die Familie zum Totengottesdienst für die verstorbene Miranda versammelt. Für ihre Kinder und ihren Ehemann scheint die Zeit außer Kraft gesetzt. Wer war Miranda wirklich? Erinnerungen und Gefühle werden wach, Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen.
Nach einer ersten gemeinsamen Inszenierung von Bach-Kantaten erkunden Katie Mitchell und Raphaël Pichon ein weiteres Repertoire des Barock, das sie mit zeitgenössischen Inhalten füllen. "Miranda" verarbeitet Elemente der heutigen Wirklichkeit und setzt sich - inspiriert von der zeitlosen Musik Henry Purcells – zugleich mit der existenziellen Erfahrung des Todes auseinander. Purcell schuf Sakralmusik, Instrumentalwerke und Kompositionen für die Londoner Theaterbühnen des 17. Jahrhunderts. Aus diesen Klängen schöpfend, entfaltet die Opernkreation vor dem Bühnenbild eines schlichten Kirchenraums eine meditative und tröstende Kraft.

Hintergrundinfo:
Die Oper wurde am 29. September 2017 für ARTE aufgezeichnet.


01:55 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 21.10.


02:15 Gelobt sei der Profit! (85 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Blessed Benefit)
Spielfilm Deutschland / Niederlande / Jordanien, 2016
Wiederholung vom 03.10.
Produktion: Twenty Twenty Vision Filmproduktion, Jo Image, Habbekrats, iSee Film, ZDF,

Rollen und Darsteller:
Ahmad – Ahmad Thaher
El Mor – Maher Khammash
Abu Wafa – Odai Hijazi
Toter Mann – Nadim Remawi
Ibrahim – Mahmoud al Massad
Polizist Salem – Fayez Salmane el Huwaiti

Regie: Mahmoud al Massad
Produzent: Mahmoud al Massad, Dima Hamdallah, Thanassis Karathanos, Julius Ponten
Drehbuch: Mahmoud al Massad
Musik: Andre Matthias
Kamera: Giorgos Mihelis
Schnitt: Mahmoud al Massad, Wouter van Luijn, Simon El Habre, Petar Markovic


03:40 Begegnung mit den Meeresvölkern (29 Min.) (HDTV)
Honduras: Die Garifuna – Ein Volk, entstanden aus dem Meer
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 09.10.

Regie: Pierre-François Didek


04:09 50 Shades of Greek (51 Min.) (HDTV)
Liebling, ich habe die Kinder verschluckt
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 27.09.

Regie: Mathieu Signolet


04:12 Sendeschluss

*

Montag, 22. Oktober 2018


05:00 Prélude für Debussy (75 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2017
Wiederholung vom 23.09.

Regie: Manuela Dalle


06:15 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Straßenbahn – Heute und morgen
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 19.10.

Moderation: Caroline du Bled, Gunnar Mergner


06:45 Geschichte mit Lucie (25 Min.) (HDTV)
Lucie in der Renaissance
Kindersendung Frankreich, 2014
Originalvertonung
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10

Regie: Cécile Taillandier

Sie beschäftigt sich mit der künstlerischen Aufbruchsstimmung dieser Zeit und stellt sich vor, sie säße als Mona Lisa für Leonardo da Vinci Modell. Dann begibt sie sich nach Italien auf die Spur da Vincis, der wie kein anderer für die Renaissance steht: ein berühmter Maler und genialer Erfinder, dessen Entwürfe im Museum Mostra di Leonardo da Vinci in Rom zu sehen sind. Während sie mit ihrer Journalistenfreundin Mühle spielt, sinniert sie über die Widersprüche dieser fortschrittlichen Epoche, die in schreckliche Religionskriege mündete.
Lucie, das neugierige Glühwürmchen, erklärt Kindern ab sieben Jahren Geschichte von der Urzeit bis heute. Entlang der Zeitachse zeichnet sie mit den Schülern einer Grundschule die großen Epochen der Menschheitsgeschichte nach. Ihre Recherchen führen sie aber auch selbst in die Vergangenheit – der Chrono-Explorator macht's möglich! Ihr Wissensdurst führt sie in mehrere große europäische Museen: Dort trifft sie auf Kinder, die von Geschichte fasziniert sind, und befragt Historiker. Lucie will mehr über die Vergangenheit erfahren, um mit ihrem Wissen die Zukunft Europas sinnvoll mitgestalten zu können.

Hintergrundinfo:
Lucie besucht in der Sendereihe unter anderem das Museum der menschlichen Evolution im spanischen Burgos, den Schifffahrtspavillon in Sevilla, das Deutsche Historische Museum in Berlin, den Regionalpark Via Appia Antica und die Mostra di Leonardo Da Vinci in Rom, Schloss Fontainebleau und das Musée de l'Ecole Rurale in Frankreich sowie das Bergbaumuseum Bois du Cazier im belgischen Charleroi und das Mini-Europa in Brüssel.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Thailand, Raketen für die Götter
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Wiederholung vom 08.10.

Regie: Lou Petho


08:00 Eine Tagesreise von Spitzbergen bis Namibia (45 Min.) (HDTV, UT)
Die Welt der Tiere
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Wiederholung vom 15.10.

Regie: Alexandra Hardorf, Anke Hillmann, Christiane Schwarz


08:45 Stadt Land Kunst (60 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 19.10.

Regie: Fabrice Michelin


09:45 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Myanmar – Per Zug durch die Zeit
Reportage Deutschland, 2015
Online verfügbar von 22/10 bis 21/11

Regie: Martin Schacht

Viele Mönche, Händler, Reisende und Schmuggler nutzen täglich eine historische Zugverbindung von der Metropole Mandalay in den Nordosten Myanmars. Die atemberaubenden Ausblicke auf der 16-stündigen Fahrt interessieren viele Pendler kaum, eher schon die Snacks und Getränke fliegender Händler wie Daw Dee, die selbst gemachten Teeblattsalat verkauft. Die koloniale Vergangenheit des ehemaligen Burmas und sein Aufbruch in die Moderne treffen entlang der Bahnstrecke aufeinander. "360° Geo Reportage" hat Zugführer U Zaw Win, den Bahninspektor Ko Tha Naing und Händler auf der Strecke begleitet. Mitten auf der Bahnstrecke zwischen Mandalay und Lashio öffnet sich plötzlich eine 300 Meter tiefe Schlucht. Sie wird seit dem Jahr 1900 von einer Brücke – dem Gokteik-Viadukt – überspannt, die einst die britischen Kolonialherren errichten ließen. Sie gilt noch heute als technisches Meisterwerk. Nur im Schritttempo kann der Zug heute die in die Jahre gekommene Stahlkonstruktion überqueren. Zugführer U Zaw Win fährt seit 20 Jahren auf der Strecke und kennt die Herausforderungen der alten Gleise. Noch bis vor wenigen Jahren waren Fotos der strategisch wichtigen Brücke streng verboten, und auch heute sind die Pfeiler durch Minenfelder gesichert – aus Angst vor Rebellen. Fast 700 Meter lang und 250 Meter über dem Niveau des Flusses erhebt sich das majestätische Bauwerk, dessen Überquerung einen auch heute noch mit Respekt erfüllt, bevor der Zug in der Dunkelheit eines Tunnels verschwindet. Für die Menschen, die den Zug jeden Tag nutzen, ist das Alltag. Mit der Bahn ist man einfach schneller auf der anderen Seite des Tals als mit dem Auto - solange nicht unvorhergesehene technische Probleme auf der Strecke auftreten.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


10:40 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
David und die Komodowarane
Reportage Deutschland, 2015
Online verfügbar von 22/10 bis 21/11

Regie: Markus Schmidbauer

Seit mehr als 30 Jahren ist David Robert Hau Chef-Ranger im Nationalpark Komodo. Keiner kennt die Insel und seine Bewohner – die riesig großen, drachenähnlichen Komodowarane - so gut wie er. David ist der einzige Ranger, der selbst in die entlegensten Winkel des Parks vordringt und auch andere gefährliche Tiere wie die Javanische Speikobra aufspürt. Ein Kreuzfahrtschiff verlässt Komodo. In den letzten Jahren ist die indonesische Insel zunehmend beliebter bei Tourismusveranstaltern geworden. Eine Win-win-Situation: Die Komodowarane garantieren Nervenkitzel bei den Besuchern aus aller Welt. Die dadurch eingenommenen Gelder ermöglichen sowohl dem Nationalpark als auch den Einheimischen, die vom Souvenirverkauf leben, ein gutes Auskommen. Bedingung ist, dass weder die Natur noch die Tiere gestört werden. Um das zu gewährleisten, sind die Nationalparkhüter im Einsatz. Chef-Ranger David Hau hat viel zu tun. Seit über 30 Jahren kontrolliert er die Bestände nicht nur der Riesenechsen, sondern auch anderer einheimischer Arten wie etwa der blauen Weißlippenbambusotter. Im Laufe der Jahre hat er sich so einen einmaligen Wissensschatz über das Verhalten und den Charakter der Tiere angeeignet, der ihm nun zugutekommt. Bei über tausend Passagieren pro Kreuzfahrtschiff können es die Ranger nicht dem Zufall überlassen, ob die Touristen die Warane sehen. Dies ist aber nötig, um ihnen das Aha-Erlebnis zu bieten. Folglich müssen David und sein Team die imposanten Tiere an einen speziellen Platz locken, wo sie jedoch nicht mit den Menschen aneinandergeraten dürfen. Denn auf den anderen Inseln gab es schon tödliche Bisse. Eine nicht immer einfache Gratwanderung.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


11:35 Die Farben Marokkos (40 Min.) (HDTV, UT)
Ocker
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 01.10.

Regie: Jean Froment


12:15 Re: (35 Min.)
Balkan Rallye – 4.000 Kilometer durch den wilden Osten
Wiederholung vom 19. 10. 2018


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/10 bis 23/10


13:00 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin


13:45 Van Gogh (150 Min.) (HDTV, AD)
Spielfilm Frankreich, 1990
Wiederholung vom 17.10.
Produktion: Erato Films, Le Studio Canal +, Films A2, Les Films du Livradois

Rollen und Darsteller:
Vincent van Gogh – Jacques Dutronc
Théo van Gogh – Bernard Le Coq
Marguerite Gachet – Alexandra London
Gachet – Gérard Séty
Jo – Corinne Bourdon
Cathy – Elsa Zylberstein

Regie: Maurice Pialat
Produzent: Sylvie Danton, Daniel Toscan du Plantier
Drehbuch: Maurice Pialat
Musik: André Bernot, Jean-Marc Bouget, Jacques Dutronc, Philippe Reverdy
Kamera: Emmanuel Machuel, Gilles Henry, Jacques Loiseleux
Schnitt: Yann Dedet, Nathalie Hubert, Hélène Viard


16:15 Begegnung mit den Meeresvölkern (30 Min.) (HDTV)
Australien: Die Bardi – Hüter des Ozeans
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 02.10.

Regie: Ludovic Fossard


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Stau – Intelligente Lösungen für verstopfte Straßen
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 22/10 bis 20/01
Erstausstrahlung

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Erst stockender Verkehr und dann geht plötzlich gar nichts mehr: Mit durchschnittlich rund 30 Stunden in Deutschland und 20 Stunden in Frankreich geht 2017 als neues Stau-Rekordjahr in die Geschichte ein. Tendenz weiter steigend: Denn die Zahl der Autos weltweit soll sich bis zum Jahre 2050 verdoppeln. Dabei kann unser Straßennetz die Masse der Fahrzeuge schon heute kaum noch bewältigen. Die Folge: Stau. Der ist nicht nur schlecht für die Nerven, er belastet auch massiv die Umwelt und kostet uns jährlich Milliarden. Wodurch entsteht Stau und wie lässt sich der in Zukunft drohende Verkehrskollaps verhindern?
Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe und Pierre sind in München, der Staustadt Nummer eins in Deutschland. Hier treffen sie Benjamin David. Er hat es satt, sich mit Auto oder Fahrrad durch die verstopften Straßen zu kämpfen und schwimmt neuerdings lieber durch die Isar zur Arbeit. Doch kommt er so schneller ans Ziel? Das testen Dörthe und Pierre mit einem Wettrennen: Während Benjamin David seinen Arbeitsweg schwimmend bewältigt, schwingt sich Pierre aufs Fahrrad und Dörthe steigt ins Auto. Wer von den dreien wohl als erster am Ziel ist?
Neben alternativen Fortbewegungsarten gibt es auch Ansätze, den Verkehr besser im Fluss zu halten. Stauursache Nummer eins in der Stadt: herkömmlich geschaltete Ampeln. Die Forschung arbeitet daher mit Hochdruck an intelligenten Ampelsystemen, noch steckt die Technik aber in den Kinderschuhen. Eine weitere wichtige Stauursache: Rund ein Drittel der Autofahrer im Stadtverkehr ist auf Parkplatzsuche. Verschiedene Apps versprechen, dem Fahrer die nervige Suche nach der passenden Lücke zu ersparen. Oft setzen Verkehrsplaner aber auch noch auf die klassische Lösung gegen Stau: Straßenverbreiterung. In Hamburg wird die mitten durchs Stadtgebiet führende A7 gerade achtspurig. Der Clou: Große Teile Teil der Strecke verschwinden unter einem Deckel. Autos, Lärm und Dreck bleiben laut Theorie unterhalb dieses Deckels …

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Begegnung mit den Meeresvölkern (30 Min.) (HDTV)
Thailand: Die Moken – Die letzten Nomaden
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10
Erstausstrahlung

Regie: Nicos Argillet

Der leidenschaftliche Segler und Schiffbauer Marc Thiercelin lernt eines der letzten echten Nomadenvölker kennen. Die Moken kreuzten auf ihren Hausbooten jahrhundertelang zwischen den Inseln vor der Küste Myanmars und Thailands – im Mergui-Archipel – hin und her. Sie ernährten sich von den Früchten des Landes und der Meere. Viele von ihnen sind inzwischen sesshaft geworden, doch noch immer gehen sie mit ihrem Hausboot auf Reisen, die mehrere Wochen dauern können. Diese Lebensweise hat ihre Kultur und ihre Identität geprägt: Ihre ausgezeichnete Tauchfähigkeit und ihre genaue Kenntnis der Inseln und der dortigen Vegetation ermöglichen ihnen ein Leben in völliger Autarkie.
Der 35-jährige Noi lebt während der Regenzeit in einem Haus auf Pfählen, wie die meisten Moken. Noi will die nomadische Tradition bewahren: Sobald es das Wetter erlaubt, geht er mit seiner Familie auf Reisen. Sie leben weiterhin auf einem Kabang, einem traditionellen Hausboot. Auf engstem Raum miteinander wohnen, essen, schlafen und fischen: Das Kabang ist der Lebensraum der Moken, alles Notwendige ist vorhanden. Noi jagt mit seiner Harpune in den fischreichen Korallenriffen des Archipels, wie es die Moken seit jeher tun: Sie fischen nicht mit Netzen, sie gehen auf die Jagd …
Die sesshaften Mitglieder seines Volkes sieht er nur selten – ein Preis, den er gerne für seine Freiheit zahlt.

Hintergrundinfo:
Marc Thiercelin, Segler mit Leib und Seele, ist kein Ozean der Welt fremd. Für die Reihe "Begegnung mit den Meeresvölkern" macht er sich auf den Weg zu Ethnien, die an Land wie auf dem Wasser gleichermaßen zu Hause sind. Marc Thiercelin teilt den Alltag mit Menschen, die wie er das Meer als ihren natürlichen Lebensraum begreifen.


17:40 Wildes Elsass (55 Min.) (HDTV, AD, UT)
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10

Regie: Tobias Mennle

Das Elsass ist eine ganz besondere Region im Herzen Europas, in der es noch wahre Naturschätze in großer Vielfalt gibt. Vor rund 6.000 Jahren wanderten in einer Warmzeit viele Arten vom Mittelmeer und aus den Stätten des Ostens ins Elsass. Zwischen Rhein und Vogesen treffen nun Wärme und Farbenpracht des Mittelmeers auf ein eisiges Gebirge. Hier liegen inmitten der Kulturlandschaft sehr unterschiedliche Lebensräume. Jedoch werden immer mehr Wiesen in Äcker verwandelt, die Rheinebene verkommt zur Agrarwüste und der Storch ist nur durch Zuchtprogramme im Elsass vor dem Aussterben bewahrt worden.Das Symboltier der Region führt uns zu diesen Naturoasen mit ihren typischen Tierfamilien: der Zwergmaus in den Ill-Wiesen, der Smaragdeidechse in den heißen Trockenrasen und Weinbergen bei Rouffach, den Gämsen auf den Felsen und Almen der Hochvogesen am Hohneck und schließlich der eigenen Storchenfamilie im Schlettstadter Ried.Wir beobachten die Tierfamilien bei ihrem Überlebenskampf und der Kinderaufzucht vom Frühling bis in den Spätsommer und erleben mit ihnen die spannendsten und schönsten Momente. Und den ganz großen Augenblick: wenn die Jungen die Familie verlassen und ein selbstständiges Leben beginnen.


18:35 Das Baskenland in Frankreich (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2015
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10

Regie: Ute Hoffarth

Nur ein Sechstel des Baskenlandes liegt in Frankreich. Die kleine Region zwischen dem Atlantik und den Ausläufern der Pyrenäen ist dennoch voller Kontraste: Die mondäne Küstenregion mit den hippen Surferhochburgen um Biarritz und das ursprüngliche Hinterland könnten verschiedener nicht sein. Die Dokumentation besucht die Region und stellt Land und Leute vor. Der Ururenkel eines der ersten Strandfotografen träumt sich in die Zeit, als die gekrönten Häupter Europas Biarritz als Sommerresidenz wählten und das Baden als gesundheitsförderlich entdeckten, während nebenan in Anglet ein Profisurfer das Lebensgefühl von heute beschreibt. Doch nicht nur für Surfer ist die Gegend das reinste Paradies: Zwei Jungunternehmerinnen nutzen die Hafenkulisse von Saint-Jean-de-Luz als Laufsteg für ihre flippigen Espadrilles. Von Bayonne aus, der Hauptstadt des französischen Baskenlandes, trägt eine Popsängerin die baskische Sprache in die ganze Welt. Das grüne Hinterland ist im Gegensatz zur Küste vom Tourismus noch wenig berührt. In den letzten Jahren hat es sich zu einem Schlaraffenland der modernen regionalen Küche entwickelt. Sei es der berühmte Kintoa-Schinken oder der Piment d'Espelette, eine ursprünglich aus dem heutigen Mexiko stammende Paprikapflanze, die vor allem in der Gegend um Espelette kultiviert wird – die Region exportiert seine nachhaltigen Agrarprodukte inzwischen weltweit. Die Dokumentation zeigt, wie sich die Basken in Frankreich darauf verstehen, aus der eigenen Tradition das Potenzial für Kreativität und erfolgreiche Wirtschaftskonzepte zu ziehen.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/10 bis 23/10


19:40 Re: (35 Min.)
Leben ohne Ackergift – Das unbeugsame Dorf im Vinschgau
Reportage Deutschland

Eigentlich sieht es im Südtiroler Ort Mals ganz friedlich aus: schmucke Bauernhöfe, ein alter Dorfkern, traumhafte Landschaft. Aber unter der Oberfläche gärt es. Vor drei Jahren entschieden die Malser in einer Volksabstimmung, eine Landwirtschaft ohne Pestizide anzustreben. Beatrice Raas hat mit einigen Freundinnen damals den Stein ins Rollen gebracht – mit einem Leserbrief an die lokale Zeitung. Seit der Volksabstimmung stehen sich zwei Lager gegenüber: Auf der einen Seite die "Umweltrebellen" um Beatrice und den Apotheker Johannes Fragner-Unterpertinger und auf der anderen Seite die konventionelle Obstwirtschaft, die in Südtirol durchaus eine gewichtige Rolle spielt. Zwar plädieren auch die Obstbauern für einen verantwortungsvollen Umgang mit Pestiziden, aber ein komplettes Verbot ist ihnen zu radikal. "Re:" begleitet Beatrice und ihre Mitstreiter beim Einsatz für eine pestizidfreie Landwirtschaft, denn ihnen geht es nur um Eins: Sie möchten eine gesunde Umwelt auch für die Zukunft erhalten – und das geht ihrer Ansicht nach nur ohne Ackergift.


