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WISSENSCHAFT/9104: Nachrichten - BR Text 12.10.2019


BR Text vom 12.10.2019 - Nachrichten
Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Weniger FSME-Fälle in Bayern +++ Welthospiztag: Mehr Hilfe gefordert +++ Entwaldung in Brasilien nimmt stark zu +++ Lebensmittelkontrolleure: Mehr Personal +++ Starker Taifun nähert sich Tokio +++ Buschbrände in Kalifornien - Zwei Tote +++ 2 Wissenschaft/Umwelt Kurzmeldungen +++

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Weniger FSME-Fälle in Bayern

Zecken in Bayern haben heuer bisher we-
niger Krankheiten übertragen als noch
im Vorjahr.

Wie das Gesundheitsministerium mit-
teilte, wurden bis Ende September 152
FSME-Fälle gemeldet, 33 weniger als im
Vorjahreszeitraum. Auch bei der Lyme-
Borreliose, die ebenfalls von den Tie-
ren übertragen wird, gab es weniger
Meldungen. Waren es im vergangenen Jahr
bis Ende September 4.309, ging die Zahl
auf 3.563 zurück.

Ministerin Huml/CSU appellierte dennoch
an die Bürger, sich gegen FSME impfen
zu lassen.

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Welthospiztag: Mehr Hilfe gefordert

Anlässlich des Welthospiztages fordert
die Deutsche Stiftung Patientenschutz
einen Anspruch auf professionelle Be-
gleitung für schwer kranke Menschen in
Kliniken und Pflegeheimen.

Bundesgesundheitsminister Spahn/CDU
müsse dies gesetzlich festschreiben,
sagte Vorstand, Eugen Brysch.

Der allergrößte Teil der Menschen ster-
be im Krankenhaus oder Pflegeheim. Nur
30.000 Schwerstkranke hätten die Chan-
ce, in einem der 236 stationären Hospi-
ze zu sterben. In Kliniken oder Heimen
fehle es oft an Personal für eine wür-
devolle Begleitung, so Brysch weiter

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Entwaldung in Brasilien nimmt stark zu

Die Vernichtung des Regenwaldes im bra-
silianischen Amazonasgebiet nimmt stark
zu: Die Entwaldung sei in den vergange-
nen neun Monaten im Vergleich zum Vor-
jahreszeitraum um 93 Prozent gestiegen.

Laut dem Institut für Weltraumforschung
wurden von Januar bis September mehr
als 7.800 Quadratkilometer entwaldet,
im Vorjahreszeitraum waren es gut
4.000. 2018 waren knapp 5.000 Quadrat-
kilometer Wald vernichtet worden.

Experten machen die Politik von Präsi-
dent Bolsonaro für den Anstieg der
Waldbrände und die Verringerung der
Fläche verantwortlich.

*

Lebensmittelkontrolleure: Mehr Personal

Nach den jüngsten Bakterienfunden in
Wurst und Milch hat der Bundesverband
der Lebensmittelkontrolleure mehr Per-
sonal gefordert.

Bundesvize Maik Maischke sagte, die
Kontrollzahlen seien zuletzt jedes Jahr
gesunken. Im vergangenen Jahr habe man
nur knapp 42 Prozent aller registrier-
ten Betriebe untersuchen können.

Bundesernährungsministerin Klöckner/CDU
forderte die Bundesländer auf, ihrer
Verantwortung mit genügend Personal
gerecht zu werden. Laut "Bild"-Zeitung
will Klöckner dazu eine Runde der Län-
der-Agrarminister einberufen.

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Starker Taifun nähert sich Tokio

Der außergewöhnlich starke Taifun
Hagibis hat die japanische Halbinsel
Izu nahe der Hauptstadt Tokio erreicht.

Angesichts der erwarteten sintflutarti-
gen Regenfälle gaben die Behörden für
Tokio sowie sechs weitere Regionen die
höchste Warnstufe aus. Mehr als eine
Million Menschen in Ost- sowie Zentral-
japan wurden aufgefordert, sich in Si-
cherheit zu bringen.

Unterdessen erschütterte ein Erdbeben
die Tokioter Nachbarprovinz Chiba. Die
Gefahr eines Tsunamis durch das Beben
der Stärke 5,7 bestehe jedoch nicht,be-
richtete der japanische TV-Sender NHK.

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Buschbrände in Kalifornien - Zwei Tote

Im Süden Kaliforniens sind seit dem
Ausbruch von verheerenden Waldbränden
zwei Menschen ums Leben gekommen.

Wie die Behörden mitteilten, starb ein
etwa 50 Jahre alter Mann nahe Los Ange-
les an einem Herzinfarkt, als er ver-
suchte, sein Haus zu retten. Eine 89-
jährige Frau konnte sich im Bezirk Ri-
verside County laut Feuerwehr nicht
mehr rechtzeitig vor den Flammen retten
und wurde getötet.

Bereits am Freitag hatten die Behörden
mehr als 100.000 Menschen rund um Los
Angeles dazu aufgefordert, ihre Häuser
zu verlassen.

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2 WISSENSCHAFT/UMWELT KURZMELDUNGEN

Paris: Bei der Fahndung nach einem mut-
maßlichen französischen Familienmörder
hat die Polizei in Schottland den fal-
schen Mann festgenommen. Aus französi-
schen Ermittlerkreisen hieß es, der in
Glasgow Gefasste sei nicht der seit
über acht Jahren gesuchte Mann. Dies
habe ein DNA-Abgleich ergeben. Der
gesuchte Franzose soll 2011 seine Frau
und seine vier Kinder ermordet haben.

New York: Vier Männer sind in New York
durch Schüsse getötet worden. Zwei
weitere Männer und eine Frau seien
verletzt worden, sagte ein Polizei-
sprecher. Die Polizei sei am Morgen zum
Tatort in Brooklyn gerufen worden. Die
Hintergründe der Tat waren zunächst
unklar.

*

Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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Internet: www.bayerntext.de
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