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TV - ARTE/1165: Woche vom 04.04. bis 10.04.2020


arte – 15. Programmwoche vom 04.04. bis 10.04.2020


Samstag, 4. April 2020


05:10 Best of ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 04/04 bis 11/04


05:35 Künstlerinnen (25 Min.) (HDTV)
Kiki Smith kuratiert
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 22.03.

Regie: Claudia Müller


06:00 Zwölf Punkte für einen Hit (55 Min.) (HDTV)
Der Eurovision Song Contest
Dokumentation Frankreich, 2016
Online verfügbar von 28/03 bis 11/04

Regie: Claire Laborey

Seit mehr als 60 Jahren ist der Eurovision Song Contest (ESC) die meistgeschaute Fernsehshow in Europa. Jedes Jahr im Mai das gleiche Spiel: Etwa 40 Nationen treten an - von Irland bis Aserbaidschan. Mit Liedern, deren Refrains mitunter wie politische Statements klingen, begeistert der ESC die Europäer. Jedes Jahr versammeln sich Tausende Musikliebhaber, aber auch scharfsinnige Analytiker. So zum Beispiel der Präsident des britischen Fanclubs, ein deutscher Journalist, ein schwedischer Musikkritiker, ein in London wohnender amerikanischer Blogger und ein Wissenschaftler von der Universität Wien, der sich mit der Geschichte des ESC beschäftigt. Was verbirgt sich hinter dem Glitzer und Glamour des Eurovision Song Contest? Die Dokumentation zeigt bisher unveröffentlichte Archivaufnahmen und gibt Einblick in das Leben eines passionierten Fans. Der Wettbewerb 2016 wurde in Schweden ausgetragen, einem Land, das stolz auf große Erfolge zurückblickt. Spannende Rivalitäten zwischen der ukrainischen Sängerin Jamala und dem russischen Kandidaten Sergej Lasarew prägten diese Ausgabe. Ursprünglich wurde der Eurovision Song Contest ins Leben gerufen, um durch eine neue Übertragungstechnik Beziehungen zwischen einst verfeindeten Ländern zu knüpfen. Doch seit seiner Gründung im Jahr 1955 entwickelte sich der ESC auch zu einem politischen Schaufenster, das aktuelle Probleme verdeutlicht. Trug der Sieg der bärtigen Dragqueen Conchita Wurst inmitten der Diskussion um die gleichgeschlechtliche Ehe zu einem Wandel in Europa bei? Bei dem Wettbewerb stehen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Sprache und sexueller Orientierung auf der Bühne. Ein Spiegelbild des heutigen Europas mit seinen Spannungen und Unsicherheiten.


06:55 Betty Boop for ever (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2020
Wiederholung vom 27.03.

Regie: Claire Duguet


07:50 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV, UT)
Die Vespa-Rebellen in Indonesien
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 23.03.

Regie: Carolin Reiter


08:45 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Die Bambusbahn von Kambodscha
Reportage Deutschland / Frankreich, 2008
Wiederholung vom 23.03.

Regie: Carmen Butta


09:40 Stadt Land Kunst Spezial (45 Min.)
Brasilien
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 28.03.

Regie: Fabrice Michelin


10:25 Zu Tisch (25 Min.) (HDTV, UT)
Ost-Rumänien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Wiederholung vom 22.03.

Regie: Catalina Gagiu, Stefan Pannen


10:50 Stadt Land Kunst Spezial (40 Min.)
Japan
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 28/03 bis 03/06
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Japan: Ein Franzose bei den Samurai
Die befestigte Burg von Osaka und ihr Museum bieten Besuchern die Gelegenheit, in die Welt der Samurai einzutauchen, die in der japanischen Kultur bis heute präsent sind und zahlreiche Menschen faszinieren. Im 19. Jahrhundert zogen sie einen Franzosen in ihren Bann …

(1): Tokio: "Lost In Translation" oder Kulturschock à la Sofia Coppola
(2): Die Zen-Gärten von Kyoto
(3): Japan: Ein Franzose bei den Samurai


11:30 Abenteuer Seidenstraße (30 Min.) (HDTV)
Taklamakan – Im Tal der tausend Buddhas
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 01.04.

Regie: Xavier Lefebvre


12:00 Expedition Sternenhimmel (45 Min.) (HDTV, UT)
Unterwegs zur Milchstraße – Australien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Wiederholung vom 03.04.

Regie: Christian Schidlowski


12:45 Unter Tage in Tasmanien (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Australien, 2017
Wiederholung vom 31.03.

Regie: Niall Doran, Justin Smith


13:30 Australien – Kontinent der Extreme (45 Min.) (HDTV)
Das trockene Herz
Dokumentation Australien, 2017
Wiederholung vom 01.04.

Regie: Bettina Dalton


14:15 Australien – Kontinent der Extreme (45 Min.) (HDTV)
Das grüne Bergland
Dokumentation Australien, 2017
Wiederholung vom 01.04.

Regie: Bettina Dalton


15:00 Australien (45 Min.) (HDTV, UT)
Im Reich der Riesenkängurus
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 30.03.

Regie: Thoralf Grospitz, Jens Westphalen


15:45 Australien (45 Min.) (HDTV, UT)
Im Land der Wombats
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 30.03.

Regie: Rolf Sziringer, Klaus Weißmann


16:30 Australien (45 Min.) (HDTV, UT)
Das Abenteuer
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 31.03.

Regie: Heiko De Groot


17:15 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2019
Erstausstrahlung


18:10 Mit offenen Karten (10 Min.)
Tunesien, ein Sonderweg in Nordafrika
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Regie: Benoît Laborde
Moderation: Emilie Aubry

Tunesien ist ein kleines Land mit großem Einfluss. Das zeigte sich besonders im Arabischen Frühling, der 2011 in Tunesien seinen Anfang nahm – und darin, dass die tunesische Demokratie intakt ist, während die Entwicklung der Nachbarländer Algerien und Marokko stagniert. In den 2020er Jahren ist Tunesien jedoch mit einer Wirtschaftskrise und Sicherheitsproblemen konfrontiert: Das Land ist vom dschihadistischen Terrorismus betroffen und grenzt an das chaotische Libyen. Kann der Ende 2019 gewählte neue tunesische Präsident Kais Saied für Sicherheit sorgen? Wird es ihm gelingen, zwischen den touristischen Küstenregionen und den abgehängten Regionen im Landesinneren sowie zwischen säkularen und (zunehmend einflussreichen) religiösen Tunesiern zu vermitteln? Und wird er in der Lage sein, wirtschaftliche und soziale Perspektiven für das Land zu eröffnen?

Hintergrundinfo:
Jede Woche untersucht "Mit offenen Karten" die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt anhand detaillierter geografischer Karten.


18:20 360° Geo Reportage (50 Min.) (HDTV)
David und die Komodowarane
Reportage Deutschland, 2015
Wiederholung vom 29.03.

Regie: Markus Schmidbauer


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 04/04 bis 05/04


19:30 Australiens unbekanntes Paradies (45 Min.)
Die Inseln der Torres-Straße
Dokumentation Australien, 2019

Regie: Sorrel Wilby

274 Inseln mit weißen Korallensandständen erheben sich aus der Torres-Straße, der seichten, warmen Meerenge zwischen Australien und Papua-Neuguinea. Das Leben im Südseeparadies hat so seine Herausforderungen: Die rund 20 bewohnten Inseln liegen oft viele Kilometer voneinander entfernt, und kaum eine eignet sich für einen Flugplatz. Wer seine Familie und Freunde besuchen will, muss über ein Meer mit unberechenbaren Gezeitenströmungen reisen. Auch Frachtschiffe, die die Inseln vom Festland aus mit Medikamenten und anderem Lebensnotwendigem versorgen, kommen nicht immer pünktlich an, wie Matrose Lachie McDermott berichtet. Isolation und Ressourcenknappheit begegnen die Ureinwohner seit jeher mit großem Einfallsreichtum. Die Dokumentation begleitet einige Torres-Strait-Insulaner, unter anderen den Ranger Barry Pau, der jahrhundertealte Fischfallen betreut, Wally Kris, der den Kindern die überlieferten Tänze beibringt, sowie den Künstler Ken Thaiday, der traditionelle bewegliche Tanzmasken und Skulpturen schnitzt. Die Bewohner haben sich mit dem Inselleben arrangiert. Schwangere werden von der fliegenden Hebamme Paula Dawson betreut, die jährlich Tausende Flugmeilen zurücklegt, damit sie die Frauen auf ihren abgelegenen Heimatinseln betreuen kann. Die Lokalzeitung wird von Aaron Smith geleitet, er ist Redakteur, Fotograf und Zeitungsjunge zugleich. Er ist froh, wenn die auf dem Festland gedruckte Zeitung rechtzeitig mit dem Schiff ankommt. Sie ist wohl die einzige Zeitung der Welt, die es nicht im Internet gibt.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation "Australiens unbekanntes Paradies – Die Inseln der Torres-Straße" bietet überraschende Einblicke in eine einzigartige Inselwelt, paradiesisch und rau zugleich.


20:15 Abenteuer Äquator (90 Min.) (HDTV, UT)
Die Entdeckung der Tropen
Dokumentarfilm Deutschland, 2018
Online verfügbar von 03/04 bis 04/05
Erstausstrahlung

Regie: Hannah Leonie Prinzler

Er spannt sich 40.000 Kilometer um die Erde, verbindet Staaten, Kontinente und Ozeane und gilt als Paradiesgürtel des Planeten: der Äquator. Seit Jahrhunderten fasziniert der Breitengrad 0 die Menschheit. Als erster Europäer bereiste im Jahr 1735 der französische Mathematiker und Astronom Charles de La Condamine die Äquatorialregion Südamerikas. Er betrat damals absolutes Neuland. Mit La Condamines Expeditionsaufzeichnungen in Ecuador begann die Geschichte der Vermessung der Tropen. In Europa entfachten sie ein wissenschaftliches Fieber und waren die Basis der großen naturkundlichen Entdeckungsreisen des 19. Jahrhunderts. Mythen und Sehnsüchte rankten sich um die Regionen entlang des Breitengrads 0. In der Fantasie vieler Europäer lag dort das Paradies. Große Naturforscher wie Alexander von Humboldt oder Charles Darwin und Abenteurer wie Morton Stanley nahmen sich als Ziel, die weißen Flecken der Landkarten zu füllen. Eine Unternehmung, die letztlich zwei Jahrhunderte dauern sollte. Auf ihren Reisen entdeckten die Forscher die unermessliche Vielfalt der Arten, die sich entlang des Äquators entwickeln konnte. Dort liegt die Wiege der Biodiversität unseres Planeten. Auch knapp 300 Jahre nach La Condamines Expedition sind längst nicht alle Schätze des Äquators erforscht. Noch immer fasziniert die Region um die Nulllinie die Wissenschaftler und bietet Stoff für neue Entdeckungen. Auf der Reise rund um den Planeten erzählt die Dokumentation die zwei Jahrhunderte währende Geschichte der Vermessung der Tropen. Sie gibt Einblick in moderne Forschungsprojekte der Region.


21:45 Vermisst – Wo sind die Vögel? (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2019
Online verfügbar von 04/04 bis 03/07
Erstausstrahlung

Regie: Heiko De Groot

Vögel sind Nachfahren der Dinosaurier und älter als die Menschheit. Doch überall auf dem Land verschwinden sie. In Deutschland ist die Zahl der Feld- und Wiesenvögel in 30 Jahren um mehr als die Hälfte gesunken, in Frankreich um 38 Prozent. Betroffen sind auch Kiebitze, Feldlerchen und Rebhühner. Die britische Vogel-Bloggerin Mya-Rose Craig hat sich auf eine Spurensuche nach den Ursachen gemacht und dabei Wissenschaftler, Landwirte und den US-Bestsellerautoren und Vogelbeobachter Jonathan Franzen getroffen. An der Universität von Exeter haben Wissenschaftler einen europaweiten Rückgang der Vögel seit 1980 um 421 Millionen Tiere festgestellt. Statt vier Vögeln pro Einwohner gibt es heute nur noch drei oder weniger. Ein Besuch bei der französischen Vogelkoryphäe Frédéric Jiguet zeigt: Es sind vor allem die Feld- und Wiesenvögel, die verschwinden. Diese Vogelgruppe lebt dort, wo früher Kühe auf Weiden standen und Bauern auf Äckern Korn anbauten. Es gab genug Kräuter und Insekten, von denen Vögel sich ernähren konnten. Heute sind Landwirte oft gezwungen, industriell zu wirtschaften und mit Pestiziden und Herbiziden zu arbeiten. Die Untersuchungen der Wissenschaftler machen deutlich, welche dramatischen Folgen, diese Art der Landwirtschaft hat. Der Filmemacher Heiko De Groot vermittelt in seiner Dokumentation eindrücklich, wie die intensivierte Landwirtschaft das Vogelsterben verursacht und welche Bedeutung Vögel für das Überleben der Menschen haben.


22:40 Das große Insektensterben (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2018
Online verfügbar von 03/04 bis 04/05

Regie: Torsten Mehltretter

Nicht nur die Fachwelt war entsetzt. 2017 veröffentlichte Langzeitbeobachtungen belegen: In den letzten 30 Jahren sind bis zu 75 Prozent der Insekten verschwunden. Ernüchternder Fakt: Schuld daran ist der Mensch. Viele Arten sind für immer verloren. Das Ausmaß des Artensterbens ist so immens, dass einige Forscher fürchten, der Kreislauf des Lebens gerate ins Wanken. Nicht nur der Rückgang der Bienenpopulation, das massenhafte Insektensterben insgesamt hat schlimme Folgen – und zwar für alle Erdbewohner. Welche? Hochkarätige Wissenschaftler aus der ganzen Welt geben erschreckende und aufrüttelnde Antworten. Das Insektensterben ist viel umfangreicher und folgenschwerer als gedacht. Viele andere Tiere ernähren sich von Insekten. Auch helfen sie dabei, totes Gewebe in nährstoffreiche Böden umzuwandeln. Darüber hinaus regulieren sie sich sogar gegenseitig. Vom Menschen als Schädlinge betrachtete Spezies sind oft die bevorzugte Beute von nützlichen Jägern. Der massive Eingriff des Menschen hat das funktionierende Gleichgewicht in der Welt der Insekten jedoch in eine gefährliche Schieflage gebracht. Unter anderem chemische Gifte, die fortschreitende Versiegelung der Böden und, großflächiger Düngemitteleinsatz setzen der artenreichsten Tierklasse der Erde zu. Die Dokumentation gibt Einblick in aktuelle Studien und erklärt, woran es krankt und wo dringender Handlungsbedarf besteht. Noch gibt es Hoffnung. Zwar sind viele Arten unumkehrbar verloren, das Massensterben im Reich der Insekten könnte aber noch aufgehalten werden - allerdings nur, wenn der Mensch endlich anfängt gegenzusteuern. Die Zeit wird knapp.


23:35 Streetphilosophy (25 Min.) (HDTV, s/w)
Heimat – Wo bist du zu Hause?
Magazin Deutschland, 2019
Online verfügbar von 21/03 bis 04/04

Moderation: Ronja von Rönne

Ist Heimat der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, oder kann ich mich überall zu Hause fühlen? Das fragt sich Ronja in dieser Folge von "Streetphilosophy". Warum ist es für uns so wichtig, eine Heimat zu haben, zu der wir gehören? Für die Sängerin Dillon, die Ronja bei einem Konzert in Neukölln trifft, ist Heimat an keinen konkreten Ort gebunden. Sie lebt zwar in Berlin und hat einen brasilianischen Pass, ist aber viel unterwegs – auch ihre Familie und Freunde sind überall auf der Welt verteilt. Kann Heimat auch ein Gefühl sein, das man in sich trägt und überall hin mitnehmen kann? Maria Thamm verkörpert das genaue Gegenteil von Dillon. Ihr Zuhause ist der Berliner Müggelsee, an dem sie aufgewachsen ist. Hier wird sie auch die Fischerei ihres Vaters übernehmen und damit eine Familientradition fortführen. "Mit Heimat ist die Sehnsucht nach Stabilität verbunden – nach etwas, das bleibt in einer atemlosen Welt", erklärt Philosoph Christian Uhle. "In unserer Familie, in unserem Zuhause wollen wir mehr sein als nur Arbeitnehmer oder Konsument, wir wollen einfach als Mensch anerkannt und geliebt werden. In einer Stadt wie Berlin schaffen wir aber immer mehr 'Nicht-Orte' wie zum Beispiel Coworking-Spaces, die wir nur als Durchgangszimmer nutzen und die keine stabilen Bindungen ermöglichen." Der Teppichknüpfer und Märchenerzähler Hamid Saneiy schafft Gemeinschaft, indem er einmal im Monat zum Märchenabend in seine Teppichhandlung einlädt. Er stammt aus dem Iran, ist viel gereist und hat in Berlin eine Familie gegründet. Was bedeutet ihm Heimat so fern von dem Ort, an dem er aufgewachsen ist?


00:00 Square Idée (30 Min.)
Management – Ein schwieriges Erbe?
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 28/03 bis 03/06
Erstausstrahlung

Die Aussprache des Wortes selbst ist angelsächsisch. Bisher weniger bekannt ist aber, dass einige Managementprinzipien ihren Ursprung im Dritten Reich hatten. Ein Beispiel hierfür ist die Karriere von SS-Mann Reinhard Höhn. Der Hauptabteilungsleiter im Reichssicherheitshauptamt war Reinhard Heydrich direkt unterstellt. Nach dem Krieg übertrug er nationalsozialistische Ideen in die Management-Theorie.

Hintergrundinfo:
"Square" ist das bimediale Magazin auf ARTE. Die Sendung stellt die philosophischen, literarischen, künstlerischen und technischen Innovationen unserer heutigen Gesellschaften in den Mittelpunkt. Es geht um neue Ideen in allen Bereichen – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern weltweit.


00:30 Kurzschluss – Das Magazin (50 Min.)
Schwerpunkt Filmvermittlung
Magazin Deutschland, 2020
Erstausstrahlung

Zoom – Die Scope Institute "Kurzschluss – Das Magazin" spricht mit Vera Schöpfer, der Gründerin der Scope Institute, über kulturelle Filmvermittlung, das von ihr und Judith Funke ins Leben gerufene Programm "Reality Bites" und ihre Ideen und Pläne für die Gestaltung der Filmbildung im neuen Kölner Filmhaus.

Hintergrundinfo:
"Kurzschluss – Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews. Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss


01:20 Mädchen im Eis (90 Min.) (HDTV)
Fernsehfilm Deutschland, 2015
Produktion: X Filme Creative Pool, Studio FAF, BR, WDR, ARTE
Online verfügbar von 04/04 bis 11/04

Rollen und Darsteller:
Winja – Lucie Heinze
Wsewolod Starych – Aleksei Guskov
Yegor – Yuri Kolokolnikov
Andrei – Anton Pampushnyy
Artur – Ievgen Bal
Swetlana, Andreis Frau – Maria Semenova
Anna, Langlauf-Trainerin – Elena Laskavaya
Kommissar Gromow – Anatolij Goryachev
Timur – Sacha Slobodyanik

Regie: Stefan Krohmer
Produzent: Stefan Arndt, Aleksei Guskov, Andrea Schütte, Elena Duffort, Uwe Schott, Yakov Drabkin
Drehbuch: Daniel Nocke
Musik: Yuriy Gurzhy, Simon Wahorn
Kamera: Benedict Neuenfels
Kostüm: Silke Sommer
Bühnenbild: Silke Fischer: Silke Fischer
Redaktion: Bettina Ricklefs, Amke Ferlemann, Barbara Buhl, Andreas Schreitmüller
Schnitt: Stephan Krumbiegel, Olaf Voigtländer

Im schneeverhangenen Norden Russlands quartiert sich die 20-jährige Winja in einem abgelegenen und in die Jahre gekommenen Wintersporthotel ein, um ihre große Liebe Andrei zu überraschen. Viel größer ist allerdings ihre eigene Überraschung, als sie ihn schließlich dort findet: mit Frau und Baby an der Seite. Das stellt sie vor völlig neue Herausforderungen.
Der 70-jährige Wsewolod Starych, steinreicher Oligarch, selbst ernannter Umweltaktivist und ebenfalls Hotelgast, hat ganz andere Sorgen: Er will in den schneebedeckten Weiten einen apokalyptischen Kurzfilm drehen, der sich anhand russischer Lyrik mit der massiven Umweltzerstörung auseinandersetzt, doch dabei bekommt er es nicht nur mit Profis zu tun. Zudem hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Winja zu ihrem Glück zu verhelfen – und das auf seine eigene, nicht immer ganz legale Weise …

Hintergrundinfo:
Der schwarzhumorige Roadmovie-Thriller "Mädchen im Eis" ist eine Mission ohne Regeln, eine Amour fou am Limit, angesiedelt in der menschenvergessenen Weite des russischen Nordens. Stefan Krohmer inszenierte nach einem Drehbuch von Daniel Nocke. Liebevoll besetzt mit der sympathischen Lucie Heinze, bekannt aus "Das Hochzeitsvideo" (2012), sowie Aleksei Guskov und Yuri Kolokolnikov in den Hauptrollen. Benedict Neuenfels führte die Kamera in der eindrucksvollen Szenerie der entlegenen russischen Orte Kirowsk, Murmansk, Teriberka, Apatity und Kandalakscha sowie im Bremerhavener Zoo.


02:50 Wer wird mich jetzt noch lieben? (60 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Israel, 2013
Wiederholung vom 02.04.

Regie: Barak Heymann, Tomer Heymann


03:50 28 Minuten (46 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:36 Sendeschluss

*

Sonntag, 5. April 2020


05:00 Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! (25 Min.) (HDTV)
Flugzeugemblem mit Storch
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 15.03.

Regie: Matthieu Maillet


05:25 Metropolis (45 Min.)
Tel Aviv
Magazin Deutschland / Frankreich, 2020
Wiederholung vom 29.03.


06:10 Picasso, Braque & Cie (55 Min.) (HDTV)
Die kubistische Revolution
Dokumentation Frankreich, 2018
Wiederholung vom 15.03.

Regie: Frédéric Ramade


07:05 Der Blob (55 Min.) (HDTV)
Schleimiger Superorganismus
Dokumentation Frankreich, 2019
Wiederholung vom 21.03.

Regie: Jacques Mitsch


08:00 Denk mal quer! (25 Min.) (HDTV)
Der Wahrheitseffekt
Kindersendung Australien, 2016
Online verfügbar von 05/04 bis 04/06

Regie: Cathy Baker

Schlafparalyse
Hierbei handelt es sich um einen Schlafzustand, bei dem Betroffene eine schwere Last auf der Brust und ein alptraumartiges Gefühl von Lähmung empfinden.

Hintergrundinfo:
Wir leben in einer Welt, in der vieles nicht ist, wie es scheint. Manchmal müssen wir genauer hinschauen, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Das Jugend-Magazin "Denk mal quer!" entdeckt die seltsamsten, wunderlichsten und verrücktesten Phänomene unserer Zeit - in den Bereichen Kunst, Psychologie und Wissenschaft. Wie wird aus einzelnen Bildern ein Animationsfilm, was ist das Geheimnis der Zauberer und seit wann jonglieren wir Menschen überhaupt? Antworten findet die heutige Ausgabe von "Denk mal quer!".


08:25 Echt genial (15 Min.) (HDTV)
Kindersendung Kanada, 2017
Online verfügbar von 05/04 bis 05/05
Erstausstrahlung

Regie: Sylvain Dumais, Maxime Dumont, Simon Lamontagne

Wer war Che Guevara? Wie wird man Astronaut? Was sind die französischen Überseeregionen? Die Serie "Echt genial" beantwortet all diese und Hunderte andere Fragen in kurzen, von Webformaten inspirierten Toplisten. Ob Wissenschaft, Geschichte oder Geographie – "Echt genial" vermittelt Wissen ohne Anstrengung und gibt praktische Alltagstipps.


08:40 Sieben kleine Kriminelle (25 Min.) (HDTV)
Die sicherste Bank des Landes
Kindersendung Niederlande, 2019
Online verfügbar von 05/04 bis 05/05
Erstausstrahlung

Regie: Rob Lücker

"Sieben kleine Kriminelle" erzählt die Geschichte eines ungewöhnlichen Banküberfalls, der alles andere als geplant verläuft. In der abenteuerlichen Familienserie geht es um Durchhaltevermögen und Charakterstärke, um Familiensinn und Freundschaft. In einem kleinen Küstendorf wollen sieben Jungen eine Bank überfallen. Raffie, der Kopf der Bande, braucht dringend Geld – sonst werden er, seine Großmutter und sein kleiner Bruder Luc wegen enormer Mietschulden das Dach über dem Kopf verlieren. Ziel ist die Bank von Direktor Hispe, der Raffies Großmutter zuvor recht grob ein Darlehen verweigert hat. Noch nie ist es jemandem gelungen, Hispes Bank zu plündern, doch Raffie hat einen Plan und versammelt eine Kindergang um sich, um ihn in die Tat umzusetzen: Neben dem bärenstarken Boaz und Mädchenschwarm Wahid stehen ihm der schlaksige Dulles und die nerdige Pico zur Seite, die Roboter bauen kann. Eher ungeplant stößt auch Hispes Stiefsohn Koen zu der ungewöhnlichen Bande – nicht wegen des Geldes, sondern um es seinem bösen Stiefvater heimzuzahlen. Und zu guter Letzt ist da noch Olec, der Kleinste der sieben, der überall seine Augen und Ohren hat und es auf wunderbare Weise schafft, mit seinem Mountainbike stets zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Zunächst läuft alles nach Plan, doch dann folgt ein Rückschlag auf den anderen. Raffies Bruder Vincent kommt unerwartet aus dem Gefängnis frei und der grantige Detektiv Marchant hat plötzlich ein ziemlich wachsames Auge auf ihr Haus. Dann bekommt auch noch der Kleinkriminelle Tenno Wind von dem Überfall und legt Raffies Freund Boaz rein. Marchand will Boaz verhaften und Raffie muss sich zwischen Familie und Freundschaft entscheiden. Wird es den Kindern gelingen, die Bank auszurauben, ohne der Polizei ins Netz zu gehen?