20:15 Diebe der Nacht (110 Min.) (HDTV)
(Les voleurs)
Spielfilm Frankreich, 1996
Produktion: Les Films Alain Sarde, Rhône-Alpes Cinéma, D.A. Films, TF1 Films Production

Rollen und Darsteller:
Marie – Catherine Deneuve
Alex – Daniel Auteuil
Juliette – Laurence Côte
Jimmy – Benoît Magimel
Mireille – Fabienne Babe
Ivan – Didier Bezace
Victor – Ivan Desny
Justin – Julien Rivière

Regie: André Téchiné
Produzent: Alain Sarde
Drehbuch: André Téchiné, Gilles Taurand, Michel Alexandre, Pascal Bonitzer
Musik: Philippe Sarde
Kamera: Jeanne Lapoirie
Schnitt: Martine Giordano

Der Polizist Alex lernt Juliette auf der Polizeistation kennen, nachdem das Mädchen bei einem Diebstahl erwischt wurde. Mehr aus Gleichgültigkeit denn aus Güte lässt er Juliette laufen. Einige Zeit später begegnet er ihr im Nachtclub seines Bruders wieder. Alex ist ein verbitterter Mensch, mit Hang zum Zynismus, der selbst in der Chance zu einer intimen Liebesbeziehung mit Juliette nur eine Sackgasse sehen kann.
Auch die Professorin Marie ist illusionslos und resigniert über die Natur des Mannes, der sich nur über Aggression und Egoismus definieren kann. Anders als der Polizist begegnet sie Juliette mit bedingungsloser Zuneigung und Wärme, ein Kontrast zu ihren rational-kühlen Vorträgen in den Vorlesungen. Einfühlsam bemüht sie sich, die Perspektive des innerlich zerrissenen Mädchens zu verstehen. Nicht einmal der Kontakt zu Juliettes kriminellem Umfeld kann sie erschüttern.
Das höchst komplizierte Geflecht der Beziehungen und die Motive von Juliette bilden ein Kraftfeld, in dem sie gefangen ist. Sowohl ihr krimineller Bruder als auch Alex' Bruder Ivan versuchen, Einfluss auf sie zu gewinnen. Besonders Ivan sieht in ihr ein Mittel, um den Bruder auf der anderen Seite des Gesetzes in die Schranken zu weisen …

Hintergrundinfo:
"Diebe der Nacht" vereint Gangstergeschichte und Familiendrama. Téchiné widmet sich den unterschiedlichen sozialen Schichten in Lyon und bringt gleichsam eine ganze Bandbreite an Generationen zusammen. Was die Charaktere alle gemeinsam haben ist ihre Verlorenheit im Hier und Jetzt, die verzweifelte Suche nach einem Sinn im Leben.
Mit seinen Filmen "Meine liebste Jahreszeit" und "Wilde Herzen" wandte sich Téchiné noch den Lebensfragen der älteren und jüngeren Generation zu. Mit "Diebe der Nacht" erzählt er diesmal von einsamen Charakteren aus unterschiedlichen sozialen Schichten, die eine Bandbreite an Generationen darstellen. "Behutsam und eindringlich dank vorzüglicher Darsteller, umkreist der Film aus mehreren Perspektiven die Handlungen und Motive der Personen, wobei er sich dramaturgischer Elemente aus Kriminalfilm und Familientragödie bedient, sie aber auf ganz eigene Weise miteinander verschmilzt." (Filmdienst)


22:05 Der Mann, der zweimal lebte (105 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Seconds)
Spielfilm USA, 1966
Produktion: Joel Productions, John Frankenheimer Productions, Gibraltar Productions, aramount Pictures
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Antiochus "Tony" Wilson – Rock Hudson
Nora Marcus – Salome Jens
Arthur Hamilton – John Randolph
Emily Hamilton – Frances Reid
Charlie Evans – Murray Hamilton
Alter Mann – Will Geer
Mr. Ruby – Jeff Corey
John – Wesley Addy

Regie: John Frankenheimer
Produzent: Edward Lewis
Drehbuch: Lewis John Carlino
Musik: Jerry Goldsmith
Kamera: James Wong Howe
Schnitt: Ferris Webster, David Newhouse

Arthur Hamilton ist ein renommierter Bankier in der Midlife-Crisis. Als er eine mysteriöse Nachricht mit einer Adresse bekommt, begibt er sich dorthin und erhält eine weitere Adresse. Schließlich findet er sich in einem eleganten Büro wieder. Man unterbreitet ihm das Angebot, gegen einen "angemessenen" Preis ein neues Leben beginnen zu können mit neuer Identität, neuem Wohnort, neuem Gesicht, neuer Statur und neuer Biografie.
Da Arthur glaubt, dass er in seinem sinnentleerten Leben ohnehin nichts zu verlieren habe, unterschreibt er die notwendigen Papiere. Ein Team von Ärzten kümmert sich nun um den Fall, und nach einer Weile taucht Arthur als Tony Wilson wieder auf: Er ist jetzt ein international anerkannter Künstler mit Studio in Kalifornien. Zunächst widerstrebt Tony der Kontakt mit anderen Menschen. Dies ändert sich jedoch, als er Nora Marcus kennenlernt. Bei einer Party in seinem Haus verliert er die Kontrolle über sich, so dass er ungewollt Bezüge zu seinem alten Leben herstellt. Wenig später muss er feststellen, dass er – wie jeder seiner Gäste – ein zweites Leben führt und dass auch Nora bei der "Organisation" beschäftigt ist. Er flieht zu seinem ehemaligen Haus und seiner Frau. Ihr gegenüber gibt er vor, ein Freund ihres Ehemanns zu sein.
Seine Freiheit währt jedoch nicht lange – er wird zurück in die "Zentrale" geholt. Ein Neustart ist nur möglich, wenn Tony zum Ausgleich erfolgreich einen neuen Kunden vermittelt. Doch Tony kann keinen Aspiranten empfehlen. So beschließt die "Organisation", zu einer "nächsten Phase" überzugehen …

Hintergrundinfo:
Die Library of Congress bewertete den Film "Der Mann, der zweimal lebte" als kulturell, historisch und ästhetisch bedeutsames Werk. John Frankenheimer vermittelt mit seinem Film eine bemerkenswerte Botschaft: Weder die Angepasstheit an die Norm noch die Flucht vor der Wirklichkeit führen im Leben zum Ziel. Der Film stellt stattdessen die Frage: Wie können wir selbst Verantwortung für unser Leben übernehmen? Für den Film wurde Kameramann James Wong Howe 1967 für den Oscar für die beste Kamera nominiert.


23:50 Ich seh' rot (85 Min.) (HDTV)
Frankreich, 2017
Originalvertonung
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10
Erstausstrahlung

Regie: Bojina PAYANOTOVA


01:15 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 22.10.


01:35 Australiens Nationalparks (35 Min.) (HDTV)
Der Regenwald
Dokumentationsreihe Australien, 2012
Wiederholung vom 20.10.

Regie: Peter Moers


02:10 Bahnhofskathedralen – Europas Reise-Paläste (65 Min.) (HDTV, UT)
Mailand
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/10 bis 29/10
Erstausstrahlung

Regie: Jeremy J.P. Fekete

Einem Steingebirge gleich erhebt sich inmitten der Stadt Milano Centrale – Mailands Hauptbahnhof. Seine Entstehung dauerte 25 Jahre. Am Ende erschuf sich Mailand eine Bahnhofskathedrale. Ein Monumentalbau geprägt von zwei Epochen: der Monarchie und dem Faschismus.
Spuren dieser politischen Systeme finden sich heute noch am Kopfende von Gleis 21. Wie den "sala reale" – den königlichen Wartesaal des Savoyer Königs. Und wer genau hinschaut erkennt noch die Zeichen der nachfolgenden Herrschaft Benito Mussolinis. Ein Hakenkreuz eingelassen in das hölzerne Parkett des Wartesaals. Lange Zeit lag es unter einem riesigen Teppich versteckt.
Man erschuf den Bahnhof zu einer Zeit als der italienische "Stile Liberty" in Mode kam. Er prägte die Kunst und Architektur in Mailand. Aber auch das Kasino im benachbarten San Pellegrino Terme. Ein Spiel- und Lusttempel der Mailänder Bourgeoisie. Hierhin reiste man mit der Bahn und verbrachte seine Zeit beim Kuren und verbotenen Spielen.
Zur Zeit der Industrialisierung erblühte in Italien die Gestaltung moderner Nekropolen. Autor & Regisseur Jeremy JP Fekete entdeckt nahe den Rangiergleisen des Mailänder Bahnhofes den 1866 eröffneten Cimitero Monumentale. Mit allegorischen Todesengeln und trauernden Marien verband man die Vorstellung einer "Stadt der Toten" inmitten der "Stadt der Lebenden". Erschaffen als eine Nekropole für die Mailänder Bourgeoisie.
In der Squadra Rialzo, der alten Mechaniker-Werkstatt des Mailänder Bahnhofes findet man sie noch: Schätze aus der Eisenbahnzeit. Unter anderem Lokomotiven die heute noch die Bahnstrecken des Umlands befahren und das Herz jedes alten und jungen Lokführers höher schlagen lassen. Lokomotive fahren ist für einige gar eine Lebensphilosophie.

Hintergrundinfo:
Diese Kathedralen des Verkehrs mit ihren Perrons, Gleisen, Fahrkartenschaltern und riesigen mechanischen Uhren erfuhren unlängst eine Renaissance: von außen geliftet und von innen verjüngt, beflügeln sie erneut die Fantasien eiliger Durchreisender, technikverliebter Eisenbahner und Jüngern des retro-futuristischen Steampunks. Mit fokussiertem Blick und aus dem steten Gewusel der Hallen fliehend, finden sich die Menschen, die nicht nur ein-, aus- oder umsteigen. Die Dokumentationsreihe folgt ihnen an ihre Plätze und zeigt ihre Gedanken, Sehnsüchte und Hoffnungen. Jede dieser Kathedralen hat ihren eigenen Lebenslauf und Charakter, geprägt durch das jeweilige Land und die jeweilige Stadt. Für Autor und Regisseur Jeremy J.P. Fekete sind diese Bahnhöfe der Jahrhundertwende die alten, vergessenen Herzen der Metropolen, von denen aus die Welt entdeckt wurde. Seine Dokumentationsreihe erzählt von der romantischen Seite dieser noch immer faszinierenden Stationen.


03:15 Royal Dinner (25 Min.) (HDTV)
Die goldene Zeit der Brasserie
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 22/10 bis 30/10

Regie: Matthieu Valluet

OEufs Cocotte auf Spargel-Krabben-Bett, Sauerkraut auf andere Art und Baba au Rhum: Das heutige Menü lässt das Paris der Brasserien um die Wende zum 20. Jahrhundert hochleben. Michel Roth spielt dieses Mal mit den Besonderheiten dieser beliebten Regionalküche, die er auf ganz eigene Art verfeinert. Im späten 19. Jahrhundert galten die Brasserien als Hochburgen der Kochkunst: leckere Speisen in geselligem Ambiente – und das zu fast jeder Tages- und Nachtzeit. Viele der Gerichte und Örtlichkeiten wurden zu Aushängeschildern der französischen Metropole, in der ganz unterschiedliche künstlerische, politische und literarische Strömungen aufblühten und wieder in der Versenkung verschwanden. Gäste bei diesem Festmahl sind Claude Guittard, Direktor der Brasserie Lipp, der Gastronomiekritiker Jean-Marie Boëlle und der Ernährungsgeograf Vincent Marcilhac.

Hintergrundinfo:
Die Reihe beschäftigt sich mit Esskultur in ihrer geselligsten Ausprägung – dem Festmahl. Dabei gibt jede Folge dem Sternekoch Michel Roth die Gelegenheit, ein neues, von einer bestimmten Epoche oder einem bestimmten Ort inspiriertes Menü zusammenzustellen, zuzubereiten und natürlich auch mit seinen Gästen zu genießen. Dazu gesellen sich Historiker, Küchenchefs und Schriftsteller, die sich mit ihren Gastgebern auf eine Zeitreise durch die unterschiedlichsten Geschmacksepochen begeben.


03:40 28 Minuten (45 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/10 bis 21/12
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:25 50 Shades of Greek (3 Min.) (HDTV)
50 nuances de Grecs
Geschmierte Götter
Folge 29 von 30
Fernsehserie Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/10 bis 17/10
Erstausstrahlung

Im Olymp stinkt es zum Himmel. Wütende Landwirte haben tonnenweise Moussaka vor dem Tor zum Olymp abgeladen. Nun ist es an Landwirtschaftsgöttin Demeter, mit den Gewerkschaftern zu verhandeln.

Hintergrundinfo:
Die Mythologie lebt! Und wie! Die Zeichentrickserie "50 Shades of Greek" transportiert die großen Mythen der Antike in die heutige Zeit. Die Serie basiert auf den Comics des französischen Cartoonisten Jul, der für "Silex and the City" bekannt ist.
Von ARTE wurde bereits Juls Comicserie "Silex and the City" ausgestrahlt. Mit 1,3 Millionen Zuschauern war "Silex and the City" im Jahr 2013 die Animationssendung mit den meisten Zuschauern in Frankreich. Die Comicalben zu "50 Shades of Greek" werden Ende des Jahres erscheinen. Saison 1


04:28 Sendeschluss

*

Dienstag, 23. Oktober 2018


05:00 Berlin Live (75 Min.) (HDTV)
Texas
Musik Deutschland, 2015
Wiederholung vom 05.10.

Regie: Hannes Rossacher


06:15 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Stau – Intelligente Lösungen für verstopfte Straßen
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 22.10.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:45 Geschichte mit Lucie (25 Min.) (HDTV)
Lucie im Absolutismus
Kindersendung Frankreich, 2014
Originalvertonung
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10

Regie: Cécile Taillandier

Lucie kommt auf ihrer Reise durch Lyon und wundert sich über die Reiterstatue auf dem Place Bellecour. Es ist Ludwig XIV. Mithilfe der Schüler einer Grundschule lernt sie mehr über den König und dessen engere Gefolgschaft und stellt weitere Nachforschungen zu den europäischen Königshäusern an, darunter auch die berühmten Habsburger. In ihrer Fantasie sieht sie sich bereits als absolute Herrscherin des Königreichs Lunécie! Um die Kinder von ihrer königlichen Macht zu überzeugen, lädt sie sie in das Schloss von Fontainebleau ein, wo alle Wappen der großen französischen Könige seit Franz I. zu sehen sind. Ein willkommener Anlass, um sich mit dem höfischen Leben vertraut zu machen – mit den Festen, den Tänzen, aber auch mit dem Vorläufer des Tennis, dem Jeu de Paume. Während sie sich mit ihrer Journalistenfreundin, die für ein Geschichtsmagazin für Kinder schreibt, ein Match liefert, erfährt Lucie, wie die absoluten Monarchien vor allem von den Philosophen der Aufklärung infrage gestellt wurden und in Frankreich schließlich die Revolution von 1789 ausbrach.

Hintergrundinfo:
Lucie, das neugierige Glühwürmchen, erklärt Kindern ab sieben Jahren Geschichte von der Urzeit bis heute. Entlang der Zeitachse zeichnet sie mit den Schülern einer Grundschule die großen Epochen der Menschheitsgeschichte nach. Ihre Recherchen führen sie aber auch selbst in die Vergangenheit – der Chrono-Explorator macht's möglich! Ihr Wissensdurst führt sie in mehrere große europäische Museen: Dort trifft sie auf Kinder, die von Geschichte fasziniert sind, und befragt Historiker. Lucie will mehr über die Vergangenheit erfahren, um mit ihrem Wissen die Zukunft Europas sinnvoll mitgestalten zu können.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Schweiz, das Verschwinden der Gletscher
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Wiederholung vom 08.10.

Regie: Friederike Schlumbom


08:00 Eine Tagesreise von Spitzbergen bis Namibia (45 Min.) (HDTV, UT)
Sanfte Natur, raue Wildnis
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Wiederholung vom 16.10.

Regie: Alexandra Hardorf, Anke Hillmann, Christiane Schwarz


08:45 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 22.10.

Regie: Fabrice Michelin


09:35 1648 – Der lange Weg zum Frieden (90 Min.)
Wie der Dreißigjährige Krieg beendet wurde
Dokudrama Deutschland, 2018
Wiederholung vom 21.10.

Regie: Hannes Schuler, Holger Preuße


11:05 Die Farben Marokkos (45 Min.) (HDTV, UT)
Weiß
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 02.10.

Regie: Jean-Bernard Andro, Jean Froment


11:50 Begegnung mit den Meeresvölkern (25 Min.) (HDTV)
Osttimor: Die Wawata Topu – Der Clan der Taucherfrauen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 05.10.

Regie: Thibault Férié


12:15 Re: (35 Min.)
Leben ohne Ackergift – Das unbeugsame Dorf im Vinschgau
Reportage Deutschland
Wiederholung vom 22.10.

Eigentlich sieht es im Südtiroler Ort Mals ganz friedlich aus: schmucke Bauernhöfe, ein alter Dorfkern, traumhafte Landschaft. Aber unter der Oberfläche gärt es. Vor drei Jahren entschieden die Malser in einer Volksabstimmung, eine Landwirtschaft ohne Pestizide anzustreben. Beatrice Raas hat mit einigen Freundinnen damals den Stein ins Rollen gebracht – mit einem Leserbrief an die lokale Zeitung. Seit der Volksabstimmung stehen sich zwei Lager gegenüber: Auf der einen Seite die "Umweltrebellen" um Beatrice und den Apotheker Johannes Fragner-Unterpertinger und auf der anderen Seite die konventionelle Obstwirtschaft, die in Südtirol durchaus eine gewichtige Rolle spielt. Zwar plädieren auch die Obstbauern für einen verantwortungsvollen Umgang mit Pestiziden, aber ein komplettes Verbot ist ihnen zu radikal. "Re:" begleitet Beatrice und ihre Mitstreiter beim Einsatz für eine pestizidfreie Landwirtschaft, denn ihnen geht es nur um Eins: Sie möchten eine gesunde Umwelt auch für die Zukunft erhalten – und das geht ihrer Ansicht nach nur ohne Ackergift.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/10 bis 24/10


13:00 Stadt Land Kunst (60 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin


14:00 Besser geht's nicht (135 Min.) (HDTV, AD, UT)
(As Good as It Gets)
Spielfilm USA, 1997
Wiederholung vom 21.10.
Produktion: TriStar Pictures, Gracie Films Production

Rollen und Darsteller:
Melvin Udall – Jack Nicholson
Carol Connelly – Helen Hunt
Simon Bishop – Greg Kinnear
Frank Sachs – Cuba Gooding Jr.
Vincent Lopiano – Skeet Ulrich
Beverly Connelly – Shirley Knight

Regie: James L. Brooks
Produzent: James L. Brooks, Kristi Zea, Bridget Johnson
Drehbuch: Mark Andrus, James L. Brooks
Musik: Hans Zimmer
Kamera: John Bailey
Schnitt: Richard Marks


16:15 Begegnung mit den Meeresvölkern (30 Min.) (HDTV)
Madagaskar: Die Vezos – Nomaden auf hoher See
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 01.10.

Regie: Nicos Argillet


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Epigenetik – Können wir unser Erbgut steuern?
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 23/10 bis 22/11

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Was macht uns zu dem, was wir sind – Gene oder Umwelt? Diese Frage beschäftigt die Wissenschaft schon seit langem. Forscher haben nun herausgefunden: Umwelt und Gene sind viel enger verwoben als bisher gedacht. Epigenetik heißt das noch junge Forschungsfeld, das sich mit der Frage beschäftigt, ob unsere Lebensweise, wie zum Beispiel die Ernährung oder sportliche Aktivität, unsere Gene beeinflusst. "Xenius" will herausfinden: Können wir unser Erbgut tatsächlich steuern und wenn ja, was bedeutet das für uns? Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard suchen am Institut Albert Bonniot in Grenoble nach Antworten. Hier wollen Forscher mit einer Studie an schwangeren Frauen und ihren Kindern herausfinden, inwieweit Luftverschmutzung die Gene der Mütter beeinflussen kann und ob diese Veränderungen auch an die Kinder weitervererbt werden. Dass der Lebensstil die Gene beeinflusst, haben Wissenschaftler an Mäusen bewiesen. Sie fütterten die Tiere sechs Wochen lang mit einer kalorienreichen Kost. Als Folge der falschen Ernährung wurden die Tiere fett und entwickelten eine Vorstufe von Diabetes. Die Forscher konnten zeigen, dass die fettreiche Ernährung die Genaktivität der Mäuse beeinflusst. Und diese Veränderung vererbten sie weiter an ihre Nachkommen – und damit auch die Neigung für Übergewicht und Diabetes. Auch wenn Ergebnisse aus Tierversuchen nicht einfach auf den Menschen übertragbar sind, gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass es bei Menschen ganz ähnlich ist. Ziel der Epigenetik ist es, Krankheiten wie Rheuma oder Fettleibigkeit besser zu verstehen und zu therapieren. Zur Behandlung von Leukämie haben Mediziner bereits erfolgreich ein epigenetisches Medikament eingesetzt. Die Hoffnung ist groß, aber die epigenetische Forschung steht bei vielen Krebsarten noch ganz am Anfang.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Begegnung mit den Meeresvölkern (30 Min.) (HDTV)
Benin: Die Tofinu – Die Männer der Lagune
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Matthieu Maillet

Der Nokoué-See im Süden Benins ist eine Lagune, die vor den Wellen des Atlantik geschützt ist, da er über einen vier Kilometer langen Kanal mit dem Atlantischen Ozean verbunden ist. Im Laufe der Jahreszeiten sammelt sich mal mehr, mal weniger Meerwasser in der Lagune. Der Salzgehalt hängt zudem von der Tatsache ab, ob gerade Regenzeit herrscht oder nicht. In diesen Gewässern südlich von Benin suchten die Tofinu einst Schutz vor der Versklavung und gründeten das Pfahlbautendorf Ganvié, was "gerettet sein" bedeutet. Sie waren keine Fischer, sondern Bauern. Aber in Ganvié mussten sie eine neue Lebensform entwickeln. Diese gilt es, von Generation zu Generation weiterzugeben. Der leidenschaftliche Segler und Schiffbauer Marc Thiercelin trifft sie im Klein-Venedig Afrikas, das im Rhythmus der Pirogen, des schwimmenden Marktes und der Fischzucht lebt. Anstelle von Feldern, wurden Parzellen im Meer angelegt.
Der 35-jährige Abel, Fischer von klein auf, begleitet ihn bei der Erkundung der Acadja, einer im Wasser künstlich angelegten Parzelle, in der die Tofinu Fische ködern. Die Acadja ist eine Art Fischfalle. Sie dient nicht nur der Existenzsicherung: Hier werden junge Fischer in die Kunst ihres Handwerks eingeführt. Abels Sohn Hubert darf als Initiationsritus seine erste eigene Acadja anlegen.
Sobald es hell wird, beenden die Fischer ihre Arbeit. Die Pfahlbautensiedlung Ganvié ist mit über 35.000 Einwohnern die größte ihrer Art auf dem afrikanischen Kontinent: Aus der Luft betrachtet, scheinen die Häuser auf dem Wasser zu schwimmen.

