Schattenblick → INFOPOOL → MEDIEN → HÖRPROGRAMME


HR - HR2/1064: Woche vom 28.05. bis 03.06.2018


Radioprogramm hr – Hessen 2 – 22. Woche vom 28.05. bis 03.06.2018


Montag, 28. Mai 2018


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Günter Raphael: Symphonie Nr. 2 h-Moll, op. 34 (MDR Sinfonieorchester: Christoph Altstaedt); Ludwig van Beethoven: Streichtrio G-Dur, op. 9, Nr. 1 (Dresdner StreichTrio); Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 3 a-Moll, op. 56 – "Schottische Symphonie" (Gewandhausorchester Leipzig: Riccardo Chailly)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur, op. 83 (Gerhard Oppitz, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Colin Davis); Sergej Rachmaninow: Sonate g-Moll, op. 19 (Leonard Elschenbroich, Violoncello; Alexei Grynyuk, Klavier); Igor Strawinsky: "L'oiseau de feu", Suite (Wiener Symphoniker: Wolfgang Sawallisch)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Claude Debussy: "Préludes", Buch 1 (Claudio Arrau, Klavier); Georg Muffat: "Sollicitudo" (Salzburg Barock)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Gustav Holst: "Walt-Whitman-Ouvertüre", op. 7 (Ulster Orchestra: JoAnn Falletta); Manuel de Falla: Vier Stücke (Guitar4mation); Carl Maria von Weber: Sonate G-Dur, op. 10, Nr. 2 (Isabelle Faust, Violine; Alexander Melnikov, Hammerklavier); Johann Melchior Molter: Sinfonia D-Dur (Camerata Bachiensis); Jean Françaix: Quadrupelkonzert (Martin Ulrich Senn, Flöte; Marie Luise Moderson, Oboe; Jörg Fadle, Klarinette; Hans Lemke, Fagott; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Hans E. Zimmer); Stephan Bormann: "Easily" (L'Arc Six)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrerin Anne-Katrin Helms aus Frankfurt.
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesezeit (30 Min.)
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (5)


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
Vivaldi: Konzert für zwei Trompeten, Streicher und Basso continuo C-Dur RV 537 (Reinhold Friedrich und Laura Vukobratovic / Capella Istropolitana / Holger Speck)
Wolf: Sechs Lieder aus dem "Italienischen Liederbuch" (Mojca Erdmann, Sopran / Christian Gerhaher, Bariton / Gerold Huber, Klavier)
Telemann: Burlesque de Quixotte (Akademie für Alte Musik Berlin)
Mendelssohn: 1. Klavierkonzert g-Moll op. 25 (Martin Helmchen / Königlich Flämische


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Anna Böger, "Großes Mädchen"

Die Schauspielerin Anna Böger: schlank, groß – sehr groß – mit Pumps mehr als zwei Meter hoch, mit zarten blauen Augen und einem wunderbaren Lächeln. Als scheinbar unerschütterliche Brunhilde mit sensiblem Kern wurde sie auf der Bühne eingesetzt, in einem Münchener "Tatort" spielte Anna Böger die Drogenabhängige Drückerin und in einem Kammerspiel von Luc Bondy mit August Zirner und Susanne Lothar die Ehe-sprengende Geliebte, die ohnmächtig auf die Bühne getragen wird. Gern wird Anna Böger mit Blick auf ihre Körpergröße in Filmen eingesetzt. In der Komödie "Salami Aleikum" rettet sie in Ostdeutschland Lämmer vor dem schüchternen Metzgersohn, der ihr Liebster werden wird. Schafe tragen – "sackschwer", lacht sie im "hr2-Doppelkopf". Als junge Schauspielschülerin rasiert sie sich eine Glatze, ist sich ihrer Ausstrahlung nicht bewusst. Klaus Peymann setzt sie als Nathans Tochter Recha ein, mit Axel Milberg spielt sie die platonisch liebende Assistentin eines Therapeuten, in der Serie "Meuchelbeck" die schüchterne turmhohe Polizistin Frauke Vierboom. Dabei genießt die Wahlfrankfurterin, deren zarte Ausstrahlung in Hörspielproduktionen nicht zu ihrer Körperlichkeit zu passen scheint, die einsame, analytische Textvorbereitung ihrer Auftritte sehr.

Am 31. Mai feiert Anna Böger mit Brechts "Dreigroschenoper" am Staatstheater Darmstadt Premiere.

Gastgeber: Jochanan Shelliem


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesezeit
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (5)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
Granados: Andaluza e-Moll op. 37 Nr. 5 (Alban Gerhardt, Violoncello / Cecile Licad, Klavier)
Schumann: Neun Lieder aus der "Dichterliebe" op. 48 (Peter Schreier, Tenor / András Schiff, Klavier)
Händel: Concerto grosso h-Moll op. 6 Nr. 12 (The English Concert / Trevor Pinnock)
Beethoven: 5. Sinfonie c-Moll op. 67 (Minnesota Orchestra / Osmo Vänskä)
Chatschaturjan: Walzer aus "Maskerade" (Orchestre Philharmonique de Radio France / Paavo Järvi)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)
Musik grenzenlos


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Aus Wien: Kammerkonzert mit dem Tenor Mark Padmore (146 Min.)

"Schubert und die Gegenwart" – kein anderer prägte das Kunstlied mehr als Franz Schubert mit seinen über 600 Liedern. Aber wo steht die Kunstform seit ihrer Hochblüte im 19. Jahrhundert heute? Gleich zwei zeitgenössische Werke hat der britische Tenor Mark Padmore beim Internationalen Musikfest Wien 2017 präsentiert, darunter eine Uraufführung von Thomas Larcher.
Mark Padmore, Tenor
Wiener Klaviertrio
Richard R. Bennett: Tom O'Bedlam's Song
Schubert: Gesänge des Harfners
Thomas Larcher (*1963): A Padmore Cycle, Fassung für Tenor und Klaviertrio (UA)
Beethoven: Erzherzog-Trio B-Dur op. 97
(Aufnahme vom 20. Juni 2017 aus dem Konzerthaus)

Ganz in der Tradition von Schuberts großen Liederzyklen komponierte der Österreicher 2011 "A Padmore Cycle", elf Lieder geschrieben für die große, flexible Gesangskunst des Tenors. In einer neuen Fassung des Werks stellt er dem Sänger das Wiener Klaviertrio zur Seite. Ganz ohne Worte kommt dagegen Beethovens Erzherzog-Trio aus, das die drei Instrumentalisten an den Schluss des Abends stellen.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Anna Böger, "Großes Mädchen"

Die Schauspielerin Anna Böger: schlank, groß – sehr groß – mit Pumps mehr als zwei Meter hoch, mit zarten blauen Augen und einem wunderbaren Lächeln. Als scheinbar unerschütterliche Brunhilde mit sensiblem Kern wurde sie auf der Bühne eingesetzt, in einem Münchener "Tatort" spielte Anna Böger die Drogenabhängige Drückerin und in einem Kammerspiel von Luc Bondy mit August Zirner und Susanne Lothar die Ehe-sprengende Geliebte, die ohnmächtig auf die Bühne getragen wird. Gern wird Anna Böger mit Blick auf ihre Körpergröße in Filmen eingesetzt. In der Komödie "Salami Aleikum" rettet sie in Ostdeutschland Lämmer vor dem schüchternen Metzgersohn, der ihr Liebster werden wird. Schafe tragen – "sackschwer", lacht sie im "hr2-Doppelkopf". Als junge Schauspielschülerin rasiert sie sich eine Glatze, ist sich ihrer Ausstrahlung nicht bewusst. Klaus Peymann setzt sie als Nathans Tochter Recha ein, mit Axel Milberg spielt sie die platonisch liebende Assistentin eines Therapeuten, in der Serie "Meuchelbeck" die schüchterne turmhohe Polizistin Frauke Vierboom. Dabei genießt die Wahlfrankfurterin, deren zarte Ausstrahlung in Hörspielproduktionen nicht zu ihrer Körperlichkeit zu passen scheint, die einsame, analytische Textvorbereitung ihrer Auftritte sehr.

Am 31. Mai feiert Anna Böger mit Brechts "Dreigroschenoper" am Staatstheater Darmstadt Premiere.

