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ORF - ORF1/1019: Woche vom 16.12. bis 22.12.2017


Radioprogramm ORF1 – 51. Woche vom 16.12. bis 22.12.2017


Samstag, 16. Dezember 2017


06:00 Nachrichten


06:05 Guten Morgen Österreich


06:30 Uhr Nachrichten


06:56 Gedanken für den Tag
"Advent am Jordan". Der katholische Theologe und Bibelwissenschafter Josef Schultes erzählt über Bibelstätten in Jordanien, die er selbst, als begeisteter Reiseleiter, besucht hat. –
Gestaltung: Alexandra Mantler

Über Jordanien, das "Land von Wasser und Wüste", spricht der römisch-katholische Theologe und Bibelwissenschafter Josef Schultes in seinen "Gedanken für den Tag". Denn oft schon ist er selbst am und im Jordan gestanden. Auch Jordanien – das Land, das diesem Fluss seinen Namen verdankt – hat der begeisterte Reiseleiter immer wieder besucht. Auf den Spuren der Bibel: meist mit Gruppen aus Österreich und Deutschland. Unterwegs, um "Heiliges Land" zu entdecken. Wie etwa die Taufstelle Jesu auf jordanischer Uferseite. Dieser Platz und die herodianische Festung Machärus erinnern an Johannes den Täufer, diese adventlich-prophetische Gestalt. Ganz in der Nähe liegt der Ort Madaba, berühmt wegen seines Bodenmosaiks von Palästina. Weiter nördlich erstrecken sich Gerasa, das "Pompeji des Nahen Ostens" und Gadara; beide zählen zur Dekapolis, zum Zehn-Städte-Bund aus hellenistisch-römischer Zeit. Und dann, weit im Süden: Petra, einst die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer und heute eine der großartigsten Ruinenstätten der Antike. Ihre monumentalen Grabtempel, deren Fassaden direkt aus dem rötlichen Sandstein gehauen sind: Still verweisen sie auf den letzten Advent …


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


08:00 Ö1 Journal um acht


08:10 Ö1 heute


08:15 Pasticcio
mit Angelika Benke. Adventgrüße aus Österreich.


08:55 Heimspiel
Die Woche im RadioKulturhaus


09:00 Nachrichten


09:05 Hörbilder
Sterben nach Plan. Protokoll einer letzten Reise.
Feature von Stefanie Müller
Frank (DLF/WDR 2017).

Gerda und Hubert Bleibtreu. Vor zwei Monaten habe ich das Ehepaar erst kennengelernt. Da stand der Termin, an dem die beiden gemeinsam sterben wollten, schon fest. Zuvor hatten wir nur knappe, direkte Mails gewechselt: "Wenn Sie noch mit uns sprechen wollen", schrieb mir die 81-Jährige, "müssen Sie uns in Bonn besuchen kommen. Ich hole Sie am Bahnhof ab". Eine Zusage, die fast wie ein Befehl klingt.
Und so bin ich in Basel in den Zug gestiegen. Sie sind alt, aber nicht todkrank. Sie wollen gemeinsam sterben und kennen den genauen Ablauf der Sterbebegleitung. Jetzt fehlt nur noch jemand, der nach dem Tod ihre Leichen identifiziert. Weil Tochter und Pfarrer zögern, Freunde und Nachbarn nichts davon wissen sollen, fragen sie mich, die Autorin.


10:00 Nachrichten


10:05 Ö1 Klassik-Treffpunkt
Live aus dem RadioCafe in Wien. Ensemble "Fagotes Locos".
Präsentation: Renate Burtscher

Wie vier "verrückte Fagotte" musikalisch und die dazu gehörenden Musiker Leonard Eröd, Martin Machovits, Marcelo Padilla sowie David Seidel im Gespräch mit Renate Burtscher klingen, das wird im heutigen "Ö1 Klassik-Treffpunkt" zu hören sein!

Seit Sommer 2007 bilden die vier Musiker der Fagottgruppe im ORF Radio-Symphonieorchester Wien das Ensemble "Fagotes Locos" und treten in der seltenen Besetzung eines Fagottquartetts z.B. in einem Kammermusikzyklus im RadioKulturhaus in dieser Saison auf.

Zu ihren Konzerten bringen die "Fagotes Locos" Gustostückerln der Musikliteratur aus fünf Jahrhunderten mit, u.a. von Michel Corrette, Mozart, Rossini, Schubert bis zu Gerald Resch und Karl Hodina, alle arrangiert für vier Fagotte unter Berücksichtigung der besonderen Vorlieben der Musiker auf ihrem Instrument.

Wie es zu der Entstehung und Namensgebung des ungewöhnlichen Quartetts überhaupt kam, darüber mehr an diesem Samstagvormittag in Ihrem Kultursender Ö1!


11:35 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:40 help – das Konsumentenmagazin


12:00 Ö1 Mittagsjournal


12:56 Ö1 heute


13:00 Le week-end
Mit Elke Tschaikner und Christian Scheib. Eine Exkursion in sieben Teilen und 49 Tagen Mit Ludwig van Beethoven, Gerhard Rühm, Laurie Anderson, Fritz Heinrich Klein, Richard Strauss und anderen.


14:00 Ö1 Hörspiel
"Oper!" von Friederike Mayröcker. Mit Mirjam Jessa, Bernhard Majcen und Friederike Mayröcker. Regie: Otto Brusatti, Musik: Mischwerk (Maria Stippich, Helmut Stippich, Reinhard Uhl, Nikolai Tunkowitsch). Prod. ORF 2017 
Eine Suche nach der verlorenen Stille im Klang per se.

"Oper!" von Friederike Mayröcker, der Grande Dame der österreichischen Literatur, ist das bewegende Resümee über ihr Leben und Schaffen. Im Sommer 2017 wurde "Oper!" im Kurhaus Semmering erfolgreich uraufgeführt und ist als neu produziertes Ö1 Hörspiel statt auf der Bühne im Radio zu erleben.

In diesem ungewöhnlichen Stück wird nicht gegen die Gesellschaft rebelliert, sondern gegen einen Teil des Sich-Selbst, einen Teil, der immer verwundbarer und heikler wird. Es beschreibt teils autobiografisch einen Aufstand und zugleich das Sich-Zurück-Ziehen als Schutz vor dem Alter, den schalen Erinnerungen, dem Vergehen. Die Sprachkünstlerin entwirft darin höchst eindrucksvoll ausufernde Wortgemälde, ein fragiles Universum der Gerüche, Farben und Sinnesimpressionen.


15:00 Nachrichten


15:05 Apropos Klassik
mit Nicole Brunner.
Igor Strawinsky: Konzert für Kammerorchester Es-Dur, "Dumbarton Oaks" * Robert Schumann: Fantasie für Violine und Orchester C-Dur op.131 * Oscar Strasnoy: Konzert für Violine und Streichorchester * Felix Mendelssohn-Bartholdy: Symphonie Nr.3 a-Moll op.56, "Schottische" (Isabelle Faust, Camerata Salzburg, Antonello Manacorda)

Igor Strawinsky in "Dumbarton Oaks", Felix Mendelssohn-Bartholdy in Schottland und Robert Schumann komponiert für Violine. Zudem gab es die österreichische Erstaufführung des Violinkonzerts des russisch-argentinischen Komponisten Oscar Strasnoy, mit der Widmungsträgerin Isabelle Faust als Solistin. Zu hören im letzten Abonnementkonzert der Camerata in der Saison 2016/17.

Gestaltung: Gerti Mittermeyer


16:57 Ö1 heute


17:00 Nachrichten


17:05 Diagonal – Radio für Zeitgenoss/innen
Diagonal zur Person Gerhard Rühm.
Präsentation: Ines Mitterer

anschl.: Diagonals Feiner Musiksalon

In den 1950er Jahren haben er und seine Freunde von der "Wiener Gruppe" das Land ganz schön aufgemischt. Als das Provozieren noch geholfen hat, schaffte es der 1930 geborene Künstler Gerhard Rühm auf die Chronikseiten der Zeitungen: mit Klavierzertrümmerungen und ungebührlichen Versen, die ihn zum Mordverdächtigen machten. Dabei würde man diesem stets korrekt gekleideten und frisierten Herrn die Lust am Verstören nicht ansehen - was die Wirkung wohl noch erhöht.

Gerhard Rühm ist ein Mehrfachbegabter, wenn man das große Wort "Universalkünstler" für zu pathetisch hält – angebracht wäre es allemal. Als singender Literat, schreibender Künstler, zeichnender Musiker und das alles noch einmal durchgemischt, hat Rühm, prominentes Mitglied der "Wiener Gruppe", ein kaum zu überblickendes Werk geschaffen. Immer im Visier: das Jetzt, das Gegenwartserlebnis, schwarzmakabren Humor und das lustvolle Spiel mit Wörtern, Linien, Noten. Darüber ist er 87 Jahre alt geworden und macht einfach weiter. Sein jüngstes Album "sprechtexte/melodramen/chansons" hat er soeben erst aufgenommen.


19:00 Nachrichten


19:05 Logos – Glauben und Zweifeln
"Weil wir uns auf dieser Erde nicht ganz zu Hause fühlen". Der vor 100 Jahren geborene Literaturnobelpreis-Träger Heinrich Böll ist aus der katholischen Kirche ausgetreten, aber er war der katholischste Autor, den Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg hervorgebracht hat. -
Gestaltung: Cornelius Hell

Der vor 100 Jahren geborene Literaturnobelpreis-Träger Heinrich Böll ist aus der katholischen Kirche ausgetreten, aber er war der katholischste Autor, den Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg hervorgebracht hat. "Eigentlich interessieren mich nur zwei Dinge: die Liebe und die Religion", hat er einmal gesagt. In Romanen wie "Ansichten eines Clowns" oder "Gruppenbild mit Dame" vibrieren religiöse Bilder und Themen.

In der Erzählung "Das Brot der frühen Jahre" und im Hörspiel "Klopfzeichen" spielt Brot eine wichtige Rolle – als Überlebensmittel in Zeiten des Hungers und als Substanz der Eucharistie. Im Werk von Heinrich Böll zeigt sich, wie fundamentale Lebenserfahrungen sowie Zeichen und Gesten aus dem Alltag zur Basis christlicher Riten und Sakramente werden können.


19:30 Vincenzo Bellini: "Norma"
Mit Angela Meade (Norma), Jamie Barton (Adalgisa), Joseph Calleja (Pollione), Matthew Rose (Oroveso), u.a.
Chor und Orchester der Metropolitan Oper New York; Dirigent: Joseph Colaneri (zeitversetzte Live-Übertragung aus der Metropolitan Opera New York)


22:20 Nachrichten


22:25 Nachtbilder – Poesie und Musik
"Das lyrische Karussell". Eine Auswahl aus den "Bunten Lyrikheften", erschienen im "Fröhlichen Wohnzimmer".
Gestaltung: Nikolaus Scholz
Redaktion: Edith-Ulla Gasser

Es ist ein kleiner Literaturverlag mitten im 8. Wiener Gemeindebezirk, der nicht nur das eigentliche Verlagsbüro, sondern auch ein "Glücksschweinchenmuseum" beherbergt, das an mehreren Wochentagsnachmittagen auch besucht werden darf. Der Verlag nennt sich "Das fröhliche Wohnzimmer", geleitet wird er von Ilse Kilic und Fritz Widhalm.

Die Buchproduktionen dieses Verlags müssen bei aller Originalität stets an die begrenzten finanziellen Möglichkeiten eines Kleinst-Unternehmens angepasst werden. Was lag also näher, als eine Reihe auch äußerlich sehr kleiner Publikationen herauszugeben? Entstanden sind so "Wohnzimmers Bunte Lyrikhefte". Sie sind nicht größer als Reclamhefte und noch dünner als diese, enthalten jeweils einige wenige Gedichte eines Autors oder einer Autorin, sowie bunte Illustrationen im liebenswürdig naiv gehaltenem Stil. Hefttitel wie "Die Common Sense" (Michaela Hinterleitner), "Insich" (Eva Scheufler) oder "gut gespielt, lieb das ding" (Magdalena Knapp-Menzel) lassen Lyrikerlebnisse der besonderen Art erwarten.


23:20 Die Ö1 Jazznacht
Die Ö1 Jazznacht mit Ines Reiger. Oscar Peterson zum 10. Todestag: Hermann Linecker im Jazznacht-Studio. Carmen Bradford und das Jazzorchester Steiermark bei den Inntönen 2017.

Als seine Musiklehrerin bei Hermann Linecker das Jazztalent am Klavier entdeckte, schenkte sie ihm eine CD des virtuosen Oscar Peterson. Damit war die Infektion mit dem Jazz-Virus auch schon passiert: Petersons Album "Quiet Nights" war ausschlaggebend für die ehrgeizige Entwicklung des jungen Musikers. Ines Reiger bittet den oberösterreichischen Pianisten anlässlich Oscar Petersons 10. Todestag zum Gespräch ins Jazznacht-Studio. Außerdem präsentiert sie das Konzert von Sängerin Carmen Bradford mit dem von Sigi Feigl geleiteten Jazzorchester Steiermark beim oberösterreichischen "Inntöne"-Festival 2017, bei dem die amerikanische Sängerin mit einer sehr persönlich gestalteten Hommage an Jahresregentin Ella Fitzgerald das Publikum begeisterte.
 

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Sonntag, 17. Dezember 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Die Ö1 Jazznacht
(Fortsetzung) Die Ö1 Jazznacht mit Ines Reiger. Oscar Peterson zum 10. Todestag: Hermann Linecker im Jazznacht-Studio. Carmen Bradford und das Jazzorchester Steiermark bei den Inntönen 2017

01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten

Als seine Musiklehrerin bei Hermann Linecker das Jazztalent am Klavier entdeckte, schenkte sie ihm eine CD des virtuosen Oscar Peterson. Damit war die Infektion mit dem Jazz-Virus auch schon passiert: Petersons Album "Quiet Nights" war ausschlaggebend für die ehrgeizige Entwicklung des jungen Musikers. Ines Reiger bittet den oberösterreichischen Pianisten anlässlich Oscar Petersons 10. Todestag zum Gespräch ins Jazznacht-Studio. Außerdem präsentiert sie das Konzert von Sängerin Carmen Bradford mit dem von Sigi Feigl geleiteten Jazzorchester Steiermark beim oberösterreichischen "Inntöne"-Festival 2017, bei dem die amerikanische Sängerin mit einer sehr persönlich gestalteten Hommage an Jahresregentin Ella Fitzgerald das Publikum begeisterte.