Hintergrundinfo:
Marc Thiercelin, Segler mit Leib und Seele, ist kein Ozean der Welt fremd. Für die Reihe "Begegnung mit den Meeresvölkern" macht er sich auf den Weg zu Ethnien, die an Land wie auf dem Wasser gleichermaßen zu Hause sind. Marc Thiercelin teilt den Alltag mit Menschen, die wie er das Meer als ihren natürlichen Lebensraum begreifen.


17:40 Lebensraum Kopfbaum – Vom nachhaltigen Nutzen des Baumschnitts (55 Min.)


18:35 Das Baskenland in Spanien (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2015
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10

Regie: Lourdes Picareta

Identität und Sprache scheinen die Lieblingsthemen der Basken zu sein: Ob an der rauen Küste der Biskaya oder im bergigen Hinterland, Basken sind stolz auf ihr Brauchtum und ihre Kultur. Sie messen sich gerne in sportlichen Wettbewerben wie dem Steinheben, um ihre Kraft und ihr Stehvermögen zu demonstrieren. Voltaire bezeichnete die Basken als "ein Volk, das am Fuße der Pyrenäen tanzt". Tatsächlich werden unzählige uralte Tänze noch immer getanzt – oder wie in den Choreographien der Truppe Oinkara selbstbewusst mit Avantgarde vermischt. Die Dokumentation begegnet Schafhirten, die in den Pyrenäen die Transhumanz, die traditionelle Wanderweidewirtschaft, lebendig halten, und in der Schlucht von Arbayún Extrembergsteigern, die nicht nur die Steilwände des Canyons erklimmen, sondern auch als Industriekletterer die Fassaden des Guggenheim-Museums auf Hochglanz bringen. Der futuristische Museumsbau ist das Wahrzeichen von Bilbao. Das einstige Zentrum der Kohle-und Eisenindustrie ist heute ein Magnet für Kunst- und Architekturliebhaber. Die zweitwichtigste Stadt des spanischen Baskenlandes, San Sebastián, darf sich 2016 mit dem Titel Kulturhauptstadt schmücken. Sie liegt hinter der in Form eines perfekten Halbmondes geschwungenen Muschelbucht und ist nicht nur Surf-Touristen, sondern vor allem auch Gourmets bekannt. Denn gemessen an der Einwohnerzahl hat San Sebastián mehr Michelin-Sterne als Tokio oder Paris. Im Restaurant Arzak erwarben sich die Inhaber ihre Sterne mit Gerichten, deren Namen oft von der atemberaubenden baskischen Landschaft inspiriert sind.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation ist Teil des ARTE-Doppelporträts "Das Baskenland" und widmet sich der spanischen Seite. Zusammen mit der Folge über das französische Baskenland zeichnet ARTE ein detailliertes Bild einer länderübergreifenden Region.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/10 bis 24/10


19:40 Re: (35 Min.)
Leben ohne Versicherung – Kein Geld für die Krankenkasse
Reportage Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Lorenz Eberhardt war erfolgreicher Unternehmer. Als es mit der Firma bergab ging, konnte er die Beiträge für seine private Krankenkasse nicht mehr zahlen und war zu alt, um in die Gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren. So wie Lorenz Eberhardt geht es Hunderttausenden in Deutschland: Sie sind nicht krankenversichert. Zunehmend trifft es Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, Unternehmer oder Freiberufler, aber auch Ärzte, Ingenieure, Kreative.
Was geschieht, wenn sie ernsthaft erkranken? Als Lorenz Eberhardt einen Herzstillstand hatte, wurde er notoperiert. Jetzt hat er knapp 27.000 Euro Schulden bei einem Krankenhaus. Wollte er wieder krankenversichert werden, müsste er die Beiträge der vergangenen fünf Jahre zurückzahlen – etwa 50.000,- Euro – zuzüglich fünf Prozent Zinsen. Doch das ist für ihn illusorisch. Sein Unternehmen ist pleite, sein Wohnhaus wurde zwangsversteigert.
Der Solinger Internist Christoph Zenses hilft seit zehn Jahren Menschen ohne Versicherungsschutz. Es sind oft schwere Fälle, die er behandelt, weil die Betroffenen den Gang zum Arzt aus Scham hinauszögern. Zu Vorsorgeuntersuchungen sind sie wegen der Kosten ohnehin lange nicht mehr gegangen. Peter Ostendorf, ehemaliger Klinikchef, hat in Hamburg eine so genannte "Praxis ohne Grenzen" aufgebaut. Hier arbeiten insgesamt 60 Ärzte, Pfleger und Sozialarbeiter, alle ehrenamtlich. Medizinische Geräte und Arzneimittel werden über Spenden finanziert.


20:15 Italien und die Populisten: Eine Gefahr für Europa? (55 Min.)
Dokumentation Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/10 bis 22/11
Erstausstrahlung

Regie: Philippe Levasseur

Seit März wird Italien von EU-skeptischen Rechtspopulisten regiert. In dem Film "Vox populi, vox dei" bereisen unsere Autoren das Land und erleben ein verändertes Italien. Sie sprechen mit den neuen Spitzenfiguren Luigi Di Maio und Matteo Salvini. Außerdem treffen sie Kritiker und Oppositionelle, die gegen den zunehmenden Nationalismus und Rassismus ankämpfen.
Europa war nie stärker bedroht: Im Westen eröffnet Donald Trump den Handelskrieg, im Osten verstärkt Wladimir Putin den Druck. Jetzt nagen zudem im Innern Kräfte am europäischen Konstrukt. Italien, die drittgrößte europäische Wirtschaftsmacht und immerhin EU-Gründungsmitglied, wird von Unionsgegnern regiert.Nach den Parlamentswahlen in Italien im März 2018 fanden mit der rechtsextremen Lega und der systemkritischen Fünf-Sterne-Bewegung zwei sehr unterschiedliche Bündnispartner zusammen. Ihren Sieg verdankten beide Parteien recht sonderbaren Versprechungen: Mateo Salvini (Lega) wollte die Steuern senken, Luigi Di Maio (Fünf Sterne) träumte vom bedingungslosen Grundeinkommen. Beide eint ein gemeinsamer Gegner: die Europäische Union, in Zeiten von Korruption, Wirtschaftsflaute und Flüchtlingskrise ein lukrativer Sündenbock "Vox populi, vox dei" gibt denen das Wort, die heute Geschichte schreiben. Regierungs- und Oppositionspolitiker, gegen Korruption kämpfende Staatsanwälte, renommierte Schriftsteller und Regisseure erklären die komplexen Hintergründe dieser seltsamen Koalition. Auf ihrer Reise von Norden nach Süden entdeckten die Filmautoren ein gemartertes Italien, das wenige Monate vor den Europawahlen in einen absurden Konkurrenzkampf mit Brüssel tritt. Und die Union damit nur noch mehr schwächt.


21:10 Die Rückkehr der Grenzen (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 22/12
Erstausstrahlung

Regie: Simon Brunel, Nicolas Pannetier

Am 21. Dezember 2007, 18 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, öffnete die Europäische Union ihre Freihandelszone für acht ehemalige Ostblockländer. Damit fiel der Eiserne Vorhang, eine 3.000 Kilometer lange Grenze, die für die größte ideologische und geopolitische Spaltung des 20. Jahrhunderts stand.Nach der Öffnung wurden knapp 400 Grenzposten in Mitteleuropa zerstört oder meistbietend verkauft. Die Anlagen, an denen täglich Tausende von Menschen bei der Überquerung des Eisernen Vorhangs und später bei der Ein- und Ausreise in den Schengen-Raum kontrolliert wurden, standen ziemlich verloren mitten auf der Straße – manche heruntergekommen oder zu verkaufen, andere umfunktioniert in Spielhallen oder Kioske.Besonders im Osten hatte die Grenzöffnung für Optimismus gesorgt: Der Weg zu einem geeinten Europa schien endlich frei. Die Grenze und ihre Symbole – Überwachung, Illegalität, Demütigung – sollte für Millionen von Menschen bald nur noch schmerzhafte Erinnerung sein. Doch im Sommer 2015 änderte sich die Situation entscheidend: Mit der Ankunft von Flüchtlingen aus den Konfliktregionen im Nahen Osten und der damit einhergehenden Polemik wurde deutlich, wie zerbrechlich das gerade erst errungene Gleichgewicht tatsächlich war.Heute ist Ungarn von Stacheldraht umgeben, das österreichische Militär wird mobilisiert und im ganzen Schengen-Raum wachsen wieder Zäune. In einer Zeit, in der Grenzkontrollen der Vergangenheit angehören, zeigt sich plötzlich, wie rasch die Situation in historisch belasteten Regionen umschlagen kann. Ist der Schengen-Raum bald Geschichte?


22:05 Libyen – Vergewaltigung als Waffe (70 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/10 bis 22/12
Erstausstrahlung

Regie: Cécile Allegra

Seit dem Sturz Gaddafis im Jahr 2011 versinkt Libyen im Chaos. Das Land ist weitgehend ohne staatliche Autorität, zwei rivalisierende Regierungen ringen um die Macht, Minister werden bedroht. Die Bevölkerung ist bewaffneten Milizen ausgeliefert, die entführen, erpressen, misshandeln und systematisch vergewaltigen. Worüber niemand spricht: Insbesondere Männer fallen der sexuellen Folter zum Opfer. Wer es wagt, von Vergewaltigungen zu berichten, verschwindet oder wird ins Exil gezwungen. Sobald in Libyen das Wort "Vergewaltigung" fällt, schweigen alle. Die Opfer vorneweg. Ein Tabu.Doch ohne Zeugenaussagen keine Anklage – und damit kein Verfahren. Bis heute konnten weder die UNO noch andere internationale Organisationen nachweisen, dass Vergewaltigungen systematisch als Kriegswaffe eingesetzt werden. Eine Waffe, die den Feind nicht töten, sondern ihn vernichten und unterjochen soll. Eine Handvoll exilierter libyscher Aktivisten, Staatsanwälte und ehemaliger Richter will das libysche Schweigekartell nun herausfordern: Heimlich sammeln sie erste Zeugenaussagen und Beweismaterial. Schritt für Schritt enthüllen sie das Ausmaß der Tragödie: die Vielzahl der Fälle und die Brutalität der Szenen, die sich in geheimen Gefängnissen abspielen. In einem Teufelskreis der Rache werden frühere Opfer, die unter dem Gaddafi-Regime vergewaltigt wurden, nun selbst zu Tätern.Bei ihren Ermittlungen sprechen Emad und Ramadan mit den Betroffenen. Einer von ihnen ist Ahmed. Er berichtet von systematischen Missbräuchen und Folterung und verhilft den Ermittlern zu einem ersten Durchbruch. Weitere Zeugen bestätigen diese Aussagen. Besonders gefährdet sind offenbar Angehörige des schwarzen Tawurga-Stamms.Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, womöglich ein Genozid an einem Teil der schwarzen Bevölkerung – Emads und Ramadans Ermittlungen decken ein dunkles Kapitel des libyschen Krieges auf.


23:15 Die Flüchtlinge von Saint-Jouin (60 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10
Erstausstrahlung

Regie: Ariane Doublet

Saint-Jouin-Bruneval ist eine kleine Gemeinde in der Normandie: 1.500 Einwohner, eine Bäckerei, ein Metzger, ein Friseur und ein kleines Lebensmittelgeschäft. Dazu 15 Bauernhöfe, ein schöner Strand und eine Grundschule. Eines Tages beschließt der Bürgermeister, im Sinne der Willkommenskultur eine Flüchtlingsfamilie in einer leerstehenden Wohnung über der Metzgerei unterzubringen. Den Gemeinderat kann er überzeugen, doch gewonnen ist die Sache noch lange nicht. Im Dorf holte die rechtsextreme Partei Front National die meisten Stimmen in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen …
Dennoch finden sich einige Freiwillige, die die Wohnung streichen und Möbel und Teppiche spenden: "Muslime sollen ja Teppiche mögen". Die Flüchtlingsfamilie kann kommen … Nur einige anonyme Graffiti – "Syrer – nein danke!" – und vom Dorfpolizisten aufgeschnappte Kommentare deuten darauf hin, dass sich längst nicht alle mit der Idee angefreundet haben. Frankreich nimmt Flüchtlinge, aller großen Erklärungen zum Trotz, nur stellenweise auf; und erst nach 15 Monaten voller Verzögerungen und verworrener Erklärungen seitens der Präfektur darf die Familie endlich einziehen. Der Großvater, ein ehemaliger Journalist und Widerständler gegen Baschar al-Assad, dankt Frankreich sofort für die Gastfreundschaft.
Die Großmutter hat schon zwei Kinder im Krieg verloren; sie kommt mit ihrem letzten Sohn, dessen Frau und ihrem kleinen Kind. Alle sind erleichtert, endlich in Sicherheit zu sein – auch wenn man hinter ihrer scheinbaren Gelassenheit das Drama erahnt, das sie als Verfolgte im syrischen Bombenhagel erlebt haben. Um die Integration der Familie zu erleichtern und die Atmosphäre zu entspannen, organisiert der Bürgermeister einige Treffen, bei denen er die Neuankömmlinge vorstellt und ihre Geschichte erzählt. Und irgendwann gibt sogar der Dorfpolizist zu: "Eigentlich sind sie ja ganz nett!". Eine einfühlsame Dokumentation über die französische Willkommenskultur, bei dem sich viele Vorurteile am Ende in Luft auflösen.


00:15 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 23.10.


00:35 Endstation Sonderflug (100 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentarfilm Schweiz, 2011
SSR
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10

Regie: Fernand Melgar

Jedes Jahr werden Tausende von Männern und Frauen, die illegal in der Schweiz leben, verhaftet. Einige der sogenannten Sans-Papiers, also Menschen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung, und abgewiesene Asylsuchende warten im Gefängnis von Frambois auf ihre Abschiebung aus der Schweiz. Mit einem negativen Asylentscheid in der Hand werden sie gezwungen, das Land zu verlassen. Einige von ihnen haben Jahre in der Schweiz verbracht, haben gearbeitet, Steuern bezahlt und eine Familie gegründet.
Administrativhaft kann bis zu 24 Monate dauern. Die Abschiebung erfolgt ohne Vorwarnung. Kein Wunder, dass hinter den geschlossenen Gefängnistoren täglich die Spannungen steigen. Auf der einen Seite stehen Aufseher mit menschlichen Wertvorstellungen, auf der anderen Seite Menschen in Angst und unter Stress. Die Beziehungen untereinander sind geprägt von ganz unterschiedlichen Emotionen. Sie reichen von Freundschaft bis Hass, von Respekt bis Auflehnung – und das bis zum Moment der Ausschaffung.
Ihre Ankündigung trifft jeden wie ein Faustschlag. Sie führt bei den Betroffenen oft zu Verzweiflung und Gefühlen der Demütigung. Wer sich gegen den Transport wehrt, wird gefesselt und mit Gewalt in ein Flugzeug gesetzt. In dieser Extremsituation hat Verzweiflung einen Namen: Sonderflug.

Hintergrundinfo:
Der Film wurde unter anderem 2011 beim Festival in Locarno mit dem Preis der jungen Jury sowie dem Preis der ökumenischen Jury und beim Festival International de Cinéma Francophone im kanadischen Acadie mit dem Großen Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. 2012 erhielt er beim Human Rights Film Festival in San Sebastián den Amnesty International Award sowie den Großen Preis der Jury beim One World Human Rights Film Festival in Prag. Die ARTE-Koproduktion "Endstation Sonderflug" wurde außerdem für den Emmy in der Kategorie "Outstanding Investigative Journalism" nominiert.


02:15 Australiens Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Die Australischen Alpen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012
Wiederholung vom 20.10.

Regie: Peter Moers


03:00 Bahnhofskathedralen – Europas Reise-Paläste (55 Min.) (HDTV, UT)
London
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/10 bis 30/10
Erstausstrahlung

Regie: Jeremy J.P. Fekete

Der Bahnhof St. Pancras: Sinnbild der letzten großen Eruption der "Railway Mania" des Industriezeitalters. Erbaut zur zweiten Londoner Weltausstellung 1862. Land dazu nahm sich die Railway rund um die Kirche von Saint Pancras sowie durch den Abriss der benachbarten Armenviertel. Die Toten auf dem Friedhof wurden einfach umgebettet. Entstanden ist eine etwas andere Kathedrale – aus Gusseisen und Glas. Allein die Bahnhofshalle mit ihrem einzigen 74 Meter breiten Bogen ist ein Meisterwerk der Baukunst. Der Kirchenarchitekt George Gilbert Scott, damals längst eine Berühmtheit, gewann den Wettbewerb für das Verwaltungsgebäude und Midland Hotel.
Die 38 Zimmer im Chambers' Club, die Lobby, die Restaurants, der alte Ladies' Smoking Room – damals der erste auf der Welt – und "The Grand Staircase" mit seinen Teppichkaskaden lassen einen heute wieder eine fremde, große Zeit betreten: die Zeit der Ersteröffnung 1873, die Zeit, da England Weltbeherrscher und Victoria auch Kaiserin von Indien war.Bahnhöfe wie St. Pancras in London sind für Jünger des Steampunks wahre Tempel ihrer Fantasien und Träume. Ihre Elemente sind dampf- und zahnradgetriebene Mechanik, viktorianischer Kleidungsstil mit dem dazugehörigen Werte-Modell und Abenteuerromantik, wie aus den Welten von H. G. Wells oder eines Jules Verne. Damit kreieren die Steampunker ihre Sicht auf eine Zukunft, wie sie in früheren Zeiten entstanden sein könnte. Regisseur Jeremy J.P. Feketes Wege zu einigen von ihnen führen in eine der ehemaligen Wasserpumpstationen aus viktorianischer Zeit. Ein unvermuteter Kontrast bietet die Art und Weise wie St. Pancras taubenfrei gehalten wird: durch den Einsatz von Falken.
Sie wirken wie Kulissen aus einer verlorenen Zeit. Ihre pompösen Empfangshallen strotzen vor königlichem Stuckwerk. Vorne Schloss, in der Mitte Kathedrale, hinten Tor zur weiten Welt – die Bahnhöfe des 19. Jahrhunderts. Erschaffen in einer Epoche des Dampfes, der Mechanik und des Zukunfts- und Erfindergeistes – gepaart mit dem viktorianischen Lebensgefühl – die eine ganze Welt beherrschte. Der Prunk war gewollt, die Bahn galt vor eineinhalb Jahrhunderten als das Fortbewegungsmittel der Reichen.
Diese Kathedralen des Verkehrs mit ihren Perrons, Gleisen, Fahrkartenschaltern und riesigen mechanischen Uhren erfuhren unlängst eine Renaissance: von außen geliftet und von innen verjüngt, beflügeln sie erneut die Fantasien eiliger Durchreisender, technikverliebter Eisenbahner und Jüngern des retro-futuristischen Steampunks. Mit fokussiertem Blick und aus dem steten Gewusel der Hallen fliehend, finden sich die Menschen, die nicht nur ein-, aus- oder umsteigen.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe folgt ihnen an ihre Plätze und zeigt ihre Gedanken, Sehnsüchte und Hoffnungen. Jede dieser Kathedralen hat ihren eigenen Lebenslauf und Charakter, geprägt durch das jeweilige Land und jeweilige Stadt. Für Autor und Regisseur Jeremy J.P. Fekete sind diese Bahnhöfe der Jahrhundertwende die alten, vergessenen Herzen der Metropolen, von denen aus die Welt entdeckt wurde. Seine Dokumentationsreihe erzählt von der romantischen Seite dieser noch immer faszinierenden Stationen.


