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ERNÄHRUNG/1090: www.gesundinsleben.de - Was Eltern über Säuglingsernährung wissen wollen (aid)


aid-PresseInfo Nr. 10 vom 9. März 2011

Was Eltern über Säuglingsernährung wissen wollen

aid-Expertenforum analysiert - Ansätze für Fachkräfte


(aid) - Die Geburt eines Babys bringt große Veränderungen und neue Anforderungen mit sich. Viele junge Eltern machen die Erfahrung, dass sich Empfehlungen zur Säuglingsernährung je nach Quelle und Gesprächspartner stark widersprechen. Umso wichtiger ist, dass Beratungskräfte und das medizinische Fachpersonal im Umfeld junger Familien klare und einheitliche Botschaften weitergeben und mit einer Stimme reden. Das Netzwerk "Gesund ins Leben" kümmert sich um die Formulierung einheitlicher und verlässlicher Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung und zur Allergieprävention. Diese Handlungsempfehlungen werden von allen einschlägigen Fachgesellschaften, Institutionen und Verbänden in Deutschland mitgetragen und erarbeitet.

Eine Analyse der Onlineplattform "aid-Expertenforum Säuglings- und Kinderernährung" zeigt, welche Fragen Mütter und Väter besonders bewegen. In diesem Forum können Ratsuchende über das Internet kostenlos Fragen an aid-Experten richten, die ihnen dann individuell Antwort geben. Für die Untersuchung wurden 3 443 Anfragen von Nutzern im Jahre von 2002 bis 2009 gesammelt und in Themenfelder eingeteilt. Über diesen Zeitraum haben rund 2,8 Millionen Besucher die Seite angeklickt. Etwa die Hälfte aller Fragen im Forum bezog sich auf die Ernährung von Säuglingen.

Besonders häufig ging es um das Oberthema Beikost mit über 16 % aller Fragen. Ungewissheit besteht darüber, wann welcher Brei und in welcher Zusammensetzung eingeführt werden soll. Viele Ratsuchende fragen, welche Menge an Fleisch sinnvoll ist, ob Fleischverzicht möglich ist und ab welchem Zeitpunkt Gemüse, Getreide und Milch eingesetzt werden sollen. Auch über die Zutat Öl ranken sich viele Anfragen, inwiefern neben raffinierten auch kalt gepresste Öle gut für das Baby sind. "Wir erleben, dass Eltern zunehmend verunsichert sind - Jahr für Jahr steigen die Anfragen", sagt Oecotrophologin Claudia Thienel, freie Ernährungsberaterin und Expertin im Online-Forum des aid. "Deshalb ist es so wichtig, dass wir mit dem Netzwerk "Gesund ins Leben" Mütter und Väter in ihrer Kompetenz stärken."

Laut Thienel beschäftigen sich Eltern weit häufiger mit der Frage als früher, ob mit ihrem Kind auch wirklich alles in punkto Essen in Ordnung ist. So brennt vielen das Thema Verweigerung der Beikost und Essirritationen unter den Nägeln. "Probleme beim Essen" ist Inhalt von rund 17 Prozent aller Anfragen. Viele sorgen sich auch vermehrt um das Gewicht Ihrer Kinder (16 % aller Fragen des Forums). Zwei Drittel davon drehen sich um das Thema Übergewicht und empfohlene Möglichkeiten zum Abnehmen. Ein weiterer Fragenkomplex umfasst das Thema Milch: "Welche und wie viel Fertigmilch ist für welches Lebensalter geeignet?", "Soll ich HA-Nahrung verwenden?", oder "Wie viel Kuhmilch wird im ersten Lebensjahr empfohlen und wenn ja, welcher Fettgehalt?".

Das Netzwerk "Gesund ins Leben" setzt daran an, das eigene Urteilsvermögen der Eltern zu schärfen und Eltern in ihrer Handlungskompetenz zu festigen. Durch die gemeinsamen Handlungsempfehlungen des Netzwerks für Junge Familien erhalten Multiplikatoren Antworten auf drängende Fragen der Eltern für eine ausgewogene Ernährung und zur Allergieprävention. "Das Ziel des Netzwerks Gesund ins Leben ist, einheitliche Botschaften für die Ernährung der stillenden Mutter und des Säuglings zu erarbeiten, auf die sich junge Eltern verlassen können", sagt Maria Flothkötter, Projektleiterin von "Gesund ins Leben - Netzwerk für Junge Familien".

Einen Auszug aus den Handlungsempfehlungen zur "Säuglingsernährung und zur Ernährung der stillenden Mutter" gibt es zusammengefasst unter
http://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3291

Christine Röger, www.aid.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.gesundinsleben.de


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Quelle:
aid-PresseInfo Nr. 10 vom 9. März 2011
Herausgeber: aid infodienst
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
Heilsbachstraße 16, 53123 Bonn
Telefon: 0228 8499-0
E-Mail: aid@aid.de
Internet: www.aid.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 23. März 2011