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KULTUR/8917: Nachrichten - BR Text 16.03.2019


BR Text vom 16.03.2019 - Nachrichten Kultur/Medien


+++ Aktionskünstler Nitsch in Ingolstadt +++ Deutscher Journalist Six wieder frei +++ Preis für Produzent Stefan Arndt +++ Deutscher FernsehKrimi-Preis an "Rufmord" +++ US-Lyriker W.S. Merwin ist tot +++ Mexikanischer Journalist Santiago Barroso mit drei Schüssen getötet +++

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Aktionskünstler Nitsch in Ingolstadt

Das Gesamtwerk des Wiener Aktionskünst-
lers Hermann Nitsch ist bis zum 23.
Juni in Ingolstadt zu sehen.

Zur Eröffnung werde am Abend der Künst-
ler persönlich erwartet, teilte das
Lechner-Museum mit. Der 80-Jährige
gilt als einer der prominentesten Akti-
onskünstler weltweit.

Nitsch nutzt bei seinen Werken auch
Blut und Teile geschlachteter Tiere. Er
ist besonders für die sogenannten
Schüttbilder bekannt, die durch das
Hinschütten von Farbe auf die Leinwand
entstehen. Seine Werke sind in zahlrei-
chen großen Museen zu sehen.

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Deutscher Journalist Six wieder frei

Der deutsche Journalist Billy Six ist
nach vier Monaten aus venezolanischer
Haft freigekommen.

Der 32-Jährige müsse sich aber alle
zwei Wochen bei der Justiz melden,
teilte die Organisation Espacio Publico
mit, die sich für die Pressefreiheit
einsetzt.

Der freie Mitarbeiter der rechtskonser-
vativen Publikationen "Junge Freiheit"
und "Deutschland-Magazin" war am 17.
November inhaftiert worden. Nach Anga-
ben von Reporter ohne Grenzen wurden
ihm Spionage, Rebellion und das Verlet-
zen von Sicherheitszonen vorgeworfen.

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Preis für Produzent Stefan Arndt

Der Filmproduzent Stefan Arndt ist in
Laupheim (Baden-Württemberg) mit dem
Carl-Laemmle-Produzentenpreis für sein
Lebenswerk ausgezeichnet worden.

Der gebürtige Münchner realisierte u.a.
die Filme "Lola rennt", "Good Bye,
Lenin!" und "Das weiße Band". Arndt ist
auch Mit-Produzent von "Babylon Berlin"

Der mit 40.000 Euro dotierte Preis wur-
de von der Allianz Deutscher Produzen-
ten zum dritten Mal verliehen. Die
Auszeichnung sei extrem wichtig, sagte
der 57-jährige Arndt, denn in Deutsch-
land gebe es sonst keine Würdigung für
einen Filmproduzenten.

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KULTUR/MEDIEN KURZMELDUNGEN

Wiesbaden: Der Deutsche FernsehKrimi-
Preis geht in diesem Jahr an "Rufmord",
eine Koproduktion von ZDF und Arte. Er
wurde in Wiesbaden verliehen. In ihrer
Begründung lobte die Jury, der in dem
Cybermobbingdrama dargestellte Mikro-
kosmos sei "ein Abbild unserer Gesell-
schaft, die ausgeübte digitale Gewalt
letztlich nur eine Variation archai-
scher Rachemotive".

Honolulu: Der preisgekrönte US-Lyriker
W.S. Merwin ist tot. Er starb in seinem
Haus auf der hawaiianischen Insel Maui,
wie sein Verlag Copper Canyon Press
mitteilte. Merwin, der unter anderem
den Pulitzer-Preis für Dichtung gewann,
wurde 91 Jahre alt.

San Luis Rio Colorado: Der mexikani-
sche Journalist Santiago Barroso ist in
seinem Haus im nördlichen Bundesstaat
Sonora mit drei Schüssen getötet wor-
den. Die Hintergründe sind unklar, der
oder die Täter flüchteten. Der 47-Jäh-
rige hatte für verschiedene Medien in
der Grenzregion zu den USA gearbeitet.
Barroso ist nun mindestens der dritte
getötete Journalist in diesem Jahr in
Mexiko. 2018 wurden mindestens elf Me-
dienschaffende in dem Land getötet.

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Quelle:
BR Text
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