Schattenblick → INFOPOOL → MEDIEN → HÖRPROGRAMME


RADIO - MDR KULTUR/1315: Woche vom 21.01. bis 27.01.2023


Radioprogramm MDR KULTUR – Das Radio – 4. Woche vom 21.01. bis 27.01.2023


Samstag, 21. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
präsentiert von BR-KLASSIK

00:00 Uhr – Nachrichten
* Heinrich von Herzogenberg: Quintett Es-Dur, op. 43
(Oliver Triendl, Klavier; Orsolino Quintett)
* Igor Strawinsky: "Scherzo à la russe"
(SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Michael Gielen)
* Wolfgang Amadeus Mozart: "Davidde penitente", KV 469
(Margaret Marshall, Sopran; Iris Vermillion, Mezzosopran; Hans-Peter Blochwitz, Tenor; Südfunk-Chor; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Neville Marriner)
* Antonín Dvorák: Slawischer Tanz B-Dur, op. 72, Nr. 6
(SWR-Rundfunkorchester Kaiserslautern: Jiri Stárek)
* Carl Maria von Weber: Klarinettenquintett B-Dur, op. 34
(Sebastian Manz, Klarinette; Lars Olaf Schaper, Kontrabass; Casal Quartett)

02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Carl Czerny: Konzert C-Dur, op. 153
(Klavierduo Genova & Dimitrov; Genesis Orchestra: Yordan Kamdzhalov)
* Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur, op. 64, Nr. 5 – "Lerchen-Quartett"
(Doric String Quartet)
* Dmitrij Schostakowitsch: Sechs Gedichte von Marina Zwetajewa, op. 143 a
(Tamara Sinjawskaja, Alt; Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester: Michail Jurowski)
* Claude Debussy: Klaviertrio Nr. 1 G-Dur, L 3
(Trio Parnassus)
* William Walton: Variationen über ein Thema von Hindemith
(Bournemouth Symphony Orchestra: Vernon Handley)

04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Ludwig van Beethoven: "Fidelio", Harmoniemusik
(Bläsersolisten der Deutschen Kammerphilharmonie)
* Georg Friedrich Händel: Suite G-Dur, HWV 441
(Jewgenij Koroliow, Klavier)
* Ralph Vaughan Williams: Fantasia on a theme by Thomas Tallis
(Hallé Orchestra: Mark Elder)

05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Johann Christian Hertel: Sinfonia Nr. 3 D-Dur
(Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Trompete und Leitung: Wolfgang Bauer)
* Edvard Helsted: "Das Blumenfest in Genzano", Pas de deux
(London Symphony Orchestra: Richard Bonynge)
* Germaine Tailleferre: "Fleurs de France"
(Cristina Ariagno, Klavier)
* Antonio Vivaldi: Violinkonzert B-Dur, RV 380
(Fabio Biondi, Violine; Europa Galante)
* Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach: "Erwin und Elmire", Ouvertüre
(Staatskapelle Weimar: Peter Gülke)
* Friedrich Kiel: Klavierkonzert B-Dur, Allegro vivace, op. 30
(Martin Roscoe, Klavier; BBC Scottish Symphony Orchestra: Martyn Brabbins)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Die Welt auf dem Kopf (35 Min.)
von Astrid Mayerle

Er ist einer der international erfolgreichsten Künstler der Gegenwart – seine ebenso großformatigen wie kraftvollen Bilder und Plastiken befinden sich längst in bedeutenden Privatsammlungen und Museen: Georg Baselitz, der Meister der Kopfübermalerei. Am 23.1.1938 im sächsischen Deutschbaselitz geboren als Hans-Georg Kern, war der ganz und gar Unangepasste 1957 nach West-Berlin übergesiedelt, wo er mit seinen "Helden"-Bildern berühmt wurde und beharrlich dem Mystizismus der Abstraktion entgegentrat. Seit Ende der 60er-Jahre hat Baselitz seine Bildmotive einfach umgekehrt – der Kopfstand der figurativ bestimmten Kunstwelten, der Menschen und Tiere, Häuser und Bäume wurde fortan zum Markenzeichen des Künstlers. Mehr als drei Jahrzehnte lebte dieser auf Schloss Derneburg in Niedersachsen, bevor er an den oberbayerischen Ammersee umsiedelte. Ihm zu Ehren gab es große Retrospektiven in London und Hamburg. Der Meister selbst arbeitet seit geraumer Zeit unter dem Projekttitel "Remix" daran, seine großen Werke noch einmal neu zu malen – als Versuch der tätigen Erinnerung und Selbstvergewisserung. Astrid Mayerle studierte Kunstgeschichte und deutsche Literaturgeschichte. Sie ist Kulturjouranalistin und Feature-Autorin und arbeitet für verschiedene Radiostationen der ARD und für Deutschlandradio Kultur.

SprecherIn: Sabine Kastius
Regie: Astrid Mayerle
Produktion: NDR 2008


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (85 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


11:00 MDR KULTUR trifft (60 Min.)
MDR KULTUR trifft – Menschen von hier

Unsere Gäste fühlen sich dem kulturellen Leben in unserer Region besonders verpflichtet. Kuratoren, Musiker, Intendanten, Schriftsteller, Dirigenten, Maler und viele mehr finden hier ihren Platz und erzählen aus ihrem beruflichen Leben und ihrem privaten Alltag.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (120 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


16:00 MDR KULTUR Studiosession (30 Min.)

In der MDR Kultur Studio Session sind Musiker aus der ganzen Welt zu Gast. Sie spielen ihre Songs in akustischen exklusiven Versionen, reden über ihre Musik und ihr Leben. Die Studiosession ist der Ort für die nahen Momente, ergreifende Geschichten und feine Musik. Eine Sendung von Jan Kubon.


16:30 MDR KULTUR am Nachmittag (90 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


18:00 MDR KULTUR Unter Büchern (60 Min.)

Die wöchentliche Literartursendung soll informieren, unterhalten, anregen. Eine Mischung aus Aktualität und Anregung: ein aktuelles Buchmarktthema der Woche wird anhand eines Gesprächs dargestellt, dazu drei oder vier Beiträge in einem Mix aus Literaturtipp und Blick auf wichtige Neuerscheinungen.


19:00 MDR KULTUR Diskurs (30 Min.)
Philosophie, Religion, Kulturgeschichte

Gespräche mit führenden deutschsprachigen Intellektuellen über die essentiellen Fragen unserer Zeit. Das Themenspektrum reicht von Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, über Kulturgeschichte bis hin zu Naturwissenschaften und Lebenshilfe.


19:30 MDR KULTUR Jazz Lounge (30 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Opernmagazin (60 Min.)

Spannende Musiktheater-Produktionen aus den Häusern in Mitteldeutschland, interessante Künstler und ihre Neuerscheinungen, sowie alles was in der Welt der Oper und Operette wichtig ist.


21:00 MDR KULTUR Hoffmeisters Empfehlungen – Fischers Empfehlungen (60 Min.)

Jede Woche stellen Martin Hoffmeister und Claus Fischer im Programm von MDR KULTUR und MDR Klassik neue Aufnahmen vor, hellen Hintergründe auf, sprechen mit Künstlern und anderen Branchenprofis, kommentieren Nachrichten und werfen Blicke zurück auf die Geschichte klassischer Tonträger.


22:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Sonntag, 22. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr – Nachrichten
* 00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Concertone C-Dur, KV 190
(Lena Neudauer, Raphael Christ, Violine; Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Wolfram Christ)
* Jacques Ibert: Cinq pièces en Trio
(Holzbläser-Trio des Saarländischen Rundfunks)
* Samuel Barber: Klavierkonzert, op. 38
(Keith Jarrett, Klavier; Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Dennis Russell Davies)
* Dmitrij Schostakowitsch: Streichquartett As-Dur, op. 118
(Rasumowsky Quartett)
* Georges Auric: "Les fâcheux", Ballett
(Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Christoph Poppen)

* 02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur, KV 297 b
(Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach: Hartmut Haenchen)
* Ludwig van Beethoven: Streichquartett A-Dur, op. 18, Nr. 5
(Tokyo String Quartet)
* Luigi Boccherini: "Stabat mater", op. 61
(Sandrine Piau, Sopran; Pablo Valetti, Mauro Lopes Ferreira, Violine; Patricia Gagnon, Viola; Ophélie Gaillard, Violoncello; David Sinclair, Kontrabass)
* Karl Goldmark: "Sakuntula", Ouvertüre, op. 13
(Bamberger Symphoniker: Fabrice Bollon)

* 04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* André Modeste Grétry: "Le magnifique", Ouvertüre
(Münchner Rundfunkorchester: Kurt Redel)
* Ernesto Lecuona: "Andalucia"
(Cristiana Pegoraro, Klavier)
* Georg Haentzschel: "Münchhausen", Suite
(Kölner Rundfunkorchester: Emmerich Smola)

* 05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Sergej Prokofjew: "Krieg und Frieden", Walzer
(Großes Orchester des Deutschlandsenders: Robert Hanell)
* Frédéric Alfred d'Erlanger: Violinkonzert d-Moll, Andante, op. 17
(Philippe Graffin, Violine; BBC National Orchestra of Wales: David Lloyd-Jones)
* Pietro Locatelli: Concerto grosso g-Moll, op. 1, Nr. 12
(Concerto Köln)
* Alice Mary Smith: Symphonie a-Moll, Andante
(London Mozart Players: Howard Shelley)
* John Field: Rondeau A-Dur
(Míceál O'Rourke, Klavier; London Mozart Players: Matthias Bamert)
* Frederick Loewe: "My Fair Lady", Potpourri
(Kölner Rundfunkorchester: Jan Stulen)


06:00 MDR KULTUR am Sonntagmorgen (240 Min.)
3. So. nach Epiphanias

Die Kantate um 6.30 Uhr, das Wort zum Tage, der Stichtag, sowie Beiträge aus Religion und Gesellschaft.

Bach-Kantate:
Johann Sebastian Bach
Alles nur nach Gottes Willen BWV 72
Sandrine Piau, Sopran, Bogna Bartosz, Alt, Klaus Mertens, Bass
The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir
Ton Koopman
Challenge Classics
CC 72219
LC 81999


10:00 Gottesdienst (60 Min.)
Liveübertragung aus den Kirchen unserer Region.


11:00 MDR KULTUR Sonntagsraten (60 Min.)
Radioquiz von und mit Axel Thielmann
Anregende Unterhaltung rund um drei interessante Rätselfragen.


12:00 MDR KULTUR Café (60 Min.)

Gespräche in entspannter Atmosphäre mit prominenten Gästen, die persönliche Einblicke in ihr Leben geben und über aktuelle Projekte berichten.


13:00 MDR KULTUR am Sonntagnachmittag (360 Min.)

Mit aktuellen Beiträgen aus Kultur, Gesellschaft, Natur und Wissenschaft, außerdem "Das schöne Buch". Mit den Sendungen: Diskurs um 15:05 Uhr, um 17:05 Uhr MDR KULTUR Folk und Welt und um 18:05 Uhr MDR KULTUR trifft.


19:00 MDR KULTUR Chormagazin (30 Min.)

Neue Produktionen verschiedener Chöre und Vokalensembles – vorwiegend aus dem mitteldeutschen Raum – außerdem Reportagen von internationalen Chorfestivals und Interviews mit Dirigenten, Komponisten und Festivalleitern.


19:30 MDR KULTUR Konzert (150 Min.)
Teufelspakt

* Hector Berlioz: "Le Carnaval romain", Ouvertüre op. 9
* Lili Boulanger: "Faust et Hélène",
* Épisode lyrique d'après le second "Faust" de Goethe
* Peter Tschaikowsky: "Manfred" op. 58, Sinfonie h-Moll in 4 Bildern nach Lord Byrons Gedicht
Anton Rositskiy, Tenor (Faust)
Solgerd Isalv, Mezzosopran (Hélène)
Julian Orlishausen, Bariton (Méphistopheles)
MDR-Sinfonieorchester
Leitung: Daniel Cohen
Zeitversetzte Aufnahme vom 22.01.2022, Leipzig, Gewandhaus


22:00 MDR KULTUR Orgelmagazin (30 Min.)

Berichte aus der weltweit einmaligen Orgellandschaft Mitteldeutschlands, Gespräche mit Menschen, die für die Orgel leben und Musik, die die schönsten Orgeln aus der Region erklingen lässt.


22:30 MDR KULTUR Nachtmusik (90 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Montag, 23. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
präsentiert von BR-KLASSIK

00:00 Uhr – Nachrichten
00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge Es-Dur, BWV 552
(MDR-Sinfonieorchester: Jun Märkl)
* Franz Anton Hoffmeister: Konzert D-Dur
(Nils Mönkemeyer, Viola; Dresdner Kapellsolisten: Helmut Branny)
* Max Bruch: Symphonie Nr. 1 Es-Dur, op. 28
(Gewandhausorchester Leipzig: Kurt Masur)
* Baldassare Galuppi: "Nisi Dominus"
(Roberta Invernizzi, Lucia Cirillo, Sopran; Sara Mingardo, Alt; Körnerscher Sing-Verein Dresden; Dresdner Instrumental-Concert: Peter Kopp)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 87 A-Dur (MDR-Sinfonieorchester: Bruno Weil)

02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Joseph Haydn: Konzert G-Dur, Hob. VIIh/3
(Robert Dohn, Flöte; Lajos Lencsés, Oboe; Slowakisches Kammerorchester: Bohdan Warchal)
* Pat Metheny: "Hermitage"
(Bergmann Duo)
* Sergej Tanejew: Suite de Concert g-Moll, op. 28
(Lydia Mordkovitch, Violine; Royal Scottish National Orchestra: Neeme Järvi)
* Clara Schumann: Sonate g-Moll
(Christina Brandner, Klavier)
* Antonín Dvorák: Sinfonische Variationen, op. 78
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Tomás Netopil)

04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Richard Strauss: "Don Juan", op. 20
(Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Marco de Prosperis)
* Albert Roussel: Serenade, op. 30
(Mirage Quintet)
* Ferdinand Ries: Introduktion und Rondo, op. 144
(Christopher Hinterhuber, Klavier; New Zealand Symphony Orchestra: Uwe Grodd)

05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Carl Maria von Weber: Konzert F-Dur, Allegro ma non troppo, op. 75
(Sergej Nakarjakow, Trompete; Litauisches Kammerorchester: Saulius Sondeckis)
* Johann Ladislaus Dussek: Sonate F-Dur, Allegro, op. 26
(Prager Klavierduo)
* Elfrida Andrée: Symphonie Nr. 1 C-Dur, Intermezzo
(Göteborger Sinfoniker: Johannes Gustavsson)
* Georg Philipp Telemann: Konzert D-Dur
(Sergej Nakarjakow, Trompete; Linda Strommen, Thomas Tempel, Oboe; Saint Paul Chamber Orchestra: Hugh Wolff)
* Enrique Granados: "Valses poéticos", op. 10
(Stephen Hough, Klavier)
* Franz Schubert: "Der vierjährige Posten", Ouvertüre
(Prague Sinfonia: Christian Benda)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


Zum 1. Todestag von Dieter Mann († 03. Februar 2022)
09:00 Der eiserne Gustav (Folge 1 von 3) (35 Min.)
Von Hans Fallada

Der Roman beginnt 1914 kurz vor Kriegsanfang. Gustav Hackendahl – der eiserne Gustav - ist angesehener Besitzer eines großen Fuhrgeschäftes im Osten Berlins. In den folgenden Jahren muss er jedoch erleben, wie alle seine Ideale zerstört werden und seine Familie auseinander bricht. Durch die Inflation verliert Hackendahl sein gesamtes Vermögen, das Droschkengeschäft kann neben der Automobil-Konkurrenz nicht mehr bestehen. Dennoch bleibt er streng gegen sich selbst und andere und die Erfahrungen machen ihn nur noch "eiserner". Er beschließt einen Traum in die Tat umzusetzen und fährt mit seiner Kutsche von Berlin nach Paris. Was als ein letztes Aufbegehren beginnt, endet mit dem triumphalen Einzug des "Eisernen Gustav" auf den Champs Elysees.

Dieter Mann wurde am 20. Juni 1941 in Berlin-Tiergarten geboren, besuchte 1947-1955 die Volksschule, erlernte 1955-1957 den Beruf eines Drehers und wurde Student an der Arbeiter- und Bauernfakultät "Friedrich Engels" in Berlin (1958-1961). Nebenher spielte er als Komparse am Berliner Ensemble und studierte 1962-1964 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Noch während seines Studiums debütierte er am Deutschen Theater, dessen Ensemble er von 1964 bis 2006 angehörte und zwischen 1984 und 1991 als Intendant führte. 1972-1978 spielte er dort über 300 mal den 17jährigen Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs umstrittenem Jugendstück "Die neuen Leiden des jungen W.". Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen sowie diverse Hörfunkaufnahmen sind mit ihm entstanden u. a. die DEFA-Filme: "Berlin um die Ecke" (65; UA 87), "Ich war neunzehn" (67), "Lotte in Weimar" (74/75), "Die Leiden des jungen Werther" (75), "Das Versteck" (76/77), "Glück im Hinterhaus" (78/79) sowie die Fernsehfilme "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (68), "Rottenknechte" (69/70), "Die sieben Affären der Doña Juanita" (72/73), "Levins Mühle" (79/80). Nach 1989 war er u.a. in "Das Versprechen" (1995), "Todesspiel" (1997) und "Der Untergang" (2004) zu sehen. Dieter Mann wirkte zudem in vielen Hörspielen und Lesungen von MDR KULTUR mit, so las er u.a. Erich Loest Roman "Nikolaikirche" und war Interpret zahlreicher "Fundus-Texte" bei MDR Kultur. Er starb am 03. Februar 2022 in Berlin. Produktion: Patmos /Saga-Egmont-Verlag 2001


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


Zum 100. Todestag von Jaroslav Hasek am 03. Januar 2023:
15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 16 von 22) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten.

Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial Musik (60 Min.)

Die Musikredakteure von MDR KULTUR stellen montags zwischen 18:05 und 19:00 Uhr Neuerscheinungen aus dem aktuellen Musikmarkt vor. Die Auswahl reicht von Jazz, Pop, Weltmusik, Chanson, Folk bis Elektronik.


Zum 1. Todestag von Dieter Mann († 03. Februar 2022)
19:00 Der eiserne Gustav (Folge 1 von 3) (35 Min.)
Von Hans Fallada

Der Roman beginnt 1914 kurz vor Kriegsanfang. Gustav Hackendahl – der eiserne Gustav - ist angesehener Besitzer eines großen Fuhrgeschäftes im Osten Berlins. In den folgenden Jahren muss er jedoch erleben, wie alle seine Ideale zerstört werden und seine Familie auseinander bricht. Durch die Inflation verliert Hackendahl sein gesamtes Vermögen, das Droschkengeschäft kann neben der Automobil-Konkurrenz nicht mehr bestehen. Dennoch bleibt er streng gegen sich selbst und andere und die Erfahrungen machen ihn nur noch "eiserner". Er beschließt einen Traum in die Tat umzusetzen und fährt mit seiner Kutsche von Berlin nach Paris. Was als ein letztes Aufbegehren beginnt, endet mit dem triumphalen Einzug des "Eisernen Gustav" auf den Champs Elysees.

Dieter Mann wurde am 20. Juni 1941 in Berlin-Tiergarten geboren, besuchte 1947-1955 die Volksschule, erlernte 1955-1957 den Beruf eines Drehers und wurde Student an der Arbeiter- und Bauernfakultät "Friedrich Engels" in Berlin (1958-1961). Nebenher spielte er als Komparse am Berliner Ensemble und studierte 1962-1964 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Noch während seines Studiums debütierte er am Deutschen Theater, dessen Ensemble er von 1964 bis 2006 angehörte und zwischen 1984 und 1991 als Intendant führte. 1972-1978 spielte er dort über 300 mal den 17jährigen Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs umstrittenem Jugendstück "Die neuen Leiden des jungen W.". Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen sowie diverse Hörfunkaufnahmen sind mit ihm entstanden u. a. die DEFA-Filme: "Berlin um die Ecke" (65; UA 87), "Ich war neunzehn" (67), "Lotte in Weimar" (74/75), "Die Leiden des jungen Werther" (75), "Das Versteck" (76/77), "Glück im Hinterhaus" (78/79) sowie die Fernsehfilme "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (68), "Rottenknechte" (69/70), "Die sieben Affären der Doña Juanita" (72/73), "Levins Mühle" (79/80). Nach 1989 war er u.a. in "Das Versprechen" (1995), "Todesspiel" (1997) und "Der Untergang" (2004) zu sehen. Dieter Mann wirkte zudem in vielen Hörspielen und Lesungen von MDR KULTUR mit, so las er u.a. Erich Loest Roman "Nikolaikirche" und war Interpret zahlreicher "Fundus-Texte" bei MDR Kultur. Er starb am 03. Februar 2022 in Berlin. Produktion: Patmos /Saga-Egmont-Verlag 2001


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (90 Min.)

Ausgewählte Livemitschnitte und populäre Konzerte mit Künstlern aus Rock, Pop, Folk und Jazz


21:30 MDR KULTUR Studiosession (30 Min.)

In der MDR Kultur Studio Session sind Musiker aus der ganzen Welt zu Gast. Sie spielen ihre Songs in akustischen exklusiven Versionen, reden über ihre Musik und ihr Leben. Die Studiosession ist der Ort für die nahen Momente, ergreifende Geschichten und feine Musik. Eine Sendung von Jan Kubon.


22:00 Der Termin (90 Min.)
Nach dem gleichnamigen Roman von Katharina Volckmer
Von Katharina Volckmer

Eine junge Frau aus Deutschland vertraut sich ihrem Londoner Arzt Dr. Seligman in dessen Praxis an. Ihr witziger, schonungsloser und auch tragischer Monolog handelt von Hitler, von Juden und nicht zuletzt von kulturellen und sexuellen Identitäten. Obwohl sie sich von ihrer katholischen Nachkriegsdeutschen Familie abgewandt hat und seit Jahren in London lebt, wird sie von den alten Geistern verfolgt. Doch hier und jetzt nabelt sie sich von ihrer Vergangenheit und sogar von ihrer Gegenwart ab. Das Debüt der 1987 in Deutschland geborenen und in London lebenden Autorin Katharina Volckmer beginnt wie ein klassischer Witz, schraubt sich rasant in die Groteske und endet als radikale Befreiung von Scham, Kultur und Geschlechtlichkeit. Die Frau ist eine Deutsche mit Sexual- und Hitlerkomplex, der Arzt ein jüdischer plastischer Chirurg. Das Gespräch der beiden findet in seiner Londoner Praxis, eigentlich aber nur im Kopf der Hauptfigur statt. Es ist ein vielfach mäandernder innerer Monolog, der überraschend das Thema der Transition mit dem Topos der deutschen Schuld verbindet. So möchte sich die Frau von allem befreien: von ihrer Vulva, ihrem Deutschsein und ihrer historischen Verantwortung für die Shoah. Im Anschluss: Die Jury des Deutschen Hörspielpreises der ARD spricht über das Gewinnerstück 2022. Katharina Volckmer (* 09.04.1987) studierte in England Sprachen und wurde 2014 mit einer Dissertation über Jakob Wassermann am Queen's College, Oxford University, promoviert. Seit 2014 arbeitet sie als Literaturagentin in London. Ihr Debutroman "Der Termin" erschien 2020 unter dem Titel "The Appointment" auf Englisch, die deutsche Ausgabe 2021 im Kanon Verlag.

Regie: Rebekka David
Produktion: SWR 2022
Mitwirkende:
Hannah Schutsch
Tilman Strauss
Franziska Machens
Dor Aloni
Camill Jammal


23:30 MDR KULTUR Nachtmusik (30 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Dienstag, 24. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
präsentiert von BR-KLASSIK

00:00 Uhr – Nachrichten
00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Antonín Dvorák: Rhapsodie a-Moll, op. 14
(Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Hans E. Zimmer)
* Gabriel Fauré: Klavierquartett Nr. 2 g-Moll, op. 45
(Mariani Klavierquartett)
* Joseph Haydn: Notturno G-Dur, Hob. II/27
(Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Ton Koopman)
* Dmitrij Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 10 As-Dur, op. 118
(Steude Quartett)
* Johannes Brahms: "Liebeslieder", op. 52.
(Marcus Creed, Reiner Stelzner, Klavier; RIAS-Kammerchor: Uwe Gronostay)

02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Louis Spohr: Concertante A-Dur, op. 48
(Ulf Hoelscher, Gunhild Hoelscher, Violine; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Christian Fröhlich)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett D-Dur, KV 593
(Philip Dukes, Viola; The Nash Ensemble)
* Anton Arenskij: Suite Nr. 2, op. 23 – "Silhouetten"
(Daniel Blumenthal, Robert Groslot, Klavier)
* Johann Sebastian Bach: "Höchsterwünschtes Freudenfest", Teil 1, BWV 194
(Ruth Holton, Sopran; Peter Harvey, Bass; Monteverdi Choir; The English Baroque Soloists: John Eliot Gardiner)
* Franz Vinzenz Krommer: Konzert Es-Dur, op. 91
(Sabine Meyer, Julian Bliss, Klarinette; Academy of St. Martin in the Fields: Kenneth Sillito)

04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Werner Egk: Französische Suite nach Rameau
(SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Leopold Stokowski)
* Hildegard von Bingen: "O clarissima mater"
(Sequentia, Gesang und Leitung: Barbara Thornton)
* Ernst von Dohnanyi: Suite, op. 19
(BBC Philharmonic: Matthias Bamert)

05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Joseph Umstatt: Violinkonzert Nr. 5 C-Dur
(Andrés Gabetta, Violine; Cappella Gabetta)
* Johann Christian Bach: Quintett F-Dur, op. 11, Nr. 3
(Les Adieux)
* Malcolm Arnold: English Dances, op. 33
(Queensland Symphony Orchestra: Andrew Penny)
* Louise Farrenc: Air russe varié, op. 17
(David Kadouch, Klavier)
* Antonio Vivaldi: Konzert E-Dur, RV 270
(Midori Seiler, Violine; Concerto Köln)
* Joseph Labitzky: "Les fêtes au Kursaal", op. 270
(Kölner Rundfunkorchester: Heinz Geese)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


Zum 1. Todestag von Dieter Mann († 03. Februar 2022)
09:00 Der eiserne Gustav (Folge 2 von 3) (35 Min.)
Von Hans Fallada

Der Roman beginnt 1914 kurz vor Kriegsanfang. Gustav Hackendahl – der eiserne Gustav - ist angesehener Besitzer eines großen Fuhrgeschäftes im Osten Berlins. In den folgenden Jahren muss er jedoch erleben, wie alle seine Ideale zerstört werden und seine Familie auseinander bricht. Durch die Inflation verliert Hackendahl sein gesamtes Vermögen, das Droschkengeschäft kann neben der Automobil-Konkurrenz nicht mehr bestehen. Dennoch bleibt er streng gegen sich selbst und andere und die Erfahrungen machen ihn nur noch "eiserner". Er beschließt einen Traum in die Tat umzusetzen und fährt mit seiner Kutsche von Berlin nach Paris. Was als ein letztes Aufbegehren beginnt, endet mit dem triumphalen Einzug des "Eisernen Gustav" auf den Champs Elysees.

Dieter Mann wurde am 20. Juni 1941 in Berlin-Tiergarten geboren, besuchte 1947-1955 die Volksschule, erlernte 1955-1957 den Beruf eines Drehers und wurde Student an der Arbeiter- und Bauernfakultät "Friedrich Engels" in Berlin (1958-1961). Nebenher spielte er als Komparse am Berliner Ensemble und studierte 1962-1964 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Noch während seines Studiums debütierte er am Deutschen Theater, dessen Ensemble er von 1964 bis 2006 angehörte und zwischen 1984 und 1991 als Intendant führte. 1972-1978 spielte er dort über 300 mal den 17jährigen Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs umstrittenem Jugendstück "Die neuen Leiden des jungen W.". Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen sowie diverse Hörfunkaufnahmen sind mit ihm entstanden u. a. die DEFA-Filme: "Berlin um die Ecke" (65; UA 87), "Ich war neunzehn" (67), "Lotte in Weimar" (74/75), "Die Leiden des jungen Werther" (75), "Das Versteck" (76/77), "Glück im Hinterhaus" (78/79) sowie die Fernsehfilme "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (68), "Rottenknechte" (69/70), "Die sieben Affären der Doña Juanita" (72/73), "Levins Mühle" (79/80). Nach 1989 war er u.a. in "Das Versprechen" (1995), "Todesspiel" (1997) und "Der Untergang" (2004) zu sehen. Dieter Mann wirkte zudem in vielen Hörspielen und Lesungen von MDR KULTUR mit, so las er u.a. Erich Loest Roman "Nikolaikirche" und war Interpret zahlreicher "Fundus-Texte" bei MDR Kultur. Er starb am 03. Februar 2022 in Berlin.

Produktion: Patmos /Saga-Egmont-Verlag 2001
Mitwirkende: Dieter Mann


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


Zum 100. Todestag von Jaroslav Hasek am 03. Januar 2023:
15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 17 von 22) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten.

Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


Zum 1. Todestag von Dieter Mann († 03. Februar 2022)
19:00 Der eiserne Gustav (Folge 2 von 3) (35 Min.)
Von Hans Fallada

Der Roman beginnt 1914 kurz vor Kriegsanfang. Gustav Hackendahl – der eiserne Gustav - ist angesehener Besitzer eines großen Fuhrgeschäftes im Osten Berlins. In den folgenden Jahren muss er jedoch erleben, wie alle seine Ideale zerstört werden und seine Familie auseinander bricht. Durch die Inflation verliert Hackendahl sein gesamtes Vermögen, das Droschkengeschäft kann neben der Automobil-Konkurrenz nicht mehr bestehen. Dennoch bleibt er streng gegen sich selbst und andere und die Erfahrungen machen ihn nur noch "eiserner". Er beschließt einen Traum in die Tat umzusetzen und fährt mit seiner Kutsche von Berlin nach Paris. Was als ein letztes Aufbegehren beginnt, endet mit dem triumphalen Einzug des "Eisernen Gustav" auf den Champs Elysees.

Dieter Mann wurde am 20. Juni 1941 in Berlin-Tiergarten geboren, besuchte 1947-1955 die Volksschule, erlernte 1955-1957 den Beruf eines Drehers und wurde Student an der Arbeiter- und Bauernfakultät "Friedrich Engels" in Berlin (1958-1961). Nebenher spielte er als Komparse am Berliner Ensemble und studierte 1962-1964 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Noch während seines Studiums debütierte er am Deutschen Theater, dessen Ensemble er von 1964 bis 2006 angehörte und zwischen 1984 und 1991 als Intendant führte. 1972-1978 spielte er dort über 300 mal den 17jährigen Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs umstrittenem Jugendstück "Die neuen Leiden des jungen W.". Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen sowie diverse Hörfunkaufnahmen sind mit ihm entstanden u. a. die DEFA-Filme: "Berlin um die Ecke" (65; UA 87), "Ich war neunzehn" (67), "Lotte in Weimar" (74/75), "Die Leiden des jungen Werther" (75), "Das Versteck" (76/77), "Glück im Hinterhaus" (78/79) sowie die Fernsehfilme "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (68), "Rottenknechte" (69/70), "Die sieben Affären der Doña Juanita" (72/73), "Levins Mühle" (79/80). Nach 1989 war er u.a. in "Das Versprechen" (1995), "Todesspiel" (1997) und "Der Untergang" (2004) zu sehen. Dieter Mann wirkte zudem in vielen Hörspielen und Lesungen von MDR KULTUR mit, so las er u.a. Erich Loest Roman "Nikolaikirche" und war Interpret zahlreicher "Fundus-Texte" bei MDR Kultur. Er starb am 03. Februar 2022 in Berlin. Produktion: Patmos /Saga-Egmont-Verlag 2001 Mitwirkende: Dieter Mann


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (120 Min.)
Klavierpreisträgerkonzert

Robert Schumann:
- Kinderszenen op. 15
- Fantasie C-Dur op. 17
- Kreisleriana op. 16
Dongha Lee, Klavier
(1. Preisträger des 72. Internationalen Musikwettbewerbes "Prager Frühling")
Aufnahme vom 14.01.2022, Leipzig, Gewandhaus


22:00 MDR KULTUR Werkstatt Mitteldeutschland (60 Min.)

Gespräche, Atelier-Besuche, Diskussions-Runden und Reportagen aus Mitteldeutschland.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Mittwoch, 25. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
präsentiert von BR-KLASSIK

00:00 Uhr – Nachrichten
00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Franz Schubert: "Gesang der Geister über den Wassern", D 538
(Männerchor des Kölner Rundfunkchores: Helmuth Froschauer)
* Nikolaj Rimskij-Korsakow: "Scheherazade", op. 35
(Florian Noack, Klavier)
* Arrigo Boito: "Mefistofele", Schlusschor aus dem Prolog
(WDR Rundfunkchor Köln; WDR Rundfunkorchester: Helmuth Froschauer)
* Gustav Mahler: Symphonie Nr. 7 e-Moll
(Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester: Gary Bertini)

02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 92 G-Dur – "Oxford Sinfonie"
(London Symphony Orchestra: Colin Davis)
* Louis-Gabriel Guillemain: Sonate Nr. 3
(Nevermind)
* Marcel Dupré: Vier Motetten, op. 9
(Jeremy Filsell, Ian Curror, Orgel; Vasari Singers; Jeremy Backhouse)
* Friedrich Smetana: Klaviertrio g-Moll, op. 15
(Wiener Klaviertrio)
* Robert Schumann: Violinkonzert d-Moll, WoO 1
(Christian Tetzlaff, Violine; hr-Sinfonieorchester: Paavo Järvi)

04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Nadia Boulanger: "Fantaisie variée"
(Florian Uhlig, Klavier; Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Pablo Gonzalez)
* Ludwig van Beethoven: Streichquartett D-Dur, op. 18, Nr. 3
(Cuarteto Casals)
* Jean Sibelius: "Der Schwan von Tuonela", op. 22, Nr. 2
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Colin Davis)

05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie D-Dur, Allegro assai, KV 297
(The English Concert: Trevor Pinnock)
* Tomaso Albinoni: Konzert B-Dur, op. 7, Nr. 3
(Alison Balsom, Trompete; Scottish Ensemble: Jonathan Morton)
* Fanny Hensel: Ouvertüre
(The Women's Philharmonic: Jo Ann Falletta)
* Joachim Raff: Symphonie Nr. 2 C-Dur, Andante con moto, op. 140
(Orchestre de la Suisse Romande: Neeme Järvi)
* Frédéric Chopin: Polonaise gis-Moll, op. post.
(Eugéne Mursky, Klavier)
* Joseph Haydn: Sinfonie B-Dur, Hob. I/108
(Austro-Hungarian Haydn Orchestra: Adam Fischer)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


Zum 1. Todestag von Dieter Mann († 03. Februar 2022)
09:00 Der eiserne Gustav (Folge 3 von 3) (35 Min.)
Von Hans Fallada

Der Roman beginnt 1914 kurz vor Kriegsanfang. Gustav Hackendahl – der eiserne Gustav - ist angesehener Besitzer eines großen Fuhrgeschäftes im Osten Berlins. In den folgenden Jahren muss er jedoch erleben, wie alle seine Ideale zerstört werden und seine Familie auseinander bricht. Durch die Inflation verliert Hackendahl sein gesamtes Vermögen, das Droschkengeschäft kann neben der Automobil-Konkurrenz nicht mehr bestehen. Dennoch bleibt er streng gegen sich selbst und andere und die Erfahrungen machen ihn nur noch "eiserner". Er beschließt einen Traum in die Tat umzusetzen und fährt mit seiner Kutsche von Berlin nach Paris. Was als ein letztes Aufbegehren beginnt, endet mit dem triumphalen Einzug des "Eisernen Gustav" auf den Champs Elysees.

Dieter Mann wurde am 20. Juni 1941 in Berlin-Tiergarten geboren, besuchte 1947-1955 die Volksschule, erlernte 1955-1957 den Beruf eines Drehers und wurde Student an der Arbeiter- und Bauernfakultät "Friedrich Engels" in Berlin (1958-1961). Nebenher spielte er als Komparse am Berliner Ensemble und studierte 1962-1964 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Noch während seines Studiums debütierte er am Deutschen Theater, dessen Ensemble er von 1964 bis 2006 angehörte und zwischen 1984 und 1991 als Intendant führte. 1972-1978 spielte er dort über 300 mal den 17jährigen Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs umstrittenem Jugendstück "Die neuen Leiden des jungen W.". Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen sowie diverse Hörfunkaufnahmen sind mit ihm entstanden u. a. die DEFA-Filme: "Berlin um die Ecke" (65; UA 87), "Ich war neunzehn" (67), "Lotte in Weimar" (74/75), "Die Leiden des jungen Werther" (75), "Das Versteck" (76/77), "Glück im Hinterhaus" (78/79) sowie die Fernsehfilme "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (68), "Rottenknechte" (69/70), "Die sieben Affären der Doña Juanita" (72/73), "Levins Mühle" (79/80). Nach 1989 war er u.a. in "Das Versprechen" (1995), "Todesspiel" (1997) und "Der Untergang" (2004) zu sehen. Dieter Mann wirkte zudem in vielen Hörspielen und Lesungen von MDR KULTUR mit, so las er u.a. Erich Loest Roman "Nikolaikirche" und war Interpret zahlreicher "Fundus-Texte" bei MDR Kultur. Er starb am 03. Februar 2022 in Berlin. Produktion: Patmos /Saga-Egmont-Verlag 2001


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


Zum 100. Todestag von Jaroslav Hasek am 03. Januar 2023:
15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 18 von 22) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten.

Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


Zum 1. Todestag von Dieter Mann († 03. Februar 2022)
19:00 Der eiserne Gustav (Folge 3 von 3) (35 Min.)
Von Hans Fallada

Der Roman beginnt 1914 kurz vor Kriegsanfang. Gustav Hackendahl – der eiserne Gustav - ist angesehener Besitzer eines großen Fuhrgeschäftes im Osten Berlins. In den folgenden Jahren muss er jedoch erleben, wie alle seine Ideale zerstört werden und seine Familie auseinander bricht. Durch die Inflation verliert Hackendahl sein gesamtes Vermögen, das Droschkengeschäft kann neben der Automobil-Konkurrenz nicht mehr bestehen. Dennoch bleibt er streng gegen sich selbst und andere und die Erfahrungen machen ihn nur noch "eiserner". Er beschließt einen Traum in die Tat umzusetzen und fährt mit seiner Kutsche von Berlin nach Paris. Was als ein letztes Aufbegehren beginnt, endet mit dem triumphalen Einzug des "Eisernen Gustav" auf den Champs Elysees.

Dieter Mann wurde am 20. Juni 1941 in Berlin-Tiergarten geboren, besuchte 1947-1955 die Volksschule, erlernte 1955-1957 den Beruf eines Drehers und wurde Student an der Arbeiter- und Bauernfakultät "Friedrich Engels" in Berlin (1958-1961). Nebenher spielte er als Komparse am Berliner Ensemble und studierte 1962-1964 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Noch während seines Studiums debütierte er am Deutschen Theater, dessen Ensemble er von 1964 bis 2006 angehörte und zwischen 1984 und 1991 als Intendant führte. 1972-1978 spielte er dort über 300 mal den 17jährigen Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs umstrittenem Jugendstück "Die neuen Leiden des jungen W.". Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen sowie diverse Hörfunkaufnahmen sind mit ihm entstanden u. a. die DEFA-Filme: "Berlin um die Ecke" (65; UA 87), "Ich war neunzehn" (67), "Lotte in Weimar" (74/75), "Die Leiden des jungen Werther" (75), "Das Versteck" (76/77), "Glück im Hinterhaus" (78/79) sowie die Fernsehfilme "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (68), "Rottenknechte" (69/70), "Die sieben Affären der Doña Juanita" (72/73), "Levins Mühle" (79/80). Nach 1989 war er u.a. in "Das Versprechen" (1995), "Todesspiel" (1997) und "Der Untergang" (2004) zu sehen. Dieter Mann wirkte zudem in vielen Hörspielen und Lesungen von MDR KULTUR mit, so las er u.a. Erich Loest Roman "Nikolaikirche" und war Interpret zahlreicher "Fundus-Texte" bei MDR Kultur. Er starb am 03. Februar 2022 in Berlin. Produktion: Patmos /Saga-Egmont-Verlag 2001


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Songs und Chansons (60 Min.)
Deutsche und internationale Größen der Singer-Songwriter-Szene.


21:00 MDR KULTUR Folk und Welt (60 Min.)

Neuvorstellungen, spannende Alben und aktuelle Strömungen der Folk- und Weltmusik.


22:00 MDR KULTUR Spezial Musik (60 Min.)

Die Musikredakteure von MDR KULTUR stellen Montags zwischen 18:05 und 19:00 Uhr Neuerscheinungen aus dem aktuellen Musikmarkt vor. Die Auswahl reicht von Jazz, Pop, Weltmusik, Chanson, Folk bis Elektronik. Wdh. Mittwoch 22 Uhr.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Donnerstag, 26. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
präsentiert von BR-KLASSIK

00:00 Uhr – Nachrichten
00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Richard Wagner: "Tristan und Isolde", Vorspiel zum 1. Aufzug und Liebestod der Isolde aus dem 3. Aufzug
(Lioba Braun, Mezzosopran; NDR Elbphilharmonie Orchester: Peter Schneider)
* Johan Svendsen: Oktett A-Dur, op. 3
(Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters)
* Friedrich Ernst Fesca: "Cantemire", Ouvertüre
(NDR Radiophilharmonie: Frank Beermann)
* Claude Debussy: Trois chansons de Charles d'Orleans, L 92
(NDR Chor: Philipp Ahmann)
* Antonín Dvorák: Symphonie Nr. 9 e-Moll, op. 95 – "Aus der Neuen Welt"
(NDR Elbphilharmonie Orchester: Krzysztof Urbanski)

02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Edward MacDowell: Klavierkonzert Nr. 2 d-Moll
(Earl Wild, Klavier; RCA Victor Symphony Orchestra: Massimo Freccia)
* Johann Sebastian Bach: Suite Es-Dur, BWV 1010
(David Watkin, Violoncello)
* Carl Stamitz: Klarinettenkonzert Nr. 1 F-Dur
(Sabine Meyer, Klarinette; Academy of St. Martin in the Fields: Iona Brown)
* Emilie Mayer: Klaviertrio h-Moll, op. 16
(Trio Vivente)
* François Devienne: Concertino
(Rupert Kreipl, Jürgen Musser, Klarinette; Münchner Rundfunkorchester: Siegfried Köhler)

04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Georges Bizet: "Carmen", Suite Nr. 1
(Orchestre de la Bastille: Myung-Whun Chung)
* Cécile Chaminade: Klaviertrio g-Moll, op. 11
(Trio Parnassus)
* George Enescu: Rumänische Rhapsodie A-Dur, op. 11, Nr. 1
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons)

05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Franz Benda: Flötenkonzert e-Moll, Allegro con brio
(Konrad Hünteler, Flöte; Camerata of the 18th Century)
* Antonín Dvorák: Humoreske
(Ensemble Wien-Berlin)
* Johann Mattheson: "Die geheimen Begebenheiten Henrico IV. Königs von Castilien und Leon", Suite F-Dur
(Elbipolis Barockorchester Hamburg)
* Ludwig van Beethoven: Sieben Variationen Es-Dur über das Thema "Bei Männern, welche Liebe fühlen", WoO 46
(Pieter Wispelwey, Violoncello; Dejan Lazic, Klavier)
* Frank Bridge: "The two hunchbacks", Fünf Intermezzi
(Britten Sinfonia: Nicholas Cleobury)
* Luigi Boccherini: Quintett Nr. 4 D-Dur, Allegro maestoso
(Europa Galante)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord (Folge 1 von 3) (35 Min.)
Von Alfred Döblin

Diese, auf Anregung des Verlags "Die Schmiede" entstandene Erzählung, beruht auf einer wahren Begebenheit. Alfred Döblin hatte den Fall recherchiert und berichtet, ohne je den Geschehnissen eine psychologisch trivialisierende Interpretation aufzunötigen. Die lebenslustige Elli heiratet den ernsten Link. Die beiden werden nicht glücklich, sie erträgt seine Berührungen nicht, er will sie unterkriegen, sie körperlich verschlingen, schlägt sie. Elli lernt Margerete kennen. Die beiden Frauen fühlen sich leidenschaftlich zueinander hingezogen. Ellis Hass auf ihren brutalen Mann wächst, schließlich weiß sie keinen anderen Ausweg mehr als ihn zu vergiften … Alfred Döblin, 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, war Nervenarzt in Berlin; dort begründete er auch die expressionistische Zeitschrift "Der Sturm" mit. 1933 emigrierte Döblin nach Paris, 1940 floh er nach Amerika und konvertierte zum Katholizismus. Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor" (1946-1951) und Mitbegründer der Mainzer Akademie (1949). 1953 übersiedelte er wieder nach Paris. Er starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen bei Freiburg.

Produktion: Patmos 2002 /Saga-Egmont-Verlag
Mitwirkende:
Dieter Mann


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


Zum 100. Todestag von Jaroslav Hasek am 03. Januar 2023:
15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 19 von 22) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten.

Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord (Folge 1 von 3) (35 Min.)
Von Alfred Döblin

Diese, auf Anregung des Verlags "Die Schmiede" entstandene Erzählung, beruht auf einer wahren Begebenheit. Alfred Döblin hatte den Fall recherchiert und berichtet, ohne je den Geschehnissen eine psychologisch trivialisierende Interpretation aufzunötigen. Die lebenslustige Elli heiratet den ernsten Link. Die beiden werden nicht glücklich, sie erträgt seine Berührungen nicht, er will sie unterkriegen, sie körperlich verschlingen, schlägt sie. Elli lernt Margerete kennen. Die beiden Frauen fühlen sich leidenschaftlich zueinander hingezogen. Ellis Hass auf ihren brutalen Mann wächst, schließlich weiß sie keinen anderen Ausweg mehr als ihn zu vergiften … Alfred Döblin, 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, war Nervenarzt in Berlin; dort begründete er auch die expressionistische Zeitschrift "Der Sturm" mit. 1933 emigrierte Döblin nach Paris, 1940 floh er nach Amerika und konvertierte zum Katholizismus. Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor" (1946-1951) und Mitbegründer der Mainzer Akademie (1949). 1953 übersiedelte er wieder nach Paris. Er starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen bei Freiburg.

Produktion: Patmos 2002 /Saga-Egmont-Verlag
Mitwirkende:
Dieter Mann


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Musik Modern (60 Min.)

Klassiker der Moderne bis zu Werken der Gegenwart. Konzerte der neuen Musik in der Region, sowie Festivals, Uraufführungen und CD Neuerscheinungen.


21:00 MDR KULTUR Jazz (60 Min.)

Musiker und Produktionen die neue musikalische Maßstäbe setzen. Jazz in allen Facetten, in der Verbindung mit anderen Genres und Musikrichtungen sowie aus Grenzbereichen von ethnischen Traditionen, Neuer Musik oder avancierter Pop-Rockmusik.


22:00 MDR KULTUR Café (60 Min.)

Gespräche in entspannter Atmosphäre mit prominenten Gästen, die persönliche Einblicke in ihr Leben geben und über aktuelle Projekte berichten.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Freitag, 27. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr – Nachrichten
* 00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Antonín Dvorák: Serenade E-Dur, op. 22
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Rafael Kubelík)
* Fanny Hensel: Streichquartett Es-Dur
(Lark Quartet)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert D-Dur, KV 211
(Frank Peter Zimmermann, Violine; Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks: Radoslaw Szulc)
* Johann Sebastian Bach: "Jesu meine Freude", BWV 227
(Günter Holzhausen, Violone; Max Hanft, Truhenorgel; Chor des Bayerischen Rundfunks: Howard Arman)
* Peter Tschaikowsky: Suite G-Dur, op. 61 – "Mozartiana"
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Christopher Hogwood)

* 02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Jean-Baptiste Lully: "Psyché", Prolog
(Karina Gauvin, Teresa Wakim, Sopran; Jason McStoots, Tenor; Matthew Shaw, Bariton; Boston Early Music Festival Chorus and Orchestra: Stephen Stubbs)
* Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Beethoven, op. 86
(Klavierduo Stenzl)
* Claude Debussy: "Jeux", L 126
(SWR Symphonieorchester: Omer Meir Wellber)
* Joseph Haydn: Streichquartett F-Dur, op. 2, Nr. 4
(Angeles String Quartet)
* Edgar Meyer: Violinkonzert
(Hilary Hahn, Violine; Saint Paul Chamber Orchestra: Hugh Wolff)

* 04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Johann Joseph Fux: Ouverture d-Moll
(Freiburger Barockorchester: Gottfried von der Goltz)
* Billy Mayerl: "The legends of King Arthur"
(Eric Parkin, Klavier)
* Heitor Villa-Lobos: Gitarrenkonzert
(Sharon Isbin, Gitarre; New York Philharmonic: José Serebrier)

* 05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert G-Dur, KV 313
(Camerata Salzburg, Oboe und Leitung: François Leleux)
* Isaac Albéniz: "Navarra"
(Emma Schmidt, Klavier)
* Sebastian Bodinus: Sinfonia B-Dur
(Karlsruher Barockorchester: Kirstin Kares)
* Jenö Hubay: Violinkonzert Nr. 1 a-Moll, Andante ma non tanto, op. 21
(Chloë Hanslip, Violine; Bournemouth Symphony Orchestra: Andrew Mogrelia)
* Gabriel Fauré: "Masques et bergamasques", op. 112
(Radio-Symphonieorchester Wien: Bertrand de Billy)
* Joaquín Rodrigo: "Concierto Andaluz", Allegretto
(Celedonio Romero, Celin Romero, Pepe Romero, Angel Romero, Gitarre; San Antonio Symphony Orchestra: Victor Alessandro)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr. Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord (Folge 2 von 3) (35 Min.)
Von Alfred Döblin

Diese, auf Anregung des Verlags "Die Schmiede" entstandene Erzählung, beruht auf einer wahren Begebenheit. Alfred Döblin hatte den Fall recherchiert und berichtet, ohne je den Geschehnissen eine psychologisch trivialisierende Interpretation aufzunötigen. Die lebenslustige Elli heiratet den ernsten Link. Die beiden werden nicht glücklich, sie erträgt seine Berührungen nicht, er will sie unterkriegen, sie körperlich verschlingen, schlägt sie. Elli lernt Margerete kennen. Die beiden Frauen fühlen sich leidenschaftlich zueinander hingezogen. Ellis Hass auf ihren brutalen Mann wächst, schließlich weiß sie keinen anderen Ausweg mehr als ihn zu vergiften …

Alfred Döblin, 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, war Nervenarzt in Berlin; dort begründete er auch die expressionistische Zeitschrift "Der Sturm" mit. 1933 emigrierte Döblin nach Paris, 1940 floh er nach Amerika und konvertierte zum Katholizismus. Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor" (1946-1951) und Mitbegründer der Mainzer Akademie (1949). 1953 übersiedelte er wieder nach Paris. Er starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen bei Freiburg.

Produktion: Patmos 2002 /Saga-Egmont-Verlag
Mitwirkende:
Dieter Mann


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)
Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 20 von 22) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten.

Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben sowie um 15:45 Uhr Shabbat Shalom
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord (Folge 2 von 3) (35 Min.)
Von Alfred Döblin

Diese, auf Anregung des Verlags "Die Schmiede" entstandene Erzählung, beruht auf einer wahren Begebenheit. Alfred Döblin hatte den Fall recherchiert und berichtet, ohne je den Geschehnissen eine psychologisch trivialisierende Interpretation aufzunötigen. Die lebenslustige Elli heiratet den ernsten Link. Die beiden werden nicht glücklich, sie erträgt seine Berührungen nicht, er will sie unterkriegen, sie körperlich verschlingen, schlägt sie. Elli lernt Margerete kennen. Die beiden Frauen fühlen sich leidenschaftlich zueinander hingezogen. Ellis Hass auf ihren brutalen Mann wächst, schließlich weiß sie keinen anderen Ausweg mehr als ihn zu vergiften …

Alfred Döblin, 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, war Nervenarzt in Berlin; dort begründete er auch die expressionistische Zeitschrift "Der Sturm" mit. 1933 emigrierte Döblin nach Paris, 1940 floh er nach Amerika und konvertierte zum Katholizismus. Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor" (1946-1951) und Mitbegründer der Mainzer Akademie (1949). 1953 übersiedelte er wieder nach Paris. Er starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen bei Freiburg.

Produktion: Patmos 2002 /Saga-Egmont-Verlag
Mitwirkende:
Dieter Mann


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (150 Min.)
Konzert aus Prag

* Hector Berlioz: Ungarischer Marsch, aus: "La Damnation de Faust" op. 24
* Joseph Haydn: Sinfonie C-Dur, Hob. I:60 'Il distratto'
* Martin Smolka (*1959): Presto e lento
* Richard Strauss: Sinfonia domestica, op. 53
Prager Rundfunk-Sinfonieorchester
Leitung: Petr Popelka
Aufnahme vom 05.12.2022, Prag, Rudolfinum


22:30 MDR Kultur Deutschszene/Kabarett Spezial (60 Min.)

Alle 14 Tage gehört der Freitag bei MDR KULTUR der deutschsprachigen Musikszene. Liedermacherinnen, Singer&Songwriter, Poeten, Wortakrobaten, die all Ihre Gedanken in deutsche Texte packen. Von Tocotronic bis Reinhard Mey – von Alin Coen bis Nina Hagen. Oder MDR KULTUR widmet an diesem Abend sich der neuen Kabarett-Szene. Da trifft man auf sprachgewaltige Schwergewichte und leichtfüßige Comedy in allen Formen und Genres, die intelligenter Humor hervorbringt und die im Radio funktionieren, vom politischen und Musikkabarett bis hin zum Stand-up.


23:30 MDR KULTUR Nachtmusik (30 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
MDR KULTUR – Das Radio – Programminformationen
4. Woche – 21.01. bis 27.01.2023
Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)
Hauptredaktion Kultur
Gerberstraße 2, 06140 Halle/Saale
Telefon: 0341/300-0
E-mail: kommunikation@mdr.de
Internet: www.mdr.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 13. Januar 2023

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang