Schattenblick → INFOPOOL → NACHRICHTEN → BR TEXT


POLITIK/8394: Nachrichten - BR Text 06.10.2017


BR Text vom 06.10.2017 - Nachrichten tagesschau - Übernahme ARD-Text


+++ Zugausfälle nach Sturm "Xavier" +++ Friedensnobelpreis 2017 für ICAN +++ Gratulation für Preisträger ICAN +++ Katalonien: Parlament will tagen +++ Spanien entschuldigt sich +++ UN: Viele tote Kinder in Kriegen +++ Dauerfeuer-Vorrichtung vor Aus? +++ "Nate": 22 Tote in Zentralamerika +++ Revision gegen Mauss-Urteil +++ Seehofer zu Rücktrittsforderung +++ Peter will Grünen-Chefin bleiben +++ Niedersachsen: CDU & SPD gleichauf +++

*

Zugausfälle nach Sturm "Xavier"

Nach Sturmtief "Xavier" kommt es im
Bahn-Fernverkehr vor allem im Norden
und Nordosten weiter zu vielen Zugaus-
fällen und Verspätungen.

Den Fernverkehr von Berlin-Leipzig und
weiter nach München nahm die Bahn der-
weil wieder auf. Die Strecken Berlin-
Hamburg und Berlin-Hannover bleiben
weiter gesperrt.

Als Reaktion auf die Ausfälle hat die
Bahn die Gültigkeit ihrer Fahrscheine
verlängert. Alle Tickets für betroffene
Verbindungen können bis 15. Oktober ge-
nutzt werden - auch die mit Zugbindung.

*

Friedensnobelpreis 2017 für ICAN

Der Friedensnobelpreis 2017 geht an die
internationale Kampagne zur atomaren
Abrüstung (ICAN). Das gab das norwegi-
sche Nobelkomitee bekannt.

Die Organisation werde für "ihre bahn-
brechenden Bemühungen" gewürdigt, ein
Verbot nuklearer Waffen zu erreichen,
sagte die Komitee-Vorsitzende Reiss-An-
derson. Die Jury hatte sich unter 318
Anwärtern entscheiden müssen. Der Preis
ist mit neun Millionen schwedischen
Kronen (etwa 945.000 Euro) dotiert.

2016 wurde der kolumbianische Präsident
Santos ausgezeichnet.

*

Gratulation für Preisträger ICAN

Die EU-Außenbeauftragte Mogherini hat
den Friedensnobelpreis an die Interna-
tionale Kampagne für die Abschaffung
von Atomwaffen (ICAN) als starkes Zei-
chen für die Abrüstung gewürdigt.

Die Bundesregierung gratulierte der
ICAN. Deutschland setze aber weiter auf
nukleare Abschreckung, solange es von
nuklearen Waffen bedroht sei.

Ein Kremlsprecher erklärte, Moskau re-
spektiere die Entscheidung. Präsident
Putin habe aber mehrfach betont, wie
wichtig ein atomares Gleichgewicht für
die internationale Sicherheit sei.

*

Katalonien: Parlament will tagen

Der katalanische Regionalpräsident Pu-
igdemont will sich statt am Montag nun
erst am Dienstag vor dem Regionalparla-
ment über die Folgen des Unabhängig-
keitsreferendums äußern.

Vor den Abgeordneten will Puigdemont
das Endergebnis des Referendums vom
vergangenen Sonntag präsentieren. Das
Regionalparlament könnte anschließend
die Unabhängigkeit Kataloniens ausrufen

Das spanische Verfassungsgericht hatte
die für Montag geplante Sitzung des Re-
gionalparlaments untersagt.Noch ist un-
klar, ob sie trotzdem stattfinden soll.

*

Spanien entschuldigt sich

Die spanische Zentralregierung hat sich
für die Verletzten durch Polizeigewalt
während des Unabhängigkeitsreferendums
in Katalonien entschuldigt.

Zudem verabschiedete das spanische Ka-
binett einen Erlass, der Unternehmen in
Katalonien die Verlegung ihres juristi-
schen Sitzes in andere Regionen des
Landes erleichtert.

Die spanische Bank Sabadell hatte ange-
kündigt, ihren Sitz vom katalanischen
Sabadell nach Alicante zu verlegen. Die
Caixabank will laut Medienberichten
ebenfalls Katalonien verlassen.

*

UN: Viele tote Kinder in Kriegen

2016 sind nach einem UN-Bericht mehr
als 8000 Kinder in bewaffneten Konflik-
ten getötet oder verstümmelt worden.

Das sei nicht zu akzeptieren, sagte UN-
Generalsekretär Guterres bei der Vorla-
ge eines entsprechenden Berichts.
Allein in Afghanistan waren es 3512
Kinder - fast ein Viertel mehr als 2015

Im Anhang des UN-Dokuments werden die
Verantwortlichen der Taten genannt.
Darunter ist auch erstmals Saudi-Arabi-
en, das die Militärkoalition anführt,
die im Jemen die Regierung im Kampf ge-
gen die Huthi-Rebellen unterstützt.

*

Dauerfeuer-Vorrichtung vor Aus?

Nach dem tödlichen Angriff von Las Ve-
gas mit 58 Toten und Hunderten Verletz-
ten wird in den USA über mögliche Ände-
rungen beim Waffenrecht nachgedacht.

US-Präsident Trump sagte, man sei offen
für ein Verbot von Geräten zur Umrüs-
tung halbautomatischer auf vollautoma-
tische Waffen. Die Waffenlobby-Organi-
sation NRA signalisierte, dass sie sich
einem solchen Schritt nicht entgegen-
stellen würde.

Unter den 50 sichergestellten Schuss-
waffen des Attentäters befanden sich
zwölf mit der Vorrichtung.

*

"Nate": 22 Tote in Zentralamerika

In Zentralamerika hat der Tropensturm
"Nate" mindestens 22 Menschen in den
Tod gerissen.

Allein in Nicaragua gab es 15 Opfer,
unter anderem durch Überschwemmungen
und Erdrutsche. Für das gesamte Land
gilt eine Katastrophenwarnung, alle
Schulen sind geschlossen. Betroffen wa-
ren auch Costa Rica und Honduras.

Der Sturm "Nate" hat sich in den ver-
gangenen Stunden weiter verstärkt und
wird inzwischen als Hurrikan einge-
stuft. Er könnte am Wochenende auf Me-
xiko und die US-Golfküste treffen.

*

Revision gegen Mauss-Urteil

Staatsanwaltschaft und Verteidigung ha-
ben Revision gegen das Urteil gegen den
Ex-Geheimagenten Mauss eingelegt.

Mauss war wegen Steuerhinterziehung zu
zwei Jahren Haft auf Bewährung verur-
teilt worden. Die Anklage hatte sechs
Jahre und drei Monate Haft beantragt,
die Verteidigung einen Freispruch.

Laut Urteil versteckte Mauss unter ei-
nem Decknamen rund 35 Mio. Euro Zins-
einnahmen vor den Steuerbehörden. Mauss
behauptet, dass ihm das unter Decknamen
angelegte Vermögen gar nicht zugerech-
net werden kann.

*

Seehofer zu Rücktrittsforderung

CSU-Chef Seehofer hat die Rücktritts-
forderung von Parteivize Gauweiler als
belanglos zurückgewiesen. Dazu bedürfe
es keines Kommentars.

Gauweiler hatte zuvor die CSU aufgefor-
dert, noch vor dem Eintritt in Koaliti-
onsverhandlungen die Führungsfrage zu
klären. "Horst, es ist Zeit", sagte er
der "Süddeutschen Zeitung" unter Ver-
weis auf ein Rilke-Gedicht.

CSU-Generalsekretär Scheuer warf Gau-
weiler daraufhin vor, eine "vorsätzli-
che Schwächung seiner Partei" zu be-
treiben.

*

Peter will Grünen-Chefin bleiben

Die Parteivorsitzende der Grünen, Pe-
ter, will sich nach Angaben des ARD-
Hauptstadtstudios wiederwählen lassen.

Peter sagte via Twitter, sie stehe wei-
ter bereit, als Parteivorsitzende Poli-
tik zu gestalten, die den Anspruch ha-
be, Soziales und Ökologisches zu ver-
binden und Europa sowie die Flücht-
lingspolitik voranzubringen.

Ihr Co-Vorsitzender Özdemir hatte be-
reits vor Monaten angekündigt, sich un-
abhängig vom Wahlausgang kein weiteres
Mal um den Parteivorsitz zu bewerben.

*

Niedersachsen: CDU & SPD gleichauf

Zehn Tage vor der Landtagswahl liefern
sich CDU und SPD in der letzten ARD-Um-
rage vor der Wahl ein Kopf-an-Kopf-Ren-
nen.

Beide Parteien erreichen im Niedersach-
senTrend einen Stimmenanteil von 34
Prozent. Damit verliert die CDU gegen-
über der Vorwoche einen Punkt, während
der SPD-Wähleranteil unverändert ist.

Das Rennen um den dritten Platz ist of-
fen: Die Grünen kommen auf 8,5 Prozent.
FDP und AfD liegen gleichauf bei acht
Prozent. Die Linkspartei erreicht in
der Umfrage 4,5 Prozent.

*

Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
Floriansmühlstr. 60, 80939 München
E-Mail: bayerntext@br-online.de
Internet: www.bayerntext.de
Das BR Text-Programmschema erhalten Sie
per Fax-Abruf: 089/38 06-77 03

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang