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WISSENSCHAFT/9075: Nachrichten - BR Text 13.09.2019


BR Text vom 13.09.2019 - Nachrichten
Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Deutscher Umweltpreis an Forscherin +++ Steinmeier für gleiche Bildungschancen +++ Erste Bayerische Demenzwoche +++ Guterres besucht Bahamas nach "Dorian" +++ Großer Wohnmobil-Klau aufgeflogen +++ 4 Wissenschaft/Umwelt Kurzmeldungen +++

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Deutscher Umweltpreis an Forscherin

Den renommierten Deutschen Umweltpreis
erhalten in diesem Jahr eine Bodenfor-
scherin und der Unternehmer, der die
Putzmittelmarke Frosch vertreibt.

Die mit 500.000 Euro dotierte Auszeich-
nung teilen sich die Bodenwissenschaft-
lerin Ingrid Kögel-Knabner von der
Technischen Universität München und
Reinhard Schneider, Chef der Firma
Werner & Mertz aus Mainz, wie die
Deutsche Bundesstiftung Umwelt/DBU in
Osnabrück berichtete.

Der Preis soll am 27. Oktober in Mann-
heim von Bundespräsident Steinmeier
überreicht werden.

*

Steinmeier für gleiche Bildungschancen

Gemeinsames Lernen in der Grundschule
ist aus Sicht von Bundespräsident
Frank-Walter Steinmeier unerlässlich
für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

"Hier werden die Weichen gestellt für
die Zukunft unserer Demokratie", sagte
Steinmeier auf einer Festveranstaltung
in Frankfurt zu 100 Jahren Grundschulen
in Deutschland. Er forderte mehr Ein-
satz, um allen Kindern gleiche Bil-
dungschancen einzuräumen.

Die Bundesvorsitzende des Grundschul-
verbands, Maresi Lassek, forderte eine
längere Grundschulzeit, kleinere Klas-
sen und mehr Geld für die Schulen.

*

Erste Bayerische Demenzwoche

In Bayern hat erstmals eine Demenzwoche
mit Aktionen in allen Regierungsbezir-
ken begonnen (bis 22.9.).

Mit Vorträgen, Workshops und Diskussio-
nen will das Gesundheitsministerium für
die Thematik Demenz sensibilisieren. Es
erwartet, dass die Zahl der Demenzkran-
ken in Bayern in zehn Jahren von jetzt
240.000 auf 300.000 steigen könnte. In
Fürth soll ein Positionspapier für ein
Demenz-Netzwerk vorgestellt werden.

Laut Gesundheitsreport Bayern gehen im
Freistaat rund sechs Prozent der Ster-
befälle auf Demenz zurück.Die Patienten
werden meist von Angehörigen gepflegt.

*

Guterres besucht Bahamas nach "Dorian"

Nach dem Hurrikan "Dorian" besucht UN-
Generalsekretär Antonio Guterres die
Bahamas.

Er wolle mit der Reise seine Solidari-
tät mit den Menschen des Karibikstaates
ausdrücken, sagte Guterres. Den unge-
wöhnlich starken Wirbelsturm sehe er
als Auswirkung der Klimakrise.

Nach "Dorian" werden auf den Bahamas
noch rund 1.300 Menschen vermisst. Die
Behörden rechnen damit, dass die Zahl
der bislang 50 bestätigten Toten deut-
lich steigen wird. Deutsche und nieder-
ländische Soldaten begannen derweil mit
ihrem Hilfseinsatz auf den Bahamas.

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Großer Wohnmobil-Klau aufgeflogen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat
eine Bande auffliegen lassen, die Wohn-
mobile im Gesamtwert von mehreren
Millionen Euro gestohlen haben soll.

Die Diebe seien besonders im Rheinland
aktiv gewesen, berichteten Polizei und
Staatsanwaltschaft in Krefeld. Der 44-
jährige mutmaßliche Kopf der Bande und
ein 30-jähriger Hauptverdächtiger seien
in Untersuchungshaft. Vier Verdächtige
würden noch mit Haftbefehlen gesucht.
Alle Verdächtigen seien Polen.

Laut Polizei sollen die Männer über
70 Wohnmobile im Gesamtwert von 3,7
Millionen Euro gestohlen haben.

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4 WISSENSCHAFT/UMWELT KURZMELDUNGEN

Boston: Kinderspucke, Wickelmaschinen
und magnetisierte Kakerlaken: Zehn wis-
senschaftliche Studien, die "erst zum
Lachen und dann zum Denken anregen",
sind an der US-Eliteuni Harvard mit den
"Ig-Nobelpreisen" (gesprochen "ignob-
le") ausgezeichnet worden, was über-
setzt etwa unwürdig heißt. Die Preise
sollen laut Veranstalter "das Ungewöhn-
liche feiern und das Fantasievolle eh-
ren". Auch Forscher aus Heidelberg und
Würzburg wurden ausgezeichnet.

Madrid: Bei dem schweren Unwetter im
Südosten von Spanien ist eine weitere
Person gestorben. Ein Mensch sei in
seinem Auto ertrunken, teilte die Stadt
Alicante mit. Zuvor war ein Geschwis-
terpaar tot in einem überschlagenen
Auto gefunden worden.

Köln: Rund 4.000 Menschen müssen in
Köln wegen der Entschärfung einer Welt-
kriegsbombe vorübergehend ihre Wohnun-
gen verlassen. Während der Entschärfung
muss auch kurzzeitig der Luftraum ge-
sperrt werden, wie die Behörden mit-
teilten. Die englische Fünf-Zentner-
Bombe war bei Sondierungsarbeiten ge-
funden worden und sollte im Laufe des
Tages entschärft werden.

Paris: Bewohner und Touristen in der
französischen Hauptstadt mussten heute
weitgehend auf den öffentlichen Nahver-
kehr verzichten. Wegen eines Streiks
gegen die geplante Rentenreform fielen
die meisten Metros aus. Es fuhren nur
wenige Busse und Vorortzüge. Rund um
Paris bildeten sich große Staus.

*

Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
Floriansmühlstr. 60, 80939 München
E-Mail: bayerntext@br-online.de
Internet: www.bayerntext.de
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