03:55 28 Minuten (65 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/10 bis 22/12
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:38 Sendeschluss

*

Mittwoch, 24. Oktober 2018


05:00 Berlin Live (60 Min.) (HDTV)
Kitty, Daisy & Lewis
Musik Deutschland, 2015
Online verfügbar von 24/10 bis 23/11
Die Sendung ist auch auf ARTE Concert zu sehen: concert.arte.tv

Regie: Hannes Rossacher

Mit Kitty, Daisy & Lewis bringt "Berlin Live" erneut einen internationalen Top-Act auf die Bühne. Die Londoner Geschwister mit dem Nachnamen Durham lassen im zarten Alter von Anfang 20 mit Leidenschaft und authentischer Originaltreue die Musik der 40er und 50er Jahre wieder aufleben, als hätte es die vergangenen fünf Jahrzehnte Rockmusik nie gegeben.
Ob verschmitzte Coverversionen der Originale oder selbstkomponierte Songs – das Trio hängt wie schwerelos zwischen den Epochen und begeistert mit dieser Authentizität mittlerweile die ganze Welt. Ihren Sound beschreiben die drei Musiker selbst als " … dirty R 'n' B, whiskey soaked country, haunting Hawaiian jungle drums and Gospel fever, with a punch in the face by Daisy's hard beatboxing!"
Dass sie damit nicht untertreiben, zeigen unzählige ausverkaufte Konzerte quer über den Globus genauso wie bekennende Fans wie Eagles of Death Metal oder David Lynch. Mit im Gepäck haben sie ihr drittes Album: "The Third". Man darf auf einiges gespannt sein – also schon mal die Tanzschuhe aus dem Schrank holen!


06:00 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Epigenetik – Können wir unser Erbgut steuern?
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 23.10.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:30 Mein schönes Dorf im Land der Kanaken (25 Min.) (HDTV)
Kindersendung Frankreich, 2016
Wiederholung vom 21.10.

Regie: Robin Chiuzzi


06:55 Klimpern mit Anna (15 Min.) (HDTV)
Nicht so einfach
Kindersendung Frankreich, 2013
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10

Regie: Philippe Le Dem

Was kann man eigentlich als Musik bezeichnen? Sicher ist, Musik hat es schon immer gegeben, selbst bei den ersten Menschen in der Steinzeit, die unsere Erde bevölkerten. Zu den ersten Instrumenten, derer sich der Mensch bediente, gehörten die Trommel und die eigene Stimme. Es folgte die Harfe und die Flöte. Streichinstrumente, Blasinstrumente und Perkussionsinstrumente sind also die drei wichtigsten Instrumentengruppen. Die zwei sympathischen Hauptfiguren – die erfahrene Musiklehrerin Anna und ihr völlig unbedarfter Schüler Eddy – vermitteln Kindern mit viel Leichtigkeit und Humor erste musikalische Grundkenntnisse. Darüber hinaus unternimmt die Sendung einen spielerischen Streifzug durch das weite Feld der Musik, so dass die Zuschauer verschiedene Instrumente und Berufe in der Musik kennenlernen. So begleitet Anna Eddy in der ersten Folge beispielsweise zu einem Klavierstimmer, der ihm zeigt, was man machen muss, damit ein Klavier richtig klingt.

Hintergrundinfo:
Nach einer klassischen Klavierausbildung am Pariser Konservatorium studierte Anna-Zofia Borowiec Musikpädagogik und erforscht seitdem immer wieder neue Wege der Musikvermittlung. Auf ihrer 2012 von der Académie Charles Cros ausgezeichneten Doppel-CD "Pianotine" spielte sie selbst komponierte Neuinterpretationen bekannter Kinderstücke ein. Seit mehr als 15 Jahren unterrichtet Anna-Zofia Borowiec Kinder und Erwachsene im Fach Klavier.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Die Bärenhunde von Nevada
Reportage Deutschland, 2015
Wiederholung vom 15.10.

Regie: Heiko de Groot


08:00 Eine Tagesreise von Spitzbergen bis Namibia (45 Min.) (HDTV, UT)
Säen, ernten, genießen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Wiederholung vom 17.10.

Regie: Alexandra Hardorf, Anke Hillmann, Christiane Schwarz


08:45 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 23.10.

Regie: Fabrice Michelin


09:25 Die Ausbeutung der Urwälder (100 Min.)
Kann ein Öko-Siegel die Forstindustrie stoppen?
Dokumentarfilm Deutschland, 2018
Wiederholung vom 16.10.

Regie: Manfred Ladwig, Thomas Reutter


11:05 Die Farben Marokkos (45 Min.) (HDTV, UT)
Grün
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 03.10.

Regie: Jean Froment


11:50 Begegnung mit den Meeresvölkern (25 Min.) (HDTV)
Kolumbien: Die Apalaanchi – Traumfischer
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 08.10.

Regie: Ludovic Fossard


12:15 Re: (35 Min.)
Leben ohne Versicherung – Kein Geld für die Krankenkasse
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 23.10.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Online verfügbar von 24/10 bis 25/10


13:00 Stadt Land Kunst (70 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin


14:10 Verratenes Glück (100 Min.) (HDTV, AD, UT)
Un adultère
Fernsehfilm Frankreich, 2017
Wiederholung vom 05.10.
Produktion: Scarlett Production, ARTE F

Rollen und Darsteller:
Marie Lemonnier – Isabelle Carré
Julien Lemonnier – Xavier Lemaître
Alice Fontaine – Roxane Arnal
David Loussine – David Stone Loussine
Mathias Lemonnier – Ange Dargent
Morgane – Anna Mihalcea
Kader – Virgil Leclaire
Maries Mutter – Brigitte Fossey

Regie: Philippe Harel
Produzent: Florence Dormoy
Drehbuch: Stéphanie Vasseur
Kamera: Matthieu Poirot-Delpech
Kostüm: Julie Miel
Szenenbild: Christophe Lenoir
Redaktion: Isabelle Huige
Schnitt: Julie Clémencin


15:50 Grenzflüsse (55 Min.) (HDTV, UT)
Die Oder – Von der Quelle bis zur Mündung
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 23/11

Regie: Thomas Radler

An den Mäandern ihres Oberlaufs bildet die Oder für gerade mal sieben Kilometer die Grenze zwischen Polen und Tschechien, weiter flussabwärts ist sie dann für mehr als 160 Flusskilometer die Grenze zwischen Polen und Deutschland. Schlösser und Burgruinen an ihren Ufern zeugen von vergangenen Blütezeiten im Herzen Europas. Die Oder macht es ihren Uferanwohnern nicht leicht. Im Winter oft tief zugefroren, sorgt sie mit ihren Hochwassern nach der Schneeschmelze im Frühjahr regelmäßig für Angst und Schrecken.
Im Sommer hingegen ist sie vielerorts nicht einmal mehr einen Meter tief und nur noch mit einem Floß befahrbar. Jahrzehntelang war die Oder vor allem Zankapfel zwischen Deutschen und Polen, ein Fluss am Kartenrand, obwohl mitten in Europa. Umso faszinierender ist es, die Wiedergeburt der Oder zu beobachten. Überall wenden sich die Städte wieder ihrem Fluss und seinen Ufern zu, als gelte es, eine über Jahrzehnte gewahrte Distanz zu überwinden. Auf der Oderinsel in Breslau werden Uferwege und Fußgängerbrücken neu gebaut. In Lubiaz hat man mit der Renovierung des prächtigen Zisterzienserklosters begonnen. Und auch in Frankfurt, das sich nach dem Krieg quasi um die eigene Achse gedreht und dem Fluss wie dem polnischen Slubice den Rücken zugewandt hatte, kann man wieder am Oderufer promenieren. Auch Umwelt- und Naturschützer sind vielerorts am Fluss aktiv. "Zeit für die Oder" heißt ein Bündnis, in dem sich mehr als 30 Initiativen in Tschechien, Polen und Deutschland zusammengetan haben. Ihr Ziel ist es, die Oder als einen der letzten vielerorts noch frei fließenden, naturnahen großen Flüsse Europas zu bewahren.

Hintergrundinfo:
Seit Jahrhunderten trennen und verbinden Grenzflüsse Menschen und Kulturen an ihren Ufern. Mal bilden sie eine undurchdringliche Grenze, mal eine gemeinsame Lebensader. Die Dokumentationsreihe entdeckt drei Grenzflüsse in Europa, alle umgeben von einer bewegten Geschichte.


16:45 Xenius (25 Min.)
Ebbe und Flut – Leben im Rhythmus der Gezeiten
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 24/10 bis 22/01
Erstausstrahlung

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Im Rhythmus der Gezeiten entstand über Jahrtausende an der deutschen Nordseeküste eine der fruchtbarsten Naturlandschaften der Welt: das Wattenmeer. Obwohl die weiten Sandflächen des Watts bei Ebbe öde und kahl wirken, gibt es dort Abertausende Mikroorganismen, Tiere und Pflanzen. Wie lebt es sich im Einklang mit Ebbe und Flut, wie lassen sich die Kräfte des Meeres optimal nutzen und wann werden sie womöglich zur Gefahr?
Nach der Ebbe kommt die Flut und nach der Flut die Ebbe – ein Wechselspiel wie Tag und Nacht. Doch manchmal steigt das Wasser schneller und höher als erwartet. Wenn der Wind tost und Fluten über die Küste schwappen, kann es lebensbedrohlich werden. Genau davor sollen die Deltawerke die niederländische Stadt Zeeland schützen, und zwar mit einem kilometerlangen Staudamm. Denn dort ereignete sich 1953 eine Sturmflut mit katastrophalen Ausmaßen.
Auf den Orkney-Inseln hingegen machen sich Wissenschaftler und Ingenieure die Kräfte der Gezeiten gezielt zunutze und produzieren daraus Strom im European Marine Energy Center, dem weltweit einzigen Institut für Meeresenergie.
Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe und Pierre treffen auf der Insel Pellworm Knud Knudsen. Er ist nicht nur für den Küsten- und Naturschutz vor Ort zuständig, sondern verteilt auch die Post. Und im Watt bedeutet das, dass er die Briefe mehrere Stunden zu Fuß zur nächsten Hallig bringen muss. Dörthe und Pierre begleiten ihn auf dem Weg nach Süderoog. Getrödelt werden darf dabei nicht, schließlich müssen sie wieder zurück sein, bevor die Flut kommt.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Begegnung mit den Meeresvölkern (30 Min.) (HDTV)
Französisch-Guayana: Die Kali'na – Die Geister des Deltas
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Aleksandar Dzerdz

Das Überseedépartement Französisch-Guayana liegt direkt über dem Äquator. Hier herrscht ein tropisches Klima: heiß und feucht. Im Mündungsdelta der Flüsse Maroni und Mana, hinter dem sich die endlosen Weiten des tropischen Regenwalds erstrecken, lebt eine Volksgruppe der Kariben, die Kali'na.
Der Maroni bildet die Grenze zwischen Französisch-Guayana und Suriname und mündet in den Atlantik. Auf beiden Seiten des Flusses leben die Kali'na, ein Indianervolk, das an der ganzen südamerikanischen Ostküste heimisch ist und vom Fischfang und der Landwirtschaft lebt. Die Kali'na haben einen starken Familiensinn und teilen sich brüderlich die vorhandenen Ressourcen.
Der leidenschaftliche Segler und Schiffbauer Marc Thiercelin besucht die Menschen des Dorfs Awala-Yalimapo und wird Zeuge ihres kühnen Drahtseilaktes zwischen Moderne und Tradition. Der Fischer Delano ist den Bräuchen seiner Vorfahren sehr verbunden und engagiert sich mit Familie und Freunden für das kulturelle Leben seiner Heimat. Die Kali'na führen die Verschlammung der Küsten auf unzufriedene Geister zurück, die sie für die Vernachlässigung ihrer Traditionen bestrafen wollen. Delano versucht deshalb, uralte Riten wiederzubeleben – mit einer neuen Bank als Symbol für die enge Verbindung der Kali'na mit der Natur.

Hintergrundinfo:
Marc Thiercelin, Segler mit Leib und Seele, ist kein Ozean der Welt fremd. Für die Reihe "Begegnung mit den Meeresvölkern" macht er sich auf den Weg zu Ethnien, die an Land wie auf dem Wasser gleichermaßen zu Hause sind. Marc Thiercelin teilt den Alltag mit Menschen, die wie er das Meer als ihren natürlichen Lebensraum begreifen.


17:40 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Königliche Mounties: Kanadas berittene Polizei
Reportage Deutschland / Frankreich, 2014
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10

Regie: Heiko de Groot

Längst sind die Mounties in ihren traditionellen roten Uniformen hoch zu Ross ein Nationalsymbol von Kanada geworden. Die Reiterstaffel der Royal Canadian Mounted Police präsentiert ihr Können an nationalen Gedenktagen und während monatelanger Tourneen mit dem sogenannten Musical Ride, der Paradetruppe. Spätestens alle drei Jahre wechselt allerdings deren Besetzung aus 32 Frauen und Männern, denn die Plätze in der Eliteeinheit sind begehrt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Bewerber, die binnen sechs Monaten reiten lernen müssen. Marty Chesser ist Superintendent der weltberühmten Mounties, der ehemals allesamt berittenen Polizisten der Royal Canadian Mounted Police.
Die meisten von ihnen leisten heute ihren Dienst ganz regulär in Streifenwagen, Stahlrössern mit deutlich mehr als einem PS. Doch es gibt eine kleine Einheit in der Polizei, die sich tatsächlich noch in ihren traditionellen roten Uniformjacken auf Pferderücken setzt. Es ist die Musical Ride. Jetzt im Januar ist wieder Saisonbeginn für die Elitetruppe der Polizei – komplizierte Choreographien müssen einstudiert und die Bewerber für den dreijährigen Dienst bei den Mounties rekrutiert werden. Bewerben kann sich nur, wer mindestens zwei Jahre im normalen Polizeidienst gedient hat – Reiten gehört nicht zu den Voraussetzungen. Das bringt viele unfreiwillig komische Szenen bei den Aufnahmeprüfungen und im Training mit sich, und der alltägliche Drill in Stall und Reithalle ist eine harte Umstellung zum Streifendienst. Marty Chesser braucht viel Erfahrung, um die Kandidaten hinsichtlich ihrer Sozialkompetenz, ihrer Liebe zu Pferden und den Entbehrungen, die der Dienst mit sich bringen wird, zu prüfen.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


18:35 Auf den Dächern der Stadt (45 Min.) (HDTV, UT)
Barcelona
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Originalvertonung
Online verfügbar von 24/10 bis 23/11

Regie: Xavier Lefebvre

Barcelonas Stadtpanorama, Geselligkeit, und der Himmel sind auf den Dächern der Metropole zu beobachten. Im Herzen des Bezirks Eixample, rund um das Quadrat d'Or, findet man die schönsten Bauwerke des Modernismus, des katalanischen Jugendstils. Vor allem die Häusergruppe der Illa de la Discòrdia zeugt von der Kreativität der Architekten, allen voran Antoni Gaudí mit seinen spektakulären Dachkonstruktionen. Vielleicht liegt die Zukunft der Stadt aber auch auf den schönsten Dächern des 21. Jahrhunderts. Das meinen zumindest Umweltaktivisten wie Oscar Pascual, der sich mit dem 93-jährigen Joan Carulla austauscht, einem Pionier auf dem Gebiet begrünter Dächer. Der Stadtbezirk Gràcia wiederum war bis 1897 ein eigenständiges Dorf. Ein Hauch von Boheme weht heute in dem hippen Viertel, in dem sich viele Künstler angesiedelt haben. Zu ihnen gehört Xavi Julia, ein junger Maler. Lola Armadas gründete 2013 ein Künstlerprojekt unter dem Namen Terrats en Cultura – "Kultur auf den Dächern". Im Anschluss besucht ARTE Gerardo Wardel, Mitbegründer der Casa por el Tejado, des "Hauses für das Dach". Er ist auf Dachaufbauten spezialisiert, die er als energieeffiziente Module anbietet. Auch im Viertel Poblenou haben angehende Architekten das Dach als Betätigungsfeld entdeckt – speziell auch das Dach des Architekturinstituts von Katalonien. Der schönste Platz in luftiger Höhe befindet sich jedoch wohl auf den Türmen der Sagrada Família. Die von Antoni Gaudí entworfene Kirche ist einmalig in ihrer vielfältigen Symbolik und ihrem gewagten architektonischen Stil. Jetzt soll Jordi Faulí als Nachfolger des visionären Architekten die riesige Baustelle vollenden.

Hintergrundinfo:
Von Paris über New York und Istanbul bis hin zu Tokio und Buenos Aires entdeckt die fünfteilige Reihe faszinierende Metropolen aus einer neuen Perspektive: von den Dächern aus! Ob idyllisch, innovativ oder schwindelerregend – jedes dieser Dächer erzählt seine ganz eigene Stadtgeschichte.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Online verfügbar von 24/10 bis 25/10


19:40 Re: (35 Min.)
Digitale Nomaden – Die Welt ist ihr Arbeitsplatz
Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Viele habe schon in einer verwegenen Stunde daran gedacht einfach abzuhauen: Hinaus in die Welt und auf die Walz. Was bei Vielen ein Traum bleibt, leben die beiden. Die Motivation für ihren Lifestyle ist die pure Lust an der Welt. Ein stetes Leben hatten beide Protagonisten satt und wollten der Routine und dem Alltag entfliehen. Sie wollen sich maximal selbstverwirklichen ohne große Fangnetze und Vollkasko. Nur wer – wie die Beiden-loslassen kann fühlt sich wohl in dieser nomadischen Welt voller Abenteuer. Für Pete als DJ ist Party und Großstadt von großer Wichtigkeit – Suparni alias Supi ist das Gegenteil sie sucht nach Spiritualität und Bewusstsein. Die beiden Charaktere zeigen die ganze Spannbreite, die die Welt der Digital-Nomaden bereithält. Auch wenn die beiden Gegenpole dieser Welt darstellen, eint sie die Art wie sie ihren Lebensunterhalt durch "remote"-Arbeit verdienen. Ermöglicht wird dies durch das digitale Zeitalter: Ein Lebensgefühl und Lebensentwurf, den es vor der Erfindung des Internets nur begrenzt gab. Aber ihr Lifestyle stößt an Grenzen, das erfährt vor allem Suparni, die sich auch Kinder vorstellen kann. Doch jemanden zu finden, den man liebt und der denselben Lebensstil pflegt ist schwer. Das beständige Reisen ist dabei ein großes Hindernis. Wenn sie keinen Partner findet, kann sie sich auch ein Leben als Alleinerziehende vorstellen. Im Gegensatz dazu ist Pete noch voll auf der Überholspur und denkt noch nicht an die Zukunft. Noch findet er gefallen an schnellen Smalltalk und den kurzen aber intensiven Bekanntschaften.


20:15 45 Years (90 Min.) (HDTV)
Spielfilm Großbritannien, 2014
Produktion: The Bureau
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Kate Mercer – Charlotte Rampling
Geoff Mercer – Tom Courtenay
Lena – Geraldine James
Sally – Dolly Wells
George – David Sibley
Chris der Postbote – Sam Alexander
Mr. Watkins – Richard Cunningham
Jake – Rufus Wright
Reisebüroangestellte – Hannah Chalmers
Kellnerin – Camille Ucan

Regie: Andrew Haigh
Produzent: Tristan Goligher
Drehbuch: Andrew Haigh
Kamera: Lol Crawley
Schnitt: Jonathan Alberts

Die ostenglische Grafschaft Norfolk ist im Herbst ein diesiger, trüber Ort, der nicht dazu einlädt, draußen zu verweilen. Die ehemalige Lehrerin Kate unternimmt trotzdem gerne Spaziergänge in der Natur. Ihr Mann Geoff, ein ehemaliger Gewerkschafter, versucht sich im warmen Haus wiederholt an der Kierkegaard-Lektüre. Andrew Haigh lässt also seinen Film "45 Years" betont unaufgeregt beginnen, mit ruhigen Innenaufnahmen und langen Landschaftstotalen.
Der 45. Hochzeitstag am folgenden Wochenende steht vor der Tür, für den noch die letzten Vorbereitungen getroffen werden müssen. Zu der üblichen Aufregung vor dem Fest kommt jedoch eine unvorhergesehene Nachricht hinzu. Geoff erhält einen Brief aus der Schweiz; es ist ein Brief aus der Vergangenheit. Ihn holt ein Kapitel seines Lebens wieder ein, das eigentlich abgeschlossen war, aber im Verborgenen doch stets einen Teil seines Lebens ausmachte. Vor 50 Jahren ist seine erste große Liebe auf einer gemeinsamen Tour in den Gletschern der Alpen tödlich verunglückt. Erst jetzt, 50 Jahre später, wurde die Leiche im Eis entdeckt. Dramaturgisch ist das eine Zäsur, doch die Inszenierung behält ihre behutsam tastende Erzählweise bei.
Kate kann sich nicht vorstellen, auf eine Liebesgeschichte aus jener Zeit eifersüchtig zu sein - als ihr Mann und sie sich noch gar nicht kannten. Doch die Tage der inneren Bewegtheit von Geoff lassen sie allmählich zweifeln, ob sie wirklich die große Liebe für ihn war oder immer nur ein Ersatz für etwas unerfüllt Gebliebenes …

Hintergrundinfo:
Für ihre einfühlsame und sehr präzise Darstellung wurden die Darsteller Charlotte Rampling und Tom Courtenay auf der Berlinale 2015 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. "In aller Stille entspinnt sich ( …) ein außergewöhnliches Drama, das glaubhaft und anrührend vermittelt, wie unerwartete Herausforderungen selbst eine jahrzehntelange glückliche Bindung noch ins Wanken bringen können." (Filmdienst)


21:45 Otto Wagner – Architekt der Wiener Moderne (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Österreich, 2017
Online verfügbar von 24/10 bis 23/11
Erstausstrahlung

Regie: Rudolf Klingohr

Otto Wagner ist der erste Wiener Architekt im 19. Jahrhundert, der mit den Baustilen der Vergangenheit bricht, um dem modernen Leben seinen ureigenen Ausdruck zu verleihen. Künstlerisch in den 1860er Jahren sozialisiert, ist sein Frühwerk noch dem vorherrschenden Stil der Zeit, dem Historismus, einem wilden Mix aus Baustilen vergangener Epochen, verpflichtet.
Der Wiener Hof und Wagners Zeitgenossen lieben die Stein gewordene Stilmischung besonders. Trotzdem beginnt sich Otto Wagner davon zu distanzieren und schafft im Wien der Jahrhundertwende Gebäude, so unverschämt modern, wie man sie in ganz Europa noch nicht gesehen hat. Seine Markenzeichen: vom historistischen Pomp befreite Fassaden, schlichte Formen, Funktionalität.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation zeigt Wagners visionäres Werk, darunter die Kirche am Steinhof, die Postsparkasse, die Wienzeilenhäuser und die Wiener Stadtbahn – das erste künstlerisch durchgestaltete Verkehrsmittel der Welt. Vorgestellt werden auch Wagners nie realisierte Visionen. Sie zeigen neben dem großen Erfolg auch die ganze Tragik seiner Person. Außerdem spürt die Dokumentation dem Menschen Otto Wagner nach und legt dar, wie dieser, angetrieben von seiner Liebe zur Gouvernante seiner Tochter, Louise Stiffel, Wien gegen alle Widerstände der Zeit verändert.


