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DER FILM/479: Berlin - Meisterwerke zu 100. Geburtstag Fellinis, 18. und 19.01.2020


Lichtblick-Kino

Fellini 100 - zum 100. Geburtstag Fellinis

Samstag, 18.1, und Sonntag, 19.1.,
jeweils 17:00 Uhr mit italienischem Aperitif


Zum 100. Geburtstag Fellinis zeigen wir zwei seiner Meisterwerke, beide in der neuen digital restaurierten Fassung!

Die Filme

Federico Fellini wurde am 20. Januar 1920 im italienischen Rimini geboren. Er arbeitete erfolgreich als Journalist und Karikaturist, bevor er mit dem Drehbuchschreiben und später der Regiearbeit begann. Er gilt als Maestro des italienischen Nachkriegskinos und als einer der wichtigsten Autorenfilmer des 20. Jahrhunderts. Für seine Filme wie »La strada« (1954), »La dolce vita«(1960), »8 1/2« (1963) und »Amarcord« (1973) erhielt er unzählige internationale Preise, zwölf Mal war er für den Oscar nominiert. Fellini starb 1993 in Rom, nur wenige Monate, nachdem er mit dem Ehrenoscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden war.

La dolce vita (OmU)

Italien/Frankreich 1959, 176 min, Regie: Federico Fellini; Buch: Federico Fellini, T. Pinelli, E. Flaiano; Kamera: Ortello Martelli; mit Macello Mastroianni, Alain Cuny, Anouk Aimée, Anita Ekberg

Marcello trifft Magdalena, die Tochter eines Millionärs, und schläft mit ihr im Zimmer einer Prostituierten. Er führt seinen Vater, der zu Besuch kommt, durch Rom, ohne eine Beziehung zu ihm zu entwickeln. Derweil macht seine Geliebte einen Selbstmordversuch. Marcello begleitet einen amerikanischen Filmstar durch die Stadt und wird von ihrem Mann zusammengeschlagen. In den Erlebnissen des Journalisten Marcello spiegelt sich der Leerlauf der High-Society, die Bindungslosigkeit eines oberflächlichen Lebens. Nach einer wüsten, ausschweifenden Party steht er mit einer übernächtigten Gesellschaft am Strand und sieht zu, wie Fischer einen riesigen toten Rochen an Land ziehen. Marcello steht für die Menschen, die glauben, nur kühle Beobachter zu sein, und die sich doch selbst längst an das Leben verloren haben. Der Film besteht aus einer Folge lose verknüpfter Episoden, die von Ekstase und Ernüchterung handeln. Fellini will das Millieu attackieren, das er vorstellt, er will die Leere dieser Existenz anprangern.

Fellinis 8½ (OmU)

Italien/Frankreich 1963, 138 min, Regie: Federico Fellini, mit Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Sandra Milo, Claudia Cardinale, Barbara Steele

Filmregisseur Guido Anselmi befindet sich privat und künstlerisch in einer tiefen Krise. Genervt von seinen Produzenten, seiner Frau und seiner Geliebten, versucht er, Inspiration für seinen nächsten Film zu finden. Während er den Drehbeginn immer wieder aufschiebt, reflektiert er seine Kindheit, seine Beziehungen zu Frauen, sein Verhältnis zur Kunst und die Mißstände in der Filmbranche. Dabei kommen seine Ängste, Träume und verdrängten Komplexe aus dem Unterbewusstsein zum Vorschein, bis Traum und Wirklichkeit verschwimmen. »Achteinhalb«, dessen Titel auf der Anzahl seiner bisherigen Filme beruht, ist Fellinis autobiografische Auseinandersetzung mit der Kunst des Filmemachens. Marcello Mastroianni verkörpert hier eine Art Alter Ego Fellinis. Ausgezeichnet mit zwei Oscars als Bester fremdsprachiger Film und für die Besten Kostüme, zählt das Meisterwerk für viele Kritiker zu den besten Filmen überhaupt.

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Quelle:
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veröffentlicht im Schattenblick zum 16. Januar 2020

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