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AKTION/357: Tübingen - FrauenFilmTage TERRE DES FEMMES, 5. - 7.3.2020


Terre des Femmes - Pressemitteilung vom 14. Februar 2020

FrauenFilmTage von TERRE DES FEMMES Städtegruppe Tübingen

5.-7. März 2020, Kino Museum, Tübingen


Herzlich Willkommen zu den ersten FrauenFilmTagen von TERRE DES FEMMES in Tübingen. So viele unserer Filmfest-ZuschauerInnen, Kooperationspartner, JournalistInnen und PolitikerInnen haben uns ihr großes Bedauern über den Wegzug des TERRE DES FEMMES-Filmfestes FrauenWelten nach Berlin ausgedrückt. So freuen wir uns sehr, schon dieses Jahr eine Kostprobe von der von nun an regelmäßig zum 8. März stattfindenden Filmreihe geben zu können. Diese wird ab 2021 eine Auswahl der Filme des Berliner TERRE DES FEMMES-Filmfestes zeigen.

Organisiert werden die FauenFilmTage von der neu gegründeten Städtegruppe von TERRE DES FEMMES, in Zusammenarbeit mit vielen unserer bisherigen KooperationspartnerInnen: dem Kino Museum Tübingen, der Stabsstelle für Gleichstellung und Integration der Universitätsstadt Tübingen, dem Deutsch-Amerikanischen Institut d.a.i., dem FrauenNetzwerk 8. März und den Filmtagen Tübingen.

Sechs Spiel- und Dokumentarfilme über die Schicksale von Frauen in Bangladesh, Peru, Marokko, dem Kongo, Italien und den USA werden vom 5.-7. März auf den Leinwänden des Kino Museum zu sehen sein, darunter zwei Publikumslieblinge des Filmfestes FrauenWelten 2019.

Zu den besonderen Highlights gehören der Spielfilm "Made in Bangladesh" zum Kampf der Textilarbeiterinnen in Bangladesh, der seine Deutsche Premiere bei den FrauenFilmTagen in Tübingen feiern wird, in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Zentrum für Entwicklungsbezogene Filmarbeit EZEF.

Und nach dem Film "Friedenskämpfer" über die Arbeit von Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege und Dr. Gisela Schneider von DIFÄM mit Frauen im Kongo, die gravierende sexuelle Gewalt erfahren haben, gibt es ein Podiumsgespräch mit Regisseurin Susanne Babila, Gisela Schneider und Bundesjustizministerin a.D. Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin zur Menschenrechtssituation von Frauen im Kongo. In Kooperation mit dem Deutschen Institut für Ärztliche Mission DIFÄM. Der Eintritt ist frei.

Hinweis zu den Fassungen der Filme des Programms
OmdU: Original mit deutschen Untertiteln
OmeU: Original mit englischen Untertiteln
OV: Originalversion


Sembradoras de vida

von Álvaro und Diego Sarmiento
Peru 2019, 74 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Donnerstag, 5.3.2020, 18:00 Uhr, Kino Museum


Gleichstellungsbeauftragte Luzia Köberlein anwesend

Hoch in den Anden in Cusco, Peru, bauen Sonia Quispe und vier weitere indigene Frauen Kartoffeln, Quinoa, Amaranth, Mais und anderes Gemüse und Getreide immer noch traditionell und organisch an. In ihrer andinischen Kosmovision sind die Frauen und das Land eng verbunden, denn der weibliche Körper und der Erdboden sind fähig, Leben zu geben und zu nähren. Im Kontext von Klimawandel, Agrarindustrialisierung mit chemischem Dünger und Pestiziden werden sie zu Beschützerinnen der Natur . Dafür reisen sie sogar an den Nordpol, um ihre Samen im " Global Seed Vault", zu deponieren, der größten Sammlung aller Samen von Fruchtpflanzen der Erde mit 4,5 Millionen Arten... Weltpremiere Berlinale 2019.


Nevia

von Nunzia De Stefano
Italien 2019, 86 Min., Spielfilm, OmeU
Donnerstag, 5.3.2020, 20:30 Uhr, Kino Museum

Die 17-jährige Nevia wohnt mit ihrer Großmutter Naná, Tante Lucia und ihrer jüngeren Schwester Enza in einem Vorort von Neapel. Trotz ihres jugendlichen Alters ist sie mit vielen "Erwachsenen" Themen konfrontiert: Geld verdienen, die kleine Schwester groß ziehen, gegen Gewalt agieren können, sich selbst und die kleine Schwester schützen. Jedoch meint das Leben es auch gut mit ihr. Während Großmutter Naná sich immer mehr in kriminelle Kreise involviert, versucht Nevia abseits davon Arbeit zu finden. Das bringt sie zu einem Zirkus, der gerade in der Stadt gastiert. Dies wird für immer ihr Leben verändern und ihren Kampfgeist auf die Probe stellen. Filmpreis Venedig 2019.


Knock Down the House von Rachel Lears

USA 2019, 86 Min., Dokumentarfilm, OV englische Originalfassung
Freitag, 6.3.2020, 18:00 Uhr, Kino Museum, Eintritt frei!
Referentin anwesend

Vier junge Frauen - Alexandria Ocasio-Cortez, Amy Vilela, Cori Bush und Paula Jean Swearengin - lehnen sich in den US-Zwischenwahlen 2018 vehement gegen den Status Quo auf. Sie mobilisieren WählerInnen und starten eine Bewegung, die Finanzkrise, ein defektes Gesundheitssystem, wachsende Gewalt gegen Schwarze und Minderheiten, oder die Klimaerwärmung in den Blick nimmt. Alexandria Ocasio-Cortez, Tochter puertorikanischer ImmigrantInnen, u.a. cum laude Absolventin in Wirtschaftswissenschaften und Kellnerin, fordert eingefleischte Machtpolitiker heraus - und gewinnt. Sie wird als jüngstes Mitglied in das Repräsentantenhaus einziehen und - "she will rock the Congress"!
Festival Favorite Award Sundance Film Festival 2019.
Kooperation Deutsch-Amerikanisches Institut mit TERRE DES FEMMES


Made in Bangladesh

von Rubaiyat Hossain
Bangladesh/F/DK/Portugal 2019, 95 Min., Spielfilm, OmeU
Freitag, 6.3.2020, 20:30 Uhr, Kino Museum, Deutsche Premiere
Koproduzent und Expertin anwesend

Die 23 Jahre alte Shimu arbeitet in einer Textilfabrik in Dhaka, Bangladesh. Um gegen die schlimmen Arbeitsbedingungen zu protestieren, gründet sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen eine Gewerkschaft - auch gegen die Drohungen der Geschäftsführung und selbst ihres Ehemannes. Nach dem Feuer im Rana Plaza 2013 und dem Tod von über tausend TextilarbeiterInnen entschließt sich Regisseurin Rubaiyat Hossain, einen Film über den Kampf dieser mutigen jungen Arbeiterinnen zu machen. Eine junge Gewerkschaftsführerin berichtet ihr vom Leben unter schlechten Arbeitsbedingungen, patriarchalen Familienstrukturen und Islamisierung. Die Geschichte der Shimu spiegelt diese Erzählungen wider.
Uraufführung Toronto, 7 Internationale Filmpreise.
In Kooperation mit dem EZEF


Friedenskämpfer

von Susanne Babila Prof. Dr. Däubler-Gmelin anwesend
Kongo/Deutschland 2019, 45 Min., Dokumentarfilm, OmdU
Samstag, 7.3.2020, 18:00 Uhr, Kino Museum, Eintritt frei!
Regisseurin anwesend
Dr. Schneider, DIFÄM anwesend

"Friedenskämpfer - Tübinger Ärztin unterstützt Nobelpreisträger im Kongo" - SWR-Redakteurin Susanne Babila begleitete im Ostkongo DIFÄM-Direktorin Dr. Gisela Schneider und Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege bei ihrer emphatischen Arbeit mit Frauen und Mädchen, die Opfer brutaler sexueller Gewalt wurden. Diese finden in Dr. Mukweges Krankenhaus, das rund um die Uhr von UN-Truppen gesichert werden muss, spezielle ärztliche Versorgung, psychologische Betreuung, Fortbildung für ein Handwerk, Anteilnahme und Hoffnung. In Kooperation mit dem DIFÄM.

Im Anschluss Podiumsgespräch mit Susanne Babila, Gisela Schneider und Bundesjustizministerin a.D . Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin:
"Vergewaltigung als Kriegswaffe - zu den Menschenrechten von Frauen im Kongo: Was tun?"
Was haben unsere Handys und die digitalisierte Welt damit zu tun, wie können wir solidarisch für die kongolesischen Frauen intervenieren?


Adam

von Maryam Touzani
Marokko/Frankreich 2019, 98 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Samstag, 7.3.2020, 20:30 Uhr, Kino Museum

Samia zieht durch Casablancas Altstadt und fragt nach Arbeit. Sie ist hochschwanger - außerhalb einer Ehe ist sie so eine sozialen Außenseiterin - und obdachlos. Ihre Suche bringt sie vor Ablas Tür. Ablas 8-jährige Tochter Warda, ein gutgelaunter Wildfang, hat gleich eine besondere Zuneigung zu Samia gefasst. Sie drängt ihre Mutter, Samia aufzunehmen. Abla gibt schließlich nach. Die alleinerziehende Mutter ist seit dem Tod ihres Mannes verbittert und gefangen in ihrer Versteinerung. Doch Samias Eintritt in die kleine Familie beginnt die Dinge zu verändern. Ein neues Leben scheint möglich. Doch dann muss sich Samia entscheiden...
Intensiv, sinnlich, zart.
Mehrfach nominiert in Cannes. Oscarbeitrag Marokkos 2020

FrauenFilmTage TERRE DES FEMMES Tübingen
VeranstalterInnen
TERRE DES FEMMES e.V. Städtegruppe Tübingen

In Zusammenarbeit mit dem Kino Museum Tübingen, der Stabsstelle für Gleichstellung und Integration der Universitätsstadt Tübingen, dem d.a.i., dem FrauenNetzwerk 8. März und den Filmtagen Tübingen e.V.

Kartenvorbestellung
Kino Museum Tübingen:
Tel. 07071/23355 l www.tuebinger-kinos.de l Einzelticket: 9,-

Unterstützt durch
EZEF - Agentur für Filme aus dem Süden


Filme zu Frauenthemen im Programm der FrauenFilmTage 2020

Made in Bangladesh
von Rubaiyat Hossain
(Bangladesh)

Todschick - Die Schattenseite der Mode
(Bangladesh)
von I. Altemeier u. R. Hornung
auf DVD*

Good Morning Karachi
von Sabiha Sumar
auf DVD*

* Erhältlich mit Festival-Rabatt
beim Weltladen Lange Gasse
(schräg gegenüber der Filmtage-Lobby)

Infos zu unserem Programm unter www.ezef.de

*

Quelle:
Pressemitteilung vom 14. Februar 2020
TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e. V.
Brunnenstr. 128, 13355 Berlin
Telefon: 030 40504699-0, Fax: 030 40504699-99
E-Mail: info@frauenrechte.de
Internet: www.frauenrechte.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 15. Februar 2020

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