22:40 Fever (75 Min.) (HDTV, UT)
Spielfilm Frankreich, 2014
Produktion: Strutt Films, Jour2Fête, Pampa Production
Online verfügbar von 24/10 bis 09/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Damien Hersant – Martin Loizillon
Pierre Simonet – Pierre Moure
Zoé – Julie-Marie Parmentier
René – Philippe Laudenbach
Sacha – Pascal Cervo
Mme Kaplan, Rosine – Julie Judd

Regie: Raphaël Neal
Produzent: Raphaël Neal, Jean-Philippe Rouxel, Mathilde Trichet
Drehbuch: Raphaël Neal, Alice Zeniter
Musik: Camille
Kamera: Nicolaos Zafiriou
Schnitt: Anna Brunstein, Charlotte Soyez

Die Abiturienten Damien und Pierre ermorden eine junge Frau aus der Nachbarschaft. Überzeugt, dass sich der Mord nicht auf sie zurückführen lässt, versuchen sie danach, den Alltag wie gewohnt zu bestreiten. Als sie nach vollendeter Tat aus dem Hauseingang auf die Straße stürmen, begegnen sie Zoé, der Optikerin aus dem Viertel. Zoé fällt sofort auf, wie aufgewühlt die beiden sind. Sie hebt einen Handschuh auf, den Pierre fallen lässt. Als Zoé am nächsten Tag von dem Mord hört, ist sie alarmiert. Aber kann das sein? Sie beginnt, der Sache nachzugehen.
Es ist das letzte Schuljahr, die Abschlussprüfungen stehen bevor. Doch lässt sich das Geschehene nicht so einfach ausblenden. Besonders Pierre hat mit seinem schlechten Gewissen zu kämpfen, während Damien zunächst abgebrüht wirkt. Erst die Lektüre von Hannah Arendts Buch "Die Banalität des Bösen" und die Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte während der NS-Zeit lassen ihn zweifeln.
Deprimiert, wenn auch zeitweilig von pubertärem "Fieber" ergriffen, bestreiten die beiden Jugendlichen die Schulferien. Doch den bitteren Beigeschmack des banalen, absurden Alltags werden sie nicht mehr los. Inmitten des fröhlichen Sommertreibens lastet die Schuld schwer auf ihnen. Und auch Zoé ist vom "Fieber" befallen. Auch sie kann ihr Leben so nicht weiterführen. Ein anspruchsvoller Film, der Bezug nehmend auf Hannah Arendts Überlegungen zur "Banalität des Bösen" die Frage nach der Schuld und dem Umgang mit ihr neu stellt.

Hintergrundinfo:
Der Film basiert auf Leslie Kaplans gleichnamigen Roman "Fever". Raphaël Neal ist hauptberuflich Fotograf. In der Filmbranche wurde er als Schauspieler in Filmen unter anderem von Claude Chabrol oder Claire Denis bekannt. "Fever" ist sein erster Film. Trotz des geringen Budgets gelang es Neal, ein gelungenes Casting zusammenzustellen. Julie-Marie Parmentier kennt er bereits lange, die Rolle der Zoé hat er für sie geschrieben. Auch die Sängerin Camille kennt er persönlich. Sie willigte ein, den Soundtrack auf eigene Kosten aufzunehmen. Insgesamt ist "Fever" ein mit viel Herzblut entstandener Film, der dem deutschen Kinopublikum bisher vorenthalten wurde.


23:55 ARTE Journal (25 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Wiederholung vom 24.10.


00:20 Le Train – Nur ein Hauch von Glück (100 Min.) (HDTV, UT)
(Le train)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1973
Wiederholung vom 07.10.
Produktion: Lira Films, Capitolina Produzioni Cinematografiche

Rollen und Darsteller:
Julien Maroyeur – Jean-Louis Trintignant
Anna Kupfer – Romy Schneider
Julie – Régine
Monique Maroyeur – Nike Arrighi
Pferdehändler – Franco Mazzieri
Maurice – Maurice Biraud
François – Paul Amiot
Kommissar – Paul Le Person

Regie: Pierre Granier-Deferre
Produzent: Raymond Danon
Drehbuch: Pascal Jardin, Pierre Granier-Deferre
Musik: Philippe Sarde
Kamera: Walter Wottitz
Schnitt: Jean Ravel


02:00 Australiens Nationalparks (40 Min.) (HDTV)
Cradle Mountain Nationalpark
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012
Wiederholung vom 20.10.

Regie: Peter Moers


02:40 Bahnhofskathedralen – Europas Reise-Paläste (55 Min.) (HDTV, UT)
Antwerpen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/10 bis 31/10
Erstausstrahlung

Regie: Jeremy J.P. Fekete

Er ist das Juwel in der Stadt der Diamanten: Antwerpen Centraal. Seine gigantische Kuppel erinnert an das Pantheon in Rom. Deswegen wird er im Volksmund auch Eisenbahnkathedrale genannt. Nicht von ungefähr galt das palastähnliche Bauwerk als steinerne Manifestation der damals aufstrebenden Kolonialmacht. Selbst König Leopold II. ließ sich bei seinem Anblick 1905 zu einem Ausruf des Erstaunens hinreißen: "C'est une petite belle gare" ("Das ist ein hübscher kleiner Bahnhof").Mauer an Mauer mit dem Bahnhof liegt Antwerpens grünes, klopfendes Herz – der Zoologische Garten. Im Jahr 1843 gegründet, zählt er zu den ältesten der Welt. Hier zeugen noch Okapis vom königlichen Anspruch der damaligen Welt. Denn in seinen Gehegen konnte man europaweit erstmals diese Giraffenart aus dem Kongo bewundern. Eingeführt über den Antwerpener Hafen – das ältere Gegenstück zum Bahnhof. Hier ankerten die Dampfschiffe großer Reedereien wie Hapag Lloyd und Red Star Line. Insbesondere mit der Red Star Line schipperten um die Jahrhundertwende rund 2 Millionen Europäer ins gelobte Land – Amerika.Regisseur Jeremy J.P. Fekete veranschaulicht in seiner Dokumentation die untrennbaren Verbindung zwischen Bahnhof und dem Antwerpener Bürger. Vom zaghaften Kuss ihrer ersten Liebe auf den Bahnhofsbänken bis zum Verlust liebgewonnener Kuscheltiere im Gewusel drängelnder Reisender. Hinter dem Bahnhof entstand das "Jerusalem des Nordens", wie man das Diamantenviertel auch nennt. Hier ist man aus Tradition steinreich. Und deshalb ist Antwerpen auch die "Stadt der funkelnden Steine" und größter Handelsplatz.

Hintergrundinfo:
Sie wirken wie Kulissen aus einer verlorenen Zeit. Ihre pompösen Empfangshallen strotzen vor königlichem Stuckwerk. Vorne Schloss, in der Mitte Kathedrale, hinten Tor zur weiten Welt – die Bahnhöfe des 19. Jahrhunderts. Erschaffen in einer Epoche des Dampfes, der Mechanik und des Zukunfts- und Erfindergeistes – gepaart mit dem viktorianischen Lebensgefühl – die eine ganze Welt beherrschte. Der Prunk war gewollt, die Bahn galt vor eineinhalb Jahrhunderten als das Fortbewegungsmittel der Reichen.


03:35 28 Minuten (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Divers
Produzent: Km


04:20 50 Shades of Greek (3 Min.) (HDTV)
50 nuances de Grecs
Orakel-Wahlprognosen
Folge 30 von 30
Fernsehserie Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/10 bis 19/10
Erstausstrahlung

Endlich hat die Demokratie in Griechenland Einzug gehalten und zum ersten Mal wird das Amt des obersten Gottes des Olymp durch eine allgemeine Wahl vergeben. Doch viele Wähler sind bis zuletzt unentschlossen und die Voraussagen der Wahrsager-Institute daher nicht unbedingt verlässlich …

Hintergrundinfo:
Die Mythologie lebt! Und wie! Die Zeichentrickserie "50 Shades of Greek" transportiert die großen Mythen der Antike in die heutige Zeit. Die Serie basiert auf den Comics des französischen Cartoonisten Jul, der für "Silex and the City" bekannt ist. Saison 1


04:23 Sendeschluss

*

Donnerstag, 25. Oktober 2018


05:00 Debussy mit D. Barenboim, M. Crebassa, E. Pahud (45 Min.)
Wiederholung vom 09. 10. 2018


05:45 Xenius (30 Min.)
Ebbe und Flut – Leben im Rhythmus der Gezeiten
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 24.10.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:15 Von der Dunkelheit ins Licht (55 Min.) (HDTV)
Eine kleine Geschichte der urbanen Beleuchtung
Dokumentation Frankreich, 2016
Wiederholung vom 25.09.

Regie: Agnès Bovet-Pavy


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Online verfügbar von 25/10 bis 01/11


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Elbsandsteingebirge – Märchenwelt und Meisterwerke
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Wiederholung vom 15.10.

Regie: Gunnar Meyer


08:00 Eine Tagesreise von Spitzbergen bis Namibia (45 Min.) (HDTV, UT)
Von großen und von kleinen Menschen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Wiederholung vom 18.10.

Regie: Alexandra Hardorf, Anke Hillmann, Christiane Schwarz


08:45 Stadt Land Kunst (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 24.10.

Regie: Fabrice Michelin


09:40 Fake America Great Again (55 Min.)
Wie Facebook und Co. die Demokratie gefährden
Dokumentarfilm Frankreich, 2018
Wiederholung vom 09.10.

Regie: Thomas Huchon


10:35 Al Sisi (55 Min.) (HDTV, UT)
Die Macht am Nil
Dokumentation Deutschland, 2018
Wiederholung vom 09.10.

Regie: Lucio Mollica


11:30 Die Farben Marokkos (45 Min.) (HDTV, UT)
Rot
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 04.10.

Regie: Fanny Tondre


12:15 Re: (35 Min.)
Digitale Nomaden – Die Welt ist ihr Arbeitsplatz
Deutschland, 2018
Wiederholung vom 24.10.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Online verfügbar von 25/10 bis 26/10


13:00 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin


13:45 Das Mädchen mit dem Perlenohrring (95 Min.) (HDTV, UT)
(Girl with a Pearl Earing)
Spielfilm Großbritannien / Luxemburg, 2003
Wiederholung vom 14.10.
Produktion: Archer Street, Delux, Film Fund Luxembourg, Pathé, UK Film Council, Wild Bear

Rollen und Darsteller:
Jan Vermeer – Colin Firth
Griet – Scarlett Johansson
Pieter van Ruijven – Tom Wilkinson
Pieter – Cillian Murphy
Catharina Bolnes Vermeer – Essie Davis
Maria Thins – Judy Parfitt

Regie: Peter Webber
Produzent: Andy Paterson, Anand Tucker
Drehbuch: Olivia Hetreed
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Eduardo Serra
Schnitt: Kate Evans


15:20 Begegnung mit den Meeresvölkern (30 Min.) (HDTV)
Vanuatu: Die Nivans – Insel der Autarkie
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 12.10.

Regie: Ludovic Fossard


15:50 Grenzflüsse (55 Min.) (HDTV, UT)
Der Pruth – Von den Karpaten bis zur Donau
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 24/11

Regie: Thomas Radler

Im Schatten des größten Bergs der Ukraine, der Howerla, entspringt der Pruth. Die schwer zugängliche Landschaft mit den weltweit letzten Rotbuchen-Urwäldern zählt seit 2007 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Von den Waldkarpaten schlängelt sich der Pruth hinunter ins Tal. Natur im Urzustand – Menschen verirren sich so gut wie nie hierher ins Quellgebiet des mit 953 Kilometern zweitlängsten Nebenflusses der Donau. Nach 100 Flusskilometern erreicht der Pruth dann Czernowitz, die alte Hauptstadt der Bukowina. Jahrzehntelang hinter dem Eisernen Vorhang vergessen und in beiden Weltkriegen kaum zerstört, wirkt das von der österreichischen Architektur geprägte Stadtbild heute wie ein Abbild längst vergangener Zeiten. Nach Czernowitz ist der Pruth fast 700 Kilometer lang der Grenzfluss zwischen Rumänien und der Republik Moldau. Mit 1.380 verschiedenen Pflanzen-, 34 Fisch- und 239 Vogelarten hat der Pruth in seinen Schwemmgebieten im Lauf der Jahrtausende eine außerordentliche Artenvielfalt entwickelt. Wenn das Leben irgendwo ein langer ruhiger Fluss ist, dann hier am Pruth und besonders in Moldau, dem am seltensten bereisten Land in Europa. Viele Menschen in den kleinen Dörfern am Fluss leben im Rhythmus ihrer Vorfahren und haben ihr Heimatdorf bis heute nie verlassen. In dieser Abgeschiedenheit entstand am Fluss ein Naturparadies, das seinesgleichen sucht. Und das hat auch viel mit der Grenze zu tun, denn jahrzehntelang durften sich nur wenige Einheimische im Grenzland am Pruth aufhalten.

Hintergrundinfo:
Grenzflüsse können Menschen und Kulturen, die an ihren Ufern leben, trennen oder auch verbinden. Mal bilden diese Flüsse eine undurchdringliche Grenze, mal sind sie eine gemeinsame Lebensader. Seit Jahrhunderten prägt dieser Widerspruch Menschen, Städte und Landschaften an ihren Ufern. Die dreiteilige Dokumentationsreihe entdeckt und bereist drei Grenzflüsse in Europa, die alle umgeben sind von einer bewegten Geschichte.


16:45 Xenius (25 Min.)
Unsere Vögel – Wie wir sie schützen können
Magazin Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Unsere Vogelwelt ist in Gefahr – und mit ihr die Artenvielfalt. In manchen Regionen Deutschlands und Frankreichs schwinden Vogelbestände mit teils hoher Geschwindigkeit. Wer wirksamen Vogelschutz betreiben will, braucht Informationen darüber, welche Vogelarten sich wie entwickeln. Wissenschaftler und Naturschützer sind hier auf Hobbyforscher und Laien angewiesen, die ihr Umfeld beobachten und die gesammelten Daten weitergeben. Nur so ergibt sich am Ende ein möglichst umfassendes Bild der heimischen Vogelwelt.
Di "Xenius"-Moderatoren Dörthe und Pierre werden heute selbst zu sogenannten Bürgerwissenschaftlern, mitten im urbanen Raum. Mit Hilfe des Ornithologen Stefan Stübing und ausgerüstet mit Fotokameras gehen sie im Kurpark Bad Nauheim auf die Suche nach ganz unterschiedlichen Vogelarten.
Außerdem in "Xenius": Die moderne konventionelle Landwirtschaft gilt unter Naturschützern als einer der Hauptverantwortlichen für das Vogelsterben der letzten Jahre. Vögel finden auf dem Land immer weniger Brutmöglichkeiten und Nahrung, vor allem in Form von Insekten. Doch es gibt Landwirte, die den Trend umkehren wollen – im Rahmen eines einzigartigen Forschungsprojekts. Die Vision: Konventionelle Landwirtschaft und Vogelschutz sollen unter einen Hut gebracht werden.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Begegnung mit den Meeresvölkern (30 Min.) (HDTV)
Indonesien: Die Badjao – Leben im Einklang mit dem Meer
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 25/10 bis 01/11
Erstausstrahlung

Regie: Ludovic Fossard

Der leidenschaftliche Segler und Schiffbauer Marc Thiercelin besucht die Badjao, ein Nomadenvolk, das jahrhundertelang auf Hausbooten an den philippinischen Küsten entlang zog, bevor es sich in Stelzendörfern niederließ. Die Siedlung Sampela liegt im Wakatobi-Archipel auf der indonesischen Insel Kaledupa und besteht aus zahlreichen Pfahlbauten, umgeben von riesigen Mangrovenwäldern. Das Dorf Sampela zählt 1.000 Einwohner – alles Badjao. Es liegt einen Kilometer vom Ufer entfernt, bei Ebbe fällt das Land trocken. Hier haben sich die Badjao eine Lebensweise bewahrt, die eng mit dem Meer verbunden ist: Die Kinder lernen eher schwimmen als laufen; die Piroge ist das wichtigste Verkehrsmittel, und die Menschen leben vom Fischen und Freitauchen. Sampelas Lebensrhythmus ist vom Fischfang geprägt, der einzigen Einnahmequelle der Badjao.
Die Badjao glauben an verschiedene Meeresgottheiten, die über die Qualität der Fischfänge entscheiden. Um sich ihr Wohlwollen zu sichern, wenden sie sich an einen Schamanen – den Vermittler zwischen Menschen und Göttern.
Lauda ist einer der besten Freitaucher des Dorfes. Er benutzt diese traditionelle Technik zum Fischen wie bereits sein Vater. Er gibt Einblicke in seinen Alltag und zeigt, wie sich die Badjao trotz der Sesshaftigkeit ihre traditionelle Kultur bewahrt haben.

Hintergrundinfo:
Marc Thiercelin, Segler mit Leib und Seele, ist kein Ozean der Welt fremd. Für die Reihe "Begegnung mit den Meeresvölkern" macht er sich auf den Weg zu Ethnien, die an Land wie auf dem Wasser gleichermaßen zu Hause sind. Marc Thiercelin teilt den Alltag mit Menschen, die wie er das Meer als ihren natürlichen Lebensraum begreifen.


17:40 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Andalusien: Edle Pferde, wilde Stiere
Reportage Deutschland / Frankreich, 2014
Online verfügbar von 25/10 bis 01/11

Regie: Svea Andersson

Bereits im Mai klettern die Temperaturen in Andalusien auf über 30 Grad. Bis zum Herbst fällt so gut wie kein Regen mehr. Familie Belenchon bereitet sich mit ihren 400 Rindern und 2.300 Schafen auf den großen Frühjahrstreck vor. Weil im Sommer auf ihrem Pachtland nicht mehr genug Futter wächst, müssen sie Ende Mai in den 400 Kilometer entfernten, kühleren und feuchteren Norden umziehen. Die Belenchons gehören zu den wenigen Familien, die die alte Tradition der Wanderweidewirtschaft bis heute leben. Seit sieben Jahren treiben Maráa und Andrés die Rinder wieder mit Pferden, wie in alten Zeiten. Zuvor hatten sie über einige Jahre versucht, die Tiere per Lkw zu den angestammten Ländereien zu transportieren, doch hohe Kosten und erhöhter Stress für die Tiere haben sie wieder zu alten Gewohnheiten zurückkehren lassen. In diesem Jahr bekommen sie auf einigen Kilometern ungewohnte Unterstützung. Eine neugegründete Schule, die der Transhumanz, also dem Treiben der Rinder zu Pferd, zu einer Renaissance verhelfen will, schickt ihre ersten Schüler zum Praxistest vorbei. Werden sich die Neulinge auf den harten, schwierigen Treck bewähren? Und werden alle Tiere auch in diesem Jahr wohlbehalten auf ihren Sommerwiesen ankommen?

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


18:35 Wildes Spanien (45 Min.) (HDTV, UT)
Der atlantische Norden
Dokumentation Deutschland, 2016
Online verfügbar von 25/10 bis 01/11

Regie: Hans-Peter Kuttler

Von den Schilfgebieten im Baskenland über die fantastische Welt des Kantabrischen Gebirges bis nach Galicien mit seinen spektakulären Küsten: Das ist die Wildnis Nordspaniens, die eine ungeahnte Vielfalt bietet und dem Besucher die eher unbekannte Seite Spaniens zeigt. Rothirsche tragen inmitten von Feuchtgebieten während der Brunft ihre erbitterten Kämpfe aus, bis das Wasser um sie herum zu brodeln scheint. Das Kantabrische Gebirge ist Lebensraum von rund 140 Kantabrischen Braunbären – der größten Bärenpopulation Westeuropas. Weibchen streifen mit ihren Jungen auf der Suche nach Futter umher. Männliche Bären und steile Berghänge sind für die Jungbären eine ständige Gefahr. Beobachtet werden sie dabei von schillernden Blaukehlchen, die ihre Reviergrenzen gegen Rivalen verteidigen. Oberhalb der Baumgrenze ist das Reich der Kantabrischen Gämsen. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit dem farbenprächtigen Mauerläufer, einem überaus seltenen Vogel der Hochgebirgsregion. Der Asturische Feuersalamander ist der einzige mit einer komplett gelben Färbung – an Bachufern geht er auf Beutefang. Die zahlreichen Bäche des Gebirges fließen in den Atlantik, der von Riesen bewohnt wird: von Pottwalen bis hin zu Riesenhaien, den zweitgrößten Fischen der Welt. Der raue Norden hat die Menschen der Region geprägt. Die Dokumentation begleitet einen Bergbauern im Nationalpark Picos de Europa, der noch traditionelle Viehwirtschaft betreibt, und einen Entenmuschelsammler an der Costa da Morte, der den vielleicht gefährlichsten Job der Welt hat.

Hintergrundinfo:
Badestrände, Flamenco und weltberühmte Bauwerke wie die berühmte Alhambra. Das ist nur eine Seite Spaniens. Denn das Land auf der Iberischen Halbinsel bietet so viel mehr: Eine reiche Tierwelt voller Überraschungen und spektakuläre Naturwunder. Von den Tiefen des Meeres bis weit ins Landesinnere, vom grünen Norden am Atlantik bis in die Canyons Andalusiens – kaum irgendwo sonst in Europa gibt es eine größere Artenvielfalt.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Online verfügbar von 25/10 bis 26/10


19:40 Re: (35 Min.)
Bitte eine Niere – Organspende via Facebook
Reportage Frankreich, 2018

Lammert Homma leidet seit 2014 an chronischem Nierenversagen. Der Körper des Holländers vergiftet sich langsam selbst. Die Folgen: Kraftlosigkeit, schnelle Erschöpfung - auch nach leichten Tätigkeiten. Täglich muss er sein Blut über die Dialyse reinigen lassen - zehn Stunden jede Nacht. Aber auch das reicht irgendwann nicht mehr aus. Um zu überleben, ist der 40-Jährige auf eine neue Niere angewiesen. Lammert Homma steht zwar auf der Liste für eine Nierenspende bei der europaweit tätigen Stiftung Eurotransplant. Doch die Wartezeit dauert in den Niederlanden im Schnitt drei Jahre. Der Vater einer siebenjährigen Tochter befürchtet, dass ihm so viel Zeit nicht mehr bleibt. Lammert hat sich deshalb entschieden, die Suche nach einem geeigneten Spender selbst in die Hand zu nehmen: über Facebook. Und tatsächlich bekommt der Holländer Spenden-Angebote. Wie Lammert suchen in Holland Dutzende Nierenpatienten einen Spender via Facebook. Erardo Kea war 2013 der erste, der in Holland diesen Weg beschritt – mit Erfolg. Um Nachahmern zu helfen, hat Erardo einen Verein gegründet. "Stiching Doneren en Transplanteren" übernimmt ehrenamtlich den Kontakt zu potenziellen Facebook-Spendern, klärt sie auf und begleitet sie durch die Tests.

Hintergrundinfo:
Auch Carmilla Corporaal ist den unkonventionellen Weg gegangen. Ihr Facebook-Aufruf wurde innerhalb von drei Tagen 55.000 Mal geteilt. Unter den Freiwilligen gab es schließlich einen Treffer: die 62-jährige Annet Rintjema. Die Organspende via Facebook ist in Holland möglich, weil dort Menschen auch außerhalb der eigenen Familie eine Niere uneigennützig spenden dürfen. Ein Modell auch für andere Länder?


20:15 Das Team 2 (60 Min.)
Deutschland

Ein siebenfacher Mord in einer kleinen Pension im dänischen Marschland veranlasst Europol zur Bildung eines neuen internationalen Teams. Die Dänin Nelly Winther, der Deutsche Gregor Weiss und die Belgierin Paula Liekens übernehmen die Ermittlungen, ebenso wie die Suche nach der einzigen Überlebenden, Malu Barkiri. Bald stellt sich heraus, dass die Morde in Zusammenhang mit gestohlenen syrischen Kunstwerken und folglich mit der Calliphate Union (CU), einer Terrororganisation in Syrien, zusammenhängen. Eines dieser Kunstwerke ist der "Garten von Ishtar", ein vierteiliges Gold-Fries von herausragender nationaler Bedeutung, das Malu gemeinsam mit ihrem ermordeten Ehemann nach London bringen wollte, um es vor den Terroristen zu schützen. Obwohl sich nur mehr zwei der Friese in ihrem Besitz befinden, will sie ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren und taucht bei der Dänin Helle unter. Die Gefahr bleibt jedoch bestehen, denn sowohl die Terroristen als auch Neonazis stellen eine Bedrohung dar und die Behörden kann sie auf Grund ihres illegalen Einwanderungsstatusses nicht aufsuchen. Unterdessen finden die Ermittler heraus, dass die CU die antiken Kunstschätze gegen Waffen tauscht, um damit einen Angriff auf europäischen Boden zu verüben. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem sich herausstellt, dass Europa stärker mit der CU verknüpft ist, als es uns lieb ist …


Das Team 2
20:15 Das Team 2 (60 Min.) (HDTV)
The Team 2
Folge 4 von 8
Fernsehserie Belgien / Dänemark / Deutschland, 2018
Produktion: Network Movie, Lunanime, Nordisk Film Production, Superfilm, ZDF, ORF, ARTE, VTM, BNP Paribas Fortis Film Finance
Online verfügbar von 25/10 bis 24/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Gregor Weiss – Jürgen Vogel
Nelly Winther – Marie Bach Hansen
Paula Liekens – Lynn Van Royen
Said Gharbour – Navid Negahban
Malu Barkiri – Sarah Perles
Mariam Barkiri – Fatima Adoum
Barbara Weiss – Marie Bäumer
Tebos Meyer – Manuel Rubey
Lucy Meyer – Nora Waldstätten
Jan Verhoeven – Tom Vermeir
Richard Adams – Erwin Steinhauer
Karim Dadju – Alireza Bayram
Helle Nielsen – Josephine Park
Morten Sørensen – Anders Juul
Claudia Weiss – Luna Wedler
Albert Greaves – Mark Heap

Regie: Kasper Gaardsøe
Produzent: Andi Wecker
Drehbuch: Mai Brostrøm, Peter Thorsboe, Jesper Bernt, Kari Vidø, Donna Sharpe, Andi Wecker
Musik: Jean-Paul Wall
Kamera: Jan Pallesen
Kostüm: Catherine Van Brée, Ellen Blereau
Szenenbild: Søren Gam, Charlotte Garnov
Bauten: Søren Gam, Charlotte Garnov
Redaktion: Wolfgang Feindt, Annika Schmidt, Doris Hepp
Schnitt: Dan Loghin

Nelly findet Helle und die schwer verletzte Malu im Marschland. Malu muss sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Von Helle erfährt Nelly, dass Morten Malu aus Fremdenhass angegriffen hat. Morten brüstet sich auf Facebook mit den Marsh-Farm-Morden und kündigt einen weiteren Schlag an. Nelly und ein SWAT-Team stürmen Mortens Haus, doch der ist bereits schwer bewaffnet unterwegs und nimmt auf dem Kirchplatz, dem Treffpunkt der Flüchtlinge, willkürlich Menschen ins Visier. Gregor kann Morten stellen und zum Aufgeben überreden. Paula hatte den richtigen Riecher: Karim ist in Belgien und versteckt sich mit zwei CU-Schläfern und mehreren Kisten voller Waffen in einem Apartment in Molenbeek. Sie setzt ein Observationsteam auf ihn an und reist zurück nach Dänemark. Dort stellt sich heraus, dass Morten mit den Morden auf der Marsh Farm nichts zu tun gehabt haben kann. Zur selben Zeit werden die ICOM-Mitarbeiter ermordet in ihrem Wagen gefunden, der goldene Fries ist gestohlen. Wenn auch Malu einen Teil des Kunstwerks hat, droht ihr das gleiche Schicksal. Im Krankenhaus können die Ermittler sie in letzter Sekunde vor einem Attentäter in Sicherheit und von dort in ein Safe House nach Hamburg bringen. Paula folgt dem Unbekannten bis zu einer nahe gelegenen Schleuse, wo sie plötzlich aus dem Hinterhalt attackiert wird. Der Angreifer ist ein professioneller Kämpfer. Paula hat keine Chance. Nelly kommt ihr gerade noch rechtzeitig zur Hilfe …

Hintergrundinfo:
Peter Thorsboe und Mai Brostrøm, die international anerkannten Emmy-Preisträger und Schöpfer der Erfolgsserie "Das Team", stellen in der zweiten Staffel eine neue Gruppe von Ermittlern vor. Die achtteilige Serienfortsetzung gibt unbekannten Flüchtlingen einen Namen und ein Gesicht und entwirft eine packende Geschichte, die auf realen Ereignissen basiert und aktuelle politische Themen einfühlsam aus einer neuen Perspektive zeigt. Bereits mit der ersten Staffel sowie mit den Serien "Unit One – Die Spezialisten" (2004) und "Modus - Der Mörder in uns" (2015) feierten die Drehbuchautoren Mai Brostrøm und Peter Thorsboe gemeinsame Erfolge.


Das Team 2
21:15 Das Team 2 (55 Min.) (HDTV)
The Team 2
Folge 5 von 8
Fernsehserie Belgien / Dänemark / Deutschland, 2018
Produktion: Network Movie, Lunanime, Nordisk Film Production, Superfilm, ZDF, ORF, ARTE, VTM, BNP Paribas Fortis Film Finance
Online verfügbar von 25/10 bis 24/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Gregor Weiss – Jürgen Vogel
Nelly Winther – Marie Bach Hansen
Paula Liekens – Lynn Van Royen
Said Gharbour – Navid Negahban
Malu Barkiri – Sarah Perles
Mariam Barkiri – Fatima Adoum
Barbara Weiss – Marie Bäumer
Tebos Meyer – Manuel Rubey
Lucy Meyer – Nora Waldstätten
Jan Verhoeven – Tom Vermeir
Richard Adams – Erwin Steinhauer
Karim Dadju – Alireza Bayram
Helle Nielsen – Josephine Park
Morten Sørensen – Anders Juul
Claudia Weiss – Luna Wedler
Albert Greaves – Mark Heap
Umut Calik – Sami Nasser
Rudi Kellner – Hendrik Heutmann

Regie: Jannik Johansen
Produzent: Andi Wecker
Drehbuch: Mai Brostrøm, Peter Thorsboe, Jesper Bernt, Kari Vidø, Donna Sharpe, Andi Wecker
Musik: Jean-Paul Wall
Kamera: Philippe Kress
Kostüm: Catherine Van Brée, Ellen Blereau
Szenenbild: Søren Gam, Charlotte Garnov
Redaktion: Wolfgang Feindt, Annika Schmidt, Doris Hepp
Schnitt: Nicolás Montaño Goertz

Nach dem Angriff an der Schleuse ist Paula schwer angeschlagen, aber sie kann sich an genügend Details erinnern, um Angaben für ein Phantombild ihres Angreifers zu machen. Endlich hat das Team einen konkreten Anhaltspunkt. Die Überwachung der Wohnung von Karim und den CU-Schläfern scheint allerdings absolut nichts zu bringen, die Gruppe bleibt total passiv. Im Hamburger Safe House wird Malu von Gregors Mitarbeitern streng bewacht, sie aber versucht, die Sicherheitsmaßnahmen zu unterlaufen.
Die Ermittler suchen nach Hinweisen, die Aufschluss über die Identität des Mannes geben könnten, der Paula angegriffen hat. Nach Paulas Beschreibung ist er um die 50 Jahre alt, Araber, vielleicht Syrer, möglicherweise mit militärischem Hintergrund. Sie vergleicht Drohnen- und Archivmaterial und landet tatsächlich einen Treffer: Auf einer Aufnahme aus der syrischen Wüste ist der Mann zusammen mit der CU-Gruppe zu sehen, der auch Karim angehört und die mit dem türkischen Geschäftsmann Calik den Waffendeal gemacht hat. Die Ortungsdaten der Mobilfunkmasten in der deutsch-dänischen Grenzregion zeigen ein syrisches Handy, dessen Bewegungsprofil zu dem des Täters passt. Die Peilung des Telefons führt die Ermittler in den Hamburger Hafen. Doch dort finden sie nicht den Gesuchten, sondern lediglich einen Handlanger: Ausgerechnet Rudi Kellner, der Bruder des ermordeten Besitzers der Marsh Farm, hat den Mann mit einem LKW aus dem Marschland nach Hamburg gebracht.
Plötzlich ist das Telefon des Killers wieder aktiv, mitten in Hamburg! Bei einem Großeinsatz kreist die Polizei den Flüchtenden ein und zwingt ihn zur Aufgabe. Aber es ist nicht der Mann, der Paula angegriffen hat …

Hintergrundinfo:
Peter Thorsboe und Mai Brostrøm, die international anerkannten Emmy-Preisträger und Schöpfer der Erfolgsserie "Das Team", stellen in der zweiten Staffel eine neue Gruppe von Ermittlern vor. Die achtteilige Serienfortsetzung gibt unbekannten Flüchtlingen einen Namen und ein Gesicht und entwirft eine packende Geschichte, die auf realen Ereignissen basiert und aktuelle politische Themen einfühlsam aus einer neuen Perspektive zeigt. Bereits mit der ersten Staffel sowie mit den Serien "Unit One – Die Spezialisten" (2004) und "Modus - Der Mörder in uns" (2015) feierten die Drehbuchautoren Mai Brostrøm und Peter Thorsboe gemeinsame Erfolge.


Das Team 2
22:10 Das Team 2 (60 Min.) (HDTV)
The Team 2
Folge 6 von 8
Fernsehserie Belgien / Dänemark / Deutschland, 2018
Produktion: Network Movie, Lunanime, Nordisk Film Production, Superfilm, ZDF, ORF, ARTE, VTM, BNP Paribas Fortis Film Finance
Online verfügbar von 25/10 bis 24/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Gregor Weiss – Jürgen Vogel
Nelly Winther – Marie Bach Hansen
Paula Liekens – Lynn Van Royen
Said Gharbour – Navid Negahban
Malu Barkiri – Sarah Perles
Mariam Barkiri – Fatima Adoum
Barbara Weiss – Marie Bäumer
Tebos Meyer – Manuel Rubey
Lucy Meyer – Nora Waldstätten
Jan Verhoeven – Tom Vermeir
Richard Adams – Erwin Steinhauer
Karim Dadju – Alireza Bayram
Helle Nielsen – Josephine Park
Morten Sørensen – Anders Juul
Claudia Weiss – Luna Wedler
Albert Greaves – Mark Heap
Umut Calik – Sami Nasser
CU-Captain – Hussein Ali Al Zubaidi

Regie: Jannik Johansen
Produzent: Andi Wecker
Drehbuch: Mai Brostrøm, Peter Thorsboe, Jesper Bernt, Kari Vidø, Donna Sharpe, Andi Wecker
Musik: Jean-Paul Wall
Kamera: Philippe Kress
Kostüm: Catherine Van Brée, Ellen Blereau
Szenenbild: Søren Gam, Charlotte Garnov
Redaktion: Wolfgang Feindt, Annika Schmidt, Doris Hepp
Schnitt: Nicolás Montaño Goertz

Plötzlich tut sich doch etwas in Molenbeek: Der Captain von Karims syrischer CU-Einheit taucht im Apartment auf. Paula fährt zurück nach Belgien, um für den Zugriff vor Ort zu sein. Auf einem Überwachungsvideo vom Hamburger Hauptbahnhof haben die Ermittler inzwischen den Killer entdeckt, bei einer Pressekonferenz veröffentlicht die dänische Polizei sein Foto. Das führt zu Panik in der konspirativen Wohnung in Belgien und bei Malus Mutter. Die Ermittler haben einen unbescholtenen Mann verhaftet, einen illegalen Flüchtling, der kurz zuvor einem Unbekannten am Bahnhof für ein paar Euro eine Jacke und ein Handy abgekauft hatte. Der Killer hat die Polizei also bewusst auf eine falsche Spur gelockt, um fliehen zu können. Doch was wollte er überhaupt in Hamburg? Auf den Überwachungsvideos des Hauptbahnhofs entdeckt Paula den Mann, der sie angegriffen hat, wie er scheinbar hilfsbereit eine Frau anspricht. Es handelt sich um Malus Mutter Mariam. Sie verlassen den Bahnhof zusammen. Der Killer scheint also zu versuchen, über die Mutter an die Tochter heranzukommen. Die Ermittler veröffentlichen auf einer Pressekonferenz das Foto des Täters, um Hinweise aus der Bevölkerung zu bekommen und gleichzeitig Malus Mutter zu warnen.
Der Waffenhändler Umut Calik hat die Grenze nach Österreich überquert und wird von einem Spezialteam beschattet. In Graz trifft er zur Übergabe geschmuggelter syrischer Antiquitäten einen Handlanger des Galeristenpaars Lucy und Tebos Meyer. Beim Zugriff durch die Polizei eröffnet der Mann das Feuer und kann entkommen. Calik wird verhaftet. Paula erhält einen Anruf des Observationsteams aus Belgien: Der Captain von Karims syrischer CU-Einheit ist in dem Apartment aufgetaucht, was die Vermutung bestätigt, dass die Caliphate Union einen Anschlag auf europäischem Boden plant. Doch bei der Stürmung des Apartments kann lediglich Karim verhaftet werden. Die anderen Männer sind mitsamt den Waffen entkommen …

Hintergrundinfo:
Peter Thorsboe und Mai Brostrøm, die international anerkannten Emmy-Preisträger und Schöpfer der Erfolgsserie "Das Team", stellen in der zweiten Staffel eine neue Gruppe von Ermittlern vor. Die achtteilige Serienfortsetzung gibt unbekannten Flüchtlingen einen Namen und ein Gesicht und entwirft eine packende Geschichte, die auf realen Ereignissen basiert und aktuelle politische Themen einfühlsam aus einer neuen Perspektive zeigt. Bereits mit der ersten Staffel sowie mit den Serien "Unit One – Die Spezialisten" (2004) und "Modus - Der Mörder in uns" (2015) feierten die Drehbuchautoren Mai Brostrøm und Peter Thorsboe gemeinsame Erfolge.


23:10 Trash (85 Min.)
Filmreihe

Trash auf ARTE! Drei Erstausstrahlungen, drei Low-Budget-Produktionen. Die Satire "Kentucky Fried Movie" spiegelt mit beißender Ironie die zeitgenössische Medienlandschaft. Mit den Horrorfilmen "Hügel der blutigen Augen" und "Das Böse" wird das Trashgenre zwischen Komik und Phantastik als Mittel der subtilen Gesellschaftskritik verortet. In "Kentucky Fried Movie" parodiert Regisseur John Landis die Medienlandschaft seiner Zeit: Im Rahmen einer losen Folge von mehr als 20 Sketchen werden Werbespots, Kult- und Trendfilme aus Fernsehen und Kino satirisch überzeichnet. Damit wird letztlich eine humoristische Gesellschaftskritik geschaffen, die nicht davor zurückschreckt, auch unterhalb der Gürtellinie anzusetzen. Wegen seines Verzichts auf eine stringente und plausible Story, ist der Film in der Reihe "Trash" bestens aufgehoben. "Witzig, schamlos, boshaft, durchgeknallt und unverwüstlich." (Filmlexikon).Wes Cravens "Hügel der blutigen Augen" erzählt von der Reise einer amerikanischen Großfamilie, die in der menschenleeren Wüste Kaliforniens strandet und von einer Gruppe außerirdischer Wesen, die sich wie kannibalische Monster gebärden, non-chalant verkleinert wird. Der Horrorfilm entwickelt seinen Humor durch die Wahl abstruser Mittel zum Zweck des Trashhaften, was besonders durch blutige Effekte erzielt wird."Das Böse" ist das furiose Regiedebüt des gerade 22-jährigen Regisseurs Don Coscarelli, der sich gekonnt der Mittel der Phantastik bedient. Zwei Brüder kommen nach dem tragischen Tod ihrer Eltern dem Geheimnis eines Mausoleums auf die Spur, in dem ein furchteinflößender Riese menschliche Leichen zu Zwergen komprimiert und als Sklaven in die Unterwelt befördert. Ein "Horrorfilm, der mit handwerklichem Geschick ein Potpourri bekannter Muster und Effekte präsentiert". (Filmdienst).


