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DRADIO - DEUTSCHLANDFUNK KULTUR/1161: Woche vom 06.04. bis 12.04.2020


Rundfunkprogramm Deutschlandfunk Kultur – 15. Woche vom 06.04. bis 12.04.2020


Montag, 6. April 2020


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Das Podcastmagazin (55 Min.)


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Klassik
Moderation: Haino Rindler

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen

05:30-05:33 Nachrichten

05:50-05:55 Aus den Feuilletons

06:00-06:05 Nachrichten

06:20-06:23 Wort zum Tage
Pfarrer Michael Becker, Kassel
Evangelische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:25 Politisches Feuilleton

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Das Feuilleton im Radio – 9-12 (175 Min.)

09:05-10:00 Im Gespräch
Live mit Hörerinnen und Hörern
0800 2254 2254

10:00-10:05 Nachrichten

10:05-11:00 Lesart

11:00-11:05 Nachrichten

11:05-12:00 Tonart


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Das Feuilleton im Radio – 12-16 (235 Min.)

12:05-13:00 Aktuelles 12-13

13:00-13:05 Nachrichten

13:05-14:00 Länderreport

14:00-14:05 Nachrichten

14:05-15:00 Kompressor

15:00-15:05 Nachrichten

15:05-16:00 Tonart


16:00 Nachrichten (5 Min.)


16:05 Das Feuilleton im Radio – 16-20 (235 Min.)

16:05-17:00 Aktuelles 16-17

17:00-17:05 Nachrichten

17:05-18:00 Tonart

18:00-18:05 Nachrichten

18:05-18:15 Tonart

18:15-18:30 Podcast: Coronavirus – Alltag einer Pandemie

18:30-19:00 Weltzeit

19:00-19:05 Nachrichten

19:05-19:30 Zeitfragen. Politik und Soziales
Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Lob der Dissidenz?
Vom Widerständigen in unserer Gesellschaft
Von Heiner Kiesel


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 In Concert (87 Min.)
Grand Rex, Paris
Aufzeichnung vom 17.10.2019

Manu Dibango
Zur Erinnerung an den im März verstorbenen Afro-Jazz-Star

Moderation: Carsten Beyer

Für seine Fans war er der "Papy Groove", die UNESCO zeichnete ihn aus als "Artist for Peace". Der kamerunische Saxofonist Manu Dibango war einer der Pioniere des Afro-Jazz. Bereits mit 15 Jahren kam er nach Frankreich und etablierte dort seinen ganz eigenen Stil: eine Mischung aus traditionellen kamerunischen Makossa-Rhythmen und westlichem Bebop. Er schaffte es mit dem Stück "Soul Makossa" als erster afrikanischer Musiker an die Spitze der US-Charts, wurde anschließend zu einem Star der Weltmusik und arbeitete mit berühmten Kollegen wie Fela Kuti, Herbie Hancock und Youssou N'Dour zusammen.

Am 24. März dieses Jahres starb Manu Dibango im Alter von 86 Jahren in einem französischen Krankenhaus an der Lungenkrankheit Covid-19. Wir erinnern an den Afro-Jazz-Star mit einem Konzert, das die Kollegen von Radio France im vergangenen Herbst im Pariser Konzertsaal Grand Rex mitgeschnitten haben. "Safari Symphonique" lautete das Motto des Abends. Manu Dibango wurde dabei begleitet von seiner Soul Makossa Gang und einem 30-köpfigen Streichorchester.


21:30 Einstand (30 Min.)
Bossa Nova, Saudade und Lieder aus Anatolien
Das junge Duo Katiju aus Dresden
Von Grit Friedrich

Die Gitarristin Julia Schüler stammt aus Angermünde in Brandenburg, die Sängerin Evin Küçükali aus Bochum. Gefunden haben sich die beiden Musikerinnen an der Musikhochschule Dresden. Evin Küçükali erforscht, inspiriert von Aynur oder Mikail Aslan, die Klangwelten ihrer kurdischen und südkaukasischen Vorfahren, entdeckt aber auch türkische Lieder neu. Um die mal zarte, mal kräftige Stimme der Katiju-Sängerin baut Julia Schüler fantasievolle Gitarrenrhythmen. Auf dem Debütalbum schimmern elegante Verspieltheit und die tiefe Liebe zu brasilianischer Musik durch. Mal schmerzlich schwermütig, dann wieder leidenschaftlich klingt das Duo Katiju.


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Kriminalhörspiel (57 Min.)
Schatten des Wahns (2/2)
Nach dem Roman von Christian von Ditfurth
Bearbeitung und Regie: Andrea Getto
Mit: Michael Evers, Astrid Meyerfeldt, Michaela Steiger, Siemen Rühaak, Götz Schubert, Wolfgang Condrus, Alexander Khuon, Maik Solbach, Maria Hartmann, Eva Kryll, Gerd Wameling, Gudrun Gabriel, Maja Schöne, Uwe Müller, Michael Schumacher, Özgür Özata, Udo Schenk, Sven Lehmann, Eva Skrotzki, Fritz Hammer, Jürgen Thormann, Wolfgang Michael, Renate Lampen
Komposition: Michael Rodach
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
Länge: 54'29

Oberkommissar Oskar Winter hätte sich nie umgebracht, meint Stachelmann. Jedenfalls nicht mit Gift. Die Akte auf Ossis Schreibtisch ist eine Spur. Statt mit Anne in Urlaub zu fahren, reist der Historiker Stachelmann zurück in die eigene Vergangenheit. Er findet heraus, dass sein Freund kurz vor seinem Tod in Heidelberg war, offenbar um ein Verbrechen aufzuklären, das fast 30 Jahre zurückliegt: den Thingstätten-Mord, der sich an jener einst von Goebbels eingeweihten Thingstätte ereignet hatte. Musste Ossi sterben, weil er den Tätern zu nahe gekommen war? Um den Fall zu lösen, verfolgt Stachelmann Spuren bis ins italienische Volterra.

Februar 2020: Mann ohne Makel
März 2020: Mit Blindheit geschlagen
April 2020: Schatten des Wahns
Mai 2020: Lüge eines Lebens

Christian von Ditfurth, 1953 in Würzburg geboren, Historiker, Journalist und Autor. Als Journalist schrieb er u.a. für den Spiegel und Sachbücher, zum Beispiel "Blockflöten" (1991) oder "Wachstumswahn" (1995). Er verfasste auch Kriminalromane und sogenannte alternativhistorische Romane wie zum Beispiel "Die Mauer steht am Rhein" (1999). Der erste Krimi mit dem Ermittler Stachelmann, der wie sein Autor Historiker ist, erschien 2002. Deutschlandfunk Kultur produzierte vier Kriminalhörspiele aus der Stachelmann-Reihe: " Mann ohne Makel" (2006), "Mit Blindheit geschlagen" (2006), "Schatten des Wahns" (2008) und "Lüge eines Lebens" (2010).

