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WIRTSCHAFT/9198: Nachrichten - BR Text 15.01.2020


BR Text vom 15.01.2020 - Nachrichten Wirtschaft


+++ Deutsche Wirtschaft schwächt sich ab +++ WEF: Hohes Risiko durch Umweltprobleme +++ Gutes Zeugnis für Kommunen +++ VDA fordert Milliarden-Unterstützung +++ 5 Wirtschaft Kurzmeldungen +++

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Deutsche Wirtschaft schwächt sich ab

Das deutsche Wirtschaftswachstum hat
sich im vergangenen Jahr deutlich abge-
schwächt.

Wie das Statistische Bundesamt in Wies-
baden mitteilte, wuchs die inländische
Wirtschaft 2019 um 0,6 Prozent. 2018
hatte das Wachstum noch 1,5 Prozent und
2017 2,5 Prozent betragen.

Trotz Rückgangs war 2019 das zehnte
Wachstumsjahr in Folge. Gestützt wurde
die Konjunktur erneut von der Kauflust
der Verbraucher. Die privaten Konsum-
ausgaben legten 2019 mit plus 1,6 Pro-
zent spürbar stärker zu als in den
letzten beiden Jahren.

*

WEF: Hohes Risiko durch Umweltprobleme

Mit eindringlichen Worten hat das Welt-
wirtschaftsforum/WEF kurz vor seiner
Jahrestagung in Davos Politiker und
Unternehmen zum sofortigen gemeinsamen
Handeln gegen den Klimawandel aufgeru-
fen.

Komme es wie erwartet zu wirtschaftli-
chen Konflikten und politischer Polari-
sierung werde dies "katastrophale" Fol-
gen haben, betonte das WEF in seinem
Weltrisikobericht.

Die drängendsten Herausforderungen sei-
en die Klimakrise, der Verlust der bio-
logischen Vielfalt und ein rekordver-
dächtiges Ausmaß des Artensterbens.

*

Gutes Zeugnis für Kommunen

Die Vereinigung der bayerischen Wirt-
schaft/vbw hat den Kommunen im Frei-
staat insgesamt gute Standortqualitä-
ten bescheinigt.

Bezeichnend für Bayerns ausgewogene
Struktur sei es, dass sich in allen
Raumtypen, auch im ländlichen Raum,
Kommunen mit hohen Standortqualitäten
finden, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer
Brossardt bei der Vorstellung einer
Studie, die die gut 2.000 Kommunen in
Bayern unter die Lupe nahm.

Bei der Attraktivität des Wohnorts
schneiden aber die Metropolen, ihr Um-
land und Kernstädte besser ab.

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VDA fordert Milliarden-Unterstützung

Vor einem Treffen von Vertretern der
Autoindustrie und der Bundesregierung
hat der Branchenverband VDA Milliarden
an staatlicher Unterstützung für den
Strukturwandel in dem Wirtschaftszweig
gefordert.

Er schätze den Bedarf für die Zuliefer-
und Automobilindustrie auf einen zwei-
stelligen Milliardenbetrag, sagte VDA-
Vorstand Wolf im Deutschlandfunk.

Dieser müsste in den Ausbau der Lade-
infrastruktur und der regenerativen
Energien fließen, damit die Nachfrage
nach E-Autos steige, sowie in die För-
derung neuer Technologien.

*

5 WIRTSCHAFT KURZMELDUNGEN

Kronach: Der neue Eigentümer des Fern-
sehgeräteherstellers Loewe und die
Stadt Kronach haben sich auf einen
Mietvertrag bis Ende 2023 geeinigt.
Der Vertrag über rund 25.000 Quadrat-
meter Fläche beginne ab Februar, teil-
ten Stadt und Unternehmen nach einer
Sondersitzung des Stadtrats mit dem
neuen Eigentümer mit.

Nashville: Der japanische Autobauer
Nissan muss in den USA erneut Hundert-
tausende Autos wegen fehlerhafter Air-
bags in die Werkstätten rufen. Weil
Teile der hilfsweise nach dem Takata-
Skandal eingebauten Airbagsysteme eben-
falls explodieren könnten, müssen rund
307.000 Autos neu ausgestattet werden.

Hamburg: Knapp zwei Monate nach dem Aus
für die deutsche Thomas Cook sind die
beiden früheren Töchter Öger Tours und
Bucher Reisen neu gestartet. Urlaube
mit dem Türkeispezialisten Öger Tours
und dem Last-Minute-Anbieter Bucher
seien im Reisebüro wieder buchbar,
teilten die Veranstalter mit. Die Un-
ternehmen sind nach der Übernahme durch
die türkische Anex Group Teil der deut-
schen Anex Tour.

Berlin: Berichte über Todesfälle und
Erkrankungen von E-Zigaretten-Konsumen-
ten in den USA haben den Umsatz der
Hersteller auch in Deutschland einbre-
chen lassen. Im zweiten Halbjahr 2019
ging der Absatz nach Verbandsangaben um
zehn bis 20 Prozent zurück.

Bonn: Der Ärger über unerwünschte Wer-
be-Anrufe hat im vergangenen Jahr etwas
abgenommen. Insgesamt seien 57.648
schriftliche Beschwerden eingegangen,
schrieb die Bundesnetzagentur in einem
Bericht an ihren Beirat. Damit lag die
Zahl der Beschwerden etwas niedriger
als im Vorjahr mit 62.000. Es sei den-
noch der zweithöchste Stand jemals und
"weiterhin ein massives Problem".

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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Internet: www.bayerntext.de
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