Trash
23:10 Hügel der blutigen Augen (85 Min.)
(The Hills have Eyes)
Spielfilm USA, 1977
Produktion: Blood Relations Co.
Online verfügbar von 25/10 bis 24/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Jupiter – James Whitworth
Brenda – Susan Lanier
Bobby – Robert Houston
Doug – Martin Speer
Lynne Wood – Dee Wallace-Stone
Fred – John Steadman
Big Bob Carter – Russ Grieve
Ethel Carter – Virginia Vincent

Regie: Wes Craven
Produzent: Peter Locke
Drehbuch: Wes Craven
Musik: Don Peake
Kamera: Eric Saarinen
Schnitt: Wes Craven

Eine amerikanische Großfamilie ist in ihrem Wohnwagen auf dem Weg von Ohio nach San Diego, quer durch die menschenleere Wüste – der pensionierte Polizist Big Bob, seine Frau Ethel, die Töchter Lynne und Brenda, Sohn Bobby, Schwiegersohn Doug, ein Baby und zwei Hunde. Mitten in der Einöde haben sie eine Panne und Bob sieht sich gezwungen, zurück zur letzten Tankstelle zu marschieren um Benzin zu besorgen. Dort angekommen kann er den Inhaber, Fred, gerade noch davon abhalten, Selbstmord zu begehen. Auslöser ist dessen bösartiger Sohn, der für den Tod seiner Frau, seiner Tochter und seiner Farmtiere verantwortlich ist.
Die nuklearen Tests in der Gegend sollen ihn zu einem degenerierten Monster gemacht haben, das nun mit seiner Familie in einer Höhle in den Hügeln haust. Fred warnt Bob eindringlich vor der Sippe, bis sie plötzlich attackiert werden. Fred wird getötet und Bob wird zum Gefangenen.
Die am Wohnwagen zurückgebliebenen Hunde riechen in der Zwischenzeit bereits Lunte und bellen wie verrückt Richtung Hügel. Einer der beiden, Beauty, reißt sich los und Bobby rennt ihm vergeblich hinterher. Er findet Beauty massakriert, aber um die Familie nicht zu ängstigen schweigt er. Langsam wird klar, dass sie einen Verteidigungsplan brauchen, denn die Monster werden nicht ruhen, bis auch der Letzte von ihnen tot ist …

Hintergrundinfo:
"The Hills Have Eyes" oder "Hügel der blutigen Augen" ist ein Horror-Kultfilm von Wes Craven aus dem Jahr 1977, für den er den Preis der internationalen Kritiker-Jury beim Festival des Fantastischen Films im katalanischen Sitges gewann. Wes Craven gilt als Pionier des Horror- und Slasherfilm-Genres, dem er seine Arbeit bis zu seinem Tod im Jahr 2015 widmete. Zu seinen berühmten Werken zählen die "Scream"- und "A Nightmare on Elm Street"-Filmreihen, die zu Klassikern des Genres wurden. Mehrfach wurde Craven für sein Lebenswerk ausgezeichnet, zuletzt 2012 mit dem Lifetime Achievement Award des New York City Horror Film Festivals.


00:35 Schockwellen – Reise ohne Rückkehr (65 Min.) (HDTV, AD, UT)
Ondes de choc
Fernsehserie Schweiz, 2017
SSR
Produktion: Bande à part Films, RTS, SRG SSR, ARTE
Online verfügbar von 25/10 bis 01/11

Rollen und Darsteller:
Claude – Dominique Reymond
Jorge – Carlo Brandt
Hugo – Grégoire Didelot
Alpha – Iannis Jaccoud
Christine Roux – Marianne Basler
Martial – Baptiste Coustenoble
Eric – Christophe Sermet
Nathalie – Camille Figuereo

Regie: Frédéric Mermoud
Produzent: Lionel Baier, Agnieszka Ramu, Françoise Mayor
Drehbuch: Laurent Larivière, François Decodts, Frédéric Mermoud
Musik: Keegan DeWitt
Kamera: Stephan Massis
Kostüm: Samantha François
Szenenbild: Rekha Musale
Redaktion: Sven Wälti, Gregory Catella, Eric Morfaux
Schnitt: Sarah Anderson

Waadtländer Alpen 1994: Auf einem Bauernhof bereiten sich 48 Männer, Frauen und Kinder darauf vor, ihrem Guru George in die "Erlösung" aus dem irdischen Leben zu folgen. Unter ihnen ist auch der Jugendliche Hugo, der unwissend der tatsächlichen Bedeutung dieser "Reise" vor allem darunter leidet, getrennt von seinen Eltern zu sein, die nicht zum auserwählten engen Glaubenskreis gehören. Doch wer wie Hugo eigene Wünsche über die der Gemeinschaft stellt, ist im Kreis des Ordens nicht länger sicher. Und die letzte Reise naht …
Die zweite Episode "Schockwellen – Reise ohne Rückkehr" taucht in das Universum des Sirius-Ordens ein, dessen Mitglieder sich 1994 in den Schweizer Alpen auf ihre letzte irdische Reise begeben haben.
Weit ab der Zivilisation auf einem einsamen Bauernhof verbringt der Sirius-Orden unter der Führung des charismatischen Gurus George in den späten Junitagen des Jahres 1994 seine letzten fünf Tage vor der "Reise ohne Rückkehr". Die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft leben organisiert in zwei Gruppen – den Auserwählten und den Arbeitern – unter bedingungsloser Selbstaufgabe nur für die höhere Vision des Ordens. Während der Jugendliche Hugo dem inneren Kreis des Ordens angehört, leben seine Eltern getrennt von ihm außerhalb des Hofes. Sein größter Wunsch, mit seinen Eltern wiedervereint zu sein, entspricht nicht dem Willen und der Vision des Ordensführers. Während Hugo unwissend der wirklichen Bedeutung der "Reise" den Auserwählten bei den Vorbereitungen hilft, werden die Arbeiter des Ordens, darunter Hugos Eltern und die abtrünnige Christine, von den Oberhäuptern bei einem Essen vergiftet. Als Hugo zu fliehen versucht, verrät ihn seine Mentorin Claude und er wird im Keller des Hofes eingesperrt. Ist damit Hugos Schicksal besiegelt? Denn am nächsten Tag gehen die Ordensmitglieder von ihrer Bestimmung überzeugt für ihren Glauben in den Tod …

Hintergrundinfo:
Die Mini-Serie "Schockwellen" erzählt in vier Teilen von Schweizer Kriminalfällen, die auf wahren Begebenheiten beruhen und die man – einmal gesehen – nicht mehr vergisst. Die Serienepisode "Schockwellen – Reise ohne Rückkehr" von Regisseur Frédéric Mermoud basiert auf den wahren Begebenheiten um den Gruppenfreitod der Sonnentempler 1994 im Wallis. Neben Schweizer Erfolgsproduktionen wie "Moka" (2016) und "L'escalier" (Bester Kurzfilm, Schweizer Filmpreis) ist Frédéric Mermoud auch international erfolgreich. Er realisierte 2012 vier Episoden (5-8) der inzwischen Kult gewordenen Canal+-Serie "The Returned", die mit dem International Emmy Award ausgezeichnet wurde.


01:40 ARTE Journal (20 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Wiederholung vom 25.10.


02:00 Bahnhofskathedralen – Europas Reise-Paläste (55 Min.) (HDTV, UT)
Budapest
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/10 bis 01/11
Erstausstrahlung

Regie: Jeremy J.P. Fekete

Bereits Gustav Eiffel war begeistert von Budapest – der ungarischen Hauptstadt der ehemaligen Donaumonarchie. Umso mehr als sein Büro 1874 den Wettbewerb für die gläserne Bahnhofshalle des Nyugati Palyaudvar gewann. Mit über 6.000 Quadratmeter Fläche und seinen 25 Metern Höhe galt er als fünftgrößter Bahnhof der Welt – und für viele Jahre als Europas modernster. Heute ist die österreich-ungarische Eisenbahnkathedrale die Einzige, die seit ihrer Entstehung kaum modernisiert wurde. Regisseur Jeremy J.P. Fekete stöbert in fast vergessenen Winkeln des alterwürdigen Bahnhofes: Der königlichen Wartesaal ruht seit rund 100 Jahren im Dornrösschenschlaf und harrt der Wiederentdeckung. Einmal im Jahr wird seine Ruhe gestört, wenn der glanzvolle kaiserliche Sissi-Zug vom Nyugati-Bahnhof über die alten Gleise Richtung Gödöllö rollt – zum ungarischen Lieblingsschloss der Kaiserin. Ein Budapester Bahnhof, der es mit dem Nyuagti Palyaudvar an alter Schönheit aufnehmen kann, ist der Jahre später erbaute Keleti Palyaudvar. Stein auf Stein durchdrungen vom ungarischen Nationalstolz – als Gegenstück zum kaiserlichen Nyugati Palyaudvar. Von seinen Perrons aus reiste jahrzehntelang das MAV Symphonieorchester quer durchs Land, um den Magyaren nach dem Zweiten Weltkrieg Kunst und Kultur zu überbringen. Heute spielt das Orchester längst in den großen Konzerthallen Europas. Ganz in Kinderhand hingegen befindet sich die Pioniereisenbahn: eine Schmalspurbahn, welche Touristen und aussichtshungrige Budapester seit 1948 auf den Szechenyi-Berg hinauffährt.

Hintergrundinfo:
Diese Kathedralen des Verkehrs mit ihren Perrons, Gleisen, Fahrkartenschaltern und riesigen mechanischen Uhren erfuhren unlängst eine Renaissance: von außen geliftet und von innen verjüngt, beflügeln sie erneut die Fantasien eiliger Durchreisender, technikverliebter Eisenbahner und Jüngern des retro-futuristischen Steampunks. Mit fokussiertem Blick und aus dem steten Gewusel der Hallen fliehend, finden sich die Menschen, die nicht nur ein-, aus- oder umsteigen. Die Dokumentationsreihe folgt ihnen an ihre Plätze und zeigt ihre Gedanken, Sehnsüchte und Hoffnungen. Jede dieser Kathedralen weist ihren eigenen Lebenslauf und Charakter auf, geprägt durch das jeweilige Land und die jeweilige Stadt. Für Autor und Regisseur Jeremy J.P. Fekete sind diese Bahnhöfe der Jahrhundertwende die alten, vergessenen Herzen der Metropolen, von denen aus die Welt entdeckt wurde. Seine Dokumentationsreihe erzählt von der romantischen Seite dieser noch immer faszinierenden Stationen.


02:55 Begegnung mit den Meeresvölkern (30 Min.) (HDTV)
Indien: Die Malayalis – Zwischen Süß- und Salzwasser
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 10.10.

Regie: Jean-Luc Guidoin


03:25 28 Minuten (40 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/10 bis 24/12
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:05 50 Shades of Greek (3 Min.) (HDTV)
The Voice of Olymp
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 05.10.

Regie: Mathieu Signolet


04:08 Sendeschluss

*

Freitag, 26. Oktober 2018

05:00 Baloise Session 2016 (75 Min.) (HDTV, UT)

Norah Jones

Musik Deutschland, 2016

Online verfügbar von 26/10 bis 24/01

Regie: Roli Bärlocher

Norah Jones komponiert und spielt ihren ganz eigenen Mix aus Jazz, Soul, Country, Folk und Rock. Die Sängerin und Pianistin erreichte bereits im Jahr 2002 mit ihrem Debütalbum "Come Away with Me" die Spitze der internationalen Charts. Bei Publikum, Kritik und auch Kollegen ist sie seither gleichermaßen beliebt, wie ihre kontinuierlichen Charterfolge und die wiederkehrende Zusammenarbeit mit anderen Künstlern zeigen. So ist es keine Überraschung, dass auch der Longplayer "Day Breaks" ganz vorne mitmischt. Mit diesem Album kehrt sie zu ihren Wurzeln und dem Klavier zurück, und das beweist sie bei ihrem Konzert auf der Baloise Session 2016 eindrucksvoll. ARTE zeigt einen Konzertmitschnitt aus Basel vom 7. November 2016, bei dem Norah Jones eine wunderbare Mischung aus neuen Songs und Klassikern zum Besten gibt.


06:15 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2018
Wiederholung vom 20.10.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Myanmar – Per Zug durch die Zeit
Reportage Deutschland, 2015
Wiederholung vom 22.10.

Regie: Martin Schacht


08:00 Eine Tagesreise von Spitzbergen bis Namibia (45 Min.) (HDTV, UT)
Die Macher der Zukunft
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Wiederholung vom 19.10.

Regie: Alexandra Hardorf, Anke Hillmann, Christiane Schwarz


08:45 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 25.10.

Regie: Fabrice Michelin


09:35 François Mitterrand. Ein nachhaltiger Nach-Ruf (90 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2015
Online verfügbar von 26/10 bis 03/11

Regie: William Karel

Kommt die Rede auf Mitterrand, so sind die Franzosen auch heute noch gespalten: 20 Jahre nach seinem Tod verkünden nicht nur überzeugte Anhänger, sondern auch ehemalige Gegner des französischen Staatspräsidenten (1981-1995), Mitterrand sei nicht tot, sondern habe nach wie vor großen Einfluss auf führende Sozialisten. Es gibt unzählige Gedenkveranstaltungen. Der zu Lebzeiten oft auch attackierte Politiker ist zu einer gefeierten Ikone geworden, aber auch zu einem lästigen Gespenst, das hartnäckig in der Sozialistischen Partei Frankreichs herumgeistert.
Was ist heute von der Ära Mitterrand geblieben? Was vom sogenannten Mitterrandismus - ein Ausdruck, den der Staatsmann verabscheute? Zum einen die Abschaffung der Todesstrafe in Frankreich, privatrechtlich organisierte Rundfunksender und die Einführung der Vermögenssteuer. Außerdem die 39-Stunden-Woche, fünf Wochen bezahlter Urlaub und die Senkung des Rentenalters auf 60 Jahre. Das Gesetz über die gleiche Vergütung von Männern und Frauen. Und: Mitterrands Wirken für den Aufbau Europas – mit dem Abkommen von Maastricht. Mit starken, symbolträchtigen Gesten trug er zur Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich bei.
Es bleiben jedoch auch die dunklen Seiten Mitterrands: Pétain und Mitterrands Arbeit für das Vichy-Regime, die freundschaftliche Beziehung zu René Bousquet, der an der Deportation der Juden in Frankreich an führender Stelle beteiligt war, die Hinrichtung Dutzender algerischer Untergrundaktivisten während Mitterrands Amtszeit als Minister der Vierten Republik, die Wahlerfolge des Front National und seines Vorsitzenden Jean-Marie Le Pen, die Finanzskandale, Machtspiele und Telefonabhörmaßnahmen, die lange verborgene außereheliche Tochter Mazarine, die er mit ihrer Mutter in einer staatlichen Wohnung unterbrachte, und nicht zuletzt die falschen Bulletins über seine Erkrankung.
Während seiner gesamten Amtszeit baute Mitterrand mit Ehrgeiz und politischem Geschick an seiner eigenen Legende. Doch während der Ära Mitterrand zeigten sich seine Fehler und Grenzen, und so zwiespältig wie die Persönlichkeit des französischen Staatsmannes war auch seine Regierungszeit. Mitterrand sagte einmal: "Ich bin der letzte große Präsident. Der letzte in der Linie de Gaulles. Nach mir wird es in Frankreich keine anderen mehr geben." Mit der Louvre-Glaspyramide, der Bastille-Oper und nicht zuletzt mit der viertürmigen neuen Nationalbibliothek reihte er sich in die französische Tradition feudaler Machtdarstellung. So setzte sich der 79-jährig an Prostatakrebs Verstorbene bereits zu Lebzeiten Denkmäler. Für die Medien war er ein "sozialistischer Absolutist" oder "aufgeklärter Monarch", im Volksmund aber war aus dem "Onkelchen" nun "Gott" geworden.


11:05 Die Farben Marokkos (45 Min.) (HDTV, UT)
Blau
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 05.10.

Regie: Jean-Bernard Andro, Jean Froment


11:50 Begegnung mit den Meeresvölkern (25 Min.) (HDTV)
Honduras: Die Garifuna – Ein Volk, entstanden aus dem Meer
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 09.10.

Regie: Pierre-François Didek


12:15 Re: (35 Min.)
Bitte eine Niere – Organspende via Facebook
Reportage Frankreich, 2018
Wiederholung vom 25.10.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Online verfügbar von 26/10 bis 27/10


13:00 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/10 bis 25/12
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin


13:50 Eine ganz normale Familie (120 Min.)
(Ordinary People)
Spielfilm USA, 1980
Wiederholung vom 08.10.
Produktion: Wildwood Enterprises, Paramount

Rollen und Darsteller:
Calvin Jarrett – Donald Sutherland
Beth Jarrett – Mary Tyler Moore
Dr. Berger – Judd Hirsch
Conrad Jarrett – Timothy Hutton
Jeannine Pratt – Elizabeth McGovern
Karen Aldrich – Dinah Manoff
Buck Jarrett – Scott Doebler

Regie: Robert Redford
Produzent: Ronald L. Schwary
Drehbuch: Alvin Sargent
Musik: Marvin Hamlisch
Kamera: John Bailey
Schnitt: Jeff Kanew


15:50 Grenzflüsse (55 Min.) (HDTV, UT)
Der Tana – Naturparadies am Polarkreis
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 25/11

Regie: Thomas Radler

Der Tana ist ein Fluss mit zwei Gesichtern: mal lieblich mit bis zu 20 Meter weiten Sandstränden an seinen Ufern, dann wieder dramatisch mit reißenden Stromschnellen. Sein Flussbett hat sich über Millionen von Jahren gebildet und ist bis heute noch fast im Urzustand erhalten. Im Winter ist die Grenze zwischen Finnland und Norwegen gar nicht mehr sichtbar, sogar Autos fahren dann auf Eispisten über den zugefrorenen Tana.
Hundeschlittengespanne sind auf dem tief verschneiten und zugefrorenen Tana beim 1.000 Kilometer langen Finnmarksløpet unterwegs. Erst im Mai erwacht dann das Leben wieder für einen kurzen Sommer am Fluss. Bekannt ist der Tana vor allem als Norwegens und Europas größter und wichtigster Lachsfluss. Auf 256 seiner 348 Flusskilometer markiert er die Grenze zwischen Finnland und Norwegen. In keinem Fluss in Europa schwimmen mehr wilde Lachse als hier. Seit jeher hat der Lachs den Tana geprägt und den Menschen an seinen Ufern das Überleben gesichert. Aber die Fischerei wird mittlerweile so intensiv betrieben, dass die Bestände gefährdet sind. Besonders in Norwegen sorgt man sich um die Zukunft des "großen Flusses", wie die hier seit Jahrtausenden siedelnden Samen den Tana nennen.
Dennoch gleicht die Natur am Tana vielerorts noch einem unberührten Paradies. Im Mündungsdelta konkurrieren Robben mit seltenen Vogelarten um die besten Plätze auf den Sandbänken. Die Mündung in die Barentssee ist eines der größten unberührten Delta-Gebiete Europas und die nördlichste Flussmündung des Kontinents. 33 Quadratkilometer des Mündungsgebiets sind heute als Nationalpark geschützt, um die zerbrechliche Natur am Rand des Eismeers zu bewahren.

Hintergrundinfo:
Seit Jahrhunderten trennen und verbinden Grenzflüsse Menschen und Kulturen an ihren Ufern. Mal bilden sie eine undurchdringliche Grenze, mal eine gemeinsame Lebensader. Die Dokumentationsreihe entdeckt drei Grenzflüsse in Europa, alle umgeben von einer bewegten Geschichte.


16:45 Xenius (25 Min.)
Glück – Das brauchen wir, um glücklich zu sein
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 26/10 bis 24/01

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Auf der Suche nach dem Schlüssel zum Glück blicken Wissenschaftler nach Dänemark. In den weltweiten Glücksrankings landen die Dänen regelmäßig auf den ersten Plätzen. Der Grund dafür, vermuten Forscher, liege in ihren Genen: Äußere Faktoren können unsere Glücksgefühle zwar beeinflussen, doch der wichtigste Faktor bleibt unser Erbgut. Sind wir also gar nicht unseres eigenen Glückes Schmied? Doch, denn zu 40 Prozent haben wir unsere Zufriedenheit selbst in der Hand. Achtsamkeitskurse und Ratgeberliteratur versprechen die Anleitung zum Glücklichsein. Aber funktioniert das und wenn ja, wie? Der "Xenius"-Moderator Pierre möchte seine Kollegin Dörthe wunschlos glücklich machen. Kitesurfen, Reiten, ein Ständchen am Strand – Pierre hat einen Tag voller Überraschungen für Dörthe geplant und bekommt dabei professionelle Unterstützung vom Glücksforscher Uwe Jensen. Jensen weiß nicht nur, warum die glücklichsten Deutschen in Schleswig-Holstein leben, sondern auch, warum sich mit anderen Menschen zu vergleichen oft Grund für schlechte Laune ist. Ob Pierres Glücksprogramm auf Kollegin Dörthe wirkt? Am Ende des Drehtages kommt Dörthe jedenfalls aus dem Strahlen nicht mehr heraus und auch Pierre wirkt ganz zufrieden.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Begegnung mit den Meeresvölkern (30 Min.) (HDTV)
Panama: Die Kuna – In Einheit mit Mutter Erde
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11
Erstausstrahlung

Regie: Stéphane Corréa

Der San-Blas-Archipel ist eine Koralleninselkette im Karibischen Meer vor der Küste Panamas. Jenseits der weißen Strände und des türkisblauen Wassers begegnet der leidenschaftliche Segler und Schiffbauer Marc Thiercelin den Kuna, einem Meeresvolk in gefährdetem Umfeld. Vor 400 Jahren flohen die indianischen Ureinwohner aus den Bergen Kolumbiens vor den Konquistadoren. Im Schutz der Wellen wurde der San-Blas-Archipel zu ihrem Zufluchtsort und verwandelte sie vom Land- zum Meeresvolk. Aber ihre Lebensgewohnheiten und ihre Kultur haben sich die Kuna erhalten.
Leo, einer der besten Fischer von Isla Tigre, nimmt Marc auf seinem Ulu mit, der traditionellen Piroge der Kuna. Auf dem schwankenden, vier bis fünf Meter langen Einbaum erkunden sie die Schätze des Archipels. In diesen schmalen Booten durch die Wellen zu pflügen, ist ein echter Balanceakt: Die Ulu haben weder Ruder noch Schwert, das Segel ist wie eine Patchwork-Decke aus Stoffstreifen zusammengeflickt und wird nur von einer einfachen Spiere gehalten.
Durch das Meer und die Berge isoliert, haben sich die Bewohner von Isla Tigre ihre ursprünglichen Lebensgewohnheiten und Traditionen bewahrt. Die Fischgründe der Bewohner von Isla Tigre liegen direkt vor der Haustür: Im warmen Wasser der Lagune, die geschützt vor den Winden zwischen Insel und Festland liegt, wimmelt es nur so von Fischen. Eine Nylonschnur und ein Haken genügen, um ausreichend Fische zu fangen, so dass keiner hungern muss.
Die Inseln beherbergen einen der letzten Primärwälder Zentralamerikas, den die Kuna das "Refugium der Geister" nennen. Doch seit einigen Jahren müssen sie sich einer beunruhigenden Realität stellen: dem steigenden Meeresspiegel. Der Bedrohung ihrer Inseln haben die Kuna nur noch ihre Solidarität und ihr altüberliefertes Wissen entgegenzusetzen.

