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BAYERN/9133: Regionalnachrichten - BR Text 08.11.2019


BR Text vom 08.11.2019 - Nachrichten Bayern


+++ Verfassungsklage wegen "Containern" +++ Zugspitze: mehr Geld für Klimaforschung +++ Verkehrskonzept für Flughafen Salzburg +++ Frau soll Stiefsohn getötet haben +++ Rückruf wegen Käse in Geflügelwurst +++ Rückruf von Milch und Kakao +++ Stoiber in Ungarn geehrt +++ Karl- Valentin-Orden für Söder +++ Christbaum für München abgebrochen +++ Bayern gewinnt fast halbe Mio. Menschen +++ Ende Krug, alles Krug! +++ 5 Bayern Kurzmeldungen +++

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Verfassungsklage wegen "Containern"

Die wegen "Containern" verurteilten
zwei bayerischen Studentinnen haben
beim Bundesverfassungsgericht in Karls-
ruhe Beschwerde eingereicht.

Die jungen Frauen hatten nachts in
Olching/Lkr. Fürstenfeldbruck Obst, Ge-
müse und Joghurt aus dem Müll eines
Supermarktes gefischt und waren deshalb
wegen Diebstahls zu Sozialstunden ver-
urteilt worden. Außerdem bekamen sie
eine Geldstrafe auf Bewährung.

Die Studentinnen, die sich gegen Le-
bensmittelverschwendung einsetzen, se-
hen sich zu Unrecht verurteilt.

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Zugspitze: mehr Geld für Klimaforschung

Deutschlands höchste Umweltforschungs-
station, das Schneefernerhaus auf der
Zugspitze, soll erweitert werden.

Sie solle zu einem "internationalen
Klimathermometer" ausgebaut werden,
kündigte Umweltminister Glauber/FW an-
lässlich des 20-jährigen Bestehens der
Station an. Man müsse den Klimawandel
verstehen, um die richtigen Maßnahmen
ergreifen zu können, so Glauber.

Seit 2005 förderte die Staatsregierung
die Forschungsstation mit gut zehn Mil-
lionen Euro. Im Doppeletat 2019/2020
sind laut Glauber weitere 3,3 Mio. Euro
vorgesehen.

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Verkehrskonzept für Flughafen Salzburg

Ein Verkehrskonzept soll die Bürger in
Freilassing und Salzburg ab kommendem
Frühjahr schrittweise vom Fluglärm des
Airports Salzburg entlasten.

Das ist nach den Worten des Freilas-
singer Bürgermeisters Flatscher/CSU das
Ergebnis der jüngsten Sitzung der Flug-
lärmkommission, an der auch Vertreter
der Verkehrsministerien von Deutschland
und Österreich teilnahmen.

Flatscher äußerte die Hoffnung, dass
sich v.a. die Starts und Landungen in
den Randzeiten (6.00-7.00 sowie 21.00-
23.00 Uhr) reduzieren ließen. Zudem
müssten die Flugzeuge leiser werden.

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Frau soll Stiefsohn getötet haben

Wegen mutmaßlicher Tötung ihres Stief-
sohns hat ein Ermittlungsrichter in der
Oberpfalz Haftbefehl gegen eine Frau
aus Eschenbach erlassen.

Der 25-Jährigen wird vorgeworfen, den
vierjährigen Buben getötet zu haben.
Die Tat wurde nach Angaben der Polizei
bereits am Montag gemeldet. Ein Ret-
tungsdienst habe vergeblich versucht,
das Kind wiederzubeleben. Die rechts-
medizinische Untersuchung habe ergeben,
dass das Kind durch Gewalteinwirkung
gestorben sei, so die Polizei weiter.

Der Vater des Kindes sei in der mutmaß-
lichen Tatnacht nicht zu Hause gewesen.

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Rückruf wegen Käse in Geflügelwurst

Der Wursthersteller Höhenrainer Delika-
tessen ruft in Oberbayern und Berlin
verkaufte Geflügelwiener zurück.

In den Packungen könnten auch Käse-
Geflügelwiener enthalten sein, teilte
das Unternehmen mit. Für Menschen mit
einer Allergie oder Unverträglichkeit
sei dies ein Gesundheitsrisiko.

Betroffen sind demnach "Geflügelwiener
2. Wahl" in Packungen von 16 Stück zu
je 60 g mit den Mindesthaltbarkeitsda-
ten 7.,8.,11.,12. und 13. November. Sie
wurden z.B. im V-Markt in der Münchner
Balanstraße sowie im Höver Fleischwa-
renvertrieb Großhöhenrain verkauft.

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Rückruf von Milch und Kakao

Die Freisinger Molkerei Weihenstephan
ruft bundesweit Milch und Kakao zurück.

Ein Produktionsfehler könne zum vorzei-
tigen Verderb der jeweiligen Chargen
führen, teilte das Unternehmen mit.

Betroffen sind demnach die Ein-Liter-
Tetrapacks von "Weihenstephan H-Milch
3,5%" mit Mindesthaltbarkeitsdatum 8.
Januar 2020 sowie von "Weihenstephan H-
Kakao" mit Mindesthaltbarkeitsdatum 19.
Februar 2020. Sollte das Produkt früh-
zeitig verderben, sei dies optisch und
über den Geruch deutlich erkennbar, er-
klärte die Molkerei.

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Stoiber in Ungarn geehrt

Der frühere Ministerpräsident und CSU-
Chef Stoiber hat das Großkreuz des Ver-
dienstordens Ungarns erhalten.

Staatspräsident Ader verlieh Stoiber
die hohe Auszeichnung im Beisein von
Premier Orban in Budapest. Der Orden
sei ihm "für seine herausragende Rolle
bei der Pflege der politischen Bezie-
hungen zwischen Ungarn und Bayern" zu-
erkannt worden, hieß es in einem Präsi-
dentenerlass dazu.

In seiner Dankesrede sagte Stoiber, er
erinnere sich daran,in welch engem Aus-
tausch er vor 30 Jahren mit den damali-
gen Führern in Ungarn gestanden habe.

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Karl-Valentin-Orden für Söder

Ministerpräsident Söder/CSU erhält 2020
den Karl-Valentin-Orden.

Die Münchner Faschingsgesellschaft
Narrhalla nominierte den CSU-Chef zu
ihrem 50. Ordensträger. Auch wenn es
den meisten Politikern nicht in die
Wiege gelegt worden sei, humorvoll zu
sein, sei das bei Markus Söder anders,
hieß es. Die Verleihung ist am 1. Fe-
bruar im Deutschen Theater vorgesehen.

Der Karl-Valentin-Orden erinnert an den
legendären Humoristen (1882-1948) und
wird seit 1973 vergeben. Ordensträger
sind u.a. Hape Kerkeling, Senta Berger,
Helmut Dietl und Loriot.

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Christbaum für München abgebrochen

Der für den Münchner Christkindlmarkt
vorgesehene Christbaum ist beim Ab-
transport im niederbayerischen Mauth
abgebrochen.

Die Panne passierte am Vormittag, als
der etwa fünfeinhalb Tonnen schwere
Baum mit Hilfe eines Krans und eines
Lkw zum Abtransport fertiggemacht wer-
den sollte. Dabei brach die Spitze auf
einer Länge von etwa sechs Metern ab.

Die Behörden vor Ort wollen nun einen
anderen Baum für München aussuchen. Er
soll am kommenden Dienstag auf dem
Christkindlmarkt aufgestellt werden.

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Bayern gewinnt fast halbe Mio. Menschen

Seit der Wende verzeichnet Bayern einen
Zuwanderungsgewinn von 475.000 Menschen
aus den neuen Bundesländern.

Wie das Landesamt für Statistik weiter
mitteilte, zogen in den 30 Jahren seit
dem Mauerfall 1989 knapp 970.000 Men-
schen aus den fünf neuen Bundesländern
in den Freistaat. Umgekehrt seien in
diesem Zeitraum etwa 494.000 Menschen
aus Bayern in den Osten gewechselt.

Seit 2016 ziehen laut den Statistikern
mehr Menschen aus Bayern in die Ostlän-
der als umgekehrt. Zur Begründung ver-
weisen sie auf die auch in Ostdeutsch-
land gesunkene Arbeitslosenquote.

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Ende Krug, alles Krug!

Ein skurriler Rechtsstreit um einen
Flohmarkt-Krug hat vor dem Landgericht
München ein gütliches Ende gefunden.

Ein Mann aus Bad Tölz hatte den Krug
mit Zinndeckel für fünf Euro auf einem
Flohmarkt erstanden und wollte ihn für
1.000 Euro über das Internet weiter-
verkaufen. Ein Abnehmer aus Jülich/NRW
ging darauf ein. Doch dann wollte der
Verkäufer das Stück nicht mehr abgeben.
Er hatte erkannt, dass es sich um eine
Antiquität handelte, Wert: 10.000 Euro!

Am Ende einigten sich beide Parteien
einvernehmlich vor Gericht: Der Krug
ging für 4.000 Euro nach Jülich.

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5 BAYERN KURZMELDUNGEN

Ansbach: Nach der Explosion eines Rei-
henhauses in Ansbach hat die Polizei
einen Toten identifiziert. Es handelt
sich um einen 58-jährigen Bewohner und
Miteigentümer des Hauses. Die Ermittler
gehen davon aus,dass der 58-Jährige die
Explosion vorsätzlich durch ein Benzin-
Gas-Gemisch verursachte. Das Motiv war
zunächst unklar. Das Haus sollte nächs-
ten Dienstag zwangsversteigert werden.
Zwei Feuerwehrleute wurden verletzt.

Hollfeld: Bei einem Feuer in einem
Mehrfamilienhaus in Hollfeld/Lkr. Bay-
reuth sind 19 Menschen verletzt worden.
Die Feuerwehr musste mehrere Bewohner
mit einer Drehleiter aus dem Gebäude
retten. Das Haus ist vorerst unbewohn-
bar, die Brandursache ist noch unklar.

Pocking: An einem unbeschrankten Bahn-
übergang bei Pocking/Lkr. Passau ist am
Morgen ein Auto von einem Zug erfasst
worden. Der 33-jährige Fahrer kam nach
Angaben der Polizei mit leichten Ver-
letzungen davon. Der Lokführer des Re-
gionalzugs blieb unverletzt. Passagiere
waren zu dem Zeitpunkt nicht an Bord.
Am Pkw entstand Totalschaden in Höhe
von rund 15.000 Euro. Der Zug wurde
ebenfalls beschädigt, konnte aber nach
Freigabe der Strecke noch weiterfahren.

Schwebheim: Beim Abladen von Futtersä-
cken ist ein 56-jähriger Lkw-Fahrer von
der Ladefläche gefallen und mit dem
Kopf auf dem Boden aufgeschlagen. Laut
Polizei starb der Mann trotz Wiederbe-
lebungsversuchen noch am Unfallort.

Bamberg: Nach dem Brand einer Fabrik-
halle im Produktionsbereich Galvanik
beim Autozulieferer Bosch in Bamberg
ist das stark beschädigte Gebäude teil-
weise einsturzgefährdet. Die Halle darf
laut Polizei nicht betreten werden. Es
gebe Zweifel an der Statik. Es müsse
geklärt werden, ob die Betonträger des
Daches hielten. Ob es zu Produktions-
ausfällen kommt, ist laut einer Bosch-
Sprecherin noch nicht abzusehen.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
Floriansmühlstr. 60, 80939 München
E-Mail: bayerntext@br-online.de
Internet: www.bayerntext.de
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