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DRADIO - DEUTSCHLANDFUNK KULTUR/1068: Woche vom 25.06. bis 01.07.2018


Rundfunkprogramm Deutschlandfunk Kultur – 26. Woche vom 25.06. bis 01.07.2018


Montag, 25. Juni 2018


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Freispiel (55 Min.)
Kurzstrecke 75
Feature, Hörspiel, Klangkunst
Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel
Produktion: Autor*innen / Deutschlandfunk Kultur 2018
(Ursendung)

Wir präsentieren Hörminiaturen zwischen Hörspiel, Feature und Klangkunst. Sie handeln diesmal von der Suche nach Authentizität im Urwald, der enttäuschten Liebe als Aussteigerfigur und von Noise & Impro.

Der Staudamm
Von Diana Norris

Unter dem Bananenwald
Von Matthias Karow

Die 6Zehn der Resi D – Bonus
Von Christoph Ogiermann, Jürgen Palmtag

Außerdem: Neues aus der "Wurfsendung" mit Julia Tieke.
Informationen zur Einreichung unter: https://kurzstrecke.deutschlandradio.de


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Klassik
Moderation: Ulrike Klobes

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
u.a. Kalenderblatt
Vor 70 Jahren: US-General Lucius D. Clay befiehlt die Errichtung einer Luftbrücke für Westberlin

05:30-05:33 Nachrichten

05:50-05:55 Aus den Feuilletons

06:00-06:05 Nachrichten

06:20-06:23 Wort zum Tage
Ute Eberl
Katholische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:25 Politisches Feuilleton

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag

11:30-11:35 Musiktipps

11:45-11:50 Rubrik: Jazz


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Kulturmagazin

14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Kakadu (30 Min.)

15:00-15:05 Nachrichten für Kinder

15:05-15:30 Infotag
Moderation: Ulrike Jährling


15:30 Tonart (90 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag

16:00-16:05 Nachrichten

16:30-16:35 Musiktipps


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend

17:30-17:33 Kulturnachrichten

18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen. Politik und Soziales (55 Min.)
Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Beschimpfung, Beleidigung, Bedrohung
Wer rettet den guten Ton?
Von Carolin Pirich


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 In Concert (87 Min.)
Barbican Centre London
Aufzeichnung vom 20.05.2005
Esbjörn Svensson Trio (e.s.t.):
Esbjörn Svensson, Piano
Dan Berglund, Bass
Magnus Öström, Schlagzeug
Moderation: Matthias Wegner

Das schwedische Esbjörn Svensson Trio (e.s.t.) hat in den 15 Jahren seiner Existenz wichtige Maßstäbe im internationalen Jazz gesetzt und vor allem das Piano-Trio-Format entscheidend belebt und auf ein neues Niveau gebracht. Pianist Esbjörn Svensson starb auf tragische Art und Weise 2008 bei einem Tauchunfall. Anlässlich seines 10.Todestages wurde ein Mitschnitt des Trios aus dem Barbican Centre in London erstmals veröffentlicht. Dieser dokumentiert "eine Rockband, die Jazz spielte", auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.

Das Esbjörn Svensson Triohat viele bemerkenswerte und sehr unterschiedliche Konzerte gegeben, zumal die Band den Anspruch hatte, keine Routine abzuliefern. Schlagzeuger Magnus Öström sagt rückblickend: "Wir haben uns vor den Konzerten nie auf eine Playlist festgelegt. Es war für uns wichtig, um stets "im Moment" zu spielen und sich stark zu fokussieren. Meist war es so, dass Esbjörn einen Song angefangen hat und wir diesen hoffentlich erkannten". Manchmal sei man dabei auch auf einer falschen Fährte gewesen, aber oft seien auch gerade dadurch viele besondere Momente entstanden, betont Öström.

Über das Londoner Konzert aus dem Barbican-Centre hätten die drei Musiker von e.s.t. auch noch zu Svenssons Lebzeiten regelmäßig gesprochen, doch war damals schon ein anderer Live-Mitschnitt (Live in Hamburg / 2007) veröffentlicht worden. Dass das Londoner Konzert vom 20.5.2005 allerdings aus den vielen anderen Konzerten der Band herausragte, war schon damals klar. Es dokumentiert sehr schön eine unglaubliche Energie und eine sehr offene Herangehensweise an den Jazz, die nachwachsende Generationen enorm inspiriert hat.


21:30 Kriminalhörspiel (60 Min.)
Mord im Kopf
Von Christoph Prochnow
Regie: Wolfgang Rindfleisch
Mit: Hilmar Eichhorn, Steffi Kühnert, Hans-Jürgen Hürrig, Christian Steyer, Nico Holonics
Ton: Martin Eichberg
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
Länge: 52'49
(Wdh. v. 18.08.2008)

August 1968: Pahl und Wolters, Soldaten einer NVA-Einheit, wollen abhauen. Jahrzehnte später schießt Ex-Major Kuhlmann auf Pahl.

Ein Journalist hat einen 'Vorfall' recherchiert, der sich in einer der beiden NVA-Divisionen ereignete, die in den Augusttagen 1968 an der Grenze zur ÈSSR zur 'brüderlichen Hilfe' bereitstanden. Es geht um einen 'verratenen Desertionsversuch'. Zeitzeugen sind ein ehemaliger Major und ein damaliger Wehrpflichtiger – heute erfolgreicher Filmproduzent. Doch bevor der Artikel erscheint, nimmt die Geschichte eine neue Wendung: Der Major soll auf den Filmproduzenten geschossen haben.

Christoph Prochnow, geboren 1942, studierte an der Filmhochschule Babelsberg, arbeitete im DEFA-Studio für Spielfilme und schreibt seit 1973 Hörspiele. Lebt in Berlin. Deutschlandradio produzierte "Todesphantasie" (2008) und "Der letzte Schritt" (2010). 2011 treten in "Der Zahn des Voltaire" zum ersten Mal Kommissar Joubert und Assistent Cocu auf. Das ungleiche Paar ermittelte auch in "Zolas Schornstein" (2014), "Van Goghs Schweigen" (2015) und "Das Ende von Laura und Paul" (2017).