09:05 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 05/04 bis 12/04


09:20 Karambolage (10 Min.) (HDTV, UT)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 29.03.

Regie: Claire Doutriaux


09:30 Das Mädchen Wadjda (95 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Wadjda)
Spielfilm Vereinigte Arabische Emirate / Saudi-Arabien, 2012
Wiederholung vom 01.04.
Produktion: Razor Film Produktion, High Look Group, Rotana Studios

Rollen und Darsteller:
Mutter – Reem Abdullah
Wadjda – Waad Mohammed
Abdullah – Abdullrahman Al Gohani
Vater – Sultan Al Assaf
Fatin – Abdullah
Frau Hussa – Ahd
Iqbal – der Taxifahrer – Mohammed Zahir
Lehrerin – Nouf Saad

Regie: Haifaa Al Mansour
Produzent: Roman Paul, Gerhard Meixner
Drehbuch: Haifaa Al Mansour
Musik: Max Richter
Kamera: Lutz Reitemeier
Schnitt: Andreas Wodraschke


11:05 Künstlerinnen (30 Min.) (HDTV)
Katharina Grosse kuratiert
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Online verfügbar von 05/04 bis 04/07

Regie: Claudia Müller

Katharina Grosse ist eine der erfolgreichsten Malerinnen Deutschlands. Ihre großformatigen, ungegenständlichen Arbeiten sprengen die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur und Installation. Mit ihren Sprayarbeiten verwandelt sie Innen- und Außenräume in komplexe Farbräume. Ihr Werk liefert einen neuen Ansatz für das, was Malerei sein kann: ein unbegrenztes Feld von Möglichkeiten. In ihrer virtuellen Ausstellung stellt Katharina Grosse Künstlerinnen aus unterschiedlichen Kulturkreisen vor: Lieblingskünstlerinnen wie Isa Genzken, Maria Lassnig und Valie Export, Neuentdeckungen wie die lange in Vergessenheit geratene Georgiana Houghton oder die Aborigine-Künstlerin Emily Kame Kngwarreye sowie jüngere Künstlerinnen wie Pamela Rosenkranz, Camille Henrot, Wangechi Mutu und die Neuseeländerin Judy Millar. Die Dokumentation begleitet den Entstehungsprozess der Ausstellung und liefert Informationen über die vorgestellten Künstlerinnen.


11:35 Vox Pop (30 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 29/03 bis 14/06
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Thepot
Moderation: Nora Hamadi

Aids-Prävention mit PrEP?
In Europa sind 800.000 Menschen mit HIV infiziert. Seit 2012 gibt es eine Präventivbehandlung, die bei Infektionsrisiko Schutz bietet: die Präexpositionsprophylaxe, kurz PrEP. In den meisten EU-Ländern gibt es die blaue Pille mittlerweile auf Rezept, in Deutschland, Frankreich und Belgien werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Dennoch machen nicht alle Betroffenen von dem Medikament Gebrauch.
Sollte der Zugang zu dieser Form der Prävention erleichtert werden?

Hintergrundinfo:
Zu Gast bei "Vox Pop" ist diese Woche Dr. Will Nutland, Spezialist für öffentliche Gesundheitspflege. Er hält die PrEP für ein effizientes Mittel zur Bekämpfung der Aids-Epidemie. Kontroverse der Woche: PrEP, das blaue Wunder?
Die Aktivisten der Anti-Aids-Bewegung sehen in der Präexpositionsprophylaxe eine weitere Waffe im Kampf gegen das HIV-Virus, auf die sie nicht verzichten wollen. Dass die HIV-Ansteckung in Paris zwischen 2015 und 2018 um 16 % sank, ist der neuen blauen Pille zu verdanken.
Die Mediziner sind dagegen skeptisch, denn sie befürchten, dass die Europäer wegen der Möglichkeit der Aids-Prävention durch PrEP zunehmend auf Kondome verzichten und es so zu einem Anstieg anderer Geschlechtskrankheiten kommen könnte.


12:05 Unser Universum (55 Min.) (HDTV, UT)
Götter und Dämonen
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2019
Wiederholung vom 28.03.

Regie: Adam Luria


13:00 Unser Universum (55 Min.) (HDTV, UT)
Das Zentrum
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2019
Wiederholung vom 28.03.

Regie: Adam Luria


13:55 Unser Universum (55 Min.) (HDTV, UT)
Unendliche Weiten
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2019
Wiederholung vom 28.03.

Regie: Adam Luria


14:50 James Tissot (55 Min.) (HDTV)
Maler der Bourgeoisie
Dokumentation Frankreich, 2019
Online verfügbar von 29/03 bis 04/06
Erstausstrahlung

Regie: Pascale Bouhenic

James Tissot (1836-1902) – Maler und Porträtist der gehobenen Gesellschaft zur Zeit des Zweiten Kaiserreichs – kam durch seine Eltern, einem Tuchmacher und eine Modistin, schon früh mit der noch jungen, aber immer bedeutsamer werdenden Modeindustrie in Kontakt und fand darin seine Leidenschaft. Wie seine Künstlerkollegen Manet, Baudelaire und Théophile Gautier begeisterte er sich für die zeitgenössische Mode, interessierte sich aber auch für alte Kostüme und exotischere Kleidung aus Japan oder Palästina. In London, wo Tissot zehn Jahre seines Lebens verbrachte, beobachtete und porträtierte er mit leicht spöttischem Blick die britische Gesellschaft. Besonders einfühlsam zeigte er sich in der Darstellung der verträumt-entrückt wirkenden Frauen, die etwas Geheimnisvolles ausstrahlten. Er illustrierte außerdem eine Bibel und eignete begegnete neuen Techniken wie Fotografie und Buchmalerei mit Neugier und ohne Vorbehalte. Im Laufe der Zeit veränderte er immer wieder seinen Stil, zeigte sich mal impressionistisch, dann wieder realistisch oder präraffaelitisch, was bei seinen Zeitgenossen zu Verwirrung führte. So konnte sein Freund Edgar Degas ihn nicht davon überzeugen, an der ersten Gruppenausstellung der Impressionisten 1874 in Paris teilzunehmen.
Tissot ließ sich in keine Schublade stecken und fiel durch die Maschen der Kunstgeschichte. Heute werden seine Werke wiederentdeckt: In seiner 40-jährigen Schaffenszeit entstanden 300 Gemälde, 90 Radierungen, Gravuren, Skulpturen, Emaillearbeiten, Karikaturen und Illustrationen. Besonders erstaunlich sind das unglaubliche Spektrum seiner Kunst und seine Liebe zum Detail, die ihn zu einem beeindruckenden Chronisten seiner Epoche machen.
Doch besonders faszinierend ist der unerklärliche Zauber, der von seinen Werken ausgeht. Die Welt, die er darstellt, ist viel mehr als eine einfache Abbildung der damaligen Zeit – sie zeigt eine besondere Art, zu sehen und zu denken. Der Film versucht, diesen unvergleichlichen Stil einzufangen.


15:45 Nadar – Ein Fotograf verändert die Welt (55 Min.)
Dokumentation Frankreich, 2017

Regie: Michèle Dominici

Ob in der Luft oder unter der Erde – für die noch junge Fotografie erschloss der französische Fotografie-Pionier Nadar (1820-1910), eigentlich Gaspard-Félix Tournachon, immer wieder neue Wirkungsfelder. Zudem war er einer der bedeutendsten Porträtfotografen seiner Zeit. Ob Politiker, Philosophen, Dichter und Musiker, Damen von Welt und Halbwelt – die Prominenz des 19. Jahrhunderts stand vor seiner Kamera: Das Bild von Victor Hugo als altem, müden Herrn stammt ebenso von ihm wie das Porträt Baudelaires mit dem für die Ewigkeit dokumentierten abwesenden, träumerischen Blick. Auch Alexandre Dumas' gutmütiges Antlitz mit dem zerzausten Haarschopf und die Schönheit der 20-jährigen Sarah Bernhardt verewigte er in seinen später weltberühmt gewordenen Fotografien. Nadar hatte zunächst als Karikaturist Karriere gemacht, verdiente seinen Lebensunterhalt als Buchhändlergehilfe, Torfverkäufer, Bildhauer und Sekretär. Als Journalist und Autor war er mit allen großen Persönlichkeiten seiner Zeit auf Du und Du. Nadar war wie das Jahrhundert, in dem er lebte: revolutionär und innovativ. Nadar interessierte sich nicht nur für den technischen Fortschritt, er prägte ihn mit. Er war ein unermüdlicher Erfinder – und obendrein ein Flugpionier. Bevor es den Begriff der Luftfahrt überhaupt gab, bestieg Nadar im Jahr 1863 unter der großen Anteilnahme der Pariser einen Heißluftballon und fotografierte die französische Hauptstadt aus der Vogelperspektive. Der Ballon trug ihn bis in die Nähe von Hannover, wo er gerade noch notlanden konnte. Die Ballonfahrt hätte ihn nicht nur beinahe das Leben gekostet, sondern ruinierte ihn auch finanziell. Seiner Fotografenneugier schienen dennoch keine Grenzen gesetzt. Kaum war die Elektrizität erfunden, tüftelte er ein System aus, mit dem er sich für seine Arbeit als Fotograf vom Tageslicht unabhängig machte: Er stieg mit der Kamera in das gespenstische Labyrinth der Pariser Katakomben hinab und machte dort die ersten Kunstlichtaufnahmen mit Magnesium. Nadar starb im Jahr 1910, kurz vor seinem 90. Geburtstag. Bis heute haben seine Bilder nichts von ihrer Modernität eingebüßt.


16:40 Metropolis (45 Min.)
Singapur
Magazin Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 05/04 bis 04/07
Erstausstrahlung

Tanzcompagnie P7:1SMA
Die Compagnie arbeitet mit dem Vokabular des traditionellen malaysischen und des zeitgenössischen Tanzes. Die Tänzer mit multikulturellem Hintergrund erkunden die menschliche Existenz in ihren verschiedenen Schattierungen. Ihr Auftritt beschließt Ende März die Biennale in Singapur.

(1): Metropole Singapur
(2): Tanzcompagnie P7:1SMA
(3): Bernard-Henri Lévy: Kultur und Corona


17:25 LUDWIG VAN – Beethoven unlimited (60 Min.)
Schwerpunkt

ARTE feiert 250 Jahre Ludwig van Beethoven. Zu Ostern steht das musikalische Festtagsprogramm ganz im Zeichen des in Bonn geborenen Giganten der klassischen Musik. Liturgisch passend eröffnen Sir Simon Rattle und das London Symphony Orchestra die Osterfeierlichkeiten am Palmsonntag mit Beethovens Oratorium "Christus am Ölberge". Das selten gespielte Werk vereint die emotionale Größe der berühmten "Missa solemnis" mit der theatralischen Kraft einer Bach-Passion. Musikalisch erzählt Beethoven das Gebet Jesu und die Gefangennahme im Garten Gethsemane nach.
Im Dezember 1808 schrieb Beethoven mit seiner "Großen Akademie" Musikgeschichte. In einem knapp vierstündigen Mega-Konzert brachte er einige seiner heute bekanntesten Werke zur Uraufführung, darunter das Klavierkonzert Nr. 4, die Chorfantasie sowie die Fünfte und Sechste Symphonie. Philippe Jordan hat mit den Wiener Symphonikern das historische Konzert rekonstruiert und im Wiener Konzerthaus zur Aufführung gebracht. Am Ostersonntag zeigt ARTE die Höhepunkte als 90-minütigen Zusammenschnitt. Das Konzert in voller Länge ist im Internet auf ARTE Concert verfügbar.
Im umfangreichen Werk Beethovens findet sich nur eine einzige Oper. Mit "Fidelio", 1805 uraufgeführt, setzt der Komponist den Idealen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ein musikalisches Denkmal. Erstmals dirigiert der neue Chefdirigent der Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko sein Ensemble bei den Osterfestspielen Baden-Baden. Für die Inszenierung zeichnet die vielfach ausgezeichnete slowenische Regisseurin Mateja Koleznik verantwortlich.
Auch auf ARTE Concert steht 2020 voll im Zeichen Ludwig van Beethovens. Im Lauf des Jahres präsentiert ARTE im Internet den kompletten Kanon seiner 138 Opus-Werke. Symphonien, Konzerte, Kammermusik, Liederzyklen und Bühnenmusiken in nie dagewesener Vollständigkeit – jetzt online abrufbar unter arte.tv/beethoven.


LUDWIG VAN – Beethoven unlimited
17:25 Ludwig van Beethoven: Christus am Ölberge (60 Min.)
Musik Deutschland / Großbritannien, 2020
Erstausstrahlung

Regie: Kriss Russman

Mitwirkende:
London Symphony Orchestra
London Symphony Chorus
Elsa Dreisig (Sopran)
Pavol Breslik (Tenor)
David Soar (Bass)

Dirigent: Sir Simon Rattle
Chorleitung: Simon Halsey

Es galt fast schon als vergessenes Meisterwerk: das einzige Oratorium Beethovens. Vor genau 217 Jahren, am 5. April 1803, wurde "Christus am Ölberge" uraufgeführt. Obwohl die Uraufführung beim Publikum durchaus ein Erfolg war, wurde dieses Werk später nur noch selten dargeboten. Im Rahmen des Beethoven-Jahres 2020 führen das London Symphony Orchestra und der London Symphony Choir unter der Leitung von Sir Simon Rattle dieses Werk im Londoner Barbican Centre neu auf. Die Solistenrollen werden von den herausragenden Sängern Pavol Breslik (Tenor), Elsa Dreisig (Sopran) und David Soar (Bass) übernommen.
Das Oratorium befasst sich mit dem Beginn der Passionsgeschichte Jesu: Nach dem Abendmahl zieht sich Jesus mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane zurück, um zu beten. Die Handlung setzt dort ein, als Jesus seinen Vater um Trost bittet, gleichzeitig aber seinen bevorstehenden Kreuzestod "zum Heil der Menschheit" willkommen heißt, und endet mit der Verhaftung durch die römischen Soldaten.


18:25 Köstliche Toskana (30 Min.) (HDTV, UT)
Die Küste
Folge 1 von 4
Dokumentationsreihe Deutschland, 2020
Online verfügbar von 04/04 bis 04/07
Erstausstrahlung

Regie: Lorenza Castella, André Schäfer

Auf dem Mercato Centrale in Livorno, dem Fischmarkt direkt am Hafen, suchen Simone Bocca und seine Freundin Elena den besten Fang des Tages. Diverse Krustentiere, Grätenfische und Muscheln – all das gehört fangfrisch in den Cacciucco Livornese. Knapp zehn Kilometer Meer trennen das Festland von Elba. Die Insel liegt in einem großen Meeresschutzgebiet, dem Arcipelago Toscano. Der Koch und Experte für toskanische Esskultur Alvaro Claudi speist zusammen mit seinem Schüler Michele Nardi. Auf den Tisch kommt Cappon di Galera: Eine kalte Brotsuppe mit Anchovis, Thunfisch, Zwiebeln, Rosinen, Eiern, Pinienkernen und Kapern.
Richtung Süden geht es weiter zur Insel Giglio. Hier lesen die Brüder Simone und Giovanni Rossi Ansonica-Trauben an steilen Berghängen. Wegen des starken Gefälles kommen keine Maschinen zum Einsatz. Viticoltura eroica, heldenhafter Weinanbau, nennt der Volksmund ihre Arbeit, die viel Mühe für wenig Ertrag fordert. Nach der Lese genießen sie im Weinberg die Panoramaaussicht bei einem kalten Schluck Weißwein und Feigenbrot.
Vor dem Golf vom Talamone ist Paolo Fanciulli schon bei Sonnenaufgang unterwegs. Der Fischer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Küste der Maremma vor illegaler Schleppnetzfischerei zu schützen. Bei seinem neuesten Projekt wird er von Künstlern aus aller Welt unterstützt: La casa dei Pesci, das Haus der Fische. In einer Art Unterwassermuseum finden Fische und andere Meeresbewohner geschützte Laichplätze. Auch dank Paolos Initiativen sind sogar einige Delfine in die Region zurückgekehrt.


18:55 Karambolage (15 Min.) (HDTV, UT)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Regie: Claire Doutriaux

Das Getränk
Carine Catogni ist in Deutschland und in Frankreich aufgewachsen. Sie stellt ihr deutsches Lieblingsgetränk vor: Malzbier.

Hintergrundinfo:
Sonntags führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: Ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück … vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 05/04 bis 06/04


19:30 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Kambodscha, Sithas große Waisenfamilie
Reportage Deutschland, 2015
Online verfügbar von 29/03 bis 05/05

Regie: Philipp Lutz

Mehr als 30 Kinder leben in der Familie des Kambodschaners Sitha. Nur vier davon sind seine eigenen. Der Rest sind ehemalige Straßenkinder, die die Familie adoptiert hat. Der Tag beginnt für Sitha um 5.30 Uhr. Dann muss er durch die Schlafräume gehen und alle Kinder seiner Familie wecken. Anziehen, Waschen und Frühstücken sind logistisch aufeinander abgestimmt, ebenso wie der Rest des Tages, um allen Kindern und ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Während die einen noch im Kleinkindalter sind, werden die Ältesten bald das Haus verlassen. Als vollwertige, gebildete Mitglieder der Gesellschaft, wie Sitha hofft. Aufgenommen hat er die meisten von ihnen als arme, mittellose Straßenkinder, die mit Betteln oder Stehlen versucht hatten, über die Runden zu kommen. Die Zahl der Straßenkinder in Kambodscha wächst, die Waisenhäuser platzen aus allen Nähten. Gerade in den Dörfern ist die Armut groß. Häufig können Eltern ihre Kinder nicht ernähren oder sich um sie kümmern. Die Kinder müssen dann entweder arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen, oder sie werden komplett verstoßen und sind folglich auf sich allein gestellt. Immer wieder nimmt Sitha neue Kinder auf, auch wenn die finanziellen Anforderungen das Ehepaar längst an seine Grenzen gebracht haben. Dreijährige Zwillinge sollen die neuesten Familienmitglieder werden. Ihre Eltern starben an Tuberkulose. Doch wohin mit den beiden in dem ohnehin schon überfüllten Haus?

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


20:15 Der Sträfling und die Witwe (85 Min.) (HDTV)
(La veuve Couderc)
Spielfilm Frankreich, 1971
Produktion: Lira Films, Pegaso Cinematografica

Rollen und Darsteller:
Jean – Alain Delon
Witwe Couderc – Simone Signoret
Félicie – Ottavia Piccolo
Henri – Jean Tissier
Françoise – Monique Chaumette
Désiré – Boby Lapointe
Polizist – André Rouyer

Regie: Pierre Granier-Deferre
Produzent: Raymond Danon
Drehbuch: Pierre Granier-Deferre, Pascal Jardin
Musik: Philippe Sarde
Kamera: Walter Wottitz
Schnitt: Jean Ravel

Frankreich, Juni 1934: Die Witwe Couderc ist um die 50 und führt einen Bauernhof in einem Dorf im Burgund. Mit 14 Jahren kam sie als Dienstmagd auf den Hof, wurde vom Vater der Bauernfamilie vergewaltigt und vom Sohn geschwängert. Nachdem sie die Mutter der Familie bis zu deren Tod und dann auch ihren trunksüchtigen Mann gepflegt hatte, ist Couderc nun Witwe und lebt mit ihrem Schwiegervater Henri auf dem Bauernhof, der jetzt ihr gehört. Von den anderen Dorfbewohnern angefeindet, besonders von ihrer verbitterten Schwägerin Françoise und deren Mann Désiré, führt Couderc ein hartes und einsames Leben.
Eines Tages trifft sie auf der Straße den 30-jährigen Jean und bietet ihm an, als Knecht auf dem Hof zu arbeiten. Sie erfährt, dass Jean ein verurteilter Verbrecher und aus dem Gefängnis geflohen ist. Zwischen den beiden entwickelt sich allmählich eine seltsame, stille Liebe. Es ist, als fühlte der gut aussehende Jean eine Seelenverwandtschaft zu dieser harschen Frau, die sich von ihrer Umwelt abgeschottet hat.
Françoise und Désiré sind erbost über den Unterschlupf suchenden Jean und spinnen Intrigen: Immer wieder nehmen sie den alten Henri zu sich und drängen ihn, bei der Polizei gegen Jean auszusagen. Mit einem gefälschten Ausweis kann der sich zunächst aus der Affäre ziehen. Dann aber beginnt Jean eine Liebschaft mit der verführerischen Félicie, Françoises und Désirés 16-jähriger Tochter. Schon bald soll sich herausstellen, dass er damit einen großen Fehler begangen hat.

Hintergrundinfo:
Pierre Granier-Deferre inszenierte mit "Der Sträfling und die Witwe" ein spannendes Psychodrama. In den Hauptrollen treten Alain Delon ("Der eiskalte Engel") und Simone Signoret ("Die Teuflischen") als ungleiches Paar auf, dessen Liebe auf tragische Weise in Tod und Verderben mündet. Der 2007 verstorbene französische Regisseur Granier-Deferre hatte nach eigenen Worten eine Vorliebe für die Psychologie und war leidenschaftlicher Simenon-Leser. So ist er dann auch für seine zahlreichen Verfilmungen von Kommissar-Maigret-Stoffen bekannt.


21:40 Filmstar mit Charakter – Simone Signoret (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2019
Online verfügbar von 29/03 bis 17/04
Erstausstrahlung

Regie: Michèle Dominici

Sie war mehr als nur ein schönes Gesicht auf der Kinoleinwand, sie war ein Stück Frankreich: Simone Signoret. Unter dem Namen Simone Kaminker wurde die Tochter einer Französin und eines Polen jüdischer Herkunft am 25. März 1921 in Wiesbaden geboren. Ihr Plan, in Paris Jura zu studieren, scheiterte an den Kriegswirren. Nach Bürotätigkeiten begann sie ihre Karriere als Komparsin – bis zu ihrem Durchbruch 1950 mit Max Ophüls' Film "Der Reigen". Rund 50 Filme realisierte sie in 40 Jahren, darunter die "Die Teuflischen", "Die Katze" oder "Goldhelm". Ein wesentlicher Grund ihres Erfolgs war, dass Signoret sich den Luxus leistete, nur die Rollen zu spielen, die ihr wirklich zusagten. "Ich will tun, was mir gefällt. Und alles lassen, was mich langweilt und anödet. Aber das gilt nicht nur für die Karriere, das gilt für das ganze Leben", sagte sie. Als ein Höhepunkt ihrer Karriere gilt der Film "Der Weg nach oben", für den sie den Oscar erhielt, den Darstellerpreis von Cannes sowie den Preis der deutschen Filmkritik.
Entschlossen verweigerte sie sich dem Hochglanzimage der Filmwelt. Noch in den 70er Jahren spielte sie in zahlreichen Filmen, unter denen vor allem "Madame Rosa" hervorragt. Darin spielt sie eine alternde ehemalige Prostituierte, die in einem schäbigen Pariser Mietshaus verlassene Kinder von anderen Dirnen betreut. Kaum eine andere Darstellerin bekannte sich so zum Älterwerden wie sie. Im französischen Kino stand sie für eine bestimmte authentische Art, Frauen zu filmen. Sie hat nie versucht, die Spuren vergehender Schönheit zu konservieren.
Gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann Yves Montand gehörte Signoret lange zu den kommunistischen Linksintellektuellen und dem Kreis um den Philosophen Jean-Paul Sartre und sympathisierte eine Zeitlang mit der KP.

Hintergrundinfo:
"Im Film wie in der Wirklichkeit stand sie als Kämpferin gegen die Verletzung der Menschenrechte unter allen Regimen stets an der Spitze", würdigte der ehemalige französische Kulturminister Jack Lang Signorets politisches Engagement. Wegen ihrer herzlich-rauen Art wurde Signoret auch die "Löwin" genannt. Ein Beiname, den ihr wohl ihre Kämpfernatur eingebracht hatte. Nie waren ihre Rollen gekünstelt, sie spielte immer sich selbst: "Eines Tages habe ich zwischen liebreizend und interessant gewählt und mich für interessant entschieden", sagte sie.