Andrea Getto, geboren 1959, studierte Theaterwissenschaften und Romanistik in Berlin und arbeitet seit 1998 als Hörspielregisseurin und Autorin für verschiedene Rundfunkanstalten der ARD. Zuletzt führte sie für Deutschlandfunk Kultur Regie bei den Hörspiel-Krimis "Hinkel" von Susanne Ayoub sowie "Van Goghs Schweigen" und "Das Ende von Laura und Paul" von Christoph Prochnow.


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

23:30-23:33 Kulturnachrichten

*

Dienstag, 7. April 2020


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Neue Musik (55 Min.)
Shiny Toys
Festival für zeitbasierte Experimentalkultur in Mülheim an der Ruhr
Von Hubert Steins

Das jährlich im Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr stattfindende Festival widmet sich seit zehn Jahren experimentellen Formen der Audiovisualität.


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Jazz
Moderation: Vincent Neumann

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen

05:30-05:33 Nachrichten

05:50-05:55 Aus den Feuilletons

06:00-06:05 Nachrichten

06:20-06:23 Wort zum Tage
Pfarrer Michael Becker, Kassel
Evangelische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:25 Politisches Feuilleton

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Das Feuilleton im Radio – 9-12 (235 Min.)

09:05-10:00 Im Gespräch
Live mit Hörerinnen und Hörern
0800 2254 2254

10:00-10:05 Nachrichten

10:05-11:00 Lesart

11:00-11:05 Nachrichten

11:05-12:00 Tonart


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Das Feuilleton im Radio – 12-16 (235 Min.)

12:05-13:00 Aktuelles 12-13

13:00-13:05 Nachrichten

13:05-14:00 Länderreport

14:00-14:05 Nachrichten

14:05-15:00 Kompressor

15:00-15:05 Nachrichten

15:05-16:00 Tonart


16:00 Nachrichten (5 Min.)


16:05 Das Feuilleton im Radio – 16-20 (235 Min.)

16:05-17:00 Aktuelles 16-17

17:00-17:05 Nachrichten

17:05-18:00 Tonart

18:00-18:05 Nachrichten

18:05-18:15 Tonart

18:15-18:30 Podcast: Coronavirus – Alltag einer Pandemie

18:30-19:00 Weltzeit

19:00-19:05 Nachrichten

19:05-19:30 Zeitfragen. Wirtschaft und Umwelt
Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Durchhalten!
Eine Sendung voller Langeweile
Von Julius Stucke
(Wdh. v. 09.07.2018)


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)

Dieses Konzert wurde wegen der Corona-Prävention leider abgesagt. Ein Ersatzprogramm geben wir kurzfristig bekannt.


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Feature (57 Min.)
Glückauf in Tsumeb
Vom Graben großer Löcher im losen Boden der Erinnerung
Von Beate Ziegs
Regie: die Autorin
Mit: Gabriele Blum, Anian Zollner, Uta Hallant, Jörg Petzold, Julia Brabandt, Eva Maria Kurz
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 53'02

Die Autorin besucht das Grab ihres Großvaters in Namibia. Der Erinnerungsraum der deutschen Kolonialgeschichte sowie der eigenen Familie trifft auf lebendige Gegenwart und die Frage, wie sehr die Vergangenheit wirklich vergangen ist.

Tsumeb ist eine Minenstadt im Norden Namibias, die der Familie der Autorin seit Generationen Stoff für Geschichten und Erinnerungen liefert. Es sind Geschichten von der Mutter, die dort geboren wurde. Vom Großvater, der bis zu seinem Tod 1927 in der Kupfermine arbeitete und in Tsumeb begraben ist. Fast 85 Jahre nach seinem Tod besucht Beate Ziegs als erste aus der Familie das Grab. Unweigerlich kommt es zur Konfrontation zwischen Mythos und Gegenwart, in der die Vergangenheit nicht wirklich vergangen ist - weder die des Großvaters, noch die der deutschen Kolonialzeit oder der Apartheid unter südafrikanischer Herrschaft.

Beate Ziegs, geboren 1952 in Iserlohn, studierte nach ihrem Zeitungsvolontariat Soziologie und Politologie. Sie war u.a. als Fachredakteurin für den Bereich "Energie und Umwelt" sowie als leitende Stadtplanerin im Sanierungsgebiet Berlin-Kreuzberg tätig, arbeitet als Autorin und Regisseurin überwiegend für den Hörfunk. Zuletzt: "Was zu sagen bleibt, ist immer eine Wolke. Die literarischen Qualitäten kondensierten Wassers" (Deutschlandfunk Kultur 2019) und "Die Macht der Bilder. Biafra, der Bürgerkrieg und die westliche Welt" (Deutschlandfunk Kultur 2020).


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

23:30-23:33 Kulturnachrichten

*

Mittwoch, 8. April 2020


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Chormusik (55 Min.)

Dieses Konzert wurde wegen der Corona-Prävention leider abgesagt. Ein Ersatzprogramm geben wir kurzfristig bekannt.


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Americana
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen

05:30-05:33 Nachrichten

05:50-05:55 Aus den Feuilletons

06:00-06:05 Nachrichten

06:20-06:23 Wort zum Tage
Zum jüdischen Fest Pessach spricht Rabbiner Zsolt Balla

06:30-06:33 Nachrichten

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:25 Politisches Feuilleton

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Das Feuilleton im Radio – 9-12 (235 Min.)

09:05-10:00 Im Gespräch
Live mit Hörerinnen und Hörern
0800 2254 2254

10:00-10:05 Nachrichten

10:05-11:00 Lesart

11:00-11:05 Nachrichten

11:05-12:00 Tonart


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Das Feuilleton im Radio – 12-16 (235 Min.)

12:05-13:00 Aktuelles 12-13

13:00-13:05 Nachrichten

13:05-14:00 Länderreport

14:00-14:05 Nachrichten

14:05-15:00 Kompressor

15:00-15:05 Nachrichten

15:05-16:00 Tonart


16:00 Nachrichten (5 Min.)


16:05 Das Feuilleton im Radio – 16-20 (235 Min.)

16:05-17:00 Aktuelles 16-17

17:00-17:05 Nachrichten

17:05-18:00 Tonart

18:00-18:05 Nachrichten

18:05-18:15 Tonart

18:15-18:30 Podcast: Coronavirus – Alltag einer Pandemie

18:30-19:00 Weltzeit

19:00-19:05 Nachrichten

19:05-19:30 Zeitfragen. Kultur und Geschichte
Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Stadtluft und Landlust
Die Gartenstadtbewegung
Von Ralf Bei der Kellen


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (87 Min.)

Dieses Konzert wurde wegen der Corona-Prävention leider abgesagt. Ein Ersatzprogramm geben wir kurzfristig bekannt.


21:30 Alte Musik (30 Min.)
Vom "Telemannischen Geschmacke"
Von Helga Heyder-Späth
(Wdh. v. 13.06.2017)

"Wenn man aus verschiedener Völker ihrem Geschmacke in der Musik, mit gehöriger Beurtheilung, das Beste zu wählen weis: so fließt daraus ein vermischter Geschmack." Mit diesen Worten beschreibt 1752 Johann Joachim Quantz jenen typisch deutschen Stil, in dem italienische Virtuosität, französische Eleganz und ein gesundes Maß an Kontrapunktik miteinander verschmelzen, bisweilen gewürzt mit einer Prise Volkston. Im Kreis der Bach-Familie sprach man da lieber gleich vom "Telemannischen Geschmacke", denn wie kein Zweiter hat Georg Philipp Telemann diesen Stil geprägt und mit unerschöpflichem Esprit immer wieder neu beleuchtet. Kein Wunder, dass er bei seinen Zeitgenossen höchst angesehen war.


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Hörspiel (57 Min.)
Unbekannte Meister 4
Eine Einführung in das Werk von Klara Khalil
Von Jakob Nolte
Regie: der Autor Mit: Katja Bürkle, Nicolai Despot, Ercan Karacayli, Mira Mann, Helga Fellerer und Mehmet Sözer
Komposition: Moritz Löwe
Ton: Marcus Huber
Produktion: BR 2018
Länge: 54'47

Klara Khalil habe Reklame neu gedacht, sagen Fans, andere halten sie für elitär. Sie hinterließ eine Vielzahl unbekannter Arbeiten. Dieses Hörspiel gibt Einblick in ihr Werk – und erzählt etwas über Werbung und Radio.

Diese Sendung widmet sich Klara Khalil, einer unbekannten Außenseiterkünstlerin, die mit 52 Jahren freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Sie habe den herkömmlichen Begriff von Reklame revolutioniert, sagen ihre Fans, andere halten ihre Werke für weltfremd und elitär. Einige wenige behaupten sogar, dass nur ihr spektakulärer Tod die Faszination erklären kann, die sie umgibt. Khalil hinterließ Plakate und zwei 500 GB-Festplatten ihrer Arbeiten: Werbung. Tausende von Clips, Einspielern, Kampagnen und Radio-Features, die, so schätzt man, von niemandem je gesehen oder gehört wurden. Jakob Nolte zeigt sie uns – und erzeugt ein Verwirrspiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Jakob Nolte, 1988 geboren, Autor und Regisseur. Er studierte Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin und verfasste Romane und Theaterstücke zusammen mit Michel Decar. Ihr gemeinsames Stück "Das Tierreich" wurde 2013 mit dem Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet und für den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2014 nominiert. Der Text war die Grundlage für das gleichnamige Hörspiel (Deutschlandradio Kultur 2017). Jakob Noltes Debütroman "ALFF" wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet. Im selben Jahr war er Stipendiat der Villa Kamogawa in Kyoto. 2017 erschien sein zweiter Roman: "Schreckliche Gewalten" (Nominierung beim Deutschen Buchpreis). Theaterstücke: "Sämtliche Erzählungen" (2016), "Gespräch wegen der Kürbisse" (2016), "No Future Forever" (2017). 2018 war er zur Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt eingeladen. 2019 "Förderpreis Komische Literatur" der Stiftung Brücker-Kühner.


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

23:30-23:33 Kulturnachrichten

*

Donnerstag, 9. April 2020


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Neue Musik (55 Min.)
Festival Kontakte
Akademie der Künste, Berlin
Aufzeichnung vom 11.12.2019

Thomas Kessler
Schallarchiv (1979) Uraufführung

Desirée Meiser, Stimme
Berliner Lautsprecherorchester
Leitung: Wolfgang Heiniger


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Rock
Moderation: Carsten Rochow

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen

05:30-05:33 Nachrichten

05:50-05:55 Aus den Feuilletons

06:00-06:05 Nachrichten

06:20-06:23 Wort zum Tage
Pfarrer Michael Becker, Kassel
Evangelische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

07:00-07:05 Nachrichten

07:20-07:25 Politisches Feuilleton

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Das Feuilleton im Radio – 9-12 (235 Min.)

09:05-10:00 Im Gespräch
Live mit Hörerinnen und Hörern
0800 2254 2254

10:00-10:05 Nachrichten

10:05-11:00 Lesart

11:00-11:05 Nachrichten

11:05-12:00 Tonart


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag

11:30-11:35 Musiktipps

11:45-11:50 Rubrik: Weltmusik


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Das Feuilleton im Radio – 12-16 (235 Min.)

12:05-13:00 Aktuelles 12-13

13:00-13:05 Nachrichten

13:05-14:00 Länderreport

14:00-14:05 Nachrichten

14:05-15:00 Kompressor

15:00-15:05 Nachrichten

15:05-16:00 Tonart


16:00 Nachrichten (5 Min.)


16:05 Das Feuilleton im Radio – 16-20 (235 Min.)

16:05-17:00 Aktuelles 16-17

17:00-17:05 Nachrichten

17:05-18:00 Tonart

18:00-18:05 Nachrichten

18:05-18:15 Tonart

18:15-18:30 Podcast: Coronavirus – Alltag einer Pandemie

18:30-19:00 Weltzeit

19:00-19:05 Nachrichten

19:05-19:30 Zeitfragen. Forschung und Gesellschaft
Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Das mit den Sternen tanzt
Wie das Hubble-Teleskop die Astronomie verändert hat
Von Dirk Lorenzen

Hubble hat unseren Blick ins Weltall verändert: Ferne Galaxien oder explodierende Sterne - Das Teleskop liefert seit drei Jahrzehnten Bilder aus fremden Welten, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
L'Auditori, Barcelona
Aufzeichnung vom 06.04.2020

Johann Sebastian Bach
Johannespassion BWV 245

Evangelist – Simon Bode, Tenor
Jesus – Thomas Stimmel, Bass
Laila Salome Fischer, Sopran
Terry Wey, Countertenor
Dávid Szigetvári, Tenor
Konstantin Wolff, Bass
La Capella Reial de Catalunya
Le Concert des Nations
Leitung: Jordi Savall


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Freispiel (57 Min.)
auto-record
Qualitätskontrolle
oder Warum ich die Räusper-Taste nicht drücken werde!
Von Helgard Haug und Daniel Wetzel
Regie und technische Realisation: die Autoren
Mit: Maria-Cristina Hallwachs sowie Timea Mihályi, Admir Dzinic, Eike und Claudine
Hallwachs, Detlef Glätzer u.a.
Musik: Barbara Morgenstern
Ton: Michael Kube
Produktion: WDR 2014
Länge: 53' 32

Die Heldin dieses Stückes ist ab dem obersten Halswirbel bewegungslos. Für das Hörspiel schickt sie ihren Pfleger weg und spricht allein ins Mikrofon. Sie spricht zu uns und erzählt von sich, präzise und selbstironisch.

