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WIRTSCHAFT/8916: Nachrichten - BR Text 15.03.2019


BR Text vom 15.03.2019 - Nachrichten Wirtschaft


+++ 5G-Auktion kann stattfinden +++ Boeing setzt 737-MAX-8- Auslieferung aus +++ Verbände wollen Fachkräftegesetz +++ Gewinneinbruch: BMW kappt Dividende +++ Eon sichert sich Großauftrag +++ Wirtschaft Kurzmeldungen +++

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5G-Auktion kann stattfinden

Die Frequenzauktion für den schnellen
Mobilfunk-Übertragungsstandard 5G kann
wie geplant stattfinden.

Das Kölner Verwaltungsgericht lehnte
Eilanträge der Mobilfunk-Netzbetreiber
gegen die Bedingungen der Versteigerung
ab. Telefonica, Vodafone und Deutsche
Telekom hatten Klagen gegen die staat-
lichen Vergaberegeln eingereicht. U.a.
ging es darum, andere Anbieter auf das
eigene Netz lassen zu müssen.

Durch die Abweisung der Anträge kann
die Versteigerung der Frequenzblöcke
nun aber wie geplant am kommenden
Dienstag starten.

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Boeing setzt 737-MAX-8-Auslieferung aus

Nach dem Absturz einer Ethiopian-Air-
lines-Maschine will der US-Flugzeugbau-
er Boeing vorerst keine Maschinen vom
Typ 737 MAX 8 mehr ausliefern.

Man setze die Lieferung aus, bis man
eine Lösung finde, sagte ein Konzern-
sprecher. Die Produktion des Maschinen-
typs werde aber fortgesetzt.

Eine Boeing 737 MAX 8 war am Sonntag in
Äthiopien abgestürzt, alle 157 Menschen
an Bord kamen dabei ums Leben. Die Ab-
sturzursache ist noch unklar, Experten
vermuten aber ein technisches Problem.
Erst im Oktober war in Indonesien eine
Maschine des gleichen Typs abgestürzt.

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Verbände wollen Fachkräftegesetz

Im Kampf gegen den Fachkräftemangel
haben die deutschen Wirtschaftsverbände
die schnelle Verabschiedung des "Fach-
kräftezuwanderungsgesetzes" gefordert.

"Allein im Handwerk werden rund 250.000
Fachkräfte fehlen", warnte der Präsi-
dent des Zentralverband des Deutschen
Handwerks/ZDH, Wollseifer, nach einem
Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel/CDU
in München. Merkel sagte zu, das Gesetz
schnell auf den Weg bringen zu wollen.

Im Rahmen der Internationalen Hand-
werksmesse in München traf sich die
Kanzlerin mit Vertreter der Verbände
zum traditionellen Spitzengespräch.

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Gewinneinbruch: BMW kappt Dividende

Der Autobauer BMW hat angesichts der
Schwierigkeiten auf den weltweiten Au-
tomärkten im vergangenen Jahr einen
Gewinneinbruch erlitten.

Der Nettogewinn sackte um ein Sechstel
auf 7,21 Milliarden Euro ab, wie das
Dax-Unternehmen mitteilte. Die Divi-
dende wollen die Münchener von 4 Euro
auf 3,50 Euro je Stammaktie kürzen. Der
Umsatz ging um 0,8 Prozent auf 97,5
Milliarden Euro zurück.

Als Grund für den Gewinnrückgang gab
der Autobauer u.a. die internationalen
Handelskonflikte sowie die hohen Kosten
für neue Technologien an.

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Eon sichert sich Großauftrag

Der Essener Energiekonzern Eon über-
nimmt den Bau eines Kraftwerks für den
Verpackungshersteller DS Smith in Kent
in Großbritannien.

Eon sprach von einem der größten Auf-
träge seit mehr als einem Jahrzehnt.
Die "Kraft-Wärme-Kopplungsanlage" mit
einer Leistung von 75 Megawatt soll
künftig die Papierfabrik Kemsley am
Hauptstandort des britischen Unterneh-
mens mit Dampf und Strom versorgen, wie
beide Konzerne mitteilten.

Der Bau des Kraftwerks soll noch in
diesem Jahr beginnen, 2021 soll die
Anlage dann in Betrieb gehen.

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WIRTSCHAFT KURZMELDUNGEN

Stuttgart: Porsche hat 2018 deutlich
mehr von seinen teuren Top-Modellen
verkauft und damit trotz steigender
Ausgaben erneut mehr Gewinn erwirt-
schaftet. Unter dem Strich blieben rund
3,1 Milliarden Euro, etwa drei Prozent
mehr als im Jahr zuvor, wie der Sport-
wagenbauer mitteilte. Der Umsatz stieg
auf knapp 25,8 Mrd. Euro, die Zahl der
verkauften Autos um über vier Prozent
auf 256.000.

Frankfurt: Die über 2.100 Baumärkte in
Deutschland haben im vergangenen Jahr
ihr Geschäft ausgebaut. Die Erlöse der
Händler stiegen im Vergleich zum Vor-
jahr um 1,6 Prozent auf 18,75 Milliar-
den Euro, wie der Branchenverband BHB
in Frankfurt berichtete.

Köln: Der Autobauer Ford will mehr als
5.000 Arbeitsplätze in Deutschland
streichen. Der Jobabbau solle über Ab-
findungen und Frühverrentungen erreicht
werden, teilte das Unternehmen mit.
Ford beschäftigt in Deutschland mehr
als 24.000 Menschen, hauptsächlich in
Köln und Saarlouis.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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