22:30 Studio 9 kompakt (30 Min.)
Themen des Tages

u.a. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018™


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

23:30-23:33 Kulturnachrichten

 

*


Dienstag, 26. Juni 2018


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Neue Musik (55 Min.)
Pfingsten auf Schloss Leuk
Neue, experimentelle und elektronische Musik beim "Forum Wallis"
Von Florian Neuner

Konzerte, Klangspaziergänge und ein Preis für akusmatische Musik prägen das Festival an der deutsch-französischen Sprachgrenze.


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Jazz
Moderation: Manuela Krause

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
u.a. Kalenderblatt
Vor 100 Jahren: Der österreichische Schriftsteller Peter Rosegger gestorben

05:30-05:33 Nachrichten

05:50-05:55 Aus den Feuilletons

06:00-06:05 Nachrichten

06:20-06:23 Wort zum Tage
Ute Eberl
Katholische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:25 Politisches Feuilleton

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag

11:30-11:35 Musiktipps

11:45-11:50 Rubrik: Klassik


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Kulturmagazin

14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Kakadu (30 Min.)

15:00-15:05 Nachrichten für Kinder

15:05-15:30 Medientag
Moderation: Ulrike Jährling


15:30 Tonart (90 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag

16:00-16:05 Nachrichten

16:30-16:35 Musiktipps


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend

17:30-17:33 Kulturnachrichten

18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen. Wirtschaft und Umwelt (55 Min.)
Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Bauernstimmen
Wer vertritt die deutsche Landwirtschaft?
Von Ernst-Ludwig von Aster


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Live aus dem Konzerthaus Berlin

Joseph Haydn
"Missa Cellensis in honorem Beatissimae Virginis Mariae" C-Dur für Soli Chor und Orchester, Hob.XXII:5

ca. 20.45 Konzertpause

Michael Haydn
"Ave Regina" C-Dur für achtstimmigen Chor MH 140

Georg Reutter
"Vox laetabunda et jucunda"
"Ad aram Dei"

Johanna Winkel, Sopran
Sophie Harmsen, Alt
Benjamin Bruns, Tenor
Wolf Matthias Friedrich, Bass
RIAS Kammerchor Berlin
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Justin Doyle


22:00 Alte Musik (30 Min.)
Alte Musik / Ernste Musik / Musik / Kultur
"Stand mit allen Musikern Roms in persönlichem Kontakt"
Pietro Ottoboni, Kardinal und Mäzen
Von Richard Schroetter

Er war eine schillernde Figur: Kirchenfürst, Musiknarr und Sammler – und überdies ein unglaublicher Verschwender. Kardinal Pietro Ottoboni (1667 – 1740), der Neffe von Papst Alexander VIII., hat sich als dilettierender Librettist und großzügiger Förderer berühmter Musiker unsterblich gemacht. Corelli und Händel gingen in seinem Palast ein und aus, ebenso die beiden Scarlattis und noch viele andere mehr, die heute vergessen sind. Er leistete sich ein eigenes Theater – inklusive Musikkapelle – um die ihm genehme Musik hören zu können. Er sammelte kostbare Antiquitäten, Bücher und Bilder und hinterließ einen riesigen Schuldenberg. Mit seinem Tod erlosch jenes aristokratisch-geistliche Mäzenatentum, das Rom für viele Kunst- und Musikliebhaber so einzigartig machte.


22:30 Studio 9 kompakt (30 Min.)
Themen des Tages

u.a. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018™


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

23:30-23:33 Kulturnachrichten

 

*


Mittwoch, 27. Juni 2018


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Feature (55 Min.)
Serienabend
This little light (4/4)
Das Ende des Sommers
Von Chris Koch, neu gehört und in Ausschnitten präsentiert von Martina Groß
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 54'01
(Ursendung)

Mississippi 1964: Doku über die US-Bürgerrechtsbewegung.

USA 1964: Der 'Freedom Summer' hat vieles in Gang gesetzt – nicht nur für Mississippi, sondern auch für das Free Speech Movement in Berkeley und die US-Bürgerrechtsbewegung allgemein. 44 Tage nach ihrem Verschwinden werden die Leichen von drei verschwundenen Bürgerrechtlern gefunden. Wir hören David Dennis' Rede auf den ermordeten Bürgerrechtler James Chaney, deren Inhalt nach wie vor aktuell ist.

Chris Koch, geboren 1935 in Schenectady/New York, gehört zur ersten Generation investigativer Radiojournalisten. Er begann 1960 in Berkeley, bevor er als Programmdirektor zu WBAI nach New York wechselte. Für das er neben Malcolm X, Martin Luther King Jr. oder Che Guevara auch Ex-FBI-Agenten Jack Levine interviewte, der erstmals öffentlich Interna der Behörde preisgab. 1965 berichtete Koch als erster US-Journalist aus Nordvietnam. Er drehte unzählige politische Dokumentarfilme, für die er mehrere Emmys erhielt. Koch unterrichtet Journalismus am Montgomery College in Washington D.C.

Martina Groß, 1963 in Berlin geboren, studierte Germanistik und Publizistik, seit 1997 Feature-Autorin. Ihre Sendung "Noch zehn Sekunden. Die amerikanische Radiopionierin Elsa Knight Thompson" (Dlf 2010) wurde mit dem Juliane Bartel Medienpreis ausgezeichnet, "Lynne Stewart, eine amerikanische Geschichte" (Dlf/NDR 2011) für den Liberty Award 2013 nominiert. Zuletzt, u.a. "Radikal leben. Die britischen Künstler Gee Vaucher und Penny Rimbaud" (Dlf 2015) und "Leben ist Leben. Tod ist Tod. Der Dichter Richard O. Moore" (SWR/Dlf 2017).


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Americana
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
u.a. Kalenderblatt
Vor 50 Jahren: Das "Manifest der 2000 Worte" wird in der Tschechoslowakei veröffentlicht

05:30-05:33 Nachrichten

05:50-05:55 Aus den Feuilletons

06:00-06:05 Nachrichten

06:20-06:23 Wort zum Tage
Ute Eberl
Katholische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:25 Politisches Feuilleton

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag

11:30-11:35 Musiktipps

11:45-11:50 Rubrik: Folk


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Kulturmagazin

14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Kakadu (30 Min.)