Hintergrundinfo:
Marc Thiercelin, Segler mit Leib und Seele, ist kein Ozean der Welt fremd. Für die Reihe "Begegnung mit den Meeresvölkern" macht er sich auf den Weg zu 20 Völkern, die an Land wie auf dem Wasser gleichermaßen zu Hause sind. Marc Thiercelin teilt den Alltag mit Menschen, die wie er das Meer als ihren natürlichen Lebensraum begreifen.


17:40 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Radio Patagonia
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11

Regie: Alessandro Cassigoli

"An Oscar di Arroyo las Minas: Seine Mutter wird ihn nächsten Samstag besuchen kommen, wenn das Wetter und die Straßenbedingungen es erlauben." "An Natalio Montecino aus Pilgui: Sein Sohn Lautaro ist auf die Welt gekommen. Mutter und Kind sind wohlauf und erwarten ihn im Krankenhaus in Bariloche. Wir wiederholen: Mutter und Kind sind wohlauf und erwarten ihn in Bariloche." Immer bevor die persönlichen Nachrichten im Radio verlesen werden, klingelt das Telefon bei Radio Nacional Bariloche Sturm. Das Team um Ruben Lagras versucht so viele Anrufe wie möglich entgegen zu nehmen, denn es weiß, wie wichtig eine Nachricht für die Menschen in der "Zona Rural", der Pampa, sein kann.
In den Dörfern Patagoniens zählt das Radio zu den wichtigsten Alltagsgegenständen. So auch in Pilgui. Der Ort ist 350 Kilometer von Bariloche entfernt und nur über Schotterpisten zu erreichen. Mobiltelefone und Internet funktionieren hier nicht, das einzige öffentliche Telefon kann, wenn überhaupt, nur zwei Stunden am Tag mittels eines Generators betrieben werden. Um eine wichtige Nachricht über Radio Nacional weiterzugeben, reitet Natalio Montecino mit seinem Pferd auf den höchsten Punkt der Gegend, denn nur hier hat sein Handy für wenige Minuten Empfang. Dann gibt er durch, dass seine Frau Suleima sich dringend melden und ihm berichten soll, wie es ihr und dem ungeborenen Baby geht. Und Sorgen macht sich auch Yolanda mit ihren beiden Töchtern, denn ihr Mann Aurelio ist Saisonarbeiter und hat sich lange nicht gemeldet.
Die Menschen in Pilgui wurden von der argentinischen Regierung vergessen. So ist Ruben Lagras mit seinen sehr persönlichen Nachrichten einer der wichtigsten Moderatoren beim Radio Nacional. Denn er versucht jeden Tag, den Menschen in der weitläufigen und entlegenen Region das Gefühl zu geben, dass sie nicht allein sind.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


18:35 Wildes Spanien (45 Min.) (HDTV, UT)
Der mediterrane Süden
Dokumentation Deutschland, 2016
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11

Regie: Hans-Peter Kuttler

Von den traumhaften Mittelmeerstränden und spektakulären Canyon-Landschaften Andalusiens bis zu den Weiten der Extremadura mit ihren bis zum Horizont verlaufenden Steineichenwäldern. Selbst im bei Urlaubern sehr beliebten Süden Spaniens gibt es noch viel Neues zu entdecken. Ginsterkatzen gehen im Schutz der Nacht auf Beutezug. Diese Vertreter der Schleichkatzen haben europaweit in Spanien ihr größtes Vorkommen. Auch Geier sind in Spanien so zahlreich vertreten wie nirgends sonst in Europa. Es ist ein unvergleichliches Spektakel, wenn Gänsegeier sich um einen Kadaver streiten. Weitaus raffinierter ernährt sich dagegen das Europäische Chamäleon: Im Bruchteil einer Sekunde schießt die rund einen halben Meter lange Zunge hervor: einmal im Visier, haben Insekten keine Chance. Auch der mit seiner typischen Federhaube unverwechselbare Wiedehopf weiß das reiche Insektenangebot in Spanien zu schätzen. Mit rund 30.000 Brutpaaren haben Weißstörche in Spanien eines ihrer wichtigsten Verbreitungsgebiete. Unter Wasser erreicht der Tierreichtum Südspaniens schließlich seinen Höhepunkt. Die Schutzgebiete im Mittelmeer weisen eine unfassbare Artenvielfalt auf: skurrile Meeresschnecken von beinahe außerirdischer Anmutung, grazile Seepferdchen, riesige Schwärme von Barrakudas und elegante Blauhaie haben hier ihren Lebensraum. Der Süden Spaniens hat die Menschen der Region geprägt. Die Dokumentation begleitet einen Bauern in der Extremadura, dem wilden Westen Spaniens, und einem Fischer, der vor der Küste des Schutzgebietes Cabo de Gata nachhaltigen Fischfang betreibt.

Hintergrundinfo:
Badestrände, Flamenco und weltberühmte Bauwerke wie die berühmte Alhambra. Das ist nur eine Seite Spaniens. Denn das Land auf der Iberischen Halbinsel bietet so viel mehr: eine reiche Tierwelt voller Überraschungen und spektakuläre Naturwunder. Von den Tiefen des Meeres bis weit ins Landesinnere, vom grünen Norden am Atlantik bis in die Canyons Andalusiens – kaum irgendwo sonst in Europa gibt es eine größere Artenvielfalt.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Online verfügbar von 26/10 bis 27/10


19:40 Re: (35 Min.)
Aufbruch im Kiez – Problemviertel im Wandel
Reportage Deutschland, 2018

Moin Uddin Ahamed kam vor acht Jahren aus Bangladesch nach Lissabon. Er landete in dem von Migranten geprägten Viertel Mouraria. "Hier sah es damals wie in einem Horrorfilm aus", sagt er heute. Auf der Straße gehörten Drogendealer, Abhängige und Prostituierte zum Alltag. Ahamed lernte die Sprache, suchte Kontakt und hilft heute älteren Nachbarn beim Einkauf. Inzwischen hat sich das Viertel zum Szene-Bezirk für Studenten, Künstler und Touristen gewandelt – auch dank der vielen sozialen und kulturellen Initiativen der Bewohner. Sauberer ist es geworden und sicherer. Aber gleichzeitig wächst die Angst vor Verdrängung, besonders bei den Alten. Denn seitdem überall renoviert und gebaut wird, steigen die Mieten.
Wenn es um mehr Sicherheit geht, wird schnell der Ruf nach "mehr Polizei" laut. Dr. Anke Schröder weiß aber: "Man muss öffentliche Räume so planen, dass Menschen sich dort sicher fühlen und sich auch sicher bewegen können". Die Architektursoziologin arbeitet für das Landeskriminalamt Niedersachsen. In schwierigen Vierteln analysiert Schröder die Lage vor Ort und versucht, mit Wohnungsbaugesellschaften, Anwohnern und der Polizei Lösungen zu finden.
Auch das holländische Rotterdam galt lange als unsicheres Pflaster. Einige Ecken der Stadt waren so gefährlich, dass Rotterdamer sie mieden und in Reiseführern vor ihnen gewarnt wurde. Dann setzte der Bürgermeister "Stadsmariniers" ein. Diese "Superbeamten" mit besonderen Befugnissen sind jeweils einem Kiez zugeordnet. Sie können ohne großen bürokratischen Aufwand direkt beim Bürgermeister vorstellig werden, Probleme ansprechen und durch diesen direkten Draht auch sofort anpacken. Ein Modell, das Schule machen könnte.


20:15 Eine unerhörte Frau (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Fernsehfilm Deutschland, 2016
Produktion: Lailaps Pictures, ZDF, ARTE
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11

Rollen und Darsteller:
Hanni Schwaiger – Rosalie Thomass
Magdalena Schwaiger – Romy Butz
Sepp Schwaiger – Florian Karlheim
Schwiegermutter Erni Schwaiger – Gisela Schneeberger
Barbara als junge Mutter – Karolina Horster
Barbara als gealterte Mutter – Gundi Ellert
Richter 1 – André Jung
Richter 2 – Johannes Herrschmann
Hanni als Kind – Jenny Ringsgwandl
Dr. Bergmann – Norman Hacker

Regie: Hans Steinbichler
Produzent: Nils Dünker
Drehbuch: Christian Lex, Angelika Schwarzhuber
Musik: Sebastian Pille
Kamera: Christian Rein
Kostüm: Caroline Sattler
Szenenbild: Heike Lange
Redaktion: Daniel Blum, Olaf Grunert
Schnitt: Christian Lonk

Hanni Schwaiger lebt mit ihrem Mann Sepp, ihren drei Kindern und ihrer Schwiegermutter auf einem Bauernhof in Bayern. Hier prägt weniger die Idylle als vor allem harte Arbeit den Alltag. Und dann sind da die Sorgen um Tochter Magdalena, die kaum noch isst, sich ständig erbricht, unter schweren Kopfschmerzen leidet und offenbar zunehmend ihre Sehkraft verliert. Doch außer Hanni scheint niemand die Symptome ernst zu nehmen. Nicht Sepp, nicht die beiden Söhne, schon gar nicht die Schwiegermutter. Sie fühlen sich zunehmend von Hanni vernachlässigt. Auch die Ärzte glauben ihr nicht. Sie verschreiben stattdessen Placebos wie eine Brille mit Fensterglas.
Doch Hanni gibt so leicht nicht auf. Auf sich allein gestellt, bildet sie sich autodidaktisch mit medizinischer Fachliteratur weiter und lässt auf eigene Kosten die Wachstumshormone ihrer Tochter bestimmen. Das führt endlich zur richtigen Diagnose. Magdalena hat einen Hirntumor, der mittlerweile so groß ist, dass nur ein in New York praktizierender Hirnchirurg noch die Operation wagen würde. Hanni nimmt ihren Mut zusammen und fliegt zu ihm. Tatsächlich gelingt es ihr, den Arzt und sein Team nach Deutschland zu holen.
Schon als junges Mädchen war Hanni ganz auf sich allein gestellt. Die ganze Dorfgemeinschaft, aber vor allem die eigene Mutter, sah weg, als sie missbraucht wurde. Nur ein Richter glaubte ihr Jahre später. Nach den schweren ärztlichen Versäumnissen an Hannis Tochter stellt erneut ein Gericht die Gerechtigkeit wieder her. Das Münchner Landgericht spricht ihr im Prozess gegen den Freistaat Bayern als Betreiber des Krankenhauses eine Entschädigung zu.

Hintergrundinfo:
Der mehrfach ausgezeichnete deutsche Regisseur Hans Steinbichler lässt mit "Eine unerhörte Frau" den ergreifenden Kampf einer Mutter für das Leben ihrer Tochter nach der Lebensgeschichte von Angelika Nachtmann nachempfinden. Nach "Das Tagebuch der Anne Frank" (2016) feierte Steinbichler mit dem Drama seinen zweiten Kinoerfolg im selben Jahr. Schauspielerin Rosalie Thomass überzeugt in der Titelrolle. Ebenfalls 2016 bewies sie in der Hauptrolle von Dörries "Grüße aus Fukushima" ihre faszinierende Ausdruckstärke, die auch in "Eine unerhörte Frau" staunen lässt.


21:45 Elvis: '68 Comeback Special (75 Min.) (UT)
Musik USA, 1968
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11

Regie: Steve Binder

In den 50er Jahren war Elvis Presley der Anführer der Rock-'n'-Roll-Revolution in der Popmusik und -kultur. In den 60ern widmete er sich vor allem seiner Filmkarriere. 1968 feierte er nach über siebenjähriger Bühnenabstinenz sein Konzert-Comeback. In dieser für das Fernsehen aufgezeichneten Show singt Elvis in seinem legendären schwarzen Lederanzug allein auf der Bühne seine berühmtesten Hits und erscheint in Auftritten, die als Vorläufer der heutigen Unplugged-Sessions gelten. Zwischen zwei Songs scherzt er in vertrautem Ton mit seinen Musikerkollegen aus alten Tagen und erzählt Anekdoten. Mal sanft-verführerisch, mal wild-rockig, allein oder seinem Fanpublikum nahe zieht er seine Show ab. Musicalartig inszenierte Sequenzen zeigen ihn bei reinem Gospelgesang, als einsamen Salooncowboy und zusammen mit Gangstern in einem Chicagoer Club. All das in orientalisch anmutendem, glitzerndem 70er-Jahre-Ambiente. Elvis Presley singt viele der Titel, die ihn berühmt machten: "That's All Right", "Heartbreak Hotel", "One Night", "Blue Suede Shoes", "Are You Lonesome Tonight?" und "Love Me Tender". Außerdem interpretiert er Jimmy Reeds Song "Baby What You Want Me to Do" sowie unbekanntere Stücke wie "Tryin' to Get to You" und "When My Blue Moon Turns to Gold Again".


23:00 Tracks (45 Min.)
Fashion Designer Duran Lantink / Queere Comedy / Parquet Courts im Live
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 26/10 bis 24/01
Erstausstrahlung

Live: Parquet Courts
Parquet Courts sind mit ihrem Album "Wide Awake" Anwärter auf die Gitarrenband des Sommers. Das liegt an ihrem leicht verpeilten Slacker-Punk und an subtil-cleveren Texten über Kollektivismus, Fußball und mittlere Managementebenen. Diese Mischung funktioniert auch live ganz hervorragend.

(1): Avantgarde-Fashion von Duran Lantink
(2): Queere Comedy von "Talk Hole"
(3): SOPHIE – Avantgarde Pop für die Massen
(4): "Innerfields" – Große Botschaften auf großen Wänden
(5): Eels – Zurück mit viel Nostalgie
(6): Live: Parquet Courts


23:45 Berlin Live (60 Min.) (HDTV, UT)
Mogwai
Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 25/11
Erstausstrahlung

Regie: Stefan Mathieu, Hannes Rossacher

Wenn es um eine Postrock-Band geht, die gleichermaßen mit melancholischen Synth-Sounds und frechen Sprüchen besticht, kann es nur um Mogwai gehen. Die Helden des Postrock fanden sich 1995 erstmals in Glasgow zusammen, zwei Jahre später brachten sie ihr Debütalbum "Mogwai Young Team" raus – der Beginn einer grandiosen, manchmal auch skandalösen Erfolgsstory. Die Postrocker veröffentlichten fleißig ein Album nach dem anderen mit Songs wie "Take Me Somewhere Nice", "After the Flood" oder "Like Herod".
Die neue Platte "Every Country's Sun" setzt mal wieder ein starkes musikalisches Ausrufezeichen. Experten halten das Album für die "Konzentration von Mogwais Sound der letzten zwei Jahrzehnte": eine Mischung von Synthrock-Minimalismus, intensiven Gitarren-Tracks und einem Sound, der bis in die Knochen geht. Im Zuge ihrer letzten Welttournee machten sie auch Stopp bei "Berlin Live".


00:45 Berlin Live (65 Min.) (HDTV, UT)
Enter Shikari
Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/10 bis 25/11
Erstausstrahlung

Regie: Stefan Mathieu, Hannes Rossacher

Der Sound der britischen Band Enter Shikari ist bekannt als eine Mischung aus wütend-getriebenem Post-Hardcore und raumgreifender Trancemusik – Stile, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Ihr Album "The Spark", mit dem sie in Großbritannien in die Top Ten aufstiegen, ist hier grundlegend anders, eine musikalische Weiterentwicklung und wird als das bis dato "melodischste und persönlichste Werk" der vier Jungs aus St Albans gesehen. "The Spark" ist – ohne die brodelnde politische Wut zu unterdrücken – ein Soundtrack über unsere turbulente Welt für jeden, der frustriert ist, aber dennoch die Hoffnung nicht verloren hat. Das hat auch mit der Persönlichkeit des Frontmanns Roughton 'Rou' Reynolds zu tun. Im Winter letzten Jahres waren sie mit ihrer aktuellen Platte auf Tour und begeisterten bei "Berlin Live" im Kulturclub SchwuZ ihr Publikum.


01:50 ARTE Journal (20 Min.)
Frankreich / Deutschland, 2018
Wiederholung vom 26.10.


02:10 Australiens Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Kakadu Nationalpark
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012
Wiederholung vom 20.10.

Regie: Peter Moers


02:55 Bahnhofskathedralen – Europas Reise-Paläste (55 Min.) (HDTV, UT)
Paris
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/10 bis 02/11
Erstausstrahlung

Regie: Jeremy J. P. Fekete

Er ist einer der bedeutendsten Bahnhöfe Europas und der jüngste der großen Pariser Bahnhaltestellen: Als sich Frankreichs Hauptstadt auf die Weltausstellung von 1900 vorbereitet, wird gebaut. Die Eisenbahngesellschaft PLM ergreift die Gelegenheit und offeriert sich den Gare de Lyon – einen stolzen Prunkbau im Belle-Epoque-Stil. So entstand ein Monument der Eisenbahnarchitektur mit einer 100 Meter langen, von Allegorien gezierten Fassade und einem 64 Metern hohen Uhrenturm. Einer Kopie des Londoner Big Ben. Gleichzeitig zur Weltausstellung von 1900 entstanden das Grand Palais, das Petit Palais, die Brücke Alexandre III., sowie der Gare d'Orsay.Im Bahnhofsinnern befindet sich noch heute das Restaurant "Le Train Bleu". Zwei Marmortreppen führen in den prunkvollen Speisesaal, in dem 41 Gemälde von 30 Künstlern hängen, auf denen die schönsten Landschaften Frankreichs zu sehen sind. Die PLM besaß damals das größte Eisenbahnnetz der Welt: ein Imperium mit luxuriösem Image.
Unweit liegt der Gare du Nord – eine weitere Haltestelle des ehemaligen Luxuszuges "Train Bleu" auf dem Weg nach Cannes und der zweitälteste und größte Bahnhof von Paris. 23 Statuen berühmter Bildhauer schmücken die 180 Meter lange Prunkfassade. Von Paris aus gelangt man mit dem Zug auch nach Nantes – der Heimatstadt Jules Vernes. Regisseur Jeremy J.P. Fekete reist in die Stadt nahe dem Atlantik zu den großen Werfthallen auf der Loire-Insel "Ile de Nantes". Dort, wo vor nicht allzu langer Zeit noch Schiffe gebaut wurden, entstehen heute erstaunlich lebendige, verblüffend monumentale Maschinentiere. Sie wirken wie Kulissen aus einer verlorenen Zeit. Ihre pompösen Empfangshallen strotzen vor königlichem Stuckwerk. Vorne Schloss, in der Mitte Kathedrale, hinten Tor zur weiten Welt – die Bahnhöfe des 19. Jahrhunderts. Erschaffen in einer Epoche des Dampfes, der Mechanik und des Zukunfts- und Erfindergeistes – gepaart mit dem viktorianischen Lebensgefühl – die eine ganze Welt beherrschte. Der Prunk war gewollt, die Bahn galt vor eineinhalb Jahrhunderten als das Fortbewegungsmittel der Reichen.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe folgt ihnen an ihre Plätze und zeigt ihre Gedanken, Sehnsüchte und Hoffnungen. Jede dieser Kathedralen hat ihren eigenen Lebenslauf und Charakter, geprägt durch das jeweilige Land und die jeweilige Stadt. Für Autor und Regisseur Jeremy J.P. Fekete sind diese Bahnhöfe der Jahrhundertwende die alten, vergessenen Herzen der Metropolen, von denen aus die Welt entdeckt wurde. Seine Dokumentationsreihe erzählt von der romantischen Seite dieser noch immer faszinierenden Stationen.


03:50 28 Minuten (45 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/10 bis 25/12
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:35 50 Shades of Greek (3 Min.) (HDTV)
Das perfekte Hochzeitsgeschenk
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 06.10.

Regie: Mathieu Signolet


04:38 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –

• letzte Aktualisierung: 19. Oktober 2018
 

*


Quelle:
arte – Programminformationen
43. Woche – 20.10. bis 26.10.2018
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 12. Oktober 2018

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