22:35 La Chana – Mein Leben, ein Tanz (60 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Spanien, 2019
Online verfügbar von 05/04 bis 04/07
Erstausstrahlung

Regie: Lucija Stojevic

La Chana: Salvador Dalí gehörte zu ihren glühenden Verehrern, Peter Sellers wollte sie nach Hollywood mitnehmen. Die spanische Tänzerin gehört zu den ganz Großen des Flamencos, bis heute. Sie tanzt mit dem Herzen, vor allem aber mit einem mitreißenden Gespür für Rhythmus. Auch jetzt noch, mit über 70 Jahren.
Als junge Frau bringt sie sich den Tanz selbst bei und kann nicht mehr damit aufhören. "Der Tanz war das Licht, in dem ich mich lebendig fühlte", sagt sie. Antonia Santiago Amador, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, begeistert in den 60er und 70er Jahren mit ihrem einzigartigen Tanzstil das internationale Publikum. Peter Sellers bat sie im Film "Bobo ist der Größte" (1967) aufzutreten. Dann musste sie gegen ihren Willen die Bühne verlassen. Doch Mitte der 80er tanzt sie sich zu neuen Erfolgen. 30 Jahre später plant sie ihr zweites Comeback und die junge Regisseurin Lucija Stojevic begleitet sie dabei. In ihrem sensiblen und Mut machenden Dokumentarfilm lässt sie die junge La Chana mit faszinierendem Archivmaterial wieder vor den Augen der Zuschauer tanzen – bis La Chana wieder selbst auf der Bühne steht. Obgleich ihre Knie wegen der jahrelangen Belastung durch den Tanz schmerzen und La Chana ihre letzte Vorstellung im Sitzen darbietet, zieht sie ihre Zuschauer mit einer unbändigen Energie in ihren Bann.

Hintergrundinfo:
Beim 37. Festival international du film sur l'art (FIFA) gewann "La Chana" den Grand Prix. Der Preis ist das i-Tüpfelchen auf einer langen Liste von Auszeichnungen, an deren erster Stelle gleich nach Erscheinen des Films im Jahr 2016 der Publikumspreis des IDFA in Amsterdam steht.


23:35 Tosca von Giacomo Puccini (125 Min.) (HDTV, UT)
Oper Finnland / Frankreich, 2018
ARTE / YLE
Online verfügbar von 29/03 bis 05/05
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Mario Cavaradossi – Andrea Carè
Baron Scarpia – Tuomas Pursio
Küster – Heikki Aalto
Cesare Angelotti – Tapani Plathan
Spoletta – Matias Haakana
Floria Tosca – Ausrine Stundyte
Sciarrone – Nicholas Söderlund
Gefängniswärter – Henri Uusitalo
Mädchen – Kris-Andrea Haav
Gennarino – Alvari Stenbäck

Regie: Hannu Kamppila
Kostüm: Christian Schmidt
Inszenierung: Christof Loy

Mitwirkende:
Orchester der Finnischen Nationaloper
Chor und Kinderchor der Finnischen Nationaloper

Bühnenbild: Christian Schmidt: Patrick Fournillier
Bauten: Christian Schmidt

Rom im Jahr 1800: Der skrupellose Polizeichef Scarpia missbraucht unter dem Deckmantel des regelkonformen Gesetzeshüters seine Amtsmacht, um an das Ziel seiner Wünsche zu gelangen, nämlich die Sängerin Floria Tosca zu seiner Geliebten zu machen. Die eifersüchtige Primadonna Tosca jedoch hat ein Liebesverhältnis mit dem Maler und Freigeist Mario Cavaradossi … Schon 1889 hatte Giacomo Puccini (1858-1924) die Idee, Victorien Sardous Schauspiel "La Tosca" zu vertonen. Doch erst nach der Fertigstellung seines Meisterwerkes "La Bohème" nahm er das Projekt in Angriff. Das Schauspiel von 1887 war mittlerweile ein großer Erfolg. Außerdem kam seit der Uraufführung von Mascagnis "Cavalleria rusticana" 1890 der musikalische Verismo in Mode, mit dem "Tosca" einige Berührungspunkte aufweist. 1896 gab Puccini das Libretto in Auftrag, zwei Jahre später begann er schließlich mit der Komposition, die gut eineinhalb Jahre in Anspruch nahm. Im Januar 1900 wurde "Tosca" im römischen Teatro Costanzi uraufgeführt und trat ihren Siegeszug durch die Operngeschichte an.

Hintergrundinfo:
Der Regisseur Christof Loy über "Tosca": "Die berühmte Opernsängerin Floria Tosca hat ihr Leben der Kunst und der Liebe verschrieben, doch die Umstände machen die feinsinnige Frau zur Mörderin. Ein Drama, das sie sich nur auf der Opernbühne hätte vorstellen können, wird plötzlich Realität. Tosca verliert die Kontrolle und muss mit ansehen, wie sich ihr Leben in einen Alptraum verwandelt. Die zarte und zerbrechliche Frau flüchtet sich in Träume und Wahnvorstellungen, doch am Ende bleibt nur Hoffnungslosigkeit, die sie schließlich in den Selbstmord treibt."


01:40 Welcome to Karastan (95 Min.) (HDTV)
(Lost in Karastan)
Spielfilm Deutschland / Großbritannien, 2014
Produktion: ZDF, ARTE, 20 Steps Productions, Film and Music Entertainment, Cine Plus Filmproduktion, Metra Films
Online verfügbar von 05/04 bis 12/04

Rollen und Darsteller:
Emil Forester – Matthew Macfadyen
Chulpan – MyAnna Buring
Xan Butler – Noah Taylor
Daniel – Ali Cook
Maria – María Fernández Ache
Saro – Ümit Ünal

Regie: Ben Hopkins
Produzent: Daniel Zuta, Vladimer Katcharava
Drehbuch: Pawel Pawlikowski, Ben Hopkins
Musik: Andreas Lucas
Kamera: Jörg Gruber
Schnitt: Alan Levy

Der britische Regisseur Emil zehrt vom Erfolg seines einzigen Spielfilms und trauert ansonsten der gescheiterten Beziehung mit dessen Hauptdarstellerin hinterher, die ihn verließ, nachdem sie zum Star geworden war. Emils berufliche Zukunft ist reichlich ungewiss, als ihn die Einladung zu einem neuen Filmfestival in der Autonomen Republik von Karastan erreicht. Schon am Flughafen wird dem überraschten Ehrengast eine Vorzugsbehandlung angedient; aus der Situation rettet ihn die attraktive, erotische Chulpan, von nun an seine Betreuerin und Dolmetscherin.
Eines Abends wird Emil in den Präsidentenpalast eingeladen. Der Diktator macht ihm den kaum abzulehnenden Vorschlag, das nationale Heldenepos neu zu verfilmen. Der zweifelnde Emil wird schließlich von Chulpan überzeugt, und die großzügige Gage würde ihm zudem aus allen Schwierigkeiten helfen. Die Dreharbeiten beginnen. Mit Chulpans Übersetzungen macht sich Emil am Set verständlich, auch wenn es zunehmend scheint, als würden seine Regieanweisungen missverstanden und ins Gegenteil verkehrt. Außerdem entpuppen sich die angeblich freiwillig mitwirkenden Statisten als Rebellen mit echten Waffen. Der Star wird entführt, die Dreharbeiten werden völlig auf den Kopf gestellt und im Land bricht die Revolution aus.

Hintergrundinfo:
Regisseur Ben Hopkins spinnt eigene Erfahrungen weiter. Er und sein Koautor Pawel Pawlikowski, Regisseur von "My Summer of Love" und "Ida", waren schon zu den entlegensten Festivals eingeladen, darunter auch solche in zentralasiatischen Staaten, in denen das Kino Sache der Autokraten ist. Beide Filmemacher haben ähnliche Angebote erhalten wie der Held ihres Films; in "Welcome to Karastan" haben sie diese Erfahrungen zu einer ebenso ironischen wie actionreichen Komödie verarbeitet.


03:15 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (5 Min.) (HDTV)
Zukunft laut Tom Cruise
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 10.03.

Regie: Pierre Volto, Hélène Friren


03:20 Das Meer der Anden (45 Min.) (HDTV)
Menschen am Titicacasee
Dokumentation Deutschland, 2013
Wiederholung vom 21.03.

Regie: Manfred Uhlig


04:05 Begegnung mit den Meeresvölkern (26 Min.) (HDTV)
Oman: Die Kumzaren
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 12.03.

Regie: Nicos Argillet


04:31 Sendeschluss

*

Montag, 6. April 2020


05:00 "Stars von morgen" revisited (50 Min.) (HDTV)
Was ist aus ihnen geworden?
Musik Deutschland, 2016
Wiederholung

Regie: Martin Schneider
Moderation: Rolando Villazón

Mitwirkende:
Olga Peretyatko
Pretty Yende


05:50 Stars von morgen präsentiert von Rolando Villazón (50 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2016
Online verfügbar von 05/04 bis 06/05

Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mitwirkende:
Junge Sinfonie Berlin
Golda Schultz (Sopran)
Arcis Saxophon Quartett
Anatoli Sivko (Bass)
Mayumi Kanagawa (Violine)

Dirigent: Giedre Slekyte

Zu vier neuen Folgen lädt Rolando Villazón seine "Stars von morgen" nach Berlin ein. Zum Auftakt begrüßt der mexikanische Tenor im ehemaligen Stummfilmkino Delphi die Sopranistin Golda Schultz, den Bass Anatoli Sivko, die Geigerin Mayumi Kanagawa und das Arcis Saxophon Quartett.
Spätestens seit ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen 2015 zählt Golda Schultz zu den aufregendsten neuen Stimmen der Klassik. Die junge Sopranistin aus Südafrika ist im Ensemble der Münchner Staatsoper und feiert in dieser Saison ihre Premiere an der Mailänder Scala.
Schon zwei Jahre nach Abschluss seines Gesangsstudiums in Minsk gewann der Bass Anatoli Sivko 2015 den großen Wettbewerb "Neue Stimmen", der ihm die Türen zu Engagements in London, Amsterdam, Barcelona und München geöffnet hat. Ein "Star von morgen" auf dem Weg zu einer internationalen Karriere.
Im Alter von vier Jahren begann Mayumi Kanagawa Geige zu spielen, studierte später in New York und Los Angeles und gewann mit 19 Jahren den renommierten Violinwettbewerb Jascha Heifetz in Vilnius. Bei den "Stars von morgen" spielt sie ein Bravourstück des polnischen Geigenvirtuosen Henryk Wieniawski.
Mit großer Musikalität, Vielfalt und einer faszinierenden Präzision begeistert das Arcis Saxophon Quartett sein Publikum. Die Musiker, die sich beim Studium in München kennengelernt haben, spielen eine Bearbeitung alter ungarischer Tänze.

Hintergrundinfo:
Das "Stars von morgen"-Orchester ist einmal mehr die Junge Sinfonie Berlin, die in der Auftaktsendung dieser Staffel von der litauischen Dirigentin Giedre Slekyte geleitet wird.


06:40 Streetphilosophy (30 Min.) (HDTV, s/w)
Heimat – Wo bist du zu Hause?
Magazin Deutschland, 2019
Wiederholung vom 04.04.

Moderation: Ronja von Rönne


07:10 ***Titel noch nicht bekannt!*** (5 Min.)
Programm nach Ansage


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
David und die Komodowarane
Reportage Deutschland, 2015
Wiederholung vom 29.03.

Regie: Markus Schmidbauer


08:00 Märkte – Im Bauch von Freiburg (45 Min.) (HDTV)
Der Münstermarkt
Dokumentationsreihe Italien, 2015
Wiederholung vom 16.03.

Regie: Stefano Tealdi, Ingo Behring


08:45 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 03.04.

Regie: Fabrice Michelin


09:35 360° Geo Reportage (50 Min.) (HDTV, UT)
Peru, das Goldhaar der Vikunjas
Reportage Deutschland, 2018
Online verfügbar von 30/03 bis 06/05

Regie: Roberto Lugones

Geschützt von ihrer dichten Wolle, vertragen Vikunjas, die wie ihre Verwandten Lamas und Alpakas zu den Kamelen gehören, selbst große Kälte von bis zu minus zehn Grad in der Nacht. Und die ist in ihrer Heimat, den Anden, zwischen 3.500 und 5.500 Meter Höhe nicht selten. Es sind karge Böden, hart für Mensch wie Tier. Bereits unter der Herrschaft der Inka wurden die Vikunjas wegen ihrer Wolle und des Fleisches gejagt. Nach der spanischen Eroberung und lange darüber hinaus wurden sie abgeschlachtet, so dass sie bis Mitte der 1960er Jahre fast ausgestorben waren. Die Länder, in denen die Tiere lebten, zogen daraufhin die Notbremse und unterzeichneten eine Naturschutzkonvention zu ihrem Erhalt.
Heute gibt es wieder zehntausende Tiere, die meisten davon in Peru. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Argentinien leben sie hier auch weiterhin frei. Nur zur Schur werden sie von den Einheimischen eingefangen. Denn die Wolle, feiner als Menschenhaar, ist wertvoller als Kaschmir und begehrtes Luxusprodukt westlicher Edel-Designer. Bis heute boomt das Geschäft. Neu ist, dass sich die Bauern des Hochlands inzwischen daran beteiligen. Denn sie wussten ja schon immer, wie man die Tiere fängt. Findige Geschäftemacher und Wilderer machten ihnen den Gewinn jedoch stets streitig. So gründeten die Bauern des Dorfes Lucanas eine Kooperative, die direkt mit den Abnehmern verhandelt, ohne störende Zwischenhändler. Ein voller Erfolg und Ansporn für die Bauern, möglichst viel Wolle zu erwirtschaften. So auch beim demnächst geplanten Chakku, einer Hatz, an der das ganze Dorf teilnimmt und bei der durch ein kilometerlanges Seil mehrere Hundert Tiere zusammengetrieben werden sollen.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


10:25 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV, UT)
Die Herren des Lavendels
ARTE Deutschland, 2019
Online verfügbar von 30/03 bis 06/05
Erstausstrahlung

Regie: Jean-Luc Nachbauer

Michel Blanc ist einer der französischen Lavendelbauern. Mit seiner Familie bewirtschaftet er eine Fläche von rund 200 Hektar. Vor allem das zentrale Gebäude ihres Gutes atmet Geschichte: Das Herrenhaus ist ursprünglich eine alte militärische Festung aus dem 13. Jahrhundert – eine Bastide, von der Familie 1838 erworben und in den 1960er Jahren renoviert. Danach schufen sie hier einen großen landwirtschaftlichen Betrieb; vor allem der Lavendel hat es den Blancs angetan. Immer wieder jedoch müssen sie sich auf neue Herausforderungen einstellen. Nachdem die traditionelle Schafzucht vor einigen Jahren aufgegeben wurde musste, weil Wölfe die Gegend als ihren Lebensraum zurückeroberten, richtet nun ein anderes, viel kleineres Tier immense Schäden an. Klitzekleine Zikaden übertragen Bakterien, die viele Lavendelpflanzen vernichten. Die Zikaden sind nur zwei Millimeter groß, mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen, und doch so verheerend. Während die Bauern in Frankreich mit diesem kleinen Feind kämpfen, geht es mit dem Lavendelanbau in einem anderen Land steil bergauf – in Bulgarien. Hier werden inzwischen riesige Lavendelmengen angebaut, verarbeitet und – vor allem in der Hauptstadt Sofia - gehandelt. Droht dem französischen Lavendel etwa nun das Aus?

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


11:20 Patagonien (55 Min.) (HDTV)
Wanderschäfer in den Anden
Dokumentation Argentinien, 2018
Wiederholung vom 16.03.

Regie: Maria Bagnat


12:15 Re: (35 Min.)
Wirtschaft mit Zukunft – Langsames Wachstum – mehr Zufriedenheit
Reportage Deutschland, 2020
Wiederholung vom 03.04.


12:50 ARTE Journal (15 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 06/04 bis 07/04


13:05 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 30/03 bis 05/06
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Les Landes: Christine de Rivoyres Wunderwelt
Entlang der Atlantikküste im Südwesten Frankreichs erstrecken sich endlose Pinienwälder. Sie sind charakteristisch für das Département Landes, dessen Landschaft auf den ersten Blick monoton erscheinen mag. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt Geheimnisse und Wunder, wie sie Christine de Rivoyre in ihren Romanen beschreibt. Die Autorin und Journalistin verbrachte zahlreiche Sommer in der Region und ließ deren besondere Stimmung in ihr Werk einfließen.

(1): Les Landes: Christine de Rivoyres Wunderwelt
(2): Mexiko: Der Sound der Mariachi
(3): Québec: Henker wider Willen


13:45 Rufmord (100 Min.) (HDTV, UT)
Fernsehfilm Deutschland, 2018
Wiederholung vom 03.04.
Produktion: Hager Moss Film, ZDF, ARTE

Rollen und Darsteller:
Luisa Jobst – Rosalie Thomass
Georg Bär – Johann von Bülow
Marianne Bär – Ulrike C. Tscharre
Finn – Shenja Lacher
Polizistin – Lilly Forgách
Kommissarin – Verena Altenberger
Rektorin – Johanna Gastdorf

Regie: Viviane Andereggen
Produzent: Kirsten Hager, Carmen Stozek
Drehbuch: Claudia Kaufmann, Britta Stöckle
Musik: Annette Focks
Kamera: Martin Langer
Kostüm: Mika Braun, Silke Sommer
Szenenbild: Juliane Friedrich
Redaktion: Anja Helmling-Grob, Olaf Grunert
Schnitt: Constantin von Seld


15:25 Madagaskar (45 Min.) (HDTV, UT)
Im Dschungel der Indris
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 23.03.

Regie: Thomas Behrend


16:10 Madagaskar (45 Min.) (HDTV, UT)
Im Reich der Kattas
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 23.03.

Regie: Thomas Behrend


16:55 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Ackerbau in der Krise – Auf der Suche nach nachhaltigeren Anbaumethoden
Magazin Deutschland, 2018

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Auf einer Modell-Farm für Permakultur wollen Dörthe Eickelberg und Pierre Girard herausfinden, was sich konventionelle Pflanzenproduzenten von alternativen Anbaumethoden abgucken könnten. Im Gegensatz zu den meisten konventionellen Betrieben wirtschaftet die Permakultur im Einklang mit der Natur. Dörthe und Pierre helfen beim Säen, Wässern, Ernten und haben dabei alle Hände voll zu tun, denn der Einsatz von Maschinen ist auf dieser besonderen Farm verboten. Das gleiche gilt für Kunstdünger und Herbizide. Aber ist dieses Konzept wirklich zukunftsfähig und lässt sich auch auf Großbetriebe anwenden?
"Viel hilft viel" war lange das Credo der konventionellen Landwirte, doch damit ist jetzt Schluss. Zwar heißt es auf den großen Äckern noch lange nicht "alles bio", aber statt giftiger Chemie soll in Zukunft High Tech für eine üppige Ernte sorgen – und die Umwelt schonen.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Auf dem Jakobsweg (30 Min.) (HDTV, UT)
Der harte Weg über die Pyrenäen
Folge 1 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Online verfügbar von 30/03 bis 06/04
Erstausstrahlung

Regie: Susanne Bohlmann

Im beschaulichen Örtchen Saint-Jean-Pied-de-Port im französischen Baskenland, dem Ausgangspunkt des Camino Francés, treffen drei Frauen, zwei Männer und ein Hund in einer Herberge zum ersten Mal aufeinander. Nach dem ersten Beschnuppern und letzten Tipps des Herbergsvaters beginnt das Abenteuer am nächsten Morgen gleich mit einem steilen Anstieg über den Ibañeta-Pass. Die Pilgertruppe ist bunt gemischt, jeder hat eine andere Motivation und verschiedene Ziele.
Carsten will sich, nach der Krebsdiagnose vor ein paar Monaten, nun endlich den Traum vom Jakobsweg erfüllen. Monika, die zum ersten Mal ohne ihre Familie auf Reisen ist, möchte den Weg nutzen, um sich mit dem Verlust ihrer Mutter auseinanderzusetzen. Die erste Nacht verbringt die Gruppe in einem Augustinerkloster in Roncesvalles. Von Mönchsgesängen geweckt, brechen sie schon früh am Morgen wieder auf. Auf dem Weg nach Estella sammeln sie in den historischen Kapellen und Kirchen neben den begehrten Pilgerstempeln auch erste emotionale Momente.
Ein beginnender Ausbruch aus gewohnten Mustern und Komfortzonen ist erkennbar. Körper und Geist gewöhnen sich langsam an mühsame Auf- und Abstiege, Pilgerherbergen und unzählige Relikte am Wegesrand. Schließlich lassen sie die Pyrenäen hinter sich. Sie besuchen ein geschichtsträchtiges Café in Pamplona und erleben die spezielle Energie der romanischen Kirche Santa María de Eunate, zu der es einige Legenden gibt. In der ersten Woche pilgert die Gruppe in sieben Etappen hundert Kilometer über die französischen Pyrenäen in die spanische Region Navarra.

Hintergrundinfo:
Raus aus dem Alltag, raus aus der Komfortzone: Mit seinen 800 Kilometern ist der Camino Francés eine herausfordernde Reise durch Frankreich und Spanien – und zu sich selbst. Die Doku-Reihe begleitet eine fünfköpfige Pilgergruppe auf dem meistbereisten Jakobsweg der Welt und stellt die faszinierenden Facetten des historisch, kulturell und kulinarisch bedeutsamen Weges vor.


17:50 An den Ufern des Nil (45 Min.) (HDTV, UT)
Zwischen Assuan und Luxor
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Online verfügbar von 05/04 bis 06/05

Regie: Michael Gregor

Eine Reise entlang des Nils ist die Reise zur Wiege einer großen Zivilisation, deren Bauwerke bis heute in Staunen versetzen. Auf der Nil-Insel Elephantine erforschen Archäologen die Monumente aus der Pharaonenzeit. Dort lag der Umschlagplatz von Gold und Elfenbein für die Herrscher Altägyptens. Der berühmte Nilometer maß die Höhe der alljährlichen Nilflut. Heute erscheint manchen die Zukunft am großen Strom voller Chancen - wie etwa dem "Mangokönig" Hak Hussein, der sogar bis nach Europa exportiert. Andere sehen in der neuen Zeit gefährliche Verlockungen und fühlen ihre Existenz bedroht – wie der Flussschiffer Mahmud, dessen hölzerner Segelkahn nicht mehr konkurrenzfähig ist. An exotischen Plätzen wie dem Kamelsouk von Daraw scheint die Zeit hingegen stehengeblieben zu sein. Der Ort wirkt wie aus "1001 Nacht". Seit Jahrhunderten treiben auf dem Markt ausschließlich Männer Handel. Dabei haben sie aber den Weltmarkt fest im Blick und nutzen selbstverständlich modernste Technik. Hoch hinaus will auch der Unternehmer Mohammed. Er lässt in Luxor allmorgendlich Heißluftballons mit Touristen über dem Tal der Könige aufsteigen, wenn es die Wind- und die politischen Verhältnisse erlauben. Kein Fluss ist so von Legenden umwoben wie der Nil, kein Fluss beherrscht so sehr das Land, durch das er fließt. Der längste Fluss der Erde zieht sich wie ein grünes Band von Süden nach Norden durch Ägypten, durch das Land, das allein durch das Wasser des mächtigen Stroms am Leben erhalten wird. In opulenten Bildern zeigt die dreiteilige Dokumentation die großartigen Landschaften und faszinierenden Menschen, die ihr Leben zwischen Aufbruch und Tradition gestalten.


18:35 An den Ufern des Nil (45 Min.) (HDTV, UT)
Zwischen Luxor und Wüste
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Online verfügbar von 05/04 bis 06/05

Regie: Michael Gregor

Über Jahrtausende hat der Nil das Schicksal Ägyptens geprägt. Sein alljährlich wiederkehrendes Hochwasser überflutete das Land und machte es mit seinem Schlamm fruchtbar. Erst der Bau des Assuan-Staudamms machte den Fluss berechenbar, hält aber auch den natürlichen Dünger Flussschlamm von den Feldern fern. Neue Abhängigkeiten sind entstanden. Die Näherin Senab wehrt sich mit Fantasie und Kreativität gegen die Diskriminierung als alleinerziehende Mutter. Sie wurde zum Vorbild für notleidende Frauen, die sonst keine Chance zum Überleben hätten. Als Kunstmaler bewahrt Gamal in seinen naiven Gemälden die Kultur der Nubier, die einst wegen des Staudammbaus umgesiedelt wurden. In Naqada stellen Töpfereien seit 5.000 Jahren das gleiche Produkt aus Nilschlamm her. Die Nachfrage ist groß, denn die speziellen Wasserkrüge aus Ton sind durch Plastik nicht zu ersetzen. Die koptischen Weber hingegen finden kaum noch Käufer für ihre handgefertigten Textilien, weil die maschinelle Billigkonkurrenz erdrückend ist. Der Besitzer einer Zuckerrohrpresse hat eine Vermarktungsnische für sein traditionelles Produkt gefunden. Er bietet es als naturbelassenes Heilmittel unter einem Öko-Siegel an. Doch überall am großen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 06/04 bis 07/04


19:40 Re: (35 Min.)
Alles retour – Die Kehrseite des Online-Handels
Reportage Deutschland, 2020
Erstausstrahlung

Was bei den Kunden beliebt ist und für die Händler lästig, hat Dinko Muhic zum erfolgreichen Geschäftsmann gemacht. Palettenweise kauft und verkauft er das, was Kunden an Amazon, Zalando und Co. zurückgeschickt haben, Retouren. Mittlerweile ersticken die Onlinehändler darin, Kosten und Aufwand wachsen ihnen über den Kopf. Jedes sechste online bestellte Paket geht retour, bei Kleidung sogar jedes zweite. Die Rücksendung kostenpflichtig machen, davor schrecken die Onlinehändler in Deutschland noch zurück. Stattdessen ist, um die Paketflut in den Griff zu bekommen, eine ganz neue Branche entstanden. Auch Andreas Kalina verdankt seinen Job der Retourenflut. Prüfen, aufbügeln, neu verpacken -140.000 Artikel großer Versandhäuser checken er und seine Kollegen täglich in Europas größtem Retourenzentrum. So einen Service kann sich Sabine Grosse nicht leisten. In ihrem kleinen Sportwarengeschäft bearbeitet sie die Retouren nach Ladenschluss und am Wochenende. "Re" über eine Kehrseite des Onlinehandels.