06:00 Nachrichten


06:05 Guten Morgen Österreich


06:30 Uhr Nachrichten


06:55 Zwischenruf
von Martin Schenk (Wien)


07:00 Nachrichten


07:05 Lebenskunst – Begegnungen am Sonntagmorgen


08:00 Ö1 Journal um acht


08:10 Ö1 heute


08:15 Du holde Kunst
Lieblingsgedichte: Erwin Steinhauer. Musikgestaltung: Stefanie Maderthaner. Erwin Steinhauer stellt sich mit einem aufmüpfig-satirisch-bittersüßen Programm ein: mit Gedichten u.a. von H.C. Artmann, Erich Fried, Robert Gernhardt, Karl Kraus oder Elisabeth Hauer.

Der 1951 in Wien geborene Erwin Steinhauer gehört zu den vielseitigsten Schauspielern des Landes. Er hat seit der Gründung der Kabarettgruppe Keif 1974 (gemeinsam mit Wolfgang Teuschl und Erich Demmer) die österreichische Kabarettszene mitgeprägt, vom Burgtheater abwärts an nahezu allen wichtigen heimischen Theaterbühnen gespielt und ist unter anderem als eigenbrötlerischer Landgendarm Simon Polt zum fixen Bestandteil österreichischer Fernsehunterhaltung geworden.

Zuletzt war Steinhauer – seit Juni dieses Jahres Kammerschauspieler - etwa in den Kammerspielen in der Josefstadt in der Titelrolle von Florian Zellers Stück "Vater" als an Altzheimer erkrankter Patriarch und in Barbara Eders preisgekröntem Kinofilm "Thank You For Bombing" als traumatisierter Kriegsreporter zu sehen. Aktuell tourt er mit seiner eigenen Formation Steinhauer & seine Lieben mit der szenischen H.C.-Artmann-Lesung "Flieger, grüß mir die Sonne" durch Österreich.


09:00 Nachrichten


09:05 Gedanken
Man braucht ein ganzes Leben, um jung zu werden.
Gedanken des Psychotherapeuten Uwe Böschemeyer.
Gestaltung: Peter Blau

In Österreich sind fast 1,2 Millionen Menschen - 13 Prozent der Bevölkerung – über 70 Jahre alt. Und vielen davon erscheint es als unausweichliches Schicksal, den letzten Lebensabschnitt in freudloser Frustration zu verbringen. Perspektivlosigkeit, Einsamkeit oder Krankheit treiben sie frühzeitig in die Resignation. Doch das letzte Stück des Lebenswegs muss keineswegs traurig oder angsteinflößend sein. Das vermeintlich Vorgezeichnete lässt sich vermeiden. Hierbei Hilfestellungen zu leisten, hat sich der in Salzburg lebende Psychotherapeut und Begründer des "Institut für Logotherapie und Persönlichkeitsanalyse / Akademie für wertorientierte Persönlichkeitsbildung" Uwe Böschemeyer zur Aufgabe gemacht.

Für den 78-jährigen Viktor-Frankl-Schüler hat das Alter viel Neues zu bieten. Man muss ihm nur eine Chance geben. "Im Alter haben wir die Möglichkeit, uns mit mehr Gelassenheit, Weitsichtigkeit, Weisheit und Humor auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu besinnen". In seinem Buch mit dem provokanten Titel "Wie Sie beim Altern ganz sicher scheitern" erklärt er auf herzliche und sehr persönliche Art und Weise, wie man trotz aller naturgegebenen Einschränkungen und Abstriche die schönen Seiten des Alterns entdecken und schätzen lernen kann.


10:00 Nachrichten


10:05 Ambiente – von der Kunst des Reisens
Ambiente Spezial: Nostalgie auf Schiene. Mit dem "Classic Courier" durch Polens Norden. Eine Reportage von Matthias Haydn.
Redaktion: Ursula Burkert

Vor etwa 20 Jahren kam Gerd Hesse auf die Idee, "Kreuzfahrten auf Schiene" anzubieten. Er kaufte von der Bahn nicht mehr benötigte Waggons und ließ sie aufwändig restaurieren. Den alten Zügen wurde äußerlich ein einheitliches, dunkelblaues Outfit verpasst, das Innenleben sollte luxuriöses Bahngefühl vermitteln – mit mehreren Speise- oder Bar-Waggons und sogar einem Salonwagen, ausgestattet mit altmodisch gepolsterten Ohrensesseln. So tourt der "Classic Courier" durch Europa.

Die älteste und beliebteste dieser Schienenkreuzfahrten führt von Berlin Richtung Osten durch das nördliche Polen, dort kann man unter anderem bedeutende Kulturschätze des historischen Ostpreußen besuchen. Der "Classic Courier" fährt über Posen bis weit in den Osten, zu den Masuren. Halt macht der Zug etwa in Allenstein/Olsztyn – hier lebte einst Nikolaus Kopernikus. Weiter geht es zum Wallfahrtsort Heiligelinde, nach Marienburg, dort befindet sich die mittelalterliche Burg des Deutschen Ordens – sie gilt als der größte Backsteinbau Europas, und natürlich zur Hafenstadt Gdansk/Danzig. Besonders eindrucksvoll ist eine Schifffahrt auf dem oberländischen Kanal. Dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Die Besonderheit: die Schiffe, die hier fahren, überwinden sogenannte "Rollberge". Zur Bewältigung des Höhenunterschiedes werden die Schiffe auf Schienenwagen über Land hinaufgezogen.


11:00 Nachrichten


11:03 Matinee (Dolby Surround)
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Dirigent: Mariss Jansons; Yefim Bronfman, Klavier. Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58 * Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100 (aufgenommen am 26. November im Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1)


11:50 (in der Pause) Intermezzo – Künstlerinnen und Künstler im Gespräch


12:10 Matinee (Dolby Surround)
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Dirigent: Mariss Jansons (aufgenommen am 26. November im Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1)


12:56 Ö1 heute


13:00 Ö1 Sonntagsjournal


13:10 gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz
gehört.gewusst. Das Ö1 Promi-Quiz aus dem RadioKulturhaus Star-Tenor Michael Schade, Josefstadt-Mimin Gerti Drassl, Verhaltensbiologin Elisabeth Oberzaucher und Kabarettist Thomas Stipsits treten bei "gehört.gewusst" für einen guten Zweck an. Doris Glaser und Bernhard Fellinger stellen die Fragen.

Mit dem Ig-Nobelpreis wurde Elisabeth Oberzaucher bereits ausgezeichnet, jetzt wird sie vielleicht noch zum "Ö1 Quiz-Champion" gekürt. Denn das erste weibliche Mitglied der Wissenschaftskabarett-Gruppe Science Busters wird sich in der Weihnachtsausgabe von "gehört.gewusst" als Kandidatin versuchen.

Mit ihr in der prominenten Rate-Riege ist diesmal der international gefeierte Tenor Michael Schade. Was er über die Interpretation von Schubert-Liedern sagt, wird er sich wohl auch beim Rätsellösen denken: "Da liegen die Emotionen blank!"

Mit der Film- und Theaterschauspielerin Gerti Drassl und dem Kabarettisten Thomas Stipsits stellen sich zwei weitere Publikumslieblinge in den Dienst der guten Sache. Im traditionellen Promi-Quiz für "Licht ins Dunkel" wird nämlich jede richtig beantwortete Frage mit einem Geldbetrag honoriert, der dem diesjährigen Ö1 Hilfsprojekt zugute kommt.

Michael Schade und Thomas Stipsits werden zudem auch mit musikalischen Live-Einlagen punkten und für vorweihnachtliche Stimmung sorgen. Am Klavier werden sie von "Philharmonix"-Ensemblemitglied Christoph Traxler begleitet.

Per Video-Livestream auf (http://radiokulturhaus.orf.at/artikel/466322| radiokulturhaus.orf.at )


14:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


15:00 Nachrichten


15:05 Apropos Oper
Zu Gast im Teatro La Fenice von Venedig. Ausschnitte aus Vincenzo Bellinis "La Sonnambula", mit Irina Dubrovskaya (Amina), Shalva Mukeria (Elvino), Roberto Scandiuzzi (Conte Rodolfo), Julie Mellor (Teresa), u.a., sowie Chor und Orchester des Teatro La Fenice, unter der musikalischen Leitung von Fabrizio Maria Carminati (aufgenommen am 30. Juni 2017).
Gestaltung: Michael Blees


16:00 Ex libris
Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Nicole Dietrich Drei Kerzen, sechs Bücher

Ralf Schnell: Heinrich Böll und die Deutschen, Kiepenheuer & Witsch Verlag (100. Geburtstag von Heinrich Böll am 21.12.). Gespräch mit Ralf Schnell
Aharon Appelfeld: Meine Eltern, Roman, Rowohlt Berlin (Übersetzung: Mirjam Pressler)
Irene Dische: Schwarz und Weiß, Roman, Hoffmann & Campe Verlag (Übersetzung: Elisabeth Plessen)
Françoise Sagan: Bonjour tristesse, Roman, Ullstein Verlag (Übersetzung: Rainer Moritz)
Gustave Flaubert: Drei Geschichten, Hanser Verlag (Übersetzung: Elisabeth Edl)
Geoff Dyer: White Sands, DuMont Verlag (Übersetzung: Stephan Kleiner)


16:55 Ö1 heute


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:10 Spielräume Spezial
Die Reisen des Stephan Micus.
Gestaltung: Ulla Pilz

Schon als Teenager sucht Stephan Micus, Jahrgang 1953, die Begegnung mit der Musik anderer Kulturen. Er hört Schallplatten, besucht Konzerte und beschließt, "in diese Länder zu reisen und die Instrumente zu lernen".

Gesagt, getan: Gleich nach der Schule verbringt er ein halbes Jahr in Indien, um sich in die Kunst des Sitarspiels zu vertiefen, in den folgenden Jahrzehnten kommen unzählige Instrumente dazu, erforscht und erlernt bei lokalen Meistern in über 50 verschiedenen Ländern Asiens, Europas, Afrikas, Nord- und Südamerikas. Es ist aber nicht Micus´ Absicht, diese Instrumente in traditioneller Weise zu spielen, er erschafft aus ihnen seine eigene musikalische Welt.

Seine raren Konzerte spielt der Autodidakt fast immer allein, legt im Studio Spuren übereinander, auf denen er Instrumente spielt, die sich oft außerhalb seiner Welt wohl nie begegnen würden.

Der Guardian verleiht ihm den schönen Ehrentitel "produktivster Eremit der Welt"; kein Wunder, denn sein 2017 bei ECM erschienenes Soloalbum ist sein bereits das zweiundzwanzigste.


17:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:15 Moment am Sonntag
Moment-Tischgespräche. Was schenken wir, wenn wir etwas schenken? Wer für andere kocht, schenkt Ihnen in der Regel Zeit. Nämlich die, die er oder sie für das Zubereiten der Speisen benötigen. Was steckt hinter dem Begriff "Schenken", der unter Menschen quasi selbstverständlich ist.
Geht es um materielle Werte, um Aufmerksamkeit oder um Eigennutzen? Vier Gäste bekommen vier Gänge und nähern sich ausgehend vom Essen in einem Gespräch dem Thema.
Gestaltung: Alois Schörghuber


19:00 Nachrichten


19:05 Contra – Kabarett und Kleinkunst
Gayle Tufts "Very Christmas". Die neue Weihnachtsrevue mit Gayle Tufts und Gästen.
Gestaltung: Bernhard Fellinger

Mit "Very Christmas" macht die Sängerin und Komödiantin Gayle Tufts allen Weihnachtsfans ein ganz persönliches Geschenk. Die Revue der deutsch-amerikanischen Entertainerin ist eine charmante und witzige Einstimmung auf das Fest der Feste. Tufts führt durch ihre Weihnachtswunderwelt und verbindet Anekdoten über saisonbedingte Höhen und Tiefen mit einer zauberhaften Revue aus amerikanischen Weihnachtsliedern der 1940er, 50er und 60er Jahre: von "Let it snow" über "Winter Wonderland" bis zu "Have yourself a merry little Christmas" und "White Christmas". Mit diesem Abend präsentiert Berlins brillante Entertainerin ein Anti-Weihnachtsstress-Programm: musikalisch leicht wie eine Schneeflocke und garantiert "Jingle Bells"-frei. Wahlweise prickelnd gefühlvoll oder augenzwinkernd, aber immer ein himmlischer Genuss.


19:30 Das Ö1 Konzert live (Dolby Surround)
Sarah Ellensohn, Orgel; Dominik Wagner, Kontrabass. Louis-Claude Daquin: Aus "Livre de Noëls": Noël XII Suisse; Noël X Grand Jeu et Duo * Max Bruch-Heinrich Reimann: Kol Nidrei op. 47 (Bearbeitung für Kontrabass und Orgel von Dominik Wagner) * Jean-Jules Roger-Ducasse: Pastorale * Wolfram Wagner: Neues Werk für Kontrabass und Orgel (Uraufführung) * Sigfrid Karg-Elert: Lauda Sion aus "Kathedralfenster" op. 106 * Karl Höller-Dominik Wagner: Improvisationen über das geistliche Volkslied "Schönster Herr Jesu" op. 55 * Olivier Messiaen: Dieu parmi nous aus "La nativité du Seigneur" (Übertragung aus dem RadioKulturhaus in Wien im Rahmen der "Jeunesse" in Dolby Digital 5.1).
Präsentation: Eva Teimel

Mit weihnachtlicher Orgelmusik aus Barock, Romantik und Moderne und faszinierenden französischen Klangfarben stimmt die junge Vorarlbergerin Sarah Ellensohn das Publikum im zweiten Konzert des gemeinsam von ORF und Jeunesse veranstalteten Orgelzyklus auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

An der wunderbaren Schuke-Orgel im ORF RadioKulturhaus musiziert die vielfache Preisträgerin von "Prima la musica" kunstvoll bearbeitete Weihnachtslieder (Noëls) und Pastoralen von Louis-Claude Daquin und Jean-Jules Roger-Ducasse, eine Meditation aus Olivier Messiaens groß angelegtem Weihnachts-Zyklus "La nativité du Seigneur" und das letzte der sechs "Kathedralfenster", in denen der deutsche Spätromantiker Sigfrid Karg-Elert die klanglichen Möglichkeiten der Orgel in feinen, impressionistischen Nuancen bis an ihre Grenzen auslotet.

Eine überraschende, neue Farbe bringt der Ausnahmemusiker Dominik Wagner ins Spiel: Mit seinem Kontrabass gewann der junge Wiener Virtuose soeben die Bradetich Double Bass Competition in den USA. Gemeinsam mit Ellensohn spielt Wagner u. a. eine eigene Version von Max Bruchs "Kol Nidrei" und hat auch eine Uraufführung von seinem Vater, dem Komponisten Wolfram Wagner, mit im Gepäck.
(Jeunesse)


21:00 Ö1 Kunstsonntag: Gespräch mit Sarah Ellensohn


21:40 Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte
"Dr. Hohenadl erwirbt einen 'Zauberspiegel' von Werner Thuswaldner.
Gestaltung: Karin Buttenhauser

Der gebürtige Kärntner Werner Thuswaldner leitete 24 Jahre lang die Kulturredaktion der "Salzburger Nachrichten". Seit seiner Pensionierung hat er nicht nur ein Sachbuch über "Stille Nacht" veröffentlicht, sondern auch Romane und Kinderbücher. Nun arbeitet er an einem Band mit kuriosen Kurzgeschichten.


22:00 Nachrichten


22:05 Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22:08 Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended
Was Radiohosts aus drei Kontinenten empfehlen.
Gestaltung: Rainer Elstner

Was waren die herausragenden Radiomitschnitte und CD-Produktionen der jüngsten Zeit? Wir verlinken uns mit Radiokolleginnen und -kollegen aus den USA, Australien und Serbien und bitten sie um Musiktipps. Eine Ringschaltung über drei Kontinente im Zeichen der Neuen Musik.


22:55 Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23:00 Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst – Kunstradio
Weites Land
für binaurales Radio
von Elisabeth Schimana Episode 2 Waldrauschen

Es gibt eine bestimmte Erinnerung an eine Busfahrt im Jahr 2011 von Vilnius nach Druskininai und die dabei erlebte Landschaft – das weite Land.
In Episode 2 sind es binaurale Aufnahmen rund um Druskininkai die verwendet werden – eine Transformation der akustischen Erinnerung an einen speziellen Ort.
 

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Montag, 18. Dezember 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 3:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Weihnachten – Fest der Hoffnung". Erwin Kräutler, ehemaliger Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien, über den Kern von Weihnachten. -
Gestaltung: Alexandra Mantler

Ausgehend von persönlichem Erleben in seiner Diözese am Xingu in Amazonien und inspiriert von den biblischen Texten macht sich der 1939 in Koblach in Vorarlberg geborene und spätere Bischof Erwin Kräutler "Gedanken für den Tag" zum Kern von Weihnachten: der Botschaft, dass Gott den Menschen nahe ist. "Abgewiesen in den Herbergen, arm geboren in einem Stall, geflüchtet in ein fremdes Land, um den Todesschwadronen eines Tyrannen zu entgehen, sind Josef, Maria und Jesus den Menschen ähnlich, die heute abgedrängt, heimatlos und ausgeschlossen sind. Für sie will Jesus der angekündigte Immanuel sein, der Gott-mit-uns, der Frieden und Gerechtigkeit bringt", so der Österreicher, der viele Jahrzehnte Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien war. Für seinen Einsatz für die Umwelt und die indigenen Völker wurde Erwin Kräutler mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Alternativen Nobelpreis und mit dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio
mit Patrizia Jilg. Adventgrüße aus Österreich


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Helfen: Aber wie?
Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (1).
Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Täglich werden wir mit Armut, Krankheit und Not konfrontiert. Und viele Menschen wollen helfen. Aber wie? Öffentliche Spendenaktionen sammeln für Menschen in Not. Wenn durch Naturkatastrophen ganze Regionen zerstört sind und Menschen ihre materielle Existenz verloren haben, sind diese Spendengelder unverzichtbar, um erste Hilfe zu leisten.

Damit werden Häuser wieder aufgebaut, Krankenhäuser ausgestattet, Straßen repariert. Und Spender haben das Gefühl, sinnvoll zu handeln. Noch nie wurde in Österreich so viel gespendet wie heute. Doch: wie ist es mit dem Bettler an der Straßenecke? Caritative Einrichtungen wie die "Vinzirast" errichten Notschlafstellen und sorgen für eine warme Mahlzeit pro Tag. Auch dafür braucht es Spender, und den unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Aber: sollten soziale Probleme: Armut, Obdachlosigkeit, Hunger nicht in der Agenda eines Sozialstaates stehen? Oft reichen die politisch gesetzten Maßnahmen nicht aus. Manchmal müssen Menschen auch ermutigt werden, ihr Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. Empowerment ist hier das Schlagwort. Hilfe zu Selbsthilfe soll Menschen in Krisensituationen ermächtigen und handlungsfähig machen. Und dafür gibt es zahlreiche Beispiele.

Gerade im Gesundheitsbereich organisieren sich Betroffene wie Angehörige in Selbsthilfegruppen. Im Kunsthaus Wien greift hat man diese Idee aufgegriffen und erweitert. Mit dem Community College sollen Netzwerke der Solidarität geschaffen werden. Betroffene tauschen sich aus, geben Erfahrungen weiter und unterstützen einander. Wer immer wie hilft, eines bleibt gleich: einander helfen schafft Gemeinschaft. Und diese stärkt alle Beteiligten.


09:30 Radiokolleg – Boomtown Shenzhen
Von der Werkbank zum High Tech Hub (1).
Gestaltung: Anna Masoner

Shenzhen ist Teil des Perlflussdeltas im Südosten Chinas, mit 60 Millionen Menschen der weltweit größte Ballungsraum und einer der wichtigsten Handels- und Finanzzentren. Die 12 Millionen Stadt gilt als Hardware Mekka. Ob Smartphone oder Elektromotor: 90 Prozent aller Elektronik, wird hier hergestellt in großen Fabriken und winzigen Hinterhauswerkstätten – eine Stunde von Hongkong entfernt.

Shenzhen ist drauf und dran seinen prominenten Bruder Hongkong wirtschaftlich zu überflügeln. Hong Kongs Hafen war einst der wichtigste Warenumschlagplatz der Welt. Heute ist er nur noch auf Platz 5. Hinter Shanghai und Shenzhen. Hongkong ist zwar noch das ausgemachte Bankenzentrum. In Sachen Technologie und Innovation hat Shenzhen die Nase vorn. Tech Giganten wie Huawei und Tencent, die Firma hinter dem größten chinesischen Chat- und Bezahldienst WeChat haben hier ihren Sitz.

Gewachsen ist Shenzhen rasend schnell. Anfang der 1980er Jahre befanden sich auf dem heutigen Stadtgebiet eine 30.000 Einwohner Stadt und eine Reihe von Fischerdörfern. Dann erklärte Staatschef Deng Xiaoping Shenzhen zur Sonderwirtschaftszone und damit zum Testgelände für eine marktbasierte Wirtschaft. Ausländische Firmen bauten Fabriken, China stellte billige Arbeitskräfte aus dem ganzen Land zur Verfügung. Hier entstand Chinas Ruf als Werkbank der Welt.

Die Wanderarbeiter siedelten an den Rändern in informell gebauten mehrstöckigen Häusern und Baracken. Diese "urban villages" waren lange Merkmal der Stadt und für ihren steilen Aufstieg mitverantwortlich. Dem Bild des neuen, innovativen, sauberen Shenzhen stehen sie im Weg und so fallen sie in den letzten Jahren Abrissbirnen und neuen Hochhäusern zum Opfer. Anna Masoner war unterwegs in der Stadt, die sich immer wieder neu erfindet.


09:45 Radiokolleg – Asiatisch – österreichische Musikszenen
Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (1).
Gestaltung: Maria Reininger

Der Gruß im philippinischen Tagalog wird von tausenden Menschen in Österreich gesprochen. Ihre Musik ist westlich - Hiphop und US-Popsongs, die in den monatlichen Asian Nights gemeinsam abgefeiert werden und mit Inbrunst bei Karaoke-Auftritten gesungen werden, aber kaum Worldmusic, also Mischungen, wie man sie von in Österreich lebenden Immigranten aus afrikanischen Ländern, der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien kennt.

Das ist eine der Besonderheiten, wenn man sich in den asiatischen Immigrantenszenen Österreichs umhört. Auch ehemalige Flüchtlinge aus Vietnam und zahlreiche Chinesen und Chinesinnen haben Herkunftstraditionen zurückgelassen. Dem Feiern selbst, den Parties im Wiener Volksgarten tut das keinen Abbruch.

Hervorgetan haben sich dagegen in jüngster Zeit einige Musiker aus Indien: Pintoo, Haidar und Iqbal Khan, drei Brüder aus dem westindischen Rajasthan, mischen die österreichische Worldmusicszene auf. Mit dem Trommelpaar Tabla und Dholak, mit den Vorläufern der Gypsiekastagnetten Khartal und den indischen Maultrommeln Morchang zaubern sie in ihre Melodien behende Rhythmen, deren Komplexität die europäische überschreitet.

Damit haben sie auch schon Mitglieder der Wiener Tschuschenkapelle auf ihren Teppich geholt. Die indische Khataktänzerin Kaveri Sageder hat bei der A-cappella-Formation Bauchklang angedockt und bewegt sich seither in zwei Welten, Österreich und Indien, die sich hinsichtlich der Funktion ihrer Lieder und der Organisation ihrer Konzerte stark unterscheiden. Und schon vor Jahren hat der Tabla-Spieler Jatinder Takur die damals entstehende Worldmusicszene beeinflusst.

Mitunter entdecken migrierte Musiker Besonderheiten ihres Herkunftskontinents, die gar nicht aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammen. So konzentriert sich der indisch-österreichische Komponist und Dirigent Vijay Upadhyaya mit seine Symphonie Chang An Men nun auf chinesische Mythen und Musiktraditionen. Traditionen, die dem Chor des Symphonieorchesters der Uni Wien einiges abverlangen.

Wie sich die Musiker und Musikerinnen verstehen, was sie in Europa neu entdeckt haben, was sie mitgenommen und was sie weggelassen haben, das erzählen sie im Radiokolleg Buti nagkakilala tayo! Asiatisch-österreichische Musikszenen, von Maria Reininger.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
mit Johannes Leopold Mayer. Wenn es "glei' dumpa" wird – Über Weihnachtslieder und deren Entstehung

"Stille Nacht" oder "Es wird scho glei' dumpa" gelten heute als Volkslieder. Bei ersterem wird der Eine oder die Andere vielleicht wissen, dass es da einen Textdichter und einen Komponisten gegeben hat.

Wie ist es aber bei anderen Liedern, was macht ihren Reiz heute noch aus, und wie und durch wen sind sie entstanden?


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
Ex libris-Nachlese. "Meine Eltern". Roman von Aharon Appelfeld (aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler).
Gestaltung: Peter Zimmermann


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Nadja Kayali. 200 Jahre Wiener Universität für Musik und
darstellende Kunst auf drei CDs.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Das Ö1 Konzert
Alte Musik im Konzert. Highlights aus Antonio Vivaldis Oper "Orlando furioso".
Präsentation: Gerhard Hafner

Vor 290 Jahren im, anno 1727, wurde im Teatro San Angelo in Venedig, Antonio Vivaldis Oper "Orlando furioso" uraufgeführt. Der Stoff geht zurück auf das gleichnamige Epos von Ludovico Ariosto und spielt auf der Insel der Zauberin Alcina und erzählt die Geschichte der unglücklichen Liebe Orlandos zu Angelica. Wieder offenbart sich eine ungewöhnlich farbenreiche und in den Effekten sehr variable Partitur, die mit Sicherheit zu den Meisterwerken der Geschichte des Musiktheaters gehört.

Ihre Außerordentlichkeit spiegelt sich auch in Reichtum und Vielschichtigkeit der dramatischen Anlage wider. Von herausragender Bedeutung für den Handlungsgang sind neben den vielen Chören, Arien und Rezitativen vor allem Orlandos große Soloszenen, die verblüffend modern sind. Am 14. Juli gab es im Rahmen des "Festival della Valle d'Itria" im italienischen Martina Franca eine konzertante Aufführung von "Orlando furioso". Diego Fasolis dirigierte dabei das von ihm gegründete Originalklangensemble "I Barocchisti" und leitet ein erlesenes Solistenensemble rund um die italienische Altistin Sonia Prina in der Titelrolle des Orlando. Das heutige "Ö1 Konzert" lässt die, von Publikum und Presse gefeierte Aufführung in Auszügen Revue passieren.


15:30 Moment


15:55 Rudi! Der rasende Radiohund


16:00 Nachrichten


16:05 Passagen
Im Zeit-Raum: Die geheimen Gefühle der Kinder – und wie sie im Erwachsenenalter nachwirken. Johannes Kaup im Gespräch mit dem Pädagogen Udo Baer. Aufgenommen am 20. November 2017 im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses. Bearbeitung: Haimo Godler

Das Unvermögen, Gefühle wie Liebe, Angst, Neid, Wut und Scham auszudrücken, lässt Kinder und Jugendliche oftmals verstummen – oder sie werden unruhig und manchmal auch sozial auffällig. Hinter vielen anhaltenden Kinderproblemen verbergen sich konkrete Bindungsstörungen.

"Kinder gehen mit ihren Gefühlen oft ins Leere, erhalten auf ihre emotionalen Regungen keine oder unangemessene Echos und hören dann häufig resignierend auf, überhaupt Gefühle zu zeigen" – das sagen die deutschen Therapeuten und Gefühlsexperten Udo Baer und Gabriele Frick-Baer.

"Kinder sind Glückskinder, wenn sie in vielfältigen Gefühlslandschaften zu Hause sind." Wenn wir unsere geheimen kindlichen Gefühle erkennen und deuten lernen, verstehen wir unser Tun als Erwachsene besser. Der Pädagoge und Psychotherapeut Udo Baer und seine Ehefrau Gabriele Frick-Baer gelten als Gefühlsexperten im deutschen Sprachraum. Udo Baer benutzt die phänomenologische Forschungsmethodik zur Erkundung der emotionalen und geistigen Grundlagen von Erkrankungen wie Trauma, Essstörungen und Demenz.

Darüber hinaus ist er wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Soziale Innovationen ISI in Duisburg und des Pädagogischen Instituts Berlin. Mit Gabriele Frick-Baer veröffentlicht Udo Baer die Schriftenreihe "Bibliothek der Gefühle". Bestseller wurden u.a. "Das große Buch der Gefühle", "Flucht und Trauma" und "Wie Kinder fühlen".


16:55 Digital.Leben


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.


17:55 Betrifft: Geschichte
Österreichs langer Weg zur Republik. Mit Wolfgang Häusler, emeritierter Professor für Österreichische Geschichte.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

"Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volke aus". So lautet Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung von 1920. Demokratie als Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit in Staat und Gesellschaft ist bekanntlich keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis eines langwierigen, widersprüchlichen und nicht zuletzt auch zukünftig offenen Prozesses.

Insbesondere drei "revolutionäre" Jahreszahlen können als Meilensteine bei der Entwicklung der Demokratie in Österreich betrachtet werden. Die Französische Revolution von 1789 traf in Österreich auf den Reformabsolutismus in seiner Krise. Die bürgerlich-demokratische Revolution 1848 stieß auf das in seiner Entwicklung gehemmte Vielvölkerreich und die sozialen Probleme des Industriekapitalismus.

Die österreichische Sozialdemokratie griff später Programmatik und Symbolsprache dieser bürgerlichen Revolutionen wieder auf – im Kampf um das allgemeine Wahlrecht und eine gerechte Sozialordnung sah sich die Arbeiterbewegung als Hüter des Erbes und Testamentsvollstrecker von 1789 und 1848. Auf dem Logo der sozialdemokratischen Zeitschrift "Glühlichter" (1889-1915) prangte etwa die französische "Marianne", die Freiheit, Vernunft und Republik verkörpernde Frauengestalt mit der Jakobinermütze und der Fackel der Aufklärung.

Die Gründung der Ersten Republik, von Otto Bauer als die "Österreichische Revolution" benannt, feiert im November nächsten Jahres ihren 100. Geburtstag.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen
Wo liegt Heimat?
Zur Topografie eines Sehnsuchtsorts
Von Juliane Nagiller

"Heimat" ist für viele Menschen ein emotionaler Begriff. Er bezeichne, woher man komme, wo man sich wohlfühle oder einmal sein möchte. Im Deutschen hat der Begriff allerdings eine spezielle Konnotation, die in anderen Sprachen fehlt. Weder "homeland" noch "patria" oder "domov" fassen das, was wir mit "Heimat" benennen, einen Sehnsuchtsort. – Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff rein juristisch und geografisch gebraucht. Er bezeichnete bloß die allgemeine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Mit der Zeit wurde der Begriff ideologisch und politisch aufgeladen und diente schon bald der Heimatbewegung als Reflex auf die Moderne. Gegen ein reaktionäres und nationalistisches Heimatgefühl formulierte Kurt Tucholsky Ende der 1920er Jahre bereits: "Wir pfeifen auf die Fahnen – aber wir lieben dieses Land". – Gerade heute, in Zeiten globaler Migrationsbewegungen einerseits und politischer Abschottung andererseits, scheint eine positive Neuverortung des Begriffs und Gefühls "Heimat" angezeigt. Wie könnte diese gelingen?


19:30 On stage
mit Maria Reininger. Nobuntu & Chanda Rule im Dezember 2016 im Linzer Brucknerhaus.

Einen mitreißenden, transatlantischen Gospel- und Spiritual-Abend zelebrierte am 18. Dezember 2016 das aus Bulawayo, Zimbabwe, stammende Vokal-Quintett Nobuntu im Linzer Brucknerhaus. Neben Klassikern wie "Go Down, Moses" oder "Just A Closer Walk With Thee", für die sich die US-amerikanische Sängerin Chanda Rule den Kolleginnen aus dem südlichen Afrika beigesellte, brachten Heather Dube, Joyline Sibanda, Duduzile Sibanda, Thandeka Moyo und Zanele Manhenga auch die kunstvollen A-cappella-Gesänge der Mbube-Tradition der Zulus zu Gehör. Instrumentale Unterstützung kam von Posaunist Paul Zauner und Pianist Carlton Holmes.


21:00 Ex libris
Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Nicole Dietrich Drei Kerzen, sechs Bücher

Ralf Schnell: Heinrich Böll und die Deutschen, Kiepenheuer & Witsch Verlag (100. Geburtstag von Heinrich Böll am 21.12.). Gespräch mit Ralf Schnell
Aharon Appelfeld: Meine Eltern, Roman, Rowohlt Berlin (Übersetzung: Mirjam Pressler)
Irene Dische: Schwarz und Weiß, Roman, Hoffmann & Campe Verlag (Übersetzung: Elisabeth Plessen)
Françoise Sagan: Bonjour tristesse, Roman, Ullstein Verlag (Übersetzung: Rainer Moritz)
Gustave Flaubert: Drei Geschichten, Hanser Verlag (Übersetzung: Elisabeth Edl)
Geoff Dyer: White Sands, DuMont Verlag (Übersetzung: Stephan Kleiner)


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Helfen: Aber wie? Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (1).
Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Boomtown Shenzhen. Von der Werkbank zum High Tech Hub (1).
Gestaltung: Anna Masoner

Asiatisch – österreichische Musikszenen. Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (1).
Gestaltung: Maria Reininger


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Wien Modern 2017. Olga Neuwirths Raumklang-Projekt.
Gestaltung: Nina Polaschegg

Eines der Hauptprojekte bei Wien Modern war in diesem Jahr die Aufführung von Olga Neuwirths "Le Encantadas". Mit diesem Werk hat sie eine akustische Reise durch einen Klang-Archipel gestaltet. Dass das 70-minütige Werk ganz ohne Bilder zum atemberaubenden Kopfkino wurde, verdankte sich nicht zuletzt ausgefeilter Raumklang-Technik: Mit dem Pariser Ircam hat Olga Neuwirth die aus allen Richtungen kommenden Glockenklänge in der Lagune ihrer langjährigen Wahlheimat Venedig räumlich präzise eingefangen.

Die Raumakustik der Chiesa di San Lorenzo, in der sie als 16-Jährige eine Aufführung von Luigi Nonos "Prometeo" gehört hatte, wurde für das Projekt so präzise vermessen, dass sie sich mit Hilfe einer Ambisonic-Lautsprechermatrix in der Halle E täuschend echt simulieren lässt. Ö1 hat dieses Konzert mit Hilfe der Kunstkopf-Mikrofonierung optimiert. Wer diese Übertragung mit Kopfhörer rezipiert, kann dieses einmalige Raumklang-Erlebnis zu Hause und unterwegs nachhören.
 

*


Dienstag, 19. Dezember 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht
dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Weihnachten – Fest der Hoffnung". Erwin Kräutler, ehemaliger Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien, über den Kern von Weihnachten. -
Gestaltung: Alexandra Mantler

Ausgehend von persönlichem Erleben in seiner Diözese am Xingu in Amazonien und inspiriert von den biblischen Texten macht sich der 1939 in Koblach in Vorarlberg geborene und spätere Bischof Erwin Kräutler "Gedanken für den Tag" zum Kern von Weihnachten: der Botschaft, dass Gott den Menschen nahe ist. "Abgewiesen in den Herbergen, arm geboren in einem Stall, geflüchtet in ein fremdes Land, um den Todesschwadronen eines Tyrannen zu entgehen, sind Josef, Maria und Jesus den Menschen ähnlich, die heute abgedrängt, heimatlos und ausgeschlossen sind. Für sie will Jesus der angekündigte Immanuel sein, der Gott-mit-uns, der Frieden und Gerechtigkeit bringt", so der Österreicher, der viele Jahrzehnte Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien war. Für seinen Einsatz für die Umwelt und die indigenen Völker wurde Erwin Kräutler mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Alternativen Nobelpreis und mit dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio
mit Bettina Barnay. Adventgrüße aus Österreich.


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Helfen: Aber wie?
Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (2).
Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Täglich werden wir mit Armut, Krankheit und Not konfrontiert. Und viele Menschen wollen helfen. Aber wie? Öffentliche Spendenaktionen sammeln für Menschen in Not. Wenn durch Naturkatastrophen ganze Regionen zerstört sind und Menschen ihre materielle Existenz verloren haben, sind diese Spendengelder unverzichtbar, um erste Hilfe zu leisten.

Damit werden Häuser wieder aufgebaut, Krankenhäuser ausgestattet, Straßen repariert. Und Spender haben das Gefühl, sinnvoll zu handeln. Noch nie wurde in Österreich so viel gespendet wie heute. Doch: wie ist es mit dem Bettler an der Straßenecke? Caritative Einrichtungen wie die "Vinzirast" errichten Notschlafstellen und sorgen für eine warme Mahlzeit pro Tag. Auch dafür braucht es Spender, und den unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Aber: sollten soziale Probleme: Armut, Obdachlosigkeit, Hunger nicht in der Agenda eines Sozialstaates stehen? Oft reichen die politisch gesetzten Maßnahmen nicht aus. Manchmal müssen Menschen auch ermutigt werden, ihr Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. Empowerment ist hier das Schlagwort. Hilfe zu Selbsthilfe soll Menschen in Krisensituationen ermächtigen und handlungsfähig machen. Und dafür gibt es zahlreiche Beispiele.

Gerade im Gesundheitsbereich organisieren sich Betroffene wie Angehörige in Selbsthilfegruppen. Im Kunsthaus Wien greift hat man diese Idee aufgegriffen und erweitert. Mit dem Community College sollen Netzwerke der Solidarität geschaffen werden. Betroffene tauschen sich aus, geben Erfahrungen weiter und unterstützen einander. Wer immer wie hilft, eines bleibt gleich: einander helfen schafft Gemeinschaft. Und diese stärkt alle Beteiligten.


09:30 Radiokolleg – Boomtown Shenzhen
Von der Werkbank zum High Tech Hub (2).
Gestaltung: Anna Masoner

Shenzhen ist Teil des Perlflussdeltas im Südosten Chinas, mit 60 Millionen Menschen der weltweit größte Ballungsraum und einer der wichtigsten Handels- und Finanzzentren. Die 12 Millionen Stadt gilt als Hardware Mekka. Ob Smartphone oder Elektromotor: 90 Prozent aller Elektronik, wird hier hergestellt in großen Fabriken und winzigen Hinterhauswerkstätten – eine Stunde von Hongkong entfernt.

Shenzhen ist drauf und dran seinen prominenten Bruder Hongkong wirtschaftlich zu überflügeln. Hong Kongs Hafen war einst der wichtigste Warenumschlagplatz der Welt. Heute ist er nur noch auf Platz 5. Hinter Shanghai und Shenzhen. Hongkong ist zwar noch das ausgemachte Bankenzentrum. In Sachen Technologie und Innovation hat Shenzhen die Nase vorn. Tech Giganten wie Huawei und Tencent, die Firma hinter dem größten chinesischen Chat- und Bezahldienst WeChat haben hier ihren Sitz.

Gewachsen ist Shenzhen rasend schnell. Anfang der 1980er Jahre befanden sich auf dem heutigen Stadtgebiet eine 30.000 Einwohner Stadt und eine Reihe von Fischerdörfern. Dann erklärte Staatschef Deng Xiaoping Shenzhen zur Sonderwirtschaftszone und damit zum Testgelände für eine marktbasierte Wirtschaft. Ausländische Firmen bauten Fabriken, China stellte billige Arbeitskräfte aus dem ganzen Land zur Verfügung. Hier entstand Chinas Ruf als Werkbank der Welt.

Die Wanderarbeiter siedelten an den Rändern in informell gebauten mehrstöckigen Häusern und Baracken. Diese "urban villages" waren lange Merkmal der Stadt und für ihren steilen Aufstieg mitverantwortlich. Dem Bild des neuen, innovativen, sauberen Shenzhen stehen sie im Weg und so fallen sie in den letzten Jahren Abrissbirnen und neuen Hochhäusern zum Opfer. Anna Masoner war unterwegs in der Stadt, die sich immer wieder neu erfindet.


09:45 Radiokolleg – Asiatisch – österreichische Musikszenen
Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (2).
Gestaltung: Maria Reininger

Der Gruß im philippinischen Tagalog wird von tausenden Menschen in Österreich gesprochen. Ihre Musik ist westlich - Hiphop und US-Popsongs, die in den monatlichen Asian Nights gemeinsam abgefeiert werden und mit Inbrunst bei Karaoke-Auftritten gesungen werden, aber kaum Worldmusic, also Mischungen, wie man sie von in Österreich lebenden Immigranten aus afrikanischen Ländern, der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien kennt.

Das ist eine der Besonderheiten, wenn man sich in den asiatischen Immigrantenszenen Österreichs umhört. Auch ehemalige Flüchtlinge aus Vietnam und zahlreiche Chinesen und Chinesinnen haben Herkunftstraditionen zurückgelassen. Dem Feiern selbst, den Parties im Wiener Volksgarten tut das keinen Abbruch.

Hervorgetan haben sich dagegen in jüngster Zeit einige Musiker aus Indien: Pintoo, Haidar und Iqbal Khan, drei Brüder aus dem westindischen Rajasthan, mischen die österreichische Worldmusicszene auf. Mit dem Trommelpaar Tabla und Dholak, mit den Vorläufern der Gypsiekastagnetten Khartal und den indischen Maultrommeln Morchang zaubern sie in ihre Melodien behende Rhythmen, deren Komplexität die europäische überschreitet.

Damit haben sie auch schon Mitglieder der Wiener Tschuschenkapelle auf ihren Teppich geholt. Die indische Khataktänzerin Kaveri Sageder hat bei der A-cappella-Formation Bauchklang angedockt und bewegt sich seither in zwei Welten, Österreich und Indien, die sich hinsichtlich der Funktion ihrer Lieder und der Organisation ihrer Konzerte stark unterscheiden. Und schon vor Jahren hat der Tabla-Spieler Jatinder Takur die damals entstehende Worldmusicszene beeinflusst.

Mitunter entdecken migrierte Musiker Besonderheiten ihres Herkunftskontinents, die gar nicht aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammen. So konzentriert sich der indisch-österreichische Komponist und Dirigent Vijay Upadhyaya mit seine Symphonie Chang An Men nun auf chinesische Mythen und Musiktraditionen. Traditionen, die dem Chor des Symphonieorchesters der Uni Wien einiges abverlangen.

Wie sich die Musiker und Musikerinnen verstehen, was sie in Europa neu entdeckt haben, was sie mitgenommen und was sie weggelassen haben, das erzählen sie im Radiokolleg Buti nagkakilala tayo! Asiatisch-österreichische Musikszenen, von Maria Reininger.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
Tschaikowskys Opern-Abgesang: der Einakter "Iolanta".
Gestaltung: Robert Fontane

Mit der berührenden Geschichte um die blinde Königstochter Iolante, die durch Liebe zu einem Mann den Wunsch verspürt sehen zu können und letztendlich von ihrem Leiden geheilt wird, hat Peter Iljitsch Tschaikowsky sein Opernschaffen beendet. Seine lyrische Oper "Iolanta" basiert auf dem Drama "König Renés Tochter" des dänischen Dichters Henrik Hertz. Bereits 1883 hatte der Komponist das Sujet kennengelernt, doch erst 1891 ging er daran, das Sprechstück in eine Oper umzuformen; das Libretto zu diesem Werk hatte sein Bruder Modest verfasst. Zwischen Juli und Dezember 1891 wurde das Werk fertiggestellt, parallel mit dem Ballett "Der Nussknacker", mit dem gemeinsam die Oper auch im Dezember 1892, vor 125 Jahren, in St. Petersburg ihre erste Aufführung erlebt hat.


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
"Die Leihgabe". Erzählung von Wolfdietrich Schnurre. Es liest Dieter Mann.
Gestaltung: Edith Vukan
Präsentation: Stefanie Zussner

Was tun, wenn Weihnachten vor der Tür steht, aber das Geld fehlt, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen? Da hilft nur Improvisation. Man kann sich doch einen Weihnachtsbaum auch im Wald ausborgen und nach dem Fest wieder einsetzen! Und mit etwas Phantasie lassen sich auch der festliche Behang und weihnachtliche Musik aus dem Grammofon besorgen.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Gustav Danzinger.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Das Ö1 Konzert
hr-Sinfonieorchester, Dirigent: Andrés Orozco-Estrada; Hilary Hahn, Violine. Antonin Dvorák: Die Mittagshexe, Symphonische Dichtung op. 108 * Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester Nr.1 g-Moll op. 26 * Bohuslav Martinu: Symphonie Nr. 4 H 305 (aufgenommen am 19. Dezember 2016 in der Alten Oper Frankfurt)


15:30 Moment


15:55 Rudi! Der rasende Radiohund


16:00 Nachrichten


16:05 Tonspuren
"Nur nicht schreiben ist schlimmer, als schreiben". Zum 80. Geburtstag der vieleseitigen Schriftstellerin Renate Welsh-Rabady.
Feature von Barbara Zeithammer

Seit bald 50 Jahren schreibt die Österreicherin Renate Welsh-Rabady Bücher für Kinder, Jugendliche, Erwachsene. Knapp 100 Werke von ihr sind erschienen: Romane, fantastische Erzählungen und Bilderbücher, außerdem zahlreiche Hörspiele. Seit Jahren veranstaltet sie Schreibwerkstätten mit Obdachlosen, Alkoholkranken oder Bergbäuerinnen.

Den schöpferischen Zwang, das Eruptive, von dem beim Schreiben so oft die Rede ist, erlebt sie aber nur, wenn es ihr unmöglich ist, zu schreiben. "Nur nicht zu schreiben, ist noch schlimmer, als zu schreiben", sagt die vielfach ausgezeichnete Autorin, die am 22. Dezember 2017 ihren 80. Geburtstag feiert.

Zum Schreiben gehören für sie ein ausgeprägter Beobachtungssinn, die Bereitschaft zum Zuhören und der Glaube an die Kraft von Geschichten und Sprachwelten. Bevor Renate Welsh-Rabady zu schreiben beginnt, recherchiert sie: für ihren Roman "Johanna" über eine Magd zog sie Rüben, bis sie die Arbeit im Rücken spüren konnte – wie ihre Hauptfigur. Ihre wohl bekannteste Kinderbuch-Figur ist das Vamperl, ein kleiner Vampir, der grantigen Menschen das Gift aus der Galle saugt.

Ihre Kindheit beschreibt sie als unglücklich. Als Vierjährige sah sie sich mitverantwortlich für den frühen Tod ihrer Mutter; aus Schuldgefühlen ist ihr ausgeprägtes Verantwortungsgefühl gewachsen. Im Herbst 2017 wurde sie für ihr Schaffen – "geprägt von hoher sozialkritischer Sensibilität und von humanistischem Engagement" – mit dem Theodor Kramer Preis ausgezeichnet.

Redaktion: Alfred Koch


16:55 Digital.Leben


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp.


17:55 Betrifft: Geschichte
Österreichs langer Weg zur Republik. Mit Wolfgang Häusler, emeritierter Professor für Österreichische Geschichte.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

"Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volke aus". So lautet Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung von 1920. Demokratie als Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit in Staat und Gesellschaft ist bekanntlich keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis eines langwierigen, widersprüchlichen und nicht zuletzt auch zukünftig offenen Prozesses.

Insbesondere drei "revolutionäre" Jahreszahlen können als Meilensteine bei der Entwicklung der Demokratie in Österreich betrachtet werden. Die Französische Revolution von 1789 traf in Österreich auf den Reformabsolutismus in seiner Krise. Die bürgerlich-demokratische Revolution 1848 stieß auf das in seiner Entwicklung gehemmte Vielvölkerreich und die sozialen Probleme des Industriekapitalismus.

Die österreichische Sozialdemokratie griff später Programmatik und Symbolsprache dieser bürgerlichen Revolutionen wieder auf – im Kampf um das allgemeine Wahlrecht und eine gerechte Sozialordnung sah sich die Arbeiterbewegung als Hüter des Erbes und Testamentsvollstrecker von 1789 und 1848. Auf dem Logo der sozialdemokratischen Zeitschrift "Glühlichter" (1889-1915) prangte etwa die französische "Marianne", die Freiheit, Vernunft und Republik verkörpernde Frauengestalt mit der Jakobinermütze und der Fackel der Aufklärung.

Die Gründung der Ersten Republik, von Otto Bauer als die "Österreichische Revolution" benannt, feiert im November nächsten Jahres ihren 100. Geburtstag.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen
Geplündert und verwertet
Geraubtes Kulturgut in der Alpen-Adria-Region
Von Gabriele Anderl

Die großen politischen Zäsuren im 20. Jahrhundert - die Verschiebung von Grenzen, die Besetzung und Abtrennung von Gebieten - haben die Alpen-Adria-Region nachhaltig geprägt. Vor allem die kriegerische Expansion des nationalsozialistischen Deutschland war mit der systematischen Enteignung von Kulturgütern verbunden.

Betroffen waren Kunstsammlungen und Bibliotheken ortsansässiger Jüdinnen und Juden ebenso wie Umzugsgüter jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland und Österreich. Statt in die Zielländer verschifft zu werden, wurden die Übersiedlungslifts mit Hausrat und persönlichen Erinnerungsstücken im Hafen von Triest 1944 beschlagnahmt und zugunsten des Deutschen Reiches verwertet.

Die Behörden des faschistischen Italien hatten durch die Erfassung von Vermögenswerten bereits wichtige Vorarbeiten für die Raubzüge geleistet. Viele Fragen von Restitution und Entschädigung sind bis heute offen.


19:30 Das Ö1 Konzert
Julian Rachlin, Violine; Boris Brovtsyn, Violine; Sarah McElravy, Viola; Nicolas Altstaedt, Violoncello; Denis Kozhukhin, Klavier; Andreas Ottensamer, Klarinette. Johannes Brahms: Quintett für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello h-Moll op. 115 * Robert Schumann: a) "Märchenerzählungen" für Klarinette, Viola und Klavier op. 132; b) Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola und Violoncello Es-Dur op. 44 (aufgenommen 5. Dezember im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins)


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Helfen: Aber wie? Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (2).
Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Boomtown Shenzhen. Von der Werkbank zum High Tech Hub (2).
Gestaltung: Anna Masoner

Asiatisch – österreichische Musikszenen. Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (2).
Gestaltung: Maria Reininger


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Wien Modern 2017: "Imaginary Landscape" mit dem ensemble xx. jahrhundert.
Gestaltung: Reinhard Kager

John Cages legendäre Kompositionsreihe "Imaginary Landscape" verleiht einem Konzert des ensemble xx. jahrhundert unter Peter Burwik im Großen Sendesaal des ORF-Funkhauses den Titel. Gespielt wird am 29. November 2017 neben der "Imaginary LandscapeNo. 4" für zwölf Radios (1951) noch ein weiterer Klassiker der Moderne: Arnolds Schönbergs "Begleitungsmusik zu einer Lichtspielszene", op. 34 (1929-30), ist Musik zu einem imaginären Film, der erst in der Fantasie des Rezipienten Gestalt annehmen kann.

Umrahmt von den beiden Klassikern sind drei neuere Stücke: Axel Seidelmanns "Skulptur V (Cirren)" für acht Spieler und Julia Purginas "From Bacon. FromMuybridge. The Human Figure in Motion" werden in diesem Konzert zur Uraufführung gelangen; Alexander Stankovskis "Spiegel - Maske – Gesicht" für sechs Spieler entstand zwar schon zwischen 1997 und 1999, schafft jedoch wie alle Stücke dieses Abends Raum für Imaginationen und letztlich auch für Selbstreflexionen. In einem Text über seine Komposition zitiert Stankovski folglich Henri Michaux: "Es gibt kein Ich. Es gibt nicht zehn Ichs. Es gibt kein Ich. ICH ist nur eine Position des Gleichgewichts (eine unter tausend anderen unentwegt möglichen und jederzeit abrufbereiten)".
 

*


Mittwoch, 20. Dezember 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Weihnachten – Fest der Hoffnung". Erwin Kräutler, ehemaliger Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien, über den Kern von Weihnachten. -
Gestaltung: Alexandra Mantler

Ausgehend von persönlichem Erleben in seiner Diözese am Xingu in Amazonien und inspiriert von den biblischen Texten macht sich der 1939 in Koblach in Vorarlberg geborene und spätere Bischof Erwin Kräutler "Gedanken für den Tag" zum Kern von Weihnachten: der Botschaft, dass Gott den Menschen nahe ist. "Abgewiesen in den Herbergen, arm geboren in einem Stall, geflüchtet in ein fremdes Land, um den Todesschwadronen eines Tyrannen zu entgehen, sind Josef, Maria und Jesus den Menschen ähnlich, die heute abgedrängt, heimatlos und ausgeschlossen sind. Für sie will Jesus der angekündigte Immanuel sein, der Gott-mit-uns, der Frieden und Gerechtigkeit bringt", so der Österreicher, der viele Jahrzehnte Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien war. Für seinen Einsatz für die Umwelt und die indigenen Völker wurde Erwin Kräutler mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Alternativen Nobelpreis und mit dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio
mit Nicole Brunner. Adventgrüße aus Österreich.


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Helfen: Aber wie?
Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (3).
Gestaltung: Margarethe Engelhardt

Krajanek Täglich werden wir mit Armut, Krankheit und Not konfrontiert. Und viele Menschen wollen helfen. Aber wie? Öffentliche Spendenaktionen sammeln für Menschen in Not. Wenn durch Naturkatastrophen ganze Regionen zerstört sind und Menschen ihre materielle Existenz verloren haben, sind diese Spendengelder unverzichtbar, um erste Hilfe zu leisten.

Damit werden Häuser wieder aufgebaut, Krankenhäuser ausgestattet, Straßen repariert. Und Spender haben das Gefühl, sinnvoll zu handeln. Noch nie wurde in Österreich so viel gespendet wie heute. Doch: wie ist es mit dem Bettler an der Straßenecke? Caritative Einrichtungen wie die "Vinzirast" errichten Notschlafstellen und sorgen für eine warme Mahlzeit pro Tag. Auch dafür braucht es Spender, und den unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Aber: sollten soziale Probleme: Armut, Obdachlosigkeit, Hunger nicht in der Agenda eines Sozialstaates stehen? Oft reichen die politisch gesetzten Maßnahmen nicht aus. Manchmal müssen Menschen auch ermutigt werden, ihr Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. Empowerment ist hier das Schlagwort. Hilfe zu Selbsthilfe soll Menschen in Krisensituationen ermächtigen und handlungsfähig machen. Und dafür gibt es zahlreiche Beispiele.

Gerade im Gesundheitsbereich organisieren sich Betroffene wie Angehörige in Selbsthilfegruppen. Im Kunsthaus Wien greift hat man diese Idee aufgegriffen und erweitert. Mit dem Community College sollen Netzwerke der Solidarität geschaffen werden. Betroffene tauschen sich aus, geben Erfahrungen weiter und unterstützen einander. Wer immer wie hilft, eines bleibt gleich: einander helfen schafft Gemeinschaft. Und diese stärkt alle Beteiligten.


09:30 Radiokolleg – Boomtown Shenzhen
Von der Werkbank zum High Tech Hub (3).
Gestaltung: Anna Masoner

Shenzhen ist Teil des Perlflussdeltas im Südosten Chinas, mit 60 Millionen Menschen der weltweit größte Ballungsraum und einer der wichtigsten Handels- und Finanzzentren. Die 12 Millionen Stadt gilt als Hardware Mekka. Ob Smartphone oder Elektromotor: 90 Prozent aller Elektronik, wird hier hergestellt in großen Fabriken und winzigen Hinterhauswerkstätten – eine Stunde von Hongkong entfernt.

Shenzhen ist drauf und dran seinen prominenten Bruder Hongkong wirtschaftlich zu überflügeln. Hong Kongs Hafen war einst der wichtigste Warenumschlagplatz der Welt. Heute ist er nur noch auf Platz 5. Hinter Shanghai und Shenzhen. Hongkong ist zwar noch das ausgemachte Bankenzentrum. In Sachen Technologie und Innovation hat Shenzhen die Nase vorn. Tech Giganten wie Huawei und Tencent, die Firma hinter dem größten chinesischen Chat- und Bezahldienst WeChat haben hier ihren Sitz.

Gewachsen ist Shenzhen rasend schnell. Anfang der 1980er Jahre befanden sich auf dem heutigen Stadtgebiet eine 30.000 Einwohner Stadt und eine Reihe von Fischerdörfern. Dann erklärte Staatschef Deng Xiaoping Shenzhen zur Sonderwirtschaftszone und damit zum Testgelände für eine marktbasierte Wirtschaft. Ausländische Firmen bauten Fabriken, China stellte billige Arbeitskräfte aus dem ganzen Land zur Verfügung. Hier entstand Chinas Ruf als Werkbank der Welt.

Die Wanderarbeiter siedelten an den Rändern in informell gebauten mehrstöckigen Häusern und Baracken. Diese "urban villages" waren lange Merkmal der Stadt und für ihren steilen Aufstieg mitverantwortlich. Dem Bild des neuen, innovativen, sauberen Shenzhen stehen sie im Weg und so fallen sie in den letzten Jahren Abrissbirnen und neuen Hochhäusern zum Opfer. Anna Masoner war unterwegs in der Stadt, die sich immer wieder neu erfindet.


09:45 Radiokolleg – Asiatisch – österreichische Musikszenen
Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (3).
Gestaltung: Maria Reininger

Der Gruß im philippinischen Tagalog wird von tausenden Menschen in Österreich gesprochen. Ihre Musik ist westlich - Hiphop und US-Popsongs, die in den monatlichen Asian Nights gemeinsam abgefeiert werden und mit Inbrunst bei Karaoke-Auftritten gesungen werden, aber kaum Worldmusic, also Mischungen, wie man sie von in Österreich lebenden Immigranten aus afrikanischen Ländern, der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien kennt.

Das ist eine der Besonderheiten, wenn man sich in den asiatischen Immigrantenszenen Österreichs umhört. Auch ehemalige Flüchtlinge aus Vietnam und zahlreiche Chinesen und Chinesinnen haben Herkunftstraditionen zurückgelassen. Dem Feiern selbst, den Parties im Wiener Volksgarten tut das keinen Abbruch.

Hervorgetan haben sich dagegen in jüngster Zeit einige Musiker aus Indien: Pintoo, Haidar und Iqbal Khan, drei Brüder aus dem westindischen Rajasthan, mischen die österreichische Worldmusicszene auf. Mit dem Trommelpaar Tabla und Dholak, mit den Vorläufern der Gypsiekastagnetten Khartal und den indischen Maultrommeln Morchang zaubern sie in ihre Melodien behende Rhythmen, deren Komplexität die europäische überschreitet.

Damit haben sie auch schon Mitglieder der Wiener Tschuschenkapelle auf ihren Teppich geholt. Die indische Khataktänzerin Kaveri Sageder hat bei der A-cappella-Formation Bauchklang angedockt und bewegt sich seither in zwei Welten, Österreich und Indien, die sich hinsichtlich der Funktion ihrer Lieder und der Organisation ihrer Konzerte stark unterscheiden. Und schon vor Jahren hat der Tabla-Spieler Jatinder Takur die damals entstehende Worldmusicszene beeinflusst.

Mitunter entdecken migrierte Musiker Besonderheiten ihres Herkunftskontinents, die gar nicht aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammen. So konzentriert sich der indisch-österreichische Komponist und Dirigent Vijay Upadhyaya mit seine Symphonie Chang An Men nun auf chinesische Mythen und Musiktraditionen. Traditionen, die dem Chor des Symphonieorchesters der Uni Wien einiges abverlangen.

Wie sich die Musiker und Musikerinnen verstehen, was sie in Europa neu entdeckt haben, was sie mitgenommen und was sie weggelassen haben, das erzählen sie im Radiokolleg Buti nagkakilala tayo! Asiatisch-österreichische Musikszenen, von Maria Reininger.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
mit Nadja Kayali. Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett D-Dur op. 44/1 (Mandelring Quartett)

Immer auf der Suche nach Verbesserungen war Felix Mendelssohn Bartholdy während der Komposition der drei, später als op. 44 bekannten Streichquartette, die in der umgekehrten Reihenfolge ihrer Entstehung publiziert wurden.

So macht das zuletzt geschriebene in D-Dur den Anfang der Dreierserie, die zwar dem schwedischen Kronprinzen gewidmet ist, aber ohne die Inspiration durch den Geiger Ferdinand David wohl nicht aufs Papier gebracht worden wäre.


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
"Die Stadt der weißen Musiker." Von Bachtyar Ali. Aus dem Kurdischen von Peschawa Fatah und Hans-Ulrich Müller-Schwefe.
Gestaltung: Friederike Raderer

Als man dem kleinen Dschaladat zum ersten Mal eine Flöte in die Hand drückt, entlockt er ihr Klänge, die alle verzaubern. Eine gefährliche Gabe, denn Musik kann alles, wie Ishak, ein alter Sufi, der Lehrer und Beschützer des Kleinen erklärt:
"Wie jeder Zauber verändert die Musik ihre Gestalt. Sie kann schmelzen und sich in Schönheit, Farben, Formen verwandeln. Sie kann in Farben zu leuchten beginnen, zu einem Ort werden, zu einem Garten. In einer Welt, in der die Musik herrscht gelten andere Regeln".


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Helmut Jasbar.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Das Ö1 Konzert
Münchner Rundfunkorchester, dirigent: Howard Arman. Chor des Bayerischen Rundfunks; Kinderchor der Bayerischen Staatsoper; Elsa Benoit, Sopran; Peter Schöne, Bariton. André Caplet: Tout est lumière für Sopran, Chor und Orchester * Darius Milhaud: La Création du monde, Ballettsuite für Orchester * Arthur Honegger: Cantate de Noël für Bariton, Chor und Orchester (aufgenommen am 1. Dezember in der Herz-Jesu-Kirche, München).
Präsentation: Peter Kislinger


15:30 Moment


15:55 Rudi! Der rasende Radiohund


16:00 Nachrichten


16:05 Praxis – Religion und Gesellschaft


16:40 Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16:55 Digital.Leben


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.


17:55 Betrifft: Geschichte
Österreichs langer Weg zur Republik. Mit Wolfgang Häusler, emeritierter Professor für Österreichische Geschichte.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

"Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volke aus". So lautet Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung von 1920. Demokratie als Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit in Staat und Gesellschaft ist bekanntlich keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis eines langwierigen, widersprüchlichen und nicht zuletzt auch zukünftig offenen Prozesses.

Insbesondere drei "revolutionäre" Jahreszahlen können als Meilensteine bei der Entwicklung der Demokratie in Österreich betrachtet werden. Die Französische Revolution von 1789 traf in Österreich auf den Reformabsolutismus in seiner Krise. Die bürgerlich-demokratische Revolution 1848 stieß auf das in seiner Entwicklung gehemmte Vielvölkerreich und die sozialen Probleme des Industriekapitalismus.

Die österreichische Sozialdemokratie griff später Programmatik und Symbolsprache dieser bürgerlichen Revolutionen wieder auf – im Kampf um das allgemeine Wahlrecht und eine gerechte Sozialordnung sah sich die Arbeiterbewegung als Hüter des Erbes und Testamentsvollstrecker von 1789 und 1848. Auf dem Logo der sozialdemokratischen Zeitschrift "Glühlichter" (1889-1915) prangte etwa die französische "Marianne", die Freiheit, Vernunft und Republik verkörpernde Frauengestalt mit der Jakobinermütze und der Fackel der Aufklärung.

Die Gründung der Ersten Republik, von Otto Bauer als die "Österreichische Revolution" benannt, feiert im November nächsten Jahres ihren 100. Geburtstag.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen
Bauchgefühl
Wie sich Darm und Psyche beeinflussen
Von Lena Hallwirth

Wir schlucken unsere Angst hinunter oder haben Schmetterlinge im Bauch, wenn wir verliebt sind. Was der Volksmund schon lange weiß, dafür interessiert sich nun auch die Forschung: Die enge Verbindung zwischen Psyche und Darm. Sie zeigt sich deutlich bei der Ernährung. Nach einer ausgewogenen Mahlzeit fühlen wir uns wohl. Ernähren wir uns hauptsächlich von fett- und zuckerreichem Fastfood, kann das Angstzustände und sogar Depressionen begünstigen, worauf erste Studien hinweisen. Umgekehrt kann beispielsweise Stress zu Durchfall oder Verstopfung, bei chronischer Belastung sogar zu Darmentzündungen führen. Stress verändert zudem das Darmmikrobiom, die Billionen von Mikroorganismen im Darm. Im Extremfall kann das zu ernsthaften psychischen Erkrankungen führen. Neue Therapien sollen diese Erkenntnisse über die Wechselbeziehung von Darm und Psyche berücksichtigen.


19:30 Alte Musik – neu interpretiert
präsentiert von Gerhard Hafner. Zu Gast im Studio ist der Countertenor Max Emanuel Cencic.

Vor wenigen Wochen hat der Countertenor Max Emanuel Cencic sein 35-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Damit ist der 41-jährige gebürtige Kroate im Vergleich länger im Vokalgeschäft als alle anderen seiner Stimmfachkollegen. Mit sechs sang er im Fernsehen die Arien von Mozarts Königin der Nacht und brachte als Solist bei den Wiener Sängerknaben Sir George Solti zum Schwärmen.

Seine Karriere als Sopranist nach dem Stimmbruch war wenig glücklich, die als Altist umso mehr. Cencic, der in Paris lebt, ist aber weitaus mehr als Sänger; er gilt als cleverster Geschäftsmann der Barockmusik. Inzwischen führt er selbst Regie und betreibt eine eigene Künstleragentur. In Kürze erscheinen zwei neue CDs mit Max Emanuel Cencic. Anlässlich seines Bühnenjubiläums und der jüngsten Platteneinspielungen ist der Sänger zu Gast im ausführlichen Interview.


21:00 Salzburger Nachtstudio
Freunde: Anker des Lebens
Gestaltung: Elisabeth J. Nöstlinger

Sie begleiten uns oft das ganze Leben lang, und wissen wer wir wirklich sind. Sie sind unsere ersten Gefährten und Gefährtinnen auf dem Weg zum Kindergarten und an den Schauplätzen der Jugendabenteuer. Sie kennen unser Liebesglück und auch den Trennungsschmerz. Manchen bedeuten die Freunde mehr als die Familie.

Für den Soziologen Heinz Bude sind "Freundschaften eine der zentralen Relaisstationen des sozialen Zusammenhalts".

Warum das so ist, dem geht Elisabeth J. Nöstlinger mit Wissenschafter/innen auf den Grund. Sie erforschen, warum uns Freundschaften stark machen. Mediziner/innen weisen Belege dafür vor, dass soziale Beziehungen lebensverlängernd wirken, Soziolog/innen erkennen ein neues Verantwortungsgefühl unter Freund/innen, weswegen die Alternsforschung die Rettung vor der Einsamkeit im dritten Lebensalter sieht.

Ist diese Erwartung zu hoch gesteckt? Es gibt sie, die Freunde fürs Leben, die von klein auf bis ins hohe Alter zusammenhalten, und es gibt Freund/innen, die wie eine Familie zusammenleben? Sie geben den Psycholog/innen Rätsel auf, die fragen: Können Freunde und Freundinnen zusammen sein, ohne an Sex zu denken, wie Geschwister auch?


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Helfen: Aber wie? Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (3).
Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Boomtown Shenzhen. Von der Werkbank zum High Tech Hub (3).
Gestaltung: Anna Masoner

Asiatisch – österreichische Musikszenen. Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (3).
Gestaltung: Maria Reininger


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Zeit-Ton Magazin.
Gestaltung: Astrid Schwarz

Am Ende des Jahres präsentieren die Zeit-Ton Magazin-Gestalter/innen auch heuer wieder ausgewählte Favorites aus den vergangenen zwölf Monaten.
 

*


Donnerstag, 21. Dezember 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Weihnachten – Fest der Hoffnung". Erwin Kräutler, ehemaliger Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien, über den Kern von Weihnachten. -
Gestaltung: Alexandra Mantler

Ausgehend von persönlichem Erleben in seiner Diözese am Xingu in Amazonien und inspiriert von den biblischen Texten macht sich der 1939 in Koblach in Vorarlberg geborene und spätere Bischof Erwin Kräutler "Gedanken für den Tag" zum Kern von Weihnachten: der Botschaft, dass Gott den Menschen nahe ist. "Abgewiesen in den Herbergen, arm geboren in einem Stall, geflüchtet in ein fremdes Land, um den Todesschwadronen eines Tyrannen zu entgehen, sind Josef, Maria und Jesus den Menschen ähnlich, die heute abgedrängt, heimatlos und ausgeschlossen sind. Für sie will Jesus der angekündigte Immanuel sein, der Gott-mit-uns, der Frieden und Gerechtigkeit bringt", so der Österreicher, der viele Jahrzehnte Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien war. Für seinen Einsatz für die Umwelt und die indigenen Völker wurde Erwin Kräutler mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Alternativen Nobelpreis und mit dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio
mit Alexandra Faber. Adventgrüße aus Österreich.


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Helfen: Aber wie?
Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (4).
Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Täglich werden wir mit Armut, Krankheit und Not konfrontiert. Und viele Menschen wollen helfen. Aber wie? Öffentliche Spendenaktionen sammeln für Menschen in Not. Wenn durch Naturkatastrophen ganze Regionen zerstört sind und Menschen ihre materielle Existenz verloren haben, sind diese Spendengelder unverzichtbar, um erste Hilfe zu leisten.

Damit werden Häuser wieder aufgebaut, Krankenhäuser ausgestattet, Straßen repariert. Und Spender haben das Gefühl, sinnvoll zu handeln. Noch nie wurde in Österreich so viel gespendet wie heute. Doch: wie ist es mit dem Bettler an der Straßenecke? Caritative Einrichtungen wie die "Vinzirast" errichten Notschlafstellen und sorgen für eine warme Mahlzeit pro Tag. Auch dafür braucht es Spender, und den unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Aber: sollten soziale Probleme: Armut, Obdachlosigkeit, Hunger nicht in der Agenda eines Sozialstaates stehen? Oft reichen die politisch gesetzten Maßnahmen nicht aus. Manchmal müssen Menschen auch ermutigt werden, ihr Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. Empowerment ist hier das Schlagwort. Hilfe zu Selbsthilfe soll Menschen in Krisensituationen ermächtigen und handlungsfähig machen. Und dafür gibt es zahlreiche Beispiele.

Gerade im Gesundheitsbereich organisieren sich Betroffene wie Angehörige in Selbsthilfegruppen. Im Kunsthaus Wien greift hat man diese Idee aufgegriffen und erweitert. Mit dem Community College sollen Netzwerke der Solidarität geschaffen werden. Betroffene tauschen sich aus, geben Erfahrungen weiter und unterstützen einander. Wer immer wie hilft, eines bleibt gleich: einander helfen schafft Gemeinschaft. Und diese stärkt alle Beteiligten.


09:30 Radiokolleg – Boomtown Shenzhen
Von der Werkbank zum High Tech Hub (4).
Gestaltung: Anna Masoner

Shenzhen ist Teil des Perlflussdeltas im Südosten Chinas, mit 60 Millionen Menschen der weltweit größte Ballungsraum und einer der wichtigsten Handels- und Finanzzentren. Die 12 Millionen Stadt gilt als Hardware Mekka. Ob Smartphone oder Elektromotor: 90 Prozent aller Elektronik, wird hier hergestellt in großen Fabriken und winzigen Hinterhauswerkstätten – eine Stunde von Hongkong entfernt.

Shenzhen ist drauf und dran seinen prominenten Bruder Hongkong wirtschaftlich zu überflügeln. Hong Kongs Hafen war einst der wichtigste Warenumschlagplatz der Welt. Heute ist er nur noch auf Platz 5. Hinter Shanghai und Shenzhen. Hongkong ist zwar noch das ausgemachte Bankenzentrum. In Sachen Technologie und Innovation hat Shenzhen die Nase vorn. Tech Giganten wie Huawei und Tencent, die Firma hinter dem größten chinesischen Chat- und Bezahldienst WeChat haben hier ihren Sitz.

Gewachsen ist Shenzhen rasend schnell. Anfang der 1980er Jahre befanden sich auf dem heutigen Stadtgebiet eine 30.000 Einwohner Stadt und eine Reihe von Fischerdörfern. Dann erklärte Staatschef Deng Xiaoping Shenzhen zur Sonderwirtschaftszone und damit zum Testgelände für eine marktbasierte Wirtschaft. Ausländische Firmen bauten Fabriken, China stellte billige Arbeitskräfte aus dem ganzen Land zur Verfügung. Hier entstand Chinas Ruf als Werkbank der Welt.

Die Wanderarbeiter siedelten an den Rändern in informell gebauten mehrstöckigen Häusern und Baracken. Diese "urban villages" waren lange Merkmal der Stadt und für ihren steilen Aufstieg mitverantwortlich. Dem Bild des neuen, innovativen, sauberen Shenzhen stehen sie im Weg und so fallen sie in den letzten Jahren Abrissbirnen und neuen Hochhäusern zum Opfer. Anna Masoner war unterwegs in der Stadt, die sich immer wieder neu erfindet.


09:45 Radiokolleg – Asiatisch – österreichische Musikszenen
Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (4).
Gestaltung: Maria Reininger

Der Gruß im philippinischen Tagalog wird von tausenden Menschen in Österreich gesprochen. Ihre Musik ist westlich - Hiphop und US-Popsongs, die in den monatlichen Asian Nights gemeinsam abgefeiert werden und mit Inbrunst bei Karaoke-Auftritten gesungen werden, aber kaum Worldmusic, also Mischungen, wie man sie von in Österreich lebenden Immigranten aus afrikanischen Ländern, der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien kennt.

Das ist eine der Besonderheiten, wenn man sich in den asiatischen Immigrantenszenen Österreichs umhört. Auch ehemalige Flüchtlinge aus Vietnam und zahlreiche Chinesen und Chinesinnen haben Herkunftstraditionen zurückgelassen. Dem Feiern selbst, den Parties im Wiener Volksgarten tut das keinen Abbruch.

Hervorgetan haben sich dagegen in jüngster Zeit einige Musiker aus Indien: Pintoo, Haidar und Iqbal Khan, drei Brüder aus dem westindischen Rajasthan, mischen die österreichische Worldmusicszene auf. Mit dem Trommelpaar Tabla und Dholak, mit den Vorläufern der Gypsiekastagnetten Khartal und den indischen Maultrommeln Morchang zaubern sie in ihre Melodien behende Rhythmen, deren Komplexität die europäische überschreitet.

Damit haben sie auch schon Mitglieder der Wiener Tschuschenkapelle auf ihren Teppich geholt. Die indische Khataktänzerin Kaveri Sageder hat bei der A-cappella-Formation Bauchklang angedockt und bewegt sich seither in zwei Welten, Österreich und Indien, die sich hinsichtlich der Funktion ihrer Lieder und der Organisation ihrer Konzerte stark unterscheiden. Und schon vor Jahren hat der Tabla-Spieler Jatinder Takur die damals entstehende Worldmusicszene beeinflusst.

Mitunter entdecken migrierte Musiker Besonderheiten ihres Herkunftskontinents, die gar nicht aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammen. So konzentriert sich der indisch-österreichische Komponist und Dirigent Vijay Upadhyaya mit seine Symphonie Chang An Men nun auf chinesische Mythen und Musiktraditionen. Traditionen, die dem Chor des Symphonieorchesters der Uni Wien einiges abverlangen.

Wie sich die Musiker und Musikerinnen verstehen, was sie in Europa neu entdeckt haben, was sie mitgenommen und was sie weggelassen haben, das erzählen sie im Radiokolleg Buti nagkakilala tayo! Asiatisch-österreichische Musikszenen, von Maria Reininger.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
Bill Connors schwimmt und taucht.
Gestaltung: Helmut Jasbar

Auch in der Gegenwart gibt es sie: die Unentdeckten und solche, die im Verborgenen arbeiten und schaffen oder schaffen müssen. Etwa Bill Connors. Der Elektrogitarrist – vor Al Di Meola der stilprägende Gitarrist von Chick Coreas "Return To Forever" beschäftigte sich intensiv mit dem Spiel der klassischen Gitarre und so kam 1974 eine denkwürdige LP, die einem Swimmingpool und der Kontemplation gewidmet ist, zustande. Dann verschwand Bill Connors, wer weiß, wohin er geschwommen ist, 2005 nahm er noch einmal einige Nummern auf, dann tauchte er wieder, und zwar ab. Der Titel des Albums von 1974, Swimming With A Hole In My Body, ist schon das Programm. Seine Musik war gestern, könnte aber auch morgen sein.


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
"So ward Abend und Morgen". Erzählung von Heinrich Böll (100. Geburtstag). Es liest Otto Mellies.
Gestaltung: Edith Vukan
Präsentation: Nicole Dietrich

Es war Weihnachten. Der junge Mann zögerte seine Heimkehr hinaus, denn das Schweigen seiner Frau, mit dem sie ihn für eine kleine Lüge strafte, wurde ihm immer unerträglicher. Deshalb gab er zunächst den Karton mit seinen Geschenken für Anna im Bahnhof am Gepäckschalter ab. Dann schlenderte er ziellos durch die Stadt – unbeeindruckt von den festlichen Schaufenstern, in Gedanken an ihre Ehe, an Annas Stummheit.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Hans Georg Nicklaus.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Stimmen hören
mit Chris Tina Tengel.
Anna und Jonas, Elina und Yusif, Juan Diego und Marina: Aktuelles für "unterm Christbaum"

Musikalischer Starglanz zu Weihnachten? Die Tonträgerbranche lässt uns nicht im Stich und beschert allen Interessierten: eine neue Solo-CD mit Jonas Kaufmann im französischen Repertoire, Anna Netrebko (mit Ehepartner Yusif Eyvazov) mit opernnahem Cross-Over, Elina Garanca, passend zu ihrem Eboli-Rollendebut, mit Ausblicken auf kommende Aufgaben.

Marina Rebeka legt, schon im Hinblick aufs Rossini-Jahr 2018, ein mit Herzblut gestaltetes Album mit Musik des Meisters aus Pesaro vor, Juan Diego Flórez hingegen nimmt Urlaub vom "Belcanto" und erforscht, was es bei Wolfgang Amadeus Mozart noch für ihn zu tun gäbe. Und gewiss kommen kurz vor Weihnachten zu diesen Recitals noch weitere hinzu, die die Sterne leuchten lassen.


15:30 Moment


15:55 Rudi! Der rasende Radiohund


16:00 Nachrichten


16:05 Medizin und Gesundheit


16:40 Die Ö1 Kinderuni
Die Seele
Eine Wanderung durchs weite Land
Gestaltung: Isabelle Engels

Die Seele umfasst alle unserer Gefühle und Geistestätigkeiten. Sie wohnt in unserem Körper. Wo genau sie sitzt - vielleicht aber auch liegt oder schwebt – das hat die Menschen schon immer beschäftigt. Es gibt bis heute keine letztgültige Antwort darauf, aber es ist anregend, darüber nachzudenken und in sich hinein zu spüren. Im Alltag vergessen wir oft, dass wir eine Seele haben. Oft fällt sie uns erst dann auf, wenn etwas passiert, das uns sehr bewegt, wenn wir uns besonders glückseelig oder sehr schwermütig fühlen.

Das Wort Seele ist verwandt mit den lateinischen und griechischen Begriffen für Hauch, Atem und Leben. Das streicht schon ihre große Bedeutung für die Menschen hervor – und wirft gleichzeitig Fragen auf: Wozu brauchen wir die Seele? Was passiert mit der Seele, wenn wir sterben? Kann die Seele krank werden wie der Körper? Sind ungeborene Babys beseelt?

Die Ö1 Kinderuni Reporter/innen Alexander, Maurice, Mavie und Igor begeben sich gemeinsam mit dem Psychiater und Psychoanalytiker August Ruhs auf Erkundungstour durch die wundersame Seelenlandschaft.


16:55 Digital.Leben


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.


17:55 Betrifft: Geschichte
Österreichs langer Weg zur Republik. Mit Wolfgang Häusler, emeritierter Professor für Österreichische Geschichte.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

"Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volke aus". So lautet Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung von 1920. Demokratie als Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit in Staat und Gesellschaft ist bekanntlich keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis eines langwierigen, widersprüchlichen und nicht zuletzt auch zukünftig offenen Prozesses.

Insbesondere drei "revolutionäre" Jahreszahlen können als Meilensteine bei der Entwicklung der Demokratie in Österreich betrachtet werden. Die Französische Revolution von 1789 traf in Österreich auf den Reformabsolutismus in seiner Krise. Die bürgerlich-demokratische Revolution 1848 stieß auf das in seiner Entwicklung gehemmte Vielvölkerreich und die sozialen Probleme des Industriekapitalismus.

Die österreichische Sozialdemokratie griff später Programmatik und Symbolsprache dieser bürgerlichen Revolutionen wieder auf – im Kampf um das allgemeine Wahlrecht und eine gerechte Sozialordnung sah sich die Arbeiterbewegung als Hüter des Erbes und Testamentsvollstrecker von 1789 und 1848. Auf dem Logo der sozialdemokratischen Zeitschrift "Glühlichter" (1889-1915) prangte etwa die französische "Marianne", die Freiheit, Vernunft und Republik verkörpernde Frauengestalt mit der Jakobinermütze und der Fackel der Aufklärung.

Die Gründung der Ersten Republik, von Otto Bauer als die "Österreichische Revolution" benannt, feiert im November nächsten Jahres ihren 100. Geburtstag.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen
Unter Quallen
Begegnungen mit dem Schwarm
Von Dagmar Röhrlich

Quallen bevölkern die Meere seit Äonen. Ihr Bauplan scheint sich in mehr als 600 Millionen Jahren kaum verändert zu haben: Zwei durchsichtige Hautschichten mit Gallerte dazwischen, weder Hirn, Blut noch Herz, eigentlich bestehen sie nur aus Haut, Magen, Mund und einem Netz aus Nervenzellen. Quallen haben eine erstaunliche Vielfalt entwickelt. Allen gemeinsam ist, dass sie sehr schnell wachsen, weil sie keine festen Gewebe aufbauen und zu mehr als 95 Prozent aus Wasser bestehen. – Lange galten Quallen deshalb als unnütze Salzwassersäcke. Dann häuften sich die Zwischenfälle. Sie verstopften die Kühlwasserzuflüsse von Kraftwerken, rissen Boote in die Tiefe und wüteten auf Lachsfarmen. Für die Quallenforschung floss plötzlich Geld und es wurde klar: Die Tiere haben prinzipiell wichtige Funktionen in den Weltmeeren. Wenn ihre Schwärme allerdings überhandnehmen, bedrohen sie die marinen Ökosysteme.


19:30 Das Ö1 Konzert
Artemis Quartett. Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett D-Dur op. 44/1 * Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 7 fis-Moll op. 108 * Robert Schumann: Streichquartett a-Moll op. 41/1 (aufgenommen am 5. Dezember im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses).
Präsentation: Nadja Kayali


21:00 Im Gespräch
"Die Erfolgserlebnisse in der Klinik ermutigen mich." – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Dr. Hiyam Marzouqa, Chefärztin des Caritas Baby Hospitals in Bethlehem

"Am Geburtsort Jesu soll keinem Kind medizinische Hilfe verwehrt bleiben." Mit diesem Credo gründete 1952 der Schweizer römisch-katholische Ordenspriester Ernst Schnydrig das "Caritas Baby Hospital" in Bethlehem. Es ist das einzige Kinderspital in Palästina mit aktiver Einbindung und Weiterbildung der Mütter. Und es werden ausnahmslos alle Kinder behandelt, egal, woher sie kommen.

Hiyam Marzouqa, selbst römisch-katholische Christin, ist seit 2006 die Chefärztin des Spitals. "Kinder jammern weniger als Erwachsene", sagt die Ärztin, die in den 1980er Jahren ihr medizinisches Grundstudium in Würzburg absolvierte und anschließend ihre Fachärztinnenausbildung in München abgeschlossen hat.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht Hiyam Marzouqa über ihre Arbeit im Kinderspital, ihr Engagement in einem so einzigartigen Umfeld und darüber, was sie tagtäglich motiviert, über ihre eigenen persönlichen und menschlichen Grenzen hinauszugehen.


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Helfen: Aber wie? Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (4).
Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Boomtown Shenzhen. Von der Werkbank zum High Tech Hub (4).
Gestaltung: Anna Masoner

Asiatisch – österreichische Musikszenen. Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (4).
Gestaltung: Maria Reininger


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Wien Modern 2017: Thomas Gorbachs Acousmonium (Teil 3).
Gestaltung: Heinrich Deisl

Das Wiener Acousmonium ist ein von Thomas Gorbach entwickeltes Lautsprecher-Ensemble, mit dem sich elektroakustische, elektronische und akusmatische Musikstücke umsetzen lassen. Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens war der Konzertserie "The Acousmatic Project" beim Festival Wien Modern eine zweiteilige, von Gorbach kuratierte Veranstaltungsreihe mit gut fünfzehn Aufführungen gewidmet.

Verräumlichungen

Mit seinen 30 Lautsprechern in unterschiedlichen Klangqualitäten dient das Acousmonium der Interpretation von auf Tonband oder Harddisk gespeicherten Werken. Und das in einem Ambiente, in dem Klänge räumlich erfahrbar werden. Dieses Aufführungsinstrument sei die logische Konsequenz seiner künstlerischen Arbeiten und dem 2007 von ihm initiierten "Acousmatic Project" gewesen, so Thomas Gorbach. Gorbach stammt aus Vorarlberg und studierte bei Günther Rabl. Seit 2004 unterrichtet er an der Technischen Universität Wien Elektroakustische Musik und 2000 gründete er das Label lecoq, auf dem er u. a. die ersten Werke von Anestis Logothetis wiederveröffentlichte.

Die Wurzeln des Acousmoniums liegen in der Pionierzeit elektroakustischer und elektronischer Musik, als Komponisten wie François Bayle spezielle Lautsprechersysteme konzipierten, um Klänge räumlich aufführbar zu machen. "Cinema pour l'oreille" – Kino für die Ohren, so nannte der Komponist und Filmtheoretiker Michel Chion Soundtrack-hafte Musik für Filme, die erst während des Zuhörens im Kopf entstehen.

Gorbach hat mit Institutionen wie der Brüsseler Musique & Recherche oder der Pariser Groupe de Recherches Musicales GRM zusammengearbeitet. Daraus schuf er eine Lautsprecherkonfiguration und eine Steuereinheit - das Wiener Acousmonium. Seit 2010 haben eine Vielzahl Musikschaffender wie Alex Buck, Electric Indigo, Dieter Kaufmann oder Flo Menezes auf dem Acousmonium gespielt.

Klangskulpturen

Die Präsentation des "Acousmatic Project" beim heurigen Wien Modern Festival, die im TU-Kuppelsaal stattfand, war zweigeteilt. Am ersten Abend war u. a. Pierre Henrys Filmvertonung des Avantgarde-Klassikers "Der Mann mit der Kamera" zu hören. Der zweite Abend bot mit Porträtkonzerten einen Überblick über das Schaffen der argentinischen Komponistin Beatriz Ferreyra, die am GRM und mit Guy Reibel arbeitete. Umrahmt wurden diese Programme von Uraufführungen von Martina Claussen, Kirsten Reese, Elisabeth Schimana und Bruno Strobl sowie Werken von Manuella Blackburn, Nikos Stavropoulos und Studierenden der TU. Der Zeit-Ton präsentiert in drei Sendungen Stereoversionen einiger dieser Stücke. Thomas Gorbach erzählt über das "Acousmatic Project", die dort aufgetretenen Künstler/innen und aktuelle Arbeiten.
 

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Freitag, 22. Dezember 2017


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Weihnachten – Fest der Hoffnung". Erwin Kräutler, ehemaliger Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien, über den Kern von Weihnachten. -
Gestaltung: Alexandra Mantler

Ausgehend von persönlichem Erleben in seiner Diözese am Xingu in Amazonien und inspiriert von den biblischen Texten macht sich der 1939 in Koblach in Vorarlberg geborene und spätere Bischof Erwin Kräutler "Gedanken für den Tag" zum Kern von Weihnachten: der Botschaft, dass Gott den Menschen nahe ist. "Abgewiesen in den Herbergen, arm geboren in einem Stall, geflüchtet in ein fremdes Land, um den Todesschwadronen eines Tyrannen zu entgehen, sind Josef, Maria und Jesus den Menschen ähnlich, die heute abgedrängt, heimatlos und ausgeschlossen sind. Für sie will Jesus der angekündigte Immanuel sein, der Gott-mit-uns, der Frieden und Gerechtigkeit bringt", so der Österreicher, der viele Jahrzehnte Bischof der Prälatur Xingu in Brasilien war. Für seinen Einsatz für die Umwelt und die indigenen Völker wurde Erwin Kräutler mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Alternativen Nobelpreis und mit dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio
mit Alice Ertlbauer-Camerer. Adventgrüße aus Österreich.


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Kontext – Sachbücher und Themen
Redaktion: Wolfgang Ritschl


09:42 Saldo – das Ö1 Wirtschaftsmagazin


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Intrada – Österreichs Musizierende im Porträt
Emil Weller – ein junger Tastenläufer +++ Das Girardi-Ensemble.
Präsentation: Johannes Leopold Mayer


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten – Neue Literatur aus Österreich
"Herr Groll und die Stromschnellen des Tiber". Von Erwin Riess. Es liest Harald Pfeiffer

Er ist manchmal unzulänglich, meistens frech und immer geistreich: Erwin Riess' Romanfigur Groll bekommt es im mittlerweile sechsten Groll-Band mit den Stromschnellen des Tiber und – nur vorübergehend – mit der Angst zu tun.

Herr Groll, rollstuhlfahrender Detektiv aus der Wiener Vorstadt, ist mit jeder Faser seines Herzens Abenteurer. Er liebt die Donau und ihre Schiffe, er verfügt über ein schier unerschöpfliches Reservoir an Wissen über Geschichte und Zeitgeschehen. Sein Handicap hindert ihn keineswegs, in besonders dubiosen Kriminalfällen flott und forsch zu ermitteln. Treu wird er dabei von seinem Rollstuhl namens Joseph III. begleitet – und von seinem Freund, dem Hietzinger "Dozenten", Grolls liebstem Sparring-Partner in Sachen verbaler Schlagabtäusche.

Äußerst heikle Ermittlungen führen das ungleiche, aber kongeniale Gespann diesmal bis nach Rom. Markus, ein Zögling des Malteserordens, ist spurlos verschwunden. Seine ebenso attraktive wie arrogante Mutter ist besorgt und setzt mit ihrem Nachforschungsauftrag einen wahren Mahlstrom an gefährlichen Geschehnissen in Gang. Zwischen Intrigen rund um den Papst und Machenschaften der Mafia Capitale folgt Herr Groll seinem untrüglichen Instinkt – und bei aller Bescheidenheit erlaubt er sich schließlich anzumerken, dass er damit einen Weltkrieg verhindert und den Chef der Christenheit gerettet hat.

Erwin Riess, Jahrgang 1957, geboren in Wien, aufgewachsen in Krems in Niederösterreich, ist Politologe, Theaterwissenschafter, Autor und Behindertenaktivist. Riess' Arbeiten umfassen Reportagen und Essays ebenso wie Hörspiele und Theaterstücke, regelmäßig publiziert er Texte unter anderem in "Wespennest", "Literatur und Kritik" oder "Neues Forum". Gemeinsam mit Rudolf Likar hat Erwin Riess 2016 im Otto Müller Verlag den Band "Unerhörte Lust. Zur Sexualität behinderter und kranker Menschen" herausgegeben.

Die Bücher mit der literarischen Figur des Herrn Groll sind ebenfalls im Verlag Otto Müller erschienen: "Der letzte Wunsch des Don Pasquale" (2006), "Herr Groll auf Reisen. Storys" (2008), "Herr Groll und der rote Strom" (2010), "Herr Groll im Schatten der Karawanken" (2012), "Herr Groll und die ungarische Tragödie" (2013), "Herr Groll und das Ende der Wachau" (2014).


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Peter Kislinger.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Ausgewählt mit Mirjam Jessa. Schuberts Op. 100. Das Es-Dur-Trio D 929 und die schwierige Frage nach seiner gültigen Fassung. Mirjam Jessa im Gespräch mit dem Musikologen und Pianisten Claus-Christian Schuster

"Schuberts Es-Dur-Trio ist wohl das monumentalste Werk der gesamten Klaviertrioliteratur – nicht nur in Hinblick auf seine Ausdehnung, die wahrhaft symphonische Maße erreicht, sondern auch in Bezug auf die Vielschichtigkeit und den Reichtum des darin ausgebreiteten thematischen und gedanklichen Materials. Doch es scheint das Schicksal solcher Monumente zu sein, von Zerstörung und Entstellung in höherem Maße bedroht zu sein als Werke bescheideneren Zuschnitts". (Claus-Christian Schuster)

Auf Anraten seines Verlegers und seiner Freunde hat Franz Schubert sein 1827 im November komponiertes, groß angelegtes Es-Dur-Trio um etwa zehn Minuten Spieldauer gekürzt. Nicht nur Wiederholungen, ganze Takte wurden gestrichen und so geriet das Gefüge nach Claus-Christian Schusters Ansicht derart aus dem Gleichgewicht, dass nun tatsächlich Längen empfunden werden könnten, da die kompositorische Schlüssigkeit nicht mehr gegeben ist. Kürze und Klarheit – so Schuster – gehen eben nicht immer Hand in Hand.


15:30 Moment – Kulinarium


15:55 Schon gehört? Tipps für Klein und Groß
1. Kindermuseum Schloss Schönbrunn
2. Spielboden Dornbirn
3. Zoom Kindermuseum

1. Wie in jedem Schloss gibt es auch in Schönbrunn natürlich ein Schlossgespenst. Im Kindermuseum heißt es Poldi. Und Poldi hat das ganze Jahr über nachgedacht, was Kinder ab 5 Jahren ihren Eltern zu Weihnachten basteln könnten. Zum Beispiel Schneemanndosen, Christbaumkugeln, oder ein winterliches Vogelhaus. Wer will kann auch "Basteln to go". Die jungen Besucher bekommen ein Bastelsackerl und können dann zu Hause loslegen.
Das Weihnachtsgeschenke-Basteln im Kindermuseum Schloss Schönbrunn findet noch Morgen und übermorgen am 24. Dezember statt. Und zwar von 10 bis 17 Uhr. Der letzte Einlass ist 16 Uhr. Bitte unbedingt Kleidung anziehen die auch schmutzig werden kann!

2. Sogar am 24. Dezember hat der Spielboden Dornbirn geöffnet. Ab 14 Uhr, schaut dort nämlich der Kasperl vorbei. "Wenn die Räuber Unfug treiben, die Hexe nicht mehr richtig hexen kann oder der Drache sich mit den Zwergen streitet, ist das Kasperle natürlich zur Stelle. Der Seppl und die Gretl unterstützen ihn dabei ganz fest."
Doch ohne die Mithilfe der Kinder im Spielboden Dornbirn könnte das für Seppl, Gretl und Kasperle schwierig werden.

3. Du und ich. Dort und Da". Das ist der Titel der aktuellen Ausstellung im Zoom. In dieser Schau für 6 bis 12 Jährige geht es um die Themen Flucht, Ankunft und Zusammenleben. An Hand von Kinderschicksalen aus Afghanistan und Syrien wird nachgefragt, was es bedeutet seine Heimat zu verlassen. Thematisiert wird auch: "Welche Ängste, Hoffnungen und Träume haben sie hierher mitgebracht? Wie verbringen sie ihre Zeit? Was denken und fühlen sie? In der Ausstellung lernen die Kinder beim Singen, Tanzen, Spielen, Schreiben, Musikhören, Weben, Backen und gemeinsamen Essen die Schicksale dieser sechs geflüchteten Kinder und Jugendlichen näher kennen. Die BesucherInnen erfahren, worin wir uns von ihnen unterscheiden und entdecken, was wir vielleicht mit ihnen gemeinsam haben."


16:00 Nachrichten


16:05 Da capo: Im Gespräch
"Die Erfolgserlebnisse in der Klinik ermutigen mich." – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Dr. Hiyam Marzouqa, Chefärztin des Caritas Baby Hospitals in Bethlehem

"Am Geburtsort Jesu soll keinem Kind medizinische Hilfe verwehrt bleiben." Mit diesem Credo gründete 1952 der Schweizer römisch-katholische Ordenspriester Ernst Schnydrig das "Caritas Baby Hospital" in Bethlehem. Es ist das einzige Kinderspital in Palästina mit aktiver Einbindung und Weiterbildung der Mütter. Und es werden ausnahmslos alle Kinder behandelt, egal, woher sie kommen.

Hiyam Marzouqa, selbst römisch-katholische Christin, ist seit 2006 die Chefärztin des Spitals. "Kinder jammern weniger als Erwachsene", sagt die Ärztin, die in den 1980er Jahren ihr medizinisches Grundstudium in Würzburg absolvierte und anschließend ihre Fachärztinnenausbildung in München abgeschlossen hat.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht Hiyam Marzouqa über ihre Arbeit im Kinderspital, ihr Engagement in einem so einzigartigen Umfeld und darüber, was sie tagtäglich motiviert, über ihre eigenen persönlichen und menschlichen Grenzen hinauszugehen.


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag.


17:55 Betrifft: Geschichte
Österreichs langer Weg zur Republik. Mit Wolfgang Häusler, emeritierter Professor für Österreichische Geschichte.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

"Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volke aus". So lautet Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung von 1920. Demokratie als Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit in Staat und Gesellschaft ist bekanntlich keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis eines langwierigen, widersprüchlichen und nicht zuletzt auch zukünftig offenen Prozesses.

Insbesondere drei "revolutionäre" Jahreszahlen können als Meilensteine bei der Entwicklung der Demokratie in Österreich betrachtet werden. Die Französische Revolution von 1789 traf in Österreich auf den Reformabsolutismus in seiner Krise. Die bürgerlich-demokratische Revolution 1848 stieß auf das in seiner Entwicklung gehemmte Vielvölkerreich und die sozialen Probleme des Industriekapitalismus.

Die österreichische Sozialdemokratie griff später Programmatik und Symbolsprache dieser bürgerlichen Revolutionen wieder auf – im Kampf um das allgemeine Wahlrecht und eine gerechte Sozialordnung sah sich die Arbeiterbewegung als Hüter des Erbes und Testamentsvollstrecker von 1789 und 1848. Auf dem Logo der sozialdemokratischen Zeitschrift "Glühlichter" (1889-1915) prangte etwa die französische "Marianne", die Freiheit, Vernunft und Republik verkörpernde Frauengestalt mit der Jakobinermütze und der Fackel der Aufklärung.

Die Gründung der Ersten Republik, von Otto Bauer als die "Österreichische Revolution" benannt, feiert im November nächsten Jahres ihren 100. Geburtstag.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:20 Europa-Journal


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 matrix – computer & neue medien
Das digitalisierte Kind
Vor- und Nachteile elektronische Spiele
Gestaltung: Lukas Plank

Die Digitalisierung hat längst das Kinderzimmer erreicht. Selbst die ganz Kleinen werden mit blinkenden, sprechenden und vernetzten Spielzeugen umworben. Der Spielzeughersteller Mattel kündigte vor kurzem sogar einen smarten Assistenten für Kinder an; nach heftiger Kritik von Datenschützern ruderte das Unternehmen allerdings zurück: Der Sprachassistent fürs Kinderzimmer wird vorerst nicht verkauft. Andere Gadgets für Kinder werden in Spielzeuggeschäften weiterhin angeboten. Sind sie sinnvoll, etwa um den Nachwuchs auf einen Alltag vorzubereiten, der immer stärker digital wird? Oder ist der Trend weg vom einfachen Holzklotz hin zum smarten Spielzeug bedenklich? Lukas Plank über Vorzüge des "Begreifens" und Nachteile des digitalisierten Kinderzimmers.


19:30 Das Ö1 Konzert
Sir András Schiff, Klavier. Johann Sebastian Bach: Das Wohltemperierte Klavier I BWV 846-869 (aufgenommen am 7. September in der Royal Albert Hall in London im Rahmen der "Proms 2017")


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Saldo – das Ö1 Wirtschaftsmagazin


22:23 Kontext – Sachbücher und Themen
Redaktion: Wolfgang Ritschl


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Das Rova Saxophone Quartet im Martinschlössl Wien.
Gestaltung: Marlene Schnedl

Im Jahr 1977 wurde das aus San Francisco stammende Rova Saxophone Quartet für ein Festival in Oakland (Kalifornien) gegründet und galt über viele Jahre als Geheimtipp in der improvisierten Musikszene. Seit dem Gründungsjahr erweiterte das Quartett mit Bruce Ackley (Sopransaxophon), Steve Adams (Alt- und Sopraninosaxophon), Larry Ochs (Tenor- und Sopraninosaxophon) und Jon Raskin (Bariton-, Alt- und Sopraninosaxophon) seinen musikalischen Horizont ständig und blickt nach nunmehr 40 Jahren seines Bestehens auf ein bedeutendes Gesamtwerk, einhergehend mit dem Ausbau der "kollektiven Improvisation".

Die Musiker ließen sich zunächst von Jazzgrößen wie John Coltrane, Ornette Coleman und Thelonious Monk inspirieren, aber auch von Komponisten wie John Cage. Zusammengearbeitet haben sie in den vielen Jahren ihrer Konzerttätigkeit mit Musikern wie Anthony Braxton, John Zorn und dem Kronos Quartet, um nur ein paar wenige zu nennen. Am 25. April dieses Jahres präsentierte das Rova Saxophone Quartet im Martinschlössl in Wien gemeinsam mit den österreichischen Musikern, dem Gitarristen Burkhard Stangl und dem Elektronikmusiker (lloopp) Christof Kurzmann, im Sextett eine Hommage an den US-amerikanischen Sopransaxophonisten, Komponisten und Bandleader Steve Lacy. Es war die Neuinterpretation seines 1976 veröffentlichten Albums "Saxophone Special".


00:00 Nachrichten


00:05 Intrada
Österreichs Musizierende im Porträt.
(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
Radio ORF1 – Programminformationen
51. Woche – 16.12. bis 22.12.2017
Österreichischer Rundfunk ORF
Würzburggasse 30, 1136 Wien, Österreich
Tel. 0043-1/87 87 8-0, Fax 0043-1/87 87-330
Internet: www.orf.at


veröffentlicht im Schattenblick zum 8. Dezember 2017

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