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PREIS/301: Deutsch-tschechischer Journalistenpreis für Peter Lange (Deutschlandradio)


Deutschlandradio - Pressemitteilung vom 13.11.2017

Deutsch-tschechischer Journalistenpreis für Peter Lange


Der Deutsch-tschechische Journalistenpreis geht in der Kategorie Radio in diesem Jahr an Peter Lange, Korrespondent für ARD und Deutschlandradio in Prag. Lange erhielt den Preis für sein Feature "'Prag empfing uns wie Verwandte' - Wie Thomas und Heinrich Mann zu Tschechen wurden". Darin erzählt er mithilfe von Archivmaterial, Tagebüchern und Zeitzeugen, wie es dazu kam, dass die beiden aus Deutschland exilierten Schriftsteller 1936 die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft bekamen.

Langes Beitrag ist zugleich die Geschichte des tschechischen Kaufmanns Rudolf Fleischmann und seiner Familie. Fleischmann hatte als Stadtrat von Prosec durchgesetzt, dass die Familie Mann dort Heimatrecht bekommen sollte, die entscheidende Voraussetzung für die Staatsbürgerschaft. Nach der Zerschlagung und Annexion der Tschechoslowakei durch das nationalsozialistische Deutschland wurden die Fleischmanns deshalb selbst zu Flüchtlingen.

Die Jury des Deutsch-tschechischen Journalistenpreises würdigt das Stück als ein "emotional sehr bewegendes Feature" zu einem weithin unbekannten Aspekt der Biografie von Heinrich und Thomas Mann. Lange schildere mit aufwendig recherchierten Texten und Zitaten den Einsatz für die Staatsbürgerschaft der Brüder Mann. Das Stück sei "vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskrise und der Haltung Tschechiens hochaktuell".

Der Beitrag wurde am 16. November 2016 in der Sendung "Zeitfragen" im Programm von Deutschlandradio Kultur (seit Mai 2017 Deutschlandfunk Kultur) gesendet. Die Redaktion hatte Winfried Sträter.

deutschlandfunkkultur.de/wie-die-manns-tschechen-wurden

Der Deutsch-tschechische Journalistenpreis wird durch den Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Journalistenverband und dem Tschechischen Journalistenverband verliehen.

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Quelle:
Deutschlandradio
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veröffentlicht im Schattenblick zum 15. November 2017

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