20:15 Habemus Papam (100 Min.) (HDTV)
Spielfilm Frankreich / Italien, 2011
Produktion: Sacher Film, Fadango, Le Pacte, France 3 Cinéma
Online verfügbar von 06/04 bis 14/04

Rollen und Darsteller:
Kardinal Melville/Papst – Michel Piccoli
Psychologe – Nanni Moretti
Vatikansprecher – Jerzy Stuhr
Kardinal Gregori – Renato Scarpa
Kardinal Bollati – Franco Graziosi
Kardinal Pescardona – Camillo Milli
Kardinal Cevasco – Roberto Nobile
Kardinal Brummer – Ulrich von Dobschütz
Psychologin – Margherita Buy

Regie: Nanni Moretti
Produzent: Jean Labadie, Nanni Moretti, Domenico Procacci
Drehbuch: Nanni Moretti, Francesco Piccolo, Federica Pontremoli
Musik: Franco Piersanti
Kamera: Alessandro Pesci
Schnitt: Esmeralda Calabria

Als der Papst stirbt, ruhen alle Augen auf dem Vatikan, in dem sich die Kardinäle hinter verschlossenen Türen zum Konklave zurückziehen. Der zurückhaltende Kardinal Melville wird schließlich zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt. Zögerlich nimmt er das Amt an, doch bei der Verkündung der berühmten Worte "Habemus Papam" packt den ruhigen Kardinal plötzlich eine unbekannte Panik. Er stürzt aus dem Saal, noch bevor er den Balkon betreten hat, um als Kirchenvater zur versammelten Christenheit zu sprechen. Die Last der Verantwortung droht den neuen Papst zu erdrücken. Derweil werden die Kardinäle langsam unruhig. Um Melvilles Motivation auf die Sprünge zu helfen und seine Angst zu kurieren, bestellt man eilig den besten Psychologen Italiens ein. Doch auch der kann nicht helfen. Im Vatikan fühlt sich der Papst zunehmend beobachtet und seinem hohen Amt nicht gewachsen. So arrangiert man schließlich eine Therapie bei der Ex-Frau des Psychologen, einer gefragten, freudianisch geprägten Psychoanalytikerin. Indes gelingt es dem Papst, seiner Leibgarde zu entwischen. Auf einem Streifzug durch Rom sucht er nach Antworten auf seine Fragen. Die findet er schließlich beim Besuch einer Theatergruppe. Als er versteht, dass er seine neue Rolle nur zum Preis der Selbstaufgabe annehmen kann, steigt er schließlich doch noch auf den Balkon, um eine mutige Rede zu halten.

Hintergrundinfo:
Regisseur Nanni Moretti nimmt die Papstmacher im Vatikan aufs Korn, in deren Vorstellungswelt es nicht vorkommt, dass ein gewählter Papst Zweifel an seiner Mission hat. Er inszeniert den Vatikan augenzwinkernd als dramatisches Ensemble mit einem großartigen Michel Piccoli an der Spitze. Und natürlich inszeniert sich Moretti selbst, wie schon so oft, als Psychotherapeut.


21:55 Freud intim (100 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2019
Online verfügbar von 30/03 bis 05/06
Erstausstrahlung

Regie: David Teboul

Wer Freuds Lebensgeschichte niederschreiben will, darf ihm nicht gehorchen, denn der Erforscher der Psyche sprach der Öffentlichkeit das Recht ab, mehr über seine persönlichen Verhältnisse, seine Kämpfe, Enttäuschungen und Erfolge zu erfahren. Ein Biograf müsse lügen, beschönigen und gar sein eigenes Unverständnis verbergen, denn man könne die Wahrheit einer Biografie nicht besitzen, und besäße sie jemand, könnte er nicht darüber verfügen. David Teboul hat nicht gezögert, sich Freud zu widersetzen. Er zeichnet dieses Porträt anhand von dessen Briefwechsel, der sich als wichtigste Materie durch den Film zieht. Seine Korrespondenz weist Freud als einen der letzten großen Briefschreiber des Jahrhunderts aus. Er führte sogar ein Verzeichnis über seinen Briefwechsel und hielt fest, welche Briefe er schrieb, erhielt und erwartete. Korrespondenzen haben die europäische Kultur wesentlich geprägt; davon zeugen auch Freuds Briefe, in denen er die Entstehung und das Erstarken der psychoanalytischen Bewegung dokumentiert. Doch bei Freud gab es ein besonderes Bedürfnis, mit seinen Briefpartnern zu kommunizieren, in Kontakt zu bleiben und zu den anderen ein Band zu knüpfen, das es ihm gestattete, eine Beziehung zu pflegen, aber auch auf Abstand zu gehen. In diesem sehr persönlichen Porträt spricht Freud selbst im Präsens über sein Leben und Denken und tritt mit Zeitgenossen in Dialog. Er lässt den Zuschauer die Entstehung der Psychoanalyse ebenso miterleben wie auch seine Begeisterung und seinen Ehrgeiz, Enttäuschungen und Ernüchterungen. Durch freie Assoziation erfindet der Film Szenen aus Freuds Leben: Seine Begegnungen, Entdeckungen, Erfolge und Misserfolge werden als – oft traumartige – Reminiszenzen mit Gegenständen, Gesichtern, Stimmen, Landschaften, Menschengruppen und Einzelpersonen in Bezug gesetzt.

Hintergrundinfo:
In der französischen Fassung leihen berühmte französische Schauspieler Freud, seiner Tochter Anna und den anderen ihre Stimme: Matthieu Amalric als Freud, Isabelle Huppert als Anna, Catherine Deneuve in der Rolle von Freuds treuer Freundin und Lebensretterin Marie Bonaparte, Denis Podalydés, Jeanne Balibar, Sandrine Kiberlain …


23:35 State Funeral (130 Min.) (UT)
Dokumentarfilm Niederlande, 2019
Online verfügbar von 30/03 bis 22/03
Erstausstrahlung

Regie: Sergei Loznitsa

Am 5. März 1953 starb Stalin nach langer Krankheit in seiner Datscha bei Moskau. Da man die Krankheit des "genialen Vaters" und "großen Führers der Völker" geheim gehalten hatte, traf die Nachricht das ganze Land überraschend. Die Regierung organisierte ein Staatsbegräbnis nie gekannten Ausmaßes: den "großen Abschied". Die Gedenkfeierlichkeiten wurden im März 1953 auf vier Tage angesetzt, um Millionen von Sowjetbürgern die Gelegenheit zu geben, dem als "unsterblich" geltenden Stalin die letzte Ehre zu erweisen. All diese Beileidsbekundungen wurden dokumentiert, gefilmt und das Material im Russischen Staatlichen Film- und Fotoarchiv in Krasnogorsk aufbewahrt. Aus diesem bis dahin kaum gesichteten Archivmaterial gestaltete Sergei Loznitsa einen Essayfilm über den exzessiven Personenkult um Stalin, der bei den Trauerfeiern zum Ausdruck kam. Das Großereignis überschattete alles: So wurde der Tod des damals in der UdSSR sehr beliebten Komponisten Sergej Prokofjew, der am selben Tag wie Stalin verstorben war, erst zwei Tage später bekannt gegeben, da man fürchtete, die Nachricht könne vom Staatsbegräbnis ablenken. Auf den Straßen Moskaus kam es unter den Massen von Trauernden, die sich von dem aufgebahrten Stalin verabschieden wollten, zu einer Massenpanik, bei der Hunderte von Menschen zu Tode getrampelt wurden.

Hintergrundinfo:
Für seinen Film hat Sergei Loznitsa Filmmaterial restauriert und die Tonspur sorgfältig bearbeitet; so vermittelt er dem Zuschauer einen realitätsnahen Eindruck von der Monumentalität der Zeremonie, die die Herrschaft der Machthaber über die Massen zum Ausdruck bringt. Das große Schauspiel um Stalins Tod erfährt vor dem Hintergrund des zunehmenden Personenkults in der politischen Wirklichkeit wieder eine erstaunliche Aktualität.
Der Dokumentarfilm lief auf zahlreichen Festivals, unter anderem 2019 auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival in Amsterdam und auf der Biennale in Venedig.


01:45 Abenteuer Türkei (45 Min.) (HDTV, UT)
Die Mittelmeerküste
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 24.02.

Regie: Sabine Howe


02:30 Abenteuer Seidenstraße (30 Min.) (HDTV)
Yazd: Das heilige Feuer Zarathustras
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 23.03.

Regie: Xavier Lefebvre


03:00 Begegnung mit den Meeresvölkern (55 Min.) (HDTV)
Madagaskar: Die Sakalava
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 09.03.

Regie: Stéphane Correa


03:55 28 Minuten (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:50 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (3 Min.) (HDTV)
Wie glaubwürdig sind Arztserien?
Fernsehserie Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Pierre Volto, Hélène Friren

Klar, nur weil man "Doctor House" gesehen hat, ist man noch lange kein Arzt. Aber wie wäre es mit "Grey's Anatomy? Stimmt, man kann vieles von dieser Arztserie lernen, aber nicht Medizin …

Hintergrundinfo:
Schräges Schulfernsehen für Erwachsene: In "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" liefert Professor Schnauzbart wissenschaftliche Erklärungen für kuriose Alltagsphänomene. Die schwarzhumorigen Animationen klären unter anderem auf, warum Kokosnüsse gefährlicher als Haie sind, welche Schlafgewohnheiten Ameisen haben und dass Raketenrucksäcke nicht nur Vorteile mit sich bringen.


04:53 Sendeschluss

*

Dienstag, 7. April 2020


05:00 Künstlerinnen (25 Min.) (HDTV)
Jenny Holzer kuratiert
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 29.03.

Regie: Claudia Müller


05:25 Stars von morgen präsentiert von Rolando Villazón (45 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2016
Online verfügbar von 06/04 bis 07/05

Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mitwirkende:
Junge Sinfonie Berlin
Mathilde Caldérini (Flöte)
Levy Sekgapane (Tenor)
Christoph Sietzen (Percussion)
Dmitri Levkovich (Piano)

Dirigent: Giedre Slekyte

Im ehemaligen Berliner Stummfilmkino Delphi präsentiert Gastgeber Rolando Villazón vier neue "Stars von morgen": die Flötistin Mathilde Caldérini, den Tenor Levy Sekgapane, den Pianisten Dmitri Levkovich und den Schlagzeuger Christoph Sietzen.
Die französische Flötistin Mathilde Caldérini hat bereits auf so großen Konzertbühnen wie dem Concertgebouw in Amsterdam oder der Royal Albert Hall in London gespielt. Bei den "Stars von morgen" macht sie den musikalischen Auftakt mit einem Rondo von Wolfgang Amadeus Mozart.
Mit dem Belvedere-Gesangswettbewerb und der Montserrat Caballé Competition hat der südafrikanische Tenor Levy Sekgapane 2015 gleich zwei bedeutende Preise gewonnen. Besonders mit Rossini gelang es ihm, die Kritiker zu begeistern. Davon kann sich auch das Publikum im Stummfilmkino Delphi überzeugen.
Dmitri Levkovich wurde in der Ukraine geboren und ist in Kanada aufgewachsen. Der auf zahlreichen Wettbewerben erfolgreiche Pianist hat auch Komposition studiert. Bei den "Stars von morgen" stellt er mit Klaviermusik von Prokofjew seine große Virtuosität unter Beweis.
Der in Salzburg geborene Schlagzeuger Christoph Sietzen wird als Ausnahmetalent gefeiert - zu Recht! Technisch perfekt und mit einer erfrischenden Musikalität präsentiert er sich bei Rolando Villazón mit einem modernen Klassiker: "Rebonds B" von Iannis Xenakis.
Die Junge Sinfonie Berlin, seit der allerersten Folge das "Stars von morgen"-Orchester, wird von der mehrfach ausgezeichneten litauischen Dirigentin Giedre Slekyte geleitet.


06:10 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Zeppelin – Luftschiff mit Zukunft?
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 03.04.

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug


06:40 Xenius (30 Min.)
Gedächtnis – Wie wir es trainieren können
Magazin Deutschland, 2020
Wiederholung vom 06.04.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


07:10 ***Titel noch nicht bekannt!*** (5 Min.)
Programm nach Ansage


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Kambodscha, Sithas große Waisenfamilie
Reportage Deutschland, 2015
Wiederholung vom 05.04.

Regie: Philipp Lutz


08:00 Märkte – Im Bauch von Toulouse (45 Min.) (HDTV)
Der Marché Victor Hugo
Dokumentationsreihe Italien, 2015
Wiederholung vom 17.03.

Regie: Stefano Tealdi, Nicolas Baby


08:45 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 06.04.

Regie: Fabrice Michelin


09:25 Die Kunst der Anpassung (45 Min.) (HDTV)
Indien, die Westghats
Dokumentationsreihe Volksrepublik China / Japan / Neuseeland, 2013
Wiederholung vom 04.03.

Regie: Nallamuthu Subbiah, Job Rustenhoven


10:10 Die Kunst der Anpassung (45 Min.) (HDTV)
Costa Rica
Dokumentationsreihe Volksrepublik China / Japan / Neuseeland, 2013
Wiederholung vom 05.03.

Regie: Hisako Ichinose


10:55 Vermisst – Wo sind die Vögel? (50 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 04.04.

Regie: Heiko De Groot


11:45 Abenteuer Seidenstraße (30 Min.) (HDTV)
Yazd: Das heilige Feuer Zarathustras
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 23.03.

Regie: Xavier Lefebvre


12:15 Re: (35 Min.)
Alles retour – Die Kehrseite des Online-Handels
Reportage Deutschland, 2020
Wiederholung vom 06.04.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 07/04 bis 08/04


13:00 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 31/03 bis 06/06
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Mauretanien: Der Wüstenzug
Vom Fuße der Zouérat-Berge bis zur Atlantikküste durchquert täglich ein Zug die weite Wüste Mauretaniens. Das gigantische, mehr als 700 Kilometer lange Schienennetz wurde unter französischer Kolonialherrschaft angelegt, um die reichen Eisenerzvorkommen aus der mauretanischen Sahara zur Küste zu transportieren. Im Laufe der Jahre hat die Bahn das Leben in dieser abgelegenen Region und den Alltag der Einwohner dauerhaft verändert.

(1): Irland: William Butler Yeats' Inspirationsquelle
(2): Mauretanien: Der Wüstenzug
(3): Hamburg: Chinesen unerwünscht


13:40 Die Wahrheit (140 Min.) (HDTV, s/w)
(La vérité)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1960
Wiederholung vom 23.03.
Produktion: CELAP, Iéna Productions

Rollen und Darsteller:
Dominique Marceau – Brigitte Bardot
Maître Guérin, Verteidiger – Charles Vanel
Gilbert Tellier – Sami Frey
Maître Éparvier, Ankläger – Paul Meurisse
Annie Marceau – Marie-José Nat

Regie: Henri-Georges Clouzot
Produzent: Roger Debelmas, Raoul Lévy
Drehbuch: Henri-Georges Clouzot, Véra Clouzot, Simone Drieu, Jérôme Géronimi, Michèle Perrein, Christiane Rochefort
Musik: Igor Strawinski, Ludwig van Beethoven
Kamera: Armand Thirard
Schnitt: Albert Jurgenson


16:00 Ein halbes Leben in Tuschetien (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2018

Regie: Julia Finkernagel


16:55 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Arthrose – Wie sich die Volkskrankheit aufhalten lässt
Magazin Deutschland, 2018

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Tag für Tag vollbringt unser Körper Höchstleistungen. Mit der Zeit jedoch werden unsere Gelenke zunehmend unbeweglich. Der Grund dafür: Arthrose. Fast jeder zweite Deutsche und Franzose leidet unter der degenerativen Erkrankung des Gelenkknorpels. "Xenius" forscht nach: Was beschleunigt die Entstehung von Arthrose, und wie kann man sie aufhalten? Im Duisburger B.O.R. Rehazentrum lernen Berufstätige an verschiedenen Übungsplätzen, wie sie ihre Gelenke im Job entlasten können. Während Dörthe sich beim Dachdecken versucht, schiebt Pierre eine schwere Schubkarre über einen Übungsparcours und lässt sich von Physiotherapeut Maik Witt Tipps geben. Auch Verletzungen können Arthrose begünstigen – und Dörthe hatte schon einmal einen Kreuzbandriss. Der Orthopäde Dr. Krahn analysiert deshalb ihre Knie und ihren Gang: Hat Dörthe schon erste Anzeichen der Krankheit? "Xenius" zeigt, was in unseren Gelenken passiert, wenn Arthrose auftritt. Die elastische Knorpelsubstanz wird dabei zu Knochen umgebaut. Aber warum? Und lässt sich das Programm aufhalten? Nicht nur Verletzungen oder Fehlbelastungen, sondern auch Extremsport, Übergewicht und genetische Veranlagung können ein Nährboden für die Gelenkversteifung sein. Ein Medikament gegen Arthrose gibt es noch nicht – "Xenius" besucht einen Forscher, der das ändern möchte: Prof. Thomas Pap. Er hat ein Enzym identifiziert, das Arthrose auslöst und konnte es bei Mäusen bereits erfolgreich deaktivieren. Aber wird es auch beim Menschen helfen?

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Auf dem Jakobsweg (30 Min.) (HDTV, UT)
Von Wein und Knochen
Folge 2 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Online verfügbar von 31/03 bis 07/04
Erstausstrahlung

Regie: Susanne Bohlmann

Die Pilgergruppe startet diese Etappe auf dem Camino Francés in Estella und nährt sich schon bald der Weinregion La Rioja. Unterwegs kommen die fünf Pilger an dem Weinbrunnen Bodegas Irache vorbei. Hier dürfen sie kostenlos Wasser und Wein zapfen. Sie werden auch durch den Keller des Weinguts, der sogenannten Kathedrale, geführt. Beim Wandern findet langsam jeder sein eigenes Tempo, was die Pilger oft über mehrere Kilometer hinweg verteilt, wobei Carstens Krankheit ihm einige Probleme macht. Er muss öfters abbrechen und Ruhepausen einlegen. Zunehmend kommen Unstimmigkeiten auf, die Anstrengung, nachts auf engstem Raum, keine Privatsphäre – das zehrt an den Nerven. Besonders Brigitte scheint ihren Platz in der Gruppe noch nicht gefunden zu haben. Nach einer kräftezehrenden Etappe stellt sie die Gruppe am Abend zur Rede und es kommt zum Streit.
Besonders Michael und Anikó werden von ihr kritisiert. Anikó legt einen Pausentag ein und besucht die Weinkathedrale des Guts Marqués de Riscal, in der auch die Fässer der spanischen Königsfamilie gelagert werden. Monika kommt zu ersten persönlichen Erkenntnissen auf ihrem Weg und Carsten erfüllt sich einen Wunsch: eine Heißluftballonfahrt. In der Provinz Burgos kommen die Pilger an der Ausgrabungsstätte von Atapuerca vorbei, in der über 900.000 Jahre alte menschliche Überreste gefunden wurden. Nach zwei Wochen Pilgern nehmen die körperlichen Beschwerden jedes Einzelnen zu, aber ein Drittel des Weges haben sie immerhin schon geschafft.

Hintergrundinfo:
Raus aus dem Alltag, raus aus der Komfortzone: Mit seinen 800 Kilometern ist der Camino Francés eine herausfordernde Reise durch Frankreich und Spanien – und zu sich selbst. Die Doku-Reihe begleitet eine fünfköpfige Pilgergruppe auf dem meistbereisten Jakobsweg der Welt und stellt die faszinierenden Facetten des historisch, kulturell und kulinarisch bedeutsamen Weges vor.


17:50 An den Ufern des Nil (45 Min.) (HDTV, UT)
Zwischen Wüste und Mittelmeer
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Online verfügbar von 06/04 bis 07/05

Regie: Michael Gregor

In den letzten Jahren hat sich vieles am Nil verändert, gesellschaftlicher Aufbruch und religiöse Konflikte sind nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Und die einzigartige Nillandschaft verwandelt sich durch die vorrückende Wüste und diverse Umweltsünden in einen bedrohten Paradiesgarten. Seine Bewohner beeindrucken durch ihren Optimismus, der sie jede Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen lässt. Besonders für Frauen waren die letzten Jahre zwischen den Verheißungen des Arabischen Frühlings und der neuen Repression durch religiöse Eiferer und autoritäre Militärs ein Wechselbad der Gefühle. Die jungen Töpferinnen in der Oase Al-Fajum können sich durch ihre Kreativität erstmals finanziell unabhängig machen. Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, war für Frauen auf dem Land vor einigen Jahren noch undenkbar. Besonders Mutige wie die Bikerin Basma nutzen in der Hauptstadt Kairo das Internet, um nicht allein gegen Vorurteile und alltägliche Gewalt angehen zu müssen. Für die Flussfischerin Wagiha dagegen bleibt der Fortschritt unerreichbar, sie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken.
Aber auch ihrer Familie ermöglicht der Nil das Überleben. Ohne sein Wasser könnten die Uferbewohner weder Felder noch Dattelpalmen bewässern. Auch die "beste Baumwolle der Welt", wie Handwerker Emad stolz behauptet, würde nicht gedeihen, und Möbelmacher Mansur könnte nicht die "bequemsten Sofas überhaupt" anfertigen. Der längste Fluss der Erde bleibt der Garant ihrer Zukunft.


18:35 Zur Brutsaison nach Mexiko (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien / Mexiko, 2019
Online verfügbar von 31/03 bis 06/06
Erstausstrahlung

Regie: Benjamin G. Hewett, Emiliano Ruprah

In Mexiko kommt es zu einigen der spektakulärsten Tierwanderungen der Erde. Zahlreiche Tierarten legen Tausende Kilometer zurück, um Zuflucht und Nahrung zu finden, sich fortzupflanzen und ihre Jungen großzuziehen.
Im Pazifik, unweit der Halbinsel Baja California, folgen die Kameras der Migration der Grauwale und ihrer Kälber. Sie sind auf dem Weg in nördlichere Gefilde und müssen auf ihrer Reise mit Gefahren rechnen. Ebenfalls entlang der Westküste sorgt ein erhöhtes Planktonaufkommen für Wirbel aus den Tiefen: Eine Schar Riesenmantas und ein Schwarm Pelagischer Furchenkrebse kommen zur Nahrungsaufnahme an die Oberfläche. Näher zum Festland, auf den San-Benito-Inseln, lassen es sich See-Elefanten am Strand gutgehen, die für einige Monate der Kälte Alaskas entkommen.
Im Bundesstaat Michoacán kann im Landesinneren eine Wanderung über mehrere aufeinanderfolgende Generationen hinweg beobachtet werden: Ungefähr 90 Millionen Monarchfalter fliegen jeden Sommer in die Waldgebiete der mexikanischen Bergregion. Ihre Nachkommen kehren dann wenig später nach Kanada zurück. Auf der Halbinsel Yucatán wird der Zuschauer Zeuge der beeindruckenden Migration der Rosaflamingos und der Fledermäuse.
Währenddessen kehrt die Oliv-Bastardschildkröte an ihren Geburtsstrand an der südpazifischen Küste zurück, um die Eier der nächsten Generation im Sand zu vergraben. Später müssen die frisch geschlüpften Schildkrötenbabys einen heiklen Parcours zum Wasser zurücklegen. In jedem dieser einzigartigen Lebensräume sorgen die Tierwanderungen für frenetische Aktivität. Ob Wal, Schildkröte, Krebs oder Rochen: Jede Tierart Mexikos hat ihre eigene, einzigartige und komplexe Strategie der Ernährung, Fortpflanzung und Überlebenssicherung.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 07/04 bis 08/04


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Bulgariens bedrohtes Biotop – Ist die Kresna-Schlucht noch zu retten?
Reportage Deutschland, 2020
Online verfügbar von 06/04 bis 06/07
Erstausstrahlung

Die 18 Kilometer lange Kresna-Schlucht im Südwesten Bulgariens ist ein außergewöhnliches Naturjuwel der Biodiversität. "Hier gibt es mehr Schmetterlings-Arten als in ganz England", schwärmt Andrey Kovatchev, "Noch!". Schon lange sorgt sich der Biologe aus Sofia um seine geliebte Schlucht. Jetzt soll in dem Natura2000-Gebiet mit EU-Subventionen eine Autobahn gebaut werden. Durch die Schlucht führt eine Landstraße, die schon jetzt vom Fernverkehr massiv frequentiert wird. Nun soll sie zu einer europäischen Hauptverkehrsader werden, die Thessaloniki mit Dresden verbindet. "Schon jetzt haben sich die Populationen gefährdeter Arten aufgrund dieser Straße massiv reduziert", erklärt Andrey Kovatchev, "mit der geplanten Autobahn wird es nur noch schlimmer, es wird höchste Zeit, dass die Regierung das endlich versteht."
Seit 2011 baut Bulgarien an der 174 Kilometer langen Autobahn, bis 2023 soll sie fertig sein. Die Kosten belaufen sich auf 1,2 Milliarden Euro, 790 Millionen davon sind EU-Gelder. Nur noch ein Bauabschnitt fehlt: jener durch die Kresna-Schlucht. Sie ist Teil der Natura2000-Gebiete der EU, in deren Schutz ebenfalls Millionen aus Brüssel fließen.
Umweltschützer schlagen Alarm. Sie sehen in dem geplanten Autobahnabschnitt durch die Kresna-Schlucht eine Verletzung der Habitat- und Vogelschutzrichtlinien der EU. Andrey Kovatchevs Verein "Balkani Wildlife Society" will deshalb zusammen mit anderen Umweltverbänden die EU-Kommission davon überzeugen, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Bulgarien einzuleiten: Bis heute habe die Regierung nichts für den Schutz der seltenen Tiere und Pflanzen in der Kresna-Schlucht getan, klagt Kovatchev, im Gegenteil: "die geplante Autobahn bedeutet endgültig die Zerstörung der Schlucht!" Das will Kovatchev verhindern: Er bereitet ein Treffen in Brüssel vor, bei dem er und andere Umweltschützer die Kommission überzeugen wollen, die Autobahn-Subventionen zu stoppen und Bulgarien zur Rechenschaft zu ziehen.