Seit sie vor 20 Jahren und voller Lebenslust einen Kopfsprung in den Pool einer Ferienanlage machte und sich dabei das Genick brach, wird sie ohne Unterbrechung betreut. Für dieses Hörspiel schickt die Heldin ihren Pfleger nach Hause, um mit den Hörenden allein zu sein. Sie delegiert Gesten und Haltungen an die Hörenden, nimmt sie mit in ihr akustisches Archiv, aktiviert die Stimmen ihrer Eltern und ihrer Schwester, die der Ärzte und Pfleger: "Ich habe die Ethikkommission überlebt. Das Mitleid. Die Prognosen über meinen Körper. Das Gutachten des Psychologen und ein rätselhaftes Koma. Ich hätte auch ganz zu Gemüse werden können … Ich denke immer: Das Leben ist doch ganz okay. Oder?"

Auszeichnung mit dem Hörspielpreis der ARD 2014.

Helgard Haug und Daniel Wetzel, beide 1969 geboren, arbeiten gemeinsam mit Stefan Kaegi unter dem Label Rimini Protokoll. Ihre Arbeiten finden in der Grauzone zwischen Realität und Fiktion statt. Seit 2000 entwickeln sie auf der Bühne, im Stadtraum und für das Radio ihre Stücke, die "Experten des Alltags" ins Zentrum stellen. Sie erhielten zahlreiche Preise, u.a. 2007 den FAUST-Theaterpreis, 2008 den Europäischen Theaterpreis in Thessaloniki und 2011 wurde das Gesamtwerk von Rimini Protokoll mit dem Silbernen Löwen der 41. Theaterbiennale Venedig ausgezeichnet.

Helgard Haug und Daniel Wetzel wurden für ihre Hörspielarbeiten mehrfach ausgezeichnet: 2007 wurde "Peymannbeschimpfung" (Deutschlandradio Kultur 2007) Hörspiel des Monats Oktober. 2008 erhielten sie für "Karl Marx: Das Kapital, Erster Band" (Deutschlandfunk/WDR 2007) den Hörspielpreis der Kriegsblinden. "Qualitätskontrolle oder Warum ich die Räuspertaste nicht drücken werde!" wurde Hörspiel des Monats 2014 und gewann den Hörspielpreis der ARD 2014, den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2014, sowie den Deutschen Hörbuchpreis 2015. Zuletzt erhielt Helgard Haug gemeinsam mit Thilo Guschas für ihr Stück "Chinchilla Arschloch, waswas" (WDR 2018) den Deutschen Hörspielpreis der ARD 2019.


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

23:30-23:33 Kulturnachrichten

*

Freitag, 10. April 2020 (Karfreitag)


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Klangkunst (55 Min.)
Sprache, die schreitet so tönend
Hölderlin – eine Klangpoesie im Turm
Von Rilo Chmielorz, Pedro López und Ulrich Land
Realisation: die Komponisten
Produktion: Autorenproduktion für Deutschlandradio Kultur 2005
Länge: 51'13

In einem Turmzimmer schrieb Friedrich Hölderlin sein Spätwerk: Gedichte und Briefe zwischen Klarheit und geistiger Umnachtung. Der Autor Ulrich Land, die Künstlerin Rilo Chmielorz und der Komponist Pedro López bauen den äußeren und inneren Turm mit Klängen nach.

Hölderlin verbrachte seine letzten 36 Lebensjahre in einem Turmzimmer zwischen Phasen der Geistesgegenwart und der Geistesgestörtheit, bevor er im Alter von 73 Jahren starb. Ulrich Land ist Autor und Sprecher eines Librettos aus Textfragmenten sowie Briefen, die Hölderlin aus dem Turm an seine Mutter schrieb. Rilo Chmielorz und Pedro López haben ein Klanggebilde darüber gebaut: einen äußeren Turm, der sich allmählich aufzulösen scheint und in einen inneren Turm verwandelt. Behutsam wird Hölderlins Sprache transformiert und langsam in Musik verwandelt.

Rilo Chmielorz, geboren 1954 in Lünen/Westfalen, ist Komponistin, bildende Künstlerin und Autorin zahlreicher Radiofeatures. Arbeitet in den Bereichen Malerei, Klanginstallation, Neue Musik, Improvisation und Performance. Intensive Auseinandersetzung mit gekratzten Tönen und Elektroakustik. Lebt in Berlin und Madrid.

Pedro López ist Komponist und Multimediakünstler. Er programmiert Klangumgebungen für Installationen und Radioprojekte.

Ulrich Land, geboren 1956 in Köln, ist Autor. Seine Werke umfassen Erzählungen, Romane, Reportagen, Essays, Theaterstücke und Lyrik. Veröffentlichung zahlreicher Hörspiele und Radiofeatures, sowie von Krimis. 2002 erhielt er den Kölner Medienpreis in der Kategorie Hörfunk. Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Krimischriftsteller.


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (175 Min.)
Weltmusik
Moderation: Carsten Beyer

02:00-02:05 Nachrichten

03:00-03:05 Nachrichten


04:00 Nachrichten (5 Min.)


04:05 Tonart (170 Min.)
Klassik
Moderation: Stefan Lang

05:00-05:05 Nachrichten

06:00-06:05 Nachrichten


06:55 Wort zum Tage (5 Min.)
Neue Kirche


07:00 Nachrichten (5 Min.)


07:05 Feiertag (25 Min.)
Jesu letzte Worte
Streit unter Gekreuzigten
Von Susanne Krahe, Unna
Evangelische Kirche


07:30 Kakadu für Frühaufsteher (30 Min.)
Vom Gehen und Wiederkommen
Abschied
Von Annette Christine Hoch
Moderation: Fabian Schmitz

Abschied ist überall: beim Tschüss-Sagen zur Mama, bevor es morgens in die Schule geht. Oder nach der letzten Stunde, bevor man wieder nach Hause radelt und Lehrer und Freunde verabschiedet. Und wenn die großen Ferien anfangen, dann kann man neben der großen Vorfreude auch den Schmerz darüber fühlen, dass man manche Freunde nun sechs Wochen lang nicht sehen wird. Wie unterschiedlich Abschiede sein können und wie Kinder und Erwachsene ihn erleben: All das zeigt diese Sendung. Vom Abschied erzählen unter anderem ein Kind, das für ein Jahr mit seiner Familie ins Ausland geht, ein Reisereporter, der immer wieder fremde Länder und Menschen trifft und loslässt, eine kranke junge Frau, die sich langsam vom Leben verabschiedet, und Kinder, deren Eltern als Soldaten zum Einsatz ins Ausland gehen.

Annette Christine Hoch ist Abschieds-Fan. Sie lebt an vielen unterschiedlichen Orten und mag Abschiednehmen genauso gerne wie Ankommen.


08:00 Nachrichten (5 Min.)


08:05 Kakadu (55 Min.)
Tauben fliegen nur nach Hause
Von Hans Zimmer
Ab 7 Jahre
Regie: Christine Nagel
Musik: Peter Ewald Mit: Fae Faika, Roman Knizka, Sebastian Schwarz, Eva Meckbach, Friedhelm Ptok, Gerd Wameling
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 52'28
Moderation: Fabian Schmitz

Lara möchte, dass ihre Eltern wieder mit ihr zusammen in einer Wohnung leben. Sie lässt nichts unversucht.

Columbus, eine Brieftaube, kehrt in einen leeren Taubenschlag zurück, alle Tauben sind weg. Auch Onkel Paul, der Taubenvater, ist nicht mehr da. Nur Pitsch, ein Straßentäuber, begrüßt sie. Mit ihm könnte sie durch die Stadt streifen, aber sie will hierbleiben und auf die anderen warten. Und Lara beobachtet das vom Fenster aus. Ihr Papa ist Musiker und macht Musik aus Vogelstimmen, die er aufnimmt. Auch Tauben eignen sich dazu. Lara findet das ein bisschen verrückt. Aber viel mehr stört sie, dass ihre Mutter weggezogen ist und sie nun immer zwischen den Eltern pendeln muss. Es wäre so schön, wenn alle wieder zusammen zu Hause wohnen würden.

Hans Zimmer, geboren 1946 in Hessen, studierte Germanistik und Politik, lebt als freier Autor und Regisseur in Hannover, schreibt Lyrik, Texte für Theater und Rundfunk.


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Kakadu (55 Min.)
Magazin

Moderation: Fabian Schmitz
08 00 22 54 22 54


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Im Gespräch (115 Min.)
Moderator Günther Jauch im Gespräch mit Britta Bürger

Wer Glück hat und gut vorbereitet ist, kann bei ihm viel Geld verdienen. Seit 20 Jahren hat die Quizshow von Günther Jauch "Wer wird Millionär" Rekordeinschaltquoten. Nebenbei ist er Weinbauer, Restaurantbesitzer und Spender für den Wiederaufbau Potsdams.

11:00-11:05 Nachrichten


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


12:30 Die Reportage (30 Min.)
Imkern im Trend
Der Hype um die Honigbiene
Von Wolf Sören Treusch
(Wdh. v. 05.05.2019)

Die Honigbiene ist ein Sympathieträger – alle lieben sie, die Bayern wollen die Bienen sogar per Volksentscheid schützen. Ausgelöst hat diese Flut der Zuneigung das sogenannte Bienensterben, dessen Ursache eine Milbe ist. Aber auch der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft macht den Bienen das Leben schwer, weshalb viele Imker zeitweise ihre Völker in die Stadt bringen. Dort gibt es blühende Parks, Terrassen und Balkone, frei von Chemie, wo sich die Bienen wohl fühlen und reichlich Honig produzieren. Der Stadtmensch freut sich riesig und nimmt sich nun der Biene auf seine Art an. Hobbyimkern liegt im Trend, immer mehr junge Menschen lernen in Kursen den Umgang mit den Tieren und bevölkern die Dächer der Stadt mit Bienenstöcken. Die Berufsimker betrachten den Trend mit Skepsis. Sie glauben, dass viele Städter auf Dauer lieber ins Kino gehen als Abend für Abend nach den Bienen zu sehen.


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Literatur (55 Min.)
"In God we trust"
Spirituelle Motive in US-Romanen der Gegenwart
Von Sven Ahnert
(Wdh. v. 04.11.2012)

Im Junkiemilieu, zu Pferd oder auf dem elektrischen Stuhl: Gott ist immer dabei. Amerikas Literaten suchen Sühne und Erlösung.

Jedes Jahr aufs Neue, so heißt es, würde der Romancier Cormac McCarthy Herman Melvilles "Moby Dick" zur Hand nehmen. Melvilles Buch über den alttestamentarischen Waljäger Ahab ist so etwas wie der Urahn für Schriftsteller wie Cormac McCarthy, Denis Johnson oder David Vann, die in ihren Erzählungen spirituelle Stoffe verarbeiten: Ob im Junkie-Milieu, im Pferdesattel oder auf dem elektrischen Stuhl. Gott ist überall dabei. Der mörderische Dschungel Vietnams, die karge Schönheit der Wüste, die menschenfeindliche Fauna einer Insel oder der Todestrakt eines Gefängnisses geben die Kulissen ab für Geschichten von den USA als dem gelobten Land, an dem immer wieder gezweifelt wird. Was treibt Amerikas Literaten um, dass sie stets auf der Suche sind nach Schuld und Sühne, nach Erlösung und biblischen Bildern? Sven Ahnert über ein Grundmotiv US-amerikanischer Gegenwartsliteratur.


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Musik im Gespräch (175 Min.)
450 Jahre Staatskapelle Berlin
Zwischen Mauerbau und Mauerfall
Die Staatskapelle Berlin zwischen 1955 und heute
Symposium mit
Lars Klingberg, Musikwissenschaftler
Matthias Tischer, Musikwissenschaftler
Detlef Giese, Chefdramaturg der Staatsoper Unter den Linden
Moderation: Stefan Lang

15:00-15:05 Nachrichten

16:00-16:05 Nachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


17:30 Die besondere Aufnahme (30 Min.)
Szymon Laks
Lieder für Sopran und Klavier (Auswahl)

Ania Vegry, Sopran
Katarzyna Wasiak, Klavier

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019/2020


18:00 Nachrichten (5 Min.)


18:05 Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat" (25 Min.)


18:30 Hörspiel (90 Min.)
Die Welpen (1/3)
Nach dem Roman von Pawel Salzman
Übersetzung: Christiane Körner
Bearbeitung, Komposition, Regie: Klaus Buhlert
Mit: Bibiana Beglau, Felix Goeser, Franz Pätzold (als Erzählerin und Erzähler) sowie in weiteren Rollen: Hendrik Arnst, Anton Andreew, Mareike Beykirch, Moritz Ceste, Martin Engler, Moritz Grove, Manuel Harder, Corinna Harfouch, Christopher Heisler, Josephine Hock, Tilda Jenkins, Roman Kanonik, Wolfram Koch, Cristin König, Astrid Meyerfeldt, Vidina Popov, Lars Rudolph, Thomas Thieme u.a.
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 63'27
(Teil 2 am 12.04.2020)

Zwei Welpen streunen in Pawel Salzmans Roman durch ein kriegsverrohtes Land. Der eine wagemutig und aggressiv, der andere verträumt nach Liebe suchend. Sie begegnen anderen Mensch-Tier-Wesen, die hungern, rauben, morden.

Anschließend:
"Ich kann mir nichts ausdenken, ich muss alles sehen" (Ausschnitt)
Pawel Salzmans Roman "Die Welpen"
Von: Christiane Körner
Regie: Ulrike Brinkmann
Mit: Barbara Schnitzler, Alexander Radszun und Joachim Schönfeld
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 25'02

"Die Welpen" blieb der einzige Roman des russischen Schriftstellers und bildenden Künstlers Pawel Salzman. Er arbeitete mehr als 50 Jahre an dem Werk, das erst posthum erschien. Salzman experimentiert darin mit zahlreichen Literaturgattungen, mit Themen und mit Motiven. Die zwei Welpen seines Fragment gebliebenen Romans durchstreifen ein gewaltsames Russland. Sie kommen aus den ostsibirischen Wäldern und gelangen nach Leningrad. Die Menschen, denen sie begegnen und die teils Tiergestalt annehmen, leiden Hunger, Kälte, sind Gewalt ausgesetzt, üben Gewalt aus, versuchen wie sie zu überleben.

Pawel Salzman, geboren 1912 in Kischinjow (Moldawien). Der Vater, ein Oberst, war deutscher, die Mutter jüdischer Herkunft. Die Eltern ziehen 1925 nach Leningrad. Nach dem Schulabschluss wird Salzman Illustrator, assistiert beim Film. Er lernt den Maler Pawel Filonow kennen, ist beeinflusst von der russischen Avantgarde, schreibt Lyrik und Erzählungen, malt, zeichnet und findet letztlich eine Anstellung als Szenenbildner beim Film. Mit Filmteams reist er quer durch die Sowjetunion: nach Karelien, Sibirien, Tadschikistan. 1941, während der Belagerung Leningrads, verhungern die Eltern. Salzman wird 1942, inzwischen mit Frau und Tochter, nach Kasachstan evakuiert. In Alma Ata arbeitet er bis zu seinem Tod 1985 als leitender Szenenbildner bei Kasachfilm. Der Roman "Die Welpen" entsteht mit Schreibpausen von 1932-1982 und erschien 2012 erstmals auf Russisch.

Christiane Körner, geb. 1962 in Recklinghausen, studierte Germanistik, Slawistik und Politikwissenschaften. Seit 1999 ist sie als freiberufliche, literarische Übersetzerin aus dem Russischen tätig. 2017 wurde Christiane Körner der Paul-Celan-Preis verliehen. Besondere Würdigung fand ihre Übersetzung von Pawel Salzmans Roman "Die Welpen". Sie lebt in Frankfurt am Main.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (177 Min.)
Théâtre des Champs-Élysées, Paris
Aufzeichnung vom 19.04.2019

Johann Sebastian Bach
Matthäuspassion BWV 244

Emöke Baráth, Sopran
Sophie Harmsen, Alt
Evangelist – Maximilian Schmitt, Tenor
Krystian Adam, Tenor
Pilatus – Johannes Weisser, Bariton
Jesus – Kresimir Strazanac, Bassbariton
Petrus – Mark Pancek, Bariton
Judas – Grégoire Guérin, Bass

Choeur de Radio France
Maîtrise de Radio France
Orchestre National de France
Leitung: Václav Luks


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

*

Samstag, 11. April 2020


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Lange Nacht (175 Min.)
Ein wenig Zauber reicht dir ewig
Eine Lange Nacht über den britischen Schriftsteller Roald Dahl
Von Sabine Fringes
Regie: die Autorin

Sein Leben gleicht einem skurrilen Abenteuerroman: Roald Dahl (1916- 1990) war Spion, Kampfpilot, Schokoladenforscher und medizinischer Erfinder. Mit dem Schreiben begann er erst jenseits der 40, nachdem er 1940 den Absturz seines Kampfflugzeugs über der libyschen Wüste überlebt hatte. "Ein Schlag gegen meine Birne hat mich zum Schriftsteller gemacht", pflegte der Meister des schwarzen Humors zu sagen. Roald Dahl schrieb Romane und erotische Kurzgeschichten, denen ein feiner schwarzer Humor zugrunde liegt, oft mit überraschendem Ende. Seine Kinderbücher "Charlie und die Schokoladenfabrik" oder "Der fantastische Mister Fox" sind in gut 50 Sprachen übersetzt. Er schrieb für Kinder und Erwachsene – und alle, die nicht so genau wissen, wohin sie gehören. Dahl sagte über sich selbst, er sei nie erwachsen geworden: "Ich bin sehr glücklich damit, zu Hause zu bleiben und meinen unentwickelten, jugendlichen Kopf in Geschichten zu verwandeln." Filmemacher wie Alfred Hitchcock, Steven Spielberg und Tim Burton nahmen sich seiner Geschichten an. Seine Figuren sind Menschen in Ausnahmesituationen. Auch Dahl selbst wurde von schweren Schicksalsschlägen nicht verschont – und er zog daraus die Lehre: "Das Leben ist brutal. Und es ist wichtig, dass die Menschen manchmal auch etwas zu lachen haben. Wir brauchen mehr Humor."

01:00-01:05 Nachrichten

02:00-02:05 Nachrichten


03:00 Nachrichten (5 Min.)


03:05 Tonart (115 Min.)
Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Aus den Archiven (55 Min.)
Prominente zu Gast
Der Bankier Hermann Josef Abs diskutiert mit Berliner Schülern
RIAS Berlin 1967
Vorgestellt von Michael Groth


06:00 Nachrichten (5 Min.)


06:05 Studio 9 (175 Min.)
Kultur und Politik am Morgen

06:20-06:23 Wort zum Tage
Michael Becker, Kassel
Evangelische Kirche

06:30-06:33 Nachrichten

06:40-06:45 Aus den Feuilletons

07:00-07:05 Nachrichten

07:30-07:33 Nachrichten

07:40-07:48 Interview

08:00-08:05 Nachrichten

08:30-08:33 Nachrichten

08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (115 Min.)
Live mit Hörern

0 08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de

10:00-10:05 Nachrichten


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Lesart (55 Min.)
Das politische Buch


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Breitband (55 Min.)
Medien und digitale Kultur


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Rang 1 (25 Min.)
Das Theatermagazin


14:30 Vollbild (90 Min.)
Das Filmmagazin

15:00-15:05 Nachrichten


16:00 Nachrichten (5 Min.)


16:05 Echtzeit (55 Min.)
Das Magazin für Lebensart


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


17:30 Tacheles (30 Min.)


18:00 Nachrichten (5 Min.)


18:05 Feature (55 Min.)

spirit

Weil das, was ist, nicht alles ist

Von Angelika Brauer

Regie: Cordula Dickmeiß

Ton: Christian Bader

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018

Länge: 49'26

Die Sehnsucht nach Spiritualität ist ungebrochen. Ihre Formen verändern sich. Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen erzählen von ihren inneren Erfahrungen. Fragt man Menschen nach ihrer Sicht der ersten und letzten Dinge, dann kommen Bilder und Vorstellungen zutage, die zu den üblichen Kategorien gläubig, atheistisch und agnostisch nicht passen. Was bedeutet heute Spiritualität? Auf welche Wege führt die Suche nach Sinn? Welche inneren Gewissheiten werden gefunden – und wie helfen sie im Lebensalltag weiter? Menschen erzählen von ihren Erfahrungen. Subjektiv, kommentarlos, ohne Für und Wider.

Angelika Brauer, 1953 in Krefeld geboren, studierte Germanistik und Philosophie, lebt in Berlin, schreibt vor allem über philosophische und theologische Fragen. Radio-Features: "Kein Gott nirgends oder: Zurück zur Vernunft" (WDR 2007), "Vertrauensfragen" (Deutschlandradio Kultur 2012), "Sterben lernen" (WDR 2015), "Von der Zeit zum Leben - Annäherung an ein unfassbares Phänomen" (SWR 2017), "Mitleid – Zur Verteidigung eines verhassten Gefühls" (WDR 2018).


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Feature (55 Min.)
Die Erleuchteten
Von Sabine Fringes
Regie: Eva Solloch
Mit: Cathlen Gawlich
Ton: Kai Schliekelmann und Elke Steinort
Produktion: NDR 2019
Länge: 51'30

Die Autorin meditiert stunden- und tagelang. Sie spricht mit anderen Suchenden. Sie will in einen Zustand kommen, der sich nicht durch Willensanstrengung erreichen lässt. Ein Paradox, an dem sie uns teilhaben lässt.

Die Sehnsucht nach dem allesumfassenden Durchblick ist groß und wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Doch noch nie zuvor waren so viele Stimmen darüber hörbar wie heute, im jetzigen Medienzeitalter. Die Erleuchtung ist für den spirituellen Sinnsucher das, was der Mount Everest für den Bergsteiger ist. Aber sie kann nicht durch Anstrengung willentlich erreicht werden. Die Autorin erkundet dieses Phänomen – und macht sich auch selbst auf den Weg.

Sabine Fringes lebt in Köln. Schreibt Features, Reportagen, Hörspiele und führt Regie. Für ihr Feature über Komponistenpaare "Bis dass der Klang Euch scheidet" (Deutschlandfunk 2016) erhielt sie 2016 in der Kategorie "Best European Radio Music" eine Auszeichnung beim Prix Europa. Weitere Arbeiten u.a.: "De puro amor oder Warum Maria de Alvear kein Theater macht" (Deutschlandfunk 2017), "Die Nachlassverwalterinnen" (NDR 2018). Zuletzt: "Die Sechsbeiner – Eine krabbelnde Hommage an die Insekten" (Deutschlandfunk 2019).


20:00 Konzert (180 Min.)
Kulturpalast Dresden
Aufzeichnung vom 26.03.2011

Krzysztof Penderecki
Passio et mors Domini Nostri Jesu Christi Secundum Lucam

Sandra Trattnigg, Sopran
Artur Rucinski, Bariton
Tomasz Konieczny, Bassbariton
Ahmad Mesgarha, Sprecher
MDR Rundfunkchor Leipzig
Philharmonischer Kinderchor Dresden
Dresdner Philharmonie
Leitung: Krzysztof Penderecki

Anschließend:
Mainzer Komponistenporträt 2016 – Krzysztof Penderecki
Hoher Dom Mainz und Staatstheater Mainz
Aufzeichnungen vom 18./19.03.2016

Krzysztof Penderecki
Adagio aus der 3. Sinfonie für Streichorchester

"Dies illa" für Soli, drei gemischte Chöre und Orchester

Sextett für Klarinette, Horn, Streichtrio und Klavier

Dorin Rahardja, Sopran
Genevieve King, Mezzosopran
Derrick Ballard, Bass
Chöre am Mainzer Dom
Leitung: Krzysztof Penderecki


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage

*

Sonntag, 12. April 2020 (Ostersonntag)


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Stunde 1 Labor (55 Min.)


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Diskurs (55 Min.)


02:00 Nachrichten (5 Min.)


02:05 Tonart (115 Min.)
Chansons und Balladen
Moderation: Wolfgang Meyering

03:00-03:05 Nachrichten


04:00 Nachrichten (5 Min.)


04:05 Tonart (170 Min.)
Clublounge
Moderation: Martin Risel

05:00-05:05 Nachrichten

06:00-06:05 Nachrichten


06:55 Wort zum Tage (5 Min.)
Alt-Katholische Kirche


07:00 Nachrichten (5 Min.)


07:05 Feiertag (25 Min.)
"Liebe lebt auf"
Ein internationales Osterlied
Von Pfarrer Günter Ruddert, Bochum
Evangelische Kirche


07:30 Kakadu für Frühaufsteher (30 Min.)
Esterhazy (1/2)
Von Hans Magnus Enzensberger
Gelesen vom Autor
Produktion: Deutschlandradio Berlin 1994
(Teil 2 am 13.04.2020)

Moderation: Fabian Schmitz

Die Esterhazys sind ein sehr altes und edles Hasengeschlecht doch es gibt ein Problem: Die Nachkommen sind von Generation zu Generation immer kleiner geworden. Als der jüngste Enkel in den Papierkorb fällt und allein nicht mehr herauskommt, beschließt Fürst Esterhazy zu handeln: Er schickt seine Enkel in die weite Welt. Sie sollen sich Frauen suchen, nicht unbedingt edle – Hauptsache groß. Der Jüngste soll ausgerechnet in Berlin sein Glück suchen, denn dort soll es besonders viele Hasen geben. Wie der Hase dort (noch hinter der Berliner Mauer) die Häsin Mimi findet und die beiden (nach dem Mauerfall) das Glück, davon erzählt dieser ebenso komische wie kluge Kinderbuch-Klassiker.


08:00 Nachrichten (5 Min.)


08:05 Kakadu (55 Min.)
Die verzauberten Kinder
Von Gabriele Neumann
Nach einem Märchen von Jewgeni Schwarz
Ab 8 Jahre
Regie: Beatrix Ackers
Komposition: Peter Kaizar
Mit: Steven Horn, Tabea Sitte, Ron Hermann, Thomas Vogt u.a.
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2001
Länge: 47'36
Moderation: Fabian Schmitz

Zeiträuber stehlen drei Kindern die Zeit, sie sind mit 8 Jahren schon alte Menschen geworden.

Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Felix. Er war neun Jahre alt und bummelte gern durch die Stadt. Eines Tages, als er wieder einmal zu spät zur Schule kam, war er plötzlich ein alter Mann und niemand erkannte ihn. Er lief nach Hause, aber auch seine Mutter wusste nicht, wer dieser alte Mann sein sollte. Nur die Straßenkatze, die er immer gefüttert hatte, die erkannte ihn. Und sie half ihm auch, das Geheimnis zu ergründen. Zeiträuber hatten ihm und zwei anderen Kindern die Zeit gestohlen. Nun musste Felix die beiden anderen verzauberten Kinder finden.

Jewgeni Schwarz (1896-1958), russischer Dramatiker, schrieb u. a. "Der Schatten" und "Der Drache".

Gabriele Neumann, lebt als freischaffende Lektorin und Autorin in Berlin.


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Kakadu (25 Min.)
Magazin

Moderation: Fabian Schmitz
08 00 22 54 22 54


09:30 Sonntagsrätsel (30 Min.)

Moderation: Ralf Bei der Kellen


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Plus Eins (114 Min.)

11:00-11:05 Nachrichten


11:59 Freiheitsglocke (1 Min.)


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


12:30 Die Reportage (30 Min.)
Die Mutmacher von Manchester
Der fangeführte Fußballklub FC United
Von Thomas Jädicke

Vor 15 Jahren als einer der ersten fangeführten Vereine in Großbritannien gegründet, ist der FC United of Manchester noch heute Vorbild. Immer mehr Vereine wenden sich ab vom großen Kommerz. Mehr als ein Dutzend Nachahmer hat dieses basisdemokratische Modell allein in England schon gefunden. Seit der Siebtligist im von Problemen geplagten Moston im Nordosten Manchesters ein eigenes Stadion gebaut hat, schöpft dieser fast schon abgeschriebene Stadtteil wieder neuen Mut. United, getragen vom ehrenamtlichen Engagement vieler Mitglieder, ist nicht nur Fußball. Von der Weihnachtsfeier mit den Bewohnern des benachbarten Seniorenheims bis zu Gesprächsangeboten für Menschen, die nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll. Uniteds Stadion ist mittlerweile ein sinnstiftender Treffpunkt der Gemeinde.


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Sein und Streit (55 Min.)
Das Philosophiemagazin


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Religionen (55 Min.)


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Interpretationen (115 Min.)
"Aufersteh'n, ja aufersteh'n wirst du!"
Die Zweite Sinfonie von Gustav Mahler

Moderation: Hans Winking
(Wdh. v. 05.04.2010)

16:00-16:05 Nachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


17:30 Nachspiel (60 Min.)
Das Sportmagazin

18:00-18:05 Nachrichten

18:05-18:30 Nachspiel. Feature
Kick it Like Bakery Jatta
Die Mission der Fußballtrainerin Monika Staab in Gambia
Von Martina Keller


18:30 Hörspiel (90 Min.)
Die Welpen (2/3)
Nach dem Roman von Pawel Salzman
Übersetzung: Christiane Körner
Bearbeitung, Komposition, Regie: Klaus Buhlert
Mit: Bibiana Beglau, Felix Goeser, Franz Pätzold (als Erzählerin und Erzähler) sowie in weiteren Rollen: Hendrik Arnst, Anton Andreew, Mareike Beykirch, Moritz Ceste, Martin Engler, Moritz Grove, Manuel Harder, Corinna Harfouch, Christopher Heisler, Josephine Hock, Tilda Jenkins, Roman Kanonik, Wolfram Koch, Cristin König, Astrid Meyerfeldt, Vidina Popov, Lars Rudolph, Thomas Thieme u.a.
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 84'33
(Teil 3 am 13.04.2020)

Zwei Welpen streunen in Pawel Salzmans Roman durch eine gewalttätige Zeit, durch ein Land ohne Gesetze und Moral. Was sie als Realität erleben, ist schwer ertragbar, hingegen bringt der Traum gute Gefühle und Sicherheit zurück.

Das Collagenhafte des Romans "Die Welpen" von Pawel Salzman zeigt sich sowohl in der Handlung als auch an seiner künstlerischen Umsetzung. So greift er unter anderem Motive der Fantastik auf und lässt Traum und Wirklichkeit ineinander übergehen. Tiere können daher wie selbstverständlich sprechen. Nicht nur der Mensch ist grausam, auch die Natur. Sie ist bei Salzman keineswegs ein Idyll. Regen, Kälte und Überflutungen bilden das lebensfeindliche Hintergrundpanorama, vor dem marodierende Soldaten und Verhungernde wüten.

Pawel Salzman, geboren 1912 in Kischinjow (Moldawien). Der Vater, ein Oberst, war deutscher, die Mutter jüdischer Herkunft. Die Eltern ziehen 1925 nach Leningrad. Nach dem Schulabschluss wird Salzman Illustrator, assistiert beim Film. Er lernt den Maler Pawel Filonow kennen, ist beeinflusst von der russischen Avantgarde, schreibt Lyrik und Erzählungen, malt, zeichnet und findet letztlich eine Anstellung als Szenenbildner beim Film. Mit Filmteams reist er quer durch die Sowjetunion: nach Karelien, Sibirien, Tadschikistan. 1941, während der Belagerung Leningrads, verhungern die Eltern. Salzman wird 1942, inzwischen mit Frau und Tochter, nach Kasachstan evakuiert. In Alma Ata arbeitet er bis zu seinem Tod 1985 als leitender Szenenbildner bei Kasachfilm. Der Roman "Die Welpen" entsteht mit Schreibpausen von 1932-1982 und erscheint 2012 erstmals auf Russisch.

Klaus Buhlert, geboren 1950, Komponist und Hörspielregisseur. Hörspielregien u.a. "Hotels" (von Raoul Schrott, BR 1995, Hörspiel des Jahres), "Der Mann ohne Eigenschaften" (von Robert Musil, BR 2004), "George Grosz: Hirnzirkus-Gedankenflüge" (DLR Berlin 2004), "Ulysses" (von James Joyce, SWR/Deutschlandfunk 2012), "Meister und Margarita" (von Michail Bulgakow, BR 2014), "Das Ende der Paraden" (von Ford Madox Ford, BR 2018).


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Berwaldhallen, Stockholm
Aufzeichnung vom 03.04.2020

Arthur Honegger
Symphonie Nr. 3 ("Liturgique") H 186

Wolfgang Amadeus Mozart
Missa c-Moll KV 427

Regula Mühlemann, Sopran
Hanna Husáhr, Sopran
Tilman Lichdi, Tenor
Jóhann Kristinsson, Bariton
Schwedischer Radiochor
Schwedisches Radio-Symphonieorchester
Leitung: Herbert Blomstedt


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Literatur (57 Min.)
Die Geographie des Jenseits
Himmel und Hölle in antiken Texten
Von Robert Brammer
(Wdh. v. 31.03.2012)

Niemand weiß, was nach dem Tod geschieht. Daher wurde schon in der Antike viel vom Jenseits erzählt.

Was nach dem Tod geschieht, hat Menschen immer beschäftigt. Solange sich ihr Denken zurückverfolgen lässt, korrespondieren Jenseitsvorstellungen mit Bildern von Höhlen und Gärten, mit Wäldern, Wüsten und Feuerseen. Die Unterweltsregionen sind in den Jenseitserzählungen vieler Kulturen so gut wie nie ein Strafort. Zwar wird das Totenreich wiederholt als trostlos und unangenehm geschildert, doch erscheint die Unterwelt zunächst nicht als Hölle, in der Verstorbene qualvoll leiden müssen. Die antiken Philosophen stellen sich das Jenseits oft als ein riesiges Niemandsland vor, in dem Gestorbene umherirren und nicht wissen, wie lange sie in diesem Transitraum bleiben müssen. Das Jenseits, ob Himmel oder Hölle, ist ein Raum, in dem sich menschliche Ängste und Hoffnungen spiegeln.


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –

• letzte Aktualisierung: 3. April 2020
 

*


Quelle:
Deutschlandfunk Kultur – Programminformationen
15. Woche – 06.04. bis 12.04.2020
Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin
Hörerservice:
Telefon 01803/37 23 46
Telefax 01803/37 23 47
E-Mail: hoererservice@dradio.de
Interent: www.dradio.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 27. März 2020

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