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JAZZ/2083: Hamburg - Kulturcafé Komm du | Max Herzog - Flamenco-Gitarre, 11.11.2017


Kulturcafé Komm du - November 2017

Max Herzog | Flamenco-Gitarre

Konzert am Samstag, den 11. November 2017, 20:00 bis 22:00 Uhr im Kulturcafé Komm du



'Komm du'-Veranstaltungsflyer mit einem Foto des Flamenco-Gitarristen Max Herzog - Foto im Flyer: © 2016 by Will Rice Photography, San Diego, CA


Das Komm du lädt ein zu einem Konzert
am Samstag, den 11.11.2017, 20.00 bis 22.00 Uhr:

Max Herzog - Flamenco-Gitarre

Als eine der neuen, authentischen Stimmen der Flamencogitarre hat Max Herzog internationale Anerkennung erlangt. Eingeweihte Zuhörer können Inspirationen von Paco Peña und Vicente Amigo erkennen, aber seine Vielseitigkeit macht ihn zu einem Musiker über die Grenzen dieses Stils hinaus. Nach seinem Studium bei Flamencogitarren-Legende Paco Peña, der weltweiten Veröffentlichung diverser Gitarrenlehrbücher mit der Musik namhafter spanischer Künstler wie Vicente Amigo und Jeronimo Maya, eigenen Lehrvideos und einer langen Karriere im Konzertgeschehen, erschien 2013 das Album "Live in Fresno". Herzog sucht den Dialog mit anderen Genres. In seinen mitreißenden Kompositionen finden sich subtile Jazzeinflüsse und Raum für Improvisation. So gelingt es ihm, die Grenzen des traditionellen Flamenco zu erweitern und die Fans unterschiedlichster Musikstile zu begeistern. Max Herzog lebt in Hamburg.


Das Konzert im Kulturcafé Komm du beginnt um 20.00 Uhr.
Platzreservierungen per Telefon: 040 / 57 22 89 52 oder E-Mail: kommdu@gmx.de

Eintritt frei / Hutspende


Max Herzog mit Gitarre - Foto: © 2016 by Will Rice Photography, San Diego, CA

Der bekannte Flamenco-Gitarrist Max Herzog

Foto: © 2016 by Will Rice Photography - San Diego, CA


Max Herzog

"Flamenco ist die Sprache geworden, die ich spreche", sagt Max Herzog von sich. Innerhalb der Farben der Flamenco-Gitarre sucht er nach Melodien und Figuren, die das ausdrücken, was er vermitteln möchte. Dabei spielt er selten etwas, "bloß weil ich es kann". Es geht ihm vielmehr um das Erleben, sein persönliches wie das des Zuhörers. Stilsicher verbindet Max Herzog in seinem Spiel alte und neue Meister der Flamenco-Gitarre und eigene Kompositionen. Im intensiven Studium bei einigen der größten lebenden Gitarristen und in vielseitiger professioneller Arbeit entwickelte er eine authentische und klare musikalische Sprache, die vor allem in der cordobesischen (Paco Peña, Vicente Amigo) und gaditanischen (Paco de Lucia, Manolo Sanlucar) Schule ihre Vorbilder findet. Dabei sucht er auch den Dialog mit anderen Genres wie dem Jazz und der Klassik.


Weitere Informationen:

Max Herzog - Homepage
http://maxherzog.net/

Max Herzog bei Facebook
https://www.facebook.com/MaxHerzogMusic/


Zum Reinhören und Anschauen:

Max Herzog - Malagueña - Den Haag
https://www.youtube.com/watch?v=PUVGcNCq2Nc

Max Herzog - Bulerías - Den Haag
https://www.youtube.com/watch?v=FRCN525_Nnw

Max Herzog und Rafael Prada Moreno - Alegría Berlin 2015
https://www.youtube.com/watch?v=3gwYb2NGFe8


Max Herzog mit einer seiner Gitarren - Foto: © 2016 by Will Rice Photography - San Diego, CA

Max Herzog hat internationale Anerkennung als eine der neuen, authentischen Stimmen der Flamenco-Gitarre erlangt.
Foto: © 2016 by Will Rice Photography - San Diego, CA


Max Herzog über sich und seine Musik:

"Als ich anfing, mich ernsthaft mit Musik zu beschäftigen, interessierte ich mich zunächst für Rockmusik. So brachte ich mir mit Hilfe eines Freundes Schlagzeug- und Gitarrespielen bei und spielte zuerst Donovan, Jimi Hendrix und später Django Reinhardt und viele andere nach. Gleichzeitig hörte ich mir alles mit Gitarre an, was ich auf Schallplatten finden konnte. Irgendeine Art von Unterricht hatte ich damals noch nicht. Erst als ich achtzehn war, traf ich in Hamburg einen Flamenco-Gitarristen, der mich wenig später unter seine Fittiche nahm. Nach einiger Zeit war mir auch das nicht mehr genug, und ich suchte weiter. So ging ich zum Jazzstudium zuerst nach Amsterdam und später an die Hogeschool voor de Kunsten Arnhem. Erst als sich für mich im Jazz ein erkennbarer Weg abzeichnete, wurde mir klar, dass Jazz nicht meine Sprache ist. Trotzdem glaube ich, dass diese Erfahrung ein wichtiger Bestandteil meines Stils ist. Wenn man sich einer Stilrichtung verschreibt, lebt man diese jeden Tag, man hört die Musik, kennt die Referenzen und ihre Geschichte, man lebt den gesamten Kontext und meidet das Klischee. Das geht auf Dauer nur, wenn kein Zwang dahinter steht, wenn es quasi von selbst geschieht. Dennoch war die Wahl, Jazz zu studieren nicht zufällig. Im Jazz gibt es ein Element, das auch in der Flamenco-Kunst existiert: wenn ich einen fähigen Tänzer begleite, kann eine Art Trance entstehen, aus der heraus alles passieren kann. Auch wenn ein Stück komplett geprobt ist, kann so ein Moment vollkommener Freiheit entstehen.