20:15 Afghanistan. Das verwundete Land (50 Min.)
Themenabend

Die Konflikte in und um Afghanistan haben unsere Welt immens beeinflusst. Der Krieg in Afghanistan währt Ende 2019 seit 40 Jahren. Er prägt unsere Welt. Begonnen als ein Stellvertreterkrieg der Großmächte, hat er dazu geführt, dass die Blöcke aufbrachen und heute zerfallen. Längst hat er in Form des Terrorismus die "westliche Welt" erreicht. Einen Waffenstillstand, ja Neuordnung kann es ohne ein Verständnis dafür, was in Afghanistan geschah und geschieht, nicht geben. Die Serie "Afghanistan. Das verwundete Land" zeigt meist ungesehene Archivbilder. Vor der Kamera berichten vor allem afghanische Frauen und Männer, aber auch Menschen aus dem Westen über ihre persönlichen Erfahrungen. Sie sprechen aus sehr verschiedenen Perspektiven, und sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise vom Paradies in die Hölle. Im Anschluss an die vierteilige Dokumentation zeigt ARTE "Mit offenen Karten: Afghanistan – Ein zerklüftetes Land".


Afghanistan. Das verwundete Land
20:15 Afghanistan. Das verwundete Land (50 Min.)
Das Königreich
Folge 1 von 4
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Online verfügbar von 07/04 bis 06/07
Erstausstrahlung

Regie: Mayte Carrasco, Marcel Mettelsiefen

In den 1960er Jahren herrscht Frieden in Afghanistan. Sein König, Mohammed Sahir Schah, fördert die Demokratie und die Rechte der Frauen. In Kabul werden Modenschauen und Schönheitswettbewerbe abgehalten. Die ersten Touristen kommen. Ähnlich wie in Paris oder Frankfurt haben auch die Studierenden der Universität Kabul revolutionäre Träume. Einige wünschen sich den Sozialismus, andere sprechen von einer islamischen Revolution. Ihr Konflikt breitet sich in der Gesellschaft aus und treibt die Nation an den Rand eines Bürgerkriegs. Die Monarchie geht unter, die kommunistische Partei ergreift die Macht und will Afghanistan radikal verändern. Tausende Afghanen protestieren. Außergewöhnliches Filmmaterial aus den 1960er und 1970er Jahren zeigt ein schönes, verloren gegangenes Afghanistan. Erzählt wird, wie utopische Träume in einen nicht enden wollenden Krieg münden. Unter den Protagonisten: "Miss Afghanistan 1972", der Bruder der letzten afghanischen Königin, Gulbuddin Hekmatjar, Gründer der ersten islamistischen Partei, und Sima Samar, erste Frauenministerin, deren Mann Opfer der brutalen Unterdrückung durch das kommunistische Regime wurde.

Hintergrundinfo:
Die Konflikte in und um Afghanistan haben unsere Welt immens beeinflusst. Die Serie "Afghanistan. Der 40-jährige Krieg" zeigt meist ungesehene Archivbilder. Vor der Kamera berichten vor allem afghanische Frauen und Männer, aber auch Menschen aus dem Westen über ihre persönlichen Erfahrungen. Sie sprechen aus sehr verschiedenen Perspektiven, und sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise vom Paradies in die Hölle.


Afghanistan. Das verwundete Land
21:05 Afghanistan. Das verwundete Land (55 Min.)
Die Sowjetarmee
Folge 2 von 4
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Online verfügbar von 07/04 bis 06/07
Erstausstrahlung

Regie: Mayte Carrasco, Marcel Mettelsiefen

In den 1980er Jahren wird Afghanistan zum Schauplatz des Kalten Krieges und zum Schlachtfeld von Sozialismus und Islam. Die Sowjetarmee rückt an, um die Ordnung wiederherzustellen. Doch sie steckt in der Falle: In den zerklüfteten Bergen folgen viele Afghanen dem Aufruf zum Dschihad. Der afghanische Widerstand zieht auch viele junge Männer aus dem Ausland an. Unter ihnen: Osama bin Laden. Der Film gibt außergewöhnliche Einblicke in die Welt der Guerilla und der sowjetischen Soldaten. Ihr Konflikt dauert zehn Jahre und treibt eine Million Menschen in den Tod. Am Ende liegt die Nation in Trümmern. Die Niederlage der sowjetischen Truppen trägt zum Zusammenbruch der Sowjetunion bei, aber auch zur Geburt des islamischen Fundamentalismus. Ein Widerstandskämpfer berichtet, wie man die Aufmerksamkeit der westlichen Medien und Unterstützung aus dem Ausland gewann. Ein ehemaliger CIA-Agenten erzählt, wie die Mudschaheddin vom US-Geheimdienst unterstützt wurden – entschlossen, den Sowjets "ihr Vietnam" zu geben. Unter den Protagonisten: ein sowjetischer Kriegskorrespondent, der Führer der größten Mudschaheddin-Fraktion und eine Ärztin im Einsatz für "Ärzte ohne Grenzen".


22:00 Gesprächsrunde (10 Min.)

Afghanistan. Das verwundete Land
Erstausstrahlung


Afghanistan. Das verwundete Land
22:10 Afghanistan. Das verwundete Land (55 Min.)
Mudjahedin und Taliban
Folge 3 von 4
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Online verfügbar von 07/04 bis 06/07
Erstausstrahlung

Regie: Mayte Carrasco, Marcel Mettelsiefen

Als die sowjetischen Panzer 1989 Afghanistan verlassen, verschwindet das Land aus den Nachrichten, obwohl noch kein Frieden herrscht. Die Mudjahedin haben die mächtige Sowjetunion besiegt, aber ihnen fehlt die gemeinsame Vision für ihr Land. Rivalisierende Verbände kämpfen jetzt gegeneinander. Ihr Kampf stürzt die Nation ins Chaos und legt Kabul in Schutt und Asche. Schließlich verspricht eine neue Bewegung Ordnung und Frieden: die Taliban.
Ihr Sieg 1996 verwandelt das Land in eine Brutstätte für den radikalen Islam, in einen Trainingsplatz für Al-Kaida und in ein Gefängnis für Frauen. Die Protagonisten dieser Episode sind zwei Frauen: Schukria Baraksai verlor während des Bürgerkriegs ihre neugeborenen Kinder und wurde Lehrerin in einer geheimen Mädchenschule; Nadia Ghulam überlebte einen Bombenangriff, doch gegenüber den Taliban musste sie sich als Junge ausgeben, um zu überleben.
Ihre Erinnerungen zeugen von der Absurdität dieses Krieges und der rücksichtslosen Grausamkeit der Kriegsherren. Außerdem kommen Mitglieder verschiedener Mudjahedin-Fraktionen, der ehemalige Finanzminister der Taliban-Regierung und ein damaliger Fernsehkorrespondent aus Kabul zu Wort.


Afghanistan. Das verwundete Land
23:05 Afghanistan. Das verwundete Land (60 Min.)
Die NATO-Truppen
Folge 4 von 4
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Online verfügbar von 07/04 bis 06/07
Erstausstrahlung

Regie: Mayte Carrasco, Marcel Mettelsiefen

Die letzte Episode der Serie beginnt am 11. September 2001. Als Folge des Terroranschlages auf New York müssen sich die Afghanen nun einem neuen Krieg stellen, denn die US-Armee rückt ein, um die Taliban zu stürzen und den Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden zu stellen. Trotz allem begrüßen Millionen von Afghanen die ausländischen Truppen voller Hoffnung: Frauen ziehen die Burka aus, es finden freie Wahlen statt, Flüchtlinge kehren zurück und Milliarden von Dollar fließen in den Wiederaufbau. Doch Afghanistan gelingt es nicht, dem endlosen Kreislauf der Gewalt zu entkommen. Ehemalige Kriegsherren ziehen ins Parlament ein, diesmal mit dem Segen der Vereinigten Staaten. Andere, wie die Taliban-Führer, werden ausgeschlossen, was den Anlass für einen erneuten Aufstand bietet. Die Korruption grassiert. Die NATO-Truppen wiederholen viele der Fehler der Sowjets. Afghanistan bleibt in Gewalt gefangen, wird zum Platz unzähliger Selbstmordattentate. Zu den Protagonisten dieser Episode gehören ein Mitglied der Taliban-Regierung, der US-General Stanley McChrystal und drei Frauen, die für die Hoffnung Afghanistans stehen, den Fluch der Gewalt endlich zu brechen.


00:05 Mit offenen Karten (10 Min.) (HDTV)
Afghanistan – Ein zerklüftetes Land
Magazin Frankreich, 2019

Moderation: Emilie Aubry

Von Afghanistan, der Heimat von Kommandant Massud, zeichnete schon Joseph Kessel in seinem Roman "Les Cavaliers" ein sehr einprägsames Bild. Einen Großteil des Landes am Hindukusch bedecken unüberwindliche Berge. Nicht zuletzt aus dieser zerklüfteten Topografie erklären sich die ethnische Vielfalt Afghanistans und das unbeirrbare Unabhängigkeitsstreben seiner Bewohner. Auch die afghanische Geschichte ist ausgesprochen komplex und von einem beinahe permanenten Kriegszustand gekennzeichnet: Kolonialkonflikte zwischen Großbritannien und Russland, Einmarsch der Sowjetunion, Invasion der USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001, nicht zu vergessen die angespannten Beziehungen zum benachbarten Pakistan, die ebenso zentrale wie unheilvolle Rolle der Taliban sowie heute die Präsenz der Terrormiliz Islamischer Staat im Land.

Hintergrundinfo:
Jede Woche untersucht "Mit offenen Karten" die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt anhand detaillierter geografischer Karten.


00:15 Frauenfußball in Kabul (45 Min.) (HDTV, UT)
Ein Tor für die Freiheit
Dokumentation Deutschland, 2018
Online verfügbar von 06/04 bis 06/07

Regie: Gelareh Kiazand

Fußball für Mädchen ist für viele afghanische Familien ein Tabu. Damit ist Madina Azizi als Spielerin und als Trainerin einer Mädchenmannschaft konfrontiert. Mit 20 Jahren ist für die meisten jungen Frauen Schluss mit Fußball, weil sie dann das heiratsfähige Alter erreicht haben. Kaum eine verheiratete Frau darf Sport treiben. Das macht es schwer, Frauenvereine aufzubauen und am Leben zu erhalten. "Ich versuche, mehr Sportkultur in mein Land zu bringen, damit auch Mädchen Sport treiben können. Wenn ich mich nicht dafür einsetze, wer tut es dann?", fragt Madina Azizi aus Kabul. Die 23-Jährige ist ehemalige Nationalspielerin Afghanistans. Dafür wird sie allerdings nicht nur gefeiert, sondern auch angefeindet. Unterstützt wird Madina Azizi von Khalida Popal, die 2008 die erste Kapitänin der afghanischen Frauen-Nationalmannschaft war. Mittlerweile lebt Khalida Popal in Dänemark, weil sie in Kabul um ihr Leben fürchtete. Sie versucht aber weiterhin, den aktiven Frauen in ihrer Heimat zu helfen und den Sport zu professionalisieren. Gemeinsam engagieren sich die beiden Frauen für mehr weibliche Selbstbestimmung in einer traditionellen, patriarchalischen Gesellschaft.


01:00 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2019
Wiederholung vom 04.04.


01:55 Mama Colonel (75 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentarfilm Frankreich / Demokratische Republik Kongo, 2017
Wiederholung vom 09.03.

Regie: Dieudo Hamadi


03:10 Abenteuer Türkei (45 Min.) (HDTV, UT)
Ostanatolien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 25.02.

Regie: Claudia Wallbrecht


03:55 28 Minuten (46 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:41 Sendeschluss

*

Mittwoch, 8. April 2020


05:00 Künstlerinnen (25 Min.) (HDTV)
Katharina Grosse kuratiert
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 05.04.

Regie: Claudia Müller


05:25 Stars von morgen präsentiert von Rolando Villazón (45 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2016
Online verfügbar von 07/04 bis 08/05

Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mitwirkende: Junge Sinfonie Berlin
Elsa Benoit (Sopran)
Quatuor Anches Hantées
Manuel Walser (Bariton)
Anastasia Kobekina (Violoncello)
Dirigent: Elias Grandy

Einmal mehr begrüßt Rolando Villazón die Zuschauer in der Werkstattkulisse des ehemaligen Stummfilmkinos Delphi in Berlin. Drei junge Musiker und ein ungewöhnliches Ensemble beweisen im Live-Konzert, dass sie als "Stars von morgen" auf dem Sprung zur großen internationalen Karriere stehen.
Die französische Sopranistin Elsa Benoit sang schon während ihres Studiums im Amsterdamer Concertgebouw und gewann Preise bei internationalen Wettbewerben. Heute ist sie im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Kritiker schwärmen, ihre Stimme sei ein Ohrenschmaus und jede Note sei bei ihr Ausdruck.
Der Schweizer Bariton Manuel Walser trat schon als Kind gemeinsam mit seinem Vater, einem Optiker, als Gesangsduo auf. Im Alter von 7 Jahren war er an der Musikschule von Sankt Gallen, mit 18 beim Meisterkurs von Thomas Quasthoff: Der vielseitige Bariton geht als Lied- und Opernsänger seinen Weg.
Die Eltern waren froh, dass sich die vierjährige Anastasia Kobekina für das Cello entschied, weil das beim Üben die Nachbarn nicht so sehr nerve wie andere Instrumente. 18 Jahre später wird sie von der Presse als die "Prinzessin des Violoncellos" gefeiert und nervt mit ihrem ebenso lyrischen wie technisch perfekten Cellospiel ganz sicher niemanden mehr.

Hintergrundinfo:
Die vier Klarinettenvirtuosen der Anches Hantées (auf Deutsch: "spukende Rohrblätter") verzaubern das Publikum mit ihren ebenso unterhaltsamen wie mitreißenden Konzertprogrammen, oft Klassik-Hits im neuen, ungewöhnlichen Bläserklang. Das "Stars von morgen"-Orchester ist einmal mehr die Junge Sinfonie Berlin unter der Leitung von Elias Grandy.


06:10 Xenius (30 Min.)
Heilen auf Chinesisch – Traditionelle chinesische Medizin
Magazin Deutschland, 2020
Wiederholung vom 07.04.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:40 Square Idée (30 Min.)
Management – Ein schwieriges Erbe?
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 04.04.


07:10 ***Titel noch nicht bekannt!*** (5 Min.)
Programm nach Ansage


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Peru, das Goldhaar der Vikunjas
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 02.02.

Regie: Roberto Lugones


08:00 Märkte – Im Bauch von München (45 Min.) (HDTV, UT)
Der Viktualienmarkt
Dokumentationsreihe Italien, 2017
Wiederholung vom 18.03.

Regie: Stefano Tealdi, Ignacio Lantero


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 07.04.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Kernfusion – Der Traum von der Sonnenenergie (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Kanada, 2017
Wiederholung vom 07.03.

Regie: Mila Aung-Thwin


10:25 Mobile Zukunft (55 Min.) (HDTV, UT)
Die Stadt von morgen
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 28.03.

Regie: Christian Vogel


11:20 Stalins James Bond (55 Min.) (HDTV, UT)
Richard Sorge – Der verratene Meisterspion
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 26.03.

Regie: Danielle Proskar, Michael Trabitzsch


12:15 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Bulgariens bedrohtes Biotop – Ist die Kresna-Schlucht noch zu retten?
Reportage Deutschland, 2020
Wiederholung vom 07.04.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 08/04 bis 09/04


13:00 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 01/04 bis 07/06
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Grignan: Madame de Sévignés Sehnsuchtsort
Umgeben von uralten Olivenbäumen, Reben und Lavendelfeldern thront das befestigte Dorf Grignan über der Ebene von Tricastin. Im 17. Jahrhundert erlangte die charmante Ortschaft im südfranzösischen Département Drôme Bekanntheit durch die Schriften der wohl größten französischen Briefautorin, Madame de Sévigné. Das provenzalische Dorf brachte sie zum Schwärmen, lange bevor sie es besuchte, und beeinflusste ihr literarisches Werk tiefgreifend.

(1): Grignan: Madame de Sévignés Sehnsuchtsort
(2): Australien: Top End, Heimat der Aborigines
(3): Ukraine: Ein weiblicher Scharfschütze


13:40 Walk the Line (145 Min.) (HDTV, UT)
Spielfilm USA, 2005
Wiederholung vom 22.03.
Produktion: Twentieth Century Fox

Rollen und Darsteller:
Johnny Cash – Joaquin Phoenix
June Carter – Reese Witherspoon
Vivian Liberto – Ginnifer Goodwin
Ray Cash – Robert Patrick
Sam Phillips – Dallas Roberts

Regie: James Mangold
Produzent: James Keach, Cathy Konrad
Drehbuch: Gill Dennis, James Mangold, Johnny Cash
Musik: T Bone Burnett
Kamera: Phedon Papamichael
Schnitt: Michael McCusker


16:05 Wildes Elba (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2018
Wiederholung vom 03.04.

Regie: Florian Gutknecht


16:50 Xenius (30 Min.)
Gefährliche Fluten – Wie wir uns vor Hochwasser schützen können
Magazin Deutschland, 2018

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Tagelanger Dauerregen und plötzlich wird aus einem ruhigen Fluss ein reißender Strom, der eine ganze Stadt überflutet. Hochwasser zählt zu den gefährlichsten und teuersten Naturkatastrophen in Deutschland und Frankreich. Oft erfolgen Gegenmaßnahmen erst, wenn die Keller bereits unter Wasser stehen. Und bei fast jeder Überschwemmung werden Menschen von den Wassermassen überrascht. Dann droht schnell Lebensgefahr. "Xenius" erklärt, wie es zu Hochwasser kommt und wie wir uns davor schützen können. Im südfranzösischen Millau simulieren die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard zusammen mit der Feuerwehr den Ernstfall: Während Dörthe den strömenden Wassermassen zu Fuß standhalten soll, muss sich Pierre aus einem gefluteten Auto retten. Jetzt heißt es: Ruhe bewahren und die Anweisungen der Feuerwehrleute befolgen. Aber wodurch entsteht Hochwasser? Oft ist Starkregen der Auslöser. Die Flüsse laufen voller, bis sie übertreten. In der Natur ist das kein Problem, doch in der Stadt oder an begradigten Flussufern kommt es schnell zur Überschwemmung. Inzwischen entwickeln besonders geplagte Städte kreative Lösungen im Kampf gegen die Wassermassen. Ein Dorf in Sachsen-Anhalt möchte in Zukunft bei drohenden Überschwemmungen einfach alle Häuser um zwei Meter anheben. Was nach einer fixen Idee klingt, beschäftigt mittlerweile Wissenschaftler und Behörden in ganz Deutschland.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Auf dem Jakobsweg (30 Min.) (HDTV, UT)
Die Weiten der Meseta
Folge 3 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Online verfügbar von 01/04 bis 08/04
Erstausstrahlung

Regie: Susanne Bohlmann

Die ersten 250 Kilometer sind geschafft, mittlerweile hat der Jakobsweg deutliche Spuren bei den Pilgern hinterlassen. In Burgos angekommen, besichtigen sie die atemberaubende Kathedrale der Stadt, die im gotischen Stil erbaut ist. Carsten muss erneut eine Zwangspause einlegen. Die Gruppe macht sich Sorgen um ihn. Die Gespräche werden tiefgründiger, neue Erkenntnisse werden erlangt und neue Wege gefunden, Konflikte aus der Welt zu schaffen.
Am Abend freuen sie sich über den Komfort ihrer Herberge in Castrojeriz, am Pausentag beschließen sie, gemeinsam etwas zu kochen. Carsten hat Zweifel, ob er den Weg körperlich schafft. Trotzdem will er nicht aufgeben. Zurück auf dem Wanderweg findet die Gruppe nach drei Wochen endlich ein gemeinsames Tempo.
Die körperliche Belastung wird bei vielen geringer, während die mentale Anstrengung steigt. Bei einer Pilgerpause staunt Michael über den Mut von Sascha, einem Aussteiger, der in einer Herberge am Rande des Weges seinen Traum erfüllt. Die Gruppe überquert die geografische Mitte zwischen Roncesvalles und Santiago de Compostela; Schritt für Schritt kommen sie ihrem Ziel näher.
Der Weg führt sie über die endlosen Weiten der Hochebene Meseta zu der Ausgrabungsstätte Lancia, wo ihnen ein Bekannter eine Paella zubereitet. Am Tag darauf fährt Carsten gemeinsam mit Michael ins Krankenhaus; sein Gesundheitszustand ist bedenklich, weshalb er seinen Arzt in Deutschland kontaktiert. Kurz bevor sein bester Freund Armin zur Gruppe stößt, muss Carsten eine drastische Entscheidung treffen.

Hintergrundinfo:
Raus aus dem Alltag, raus aus der Komfortzone: Mit seinen 800 Kilometern ist der Camino Francés eine herausfordernde Reise durch Frankreich und Spanien – und zu sich selbst. Die Doku-Reihe begleitet eine fünfköpfige Pilgergruppe auf dem meistbereisten Jakobsweg der Welt und stellt die faszinierenden Facetten des historisch, kulturell und kulinarisch bedeutsamen Weges vor.


17:50 Die Wildnis meldet sich zurück (40 Min.) (HDTV)
Deutschland – Vom Eisernen Vorhang zum Grünen Band
Folge 1 von 3
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Online verfügbar von 01/04 bis 15/04
Erstausstrahlung

Regie: Vincent Perazio

Ein langer grüner Gürtel zieht sich mitten durch Deutschland von Nord nach Süd, schlägt eine Schneise über Felder und Wiesen, verliert sich hinter Hügeln und Bergen, schlängelt sich durch Laub- und Mischwälder. Rund 145 verschiedene Biotoptypen bieten über tausend in Deutschland als gefährdet geltenden Arten Lebensraum, sind ein Paradies für Insekten, Schmetterlinge und seltene Pflanzen. Kleine Singvögel wie die Schwalbe, Störche oder mächtige Greifvögel wie der Seeadler haben hier ihren Lebensraum. Der Fischotter ist hier beheimatet, und Wildkatzen und Luchse durchstreifen das Gebiet.
Im Schatten des Eisernen Vorhangs konnte sich die Natur ungestört entfalten und eine beeindruckende Artenvielfalt hervorbringen. Die Teilung Deutschlands begann Anfang der 50er Jahre mit der Errichtung erster Stacheldrahtzäune. Sie sollten die Ostblockländer gegen die westliche Welt abgrenzen, den Kommunismus gegen den Kapitalismus. Die Grenze erstreckte sich über genau 1.393 Kilometer. Mitten in dieser für Menschen todbringenden Zone konnte sich die Natur ungestört entfalten. Auf dem einstigen Grenzstreifen mit einer Breite zwischen 20 und 500 Metern hat sich ein einzigartiges Biosphärenreservat entwickelt.
Wo der Mensch sich zurückzieht, macht er Platz für die Natur. Landschaften blühen wieder auf und werden zum Lebensraum für eine große Artenvielfalt. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist das ökologische Gleichgewicht wieder im Lot; Flora und Fauna können sich entfalten.

Hintergrundinfo:
Ökosysteme, die ihre natürliche Eigendynamik zurückgewinnen, bringen auch dem Menschen vielfältigen Nutzen. In Nordamerika und in Europa sind einige Gebiete nicht wiederzuerkennen. Die dreiteilige Reihe "Die Wildnis meldet sich zurück" zeigt solche Regionen und veranschaulicht, wie die Natur sich den Weg zurück in die Freiheit bahnt.


18:30 Die Wildnis meldet sich zurück (50 Min.) (HDTV)
Neuengland – Wo wieder Wälder wachsen
Folge 2 von 3
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Online verfügbar von 01/04 bis 15/04
Erstausstrahlung

Regie: Vincent Perazio

Neuengland erstreckt sich entlang der Küste im äußersten Nordosten der USA. Das sechs Bundesstaaten umfassende Gebiet mit Boston als größter Stadt gehört zu den waldreichsten Regionen der Vereinigten Staaten. Das war nicht zu allen Zeiten so. Einst wurde der Wald gerodet, kehrte zurück und bedeckt heute 80 Prozent des Gebietes von Neuengland, was einem Viertel der Fläche Frankreichs entspricht.
Zeugen dieser wechselvollen Geschichte sind Reste von Steinmauern, die über Tausende von Kilometern durch das gesamte Waldgebiet verlaufen. Europäische Siedler errichteten sie als steinerne Grenzen zwischen den Parzellen, die dem Ackerbau und der Viehzucht dienten. Hierfür rodeten sie den Wald nach ihrer Ankunft auf dem nordamerikanischen Kontinent im 18. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts lockten die beginnende Industrialisierung und die fruchtbaren Böden der Great Plains die Siedler in den amerikanischen Westen.
Sie verließen Neuengland, und der Wald konnte sich Schritt für Schritt erholen. Die Tiere hatten überlebt. Elche, Hirsche, Biber, Marder und Schwarzbären zeugen von einer Artenvielfalt, die noch vor einigen Jahrzehnten unvorstellbar gewesen wäre. Die Geschichte dieser Rückkehr zu einer weitgehend unberührten Natur bietet die einmalige Chance, die Mechanismen zu verstehen, die am Werk sind, wenn ein Ökosystem sein Gleichgewicht wiederfindet und ein Wald sich selbst erneuern kann.

