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POLITIK/8760: Nachrichten - BR Text 13.10.2018


BR Text vom 13.10.2018 - Nachrichten tagesschau - Übernahme ARD-Text


+++ Berlin: Großdemo gegen Rechtsruck +++ Schäuble sieht Merkel geschwächt +++ Pastor Brunson auf Weg in die USA +++ Appell von IWF-Direktorin Lagarde +++ ICE-Brand: Ursache geklärt +++ Thüringen: Höcke Spitzenkandidat +++ Überschwemmungen auf Sumatra +++ 16 Tote nach Hurrikan "Michael" +++ Anschlag in Afghanistan +++

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Berlin: Großdemo gegen Rechtsruck

Nach Veranstalterangaben haben 242.000
Menschen in Berlin gegen einen Rechts-
ruck und für eine offene und solidari-
sche Gesellschaftdemonstrieren. Zur
Kundgebung aufgerufen hatte das Bündnis
"Unteilbar". Die Polizei machte keine
eigenen Angaben zur Teilnehmerzahl.

Die Demo richtet sich u.a. gegen rechte
Hetze und Diskriminierung. Außenminis-
ter Maas hatte den Aufruf zur Kundge-
bung ein "großartiges Signal" genannt.

Bei "Unteilbar" handelt es sich um ein
breites Bündnis aus Tausenden Vereinen,
Verbänden und Organisationen.

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Schäuble sieht Merkel geschwächt

Laut Bundestagspräsident Schäuble ist
Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel
"nicht mehr so unbestritten" wie in den
vergangenen Legislaturperioden.

Eine Wiederwahl Merkels als Parteiche-
fin halte er dennoch für wahrschein-
lich, sagte Schäuble im SWR-"Interview
der Woche". Doch könnten die bevorste-
henden Landtagswahlen in Bayern und
Hessen "größere Veränderungen" bringen.

Von der Wahl morgen in Bayern erwartet
er ein Ergebnis, das "in den Parteien
entsprechende Diskussionen und Erschüt-
terungen mit sich bringen" werde.

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Pastor Brunson auf Weg in die USA

Der in der Türkei freigelassene Pastor
Brunson ist auf dem Weg in die USA. Bei
einem Zwischenstopp in Deutschland wur-
de er auf dem US-Luftwaffenstützpunkt
in Ramstein vom US-Botschafter, Gren-
ell, begrüßt.

Präsident Trump will Brunson noch heute
im Weißen Haus empfangen. Die türkische
Justiz hatte Brunson gestern die Aus-
reise erlaubt und eine dreijährige
Haftstrafe wegen Spionage und Terrorun-
terstützung für abgegolten erklärt.

Der Prozess hatte das Verhältnis beider
Länder stark belastet.

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Appell von IWF-Direktorin Lagarde

Mit einem Appell für internationale Zu-
sammenarbeit unter einem gemeinsamen
Regelwerk hat IWF-Chefin Lagarde die
Jahrestagung von Internationalem Wäh-
rungsfonds und Weltbank auf Bali been-
det.

"Lasst uns kooperieren, soviel wir kön-
nen", sagte sie. "Gemeinsam sind wir
stärker." Zugleich warnte sie vor Risi-
ken für das Wirtschaftswachstum durch
Handelskonflikte und politische Span-
nungen.

Beherrschendes Thema der Tagung war der
Handelskrieg zwischen den USA und China

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ICE-Brand: Ursache geklärt

Die Ursache für den Brand in einem ICE
auf der Strecke Köln-Frankfurt ist ge-
klärt. Wie die Bundespolizei mitteilte,
löste ein technischer Defekt das Feuer
aus. Eine Fremdeinwirkung werde ausge-
schlossen. Weitere Details seien aber
unklar, die Ermittlungen dauerten an.

Der Brand war am Freitagmorgen ausge-
brochen. Die rund 500 Passagiere ver-
ließen den Zug nach einem Nothalt, meh-
rere Personen wurden leicht verletzt.

Die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main
bleibt noch bis mindestens Sonntagabend
gesperrt.

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Thüringen: Höcke Spitzenkandidat

Die Thüringer AfD hat ihren Landesspre-
cher Höcke zum Spitzenkandidaten für
die Landtagswahl 2019 gekürt. Beim Par-
teitag stimmten 84,4 Prozent für ihn.

Beim der Wahl 2014 wurde die AfD auf
Anhieb mit 10,6 Prozent zur viert-
stärksten Kraft im Erfurter Landtag.

Höcke gilt als Rechtsaußen seiner Par-
tei. Nach einer Rede, bei der er offen-
bar in Anspielung auf das Holocaust-
mahnmal von einem "Denkmal der Schande"
gesprochen hatte, wurde ein Ausschluss-
verfahren gegen ihn angestrengt. Der
Antrag wurde jedoch abgelehnt.

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Überschwemmungen auf Sumatra

Bei schweren Überschwemmungen und Erd-
rutschen auf der indonesischen Insel
Sumatra sind mindestens 22 Menschen ums
Leben gekommen. Zahlreiche weitere Men-
schen werden nach Angaben der Behörden
noch vermisst.

Starke Regenfälle hatten seit Mittwoch
Überschwemmungen und Erdrutsche in meh-
reren Bezirken ausgelöst.

Unter anderem seien elf Schüler eines
muslimischen Internats gestorben, teil-
ten die Behörden mit. Sie seien von ei-
nem Gebäude getroffen worden, das von
den Wassermassen zerstört worden war.

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16 Tote nach Hurrikan "Michael"

In den USA ist nach dem Hurrikan "Mi-
chael" die Zahl der Todesopfer auf min-
destens 16 gestiegen.

Die Behörden im Bundesstaat Florida
meldeten drei weitere Tote, nachdem be-
reits vier Todesopfer bestätigt worden
waren. In Virginia kamen fünf Menschen
ums Leben, in North Carolina drei und
in Georgia eine Person. Es wird mit
weiteren Todesopfern gerechnet.

Der Hurrikan war am Mittwoch in Florida
auf Land getroffen. Derzeit suchen 1700
Rettungskräfte in den Trümmern zerstör-
ter Häuser nach Überlebenden.

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Afghanistan: 13 Tote bei Anschlag

Bei einem Anschlag auf eine Wahlkundge-
bung in Afghanistan sind laut Polizei
mindestens 13 Menschen getötet worden.
Mehr als 30 weitere seien verletzt wor-
den, als in der Provinz Tachar eine
Bombe auf einem Motorrad explodierte.

Zu dem Attentat bekannte sich zunächst
niemand. In der Gegend sind die radi-
kalislamischen Taliban aktiv, die schon
mehrere Anschläge verübt haben.

In Afghanistan wird am 20. Oktober ein
neues Parlament gewählt. Es war der
dritte Anschlag auf eine Wahlkampfver-
anstaltung in den vergangenen Tagen.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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