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DER FILM/478: Berlin - hallo, wie geht es dir. Celebrating Daniel Johnston, 22.01.2020


Lichtblick-Kino

Soundwatch Berlin Music Film Festival präsentiert:
hallo, wie geht es dir - Celebrating Daniel Johnston

Mittwoch, 22.1., 19:30 Uhr - Lichtblick-Kino


am 22. Januar 2020 wäre der Musiker, Songwriter und Künstler Daniel Johnston 59 Jahre alt geworden. Seine facettenreiche Kunst - zahlreiche zerbrechlich-schöne Songs, gebannt auf Lofi-Kassetten, Comics und Zeichnungen - feiern wir an diesem Abend mit Filmen und Musikperformances.

Das Programm

Dokumentarfilm: The Devil and Daniel Johnston (engl. OV)
USA 2005, 110 min, Regie: Jeff Feuerzeig

Für Kurt Cobain war er der größte Songwriter auf Erden - für das Musik-Business ist er bis heute ein Rätsel geblieben: Daniel Johnston, der in den 90er Jahren mit seinen traurigen, von einer tiefen Einsamkeit sprechenden Liedern eine neue Aufrichtigkeit in den Pop einbrachte. Der Ende 2019 verstorbene Daniel Johnston war ein Genie und eine Legende. Und er hatte ein tragisches Schicksal: Seit seiner Kindheit war er manisch-depressiv und schizophren veranlagt, was in seiner Kunst, die für ihn zugleich Therapie war, durchaus zum Ausdruck kommt. Von seinem vermeintlich kindlichen Blick auf die Welt, wie er auch in seinen Zeichnungen und in seiner Malerei aufscheint, haben sich die verschiedensten Musiker, darunter Sonic Youth ebenso wie Nirvana, immer wieder inspirieren lassen. In seinem Film rekonstruiert Jeff Feuerzeig mit rarem Archivmaterial, Interviews mit Wegbegleitern und Bewunderern sowie zahlreiche Songs den Lebensweg des von den eigenen Dämonen gequälten »Desperate Dan«.

Live Performance mit Klaus Beyer (dem legendären fünften Beatle aus Kreuzberg), Paranoia Godard (Italian Indie-Pop-Duo, made in Berlin), Alvise Bittente (Italienischer Zeichner, von Daniel Johnston inspiriert) & Marco Brosolo (Italo-Berliner Musiker/Künstler)

Im Gegensatz zu Walter Benjamins Idee, wird die Aura von Daniel Johnstons Kunst durch ihre mechanische Reproduktion nicht verwässert, sondern verstärkt: repetition instead of copying! High Tech wird der Komplexität des Menschen nicht gerecht. Ein Markenzeichen von Daniel Johnston war, dass er Lofi-Produktionstechnik bewusst zur Verwirklichung seiner künstlerischen Vision eingesetzt hat. Selbstbemalte, schrabbelige Kassetten waren für ihn das kongeniale Medium.

Weltpremiere: Daniel Johnston live at Volksbühne Berlin 1999
Regie: Frank Behnke

Diese Veranstaltung findet im Rahmen von Vorspiel transmediale/CTM 2020 statt. Präsentiert von Soundwatch Berlin Music Film Festival. Mit Unterstützung von The Festival Agency. Sonderpreis für den ganzen Abend: 12 Euro

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Quelle:
Lichtblick-Kino
Kastanienallee 77 / 10435 Berlin
Büro: Stattkino Berlin e.V.
Schliemannstr. 5 / 10437 Berlin
E-Mail: presse@lichtblick-kino.org
Internet: https://www.lichtblick-kino.org


veröffentlicht im Schattenblick zum 16. Januar 2020

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