Hintergrundinfo:
Wo der Mensch sich zurückzieht, macht er Platz für die Natur. Landschaften blühen wieder auf und werden zum Lebensraum für eine große Artenvielfalt. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist das ökologische Gleichgewicht wieder im Lot; Flora und Fauna können sich entfalten.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 08/04 bis 09/04


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Festung Europa – Druck auf Griechenlands Grenzen
Deutschland, 2020
Erstausstrahlung

Gut 13.000 Geflüchtete sind seit Anfang März im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Griechenland gestrandet, fast die Hälfte davon Familien mit Kindern. Die Menschen sind zur Verhandlungsmasse im Kräftemessen zwischen der türkischen Regierung und der Europäischen Union geworden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdo?an droht der EU, den Flüchtlingspakt nicht mehr einzuhalten. Als Reaktion hat Griechenland seine Grenze zur Türkei abgeriegelt. Nicht nur an den Grenzposten, auch entlang des 200 Kilometer langen Flusses Evros patrouillieren Polizei und Militär, ergänzt durch griechische Anwohner als selbsternannte Grenzschützer.Seit 2015 hat sich die Stimmung in der Region gewandelt. Während die Mehrheit der Griechen damals die flüchtenden Menschen noch willkommen hieß und unterstützte, herrschen heute Angst und Überforderung. Seit Anfang März hat die griechische Regierung das Asylrecht ausgesetzt – ein klarer Bruch des EU-Rechts. Rund 90.000 Asylanträge bleiben liegen. Besonders schlimm ist die Situation auf den griechischen Inseln. Mehr als 36.000 Asylsuchende leben hier derzeit in Aufnahmezentren, die ursprünglich für maximal 5.400 Menschen angelegt waren. Die Corona-Pandemie verstärkt die Ängste noch zusätzlich. Während auf Lesbos zwischenzeitlich die Gewalt eskalierte und ein rechter Mob Flüchtlinge und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen jagte, ist es aber auf der Ägäis-Insel Samos weitgehend ruhig. Noch. Doch die Anwohner fürchten, dass ihre Insel zum "zweiten Lesbos" werden könnte.

Hintergrundinfo:
Die Reportage-Reihe auf ARTE erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran. Es sind Geschichten, die hinter den Schlagzeilen stecken, die berühren, erstaunen und zum Nachdenken anregen. In 30 Minuten zu einem aktuellen Thema zeigt jede Reportage eine Facette Europas, begegnet spannenden Menschen und taucht in andere Lebenswelten ein. "Re:" macht damit Europa in seiner Vielfalt erlebbar und begreifbar. Immer montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.


20:15 Maria Theresia (100 Min.) (HDTV, AD, UT)
Folge 1 von 4
Fernsehfilm Österreich / Slowakei / Tschechische Republik, 2017
Produktion: MR Film, Maya Production, Ceska Televize, RTVS, ORF, MTVA
Online verfügbar von 08/04 bis 07/07

Rollen und Darsteller:
Maria Theresia von Habsburg – Marie-Luise Stockinger
Franz Stephan von Lothringen – Vojtech Kotek
Kaiser Karl VI. – Fritz Karl
Kaiserin Elisabeth Christine – Zuzana Stivinova
Prinz Eugen von Savoyen – Karl Markovics
Kampmüller – Vladimir Javorsky
Marschall Grumbkow – Ratoti Zoltan
Gottfried Philipp Spannagel – Cornelius Obonya
Maria Karolina von Fuchs-Mollard – Julia Stemberger
Maria Anna von Habsburg – Anna Posch
Nikolaus I. Esterhazy – Adorjani Balint
Gräfin Elisa Fritz – Tatiana Pauhofova
Kinsky – Alexander Barta
Mademoiselle de Chartres – Zuzana Maurery

Regie: Robert Dornhelm
Produzent: Marcela Mojtova, Peter Cermak, Oliver Auspitz, Andreas Kamm, Ferdinand Dohna
Drehbuch: Miroslava Zlatnikova
Musik: Roman Kariolou
Kamera: Tomas Juricek
Kostüm: Jan Kocman
Szenenbild: Martin Kurel
Redaktion: Olaf Grunert
Schnitt: Michal Lansky

Bereits als Kind hat sich Maria Theresia in Franz Stephan von Lothringen verliebt. Doch da dem Haus Habsburg ein männlicher Erbe fehlt, wird nun nach einem mächtigeren Heiratskandidaten gesucht, der an ihrer Seite regieren soll. Eine Frau scheint als Herrscherin undenkbar. Prinz Eugen schwebt Kronprinz Friedrich von Preußen vor. Zwar ist der Protestant, doch die Verbindung zwischen Habsburg und Preußen würde das Machtgefüge Europas neu ordnen und Österreich den Frieden sichern. Als die preußische Delegation in Wien eintrifft, macht Maria Theresia aus ihrer Abneigung keinen Hehl. Dadurch als Heiratskandidatin in ganz Europa diskreditiert, schlägt ihr Beichtvater ihr vor, ins Kloster zu gehen und den Weg für ihre Schwester frei zu machen.
Heimlich lässt sich Maria Theresia in die Regeln der Staatskunst einweisen. Dadurch erfährt sie von der sogenannten Pragmatischen Sanktion, dank derer auch eine Frau auf den Habsburger Thron gelangen kann. Und sie fasst einen Plan, wie sie Franz Stephan heiraten kann, ohne das europäische Machtgefüge zu gefährden. Frankreich würde zustimmen, wenn Franz Stephan bei ihrer Heirat Lothringen dorthin abtritt und zum Ausgleich die Toskana erhält. Beeindruckt von Maria Theresias Entschlossenheit, lenkt Karl ein. Franz Stephan bekennt seine Liebe zu Maria Theresia vor dem versammelten Hofstaat und akzeptiert letztendlich die harten Bedingungen. Zu Karls Enttäuschung sind seine ersten beiden Enkelkinder Mädchen. Der gesamte Hof fürchtet, dass sich das Schicksal wiederholen und Maria Theresia ein männlicher Thronfolger verwehrt bleiben könnte. Um sich dem Druck des Hofes zu entziehen, siedelt die junge Familie in die Toskana über. Ihre sorglosen Tage sind jedoch gezählt, als ihnen die Nachricht von Karls Tod überbracht wird.

Hintergrundinfo:
Die junge Burgschauspielerin Marie-Luise Stockinger wurde 2018 für ihre Darstellung der Erzherzogin Maria Theresia mit dem österreichischen Filmpreis Romy als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet.


21:55 Maria Theresia (105 Min.) (HDTV, AD, UT)
Folge 2 von 4
Fernsehfilm Österreich / Slowakei / Tschechische Republik, 2017
Produktion: MR Film, Maya Production, Ceska Televize, RTVS, ORF, MTVA
Online verfügbar von 08/04 bis 07/07

Rollen und Darsteller:
Maria Theresia von Habsburg – Marie-Luise Stockinger
Franz Stephan von Lothringen – Vojtech Kotek
Kaiserin Elisabeth Christine – Zuzana Stivinova
Prinz Eugen von Savoyen – Karl Markovics
Kampmüller – Vladimir Javorsky
Marschall Grumbkow – Ratoti Zoltan
Gottfried Philipp Spannagel – Cornelius Obonya
Maria Karolina von Fuchs-Mollard – Julia Stemberger
Maria Anna von Habsburg – Anna Posch
Nikolaus I. Esterhazy – Adorjani Balint
Gräfin Elisa Fritz – Tatiana Pauhofova
Kinsky – Alexander Barta
Wilhelmine Colloredo – Nathalie Köbli

Regie: Robert Dornhelm
Produzent: Marcela Mojtova, Peter Cermak, Oliver Auspitz, Andreas Kamm, Ferdinand Dohna
Drehbuch: Miroslava Zlatnikova
Musik: Roman Kariolou
Kamera: Tomas Juricek
Kostüm: Jan Kocman
Szenenbild: Martin Kurel
Redaktion: Olaf Grunert
Schnitt: Michal Lansky

Aus dem Eheglück mit Franz Stephan in der Toskana gerissen, findet sich Maria Theresia nach dem Tod Karls VI. als dessen Nachfolgerin auf dem Thron wieder. Die über sie hereinbrechenden Staatsgeschäfte überfordern die junge Frau. Der vernachlässigte Franz Stephan geht bald eigene Wege. Die Feinde Österreichs – Frankreich, Bayern und Preußen - halten die Zeit zur Zerschlagung des Reichs gekommen. Eine einzige Chance würden die Ungarn bieten, doch um sie zu gewinnen, muss Maria Theresia ihren alten Zorn gegenüber Nikolaus Esterhazy überwinden.
Bereits auf ihrer Rückreise nach Wien bemerkt die junge Regentin, wie schlecht es den Menschen in ihrem Reich geht. Es herrschen Hunger und Not, selbst die Armee ist nur unzureichend mit Nahrung und Ausrüstung versorgt. Zurück in Wien, nehmen die Staatsgeschäfte Maria Theresia in Beschlag, und sie sieht sich bald von allen Seiten massiven Angriffen auf ihre Erblande ausgesetzt. Franz Stephan, der keinen Sinn für das Militärische hat, widmet sich derweil dem Aufbau von Textilmanufakturen und den schönen Hofdamen. Auf Rat ihrer Mutter macht Maria Theresia eine von ihnen, Elisa Fritz, zu ihrer Verbündeten.
Obwohl ihre Minister sie warnen, vertraut Maria Theresia dem preußischen Gesandten Grumbkow und beruft ihn in den Rat. Doch der wird als Doppelspion entlarvt und in Preußen hingerichtet. Kurz darauf fällt Preußen in Schlesien ein und wird dort von der verarmten Bevölkerung als Befreier gefeiert. Nachdem auch Bayern, Frankreich und Spanien ihre Hände nach Österreich ausgestreckt haben, ist Maria Theresia auf die Hilfe Ungarns angewiesen und wendet sich an Esterhazy, der einst ihr heimliches Studium der Staatskunde verraten hat. Esterhazy macht ihr zunächst den Hof, was der eifersüchtige Franz Stephan mit Argwohn beobachtet.
Die militärische Lage lässt Maria Theresia keine andere Wahl, als die Ungarn um Hilfe zu bitten. Gemeinsam mit Franz Stephan tritt sie die Reise zum Ungarischen Landtag in Preßburg an, wo sie mit einer emotionalen Rede die Unterstützung des ungarischen Adels gewinnt. Unter der Führung Esterhazys werden Zehntausende Ungarn für Maria Theresia in den Krieg ziehen. Die Rückreise nach Wien tritt Maria Theresia als Königin Ungarns an. Viel mehr jedoch liegt ihr an der gefestigten Liebe zu ihrem Mann.


23:40 Der Eindringling (90 Min.) (HDTV, UT)
(L'intrusa)
Spielfilm Deutschland / Italien, 2017
Produktion: Tempesta, AMKA Films Productions, Rai Cinema, ZDF – Das kleine Fernsehspiel, ARTE, RSI, Capricci
Online verfügbar von 07/04 bis 08/05
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Giovanna – Raffaella Giordano
Maria – Valentina Vannino
Rita – Martina Abbate
Sabina – Anna Patierno
Mino – Marcello Fonte
Giulio – Gianni Vastarella
Vittorio – Flavio Rizzo

Regie: Leonardo Di Costanzo
Produzent: Carlo Cresto-Dina, Tiziana Soudani, Thierry Lounas
Drehbuch: Maurizio Braucci, Leonardo Di Costanzo, Bruno Oliviero
Musik: Marco Cappelli, Adam Rudolph
Kamera: Hélène Louvart
Schnitt: Carlotta Cristiani

Neapel heute: La Masseria – "Bauernhof" – heißt der Ort, den die Sozialarbeiterin Giovanna und einige engagierte Frauen und Männer als Zuflucht für die Kinder ihres Viertels aufgebaut haben. Gemeinsam arbeiten sie mit großer Hingabe und viel Geduld daran, die Kinder dem Zugriff der Camorra zu entziehen. La Masseria ist ein Mikrokosmos aus mehreren Häusern und einem großen Außengelände, ein sicherer Hafen, wo die Kinder nach der Schule spielen, malen, basteln können. Es gibt eine Fahrradwerkstatt, und die Kinder arbeiten für das bevorstehende Sommerfest mit Begeisterung an Mister Jones, einer großen mechanischen Puppe. Das Zentrum bietet Platz für alle. Auch für Maria, die eines Tages mit einem Baby und der kleinen Rita vor der Tür steht und um Hilfe bittet. Sie darf auf dem Gelände in ein kleines Haus, eine Art Notunterkunft, einziehen.
Dann, plötzlich, bringt ein Großeinsatz der Polizei Aufruhr und Angst in die kleine Gemeinschaft der Masseria. Es stellt sich heraus, dass Maria die Ehefrau eines Camorra-Mitglieds ist, das einen Mord begangen hat und geflüchtet ist – zu Maria, in die Notunterkunft. Der Mann wird verhaftet, Maria bleibt. Damit beginnt das Dilemma für Giovanna: Sie stellt sich – nicht frei von Zweifeln, aber getreu ihren Prinzipien – gegen jegliche Form von Ausgrenzung und stößt damit auf breiten Widerstand. Die Mütter und Großmütter der Kinder wie auch Giovannas Mitarbeiterinnen sehen eine Grenze überschritten, den Schutzraum vor der Camorra in Gefahr. Sie wollen Maria und ihre Kinder nicht mehr auf dem Gelände dulden …

Hintergrundinfo:
"Der Eindringling" ("L'intrusa") von Leonardo Di Costanzo feierte seine Weltpremiere in der Reihe Quinzaine des Réalisateurs bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2017. Im selben Jahr wurde er beim Internationalen Filmfestival in Kairo als bester Film ausgezeichnet sowie 2018 in Rom mit dem Globo d'Oro, dem italienischen Filmpreis der Auslandspresse. Die Rolle der Giovanna wird so zurückhaltend wie eindringlich gespielt von der Tänzerin, Choreographin und Schauspielerin Raffaella Giordano. Sie stammt aus Turin, tanzte unter anderem am Teatro La Fenice in Venedig und bei Pina Bausch in Wuppertal. Autor und Regisseur Leonardo Di Costanzo wurde 1958 auf Ischia geboren und lebt heute in Neapel und Paris.


01:10 Die Hälfte der Stadt (85 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Deutschland, 2014
Online verfügbar von 08/04 bis 15/04

Regie: Pawel Siczek

Chaim Berman kommt 1890 im polnischen Städtchen Kozienice zur Welt. Bereits sehr früh begeistert er sich für Fotografie und lernt sein Handwerk vom eigenen Vater. Bald beginnt er damit, die Bewohner von Kozienice zu porträtieren – es sind Polen, Juden und Deutsche, die hier weitestgehend friedlich nebeneinander leben. Während sich das politische Klima in den 1930er Jahren verfinstert, kämpft Berman weiter für ein Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen und vermittelt in seiner Eigenschaft als Stadtrat immer wieder zwischen den Kulturen und Religionen. Bis zum Schluss weigert er sich, Polen zu verlassen, da er an eine friedliche Lösung glaubt. Diese Haltung wird ihm zum Verhängnis, als die Nazis seine Heimat überfallen. Bermans vermeintliche Freunde werden plötzlich zu seinen Feinden, während Menschen, die er vorher nicht sonderlich schätzte, ihn und seine Familie zu retten versuchen. Der polnische Nachbar Bermans, Antoni Kaczor, hält ihn in einem winzigen Keller versteckt. Als der Fotograf von einer tückischen Krankheit befallen wird, die sein Gehirn angreift, beginnt er, laut zu schreien, und bringt damit die Familie seines Retters in Lebensgefahr. Antoni Kaczor muss bald eine Entscheidung treffen. "Die Hälfte der Stadt" nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Gezeiten eines turbulenten europäischen Jahrhunderts und erzählt die bewegende Geschichte eines Mannes, dessen Überzeugungen fortschrittlicher waren als die Welt, in der er lebte.

Hintergrundinfo:
"Chaim" bedeutet auf Hebräisch "Leben" – so erklärt sich die außergewöhnliche formelle Herangehensweise des Regisseurs Pawel Siczek. Die aufwendig gestaltete Animation, die durch die Werke des Malers Marc Chagall und die naive Malerei der Kozienicer Region inspiriert wurde, lässt eine längst vergessene Welt wieder lebendig werden. Die Hinterlassenschaft des Fotografen Berman besteht aus an die zehntausend Porträts auf Glasnegativen, die jahrzehntelang unentdeckt blieben. Sie zeigen unbekannte Menschen aus Chaim Bermans Alltag, die Gesichter einer für immer verlorenen europäischen Ära. Diese Glasnegative sind der Ausgangspunkt des Films, der das Leben ihres Urhebers zu rekonstruieren versucht.


02:35 Abenteuer Seidenstraße (30 Min.) (HDTV)
Buxoro – Die Drehscheibe Transoxaniens
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 24.03.

Regie: Xavier Lefebvre


03:05 Abenteuer Türkei (45 Min.) (HDTV, UT)
Kappadokien und Südostanatolien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 24.02.

Regie: Nadja Frenz


03:50 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2020

Moderation: Élisabeth Quin


04:40 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (3 Min.) (HDTV)
Kann man schlechte Gene einfach aussortieren?
Fernsehserie Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Pierre Volto, Hélène Friren

Mit der CRISPR/Cas-Methode kann man menschliche DNA beliebig zerschneiden und verändern. Diese "Gen-Schere" funktioniert in nahezu allen lebenden Zellen und Organismen: Doch das hat bisweilen seltsame Nebenwirkungen …

Hintergrundinfo:
Schräges Schulfernsehen für Erwachsene: In "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" liefert Professor Schnauzbart wissenschaftliche Erklärungen für kuriose Alltagsphänomene. Die schwarzhumorigen Animationen klären unter anderem auf, warum Kokosnüsse gefährlicher als Haie sind, welche Schlafgewohnheiten Ameisen haben und dass Raketenrucksäcke nicht nur Vorteile mit sich bringen.


04:43 Sendeschluss

*

Donnerstag, 9. April 2020


05:00 Stars von morgen präsentiert von Rolando Villazón (70 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2016
Online verfügbar von 08/04 bis 09/05

Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mitwirkende:
Junge Sinfonie Berlin
Seong-Jin Cho (Klavier)
Tara Erraught (Mezzosopran)
Noa Wildschut (Violine)
Michael Buchanan (Posaune)

Dirigent: Elias Grandy

Die junge irische Mezzosopranistin Tara Erraught zählt bereits zu den besten Sängerinnen ihres Fachs. In München, wo sie zum Ensemble der Bayerischen Staatsoper gehört, ist sie schon ein Publikumsliebling. Bei den "Stars von morgen" singt sie eine Koloraturarie aus Rossinis "La Cenerentola" und gemeinsam mit Rolando Villazón das irische Volkslied "Danny Boy".
Seong-Jin Cho hat geschafft, wovon die meisten Pianisten nur träumen: Er ist Gewinner des Warschauer Chopin-Wettbewerbs 2015. Damit stehen dem Südkoreaner die Türen für eine große Karriere offen. Dass er nicht nur Chopin spielen kann, beweist er bei Rolando Villazón mit dem Finale aus Tschaikowskys Klavierkonzert in b-Moll.
Mit gerade 15 Jahren ist die niederländische Geigerin Noa Wildschut der Youngster unter den Künstlern dieser Folge. Die Stipendiatin von Anne-Sophie Mutter, die im Alter von vier Jahren mit der Geige begann, verblüfft bei den "Stars von morgen" mit ihrer Virtuosität und einem für ihr Alter überraschend reifen Spiel.
Die Posaune ist nicht das Instrument, mit dem man ohne weiteres die Konzertpodien erobert. Doch der Brite Michael Buchanan schafft es. Der Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs 2015 begeistert sein Publikum nicht nur durch sein Können, sondern durch die Souveränität und sympathische Leichtigkeit seines Auftritts.
Die "Stars von morgen" werden von der Jungen Sinfonie Berlin unter der Leitung von Elias Grandy begleitet.


06:10 Xenius (30 Min.)
Notre-Dame – Wiederaufbau eines Wahrzeichens
Magazin Deutschland, 2020
Wiederholung vom 08.04.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:40 Vox Pop (30 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 05.04.

Regie: Nicolas Thepot
Moderation: Nora Hamadi


07:10 ***Titel noch nicht bekannt!*** (5 Min.)
Programm nach Ansage


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Insekten, unser Speiseplan für morgen?
Reportage Deutschland, 2015
Wiederholung vom 28.03.

Regie: Jean-Luc Nachbauer


08:00 Märkte – Im Bauch von Florenz (45 Min.) (HDTV)
Der Mercato Centrale
Dokumentationsreihe Italien, 2015
Wiederholung vom 19.03.

Regie: Stefano Tealdi, Vincenzo Caruso


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 08.04.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Der große Rausch (55 Min.)
Das Zeitalter der Imperien
Folge 1 von 3
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 31.03.

Regie: Christophe Bouquet


10:25 Der große Rausch (55 Min.)
Die Stunde der Drogenbarone
Folge 2 von 3
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 31.03.

Regie: Christophe Bouquet


11:20 Der große Rausch (55 Min.)
Der globale Drogenkrieg
Folge 3 von 3
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 31.03.

Regie: Christophe Bouquet


12:15 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Italiens Olivenbäume in Gefahr – Killer-Bakterium breitet sich aus
Reportage Deutschland, 2020
Wiederholung vom 08.04.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 09/04 bis 10/04


13:00 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 02/04 bis 08/06
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Kirgisistan: Unterwegs mit den Manastschis
In den Hochtälern Kirgisistans ziehen Geschichtenerzähler durch die Steppe und tragen die großen Nationalepen von Jurte zu Jurte. Ihre Erzählungen werden mündlich von Generation zu Generation weitergegeben und zeugen von der Geburt der kirgisischen Nation. Bis heute setzen die Manastschis, die lokalen Volkssänger, diese Tradition fort und halten mit ihren Geschichten das kollektive Gedächtnis eines ganzen Volkes am Leben.

(1): Wien: Franz Schuberts romantisches Österreich
(2): Kirgisistan: Unterwegs mit den Manastschis
(3): London: Das Maskottchen von Oxford Street


13:45 Madame empfiehlt sich (135 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Elle s'en va)
Spielfilm Frankreich, 2013
Wiederholung vom 18.03.
Produktion: Fidélité Films

Rollen und Darsteller:
Charly – Némo Schiffman
Alain – Gérard Garouste
Muriel – Camille Dalmais
Bettie – Catherine Deneuve
Annie – Claude Gensac
Fanfan – Mylène Demongeot
Jeanne – Hafsia Herzi
Marco – Paul Hamy

Regie: Emmanuelle Bercot
Produzent: Olivier Delbosc, Marc Missonnier
Drehbuch: Jérôme Tonnerre, Emmanuelle Bercot
Musik: Philip Lees
Kamera: Guillaume Schiffman
Schnitt: Julien Leloup


16:00 Kirgisistan – Das Glück der Erde … (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation USA, 2019
Online verfügbar von 02/04 bis 27/04
Erstausstrahlung

Regie: Sophie Dia Pegrum

Kirgisistan liegt an der alten Seidenstraße und wird wegen seiner saftigen Weiden oft als die Schweiz Zentralasiens bezeichnet. Im 19. Jahrhundert nach und nach vom Zarenreich erobert, dann Teil der Sowjetrepublik, währte die russische Dominanz in Kirgisistan bis zum Zusammenbruch der UdSSR 1991. Heute ist das Land mit anderen Problemen konfrontiert: einer hohe Arbeitslosenrate und der massiven Abwanderung junger Menschen aufgrund attraktiverer Verdienstmöglichkeiten im Nahen Osten. Die Filmemacher verbrachten drei Jahreszeiten mit mehreren Familien und dokumentierten deren Lebensalltag.
Pferde besitzen in Kirgisistan seit Jahrtausenden einen hohen Stellenwert. Sie bilden den Mittelpunkt der kirgisischen Kultur. Die Dokumentation zeigt den Umgang mit Pferden im Alltag des jungen Pärchens Urmat und Ayker sowie in der traditionell kirgisischen Familie um Mirbek, Jarkyn und deren Kinder. Urmat und Ayker, die gerade geheiratet haben, stehen im Morgengrauen auf, um ihre Schafe rauszulassen, damit sich die Tiere auf den saftigen Weiden sattfressen können. Um es warm zu haben, verwenden sie getrockneten Tierkot.
Urmat hat seine ganzen Hoffnungen für eine bessere Zukunft in ein Pferd gesetzt, das er in den Tälern trainiert. Sein Pferd ist ein ausgezeichneter Sprinter und der junge Mann träumt davon, dass ihm die überlieferte Tradition von Reitkunst und Zucht zu Berühmtheit und Heldentum verhelfen wird.
Ayker wiederum reitet jeden Tag auf einem Esel ins Tal, um dort Wasser für die einfache Nudelsuppe zu holen, die sie zum Abendessen kochen wird. Wie viele andere in Kirgisistan sind auch diese beiden jungen Menschen hin- und hergerissen zwischen den von den Eltern vermittelten Traditionen und den eigenen Träumen. Wird ihre Ehe dem schwierigen Leben an diesem abgeschiedenen Ort standhalten?


16:55 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Betrug statt Spitzenforschung – Wie manche Forscher schummeln
Magazin Deutschland, 2018

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Wissenschaftliche Studien sind allgegenwärtig. Meist müssen sich die Leser blind auf sie verlassen. Doch immer häufiger veröffentlichen Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse in Magazinen, die ohne Qualitätskontrolle auch "Schrottstudien" abdrucken. Experten schlagen Alarm. Wenn immer mehr zweifelhafte Untersuchungen in Umlauf geraten, ist das Vertrauen in die Forschung bedroht. Wie lässt sich gute Wissenschaft von Fake Science unterscheiden? Dermatologisch getestet, klinisch geprüft, gut für die Gesundheit: Viele Produkte werben mit solchen Behauptungen. Auf Pariser Straßen fragen die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard bei Passanten nach: eher der probiotische Joghurt und die dermatologisch getestete Creme als ein Produkt ohne solch eine Kennzeichnung? Das Ergebnis: Die meisten würden sich für das vermeintlich wissenschaftliche Siegel entscheiden. Aber was ist dran an solchen Studien? Darüber sprechen die Moderatoren mit dem Arzt und Wissenschafts-YouTuber Tristan Le Magoarou. Er ist spezialisiert auf die Analyse medizinischer Studien und erklärt, worauf man achten kann. Aber nicht nur in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sind zweifelhafte Studien ein großes Problem, sondern vor allem auch in der Medizin. Gerade für Patienten mit schweren Erkrankungen kann das schnell gefährlich werden, wenn sie auf unseriöse Heilsversprechen reinfallen. Wie leicht es ist, Studien zu fälschen und zu veröffentlichen, zeigt der Journalist Peter Onneken.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Auf dem Jakobsweg (30 Min.) (HDTV, UT)
Kreuz aus Eisen
Folge 4 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Online verfügbar von 02/04 bis 09/04
Erstausstrahlung

Regie: Susanne Bohlmann

Carsten musste die Pilgerwanderung auf dem Camino Francés aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, das hat eine große Lücke in der Gruppe hinterlassen. Carstens Freund Armin stößt auf den letzten zehn Etappen zur Gruppe und wird herzlich empfangen. Der Hund "Camino" ist Anikó vor ein paar Jahren auf dem Jakobsweg zugelaufen und lebt seither bei ihr in Deutschland.
Hier in Spanien wird er oft vom Jagdinstinkt getrieben und Anikó und Michael müssen ihn suchen. Die gute Nase von Hunden ist berüchtigt; die Trüffelsucher Antonio und Saturno erklären, wie die Spanier ihre Hunde zur Trüffelsuche ausbilden und einsetzen. In der Herberge in Villar de Mazarife führt der Inhaber Pepe Giner für die Gruppe die Queimada durch, ein landestypisches Ritual zur Fernhaltung böser Geister. Tatsächlich scheint die Stimmung danach wieder besser zu sein. Am Cruz de Ferro – dem Eisenkreuz – ist es Tradition, mitgebrachte Steine abzulegen, auch die Pilgergruppe legt mit den Steinen emotionalen Ballast nieder.
Unweit vom Jakobsweg liegen die Goldminen von Las Médulas, in denen die Römer mit einer speziellen Bergbautechnik einst viel Gold abtrugen. Die Pilger entdecken die Galerie des Künstlers Arthur Manton Lowe. Er malt jedem Wanderer einen individuellen Pilgerstempel in den Pass, was vor allem Monika eine Erkenntnis bringt. Das nächste kleine Ziel mit großer Bedeutung ist der 100-Kilometer-Stein, für Brigitte ein besonderer Moment. Sie ist stolz auf das Erreichte und schöpft nach über 700 Kilometern in vier Wochen neue Motivation.

Hintergrundinfo:
Raus aus dem Alltag, raus aus der Komfortzone: Mit seinen 800 Kilometern ist der Camino Francés eine herausfordernde Reise durch Frankreich und Spanien – und zu sich selbst. Die Doku-Reihe begleitet eine fünfköpfige Pilgergruppe auf dem meistbereisten Jakobsweg der Welt und stellt die faszinierenden Facetten des historisch, kulturell und kulinarisch bedeutsamen Weges vor.


17:50 Die Wildnis meldet sich zurück (45 Min.) (HDTV)
US-Nordwestküste – Die Renaturierung des Elwha River
Folge 3 von 3
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Online verfügbar von 02/04 bis 16/04
Erstausstrahlung

Regie: Sarah Laîné

Der Olympic National Park liegt im Nordwesten der USA im Bundesstaat Washington. Er beherbergt einen der ältesten Regenwälder unserer Erde. Ein Dutzend Fließgewässer schlängeln sich durch die Wildnis und prägen das Gesicht der Landschaft. Der Elwha River gehört zu den spektakulärsten Flüssen der Vereinigten Staaten. Er entspringt in den Bergen und mündet in den Pazifik.
Wie ein Stück unberührte Natur mutet die Flusslandschaft an, doch trägt der Elwha noch die Male einer schmerzvollen Geschichte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in den Jahren 1913 und 1926, wurden hier zwei Staudämme errichtet. Das Wasser überflutete die einst bewaldeten Ufer. Das Aufstauen des Flusses wirkte sich verheerend auf die Tierwelt aus: Die immensen Betonwände schnitten den Lachsen über eine Strecke von rund 130 Kilometern den Weg zu ihren Laichplätzen ab. Mit dem Ausbleiben der Lachse verschwanden auch viele andere Tiere. Waschbären, Fischotter und Schwarzbären wanderten zu benachbarten Fließgewässern ab.
In den 80er Jahren forderten Umweltschützer und Angehörige des Stammes der indianischen Ureinwohner am Elwha den Abriss der Staumauern. Hundert Jahre nach ihrer Errichtung wurden die Staudämme Anfang der 2010er Jahre endlich gesprengt. Der Fluss fand in sein ursprüngliches Bett zurück. An einigen Stellen erholte sich das Ökosystem in kürzester Zeit, andernorts musste etwas nachgeholfen werden. Etwa 350 Millionen US-Dollar wurden in das Renaturierungsprojekt investiert, um die Lachse wieder anzusiedeln und der Vegetation zu neuem Leben zu verhelfen. Es ist das größte Rückbauprojekt dieser Art in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Hintergrundinfo:
Wo der Mensch sich zurückzieht, macht er Platz für die Natur. Landschaften blühen wieder auf und werden zum Lebensraum für eine große Artenvielfalt. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist das ökologische Gleichgewicht wieder im Lot; Flora und Fauna können sich entfalten. Ökosysteme, die ihre natürliche Eigendynamik zurückgewinnen, bringen auch dem Menschen vielfältigen Nutzen. In Nordamerika und in Europa sind einige Gebiete nicht wiederzuerkennen. Die dreiteilige Reihe "Die Wildnis meldet sich zurück" zeigt solche Regionen und veranschaulicht, wie die Natur sich den Weg zurück in die Freiheit bahnt.


18:35 Wenn die Natur aufhorchen lässt (45 Min.) (HDTV)
Das Geheimnis des unsichtbaren Fisches
Folge 1 von 3
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Online verfügbar von 02/04 bis 08/06
Erstausstrahlung

Regie: Jacques Mitsch

Das Leben auf der Erde nahm seinen Anfang in den Tiefen der Ozeane. Dort tauchten auch die ersten Lebewesen auf, die Töne produzierten, um sich zu verständigen. Die Meeresbewohner bewegen sich unter Wasser, wo die Sicht oft nicht über einen Meter hinausreicht. Dank der akustischen Kommunikation ist es ihnen möglich, einen Partner oder Beute auszumachen und sogar soziale Bindungen einzugehen. Wasser ist ein hervorragender Vektor für Schallwellen: Töne werden hier schneller und weiter übertragen als in der Luft, manchmal über Tausende von Kilometern. Doch was erzählen die Meeresbewohner?
Auf Korsika und Sardinien konnten die Forscher Eric Parmentier und Lucia Di Iorio nachweisen, dass Fische unter Wasser hören und gehört werden. Sie verständigen sich mit zahlreichen Lauten, unter anderem mit Klick- oder Grunzlauten. Die verbreitete Vorstellung vom stummen Fisch sollte demnach schnell über Bord geworfen werden. Auch bei der Untersuchung der Sprache der Seelöwen oder Krokodile eröffnet sich eine ungeahnte Vielfalt an Tönen. In Südafrika stellten Bioakustiker unter Beweis, dass Delfine eine eigene Sprache entwickelt haben, die es ihnen ermöglicht, hochkomplexe Beziehungen untereinander aufzubauen. In Norwegen fand Charlotte Curé mit Hilfe von Unterwassermikrofonen heraus, dass Schwertwale und andere Meeressäuger miteinander kommunizieren. Die Unterwasserklangwelt fängt gerade erst an, ihre Geheimnisse preiszugeben, denn ihre Erforschung ist extrem schwierig. Zahlreiche Wissenschaftler arbeiten daran, dieses Geheimnis der Meere endlich zu lüften. Tiere kommunizieren auf unendlich viele Arten miteinander. Doch die akustische Kommunikation ist der sicherste und schnellste Weg der Verständigung im Tierreich.

Hintergrundinfo:
Wissenschaftler aus aller Welt erforschen die Kommunikation der Tiere. Daraus entstand eine neue, eigenständige Disziplin: die Bioakustik oder Tierstimmenforschung. Von den Meerestiefen vor der Südspitze Afrikas bis zu den Weiten der kanadischen Prärie – in der dreiteiligen Reihe gewähren Tierstimmenforscher auf fünf Kontinenten Zutritt zu ihren Freilichtlaboren: Sie geben faszinierende Einblicke in ein unbekanntes und kurioses Reich der Töne. Die Kamera begleitet sie auf ihren vielfältigen Klangreisen – unter Wasser, zu Lande und in der Luft.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 09/04 bis 10/04


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Der Traum vom Paradies – Aussteiger auf La Gomera
Reportage Deutschland, 2018
Online verfügbar von 08/04 bis 08/07

Die Höhlen-Hippies von La Gomera kommen aus ganz Europa. Was sie eint, ist der Wunsch nach einer einfachen Existenz – frei von den Zwängen der Moderne, im Einklang mit der Natur. Um sich diesen Traum zu erfüllen, haben sie ihr altes Leben zurückgelassen. So wie Mischa. Die Österreicherin arbeitete in Wien erfolgreich als Radiomoderatorin. Mit 24 bekam sie einen Burn-out und die Diagnose Gehirntumor. Nachdem sie ihre Krankheit besiegt hatte, krempelte sie ihr bisheriges Leben komplett um. Sie kündigte ihren Job, schwor sich, nur noch unter dem Sternenhimmel zu schlafen und zog hinaus in die Welt. Auf La Gomera fand sie ihr persönliches Paradies.

Hintergrundinfo:
Die Regierung von Gomera hat die Aussteiger jahrzehntelang in Ruhe gelassen. Doch mittlerweile geht sie immer rigoroser gegen die illegalen Behausungen vor. Hat die Hippie-Kommune in der Bucht der Aussteiger noch eine Zukunft?


20:15 Maria Theresia (95 Min.)
Folge 3 von 4
Fernsehfilm Deutschland / Österreich / Tschechische Republik, 2019
Produktion: MR Film, Maya Production, Ceska Televize, RTVS, ORF, ZDF, ARTE
Online verfügbar von 09/04 bis 08/07
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Maria Theresia von Habsburg – Stefanie Reinsperger
Franz Stephan von Lothringen – Vojtech Kotek
Kaiserin Elisabeth Christine – Zuzana Stivinova
Karl Alexander von Lothringen – Borek Joura
Maria Anna von Habsburg – Anna Posch
Gräfin Elisa Fritz – Tatiana Pauhofova
Maria Karolina von Fuchs-Mollard – Lenka Vlasakova
Pater Johannes – Johannes Krisch
Sofie Collalto – Jenovefa Bokova
Tarouca – Peter Kocis
Baron von der Trenck – Philipp Hochmair
Mademoiselle de Chartres – Zuzana Maurery

Regie: Robert Dornhelm
Produzent: Marcela Mojtova, Peter Cermak, Oliver Auspitz, Andreas Kamm, Ferdinand Dohna
Drehbuch: Miroslava Zlatnikova
Musik: Roman Kariolou
Kamera: Tomas Juricek
Kostüm: Jan Kocman
Szenenbild: Martin Kurel
Redaktion: Klaus Lintschinger, Julia Sengstschmid, Vladimir Burianek, Olaf Grunert, Jan Maxa
Schnitt: Klaus Hundsbichler

Seit Maria Theresia die Nachfolge ihres Vaters angetreten hat, greifen ihre Feinde ihre Erblande an. Trotz des Waffenstillstands zwischen Österreich und Preußen drängt Preußen Frankreich, in den Krieg einzugreifen. Ludwig XV. zögert, doch soll Mademoiselle de Chartres, Maria Theresias Schwiegermutter, den Wiener Hof ausspionieren. Maria Theresias Ehemann Franz Stephan geht eigenen Geschäften nach. Selbst mit den Feinden Österreichs treibt er regen Handel mit kriegswichtigen Gütern. Woher die Profite stammen, die die Kriegskasse füllen, verheimlicht er seiner Frau.
In der Hofburg löst der Besuch von Mademoiselle de Chartres wenig Begeisterung aus. Vor allem Maria Theresias Mutter Elisabeth steht ihr skeptisch gegenüber. Doch finden Maria Theresias Schwester Anna und ihr Schwager Karl von Lothringen Gefallen aneinander. Aufgrund des Verrats ihrer Schwiegermutter kann das französische Heer bald große Landgewinne verzeichnen. Maria Theresia durchschaut ihr Treiben, doch sind ihr die Hände gebunden. Außerdem stellt sich mit Karl von Lothringen ein fähiger Offizier in ihren Dienst. Nachrichten über illegales Glücksspiel empören Maria Theresia. Nach dem Selbstmord eines Adligen will sie dessen Gläubiger Baron von der Trenck zur Verantwortung ziehen, doch Maria Theresias schwindendes Kriegsglück spielt diesem in die Karten: Um die Franzosen aufzuhalten, begnadigt sie den übel beleumundeten Trenck und lässt ihn ein Regiment aufstellen. Kurz nach der Hochzeit ihrer Schwester mit Karl erreicht Maria Theresia die erlösende Nachricht von Trencks Sieg in Bayern. Doch um ihre Ehe mit Franz Stephan ist es nicht gut bestellt.

Hintergrundinfo:
Regisseur Robert Dornhelm inszenierte mit dem dritten und vierten Teil von "Maria Theresia" die Fortsetzung der beiden erfolgreichen Vorgängerfilme aus dem Jahr 2017, bei denen er ebenfalls Regie führte. Der Österreicher rumänischer Abstammung wurde für seine Regiearbeit unter anderem bei den renommierten Emmy Awards für seinen Zweiteiler "Anne Frank" (2001) nominiert sowie mit dem österreichischen Filmpreis Romy für "Kronprinz Rudolf" (2006) ausgezeichnet.


21:50 Maria Theresia (100 Min.)
Folge 4 von 4
Fernsehfilm Deutschland / Österreich / Tschechische Republik, 2019
Produktion: MR Film, Maya Production, Ceska Televize, RTVS, ORF, ZDF, ARTE
Online verfügbar von 09/04 bis 08/07
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Maria Theresia von Habsburg – Stefanie Reinsperger
Franz Stephan von Lothringen – Vojtech Kotek
Kaiserin Elisabeth Christine – Zuzana Stivinova
Karl Alexander von Lothringen – Borek Joura
Maria Anna von Habsburg – Anna Posch
Gräfin Elisa Fritz – Tatiana Pauhofova
Maria Karolina von Fuchs-Mollard – Lenka Vlasakova
Pater Johannes – Johannes Krisch
Sofie Collalto – Jenovefa Bokova
Tarouca – Peter Kocis
Baron von der Trenck – Philipp Hochmair
Hadik – Roman Polacik
Van Swieten – David Svehlik

Regie: Robert Dornhelm
Produzent: Marcela Mojtova, Peter Cermak, Oliver Auspitz, Andreas Kamm, Ferdinand Dohna
Drehbuch: Miroslava Zlatnikova
Musik: Roman Kariolou
Kamera: Tomas Juricek
Kostüm: Jan Kocman
Szenenbild: Martin Kurel
Redaktion: Klaus Lintschinger, Julia Sengstschmid, Vladimir Burianek, Olaf Grunert, Jan Maxa
Schnitt: Klaus Hundsbichler

Maria Theresia kann die Kriegsverbrechen des Barons Trenck nicht länger ignorieren und lässt ihn einsperren. Viel schlimmer trifft es sie jedoch, dass Franz Stephan sie an ihrem eigenen Hof zum Gespött macht. Sie setzt Pater Johannes an die Spitze einer Keuschheitskommission. Mit eiserner Hand greift der Jesuit durch und nimmt auch das Treiben Franz Stephans ins Visier. Der hat nicht nur zahlreiche Geliebte, er steht auch unter Verdacht, den Freimaurern anzugehören. Maria Theresia verbannt die Erzieherin ihrer Kinder, Gräfin Fuchs-Mollard, einer Affäre wegen vom Hof und stellt Franz Stephans Geliebte öffentlich bloß. Für Franz Stephan ist damit eine rote Linie überschritten: Er bezieht eigene Gemächer, ihre Ehe existiert nur noch auf dem Papier. Als bei einem Truppenbesuch in Olmütz die Schwächen des Heeres deutlich werden, zeigt sich Maria Theresia offen für Reformen und macht den Freigeist Van Swieten zu ihrem Leibarzt. Und sie erlaubt sich einen Moment der Schwäche mit einem Major, der nicht folgenlos bleibt. Maria Theresia ist schwanger und zieht ihre ebenfalls schwangere Schwester ins Vertrauen. Diese hält in der Beichte Pater Johannes' Drohungen nicht stand und enthüllt ihm das Geheimnis. Weitere Posten sollen Pater Johannes besänftigen, doch als Anna und ihr Kind bei der Geburt sterben, nimmt Maria Theresia seine Selbstgerechtigkeit nicht länger hin und enthebt ihn aller Ämter. Der Vatikan, durch Zahlungen Franz Stephans milde gestimmt, preist diese Kehrtwende. Es herrscht wieder Harmonie zwischen Maria Theresia und Franz Stephan, der ihre neugeborene Tochter als sein eigenes Kind annimmt.


23:30 Sherlock Holmes' cleverer Bruder (90 Min.) (HDTV, UT)
(The Adventure of Sherlock Holmes' Smarter Brother)
Spielfilm Großbritannien / USA, 1975
Produktion: 20th Century Fox

Rollen und Darsteller:
Sigerson Holmes – Gene Wilder
Jenny Hill – Madeline Kahn
Orville Sacker – Marty Feldman
Gambetti – Dom DeLuise
Moriarty – Leo McKern
Sherlock Holmes – Douglas Wilmer
Arzt Dr. Watson – Thorley Walters

Regie: Gene Wilder
Produzent: Richard A. Roth
Drehbuch: Gene Wilder
Musik: John Morris
Kamera: Gerry Fisher
Schnitt: Jim Clark

Sherlock Holmes überträgt seinem Bruder Sigerson den wichtigen Auftrag, für das britische Außenministerium ein brisantes Dokument wiederzubeschaffen. Bei seinen turbulenten Ermittlungen stehen Sigerson Opernsängerin Jenny Hill und Polizist Orville Sacker von Scotland Yard zur Seite – im Kampf gegen den Verbrecherkönig Professor Moriarty und den finsteren Ganoven Eduardo Gambetti.
Für seinen ersten Film unter eigener Regie spielte Gene Wilder nicht nur die titelgebende Hauptrolle, sondern schrieb auch gleich noch das Drehbuch. Dabei gelang es ihm, mit vielen lustigen Einfällen die bekannte Vorlage von Sir Arthur Conan Doyle liebevoll auf die Schippe zu nehmen. Gene Wilder war unmittelbar zuvor als Drehbuchautor und Darsteller mit der Parodie "Frankenstein Junior" von Mel Brooks befasst und konnte so für sein Regiedebüt aus dem Kreis der daran Beteiligten schöpfen. Es spielen hier wie dort Madeline Kahn und Marty Feldman mit, und Komponist John Morris zeichnet in beiden Filmen für die Musik verantwortlich. "Sherlock Holmes' cleverer Bruder" steht in einer langen Tradition von Filmen um den berühmten Meisterdetektiv Sherlock Holmes und hält wie einige andere gekonnt die Balance zwischen Spannung und Humor.

Hintergrundinfo:
Der 1933 in Milwaukee, Wisconsin, als Jerome Silberman geborene und 2016 in Stamford, Connecticut, verstorbene Gene Wilder war an zahlreichen Hollywoodfilmen beteiligt, vor allem als Komödien-Darsteller. In dieser Funktion war er insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren sehr beliebt und erfolgreich. Selbst Regie führte er zudem bei den Filmen "Der größte Liebhaber der Welt" (1977), "Die Frau in Rot" (1984) und "Hochzeitsnacht im Geisterschloß" (1986).


01:00 Das blaue Zimmer (75 Min.) (HDTV)
(La chambre bleue)
Spielfilm Frankreich, 2014
Wiederholung vom 25.03.
Produktion: Alfama Films Production, ARTE France Cinéma

Rollen und Darsteller:
Delphine Gahyde – Léa Drucker
Esther Despierre – Stéphanie Cléau
Julien Gahyde – Mathieu Amalric
Untersuchungsrichter – Laurent Poitrenaux
Polizist – Serge Bozon
Psychologe – Blutch

Regie: Mathieu Amalric
Produzent: Paulo Branco
Drehbuch: Stéphanie Cléau, Mathieu Amalric
Musik: Grégoire Hetzel
Kamera: Christophe Beaucarne
Schnitt: François Gédigier


02:15 Nepal – Die Heimkehr der Schnee-Kinder (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien, 2017
Wiederholung vom 30.03.

Regie: Marcus Stephenson, Zara Balfour


03:10 Abenteuer Seidenstraße (25 Min.) (HDTV)
Samarkand – Die Perle Usbekistans
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 25.03.

Regie: Xavier Lefebvre


03:35 Abenteuer Seidenstraße (30 Min.) (HDTV)
Farg'ona: Drehkreuz eines Kontinents
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 26.03.

Regie: Xavier Lefebvre


04:05 28 Minuten (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:50 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (3 Min.) (HDTV)
Regieren Autopiloten die Welt?
Fernsehserie Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Pierre Volto, Hélène Friren

Wie wäre es, wenn der Flugkapitän durch den Autopiloten ersetzt würde? Wie, wenn der Arzt durch den OP-Roboter? Und das Kindermädchen durch den Nanny-Roboter? Professor Schnauzbart unternimmt einen Streifzug durch eine vollautomatisierte Welt …

Hintergrundinfo:
Schräges Schulfernsehen für Erwachsene: In "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" liefert Professor Schnauzbart wissenschaftliche Erklärungen für kuriose Alltagsphänomene. Die schwarzhumorigen Animationen klären unter anderem auf, warum Kokosnüsse gefährlicher als Haie sind, welche Schlafgewohnheiten Ameisen haben und dass Raketenrucksäcke nicht nur Vorteile mit sich bringen.


04:53 Sendeschluss

*

Freitag, 10. April 2020 (Karfreitag)


05:00 Streetphilosophy (30 Min.) (HDTV, s/w)
Befreie dich von der Schuld!
Magazin Deutschland, 2020
Wiederholung vom 21.03.

Moderation: Ronja von Rönne


05:30 Tracks (30 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 03.04.


06:00 Mit offenen Karten (15 Min.)
Tunesien, ein Sonderweg in Nordafrika
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 04.04.

Regie: Benoît Laborde
Moderation: Emilie Aubry


06:15 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2019
Wiederholung vom 04.04.


07:10 ***Titel noch nicht bekannt!*** (5 Min.)
Programm nach Ansage


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Tunesien, die Suche nach dem Tintenfisch
Reportage Deutschland, 2012
Wiederholung vom 09.03.

Regie: Regina Niedenzu


08:00 Märkte – Im Bauch von Palermo (45 Min.) (HDTV, UT)
Der Ballarò Markt
Dokumentationsreihe Italien, 2017
Wiederholung vom 20.03.

Regie: Stefano Tealdi, Manuela Di Pisa


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Wiederholung vom 09.04.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Unser Universum (55 Min.) (HDTV, UT)
Götter und Dämonen
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2019
Wiederholung vom 28.03.

Regie: Adam Luria


10:25 Unser Universum (55 Min.) (HDTV, UT)
Das Zentrum
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2019
Wiederholung vom 28.03.

Regie: Adam Luria


11:20 Unser Universum (55 Min.) (HDTV, UT)
Unendliche Weiten
Dokumentationsreihe Großbritannien, 2019
Wiederholung vom 28.03.

Regie: Adam Luria


12:15 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Der Traum vom Paradies – Aussteiger auf La Gomera
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 09.04.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 10/04 bis 11/04


13:00 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Online verfügbar von 03/04 bis 09/06
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Charente: Den Cognac im Blut
Auf den Hügeln der Charente und Charente-Maritime wachsen Reben, so weit das Auge reicht. Seit Jahrhunderten wird auf diesen besonderen Böden eine Traube angebaut, die sich, einmal zu Wein verarbeitet und destilliert, in einen begehrten Weinbrand verwandelt: den Cognac. Das weltberühmte und hochpreisige Getränk verhalf der ganzen Region zu Wohlstand und verlieh der Landschaft ihr heutiges Gesicht.

(1): Litauen: Romain Garys Kindheit in Vilnius
(2): Charente: Den Cognac im Blut
(3): Chicago: Der Papierkrieg


13:45 Fräulein Smillas Gespür für Schnee (130 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Smilla's Sense of Snow)
Spielfilm Dänemark / Deutschland / Schweden, 1997
Wiederholung vom 25.03.
Produktion: Constantin, Smilla Film A/S, Greenland Film Production, Bavaria Film

Rollen und Darsteller:
Smilla – Julia Ormond
Dr. Andreas Tork – Richard Harris
Juliane Christiansen – Agga Olsen
Lukas – Mario Adorf
Jakkelsen – Jürgen Vogel
Mechaniker – Gabriel Byrne
Moritz – Robert Loggia
Lagermann – Jim Broadbent
Loyen – Tom Wilkinson
Elsa Lübing – Vanessa Redgrave
Benja – Emma Croft
Isaiah – Clipper Miano

Regie: Bille August
Produzent: Bernd Eichinger, Martin Moszkowicz
Drehbuch: Ann Biderman
Musik: Hans Zimmer, Harry Gregson-Williams
Kamera: Jörgen Persson
Schnitt: Janus Billeskov-Jansen


15:55 Rapa Nui – Osterinseln (55 Min.) (HDTV)
Die Kehrseite des Tourismus
Dokumentation Chile / Großbritannien / USA, 2018
Online verfügbar von 03/04 bis 09/06
Erstausstrahlung

Regie: Sergio Mata'u Rapu, Elena Rapu

Für ihre monumentalen Steinstatuen ist die chilenische Insel im Südpazifik berühmt: die Osterinsel, von den Einheimischen Rapa Nui genannt. Jährlich kommen fast 100.000 Touristen auf die Insel, die nur etwas über 7.000 Einwohner zählt. Einerseits beschert der Tourismus einen willkommenen Wirtschaftsboom, andererseits verursacht er kaum zu bewältigende Mengen an Müll. Auch das Wasser wird auf der Insel knapp. Die Dokumentation begleitet Einheimische, die nach Lösungen suchen. Sie möchten mit der rasanten Entwicklung Schritt halten und gleichzeitig die Einzigartigkeit der UNESCO-Welterbestätte bewahren, die ihre Heimat ist. Die Osterinsel droht in ihrem Müll zu ertrinken: Sieben Tonnen Müll produzieren Einwohner und Touristen durchschnittlich pro Tag auf der Insel. Bis 2025 werden so voraussichtlich 32 Tonnen Pappe, 18 Tonnen Plastik, 12 Tonnen Konservendosen und 9 Tonnen Glas zusammenkommen. Zudem werden Müll vom chilenischen Festland und Plastikfetzen aus dem Pazifikstrudel an die Küsten gespült.
Mama Piru, ein lokaler Umweltschützer, erforscht Recyclingmöglichkeiten, um die Müll- und Plastikberge zu reduzieren. Er säubert mit freiwilligen Helfern Küsten und Strände und versucht, alle Einheimischen zum Mitmachen zu bewegen. Das Musikerpaar Mahani und Enrique möchte eine kostenlose Musikschule eröffnen, um die traditionelle Kultur zu bewahren und ihre gespaltene Gemeinschaft wieder zu einen. Aus dem Müll wollen sie einen alternativen Werkstoff gewinnen. Der frühere Gouverneur der Insel möchte Tradition und Moderne nachhaltig verbinden, und lässt in der einzigen Stadt der Insel ein kleines Einkaufszentrum errichten.

Hintergrundinfo:
Aber sind Nachhaltigkeit und Profit tatsächlich miteinander vereinbar? Alle Ideen sind gut - doch können sie den Ureinwohnern der Osterinsel tatsächlich den erhofften Wandel bringen? Der selbst auf Rapa Nui geborene Regisseur Sergio Mata'u Rapu konzipierte seinen Film wie eine Geschichte, die er später seinem neugeborenen Sohn erzählen will. Er porträtiert vier Nachfahren der Erbauer der berühmten Statuen, die mit der Wirklichkeit des modernen Lebens konfrontiert werden und fest entschlossen sind, der rasanten Globalisierung standzuhalten.


16:50 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Baubiologie – Was lauert in den eigenen vier Wänden?
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 10/04 bis 09/07

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Essen, schlafen, arbeiten: Wir Menschen verbringen bis zu 90 Prozent unserer Zeit in Innenräumen. Dementsprechend wichtig sind die eigenen vier Wände auch für unser Wohlbefinden. Von Baumaterialien über Lichtquellen bis hin zum richtigen Lüften: Diese "Xenius"-Folge klärt auf: Wie geht gesundes Wohnen?
Die Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard werden zu Assistenten des Baubiologen Stephan Streil und untersuchen einen Altbau im Münchner Westen auf Herz und Nieren. Die beiden gehen mit baubiologischen Messgeräten auf Spurensuche und werden prompt fündig: Den Schimmel im Keller riecht man schon von weitem. Doch wo im Haus lauern weitere Schadstoffe. Wie hoch ist die Belastung durch Radon oder Elektrosmog, und gefährdet Schimmel auch die oberen Wohnräume? Dörthe und Pierre nehmen eine Luftprobe, die der Baubiologe Streil im Labor auf Sporen untersuchen lässt. "Xenius" erklärt, wie Schimmel im Haus entsteht und wie wir ihn verhindern können. Doch ein gesundes Zuhause hängt von vielen weiteren Faktoren ab: Gute Raumluft erreichen wir beispielsweise mit biologischen Putzmitteln, regelmäßigem Staubsaugen und luftfilternden Pflanzen. Aber auch die richtige Beleuchtung ist wichtig für unsere Gesundheit. Was macht zum Beispiel LED-Lampen so bedenklich – die Antwort darauf gibt's in "Xenius"!

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Auf dem Jakobsweg (30 Min.) (HDTV, UT)
Auf dem Nullstein
Folge 5 von 5
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Online verfügbar von 03/04 bis 10/04
Erstausstrahlung

Regie: Susanna Bohlmann

Die letzten Tage der Pilgerreise auf dem Camino Francés sind angebrochen, die Vorfreude auf Santiago ist groß. Vom endgültigen Ziel ihrer Reise, dem Kap Finisterre, trennt die Pilgergruppe nur noch 165 Kilometer. Nicht nur die Rucksäcke haben in der Zeit eine Menge Ballast verloren. Es werden Vorsätze für die Zeit nach dem Jakobsweg gesetzt. Einen Zwischenstopp legen die Pilger bei einer Pulpería am Wegesrand ein. Sergio erklärt, wie der Tintenfisch zubereitet und landestypisch serviert wird. Am Stadtrand von Santiago de Compostela befindet sich der Skulpturengarten von José Cao Lata. Der Steinmetz drückt mit seinen Arbeiten gesellschaftskritische Themen und Probleme im Land aus.
Dann ist es so weit; die Pilger sind mehr als überwältigt, als sie gemeinsam in Santiago de Compostela auf dem Obradoiro-Platz stehen. Und Carsten ist in Gedanken mit dabei, als sie sich ihre Urkunde, die Compostela, abholen und die Messe besuchen. Um den Abend gebührend ausklingen zu lassen, suchen sie sich ein Restaurant und lassen die kulinarischen Aspekte der Reise Revue passieren.
Später passieren sie eine Prozession, ein katholischer Brauch zur Osterzeit, der von Bruderschaften und Geistigen veranstaltet wird. Gespannt beobachtet die Gruppe das Geschehen, bis sie schließlich zurück in die Herberge ziehen. Schon am nächsten Morgen verlassen sie Santiago, um die letzten vier Etappen ihrer Reise anzutreten. Auf zum Nullstein, auf nach Finisterre, auf zum Ende der Welt.

Hintergrundinfo:
Raus aus dem Alltag, raus aus der Komfortzone: Mit seinen 800 Kilometern ist der Camino Francés eine herausfordernde Reise durch Frankreich und Spanien – und zu sich selbst. Die Doku-Reihe begleitet eine fünfköpfige Pilgergruppe auf dem meistbereisten Jakobsweg der Welt und stellt die faszinierenden Facetten des historisch, kulturell und kulinarisch bedeutsamen Weges vor.


17:50 Wenn die Natur aufhorchen lässt (40 Min.) (HDTV)
Das Rätsel um den fliegenden Tölpel
Folge 2 von 3
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Online verfügbar von 03/04 bis 09/06
Erstausstrahlung

Regie: Jacques Mitsch

Das Reich der Lüfte weckte den ältesten Menschheitstraum: den Traum vom Fliegen. Doch gerade für Vögel ist akustische Kommunikation besonders wichtig. Sie gelten als erstklassiges Forschungsobjekt der Bioakustik, denn ihre Kommunikation ist äußerst komplex. Sie zu beobachten und ihnen zuzuhören erschließt der Wissenschaft wichtige Erkenntnisse. Vögel nutzen zwei Arten von Signalen: den Schrei und den Gesang. Zu Unrecht denkt der Laie, dass Vogelgesang lediglich schön klingen soll. Dies stimmt nur teilweise.
Wer sich fliegend fortbewegt, muss dreidimensional kommunizieren. Und dazu sind hoch entwickelte kognitive Fähigkeiten nötig. Wenn sich die südafrikanischen Kaptölpel bei der Fischjagd zu Hunderten gleichzeitig ins Meer stürzen, dürfen sie dabei nicht aufeinanderprallen. Dieses Kunststück vollbringen sie dank eines außergewöhnlichen akustischen Kommunikationssystems, wie Andréa Thibault in jahrelanger Forschung auf der kleinen Insel Bird Island nachweisen konnte. Doch die Sprache der fliegenden Tölpel scheint relativ schlicht im Vergleich zu den gesprächigen Sperlingen. Der Tierstimmenforscher Thierry Aubin entschlüsselte ihren Gesang und förderte dabei Unglaubliches zutage: Sperlinge vermitteln beim Singen Informationen über ihre Identität, ihr Alter, ihre geografische Herkunft und sogar über ihre Absicht, sich zu paaren. Und auch der Pfau hat einiges zu bieten, wie James Hare herausfand: Der stolze Vogel kommuniziert bei der Balz mit Tönen, die nur das Weibchen wahrnehmen kann.

Hintergrundinfo:
Tiere kommunizieren auf unendlich viele Arten miteinander. Doch die akustische Kommunikation ist der sicherste und schnellste Weg der Verständigung im Tierreich. Wissenschaftler aus aller Welt erforschen die Kommunikation der Tiere. Daraus entstand eine neue, eigenständige Disziplin: die Bioakustik oder Tierstimmenforschung. Von den Meerestiefen vor der Südspitze Afrikas bis zu den Weiten der kanadischen Prärie – in der dreiteiligen Reihe gewähren Tierstimmenforscher auf fünf Kontinenten Zutritt zu ihren Freilichtlaboren: Sie vermitteln faszinierende Einblicke in ein unbekanntes und kurioses Reich der Töne. Die Kamera begleitet sie auf ihren vielfältigen Klangreisen – unter Wasser, zu Lande und in der Luft.


18:30 Wenn die Natur aufhorchen lässt (50 Min.) (HDTV)
Das Mysterium des lautlosen Schreis
Folge 3 von 3
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Online verfügbar von 03/04 bis 09/06
Erstausstrahlung

Regie: Jacques Mitsch

Im Laufe der Evolution entwickelten die Tiere unterschiedliche Arten akustischer Kommunikation. Landtiere nutzen zum Beispiel die Beschaffenheit des Bodens, um sich mit ihren Artgenossen zu unterhalten oder Eindringlinge zu vertreiben. Im Etosha-Nationalpark in Namibia fängt Caitlin O'Connell mit Hilfe unterirdischer Messgeräte die "Gespräche" von Elefanten ein. Die Dickhäuter haben Sensoren an ihren Fußsohlen, mit denen sie Signale ihrer Artgenossen wahrnehmen können. Doch nicht nur Elefanten haben außergewöhnliche Verständigungsarten entwickelt. In der Kalahari-Wüste untersucht Marta Manser seit über 20 Jahren das Verhalten von Erdmännchen und wie sie sich in ihrer Gemeinschaft verständigen. Sie haben über 30 verschiedene Laute in ihrem Vokabular – ein Rekord im Tierreich.
Kanadische Präriehunde kommunizieren per Ultraschall, damit ihre Feinde sie nicht hören. Insekten wiederum produzieren eine unglaubliche Vielfalt an Klängen, wie Jayne Yack in Boston nachgewiesen hat. Manche Schmetterlingsarten haben Ohren, um herannahende Feinde hören zu können. Raupen vermögen bei Gefahr Schreie von sich geben, obwohl sie über keinen Stimmapparat verfügen. Das Schreien der Raupen ist ein Abwehrmechanismus gegen Vögel und andere Fressfeinde, die dadurch erschreckt und verscheucht werden sollen. Rund um die Welt nutzen Tiere die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um Töne zu produzieren und damit zu kommunizieren. Nach und nach lüftet die Wissenschaft die Geheimnisse dieser verblüffenden Sprache.

Hintergrundinfo:
Tiere kommunizieren auf unendlich viele Arten miteinander. Doch die akustische Kommunikation ist der sicherste und schnellste Weg der Verständigung im Tierreich. Wissenschaftler aus aller Welt erforschen die Kommunikation der Tiere. Daraus entstand eine neue, eigenständige Disziplin: die Bioakustik oder Tierstimmenforschung. Von den Meerestiefen vor der Südspitze Afrikas bis zu den Weiten der kanadischen Prärie – in der dreiteiligen Reihe gewähren Tierstimmenforscher auf fünf Kontinenten Zutritt zu ihren Freilichtlaboren: Sie vermitteln faszinierende Einblicke in ein unbekanntes und kurioses Reich der Töne. Die Kamera begleitet sie auf ihren vielfältigen Klangreisen – unter Wasser, zu Lande und in der Luft.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2020
Online verfügbar von 10/04 bis 11/04


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV)
Gebet statt Alkohol – Mönche gegen Litauens Suchtproblem
Reportage Deutschland, 2017
Online verfügbar von 10/04 bis 10/05

Bruder Gediminas ist Franziskaner-Mönch. Und er hat sich einer Aufgabe verschrieben: dem Kampf gegen die Alkoholsucht in seinem Land Litauen. Denn: Alkohol ist dort ein riesiges Problem. Laut WHO wird nirgends in der EU so viel getrunken wie hier. Die Folge: Jedes Jahr sterben durchschnittlich 2.900 Männer und 950 Frauen an den Folgen des Alkohols. Das sind 30 Prozent aller Todesfälle. Bruder Gediminas hat mitten im Nirgendwo ein Kloster errichtet. Hier hilft er den Menschen, sich von ihrer Sucht zu befreien und Gott zu finden. Doch das ist nicht immer eine einfache Aufgabe. "Ich möchte eigentlich immer wieder alles hinschmeißen", sagt der Mönch. "Am meisten schmerzt es, wenn solche Fälle mit Selbstmord enden." Der Mönch ist landesweit für seine Arbeit bekannt. Doch wer seine Hilfe möchte, muss beweisen, dass er es ernst meint. Das weiß auch Valentina. Die Kulturjournalistin ist Alkoholikerin und seit fünf Monaten im Kloster. Ihre Motivation: Sie darf ihr Enkelkind nur kennenlernen, wenn sie trocken ist. Das karge Klosterleben gibt ihr Ruhe - und die harte Arbeit hilft ihr dabei, ihr bisheriges Leben zu überdenken. Kochen, Holzhaken, Feuer machen, Schafe treiben, Putzen: Jede Woche bekommt sie einen anderen Dienst. Doch ihre Tage im Kloster sind gezählt. Schon bald muss sie sich wieder dem Alltag stellen: "Ich habe nicht die Angst, dass ich sofort wieder nach der Flasche greifen werde. Aber ich habe Angst vor ganz alltäglichen Sachen." Die Tatsache jedoch, dass sie jederzeit ins Kloster zurückkehren kann, gibt ihr Kraft.


20:15 Meine überirdische Mutter (90 Min.) (HDTV)
Si tu vois ma mère
Fernsehfilm Frankreich, 2019
Produktion: Tabo Tabo Films, APC, ARTE F
Online verfügbar von 10/04 bis 10/05
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Max – Félix Moati
Monique – Noémie Lvovsky
Ohiana – Sara Giraudeau
Philippe – Gilles Cohen
Vanessa – Eugénie Derouand
Elodie – Géraldine Martineau
Oedipe – Estéban
JC – Raphaël Quenard
Rabbi – Sacha Bourdo

Regie: Nathanaël Guedj Produzent: Véronique Zerdoun, Tonie Marshall, Jean-Christophe Barret Drehbuch: Nathanaël Guedj, Sophie Glaas, Marc Syrigas, Alexandre Smia Musik: Philippe Jakko Kamera: Eric Blanckaert Kostüm: Olivier Ligen Szenenbild: Catherine Jarrier Redaktion: Clémentine Bobin Schnitt: Richard Marizy

"Kennst du die fünf Phasen der Trauer?", sorgt sich die attraktive Psychotherapeutin Ohiana um den 30-jährigen Augenarzt Max, mit dem sie zusammen in einer Praxis in Paris arbeitet. Denn seitdem vor kurzem Max' Mutter Monique unerwartet verstorben ist, scheint sich der Augenarzt komplett abzukapseln. Entsprechend beruhigt es Ohiana nicht wirklich, als ihr Max nun erklärt, dass es ihm sehr gut ginge, denn schließlich erscheine ihm seine Mutter seit ihrem Tod regelmäßig. Und das immer dann, wenn er eines von den vielen im Gefrierschrank lagernden Gerichten von Monique isst, welche die Restaurantbesitzerin zu Lebzeiten für ihn gekocht hat. Denn obwohl Max mit seinen 30 Jahren nicht mehr zu Hause wohnt, hatte er sich immer noch rundum von seiner Mutter versorgen lassen und alles mit ihr geteilt. Was gerade auch für seine beiden Schwestern nicht immer leicht war. Aber deshalb ist Max nun umso glücklicher, dass ihn seine Mutter heimsucht. Auch wenn er es im ersten Moment kaum hatte glauben können und sogar um Erklärung ringend dem verdutzen Rabbi auf dem Friedhof auf die Herrentoilette gefolgt war. Doch jetzt genießt Max einfach nur noch die Zeit mit seiner Mutter, die nun überall mit dabei ist: zu Hause beim Kochen in der Küche, beim Film schauen auf der Couch im Wohnzimmer und sogar auf dem Motorroller in den Straßen von Paris. Erst als Max und seine Kollegin Ohiana eine leidenschaftliche Affäre beginnen, wird Moniques ständige Anwesenheit problematisch. Nicht nur dass seine Mutter einiges an der jungen Frau auszusetzen hat, auch taucht sie immer in den ungünstigsten Momenten auf und tut alles, um die aufkeimende Beziehung der beiden zu sabotieren. Und obwohl Ohiana viel Verständnis für Max' Situation zeigt, gerät auch sie an ihre Grenzen. So dass Max bald vor einer schwierigen Wahl steht: entweder Ohiana oder seine tote Mutter …

Hintergrundinfo:
"Meine überirdische Mutter" ist das vielversprechende, skurril-komische Langspielfilmdebüt vom Regisseur Nathanaël Guedj. Die französische Komödie vermischt schrägen Humor mit Emotion und Elementen aus der Psychoanalyse zu einem ungewöhnlichen, sehr erfrischenden Film. In der Rolle der Ohiana, einer der Hauptfiguren neben Félix Moati als Max und Gilles Cohen als sein Onkel Philippe, ist Sara Giraudeau zu sehen, die 2018 mit dem französischem Filmpreis César für die beste Nebenrolle in "Petit paysan" ausgezeichnet wurde.


21:45 Mit Schwertern und Sandalen (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2018
Online verfügbar von 03/04 bis 10/05

Regie: Jérôme Korkikian

"Mit Schwertern und Sandalen" schildert die sagenhafte Geschichte der Monumentalfilme: In der Anfangszeit des Kinos sind antike Stummfilme die ersten Superproduktionen der Filmstudios mit aufwendigen Kulissen, Tausenden Statisten und der damals neuesten Technik. Der Ton im Film bedeutet das vorläufige Aus für das Genre, da die Kosten zu hoch sind. Zwei Jahrzehnte ist es still um den Sandalenfilm, bis Hollywoodklassiker die Zuschauer wieder begeistern: "Quo Vadis" (1951), "Spartacus" (1960) und der mit elf Oscars ausgezeichnete Film "Ben Hur" (1959). Gedreht wird meist in Rom in der Cinecittà. Bald beherrschen italienische Sandalenfilme die Leinwand und machen Hollywood Konkurrenz. Dabei steht aber nicht die Story im Vordergrund, sondern der Körper: Männliche Bodybuilder wie Steve Reeves und Reg Park mit der Ästhetik von Skulpturen gehen als Herkules in die Geschichte ein und legen den Grundstein für die Ausnahmekarriere eines Arnold Schwarzenegger. Die Dokumentation zeigt die größten und dekadentesten Augenblicke der Leinwandantike und ihrer Helden durch sorgfältig ausgewählte Filmausschnitte und hervorragend restaurierte Archivaufnahmen, begleitet von unveröffentlichten Interviews mit Stars wie Oliver Stone. Außerdem erzählt ARTE die Entstehungsgeschichte von "Gladiator" (2000), mit dem Ridley Scott den Sandalenfilm ins Jahrhundert der digitalen Spezialeffekte herüberrettet und alte Misserfolge wie "Cleopatra" (1963) vergessen lässt. Die Antike ist nun wieder leinwandtauglich und so folgen erfolgreiche Produktionen wie "Troja" (2004), "300" (2006) oder Serien wie "Spartacus".


22:40 Jesus Christ Superstar – Live in Concert (100 Min.) (HDTV, UT)
Musical USA, 2019
Online verfügbar von 09/04 bis 10/05
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Herodes Antipas – Alice Cooper
Jesus Christus – John Legend
Maria Magdalena – Sara Bareilles
Judas Iskariot – Brandon Victor Dixon
Pontius Pilatus – Ben Daniels
Kajaphas – Norm Lewis
Simon Petrus – Jason Tam
Hannas – Jin Ha
Simon Zelotes – Erik Grönwall

Regie: David Leveaux, Alex Rudzinski

"Jesus Christ Superstar Live in Concert" ist ein opulent gefilmter Konzertabend der Rockoper von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice. Die Story veranschaulicht und dramatisiert die letzten sieben Tage im Leben von Jesus Christus mit den Mitteln der Popmusik. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Judas, der mit dem wachsenden Erfolg von Jesus bei seinen Anhängern misstrauisch wird. Als Jesus im Tempel die Geldwechsler zur Rede stellt, wendet sich Judas gegen seinen Lehrer und setzt tragische Ereignisse in Gang. Ein All-Star-Cast mit John Legend als Jesus Christus, Sara Bareilles als Maria Magdalena, Brandon Victor als Judas und Alice Cooper als König Herodes spielen vor der Kulisse eines Off-Theaters in Brooklyn. Die TV-Version der Aufführung war 13-mal für den Emmy Award nominiert und gewann fünf Emmys.


00:20 Schöne Venus (110 Min.)
Wiederholung vom 16.03.


02:10 Gottfried Wilhelm Leibniz (50 Min.) (HDTV, UT)
Auf der Suche nach der Weltformel
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 22.03.

Regie: Holger Preuße


03:00 Abenteuer Seidenstraße (30 Min.) (HDTV)
Kirgisistan: Die Herren der Steppe
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 27.03.

Regie: Xavier Lefebvre


03:30 Abenteuer Seidenstraße (30 Min.) (HDTV)
Der Bosporus – Zwischen zwei Welten
Dokumentationsreihe Frankreich, 2017
Wiederholung vom 17.03.

Regie: Xavier Lefebvre


04:00 28 Minuten (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2020
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:45 Wer nicht fragt, stirbt dumm! (15 Min.) (HDTV)
Punks der Wissenschaft
Fernsehserie Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Pierre Volto, Hélène Friren

Wer behauptet eigentlich, dass Erfinder immer seriöse Menschen sind? Viele berühmte Wissenschaftler waren verrückt genug, um neue Dinge auszuprobieren. Manchmal testeten sie ihre Erkenntnisse sogar am eigenen Leib. Manche verloren dabei den Verstand – andere das Leben …

Hintergrundinfo:
Schräges Schulfernsehen für Erwachsene: In "Wer nicht fragt, stirbt dumm!" liefert Professor Schnauzbart wissenschaftliche Erklärungen für kuriose Alltagsphänomene. Die schwarzhumorigen Animationen klären unter anderem auf, warum Kokosnüsse gefährlicher als Haie sind, welche Schlafgewohnheiten Ameisen haben und dass Raketenrucksäcke nicht nur Vorteile mit sich bringen.


04:48 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –

• letzte Aktualisierung: 3. April 2020
 

*


Quelle:
arte – Programminformationen
15. Woche – 04.04. bis 10.04.2020
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 27. März 2020

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