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ERNÄHRUNG/1077: Die meisten Deutschen trinken gerne Leitungswasser (humannews.de)


Blue Responsibility // Ernährung, Gesundheit & Wellbeing - 14.12.10

Die meisten Deutschen trinken gerne Leitungswasser

Hausleitung entscheidend für die Wasserqualität


Frankfurt (humannews) - Die Deutschen löschen ihren Durst gern mit Leitungswasser: Rund zwei Drittel der Befragten gaben an, regelmäßig oder gelegentlich zum Trinkwasser aus dem Hahn zu greifen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Initiative Blue Responsibility unter knapp 600 Frauen und Männern im Alter von 14-69 Jahren. Doch können wir uns in Deutschland den Genuss von Leitungswasser eigentlich bedenkenlos leisten?

Die Umfrage zeigt, dass mehr als ein Viertel der Teilnehmer (30,2 Prozent) regelmäßig Leitungswasser konsumieren und immerhin 37,6 Prozent hin und wieder mal zu einem Glas aus dem Hahn greifen. "Grundsätzlich kann Leitungswasser in Deutschland ohne Bedenken getrunken werden", so Wolfgang Burchard, Sprecher von Blue Responsibility. "Denn unser Trinkwasser ist eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel - weit über 99 Prozent des von den Versorgern gelieferten Wassers sind nicht zu beanstanden. Doch mitunter sind die hauseigenen Leitungssysteme schadhaft und führen in der Folge zu teilweise gefährlichen Verunreinigungen."

Konsum von Leitungswasser steigt mit dem Alter

Am häufigsten trinkt die Generation 60plus Leitungswasser: Über 45 Prozent gaben an, ausschließlich oder regelmäßig Wasser aus dem Hahn zu konsumieren. Damit ist diese Altersgruppe bundesweit Spitze beim Genuss von Leitungswasser. Hingegen trinkt nur ein knappes Drittel (30 Prozent) der jungen Leute im Alter von 14-29 Jahren ausschließlich oder regelmäßig Leitungswasser, während rund acht Prozent sogar ganz darauf verzichten.

Leitungswasser im Osten und in Großstädten am beliebtesten

Unterschiede zeigen sich auch in der regionalen Verteilung. So ist Leitungswasser im Osten Deutschlands wesentlich beliebter als im Westen. Dabei liegt Thüringen im Bundesvergleich weit vorne: Dort trinken 56 Prozent der Befragten ausschließlich oder regelmäßig Wasser aus dem Hahn. Brandenburg (52,1 Prozent) und Berlin (49 Prozent) weisen ähnlich hohe Zustimmungswerte auf, derweil sich selbst gezapftes Trinkwasser in Hessen einer wesentlich geringeren Popularität erfreut (18,2 Prozent). Auch Großstädter konsumieren deutlich regelmäßiger Leitungswasser (35,1 Prozent) als die Einwohner kleinerer Gemeinden, von denen sich beinahe ein Zehntel der Befragten (9,2 Prozent) dieses Genusses vollständig enthält.

Hausleitungen entscheiden über die Wasserqualität

Dabei ist das Trinkwasser in Deutschland von hervorragender Qualität. Denn Gesundheitsämter und Wasserversorgungsunternehmen achten genau darauf, dass das Lebensmittel den strengen gesetzlichen Vorschriften entspricht. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen, dass die Hygiene-Probleme oft erst auf den letzten Metern beginnen: im Leitungssystem des eigenen Hauses, wo das Wasser mit den unterschiedlichsten Materialien in Berührung kommt. "An diesem Punkt der Lieferkette kann auch das sauberste Wasser seine Qualität einbüßen - eine Gefahr für unser wichtigstes Lebensmittel, die von vielen immer noch unterschätzt wird", weiß Sanitärexperte Burchard. "Denn über verschmutzte, überalterte oder ungenutzte Rohrleitungen gelangen Bakterien und Keime ins Trinkwasser, die seine Qualität negativ beeinflussen und ernste Erkrankungen verursachen können."

Rechtzeitige Vorsorge schützt

Um Leitungswasser jederzeit bedenkenlos genießen zu können, sollten Verbraucher vor dem Konsum einige wichtige Aspekte berücksichtigen. So empfehlen die Fachleute einen kurzen Wasserdurchlauf, falls Leitungen über einen längeren Zeitraum nicht benutzt wurden. Damit reduziert sich das Risiko, mit verkeimtem Wasser in Berührung zu kommen. Wer die Qualität seines häuslichen Leitungswassers kontrollieren lassen möchte, kann sich dazu an staatliche oder private Prüfinstitute wenden. Die Tests kosten - je nach Umfang - in der Regel zwischen 60 und 80 Euro. Wasserchecks auf Schwermetalle bietet beispielsweise die Stiftung Warentest zum Preis von aktuell 28 Euro an. "Darüber hinaus sollten Eigentümer und Vermieter von Immobilien ihre Hausleitungen regelmäßig von einem Experten überprüfen lassen, da sie ab der Übergabestelle im Haus für die Trinkwasserqualität verantwortlich sind. Dabei können die Fachleute etwaige Mängel umgehend beseitigen, indem sie auf innovative technische Lösungen zurückgreifen, die sowohl nachhaltig als auch effizient sind", erklärt Blue Responsibility-Sprecher Burchard.

Kontakt:
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Henning Marburger
Kamekestraße 21, 50672 Köln
E-Mail: henning.marburger@public-affairs.de
Homepage: http://www.blue-responsibility.com


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Quelle:
humannews - for a healthy lifestyle
Pressemitteilung vom 14.12.10
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veröffentlicht im Schattenblick zum 31. Dezember 2010