Schattenblick → INFOPOOL → MEDIZIN → FAKTEN


ERNÄHRUNG/1049: Einheitliche Handlungsempfehlungen für Säuglinge und stillende Mütter (aid)


aid-PresseInfo Nr. 24/10 vom 16. Juni 2010

Erfolgreicher Start für das Netzwerk Junge Familie

"Gleiche Botschaften für ALLE!" auf dem 1. Netzwerkkongress in Berlin


(aid) - "Gleiche Botschaften für ALLE!" - der Titel zum ersten Kongress des Netzwerks Junge Familie am 10. Juni 2010 in Berlin hätte treffender nicht sein können. Denn genau das konnte das Netzwerk den 130 Teilnehmern präsentieren: einheitliche Handlungsempfehlungen für Säuglinge und stillende Mütter. Die Empfehlungen richten sich an junge Familien und beinhalten alltagsnahe Vorgaben zur ausgewogenen Ernährung und zur Vermeidung von Allergien.

Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), lobte in ihrer Begrüßungsrede ausdrücklich die Leistung der beteiligten Netzwerkpartner: "Mit den Empfehlungen geben wir Eltern die Sicherheit, die sie gerade in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder benötigen." Professor Ulrich Wahn, Vorsitzender des Präventions- und Informationsnetzwerks Allergie/Asthma e. V., Professor Berthold Koletzko von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. und Professor Claudia Hellmers von der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaften e. V. stellten die vom wissenschaftlichen Beirat gemeinsam erarbeiteten Handlungsempfehlungen erstmals öffentlich vor.

Die Empfehlungen berücksichtigen alle wichtigen Bereiche der Säuglingsernährung, etwa die Stilldauer, den Einsatz von Flaschenmilch und das richtige Zufüttern mit fertigen oder selbst gemachten Breien. Hinzu kommen für den Umgang mit Säuglingen Vorgaben, die das Allergierisiko senken und die Gesundheit des Kindes unterstützen. Um möglichst viele Eltern zu erreichen, sind alle Empfehlungen als leicht verständliche Botschaften formuliert. Die Vermittlung dieser Botschaften sollen vertrauensvolle Ansprechpartner für junge Familien übernehmen, z. B. Hebammen, Frauen- und Kinderärzte.

Die ausführende Geschäftsstelle des Netzwerks ist an den aid infodienst angegliedert, die auch alle zentralen Aktivitäten koordiniert. Im Netzwerk sind neben dem aid und dem BMELV unter anderem die Berufsverbände der Frauenärzte, der Hebammen und der Kinderärzte eingebunden.

Das Netzwerk "Gesund ins Leben - Netzwerk Junge Familie" wurde initiiert vom aid infodienst, wird finanziert vom BMELV und ist Bestandteil zweier Aktionspläne: dem Nationalen Aktionsplan IN FORM und dem Aktionsplan gegen Allergien. Neben der Erarbeitung einheitlicher Botschaften möchte das Netzwerk jungen Familien frühzeitig einen gesunden Lebensstil vermitteln. Die Botschaften sollen über Frauen- und Kinderärzte, Hebammen und andere vertrauenswürdige Ansprechpartner an die Familien weitergegeben werden.

aid, Jürgen Beckhoff


Weitere Informationen:

In den kommenden Ausgaben des aid-PresseInfos wird der aid die einheitlichen Handlungsempfehlungen des Netzwerks zur Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter als Reihe vorstellen und näher erläutern.

Die vollständigen Handlungsempfehlungen finden sich unter:
www.gesund-ins-leben.de


*

Quelle:
aid-PresseInfo Nr. 24/10 vom 16. Juni 2010
Herausgeber: aid infodienst
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Telefon: 0228 8499-0
E-Mail: aid@aid.de
Internet: www.aid.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 25. Juni 2010