Im Grunde mache ich nichts Anderes, als es spanische Künstler auch tun. Ich versuche, was in mir vorgeht, auf der Gitarre umzusetzen und in den Flamenco-Kontext einzubetten. Flamenco ist die Sprache geworden, die ich spreche. Mit dem Wissen, das ich über die Jahre aufgebaut habe, suche ich innerhalb der Farben der Flamenco-Gitarre nach Melodien und Figuren, die das ausdrücken, was ich vermitteln möchte. Das sind meist Stimmungen oder Erlebtes. Es gibt zum Glück kein Rezept, wie man besondere Stimmungen oder Erzählungen musikalisch übertragen kann, kein globales Vokabular, daher muss man lange suchen. Vieles verwerfe ich schnell wieder, wenn es rein "gitarristisch" ist zum Beispiel. Ich spiele selten etwas, "bloß weil ich es kann". Vielmehr geht es mir um das Erleben, mein persönliches wie auch das des Zuhörers. Wenn ich komponiere, tue ich dies zunächst, ohne darauf zu achten, wer sich das am Ende anhören soll, es sei denn, es handelt sich um Auftragsarbeit, etwa für einen Film. Wenn ich die Stücke später konzertreif bearbeite, versuche ich meistens das Timing so hinzukriegen, dass der Zuhörer gefesselt bleibt. Im Grunde geht es mir aber vor allem um Freiheit, daher bleibt Improvisation auch ein wichtiger Bestandteil meines musikalischen Konzepts. Live arrangiere ich gern die Stücke so, dass es Raum für freie Improvisationen gibt. Außerdem spielt der Dialog zwischen den Instrumenten eine große Rolle. Jeder, mit dem ich zusammenspiele, hat seine eigene Geschichte zu erzählen, und das inspiriert mich ebenfalls."

"Ich spiele zwei unterschiedliche Flamenco-Gitarren. Eine Pedro de Miguel aus Madrid (Zypresse/ Fichte 2002) und eine Lester DeVoe (Nipomo, USA 2008) Zypresse/ Fichte. Alle diese Gitarren haben einen jeweils sehr eigenen Charakter, vor allem was die Klangfarbe, Dynamik und das Ansprechverhalten angeht. Meine Lester DeVoe reagiert am stärksten auf meine Art zu spielen, aber dadurch erfordert sie auch mehr Disziplin als die anderen beiden Gitarren. Pedro de Miguel dagegen ist ein echtes Arbeitstier und relativ unabhängig vom Klima und der Temperatur."

(Text: © 2014 by Max Herzog)


Blick von außen durch die Bogenfenster in das hell erleuchtete, gemütliche Kulturcafé Komm du mit Gästen - Foto: © 2013 by Schattenblick

Kulturcafé Komm du in der Buxtehuder Str. 13 in Hamburg-Harburg
Foto: © 2013 by Schattenblick

Das Kulturcafé Komm du in Hamburg-Harburg: Kunst trifft Genuss

Hier vereinen sich die Frische der Küche mit dem Feuer der Künstler und einem Hauch von Nostalgie

Das Komm du in Harburg ist vor allem eines: Ein Ort für Kunst und Künstler. Ob Live Musik, Literatur, Theater oder Tanz, aber auch Pantomime oder Puppentheater - hier haben sie ihren Platz. Nicht zu vergessen die Maler, Fotografen und Objektkünstler - ihnen gehören die Wände des Cafés für regelmäßig wechselnde Ausstellungen.

Britta Barthel und Mensen Chu geben mit ihrem Kulturcafé der Kunst eine Bühne und Raum. Mit der eigenen Erfahrung als Künstler und Eindrücken aus einigen Jahren Leben in der Kulturmetropole London im Gepäck, haben sie sich bewusst für den rauen und ungemein liebenswerten Stadtteil Harburg entschieden. Für Künstler und Kulturfreunde, für hungrige und durstige Gäste gibt es im Komm du exzellente Kaffeespezialitäten, täglich wechselnden frischen Mittagstisch, hausgemachten Kuchen, warme Speisen, Salate und viele Leckereien während der Veranstaltungen und vor allem jede Menge Raum und Zeit ...

Das Komm du ist geöffnet von Montag bis Freitag 7:30 bis 17:00 Uhr,
Samstag von 9:00 bis 17:00 Uhr und an Eventabenden open end.

Näheres unter:
http://www.komm-du.de
http://www.facebook.com/KommDu

Kontakt:
Kulturcafé Komm du
Buxtehuder Straße 13
21073 Hamburg
E-Mail: kommdu@gmx.de
Telefon: 040 / 57 22 89 52

Komm du-Eventmanagement
Telefon: 04837/90 26 98
E-Mail: redaktion@schattenblick.de


Das Kulturcafé Komm du lädt ein ...

Die aktuellen Monatsprogramme des Kulturcafé Komm du mit Lesungen, Konzerten, Vorträgen, Kleinkunst, Theater und wechselnden Ausstellungen finden Sie im Schattenblick unter:
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Quelle:
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veröffentlicht im Schattenblick zum 7. Oktober 2017

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