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WIRTSCHAFT/8618: Nachrichten - BR Text 17.05.2018


BR Text vom 17.05.2018 - Nachrichten Wirtschaft


+++ Telekom: Toll-Collect-Vergleich fair +++ Keine Werbung für "bekömmliches" Bier +++ BMW-Hauptversammlung in München +++ Tarifrunde im Gaststättengewerbe +++ Kaufhof-Chef Neuwald bekräftigt Forderung +++ Umsätze mit Werbung gestiegen +++ Französische Käserei ruft Produkt zurück +++ Technikausfall bei der Sparda-Bank +++

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Telekom: Toll-Collect-Vergleich fair

Telekomchef Höttges hat die Einigung
mit dem Bund im jahrelangen Streit um
das Mautsystem Toll Collect als "fai-
res Ergebnis" bezeichnet.

Der gemeinsam mit anderen Hauptgesell-
schaftern des Betreiberkonsortiums und
dem Bund erzielte Vergleich im Volumen
von 3,2 Mrd. Euro liege nah an dem Be-
trag, auf den sich die Telekom einge-
stellt habe, sagte Höttges am Rande der
Hauptversammlung des Konzerns in Bonn.

Der 14-jährige Streit drehte sich um
die verspätete Einführung des Systems.
Der Bund hatte deshalb ursprünglich 9,5
Milliarden Euro gefordert.

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Keine Werbung für "bekömmliches" Bier

Brauer dürfen nicht mit "bekömmlichem"
Bier werben.

Dies entschied der Bundesgerichtshof/
BGH in Karlsruhe. Damit wurde in letz-
ter Instanz ein Schlussstrich unter ei-
nen seit Jahren schwelenden Bierstreit
gezogen.

Der Verband Sozialer Wettbewerb hatte
2015 eine einstweilige Verfügung gegen
die Leutkircher Brauerei erwirkt und
die Werbung untersagt. Die Revision von
Brauereichef Härle blieb nun erfolglos.
Der Begriff "bekömmlich" sei eine ge-
sundheitsbezogene Angabe, die laut EU-
Recht nicht für Alkohol erlaubt sei.
(AZ.: I ZR 252/16)

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BMW-Hauptversammlung in München

BMW-Chef Krüger und Aufsichtsratschef
Reithofer haben eine Panne bei der Ab-
gasreinigung eines Dieselmotors einge-
räumt, aber jede Absicht bestritten.

Bei 11.700 BMW-Fahrzeugen sei irrtüm-
lich eine nicht passende Software auf-
gespielt worden, sagte Krüger auf der
BMW-Hauptversammlung in München. Reit-
hofer betonte, der Fehler habe nicht
zu veränderten Abgaswerten geführt.

Das Kraftfahrtbundesamt hatte im März
den Rückruf der Autos wegen einer unzu-
lässigen Abschalteinrichtung verfügt.
Man warte nun auf die Genehmigung, die
Software zu korrigieren, so Krüger.

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Tarifrunde im Gaststättengewerbe

Im bayerischen Hotel- und Gaststätten-
gewerbe geht es ab heute um höhere Ein-
kommen für die rund 350.000 Beschäftig-
ten der Branche im Freistaat.

Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gast-
stätten/NGG fordert ein Einkommensplus
von 5,8 Prozent. Die Vergütung der
Auszubildenden soll um 120 Euro im Mo-
nat steigen. Die Gewerkschaft verweist
dabei auf die steigenden Übernachtungs-
zahlen und das Wachstum im Gastgewerbe.

Der Bayerische Hotel- und Gaststätten-
verband wollte die Forderung vorab
nicht bewerten. Die Gespräche finden in
München statt.

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WIRTSCHAFT KURZMELDUNGEN

Düsseldorf: Kaufhof-Chef Neuwald hat
vor dem Beginn der Sanierungstarifver-
handlungen mit Verdi noch einmal seine
Forderung nach Einschnitten bei den Ge-
hältern der 18.000 Beschäftigen bekräf-
tigt. Natürlich sei es schwer für die
Mitarbeiter, wenn es zu Einbußen komme,
sagte er der "Wirtschaftswoche". Aber
die wirtschaftliche Lage lasse dem Un-
ternehmen keine andere Wahl. Die Ver-
handlungen zwischen der Kaufhof-Führung
und Verdi sollen am Freitag beginnen.

Berlin: Die Umsätze mit Werbung sind
2017 leicht gestiegen. Bei Erlösen von
insgesamt 46 Milliarden Euro setzte die
Branche 1,5 % mehr um als im Vorjahr,
so der Zentralverband der deutschen
Werbewirtschaft.

Paris: Wegen Darm-Infektionen bei Kin-
dern in Frankreich hat eine franzö-
sische Käserei auch in Deutschland Roh-
milchkäse zurückgerufen. Es handelt
sich um Reblochon des Herstellers Cha-
bert. Grund sei eine mögliche Kontami-
nation mit Escherichiacoli-Bakterien,
so lebensmittelwarnung.de. Betroffen
sind Produkte mit dem Kennzeichen FR
74-096-050 CE und Mindesthaltbarkeits-
datum zwischen dem 2. April und dem 24.
Juli/Losnummer 8CR.

München: Bei der Sparda-Bank ist es zu
einem deutschlandweiten Technikausfall
gekommen. Das bestätigte die Sparda-
Bank Baden-Württemberg dem SWR. Kunden
könnten derzeit weder Geldautomaten
noch das Online-Banking nutzen, hieß es.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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