15:00-15:05 Nachrichten für Kinder

15:05-15:30 Musiktag
u.a.
Klassik für Einsteiger
Von Ulrike Timm
Moderation: Ulrike Jährling


15:30 Tonart (90 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag

16:00-16:05 Nachrichten

16:30-16:35 Musiktipps


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend

17:30-17:33 Kulturnachrichten

18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen. Kultur und Geschichte (55 Min.)
Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Der erste und der letzte Ton
Die Tragödie um ein einzigartiges Instrument der DDR
Von Christian Conradi

Die Geschichte der EKI 1 Toccata-Orgel, die als erste ihrer Art die perfekte elektronische Klangkopie beherrschte – und trotzdem verstummt ist und vergessen wurde.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (87 Min.)
Begegnungen mit dem Komponisten und Theologen Dieter Schnebel (5/5)
"Manchmal auch bei Predigten"
Letzte Dinge und komische Momente
Carolin Naujocks im Gespräch mit Dieter Schnebel
Mit Ausschnitten aus folgenden Kompositionen:

Dieter Schnebel
"Hörfunk Radio-Stücke I-V"
Gerd Bollmann, Cornelia Menzeln, Hans-Helmut Sievert, Sprecher

Pierre Boulez
"Polyphonie X" für 18 Soloinstrumente
SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden
Leitung: Hans Rosbaud

Dieter Schnebel
"Glossolalie 61" (Fassung für 4 Sprecher und 3 Instrumentalisten)
Gruppe Neue Musik "Hanns Eisler", Leipzig
Leitung: Christian Münch

Dieter Schnebel
"Ekstasis" für Sopransolo, Sprecher, 2 Kinderstimmen, Schlagzeugsolo, Chor und großes Orchester
Chor des Bayerischen Rundfunks
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Lothar Zagrosek

Dieter Schnebel
"Harley Davidson" für Trompete (Posaune) und Motorräder
Harley-Sounding-Group

Dieter Schnebel
"Flipper", Kammermusik für Spielautomaten, Darsteller, Instrumente und Tonband
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Mitglieder der Maulwerker
Leitung: Steffen Tast
Klangregie: Dieter Schnebel

Dieter Schnebel
"Stücke" für Streichinstrumente
Quatuor Diotima

Maurice Ravel
"Rhapsodie espagnole" für Orchester
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Lorin Maazel

Igor Strawinsky
"Orpheus", Ballett in drei Bildern für Orchester
RIAS-Symphonie-Orchester
Leitung: Sir Georg Solti

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 5 B-Dur
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Kent Nagano

Dieter Schnebel
Streichquartett "Im Raum"
Quatuor Diotima

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Rafael Frühbeck de Burgos

Experimentelles Arbeiten – das bedeutet für Dieter Schnebel, durch gelebte Neugier Erfahrungen zu machen. Der emanzipatorische Impetus seiner Haltung zeigt sich nicht nur in der Musik, sondern zieht sich durch alle Bereiche der Kunst. In den inzwischen über 70 Jahren kompositorischer Arbeit hat Dieter Schnebel ein schier unüberschaubares Werk geschaffen, das zugleich akribisch strukturiert ist: phonetische Musik, sichtbare Musik, organische Musik, psychoanalytische Musik, experimentelles Theater und so fort mit vielen Ableitungen und Seitenlinien, z.B. Zeichensprache und Schaustücke. Die aus diesem systematisch-experimentellen Vorgehen resultierenden unerwarteten Beziehungen sind es, die das ebenso überraschende wie befreiende Moment seiner Musik ausmachen. Denn Dieter Schnebels Komponieren bedeutet immer auch einen Emanzipationsprozess.

In der fünften und letzten Sendung dieser Reihe erzählt Dieter Schnebel von seinem Leben im geteilten Berlin. Es geht um Radio- und andere Kunst, um Krankheit, Tod und die komischen Seiten des Lebens – und um die Frage, was der Unterschied zwischen einer Geige und einer Harley Davidson ist.


21:30 Hörspiel (60 Min.)
Irgendein Briefträger
Von Karl-Heinz Bölling
Regie: Heike Tauch
Mit: Thilo Prückner, Irm Hermann, Bernhard Schütz, Margarita Breitkreiz, Florian Lukas, Steffen Scheumann, Klaus Herm und Matti Krause
Ton: Jean Szymczak
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011
Länge: 53'37
(Wdh. v. 06.07.2011)

Abenteuerliche Erlebnisse eines Postzustellers in einem Wohnhaus.

"Briefe haben unglaubliche Reichweiten", sagt die junge Frau und denkt sogar an den Mann im Mond. Aber für den Briefträger sind die Erlebnisse in diesem Wohnhaus schon abenteuerlich genug. In jeder Etage eine andere Geschichte, einmal tote Fische im Aquarium, einmal eine tote Ehefrau, eine Fröschesammlung oder ein Einberufungsbescheid. Und dann auch noch das Missgeschick: Der Briefträger verstaucht sich den Fuß, braucht selbst Hilfe und kann das Postgeheimnis nicht mehr schützen. So entstehen Konflikte von unglaublicher Tragweite.

Karl-Heinz Bölling, 1947 in Dortmund-Aplerbeck geboren, zählt zu den produktivsten deutschen Hörspielautoren. Deutschlandradio produzierte zahlreiche seiner absurd-fantastischen Stücke: "Einmal Park" (1998), "Tschaikowsky oder Eine alleinstehende Frau in ihrer schönen Wohnung" (1999), "Hände hoch oder Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand" (2001), "Das Zimmer" (2002), "Die Eichhörnchen" (2005), "Der Sitzplatz" (2006), "Die Wiese" (2009), "Der Verfassungsschutz" (2013) und "Irgendwann geht alles kaputt" (2015). Für 2019 in Vorbereitung: "Der Monat Januar".


22:30 Studio 9 kompakt (30 Min.)
Themen des Tages

u.a. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018™


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

23:30-23:33 Kulturnachrichten

 

*


Donnerstag, 28. Juni 2018


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Neue Musik (55 Min.)
Festival Acht Brücken
Klaus-von-Bismarck-Saal, Köln
Aufzeichnung vom 01.05.2018

Bernd Alois Zimmermann
Sonate für Violine solo

Bernd Alois Zimmermann
"Metamorphose"für kleines Orchester
(Musik zu einem Film von Miggel Wolgensinger)

Bernd Alois Zimmermann
Suite aus "Das Gelb und das Grün"für kleines Orchester
(Musik zu einem Puppentheater von Fred Schneckenburger)

Hannah Weirich, Viola
Ensemble Musikfabrik
Leitung: Peter Rundel


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Rock
Moderation: Uwe Wohlmacher

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
u.a. Kalenderblatt
Vor 790 Jahren: Kaiser Friedrich II. bricht zu einem Kreuzzug ins Heilige Land auf

05:30-05:33 Nachrichten

05:50-05:55 Aus den Feuilletons

06:00-06:05 Nachrichten

06:20-06:23 Wort zum Tage
Ute Eberl
Katholische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:25 Politisches Feuilleton

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag

11:30-11:35 Musiktipps

11:45-11:50 Rubrik: Weltmusik


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Kulturmagazin

14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Kakadu (30 Min.)

15:00-15:05 Nachrichten für Kinder

15:05-15:30 Quasseltag
Moderation: Ulrike Jährling
08 00 22 54 22 54


15:30 Tonart (90 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag

16:00-16:05 Nachrichten

16:30-16:33 Chor der Woche


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend

17:30-17:33 Kulturnachrichten

17:50-17:54 Typisch deutsch?
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen. Forschung und Gesellschaft (55 Min.)
Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
"Hen" sein: Heute mal Mädchen, morgen dann Junge!
Über den Umgang mit dem dritten Geschlecht am Beispiel Schwedens
Von Christine Westerhaus

Was mit "hen", eine Zusammensetzung aus han=er und hon=sie, begann, zeigt inzwischen Wirkung: Jugendlichen wollen sich nicht mehr zwischen den Geschlechtern entscheiden.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Bachfest Leipzig
Salles de Pologne
Aufzeichnung vom 10.06.2018

Johann Sebastian Bach
Präludien und Fugen aus dem "Wohltemperierten Klavier" BWV 846-893

Dmitrij Schostakowitsch
Präludien und Fugen aus "24 Präludien und Fugen" op. 87

Andreas Staier, Cembalo
Alexander Melnikow, Klavier

Es sind oft besonders prägende Eindrücke, die zu neuen Anläufen und Leistungen führen. So auch im Fall der 24 Präludien und Fugen von Dmitrij Schostakowitsch. Als besonderer Gast besucht Schostakowitsch 1950 das Bachfest in Leipzig. Das ist ein herausragendes Bachfest zum 200. Todestag des großen Thomaskantors, bei dem u.a. auch die Gebeine Bachs in seine Hauptwirkungsstätte – also in die Thomaskirche – feierlich umgebettet werden. Der furchtbare Krieg sitzt allen noch in den Knochen und im Gedächtnis. Man ruft in Leipzig durch die Musik Bachs zu Frieden und Friedfertigkeit auf; in jenen Jahren ein tiefgreifendes und hochemotionales Erlebnis. Der russische Komponist Schostakowitsch, ebenfalls kriegsgeschädigt, erhält die ehrenvolle Aufgabe, beim allerersten Leipziger Bach-Wettbewerb in der Jury zu sitzen. Unter den Wettbewerbsteilnehmern ist auch eine junge russische Pianistin – Tatjana Nikolajewa, 26 Jahre alt, die alle 48 Präludien und Fugen von Bachs zweibändigem 'Wohltemperierten Klavier' auswendig beherrscht und auf Zuruf der Jury das jeweilige Stück als Wettbewerbsbeitrag spielt. Eine unglaubliche Leistung, die mit einem ersten Preis gewürdigt wird. Schostakowitsch ist davon derart beeindruckt, dass er innerhalb eines Jahres ebenfalls 24 Präludien und Fugen im vollständigen Zirkel aller Tonarten komponiert. In Form und Stilistik bezieht sich Schostakowitsch an manchen Stellen explizit auf Bach. Er lässt sein 'C-Dur-Präludium' beispielsweise exakt mit demselben Ton beginnen, wie Bach es getan hat. Dennoch – Schostakowitsch ist ein großartiger Künstler! - sind diese 24 Präludien und Fugen Ergebnis seiner eigenen Ideen- und Gedankenwelt. Tatjana Nikolajewa führte den Schostakowitsch-Zyklus 1952 erstmals öffentlich auf. Es besteht ein großer Reiz darin, diese von der Idee her kongruenten Zyklen von Bach und Schostakowitsch, die sich dennoch einer gänzlich anderen 'Sprache' bedienen, in einem Konzert miteinander zu kombinieren.


22:00 Chormusik (30 Min.)
Fünf Weltreligionen, ein Chorfestival
Musica Sacra International im Allgäu
Von Magdalene Melchers


22:30 Studio 9 kompakt (30 Min.)
Themen des Tages

u.a. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018™


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

23:30-23:33 Kulturnachrichten

 

*


Freitag, 29. Juni 2018


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Klangkunst (55 Min.)
Sound Art / Hörspiel / CrossOver / Kultur
Regular Measures
Von Alessandro Bosetti
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: ca. 54'30
(Ursendung)

Radiophone Versuchsanordnung: Was wäre, wenn die Welt nur aus Stimmen bestünde? Durch den komplett dunklen Raum schwirren Stimmen. Woher kommen sie? Von den Besuchern? Der Zermonienmeisterin? Aus den Lautsprechern? Und wer bin ich, jetzt, wo ich nur Stimme bin? Die Versuchsreihe 'Regular Measures' (regelmäßige Maßnahmen) erkundete die Entkörperung der Stimme. Der Klangkünstler Alessandro Bosetti erschafft dafür ein Universum aus flüchtigen Klangkreaturen, die in einem ewigen Kreislauf entstehen und vergehen.

Alessandro Bosetti, 1973 in Mailand geboren, lebt als Radioautor, Komponist und Klangkünstler in Marseille. Für Deutschlandradio Kultur entstanden zahlreiche Stücke: 2007 "Gesualdo Translations", 2009 "arcoparlante"' 2011 "Spinoza und der Fisch", 2012 "Wörterberge", 2013 "Der Lügendetektor", zuletzt: "Minigolf" (2014- 2016).