Gastgeber: Jochanan Shelliem

 

*


Dienstag, 29. Mai 2018


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Alexander Skrjabin: Symphonie Nr. 1 E-Dur, op. 26 – "Hymne an die Kunst" (Brigitte Balleys, Mezzosopran; Sergej Larin, Tenor; Rundfunkchor Berlin; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Vladimir Ashkenazy); Egon Wellesz: Violinkonzert, op. 84 (David Frühwirth, Violine; Rundfunk Sinfonie-Orchester Berlin: Roger Epple); Antonín Dvorák: Streichquintett G-Dur, op. 77 (Scharoun Ensemble Berlin)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Orlando di Lasso: "Vesperae Beatae Mariae Virginis" (Weser-Renaissance Bremen: Manfred Cordes); Franz Schubert: Symphonie Nr. 4 c-Moll, D 417 – "Tragische" (WDR Sinfonieorchester Köln: Günter Wand); Johann Sebastian Bach: Sonate a-Moll, BWV 1003 (Christian Tetzlaff, Violine)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Carl Nielsen: Symphonie Nr. 5, op. 50 (Finnisches Radio-Sinfonieorchester: Jukka-Pekka Saraste); Nicolò Paganini: Quartett a-Moll, op. 4, Nr. 1 (Rainer Kussmaul, Violine; Ulrich Koch, Viola; Marçal Cervera, Violoncello; Sonja Prunnbauer, Gitarre)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Vivaldi: Violinkonzert G-Dur, R 301 (Federico Guglielmo, Violine; L'Arte dell'Arco); Johann Baptist Vanhal: Sonate C-Dur (Ernst Schlader, Klarinette; Wolfgang Brunner, Hammerklavier); Maurice Ravel: "La valse" (Orchestre du Théâtre National de l'Opéra de Paris: Philippe Jordan); Joaquín Turina: "Circulo" (Arensky Trio); Agustín Barrios Mangoré: "Vidalita" (Antigoni Goni, Gitarre); Anonymus: "Pavana la morte de la ragione" (New London Consort: Philip Pickett)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrerin Anne-Katrin Helms aus Frankfurt.
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesezeit (30 Min.)
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (6)


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
Brahms: Drei Ungarische Tänze, bearbeitet für Violine, Klavier und Streicher (Maxim Vengerov / Vag Papian / Virtuosi)
Heinichen: Oboenkonzert a-Moll (Martin Stadler / Fiori Musicali – Barockorchester / Thomas Albert)
Beethoven: Violinsonate D-Dur op. 12 Nr. 1 (Alina Ibragimova / Cédric Tiberghien, Klavier)
Luigini: Ägyptisches Ballett op. 12, Teil 1 (London Symphony Orchestra / Richard Bonynge)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Albrecht Dümling, "Musik-Reanimateur"

Der Musikwissenschaftler Albrecht Dümling hat sich eines lang vergessenen Themas angenommen – dem Musikbetrieb im Nationalsozialismus und dem Verschweigen danach. Im nationalsozialistischen Weltbild spielte Kunst eine bedeutende Rolle. Voran die Musik, die "deutscheste" aller Künste. Wer Musik machen wollte, musste Mitglied der Reichsmusikkammer sein, eine Gründung des Propagandaministeriums, die sich an der Spitze mit prominenten Namen wie Richard Strauss und Wilhelm Furtwängler schmückte. Die Kammer entschied, wer Musik machen durfte. Juden, Neutöner, Kommunisten waren von der Mitgliedschaft und damit von Aufführungen in Deutschland ausgeschlossen. Zum Höhepunkt der Kampagne eröffnete im Mai 1938, im Rahmen der "Reichsmusiktage" in Düsseldorf, die Ausstellung "Entartete Musik", angelehnt an die "Entartete Kunst", die ein Jahr zuvor in München die moderne Malerei stigmatisiert hatte. Nach dem Krieg waren Täter und Opfer schnell vergessen. Die einen kehrten zurück in ihre Positionen, die anderen, sofern sie überlebt hatten, umgab weiterhin Schweigen. Auch die musikalische Nachkriegs-Avantgarde hatte kein Interesse, an Komponisten wie Erwin Schulhoff, Hans Krasa oder Gideon Klein zu erinnern. Erst im Jahre 1988 lüfteten Peter Girth, Intendant in Düsseldorf (später am Staatstheater Darmstadt) und Albrecht Dümling den Mantel des Schweigens. Der Berliner Musikwissenschaftler und Journalist rekonstruierte die schandhafte Ausstellung; in einer mobilen Version wandert sie seither durchs In- und Ausland. Zugleich initiierte Albrecht Dümling unter dem Titel "Musica reanimata" eine Konzertreihe, in der die damals unterdrückte Musik und ihre Komponisten endlich zu ihrem Recht kommen.

Dreißig Jahre danach erzählt der unermüdliche und stets neugierige Musikforscher im "hr2-Doppelkopf" von seinen Entdeckungen, seiner Motivation und den Verdrängungsmechanismen des Musikbetriebs.

Gastgeber: Andreas Bomba


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesezeit
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (6)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
Rossini: 5. Streichersonate Es-Dur (Neues Berliner Kammerorchester / Michael Erxleben)
Bizet: 2. Carmen-Suite (Orchestre Symphonique de Montréal / Charles Dutoit)
Bach: Kaffee-Kantate BWV 211 (Christine Schäfer, Sopran / James Taylor, Tenor / Thomas Quasthoff, Bass / Bach Collegium Stuttgart / Helmuth Rilling)
Puccini: "Crisantemi" (Emerson String Quartet)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)
Musik grenzenlos


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Barock plus mit dem hr-Sinfonieorchester (116 Min.)

Es war in Antwerpen, in einem Museum, vor fast vier Jahrzehnten: Andreas Staier sieht und erlebt dort das erste Mal einen Hammerflügel, ein Instrument aus dem Jahr 1827 – für den jungen Pianisten ein prägendes, ein Weichen stellendes Erlebnis.
Andreas Staier, Cembalo
Leitung: Alessandro de Marchi
Porpora: Sinfonia zur Oper "Germanico in Germania"
Georg Anton Benda: Klavierkonzert f-Moll
Schnittke: Moz-Art à la Haydn
Mattheson: Suite aus der Oper "Boris Goudenow"
Haydn: 11. Klavierkonzert D-Dur
Fux: Serenade C-Dur K 352
(Aufnahmen vom 17. und 18. Mai aus dem hr-Sendesaal)

Historische Instrumente waren von nun an die Antwort für ihn auf viele Fragen, die ihm bislang nicht lösbar erschienen. Fragen nach dem idealen Pianissimo zum Beispiel: Das Hammerklavier kann es – "da bleibt dem modernen Steinway irgendwann die Spucke weg", sagt Staier. In den 1980ern wurde Andreas Staier Deutschlands führender Hammerklavier-Virtuose, und er ist es bis heute. Für die Barock+-Konzerte wird er allerdings mit Blick auf die Entstehungszeit der Werke weder auf einem Steinway, noch auf einem Hammerklavier spielen, sondern auf einem Cembalo. Ein passionierter Neuland-Entdecker auch Alessandro de Marchi. Der Cembalist und Dirigent hat 2009 von René Jacobs die Leitung der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik übernommen und 2016 bereits mit einem umjubelten Konzert in der Reihe Barock+ debütiert.


22:00 Spätlese (30 Min.)
hr2-Literaturpreis 2018 – Kämpf um jedes Wort (1|3)

Sie sind jung, sie kämpfen um jedes Wort, und sie wollen gewinnen: Zehn junge Autorinnen und Autoren sind im Wettbewerb um den hr2-Literaturpreis. Hören Sie rein und stimmen Sie ab!


22:30 Jazzgroove (30 Min.)
An den Rändern des Jazz
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Albrecht Dümling, "Musik-Reanimateur"

Der Musikwissenschaftler Albrecht Dümling hat sich eines lang vergessenen Themas angenommen – dem Musikbetrieb im Nationalsozialismus und dem Verschweigen danach. Im nationalsozialistischen Weltbild spielte Kunst eine bedeutende Rolle. Voran die Musik, die "deutscheste" aller Künste. Wer Musik machen wollte, musste Mitglied der Reichsmusikkammer sein, eine Gründung des Propagandaministeriums, die sich an der Spitze mit prominenten Namen wie Richard Strauss und Wilhelm Furtwängler schmückte. Die Kammer entschied, wer Musik machen durfte. Juden, Neutöner, Kommunisten waren von der Mitgliedschaft und damit von Aufführungen in Deutschland ausgeschlossen. Zum Höhepunkt der Kampagne eröffnete im Mai 1938, im Rahmen der "Reichsmusiktage" in Düsseldorf, die Ausstellung "Entartete Musik", angelehnt an die "Entartete Kunst", die ein Jahr zuvor in München die moderne Malerei stigmatisiert hatte. Nach dem Krieg waren Täter und Opfer schnell vergessen. Die einen kehrten zurück in ihre Positionen, die anderen, sofern sie überlebt hatten, umgab weiterhin Schweigen. Auch die musikalische Nachkriegs-Avantgarde hatte kein Interesse, an Komponisten wie Erwin Schulhoff, Hans Krasa oder Gideon Klein zu erinnern. Erst im Jahre 1988 lüfteten Peter Girth, Intendant in Düsseldorf (später am Staatstheater Darmstadt) und Albrecht Dümling den Mantel des Schweigens. Der Berliner Musikwissenschaftler und Journalist rekonstruierte die schandhafte Ausstellung; in einer mobilen Version wandert sie seither durchs In- und Ausland. Zugleich initiierte Albrecht Dümling unter dem Titel "Musica reanimata" eine Konzertreihe, in der die damals unterdrückte Musik und ihre Komponisten endlich zu ihrem Recht kommen.

Dreißig Jahre danach erzählt der unermüdliche und stets neugierige Musikforscher im "hr2-Doppelkopf" von seinen Entdeckungen, seiner Motivation und den Verdrängungsmechanismen des Musikbetriebs.

Gastgeber: Andreas Bomba

 

*


Mittwoch, 30. Mai 2018


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Alban Berg: "Dem Andenken eines Engels" (Arabella Steinbacher, Violine; WDR Sinfonieorchester Köln: Andris Nelsons); Franz Schubert: Klaviertrio Es-Dur, D 929 (Trio Jean Paul); Camille Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 1 D-Dur, op. 17 (Anna Malikova, Klavier; WDR Sinfonieorchester Köln: Thomas Sanderling)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Edward Elgar: Symphonie Nr. 1 As-Dur, op. 55 (Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia: Antonio Pappano); Max Bruch: Acht Stücke, op. 83 (Luc Votano, Klarinette; Arnaud Thorette, Viola; Johan Farjot, Klavier); Giovanni Girolamo Kapsberger: Suite (Los Otros)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johann Christian Bach: Sinfonia concertante G-Dur (Pratum Integrum Orchestra); Frank Martin: Messe (Chor des Bayerischen Rundfunks: Peter Dijkstra)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Alessandro Melani: Sonata (Reinhold Friedrich, Trompete; L'arte del mondo: Werner Ehrhardt); Alberto Ginastera: "Estancia", Vier Tänze, op. 8 a (Per Rundberg, Klavier; Martin Grubinger, Percussion; Camerata Salzburg: Ariel Zuckermann); Carl Maria von Weber: "Oberon", Ouvertüre (Bamberger Symphoniker: Karl-Heinz Steffens); Robert Schumann: Arabesque C-Dur, op. 18 (Grigorij Sokolow, Klavier); Giovanni Battista Sammartini: Ouvertüre c-Moll (Orchestra da Camera Milano Classica: Roberto Gini); Daniel Schnyder: "Earth" (Magda Schwerzmann, Flöte; James Alexander, Klavier)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrerin Anne-Katrin Helms aus Frankfurt.
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesezeit (30 Min.)
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (7)


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
Vivaldi: Cellokonzert a-Moll RV 419 (Edgar Moreau / Il pomo d'oro / Riccardo Minasi)
Haydn: Sinfonie Nr. 41 C-Dur (Kölner Kammerorchester / Helmut Müller-Brühl)
Mozart: Klavierkonzert C-Dur KV 467 (Maria João Pires / Chamber Orchestra of Europe / Claudio Abbado)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesezeit
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (7)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
Bach: 6. Brandenburgisches Konzert B-Dur BWV 1051 (Orchestra of the Age of Enlightenment)
Grainger: Dreamery (BBC Philharmonic / Richard Hickox)
Beethoven: Violinsonate G-Dur op. 30 Nr. 3 (Renaud Capuçon / Frank Braley, Klavier)
Händel: 1. Suite F-Dur aus der "Wassermusik" (English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner)
Liszt: Venezia e Napoli (Nicholas Angelich, Klavier)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)
Musik grenzenlos


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Kaisers Klänge (56 Min.)
Es geht ein dunkle Wolk herein – Musik zum 30-jährigen Krieg

Der längste Krieg, der jemals auf deutschem Boden stattfand, hat auch viel Musik mit sich gebracht, von 1618 bis heute. Zahlreiche Lieder erzählen vom Prager Fenstersturz und seinen Folgen. Dramatische Musikwerke schildern die Schlachten und die Schrecken des Krieges. Dazu lassen die Landsknechte ihre Gesänge erklingen, die Marketenderin tanzt, die Sturmglocken läuten und die Bauern beten um Frieden.


21:00 Hörspiel (90 Min.)
Wolken. Heim von Elfriede Jelinek

"Der Deutschen gedenken die Deutschen gewöhnlich zuletzt, entweder aus Bescheidenheit, oder weil man das Beste für das Ende aufspart. Noch sind wir ein Wort, doch reifen schon zur Tat" (Elfriede Jelinek) Aus Zitaten von der Romantik bis heute (Hölderlin, Hegel, Kleist, Fichte, Heidegger, Briefe der RAF u. a.) braut die Autorin ein deutsches Lied zusammen, das schwindelig machen kann, weil es so bekannt klingt.

"Deutschland – das (Wolken (kuckucks))-Heim der Dichter und Denker: In Jelineks Prosagedicht wird dieses Zuhause noch einmal besichtigt. Auf jeder Seite begegnet man (Märchen-)Motiven, Sätzen, Wörtern, Versen aus deutscher Dichtung und Vaterlandsträumerei. Raffiniert hat Elfriede Jelinek daraus einen Monolog der Deutschen komponiert ( …) Wer sich von dieser Prosahymne berauschen lässt, ihre grimmige Boshaftigkeit genießt, ihren parodistischen Hohn auskostet, kann ins Staunen geraten. Denn Elfriede Jelinek führt vor, dass der vaterländische Gesang heute noch möglich ist – als Abgesang." (Reinhold Schmücker, Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt)

"In Peer Raben, der die Musik schrieb und Regie führte, fand das Stück einen kongenialen Bearbeiter: er fand die rechten Töne zum rechten Text, so dass ein Hörspiel ohne Brüche entstand, damit umso genauer die Brüche unseres Bewusstseins hörbar werden. Selten gelingt es einem Regisseur auch, ein Hörspiel an der Grenze zur Musik so einzurichten, dass es nicht esoterisch wirkt und nur noch einem kleinen Kreis von Fans zuzumuten ist." (Paul Josef Raue, Funk-Korrespondenz)

Mit Kurt Hübner, Arno Wüstenhöfer, Hans Hirschmüller, Robert Jarzcyk u. a.
Bearbeitung, Komposition & Regie: Peer Raben

Elfriede Jelinek, geboren 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark, lebt heute in Wien. Für ihre Romane (z. B."Die Klavierspielerin", "Lust"), Theaterstücke und Hörspiele erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Literaturnobelpreis 2004.


22:30 Jazzfacts (30 Min.)
What's going on? – Features, Interviews und was die Szene bewegt.


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast

 

*


Donnerstag, 31. Mai 2018


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Bruno Walter: Symphonie Nr. 1 d-Moll (NDR Elbphilharmonie Orchester: Leon Botstein); Franz Schmidt: Konzert Es-Dur (Markus Becker, Klavier; NDR Elbphilharmonie Orchester: Eiji Oue); Antonín Dvorák: Rondo g-Moll, op. 94 (Daniel Müller-Schott, Violoncello; NDR Elbphilharmonie Orchester: Michael Sanderling)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Peter Tschaikowsky: Streichquartett es-Moll, op. 30 (St. Lawrence String Quartet); Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 43 (San Francisco Symphony Orchestra: Herbert Blomstedt); Ernst Krenek: Symphonische Musik, op. 11 (ensemble risonanze erranti: Peter Tilling)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johannes Brahms: Symponie Nr. 1 c-Moll, op. 68 (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Lorin Maazel); Silvius Leopold Weiss: "Tombeau sur la mort de M. Cajetan Baron d'Hartig" (Michel Cardin, Laute)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johan Svendsen: "Norwegische Rhapsodie", op. 17 (South Jutland Symphony Orchestra: Bjarte Engeset); Charles-Marie Widor: Trois pièces, op. 21 (Armance Quéro, Violoncello; Joseph Birnbaum, Klavier); Jean-Philippe Rameau: "Les Boréades", Entrée pour les Muses, les Zéphyrs, les Saisons, les Heures et les Arts (MusicAeterna: Teodor Currentzis); Domenico Cimarosa: "Alessandro nell'Indie", Ouvertüre (Toronto Chamber Orchestra: Kevin Mallon); Giuseppe Sammartini: Oboenkonzert Es-Dur (Xenia Löffler, Oboe; Batzdorfer Hofkapelle); Christoph Demantius: Polnischer Tanz – Galliarde (Ferdinand Conrad, Flöte; Otto Steinkopf, Dulzian; Ilse Brix-Meinert, Ulrich Koch, Günther Lemmen, Viola da braccio; Johannes Koch, Heinrich Haferland, Viola da gamba; Walter Gerwig, Laute)


06:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


06:04 Geistliche Musik (86 Min.)

Unter anderem mit der Bachkantate: BWV 100 "Was Gott tut, das ist wohlgetan"
Grigny: Pange Lingua für Orgel und Chor (Marie-Claire Alain / Compagnie Musicale Catalane / Josep Cabré)
Berlioz: Hymne pour la consécration du nouveau tabernacle (Choeur Les Eléments / David Bismuth, Orgel / Joël Luhubiette)
Soler: 1. Konzert für zwei Orgeln C-Dur (Peter Hurford und Thomas Trotter, Orgeln)
Schubert: Messe B-Dur D 324 (Trine Wilsberg Lund, Sopran / Bettina Ranch, Alt / Min Woo Lim, Tenor / Assaf Levitin, Bass / Immortal Bach Ensemble / Leipziger Kammerorchester / Morten Schuldt-Jensen)
Vogler: Choralvariationen "Schmücke dich, o liebe Seele" (Wolfgang Baumgratz, Orgel)
Etwa ab 7:05 Uhr:
Bach: Kantate BWV 100 "Was Gott tut, das ist wohlgetan" (Malin Hartelius, Sopran / William Towers, Alt / James Gilchrist, Tenor / Peter Harvey, Bass / The Monteverdi Choir / English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner)


07:30 Morgenfeier (30 Min.)
mit Spiritual Dr. Wolfgang Hartmann aus Fulda.


08:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


08:04 Zauberflöte – Klassik für Kinder (56 Min.)
Alarm im Vogeltierhaus

Aufregung im Zoo: Haushuhn Hertha ist spurlos verschwunden. Zufällig besuchen die beiden Zauberflötenmoderatoren Elke und Goggi gerade das Vogelhaus. Natürlich übernehmen sie sofort alle Aufgaben des Vogeltierpflegers, damit dieser in aller Ruhe nach seiner Hertha suchen kann. Wer hätte gedacht, dass man als Vogeltierpfleger so viel zu tun hat: Die Singvögel brauchen frisches Körnerfutter, Kakadu Kasimir möchte seine Federn geputzt bekommen und Adler Adam lockert schon mal seine Schwingen, weil gleich die große Greifvogelschau beginnt. Und für all das sind nun die beiden Zauberflötenmoderatoren zuständig, weil der eigentliche Vogeltierpfleger nach dem verschwundenen Huhn Hertha sucht! Hoffentlich taucht Hertha bald wieder auf. Doch Goggis und Elkes abenteuerlicher Ausflug in die Welt der Zoo-Vögel ist noch lange nicht zu Ende….in dieser tierischen Zauberflötenfolge hört ihr unter anderem Musik von Edvard Grieg und Joseph Haydn.


09:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


09:04 Kulturfrühstück (146 Min.)
Das Magazin am Vormittag
u.a. mit einem aktuellen Gast und dem Hörrätsel.


11:30 Camino – Religionen auf dem Weg (30 Min.)
"Er gibt sich Mühe, aber…" – Ausländische Priester in deutschen Gemeinden

Der katholischen Kirche in Deutschland fehlen Priester, sie füllt die Lücken mit "Priestern aus Weltkirche". Dies ist in deutschen Kirchengemeinden oft nicht ganz unproblematisch. Indische, afrikanische und osteuropäische Geistliche "lesen" Gottesdienste, spenden Sakramente, begleiten Beerdigungen. Sie müssen vorher Sprachprüfungen ablegen und werden in deutscher Geschichte und Kultur geschult. Mit ihrem eigenen kulturellen Hintergrund können sie die Gemeinden bereichern, eine Verbindung in die Welt hinein schaffen. Aber für vieles fehlt ihnen das Verständnis: dass Deutschland säkular ist und die Kirche so leer, dass kaum jemand zur Beichte kommt, dass sie selbst den Kontakt suchen müssen, statt darauf zu warten, dass sie angesprochen werden. Reichen ein paar Kurse für Seelsorge-Arbeit aus? Und sind ausländische Priester wirklich die Lösung?

Ein Beitrag von Mechthild Müser.


12:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


12:04 Kulturszene Hessen (56 Min.)
Der Kabarettpreis Salzburger Stier 2018 (3|4)

Der Salzburger Stier ist einer der begehrtesten Kabarettpreise im deutschsprachigen Raum. "Dass Spitzenkabarettisten ihre eigene Sprache und Form entwickeln, gehört zum Showgeschäft dazu, dass sie gleich ein eigenes Genre erfinden, bleibt eher die Ausnahme." So die Jury des Salzburger Stiers über das Musik-Duo Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn und ihre unverwechselbaren Chansons in allen Musikstilen. Bei der Verleihung des begehrten Kleinkunstpreises in Halle legten die beiden einen großartigen Auftritt hin. Hören Sie ihn heute in der Kulturszene Hessen.

Den Auftritt des Schweizer Preisträgers Christoph Simon hören Sie heute Abend um 23.04 Uhr, ebenfalls in der Kulturszene Hessen.


13:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


13:04 Klassikzeit (56 Min.)
Sinfonische Musik / Kammermusik / Ernste Musik

Telemann: Violinkonzert C-Dur (Elizabeth Wallfisch / L'Orfeo Barockorchester)
Schumann: Drei Romanzen op. 94 (François Leleux, Oboe / Eric Le Sage, Klavier)
Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550 (Mozarteumorchester / Ivor Bolton)


14:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


14:04 Feature (56 Min.)
"Lasst uns das Gute drum erneuern" – Von der Überwindung des Bösen | Hans-Joachim Simm

Die Faszination des Bösen ist ungebrochen. Vielfach wurde versucht, Ursprung, Erscheinungsformen und Sinn des Bösen zu erklären und in ein schlüssiges Weltbild zu integrieren. "Das Böse bannend, das uns rings umspinnt", so soll der segnende Blick auf das Kind beim Eintritt ins Leben sein, wie Genoveva in Friedrich Hebbels gleichnamigem Drama fordert. Goethes Mephisto klagt über sein paradoxes Schicksal, er sei "ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft". Aber er weiß auch um die Wandlungsfähigkeit und Allgegenwärtigkeit des Bösen: "Den Bösen sind sie los, die Bösen sind geblieben". Wilhelm Busch blickt sarkastisch auf den menschlichen Charakter: "Das Gute – dieser Satz steht fest – ist stets das Böse, was man lässt!" Was bewirkt das Böse, und was verspricht Schutz dagegen? Sind es Gesetze, Gebote und Verbote? Sind Liebe und Mitgefühl wirksame Gegenmittel? Wird das Böse durch Kultur kompensiert? In Märchen, Romanen, Tragödien und Balladen hat das Böse unzählige literarische Spuren hinterlassen, in denen es heraufbeschworen und zugleich abgewehrt wird. Ihnen folgt die Sendung, und sie fragt nach den ethischen Konzepten, die dazu beitragen, das Böse zu verstehen, zu überwinden – und die, selbst beim Blick in Abgründe, niemandem die Menschenwürde absprechen.
hr 2018


15:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


15:04 hr2-Kulturlunch: "Und grausig gutzt der Golz" (116 Min.)

Ein Feuerwerk aus Sprachakrobatik und Klangzaubereien.
hr2-Radiolivetheater
Timo Willecke, Geräuschemacher
Maria Ollikainen, Klavier
Rezitation: Chris Pichler
Moderation: Angelika Bierbaum
(Aufnahme vom 20. Mai aus dem hr-Sendesaal in Frankfurt)

Eine Revue aus Live-Hörspiel (Gaslicht / Der Hexer von London) und Melodram (Der Heideknabe), live-vertonten Gedichten (Der Zauberlehrling u.a.), Sketchen von Heinz Erhardt (G-Sketch) bis Loriot (Evelyn Hamanns legendäre Zungenbrecher-Fernsehansage), Lautpoesie (Jandl, Mon u.a.), einem Gruselett (Morgenstern) und betörenden Klavierklängen (Glass).


17:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


17:04 Lebenswert (116 Min.)
Feiertagsgespräche mit Hörerinnen und Hörern


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Jazz am Feiertag (56 Min.)
Auch nach 60 Jahren noch korrosionsfrei – Die erstaunliche Geschichte der hr2-Swingtime


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Johann Sebastian Bach – Steffen Schleiermacher: "Nach Markus. Passion" (2015) (116 Min.)
Am Mikrofon: Stefan Fricke

Bachs "Markus Passion" BWV 247 noch einmal komponieren wollte der Leipziger Komponist und Avantgarde-Pianist Steffen Schleiermacher (*1960) freilich nicht. Gleichwohl …
Libretto: Christian Lehnert
Gesine Adler, Sopran
Britta Schwarz, Alt
Eric Stokloßa, Tenor
Dirk Schmidt, Bass
Collegium Vocale Leipzig
Merseburger Hofmusik
Leitung: Michael Schönheit
(Live-Aufnahme vom 11. September 2016 aus dem Merseburger Dom St. Johannes und St. Laurentius)

… ist sein komponiertes Leiden ohne die persönliche Leidenschaft zur Musik des Thomaskantors nicht vorstellbar. Schleiermacher, dessen Klangsprache weit entfernt ist von den Traditionssträngen jeglicher Prämoderne wählte für seine Neu-Deutung der historischen Markus-Passion den Weg des gegenseitigen Respektes und Kommentars. Somit bleibt Bach Bach und Schleiermacher Schleiermacher. Trotzdem und gerade deswegen durchdringen sich beider Original-Musiken einander. Gemeinsam bilden sie "Zeitbrücken", deren Pfeiler in die Gegenwart und in die Vergangenheit führen. Womöglich sind es auch nur solche Korrespondenzen, zumal ästhetische, die eine Ahnung von Zukunftsmomenten erlauben.


22:00 Heiliger Ernst und teuflischer Spaß – 1968 und die Neue Musik (Teil 4) (60 Min.)
Eine vierteilige Sendung von Werner Klüppelholz

Im Konzert still zuhören müssen, ohne laut mitsingen zu können: Das ist eindeutig "autoritär". Ebenso die Noten einer Partitur oder die Anweisungen eines Dirigenten zu befolgen. Der weltweite Kampf gegen Herrschaft und Autorität hat um 1968 auch die Neue Musik erfasst. Improvisationsgruppen wurden gegründet, musikalische Laien durften mitspielen, kreativ zu werden stand jedem frei. Ein Schlüsselwort der Epoche hieß Partizipation, die etwa 1970 zu einer Revolte bei den Darmstädter Ferienkursen führte. Die ungeheure Politisierung aller gesellschaftlichen Bereiche fand ebenfalls in der Neuen Musik statt. Auf der Bühne, wo Opern über Revolutionsführer oder wenigstens rote Fahnen gezeigt wurden und – Raus aus dem Elfenbeinturm – jenseits der Bühne, wo Komponisten auf die Straße gingen, um mit Musik beispielsweise Demonstrationen zu unterstützen oder – wie Luigi Nono und Hans Werner Henze – den Ruf nach Veränderung der Verhältnisse mit Wurfgeschossen zu akzentuieren. Andere versuchten hingegen, aus dem Inneren der Musik heraus politisch zu wirken, etwa durch die Enthüllung von Manipulationstendenzen im musikalischen Material selbst. Peter Brötzmann, Nicolaus A. Huber, Thomas Kessler, Rolf Riehm, Dieter Schnebel, Urs Peter Schneider, Gerhard Stäbler, Walter Zimmermann und andere erinnern sich an diese äußerst bewegte Zeit und ziehen einen Vergleich zur heutigen Situation – der nicht unbedingt erbaulich ausfällt.
Eine Koproduktion von hr2-kultur und Deutschlandfunk Kultur

Redaktion: Stefan Fricke und Carolin Naujocks


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Kulturszene Hessen (56 Min.)
Der Kabarettpreis Salzburger Stier 2018 (4|4)

Er ist eine der renommiertesten Trophäen in der Kabarettszene: der Salzburger Stier. Christoph Simon steht auf der Bühne und erzählt. Von seinen Freunden, seinen Kindern und vom Leben um ihn herum. Und sagt in seiner zurückhaltenden Art ungeheure Dinge, mal witzig, mal bösartig, mal philosophisch. Dafür erhielt der Schweizer 2018 den Salzburger Stier, einen der begehrtesten Kabarettpreise. Seinen Auftritt bei der Preisverleihung in Halle am 5. Mai können Sie heute in der Kulturszene Hessen hören.
 

*


Freitag, 1. Juni 2018


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll, op. 30 (Bernd Glemser, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Hanns-Martin Schneidt); Georg Alfred Schumann: Eine Serenade, op. 34 (Münchner Rundfunkorchester: Christoph Gedschold); George Enescu: Klavierquartett Nr. 1, op. 16 (Daniel Gaede, Violine; Lars Anders Tomter, Viola; Gustav Rivinius, Violoncello; Oliver Triendl, Klavier)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Joseph Haydn: "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze", Hob. XX/1b (Leipziger Streichquartett); William Alwyn: Symphonie Nr. 3 (London Symphony Orchestra: Richard Hickox); Béla Bartók: Sieben Skizzen, op. 9 b (Dejan Lazic, Klavier)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ernst von Dohnányi: Suite, op. 19 (BBC Philharmonic: Matthias Bamert); Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio d-Moll, op. 49 (Hyperion-Trio)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johann Michael Müller: Sonate g-Moll (Lingua Franca); Antonín Dvorák: Slawische Rhapsodie As-Dur, op. 45, Nr. 3 (Orchestre symphonique de Montréal: Charles Dutoit); Johann Kaspar Mertz: "Fantaisie hongroise", op. 65, Nr. 1 (David Russell, Gitarre); Erich Wolfgang Korngold: Thema und Variationen, op. 42 (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: John Mauceri); Gioacchino Rossini: "Semiramide", Ouvertüre (The Hanover Band: Roy Goodman); Jean-Baptiste Lully: Chaconne (Musica Favola)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrerin Anne-Katrin Helms aus Frankfurt.
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesezeit (30 Min.)
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (8)


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
Bruckner: Intermezzo für Streichquintett d-Moll (Leipziger Streichquartett mit Hartmut Rohde, Viola)
Bach: 4. Klavierkonzert A-Dur BWV 1055 (Angela Hewitt / Australian Chamber Orchestra / Richard Tognetti)
Hummel: Air à la Tirolienne op. 118 (Cecilia Bartoli, Mezzosopran / Orchestra La Scintilla / Adam Fischer)
Schubert: 4. Sinfonie c-Moll D 417 "Tragische" (Freiburger Barockorchester / Pablo Heras-Casado)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Hans-Christian Ströbele, "Wertkonservativer"

Hans-Christian Ströbele ist Politiker aus Leidenschaft. "Ich will nichts werden", sagte er bei seinem Eintritt in den Bundestag und nahm seine Arbeit als unbequemer Jurist im Dienst des Volkes auf. In fünf Untersuchungsausschüssen leistete Ströbele Kärrnerarbeit und erzählt von den Erfolgen, die diese Ausschussarbeit erreichte. Er berichtet von seinem Eintritt ins Sozialistische Anwaltskollektiv und von der Zusammenarbeit mit den Rechtsanwälten Horst Mahler, Klaus Eschen und Ulrich K. Preuß, nachdem am 2. Juni 1967 der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten und Stasi-Spitzel Karl-Heinz Kurras erschossen worden war. Ströbele leuchtet das Spannungsfeld der Anwälte zwischen RAF-Gefangenen und Öffentlichkeit aus, und er erzählt von seiner Arbeit im Bundestag. Hans-Christian Ströbele berichtet von seiner Motivation, den Whistleblower Edward Snowden zu besuchen, und welche Auswirkung dieser Besuch auf die bundesdeutsche und nordamerikanische Kontrollgesetze von Geheimdiensten seither hatte. Seit dem Rückzug aus dem Bundestag hat er die Arbeit in seinem Berliner Kiez intensiviert. Als "König von Kreuzberg" will sich der vierfach erfolgreiche Direktkandidat der Grünen dennoch nicht feiern lassen.

Gastgeber: Jochanan Shelliem


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
14:30 Jüdische Welt
15:00 Lesezeit
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (8)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
Schostakowitsch: 1. Ballettsuite (hr-Sinfonieorchester / Dmitrij Kitajenko)
Caldara: "Der Triumph der Unschuld" – Arie der Santa Eugenia (Cecilia Bartoli, Mezzosopran / Les Musiciens du Louvre / Marc Minkowski)
Respighi: Die Vögel (Academy of St. Martin-in-the-Fields / Neville Marriner)
Brahms: 20. Ungarischer Tanz e-Moll (NDR-Sinfonieorchester / John Eliot Gardiner)
Neruda: Trompetenkonzert Es-Dur (Tine Thing Helseth / Norwegisches Kammerorchester)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)
Musik grenzenlos


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Mozart aus Prag (146 Min.)

"Meine Prager verstehen mich" – so hat sich Wolfgang Amadeus Mozart geäußert und damit gezeigt, dass die Zuneigung auf Gegenseitigkeit beruhte. In Prag durfte Mozart einige seiner größten Erfolge feiern, außerdem fand er dort Freunde, bei denen er immer wieder gerne wohnte.
Katerina Javurková, Horn
Tschechische Philharmonie
Leitung: Susanna Mälkki
Mozart: Ouvertüre zu "Die Hochzeit des Figaro"
Mozart: 4. Hornkonzert KV 495
Mozart: Sinfonie Es-Dur KV 543
(Aufnahme vom 5. Mai aus dem Rudolfinum)

Und mit seiner Oper "Figaros Hochzeit" versetzte er die Stadt in einen regelrechten "Figaro-Taumel". Mozart selbst schrieb an Gottfried von Jacquin: "Hier wird von nichts gesprochen als von – figaro; nichts gespielt, nichts geblasen, gesungen und gepfiffen als – figaro; keine Opera besucht als – figaro und Ewig figaro". Es ist also sehr passend, dass die finnische Dirigentin Susanna Mälkki das Konzert mit der Figaro-Ouvertüre eröffnet. Ihr Debüt bei der Tschechischen Philharmonie widmet sie ganz der Musik Mozarts: Zu hören gibt es die Es-Dur-Sinfonie Nr. 39 sowie das 4. Hornkonzert. Solistin ist eine junge Musikerin aus den Reihen des Orchesters: Katerina Javurková, eine mehrfach ausgezeichnete Hornistin und ARD-Musikwettbewerb-Gewinnerin, die in Prag ausgebildet wurde – auch von Hornisten der Tschechischen Philharmonie, die jetzt ihre Kollegen sind.


22:30 Swingtime mit Bill Ramsey (30 Min.)
As time goes by | Ein Jahrhundert in Schwingungen
Am Mikrofon: Bill Ramsey

Bill Ramsey – Sänger, Entertainer und selbst Teil der Jazzgeschichte in Deutschland nach dem Krieg – präsentiert ein Jahrhundert in Schwingungen. Es geht dabei natürlich um musikalische Vibrationen, weniger um Erschütterungen des Weltgefüges – es sei denn diese sind musikalischer Natur. Und wenn der "pulse" so richtig pocht und treibt, dann stellt sich nicht selten ein vertrautes Gefühl ein: Wie doch die Zeit vergeht!


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Hans-Christian Ströbele, "Wertkonservativer"

Hans-Christian Ströbele ist Politiker aus Leidenschaft. "Ich will nichts werden", sagte er bei seinem Eintritt in den Bundestag und nahm seine Arbeit als unbequemer Jurist im Dienst des Volkes auf. In fünf Untersuchungsausschüssen leistete Ströbele Kärrnerarbeit und erzählt von den Erfolgen, die diese Ausschussarbeit erreichte. Er berichtet von seinem Eintritt ins Sozialistische Anwaltskollektiv und von der Zusammenarbeit mit den Rechtsanwälten Horst Mahler, Klaus Eschen und Ulrich K. Preuß, nachdem am 2. Juni 1967 der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten und Stasi-Spitzel Karl-Heinz Kurras erschossen worden war. Ströbele leuchtet das Spannungsfeld der Anwälte zwischen RAF-Gefangenen und Öffentlichkeit aus, und er erzählt von seiner Arbeit im Bundestag. Hans-Christian Ströbele berichtet von seiner Motivation, den Whistleblower Edward Snowden zu besuchen, und welche Auswirkung dieser Besuch auf die bundesdeutsche und nordamerikanische Kontrollgesetze von Geheimdiensten seither hatte. Seit dem Rückzug aus dem Bundestag hat er die Arbeit in seinem Berliner Kiez intensiviert. Als "König von Kreuzberg" will sich der vierfach erfolgreiche Direktkandidat der Grünen dennoch nicht feiern lassen.

Gastgeber: Jochanan Shelliem

 

*


Samstag, 2. Juni 2018


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Arnold Schönberg: "Gurrelieder" (Melanie Diener, Sopran; Yvonne Naef, Mezzosopran; Gerhard Siegel, Robert Dean Smith, Tenor; Ralf Lukas, Bariton; Andreas Schmidt, Sprecher; Chor des Bayerischen Rundfunks; SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Michael Gielen); Friedrich Kuhlau: Sonate a-Moll, op. 79, Nr. 2 (Dora Bratchkova, Violine; Andreas Meyer-Hermann, Klavier)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Franz Liszt: Trauermarsch (Orchester Wiener Akademie: Martin Haselböck); César Franck: Symphonie d-Moll (Orchestre des Champs Elysées: Philippe Herreweghe); Anton Bruckner: Symphonie Nr. 3 d-Moll (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Lorin Maazel)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Béla Bartók: Violinkonzert Nr. 2 (Anne-Sophie Mutter, Violine; Boston Symphony Orchestra: Seiji Ozawa); Leo Brouwer: Quintett (Siegbert Remberger, Gitarre; Moyzes Quartett)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Giuseppe Tartini: Sonate Nr. 8 g-Moll (David Plantier, Violine; Annabelle Luis, Violoncello); Gabriel Pierné: Poème symphonique d-Moll, op. 37 (Stephen Coombs, Klavier; BBC Scottish Symphony Orchestra: Ronald Corp); William Walton: "Capriccio burlesco" (Florida Philharmonic Orchestra: James Judd); Johann Pachelbel: Partie G-Dur (Gli Incogniti: Amandine Beyer); Franz Poenitz: "Märchen", op. 42 (Silke Aichhorn, Harfe); Giuseppe Verdi: "La Traviata", Preludio (Die 14 Berliner Flötisten: Andreas Blau)


06:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


06:04 Kulturfrühstück (206 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrerin Anne-Katrin Helms aus Frankfurt.
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesezeit (30 Min.)
Jan Weiler: Italiener reisen nicht | Gelesen von Helmut Zierl

Für ein Italien-Sonderheft des SZ-Magazins schrieb der Journalist und Autor Jan Weiler einen Artikel über seinen italienischen Schwiegervater. Die Resonanz der Leser war durchweg positiv. Daraufhin entstand das Buch "Maria, ihm schmeckt's nicht!" mit weiteren Beschreibungen einer Italienreise und den schmunzelnden Kommentaren über die kulturellen Unterschiede.


10:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


10:04 Treffpunkt hr-Sinfonieorchester (116 Min.)

11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen


12:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


12:04 Hörbuchzeit (56 Min.)


13:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


13:04 Hörbar (56 Min.)


14:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


14:04 Lauschinsel – Radio für Kinder (56 Min.)
Pia Karlssons schlimmster Sommer | Von Elin Lindell

"Oh nein!", denkt die neunjährige Pia, "das wird bestimmt todlangweilig". Denn seitdem Opa im Winter starb, ist Oma einfach nicht mehr die alte: Sie ist missmutig, traurig und sagt stets schlechtes Wetter voraus. Und nun soll Pia die ganzen Sommerferien bei ihr verbringen. Doch als sie in Omas Dorf aus dem Zug steigt, ist niemand zu sehen. Nur ein Typ mit Motorrad und Lederkluft steht am Ende des Bahnsteigs und winkt Pia zu. Ein Typ? Nein, das ist tatsächlich Oma! Pia kann es kaum glauben, und dann geht es auch gleich los auf eine abenteuerliche Reise quer durch Schweden, die selbst Pias wildeste Sommerferien-Träume in den Schatten stellt.
Gelesen von Monika Müller-Heusch
hr 2013 | 54 Min.


15:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


15:04 Musikszene Hessen (176 Min.)

17:00 Nachrichten


18:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


18:04 Kulturszene Hessen (56 Min.)
Hinter den Worten. Meinungsfreiheit im Netz

Wo endet die Meinungsfreiheit? Zum Beispiel da, wo Hetze beginnt. Eine Diskussion in der Stadtbibliothek Kassel lotete die Grenzen aus und warf einen Blick zurück auf die Geschichte der Zensur. Wie gehen wir mit Hass und Hetze in sozialen Medien um? Welche Folgen hat das 2017 in Kraft getretene Netzwerkdurchsuchungsgesetz? Was können wir aus der Geschichte der Zensur in Deutschland lernen? Unter der Leitung von Thomas Bündgen vom Literaturhaus Nordhessen diskutierten die Literaturwissenschaftlerin Nikola Roßbach von der Universität Kassel, HNA-Chefredakteur Jens Nähler und Maria Grüning von den Kopiloten Kassel, einem Verein, der sich um politische Bildung im kommunalen Raum kümmert. Zu Diskussion über Meinungsfreiheit versus Hetze im Netz hatten das Literaturhaus Nordhessen und der Hessische Literaturrat e.V. in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst eingeladen. Sie hören eine Aufzeichnung aus der Stadtbibliothek Kassel vom 15. Mai 2018.


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Live Jazz (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 – 24:00 Aus München: Giacomo Puccinis Opern "Il Trittico" (236 Min.)

Wolfgang Koch als betrogener Ehemann, Ermonela Jaho als tragische Nonne und Ambrogio Maestri als gerissener Gauner: Sie und andere sind zu hören in den drei Einaktern des "Triptychon" von Giacomo Puccini.
1. Il Tabarro / Der Mantel
Michele – Wolfgang Koch
Luigi – Yonghoon Lee
Giorgetta – Eva-Maria Westbroek
u.a.
2. Suor Angelica
Schwester Angelica – Ermonela Jaho
Schwester Genoveva – Anna El-Khashem
Prinzessin – Michaela Schuster
u.a.
3. Gianni Schicchi
Gianni Schicchi – Ambrogio Maestri
Lauretta – Rosa Feola
Rinuccio – Pavol Breslik
u.a.
Chor und Orchester der Bayerischen Staatsoper
Leitung: Kirill Petrenko
(Aufnahme vom 17. Dezember 2017 aus der Bayerischen Staatsoper)

Drei Kurzopern, eine nach der anderen aufgeführt: Das ist "Il Trittico" (Das Triptychon) von Giacomo Puccini. Es umfasst ein tragisches ("Il tabarro"/Der Mantel), ein lyrisches ("Suor Angelica"/Schwester Angelica) und ein heiteres Stück ("Gianni Schicchi"). Sie erzählen unterschiedliche Geschichten, die mal im 20. Jahrhundert in Paris, mal in einem Kloster der Barockzeit, und schließlich im Stil der Commedia dell'arte im mittelalterlichen Florenz spielen. Vor hundert Jahren wurde Puccinis Werk in New York uraufgeführt, jetzt ist es in der Bayrischen Staatsoper in München erstmals komplett zu hören.
 

*


Sonntag, 3. Juni 2018


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55 – "Eroica" (Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Paavo Järvi); Igor Strawinsky: "Petruschka" (Sivan Silver und Gil Garburg, Klavier); Max Reger: "Eine romantische Suite", op. 125 (Nordwestdeutsche Philharmonie: Hermann Scherchen)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ralph Vaughan Williams: Symphonie Nr. 3 (Sarah Fox, Sopran; Hallé Orchestra: Mark Elder); Sergej Rachmaninow: Trio élégiaque d-Moll, op. 9 (Ilona Then-Bergh, Violine; Wen-Sinn Yang, Violoncello; Kang-Un Kim, Harmonium; Michael Schäfer, Klavier); Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert c-Moll, KV 491 (Melvyn Tan, Hammerklavier; The London Classical Players: Roger Norrington)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Paul Hindemith: Streichquartett f-Moll, op. 10 (Aris Quartett); Robert Schumann: Violoncellokonzert a-Moll, op. 129 (Jan Vogler, Violoncello; Dresden Festival Orchestra: Ivor Bolton)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Philipp Martin: Trio Nr. 6 (Karl Kaiser, Violine; Hille Perl, Viola da gamba; Lee Santana, Laute); Boris Blacher: "Paganinivariationen", op. 26 (Wiener Philharmoniker: Georg Solti); Carl Arnold: Klavierfantasie c-Moll, op. 20 (Torleif Torgersen, Hammerklavier); Antonio Vivaldi: Konzert G-Dur, R 532 (Andrés Gabetta, Violine; Sol Gabetta, Violoncello; Cappella Gabetta: Andrés Gabetta); Edward Elgar: "Chanson de nuit", op. 15, Nr. 1 (Royal Philharmonic Orchestra: Pinchas Zukerman); Antonio Carillo: "Como llora una estrella" (John Williams, Gitarre)


06:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


06:04 Geistliche Musik (86 Min.)

Unter anderem mit der Bachkantate: BWV 20 "O Ewigkeit, du Donnerwort"
Scheel: Choralvorspiel "O Ewigkeit, du Donnerwort" (Martin Rost, Orgel)
Förtsch: Geistliches Konzert "Mensch, was du tust" (La Capella Ducale / Musica Fiata / Roland Wilson)
Bach: Toccata cis-Moll BWV 910 in der Bearbeitung für Orgel von Max Reger (Rosalinde Haas)
Mozart: Missa in honorem Sanctissimae Trinitatis C-Dur KV 167 (Barbara Schlick, Sopran / Ulla Groenewold, Alt / Markus Schäfer, Tenor / Klaus Mertens, Bass / Kölner Kammerchor / Collegium Cartusianum / Peter Neumann)
Etwa ab 7:00 Uhr:
Bach: Kantate BWV 20 "O Ewigkeit, du Donnerwort" (Ingeborg Danz, Alt / Jan Kobow, Tenor / Peter Kooij, Bass / Collegium Vocale Gent / Philippe Herreweghe)


07:30 Morgenfeier (30 Min.)
mit Pastoralreferent Reiner Jöckel aus Frankfurt.


08:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


08:04 Zauberflöte – Klassik für Kinder (56 Min.)
Schwan in der Wanne und Katze auf dem Dach – Ein Tier für Zuhause

Klangkobold Goggi Goggolori reicht sein Moderatoren-Job in der "Zauberflöte" nicht mehr. Er würde gerne auch mal was mit Tieren machen. Aber welches Tier eignet sich am besten für einen Kobold? Vielleicht ein Huhn, das jeden Tag ein Frühstücksei frei Haus liefert? Oder doch lieber ein Löwe, der einen sicher zur Schule bringen kann? Oder ein Elefant, der sich zum Seiltänzer dressieren lässt? Nur eines weiß Goggi als Klangkobold ganz sicher: Welche Tiere am besten klingen und wie sich die Musik dazu anhören muss.


09:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


09:04 Kulturfrühstück (146 Min.)
Das Magazin am Vormittag


11:30 Camino – Religionen auf dem Weg (30 Min.)
Mensch oder Maschine? Von den Risiken des "Transhumanismus"


12:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


12:04 Kulturszene Hessen (56 Min.)
Römerberggespräche: 1968-2018 – What is left?

Die internationale Protestbewegung von 1968 hatte in Frankfurt einen lokalen westdeutschen Schwerpunkt. 50 Jahre später scheint die Revolte entweder Anlass idealisierender Nostalgie oder wütender Diffamierung. Zeit, zu fragen, was "68" uns heute noch zu sagen hat. Was lässt sich im Europa von 2018 aus den damaligen Protesten lernen? Was ist vom Aufbegehren und vom Aufbruch übriggeblieben, und was davon sollte politisch in die Zukunft weitergetragen werden? Brauchen wir eine Renaissance des Politischen? Gegen welche gesellschaftlichen Verkrustungen muss heute revoltiert werden – und mit welcher moralischen Legitimation? Diese und weitere Fragen wurden bei den Römerberggesprächen am 28. April in Vorträgen gestellt und beantwortet. Sie hören eine Zusammenfassung der Redebeiträge und Gespräche.


13:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


13:04 Klassikzeit mit dem hr-Sinfonieorchester (56 Min.)

Ausgewählte Aufnahmen mit dem hr-Sinfonieorchester
13:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Haydn: Sinfonie Nr. 83 g-Moll "La Poule" (Hugh Wolff)
Fauré: "Une châtelaine en sa tour" op. 110 für Harfe solo (Anne-Sophie Bertrand)
Wagner: Vorspiel und Liebestod aus "Tristan und Isolde" (Andrés Orozco-Estrada)


14:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


14:04 Hörspiel (71 Min.)
Katzengeschrei | Von Adolf Schröder

Einen Fall lösen, heißt oft: ihn zu rekonstruieren. Diese Arbeit der Rekonstruktion ist es, die im Mittelpunkt von Adolf Schröders Hörspiel steht. Eine alte Frau, eine Jüdin, die den Nazi-Pogromen entkommen konnte, lebt heute wieder in Deutschland, in ihrem Haus. Sie gibt sich der Arbeit des Erinnerns und des Vergessens hin, umgeben von unzähligen Katzen, die zusammen mit ihr verwahrlosen. Die Frau engagiert einen Studenten, der Tausende von Briefen, die sie an ihre Schwester in Südamerika geschrieben hat, sortieren und ordnen soll; eine Sisyphusarbeit, weil die Briefe alle gebündelt wieder von der Alten ins Feuer geworfen werden. Sie wurden nie abgeschickt, denn die Schwester kam in Treblinka ums Leben. Sie, die Überlebende, bereitet sich nun aufs Sterben vor, und der junge Student soll ihr dabei helfen. Hört der Tod nie auf, ein Meister aus Deutschland zu sein?

"Katzengeschrei"erzählt diese Geschichte, diese deutsche Geschichte unprätentiös und subtil, ohne Sentimentalität und hinterlässt nicht zuletzt deshalb eine tiefe Trauer. Die Frankfurter Rundschau schrieb zur Ursendung: "…ein ganz leises, unaufwendiges Hörspiel, das weder überzeugen noch belehren will, sondern nur erzählt von der Begegnung eines jungen Mannes mit einer alten Frau, von dem Erschrecken des Jungen vor der Fülle eines deutschen Schicksals." Und in der Funkkorrespondenz hieß es: "Erstaunlich souverän führen Adolf Schröder und Regisseur Ernst Jacobi durch eine Vielzahl von Erzähl- und Zeitebenen, ohne daß der Hörer verwirrt nach Orientierung sucht. Trotz der eher komplizierten Erzählstruktur mit vielen Rückblenden und entgegen seinem Titel ist es ein ruhiges Hörspiel geworden."

Mit Hilde Krahl, Gerd David, Cornelia Froboess, Wolfgang Wahl u. a.
Regie: Ernst Jacobi

Adolf Schröder, geboren 1938 in Bremen, lebte in Hamburg, fuhr hauptberuflich Taxi und schrieb zahlreiche Hörspiele, Drehbücher und zwei Romane. Er starb 2008 in Hamburg.


15:15 Klassikzeit (105 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Unter anderem mit:
Lehár: "Vilja-Lied" aus "Die lustige Witwe" (Kate Royal, Sopran / Orchester der English National Opera / Edward Gardner)
Telemann: 5. Pariser Quartett A-Dur (Wilbert Hazelzet, Traversflöte / Trio Sonnerie)
Mozart: Klavierkonzert A-Dur KV 488 (Vladimir Horowitz / Orchester der Mailänder Scala / Carlo Maria Giulini)
Mendelssohn: Ouvertüre C-Dur op. 101 "Trompeten-Ouvertüre" (Academy of St. Martin-in-the-Fields / Neville Marriner)
Beethoven: Violinsonate F-Dur op. 24 "Frühlingssonate" (Renaud Capuçon / Frank Braley, Klavier)
Prokofjew: "Romeo bei Julia vor der Trennung" aus der 2. Orchestersuite Romeo und Julia op. 64b (Oslo Philharmonic Orchestra / Mariss Jansons)
Albinoni: Trompetenkonzert B-Dur op. 7 Nr. 3 (Tine Thing Helseth / Norwegisches


17:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


17:04 Kaisers Klänge (56 Min.)
So wild wie möglich – Archaische Musik

Igor Strawinsky hatte 1913 mit dem "Sacre du printemps" erfolgreich vorgemacht, wie man archaische Tänze und Rhythmen in sinfonischer Musik darstellen kann. In den Folgejahren wurde archaische Sinfonik zu einer regelrechten Mode. Von den Opferriten der Mayas bis zu den kultischen Tänzen der Bassariden, von den Reiterjagden der Skythen bis zum Vulkanausbruch auf Island: Diese Musik ist vor allem eines: wild und laut.


18:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


18:04 Feature (56 Min.)
Wege der Integration – Chance und Probleme im ländlichen Raum am Beispiel des Lahn-Dill-Kreises | Christiane Hillebrand

Die große Welle ist vorbei – viele geflüchtete Menschen sind nach Deutschland gekommen, um hier ihre neue Heimat zu finden. Jetzt beginnt die große Aufgabe der Integration. Rund 8000 Flüchtlinge leben derzeit im Lahn-Dill-Keis. Viele von ihnen wollen möglichst schnell Geld verdienen. Doch oft fehlen die Voraussetzungen. Christiane Hillebrand hat verschiedene Flüchtlingseinrichtungen besucht, darunter eine Gemeinschaftsunterkunft in Leun, den Kleidertreff in Dillenburg und auch den Verein Flüchtlingshilfe Mittelhessen in Wetzlar. Geflüchtete erzählen von ihren Ängsten, Wünschen und Zielen. Betreuer und Helfer berichten über erfolgreiche Maßnahmen zur Integration und der Eingliederung ins Berufsleben und Hürden, die es zu überwinden gilt.
hr 2018


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 hr-Bigband (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Von John Dowland bis Thomas Arne – Britische Musik aus London (176 Min.)

Songs, Arien und Tanzmusik aus Großbritannien, komponiert im 17. und 18. Jahrhundert: Die Sopranistin Carolyn Sampson und das Originalklang-Ensemble "Academy of Ancient Music" führen sie unter der Leitung von Richard Egarr in London auf.
Carolyn Sampson, Sopran
Academy of Ancient Music
Leitung: Richard Egarr
Dowland: Lachrimae Pavan
Dowland: In Darkness Let Me Dwell
Lawes: Fantasy in Six Parts
Blow und Purcell: Four Songs
Purcell: Chaconne g-Moll
Purcell: Three Songs
Purcell: Suite aus "The Fairy Queen"
Händel: Two Arias
Händel: Orgelkonzert F-Dur HWV 295 "Der Kuckuck und die Nachtigall"
Arne: Three Songs
(Aufnahme vom 2. November 2017 aus der Milton Court Concert Hall)

Ein Konzert, das tief hineinführt in die Zeit des Barock und der frühen Klassik: Henry Purcell, Thomas Arne, John Dowland und Georg Friedrich Händel sind einige der Komponisten, deren Werke in Großbritannien entstanden sind und jüngst aufgeführt wurden in der Londoner Milton Court Concert Hall. Es beginnt mit der melancholischen "Lachcrimae Pavan" von John Dowland und endet triumphal mit "Rule Britannia", der inoffiziellen Nationalhymne von Thomas Arne. Carolyn Sampson, gefeiert als Konzert-, Opern- und Liedsängerin, hat sich einen besonderen Namen gemacht im Zusammenspiel mit Originalklang-Ensembles wie der "Academy of Ancient Music".


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Night Voyage (56 Min.)
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
hr2 – Programminformationen
22. Woche – 28.05. bis 03.06.2018
Hessischer Rundfunk
60222 Frankfurt am Main
Tel. 069/155-1, Fax: 069/155-290
Internet: www.hr-online.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 18. Mai 2018

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang