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WIRTSCHAFT/8437: Nachrichten - BR Text 14.11.2017


BR Text vom 14.11.2017 - Nachrichten Wirtschaft


+++ Deutsche Wirtschaft legt 0,8 % zu +++ Ledvance: Runder Tisch in Augsburg +++ Mehr Schutz beim Online-Shopping +++ ADAC: Standortverlagerung möglich +++ Infineon legt zu +++ Sturmschäden ruinieren Bahn-Quote +++ Bayerns Bauwirtschaft ausgelastet wie noch nie +++

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Deutsche Wirtschaft legt 0,8 % zu

Beflügelt vom Außenhandel und von stei-
genden Investitionen vieler Unternehmen
hat die deutsche Wirtschaft ihr Wachs-
tumstempo im dritten Quartal erhöht.

Das Bruttoinlandsprodukt/BIP stieg um
0,8 % gegenüber dem Vorquartal, wie das
Statistische Bundesamt mitteilte. Im
zweiten Vierteljahr war die deutsche
Wirtschaft noch um 0,6 % gewachsen. Zum
Jahresbeginn legte das BIP nach korri-
gierten Zahlen sogar um 0,9 % zu.

Impulse kamen in den Sommermonaten Juli
bis September den Angaben zufolge u.a.
vom internationalen Handel, der von der
Erholung der Weltwirtschaft profitierte.

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Ledvance: Runder Tisch in Augsburg

Die Stadt Augsburg will mit Vertretern
des Konzerns Ledvance nach Alternativen
zur geplanten Werksschließung suchen.

In der nächsten Woche wolle man sich
deshalb treffen, hieß es nach einem
Runden Tisch mit Vertretern der Stadt-
spitze, der Wirtschaft und der Gewerk-
schaft IG Metall. Basis dafür könnten
u.a. die Konzepte sein, die vor Jahren
bereits von Innovationszirkeln mit Mit-
arbeitern entstanden seien. Ziel sei,
die 650 Arbeitsplätze zu erhalten.

Der Leuchtmittelhersteller hatte am
Montag bestätigt, das Augsburger Werk
Ende 2018 schließen zu wollen.

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Mehr Schutz beim Online-Shopping

Verbraucher sollen in der EU künftig
besser vor Betrug beim Einkauf im In-
ternet geschützt werden.

Das EU-Parlament in Straßburg stimmte
mehrheitlich einem entsprechenden Ge-
setz zu. Demnach bekommen nationale Be-
hörden bessere Mittel, um Verstöße ge-
gen Verbraucherschutzgesetze aufzude-
cken. Dazu gehören anonyme Testkäufe
oder Warnungen vor rechtswidrigen Prak-
tiken wie hinter Lockangeboten ver-
steckte Abos. Zudem soll es ein Warn-
system vor verdächtigen Firmen geben.

Die EU-Mitgliedstaaten haben dem Gesetz
informell bereits zugestimmt.

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ADAC: Standortverlagerung möglich

Bei den derzeit laufenden Verhandlungen
über einen Sozialplan beim ADAC steht
auch ein Umzug eines Teils der Münchner
Hauptverwaltung im Raum.

Unternehmenssprecher Garrels sagte dem
BR, mit dem Betriebsrat werde über eine
Verlegung des ADAC-Mitgliedsservices an
einen anderen Standort verhandelt. Die
Gewerkschaft Verdi geht von bis zu 170
betroffenen Arbeitsplätzen aus. Konkre-
te Orte nannte Garrels nicht.

Der ADAC hatte schon vor Wochen ange-
kündigt, bis 2020 bis zu 400 Stellen in
der Münchner Hauptverwaltung abbauen zu
wollen.

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Infineon legt zu

Infineon profitiert stark von der guten
Nachfrage nach Chips für die Automobil-
industrie.

Der Chipkonzern legte im Ende September
zu Ende gegangenen Geschäftsjahr
2016/17 bei Umsatz und Gewinn deutlich
zu. Im vierten Quartal bremste jedoch
der schwächere Dollar den Konzern und
verhinderte ein noch besseres Ergebnis.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der
Umsatz um 9 % auf knapp 7,1 Mrd. Euro,
wie das Unternehmen mitteilte. Das ope-
rative Ergebnis wuchs um fast ein Vier-
tel auf 1,2 Mrd. Euro, der Gewinn stieg
von 744 auf 790 Millionen Euro.

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Sturmschäden ruinieren Bahn-Quote

Die Fernzüge der Deutschen Bahn haben
im Oktober so viele Verspätungen einge-
fahren wie in keinem anderen Monat
dieses Jahres.

Mehr als jeder vierte ICE oder IC kam
zu spät ans Ziel. Der Pünktlichkeits-
wert sank auf 74,3 Prozent nach 78,9 %
im September, wie aus der jüngsten
Statistik der Bahn hervorgeht.

Als Grund nannte die Bahn die Folgen
der Herbststürme "Xavier" und "Her-
wart". Hunderte umgefallene Bäume und
Äste führten dazu, dass auf mehr als
1.000 Kilometern des Schienennetzes
Strecken blockiert waren.

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WIRTSCHAFT KURZMELDUNGEN

München: Bayerns Bauwirtschaft ist der-
zeit ausgelastet wie noch nie. Die Auf-
tragsbücher der Ausbaubetriebe sind
laut Konjunkturumfrage der Landesver-
einigung im Schnitt für die nächsten
zweieinhalb Monate gefüllt. Dies be-
treffe u.a. Elektriker, Maler, Hei-
zungsbauer und Sanitärinstallateure.
Über acht von zehn Betrieben bezeichnen
ihre Lage als "gut bis einzigartig".

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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