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Weltmusik
Moderation: Kathrin Wilke

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
u.a. Kalenderblatt
Vor 50 Jahren: Im Londoner Hyde Park findet das erste Rockkonzert statt

05:30-05:33 Nachrichten

05:50-05:55 Aus den Feuilletons

06:00-06:05 Nachrichten

06:20-06:23 Wort zum Tage
Ute Eberl
Katholische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:25 Politisches Feuilleton

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:45 Alltag anders
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

07:50-07:58 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:20-08:26 Neue Krimis

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag

11:30-11:35 Musiktipps

11:45-11:50 Unsere roc-Ensembles


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)

12:50-12:55 Besser essen
Udo Pollmers Mahlzeit


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)
Lärm in idyllischer Landschaft
Auf der Schwarzwaldhochstraße sind zu viele Biker unterwegs
Von Michael Frantzen

Die Schwarzwaldhochstraße ist bei Motorradfahrern äußerst beliebt. An manchen Tagen sind dort tausende Biker unterwegs. Die Panoramastrecke ist die älteste Touristikstraße Deutschlands. Anwohner und Touristen fühlen sich vor allem im Sommer vom Lärm der Zweiräder belästigt.


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Kulturmagazin

14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Kakadu (30 Min.)

15:00-15:05 Nachrichten für Kinder

15:05-15:30 Entdeckertag
Eine Welt für sich – das Schwimmbad
Besuch im Müller'schen Volksbad in München
Von Kristina Dumas
Moderation: Ulrike Jährling


15:30 Tonart (90 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag

16:00-16:05 Nachrichten

16:30-16:35 Musiktipps


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (55 Min.)
Kultur und Politik am Abend

17:30-17:33 Kulturnachrichten


18:00 Nachrichten (5 Min.)


18:05 Wortwechsel (55 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat" (25 Min.)


19:30 Zeitfragen. Literatur (30 Min.)
Das Blaue Sofa – Europäischer Autoren-Gipfel
Dana Grigorcea über ihre Novelle "Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen"
im Gespräch mit Dorothea Westphal

Die Novelle der aus Rumänien stammenden und in Zürich lebenden Autorin Dana Grigorcea ist eine zauberhafte Hommage an Anton Tschechow.
Als die Primaballerina Anna, verheiratet und gut situiert, Gürkan trifft und sich in ihn verliebt, ist das Gefühl ein anderes als bei ihren sonstigen Affären. Und auch Gürkan, Landschaftsgärnter und ebenfalls verheiratet, erlebt mit Anna die große Liebe. Grigorcea schildert diese Amour Fou in enger Anlehnung an Anton Tschechows Novelle "Die Dame mit dem Hündchen." Auch die Leichtigkeit der Sprache und der Erzählton erinnern an Tschechow und bilden einen reizvollen Kontrast zu der Wucht der Gefühle. So spielerisch wie souverän nutzt Grigorcea die literarische Vorlage und erzählt eine Geschichte, die im heutigen Zürich spielt und von einer heterogenen Gesellschaft, Vorurteilen und der Rolle der Kunst handelt und doch so zeitlos ist wie Tschechows Text.

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, studierte in Bukarest und Brüssel und lebt mittlerweile in Zürich. Ihr Debüt von 2011 "Baba Rada. Das Leben ist vergänglich wie die Kopfhaare" erschien 2015 auf deutsch. In dem Jahr wurde die Autorin auch beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt für einen Auszug aus ihrem Roman "Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit" mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (147 Min.)
Live aus der Philharmonie Berlin

Bedrich Smetana
"Aus Böhmens Hain und Flur", Sinfonische Dichtung für Orchester

Sergej Prokofjew
Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63

ca. 20.55 Konzertpause

Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Baiba Skride, Violine
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Tugan Sokhiev

Ex-Chefdirigent Tugan Sokhiev kehrt zum DSO Berlin zurück mit einem für ihn typischen, überwiegend russischen und eingängigen Programm.


22:30 Studio 9 kompakt (30 Min.)
Themen des Tages

u.a. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018™


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

23:30-23:33 Kulturnachrichten

 

*


Samstag, 30. Juni 2018


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Lange Nacht (175 Min.)
Flamenco, Sackpfeifen und teuflische Dämonen
Eine Lange Nacht der spanischen Musik
Von Stefan Wimmer
Regie: Margot Litten

01:00-01:05 Nachrichten

02:00-02:05 Nachrichten

Spanische Musik – da denken viele unwillkürlich an Flamenco, ekstatisch geschleuderte Röcke oder Schreie maurischer Klage. Dies wird der Wahrheit nur zum Teil gerecht. In den wilden Bergen des spanischen Nordens herrscht eine ganz andere Musikkultur, die in Deutschland nahezu unbekannt ist: Im Baskenland lieben die trutzig-kämpferischen Bewohner so ausgefallene Instrumente wie die Txistu (eine Piccoloflöte), die Alboka (eine Hornpfeife) und die Txalaparta (ein Schlaginstrument), die wundervolle Töne erzeugen und eine jahrhundertealte Geschichte haben. Die Dorffeste sind geprägt von sexuellen Riten und Aufmüpfigkeit, und gefeiert wird, wo man nur kann. Auch in der Provinz Asturien geht es deftig zur Sache: Dort huldigt man den Sackpfeifen, Drehleiern und Harfen – und intoniert Liebeslieder von Schäferstündchen und untreuen Ehefrauen. Auch historisch ist die Musik in Asturien hochinteressant, denn hier nahm die Reconquista ihren Ausgang, in den asturischen Berghöhlen verschanzten sich nach der maurischen Eroberung die letzten widerständigen christlichen Adeligen. In die Geschichte ging der Satz des muslimischen Heerführers ein, der die Belagerung mit den Worten abbrach: "Lasst diese Hunde in den Höhlen verrotten, sie können uns nicht mehr schaden." Ein verhängnisvoller Irrtum – genau aus diesen Berghöhlen ging die christliche Rückeroberung hervor. Das Spannungsfeld zwischen Orient und Abendland ist auch im andalusischen Flamenco zu sehen: Ein Besuch bei den 'peñas flamencas', den Flamenco-Stammtischen in Sanlúcar (Cádiz), zeigt, wie kontrovers Flamenco von seinen Fans diskutiert wird. Eine 'Lange Nacht' über die etwas andere spanische Musik.


03:00 Nachrichten (5 Min.)


03:05 Tonart (115 Min.)
Filmmusik
Moderation:Vincent Neumann

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Aus den Archiven (55 Min.)
Studenten verändern die Welt – 1968 und die Folgen (3/4)
Die Studentenbewegung entdeckt die Dritte Welt
und
Die Studentenbewegung und der Alltag
Von Joachim Weiner
Deutschlandfunk 1988
Vorgestellt von Michael Groth
(Teil 4 am 28.07.2018)

Die Proteste der Studenten richteten sich nicht nur gegen die deutsche Gesellschaft. Man forderte Gerechtigkeit für die Dritte Welt, musste aber zugleich den Alltag in der Bundesrepublik bewältigen.


06:00 Nachrichten (5 Min.)


06:05 Studio 9 (175 Min.)
Kultur und Politik am Morgen

06:20-06:23 Wort zum Tage
Ute Eberl
Katholische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

06:40-06:45 Aus den Feuilletons

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:24 Kommentar der Woche

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (115 Min.)
Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de
Facebook und Twitter

10:00-10:05 Nachrichten


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Lesart (55 Min.)
Das politische Buch


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


12:30 Schlaglichter (30 Min.)
Der Wochenrückblick


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Breitband (55 Min.)
Medien und digitale Kultur


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Rang 1 (25 Min.)
Das Theatermagazin


14:30 Vollbild (90 Min.)
Das Filmmagazin
Live vom Filmfest München
Moderation: Susanne Burg und Patrick Wellinski

15:00-15:05 Nachrichten


16:00 Nachrichten (5 Min.)


16:05 Echtzeit (55 Min.)
Das Magazin für Lebensart


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages mit Sport

u.a. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018™


17:30 Tacheles (30 Min.)


18:00 Nachrichten (5 Min.)


18:05 Feature (55 Min.)
Höllenfahrt
Ein Medienexperiment
Von Friedrich Knilli
Regie: Götz Naleppa
Mit: Andreas Tobias und Helmut Mooshammer
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: ca. 54'
(Ursendung)

Die Geschichte eines skrupellosen Karrieristen im Graz der 1930er-Jahre.

Josef Knilli, der Onkel des Autors, war Hauptakteur der Arisierung des Kleiderhauses Spielmann in Graz. Er stieg auf vom kleinen Schneider in Fehring zum großen Kleiderhausbesitzer. Mal für, mal gegen die Nazis. Er saß viele Jahre in Gefängnissen, bereute aber nichts. Er starb unbesiegt, begleitet von Mozarts 'Don Giovanni'. Auf der Webseite derinternetlink.de erzählt Friedrich Knilli die andere Seite der Geschichte: die Enteignung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Kleiderhausfamilie Spielmann.

Friedrich Knilli, als Friedrich Venier 1930 in Fehring/Steiermark geboren, ist ein streitbarer Emeritus der Technischen Universität Berlin und seit 1953 Schriftsteller, der Provokationen liebt. Solche gelangen ihm 1955 mit einem Hörspiel im Stil der Comedia del arte und 1961 mit der Erfindung des Schallspiels: In seiner Dissertation "Das Hörspiel. Mittel und Möglichkeiten eines totalen Schallspiels", bezog er eine radikale Gegenposition zum damaligen "Hörspielpapst" Heinz Schwitzke, der das Hörspiel als reines Wortspiel definierte. Als er 1971 für das Drehbuch zu "Auf, Sozialisten, schließt die Reihen! Deutsches Arbeitertheater 1867- 1918" mit dem Adolf-Grimme-Preise ausgezeichnet wurde, verspottete er die Jury bei der Preisverleihung. Die mediale Auseinandersetzung mit dem Holocaust ist für ihn Verkitschung von Auschwitz. Und 2018? Knilli präsentiert das Friedhofprojekt Santa Monica: "Hitler hilft Feuchtwanger in den Mantel!".


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Oper (145 Min.)
Bethanienkirche Leipzig
Produktion vom 20./ 21.06.2018
Erich Wolfgang Korngold
'Das Lied der Liebe'
Operette nach der Musik zu 'Das Spitzentuch der Königin' von Johann Strauß Sohn
Libretto: Ludwig Herzer

Graf Richard von Auerspach – Adam Sanchez, Tenor
Baronin Paulette – Lilli Wünscher, Sopran
Baron Gigi – Andreas Reiner, Tenor
Tini – Laura Scherwitzl, Sopran
Lori Fallhuber – Mirjam Neururer, Sopran
Oberleutnant Puchberg – Hinrich Horn, Bass
Erzähler – Cusch Jung

Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig
Leitung: Stefan Klingele


21:30 Die besondere Aufnahme (90 Min.)
Peter Ruzicka
"…possible-à-chaque-instant…", 7. Streichquartett
"CLOUDS 2" für Streichquartett und Orchester

Minguet Quartett:
Ulrich Isfort, Violine
Annette Reisinger, Violine
Aroa Sorin, Viola
Matthias Diener, Violoncello
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Peter Ruzicka
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017

Ersteinspielungen zweier jüngerer Werke von Peter Ruzicka, der am 3. Juli 2018 seinen 70. Geburtstag feiert.


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

 

*


Sonntag, 1. Juli 2018


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Literatur (55 Min.)
Gegenwart lesen
Gast: N.N.
Moderation: René Aguigah


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (175 Min.)
Chansons und Balladen
Moderation: Jürgen Liebing

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten


04:00 Nachrichten (5 Min.)


04:05 Tonart (170 Min.)
Clublounge
Moderation: Oliver Schwesig

05:00-05:05 Nachrichten

06:00-06:05 Nachrichten


06:55 Wort zum Tage (5 Min.)
Sufi-Bewegung


07:00 Nachrichten (5 Min.)


07:05 Feiertag (25 Min.)
Evangelische Kirche
Nicht immer lieb sein
Plädoyer für die Wut
Von Pfarrerin Heidrun Dörken


07:30 Kakadu für Frühaufsteher (30 Min.)
Erzähltag
"Der Junge, der unbedingt zu Fuß gehen wollte …"
Von Wolfram Hänel
Gelesen von André Holonics
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
(Ursendung)
Moderation: Ulrike Jährling

Anstatt mit Papa im Auto machen sich Jakob und seine Mama mit den Fahrrädern auf in Richtung Ostsee. Mal sehen, wer zuerst ankommt.

Da sie keine Lust darauf haben, zusammen mit Papa im Auto an die Ostsee zu fahren, entschließen sich Mama und Jakob, die Strecke mit dem Fahrrad zurückzulegen. In aller Frühe holen die beiden ihre Fahrräder aus der Garage. Jakobs Mama klemmt ihren kleinen Rucksack auf den Gepäckträger. Mit einer Regenplane für jeden, zwei Äpfeln, einer Packung Kekse und einer Flasche Eistee. Mehr nicht. "Wenn schon Abenteuer, dann auch richtig", sagt Mama und das leuchtet Jakob ein.


08:00 Nachrichten (5 Min.)


08:05 Kakadu (55 Min.)
Hörspieltag
Tyrannosaurus Max
Von Peter Jacobi
Ab 7 Jahren
Regie: Judith Lorentz
Musik: Lutz Glandien
Mit: Fae Faika, Cathlen Gawlich, Christoph Gawenda, Leo Knizka, Ursula Werner, Stephanie Amarell, Bernd Stempel, Thorsten Merten, Ulrich Noethen
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
Länge: 52'31
Moderation: Ulrike Jährling

Aus einem trotzigen kleinen Jungen wird über Nacht ein Tyrannosaurus und die Eltern merken es nicht.

Laura ist zehn Jahre alt. Sie hat einen kleinen Bruder, der in den Kindergarten geht und ständig alle nervt. Eines Morgens setzt sich eine kleine Riesenechse zur Familie an den Küchentisch. Es ist Max, der über Nacht in einen Tyrannosaurus verwandelt wurde. Alle erschrecken sich, nur Mama und Papa tun so, als hätte ihr Sohn nur einen schuppigen Ausschlag. Da Max so nicht in den Kindergarten gehen kann, muss Laura ihn hüten. Und das ist schwer, denn Tyrannosaurus Max wächst schnell, brüllt laut und stampft wild durch die Wohnung.

Peter Jacobi, geboren 1951 in Thüringen, Schriftsteller, Buchhändler und Rockmusiker. Er veröffentlichte Theaterstücke, Hörspiele und Romane. Jacobi lebt seit 1981als freier Autor in München.


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Sonntagmorgen (115 Min.)
Das Rätselmagazin
Moderation: Olga Hochweis
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00-10:05 Nachrichten

10:30-10:58 Sonntagsrätsel
Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Deutschlandrundfahrt (54 Min.)
Freizeit und Reise / Unterhaltung / Gespräch / Regionale Information
Spaziergänge mit Prominenten
Renate Schönfelder unterwegs mit der Kunstmäzenin Eske Nannen in ihrer Heimatstadt Emden

Eske Nannen, das macht bereits ihr nordischer Vorname deutlich, stammt aus Ostfriesland. Sie wurde in Emden geboren. Seit ihrer Kindheit kannte sie ihren späteren Mann, den Journalisten und Verleger Henri Nannen. Dieser sammelte über Jahrzehnte Kunst – vor allem die Brücke-Expressionisten und die modernen, farbenprächtigen Werke des Blauen Reiter. Gemeinsam bauten sie später die Kunsthalle Emden in ihrer gemeinsamen Heimatstadt auf. 30 Jahre lang war Eske Nannen die Geschäftsführerin und empfing dort Politiker, Manager und Bundespräsidenten.

Bevor sie Henri Nannen heiratete, machte die Tochter eines Emder Fassfabrikanten im Unternehmen des Vaters eine Lehre als Industriekauffrau. Zwei Jahre lang fuhr sie als Zahlmeisterin an Bord eines Schiffes zur See, arbeitete in Wirtschaftsunternehmen und im Tourismus. Sie eignete sich die Fähigkeiten an, die ihr später bei Politikern und Wirtschaftsbossen den Ruf als eine der hartnäckigsten aber auch eine der charmantesten Spendensammlerinnen für die Kunst einbrachten. In der kleinen ostfriesischen Hafenstadt Emden mit ihren etwa 50.000 Einwohnern, der gemütlichen Backsteinarchitektur und dem Ratsdelft mit seinen Museumsschiffen hat sie einen Publikumsmagneten geschaffen, dessen Bedeutung über die Grenzen Emdens und Ostfrieslands hinaus geht.


11:59 Freiheitsglocke (1 Min.)


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


12:30 Die Reportage (30 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Sein und Streit (55 Min.)
Das Philosophiemagazin


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Religionen (55 Min.)


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Interpretationen (115 Min.)
Alles im Fluss
Robert Schumanns "Rheinische" Sinfonie
Moderation: Ulrike Timm

16:00-16:05 Nachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


17:30 Nachspiel (60 Min.)
Das Sportmagazin

18:00-18:05 Nachrichten

18:05-18:30 Nachspiel. Feature
Fit mit Wasser und Bewegung
Die Kneipp'sche Lebens- und Heilweise
Von Sabine Gerlach


18:30 Hörspiel (90 Min.)
CANTOS von Ezra Pound
Hörspiel von Christian Bertram
Textauswahl und Bearbeitung: Christian Bertram
Auf Grundlage der Übersetzungen von Eva Hesse, Manfred Pfister, Rainer G. Schmidt
Regie: Christian Bertram
Komposition: Gebrüder Teichmann
Mit: Michael Rotschopf, Jürgen Holtz, Friedhelm Ptok, Imogen Kogge, Patrick Güldenberg, Christopher Nell, Lisa Hrdina, Elena Schmidt u.a.
Ton: Thomas Rombach, André Bouchareb, Andreas Stoffels, Eugenie Kleesattel
Produktion: Hessischer Rundfunk / Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 88'04
(Ursendung)

"Mensch sein und nicht Zerstörer" – mit dieser Zeile beendet Pound seinen figurenreichen, poetischen Diskurs durch die Menschheitsgeschichte.

Als Schlüsselfigur avantgardistischer Kunstbewegungen, inspiriert von der Antike, dem alten China oder der Renaissance, revolutionierte Ezra Pound das Dichten der Moderne. 'Cantos' - Gesänge – nannte er sein weltumspannendes Epos, das er 1915 begann und das in über 50 Jahren zu einem gigantischen Werk anwuchs. In ihnen dichtete er nicht nur gegen Kriege und deren Ursachen an, sondern besang vielstimmig und figurenreich die Menschheitskulturen in ihren Höhen und Tiefen. Die Auswahl vergegenwärtigt erstmals essenzielle Teile der 'Cantos' als Hörerlebnis von hoher sprachlicher und bildhafter Intensität. "Pound begann die Cantos 1915 in unmittelbarer Reaktion auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. In Schüben veröffentlichte er bis in die 60er-Jahre neun Blöcke mit über 110 Cantos. Aus diesem Konvolut habe ich für die Hörspieladaption ca. 30 Cantos ausgewählt, die die elementaren Themen und Motive des Gesamtwerks vergegenwärtigen. Es handelt sich dabei insbesondere um Auszüge aus den frühen Cantos, ferner den sogenannten Höllen-Cantos, den Chinesischen Cantos, den Italienischen und den Pisaner Cantos sowie Entwürfe und Fragmente. ( …) In seinem Epos nimmt Pound raffinierte dramaturgische Rückbindungen vor, versetzt Gegenwärtiges in die Vergangenheit und umgekehrt. Bögen werden gespannt: von den modernen Großkriegen zu Homers 'Odyssee', von der Finanzindustrie zu den 'Höllenzecken' in Dantes 'Inferno' ( …). Das 'Moving Image', die Bild-Bewegung, ist zu einem Charakteristikum von Pounds Arbeiten geworden. Für ihn waren Texte Bilder des gedehnten Augenblicks, eine befreite Wahrnehmung von Geschichte und Geschehnissen entgegen zeitlicher und räumlicher Enge. Die Bild-Textproduktion Pounds ohne überflüssige Vergleiche und Eigenschaftswörter überwand die Konventionen der europäischen und amerikanischen Tradition und revidierte das 'schön Geschriebene' durch einen materialästhetischen Stil, den Pound 'hart' nannte; er verzichtete auf alles, was ablenkte. Der Imagismus, wie Pound ihn verstand, erinnert an die chinesischen Schriftzeichen: Die Wörter gründen auf und münden in Bilder, die Pound oft übergangslos aneinandersetzt und verfugt…" (Christian Bertram)

Ezra Pound, 1885 in Idaho geboren, verließ nach dem Studium die USA und lebte zunächst in Venedig, London und Paris. Wendepunkt seines Lebens war der 1. Weltkrieg, der ihn tief traumatisierte. 1924 ließ er sich in Rapallo (Italien) nieder, von wo er sein dichterisches Werk, Essays und Übersetzungen publizierte. Als erklärter Kriegsgegner und unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise wurde er zum Fürsprecher des Diktators Mussolini. Bei Kriegseintritt der USA rief Pound in Radioansprachen die amerikanischen Soldaten zur Rückkehr auf und verfiel in haltlose Wutattacken. Im April 1945 stellte er sich dem amerikanischen Militär, wurde verhaftet, in ein Lager bei Pisa gebracht und drei Wochen in einem Metallkäfig in Einzelhaft gehalten. Der Anklage wegen Hochverrats in den USA entging er durch ein Gutachten, das ihn für verrückt und verhandlungsunfähig erklärte. Nach 13 Jahren in einer Anstalt für "kriminelle Geisteskranke"kam Pound 1958 frei und kehrte nach Italien zurück. Er starb 1972 in Venedig.

Christian Bertram, geboren 1952, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Geschichte an der FU Berlin. Er inszenierte für Theater oder Rundfunk nach eigenen Bearbeitungen Beckett, Celan, Corneille, Duras, Genet, Robert Walser, Ernst Jünger, Pierre Klossowski, Rilke, Herman Melville. Bertram ist auch immer wieder Initiator und Veranstalter von Kunst- und Kulturprojekten und führt seit 2015 mit Simone Bernet in Berlin die Galerie Bernet Bertram.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Philharmonie Köln
Aufzeichnung vom 17.06.2018

Nikolaj Rimskij-Korsakow
"Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitež und der Jungfrau Fevronija",Suite in vier Bildern

Sergej Tanejew
"Johannes Damascenus", Kantate für gemischten Chor und Orchester
(Libretto von Aleksej Tolstoj)

Sergej Rachmaninow
"Die Glocken", Poem für Soli, gemischten Chor und Orchester

Anna Samuil, Sopran
Dmytro Popov, Tenor
Vladislav Sulimski, Bassbariton
Tschechischer Philharmonischer Chor Brno
Gürzenich-Orchester Köln
Leitung: Dmitrij Kitajenko


22:00 Musikfeuilleton (30 Min.)
"Eine Welt, in der sich alles auf einmal ereignet"
Die Musik des US-amerikanischen Komponisten George Rochberg
Von Wolfgang Rathert

George Rochberg ist einer der US-amerikanischen Komponisten, die es schwer hatten und immer noch haben. Sein umfangreiches Schaffen, darunter sechs Sinfonien, ist kaum bekannt geworden. So wartet beispielsweise sein monumentales Klavierquintett von 1975, ein fantastisch-düsteres Spiel mit Stilmasken, noch immer auf seine deutsche Erstaufführung. Rochberg hat Schönbergs Zwölftontechnik intensiv studiert und dazu auch umfangreiche theoretische Schriften hinterlassen. Ein Porträt des Komponisten anlässlich seines 100. Geburtstags am 5. Juli.


22:30 Studio 9 kompakt (30 Min.)
Themen des Tages


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
Deutschlandfunk Kultur – Programminformationen
26. Woche – 25.06. bis 01.07.2018
Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin
Hörerservice:
Telefon 01803/37 23 46
Telefax 01803/37 23 47
E-Mail: hoererservice@dradio.de
Interent: www.dradio.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 15. Juni 2018

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